Würgendorf Genehmigungshaltergesellschaft mbH
Selbe AdresseManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Jens Beimforde seit 25.7.2024 | Prokura |
Miriam Daum seit 10.3.2022 | Prokura |
Michael Humbek seit 7.8.2017 | Geschäftsführer |
Sven Alexander Volk seit 8.7.2016 | Prokura |
Sarah Huf seit 15.4.2016 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
ERCAS B. V. | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 84.00% |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Dynamit Nobel Defence GmbHBurbachJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023I. Geschäfts- und Rahmenbedingungen Auch im Jahr 2023 war die konjunkturelle Entwicklung noch immer durch die Auswirkungen des Ukraine- Konflikts geprägt. Die daraus resultierenden erheblichen Preissteigerungen im Energiesektor wirkten sich im Zusammenhang mit steigenden Zinsen aufgrund einer restriktiveren Geldpolitik zahlreicher Notenbanken zur Inflationsbekämpfung negativ auf das Wirtschaftswachstum aus. Für das Gesamtjahr 2023 ergab sich hierdurch ein Rückgang des Bruttoinlandsprodukts in Deutschland um 0,3%. Auch weltweit verlangsamte sich das Wirtschaftswachstum im Jahr 2023. Die Wachstumsrate lag bei 2,7%, nachdem sie im Vorjahr noch 3,1% betragen hatte. In seiner Prognose vom April 2024 geht der Internationale Währungsfonds von einem weiteren Rückgang des Wachstums der globalen Wirtschaftsleistung für das Jahr 2024 auf 1,7% aus. In Zusammenhang mit den geldpolitischen Maßnahmen der Zentralbanken ist es gelungen, den im vergangenen Jahr starken Anstieg der Inflationsraten wirksam einzudämmen. Dementsprechend reduzierte sich die Inflationsrate in Deutschland leicht auf 5,9% (Vorjahr 6,9%) sowie global auf 6,9% (Vorjahr 8,5%). Wehrtechnisches Geschäftsfeld Die gegenwärtige geopolitische Entwicklung ist weltweit geprägt durch zunehmende Spannungen und militärisch Konflikte, die in vielen Staaten zu einer grundsätzlich veränderten Sicherheits- und Bedrohungslage geführt haben. Vor diesem Hintergrund ist eine Fortsetzung steigender Verteidigungsbudgets in zahlreichen Staaten, wie bereits im Jahr 2023, auch für die Zukunft zu erwarten. In diesem Zusammenhang wurde neben dem bestehenden Sondervermögen für die Bundeswehr der Verteidigungshaushalt für 2024 in Höhe von 51,8 Mrd. € durch den Deutschen Bundestag beschlossen. Dies entspricht einer Erhöhung um ca. 1,7 Mrd. gegenüber dem Jahr 2023. Zusätzlich sollen 2024 ca. 19,2 Mrd. € aus dem für die Bundeswehr bereitgestellten Sondervermögen genutzt werden. Im Rahmen der stärkeren Investitionstätigkeit der Bundeswehr konnten bereits im abgelaufenen Geschäftsjahr wesentliche Auftragseingänge erzielt werden. Aufgrund der gestiegenen strategischen Bedeutung der Panzerabwehr wird ein langfristiges Beschaffungsprogramm für schultergestützte Waffen erwartet. Darüber hinaus konnte sich die Dynamit Nobel Defence GmbH als Produzent moderner Panzerabwehr in mehrjährigen Beschaffungsprogrammen etablieren sowie darüber hinaus weitere Neukunden akquirieren als auch Nachfolgebeschaffungen gewinnen. Für den Produktbereich Schutz wird von deutscher Seite eine Folgebeauftragung für den Schützenpanzer PUMA zeitnah erwartet. Der Produktbereich "Digital" findet national und international vielfältige Beachtung. Dementsprechend konnte der Umsatz im Geschäftsjahr 2023 auf 18,0 Mio. € gesteigert werden, gegenüber 2,0 Mio.€ im Vorjahr sowie weitere Auftragseingänge im zweistelligen Millionenbereich erzielt werden. Der neu etablierte Produktbereich "Counter Mobility" fand am Markt große Resonanz, so dass bereits erste Auftragseingänge im mehrstelligen Millionenbereich im abgeschlossenen Geschäftsjahr erzielt werden konnten. Bedingt durch die international gestiegene Nachfrage, hat die Dynamit Nobel Defence GmbH im Jahr 2023 den bereits begonnenen Aufbau weiterer Produktionskapazitäten in Europa durch Gründung eines Joint Ventures in Budapest, Ungarn, fortgesetzt. Das Joint Venture befindet sich im Aufbau und hat die operative Tätigkeit noch nicht aufgenommen. Ziviles Geschäftsfeld Das Geschäft mit dem Feuerlöschsystem Dynameco konnte durch Umsätze von 1.673 T€ gegenüber dem Vorjahr mit 1.656 T€ auf hohem Niveau stabilisiert werden. II. Ertragslage Die Umsatzerlöse des Geschäftsjahres 2023 liegen mit 132 Mio. € um 4,9% über denen des Vorjahres und leicht über unseren Erwartungen von 130 Mio. €. Ursächlich für die Umsatzsteigerung ist die national und international gestiegene Nachfrage am Markt aufgrund der weltweit zunehmenden geostrategischen Konflikte. Trotz des gestiegenen Umsatzes verschlechterte sich das Jahresergebnis gegenüber dem Vorjahr von 10.575 T€ auf 3.174 T€. Im Gegensatz dazu stieg die Betriebsleistung (= Umsatzerlöse + Bestandsveränderung + aktivierte Eigenleistungen + sonstige betriebliche Erträge) auf 142.205 T€ gegenüber dem Vorjahr (131.222 T€). Hierbei wirkte sich neben der Umsatzsteigerung auch die im Vergleich zum Vorjahr positiv ausgefallene Bestandsveränderung im Vorratsvermögen von 3.172 T€ (Vorjahr: negativ -11.962 T€) aus, welche partiell durch eine Verminderung der sonstigen betrieblichen Erträge auf 6.376 T€ (Vorjahr: 16.973 T€) kompensiert wurden. Dabei ergab sich der Rückgang der sonstigen betrieblichen Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen für Offset-Verpflichtungen in Höhe von 14.708 T€ im Vorjahr. Einhergehend mit dem Anstieg der Betriebsleistung erhöhte sich der Materialaufwand mit 77.896 T€ (Vorjahr: 64.703 T€) sowie die sonstigen betrieblichen Aufwendungen mit 19.410 T€ (Vorjahr: 17.262 T€) gegenüber dem Vorjahr. Dabei stieg die Materialeinsatzquote (= Materialaufwand / Betriebsleistung ohne sonstige betriebliche Erträge) aufgrund gestiegener Beschaffungskosten lediglich um 0,8%-Punkte auf 57,3%. Aufgrund der guten Auftragssituation, verbundenen mit der weiter steigenden Auslastung in den Bereichen der schultergestützten Waffensysteme, Schutz, Digital und Counter Mobility, erhöhte sich der Personalaufwand durch die gestiegene Mitarbeiterzahl und inflationsbedingter Personalkostensteigerungen von 33.941 T€ im Vorjahr auf 36.095 T€ im Geschäftsjahr 2023. Der Anstieg der Zinsen und ähnlichen Aufwendung auf 1.110 T€ (Vorjahr: 549 T€) resultiert im Wesentlichen aus der Zunahme projektbezoger Aval- und Akkreditivkosten. In Zusammenhang mit der Erhöhung des Bestandes an liquiden Mitteln konnten Zinserträge in Höhe von 707 T€ (Vorjahr: 1 T€) erwirtschaftet werden. Insgesamt führten die inflationsbedingten Kostensteigerungen zu einer verminderten Profitabilität in einzelnen Aufträgen. Der Rückgang des Jahresüberschusses auf 3.174 T€ (Vorjahr: 10.575 T€) ist insbesondere auf außergewöhnlich hohe sonstigen betrieblichen Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen im Vorjahr zurückzuführen. III. Finanzlage Der Liquiditätsbestand hat sich gegenüber dem Vorjahr stichtagsbezogen um 62.885 T€ erhöht. Diese Veränderung setzte sich wie folgt zusammen:
Die wesentlichen Gründe für den positiven Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit (Vorjahr: +42.402 T€) bestehen neben dem Jahresüberschuss von 3.174 T€ vor allem in der Erhöhung der erhaltenen Anzahlungen im Vergleich zum Vorjahr. Dieser Effekt wurde teilweise kompensiert durch die Zunahme des Vorratsvermögens und der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie der Verminderung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Der Gesellschaft stehen bei ihren Hausbanken Kreditrahmen für Avale und Liquiditätsbedarf im Gesamtvolumen von 97,6 Mio. € zur Verfügung. Die Kreditrahmen sind durch Garantien der obersten Konzernmutter besichert. Die zur Verfügung gestellten Rahmen waren zum Abschlussstichtag zu 39,2% ausgeschöpft und zwar ausschließlich durch Avale. IV. Vermögenslage Die Bilanzsumme hat sich im Vergleich zum Vorjahr deutlich um 81,3% auf 256.735 T€ erhöht. Diese Veränderung ist im Wesentlichen der Zunahme der liquiden Mittel um 62.885 T€ auf 105.287 T€, der Erhöhung des Vorratsvermögens um 29.472 T€ auf 86.825 T€ sowie dem Anstieg der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen Dritte und verbundene Unternehmen um 19.590 T€ auf 28.031 T€, geschuldet. Die Veränderung der Passivseite wurde neben der projektabhängigen Erhöhung der erhaltenen Anzahlungen um 116.606 T€ auf 152.658 T€ durch den Jahresüberschuss von 3.174 T€ verursacht. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden Investitionen in das Sachanlagevermögen und die immateriellen Vermögensgegenstände in Höhe von 6.317 T€, die insbesondere der Ausweitung unserer Produktionsanlagen dienen, getätigt. Die Abschreibungen auf das Anlage-vermögen beliefen sich auf 3.636 T€. Darüber hinaus wurden im Zuge der Produktionsausweitung weitere Investitionen in das Finanzanlagevermögen in Höhe von 3.258 T€ für die Beteiligung an der neu gegründeten Dynamit Nobel Defence Zrt. mit Sitz in Budapest/Ungarn getätigt. In Verbindung mit dem erheblichen Anstieg des Auftragsbestandes sowie damit in Zusammenhang stehender langfristiger Lieferverpflichtungen und zur Sicherstellung der Materialversorgung wurden relevante Investitionen in das Vorratsvermögen getätigt. Hierbei erhöhte sich insbesondere der Bestand an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen auf 40.683 T€ (Vorjahr: 22.380 T€) sowie damit in Zusammenhang stehend die geleisteten Anzahlungen auf 11.327 T€ (Vorjahr: 1.587 T€). Aufgrund von zum Jahresende erfolgten Auslieferungen haben sich die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um 13.712 T€ auf 19.536 T€ erhöht. Die liquiden Mittel haben sich im Geschäftsjahr um 62.886 T€ auf 105.287 T€ erhöht. Dies steht im Wesentlichen in Verbindung mit dem auftragsbezogenen Anstieg der erhaltenen Anzahlungen auf 152.658 T€, gegenüber 36.052 T€ im Vorjahr. Die sonstigen Rückstellungen haben sich im Vergleich zum Vorjahr um insgesamt 4.079 T€ vermindert. Innerhalb dieser Bilanzposition kam es zu Verschiebungen, welche im Wesentlichen Offset- Verpflichtungen (-9.089 T€), Sachwertverpflichtungen (+6.818 T€) sowie Gewährleistungsrückstellungen (-3.801 T€) betrafen. Die Zunahme der sonstigen Verbindlichkeiten um 2.160 T€ auf 2.621 T€ ergibt sich aus den zum Bilanzstichtag bestehenden lieferbezogenen Umsatzsteuerverbindlichkeiten. In Zusammenhang mit dem Jahresüberschuss und der überproportional gestiegenen Bilanzsumme hat sich die Eigenkapitalquote gegenüber dem Vorjahr von 23,7% auf 14,3% vermindert. V. Personal Die durchschnittliche Belegschaftszahl (ohne Leiharbeitnehmer) hat sich gegenüber dem Vorjahr um 34 auf 390 Mitarbeiter erhöht. VI. Forschung und Entwicklung Die Gesellschaft betreibt am Standort Würgendorf Forschung und Entwicklung mit insgesamt 40 Mitarbeitern (Vorjahr: 40). Für eigenfinanzierte Entwicklungen wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr zur nachhaltigen Sicherung der Umsatzziele und der technologischen Marktführerschaft bei schultergestützten, ballistischen Waffen, reaktivem Fahrzeugschutz sowie Digitalisierung und Counter Mobility insgesamt 3,3% des Jahresumsatzes aufgewendet. VII. Umwelt und Qualitätsmanagement Das Qualitätsmanagementsystem der Dynamit Nobel Defence GmbH wurde vollständig überarbeitet und modernisiert. Dieses neue Managementsystem wurde im März 2023 im Rahmen eines erneuten Rezertifizierungsaudits nach DIN EN 9100:2018 erfolgreich auditiert und zertifiziert. Ebenfalls erfolgreich wurden im August 2023 das 2. Überwachungsaudit für das Umweltmanagementsystem nach ISO 14001:2015 und das Energiemanagementsystem nach ISO 50001:2015 auditiert. Für den gesamten Standort wird durch die Würgendorf Genehmigungshaltergesellschaft mbH (WGHG) ein Umweltmanagementsystem nach ISO 14001:2015 aufrechterhalten. Dieses wurde im Juni 2023 im Rahmen des 2. Überwachungsaudits erfolgreich überprüft. VIII. Risiken der künftigen Entwicklung Die Dynamit Nobel Defence GmbH ist in das Risikomanagement der obersten Muttergesellschaft integriert. Die Gesellschaft steuert und überwacht die bestehenden Risiken unter konservativer vorsichtiger Risikostrategie und Einschaltung entsprechender Kontrollgremien des Konzerns. Finanzwirtschaftliche Risiken Die Entwicklung von Fremdwährungen kann ein Risiko für die Gesellschaft darstellen. Zur Minimierung dieses Risikos werden bei Bedarf sowohl auf der Einkaufs- als auch auf der Verkaufsseite entsprechende Kurssicherungsgeschäfte abgeschlossen. Ausfallrisiken hinsichtlich der Lieferforderungen sind unwesentlich, da es sich zum überwiegenden Teil um öffentliche Auftraggeber handelt. Auslandsaufträge werden bei entsprechender Risikoanalyse über Akkreditive abgesichert. Etwaige Risiken aus Zahlungsstromschwankungen bei Finanzinstrumenten sind nicht wesentlich. Andere Risiken werden im Rahmen einer wöchentlich revolvierenden Liquiditätsplanung erfasst. Liquiditätsrisiken sind aus heutiger Sicht nicht erkennbar. Die Finanzierung etwaiger Liquiditätsrisiken erfolgt, soweit notwendig, im Rahmen bestehender Kreditlinien. Operative Risiken Ein wesentliches Risiko der Gesellschaft ist weiterhin das Vergabeverhalten von Aufträgen der öffentlichen Hand und die jeweilige Auftragsgröße. In der Regel zeichnen 5-10 Aufträge verantwortlich für ca. 75% des Jahresumsatzes. Das potentielle Ergebnisrisiko bei Großaufträgen mit hohem Entwicklungsanteil wird durch eine mitlaufende Kalkulation und fortlaufendes Projektcontrolling minimiert. Für das Hauptgeschäftsfeld Wehrtechnik besteht aufgrund des nach wie vor hohen Exportanteils, der für das Jahr 2024 auf über 60% budgetiert wurde, grundsätzlich das politische Risiko hinsichtlich der Erteilung von Exportgenehmigungen. Die Kompetenz und das Engagement der Mitarbeiter sind entscheidend für den Erfolg des Unternehmens. Die Rekrutierung und das Binden von Fachkräften gehören zu den höchsten Prioritäten. Dennoch ist es möglich, dass sich mitarbeiterbezogene Risiken ergeben, die sich auf die Geschäftstätigkeit auswirken. Die bereits in Verbindung mit der COVID 19-Pandemie entstandene und durch den Ukraine-Konflikt erheblich verstärkte Verknappung bei Rohstoffen und Energie bedingt einen erheblichen Anstieg der damit verbundenen Beschaffungspreise und auch Lieferzeiten. Sollte diese Dynamik länger anhalten, kann sich dies negativ auf die Geschäftsabläufe auswirken sowie zu Kostensteigerungen und Lieferverzögerungen führen. IX. Prognosebericht und Chancen der künftigen Entwicklung Dynamit Nobel Defence GmbH ist für die Bundeswehr, die NATO und die Streitkräfte zahlreicher befreundeter Staaten Deutschlands ein wichtiger Systempartner auf den Gebieten Sicherheit und Verteidigung. In vielen Nationen hat die Modernisierung der Streitkräfte bereits in den vergangenen Jahren einen hohen Stellenwert eingenommen. Mit Blick auf die weltweit zunehmenden militärischen Auseinandersetzungen, sowohl in der in der Ukraine als auch im Nahen und Mittleren Osten haben Investitionen in die nationale Sicherheit zusätzlich an Bedeutung gewonnen. Dies spiegelt sich insbesondere in den bereits erhöhten und in zahlreichen Staaten auch voraussichtlich dauerhaft steigenden Verteidigungsbudgets wider. Für das Jahr 2024 wird aufgrund unseres aktuellen Auftragsbestands und neu qualifizierter Produkte ein Umsatz von 150 Mio. € erwartet, verbunden mit einem Jahresüberschuss von ca. 11 Mio. €. Die Auftragslage bleibt weiterhin positiv und es stehen Eintritte in neue Absatzmärkte für das kommende Geschäftsjahr an. Auf Basis der Businessplandaten bis 2026 wird für die Jahre 2024 und 2025 ein positiver Bestand an Liquiden Mitteln von 60 - 80 Mio. € erwartet. Die Gesellschaft war und ist aus heutiger Sicht für einen mittelfristigen Betrachtungszeitraum jederzeit in der Lage, ihren finanziellen Verpflichtungen nachzukommen.
Burbach, 06. September 2024 Dynamit Nobel Defence GmbH Michael Humbek, Geschäftsführer Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 2023Allgemeine Hinweise Der vorliegende Jahresabschluss wurde auf der Grundlage der Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des Handelsgesetzbuches sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften (§ 267 Abs. 3 HGB). Die Gesellschaft hat Ihren Sitz in Burbach und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Siegen unter der Registernummer HRB 6701. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend: Die immateriellen Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten angesetzt. Der Werteverzehr wurde durch planmäßige lineare Abschreibungen auf Grundlage der voraussichtlichen Nutzungsdauer berücksichtigt. Für den Geschäfts- und Firmenwert konnte die individuelle betriebliche Nutzungsdauer nicht zuverlässig geschätzt werden und wurde daher gemäß § 253 Abs. 3 Satz 4 HGB auf zehn Jahre festgelegt. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Der Werteverzehr wurde durch planmäßige lineare als auch durch degressive Abschreibungen auf Grundlage der betriebsindividuellen Nutzungsdauer berücksichtigt. Vermögensgegenstände wurden bis zu einem Wert von 800,00 € gemäß § 6 Abs. 2a EStG im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben. Der Abgang wird nach einem Zeitraum von drei Jahren unterstellt. Der Ansatz der Beteiligungen erfolgte mit den Anschaffungskosten. Die beizulegenden Zeitwerte der Deckungsansprüche aus Rückdeckungsversicherungen wurden entsprechend § 246 Abs. 2 HGB mit den Rückstellungen für Pensionen verrechnet. Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen werden zu durchschnittlichen Anschaffungskosten oder zu niedrigeren Tagespreisen am Bilanzstichtag bewertet. Unfertige und fertige Erzeugnisse werden auf der Basis von Einzelkalkulationen gemäß der aktuellen Betriebsabrechnung zu Herstellungskosten bewertet. Neben den direkt zurechenbaren Materialkosten, Fertigungslöhnen und Sondereinzelkosten der Fertigung sind auch Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie Abschreibungen auf Vermögensgegenstände des Anlagevermögens, soweit sie der Fertigung zuzurechnen sind, in den Herstellungskosten enthalten. Kosten der allgemeinen Verwaltung werden nicht in die Kalkulation mit einbezogen. Handelswaren sind zu Anschaffungskosten oder den niedrigeren Marktpreisen bilanziert. Allen erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, ist durch angemessene Abwertung Rechnung getragen worden. Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter. Die Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden mit den Anschaffungskosten nach Abzug erforderlicher Wertberichtigungen bilanziert. Die Höhe der Wertberichtigungen richtet sich nach dem wahrscheinlichen Ausfallrisiko. Die Guthaben bei Kreditinstituten wurden mit dem Nominalbetrag bewertet. Die Umrechnung von Beträgen in fremder Währung erfolgte gemäß § 256a HGB mit dem Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag. Die Rückstellungen für Pensionen sind gemäß der Projected-Unit-Credit-Method nach handelsrechtlichen Grundsätzen unter Berücksichtigung eines 10-jährigen durchschnittlichen Rechnungszinses von 1,82 % p. a., der "Richttafeln 2018 G" von Heubeck, einer Gehaltssteigerung von 2,50 % und einer Rentenanpassung von 2,50 % bewertet. Die Rückstellungen entsprechen damit dem Wert, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und sind in der Höhe ihrer Erfüllungsbeträge angesetzt, die nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig sind. Soweit die zugrunde liegende Verpflichtung eine Laufzeit von mehr als einem Jahr aufweist, erfolgt der Ansatz gemäß § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB mit dem Barwert. Die innerhalb der sonstigen Rückstellungen passivierten Rückstellungen für Dienstjubiläen wurden mit einem 7-jährigen durchschnittlichen Zinssatz von 1,74 % abgezinst. Weiterhin wurden Rückstellungen für Offset-Verpflichtungen mit 1,03 % - 1,31 % abgezinst. Die Verbindlichkeiten wurden mit ihren Erfüllungsbeträgen passiviert. Geschäftsvorfälle in fremder Währung wurden mit dem Kurs zum Zeitpunkt der Erstverbuchung bewertet. Forderungen und Verbindlichkeiten werden bei Laufzeiten unter einem Jahr mit dem Stichtagskurs bewertet, bei Laufzeiten von über einem Jahr unter Beachtung des Imparitätsprinzips. Erläuterungen zur Bilanz Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt. Angaben zum Anteilsbesitz
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren, wie im Vorjahr, vollständig aus Lieferungs- und Leistungsbeziehungen. Guthaben bei Kreditinstituten Die Guthaben bei Kreditinstituten sind in Höhe von 3.201 T€ verpfändet zur Besicherung von Avalkrediten. Pensionsrückstellungen Infolge der durch das BilMoG geänderten Bewertungsgrundlagen der Pensionsrückstellungen ist der Differenzbetrag gemäß EGHGB Art. 67 Abs. 1 ratierlich über 15 Jahre bis zum 31.12.2024 nachzuholen. Der aufgrund der durch das BilMoG geänderten Bewertungsgrundlagen sich zum 31.12.2023 ergebende Unterschiedsbetrag für Pensionsverpflichtungen und somit noch aufzuholende Aufwand beträgt insgesamt 22 T€. Im Jahr 2023 wurden, wie im Vorjahr, 22 T€ vollständig ergebniswirksam über die sonstigen betrieblichen Aufwendungen zugeführt. Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Pensionsrückstellungen nach Maßgabe des durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz nach Maßgabe des durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren beträgt 156 T€ (Vorjahr: 661 T€). Der Unterschiedsbetrag kommt aufgrund der gesetzlichen Änderung des § 253 Abs. 2 HGB, die im Geschäftsjahr 2016 erstmals anzuwenden war, zu Stande. Der Unterschiedsbetrag unterliegt einer Ausschüttungssperre gemäß § 253 Abs. 6 HGB. Gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB sind Rückdeckungsversicherungen, die dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind und ausschließlich der Erfüllung von Schulden aus Altersversorgungsverpflichtungen und Altersteilzeitverpflichtungen dienen, mit diesen Verpflichtungen verrechnet worden. Angaben zur Verrechnung § 246 Abs. 2 S. 2 HGB:
Aufgrund der Aktivierung eines aktivischen Unterschiedsbetrags aus der Vermögensverrechnung besteht grundsätzlich eine Ausschüttungssperre gemäß § 268 Abs. 8 HGB in Höhe von 192 T€. Die in der Bilanz ausgewiesenen Pensionsrückstellungen von 10.300 T€ enthalten die nach der Vermögensverrechnung verbleibenden Pensionsrückstellungen von 75 T€. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für Sachwertverpflichtungen (16.418 T€), Gewährleistungsverpflichtungen (9.401 T€), sonstige Personalaufwendungen (6.537 T€) sowie ausstehende Rechnungen (2.982 T€) gebildet. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten sind mit Ausnahme der üblichen Eigentumsvorbehalte bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen ungesichert und haben, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen bestehen in Höhe von 1.503 T€. Die Verträge enden zwischen 2024 und 2028. Die eingegangenen finanziellen Verpflichtungen dienen der Produktionsausweitung sowie dem Erhalt der Liquidität. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung
Periodenfremde Erträge/Aufwendungen Die Gesellschaft hat im Geschäftsjahr aus der Auflösung von Rückstellungen aperiodische Erträge in Höhe von 5.705 T€ (Vorjahr: 15.878 T€) erzielt, die unter den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen werden. Davon sind 4.202 T€ (Vorjahr: T€ 14.684) als Erträge von außergewöhnlicher Größenordnung und Bedeutung zu qualifizieren. Währungskurseffekte Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten im Berichtsjahr Erträge aus Währungskursumrechnungen in Höhe von 113 T€ (Vorjahr: 586 T€). In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Währungskurseffekte in Höhe von 589 T€ (Vorjahr: 657 T€) enthalten. Finanzergebnis Im Posten Zinsen und ähnliche Aufwendungen sind Aufwendungen aus Aufzinsungen von 30 T€ (Vorjahr: 350 T€) enthalten, welche sich vollständig auf die nicht-kurzfristigen Rückstellungen beziehen. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Aus unterschiedlichen handels- und steuerrechtlichen Wertansätzen, und zwar im Wesentlichen bei der Abzinsung von sonstigen Rückstellungen sowie den Pensionsrückstellungen, resultieren im Geschäftsjahr aktive latente Steuern. Der Berechnung liegt ein Steuersatz von 29,0 % zugrunde. Auf den Ansatz des Überhangs an aktiven latenten Steuern wurde gemäß § 274 Abs. 1 HGB verzichtet. Sonstige Angaben Abschlussprüferhonorar Im Jahresabschluss sind Honorare für Abschlussprüfungsleistungen des Geschäftsjahres in Höhe von 73 T€ sowie für andere Bestätigungsleistungen von 40 T€ enthalten. Weitere Honorare sind nicht angefallen. Aufsichtsrat (Supervisory Board):
Die Aufsichtsratsmitglieder erhalten für ihre Tätigkeit keine Bezüge. Geschäftsführung: Herr Michael Humbek Gesamtbezüge der Geschäftsführung Von der Erleichterung gemäß § 286 Abs. 4 HGB wird Gebrauch gemacht. Mitarbeiter Durchschnittliche Zahl der beschäftigten Mitarbeiter während des Geschäftsjahres:
Jahresüberschuss Der Bilanzgewinn in Höhe von 28.669 T€, bestehend aus dem Gewinnvortrag von 25.495 T€ und dem Jahresüberschuss in Höhe von 3.174 T€, soll gemäß dem Vorschlag der Geschäftsführung auf neue Rechnung vorgetragen werden. Konzernverhältnisse Der Jahresabschluss wird in den Konzernabschluss der Rafael Ltd., Haifa, Israel, als höchste Konzernspitze, die den Konzernabschluss für den kleinsten und den größten Konsolidierungskreis aufstellt, einbezogen. Der Konzernabschluss wird nicht offengelegt. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag Nach dem Schluss des Geschäftsjahres 2023 sind keine Vorgänge eingetreten, die wesentliche Auswirkungen auf die Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage des Unternehmens gehabt hätten.
Burbach, 06. September 2024 Dynamit Nobel Defence GmbH Michael Humbek, Geschäftsführer Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Dynamit Nobel Defence GmbH, Burbach Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Dynamit Nobel Defence GmbH, Burbach, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Dynamit Nobel Defence GmbH, Burbach, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Frankfurt am Main, den 6. September 2024 Deloitte
GmbH
Gerd Kreuzburg, Wirtschaftsprüfer Pierre Back, Wirtschaftsprüfer |
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