Institute für Factoring-Geschäfte
MedArtis GmbH
Am Gansacker 10, 79224 Umkirch, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Matthias Schupp seit 14.11.2024 | Prokura |
Mareike Frieda Gretchen Loch seit 7.4.2021 | Geschäftsführer |
Klaus Schröder seit 11.3.2020 | Prokura |
Susanne Born seit 11.3.2020 | Prokura |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
MedArtis AG | 100.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
MedArtis GmbHUmkirchJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022Inhaltsverzeichnis Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers Rechnungslegung Auftragsbedingungen, Haftung und Verwendungsvorbehalt Allgemeine Auftragsbedingungen Hinweis: Den nachfolgenden Bestätigungsvermerk haben wir, unter Beachtung der gesetzlichen und berufsständischen Bestimmungen, nach Maßgabe der in der Anlage "Auftragsbedingungen, Haftung und Verwendungsvorbehalt" beschriebenen Bedingungen erteilt. Falls das vorliegende Dokument in elektronischer Fassung für Zwecke der Offenlegung gemäß § 325 HGB verwendet wird, sind für diesen Zweck daraus nur die Dateien zur Rechnungslegung und im Falle gesetzlicher Prüfungspflicht der Bestätigungsvermerk resp. der diesbezüglich erteilte Vermerk bestimmt. Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die MedArtis GmbH Eingeschränkte Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der MedArtis GmbH, Umkirch, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der MedArtis GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung mit Ausnahme der genannten Einschränkungen der Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die eingeschränkten Prüfungsurteile Für Vorräte in Höhe von EUR 25,2 Mio. konnte zum 31. Dezember 2022 die Bewertung nicht hinreichend nachgewiesen werden, da uns die Gesellschaft keine Nachweise zu der Einzelbewertung der Vermögensgegenstände liefern konnte und wir durch alternative Prüfungshandlungen keine hinreichende Sicherheit über deren Bewertung gewinnen konnten. Wir können daher nicht ausschließen, dass Änderungen, insbesondere am Ausweis der Vorräte, des Jahresergebnisses sowie des Eigenkapitals, hätten vorgenommen werden müssen. Dieser Sachverhalt beeinträchtigt möglicherweise auch die Darstellung des Geschäftsverlaufs im Lagebericht einschließlich des Geschäftsergebnisses und der Lage der Gesellschaft sowie die Darstellung der Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung. Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere eingeschränkten Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Freiburg i. Br., 20. Dezember 2024 EY
GmbH & Co. KG
Andreas Schmidt, Wirtschaftsprüfer Johannes Löffler, Wirtschaftsprüfer Bilanz zum 31. Dezember 2022Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für 2022
Anhang für 2022Allgemeine Angaben Der Jahresabschluss der MedArtis GmbH mit Sitz in Umkirch (Amtsgericht Freiburg; Register-Nr. HRB 5534) wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten. Soweit ein Wahlrecht hinsichtlich einer Angabe in der Bilanz einerseits oder dem Anhang andererseits besteht, wurde dieses Wahlrecht aus Gründen der Übersichtlichkeit grundsätzlich zu Gunsten der Angabe im Anhang ausgeübt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren angewandt. Nach den in § 267 Abs. 2 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine große Kapitalgesellschaft. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungskosten angesetzt und um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände und entsprechend linear vorgenommen. Innerhalb der Finanzanlagen wurden die Anteilsrechte zu Anschaffungskosten angesetzt. Bei den Vorräten wurden die Waren zu Anschaffungskosten bzw. dem gleitenden Durchschnittspreis angesetzt. Alle erkennbaren Risiken die sich aus überdurchschnittlicher Lager-dauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken zum Nennwert bewertet. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen. Die flüssigen Mittel werden zu Nennwerten bewertet. Als Rechnungsabgrenzungsposten sind Ausgaben vor dem Bilanzstichtag ausgewiesen, sofern sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert. Die Rückstellungen (Steuer- und sonstige Rückstellungen) wurden so bemessen, dass sie nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung allen erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen Rechnung tragen und sind mit dem Erfüllungsbetrag (d.h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt. Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Latente Steuern ergaben sich im Berichtsjahr keine, da keine temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen bestehen. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden zum Abschlussstichtag mit dem Devisenkassamittelkurs umgerechnet. Erläuterungen zur BilanzAnlagevermögen Bei den Anteilen an verbundenen Unternehmen, die in den Finanzanlagen ausgewiesen sind, handelt es sich um eine 1%ige Beteiligung am Stammkapital der Medartis Sp. z o.o. Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt. Es werden planmäßige Abschreibungen vorgenommen. Die dabei zugrunde gelegten Nutzungsdauern sind:
Vorräte
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber der Gesellschafterin in Höhe von TEUR 23.265 (Vorjahr: TEUR 8.208). Rückstellungen
Die sonstigen Rückstellungen wurden für Provisionen in Höhe von TEUR 1.107 (Vorjahr: TEUR 900), für anfallende Aufwendungen für den Personalbereich mit TEUR 178 (Vorjahr: TEUR 104) sowie die übrigen mit der normalen Geschäftstätigkeit der Gesellschaft im Zusammenhang stehenden Risiken in Höhe von TEUR 163 (Vorjahr: TEUR 81) gebildet. Verbindlichkeiten
In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von TEUR 86 (Vorjahr: TEUR 74) sowie im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von TEUR 42 (Vorjahr: TEUR 13) enthalten. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 373 (Vorjahr: TEUR 2.023) resultieren aus Lieferungen und Leistungen. Die in den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthaltenen Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter in Höhe von TEUR 52.690 (Vorjahr: TEUR 39.437) entfallen in Höhe von TEUR 10.009 auf Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (Vorjahr: TEUR 17.249) und in Höhe von TEUR 42.681 (Vorjahr: TEUR 22.188) auf ein Darlehen. Das Darlehen wird nicht verzinst. Somit liegt ein wesentliches Geschäft mit nahe stehenden Unternehmen zu nicht marktüblichen Bedingungen vor. Erläuterungen zur Gewinn- und VerlustrechnungAufgliederung der Umsatzerlöse
Sonstige betriebliche Erträge In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Kursanpassungen in Höhe von TEUR 26 (Vj. TEUR 23) enthalten. Personalaufwendungen
Die sozialen Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung enthalten Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von TEUR 325 (Vorjahr TEUR 320). Sonstige betriebliche Aufwendungen In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus Kursanpassungen in Höhe von TEUR 53 (Vj. TEUR 4) enthalten. Sonstige AngabenHaftungsverhältnisse Es bestehen keine Eventualverbindlichkeiten und Haftungsverhältnisse im Sinne des § 251 HGB. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen in Höhe von TEUR 1.285 sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen. Die Verträge enden im Zeitraum zwischen 2023 und 2026. Geschäftsführung Als Geschäftsführerin war im Geschäftsjahr bestellt: Frau Mareike Frieda Gretchen Loch (Vice President EMEA, Medartis Gruppe) Unter Inanspruchnahme von § 268 Abs. 4 HGB unterbleibt die Angabe über die Gesamtbezüge der Geschäftsführung. Mitarbeiter Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigten Arbeitnehmer betrug 69 (Vorjahr: 57) Folgende Arbeitnehmergruppen waren beschäftigt:
Konzernzugehörigkeit Die MedArtis GmbH wird in den Konzernabschluss der Medartis Holding AG mit Sitz in Basel, Schweiz, welcher den größten und kleinsten Konsolidierungskreis umfasst, einbezogen. Er ist im Internet über www.medartis.com abrufbar. Honorar Abschlussprüfer Das Honorar des Abschlussprüfers für Prüfungsleistungen wurde mit TEUR 29 angesetzt. Nachtragsbericht Nach dem Bilanzstichtag sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die wesentliche finanzielle Auswirkungen haben. ErgebnisverwendungsvorschlagDie Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss und den Gewinnvortrag auf neue Rechnung vorzutragen.
Umkirch, 19. Dezember 2024 Mareike Loch Geschäftsführung Entwicklung des Anlagevermögens 2022
Lagebericht 2022MedArtis GmbHA. Grundlagen des Unternehmens I. Geschäftsmodell Die MedArtis GmbH ist eine Tochtergesellschaft der Medartis AG, Basel, Schweiz, und damit Bestandteil der internationalen Medartis Gruppe. Die MedArtis GmbH ist die deutsche Verkaufsgesellschaft, welche die Produkte der Medartis AG im deutschen Markt vertreibt. Zu diesen Produkten gehören insbesondere medizinische Implantate sowie Schrauben und Drähte, aber auch Operationsinstrumente, die im Bereich der Restaurierung von oberen und unteren Extremitäten sowie im Gesichts- und Schädelbereich verwendet werden. Zielkunden der MedArtis GmbH sind deutsche Krankenhäuser, Spezialärzte und -kliniken, die entsprechend operative Eingriffe in oben besagten Bereichen durchführen. Hierbei wird unterschieden zwischen Eingriffen im Unfallchirurgie Bereich (sog. «Trauma-Geschäft») und andererseits sog. «elektiver» Eingriffe. Letzteres sind Operationen (etwa im Arthrose Bereich), welche mit entsprechender Vorlaufzeit von Arzt und Patient geplant werden und welche sich verschieben lassen. Aufgrund der geografischen Nähe zu ihrer Muttergesellschaft sowie der unternehmensrechtlichen Registrierung der MedArtis GmbH in der Europäischen Union erbringt die MedArtis GmbH für den Wirtschaftsraum der Europäischen Union Logistikdienstleistungen. Hierzu gehört das Führen eines Produktelagers sowie der Versand von Produkten an andere Gruppengesellschaften und Distributoren in der Europäischen Union («EU Hub»). Aufgrund der neuen «Medical Device Regulations» (MDR-Richtlinien) hat die Medartis Gruppe im Jahr 2021 entschieden, die MedArtis GmbH als Importeur für den europäischen Raum einzusetzen. Konkret bedeutet dies, dass die MedArtis GmbH sämtliche Produkte für den Europäischen Raum bei der Medartis AG, Basel, Schweiz, einkauft und an die Medartis AG Tochtergesellschaften sowie Distributoren in der EU weiterverkauft und somit zusätzlich die Funktion eines Logistikhub «EU-Hubs» übernimmt. Vor dem Jahr 2021 wurden diese Transaktionen von der Medartis AG, Schweiz, durchgeführt, die über ein Warenlager in Umkirch verfügte. II. Forschung und Entwicklung Die MedArtis GmbH betreibt selbst keinerlei Forschung und Entwicklung, sondern konzentriert sich ausschließlich darauf, die in der Schweiz entwickelten sowie produzierten Produkte im deutschen Markt und seit dem letzten Geschäftsjahr an andere Gruppengesellschaften und Distributoren innerhalb der Europäischen Union zu verkaufen. Die MedArtis GmbH beschäftigte im Berichtzeitraum keine Mitarbeiter im Bereich Forschung und Entwicklung. B. Wirtschaftsbericht I. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland war im Jahr 2022 stark von den Folgen des Ukraine- Krieges geprägt, insbesondere durch massive Energiepreissteigerungen. Angesichts der zunehmenden Inflation und der deutlichen Abwertung des Euro gegenüber dem US-Dollar leitete die Europäische Zentralbank (EZB) im Jahr 2022 nach über einem Jahrzehnt lockerer Geldpolitik eine Wende ein. Hinzu kamen verschärfte Material- und Lieferengpässe, der Fachkräftemangel sowie die anhaltende, wenn auch im Jahresverlauf abgeschwächte Corona-Pandemie. Aufgrund dieser weiterhin schwierigen Rahmenbedingungen blieb die wirtschaftliche Erholung im Jahr 2022 verhalten. Im Vergleich zu 2019, dem Jahr vor Beginn der Corona-Pandemie, lag das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) in Deutschland um 0,7 % höher (Quelle: destatis.de). Im Vergleich zum Vorjahr 2021 stieg das BIP 2022 um 1,8 Prozentpunkte (Quelle: destatis.de). Der Gesundheitssektor verzeichnete ein Ausgabenwachstum von 4,96 % gegenüber 2021 (Quelle: statista.de). Trotz der gestiegenen Gesundheitsausgaben sank der relative Anteil der Gesundheitsausgaben am BIP im Vergleich zu 2021 von 13,2 % auf 12,8 % (Quelle: statista.de). II. Geschäftsverlauf Die MedArtis GmbH konnte trotz der Herausforderungen in der allgemeinen wirtschaftlichen Lage im Jahr 2022 ein zufriedenstellendes Geschäftsergebnis erzielen. Der Umsatz stieg um 36,4 % auf 68,5 Mio. EUR gegenüber 50,2 Mio. EUR im Vorjahr. Dies entspricht der im Vorjahr prognostizierten Umsatzsteigerung von 30 bis 40 % und ist vor allem auf den erfolgreichen Ausbau der Umsätze mit den Tochtergesellschaften der Medartis AG sowie den ausländischen Distributoren zurückzuführen. Das Ergebnis vor Steuern ist um TEUR 165 auf TEUR 1.176 gestiegen, dies entspricht einem Anstieg von 16,3 %. Dies entspricht der im Vorjahr prognostizierten Steigerung im unteren zweitstelligen Bereich. Zudem konnte der bereits hohe Marktanteil im Bereich der oberen Extremitäten weiter ausgebaut werden. Zum Wachstum trugen auch die Umsätze mit KeriMedical bei, für das Deutschland neben Österreich und Großbritannien ein exklusives Vertriebsrecht besitzt. Insgesamt beurteilt die Geschäftsführung den Geschäftsverlauf im abgelaufenen Geschäftsjahr als positiv. III. Lage (a) Ertragslage
Für das Geschäftsjahr 2022 weist die MedArtis GmbH eine Gesamtleistung (= Umsatzerlöse zuzüglich sonstige betriebliche Erträge) von 70,4 Mio. EUR aus. Dies vergleicht sich mit 51,8 Mio. EUR im vorherigen Geschäftsjahr. Hauptursache für den Anstieg ist die ganzjährige Funktion als «EU-Hub». Diese wird seit Mai 2021 ausgeübt. Die generierte Gesamtleistung im Zusammenhang mit dem «EU-Hub» beläuft sich auf 34,7 Mio. EUR (+ 63,7 %). Darüber hinaus verzeichnet auch das Bestandsgeschäft ein Wachstum der Gesamtleistung von 5,0 Mio. EUR (+ 16,3 %). Die Materialaufwendungen sind um TEUR 15.114 (+ 37,1 %) im Vergleich zum Anstieg der Umsatzerlöse (+ 36,4 %) überproportional gestiegen. Dies hängt insbesondere mit der Funktion des «EU-Hubs» und den damit verbundenen Tätigkeiten zusammen, die sich im Wesentlichen auf Logistik-Dienstleistungen beschränken. Dies schlägt sich in der Bruttomarge nieder, welche für den «EU-Hub» deutlich niedriger ausfällt als für das bestehende Geschäft. Die Personalaufwendungen erhöhen sich um 9,8 % TEUR 6.326,1 aufgrund eines Stellenaufbaus. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen steigen um 52,9 % auf TEUR 5.480, was im Wesentlichen auf höhere Market Support Kosten für den Aufbau der Marke Medartis sowie die Einführung der Medartis Produkte bei den belieferten Tochtergesellschaften zurückzuführen ist. Das Ergebnis vor Steuern verzeichnet mit TEUR 1.176,5 einen Zuwachs von 16,3 % gegenüber dem Vorjahr. (b) Vermögens- und Finanzlage
Die Bilanzsumme der MedArtis GmbH hat sich im Berichtsjahr gegenüber dem Vorjahr um 27,6 % (+ TEUR 13.740,2) erhöht und beträgt zum 31. Dezember 2022 TEUR 63.526,0. Auf der Aktivseite der Bilanz nahmen das Anlagevermögen um 24,8 % (+ TEUR 856,9) und die kurzfristigen Vermögensgegenstände (inkl. Rechnungsabgrenzungsposten) um 27,5 % (+ TEUR 12.515,6) zu. Der Anstieg des Anlagevermögens resultiert hauptsächlich aus der Aufstockung der Leihsets (+ TEUR 803,9). Die Zunahme der kurzfristigen Vermögenswerte ist im Wesentlichen auf den Anstieg der Forderungen gegen verbundene Unternehmen sowie einen moderaten Aufbau des Warenlagers zurückzuführen. Die liquiden Mittel der Gesellschaft haben sich zum Stichtag leicht erhöht und betragen zum Jahresende 1,8 % der Bilanzsumme (Vorjahr: 1,6 %). Auf der Passivseite stiegen die Verbindlichkeiten (inkl. Rückstellungen) um 29,6 % (+ TEUR 12.910,4), was vor allem auf einen Anstieg der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen zurückzuführen ist. Aufgrund des Anstiegs der Bilanzsumme ist die Eigenkapitalquote im Berichtsjahr von 12,5 % auf 11,1 % gesunken. Es ist jedoch zu erwähnen, dass die Finanzierung der MedArtis GmbH jederzeit durch die Muttergesellschaft sichergestellt ist. Die Gesellschaft war jederzeit in der Lage, ihre finanziellen Verpflichtungen zu erfüllen. IV. Chancen und Risikobericht Das Risiken- und Chancenmanagement ist ein integraler Bestandteil der konzernweiten Governance sowie Nachhaltigkeitsstrategie, welche durch das Gruppenmanagement der Medartis Gruppe gesteuert wird. Hierbei sind der CEO sowie der CFO der Gruppe für das Risikomanagement verantwortlich und rapportieren zeitnahe über alle zentralen Risiken an den Gruppen-Verwaltungsrat, speziell das Finance & Audit-Committee. Die MedArtis GmbH ist im internen Kontrollsystem der Medartis-Gruppe eingebunden. Die Risikoüberwachung und -steuerung sowie der Prozess der Risikobewertung entspricht im Übrigen auch dem Ansatz des COSO (Committee of Sponsoring Organizations), dessen integrierter interner Kontrollrahmen entsprechend verbreitet ist. Für erkannte Risiken aus der Bilanzierung und der finanziellen Berichterstattung werden relevanten Kontrollmaßnahmen im Rahmen des Medartis spezifischen Internal Control Systems (ICS) festgelegt. Risikorelevante Informationen werden jährlich bzw. ad hoc nach Bedarf gesammelt. Risiken werden kategorisiert und priorisiert - insbesondere im Hinblick auf ihre Materialität auf Rentabilität und nachhaltigem Wachstum. Auf Basis von Szenarien werden entsprechende Kontrollmaßnahmen definiert und damit Maßnahmen zur Risikominderung getroffen. Im Berichtsjahr erfolgte dies durch regelmäßige Berichterstattung und Diskussion der aktuellen Geschäftslage sowie der von Management vorausgesehenen zukünftigen Geschäftsentwicklung. Die MedArtis GmbH hat eine äußerst starke Marktpositionierung in Deutschland. Hierfür sind zum einen die hochpräzisen Produkte, die die Gruppe selbst entwickelt und herstellt, eine Voraussetzung. Ferner ist ebenso das langjährige und stabile Management der MedArtis GmbH anzuführen. Das Verkaufsteam verfügt über langjährige Kundenbeziehungen zu nahezu allen deutschen führenden Kliniken, welche im Bereich der oberen und unteren Extremitäten sowie CMF (Cranio-Maxillo-Faziale) tätig sind. In den letzten Jahren wurden zahlreiche neue Produkte in den deutschen Markt eingeführt. Hierdurch lässt sich auch in Zukunft ein weiteres Umsatzwachstum erzielen sowie weitere Marktanteile gewinnen. Das Verkaufsteam der MedArtis GmbH ist äußerst dediziert und setzt im Rahmen eines systematischen CRM (Customer Relationship Management) Tools die Weiterentwicklung der Kundenbeziehungen sowie Einführung und Verkauf neuer Produkte fort. Hieraus ergeben sich attraktive Wachstumsmöglichkeiten auch über einen längeren Zeitpunkt. In diesem Zusammenhang ist ebenfalls zu erwähnen, dass die Einführung der Europäischen Medizinprodukteverordnung (MDR) die regulatorischen Anforderungen an viele kleinere Wettbewerber erhöht hat. Da nicht alle Anbieter in der Lage sind, die neuen Anforderungen adäquat innerhalb des vorgeschriebenen Zeitraums umzusetzen, ergibt sich für MedArtis GmbH, welche nahezu alle zusätzlichen Vorschriften bereits in der Vergangenheit erfüllt hat, die Chance, ihre Marktpositionierung weiter auszubauen. Aufgrund der starken Marktposition der MedArtis GmbH und den innovativen Produkten ergeben sich diverse Chancen für die Unternehmung. Neue Produkte, insbesondere Portfolio-Erweiterungen, können über die bestehende Kundenbasis zügig etabliert- und die Marktposition entsprechend ausgebaut werden. Die spezifischen Risiken der MedArtis GmbH beschränken sich aufgrund ihrer konzentrierten Geschäftstätigkeit als Distributions- und Logistikgesellschaft ohne sonstige Markt- oder Geschäftsrisiken (sog. Limited Risk Distributor) auf das deutsche Kundenausfallrisiko sowie diverse Logistikrisiken. Letztere werden im Wesentlichen durch entsprechende Versicherungsdeckungen (Lagerrisiko, Transportrisiko) ausgeschlossen. Aufgrund des ausschließlichen Verkaufs der Produkte der MedArtis GmbH an Krankenhäuser und Spezialärzte mit solider wirtschaftlicher Lage ist das Kundenausfallrisiko als nicht materiell einzuschätzen. Die darüber hinaus verbleibenden allgemeinen Geschäftsrisiken, insbesondere das Personalrisiko war im Berichtsjahr unverändert gering und wurde durch entsprechende Managementziele sowie Geschäftsprozesse fortwährend überwacht und gesteuert. Jegliche materielle Preisrisiken auf Seiten der MedArtis GmbH wurden durch einen entsprechenden Vertrag über die Festlegung der Einkaufspreise von der Medartis AG entsprechend auf die Muttergesellschaft abgeschoben. Bestandsgefährdende Risiken werden nicht gesehen. Insgesamt sehen wir die Chancen- und Risikosituation unserer Gesellschaft als ausgewogen an. V. Prognosebericht Die Medartis GmbH verfolgte eine langfristige Strategie zur Stärkung ihrer Marktpräsenz sowohl national als auch international. Zu diesem Zweck wurden für die Jahre 2023 und 2024 gezielte Investitionen in die Infrastruktur des europäischen Lagers getätigt. Für das Geschäftsjahr 2023 wurde ein Umsatzwachstum von 10 % bis 20 % erwartet. Tatsächlich konnte im Vergleich zu 2022 ein Umsatzwachstum von TEUR 9.850 (14,4 %) auf TEUR 78.387 erzielt werden. Das Ergebnis vor Steuern konnte um TEUR 182 (15,5 %) auf TEUR 1.359 gesteigert werden. Für das Geschäftsjahr 2024 wird unter Berücksichtigung der vertraglichen Vereinbarungen mit verbundenen Unternehmen ein Umsatzwachstum zwischen 15 % und 18 % auf TEUR 90.145 bis TEUR 92.497 im Vergleich zum Geschäftsjahr 2023 erwartet. Dies führt zu einem erwarteten Anstieg des Ergebnisses vor Steuern zwischen 12 % und 15 % auf TEUR 1.522 bis TEUR 1.563 gegenüber dem Geschäftsjahr 2023, sodass eine Fortsetzung des positiven Trends prognostiziert wird.
Umkirch, 19. Dezember 2024 Mareike Loch Geschäftsführung Auftragsbedingungen, Haftung und Verwendungsvorbehalt Wir, die EY GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, haben unsere Prüfung der vorliegenden Rechnungslegung im Auftrag der Gesellschaft vorgenommen. Neben der gesetzlichen Funktion der Offenlegung (§ 325 HGB) in den Fällen gesetzlicher Abschlussprüfungen richtet sich der Bestätigungsvermerk ausschließlich an die Gesellschaft und wurde zu deren interner Verwendung erteilt, ohne dass er weiteren Zwecken Dritter oder diesen als Entscheidungsgrundlage dienen soll. Das in dem Bestätigungsvermerk zusammengefasste Ergebnis von freiwilligen Abschlussprüfungen ist somit nicht dazu bestimmt, Grundlage von Entscheidungen Dritter zu sein, und nicht für andere als bestimmungsgemäße Zwecke zu verwenden. Unserer Tätigkeit liegt unser Auftragsbestätigungsschreiben zur Prüfung der vorliegenden Rechnungslegung einschließlich der "Allgemeinen Auftragsbedingungen für Wirtschaftsprüferinnen, Wirtschaftsprüfer und Wirtschaftsprüfungsgesellschaften" in der vom Institut der Wirtschaftsprüfer herausgegebenen Fassung vom 1. Januar 2024 zugrunde. Klarstellend weisen wir darauf hin, dass wir Dritten gegenüber keine Verantwortung, Haftung oder anderweitige Pflichten übernehmen, es sei denn, dass wir mit dem Dritten eine anders lautende schriftliche Vereinbarung geschlossen hätten oder ein solcher Haftungsausschluss unwirksam wäre. Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass wir keine Aktualisierung des Bestätigungsvermerks hinsichtlich nach seiner Erteilung eintretender Ereignisse oder Umstände vornehmen, sofern hierzu keine rechtliche Verpflichtung besteht. Wer auch immer das in vorstehendem Bestätigungsvermerk zusammengefasste Ergebnis unserer Tätigkeit zur Kenntnis nimmt, hat eigenverantwortlich zu entscheiden, ob und in welcher Form er dieses Ergebnis für seine Zwecke nützlich und tauglich erachtet und durch eigene Untersuchungshandlungen erweitert, verifiziert oder aktualisiert. |
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