TARGO Solutions Investment GmbHLiquidiert

40547 Düsseldorf, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Düsseldorf HRB 63514
Vorher
GE Capital Solutions Investment GmbH
Eingetragen
18.4.2006
Branche
Vermietung von Büromaschinen, Datenverarbeitungsgeräten und -einrichtungenVermietung von sonstigen Maschinen, Geräten und beweglichen Sachen a. n. g.Vermietung von Baumaschinen und -geräten
Gegenstand
Der Abschluss und die Abwicklung von Mietgeschäften über Maschinen, maschinelle Anlagen und technische Ausrüstungen für gewerbliche Betriebe.

Historie

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Management

NameRolle
Markus Robert Häring
seit 26.8.2016
Geschäftsführer
Elmar Wilhelm Lukas
seit 18.8.2015
Geschäftsführer
Daniel Eschbach
seit 11.2.2014
Prokura
Alexander Riess
seit 14.6.2012
Geschäftsführer
Burkhard Reitermann
seit 23.8.2011
Geschäftsführer
Paul Meschig
seit 7.6.2010
Prokura

Konzern- und Jahresabschlüsse

GE Capital Solutions Investment GmbH

Düsseldorf

Jahresabschluss zum 31. Dezember 2014

Bilanz zum 31. Dezember 2014

Aktiva

31.12.2014
Euro
31.12.2013
Euro
1. Forderungen an Kunden     72.375.011,51 20.486.120,14
darunter: an Finanzdienstleistungsinstitute EUR 0,00 (i.Vj. EUR 0,00)        
2. Leasingvermögen     6.792.565,70 10.382.492,79
3. Sonstige Vermögensgegenstände     1.369.142,43 379.480,63
      80.536.719,64 31.248.093,56

Passiva

       
  Euro Euro 31.12.2014
Euro
31.12.2013
Euro
1. Verbindlichkeiten gegegenüber Kreditinstituten        
täglich fällig     0,00 1.399,08
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden     64.355.166,03 24.437.624,49
darunter: gegenüber Finanzdienstleistungsinstituten EUR 0,00 (i.Vj. EUR 0,00)        
3. Sonstige Verbindlichkeiten     0,00 167.713,44
4. Rechnungsabgrenzungsposten     1.679,11 4.467,04
5. Rückstellungen        
a) Steuerrückstellungen   86.475,05   156.373,12
b) andere Rückstellungen   139.419,01 225.894,06 159.119,20
6. Eigenkapital        
a) Eingefordertes Kapital        
Gezeichnetes Kapital 25.000,00     25.000,00
abzüglich nicht eingeforderter ausstehender Einlagen 0,00 25.000,00   0,00
b) Kapitalrücklage   19.953.061,32   9.953.061,32
c) Bilanzverlust   -4.024.080,88 15.953.980,44 -3.656.664,13
      80.536.719,64 31.248.093,56

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2014

Euro 2014
Euro
2013
Euro
1. Leasingerträge 4.639.972,92   5.350.54152
2. Leasingaufwendungen -1.884.171,78 2.755.801,14 -1.406.417,89
3. Zinserträge aus Kredit- und Geldmarktgeschäften 1.823.428,87   91.933,85
4. Zinsaufwendungen -1.007.971,36 815.45751 -82.062,23
5. Sonstige betriebliche Erträge   1.148.558,46 78.997,94
6. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen      
andere Verwaltungsaufwendungen   -1.544.289,75 -719.522,17
7. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Leasingvermögen   -2.371.328,40 -3.141.299,56
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen   -174.169,42 0,00
9. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft   -1.013.579,36 -173.471,09
10. Erträge aus Zuschreibungen zu Forderungen und bestimmten Wertpapieren sowie aus der Auflösung von Rückstellungen im Kreditgeschäft   13.875,80 41.912,14
11. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit   -369.674,02 40.612,51
12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag   2.257,27 -4.444,07
13. Jahresfehlbetrag (i. Vj. Jahresüberschuss)   -367.416,75 36.168,44
14. Verlustvortrag aus dem Vorjahr   -3.656.664,13 -3.692.832,57
15. Bilanzverlust   -4.024.080,88 -3.656.664,13

Anhang für das Geschäftsjahr 2014

1. Allgemeine Angaben

Die GE Capital Solutions Investment GmbH (im Folgenden auch kurz Gesellschaft) ist ein Finanzdienstleistungsinstitut nach § 1 Abs. la KWG.

Der Jahresabschluss der GE Capital Solutions Investment GmbH zum 31. Dezember 2014 sowie der Lagebericht sind nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches unter Beachtung der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute (RechKredV) und der einschlägigen Regelungen des GmbH-Gesetzes aufgestellt.

Der Jahresabschluss der GE Capital Solutions Investment GmbH wird in den Konzernabschluss der General Electric Company, Fairfield, Connecticut 06431, U.S.A., einbezogen. Der Konzernabschluss ist dort erhältlich.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die Forderungen an Kunden (ohne Mietkaufforderungen und angekaufte Forderungen aus Leasingverträgen) werden zum Nennwert angesetzt. Die in den Forderungen an Kunden enthaltenen Mietkaufforderungen und angekaufte Forderungen aus Leasingverträgen werden zum Barwert bilanziert. Einzelrisiken wurde durch die Bildung von Wertberichtigungen Rechnung getragen. Für latente Risiken im Forderungsbestand bestehen Pauschalwertberichtigungen.

Für latente Risiken im Forderungsbestand aus dem Leasing- und Mietkaufgeschäft wird in Anlehnung an die Methodik des BMF-Schreibens vom 10. Januar 1994 auf Basis historischer Ausfallraten eine Pauschalwertberichtigung gebildet. Die Wertberichtigung wurde aktivisch abgesetzt.

Das Leasingvermögen wird zu Anschaffungskosten aktiviert und über die Vertragslaufzeit der zu Grunde liegenden Leasingverträge planmäßig linear auf den kalkulierten Restwert abgeschrieben. Bei Mietverlängerungen erfolgt die Abschreibung über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer. Auf Objekte aus leistungsgestörten Leasingverträgen werden außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen.

Das Aktivierungswahlrecht gemäß § 248 Abs. 2 HGB wurde dahingehend ausgeübt, dass selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens nicht aktiviert werden.

Passive latente Steuern werden mit aktiven latenten Steuern verrechnet. Über den Saldierungsbereich hinausgehende aktive Steuerlatenzen werden in Ausübung des Wahlrechts des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht aktiviert.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden und die sonstigen Verbindlichkeiten sind mit ihren Erfüllungsbeträgen passiviert.

Die Steuerrückstellungen sowie die anderen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken sowie ungewisse Verbindlichkeiten und wurden in Höhe ihres voraussichtlichen Erfüllungsbetrages gebildet. Sofern andere Rückstellungen mit einer Restlaufzeit größer 1 Jahr vorlagen, wurden diese ihrer Restlaufzeit entsprechend mit dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzins der vergangenen sieben Jahre abgezinst.

Die GE Capital Solutions Investment GmbH verwendet zur verlustfreien Bewertung von zinsbezogenen Geschäften des Bankbuchs die periodische (GuV-orientierte) Betrachtungsweise. Die in die Kalkulation einbezogenen Werte wurden auf der Grundlage der aktuellen Zinsstrukturkurve bewertet. Die diskontierten Periodenergebnisse des Bankbuchs weisen zum Bilanzstichtag, unter Berücksichtigung der zukünftigen Zinserträge sowie Leistungsverpflichtungen (u.a. erwarteter zukünftiger Zinsaufwand, Verwaltungskosten und erwartete Risikokosten), einen positiven Saldo auf. Die Bildung einer Drohverlustrückstellung gemäß § 340a HGB i.V.m. § 249 Abs. 1 Satz 1 Alt. 2 HGB war nicht erforderlich.

Die Währungsumrechnung wird entsprechend § 256a HGB vorgenommen. Die Umrechnung erfolgt zum Stichtagskurs, der zum 31. Dezember 2014 wie folgt lautete: GBP pro EURO 0,7939. Aufwendungen und Erträge in fremder Währung werden zum jeweiligen Konzern-Transaktionskurs umgerechnet. Vermögensgegenstände, die auf Fremdwährung lauten, bestehen zum Bilanzstichtag in Höhe von TEUR 62 (Vorjahr TEUR 16).

3. Erläuterungen zu einzelnen Posten des Jahresabschlusses der GE Capital Solutions Investment GmbH

Forderungen an Kunden

Unter den Forderungen an Kunden sind in Höhe von TEUR 72.292 (Vorjahr TEUR 18.573) angekaufte Forderungen aus Leasingverträgen, mit TEUR 1.116 (Vorjahr TEUR 1.914) Forderungen aus Mietkaufverträgen sowie mit TEUR 60 (Vorjahr TEUR 244) offene Leasingforderungen enthalten.

Die Forderungsankäufe beinhalten das Ankaufsgeschäft mit Programmpartnern, welches den Erwerb von Forderungen aus Leasingverträgen vorsieht.

Die Fristengliederung nach Restlaufzeiten der Netto-Forderungen an Kunden stellt sich wie folgt dar:

31.12.2014
TEUR
31.12.2013
TEUR
Gesamtbetrag 72.375 20.486
-bis 3 Monate 8.182 1.227
-mehr als 3 Monate bis 1 Jahr 21.042 3.665
-mehr als 1 Jahr bis 5 Jahre 42.507 15.550
-mehr als 5 Jahre 644 44

Die Forderungen an Kunden enthalten keine Forderungen mit unbestimmter Laufzeit.

Leasingvermögen

Die Entwicklung des Leasingvermögens für den Zeitraum 1. Januar 2014 bis 31. Dezember 2014 ist in nachfolgendem Anlagenspiegel dargestellt.

1.1.2014
TEUR
Zugang
TEUR
Abgang
TEUR
31.12.2014
TEUR
Anschaffungskosten 19.406 313 6.939 12.780
Abschreibungen 9.024 2.371 5.407 5.988
Buchwerte 10.382     6.793

Im Geschäftsjahr wurden außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe TEUR 0 (Vorjahr TEUR 3) auf das Leasingvermögen vorgenommen.

Sonstige Vermögensgegenstände

Die sonstigen Vermögensgegenstände entfallen im Wesentlichen mit TEUR 1.189 auf Erstattungsansprüche aus Umsatzsteuerzahlungen gegenüber dem Finanzamt für die Jahre 2005 bis 2008 sowie mit TEUR 62 (Vorjahr TEUR 23) auf Forderungen gegenüber der GE Capital EMEA Services Limited, London/Großbritannien aus der Erstattung von Kostenumlagen für das Jahr 2014.

Latente Steuern

Latente Steuern werden für zeitliche, sich in der Zukunft voraussichtlich umkehrende Differenzen zwischen den handels- und steuerrechtlichen Bilanzansätzen gebildet, soweit dies nach § 274 HGB zulässig ist. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt auf Basis des Ertragssteuersatzes von aktuell 31,23 %, der die Körperschaftsteuer, Gewerbesteuer und den Solidaritätszuschlag umfasst. Es bestehen steuerpflichtige temporäre Differenzen, die zu aktiven latenten Steuern in Höhe von TEUR 165 (Vorjahr passive latente Steuern von TEUR 1) führen. Von dem Wahlrecht zum Ansatz des aktiven latenten Steuerüberhangs aufgrund sich ergebender Steuerentlastungen nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB wird kein Gebrauch gemacht.

Verbindlichkeiten gegenüber Kunden

In den Verbindlichkeiten gegenüber Kunden werden mit TEUR 52.063 (Vorjahr TEUR 0) Verbindlichkeiten aus einem Darlehensvertrag mit der GE Capital Finance III GmbH & Co. KG, Shannon/Irland, mit TEUR 11.345 (Vorjahr TEUR 7.778) Verbindlichkeiten aus dem Cash-Pool mit der GE Capital European Treasury Services Ireland, Shannon/Irland, mit TEUR 924 (Vorjahr TEUR 15) kreditorische Debitoren sowie mit TEUR 23 (Vorjahr TEUR 224) Verbindlichkeiten aus Weiterleitungsverpflichtungen von Mietverlängerungserlösen ausgewiesen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden sind mit TEUR 12.292 (Vorjahr TEUR 8.016) täglich fällig.

Die Fristigkeiten der Verbindlichkeiten gegenüber Kunden mit vereinbarter Laufzeit setzen sich wie folgt zusammen:

31.12.2014
TEUR
31.12.2013
TEUR
Gesamtbetrag 52.063 16.422
-bis 3 Monate 7.163 51
-mehr als 3 Monate bis 1 Jahr 17.100 0
-mehr als 1 Jahr bis 5 Jahre 27.800 16.371
-mehr als 5 Jahre 0 0

Andere Rückstellungen

Die anderen Rückstellungen entfallen im Wesentlichen auf Rückstellungen aus Weiterleitungsverpflichtungen von Mietverlängerungserlösen in Höhe von TEUR 78 (Vorjahr TEUR 97) sowie auf Rückstellungen für Prüfungs- und Beratungskosten in Höhe von TEUR 49 (Vorjahr TEUR 49).

Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital der GE Capital Solutions Investment GmbH beträgt EUR 25.000. Sie ist eine 100 % Tochter der GE Capital International Holdings Corporation, Stamford, U.S.A. Die Kapitalrücklage beträgt nach einer in 2014 erfolgten Kapitalerhöhung gegen Bareinlage in Höhe von EUR 10.000.000 insgesamt EUR 19.953.061,32.

Angaben zu verbundenen Unternehmen

Innerhalb der Forderungen an Kunden sind unverändert keine Beträge gegen verbundene Unternehmen enthalten. Innerhalb der sonstigen Vermögensgegenstände werden folgende Forderungen gegen verbundene Unternehmen ausgewiesen:

31.12.2014
TEUR
31.12.2013
TEUR
Sonstige Vermögensgegenstände 180 23

Von den Verbindlichkeiten gegenüber Kunden entfallen folgende Verbindlichkeiten auf verbundene Unternehmen:

31.12.2014
TEUR
31.12.2013
TEUR
gegenüber Kunden 63.408 24.199

Innerhalb der sonstigen Verbindlichkeiten sind keine Beträge gegen verbundene Unternehmen enthalten.

Leasingerträge

Die Gesellschaft schließt ausschließlich Leasingverträge über Mobilien im Inland ab. Unter den Leasingerträgen in Höhe von TEUR 4.640 (Vorjahr TEUR 5.351) werden die Erträge aus dem Abschluss und aus der Abwicklung von Leasingverträgen über Mobilien im Inland ausgewiesen. Die ausgewiesenen Leasingerträge resultieren im Wesentlichen aus laufenden Mieten (einschließlich der Auflösung der passiven Rechnungsabgrenzung aus Forderungsverkäufen), sowie Erlösen aus Wartungsleistungen und Verwertungserlösen.

Leasingaufwendungen

Der Posten Leasingaufwendungen beinhaltet im Wesentlichen Aufwendungen für Anlagenabgänge in Höhe von TEUR 1.532 (Vorjahr TEUR 608) sowie Aufwendungen für Wartungsgebühren in Höhe von TEUR 351 (Vorjahr TEUR 797).

Zinserträge

Die Zinserträge resultieren im Wesentlichen mit TEUR 1.445 (Vorjahr TEUR 43) aus Forderungsankäufen, mit TEUR 299 (Vorjahr TEUR 0) aus Erträgen gemäß § 233 AO auf Umsatzsteuer für die Jahre 2005 bis 2008 gegenüber dem Finanzamt sowie mit TEUR 47 (Vorjahr TEUR 46) aus Mietkaufzinsen.

Zinsaufwendungen

Die Zinsaufwendungen resultieren im Wesentlichen aus der konzerninternen Refinanzierung des Leasing- und Forderungsankaufsgeschäftes (TEUR 995, Vorjahr TEUR 82).

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten im Wesentlichen mit TEUR 1.134 (Vorjahr TEUR 0) Ansprüche aus Umsatzsteuererstattungen durch das Finanzamt für die Jahre 2005 bis 2008, mit TEUR 7 (Vorjahr TEUR 15) periodenfremde Erträge aus Schadensersatzleistungen sowie mit TEUR 6 (Vorjahr TEUR 4) Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten mit TEUR 174 (Vorjahr TEUR 0) Verpflichtungen gegenüber dem Finanzamt aus Umsatzsteuer für das Jahr 2009.

Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft

Die Position enthält mit TEUR 555 (Vorjahr TEUR 121) Zuführungen zur Pauschalwertberichtigung. Diese wird für latente Ausfallrisiken auf nicht einzelwertberichtigte Forderungen aus dem Leasing- und Mietkaufgeschäft sowie angekaufte Forderungen aus Leasingverträgen gebildet. Die Pauschalwertberichtigung wird in methodischer Anlehnung an das BMF Schreiben vom 10. Januar 1994 ermittelt. Vor dem Hintergrund der fehlenden Ausfallhistorie für das in 2013 neu hinzugekommenen Portfolio angekaufter Forderungen aus von Dritten abgeschlossenen Leasingverträgen hat die GE Capital Solutions Investment GmbH in Bezug auf die Ausallwahrscheinlichkeit auf historische Daten einer Schwestergesellschaft zurückgegriffen.

4. Angaben gemäß § 285 Nr. 3 HGB

Die Gesellschaft verfügt über kein eigenes Personal und hat die Abwicklung der Geschäftsaktivität sowie Entwicklung, Betrieb und Berechtigungsadministration wesentlicher IT-System ausgelagert. Die Vergütung wird in Abhängigkeit der Kosten des Geschäftsbesorgers unter Berücksichtigung eines Aufschlages ermittelt und an die Gesellschaft belastet. Insgesamt sind für diese Dienstleistungen für das Geschäftsjahr 2014 TEUR 1.346 (Vorjahr TEUR 626) angefallen. Die Gesellschaft geht davon aus, dass die Umlagen aufgrund einer geplanten Steigerung des Geschäftsvolumens in den Folgejahren höher ausfallen werden als im aktuellen Geschäftsjahr.

5. Angaben über das Abschlussprüferhonorar

Das an den Abschlussprüfer für die Prüfung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr 2014 zu leistende Gesamthonorar beträgt TEUR 49 (Vorjahr: TEUR 49). Andere Bestätigungsleistungen, Steuerberatungsleistungen und sonstige Leistungen wurden gegenüber der Gesellschaft durch den Abschlussprüfer nicht erbracht.

6. Sonstige Angaben

Unwiderrufliche Kreditzusagen

Die unwiderruflichen Kreditzusagen resultieren aus mit Kunden geschlossenen Ankaufsvereinbarungen.

Mitarbeiter

Die GE Capital Solutions GmbH beschäftigte im Geschäftsjahr 2014 keine Mitarbeiter.

Die Geschäftsführung wurde im Geschäftsjahr und im Folgejahr bis zum Zeitpunkt der Aufstellung dieses Jahresabschlusses durch folgende Personen ausgeübt:

Jürgen Janz, Commercial Leader Equipment Finance, Ludwigshafen (bis 21. Februar 2014); Burkhard Reitermann, Chief Risk Officer der GE Capital Germany, Frankfurt/Main;

Alexander Riess, Chief Operating Officer der GE Capital Germany, Bodenheim.

Die gesetzlichen Vertreter erhielten im Geschäftsjahr keine Bezüge von der Gesellschaft.

 

Düsseldorf, 29. Mai 2015

GE Capital Solutions Investment GmbH

Burkhard Reitermann

Alexander Riess

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2014

1. Grundlagen des Finanzdienstleistungsinstituts

Geschäftsmodell des Finanzdienstleistungsinstituts

Die GE Capital Solutions Investment GmbH (im Folgenden auch kurz Gesellschaft) gehört zum Segment "GE Capital" der General Electric Company, Fairfield, Connecticut, USA, und betreibt das Mobilien-Leasinggeschäft in Deutschland. Unter der Marke GE Capital begleiten wir mit einem engen Netzwerk von Schwestergesellschaften unsere Kunden in einem globalen Markt.

Die Geschäfte der Gesellschaft werden durch die Geschäftsbesorgerin GE Capital Leasing GmbH geführt, die ebenfalls ein Finanzdienstleistungsinstitut nach § 1 Abs. la KWG ist

Kerngeschäft sind seit dem dritten Quartal 2013 Refinanzierungsprogramme mit diversen bestehenden Partnern der GE Capital Germany Gruppe, welche den Ankauf von Leasingobjekten und Leasingforderungen (inklusive Mietkaufforderungen) vorsehen.

Die Gesellschaft verwendet zu internen Steuerungszwecken als finanziellen Leistungsindikator das risiko-adjustierte Volumen des Ankaufsgeschäfts bzw. der Refinanzierungsprogramme mit den Programmpartnern. Als weiterer finanzieller Leistungsindikator wird das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit herangezogen.

2. Wirtschaftsbericht

2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

In 2014 ist die Weltwirtschaft Prognosen zufolge um 3,3 % gewachsen, was hauptsächlich auf das überdurchschnittliche Wachstum in China und einer Erholung der amerikanischen Wirtschaft zurückzuführen ist.

Im Vergleich zum Vorjahr hat sich das Wirtschaftswachstum im Euro-Raum positiv entwickelt Wurde in 2013 noch ein negatives Wachstum i.H.v. -0,4 % verzeichnet, konnte in 2014 ein positives Wachstum i.H.v. +0,8 % erreicht werden. Im Vergleich zu den USA (+2,2 %) und anderen Industrienationen fällt dieses Wachstum jedoch geringer aus.

Die deutsche Wirtschaft konnte in 2014 ihr Wachstum gegenüber 2013 signifikant steigern. Das Bruttoinlandsprodukt wuchs in 2014 um +1,6 % (2013: +0,1 %), was überwiegend auf einen robusten Arbeitsmarkt und Konsumausgaben auf hohem Niveau zurückzuführen ist Das Wachstum des Bruttoinlandsprodukts in 2014 setzt sich aus einer unterschiedlichen Entwicklung je Quartal zusammen. Während das 1. Quartal witterungsbedingt noch ein relativ hohes Wachstum in Höhe von ca. 0,8 % auswies, war im 2. Quartal ein negatives Wachstum i.H.v. -0,1 % zu verzeichnen. Haupttreiber für diese Entwicklung war eine Produktionsverschiebung aufgrund des milden Winters sowie eine schwache Entwicklung im Euroraum. Das 3. und 4. Quartal wiesen wieder positive Wachstumstendenzen bedingt durch positive Impulse vom Arbeitsmarkt, den Konsumausgaben und dem Außenhandel auf.

Die Inflationsrate in Deutschland lag in 2014 bei 0,9 % und ist damit im Vorjahresvergleich um 0,6 % gesunken.

Branchenbezogene Rahmenbedingungen

Im Vergleich zu 2013 hat die deutsche Leasing-Wirtschaft ein überdurchschnittliches Wachstum in Höhe von 6 % beim Mobilienleasing erzielt Während in 2013 noch EUR 45,9 Mrd. an Ausrüstungsinvestitionen über Leasing finanziert wurden, waren es in 2014 EUR 48,7 Mrd.

Das Wachstum zog sich durch fast alle Objektgruppen. Das traditionell größte Objektsegment "Fahrzeuge" verzeichnete ein Wachstum i.H.v. 7,2 %, das hauptsächlich durch das Nutzfahrzeug-Geschäft getrieben wurde. Auch das zweitgrößte Segment "Maschinen" konnte ein Wachstum i.H.v. 6,1 % aufweisen. Lediglich das Objektsegment "IT-Equipment" verzeichnete einen Rückgang i.H.v. 11,8 %. Einerseits halten sich Unternehmen in unsicheren Zeiten erfahrungsgemäß mit IT­Investitionen zurück und andererseits ist dieses Objektsegment in 2013 mit einem Wachstum i.H.v. 7 % überproportional gewachsen.

Die in 2014 generierten EUR 48,7 Mrd. Neugeschäft werden von den verschiedenen marktteilnehmenden Leasinggesellschaften auf unterschiedliche Art und Weise refinanziert. Zu den am meist verwendeten Refinanzierungsarten gehören u.a. direkte Darlehen von Banken, Forfaitierungen, Refinanzierungsprogramme, welche den Verkauf von Leasingobjekten oder gar gesamten Verträgen vorsehen, ABS/ABCP Programme oder die Finanzierung durch Eigenmittel. Die GE Capital Solutions Investment GmbH hat sich primär auf das Ankaufsgeschäft bzw. auf Refinanzierungsprogramme mit Programmpartnern, welche den Erwerb von Leasingobjekten und Leasingforderungen vorsehen, fokussiert.

1 Quelle: Bundesverband Deutscher Leasing-Unternehmen (BDL).

Im Rahmen der Entwicklungen des deutschen Finanzierungsmarktes, insbesondere den Auswirkungen von Basel III auf die Eigenkapitalanforderungen der Banken und dem damit verbundenen eingeschränkten Anreiz, Leasinggesellschaften im Forderungsankaufsgeschäft zu refinanzieren, bieten die verschiedenen Refinanzierungsarten eine attraktive Basis für ein kontinuierliches Neugeschäftswachstum.

2.2 Geschäftsverlauf

Im Vergleich zu 2013 ist das risiko-adjustierte Neugeschäftsvolumen in 2014 deutlich um EUR 47,4 Mio. auf EUR 71,9 Mio. gestiegen (2013: EUR 24,5 Mio.). Das risiko-adjustierte Neugeschäftsvolumen berücksichtigt hierbei eine sicherheitsorientierte Vergabepraxis sowie ein risikoadäquates Pricing. Haupttreiber für diese Erhöhung war das Ankaufsgeschäft bzw. die Refinanzierungsprogramme mit bestehenden Partnern der GE Capital Germany Gruppe, welche (s) mit EUR 71,7 Mio. zum Anstieg beitrug. Für 2014 wurde ursprünglich mit einem Neugeschäft in Höhe von ca. EUR 56 Mio. gerechnet. Das tatsächlich erreichte deutlich höhere Neugeschäftsvolumen ist im Wesentlichen auf ein Großgeschäft über EUR 23 Mio. zurückzuführen, welches im Januar 2014 abgeschlossen werden konnte.

Das restliche Neugeschäftsvolumen entfällt auf Geschäfte mit dem Partner MAN Financial Services GmbH (MFI). Bei der Planung für das Geschäftsjahr 2014 wurde hier mit einem Neugeschäftsvolumen von ca. EUR 1 Mio. gerechnet. Tatsächlich entwickelte sich das Neugeschäftsvolumen mit EUR 0,3 Mio. schwächer als erwartet Ursächlich hierfür waren einzelfallbezogene Entscheidungen, Neugeschäft mit MFI nur im Falle einer ausreichenden Profitabilität bzw. eines angemessenen Risk/Return Profils zu generieren.

2.2.1 Neugeschäft 2014 Investitions- und Absatzfinanzierung nach Objekten

Aus Objektsicht stellen weiterhin PCs inkl. Software sowie Hardware mit EUR 43,7 Mio. bzw. 60,8 % (2013: EUR 14,3 Mio. bzw. 58,3 %) den größten Anteil am risiko-adjustierten Neugeschäftsvolumen 2014 dar. Den zweitgrößten Anteil am Neugeschäftsvolumen 2014 mit 14,4 % stellten erstmals die Güter des verarbeitenden Gewerbes mit EUR 10,3 Mio. dar. An dritter Stelle befindet sich mit EUR 5,7 Mio. (8,0 %) das ebenfalls neue Segment "Bau". Büro- und Ladeeinrichtungen folgen mit einem Anteil von 6,8 % (EUR 4,9 Mio., 2013: EUR 2,8 Mio. bzw. 11,4 %). Das Neugeschäft im Bereich

Nutzfahrzeuge belief sich im Geschäftsjahr auf EUR 2,9 Mio. bzw. 4,1 % (2013: EUR 6,6 Mio. bzw. 26,8 %). Die "Sonstigen" (bspw. Telefonanlagen, Büromöbel, Kopierer) trugen mit EUR 4,3 Mio. (6,0 %) zum Neugeschäft bei (2013: EUR 0,8 Mio. bzw. 3,4 %).

2.2.2. Neugeschäft 2014 Investitions- und Absatzfinanzierung nach Branchen

Die Kundenstruktur des risiko-adjustierten Neugeschäftsvolumens 2014 setzt sich aus insgesamt acht Bereichen zusammen.

Während der Bereich "Dienstleistung" 2013 noch den größten Anteil i.H.v. 35,1 % mit EUR 8,6 Mio. ausmachte, ist dieser Anteil in 2014 auf 5,1 % respektive EUR 3,7 Mio. gesunken. Den größten Anteil am Neugeschäftsvolumen 2014 mit 33,4 % repräsentiert der Bereich "Telekommunikation" (EUR 23,9 Mio., 2013: 4,6 % bzw. EUR 1,1 Mio.). Neu entfallen auf den Bereich des verarbeitenden Gewerbes EUR 19,4 (27,0 %). Der Bereich Informationstechnologie macht EUR 10,3 Mio. bzw. 27,0 % des Neugeschäftes aus (2013: EUR 5,4 Mio. bzw. 22,1 %). Neu entfallen auf die Bereiche Handel 6,4 % bzw. EUR 4,6 Mio. und Bau 4,6 % bzw. EUR 3,3 Mio. des Neugeschäftsvolumens. Der Bereich Transport nimmt 4,3 % bzw. EUR 3,1 Mio. des Neugeschäftsvolumens ein (2013: 33,6 % respektive EUR 8,3 Mio.).

2.3 Überblick über das Geschäftsjahr 2014

a) Ertragslage

Die nach betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten zusammengefasste Gewinn- und Verlustrechnung zeigt folgendes Bild:

01.01.2014 - 31.12.2014
TEUR
01.01.2013 - 31.12.2013
TEUR
Veränderungen 31.12.2014 zu 31.12.2013
TEUR %
Ergebnis aus dem Leasinggeschäft 386 806 -420 -52,1%
Zinsergebnis 815 10 805 >100,0%
Risikovorsorgeaufwand (netto) -1.000 -134 -866 >-100,0%
Sonstiges betriebliches Ergebnis 974 79 895 >100,0%
Allgemeine Verwaltungsaufwendungen -1.544 -720 -824 >-100,0%
Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit -369 41 -410 >-100,0%
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 2 -5 7 >100,0%
Jahresfehlbetrag/i. Vj. Jahresüberschuss -367 36 -403 >-100,0%

Leasingergebnis

Das Ergebnis aus dem Leasinggeschäft in Höhe von TEUR 386 setzt sich aus den laufenden Leasingerträgen und -aufwendungen, den planmäßigen Abschreibungen auf das Leasingvermögen sowie dem Verwertungsergebnis zusammen.

Die Entwicklung des Ergebnisses aus dem laufenden Leasinggeschäft resultiert im Wesentlichen aus folgenden Faktoren:

einem rückläufigen Leasingvertragsportfolio in 2014. Den laufenden Leasingerlösen aus Leasingraten, Mietverlängerungen und Wartung in Höhe von TEUR 3.154 (2013: TEUR 4.796) stehen planmäßige Abschreibungen auf das Leasingvermögen von TEUR 2.371 (2013: TEUR 3.139) sowie Aufwendungen für Wartungsgebühren und sonstige Leasingaufwendungen von TEUR 351 (2013: TEUR 797) gegenüber;

einem leicht verbesserten Verwertungsergebnis von TEUR -46 (2013: TEUR -53), welches im Wesentlichen aus regulären Vertragsabgängen resultiert. Den Erlösen aus dem Verkauf von Leasingobjekten von TEUR 1.486 (2013: TEUR 555) stehen Aufwendungen aus dem Abgang von Leasingobjekten von TEUR 1.532 (2013: TEUR 608) gegenüber.

Zinsergebnis

Das Zinsergebnis setzt sich aus den Zinserträgen und -aufwendungen zusammen. Die Entwicklung des Zinsergebnisses resultiert im Wesentlichen aus folgenden Faktoren:

einem ansteigenden Forderungsankaufsportfolio in 2014, welches zu Zinserträgen von TEUR 1.445 (2013: TEUR 43) führte. Des Weiteren setzen sich die Zinserträge aus einmaligen Zinserträgen gem. §233 AO von TEUR 299 (2013: TEUR 0) aus einer abgeschlossenen Betriebsprüfung für Umsatzsteuer für die Jahre 2005-2008 sowie sonstigen Zinserträgen von TEUR 79 (2013: TEUR 49) zusammen.

einem höheren Zinsaufwand von TEUR 1.008 (2013: TEUR 82), der im Wesentlichen aus dem gestiegenen Refinanzierungsvolumen für das Forderungsankaufsgeschäft resultiert.

Risikovorsorgeaufwand (netto)

Der Risikovorsorgeaufwand (netto) setzt sich aus den gebildeten Einzel- und Pauschalwertberichtigungen auf das Forderungsankaufs- und Leasingvermögen sowie den Erträgen aus Eingängen auf abgeschriebene Forderungen zusammen. Die Entwicklung im Geschäftsjahr basiert auf den folgenden Faktoren:

einer gestiegenen Risikovorsorge von TEUR 1.014 (2013: TEUR 173). Aufgrund der im Geschäftsjahr getätigten Forderungsankäufe ist die Zuführung zur Pauschalwertberichtigung um TEUR 555 (2013: TEUR 121) angestiegen.

den Aufwendungen standen Erträge aus Eingängen auf abgeschriebene Forderungen von TEUR 14 (2013: TEUR 42) gegenüber.

Sonstiges betriebliches Ergebnis

Das sonstige betriebliche Ergebnis setzt sich aus den sonstigen betrieblichen Erträgen sowie den sonstigen betrieblichen Aufwendungen zusammen. Größter Ertragsposten sind die Erträge aus der Erstattung von zu viel gezahlter Umsatzsteuer im Rahmen einer Betriebsprüfung für die Jahre 2005 bis 2008 von TEUR 1.134. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich im Geschäftsjahr aufgrund desselben Sondereffekts aufgrund der Ausbuchung von Umsatzsteuerforderungen um TEUR 174.

Verwaltungsergebnis

Die allgemeinen Verwaltungsaufwendungen beinhalten im Wesentlichen die Auslagen aus der konzerninternen Leistungsverrechnung sowie die Prüfungs- und Beratungskosten. Der Anstieg ist auf erhöhte Kostenumlagen im Geschäftsjahr aufgrund von durch die Geschäftsbesorgerin entstandenen Anlaufkosten für das Forderungsankaufsgeschäft zurückzuführen.

Die Gesellschaft schließt das Geschäftsjahr per 31. Dezember 2014 mit einem Jahresfehlbetrag von TEUR 367 ab. Dies ist gegenüber dem Vergleichszeitraum ein Ergebnisrückgang von TEUR 403.

b) Finanzlage

Die GE Capital Solutions GmbH verfügt zum 31. Dezember 2014 über einen revolvierenden Kreditrahmen der GE Capital Finance III, Shannon/Irland, in Höhe von EUR 40 Mio., von dem EUR 40 Mio. als freie Linie zur Verfügung stehen sowie über die Refinanzierungsmöglichkeit über einen täglich fälligen GE-internen Cash Pool. Die geplante fristenkongruente Refinanzierung des Leasingportfolios wurde per 12. Dezember 2014 durchgeführt.

Die Kreditlinie mit der GE Capital Irish EUR Funding Co I wurde vollständig zurückbezahlt und durch ein amortisierendes Termingeld i.H.v. EUR 51,9 Mio. sowie der EUR 40 Mio. Kreditlinie mit der GE Capital Finance III ersetzt.

Die kurzfristige Liquiditätssteuerung der GE Capital Solutions Investment GmbH erfolgt anhand eines wöchentlichen Liquiditätsdashboards. Dort werden die Cash-Pool Inanspruchnahmen und freien Kreditlinien überwacht und ggf. Maßnahmen ergriffen. Die strukturelle Liquiditätsplanung erfolgt anhand einer quartalsweisen Planung der Bilanz für einen Dreijahreshorizont. Gemäß bestehenden Planungszyklen werden die Annahmen regelmäßig aktualisiert. Die Ergebnisse dieser Planung werden im Rahmen des Asset Liability Committees diskutiert.

Die Zins- und Fälligkeitsstruktur der Darlehen und des Cash-Pools der Gesellschaft stellt sich zum 31. Dezember 2014 wie folgt dar:

Kreditgeber Typ Währung Kreditrahmen Auslastung freie Verfügbarkeit Zinsbasis Fälligkeit
GE Konzernfinanzierung Term Loan EUR 52 52 0,0 Fix 15.07.2019
GE Konzernfinanzierung RCA EUR 40 0 0,0 Variabel 12.09.2017

Die GE Capital Solutions Investment GmbH besitzt zudem einen unbegrenzten Zugang zum GE konzerninternen variabel verzinsten Cash Pool.

Die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft war im Geschäftsjahr 2014 jederzeit gegeben.

c) Vermögenslage

Die folgende Darstellung gibt einen Überblick über die Vermögenslage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2014 im Vergleich zum Vorjahr:

Aktiva 31.12.2014
TEUR
31.12.2013
TEUR
Veränderung
TEUR %
Forderungen an Kunden 72.375,0 20.486,1 51.888,9 > 100,0
Leasingvermögen 6.792,6 10.382,5 -3.589,9 -34,6
Übrige Aktiva 1.369,1 379,5 989,6 > 100,0
Bilanzsumme 80.536,7 31.248,1 49.288,6 > 100,0
Passiva        
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0,0 1,4 -1,4 - 100,0
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 64.355,2 24.437,6 39.917,6 > 100,0
Eigenkapital 15.954,0 6.321,4 9.632,6 > 100,0
Übrige Passiva 227,6 487,7 -260,1 - 53,3
Bilanzsumme 80.536,7 31.248,1 49.288,6 > 100,0

Die Bilanzsumme in Höhe von TEUR 80.537 (2013: TEUR 31.248) ist auf der Aktivseite geprägt durch die Forderungen an Kunden in Höhe von TEUR 72.375 (2013: TEUR 20.486) sowie das Leasingvermögen in Höhe von TEUR 6.793 (2013: TEUR 10.382).

Der deutliche Anstieg der Forderungen an Kunden ist im Wesentlichen geprägt durch die Forderungsankäufe mit diversen Partnern der GE Capital Germany Gruppe, welche mit TEUR 53.719 zum Anstieg der Position beitragen.

Der Rückgang des Leasingvermögens beruht im Wesentlichen auf den planmäßigen Abschreibungen von TEUR 2.371 (2013: TEUR 3.141) und Abgängen im Zuge der Beendigung von Leasingverträgen von TEUR 1.531 (2013: TEUR 608; Werte zu Restbuchwerten) bei einem gegenüber dem Vorjahr gesunkenen Neugeschäft mit MFI von TEUR 313 (2013: TEUR 4.157; Werte zu Anschaffungskosten).

Der Anstieg der Verbindlichkeiten an Kunden resultiert aus der erhöhten Inanspruchnahme des konzerninternen Darlehens und Cash Pools infolge des gestiegenen Forderungsvolumens.

Dem Eigenkapital wurden in 2014 im Rahmen einer Kapitalerhöhung durch die alleinige Gesellschafterin TEUR 10.000 zugeführt. Bei einem Eigenkapital von TEUR 15.954 (2013: TEUR 6.321) beträgt die Eigenkapitalquote per 31. Dezember 2014 19,8 % (2013: 20,2 %).

d) Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Entwicklung

Zusammenfassend verlief das Geschäftsjahr 2014 ambivalent für das Unternehmen. Aufgrund der strategischen Neuausrichtung zum Ankauf von Forderungen aus Leasingverträgen konnte das Forderungsvolumen im Geschäftsjahr deutlich gesteigert werden. Das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit sank dabei jedoch um TEUR 410 auf TEUR -369. Die ursprüngliche Planung hatte ein deutlich verbessertes Jahresergebnis 2014 gegenüber 2013 vorgesehen. Ursächlich für das Nichterreichen der Planvorgabe war ein Anstieg der Verwaltungsaufwendungen aufgrund höherer interner Weiterbelastungen seitens der Geschäftsbesorgerin sowie eine erhöhte Risikovorsorge auf das Forderungsankaufsgeschäft, welche nicht durch die Zinserträge im Rahmen der durchgeführten Ankäufe von Forderungen kompensiert werden konnten.

Die GE Capital Solutions Investment GmbH verfügt weiterhin über verlässliche Finanzierungsquellen. Damit besteht eine solide Basis für die weitere Entwicklung und Zukunft des Unternehmens.

3. Nachtragsbericht

Am 10. April 2015 teilte die General Electric Company, Connecticut, USA, mit, dass der GE-Konzern sich aufgrund einer strategischen Neuausrichtung auf die Industriesegmente des Konzerns konzentrieren und infolge dessen den überwiegenden Teil der Unternehmensgruppe GE Capital verkaufen wird. Die Geschäftsleitung der GE Capital Solutions Investment GmbH geht aktuell davon aus, dass der Geschäftsbetrieb der GE Capital Solutions Investment GmbH in einer eigenständigen Gesellschaft fortgeführt wird, so dass die Aufstellung des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2014 und die Erstellung des Lageberichts für das Geschäftsjahr 2014 unter Annahme der Unternehmensfortführung erfolgten.

Darüber hinaus sind nach dem Bilanzstichtag bis zur Aufstellung des Jahresabschlusses und Erstellung des Lageberichts keine Tatsachen oder Ereignisse bekannt geworden, die einen materiellen Einfluss auf den Geschäftsverlauf und die Lage der Gesellschaft haben oder den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten.

4. Risikobericht

4.1 Risikomanagementsystem

4.1.1 Zielsetzung

Das Leasing- und Mietkaufgeschäft ist untrennbar mit der Übernahme von Risiken verbunden. Risiko heißt für das Institut die Gefahr möglicher Verluste oder entgangener Gewinne aufgrund interner oder externer Faktoren. Risiken sollen so früh wie möglich identifiziert werden, um schnell und in angemessenem Umfang reagieren zu können. Darüber hinaus können in diesem Rahmen auch unternehmerische Chancen rechtzeitig erkannt und wahrgenommen werden.

Das Risikomanagementsystem ist die Grundlage für ein aktives Risikomanagement. Hierdurch wird eine angemessene Identifizierung, Beurteilung, Steuerung, Überwachung und Kommunikation der wesentlichen Risiken gewährleistet.

4.1.2 Organisation

Die Geschäftsführung der GE Capital Solutions Investment GmbH trägt die Verantwortung für die Umsetzung und Weiterentwicklung eines angemessenen Risikomanagements des Instituts. Das Risikomanagement folgt dabei klar definierten Grundsätzen, welche verbindlich anzuwenden sind und deren Einhaltung fortlaufend überprüft wird. Eine klare aufbau- und ablauforganisatorische Trennung zwischen den einzelnen Funktionen und Tätigkeiten des Risikomanagements wird dabei sichergestellt.

Die Organisation des Risikomanagements und die damit einhergehenden Aufgaben und Verantwortlichkeiten ist in Übereinstimmung mit den aufsichtsrechtlichen Vorgaben definiert und dokumentiert. Die Aufbau- und Ablauforganisation wird regelmäßig insbesondere durch die Interne Revision überprüft und beurteilt und an interne und externe Entwicklungen zeitnah angepasst Bei Aufkommen unerwarteter Risiken werden zudem Sonderprüfungen durchgeführt.

Zur Berichterstattung ist ein umfassendes internes Reporting-System etabliert, das eine zeitnahe Information der Entscheidungsträger über die aktuelle Risikosituation und die relevanten Einflussfaktoren sicherstellt. Risikoreports werden in festgelegten Intervallen generiert oder, wenn notwendig, ad hoc erstellt Darüber hinaus bilden Planungs-, Simulations- und Steuerungsinstrumente mögliche positive und negative Entwicklungen auf die wesentlichen Wert- und Steuerungsgrößen des Geschäftsmodells und ihre Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage ab. Adressaten der Berichterstattung sind die Geschäftsführung und die steuernden Einheiten.

Der Chief Risk Officer (CRO) der GE Capital Solutions Investment GmbH ist für die Umsetzung der von der Geschäftsführung festgelegten risikopolitischen Leitlinien verantwortlich. Der CRO berichtet in der Geschäftsführung regelmäßig über die Gesamtrisikolage der GE Capital Solutions Investment GmbH. Grundlegende strategische Entscheidungen trifft ausschließlich die Geschäftsführung. Das operative Risikomanagement hat die Geschäftsführung an Komitees delegiert.

4.1.3 Geschäfts- und Risikostrategie

Die Geschäftsführung der GE Capital Solutions Investment GmbH hat im Rahmen der Geschäftsstrategie die wesentlichen Zielsetzungen und Maßnahmen festgelegt und hieraus eine konsistente Risikostrategie abgeleitet In der Risikostrategie werden die risikostrategischen Leitplanken für das Risikomanagement definiert. Die Risikostrategie deckt alle wesentlichen Risiken ab, denen die GE Capital Solutions Investment GmbH ausgesetzt ist Insbesondere wird die Risikobereitschaft unter Beachtung der Risikotragfähigkeit sowie die Ziele der Gesamtrisikosteuerung innerhalb der wesentlichen Geschäftsaktivitäten festgelegt Die Risikostrategie wird in Form von Teilrisikostrategien für die wesentlichen Risikoarten detailliert. Durch eine angemessene Kommunikation der Geschäfts- und Risikostrategie werden ein gemeinsames Risikoverständnis und eine gemeinsame Risikokultur geschaffen.

Im jährlich durchgeführten Prozess der Risikoinventur wird sichergestellt, dass alle für die GE Capital Solutions Investment GmbH wesentlichen Risiken identifiziert werden. Die Einschätzung der Wesentlichkeit richtet sich hierbei insbesondere nach der Frage, ob das Eintreten des Risikos mittel- oder unmittelbar einen maßgeblichen negativen Einfluss auf die Risikotragfähigkeit haben könnte. Das Gesamtrisikoprofil stellt eine wesentliche Grundlage für die Ausgestaltung des Risikokapitalmanagements sowie der Risikosteuerungs- und Risikocontrollingprozesse der GE Capital Solutions Investment GmbH dar.

Die wesentlichen Risiken des der GE Capital Solutions Investment GmbH - gemessen am Schadenspotenzial - stellen derzeit die Adressenausfall- (inkl. Konzentrationsrisiken), die Zinsänderungs-, die Liquiditätsrisiken, die operationellen Risiken sowie die allgemeinen Geschäfts- und Reputationsrisiken dar. Länderrisiken spielen aufgrund der vornehmlich inländischen Geschäftstätigkeit eine untergeordnete Rolle.

Der Risikovorsorgeprozess orientiert sich insbesondere an den vorhandenen Sicherheiten. Der notwendige Risikovorsorgebedarf steht in Abhängigkeit von der Bewertung und Realisierbarkeit der Sicherheiten sowie der Einschätzung des Adressenausfallrisikos. Bei notleidenden Engagements wird das Vermietvermögen mit dem im Verwertungsfall realisierbaren Marktwert bewertet und in Höhe der ungedeckten Forderung eine Einzelwertberichtigung gebildet. Die Veränderungen der wirtschaftlichen Verhältnisse des betreffenden Kunden bzw. Wertveränderungen von vorhandenen Sicherheiten werden zeitnah berücksichtigt.

Die Beurteilung des Wertberichtigungsbedarfs erstreckt sich auf sämtliche gegenüber dem Leasingnehmer bestehenden Forderungen und Gegenständen des Vermietvermögens.

4.1.4 Risikotragfähigkeit und Stresstesting

Das Risikokapitalmanagement ist ein integraler Bestandteil der Gesamtinstitutssteuerung. Die Geschäftsführung der der GE Capital Solutions Investment GmbH legt dabei auf der Grundlage der geschäftspolitischen Ziele Kapitalausstattung fest und steuert das Risikoprofil in einem angemessenen Verhältnis zur Risikodeckungsmasse.

Durch die aktive Steuerung der ökonomischen Kapitaladäquanz auf Basis der Ergebnisse der Risikobeurteilungen ist sichergestellt, dass das Eingehen von Risiken im Einklang mit der Kapitalausstattung steht Zum 31. Dezember 2014 betrug die verfügbare Risikodeckungsmasse EUR 6,5 Mio. (Vj. EUR 7,2 Mio.). Risiken werden nur innerhalb festgelegten Limiten übernommen.

Die Überwachung der Limitauslastung erfolgt vierteljährlich durch ein etabliertes Frühwarnsystem.

Zur besonderen Analyse der Auswirkungen außergewöhnlicher, aber plausibel möglicher Ereignisse werden regelmäßig Stresstests durchgeführt. So werden umfangreiche Analysen sowohl auf der Ebene der einzelnen Risikoarten als auch risikoartenübergreifend vollzogen. Dabei werden insbesondere auch die Auswirkungen möglicher Risikokonzentrationen berücksichtigt.

Bei der Durchführung der Stresstests werden die wesentlichen Risikotreiber so skaliert, dass sie überdurchschnittlich negative ökonomische Situationen widerspiegeln. Mit Hilfe der implementierten Stresstests wird überprüft, ob die Risikotragfähigkeit der GE Capital Solutions Investment GmbH unter ungünstigen ökonomischen Rahmenbedingungen weiterhin sichergestellt werden kann.

Die Risikotragfähigkeit auf Einzelrisikoebene stellt sich zum 31. Dezember 2014 wie folgt dar:

Risikotragfähigkeit in Mio € in %
Adressenausfallrisiko 5,4 83,2%
davon: Sellerrisiko 2,5 38,5%
Zinsänderungsrisiko 0,1 1,5%
Liquiditätsrisiko 0,3 4,6%
Operationelles Risiko 0,6 9,2%
Sonstige Risiken 0,1 1,5%
Gesamtrisikoposition 6,5 100,0%
Risikodeckungsmasse 16,8 -

Im Geschäftsjahr 2014 haben die Stresstests keine institutsgefährdenden Sachverhalte ergeben. 4.1.5 Organisationsrichtlinien

Ausgehend von der Risikostrategie wird das Risikomanagementsystem über Organisationsrichtlinien - Policies, Richtlinien und Arbeitsanweisungen - konkretisiert und operationalisiert. Diese Organisationsrichtlinien stehen allen Mitarbeitern elektronisch zur Verfügung.

Darüber hinaus sind die Methoden und Verfahren zur Identifizierung, Messung sowie Beurteilung, Steuerung, Überwachung und Kommunikation von Risiken dokumentiert, die ein adäquates Risikomanagement in der GE Capital Solutions Investment GmbH sicherstellen.

4.2 Risikoarten

4.2.1 Adressenausfallrisiken

Unter Adressenausfallrisiken versteht die GE Capital Solutions Investment GmbH die Gefahr eines teilweisen oder vollständigen Ausfalls vertraglich zugesagter Zahlungsverpflichtungen. Im weiteren Sinne wird hierunter eine Verschlechterung der Bonität des Leasingnehmers verstanden. Hierunter sind auch die Restwerte subsumiert, die von den Leasingnehmern zu tragen sind.

Das Sellerrisiko entsteht bei Forderungsankaufsgeschäften, bei denen die Leasingraten nicht direkt vom Leasingnehmer an die GE Capital Solutions Investment GmbH gezahlt, sondern über den Forderungsverkäufer weitergeleitet werden. Das Sellerrisiko ist somit als Weiterleitungsrisiko einzustufen. Ein Verlustpotenzial entsteht dann, wenn der Forderungsverkäufer zahlungsunfähig ist und Zahlungen, die er seinerseits vom Leasingnehmer erhalten hat, nicht an die GE Capital Solutions Investment GmbH weitergeleitet hat. In diesem Falle hat die GE Capital Solutions Investment GmbH das Recht, den Forderungskauf gegenüber dem Leasingnehmer offenzulegen und die Leasingraten direkt einzuziehen.

Die Quantifizierung des Sellerrisikos erfolgte bis einschließlich Q4 2014 auf Basis des nicht ausgefallenen Exposure, multipliziert mit der durchschnittlichen Restlaufzeit Dieser Ansatz dient der Approximation von vollen drei Monatsraten bzw. einer Quartalsrate. Die Verlustquote wird mit 100% und die Ausfallwahrscheinlichkeit mit pauschal 10% angesetzt.

Bei der Quantifizierung dieses Risikos wird ab dem Q1 2015 als Ausfallwahrscheinlichkeit das letzte verfügbare PD-Rating des Verkäufers angesetzt. Für den Fall, dass kein Rating verfügbar ist, wird als konservative Annahme das schlechteste, Nicht-Ausfall-Rating vom OR21 verwendet Die Verlustquote (LGD) wird auf 100% gesetzt und der Ausfall-gefährdete Betrag (Exposure) besteht aus den vollen drei Monatsraten bzw. einer Quartalsrate. Auf dieser Basis werden - analog Adressausfallrisiko - der expected loss und der unexpected loss SellerRisk errechnet und angesetzt.

Die Adressenausfallrisiken werden durch einen einheitlichen Prozess gesteuert, indem die unternehmenseigenen Risikoklassifizierungsverfahren die Grundlage für jede einzelne Kreditentscheidung bilden. Auf Einzelfallbasis werden im Interesse einer angemessenen Risikostreuung Forderungsverkäufe an Dritte angestrebt Insbesondere über die Risikostrategie der Gesellschaft werden weitere Steuerungsgrößen wie bevorzugte Leasinggüter vorgegeben.

Zur Beurteilung der Adressenausfallrisiken werden in Abhängigkeit des Engagementvolumens Scoring- und Ratingsysteme eingesetzt, die eine Bonitätsanalyse umfassen. Eindeutig definierte Kompetenzen regeln darüber hinaus die Genehmigung von Leasing- bzw. Mietkaufverträgen.

Im Rahmen der umfassenden Risikoberichterstattung wird im Zusammenhang mit der Risikotragfähigkeitsrechnung das Adressausfallrisiko auf Portfolioebene mit Hilfe eines Value-at-Risk-Modells berechnet. Dieses wird zusammen mit den übrigen wesentlichen Risikoarten mit der verfügbaren Risikodeckungsmasse verglichen, der in Anlehnung an die Empfehlungen des Bundesverbandes deutscher Leasing-Unternehmen (BDL) ermittelt wird. Ferner wird das Konzentrationsrisiko in die Risikobetrachtung mit einbezogen. Dieses wird mit Hilfe des Herfindahl-Indizes im Zuge der Value-at-Risk Rechnung quantifiziert und zusammen mit den anderen Risikofaktoren beurteilt. Darüber hinaus erfolgt halbjährlich eine Szenariobetrachtung in Bezug auf die Adressenausfallrisiken. Hierbei hat das Institut verschiedene Stresstests entwickelt. Die Ergebnisse werden ins Verhältnis zur Risikodeckungsmasse gestellt Je nach Auslastung der Risikodeckungsmasse werden risikomindernde Maßnahmen ergriffen.

In Abhängigkeit von der Größe des Engagements werden unterschiedliche Analysemodule eingesetzt, die sich in der Einbeziehung von Jahresabschlusszahlen und in der Berücksichtigung von qualitativen, zukunftsorientierten Kreditnehmerinformationen unterscheiden. Ergänzend wird vertragsbezogen ein automatisiertes Mahnverfahren zur Überwachung und Früherkennung der Bonitätsrisiken eingesetzt.

Der Risikovorsorgeprozess orientiert sich insbesondere an den vorhandenen Sicherheiten. Der notwendige Risikovorsorgebedarf steht in Abhängigkeit von der Bewertung und Realisierbarkeit der Sicherheiten sowie der Einschätzung des Adressenausfallrisikos. In Höhe der ungedeckten Forderung wird eine Einzelwertberichtigung gebildet Die Veränderungen der wirtschaftlichen Verhältnisse des betreffenden Kunden bzw. Wertveränderungen von vorhandenen Sicherheiten werden zeitnah berücksichtigt Ab einer bestimmten Ratingstufe wird bei jedem Einzelfall auf Basis objektiver und nachprüfbarer Erkenntnisse überprüft, ob und inwieweit der Leasingnehmer den ungedeckten Forderungsteil zurückführen kann. Die Beurteilung des Wertberichtigungsbedarfs erstreckt sich auf sämtliche gegenüber dem Leasingnehmer bestehenden Forderungen.

4.2.2 Operationelle Risiken

Unter die operationellen Risiken wurden auf Grund der Raum- und Personalunion mit der Geschäftsbesorgerin sämtliche Risiken aus dieser Auslagerung erfasst

Für die GE Capital Solutions Investment GmbH ist die Definition von operationellen Risiken des Baseler Ausschusses für Bankenaufsicht (Basel II) maßgeblich. Somit wird unter dem Begriff operationelles Risiko "die Gefahr von Verlusten, die infolge der Unangemessenheit oder des Versagens von internen Prozessen, Menschen und Systemen oder in Folge von externen Ereignissen eintreten", verstanden. Dies schließt Rechtsrisiken mit ein. Die Gesellschaft ordnet die Reputationsrisiken den operationellen Risiken zu.

Die Prozessrisiken, der externe Betrug und das Risiko des Systemausfalls stellen die maßgeblichen potenziellen Risikoquellen dar. Auf Grund des hohen Grades der Technisierung im Bereich des operativen Geschäfts wird der Kategorie "Systeme" besondere Aufmerksamkeit gewidmet Ein weiterer Schwerpunkt des Managements operationeller Risiken ist die Beobachtung der Abläufe und Prozesse auf Schwachstellen und Optimierungsansätze. Durch kontinuierliche Verbesserungen des internen Kontrollsystems soll eine Minimierung der operationellen Risiken bzw. unter Kosten- und Nutzengesichtspunkten eine Optimierung der Ertragslage sichergestellt werden. Die Fokussierung auf diese genannten Kategorien spiegelt sich auch in der Wahl der Instrumente des Risikomanagements wider.

Im Rahmen einer jährlichen Risikoinventur werden die wesentlichen operationellen Risiken in den Fachabteilungen mittels einer Expertenbefragung auf Ebene der Geschäftsbesorgerin identifiziert und basierend auf der zu erwartenden Schadensintensität und Schadenshäufigkeit quantifiziert.

Ziel der Risikoinventur ist es, einen Überblick über alle wesentlichen operationellen Risiken zu gewinnen, um Handlungsbedarf bzw. Verbesserungspotenziale systematisch abzuleiten. Darüber hinaus unterstützen zahlreiche Frühwarnindikatoren (Key Risk Indicators) die Überwachung und Steuerung operationeller Risiken.

Das Management operationeller Risiken wird zudem durch das Führen einer Schadensfalldatenbank ergänzt Basierend auf der Analyse der Schadensfälle werden Handlungsmaßnahmen abgeleitet Im Rahmen des Backtestings erfolgt ein Abgleich der aufgetretenen Schadensfälle mit der Ausrichtung der Frühwarnindikatoren und den Ergebnissen der Risikoinventur. Hierbei unterliegen die eingesetzten Methoden und Verfahren im Management operationeller Risiken einer systematischen Überprüfung, um Verbesserungspotenziale zu identifizieren.

Auf Basis der historischen Schadensdaten erfolgt die Ermittlung des ökonomischen Kapitalbedarfs für operationelle Risiken im Rahmen des Risikotragfähigkeitskonzeptes.

Ein weiterer bedeutender Bestandteil des Managements operationeller Risiken stellt das Business Continuity Management (BCM) dar. Das Business Continuity Management identifiziert kritische Unternehmensprozesse und Systeme, deren Störung oder Ausfall erheblichen Einfluss auf die Geschäftstätigkeit haben könnte. Hierzu werden geeignete Maßnahmen definiert, um den geregelten Geschäftsbetrieb unter festgelegten Standards zu sichern. Dies beinhaltet auch eine schriftliche Notfallplanung, die bei Eintritt von schweren Betriebsstörungen Verluste auf ein Minimum reduzieren und den laufenden geordneten Geschäftsbetrieb sichern soll. Die kritischen Prozesse sowie die Wirksamkeit der definierten Maßnahmen unterliegen einer ständigen Überwachung und Weiterentwicklung. Ein BCM-Handbuch steht allen Geschäftsbereichen und Mitarbeitern der Geschäftsbesorgerin zur Verfügung.

4.2.3 Marktpreisrisiken

Die Marktpreisrisiken stellen Risiken dar, die sich aus möglichen negativen Wertänderungen von Positionen der Gesellschaft durch die Veränderungen von Marktpreisen wie Restwerte, Zinsen, Spreads, Devisen- oder Aktienkursen, dazugehörige Sicherungsgeschäfte oder preisbeeinflussender Parameter - z. B. Volatilitäten oder Korrelationen - ergeben.

Die Restwertrisiken umfassen das Risiko einer negativen Abweichung des tatsächlichen Objektwertes von dem erwarteten Objektwert. Die Objektwertrisiken sind überwiegend vom Leasingnehmer zu tragen. Offene, d. h. nicht vom Leasingnehmer zu tragende Restwerte bilden aufgrund ihres sehr geringen Anteils am Portfolio derzeit ein unwesentliches Risiko und werden durch eine Abteilung mit spezieller Objektexpertise (Asset Management) so festgelegt, dass die Werte bei Veräußerung am Ende der Laufzeit realisierbar sein sollten.

Für die GE Capital Solutions Investment GmbH stellen derzeit die Zinsänderungsrisiken ein wesentliches Marktpreisrisiko dar. Wesentliche Währungsrisiken bestehen derzeit nicht.

Die Ausgangsbasis für die Quantifizierung des Zinsänderungsrisikos bildet eine Barwertbilanz, in der die zinstragenden Aktiv- und Passivgeschäfte berücksichtigt werden. Die Auswirkungen auf den Barwert des Gesamtportfolios werden auf der Basis von verschiedenen Zinsszenarien unter Variation der Zinsstrukturkurve berechnet Die Zinsszenarien beinhalten u.a. die Ausweichszenarien im Sinne des BaFin-Rundschreibens 11/2011 "Zinsänderungsrisiken im Anlagebuch". In diesem Zusammenhang erfolgt die Quantifizierung des Zinsänderungsrisikos unter der Annahme einer plötzlichen und unerwarteten Zinsänderung um 200 Basispunkte.

Die Entscheidung über risikopolitische Maßnahmen zur Absicherung von Zinsänderungsrisiken liegt bei der Geschäftsführung, die insbesondere auf der Basis interner Zinsablaufbilanzen und vor dem Hintergrund erwarteter Zinsentwicklungen die Absicherungsstrategie festlegt Der Umgang mit Zinsänderungsrisiken wird zudem im Rahmen einer Richtlinie geregelt, die insbesondere Mindestanforderungen formuliert, damit die Zinsänderungsrisiken stets im Einklang mit der strategischen Ausrichtung stehen.

Im Zuge der Überwachung der Zinsrisikopositionen wird insbesondere der barwertige Aktiv- bzw. Passivüberhang analysiert. Die Ergebnisse der Analyse der Zinsänderungsrisiken sowie der übrigen Risikoarten werden der Geschäftsführung vorgestellt und notwendige Handlungsmaßnahmen beschlossen.

4.2.4 Liquiditätsrisiken

Unter den Liquiditätsrisiken werden die Risiken verstanden, die gegenwärtigen sowie zukünftigen Zahlungsverpflichtungen nicht (Liquiditätsrisiko i.e.S.) oder nur zu erhöhten Kosten (Refinanzierungsrisiko) erfüllen zu können.

Die Steuerung der kurzfristigen Liquiditätsrisiken im Sinne einer kurzfristigen Liquiditätsplanung erfolgt unter Berücksichtigung der zu erwartenden Ein- und Auszahlungen und des Anfangsbestands an Zahlungsmitteln. Dispositive Ausgleichsmaßnahmen erfolgen primär innerhalb des GE-Konzerns unter Einbezug des GE-Cashpools bzw. über weitere freie Refinanzierungslinien.

Die kurzfristige Liquiditätsplanung wird durch eine strukturelle Liquiditätssteuerung ergänzt, bei der, unter Berücksichtigung der Kundengeschäftsplanung sowie der Refinanzierungsmöglichkeiten, die Liquiditätsreserve in Bezug auf die Deckung der Nettomittelabflüsse für einen Zwei- Jahres-Horizont gesteuert wird. Die mittel- und langfristige Refinanzierung erfolgt dabei insbesondere über revolvierende Kreditrahmen und über festverzinsliche Darlehen mit fester Tilgungsstruktur des GE-Konzerns.

Zur Sicherstellung der Liquidität auch in Krisensituationen existiert ein detaillierter Notfallplan. Das Inkrafttreten des Notfallplans wird dabei über ein System aus verschiedenen externen und internen Frühwarnindikatoren gesteuert. Die Entwicklung der Indikatoren wird regelmäßig vor dem Hintergrund definierter Schwellenwerte bewertet. Die Kernindikatoren werden dabei auf täglicher Basis überwacht. Das Überschreiten der Schwellenwerte führt zur Einberufung des Krisenstabs unter Beteiligung der Geschäftsführung. In Abhängigkeit von einer fundierten Situationsanalyse entscheidet der Krisenstab über die Einleitung von Steuerungsmaßnahmen. Im Berichtszeitraum kam es zu keiner Überschreitung der definierten Risiko-Schwellenwerte.

Die Analyse der Ergebnisse der genannten Liquiditätssteuerungssysteme und die Ableitung von Steuerungsmaßnahmen erfolgt monatlich im Rahmen des Asset & Liability Committees sowie im Rahmen der vierteljährlichen Berichterstattung. Die Verantwortung im operativen Sinne obliegt einerseits dem Team Treasury & Pricing der Geschäftsbesorgerin, das insbesondere für die Sicherstellung der jederzeitigen Zahlungsfähigkeit Sorge trägt, und andererseits dem Bereich "Risk Control Regulatory Management" der Geschäftsbesorgerin, der insbesondere die Umsetzung der Steuerungsmaßnahmen überwacht. Darüber hinaus wird die Geschäftsführung über signifikante Veränderungen des Risikoprofils sowie über neue wesentliche Risiken im Rahmen der Berichterstattung (inkl. ad-hoc Berichterstattung) umgehend informiert.

Die Einbeziehung des Liquiditätsrisikos innerhalb der Risikotragfähigkeitsrechnung erfolgt über eine Berücksichtigung der gegenwärtigen Refinanzierungslinien und -kosten sowie einer angemessenen Kostensteigerung (ca. 15%). Die Berechnung des Limits für die Liquiditätsrisiken berücksichtigt die beschriebenen Refinanzierungslinien und -kosten sowie einen Sicherheitspuffer von aktuell 100%.

Im Geschäftsjahr 2014 standen jederzeit Refinanzierungsmittel in erforderlichem Umfang zur Verfügung. Die Liquidität des Instituts war stets gegeben.

4.2.5 Allgemeine Geschäftsrisiken

Die allgemeinen Geschäftsrisiken bezeichnen die Risiken, die aufgrund veränderter Rahmenbedingungen entstehen. Dazu gehören beispielsweise das Marktumfeld, das Kundenverhalten und der technische Fortschritt Hieraus ergeben sich z.B. bei Veränderung des Marktes möglicherweise Risiken aus Ertragskonzentrationen. Die allgemeinen Geschäftsrisiken können insbesondere aus einem inadäquaten strategischen Entscheidungsprozess, unvorhersehbaren Diskontinuitäten im Markt, dem Markt unzureichend angepassten Produkten oder aus einer mangelhaften Umsetzung der gewählten Strategie resultieren.

Die unternehmensstrategische Steuerung ist originäre Aufgabe der Geschäftsführung. Auf der Basis von intensiven Beobachtungen der ökonomischen und politischen Faktoren sowie der Branchen- und Wettbewerbssituation werden Veränderungen und Entwicklungen der nationalen und internationalen Märkte und des Geschäftsumfelds analysiert und Maßnahmen zur langfristigen Sicherung und zum nachhaltigen Ausbau des Unternehmenserfolgs abgeleitet Dabei werden anhand einer vorausschauenden Beurteilung von Erfolgsfaktoren Zielgrößen festgelegt, deren Einhaltung laufend überwacht wird. Die strategische Positionierung wird dabei auf Basis der Soll-Ist-Vergleiche regelmäßig kritisch hinterfragt. Darüber hinaus werden insbesondere die Vertriebsleistungen regelmäßig überwacht und analysiert. Hierzu stehen ausgereifte Werkzeuge und etablierte Frühwarnindikatoren zur Verfügung.

4.2.6 Reputationsrisiken

Das Reputationsrisiko beschreibt die Gefahr von Verlusten, die aus einem Vertrauensverlust in das Unternehmen resultieren. Dazu zählen Imageverlust in der Öffentlichkeit durch eigenes Verschulden oder durch das Verschulden von wichtigen Beteiligungen, Auslagerungen, Verbundunternehmen oder anderer wichtiger Kooperationspartner.

Zur Begrenzung von Reputationsrisiken hat GE einen konzernweit gültigen Ethik- und Verhaltenskodex ("The Spirit & The Letter") implementiert, der allgemeine ethische Grundsätze formuliert und Hilfestellungen zum Umgang mit konfliktträchtigen Situationen und Grauzonen beinhaltet. Dieser Kodex wird insbesondere durch einen "Integritätsleitfaden für Führungskräfte" sowie bestimmte Compliance-Richtlinien, wie z.B. die Richtlinie "Geschenke und Bewirtung" oder die "Richtlinie zur Vermeidung von unzulässigen Zahlungen" (Improper Payments) konkretisiert und ergänzt

Darüber hinaus ist die Überwachung und Steuerung von Reputationsrisiken auch in das Management operationeller Risiken eingebunden. Die Überwachung und Steuerung von Reputationsrisiken erfolgt dabei im Rahmen der Methoden und Verfahren (u.a. Risikoinventur) des Managements operationeller Risiken.

4.3 Zusammenfassung

Die Geschäftsentwicklung GE Capital Solutions Investment GmbH wird im Wesentlichen durch die finanzwirtschaftlichen und operationellen Risiken sowie die allgemeinen Geschäfts- und Reputationsrisiken beeinflusst Das Risikomanagementsystem stellt dabei die Identifizierung, Beurteilung, Steuerung sowie Überwachung und Kommunikation der wesentlichen Risiken in der laufenden und zukünftigen Entwicklung sicher.

Eine etablierte Berichterstattung hat im abgelaufenen Geschäftsjahr ausnahmslos die zeitnahe Einleitung und Priorisierung von Risikomanagementmaßnahmen gewährleistet Die Risikolage der GE Capital Solutions Investment GmbH hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr bei jederzeit gegebener Risikotragfähigkeit als stabil erwiesen. Die Liquidität war stets gewährleistet. Die Reputation war und ist einwandfrei. Darüber hinaus wurden die aufsichtsrechtlichen Anforderungen zu jedem Zeitpunkt vollumfänglich erfüllt.

Für die GE Capital Solutions Investment GmbH bestandsgefährdende Risiken sind derzeit nicht zu erkennen. Auch für das kommende Geschäftsjahr wird keine negative Entwicklung erwartet. Mit Hilfe der Risikoüberwachungs- und Risikosteuerungssysteme und der konsequenten Ausrichtung der Gesamtsteuerung an der Risikotragfähigkeit kann gewährleistet werden, dass die im Rahmen der Geschäftstätigkeit eingegangenen Risiken jederzeit frühzeitig erkannt und mit ausreichend Risikokapital unterlegt sind. Darüber hinaus stellt insbesondere das Business Continuity Management bei möglichen Störungen einen ordnungsgemäßen Geschäftsbetrieb sicher.

Das Risikomanagementsystem wird hinsichtlich der Entwicklung des Volumens und der Komplexität der betriebenen Geschäfte sowie der aufsichtsrechtlichen Anforderungen kontinuierlich weiterentwickelt Die Wirksamkeit des Risikomanagementsystems und deren aufsichtsrechtliche Umsetzung werden durch die Interne Revision turnusmäßig überwacht Darüber hinaus finden externe Prüfungen statt

5. Prognosebericht

Volkswirtschaftliche Rahmenbedingungen in Deutschland

Aktuelle Prognosen weisen für 2015 ein Wachstum des Bruttoinlandproduktes in Höhe von ca. 1,2 % aus. Ein weiterhin stabiler Arbeitsmarkt und ein robuster privater Konsum, der auf Lohnerhöhungen in Verbindung mit niedriger Inflation und Zinsen fundiert, werden auch in 2015 voraussichtlich die Stützen eines positiven Wirtschaftswachstums sein. Die damit einhergehenden Investitionen werden aufgrund der aktuellen unsicheren nationalen und internationalen Rahmenbedingungen voraussichtlich zeitverzögert einsetzen.

Prognose für die geschäftsbezogene Entwicklung

Die aktuellen wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen i.V.m. verhaltenen Unternehmensinvestitionen werden sich auch unmittelbar auf das Leasing-Neugeschäft 2015 auswirken. Das relativ hohe Wachstum im Mobilienleasing in 2014 wird sich aller Voraussicht nach nicht fortsetzen, so dass für das kommende Jahr ein Wachstum des Leasingmarktes unterhalb des Vorjahres (+6 %) zu erwarten ist

Die Geschäftsführung der GE Capital Solutions Investment GmbH geht aufgrund der bestehenden Geschäftsbeziehungen im Bereich der Forderungsankäufe und dem Vorlauf an bereits genehmigten Transaktionen für das Jahr 2015 von einem erneuten positiven Verlauf beim Neugeschäftsvolumen aus. Das Planvolumen von ca. EUR 55 Mio. sollte mindestens erreicht, wenn nicht sogar übertroffen werden. Das bereits abgerechnete Neugeschäft per Ende Februar 2015 beträgt insgesamt rund EUR 27,9 Mio. Somit ist der Gesamtjahresplan bereits zu knapp 53 % erfüllt Dieser positive Wert ist insbesondere auf ein Großgeschäft über 22,5 Mio. EUR, welches im Januar abgeschlossen werden konnte, zurückzuführen. Der Wegfall einer historisch bedeutsamen Geschäftsbeziehung mit einem strategischen Partner konnte in 2014 und wird auch in 2015 durch die mit anderen Partnern abgeschlossenen Programme und entsprechend daraus resultierenden Transaktionen mehr als kompensiert werden können.

Für die Geschäfte im Bereich Forderungsankäufe wurden insgesamt rund EUR 282 Mio. an Veritätslinien beordnet (ausschließlich inländische Finanzdienstleistungsinstitute). Für die GE Capital Solutions Investment GmbH liegt die Inanspruchnahme per Februar 2015 bei rund EUR 95,7 Mio.

Die GE Capital Solutions Investment GmbH hat ein Risikomanagement- und Chancen-System eingerichtet, das es der Gesellschaft ermöglicht, Risiken frühzeitig zu erkennen, zu analysieren und durch geeignete Maßnahmen zu steuern und zu begrenzen sowie Chancen wahrzunehmen. Unter Risiko versteht die Gesellschaft künftige Entwicklungen beziehungsweise Ereignisse, die das Erreichen der operativen Planungen und strategischen Ziele negativ beeinflussen können. Als Chancen werden künftige Entwicklungen beziehungsweise Ereignisse gesehen, die zu einer positiven Prognose- oder strategischen Zielabweichung führen können.

Für die Gesellschaft ergibt sich hierbei die Chance in einem Markt, der durch eine Konsolidierung geprägt ist und in welchem Banken aufgrund gestiegener regulatorischer Eigenmittelanforderungen sich aus Finanzierungsaktivitäten zurückziehen bzw. diese veräußern, Forderungen von potenziellen Kunden, die ebenfalls reguliert sind, anzukaufen. Hierbei stellt die Gesellschaft insbesondere auf herausgearbeitete Mehrwerte wie schnelle und zielorientierte Strukturierung von Transaktionen sowie eine intelligente und zeitnahe Risikoprüfung ab, um den Kunden optimale Lösungen für die verschiedenen Ankaufgeschäfte bzw. Refinanzierungsprogramme zur Verfügung zu stellen.

Einflussfaktoren, welche zukünftige Risiken für die Gesellschaft darstellen, sind insbesondere in der gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Europa sowie in einem weiterhin hohen Wettbewerbsdruck innerhalb der Leasingbranche zu sehen. Durch die andauernde expansive Geldpolitik der europäischen Zentralbank werden zudem alternative Finanzierungsformen im Vergleich zu Leasing relativ günstiger.

Vor dem Hintergrund des geplanten Verkaufs der GE Capital Sparte durch den amerikanischen Mutterkonzern besteht das Risiko, das die Geschäfte der Gesellschaft bei einem Verkauf nicht mehr durch die Geschäftsbesorgerin GE Capital Leasing GmbH geführt werden und somit eigene Personal- (insbesondere Risikomanagement, Vertrieb) und IT-Strukturen erstellt werden müssen, welches zu steigenden Kosten führen kann.

Über die interne Finanzierungstätigkeit (Cash Pooling) werden Risiken der Fremdfinanzierung reduziert. Die GE Capital Solutions Investment GmbH kann hierbei auf Grund der unverändert guten Bonität des US-amerikanischen Mutterkonzerns jederzeit schnell auf entsprechende Finanzierungsmittel zugreifen. Die geplante Veräußerung und damit einhergehende Neuaufstellung der Refinanzierungsstruktur könnte die Refinanzierungskosten ansteigen lassen.

Aufgrund des geplanten Neugeschäfts mit den Programmpartnern wird von einem nochmals deutlich wachsenden Portfolio für das Jahr 2015 ausgegangen. Für das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit wird ein deutlich über dem Jahresergebnis 2014 liegendes Ergebnis für 2015 erwartet.

Die GE Capital Solutions Investment GmbH ist somit insgesamt zuversichtlich, im Jahr 2015 ein deutlich verbessertes Geschäftsergebnis erreichen zu können.

 

Düsseldorf, den 21. Mai 2015

GE Capital Solutions Investment GmbH

Burkhard Reitermann

Alexander Riess

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der GE Capital Solutions Investment GmbH, Düsseldorf, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2014 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der Geschäftsführung der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der Geschäftsführung sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Düsseldorf, den 2. Juni 2015

KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Bauer, Wirtschaftsprüfer

Janzen, Wirtschaftsprüfer

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