GE Renewable Germany GmbH

Dammtorstraße 30, 20354 Hamburg, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Hamburg HRB 149732
Vorher
ALSTOM BALLARD GmbHALSTOM Erste Verwaltungs-GmbHALSTOM Renewable Germany GmbH
Eingetragen
29.5.1998
Branche
Elektrizitätserzeugung aus erneuerbaren Energieträgern ohne VerteilungElektrizitätserzeugung aus erneuerbaren Energieträgern zur VerteilungHerstellung von Turbinen
Gegenstand
Gegenstand des Unternehmens ist die Umsetzung von regenerativen Energieprojekten. Diese Tätigkeit umfasst die Projektierung, Planung, Erstellung, Entwicklung, Herstellung, Lieferung, Montage und Inbetriebnahme von sowie der Service an entsprechenden Anlagen, insbesondere Wasser-, Windkraft- und Solaranlagen und anderen regenerativen Formen der Energieerzeugung und hiermit im Zusammenhang stehende Aktivitäten, sowie die Vermittlung von Anteilen an Gesellschaften zum Erwerb und Betrieb solcher Anlagen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Andrew Keith Holden
seit 10.4.2025
Geschäftsführer
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
GE Renewable Holding B.V.NLD
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
GE Renewable Holding B.V.
Netherlands
103.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

GE Renewable Germany GmbH

Hamburg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen
I. Sachanlagen
1. Bauten auf fremden Grundstücken 725,70 1.347,70
2. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 211.954,75 266.652,75
212.680,45 268.000,45
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 1.358.026,77 1.066.576,12
2. fertige Erzeugnisse 5.654.873,15 4.573.033,39
7.012.899,92 5.639.609,51
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 9.596.814,32 11.566.698,21
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 166.211.590,65 129.570.079,80
3. sonstige Vermögensgegenstände 626.938,50 980.883,50
176.435.343,47 142.117.661,51
III. Guthaben bei Kreditinstituten 1.632,38 1.825,12
183.449.875,77 147.759.096,14
183.662.556,22 148.027.096,59

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 103.000,00 103.000,00
II. Kapitalrücklage 10.349.682,11 10.349.682,11
III. Gewinnvortrag 8.868.856,37 8.520.169,65
IV. Jahresfehlbetrag/ -überschuss -3.903.552,64 348.686,72
15.417.985,84 19.321.538,48
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 1.129.468,00 473.983,00
2. Steuerrückstellungen 736.775,36 1.122.237,86
3. Sonstige Rückstellungen 15.828.316,18 28.663.795,92
17.694.559,54 30.260.016,78
C. Verbindlichkeiten
1. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 4.261.971,47 5.068.784,81
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.138.009,20 2.701.711,56
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 139.801.167,83 87.628.430,47
4. sonstige Verbindlichkeiten 863.948,23 471.700,90
- davon aus Steuern: EUR 206.939,05 (Vorjahr EUR 180.821,18)
148.065.096,73 95.870.627,74
D. Passive Rechnungsabgrenzungsposten 2.484.914,11 2.574.913,59
183.662.556,22 148.027.096,59

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

2023
EUR
2022
EUR
1. Umsatzerlöse 71.693.764,73 121.647.869,32
2. Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 1.373.290,41 782.355,88
3. Sonstige betriebliche Erträge 2.120.899,99 481.117,07
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für bezogene Waren -9.891.579,79 -7.416.523,09
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -36.229.160,97 -81.057.598,70
-46.120.740,76 -88.474.121,79
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -11.693.281,37 -8.159.404,31
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung -2.409.489,15 -1.416.148,66
- davon für Altersversorgung: EUR 652.048,00 (i. Vj. EUR 374.990,00)
-14.102.770,52 -9.575.552,97
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -55.320,00 -9.147,75
7. sonstige betriebliche Aufwendungen -14.145.117,56 -23.229.345,27
8. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1.078,00 123,00
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -4.276.289,36 -261.173,91
- davon aus Aufzinsungen: EUR 3.437,00 (i. Vj. EUR 7.465,00)
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -381.273,66 -1.013.436,86
11. Ergebnis nach Steuern -3.892.478,73 348.686,72
12. Sonstige Steuern -11.073,91 0,00
13. Jahresfehlbetrag/-überschuss -3.903.552,64 348.686,72

Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023

A. Allgemeine Hinweise

Die GE Renewable Germany GmbH hat ihren Sitz in Hamburg und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Hamburg (HR B Reg.Nr. 149732).

Der vorliegende Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis31. Dezember 2023 wurde gemäß §§ 264 ff. HGB sowie nach den Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften im Sinne des § 267 Abs. (2), (3) HGB.

Die gesetzlichen Gliederungsschemata der §§ 266 ff. HGB wurden angewandt.

Für die Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung kommt das Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB zur Anwendung.

Die Angaben im Anhang erfolgen in TEUR, soweit nichts anderes angegeben ist.

B. Bilanzierungs-, Bewertungs- und Ausweismethoden

Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss wurde unter Annahme der Unternehmensfortführung aufgestellt.

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden unverändert maßgebend.

Das Realisations- und das Imparitätsprinzip wurden beachtet. Vermögensgegenstände wurden höchstens zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet.

Sachanlagen

Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten und, soweit abnutzbar, unter Berücksichtigung planmäßiger linearer Abschreibungen bewertet. Dabei wird die wirtschaftliche Nutzungsdauer zugrunde gelegt. Diese beträgt für "grundstücksgleiche Rechte und Bauten" (einschließlich Bauten auf fremden Grundstücken) 17 bis 33 Jahre, "Technische Anlagen und Maschinen" 10 bis 20 Jahre und für "Andere Anlagen sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung" 3 bis 13 Jahre. Vermögensgegenstände, deren um die Vorsteuer geminderte Anschaffungskosten mehr als EUR 250,00 jedoch nicht mehr als EUR 800,00 betragen, werden im Jahr der Anschaffung abgeschrieben.

Mietereinbauten und Baucontainer auf Baustellen werden über den Zeitraum der Mietdauer bzw. der Baustellentätigkeit linear abgeschrieben.

Soweit der nach vorstehenden Grundsätzen ermittelte Wert der Gegenstände des Sachanlagevermögens über dem Wert liegt, der ihnen am Bilanzstichtag beizulegen ist, wird dem durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen.

Umlaufvermögen

Die Vorräte sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips bewertet. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und/oder niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Wertabschläge berücksichtigt. In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet, d.h. soweit die voraussichtlichen Verkaufspreise abzüglich der bis zum Verkauf anfallenden Kosten zu einem niedrigeren beizulegenden Wert führen, wurden entsprechende Abwertungen vorgenommen.

Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter.

Die Herstellungskosten der bestellten Anlagen in Arbeit (Vorräte) enthalten neben den direkt zurechenbaren Kosten in angemessenem Umfang Material- und Fertigungsgemeinkosten, den Werteverzehr des Anlagevermögens sowie Aufwendungen für soziale Leistungen, soziale Einrichtungen und betriebliche Altersversorgung. Kosten der allgemeinen Verwaltung wurden nicht aktiviert. In die Herstellungskosten sind keine Fremdkapitalzinsen einbezogen.

Die Bewertung der Forderungen und Sonstigen Vermögensgegenstände erfolgt grundsätzlich zu ihrem Nennbetrag bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert. Unverzinsliche oder niedrig verzinsliche Forderungen mit einer Laufzeit von über einem Jahr werden mit einem fristadäquaten Marktzins auf den Barwert diskontiert.

Zweifelhafte Forderungen werden mit ihrem wahrscheinlichen Wert angesetzt, uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben.

Forderungen in Fremdwährung sind mit dem amtlichen Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag bewertet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet.

Rechnungsabgrenzungsposten

Unter dem aktiven Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwendungen für einen bestimmten Zeitraum danach darstellen. Der Ansatz erfolgt zum Nominalwert.

Latente Steuern

Aktive Latente Steuern werden gemäß § 274 HGB auf temporäre und quasi permanente Differenzen zwischen handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Wertansätzen sowie auf bestehende steuerliche Verlustvorträge ermittelt.

Die identifizierten Differenzen sowie die steuerlichen Verlustvorträge werden mit einem Steuersatz von 15,8 % (Körperschaftsteuer einschließlich Solidaritätszuschlag) bzw. 16,4 % (Gewerbesteuer) bewertet. Im Rahmen der Gesamtbetrachtung ergibt sich ein Überhang der aktiven latenten Steuern über die passiven latenten Steuern. Das Wahlrecht, den Aktivüberhang an latenten Steuern gemäß § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB anzusetzen, wurde nicht in Anspruch genommen.

Eigenkapital

Das Eigenkapital wird zum Nennwert bilanziert.

Rückstellungen und Verbindlichkeiten

Die versicherungsmathematische Bewertung der Pensionsverpflichtungen erfolgte nach der sogenannten "Projected Unit Credit-Method" (PUC-Methode). Der Rechnungszins wurde unter Berücksichtigung des zulässigen Pauschalverfahrens und zum Inventurstichtag 31. Dezember 2023 mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der restlichen Laufzeit von 10 Jahren von 1,79 % bestimmt. Für die Abzinsung wird pauschal der durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre gemäß dem Gesetz vom 11. März 2016 bei Anwendung der Vereinfachungsregel nach § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB mit einer restlichen Laufzeit von 10 Jahren von 1,79 % (Vorjahr: 1,87 %) verwendet. Der Unterschiedsbetrag im Sinne des § 253 Abs. 6 Satz 1 HGB zwischen der Bewertung der Pensionsrückstellung mit dem 10-Jahresdurchschnittszinssatzes und dem 7-Jahresdurchschnittszinssatzes ist nach § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB ausschüttungsgesperrt und beläuft sich zum 31. Dezember 2023 auf EUR 13.490. Die rechnerisch angesetzten langfristig zu erwartenden Lohn- und Gehaltssteigerungen betragen 3,25 % p.a. Ein Karrieretrend wird dabei als prozentualer Zuschlag berücksichtigt. Die langfristige Rentendynamik wurde mit 2,15 % p.a. und die biometrischen Annahmen mit den Richttafeln "2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck angesetzt.

Sonstige Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt und berücksichtigen zukünftige Preisänderungen sowie alle zum Bilanzstichtag erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten.

Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag am Bilanzstichtag angesetzt.

Fremdwährungsverbindlichkeiten sind mit dem amtlichen Devisenkassamittelkurs am Abschlusstag bewertet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet.

C. Erläuterung zur Bilanz

1) Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens während des Geschäftsjahres 2023 ist im beigefügten Anlagenspiegel dargestellt (siehe Anlage zum Anhang).

2) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Zum Bilanzstichtag wurden Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 176.435 (i. Vj. TEUR 142.118) bilanziert. Die Forderungen bestehen im Wesentlichen aus Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 166.212 (i. Vj. TEUR 129.570) und beinhalten Forderungen aus Weiterbelastungen für Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen von TEUR 923 (i. Vj. TEUR 773), Forderungen gegenüber GE Renewable France SAS von TEUR 47.621 (i. Vj. TEUR 128.076), Forderungen aus dem Cash Pool von TEUR 118.010 und sonstige übrige Forderungen in Höhe von TEUR 580 (i. Vj. TEUR 721).

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen Dritte betragen TEUR 9.597 (i. Vj. TEUR 11.567). Im laufenden Geschäftsjahr bestehen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr in Höhe von TEUR 9.597 (i. Vj. TEUR 11.567).

Die sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 627 (i. Vj. TEUR 981) beinhalten im Wesentlichen Umsatzsteuerforderungen über TEUR 594 und weitere Forderungen von TEUR 33.

3) Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital der Gesellschaft ist unverändert zum Vorjahr und lautet über EUR 103.000,00.

4) Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen umfassen im Wesentlichen Rückstellungen für Garantien (TEUR 1.800, i. Vj. TEUR 11.760), für Schadenersatzleistungen (TEUR 8.637, i. Vj. TEUR 8.964) sowie ausstehende Rechnungen (TEUR 4.297, i. Vj. TEUR 6.996).

5) Verbindlichkeiten

Zum Bilanzstichtag wurden Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 148.065 (i. Vj. TEUR 95.871) bilanziert. Diese bestanden im Wesentlichen aus Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 139.801 (i. Vj. TEUR 87.628) und beinhalten Verbindlichkeiten aus einem revolvierenden Kredit von TEUR 134.235 (i. Vj. TEUR 86.852 aus dem Cash Pool), sowie aus Lieferungen und Leistungen von TEUR 5.566 (i. Vj. TEUR 776).

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Dritten betrugen TEUR 3.138 (i. Vj. TEUR 2.702). Die sonstigen Verbindlichkeiten betrugen TEUR 864 (i. Vj. TEUR 472) (davon TEUR 29, i. Vj. TEUR 16 für soziale Sicherheit).

Sämtliche Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

6) Passive Rechnungsabgrenzungsposten

Die passiven Rechnungsabgrenzungen in Höhe von TEUR 2.485 beinhalten Vorauszahlungen für Service-Verträge, die erst in 2024 ertragswirksam werden.

D. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

1) Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse mit Dritten resultieren hauptsächlich aus dem Wartungsvertrag im Zusammenhang mit dem in 2019 abgeschlossen Projekt Merkur (TEUR 27.411, i. Vj. TEUR 25.836) und aus erbrachten Serviceleistungen der Hydro-Sparte (TEUR 2.754 i. Vj. TEUR 2.039).

Umsatzerlöse in der Höhe von TEUR 41.528 (i. Vj. TEUR 93.772) mit verbundenen Unternehmen beinhalten Weiterbelastungen von Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen (TEUR 3.293) und sonstige Kostenweiterbelastungen an die GE Wind France SAS (TEUR 38.236).

Die Umsatzerlöse wurden zu TEUR 30.165 im Inland und zu TEUR 41.529 im Ausland erwirtschaftet.

2) Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von TEUR 2.121 (i. Vj. TEUR 481) beinhalten Erträge aus Währungsumrechnungen in Höhe von TEUR 336 (i. Vj. TEUR 189) sowie periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 1.735 (i. Vj. TEUR 182) aufgrund einer zu hohen Dotierung der letztjährigen Rückstellung.

3) Sonstige betriebliche Aufwendungen

Zu den sonstigen betrieblichen Aufwendungen zählen im Wesentlichen die allgemeinen Gewährleistungsrückstellung, Rechts- und Prüfungskosten, Reise- und Lebenshaltungskosten, Mietaufwendungen sowie Währungsverluste (TEUR 771, i. Vj. TEUR 391).

4) Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen in Höhe von TEUR 4.276 (i. Vj. TEUR 261) resultieren aus der Aufzinsung der Pensionsrückstellungen und aus Zinsaufwendungen aus Cash Pool TEUR 3.463 und dem revolvierenden Kredit TEUR 810.

5) Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die angefallenen Steuern vom Einkommen und vom Ertrag betragen TEUR 381 (i. Vj. TEUR 1.013).

6) Ergebnisverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt vor, den in 2023 entstandenen Verlust in Höhe TEUR 3.904 auf neue Rechnung vorzutragen. Die Ausschüttung einer Dividenede aus dem Bilanzgewinn ist nicht vorgesehen.

E. Sonstige Angaben

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum Bilanzstichtag bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen im Wesentlichen aus Miet- und Leasingverträgen in Höhe von EUR 39 Mio. (i. Vj. EUR 59 Mio.).

Mitarbeiter

Im Geschäftsjahr 2023 waren durchschnittlich 121 (i. Vj. 74) Mitarbeiter beschäftigt. Davon sind 73 (i. Vj. 45) im Bereich Support und Service und 48 (i. Vj. 29) in der Verwaltung angestellt.

Konsolidierungskreis

Der Kreis der verbundenen Unternehmen der GE Renewable Germany GmbH, im Sinne des § 271 HGB umfasst die GE Vernova Inc., Cambridge/Massachusetts/USA, sowie deren verbundene Unternehmen.

Die GE Vernova Inc., Cambridge/Massachusetts/USA, stellt als Mutterunternehmen den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis der Unternehmen auf. Dieser Konzernabschluss wird unter Central Index Key 0001996810 bei der U.S. Securities and Exchange Commission in Washington D.C., USA, offengelegt.

Geschäftsführung

Zur Geschäftsführung waren im Jahr 2023 bestellt:

- Herr Sebastian Mertens, Kaufmann, Hamburg

- Herr Vincent Michael Schellings, Kaufmann, Enschede /Niederlande

Die Befreiungsvorschrift nach § 286 Abs. 4 HGB wird in Anspruch genommen, da nur die in Deutschland ansässigen Geschäftsführer Bezüge von der Gesellschaft erhalten haben und aus der Angabe die Bezüge der einzelnen Geschäftsführer ermittelt werden könnten.

Geschäftsführerbezüge

Auf die Angaben zu den Bezügen der Geschäftsführer sowie zu den Pensionsansprüchen früherer Mitglieder der Geschäftsführung wird unter Verweis auf § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Nachtragsbericht

Die General Electric Company (GE) hat drei globale Unternehmen formiert, die unabhängig geführt werden und sich auf die Segmente Luftfahrt mit dem Namen GE Aerospace, Gesundheit mit dem Namen GE HealthCare und Energie mit dem Namen GE Vernova fokussieren. Die GE Renewable Germany GmbH ist Teil von GE Vernova. In diesem Zusammenhang wurde weltweit der Geschäftsbereich Healthcare Anfang 2023 abgespalten. Der Geschäftsbereich Energie wurde am 2. April 2024 abgespalten.

Es sind keine weiteren Ereignisse nach dem Bilanzstichtag mit wesentlicher Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage zu verzeichnen.

 

Hamburg, 11. Oktober 2024

Vincent Schellings

Sebastian Mertens

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023

Historische Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand am 01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Stand am 31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
- Software 94.369,48 0,00 0,00 94.369,48
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremden Grundstücken 6.220,04 0,00 0,00 6.220,04
2. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 942.772,53 0,00 0,00 942.772,53
zusammen 948.992,57 0,00 0,00 948.992,57
insgesamt 1.043.362,05 0,00 0,00 1.043.362,05
Kumulierte Abschreibungen
Stand am 01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Stand am 31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
- Software 94.369,48 0,00 0,00 94.369,48
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremden Grundstücken 4.872,34 622,00 0,00 5.494,34
2. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 676.119,78 54.698,00 0,00 730.817,78
zusammen 680.992,12 55.320,00 0,00 736.312,12
insgesamt 775.361,60 55.320,00 0,00 830.681,60
Buchwerte
Stand am 31.12.2023
EUR
Stand am 31.12.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
- Software 0,00 0,00
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremden Grundstücken 725,70 1.347,70
2. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 211.954,75 266.652,75
zusammen 212.680,45 268.000,45
insgesamt 212.680,45 268.000,45

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

1 Grundlagen des Unternehmens

1.1 Geschäftsmodell des Unternehmens

Die GE Renewable Germany GmbH, Hamburg, (kurz "GE Renewable") vertreibt Lösungen zur Umsetzung von regenerativen Energieprojekten.

Die Tätigkeit der GE Renewable umfasst die Projektierung, Planung, Erstellung, Entwicklung, Herstellung, Lieferung, Montage und Inbetriebnahme von Windkraftanlagen sowie der Service an entsprechenden Anlagen. Diese Tätigkeit bezieht sich insbesondere auf Wasser-, Windkraft- und Solaranlagen und andere regenerative Formen der Energieerzeugung und hiermit im Zusammenhang stehende Aktivitäten, sowie die Vermittlung von Anteilen an Gesellschaften zum Erwerb und Betrieb solcher Anlagen.

Die General Electric Company (GE) hat drei globale Unternehmen formiert, die unabhängig geführt werden und sich auf die Segmente Luftfahrt mit dem Namen GE Aerospace, Gesundheit mit dem Namen GE HealthCare und Energie mit dem Namen GE Vernova fokussieren. Die GE Renewable Germany GmbH ist Teil von GE Vernova. In diesem Zusammenhang wurde weltweit der Geschäftsbereich Healthcare Anfang 2023 abgespalten. Der Geschäftsbereich Energie wurde am 2. April 2024 abgespalten.

1.2 Forschung und Entwicklung

Die Gesellschaft betreibt Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten für andere GE-Gesellschaften in ihrem Engineering Center in Hamburg. Dies erfolgt ausschließlich für die GE WIND France SAS, Paris, Frankreich, um sie bei der Weiterentwicklung der Wind-Offshore-Technologie zu unterstützen. Umfang und Ausrichtung dieser Aktivitäten wird durch das entsprechende in der GE WIND France SAS angesiedelte Produktmanagement verantwortet.

2 Wirtschaftsbericht

2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Im Jahr 2023 wurde die Weltwirtschaft durch hohe Inflationsraten und die damit verbundene geldpolitische Straffung belastet. Die Weltwirtschaft wurde vor allem durch die starke Binnennachfrage in den USA gestützt, jedoch blieb in China das Wachstum trotz Abkehr von der Null-Covid-Politik hinter den Erwartungen zurück. Die Konjunktur in den anderen fortgeschrittenen Volkswirtschaften entwickelte sich heterogen und insgesamt gedämpft.[1]

In den Schwellen- und Entwicklungsländern kam es ebenfalls zu einer heterogenen Entwicklung. So zeigten asiatische Länder insgesamt ein BIP-Wachstum, während die lateinamerikanischen Volkswirtschaften sich hingegen nur schwach entwickelten.[2]

Die konjunkturelle Entwicklung des Euro-Raums war im Jahr 2023 durch die hohen Energiepreise und anhaltenden Materialengpässe belastet, wobei die Entwicklung der Dienstleistungsbranche stabilisierend wirkte. Die am Harmonisierten Verbraucherpreisindex (HVPI) gemessene Inflationsrate im Euro-Raum ist weiter gesunken und betrug im September 2023 rund 4,3 % im Vergleich zum Vorjahresmonat.[3]

Die konjunkturelle Entwicklung der deutschen Wirtschaft war im Jahr 2023 geprägt von den Folgen der stark gestiegenen Energiepreise sowie dem Fachkräftemangel aufgrund der demographischen Alterung.[4] Dadurch kam es nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes zu einem Rückgang des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts um 0,3 %[5] (2022: Anstieg um 1,8 %). Die privaten Konsumausgaben waren im Jahr 2023 aufgrund der hohen Verbraucherpreise preisbereinigt um 0,8 % im Vergleich zum Vorjahr rückläufig. Auch die Konsumausgaben des Staates verminderten sich im Jahr 2023 erstmals seit fast 20 Jahren um 1,7 % vor allem aufgrund des Wegfalls staatlich finanzierter Corona-Maßnahmen.[6]

Die deutschen Exporte verminderten sich im Vergleich zum Vorjahr um 1,4 %, während die Importe deutlich stärker um 9,7 % rückläufig waren. Dies führte dazu, dass die Außenhandelsbilanz im Jahr 2023 mit einem Überschuss von 22,2 Mrd. EUR abschloss (i. Vj. 76,0 Mrd. EUR).[7]

Die Inflationsrate ist im Vorjahresvergleich im Jahresdurchschnitt um 5,9 Prozentpunkte gestiegen. Sie lag damit für das Jahr 2023 unter dem historischen Höchststand von 6,9 Prozentpunkte des Jahres 2022. Diese wurde vor allem durch die hohen Energiepreise und Nahrungsmittel seit Beginn des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine getrieben. Zeitweise wurde die hohe Inflation durch Entlastungsmaßnahmen abgemildert. Haupttreiber für den Anstieg der Inflationsrate waren wie vorher genannt höhere Energiepreise (+5,3 %), höhere Preise für Nahrungsmittel (+12,4 %) und Waren (+7,3 %).[8]

Branchenbezogene Rahmenbedingungen [9]

Am 31. Dezember 2023 waren in Deutschland 1.566 Offshore-Windenergieanlagen (OWEA) mit einer Leistung von insgesamt 8,5 GW in Betrieb. Davon haben 27 Anlagen mit einer Leistung von insgesamt 257 MW im Jahr 2023 erstmals in das Stromnetz eingespeist. Darüber hinaus wurden im Jahr 2023 Leistungsänderungen an 222 Bestandsanlagen durchgeführt. Zudem wurden 74 neue Fundamente installiert, die zugehörigen Windenergieanlagen wurden bis zum Jahresende 2023 noch nicht errichtet.

Die Stromerzeugung durch Offshore-Windenergie lag im Vergleich zum Vorjahr auf einem niedrigeren Niveau. Es wurde ca. 4,9 % weniger Strom als in 2022 (24,7 TWh) eingespeist. Die Offshore-Windenergie hat in 2023 mit einem Anteil in Höhe von 5,2 % zur Stromerzeugung in Deutschland beigetragen.

Mit den im Jahr 2023 in Betrieb genommenen Anlagen schreitet die Umsetzung der im Übergangssystem (Ausschreibungsrunden in 2017/2018) bezuschlagten Projekte voran, die im Vorjahr mit dem ersten dieser Projekte begonnen hat. Bis zum Jahresende 2025 wird die vollständige Inbetriebnahme aller Projekte aus dem Übergangssystem erwartet.

2.2 Geschäftsverlauf

Unser Ziel ist es, das durchschnittliche Wachstum der Umsatzerlöse und die Rohmarge kontinuierlich zu steigern. Daher sind unsere bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren die Höhe der Umsatzerlöse und die Höhe der Rohmarge. Die gesellschaftsrechtliche Struktur der Gesellschaft entspricht nicht der Struktur der jeweiligen Produktbereiche, welche unabhängig voneinander und allein auf Basis der US-GAAP Reportings planen und berichten. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren im Sinne des § 289 Absatz 3 HGB werden von uns zur Unternehmenssteuerung nicht verwendet.

2.3 Überblick über das Geschäftsjahr 2023

a) Ertragslage

Die folgende Darstellung gibt einen Überblick über die Ertragslage der Gesellschaft für das zum 31. Dezember 2023 endende Geschäftsjahr.

TEUR 01.01.2023 - 01.01.2022 - Veränderung
31.12.2023 31.12.2022 %
Umsatzerlöse 71.694 121.648 -49.954 -41,1
Bestandsveränderung 1.373 782 591 75,5
Gesamtleistung 73.067 122.430 -49.363 -40,3
Materialaufwand -46.121 -88.474 42.353 -47,9
Rohmarge 26.946 33.956 -7.010 -20,6
in % der Umsatzerlöse 37,6 27,9 9,7 34,6
Sonstige betriebliche Erträge 2.121 481 1.640 340,8
Personalaufwand -14.103 -9.576 -4.527 47,3
Abschreibungen -55 -9 -46 504,7
Sonstige betriebliche Aufwendungen -14.145 -23.229 9.084 -39,1
Beteiligungs- und Finanzergebnis -4.275 -261 -4.014 1.537,7
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -381 -1.013 632 -62,4
Ergebnis nach Steuern -3.892 349 -4.241 -1.216,3
Sonstige Steuern -11 0 -11 0,0
Jahresfehlbetrag/ Jahresüberschuss -3.904 349 -4.252 -1.219,5

Die Umsatzerlöse sind im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 49.954 bzw. 41.1 % gesunken. Die Umsätze mit Dritten erhöhten sich um TEUR 2.290 bzw. 8 %. 42 % der Umsätze wurden im Inland erbracht sowie 58 % im Ausland. Die Umsatzerlöse mit Dritten resultieren hauptsächlich aus dem Wartungsvertrag im Zusammenhang mit dem in 2019 abgeschlossen Projekt Merkur (TEUR 27.411, i. Vj. TEUR 25.836) und aus erbrachten Serviceleistungen der Hydro-Sparte (TEUR 2.754 i. Vj. TEUR 2.039). Die Umsätze mit verbundenen Unternehmen (TEUR 41.529) beinhalten Weiterbelastungen aus Transfer Pricing an die GE Wind France SAS (TEUR 7.614) und sonstige Kostenweiterbelastungen (TEUR 33.915). Die Umsätze mit verbundenen Unternehmen haben sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 52.243 vermindert.

Der Materialaufwand hat sich im Verhältnis zur Gesamtleistung überproportional vermindert.

Aufgrund der überproportionalen Verminderung des Materialaufwands im Verhältnis zur Verminderung der Umsatzerlöse im Vergleich zum Vorjahr ist die Rohmarge in Relation zu den Umsatzerlösen deutlich angestiegen.

Alle Kosten im Zusammenhang mit den vom Unternehmen durchgeführten Reparatur- und Wartungskampagnen werden direkt GE Wind France SAS in Rechnung gestellt.

Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von TEUR 2.121 (i. Vj. TEUR 481) beinhalten Erträge aus Währungsumrechnungen in Höhe von TEUR 336 (i. Vj. TEUR 189) sowie periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 1.735 (i. Vj. TEUR 182) aufgrund einer zu hohen Dotierung der letztjährigen Rückstellung.

Der Personalaufwand hat sich um ca. 47,3 % auf TEUR 14.103 erhöht, was im Wesentlichen auf die im Vergleich zum Vorjahr gestiegene Mitarbeiteranzahl zurückzuführen ist.

Zu den sonstigen Aufwendungen zählen im Wesentlichen die Rückstellungen für Schadenersatzleistungen (TEUR 8.637, i.Vj. TEUR 8.964), Rechtsberatung- und Prüfungskosten (TEUR 267; i.Vj. TEUR 255), Reise- und Lebenshaltungskosten (TEUR 1.067; i. Vj. TEUR 633), Mietaufwendungen sowie Währungsverluste (TEUR 771, i.Vj. TEUR 391).

Das Jahresergebnis im Geschäftsjahr 2023 fiel mit TEUR 3.904 (i. Vj. TEUR 349 Jahresüberschuss) negativ aus.

b) Finanzlage

Liquidität

Die Finanzierung der GE Renewable Germany GmbH erfolgt durch den GE-Konzern mit der Einbindung der Gesellschaft in das Cashpooling der GE Vernova Gruppe und sichert die Liquidität und Fortführung der Gesellschaft.

Basierend auf den bestehenden Cash-Pooling-Verträgen hat die GE Renewable Germany GmbH zum Bilanzstichtag überschüssige liquide Mittel über den Cash-Pool an die GE Albany Funding Unlimited Company, Dublin, transferiert. Der zuvor zwischen der GE Renewable Germany GmbH und dem GE Treasury Services Industrial Limited, bestehende Cashpool-Vertrag wurde 2023 geändert. Die GE Albany Funding Unlimited Company, Dublin, hat die Funktion des GE Treasury Services Industrial Limited übernommen und ist der neue Cashpool-Führer. Aufgrund des bestehenden Cash-Pools ist die Liquidität der Gesellschaft jederzeit sichergestellt. Die Geschäftsführung sieht die Cash-Pool-Forderung als werthaltig an.

Es besteht eine Forderung gegenüber GE Albany Funding Unlimited Company für den EUR Cashpool in Höhe von TEUR 118.010 (i. Vj. TEUR 86.852 Verbindlichkeit aus dem Cashpool).

Zum 13. November 2023 hat die GE Renewable Germany GmbH einen revolvierenden Kreditvertrag mit GE Treasury Services Industrial Ireland Limited abgeschlossen. Die unbesicherte revolvierende Kreditlinie im Rahmen dieses revolvierenden Kreditvertrags hat eine Laufzeit von 11 Monaten: Sie endet am 14. Oktober 2024, kann aber darüber hinaus verlängert werden. Am 14. Dezember wurde der revolvierende Kreditvertrag auch von GE Treasury Services Industrial Ireland Limited auf die GE Albany Funding Unlimited Company übertragen. Zum Bilanzstichtag wurde die Verbindlichkeit aus dem revolvierenden Kredit in Höhe von TEUR 134.235 bilanziert.

Der Fortbestand der Gesellschaft ist von der Aufrechterhaltung des Cash-Poolings abhängig. Die gesetzlichen Vertreter gehen derzeit davon aus, dass der bestehende Cash Pool aufrechterhalten bleibt und dass die Gesellschaft uneingeschränkten Zugriff auf finanzielle Mittel hat. Die Cash-Pool-Verträge sind ungekündigt.

Die Gesellschaft war im abgelaufenen Jahr jederzeit in der Lage seinen Verpflichtungen nachzukommen.

Das bestehende Risikomanagement für Forderungen, u. a. bestehend aus der Vergabe von Kreditlimits, Beobachtung der Altersstruktur der Forderungen sowie der damit zusammenhängenden Bewertungsmaßnahmen, wird entsprechend den konzerneinheitlichen Vorgaben eingesetzt.

c) Vermögenslage

Die folgende Darstellung gibt einen Überblick über die Vermögenslage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 im Vergleich zum Vorjahr.

TEUR 31/12/2023 31/12/2022 Veränderung
% % %
Anlagevermögen 213 0,1 268 0,0 -55 -20,6
Umlaufvermögen
Vorräte 7.013 3,8 5.640 5,0 1.373 24,4
Forderungen 176.435 96,1 142.118 95,0 34.318 24,1
Flüssige Mittel 2 0,0 2 0,0 0 -10,6
Bilanzsumme 183.663 100,0 148.027 100,0 35.635 24,1
Eigenkapital 15.418 8,4 19.322 19,3 -3.904 -20,2
Fremdkapital
Rückstellungen 17.695 9,6 30.260 20,4 -12.565 -41,5
Verbindlichkeiten 148.065 80,6 95.871 64,8 52.194 54,4
Passiver Rechnungsabgrenzungsposten 2.485 1,4 2.575 1,7 -90 -3,5
Bilanzsumme 183.663 100,0 148.027 100,0 35.635 24,1

Die Bilanzsumme ist im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 35.635 auf TEUR 183.663 gestiegen.

Die Forderungen enthalten im Wesentlichen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (TEUR 9.597, i. Vj. TEUR 11.567) sowie Forderungen gegen verbundene Unternehmen (TEUR 166.212, i. Vj. TEUR 129.570). Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten Weiterbelastungen aus Transfer Pricing an die GE Wind France SAS (TEUR 7.614) und sonstige Kostenweiterbelastungen (TEUR 40.299) sowie Forderungen aus dem Cash Pool (TEUR 118.010) gegenüber GE Albany Funding Unlimited Company. Die Forderungen sind im Vergleich zum Vorjahr gestiegen, was vor allem auf die Cash-Pool-Forderungen zurückzuführen ist, da die Gesellschaft im Vorjahr noch Cash-Pool-Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 86.852 ausgewiesen hatte.

Die sonstigen Rückstellungen umfassen im Wesentlichen Rückstellungen für Garantien (TEUR 1.800, i. Vj. TEUR 11.760), für Schadenersatzleistungen (TEUR 8.637, i. Vj. TEUR 8.964) sowie ausstehende Rechnungen (TEUR 4.297, i. Vj. TEUR 6.996).

Die Verbindlichkeiten sind gegenüber dem Vorjahr um TEUR 52.194 gestiegen. Diese bestanden im Wesentlichen aus Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 139.801 (i. Vj. TEUR 87.628) und beinhalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus einem revolvierenden Kredit von TEUR 134.235 (i. Vj. TEUR 86.852 aus dem Cash Pool), sowie aus Lieferungen und Leistungen von TEUR 5.566 (i. Vj. TEUR 776).

d) Gesamtaussage für das Geschäftsjahr 2023

Der Umsatz in 2023 hat sich im Vergleich zu 2022 um TEUR 49.954 bzw. 41 % auf TEUR 71.694 vermindert.

Die laufenden als auch zukünftigen Umsatzerlöse werden überwiegend aus dem laufenden Vollwartungsvertrag generiert. Diese Umsatzentwicklung war bereits im Vorjahr abzusehen.

Das Jahresergebnis im Geschäftsjahr 2023 fiel mit TEUR 3.904 (i. Vj. TEUR 349 positiv) negativ aus. Die Entwicklung ist im Wesentlichen auf die o.a. Kostenweiterbelastungen an verbundene Unternehmen zurückzuführen und auf die höheren Zinsaufwendungen.

Im Jahr 2023 ist der Umsatz mit Dritten entgegen der Vorjahresprognose, in der nur von einem leichten Anstieg ausgegangen wurde, um 1 % gestiegen. Dies ist zum einen in Höhe von TEUR 372 auf die Preisindexierung zurückzuführen und zum anderen in Höhe von TEUR 2.754 auf die Finalisierung und der daraus resultierenden Umsatzrealisierung der ersten Phase eines Projektes aus dem Hydro Segment.

Die Gewinnmarge ist im Jahr 2023 im Vergleich zum Jahr 2022 angestiegen.

Zum Bilanzstichtag verfügt die Gesellschaft über ein positives Eigenkapital in Höhe von TEUR 15.418.

Die Gesellschaft ist auf Basis eines bestehenden Cash-Pool-Vertrages und eines revolvierenden Kredits innerhalb des GE Vernova-Konzerns finanziert. Die Cash-Pool-Forderungen gegenüber GE Albany Funding Unlimited Company betrugen zum Bilanzstichtag TEUR 118.010 (i. Vj. TEUR 86.852 Verbindlichkeiten aus dem Cash Pool von GE Treasury Services Industrial Ireland Limited) und die Verbindlichkeiten aus dem revolvierenden Kredit TEUR 134.235.

Das Unternehmen verfügt im operativen Geschäft weiterhin über einen stabilen Kundenkreis sowie hinsichtlich der Finanzierung über verlässliche Finanzierungsquellen innerhalb der GE Vernova Gruppe. Es muss weiterhin für eine jederzeit ausreichende Liquidität durch den Konzern-Cash-Pool gesorgt werden.

Die Geschäftsführung betrachtet die Entwicklung des abgelaufenen Geschäftsjahres 2023 als zufriedenstellend. Die Entwicklung der Kosten war durch technische Herausforderungen höher als zu Beginn des Vollwartungsvertrages geplant aber blieben im erwarteten Rahmen der entsprechenden Jahresplanung und dadurch war der Finanzierungsbedarf durch den GE Konzern-cash-pool wie geplant und die Rohmarge entsprach den Erwartungen.

3 Prognosebericht

Das Geschäftsvolumen ist im Wesentlichen bestimmt durch den Service- und Wartungsvertrag (SWV) mit der Merkur Offshore GmbH, was dem Unternehmen eine stabile Umsatzerwartung gibt. Der Vertrag begann im April 2019 und hat eine Laufzeit von zehn Jahren mit einer Option zur Verlängerung um weitere fünf Jahre.

Für das Geschäftsjahr 2024 wird durch Preisindexierung mit leicht erhöhten Umsätzen im Vergleich zum Geschäftsjahr 2023 gerechnet. Gleiches gilt für das Geschäftsjahr 2025. Nichtsdestotrotz wird mit einem gleichbleibenden Jahresergebnis im Verhältnis zu den Umsatzerlösen gerechnet. Ebenso wird mit einer Rohmarge im Verhältnis zu den Umsatzerlösen auf Vorjahresniveau gerechnet.

4 Chancen- und Risikobericht

4.1 Risikomanagementsystem

Die GE Vernova-Gruppe verfügt insgesamt über bewährte Planungs-, Kontroll- und Steuerungssysteme, die ein effektives Risikomanagement gewährleisten sollen. Ziel ist es, sowohl strategische als auch geschäftsspezifische Risiken abzudecken, zu überwachen und durch geeignete Maßnahmen zu steuern. Unsere Gesellschaft ist in diese Sicherungssysteme einbezogen. Verwendete Instrumente sind unter anderem monatliche Risk-Portfolio-Metrics und regelmäßige Plan-Ist-Analysen.

4.2 Chancenbericht

Die Einbindung der GE Vernova-Gesellschaften in den deutschen Konzernverbund sowie die enge weltweite Verknüpfung der GE Vernova-Gesellschaften stellen die wichtigste Chance der Konzerngesellschaften dar. Die Struktur des globalen GE Vernova-Konzerns befindet sich weltweit permanent in der Weiterentwicklung und bietet so Chancen im Hinblick auf Wachstum der einzelnen Tochtergesellschaften.

Über die interne Finanzierungstätigkeit (Cash Pooling) werden Risiken der Fremdfinanzierung reduziert. Die GE Vernova-Gesellschaften können trotz der herabgesetzten Bonität des US-amerikanischen Mutterkonzerns jederzeit auf entsprechende Finanzierungsmittel zugreifen (ungeprüft).

Durch die Einbindung in den GE Vernova-Konzern kann die Gesellschaft auf ein Know-how sowie führende Technologien zurückgreifen. Aufgrund der Synergieeffekte, Portfoliokomplettierung und Kompetenzstärkung erwachsen Chancen für eine nachhaltige Verbesserung der Ertragslage der Gesellschaft.

4.3 Risikobericht

Bedeutende Risiken, welche wir als mittlere Risiken einstufen, stellen - gemessen am Schadenspotenzial - Projektrisiken aus Großprojekten dar. Diese werden durch entsprechend verstärktes Projekt-Risikomanagement begrenzt. Außerdem ist die Nutzung des jahrelang entwickelten Know-hows im langfristigen und komplexen Projektgeschäft eine weitere Stütze im Risikomanagement. Bisher mussten im Bereich der Offshore-Windenergie deshalb keine größeren Verluste oder Verlustantizipationen verkraftet werden.

Hinzu kommen die eher geschäftsüblichen, im niedrigen Risikobereich angesiedelten Absatz-, Kunden- und Betriebsrisiken sowie sonstige operationelle Risiken. Die im Rahmen von Fremdwährungsfinanzierungen gegebenen Währungsrisiken spielen eine untergeordnete Rolle, weil sie mittels einer fristen- und währungskongruenten Refinanzierung im Wesentlichen abgedeckt werden.

Gesamtwirtschaftliche Risiken

Der Krieg in der Ukraine belastet die gesamtwirtschaftliche Situation. Die Kosten für Vorprodukte und Transportleistungen liegen auf einem hohen Niveau und die Preise für Rohstoffe und Energie können weiterhin von einem starken Anstieg der Inflationsraten betroffen sein. Die Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage und die erforderlichen Abhilfemaßnahmen werden vom Management im Geschäftsjahr 2025 überwacht und bewertet. Nach den uns heute bekannten Informationen bestehen keine Risiken, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnten.

Es bestehen gesamtwirtschaftlich weiterhin hohe Unsicherheiten über die kommende Entwicklung. Auch wenn der Krieg in der Ukraine auf der Absatzseite nur wenig Auswirkung auf die Geschäfte der GE Renewable Germany GmbH genommen hat, so mussten im Jahr 2023 teils erhebliche Kostensteigerungen bei verschiedenen Materialien wie auch für Energie hingenommen werden. Inwieweit sich diese Einflüsse zukünftig ändern, ist kaum abschätzbar. Zum jetzigen Zeitpunkt sind die Prognosen daher sehr unsicher.

Liquiditätsrisiken

Die Sicherstellung der Finanzierung der Gesellschaft und deren Tochtergesellschaft hängt wesentlich von der Bereitstellung finanzieller Mittel im Rahmen des Cash Poolings durch die GE Vernova-Gruppe ab. Hieraus ergibt sich ein bestandsgefährdendes Risiko aus der Abhängigkeit der Konzerngesellschaften vom US-Mutterkonzern. Die Geschäftsführung geht derzeit davon aus, dass der bestehende Cash Pool aufrechterhalten bleibt und dass die Gesellschaft uneingeschränkten Zugriff auf finanzielle Mittel hat.

Die Gesellschaft ist außerdem in das konzernweite Risikomanagementsystem des GE Vernova-Konzerns eingebunden, welches mit geeigneten Instrumenten den Liquiditätsrisiken Rechnung trägt.

Aufgrund der aktuellen internen Planung und der Aufrechterhaltung des Cash-Poolings sieht die Geschäftsführung die Gesellschaft in der Lage, dass sie gegenwärtig und auf absehbare Zeit ihren Zahlungsverpflichtungen nachkommen kann.

Betriebsrisiken

Prozessrisiken, Kostenrisiken, Fraud-Risiken und IT-Risiken stellen weitere Betriebsrisiken der Gesellschaft dar. Zur Prävention dieser Risiken hat die Gesellschaft umfassende integrierte Kontrollen, Prüfungen der Internen Revision und regelmäßige Analysen der Kostenstruktur implementiert. Ein umfangreiches Regelwerk steuert in Notfällen die Vorgehensweise. Daher werden die Betriebsrisiken als nicht wesentlich eingeschätzt.

Strategischen Risiken aufgrund der Marktpositionierung bzw. Geschäftsrisiken wird durch Diversifizierung Rechnung getragen. Regelmäßige Portfolio- und Plan-Ist-Analysen gewährleisten ein regelmäßiges Monitoring.

Operationelle Risiken

Alle Risiken im Hinblick auf Menschen, Prozesse, Systeme und externe Ereignisse werden bei der Gesellschaft als operationelle Risiken definiert. Für das Management dieser Risiken sind klare Prozesse, Verantwortungen und Kontrollen integriert. Maßnahmen zur Prävention der Risiken sind festgelegt und werden umgesetzt. Zur Steigerung des Risikobewusstseins der Mitarbeiter sind e-Learnings eingeführt, mit denen die Aspekte der operationellen Risiken und der Umgang mit ihnen klargestellt werden.

Finanzwirtschaftliche Risiken

Aufgrund unserer internationalen Geschäftsbeziehungen und der damit einhergehenden Fakturierung in Fremdwährung können Wechselkursschwankungen entstehen. Gemäß den Konzernrichtlinien werden diese Fremdwährungsgeschäfte mittels Devisentermingeschäften konzernintern kursgesichert.

5 Hinweise und zukunftsgerichtete Aussagen

Die Ausführungen zur voraussichtlichen Entwicklung stellen eine Prognose dar, die auf Annahmen beruht und naturgemäß Unsicherheiten unterliegt. Die tatsächliche Entwicklung kann wesentlich von den Erwartungen über die voraussichtliche Entwicklung abweichen.

 

Hamburg, 11. Oktober 2024

GE Renewable Germany GmbH

Geschäftsführung

Vincent Schellings

Sebastian Mertens

[1] Vgl. Jahresgutachten 2023/24 des Sachverständigenrats zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, S. 15-19

[2] Vgl. Jahresgutachten 2023/24 des Sachverständigenrats zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, S.21

[3] Vgl. Jahresgutachten 2023/24 des Sachverständigenrats zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, S. 33-39

[4] Vgl. Jahresgutachten 2023/24 des Sachverständigenrats zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, S. 2

[5] Vgl. Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung Nr. 038 vom 30. Januar 2024

[6] Vgl. Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung Nr. 019 vom 15. Januar 2024

[7] Vgl. Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung Nr. 044, Seite 3 vom 5. Februar 2024

[8] Vgl. Statistisches Bundesamt Pressmitteilung Nr. 020 vom 16. Januar 2024

[9] Vgl. Status des Offshore-Windenergieausbaus in Deutschland Jahr 2023 - Deutsche Windguard

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die GE Renewable Germany GmbH, Hamburg

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der GE Renewable Germany GmbH, Hamburg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung sowie dem Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der GE Renewable Germany GmbH, Hamburg für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir die Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Düsseldorf, den 15. Oktober 2024

Baker Tilly GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Düsseldorf

Christian Roos, Wirtschaftsprüfer

Matthias Holz, Wirtschaftsprüfer

Angaben zur Feststellung des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde in der Gesellschafterversammlung am 28. Oktober 2024 festgestellt.

Ergebnisverwendungsbeschluss

Die Gesellschafterversammlung hat unter dem Datum vom 28. Oktober 2024 beschlossen, den Jahresfehlbetrag in Höhe von EUR 3.903.552,64 auf neue Rechnung vorzutragen.

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