Dr. Sarah Bechstein GmbH
Selbe AdresseArztpraxen für Allgemeinmedizin
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Ante Spittler seit 12.8.2019 | Geschäftsführer |
Max Ferdinand Meyer seit 12.8.2019 | Geschäftsführer |
Anton Karl Theodor Rummel seit 12.8.2019 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
A*** S******* | 8.54% |
A**** R***** | 8.49% |
M** F******** M**** | 5.49% |
| Name | Anteil |
|---|---|
Nufin GmbHEigenbeteiligung | 0.34% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
32 Gesellschafter
GmbH-Struktur
5 von 32 angezeigt
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Nufin GmbHBerlinJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022BILANZ zum 31. Dezember 2022
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022
ANHANG zum 31. Dezember 2022Nufin GmbH1.1. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Die Nufin GmbH (im folgenden "Nufin" oder "Gesellschaft") hat ihren Sitz in Berlin und ist beim Amtsgericht Charlottenburg unter der Registernummer HRB209209B im Handelsregister eingetragen. Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter der Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften aufgestellt. Größenabhängige Erleichterungen bei der Erstellung des Jahresabschlusses (§ 288 HGB) wurden teilweise in Anspruch genommen. Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr. 1.2. Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht
1.3. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden 1.3.1. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Die Bewertung aller Vermögensgegenstände und Schulden entspricht den allgemeinen Bewertungsvorschriften der §§ 252 ff. HGB. Der Jahresabschluss wurde unter der Annahme einer Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufgestellt. Eine wesentliche Unsicherheit besteht in Bezug auf die Prolongation der im Mai 2024 in Höhe von 24.000.000,- EUR fällig werdenden Wandeldarlehen, deren Rückzahlung von der Geschäftsleitung aufgrund fortgeschrittener Gespräche über eine Prolongation sowie des Vorhandenseins eines Rangrücktritts nicht erwartet wird. Dies stellt ein bestandsgefährdendes Risiko dar, wenn - entgegen den Erwartungen - die Prolongation der Wandeldarlehen nicht erfolgt. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Für die Aufstellung des Jahresabschlusses sind die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend: Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Das Aktivierungswahlrecht für selbstgeschaffene immaterielle Anlagewerte gemäß § 248 Abs. 2 HGB wird nicht ausgeübt. Sachanlagen werden mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert. Alle Anlagewerte werden regelmäßig auf Indikationen für das Vorliegen einer außerplanmäßigen Wertminderung gemäß § 253 Abs. 3 HGB geprüft. Die Abschreibung auf Zugänge für Sachanlagen erfolgt zeitanteilig und nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer auf der Grundlage steuerlich anerkannter Sätze. Das gesamte Sachanlagevermögen besteht aus gleichartigen Wirtschaftsgütern und wird durchschnittlich über drei Jahre abgeschrieben. Geringwertige Wirtschaftsgüter bis zu einem Wert von EUR 800 werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben. Finanzanlagen sowie Anteile an verbundenen Unternehmen werden mit den Anschaffungskosten angesetzt; von dem Wahlrecht zur etwaigen außerplanmäßigen Abschreibung auch bei voraussichtlich nicht dauernder Wertminderung wird kein Gebrauch gemacht. Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden zum jeweiligen Tageskurs eingebucht. Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. In anderen Fällen werden eventuelle Kursverluste am Bilanzstichtag berücksichtigt. Anteile an verbundenen Unternehmen werden mit den Anschaffungskosten, beziehungsweise bei einer voraussichtlich dauernden Wertminderung, mit dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Von dem Bewertungsvereinfachungsverfahren (§256 HGB) für Vorräte wird Gebrauch gemacht. Forderungen wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Kassenbestände und Bankguthaben werden jeweils zum Nennwert angesetzt. Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Rückstellungen und Verbindlichkeiten werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags passiviert. Bei Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden künftige Preis- und Kostensteigerungen in Höhe der allgemeinen Inflationsrate berücksichtigt und eine Abzinsung auf den Bilanzstichtag vorgenommen. Als Abzinsungssätze werden, die den Restlaufzeiten der Rückstellungen entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssätze der vergangenen sieben Geschäftsjahre verwendet, wie sie von der Deutschen Bundesbank gemäß Rückstellungsabzinsungsverordnung monatlich ermittelt und bekannt gegeben werden. Die Gliederung der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung entspricht den Vorgaben des HGB; die Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt in Staffelform. Die Gesellschaft hat zur Incentivierung ihrer Mitarbeiter ein Mitarbeiterbeteiligungsprogramm aufgelegt. Dieses wurde bilanziell nicht berücksichtigt. Weitere Einzelheiten werden im Abschnitt "Sonstige finanzielle Verpflichtungen" erläutert. 1.3.2. Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Beim Jahresabschluss wurden die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden übernommen. 1.4. Erläuterungen zur Bilanz Anlagevermögen Brutto-Anlagenspiegel Die Aufgliederung und Entwicklung der Anlagenwerte ist aus dem Anlagenspiegel in der Anlage 1 zum Anhang zu entnehmen. Immaterielle Vermögensgegenstände Die in der Bilanz auszuweisenden immateriellen Anlagewerte sind nachstehend dargestellt. Die für die Eintragung der Rechte an der Bild- und Wortmarke getätigten Aufwendungen beliefen sich bis zum Bilanzstichtag auf insgesamt 21.664,07 EUR (Vorjahr: 21.664,07 EUR). Sachanlagen Bei den ausgewiesenen Sachanlagen handelt es sich ausschließlich um Büroeinrichtung in Höhe von 345.544,03 EUR (Vorjahr: 173.881,03 EUR). Es wurde Büroeinrichtung über 7.434,00 EUR (Vorjahr: 0,00 EUR) außerplanmäßig abgeschrieben. Finanzanlagen Bei den ausgewiesenen Finanzanlagen in der Höhe von 31.189.797,63 EUR (Vorjahr: 1.844.317,41 EUR) handelt es sich um Ausleihungen an verbundene Unternehmen sowie um Anteile an verbundenen Unternehmen. Die Erhöhung im Vergleich zum Vorjahr resultiert aus Kapitalerhöhungen an verbundenen Unternehmen, aus der Vergabe von kurzfristigen Darlehen an verbundene Unternehmen sowie der Gründung zweier Tochtergesellschaften (GetMoss ES S.L. und GetMoss Capital Luxembourg S.à r.l.). Umlaufvermögen Vorräte Im Saldo in der Höhe von 142.245,98 EUR (Vorjahr: 20.576,46 EUR) sind größtenteils Vorräte für physische Kreditkarten sowie zugehöriges Verpackungsmaterial für den deutschen, niederländischen und britischen Kartenzahlungsverkehr reflektiert. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Der Betrag der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen beträgt 342.030,66 EUR (Vorjahr: 43.052,66 EUR). Der Großteil der offenen Forderungen resultiert aus der Abrechnungsperiode Dezember, welcher größtenteils im Januar des Folgejahres beglichen wurde (Begleichung offener Forderungen im Januar 2023 in der Höhe von 249.159,28 EUR). Der Betrag der Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen beträgt 54.785,22 EUR (Vorjahr: 435.534,80 EUR). In den Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen sind keine Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthalten. Die sonstigen Vermögensgegenstände in der Höhe von 12.270.966,16 EUR (Vorjahr: 6.182.103,40 EUR) setzen sich größtenteils aus für die Abwicklung des Kreditkartengeschäfts bei Drittpartnern hinterlegten Sicherheiten sowie weiteren Kautionen zusammen. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks Die Bilanzposition in der Höhe von 50.309.147,32 EUR (Vorjahr: 31.007.786,02 EUR) setzt sich aus zwei Arten von Vermögensgegenständen zusammen. Einerseits enthalten diese Sichteinlagen bei unterschiedlichen Kreditinstituten. Andererseits enthält diese Kreditsicherheiten, die bei einem Geschäftspartner hinterlegt wurden, um diesen vor etwaigen Ausfällen von Rückzahlungen für von Kunden getätigte Kreditkartenzahlungen abzusichern. Eigenkapital Das Stammkapital der Gesellschaft belief sich zum 01. Januar 2022 auf 57.027,00 EUR und wurde am 11. Januar 2022 um 10.604,00 EUR auf 67.631,00 EUR erhöht. In diesem Zusammenhang erfolgte eine Einzahlung in die Kapitalrücklage in der Höhe von 72.489.474,20 EUR (Vorjahr: 46.152.780,79 EUR), womit sich die Kapitalrücklage zum 31.12.2022 auf 127.756.694,74 EUR (Vorjahr: 55.267.220,54 EUR) belief. Bilanzgewinn/Bilanzverlust Der Bilanzverlust zum 31.12.2022 beträgt -60.875.686,01 EUR (Vorjahr: -18.757.352,86 EUR). Dieser resultiert aus dem Verlustvortrag aus den Vorjahren in der Höhe von -18.757.352,86 EUR (Vorjahr: - 5.583.392,67 EUR) sowie dem im laufenden Jahr entstandenen Jahresfehlbetrag in der Höhe von - 42.118.333,15 EUR (Vorjahr: -13.173.960,19 EUR). Rückstellungen Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen in der Höhe von 2.082.747,76 EUR (Vorjahr: 750.839,32 EUR) umfassen im Wesentlichen Rückstellungen für ausstehende Rechnungen sowie Personalaufwand. Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen Der Betrag der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beläuft sich auf 985.485,82 EUR (Vorjahr: 275.961,98 EUR). Der Saldo umfasst Verbindlichkeiten aus Verrechnungen von konzerninternen Liefer- und Leistungsbeziehungen. In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind keine Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen enthalten. Die Laufzeiten der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen belaufen sich auf weniger als ein Jahr. Sonstige Verbindlichkeiten Die sonstigen Verbindlichkeiten in der Höhe von 24.723.457,39 EUR (Vorjahr: 1.621.860,25 EUR) enthalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus Wandeldarlehen und Verbindlichkeiten gegenüber Personal, sozialer Sicherheit und Finanzamt. Von den 24.000.000 EUR Wandeldarlehen entfallen 6.963.141,77 EUR auf einen Gesellschafter. Die Laufzeiten der Wandeldarlehen betragen am Bilanzstichtag jeweils zwischen einem und zwei Jahren. Die Laufzeiten der restlichen sonstigen Verbindlichkeiten belaufen sich auf weniger als ein Jahr. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen:
Die Gesellschaft hat mit Zustimmung der Gesellschafterversammlung in Vorjahren ein virtuelles Anteilsprogramm für Mitarbeiter - VSOP - eingeführt, um ihren Beitrag zur Steigerung des Unternehmenswerts im Falle eines Exits zu honorieren. Das Entstehen von schuldrechtlichen Verpflichtungen der Gesellschaft gegenüber den VSOP-Berechtigten ist an künftige Ereignisse, die zum Bilanzstichtag weder rechtlich noch wirtschaftlich verursacht sind, geknüpft. Aufgrund der Bedingung, dass das Ausübungsrecht davon abhängt, dass es in der Zukunft zu einem Verkauf des Unternehmens oder einem Börsengang kommt, ist sowohl die Eintrittswahrscheinlichkeit als auch die Höhe einer potentiellen finanziellen Verpflichtung derart ungewiss, dass es zu keiner Rückstellungsbildung kommt. 1.5. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse des Geschäftsjahres betragen 9.617.961,77 EUR (Vorjahr: 1.628.623,81 EUR). Diese setzen sich einerseits aus der Erbringung von technischen Dienstleistungen und andererseits aus der Erbringung von Softwareleistungen ("Software as a Service - SaaS") zusammen. Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge des Geschäftsjahres betragen 124.775,96 EUR (Vorjahr: 56.248,45 EUR). Diese setzten sich u.a. aus Erträgen aus Wechselkursumrechnungen und verrechneten sonstigen Sachbezügen zusammen. Materialaufwand Der Materialaufwand des Geschäftsjahres beträgt 2.988.786,18 EUR (Vorjahr: 934.604,79 EUR). Dieser setzt sich insbesondere aus bezogenen Leistungen zusammen, welche für die Erbringung der Softwareleistungen bzw. technischen Dienstleistungen notwendig sind. Personalaufwand Der Personalaufwand des Geschäftsjahres beträgt 21.762.703,44 EUR (Vorjahr: 7.559.721,60 EUR). Abschreibungen Die Abschreibungen des Geschäftsjahres betragen 402.118,59 EUR (Vorjahr: 181.353,92 EUR) und setzen sich insbesondere aus planmäßigen und außerplanmäßigen Abschreibungen auf das Anlagevermögen zusammen. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen des Geschäftsjahres betragen 25.852.037,44 EUR (Vorjahr: 5.884.103,07 EUR) und setzen sich insbesondere aus Aufwendungen für externe Dienstleistungen, Marketing und Lizenzen zusammen. Zinsen und ähnliche Aufwendungen Die Zinsen und ähnliche Aufwendungen des Geschäftsjahres betragen 799.049,50 EUR (Vorjahr: 299.049,07 EUR). Aufwendungen aus Verlustübernahme Die Aufwendungen aus Verlustübernahme des Geschäftsjahres betragen 56.971,40 EUR (Vorjahr: 0,00 EUR) und resultieren aus der aus einem Gewinnabführungsvertrag stammenden Verlustübernahmeverpflichtung gegenüber der Tochtergesellschaft Moss GmbH. 1.6. Sonstige Angaben Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer betrug gemäß § 285 Nr. 7 HGB in Verbindung mit § 267 Abs. 5 HGB 298 (Vorjahr: 135) Mitarbeiter.
Namen der Geschäftsführer Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt (Herr Stephan Haslebacher ist mit 31. Oktober 2023 aus der Geschäftsführung ausgeschieden):
Gesamtbezüge der Geschäftsführer Die Gesamtbezüge der Geschäftsführer im laufenden Geschäftsjahr betrugen 600.000,00 EUR. Abschlussprüferhonorar Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar für Abschlussprüfungsleistungen gem. § 285 Nr. 17 HGB beträgt 53.000,00 EUR und entfällt ausschließlich auf Abschlussprüfungsleistungen. Haftungsverhältnisse Haftungsverhältnisse im Sinne des § 251 HGB lagen im Geschäftsjahr in der Höhe von 14.836.746,03 EUR (Vorjahr: 15.274.979,29 EUR) vor. Bei diesen handelt es sich um Haftungsverhältnisse aus der Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten, die gegenüber einem Drittpartner für die verschiedenen Kreditprodukte bestehen, die Kunden von diesem in Anspruch genommen haben sowie um weitere Haftungsverhältnisse für das Risiko aus fehlgeschlagenen Lastschrifteinzügen und etwaigen Rechtsberatungskosten. ErgebnisverwendungsvorschlagDie Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresfehlbetrag auf neue Rechnung vorzutragen. Angaben zu verbundenen Unternehmen Die Gesellschaft besitzt jeweils 100% der Anteile an folgenden Gesellschaften:
Unterschrift der Geschäftsführung
Berlin, 21.03.2024 Ante Spittler Anton Karl-Theodor Rummel Max Ferdinand Meyer ANLAGENSPIEGEL zum 31. Dezember 2022Nufin GmbH
2. Lagebericht2.1. Grundlagen der Gesellschaft Die Nufin GmbH (im folgenden "Nufin" oder "Gesellschaft") mit Sitz in Berlin hat sich auf das Geschäft der Herausgabe von Firmenkreditkarten mit intelligentem Ausgabenmanagement ("Spend Management") für die Digitalisierung der betrieblichen Finanzfunktion unter dem Markennamen Moss spezialisiert. Gegenstand der Geschäftstätigkeit der Nufin ist hierbei die Bereitstellung von Produkten und Dienstleistungen im Bereich der Digitalisierung und Automatisierung betrieblicher Prozesse im Rechnungswesen sowie die intelligente Integration von Firmenkreditkarten. Die Bereitstellung der Softwarelösung erfolgt auf Basis eines Nutzungsrechts ("Software as a Service - SaaS") unter der Marke "Moss". Kunden erhalten durch die Nutzung der Moss Software sowie Firmenkreditkarte u.a. folgende Vorteile: 1. Kreditbasierte Zahlungsinstrumente; 2. Prepaid Zahlungsinstrumente (oder Debitkarten); 3. Softwarelösungen, welche mit gängigen Buchhaltungssystemen (DATEV, SAP, Microsoft, NetSuite, Xero, Exact, etc.) sowie Bankkonten und anderen Zahlungsmitteln integriert werden können und ein komplettes Ausgabemanagement für Firmen und Mitarbeiterausgaben ermöglichen; 4. Online und papierlose Registrierung, welche Kunden erlaubt, innerhalb von Tagen das Produkt einzusetzen; 5. Volle Kontrolle und Transparenz über betriebliche Ausgaben aller verbundenen Zahlungsmittel und Kreditkartennutzung für alle zugewiesenen Nutzer. 2.2. Wirtschaftsbericht 2.2.1. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen 1 Im World Economic Outlook vom 30. Januar 2023 nimmt der Internationale Währungsfonds (IWF) an, dass die derzeitigen (makro-)ökonomischen Veränderungen die Weltwirtschaft weiterhin bremsen werden. Die globale Inflation stieg im Geschäftsjahr 2022 mit ca. 8,8 Prozent weiter erheblich an. Es wird auch erwartet, dass sie länger als ursprünglich prognostiziert auf erhöhtem Niveau bleibt. Grund dafür sind die anhaltenden Versorgungsengpässe und die anziehenden Energie- und Nahrungsmittelpreise. Der Inflationsdruck führte neben einer erheblichen Aufwertung des US-Dollars zu einer Straffung der geld- und finanzpolitischen Rahmenbedingungen. Zusätzliche Herausforderungen für die Weltwirtschaft sind unter anderem die weitere Erholung der privaten Konsumausgaben und Investitionen in den Immobilienmarkt in China, der Klimawandel, der angespannte Arbeitsmarkt in vielen Ländern sowie geopolitische Spannungen. Letztere betreffen etwa den Krieg in der Ukraine, die Neuausrichtung der Energieversorgung und die jüngste Verschlechterung der Beziehungen zwischen China und den USA, die den internationalen Handel und die politische Zusammenarbeit bedrohen. 2.3. Geschäftsverlauf Im Verlauf des Geschäftsjahres 2022 konnte die Gesellschaft eine deutliche Steigerung in allen relevanten Metriken verzeichnen. Bei einem starken Kundenwachstum in 2022 um mehr als das Zweieinhalbfache konnte das Annualized Total Processed Volume ("TPV") als der bedeutsamste finanzielle Leistungsindikator, also die Summe an verarbeitetem Volumen über die verschiedenen Spend-Kategorien (Kreditkarten, Rechnungen, Mitarbeiterauslagen) im gleichen Zeitraum auf 1.456.789.207 EUR und damit mehr als verneunfacht werden. Aus Sicht der Gesellschaft zeigt dies, dass immer mehr Kunden Lösungen im Bereich der Digitalisierung und Automatisierung innerhalb der Finance-Funktion schätzen. Im Geschäftsjahr 2022 erbrachte die Gesellschaft einige ihrer Leistungen, insbesondere in Bezug auf die Vergabe von Firmenkreditkarten, noch in Zusammenarbeit mit regulierten Drittpartnern im In- und Ausland. Ab dem Geschäftsjahr 2023 ist geplant, mehr und mehr regulierte Tätigkeiten durch die der BaFin-Aufsicht unterliegende Tochtergesellschaft, Moss GmbH, selbst auszuüben. Im Geschäftsjahr 2022 konnte das Produktportfolio sowohl horizontal (durch die Veröffentlichung neuer Produktmodule und die Erweiterung der Integrationsmöglichkeiten externer Softwarelösungen) als auch vertikal (durch die stetige Verbesserung bestehender Produktmodule) stark ausgebaut werden. Bei der Gesellschaft waren zum 31. Dezember 2022 unverändert vier Geschäftsführer tätig und 266 Mitarbeiter (Vorjahr: 169 Mitarbeiter) beschäftigt. Zum 31.12.2022 hielt die Nufin GmbH Beteiligungen an Tochtergesellschaften in Deutschland, Estland, Polen, Großbritannien, Niederlande, Spanien und Luxemburg. Der Jahresfehlbetrag ist gegenüber 2021 aufgrund der weiteren Internationalisierung, erhöhter Personalkosten und einem erhöhten Investitionsvolumen für Marketing stark gestiegen. 2.4. Lage des Unternehmens 2.4.1. Vermögens- und Finanzlage Die Bilanzsumme betrug zum Bilanzstichtag 95.233.374,98 EUR (Vorjahr: 40.021.685,49 EUR). Der Anstieg im Vergleich zum Vorjahr resultiert insbesondere aus der Barkapitalerhöhung im Rahmen einer durchgeführten Finanzierungsrunde in Höhe von insgesamt 72.489.474,20 EUR. Die Aktivseite setzt sich im Wesentlichen aus Anteilen an verbundenen Unternehmen i.H.v. 7.624.010,53 EUR (Vorjahr: 1.844.317,41 EUR), Ausleihungen an verbundene Unternehmen i.H.v. 23.565.787,10 EUR (Vorjahr: 0,00 EUR), sonstigen Vermögensgegenständen i.H.v. 12.270.966,16 EUR (Vorjahr: 6.182.103,40 EUR) sowie aus Sichteinlagen bei unterschiedlichen Kreditinstituten i.H.v. 50.309.147,32 EUR (Vorjahr: 31.007.786,02 EUR) zusammen. Die Sichteinlagen inkludieren ebenfalls Kreditsicherheiten bei Geschäftspartnern i.H.v. 14.392.000,00 EUR (Vorjahr: 15.274.979,29 EUR). Das bilanzielle Eigenkapital betrug am Bilanzstichtag 66.948.639,73 EUR (Vorjahr: 36.566.894,68 EUR). Die Veränderung gegenüber dem Vorjahr resultiert aus der Barkapitalerhöhung und der damit verbundenen Einzahlung in die Kapitalrücklage i.H.v. insgesamt 72.489.474,20 EUR aus der Series B Finanzierungsrunde, einem unterjährigen Rückkauf eigener Anteile, dem Jahresfehlbetrag i.H.v. -42.118.333,15 EUR und dem Verlustvertrag aus vorherigen Jahren i.H.v. -18.757.352,86 EUR. Die sonstigen Rückstellungen i.H.v. 2.082.747,76 EUR (Vorjahr: 750.839,32 EUR) beinhalten neben Rückstellungen für Urlaubsansprüche und Rückstellungen für Jahresabschlusskosten und -prüfung auch Rückstellungen für potenzielle Verluste aus betrügerischen Kartentransaktionen und Kreditausfällen, für die die Gesellschaft vertraglich bedingt aufkommt. Die Verbindlichkeiten betrugen am Bilanzstichtag 26.166.594,94 EUR (Vorjahr: 2.353.759,94 EUR). Diese setzten sich größtenteils aus Wandeldarlehen, die die Gesellschaft im Laufe des Jahres begeben hatte, sowie aus Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen und gegenüber Lieferanten im Rahmen des ordentlichen Geschäftsverkehrs zusammen. Im Geschäftsjahr 2022 war die Liquidität der Gesellschaft jederzeit sichergestellt, die Zahlungsfähigkeit war stets gewährleistet, u.a. vor dem Hintergrund der ausreichenden Guthaben bei Kreditinstituten. Die Gesellschaft tätigte im Geschäftsjahr Investitionen in Sachanlagevermögen i.H.v. 581.215,59 EUR (Vorjahr: 301.003,95 EUR). 2.4.2. Ertragslage Die Umsatzerlöse i.H.v. 9.617.961,77 EUR (Vorjahr: 1.628.623,81 EUR) setzen sich aus Erträgen im Zusammenhang mit der Erbringung von Dienstleistungen an den Emittenten der Moss Firmenkreditkarte, sowie aus Erträgen im Zusammenhang mit der Erbringung von SaaS-Leistungen an Kunden zusammen. Die deutliche Erhöhung der Umsatzerlöse resultiert aus einer Steigerung der Erträge aus der Erbringung von Dienstleistungen an den Karten-Emittenten sowie der Gewinnung neuer Kunden im SaaS-Geschäft. Ebenfalls konnten die Erträge mit bestehenden Kunden deutlich gesteigert werden, einerseits durch die Veröffentlichung neuer Produkt-Module, andererseits durch das Auslaufen initialer Preisnachlässe. Der Aufwand für bezogene Leistungen stieg von 918.740,79 EUR auf 2.937.414,20 EUR. Hier sind vor allem Ausgaben für die Erbringung der Dienstleistungen an den Emittenten der Moss Firmenkreditkarte sowie Aufwendungen für die Finanzierung der Firmenkreditkarte immanenten Zahlungsziele enthalten. Der Personalaufwand erhöhte sich aufgrund des Mitarbeiterwachstums von 7.559.721,60 EUR auf 21.762.703,44 EUR. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen insbesondere aufgrund erhöhter Marketingaufwendungen von 5.884.103,07 EUR auf 25.852.037,44 EUR. 2.4.3. Gesamteinschätzung Die Kapitalstruktur der Nufin ist solide und die Liquiditätssituation ist geordnet. Die Umsatzerlöse stiegen im Geschäftsjahr 2022 deutlich an. Die Geschäftsentwicklung ist vor dem Hintergrund des Umsatzwachstums und der Unterstützung durch die Anteilseigner mit einer Kapitalerhöhung insgesamt zufriedenstellend verlaufen.. Die gestiegenen Aufwendungen im Zusammenhang mit dem Ausbau der Technologieplattform sowie der Akquise neuer Kunden haben wie geplant zu einem negativen Geschäftsergebnis der Nufin geführt. Der Ausblick auf das nächste Geschäftsjahr ist durchweg positiv. Durch die Aufnahme und geplante Ausweitung des regulierten Geschäfts der Tochtergesellschaft Moss GmbH wird ab 2024 eine Verbesserung der Ertragslage erwartet. 2.4.4. Finanzielle Leistungsindikatoren Die finanzielle Steuerung der Gesellschaft erfolgt iterativ mit den Schritten Planung, Umsetzung, Analyse sowie Anpassung. Zentrale Steuerungsinstrumente sind hierbei unter anderem monatlich erstellte Reportings zur Gewinn- und Verlustrechnung, zur Bilanz und zum Cashflow sowie diverse Auswertungen zur Entwicklung der Anzahl der (Neu-)Kunden und der Nutzung der Kreditkarten. Die Steuerung erfolgt primär nach den finanziellen Leistungsindikatoren Umsatz und TPV. Daneben stellt der jährlich wiederkehrende Umsatz (Annual Recurring Revenue - ARR) einen weiteren finanziellen Leistungsindikator dar. 2.5. Risikobericht 2.5.1. Risikomanagementsystem Nufin hat entsprechend den Anforderungen aus dem laufenden Geschäft ein auf die Geschäftsstrategie abgestimmtes Risikomanagementsystem festgelegt und eine Risikomanagement-Funktion implementiert. Das Risikomanagementsystem der Nufin umfasst Maßnahmen zur Identifikation, Messung, Kontrolle und Mitigation der wesentlichen Risiken mit Hinblick auf das Geschäftsmodell. Sämtliche Unternehmensentscheidungen werden unter sorgfältiger Beachtung der Geschäftsstrategie und im Einklang mit dem Risikomanagementsystem getroffen. Wesentliche Komponenten des Risikomanagementsystems werden von der Geschäftsführung genehmigt, die deren Einhaltung und Umsetzung laufend sicherstellt und hierbei von der Risikomanagement-Funktion der Nufin unterstützt wird. Die Geschäftsführung überprüft mindestens einmal im Jahr die wesentlichen Risiko-Prozessbeschreibungen und Policies und nimmt gegebenenfalls Anpassungen vor. Zudem findet monatlich ein strukturiertes Risikoreporting an die Geschäftsführung statt, in dem ein aktueller Status mit Hinblick auf alle relevanten Risikoarten der Nufin berichtet und entsprechende Risiko-Mitigationsmaßnahmen beschlossen und deren Umsetzung kontrolliert werden. Daneben ist ein laufendes Risikoreporting zu risikorelevanten operativen Geschäftsvorfällen an die Geschäftsführung implementiert. 2.5.2. Wesentliche Risiken 2.5.2.1. Geschäftsrisiko Das Geschäftsrisiko bezeichnet das Risiko, dass die laufenden Aufwendungen nicht durch Erträge gedeckt werden können. Die Kosten stellen angesichts der Aufbauphase die relevanteste Messgröße in Bezug auf das Geschäftsrisiko dar. Daneben steht die Sicherstellung einer ausreichenden Eigenkapitalfinanzierung, um sicherzustellen, dass genügend Eigenkapital zur Abdeckung aller Risiken vorhanden ist. Das Geschäftsrisiko wird als ein wesentliches Risiko eingeschätzt. Das Ziel der Nufin ist es, das Geschäftsrisiko nachhaltig zu steuern. Dies wird zunächst durch einen iterativen Planungsprozess, sowohl auf Ebene der Ertragslage als auch auf Ebene der Vermögens- und Finanzlage realisiert. Darüber hinaus ermittelt die Nufin regelmäßig die Basis und Höhe ihrer laufenden Kosten im Verhältnis zu den vorhandenen Eigenmitteln, um sicherzustellen, dass alle finanziellen Zahlungsverpflichtungen jederzeit eingehalten werden können. Ein Geschäftsrisiko ist der Einfluss negativer Kapitalmarktentwicklungen wie zuletzt durch die Corona-Krise, den Überfall auf die Ukraine oder den raschen Anstieg der Inflation. So haben bedeutsame Kursverluste oder Verunsicherung der Anleger am Kapitalmarkt negative Auswirkung auf die Erträge der Gesellschaft, insbesondere da Kunden der Nufin durch rezessive Marktentwicklungen ihre betrieblichen Kosten reduzieren, was einen negativen Einfluss auf die Ertragslage der Nufin hat. 2.5.2.2. Operationelle Risiken Nufin definiert das operationelle Risiko als Gefahr von (finanziellen) Verlusten, die durch die Unangemessenheit oder das Versagen von internen (Kontroll-)Verfahren, Menschen und Systemen oder durch externe Ereignisse verursacht werden. Insgesamt sieht Nufin die operationellen Risiken als besonders bedeutsam und wesentlich an. Operationelle Risiken ergeben sich insbesondere aus der Tätigkeit in Bezug auf das Geschäft mit der Vermittlung und dem Servicing von Firmenkreditkarten und dem Betreiben der SaaS-Plattform für Firmenkunden. 2.5.2.3. Finanzielle Risiken Finanzielle Risiken in Bezug auf die Vermögenswerte der Nufin lassen sich im Wesentlichen in zwei Kategorien unterteilen: Finanzielle Risiken aus dem SaaS-Geschäft sowie aus dem Firmenkreditkartengeschäft. Im SaaS-Geschäft besteht bei einzelnen Forderungen gegenüber Kunden ein Ausfallrisiko, insbesondere, wenn Zahlungsmittel nicht gedeckt sind oder falsche Daten übermittelt werden. Durch Einschaltung eines externen Dienstleisters ist es der Nufin möglich, automatisiert monatlich die Nutzungsgebühr in Rechnung zu stellen und einzuziehen. Hierdurch verringert sich das Ausfallrisiko erheblich. Auf Einzelkundenbasis besteht hierbei ein erhöhtes Risiko, da Nufin bei relativ jungen Unternehmen, welche ggf. eine erhöhte Insolvenzwahrscheinlichkeit aufweisen können, eine starke Nutzung erfährt. Im Bereich des Geschäfts mit Firmenkreditkarten bestehen wesentliche Risiken einerseits in der Zusammenarbeit mit Drittpartnern und andererseits in Bezug auf die finanzielle Ausstattung der Kunden. Das Risiko in Bezug auf die Drittpartner besteht einerseits in der finanziellen Ausstattung der Drittpartner selbst und dem entsprechenden Risiko einer etwaigen Unterbrechung des operativen Geschäfts bei einer potenziellen Insolvenz der Partner. Andererseits besteht insoweit auch ein erhöhtes Risiko in Bezug auf eigene Vermögensgegenstände (Sicherheiten), die bei diesen Drittpartnern hinterlegt sind. Das Risiko in Bezug auf die Kunden besteht v.a. hinsichtlich der Rückzahlung von verauslagten Kreditkartenumsätzen (Kreditausfallrisiko), da die Nufin sich gegenüber dem Drittpartner verpflichtet hat, bei etwaigen Kreditausfällen delinquente Forderungen zurückzukaufen. Darüber hinaus besteht das potenzielle Risiko, dass Kunden Opfer von betrügerischen Attacken von Cyberkriminellen werden und sich dadurch für Nufin finanzielle Verpflichtungen gegenüber dem Emittenten der Kreditkarten ergeben. 2.5.3. Zusammenfassende Darstellung der Risikolage Nach Einschätzung der Geschäftsführung verfügt die Gesellschaft über angemessene Prozesse und Strukturen zur Risikosteuerung und Risikoüberwachung. Die mittelfristige Finanzierung der Gruppe ist aufgrund der zum Ende des Geschäftsjahres 2021 durchgeführten Series-B-Finanzierungsrunde und den damit verbundenen Einzahlungen in die Kapitalrücklage der Nufin gesichert. Zusammenfassend stehen die identifizierten Risiken einer nachhaltigen Entwicklung der Nufin bzw. der Moss Gruppe nicht entgegen. 2.6. Chancenbericht Für die weitere Entwicklung der Nufin bzw. der Moss Gruppe werden folgende Chancen als besonders relevant angesehen: Die fortschreitende Digitalisierung und die wachsende Nachfrage nach technologiebasierten Lösungen für die Digitalisierung der betrieblichen Finanzfunktion bieten Nufin die Chance, neue Kunden sowie Kundensegmente zu bedienen. Daneben ist die betriebliche Finanzfunktion im Vergleich zu anderen Funktionen innerhalb der Unternehmen noch nicht so stark digitalisiert, sodass intelligente Lösungen hier ein großes Wachstumspotenzial bieten. Durch die geplante Erbringung von lizenzpflichtigen Tätigkeiten durch die der regulatorischen Aufsicht unterliegende Tochtergesellschaft Moss GmbH, plant Nufin die eigene Wertschöpfungskette noch stärker zu kontrollieren und ihre Produkte, insbesondere im Bereich der Firmenkreditkarten, noch stärker an die Wünsche der Kunden anzupassen. Hieraus resultieren weitere Chancen für zukünftiges Wachstum. 2.7. Prognosebericht Der Jahresabschluss wurde unter der Annahme einer Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufgestellt. Eine wesentliche Unsicherheit besteht in Bezug auf die Prolongation der im Mai 2024 in Höhe von 24.000.000,- EUR fällig werdenden Wandeldarlehen, deren Rückzahlung von der Geschäftsleitung aufgrund fortgeschrittener Gespräche über eine Prolongation sowie des Vorhandenseins eines Rangrücktritts nicht erwartet wird. Dies stellt ein bestandsgefährdendes Risiko dar, wenn - entgegen den Erwartungen - die Prolongation der Wandeldarlehen nicht erfolgt. Für die weitere Entwicklung der Nufin sind sowohl externe als auch interne Einflussfaktoren maßgeblich. Nicht zu beeinflussende externe Einflussfaktoren sind die allgemeine Wirtschaftslage und insbesondere die Entwicklungen an den Finanzmärkten sowie der Leitzins. Eine solide allgemeine wirtschaftliche Situation unterstützt die Nufin dabei, Kunden für die angebotenen Dienstleistungen zu gewinnen, insbesondere die erhöhte Nutzung der Firmenkreditkarten. Die Entwicklung des Leitzinses hat direkten Einfluss auf das Ausgabeverhalten der Kunden und somit direkten Einfluss auf die Ertragslage der Nufin. Zu den internen Einflussfaktoren für die weitere Geschäftsentwicklung gehören insbesondere die vorhandene Stabilität im Personalbestand und der weitere Ausbau des Produkt- bzw. Dienstleistungsportfolios. Die Gesellschaft ist operationell (alle Mitarbeiter können von Zuhause arbeiten) und finanziell (Eigenkapital- Finanzierung der Gesellschaft) adäquat für weitere etwaige Krisen ausgestattet. Das Annualized Total Processing Volume belief sich am Bilanzstichtag auf 1.456.789.207 EUR. Im Jahr 2023 kam es zu einem Anstieg von über 90%. Für 2024 wird ein starkes Wachstum um mehr als 200% erwartet. Der Annual Recurring Revenue ist in 2023 über 70% gestiegen. Für 2024 wird mit einem weiteren Anstieg um mehr als 90% gerechnet. Vor diesem Hintergrund konnte Nufin in 2023 sämtliche relevante Kennzahlen deutlich steigern und erwartet auch für das Geschäftsjahr 2024 einen deutlichen Anstieg aller finanziellen und nichtfinanziellen Leistungsindikatoren. Aufgrund der damit einhergehenden weiterhin hohen Kostenbasis sowie der Geschäftsaufnahme der lizenzierten Tätigkeiten durch die der Aufsicht unterliegenden Tochtergesellschaft Moss GmbH wurde planmäßig für 2023 mit einem leicht sinkenden Jahresfehlbetrag gegenüber 2022 gerechnet. Für 2024 wird erneut mit einem sinkenden Jahresfehlbetrag im Vergleich zu 2023 gerechnet.
21.03.2024 BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Nufin GmbH, Berlin PRÜFUNGSURTEILE Wir haben den Jahresabschluss der Nufin GmbH, Berlin - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Nufin GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. GRUNDLAGE FÜR DIE PRÜFUNGSURTEILE Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. WESENTLICHE UNSICHERHEIT IM ZUSAMMENHANG MIT DER FORTFÜHRUNG DER UNTERNEHMENSTÄTIGKEIT Wir verweisen auf die Ausführungen im Abschnitt "Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze" des Anhangs sowie im Abschnitt "2.7. Prognosebericht" des Lageberichts, in denen die gesetzlichen Vertreter beschreiben, dass eine wesentliche Unsicherheit in Bezug auf die Prolongation der im Mai 2024 in Höhe von EUR 24.000.000,00 fällig werdenden Wandeldarlehen, deren Rückzahlung von der Geschäftsleitung aufgrund fortgeschrittener Gespräche über eine Prolongation sowie des Vorhandenseins eines Rangrücktritts nicht erwartet wird, besteht. Wie im Abschnitt "Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze" des Anhangs sowie im Abschnitt "2.7. Prognosebericht" des Lageberichts dargelegt, zeigen diese Ereignisse und Gegebenheiten, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und die ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellt. Unsere Prüfungsurteile sind bezüglich dieses Sachverhalts nicht modifiziert. HINWEIS AUF EINEN SONSTIGEN SACHVERHALT (UNGEPRÜFTER VORJAHRESABSCHLUSS) Der von den gesetzlichen Vertretern der Gesellschaft aufgestellte Jahresabschluss - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2021 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - und Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 wurden nicht durch einen Abschlussprüfer geprüft. Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht sind diesbezüglich nicht modifiziert. VERANTWORTUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER FÜR DEN JAHRESABSCHLUSS UND DEN LAGEBERICHT Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Berlin, 25. März 2024 BDO
AG
Streicher, Wirtschaftsprüferin Brandt, Wirtschaftsprüfer |
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