Autohaus Holst GmbH

Stammdaten

Register
Amtsgericht Walsrode HRB 70191
Eingetragen
13.12.1974
Branche
Tätigkeiten der Großhandelsvermittlung von KraftwagenTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Kraftwagenteilen und -zubehörGroßhandel mit Kraftwagenteilen und -zubehör
Gegenstand
der Handel und die Reparatur mit/von Kraftfahrzeugen, Kraftfahrzeugersatzteilen und -zubehör, Maschinen und Geräten aller Art, Ölen und Kraftstoffen, die Vermietung und Lagerung von Kraftfahrzeugen, Fahrzeugen und Maschinen sowie die Vertretung von Firmen aus diesem Branchengebiet. Die Gesellschaft ist auch befugt, gleichartige oder ähnliche Unternehmen zu erwerben, sich an solchen zu beteiligen oder deren Vertretung oder Geschäftsführung zu übernehmen und Zweigniederlassungen zu errichten. Die Gesellschaft ist insbesondere befugt, die Geschäftsführung in einer noch zu errichtenden Kommanditgesellschaft zu übernehmen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Heide Holst
seit 13.7.2006
Geschäftsführer
Torsten Meyer
seit 13.7.2006
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.

Gesellschafter

3 Gesellschafter

GmbH-Struktur

1 von 3 angezeigt

Am Kreuzberg 23, 27383 Scheeßel
180.000 €
60.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Autohaus Holst GmbH

Scheeßel

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

Zur Offenlegung

Allgemeine Angaben zum Unternehmen

Die Autohaus Holst GmbH hat ihren Sitz in Scheeßel. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Walsrode unter HR B 70191 eingetragen.

Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses

Die Autohaus Holst GmbH weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft gem. § 267 Handelsgesetzbuch (HGB) auf.

Der vorliegende Jahresabschluss der Autohaus Holst GmbH wurde grundsätzlich unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewendeten Gliederungs- und Bewertungsgrundsätze nach den für mittelgroße Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des HGB aufgestellt (§§ 265 Abs. 1 Satz 1, 266 ff. HGB). Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren (§ 275 Abs. 2 HGB) aufgestellt.

Größenabhängige Erleichterungen bei der Aufstellung des Jahresabschlusses (§§ 266 Abs. 1, 276 und 288 HGB) wurden teilweise in Anspruch genommen.

Soweit die §§ 266 und 275 HGB den Ausweis von Davon-Vermerken in Bilanz oder Gewinn- und Verlustrechnung vorsehen, werden diese Angaben zur Aufstellung eines klaren und übersichtlichen Jahresabschlusses gem. § 265 Abs. 6 HGB vollständig im Anhang vorgenommen.

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bewertung erfolgte nach den Vorgaben des § 252 HGB. Einzelne Posten wurden wie folgt bilanziert und bewertet:

Anlagevermögen

Das erworbene Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt unter Berücksichtigung nutzungsbedingter planmäßiger Abschreibungen. Grundlage der planmäßigen Abschreibung ist die voraussichtliche Nutzungsdauer des jeweiligen Vermögensgegenstandes. Die Vermögensgegenstände wurden linear abgeschrieben. Die Abschreibungen auf die Zu- und Abgänge erfolgten pro rata temporis. Außerplanmäßige Abschreibungen (§ 253 Abs. 5 HGB) waren nicht erforderlich.

Selbständig nutzbare bewegliche Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens bis zu einem Wert von € 800,00, die der Abnutzung unterliegen, wurden im Zugangsjahr voll abgeschrieben.

Die Finanzanlagen wurden mit den Anschaffungskosten bilanziert.

Umlaufvermögen

Der Bestand der Vorräte wurde durch körperliche Bestandsaufnahmen ermittelt. Der Bestand des Vorratsvermögens wurde mit den Anschaffungskosten einschließlich Anschaffungsnebenkosten und abzüglich Anschaffungspreisminderungen angesetzt und sofern ein entsprechender Sachverhalt vorlag, auf den niedrigeren Marktpreis am Abschlussstichtag abgeschrieben.

Gegenstände des Ersatzteil-/Zubehörlagers wurden mit dem gewogenen Durchschnittswert der Anschaffungskosten angesetzt. Das strenge Niederstwertprinzip wurde beachtet.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken zum Nennwert bilanziert. Auf die zweifelhaften Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden für erkennbare Ausfallrisiken in ausreichendem Maße Einzelwertberichtigungen gebildet. Dem allgemeinen Kreditrisiko wurde durch eine Pauschalwertberichtigung von 1 % des nicht einzelwertberichtigten Netto-Forderungsbestandes Rechnung getragen.

Flüssige Mittel wurden zu Nominalwerten angesetzt.

Zu Nennwerten erfasste Ausgaben im Geschäftsjahr, die Aufwand nach dem Bilanzstichtag darstellen, sind als aktiver Rechnungsabgrenzungsposten ausgewiesen.

Rückstellungen und Verbindlichkeiten

Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen wurden mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Die Bewertung erfolgte nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (projected unit credit method) unter Zugrundelegung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck.

Der Abzinsungssatz entspricht dem von der Deutschen Bundesbank ermittelten und bekannt gegebenen durchschnittlichen Marktzinssatz, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Dieser wurde gem. § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB auf der Grundlage der vergangenen 10 Geschäftsjahre ermittelt. Für den Stichtag 31.12.2023 beträgt dieser Zins 1,82 % (i.V.: 1,78 %). Berücksichtigt wurden bei der Bewertung künftige Rententrends mit 2,0 % pro Jahr.

Aus der Abzinsung der Pensionsrückstellungen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre ergibt sich im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre ein Unterschiedsbetrag gem. § 253 Abs. 6 HGB in Höhe von € 499,00 (i.V.: € 2.473,00).

Die Steuerrückstellungen sowie die sonstigen Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages passiviert.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist aus dem beigefügten Anlagenspiegel ersichtlich.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind innerhalb eines Jahres zur Zahlung fällig.

Rückstellungen

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen betreffen Rückstellungen für laufende Renten aus Pensionszusagen. Sie decken die Versorgungsverpflichtungen gegenüber ehemaligen Mitarbeitern ab.

Verbindlichkeiten

Von den Verbindlichkeiten entfällt auf eine Restlaufzeit

von mehr als fünf Jahren: € 0,00 (Vorjahr: € 0,00)

zwischen einem und fünf Jahre: € 164.178,58 (Vorjahr: € 364.209,93)

von bis zu einem Jahr: € 4.962.330,85 (Vorjahr: € 3.125.825,23)

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind durch Grundpfandrechte und Sicherungsübereignungen von Vorratsvermögen (Einkaufsfinanzierung) besichert.

Von den sonstigen Verbindlichkeiten entfallen € 219.162,36 (i.V. € 244.951,42) auf Verbindlichkeiten aus Steuern und € 14.690,56 (i.V. € 13.214,24) auf Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Personalaufwand

In der Position soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung sind Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von € 56.611,48 (i.V.: € 55.659,28) enthalten.

Zinsen

Der Zinsaufwand enthält Aufwendungen aus Abzinsungen in Höhe von € 2.828,00 (i.V.: € 3.229,00).

Sonstige Pflichtangaben

Sonstige finanzielle Verpflichtungen gem. § 285 Nr. 3a HGB

Zum Bilanzstichtag 31.12.2023 bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus den Rückkaufoptionen aus Leasingverträgen mit ca. 2,3 Mio. (i.V.: ca. € 1,8 Mio.). Rücknahmeverbindlichkeiten wurden mit € 7.498,60 (i.V.: € 35.490,55) bilanziert.

Angaben zur Geschäftsführung der Gesellschaft

Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurden die Geschäfte des Unternehmens durch die Geschäftsführer

Frau Kfz-Betriebswirtin Heide Holst, Scheeßel, und

Herrn Dipl. oec. Torsten Meyer, Scheeßel,

geführt.

Hinsichtlich der Angaben gem. § 285 Nr. 9a und 9b HGB wurde von der Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht.

Angaben zu Arbeitnehmern

Im Geschäftsjahr wurden durchschnittlich 65 (i.V.: 66) Mitarbeiter beschäftigt. Der Anteil der Angestellten beträgt 44 (inkl. Auszubildende). Im Jahresdurchschnitt wurden 13 Auszubildende beschäftigt.

Ausschüttungssperre und Ergebnisverwendung

Insgesamt ist zum 31.12.2023 ein Betrag in Höhe von € 499,00 für Ausschüttungen gesperrt. Dies betrifft den Unterschiedsbetrag aus der Abzinsung von Pensionsrückstellungen (i.V.: € 2.473,00).

Der Jahresüberschuss für das Geschäftsjahr 2023 beträgt € 535.710,93. Es ist geplant, diesen auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Scheeßel, den 11. November 2024

gez. Heide Holst, Geschäftsführerin

gez. Torsten Meyer, Geschäftsführer

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 20.12.2024 festgestellt. Die Ergebnisverwendung wurde gem. Ergebnisverwendungsvorschlag beschlossen.

Entwicklung des Anlagevermögens (Anlagenspiegel) zum 31. Dezember 2023

Anschaffungskosten
Stand 1.1.2023 Zugang Umbuchung Abgang
I. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschl. der Bauten auf fremden Grundstücken 3.003.190,25 43.968,13 0,00
2. technische Anlagen und Maschinen 683.546,53 109.628,51 55.212,72
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.716.201,29 1.116.749,99 51.587,91 790.150,21
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 51.587,91 0,00 -51.587,91 0,00
Summe Sachanlagen 5.454.525,98 1.270.346,63 0,00 845.362,93
II. Finanzanlagen
Beteiligungen 29.351,02 0,00 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 29.351,02 0,00 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen 5.483.877,00 1.270.346,63 0,00 845.362,93
Abschreibungen
Stand 31.12.2023 Stand 1.1.2023 Zugang Abgang Stand 31.12.2023
I. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschl. der Bauten auf fremden Grundstücken 3.047.158,38 1.422.381,20 89.367,13 0,00 1.511.748,33
2. technische Anlagen und Maschinen 737.962,32 504.900,53 44.728,51 55.207,72 494.421,32
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.094.388,98 737.862,29 249.151,55 257.474,86 729.538,98
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Sachanlagen 5.879.509,68 2.665.144,02 383.247,19 312.682,58 2.735.708,63
II. Finanzanlagen
Beteiligungen 29.351,02 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 29.351,02 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen 5.908.860,70 2.665.144,02 383.247,19 312.682,58 2.735.708,63
Nettobuchwerte
Stand 31.12.2023 31.12.2022
I. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschl. der Bauten auf fremden Grundstücken 1.535.410,05 1.580.809,05
2. technische Anlagen und Maschinen 243.541,00 178.646,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.364.850,00 978.339,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 51.587,91
Summe Sachanlagen 3.143.801,05 2.789.381,96
II. Finanzanlagen
Beteiligungen 29.351,02 29.351,02
Summe Finanzanlagen 29.351,02 29.351,02
Summe Anlagevermögen 3.173.152,07 2.818.732,98

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

In dem vorstehenden, zur Offenlegung bestimmten verkürzten Jahresabschluss (Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung und Anhang) wurden die größenabhängigen Erleichterungen nach § 327 HBG in Anspruch genommen. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht haben wir folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Autohaus Holst GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Autohaus Holst GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Autohaus Holst GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Jörn Peters

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Hamburg, den 19. Dezember 2024

Stege & Jäger Partners GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Jörn Peters, Wirtschaftsprüfer

Bilanz zum 31. Dezember 2023

- zur Offenlegung -

Aktivseite

31.12.2023 31.12.2022
A. Anlagevermögen 3.173.152,07 2.818.732,98
I. Sachanlagen 3.143.801,05 2.789.381,96
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.535.410,05 1.580.809,05
2. technische Anlagen und Maschinen 243.541,00 178.646,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.364.850,00 978.339,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 51.587,91
II. Finanzanlagen 29.351,02 29.351,02
1. Beteiligungen 29.351,02 29.351,02
B. Umlaufvermögen 7.542.133,06 5.754.023,29
I. Vorräte 5.548.648,88 4.200.216,84
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1.287.674,59 688.220,66
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 705.809,59 865.585,79
C. Rechnungsabgrenzungsposten 26.638,88 31.187,97
10.741.924,01 8.603.944,24

Passivseite

31.12.2023 31.12.2022
A. Eigenkapital 5.200.525,64 4.664.814,71
I. Gezeichnetes Kapital 300.000,00 300.000,00
II. Kapitalrücklage 121.419,45 121.419,45
III. Gewinnvortrag 4.243.395,26 3.814.482,21
IV. Jahresüberschuss 535.710,93 428.913,05
B. Rückstellungen 414.888,94 449.094,37
C. Verbindlichkeiten 5.126.509,43 3.490.035,16
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 3.086.006,29 2.147.260,79
10.741.924,01 8.603.944,24

Gewinn- und Verlustrechnung für den Zeitraum vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023

- zur Offenlegung -

1.1.- 31.12.2023 1.1.- 31.12.2022
1. Rohergebnis 5.275.669,49 4.512.462,14
2. Personalaufwand 2.900.706,54 2.758.325,03
a) Löhne und Gehälter 2.367.959,43 2.257.434,60
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 532.747,11 500.890,43
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 383.247,19 333.320,71
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 1.135.968,39 776.019,10
5. Erträge aus Beteiligungen 1.525,65 1.524,13
6. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 8.018,74 3.341,38
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 97.661,13 36.950,68
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 213.273,11 167.781,46
9. Ergebnis nach Steuern 554.357,52 444.930,67
10. sonstige Steuern 18.646,59 16.017,62
11. Jahresüberschuss 535.710,93 428.913,05

Lagebericht Geschäftsjahr 2023

I. Unternehmensbeschreibung

Die Autohaus Holst GmbH wurde im Jahre 1963 gegründet. Der Tätigkeitsbereich der Gesellschaft erstreckt sich auf den Handel mit Neufahrzeugen der Marken Volkswagen, den Handel mit Gebrauchtwagen aller Fabrikate sowie den Handel mit Ersatzteilen, als auch die Reparatur und Instandsetzung von Kraftfahrzeugen.

Das Absatzgebiet umfasst für den Handel mit Neufahrzeugen und die Dienstleistungen der Werkstatt im Wesentlichen den Landkreis Rotenburg. Der Handel mit Gebrauchtfahrzeugen bedient ein überregionales Gebiet. Die Gesellschaft verfügt über den Handelsvertrag mit der Marke Volkswagen PKW und die Serviceverträge mit den Marken Volkswagen PKW, Audi, Seat, Cupra, Volkswagen Nutzfahrzeuge, und seit dem 01.03.2023 auch mit der Marke Skoda. Unser Autohaus ist auch zukünftig als Partner der Volkswagen AG gesetzt, die Vertragsverhältnisse sind unbefristet.

II. Allgemeine Geschäfts und Branchenentwicklung

Für das abgelaufene Jahr 2023 wird vom Statistischen Bundesamt ein Rückgang des deutschen Bruttoinlandsprodukts von 0,3 % registriert (VJ: +1,9 %). Die deutsche Wirtschaft kam im Jahr 2023 durch das krisengeprägte Umfeld ins Stocken. Hohe Preise, ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen und eine sinkende Nachfrage auf dem Binnenmarkt und im Ausland, setzten die Konjunktur unter Druck.

Im Neuwagengeschäft schloss der Gesamtmarkt für PKW in Deutschland 2023 mit 2,84 Mio. ausgelieferten Neufahrzeugen, was einem Zuwachs von 7,3 % gegenüber dem Vorjahr (2,65 Mio.) entspricht und damit die Prognosen der Experten (ZDK, DAT, VDIK) übertroffen hat. Die Zulassungen von rein elektrisch angetrieben PKW (BEV) steigen um 11,4 % (2022: 32,2 %) und PKW mit Plug-In-Hybrid-Antrieb (PHEV) können noch um 1,6 % (2022: 11,3 %) zulegen. Diese beiden Segmente stehen für gesamt 1.365T (2022: 1.950T) Neuzulassungen und einem Marktanteil von 48%, unter Einbeziehung aller Hybridfahrzeuge. Die Zulassungen für die benzinbetriebenen PKW steigen etwas deutlicher als die Registrierungen für Diesel-PKW. Die Anteile stellen sich im Jahr 2023 wie folgt dar: BEV 18,4 % (VJ: 17,8 %), Hybrid 29,5 % (VJ: 31,3 %), Benzin 34,4 % (VJ: 32,6 %), Diesel 17,1 % (VJ: 17,8 %). Die starken Anteile der alternativen Antriebe waren durch das attraktive Förderprogramm der Hersteller und des Staates bis kurz vor Jahresende subventionsgetrieben. Mit dem Ablauf des 17. Dezember 2023 konnten keine weiteren Anträge für den Umweltbonus beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa) gestellt werden. Der Absatz von förderfähigen Fahrzeugen brach in diesem Moment zusammen.

Die gewerblichen Zulassungen verzeichneten mit 67,1 % gegenüber 64,1 % aus dem Vorjahr einen deutlichen Zuwachs. Korrespondierend fiel der Anteil an privaten Fahrzeugzulassungen von 35,9 % im Jahr 2022 auf aktuelle 32,8 % zurück. Die deutliche Erholung auf dem deutschen Automarkt wurde also allein von den gewerblichen Absatzkanälen getragen. Allein 977T Firmenwagen und 299T Mietwagen wurden in die Statistik eintragen.

Die Marke Volkswagen verzeichnete in Deutschland ein deutliches Absatzplus von 7,9% auf 519.089 neue PKW und konnte die Marktführerschaft mit einem Anteil von 18,2 % deutlich verteidigen. Ein Neuwagen kostete in Deutschland im Jahr 2023 im Durchschnitt EUR 44.630 (brutto incl. MwSt), gegenüber EUR 42.790 im Vorjahr.

Nach der durch die Corona-Pandemie und den Ukraine-Krieg bedingten Fahrzeugknappheit im Jahr 2022, hat sich der Gebrauchtwagenmarkt wieder normalisiert. Durch die verbesserte Neuwagenverfügbarkeit hat sich parallel auch der Gebrauchtwagenmarkt verbessert gezeigt. Insgesamt konnten 6,03 Mio. Besitzumschreibungen registriert werden, dies ist ein deutliches Plus von 6,9 % gegenüber 5,65 Mio. Halterwechsel im Vorjahr.

Jeder fünfte Gebrauchtwagenkäufer entschied sich dabei wieder für ein Modell der Marke Volkswagen, genauer 1.260.287 (+ 8,3 %), woraus sich eine leichte Marktanteilssteigerung auf 20,9 % ergibt. Ein Gebrauchtwagen kostete in Deutschland beim Markenhandel im Jahr 2023 durchschnittlich € 26.170, gegenüber € 23.640 im Vorjahr.

Der PKW-Gesamtbestand wuchs um 0,7% auf 49.098.685, zu 48.763.036 im Vorjahr. Als Grundlage für das Servicegeschäft steigerte sich diese Zahl an Fahrzeugen, die gewartet und repariert werden müssen, also auf niedrigem Niveau. Das Durchschnittsalter nimmt ebenfalls weiter auf 10,3 Jahre (VJ: 10,0) zu. Aufgrund von kartellrechtlichen Bestimmungen liegen uns keine Daten aus den Serviceorganisationen der einzelnen Marken innerhalb der Volkswagen AG vor. Der Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) vermeldet für 2023 eine durchschnittliche Werkstattauslastung von 85%. Der Auslastungsgrat zeigt sich demnach konstant hoch und spiegelt den Reparaturbedarf eines steigenden und gleichzeitig alternden Fahrzeugbestandes wider.

III. Geschäftsverlauf des Unternehmens

1. Umsatz und Auftragsentwicklung

Der Rohertrag steigt gegenüber dem Vorjahr um 16,6 % auf TEUR 5.199

2. Investitionen und Finanzierungsmaßnahmen

Im Jahr 2023 wurden Instandhaltungsinvestitionen in die Ausstellungshalle umgesetzt. Einem Austausch der Dachhaut folgte die Installation einer Photovoltaik-Anlage und die Erneuerung der Fassade. Im Gebäude wurde die Beleuchtung flächendeckend erneuert und umfangreiche Beschattungselemente angebracht. Ferner wurden vier zusätzliche Ladepunkte für Fahrzeuge mit batterieelektrischem Antrieb im Außenbereich installiert. Eine Stromspeicherlösung mit einem dynamischen Lastmanagement erlaubt die optimale Nutzung des selbsterzeugten Solarstroms sowohl für den internen Energiebedarf wie auch für die neu geschaffene Ladeinfrastruktur. Für die Gesamtmaßnahme wurde kein Fremdkapital in Anspruch genommen. Es erfolgt eine unterstützende Förderung mit staatlichen Mitteln. Nach der Implementierung der Serviceverträge für SEAT und CUPRA im Frühjahr 2022, haben wir im März 2023 auch den SKODA-Servicevertrag im After-Sales eingeführt.

3. Personal und Sozialbereich

Die Personalstruktur ohne die Geschäftsführung setzt sich am 31.12.2023 wie folgt zusammen: Mitarbeiter ohne Aushilfen gesamt: 58 (VJ: 56), unterteilt in 40 gewerbliche und kaufmännische Mitarbeiter (VJ: 44) und 16 gewerbliche und kaufmännische Auszubildende (VJ: 12). Besonderheiten, wie eine erhöhte Fluktuation oder Ähnliches, waren nicht zu verzeichnen. Der Aus- und Weiterbildungsbedarf ergibt sich detailliert aus den Anforderungen der vertretenden Hersteller und unserem eigenen Anspruch, dass gut ausgebildete Mitarbeiter unser wesentlichstes Kapital sind.

IV. Lage des Unternehmens

1. Vermögenslage

Das Eigenkapital summiert sich auf TEUR 5.201, was einer Eigenkapitalquote von 48,39 % (VJ: 54,2 %) entspricht. Die Bilanzsumme steigt auf TEUR 10.742 im Vergleich zum Vorjahreswert von TEUR 8.604. Die Anlagenintensität beträgt 29,54 % (VJ: 32,8 %).

2. Finanzlage

Die Liquiditätslage des Unternehmens ist geordnet und war während des gesamten Geschäftsjahres stabil und jederzeit gesichert, der Cash-Flow beläuft sich auf TEUR 905 (VJ: TEUR 748). Die Zusammenarbeit mit unserer Hausbank im Bereich der flexiblen, fahrzeugbezogenen Einkaufsfinanzierung hat sich bewährt und wird weitergeführt.

3. Ertragslage

Der Jahresüberschuss beträgt im Geschäftsjahr 2023 TEUR 536 (VJ: TEUR 429), die Eigenkapitalrentabilität liegt bei 10,3 % (VJ: 9,2 %). Der Rohertrag steigt auf TEUR 5.199 (VJ: TEUR 4.517). Vergleichszahlen der Volkswagen-Organisation werden uns auf Grund von Compliance-Richtlinien des Herstellers nicht mehr zur Verfügung gestellt.

Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage hat sich überdurchschnittlich entwickelt. Die Einschätzung aus dem Vorjahr wurde übertroffen. Der Bereich des Aftersales ist ausgelastet und reicht wie im Vorjahr an die Kapazitätsgrenze. Die schleppende Fertigstellung von Neufahrzeugen und das damit einhergehend schwache Angebot an Gebrauchtfahrzeugen gehört der Vergangenheit an, was sich erfreulich auf die verkauften Stückzahlen niederschlägt. Die erzielten Bruttogewinne haben dazu beigetragen, dass sich die Ertragslage sehr gut entwickelte. Ereignisse von wesentlicher Bedeutung haben sich nach dem Bilanzstichtag durch das abrupte Ende des staatlichen Umweltbonus (e-Autoförderung Ende am 17.12.2023), den anhaltenden Russland- Ukraine-Krieg und die schwache Konjunkturentwicklung ergeben. Die im Geschäftsjahr verzeichnete Inflationsrate erreicht laut dem Statistischen Bundesamt im Jahr 2023 einen Mittelwert von 5,9 %. Sie erlebte einen Peak von 8,7 % zu Jahresbeginn und schwächt sich seither ab.

V. Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung

1. Voraussichtliche Entwicklung

Der Schwerpunkt der Autohaus Holst GmbH wird auch künftig der Handel mit Neu- und Gebrauchtfahrzeugen, der Handel mit Ersatzteilen sowie die Reparatur und Instandsetzung von PKW und Nutzfahrzeugen sein.

Es sind also keine wesentlichen Änderungen in der Ausrichtung der Unternehmung geplant.

2. Risiken und Chancen

Die aktuelle Konjunkturentwicklung prägt nach wie vor auch die Entwicklung unseres Autohauses. Hohe Energie- und Kraftstoffkosten wirken sich auf das Verhalten unserer Kunden aus: sie fahren weniger Auto und verschieben notwendige Reparaturen und Ersatzbeschaffungen. Die Marktakzeptanz von alternativen Antriebskonzepten steigt stetig, einhergehend mit notwendigen Transformationsprozessen im Autohaus, die wir bereits frühzeitig eingeleitet haben. Unsere Mitarbeiter werden im Service ebenso an der Hochvolttechnik ausgebildet, wie unsere Verkaufsberater im vertrieblichen Umgang mit BEV/PHEV-Fahrzeugen geschult werden. Die Optimierung der Prozessabläufe durch digitale Lösungen versetzt uns in die Lage, unsere Administration zeitgemäß aufzustellen, auch erste KI-Anwendungen tragen mittlerweile dazu bei.

Im Speziellen sind durch die gute Liquiditätslage keine Engpässe zu erwarten. Die redliche Bestandsführung gehört nach wie vor zu den Hauptaufgaben. Wirksame Finanz und Controlling-Instrumente decken rechtzeitig Verbesserungspotentiale auf, darüber hinaus verfügt das Unternehmen über ein effizientes Mahnwesen, Forderungsausfälle sind die Ausnahme. Verbindlichkeiten werden ausnahmslos in den vereinbarten Zahlungsfristen ausgeglichen. Die langfristige Finanzierung der Gesellschaft ist über Bankkredite und das Eigenkapital abgesichert. Es bestehen Rückkaufverpflichtungen aus Leasingverträgen von Kunden. Verlustrisiken wurden durch Rückstellungen berücksichtigt. Wir verfolgen eine konservative Risikopolitik, nach unseren heutigen Informationen bestehen keine Risiken, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten. Die Gesellschaft hat durch eine geordnete Finanzlage und aufgrund des gegebenen Leistungsniveaus, hervorragende Grundlagen für einen weiteren Ausbau der Marktstellung geschaffen.

3. Prognosebericht

Für die ökonomische Entwicklung in Deutschland im Jahr 2024 zeichnen die Wirtschaftsfachgremien ein gemischtes Bild. Das ifo-Institut schätzt in seiner Herbstprognose aus 2023 eine Steigerung des Bruttoinlandsproduktes für 2024 in Höhe von 1,4 % und eine rückläufige Inflationsrate auf 2,6 %. Die Abkühlung der Inflation dürfte die Kaufkraft der Verbraucher leicht stabilisieren. Der Arbeitsmarkt zeigt sich robust, allerdings bleiben Fachkräftemangel und strukturelle Herausforderungen zentrale Probleme. Unsicherheiten bleiben bestehen, insbesondere aufgrund geopolitischer Spannungen, der Zinsentwicklung und möglicher Energiepreissteigerungen. Insgesamt wird 2024 ein Jahr der vorsichtigen Erholung, geprägt von strukturellen Anpassungen und begrenztem Wachstumsspielraum. Der Zentralverband des Deutschen Kraftfahrzeuggewerbes (ZDK) rechnet für 2024 mit leicht rückläufigen Neuzulassungszahlen. Die Prognosen werden mit 2,65 Mio. PKW-Auslieferungen angesetzt. Die Besitzumschreibungen dürften laut ZDK mit 6,2 Mio. Gebrauchtfahrzeugen leicht zunehmen.

Wir gehen von gleichbleibenden Umsätzen bei stabilen Erträgen im Fahrzeugvertrieb aus, auch getragen von Produkterneuerungen, Hersteller-Incentives zur Marktanteilssicherung und einer weiterhin guten Verfügbarkeit interessanter Ware im Gebrauchtwagensektor.

Das Aftersales-Geschäft hat seine Erholung fortgesetzt, die individuelle Mobilität wird nach wie vor hochgeschätzt und nicht durch äußere Faktoren eingeschränkt. Insbesondere die gewerbliche Nutzung nähert sich wieder dem Niveau von 2019. Die hohe Werkstattauslastung wird sich weiter an der Kapazitätsgrenze bewegen, wir bemühen uns stetig unser Team an Fachkräften auszubauen.

Insgesamt erwarten wir positive Ergebnisse auf dem Niveau von 2023. Die Gesellschaft verfügt über ausreichende Liquiditätsreserven - existenzbedrohende Risiken sieht die Geschäftsleitung nicht.

 

Scheeßel, den 4. Dezember 2024

gez. Heide Holst

gez. Torsten Meyer

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