Stammdaten

Register
Amtsgericht Hamburg HRB 107564
Vorher
K. Jung GmbH
Eingetragen
26.8.1949
Branche
Herstellung von PrüfmaschinenHerstellung von Werkzeugmaschinen für die MetallbearbeitungHerstellung von Turbinen
Gegenstand
die Entwicklung, Herstellung und der Vertrieb von Maschinen, Anlagen und technischen Geräten aller Art, insbesondere von Schleifmaschinen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Stefan Zürcher
seit 25.2.2025
Geschäftsführer
Geschäftsführer
Ronny Müller
seit 1.7.2021
Prokura
Arno Binder
seit 5.10.2017
Geschäftsführer
Matthias Guhlke
seit 17.12.2012
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Fritz Studer AGCHE
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
United Grinding GmbH (vormals Körber Schleifring GmbH)
Germany
10.000.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

United Grinding GmbH

Hamburg

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Inhaltsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

Prüfungsauftrag

I. Prüfungsauftrag

II. Bestätigung der Unabhängigkeit

B. Grundsätzliche Feststellungen

I. Stellungnahme zur Lagebeurteilung der gesetzlichen Vertreter

II. Wesentliche Geschäftsvorfälle

III. Wiedergabe des Bestätigungsvermerks

C. Gegenstand, Art und Umfang der Prüfung

I. Gegenstand der Prüfung

II. Art und Umfang der Prüfung

D. Feststellungen zur Konzernrechnungslegung

I. Ordnungsmäßigkeit der Konzernrechnungslegung

1. Rechtsgrundlagen

2. Konsolidierungskreis und Konzernabschlussstichtag

3. Konsolidierungsgrundsätze

4. Konzernbuchführung

5. In den Konzernabschluss einbezogene Abschlüsse

6. Konzernabschluss

7. Konzernlagebericht

II. Gesamtaussage des Konzernabschlusses

E. Schlussbemerkung

Anlagen (siehe gesondertes Verzeichnis)

Aus rechentechnischen Gründen können in den Tabellen Rundungsdifferenzen in Höhe von ± einer Einheit (€, % usw.) auftreten.

Abkürzungsverzeichnis

AG Aktiengesellschaft
EBITA Earnings before Interest, Taxes and Amortization
GmbH Gesellschaft mit beschränkter Haftung
GuV Gewinn- und Verlustrechnung
HGB Handelsgesetzbuch
IDW Institut der Wirtschaftsprüfer in Deutschland e.V., Düsseldorf
n.F. neue Fassung
PS Prüfungsstandard des IDW
UGG United Grinding GmbH, Hamburg

Prüfungsauftrag

I. Prüfungsauftrag

1. Aufgrund unserer Wahl zum Konzernabschlussprüfer durch Gesellschafterbeschluss vom 27. April 2022 erteilte uns die Geschäftsführung der

United Grinding GmbH, Hamburg,

(im Folgenden auch "UGG", "Gesellschaft" oder "Mutterunternehmen" genannt)

den Auftrag, den Konzernabschluss der Gesellschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022 und den Konzernlagebericht für dieses Geschäftsjahr gemäß §§ 316 ff. HGB zu prüfen.

Wir wurden ebenfalls damit beauftragt, den Jahresabschluss der United Grinding GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022 zu prüfen. Wir verweisen hierzu auf unseren gesonderten Prüfungsbericht.

2. Für die Durchführung des Auftrags und unsere Verantwortlichkeit sind, auch im Verhältnis zu Dritten, die diesem Bericht beigefügten Allgemeinen Auftragsbedingungen für Wirtschaftsprüfer und Wirtschaftsprüfungsgesellschaften vom 1. Januar 2017 vereinbart.

3. Über Art und Umfang sowie über das Ergebnis unserer Prüfung erstatten wir diesen Bericht nach den Grundsätzen des IDW PS 450 n.F. (10.2021), dem der von uns geprüfte Konzernabschluss sowie der geprüfte Konzernlagebericht als Anlagen beigefügt sind. Dieser Bericht ist an das geprüfte Unternehmen gerichtet.

II. Bestätigung der Unabhängigkeit

4. Wir bestätigen gemäß § 321 Abs. 4a HGB, dass wir bei unserer Konzernabschlussprüfung die anwendbaren Vorschriften zur Unabhängigkeit beachtet haben.

B. Grundsätzliche Feststellungen

I. Stellungnahme zur Lagebeurteilung der gesetzlichen Vertreter

5. Nachfolgend stellen wir zusammengefasst die Beurteilung der Lage des United Grinding GmbH- Konzerns durch die gesetzlichen Vertreter des Mutterunternehmens (siehe Anlage I) dar:

6. Der Lagebericht enthält unseres Erachtens folgende Kernaussagen zum Geschäftsverlauf und zur Lage des Konzerns:

Die Geschäftsführung geht einleitend auf die Grundlagen des Konzerns ein. Zur Geschäftstätigkeit und Konzernstruktur wird ausgeführt, dass die United Grinding GmbH als strategische Management-Holding die Gesamtverantwortung des Teilkonzerns wahrnimmt und wie die United Grinding Group AG, Bern/Schweiz eine Strategie des langfristigen profitablen Wachstums verfolgt.

Im Wirtschaftsbericht werden einleitend die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen kommentiert. Nach der kräftigen Erholung der Weltwirtschaft im Jahr 2021, setzte sich der Aufwärtstrend im Jahr 2022, trotz der geopolitischen Anspannungen, fort. Das reale Bruttoinlandsprodukt ist in den USA um 2%, in der Euro-Zone um 4% und in China um 3% gestiegen.

Als bedeutsame Größen der internen Konzernsteuerung zur Umsetzung der auf profitables Wachstum ausgerichteten Strategie werden Umsatz, Auftragseingang sowie EBITA genannt.

Im Überblick über den Geschäftsverlauf liegen Umsatz, Auftragseingang und des EBITA über den Werten des vorangegangenen Geschäftsjahres, wobei EBITA und Umsatzerlöse leicht unter den Planwerten für das Geschäftsjahr 2022 liegen. Die Umsatzerlöse und EBITA liegen hinter den budgetierten Planwerten liegen, aufgrund der anhaltenden Probleme in den globalen Lieferketten, welche die Materialbeschaffung erschweren. Die gestiegenen Auftragseingänge bewegen sich auf dem Niveau vor der Covid-19-Krise. Amerika stellt mit einem Anteil von 47% bei den Auftragseingängen den wichtigsten Markt dar. Der restliche Anteil der Aufträge resultiert zu 27% aus Europa und zu 26% aus Asien. Der Anstieg der Auftragseingänge gegenüber dem Vorjahr ist auf die Verbesserung der globalen Wirtschaftslage zurückzuführen.

Zur Ertragslage wird als stabil und positiv eingeschätzt. Es wird ergänzend zum Geschäftsverlauf ausgeführt, dass der Materialaufwand überproportional aufgrund des Bestandsaufbaus und der erhöhten Materialbeschaffungspreise angestiegen ist. Der Konzernüberschuss ist auch durch Einmaleffekte, wie dem Verkaufserlös des Betriebsgebäudes sowie einer Überbrückungshilfe III geprägt.

Die Vermögens- und Finanzlage des United Grinding-Teilkonzerns wird als stabil und solide angesehen. Die gegenüber dem Vorjahresstichtag deutlich gesunkene Bilanzsumme resultiert maßgeblich aus Ausschüttungen aus der Kapitalrücklage (€ 77 Mio) und aus dem bestehenden Gewinnvortrag (€ 7 Mio). Demgegenüber wirkt sich gegenläufig die verbesserte Geschäftsentwicklung und den damit verbundenen höheren Vorrats-, Forderungs- und Verbindlichkeitsbeständen auf die Bilanzsumme aus.

Der Lagebericht enthält zur voraussichtlichen Entwicklung mit ihren wesentlichen Chancen und Risiken unseres Erachtens folgende Kernaussagen:

Das Risikomanagement des Konzerns basiert auf Regelungen, die in verbindlichen Konzernrichtlinien definiert sind. Dabei werden Risiken in Abhängigkeit von ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit sowie der maximalen Schadenshöhe bewertet und in die Kategorien Externe, Finanzen, Organisation, Leistung und Markt eingeordnet.

Die externen Risiken bestehen dabei in Form von Haftungsrisiken oder Gesetzesverstößen, denen mit einem umfassenden Compliance Programm und konzerninterner Rechtsberatung begegnet wird. Zu den externen Risiken werden die aktuellen militärischen Handlungen in der Ukraine aufgeführt, welche die Materialbeschaffung negativ beeinflussen und zu einer erhöhten Inflation führen.

Das im Bereich Finanzrisiken aufgeführte Währungsrisiko besteht insbesondere in Währungskursschwankungen, für die entsprechende Sicherungsgeschäfte abgeschlossen werden. Ein weiteres Finanzrisiko wird in der restriktiven Fiskalpolitik zur Eindämmung der weltweit hohen Inflation gesehen, weil dies zu höheren Finanzierungskosten führt.

Dem Risiko, dass sich die den einzelnen Geschäftsfeldern des Konzerns zugrundeliegenden Märkte nicht entsprechend den Erwartungen entwickeln, begegnet der Konzern mit individuell auf die betreffenden Geschäftsfelder und Märkte zugeschnittene Steuerungskonzepte.

Chancen bestehen insbesondere in strategischen Akquisitionen, zunehmender Internationalisierung sowie der gezielten Ausrichtung der Diversifikation auf Megatrends in dem vom Konzern betreuten Kundenbranchen.

Die aufgeführten Risiken werden durch die eingeführten Maßnahmen als beherrschbar eingestuft. Bestandsgefährdende Risiken bestehen nicht.

Im Prognosebericht geht die Gesellschaft auf die gesamtwirtschaftlichen Aussichten sowie die Aussichten für den United Grinding-Teilkonzern ein. Die Geschäftsführung erwartet, dass der Auftragsbestand leicht unter dem Vorjahr sein wird. Für das Geschäftsjahr 2023 rechnet die Geschäftsführung des United Grinding-Teilkonzerns im Vergleich zum Vorjahr mit einem leicht höheren Gesamtumsatz. und einem leicht verbesserten EBITA.

7. Die Beurteilung der Lage des Konzerns, insbesondere die Beurteilung des Fortbestandes und der wesentlichen Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung des Konzerns, ist plausibel und folgerichtig abgeleitet. Nach dem Ergebnis unserer Prüfung und den dabei gewonnenen Erkenntnissen ist die Lagebeurteilung der gesetzlichen Vertreter des Mutterunternehmens dem Umfang nach angemessen und inhaltlich zutreffend.

II. Wesentliche Geschäftsvorfälle

8. Mit Gesellschafterbeschluss vom 22. August 2022 wurde die Kapitalrücklage der UGG per Beschlussdatum um € 76,7 Mio gemindert und dem Gewinnvortrag zugeführt. Der Gewinnvortrag der Gesellschaft in Höhe von € 7,4 Mio per 31. Dezember 2021 erhöhte sich durch die Zuführung aus der Kapitalrücklage auf € 84,1 Mio. Der gesamte Gewinnvortrag wurde per Beschlussdatum in Höhe von € 84,1 Mio an die Gesellschafterin Fritz Studer AG, Steffisburg/Schweiz ausgeschüttet und am 25. August 2022 gezahlt.

9. Mit Kaufvertrag vom 14. April 2022 wurde ein Grundstück inklusive Betriebsvorrichtungen der Tochtergesellschaft Walter Maschinenbau GmbH, Tübingen, belegen in Leipzig, zu einem Verkaufspreis von € 10,2 Mio veräußert. Auf das Grundstück entfielen € 10,1 Mio sowie auf Betriebsvorrichtungen € 0,1 Mio. Die Übergabe des Grundstückes erfolgte per Zahlung des Kaufpreises in Höhe von € 10,1 Mio am 14. Oktober 2022 zum folgenden Monatsersten, dem 1. November 2022. Eine Forderung von € 0,1 Mio gegenüber des Käufers bleibt weiterhin bestehen.

III. Wiedergabe des Bestätigungsvermerks

10. Nach dem abschließenden Ergebnis unserer Prüfung haben wir mit Datum vom 11. April 2023 den folgenden uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt:

"BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die United Grinding GmbH, Hamburg

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der United Grinding GmbH, Hamburg, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der United Grinding GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2022 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 und

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.

Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Konzernabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Beaufsichtigung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen."

C. Gegenstand, Art und Umfang der Prüfung

I. Gegenstand der Prüfung

11. Gegenstand unserer Prüfung waren der nach den Vorschriften der §§ 290 ff. HGB aufgestellte Konzernabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022, bestehend aus der Konzernbilanz, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel, der Konzernkapitalflussrechnung, sowie dem Konzernanhang und der nach § 315 HGB aufgestellte Konzernlagebericht, für dieses Geschäftsjahr. Die Verantwortung für die Ordnungsmäßigkeit von Konzernabschluss und Konzernlagebericht tragen die gesetzlichen Vertreter des Mutterunternehmens. Unsere Aufgabe war es, diese Unterlagen einer Prüfung dahin gehend zu unterziehen, ob die gesetzlichen Vorschriften zur Konzernrechnungslegung beachtet worden sind. Die Prüfung erstreckte sich insbesondere auf die Abgrenzung des Konsolidierungskreises, die Ordnungsmäßigkeit der in den Konzernabschluss einbezogenen Jahresabschlüsse, die Ordnungsmäßigkeit der Konsolidierungsmaßnahmen sowie der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze.

Den Konzernlagebericht haben wir daraufhin geprüft, ob er mit dem Konzernabschluss und den bei unserer Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht und insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt. Dabei haben wir auch geprüft, ob die voraussichtliche Entwicklung mit ihren wesentlichen Chancen und Risiken zutreffend dargestellt ist. Die Prüfung des Konzernlageberichts hat sich auch darauf erstreckt, ob die gesetzlichen Vorschriften zur Aufstellung des Konzernlageberichts beachtet worden sind.

II. Art und Umfang der Prüfung

12. Ausgangspunkt unserer Prüfung war der von uns geprüfte und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehene Konzernabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021.

13. Bei Durchführung der Prüfung haben wir die Vorschriften der §§ 316 ff. HGB und die in den Prüfungsstandards des IDW niedergelegten Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung beachtet. Die Abschlussprüfung erstreckt sich nach § 317 Abs. 4a HGB nicht darauf, ob der Fortbestand des geprüften Konzerns oder die Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit der Geschäftsführung zugesichert werden kann.

14. Hinsichtlich der wesentlichen Elemente unseres risikoorientierten Prüfungsansatzes verweisen wir auf den Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" in unserem Bestätigungsvermerk (vgl. Abschnitt B "Wiedergabe des Bestätigungsvermerks")

15. Ergänzend geben wir folgende Erläuterungen zu unserem Prüfungsvorgehen: Ausgehend von der Identifikation und Beurteilung der inhärenten Risiken für den Konzernabschluss und Konzernlagebericht haben wir uns zunächst ein Verständnis vom rechnungslegungsrelevanten internen Kontrollsystem verschafft.

Auf dieser Basis haben wir die Risiken festgestellt, die zu wesentlichen Falschdarstellungen in der Konzernrechnungslegung führen können und dies bei der Bestimmung unseres weiteren Prüfungsvorgehens berücksichtigt. Im Prüfungsprogramm wurden die Schwerpunkte sowie der zeitliche Ablauf unserer Prüfung und die Zusammensetzung des Prüfungsteams inklusive des Einsatzes von Spezialisten festgelegt.

16. Nachfolgend geben wir einen Überblick zu den von uns bei der Konzernabschlussprüfung gesetzten Prüfungsschwerpunkten:

Bewertung des Vorratsvermögens

Prüfung der Berechnung der latenten Steuern

Ausweis der Eigenkapitaltransaktionen

Periodenabgrenzung der Umsatzerlöse

Konsolidierungsmaßnahmen und Abgrenzung des Konsolidierungskreises

17. Ausgehend von unserem Verständnis des rechnungslegungsrelevanten Kontrollsystems haben wir in den Bereichen, in denen die Konzernleitung angemessene interne Kontrollen zur Begrenzung der Risiken wesentlicher falscher Darstellungen eingerichtet hat, Funktionsprüfungen durchgeführt, um uns von der kontinuierlichen Wirksamkeit dieser Maßnahmen zu überzeugen.

Soweit wir aufgrund der Wirksamkeit der bei der Gesellschaft und im Konzern eingerichteten internen Kontrollen von der Richtigkeit des zu überprüfenden Zahlenmaterials und der zusätzlichen Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht ausgehen konnten, haben wir anschließend aussagebezogene Prüfungshandlungen, d.h. analytische Prüfungshandlungen, Einzelfallprüfungen oder eine Kombination von beidem vorgenommen. Einzelfallprüfungen wurden bei wirksamen Kontrollen auf ein nach prüferischem Ermessen notwendiges Maß reduziert.

Der überwiegende Teil der zentral vom Konzernprüfungsteam geprüften Abschlussposten wurde mit einer Kombination aus Funktionsprüfungen und aussagebezogenen Prüfungshandlungen geprüft. Die Konsolidierungsmaßnahmen wurden überwiegend durch aussagebezogenen Prüfungshandlungen geprüft.

Sofern wir keine Funktionsprüfungen vorgesehen haben oder nicht von wirksamen Kontrollen ausgehen konnten, haben wir im Wesentlichen aussagebezogene Prüfungshandlungen durchgeführt.

18. Bei der Beurteilung der Ordnungsmäßigkeit der in den Konzernabschluss einbezogenen Jahresabschlüsse haben wir die Prüfungsergebnisse von Abschlussprüfern des PwC-Netzwerks nach § 317 Abs. 3 Satz 2 HGB überprüft und genutzt.

Zur zeitlichen und sachlichen Planung der Konzernabschlussprüfung haben wir diese Abschlussprüfer über die anzuwendenden Rechnungslegungs- und Prüfungsgrundsätze sowie die einzuhaltenden Termine unterrichtet. Bei bedeutsamen Teilbereichen waren wir in die Beurteilung der Risiken eingebunden und haben uns mit dem Abschlussprüfer des Teilbereichs über die Prüfungsstrategie abgestimmt. Unter Berücksichtigung unserer Anweisungen haben die Abschlussprüfer jeweils eine Unabhängigkeitserklärung abgegeben sowie ein Memorandum verfasst, in dem die für die Konzernabschlussprüfung wesentlichen Sachverhalte, die im Rahmen der Jahresabschlussprüfung festgestellt wurden, aufgeführt werden.

Auf der Grundlage dieser Informationen haben wir weitere Prüfungshandlungen vorgenommen, die u.a. in der Durchsicht der Prüfungsberichte und der Erörterung komplexer Bilanzierungsfragen mit den zuständigen Wirtschaftsprüfern bestanden.

19. Die nicht geprüften Jahresabschlüsse von in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen wurden von uns unter Beachtung des Grundsatzes der Wesentlichkeit nach § 317 Abs. 3 Satz 1 HGB daraufhin geprüft, ob die gesetzlichen Vorschriften beachtet und die konsolidierungsbedingten Anpassungen in zutreffender Weise vorgenommen wurden.

20. Im Zusammenhang mit der Auslagerung wesentlicher Bereiche der Rechnungslegung auf ein Dienstleistungsunternehmen (Finanzbuchhaltung: Walter Maschinenbau GmbH, Tübingen) wurden die erforderlichen Prüfungshandlungen durch uns selbst durchgeführt, da wir auch Prüfer des Dienstleistungsunternehmen sind.

21. Bei der Prüfung der Pensionsrückstellungen haben uns versicherungsmathematische Gutachten von unabhängigen Sachverständigen vorgelegen, deren Ergebnisse wir nutzen konnten.

22. Von den gesetzlichen Vertretern des Mutterunternehmens sowie von den Vorständen bzw. Geschäftsführungen der Tochterunternehmen und ggf. deren Abschlussprüfern sind uns alle verlangten Aufklärungen und Nachweise erbracht worden.

Die gesetzlichen Vertreter des Mutterunternehmens haben uns die berufsübliche schriftliche Vollständigkeitserklärung zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht erteilt.

D. Feststellungen zur Konzernrechnungslegung

I. Ordnungsmäßigkeit der Konzernrechnungslegung

1. Rechtsgrundlagen

23. Die United Grinding GmbH ist als Mutterunternehmen und Kapitalgesellschaft gemäß §§ 290, 297 Abs. 1 Satz 1 HGB verpflichtet, einen Konzernabschluss sowie einen Konzernlagebericht aufzustellen und nach §§ 316 ff. HGB prüfen zu lassen. Konzernabschluss und Konzernlagebericht sind nach § 325 HGB der das Unternehmensregister führenden Stelle elektronisch zur Einstellung in das Unternehmensregister zu übermitteln.

2. Konsolidierungskreis und Konzernabschlussstichtag

24. Der Kreis der in den Konzernabschluss einbezogenen zwei inländischen und acht ausländischen Unternehmen, an denen die United Grinding GmbH am Bilanzstichtag unmittelbar oder mittelbar beteiligt ist, geht aus der Aufstellung des Anteilsbesitzes (Anlage II) hervor.

In Ausübung des Wahlrechts nach § 311 Abs. 2 HGB wurden drei assoziierte Unternehmen nicht nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen.

25. Die Angaben zum Konsolidierungskreis im Konzernanhang sind zutreffend. Von der Nichteinbeziehung von Tochterunternehmen in den Konzernabschluss nach § 296 HGB wurde zu Recht Gebrauch gemacht. Bei der Abgrenzung des Konsolidierungskreises wurde der Stetigkeitsgrundsatz beachtet.

26. Der Konzernabschlussstichtag (31. Dezember 2022) entspricht dem Stichtag des Jahresabschlusses des Mutterunternehmens und sämtlicher einbezogener Tochterunternehmen.

3. Konsolidierungsgrundsätze

27. Die Kapitalkonsolidierung erfolgte nach der Neubewertungsmethode (§ 301 Abs. 1 Satz 2 HGB). Dabei werden die Anschaffungskosten der Anteile an den einbezogenen Tochterunternehmen mit dem jeweils anteiligen Reinvermögen basierend auf den beizulegenden Zeitwerten der übernommenen Vermögenswerte und Schulden dieser Unternehmen zum Zeitpunkt des Erwerbs verrechnet. Ein nach der Verrechnung verbleibender Unterschiedsbetrag wurde als Geschäfts- oder Firmenwert ausgewiesen. Im Falle der UGG wurde vom Wahlrecht des § 301 Abs. 2 Satz 5 HGB Gebrauch gemacht und die Wertansätze zum Zeitpunkt der Entstehung des Mutter-Tochter-Verhältnisses verwendet und somit die Kapitalkonsolidierung aus der Zeit vor dem Wegfall der Befreiungsvorschrift des § 291 HGB fortgeführt.

28. Abweichend von DRS 23 "Kapitalkonsolidierung (Einbeziehung von Tochterunternehmen in den Konzernabschluss)" wurde dabei für Erwerbsvorgänge, die vor dem 1. Januar 2010 erfolgt sind, die Kapitalkonsolidierung zulässigerweise auf Basis der Buchwertmethode (§ 301 Abs. 1 Satz 2 Nr. 1 HGB in der bis zum 28. Mai 2009 geltenden Fassung) durchgeführt und die Wertansätze wurden zulässigerweise zum Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung in den Konzernabschluss angesetzt. Die Konsolidierungsbuchungen wurden zutreffend fortgeführt.

29. Entsprechend § 303 HGB wurden bei der Schuldenkonsolidierung Forderungen, Rückstellungen und Verbindlichkeiten sowie sonstige finanzielle Verpflichtungen und Haftungsverhältnisse zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen eliminiert. Durch Kursdifferenzen bei der Konsolidierung von Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten erforderliche Konsolidierungsmaßnahmen wurden erfolgsneutral erfasst.

30. Die Umrechnung der Bilanzposten der ausländischen Abschlüsse (Tochtergesellschaften) erfolgte zum Devisenkassamittelkurs bzw. historischen Kurse für das übrige Eigenkapital. Alle Aufwendungen und Erträge einschließlich des Jahresergebnisses wurden mit Jahresdurchschnittskursen umgerechnet. Differenzen aus der Umrechnung der Bilanzen infolge der Umrechnung des Eigenkapitals zu historischen Kursen sowie der Umrechnung des Jahresergebnisses zum Jahresdurchschnittskursen werden erfolgsneutral in einem gesonderten Eigenkapitalposten erfasst.

31. Die in den Konzernabschluss übernommenen Vermögensgegenstände und Schulden der einbezogenen Unternehmen wurden grundsätzlich einheitlich nach den für das Mutterunternehmen angewandten Bilanzierungsgrundsätzen angesetzt und bewertet. Die Bewertung entspricht den gesetzlichen Bestimmungen und wurde nach gegenüber dem Vorjahr unveränderten Grundsätzen vorgenommen.

32. Die angewandten Konsolidierungsmethoden entsprechen den gesetzlichen Vorschriften und wurden stetig angewendet.

4. Konzernbuchführung

33. Zur Gewährleistung einer konzerneinheitlichen Bilanzierung und Bewertung hat die UGG Bilanzierungsrichtlinien entwickelt, auf deren Grundlage die in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen zum Zwecke der Aufstellung des Konzernabschlusses Handelsbilanzen II (Konzernberichtspakete bzw. Reporting Packages) aufstellen, in denen die Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze des Mutterunternehmens angewendet werden.

34. Die Konzernbuchführung wird nach unseren Feststellungen in allen wesentlichen Belangen ordnungsgemäß geführt.

5. In den Konzernabschluss einbezogene Abschlüsse

35. Die nach der Bilanzierungsrichtlinie aufgestellten Konzernberichtspakete der in den Konzernabschluss einbezogenen bedeutsamen inländischen Tochterunternehmen sind von uns nach §§ 316 ff. HGB geprüft und mit einem uneingeschränkten Prüfungsurteil versehen worden.

Die Konzernberichtspakete von in den Konzernabschluss einbezogenen bedeutsamen ausländischen Tochterunternehmen wurden von Abschlussprüfern des PwC-Netzwerks, die eine den Anforderungen der 8. EU-Richtlinie (Abschlussprüferrichtlinie) entsprechende oder gleichwertige Befähigung haben in einer den §§ 316 ff. HGB entsprechenden Weise geprüft, und ebenfalls mit einem uneingeschränkten Prüfungsurteil versehen.

Für die verbleibenden einzeln und insgesamt nicht bedeutsamen Tochterunternehmen haben wir analytische Prüfungshandlungen auf Konzernebene durchgeführt.

Die Anpassung der Jahresabschlüsse der einzubeziehenden Unternehmen an die konzerneinheitliche Bilanzierung und Bewertung im Konzernabschluss wurde ordnungsgemäß durchgeführt.

6. Konzernabschluss

36. Im Konzernabschluss der UGG, bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel, der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Konzernanhang wurden die gesetzlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen beachtet. Der Konzernabschluss wurde ordnungsgemäß aus den einbezogenen Abschlüssen abgeleitet und die Konsolidierungsbuchungen zutreffend fortgeführt.

37. Der Konzernanhang enthält die gesetzlich geforderten Erläuterungen und Angaben sowie die in Ausübung eines Wahlrechts nicht in die Konzernbilanz oder in die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung aufgenommenen Angaben in allen wesentlichen Belangen vollständig und richtig.

38. Die Aufstellung der Kapitalflussrechnung erfolgte nach den Grundsätzen des DRS 21.

39. Die Eigenkapitalveränderungsrechnung wurde nach den Grundsätzen des DRS 22 erstellt.

40. Die Bezüge der Geschäftsführung des Mutterunternehmens (i.S.v. § 314 Abs. 1 Nr. 6 (a) und (b) i.V.m. § 315e Abs. 1 HGB) wurden gemäß § 314 Abs. 3 i.V.m. § 286 Abs. 4 HGB nicht angegeben. Die Inanspruchnahme der Schutzklausel war nach dem Ergebnis unserer Prüfung zulässig.

7. Konzernlagebericht

41. Der Konzernlagebericht entspricht in allen wesentlichen Belangen den deutschen gesetzlichen Vorschriften.

II. Gesamtaussage des Konzernabschlusses

42. Der Konzernabschluss entspricht in allen wesentlichen Belangen den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt insgesamt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns.

43. Zum besseren Verständnis der Gesamtaussage des Konzernabschlusses gehen wir nachfolgend pflichtgemäß auf die wesentlichen Bewertungsgrundlagen und den Einfluss, den Änderungen in den Bewertungsgrundlagen insgesamt auf die Gesamtaussage des Konzernabschlusses haben, ein (§ 321 Abs. 2 Satz 4 HGB).

Wesentliche Konsolidierungsmethoden

44. Die wesentlichen Konsolidierungsmethoden sind im Abschnitt D.I.3 dieses Berichts dargestellt.

Wesentliche Bewertungsgrundlagen und deren Änderungen

45. Die Bewertungs- und Bilanzierungsmethoden sind entsprechend den gesetzlichen Bestimmungen im Konzernanhang angegeben. Ergänzend dazu gehen wir auf wesentliche Bewertungsgrundlagen wie folgt ein:

46. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Die Herstellungskosten umfassen neben den direkt zurechenbaren Kosten die anteiligen Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie angemessene Teile der allgemeinen Verwaltungskosten.

47. In die Herstellkosten der unfertigen Erzeugnisse und unfertigen Leistungen sowie der fertigen Erzeugnisse werden neben den direkt zurechenbaren Kosten auch anteilige Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen einbezogen.

48. Die Pensionsrückstellungen werden versicherungsmathematisch unter Zugrundelegung biometrischer Wahrscheinlichkeiten (Richttafeln Heubeck 2018G) nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Methode) ermittelt. Zukünftig erwartete Rentensteigerungen werden bei der Ermittlung der Verpflichtungen berücksichtigt. Bei dem für die Abzinsung der Pensionsverpflichtungen zugrunde gelegten Rechnungszins handelt es sich um den von der Deutschen Bundesbank ermittelten und veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre für eine angenommene Restlaufzeit von 15 Jahren.

E. Schlussbemerkung

Den vorstehenden Bericht über die Prüfung des Konzernabschlusses der United Grinding GmbH, Hamburg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022 und des Konzernlageberichtes für dieses Geschäftsjahr erstatten wir in Übereinstimmung mit den gesetzlichen Vorschriften und den Grundsätzen ordnungsmäßiger Erstellung von Prüfungsberichten (IDW PS 450 n.F. (10.2021)).

Der von uns erteilte Bestätigungsvermerk ist in Abschnitt B unter "Wiedergabe des Bestätigungsvermerks" enthalten.

 

Hamburg, den 11. April 2023

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Thorsten Dzulko, Wirtschaftsprüfer

ppa. Dr. Christina Müller-Burmeister, Wirtschaftsprüferin

Anlagenverzeichnis

I Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022

II Konzernabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022

1. Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022

2. Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022

3. Anhang zum Konzernabschluss 31. Dezember 2022

Konzern-Anlagenspiegel

4. Konzern-Kapitalflussrechnung vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022

5. Konzern-Eigenkapitalspiegel zum 31. Dezember 2022

Allgemeine Auftragsbedingungen für Wirtschaftsprüfer und Wirtschaftsprüfungsgesellschaften vom 1. Januar 2017

Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022

Grundlagen des Konzerns

Die United Grinding GmbH mit Sitz in Hamburg ist Tochterunternehmen der United Grinding Group AG mit Sitz in Bern, Schweiz, einem internationalen Werkzeugmaschinenhersteller.

Die United Grinding GmbH fungiert als Zwischenholdinggesellschaft eines Teilkonzerns mit weltweit 1.124 Mitarbeitern am Bilanzstichtag, der Unternehmen mit 13 Produktions-, Service- und Vertriebsgesellschaften vereint. An Standorten rund um den Globus verbindet der Teilkonzern die Vorteile einer weltweit präsenten Organisation mit den Stärken hochspezialisierter und flexibler mittelständischer Unternehmen, die ihren Kunden Lösungen, Produkte und Services in den Technologiegruppen Flach- und Profilschleifen, Außen- und Innenrundschleifen sowie in der Werkzeugbearbeitung anbieten. Die United Grinding GmbH beliefert Kunden in den Bereichen der Flugzeug-, Automobil-, Pharma-, Maschinen sowie Werkzeugindustrie.

Konzernstrategie und -steuerung

Die United Grinding GmbH mit Sitz in Hamburg ist eine Beteiligungsholding. Die Grundsätze und Unternehmenswerte sowie Compliance-Vorschriften sind mit denjenigen der Muttergesellschaft der United Grinding Group identisch.

Das operative Geschäft wird in drei Technologiegruppen unterteilt: Flach- und Profilschleifen, Außen- und Innenrundschleifen sowie Werkzeugbearbeitung. Der Gestaltungsrahmen hierfür ist über die Konzernstrategie geregelt. Diese wird gemeinsam vom Verwaltungsrat sowie der Geschäftsleitung des Mutterunternehmens, der United Grinding Group, entwickelt und verabschiedet. Die gesamte United Grin- ding Group verfolgt eine Strategie, die auf langfristig profitables Wachstum ausgerichtet ist.

In den kommenden Jahren will der United Grinding GmbH weiter wachsen - auch über strategische Investitionen. Wichtige Zukunftstechnologien und -märkte stehen dabei im Blickpunkt.

Die wesentlichen steuerungsrelevanten finanziellen Leistungsindikatoren sind

Umsatzerlöse, die in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung zu entnehmen sind

Auftragseingang, welcher in Mio. Euro angegeben wird.

EBITA, steht für Earnings before Interest, Tax and Amortization und wird anhand der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wie folgt ermittelt:

+ Umsatzerlöse,

+/ - Veränderungen des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen

+ Andere aktivierte Eigenleistungen

+ sonstige betriebliche Erträge

Materialaufwand

Personalaufwand

sonstige betriebliche Aufwendungen

Abschreibungen (Depreciation)

Grundsätze und Unternehmenswerte

Das Versprechen, die Wettbewerbsfähigkeit der Kunden der United Grinding GmbH zu steigern, bildet den Rahmen für das Handeln heutiger und künftiger Mitarbeiter- und Führungsgenerationen im Konzern. Der Fokus liegt auf nachhaltig profitablem Wachstum und Innovation. Die United Grinding GmbH Grundsätze sind untrennbar mit dem Erfolg der einzelnen Unternehmen der United Grinding GmbH und damit der Zukunft des Konzerns verbunden. Sie bilden die Basis für Vision, Mission und Strategie der United Grinding Group. Die konzernübergreifenden Unternehmenswerte leiten sich aus den Grundsätzen ab.

Compliance

Im Einklang mit dem Verhaltenskodex der United Grinding Group erwartet die United Grinding GmbH von allen Führungskräften und Mitarbeitern des Konzerns überall in der Welt die geltenden Gesetze sowie hohe ethische Standards einzuhalten. Den Schwerpunkt des konzernweit geltenden Compliance-Management-Systems bildet die Einhaltung der Kartellrechts- und Antikorruptionsvorschriften.

Die im gesamten United Grinding Group verbindlichen Compliance-Regelwerke sind in einem Verhaltenskodex zusammengefasst. Weltweit gilt so ein einheitlicher, hoher Standard. Der Verhaltenskodex enthält die wesentlichen Regeln für das Verhalten innerhalb des Konzerns sowie im Verhältnis zu externen Partnern. Der Verhaltenskodex ist öffentlich über die Internetseiten der United Grinding Group abrufbar.

Forschung und Entwicklung

Die United Grinding GmbH ist als globaler Technologiekonzern in diversen Bereichen wie der Flugzeug-,Automobil-, Pharma-, Maschinen- sowie Werkzeugindustrie tätig.

Die Unternehmen in der United Grinding GmbH legen einen starken Fokus auf strategisches Technologiemanagement, um der Dynamik und den Herausforderungen der Märkte sowie den veränderten Kundenanforderungen zu begegnen. Dabei steht im Vordergrund, Trends und neue Technologien möglichst früh zu erkennen, zu bewerten und für die Kunden des Konzerns nutzbar zu machen. Ferner wird sichergestellt, dass geschäftsfeldübergreifend Synergien genutzt und neue Technologien in die künftige Ausrichtung der Technologiegruppen und Unternehmen eingebunden werden. Zum Stichtag per 31.12.2022 beschäftigt die United Grinding GmbH 216 Mitarbeiter in technischen Bereichen, welche sowohl für Kundenaufträge als auch für Forschung und Entwicklung tätig sind. Die Forschungs- und Entwicklungskosten beliefen sich im Berichtsjahr auf rund 12 Mio. Euro.

Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Nach der kräftigen Erholung der Weltwirtschaft im Jahr 2021 mit einem Wachstum von 6 Prozent gegenüber dem Vorjahr, setzte sich der Aufwärtstrend im Jahr 2022 fort. Der Internationale Währungsfonds (IWF) schätzt das globale Wirtschaftswachstum für 2022 auf 3 Prozent. Die Beruhigung der Covid-19-Lage und die Aufhebung zahlreicher Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie haben der Konjunktur Halt gegeben. Anstelle der Pandemie wirkten andere exogene Faktoren auf die wirtschaftliche Entwicklung. Der anhaltende Ukraine-Krieg hat zusätzliche Spannung auf die ohnehin belasteten globalen Lieferketten verursacht. Die Materialbeschaffung war im Jahr 2022 eine Herausforderung für viele Industrieunternehmen. Zusammen mit steigenden Energiekosten und der restriktiven Zinspolitik der europäischen und amerikanischen Notenbanken trat eine starke Teuerung ein, die eine zunehmende Unsicherheit schafft. Die Inflationsrate betrug global 9 Prozent (Vorjahr 5 Prozent). Trotz allem wurde in allen wichtigen Absatzmärkten ein positives reales BIP-Wachstum erzielt. In den USA wuchs die Wirtschaft um 2 Prozent (Vorjahr +6 Prozent), die Euro-Zone verbesserte sich um 2 Prozent (Vorjahr +5 Prozent) und auch China legte um 3 Prozent (Vorjahr +8 Prozent) zu.

Nach Rückgängen von insgesamt 25 Prozent in 2019 und 2020 hat sich der Weltverbrauch von Werkzeugmaschinen gemäß Oxford Economics im Jahr 2021 wieder mit 16 Prozent erholt. Für das Jahr 2022 wird mit einer weiteren Steigerung von 5 Prozent gerechnet. Nachdem in 2021 Amerika den Wachstumstreiber stellte, übernimmt im Jahr 2022 Europa diese Rolle. Hier prägen insbesondere das noch wachstumskräftige Italien, Spanien und der Nachzügler Schweiz das Bild. In Amerika können die USA das rekordträchtige Volumen des Vorjahres nochmals etwas ausbauen. China hingegen zieht mit einem von Lockdowns geprägten Minus von 8 Prozent Asien (+/- 0 Prozent) nach unten.

GESCHÄFTSVERLAUF

Der Geschäftsverlauf der United Grinding GmbH liegt in 2022 teilweise unter den Planwerten.

Im Vergleich zum Plan entwickelten sich die wesentlichen Leistungsindikatoren im Geschäftsjahr 2022 leicht negativ. So liegt man, verursacht durch Probleme in den Lieferketten, beim Umsatz und EBITA hinter den budgetierten Werten. Hingegen wurden die Planwerte bei den Auftragseingängen übertroffen.

IST 2022 Plan 2022 IST 2021
Umsatzerlöse 341 Mio. Euro deutlich höheren Gesamtumsatz 267 Mio. Euro
Auftragseingang 373 Mio. Euro über dem Niveau des Vorjahres 336 Mio. Euro
EBITA 37 Mio. Euro verbesserter EBITA 30 Mio. Euro

Umsatzerlöse

Das Geschäftsjahr entwickelte sich leicht unter den Erwartungen. Verantwortlich dafür waren in erster Linie externe Faktoren, die zu einer Belastung der globalen Lieferketten führten und die Materialbeschaffung erschwerten. Rund 42 Prozent des Umsatzes werden in Amerika erzielt. Der Anteil im europäischen Markt bewegte sich bei 31 Prozent. In asiatischen Märkten werden 27 Prozent des Umsatzes erzielt.

Auftragseingang

Der Auftragseingang beträgt für den United Grinding GmbH-Teilkonzern 373 Mio. Euro, was gegenüber den Planwerten eine Steigerung von 10 Prozent darstellt. Der höhere Auftragseingang im Vergleich zum Plan ist vorwiegend durch die Region Amerika begründet. Die Erholung in diesem Markt fiel deutlich stärker aus, als dies zum Zeitpunkt der Planung zu erwarten war. Der größte Anteil (47 Prozent) bei den Auftragseingängen wird in Amerika erzielt. Die Aufträge aus Europa machen 27 Prozent aus, diejenigen aus den asiatischen Märkten 26 Prozent. Die Auftragseingänge bewegen sich somit wieder auf den hohen Niveaus der Vor-Covid-19-Krise.

Ergebnis/EBITA

Der United Grinding GmbH-Teilkonzern zeigt ein EBITA von 37 Mio. Euro (Vorjahr 30 Mio. Euro). Das Ergebnis vor Ertragsteuern liegt in der Berichtsperiode bei 34 Mio. Euro und der Konzerngewinn unter Berücksichtigung der Steuern vom Einkommen und Ertrag bei 23 Mio. Euro (Vorjahr 23 Mio. Euro).

Ertragslage

Ergänzend zur Analyse des Geschäftsverlaufs wird die Ertragslage als stabil und positiv beurteilt. Trotz teilweise erheblichen Veränderungen im Preisumfeld ist es der United Grinding GmbH gelungen, eine Umsatzsteigerung zu erzielen. Bei 74 Mio. Euro höherem Umsatz stieg der Materialaufwand im Vergleich zum Vorjahr um 68 Mio. Euro. Der überproportionale Anstieg ist einerseits auf den starken Bestandsaufbau für Auslieferungen im Folgejahr und andererseits auf allgemein gestiegene Materialpreise zurückzuführen. Auch der Personalaufwand steigt mit zunehmender Auslastung der Unternehmen. Die Anzahl der Beschäftigten stieg um 43 Mitarbeitende. Im Vergleich zum Vorjahr wurde in 2022 kein Gebrauch von Kurzarbeit gemacht.

Der Konzernüberschuss beläuft sich auf 23 Mio. Euro. Dazu beigetragen haben auch Einmaleffekte. In Leipzig wurde das ehemalige Betriebsgebäude der Schaudt Mikrosa verkauft. Der Gewinn aus dieser Transaktion belief sich auf 7 Mio. Euro. Zudem erhielt die United Grinding GmbH im Rahmen der Überbrückungshilfe III des Bundes eine Zahlung in der Höhe von 1,5 Mio. Euro.

Vermögenslage

Die Bilanz des United Grinding GmbH zeigt eine stabile und solide Vermögens- und Kapitalstruktur. Die Bilanzsumme beträgt 302 Mio. Euro (Vorjahr 326 Mio. Euro). Die Abnahme ist hauptsächlich auf die Ausschüttung der Kapitalrücklage (77 Mio. Euro) sowie dem bei der United Grinding GmbH bestehenden Gewinnvortrag (7 Mio. Euro) zurückzuführen. Durch die verbesserte Geschäftsentwicklung und den damit verbundenen höheren Vorrats-, Forderungs- und Verbindlichkeitsbeständen wird dieser Effekt jedoch verringert.

Der United Grinding GmbH-Teilkonzern verfügte am 31. Dezember 2022 über ein Eigenkapital von 140 Mio. Euro (Vorjahr 199 Mio. Euro). Die Eigenkapitalquote liegt bei 46 Prozent (Vorjahr: 61 Prozent). Die Verbindlichkeiten der United Grinding GmbH resultieren aus dem operativen Geschäft. 25 Prozent der Bilanzsumme bzw. 74 Mio. Euro (Vorjahr 54 Mio. Euro) entfallen auf Verbindlichkeiten aus Kundenanzahlungen sowie aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Kunden. 42 Mio. Euro (Vorjahr 38 Mio. Euro) entfallen auf Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen. Die Rückstellungen betragen 39 Mio. Euro (Vorjahr 28 Mio. Euro), was einer Quote von 13 Prozent entspricht. Insgesamt 239 Mio. Euro (Vorjahr 258 Mio. Euro) bzw. 79 Prozent (Vorjahr: 79 Prozent) der Bilanzsumme besteht aus Umlaufvermögen (d. h. Vorräte, Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände und Flüssige Mittel).

Finanzlage

Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit ist von -13 Mio. Euro auf 59 Mio. Euro angestiegen, welches mit der verbesserten Ertragslage zusammenhängt.

Die Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände betragen rund 5 Mio. Euro. Dabei investierten die Unternehmen des Konzerns vor allem in kleinere Erneuerungen und Erweiterungen ihrer Fertigungs- und Produktionsanlagen.

Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit hat sich von 0 Mio. Euro auf -83 Mio. Euro verändert. Die Veränderung ist überwiegend auf die Kapitalauskehrung der Gesellschaft an das Mutterunternehmen zurückzuführen (siehe Entwicklung der Vermögenslage).

Wie im Vorjahr hat die Gesellschaft keine Fremdfinanzierung aufgenommen. Die United Grinding GmbH kann innerhalb des Revolving Credit Facility (RCF) als Kreditnehmer eine Kreditlinie von 34 Mio. Euro (Vorjahr: 54 Mio. Euro) beanspruchen.

Per Ende 2022 zeigt der Finanzmittelfonds einen Bestand von 52 Mio. Euro. Die United Grinding GmbH verfügt somit unverändert über ausreichend Liquiditätsreserven.

Mitarbeiter

Die Mitarbeiterzahl liegt per 31. Dezember 2022 bei 1.124. Die Mehrheit der Mitarbeiter (712 Mitarbeiter) ist weiterhin in Europa angestellt. Dies entspricht einer Quote von 63 Prozent. Es folgen Asien mit 22 Prozent und Amerika mit 15 Prozent der Beschäftigten. Die Berufsausbildung genießt im United Grin- ding GmbH-Teilkonzern einen hohen Stellenwert. Die Konzerngesellschaften ergreifen vor Ort eine Vielzahl von Maßnahmen, um ihre Unternehmen und die Ausbildungsberufe bekannt zu machen. Wie bisher umfasst das Ausbildungsspektrum technische und kaufmännische Berufe sowie duale Studiengänge. Investitionen in die berufliche Weiterbildung von Mitarbeitern wurden in allen Bereichen fortgeführt.

Chancen- und Risikobericht

Risikomanagement des United Grinding GmbH-Teilkonzerns

Alle Unternehmen des Teilkonzerns sind in das Risikomanagement des gesamten United Grinding Group-Konzerns eingebunden. Dieses zielt darauf ab, auf allen Ebenen ein zukunftsorientiertes Risikobewusstsein zu schaffen und den Umgang mit Risiken zu regeln. Damit soll verhindert werden, dass Risiken eintreten, die den Konzernbestand gefährden könnten. Die Grundsätze des Risikomanagements sind in für alle Organe und Mitarbeiter verbindlichen Konzernrichtlinien zu den Themen Risikoinventur, Risikofelder, Risikokommunikation sowie Corporate Insurance Management und Corporate Legal definiert. Fachspezifische Konzernrichtlinien regeln umfassend den Umgang mit den definierten Risikofeldern im laufenden Geschäft, etwa für Treasury oder Accounting and Taxes. Im Rahmen der jährlichen Risikoinventur werden die Risiken für die Einzelunternehmen sowie auf Konzernebene erfasst und bewertet. Die Bewertung identifizierter Risiken erfolgt unter Berücksichtigung ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit und ihrer - nach dem Einfluss auf das Eigenkapital bemessenen - maximalen Schadenshöhe. Durch die Bildung einer Rangordnung werden die Risiken sowie die Risikokategorie entsprechend ihrer relativen Bedeutung in absteigender Rangfolge dargestellt. Die Bedeutung ermittelt sich aus der Eintrittswahrscheinlichkeit und der möglichen Auswirkung auf die Erreichung der Prognose bei den angestrebten Zielen. Der UGG-Konzern klassifiziert dabei nach den folgenden Risikokategorien:

Extern

Markt

Leistung

Finanzen

Organisation

Externe Risiken

Externen Risiken, beispielsweise in Form von Haftungsrisiken oder Risiken durch Gesetzesverstöße wird konzernweit unter anderem mit einem Compliance-Programm oder der konzerninternen Rechtsberatung begegnet.

Die aktuellen militärischen Handlungen in der Ukraine beeinflussen die Materialbeschaffung negativ und führen zu einer erhöhten Inflation. Es wurden diverse Maßnahmen ergriffen, um negative Einflüsse auf die Wertschöpfung und Ergebnissituation der Gruppe abzuwenden.

Marktrisiken

Für den Teilkonzern der United Grinding GmbH, wie auch für die gesamte Gruppe besteht grundsätzlich das Risiko, dass sich die einzelnen Technologiegruppen und die diesen Technologiegruppen zu Grunde liegenden Märkte nicht entsprechend den Erwartungen entwickeln. Die Technologiegruppen des Gesamtkonzerns sind in unterschiedlichsten Märkten tätig, sodass die im Rahmen des Risikomanagements definierten Risikoarten Marktentwicklung, Kunden, Wettbewerber und Produkte in den einzelnen Geschäftsfeldern deutlich abweichende Ausprägungen haben. Diesem Aspekt wird Rechnung getragen durch eine zur jeweiligen Technologiegruppe passende und auf dessen Märkte spezialisierte Steuerung.

Leistungsrisiken

Dem Risiko unzureichender Leistung von Einzelgesellschaften in den Bereichen Vertrieb, Produktion, Technologiemanagement oder Einkauf wird durch das marktnahe, gezielte und spezialisierte Management auf der Ebene der Technologiegruppen sowie auf Konzernebene durch die entsprechenden gruppenübergreifenden Querschnittsfunktionen und deren Vernetzungs- und Professionalisierungsaktivitäten entgegengewirkt. Die Risiken im IT-Bereich werden derzeit auf Konzernebene bearbeitet.

Finanzrisiken

Finanzwirtschaftlich ist der United Grinding GmbH-Teilkonzern insbesondere Währungs- und Finanzierungsrisiken ausgesetzt.

Ein wesentliches Einzelrisiko für den Konzern und seine Geschäftsfelder liegt im Bereich der Währungsrisiken. Dazu zählen vor allem Veränderungen in den Währungen Euro, US-Dollar und Schweizer Franken.

Wechselkursrisiken im United Grinding GmbH-Teilkonzern werden grundsätzlich auf der Ebene der Einzelgesellschaften zum Zeitpunkt ihres Entstehens abgesichert. Die verwendeten Währungssicherungsinstrumente werden nicht zu Spekulationszwecken genutzt, sondern dienen ausschließlich der Absicherung von Grundgeschäften in Fremdwährungen.

Ein weiteres Risiko besteht in der restriktiven Fiskalpolitik zur Eindämmung der weltweit hohen Inflation, welche zu höheren Finanzierungskosten führt.

Der United Grinding GmbH-Teilkonzern verfügt unverändert über hohe Liquiditätsreserven, die eine solide Basis für das geplante Wachstum darstellen. Die Finanzierung der Konzerngesellschaften wird zentral durch das Corporate Treasury der United Grinding Group Management AG überwacht und gesteuert.

Organisationsrisiken

Risiken im Zusammenhang mit der Organisation definiert der UGG-Konzern unter anderem im Bereich Personal und in Ablaufprozessen.

Der United Grinding GmbH-Teilkonzern plant weiteres strategisches Wachstum und den Ausbau der Bereiche mit passenden Marktaussichten. Es besteht das Risiko, dass der Konzern nicht zu jeder Zeit ausreichend qualifizierte Mitarbeiter findet. Der Konzern wirkt dieser Gefahr mit einem nach innen und außen angelegten Employer Branding entgegen.

Prozessrisiken wirken die Unternehmen durch laufende Prozessverbesserungen mit Qualitäts- und Prozessmanagement, unter anderem auch mit PuLs®-Initiativen entgegen. PuLs® dient dazu jedwede Verschwendung zu eliminieren und interne Abläufe und Fertigungsprozesse weiter zu optimieren. Dies reduziert die Risiken im Rahmen sämtlicher Unternehmensprozesse entlang der Wertschöpfungskette.

Chancen

Die Chancen für den Gesamtkonzern und daraus folgend für den Teilkonzern der United Grinding GmbH sind für das Geschäftsjahr 2023 vielfältig. Durch die zunehmende Internationalisierung, strategische Akquisitionen und gezielte Ausrichtung der Diversifikation auf identifizierte Megatrends stärkt der Konzern seine Position in den von seinen Technologien bedienten Kundenbranchen. Der Konzern ist auf den digitalen Wandel der Industrie eingestellt und gestaltet ihn durch aktives Technologiemanagement und seine konzernweiten Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten mit. Um an den Chancen der stärker wachsenden Märkte zu partizipieren, hat der Konzern seine Aktivitäten im Hinblick auf eine gezielte Internationalisierung intensiviert.

Zusammenfassende Beurteilung

Die Geschäftsführung beurteilt die Aussichten für das Geschäftsjahr 2023 grundsätzlich positiv. Im Vergleich zu den Vorjahren bleibt das wirtschaftliche Umfeld herausfordernd, aber immerhin weniger turbulent. Die Inflation dürfte sich verlangsamen und eine sanfte Landung der westlichen Volkswirtschaften scheint möglich.

China hat seine strenge "Covid-19"-Politik revidiert, so dass die Wirtschaft im Laufe des Jahres weitere globale Wachstumsimpulse freisetzen könnte. Schließlich stabilisieren sich die Lieferketten weiter, was zu einer Normalisierung der Einkaufspreise sowie der Liefer- und Maschinenlaufzeiten führt. Dennoch die Zinsentwicklung, Wechselkurse, Inflation, angespannte Arbeitsmärkte und geopolitische Konflikte bergen das Risiko wirtschaftlicher Unsicherheit.

Trotz aller Unsicherheiten geht die United Grinding GmbH gut vorbereitet in das Jahr 2023. Ein Auftragsbestand auf Rekordniveau, funktionierende Lieferketten, hohe Lagerbestände sowie vorhandene Kapazitäten versprechen ein erfolgreiches Jahr.

Aus heutiger Sicht sind keine Risiken ersichtlich, die den Fortbestand der Gesellschaft und des Teilkonzerns gefährden können.

Prognosebericht

Gesamtwirtschaftliche Aussichten

Das ökonomische Umfeld bleibt auch im Jahr 2023 ein Besonderes. Die Teuerung wird nach jüngsten Prognosen an Dynamik verlieren. Dennoch wird global eine Inflation von 7 Prozent (Vorjahr +9 Prozent) erwartet. In den Industrieländern werden +5 Prozent (Vorjahr +7 Prozent) erwartet und damit weiterhin signifikant über den Niveaus des letzten Jahrzehnts. Eine anhaltend restriktive Fiskalpolitik zur Eindämmung der Inflation muss demzufolge erwartet werden. Höhere Produktions- als auch Finanzierungskosten werden die wirtschaftliche Entwicklung belasten. Im produzierenden Gewerbe sind jedoch allgemein außerordentlich hohe Auftragsbestände vorhanden, sodass für 2023 mit einer robusten Industrieproduktion gerechnet werden kann. Gesamtwirtschaftlich prognostiziert der Internationale Währungsfonds ein globales Wachstum von 3 Prozent (Vorjahr +3 Prozent). Während sich die konjunkturelle Dynamik in der Euro-Zone (+1 Prozent, Vorjahr +4 Prozent) und den USA (+1 Prozent, Vorjahr +2 Prozent) abschwächt, wird für China, nach der erwarteten Überwindung der Covid-19-Pandemie, eine deutlich positivere Entwicklung erwartet (+5 Prozent, Vorjahr +3 Prozent).

Die Marktentwicklungen im Werkzeugmaschinenmarkt verlaufen üblicherweise in einer größeren Schwankungsbreite. In Summe wird für 2023 mit einem weltweiten Nachfragewachstum von 3 Prozent (Vorjahr +5 Prozent) gerechnet. Asien soll das Wachstum mit plus 6 Prozent (Vorjahr +/- 0 Prozent) stützen. Amerika rutscht nach der außerordentlich starken Erholung in 2021/2022 mit 7 Prozent ins Minus. Etwas überraschend erscheint das Plus für Europa von 5 Prozent. Hier spielt aber Deutschland eine wichtige Rolle, da sich der Werkzeugmaschinenabsatz aufgrund der Lieferkettenprobleme, hoher Auftragsbestände und eher kundenspezifisch geprägter Nachfragestruktur mit generell längeren Durchlaufzeiten stärker nach 2023 verschiebt.

Aussichten United Grinding GmbH-Teilkonzern

Die Vorhersagen zum Auftragseingang des Geschäftsjahres 2023 liegen in einem konjunkturell schwachen Umfeld leicht unter dem Niveau des Vorjahres. Zu Jahresbeginn liegt der Auftragsbestand klar über dem Niveau des Vorjahres und auch leicht über dem Niveau der Covid-19-Krise. Die United Grinding GmbH profitierte dabei von den hohen Auftragsbeständen im vierten Quartal 2022. Für das Geschäftsjahr 2023 erwartet die Geschäftsführung des United Grinding GmbH-Teilkonzerns daher im Vergleich zu 2022 einen leicht höheren Gesamtumsatz. Zudem wird für das Geschäftsjahr 2023 im Vergleich zum Vorjahr mit einem leicht verschlechterten EBITA gerechnet.

 

Hamburg, den 31. März 2023

United Grinding GmbH

Die Geschäftsführung

Arno Binder, Geschäftsführer / CEO, Technology Group Surface & Profile

Wolfgang Benz, Geschäftsführer / CSO, Technology Group Surface & Profile

Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022

Aktiva

31.12.2022 31.12.2021
TEUR TEUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.413 1.088
1.413 1.088
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 36.343 38.956
2. Technische Anlagen und Maschinen 7.038 6.574
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 7.790 7.646
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 347 739
51.519 53.915
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 298 298
298 298
53.230 55.301
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 28.963 20.872
2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 52.223 27.926
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 14.883 12.263
4. Geleistete Anzahlungen 321 166
96.390 61.227
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 67.562 45.906
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 16.744 75.893
3. Sonstige Vermögensgegenstände 6.158 5.421
90.463 127.219
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten 51.791 69.506
238.644 257.952
C. Rechnungsabgrenzungsposten 1.029 1.193
D. Aktive latente Steuern 9.556 11.306
302.460 325.752

Passiva

31.12.2022 31.12.2021
TEUR TEUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 62.000 62.000
II. Kapitalrücklage 0 76.688
III. Eigenkapitaldifferenz aus der Währungsumrechnung 19.480 17.754
IV. Gewinnvortrag 35.808 19.247
V. Konzernjahresüberschuss 23.100 22.840
140.388 198.528
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 4.091 3.256
2. Steuerrückstellungen 8.954 2.169
3. Sonstige Rückstellungen 25.502 22.345
38.548 27.770
C. Verbindlichkeiten
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 51.381 34.889
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 22.897 18.821
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 41.501 38.307
4. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 44 50
5. Sonstige Verbindlichkeiten 7.701 7.387
davon aus Steuern TEUR 497 (VJ: TEUR 937)
davon im Rahmen sozialer Sicherheit TEUR 310 (VJ: TEUR 335)
123.524 99.454
302.460 325.752

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022

1.1.2022 - 31.12.2022 1.1.2021 - 31.12.2021
TEUR TEUR
1. Umsatzerlöse 341.070 267.295
2. Veränderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 24.471 -7.524
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 30 27
4. Sonstige betriebliche Erträge 27.310 24.434
5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 169.971 103.982
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 8.054 6.257
178.025 110.239
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 75.218 63.569
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung
davon für Altersversorgung EUR 633 (VJ: EUR 501) 16.890 14.581
92.107 78.150
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 5.126 4.639
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen 80.398 61.306
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 648 631
davon aus verbundenen Unternehmen EUR 457 (VJ: EUR 348)
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 2.039 1.113
davon aus verbundenen Unternehmen EUR 188 (VJ: EUR 182)
11. Abschreibungen auf Finanzanlagen und Wertpapiere des Umlaufvermögens 1.800 0
12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 10.935 6.578
13. Ergebnis nach Steuern 23.100 22.840
14. Konzernjahresüberschuss 23.100 22.840

Anhang zum Konzernabschluss 31.12.2022

1. Grundlagen des Konzernabschlusses

Allgemeine Angaben

Die United Grinding GmbH, Hamburg, hat ihren Sitz in Hamburg und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Hamburg (Reg.Nr. HRB 95996).

Gemäß § 290 ff HGB besteht auf den 31. Dezember 2022 die Verpflichtung zur Aufstellung eines Konzernabschlusses, da die United Grinding GmbH auf diesen Stichtag nicht in einen gemäß § 291 ff. HGB befreienden Konzernabschluss einbezogen wird.

Die Konzerngesellschaften Blohm Jung GmbH und Walter Maschinenbau GmbH für das Berichtsjahr von den Befreiungsvorschriften des § 264 Absatz 3 HGB Gebrauch. Der Konzernabschluss wird im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht.

Der Konzernabschluss ist nach den Vorschriften des 3. Buches des Handelsgesetzbuches (HGB) in der Fassung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes (BilRUG) aufgestellt worden. In Aufbau und Gliederung folgen Konzernbilanz und Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung den gesetzlichen Regelvorschriften. Zahlenangaben im Konzernanhang erfolgen in Tausend Euro (TEUR).

Für die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Konsolidierungskreis

In den Konzernabschluss sind neben der United Grinding GmbH als Obergesellschaft die in dem Anhang als Anlage beigefügten Aufstellung des Anteilsbesitzes aufgeführten in- und ausländischen Gesellschaften einbezogen worden, bei denen die United Grinding GmbH unmittelbar oder mittelbar einen beherrschenden Einfluss ausüben kann.

Nicht in den Konzernabschluss einbezogen wurden assoziierte und verbundene Unternehmen, die nur eine geringe Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns haben (§§ 296 Abs. 2, 301 Abs. 2 HGB, 311 Abs. 2 HGB,). Namentlich handelt es sich um die Arbiter Modeling Systems Pty. Ltd., Brighton/Australien, die United Grinding India LPP, Bangalore/Indien sowie die Transaction-Network GmbH & Co. KG., Gottmadingen/Deutschland.

Die einbezogenen Unternehmen haben auf den 31. Dezember 2022 für Zwecke der Konzernrechnungslegung einen Abschluss für den Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022 aufgestellt.

Zum Konsolidierungskreis der United Grinding GmbH mit Sitz in Hamburg, Deutschland, gehören zum 31. Dezember 2022 insgesamt 10 (Vorjahr: 10 Tochterunternehmen) in- und ausländische Tochterunternehmen bei denen die United Grinding GmbH unmittelbar oder mittelbar über die Mehrheit der Stimmrechte verfügt.

Im Berichtsjahr gab es folgende Änderungen:

Im Berichtsjahr hat sich die United Grinding GmbH mit EUR 400'000 (44.4%) an der Transaction-Network GmbH & Co. KG beteiligt. Die United Grinding GmbH trat der Gesellschaft als Kommanditistin mit einer Pflichteinlage bei.

Konsolidierungsgrundsätze

Die Kapitalkonsolidierung erfolgt nach den Vorschriften des HGB. Stichtag der Erstkonsolidierung ist der 31. Dezember 1994, außer für die nach diesem Stichtag einbezogenen Gesellschaften, die zum Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung in den Konzernabschluss konsolidiert werden.

Die Kapitalkonsolidierung erfolgt für Erwerbe vor dem 1. Januar 2010 nach der Buchwertmethode (§ 301 HGB), für Erwerbe danach nach der Neubewertungsmethode. Die Unterschiedsbeträge aus der Verrechnung von Eigenkapital und Beteiligungsbuchwerten zum Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung wurden für Erwerbe vor dem 1. Januar 2010 mit den Gewinnrücklagen verrechnet. Unterschiedsbeträge aus Ersterwerben nach dem 31. Dezember 2009 werden entsprechend § 309 HGB behandelt und ein dabei entstehender Firmenwert über den voraussichtlichen Zeitraum der Nutzung abgeschrieben.

Zwischengewinne, konzerninterne Umsätze, Aufwendungen und Erträge sowie alle Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen konsolidierten Gesellschaften werden eliminiert. Die Zwischengewinne in Fremdwährung werden mit dem Stichtagskurs umgerechnet. Latente Steuern werden gemäß § 274 Abs. 1 und 2 und § 306 HGB abgegrenzt.

Währungsumrechnung im Konsolidierungskreis

Die Abschlüsse der ausländischen Tochtergesellschaften werden grundsätzlich wie folgt umgerechnet:

Vermögens- und Schuldposten zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag

Eigenkapital zu historischen Kursen

Jahresüberschuss bzw. -fehlbetrag zum Jahresdurchschnittskurs am Bilanzstichtag

Aufwendungen und Erträge zum Jahresdurchschnittskurs (jedoch Abschreibungen auf Anlagevermögen zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag).

Die erstmalige Erfassung von Vermögensgegenständen und Verbindlichkeiten in fremder Währung erfolgt zum Devisenkurs am Tag des Geschäftsvorfalls.

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten mit einer Laufzeit bis zu einem Jahr werden am Abschlussstichtag zum Stichtagskurs (Devisenkassamittelkurs) umgerechnet. Langfristige Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten werden mit ihrem Umrechnungskurs bei Entstehung oder dem höheren Stichtagskurs (bei Passivposten) bzw. niedrigeren Stichtagskurs (bei Aktivposten) bewertet.

Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten, denen ein Sicherungsgeschäft gegenübersteht, werden mit dem Sicherungskurs bewertet.

Die Umrechnungsdifferenzen aus der Anwendung der Jahresdurchschnittskursmethode bei den Aufwendungen und Erträgen und der Bilanzstichtagsmethode beim Jahresüberschuss, der Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten sowie die währungsbedingten Ausgleichsposten aus der Schuldenkonsolidierung und der Kapitalkonsolidierung wurden erfolgsneutral in das Eigenkapital eingestellt.

Die Währungskurserträge aus der Aufwands- und Ertragskonsolidierung in Höhe von TEUR -20 (Vorjahr: TEUR -25) wurden erfolgswirksam im Periodenergebnis erfasst.

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die Abschlüsse der inländischen und ausländischen Konzernunternehmen sind nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsrichtlinien der United Grinding GmbH aufgestellt worden. Diese Richtlinien stehen im Einklang mit den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften.

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßig nutzungsbedingte Abschreibungen bewertet.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Dabei umfassen die Herstellungskosten neben den direkt zurechenbaren Kosten auch anteilige Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie angemessene Teile der allgemeinen Verwaltungskosten.

Die Abschreibungen erfolgen bei immateriellen Vermögensgegenständen, Gebäuden und bei beweglichem Anlagevermögen linear über die folgende betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer (ermittelt anhand von Branchen-Tabellen und individuellen Schätzungen):

EDV-Software, Lizenzen, Rechte und Werte 3 bis 15 Jahre
Grundstücke und Bauten 10 bis 46 Jahre
Technische Anlagen und Maschinen 10 bis 15 Jahre
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 8 bis 14 Jahre

Bewegliche Anlagevermögen, die vor dem 1. Januar 2008 angeschafft worden sind, werden im Wesentlichen degressiv abgeschrieben (§ 67 Abs. 4 Satz 1 EG HGB). Die Abschreibung für Zugänge im Laufe des Geschäftsjahres erfolgt zeitanteilig.

Geleistete Anzahlungen werden zum Nennwert bilanziell erfasst.

Geringwertige Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten bis EUR 1.000 werden im Zugangsjahr sofort als sonstiger betrieblicher Aufwand erfasst.

Außerplanmäßige Abschreibungen im Anlagevermögen werden in den Fällen vorgenommen, in denen der beizulegende Wert den Buchwert unterschreitet und es sich um eine voraussichtliche dauernde Wertminderung handelt.

Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten oder zum niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Verzinsliche Ausleihungen sind zum Nominalwert bilanziert, unverzinsliche zum Barwert. Abschreibungen werden dabei nur bei dauernden Wertminderungen vorgenommen.

Die Vorräte sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten oder zum niedrigeren beizulegenden Zeitwert am Bilanzstichtag angesetzt. Das Wertaufholungsgebot gemäß § 253 Absatz 5 HGB wird beachtet.

Der Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und Waren wird die Durchschnittskostenmethode zugrunde gelegt.

In die Herstellungskosten der unfertigen Erzeugnisse, unfertigen Leistungen sowie der fertigen Erzeugnisse werden neben den direkt zurechenbaren Kosten auch anteilige Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen einbezogen.

Dem allgemeinen Lagerhaltungsrisiko, insbesondere dem der fehlenden Gängigkeit, wird bei der Vorratsbewertung durch angemessene Wertabschläge Rechnung getragen.

Die Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind grundsätzlich zum Nennbetrag unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Erkennbare Einzelrisiken werden durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Das allgemeine Ausfallrisiko der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ist durch pauschale Abschläge erfasst. Langfristige unverzinsliche Forderungen werden abgezinst.

Die liquiden Mittel sind zum Nennbetrag angesetzt. Eine Aufgliederung des Finanzmittelbestandes findet sich in der Kapitalflussrechnung.

Aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden für Ausgaben vor dem Abschlussstichtag gebildet, soweit dieser Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Aktive und passive latente Steuern werden miteinander saldiert. Über den Saldierungsbereich hinausgehende aktive Steuerlatenzen werden in Ausübung des Wahlrechts gemäß § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB aktiviert; darüber hinaus werden latente Steuern nach § 306 Abs. 1 HGB angesetzt. Aktive latente Steuern auf Verlustvorträge sind nur in der Höhe berücksichtigt worden, wie diese voraussichtlich innerhalb der nächsten 5 Jahre durch entsprechende zu versteuernde Einkünfte verrechnet werden.

Das gezeichnete Kapital ist zum Nennbetrag angesetzt.

Bei der Rückstellungsbewertung werden zukünftige Preis- und Kostensteigerungen mit einbezogen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden grundsätzlich über ihre Restlaufzeit abgezinst, so dass eine Bewertung zum Barwert des Erfüllungsbetrages erfolgt. Die Abzinsung erfolgt mit dem der Restlaufzeit entsprechenden, von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzins der vergangenen sieben Jahre bzw. zehn Jahre für Pensionsrückstellungen.

Die Bewertung der Pensionsrückstellungen erfolgt nach dem Teilwertverfahren auf Grundlage der Richttafeln 2018G von Prof. Dr. Klaus Heubeck und Verwendung folgender Parameter:

Rechnungszinssatz: 1,78%
Anwartschaftsdynamik (gehaltsabhängig): 2,50%
Anwartschaftsdynamik (abhängig vom aktuellen Rentenwert): 0,00%
Rentendynamik: 2,00%

Bei der Ermittlung des Rechnungszinssatzes wird von dem Wahlrecht des § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB Gebrauch gemacht und eine Restlaufzeit der Altersversorgungsverpflichtungen von 15 Jahren angenommen.

Die Bewertung von ausschließlich der Erfüllung von Altersversorgungsverpflichtungen dienendem Deckungsvermögen erfolgt gemäß § 253 Abs. 1 Satz 4 HGB zum beizulegenden Zeitwert (Marktpreis).

Die Bewertung der Verpflichtungen aus deferred compensation erfolgt nach § 253 Abs. 1 Satz 3 HGB zum beizulegenden Zeitwert des ihrer Rückdeckung dienenden Vermögens.

Die Pensionsrückstellungen werden mit den zu ihrer Absicherung dienenden Vermögensgegenständen saldiert.

In Vorjahren wurden Teile der Verpflichtungen aus laufenden Leistungen der Rentenempfänger auf den Allianz Pensionsfonds übertragen.

Steuerrückstellungen und sonstige Rückstellungen werden in der Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt. Dabei wird allen erkennbaren Risiken ausreichend und angemessen Rechnung getragen.

Erträge und Aufwendungen aus der Ab- bzw. Aufzinsung von Rückstellungen werden im Anhang angegeben.

Erhaltene Anzahlungen werden zum Nennwert angesetzt.

Die Verbindlichkeiten werden mit den jeweiligen Erfüllungsbeträgen passiviert.

2. Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Aufgliederung der in der Konzernbilanz zusammengefassten Anlagepositionen und ihre Entwicklung sind in dem als Anlage beigefügten Anlagenspiegel ausgehend von den historischen Anschaffungskosten dargestellt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

in TEUR Gesamtbetrag davon mit einer Restlaufzeit von mehr als 1 Jahr
31.12.2022 31.12.2021 31.12.2022 31.12.2021
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 67.562 45.906 0 0
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 16.744 75.893 0 0
- davon aus Lieferungen und Leistungen - 3.582 2.634 0 0
- davon Sonstige 13.162 73.259 0 0
Sonstige Vermögensgegenstände 6.158 5.421 114 85
90.463 127.219 114 85

In den sonstigen Forderungen gegen verbundenen Unternehmen sind vorwiegend Cash-Pool Forderungen enthalten.

Steuerabgrenzung

Auf Differenzen zwischen den steuerlichen und handelsrechtlichen Wertansätzen in den Bilanzpositionen immaterielle Vermögensgegenstände, Sachanlagen, Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände, Rückstellungen, Verbindlichkeiten und Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von insgesamt TEUR 43.857 (Vorjahr: TEUR 38.214) bestehen aktive latente Steuern in Höhe von TEUR 12.300 (Vorjahr: TEUR 10.821). Weiterhin bestehen aktive latente Steuern von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 3.673) aus steuerlichen Verlustvorträgen. Aus Konsolidierungsmaßnahmen resultieren aktive latente Steuern in Höhe von TEUR 1.227 (Vorjahr: TEUR 1.112).

Auf Differenzen zwischen den steuerlichen und handelsrechtlichen Wertansätzen in den Bilanzpositionen immaterielle Vermögensgegenstände, Sachanlagen, Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände, Rückstellungen, Verbindlichkeiten und Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von insgesamt TEUR - 14.964 (Vorjahr: TEUR - 15.990) bestehen passive latente Steuern in Höhe von TEUR - 3.971 (Vorjahr: TEUR -4.300).

Bei der Bewertung der latenten Steuern wurden unternehmensindividuelle Steuersätze herangezogen. Für die deutschen Gesellschaften wird die Körperschaftsteuer inklusive Solidaritätszuschlag und Gewerbesteuer mit 32 % abgegrenzt. Latente Steuern in den ausländischen Tochtergesellschaften werden mit den dort geltenden Steuersätzen bewertet.

Eigenkapital

Die Struktur und die Entwicklung des Eigenkapitals sind im gesonderten Konzerneigenkapitalspiegel dargestellt.

Das Gezeichnete Kapital betrifft das Stammkapital in Höhe von TEUR 62.000.

Mit Beschluss vom 22. August 2022 wurde die Kapitalrücklage in der Höhe von TEUR 76.688 dem Gewinnvortrag zugeführt. Aus dem bestehenden Gewinnvortrag wurde eine Ausschüttung an die Gesellschafterin Fritz Studer in Umfang von TEUR 84.070 vorgenommen.

Die Gewinnrücklagen von TEUR 0 enthalten im Wesentlichen den Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung (TEUR -23.828) sowie andere Gewinnrücklagen (TEUR 23.828).

Der Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung resultiert aus Gewinnthesaurierungen bei Tochtergesellschaften vor dem Stichtag der Erstkonsolidierung sowie aus damit verrechneten Firmenwerten, die im Rahmen von Unternehmenserwerben entstanden sind.

Rückstellungen für Pensionen

Die in Vorjahren an den Allianz Pensionsfonds übertragenen Verpflichtungen sind mit entsprechendem Vermögen gedeckt. Es besteht keine Unterdeckung.

Für die verbleibenden Pensionsansprüche wurden zur Erfüllung der Verpflichtungen Wertpapiere angelegt. Sie sind dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen. Die Bewertung der Vermögensgegenstände erfolgt zum beizulegenden Zeitwert in Höhe von TEUR 11.263 (Vorjahr: TEUR 12.061) bei Anschaffungskosten in Höhe von TEUR 11.946 (Vorjahr: TEUR 11.516). Die Vermögensgegenstände werden mit den jeweils zugrundeliegenden Verpflichtungen (TEUR 15.354, Vorjahr: TEUR 15.317) verrechnet.

Erträge aus der Bewertung der Vermögensgegenstände zum Zeitwert (TEUR -683, Vorjahr: TEUR 545) werden mit Zinsaufwendungen aus der Aufzinsung der Pensionsrückstellungen (TEUR 426, Vorjahr: TEUR 931) verrechnet.

Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe der von der Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssätze der vergangenen zehn bzw. sieben Jahre beträgt TEUR 518 (Vorjahr: TEUR 768). Gewinne werden nur ausgeschüttet, wenn die nach der Ausschüttung verbleibenden frei verfügbaren Rücklagen zuzüglich eines Gewinnvortrags und abzüglich eines Verlustvortrags mindestens dem Unterschiedsbetrag entsprechen.

Die Höhe der Verpflichtungen für die rückgedeckten Pensionszusagen aus deferred compensation bemisst sich nach dem den Anschaffungskosten entsprechenden beizulegenden Zeitwert der Rückdeckungsversicherung. Die Rückstellungen werden mit den zu ihrer Absicherung dienenden Vermögensgegenständen in Höhe von TEUR 295 (Vorjahr: TEUR 288) saldiert.

Steuerrückstellungen

Die Steuerrückstellungen beinhalten weitestgehend Beträge für noch nicht durch die steuerliche Außenprüfung geprüfte Zeiträume.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen enthalten überwiegend Beträge für arbeits- und sozialrechtliche Verpflichtungen (TEUR 9.530; Vorjahr TEUR 8.444), noch zu erbringende Leistungen (TEUR 8.229; Vorjahr TEUR 5.967) sowie Gewährleistungen (TEUR 4.788; Vorjahr TEUR 4.525).

Verbindlichkeiten

Nähere Angaben zu den Verbindlichkeiten sind der folgenden Übersicht zu entnehmen:

in TEUR Gesamtbetrag
31.12.22 31.12.21
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0 0
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 51.381 34.889
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 22.897 18.821
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 41.501 38.307
- davon aus Lieferungen und Leistungen 24.236 9.784
- davon gegenüber der Gesellschafterin 28.665 0
Verbindlichkeiten gegenüber Beteiligungsgesellschaften 44 50
- davon aus Lieferungen und Leistungen 44 50
Sonstige Verbindlichkeiten 7.701 7.387
- davon aus Steuern 3.375 3.567
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 310 335
123.524 99.454
in TEUR davon mit einer Restlaufzeit von bis zu 1 Jahr davon mit einer Restlaufzeit von über 1 Jahr
31.12.22 31.12.21 31.12.22 31.12.21
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0 0 0 0
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 51.380 34.889 2 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 22.561 18.485 336 336
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 41.501 38.307 0 0
- davon aus Lieferungen und Leistungen 24.236 9.784 0 0
- davon gegenüber der Gesellschafterin 28.665 0 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber Beteiligungsgesellschaften 44 50 0 0
- davon aus Lieferungen und Leistungen 44 50 0 0
Sonstige Verbindlichkeiten 7.701 7.388 0 0
- davon aus Steuern 3.375 3.567 0 0
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 310 335 0 0
123.187 99.118 338 336

Es bestehen keine Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren.

3. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Aufgliederung nach geographischen Märkten

12.2022 12.2021
Deutschland 41.255 34.752
Europa (ohne Deutschland) 65.893 54.689
Nord- und Mittelamerika 142.936 84.538
Asien 90.512 93.253
Restliche Regionen 475 62
341.070 267.295

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten Währungskursgewinne in Höhe von TEUR 3.639 (Vorjahr TEUR 2.900).

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 1.341 (Vorjahr TEUR 4.906).

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten sonstige Steuern in Höhe von TEUR 720 (Vorjahr: TEUR 662).

Des Weiteren umfassen die sonstigen betrieblichen Aufwendungen, Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 4.094 (Vorjahr TEUR 4.055).

Im Berichtsjahr gibt es keine periodenfremden Aufwendungen.

Zinsergebnis

Der Zinsaufwand aus der Aufzinsung von Pensionsrückstellungen und langfristigen Rückstellungen beträgt TEUR 426 (Vorjahr TEUR 931) und wurde in der Gewinn- und Verlustrechnung mit Zins- und Kurserträgen aus Rückdeckungsvermögen für Pensionen und Altersteilzeitbeständen in Höhe von TEUR -683 (Vorjahr: TEUR 545) verrechnet.

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag enthalten Aufwände aus latenten Steuern in Höhe von TEUR 1.557 (Vorjahr Ertrag: TEUR 2.432).

4. Kapitalflussrechnung

Die Kapitalflussrechnung informiert über die Entwicklung der Zahlungsmittel des United Grinding GmbH Konzerns. In getrennter Darstellung werden der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit, der Cashflow aus Investitionstätigkeit sowie der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit ausgewiesen. Die Summe aus diesen Zahlungsströmen stimmt mit der Veränderung des Zahlungsmittelfonds überein. Der Cashflow aus der operativen Geschäftstätigkeit wird nach der indirekten Methode ausgehend vom Konzernjahresüberschuss und aus zahlungswirksamen Veränderungen der Bilanzpositionen abgeleitet. Die Kapitalflussrechnung wird nach den Grundsätzen des Deutschen Rechnungslegungsstandards Nr. 21 aufgestellt. Der Finanzmittelfonds entspricht dem in der Bilanz ausgewiesenen Betrag aus Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks in Höhe von TEUR 51.791 (31. Dezember 2021: TEUR 69.506). Die flüssigen Mittel unterliegen keinen Verfügungsbeschränkungen.

5. Sonstige Angaben

Derivative Finanzinstrumente / Bewertungseinheiten

Die Konzernunternehmen verwenden derivative Finanzinstrumente zur Minimierung bzw. Vermeidung des Fremdwährungsrisikos im Zusammenhang mit Zahlungsmitteldispositionen sowie Verkäufen und Einkäufen in fremder Währung. Dazu werden Devisentermingeschäfte und Devisenswaps abgeschlossen, deren Nominalbeträge und Fälligkeitsdaten grundsätzlich mit denen des Grundgeschäfts übereinstimmen. Zum Bilanzstichtag werden die entsprechenden Forderungen und Verbindlichkeiten zum jeweiligen Terminkurs bewertet.

Kundenforderungen und Lieferantenverbindlichkeiten in Höhe von umgerechnet TEUR 12.745 (Vorjahr: TEUR 9.788) sowie mit hoher Wahrscheinlichkeit erwartete Zahlungsströme in Höhe von umgerechnet TEUR 9.220 (Vorjahr: TEUR 10.308) wurden mit zur Absicherung von Währungsrisiken abgeschlossenen Devisentermingeschäften und Devisenswaps, die hinsichtlich der Währungen, der Nominalbeträge und der Fälligkeiten mit den Grundgeschäften übereinstimmen, bei Laufzeiten bis zum 11.07.2024 als Mikro-, Makro- bzw. Portfolio-Hedges zu Bewertungseinheiten gemäß § 254 HGB zusammengefasst. Bei den kontrahierten bzw. mit hoher Wahrscheinlichkeit erwarteten Zahlungsströmen handelt es sich im Wesentlichen um Kundenforderungen, Lieferantenverbindlichkeiten sowie Im- und Exporte.

Bei einem portfolio hedge werden die Risiken mehrerer gleichartiger Grundgeschäfte durch ein oder mehrere Sicherungsinstrumente abgedeckt. Ein macro hedge liegt vor, wenn die risikokompensierende Wirkung ganzer Gruppen von Grundgeschäften zusammenfassend betrachtet wird und diese Gruppen gemeinsam gegen das verbleibende Risiko abgesichert wird.

Der beizulegende Zeitwert der Devisenterminkontrakte und Zinssicherungsgeschäfte wurde nach der mark-to-market-Methode ermittelt und beträgt TEUR 470 (Vorjahr: TEUR -392). Es wird die Einfrierungsmethode angewendet.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Bankgarantien

Am 19. April 2018 haben die United Grinding Group AG, Bern/Schweiz und die Fritz Studer AG, Steffisburg/Schweiz gemeinsam einen Konsortialkredit abgeschlossen. Der Gesamtgruppe steht ein Revolving Credit Facility (RCF) in der Höhe von TEUR 130.000 zur Verfügung.

Die United Grinding GmbH kann innerhalb des RCF als Kreditnehmer eine Kreditlinie von TEUR 34.388 (Vorjahr: TEUR 54.388) beanspruchen.

Den Gesellschaften der United Grinding GmbH stehen per 31.12.2022 mehrere Avalkreditlinien von verschiedenen Finanzinstituten in der Höhe von TEUR 54.896 (Vorjahr: TEUR 58.891) zur Verfügung. Am 31. Dezember 2022 betrug die Beanspruchung dieser Kreditlinien EUR 17.457 (2021: EUR 19.330).

Die Fritz Studer AG und die Walter Maschinenbau GmbH haben mit der Deutschen Bank AG, Deutschland einen Rahmenkreditvertrag "Umbrella Credit Facility" über einen Betrag von TEUR 22.500 abgeschlossen. Die Fritz Studer AG hat gegenüber der Deutschen Bank AG eine Garantie abgegeben und haftet für den Rahmenkreditvertrag (gesamtschuldnerische Haftung). Am 31. Dezember 2022 betrug die Beanspruchung dieser Kreditlinien TEUR 8.342 (2021: EUR 6.127).

Weitere sonstige finanzielle Verpflichtungen gemäß § 285 Nr. 3a HGB resultieren aus Mietverträgen für Grundstücke und Gebäude sowie Maschinen und Anlagen und betragen insgesamt bis zum Ende der jeweiligen Mietzeit TEUR 9.074 (Vorjahr: TEUR 9.330).

Covid-19

Überbrückungshilfe III des Bundes, Deutschland

Bei wesentlichen Umsatzeinbrüchen besteht in Deutschland die Möglichkeit Fixkostenerstattungen zu beantragen. Für 2020 haben die UG GmbH, Blohm Jung und Walter Maschinenbau GmbH insgesamt Fixkosten von bis zu EUR 3.5 Mio. geltend gemacht. Am 30. März 2022 hat die Hamburgische Investitions- und Förderbank eine Überbrückungshilfe im Umfang von EUR 1.5 Mio. genehmigt. Die Überbrückungshilfe wurde in den sonstigen betrieblichen Erträgen erfasst.

Es bestanden keine weiteren Geschäfte außerhalb der Bilanz gemäß § 285 Nr. 3 HGB, die für die Beurteilung der Finanzlage der Gesellschaft wesentlich sind.

Mitarbeiterzahl

Die Zahl der Mitarbeiter - ohne die zu ihrer Berufsausbildung Beschäftigten - betrug in Berichtsjahresdurchschnitt

12/2022 12/2021
Deutschland 405 416
Europa (ohne DE) 300 279
Nord- und Mittelamerika 165 151
Asien 243 228
Mitarbeiter insgesamt 1.114 1.073

Mitglieder der Geschäftsführung

Herr Arno Binder (Berufsbezeichnung: Chief Executive Officer der United Grinding GmbH)

Herr Wolfgang Benz (Berufsbezeichnung: Chief Sales Officer der United Grinding GmbH)

Herr Arno Binder und Wolfgang Benz üben die Geschäftsführungstätigkeit sowohl für die United Grinding GmbH wie auch für die Mägerle AG Maschinenfabrik und Blohm Jung GmbH hauptberuflich aus.

Honorar des Abschlussprüfers

Das Gesamthonorar des Konzernabschlussprüfers PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Hamburg, und deren Netzwerkgesellschaften gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 9 HGB beträgt TEUR 227 (Vorjahr: TEUR 226) und entfällt vollständig auf Abschlussprüfungsleistungen.

Konzernzugehörigkeit

Die United Grinding AG, Bern, Schweiz, besitzt 100 % der Anteile an United Grin- ding GmbH Deshalb wird UGG in den Konzernabschluss der United Grinding Group AG, Bern, Schweiz (CHE-290.393.967), als oberstem Mutterunternehmen einbezogen, die den Konzernabschluss für den größten Kreis der Konzernunternehmen aufstellt. Die United Grinding Group GmbH wird die Befreiung, einen Konzernabschluss aufzustellen nach Maßgabe der Regelungen des § 291 HGB für das Geschäftsjahr 2022 nicht in Anspruch nehmen und ist daher verpflichtet, einen Konzernabschluss aufzustellen (kleinster Konsolidierungskreis).

Nachtragsbericht

Mit Beschluss vom 29. November 2021 wurde das Eigenkapital der United Grinding GmbH von 62.000 TEUR auf 30.000 TEUR herabgesetzt. Die Bekanntmachung im Bundesanzeiger erfolgte am 29. Dezember 2021. Der Betrag aus der Herabsetzung in der Höhe von 32.000 TEUR wurde der Kapitalrücklage zugewiesen. Die Eintragung im Handelsregister sowie die Verbuchung erfolgte am 13. Januar 2023.

 

Hamburg, 31. März 2023

United Grinding GmbH

Arno Binder, Geschäftsführer / CEO, Technology Group Surface & Profile

Wolfgang Benz, Geschäftsführer / CSO, Technology Group Surface & Profile

Aufstellung des Anteilsbesitzes

Neben der Obergesellschaft in den Konzernabschluss einbezogene Unternehmen:

Blohm Jung GmbH, Hamburg 100%
United Grinding (Shanghai) Ltd., Shanghai/China 100%
United Grinding North America, Inc., Miamisburg/Fredericksburg, USA 100%
United Grinding Mexico S.A. de C.V., Queretaro/Mexico 100%
Walter Ewag Asia-Pacific Pte. Ltd., Singapur/Singapur 100%
Walter Ewag Italia S.r.l., Bregnano/Italien 100%
Walter Ewag Japan K.K., Anjo City/Japan 100%
Walter Ewag UK Limited., Warwickshire/Großbritannien 100%
Walter Maschinenbau GmbH, Tübingen 100%
Walter s.r.o., Kurim/Tschechien 100%

In den Konzernabschluss nicht einbezogene verbundene Unternehmen und assoziierte Unternehmen:

Arbiter Modeling Systems Pty. Ltd., Brighton/Australien 35%
United Grinding Inida LPP, Bangalore/Indien 50%
Transaction-Network GmbH & Co. KG, Gottmadingen 44%

Konzern-Anlagenspiegel

Anschaffungskosten
in TEUR 31.12.2021 Währungsdifferenz Veränderung des Konsolid. kreises
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte sowie Lizenzen 22.945 103 0
22.945 103 0
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 72.427 1.564 0
2. Technische Anlagen und Maschinen 17.607 326 0
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 29.850 534 0
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 804 11 0
120.687 2.435 0
143.632 2.538 0
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 298 0 0
298 0 0
143.931 2.538 0
Anschaffungskosten
in TEUR Zugänge Abgänge Umbuchungen 31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte sowie Lizenzen 561 312 113 23.409
561 312 113 23.409
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 1.586 15.805 0 59.772
2. Technische Anlagen und Maschinen 961 311 336 18.918
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.779 844 221 31.540
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 270 0 -669 415
4.596 16.960 -113 110.646
5.157 17.272 0 134.055
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 1.800 0 0 2.098
1.800 0 0 2.098
6.957 17.272 0 136.154
Kumulierte Abschreibungen
in TEUR 31.12.2021 Währungsdifferenz Veränderung des Konsolid. kreises
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte sowie Lizenzen 21.858 79 0
21.858 79 0
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 33.471 325 0
2. Technische Anlagen und Maschinen 11.033 160 0
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 22.204 371 0
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 64 4 0
66.772 860 0
88.630 940 0
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 0 0 0
0 0 0
88.630 940 0
Kumulierte Abschreibungen
in TEUR Zugänge Abgänge Umbuchungen 31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte sowie Lizenzen 376 316 0 21.996
376 316 0 21.996
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 1.851 12.218 0 23.430
2. Technische Anlagen und Maschinen 972 285 0 11.880
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.926 752 0 23.750
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 0 0 68
4.750 13.255 0 59.127
5.126 13.571 0 81.124
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 1.800 0 0 1.800
1.800 0 0 1.800
6.926 13.571 0 82.924
Buchwerte
in TEUR 31.12.2022 31.12.2021
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte sowie Lizenzen 1.413 1.088
1.413 1.088
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 36.343 38.956
2. Technische Anlagen und Maschinen 7.038 6.574
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 7.790 7.646
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 347 739
51.519 53.915
52.932 55.003
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 298 298
298 298
53.230 55.301

Konzern-Kapitalflussrechnung vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022

1.1.2022 - 31.12.2022 1.1.2021 - 31.12.2021
TEUR TEUR
Konzernjahresüberschuss 23.100 22.840
Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 5.126 4.639
Abnahme der Rückstellungen 2.529 -12.370
Zu-/Abnahme der Vorräte, Forderungen sowie anderer Aktiva 3.706 -49.961
Abnahme der Verbindlichkeiten sowie anderer Passiva 21.872 17.518
(Gewinne)/Verluste aus dem Abgang von Anlagevermögen -6.627 12
Erträge aus Zuschüssen -1.518 0
Zinsergebnis 1.390 482
Beteiligungsergebnis 1.800 0
Ertragsteueraufwand/(-ertrag) 10.935 6.578
Ertragsteuerzahlungen -2.402 -2.168
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 59.910 -12.431
Einzahlungen aus Abgängen von Immateriellen Vermögensgegenständen des Anlagevermögens 0 4
Auszahlungen für Investitionen in Immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens -678 -206
Einzahlungen aus Abgängen von Sachanlagen 10.332 5
Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen -4.484 -3.557
Auszahlungen für Investitionen in Finanzanlagen -1.800 -120
Erhaltene Zinsen 648 631
Cashflow aus der Investitionstätigkeit 4.018 -3.243
Einzahlungen aus Zuschüssen 1.518 0
Gezahlte Zinsen -930 -727
Auszahlung aus Gewinnausschüttung an die Gesellschafterin des Mutterunternehmens -84.070 0
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -83.482 -727
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds -19.553 -16.401
Wechselkursbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds 1.839 1.800
Konsolidierungskreisbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds 0 0
Veränderung des Finanzmittelfonds -17.714 -14.601
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 69.506 84.107
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 51.792 69.506
Zusammensetzung des Finanzmittelbestands: 31.12.2022 31.12.2021
Kasse und Bankguthaben 51.836 69.886
davon Geldanlagen mit einer Laufzeit > 3 Monaten 45 380
51.791 69.506

Konzern-Eigenkapitalspiegel zum 31. Dezember 2022

(in TEUR) Eigenkapital des Mutterunternehmens
Gezeichnetes Rücklagen
Kapital Kapitalrücklage
Stand am 31.12.2021 62.000 76.688
Ausschüttungen
Änderungen des Konsolidierungskreises
Währungsumrechnung
Entnahme aus Rücklagen -76.688
Übrige Veränderungen
Konzernjahresüberschuss Vorjahr
Konzernjahresüberschuss
Stand am 31.12.2022 62.000 0
(in TEUR) Eigenkapital des Mutterunternehmens
Rücklagen
Gewinnrücklagen Summe
Andere Gewinnrücklagen Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung Summe
Stand am 31.12.2021 23.828 -23.828 0 76.688
Ausschüttungen
Änderungen des Konsolidierungskreises
Währungsumrechnung
Entnahme aus Rücklagen -76.688
Übrige Veränderungen
Konzernjahresüberschuss Vorjahr
Konzernjahresüberschuss
Stand am 31.12.2022 23.828 -23.828 0 0
(in TEUR) Eigenkapital des Mutterunternehmens
Eigenkapitaldifferenz aus der Währungsumrechnung Gewinn- / Verlustvortrag Konzernjahresergebnis das dem Mutterunternehmen zuzurechnen ist Summe
Stand am 31.12.2021 17.754 19.247 22.840 198.528
Ausschüttungen -7.382 -7.382
Änderungen des Konsolidierungskreises
Währungsumrechnung 1.726 1.726
Entnahme aus Rücklagen -76.688
Übrige Veränderungen 1.104 1.104
Konzernjahresüberschuss Vorjahr 22.840 -22.840
Konzernjahresüberschuss 23.100 23.100
Stand am 31.12.2022 19.480 35.808 23.100 140.388
(in TEUR) Konzerneigenkapital
Stand am 31.12.2021 198.528
Ausschüttungen -7.382
Änderungen des Konsolidierungskreises
Währungsumrechnung 1.726
Entnahme aus Rücklagen -76.688
Übrige Veränderungen 1.104.000
Konzernjahresüberschuss Vorjahr
Konzernjahresüberschuss 23.100
Stand am 31.12.2022 140.388

Billigung des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2022

Der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2022, der eine Bilanzsumme von € 302.459.627,28 und einen Jahresüberschuss für das Geschäftsjahr 01.01.-31.12.2022 von € 23.099.650,86 ausweist, wurde in der vorliegenden Form am 13. Juli 2023 gebilligt.

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