Stammdaten

Register
Amtsgericht Mannheim HRB 560462
Eingetragen
19.9.1997
Branche
Herstellung von Werkzeugmaschinen für die MetallbearbeitungHerstellung von Press-, Zieh- und StanzteilenHerstellung von Prüfmaschinen
Gegenstand
die Entwicklung, Konstruktion und der Vertrieb von Produkten, Komponenten und Formteilen auf dem Gebiet der Umformtechnik.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Christian Drechsler
seit 3.1.2024
Geschäftsführer
Thorsten Felix Haag
seit 20.6.2022
Geschäftsführer
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

Identifizierte Personen (3)

NameAnteil
46.00%
Thorsten Felix Haag
28.00%

Gesellschafter
Beta

3 Gesellschafter

GmbH-Struktur

2 von 3 angezeigt

Name
Ort
Betrag
Anteil
Jutta Haag
97947 Grünsfeld
23.000 DM
46.00%
Thorsten Felix Haag
14.000 DM
28.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

HS Umformtechnik GmbH

Grünsfeld

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

1. Grundlagen der Gesellschaft

Die HS Umformtechnik GmbH mit Sitz in Grünsfeld ist unter der Registernummer HRB 560462 beim Amtsgericht Mannheim eingetragen. Die Gesellschaft wurde am 19. September 1997 gegründet.

Geschäftszweck ist die Entwicklung, Konstruktion und der Vertrieb von Produkten, Komponenten und Formteilen auf dem Gebiet der Umformtechnik.

1.1 Geschäftsmodell der Gesellschaft

Die Gesellschaft produziert an ihrem Firmensitz in Grünsfeld-Paimar Edelstahl-Rohrbogen für pneumatische Förderanlagen sowie Rohrkupplungen, Kupplungsbahnhöfe, Saugrüssel, Abzweig- und Übergangsstücke und Sonderteile. Diese werden an Kunden im Inland und europäischen Ausland geliefert.

1.2 Forschung und Entwicklung

Die HS Umformtechnik betreibt keine Grundlagenforschung. Vielmehr werden die Produkte fortwährend weiterentwickelt, um die Wünsche der Kunden zu adressieren und die technologische Weiterentwicklung zu nutzen.

2. Wirtschaftsbericht

2.1 Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Die Weltkonjunktur hielt sich angesichts des Inflationsschocks und der massiven Straffung der Geldpolitik im Jahr 2023 besser als erwartet, auch wenn die wirtschaftliche Expansion moderat war. Die Inflation geht inzwischen zügig zurück. Eine konjunkturelle Belebung zeichnet sich aber derzeit noch nicht ab. In den fortgeschrittenen Volkswirtschaften bremsen eine hohe Unsicherheit über die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, und finanzpolitische Impulse fallen weg. In China bleibt die wirtschaftliche Dynamik angesichts struktureller Probleme verhalten.

Quelle: Kieler Konjunkturbericht, Nr. 109 (2023 | Q4)

2.2 Entwicklung in Deutschland

Im Jahr 2023 betrug das Bruttoinlandsprodukt Deutschlands rund EUR 4,19 Billionen nach EUR 3,68 Billionen in 2021 und EUR 3,95 Billionen in 2022, nominal ist das BIP also kräftig gestiegen. Dies liegt allerdings in der Inflation begründet, preisbereinigt ist die deutsche Wirtschaft im letzten Jahr in eine Rezession gerutscht, das reale Bruttoinlandsprodukt sank gegenüber dem Vorjahr um 0,3 %. Nach der Coronavirus-Pandemie und dem wirtschaftlichen Einbruch im Jahr 2020 erhoffte sich die deutsche Wirtschaft eine Regeneration in den Folgejahren. Durch den Krieg in der Ukraine, den steigenden Energiepreisen und der Rekordinflation fiel die ökonomische Regeneration im Jahr 2022 jedoch geringer aus, im Jahr 2023 kam es nun sogar zu einer Rezession.

Quelle: Statistisches Bundesamt destatis, Veröffentlicht von Statista Research Department, 27. September 2024

2.3 Branchenentwicklung

Im Produktsegment von Stetigförderanlagen und Transportgeräten für den Handel und die industrielle Intralogistik ging der rasche technologische Wandel der vergangenen Jahre und die Digitalisierung der Industrie mit umfangreichen Investitionen einher. Die Handels- und Industrieunternehmen sahen zunehmend die Notwendigkeit, ihre bisherigen Anlagen durch neue Systeme zu ersetzen und dadurch ihre Logistikabläufe effizienter und digitaler zu gestalten.

Die Umsatzerlöse der Branche stiegen im Jahr 2022 um 4,8 % gegenüber dem Vorjahr an. Bereits im Jahr 2021 konnte ein Anstieg des Branchenumsatzes gegenüber 2021 um 3 % verzeichnet werden. Im Jahr 2020 war der Branchenumsatz durch die Coronavirus-Pandemie zunächst um 14,6 % eingebrochen. Der Branchenumsatz in 2022 liegt trotz des erneuten Anstiegs daher immer noch deutlich unter dem Vorkrisenniveau.

Quelle: IBISWorld Branchenreport "C28.22DE - Herstellung von Hebezeugen und Fördermitteln", Stand August 2024

3. Geschäftsverlauf und Lage

3.1 Geschäftsverlauf

Das Geschäftsjahr ist geprägt von gesunkenen Rohstoffpreisen nach einem Anstieg der durchschnittlichen Rohstoffpreise in den beiden Geschäftsjahren 2021 und 2022. So sank der Materialaufwand mit rund 31,4 % deutlich stärker als die Umsatzerlöse, die im Geschäftsjahr um 17,2 % gesunken sind.

Der im Vorjahr prognostizierte Rückgang der Umsatzerlöse im niedrigen zweistelligen Prozentbereich wurde mit einem tatsächlichen Rückgang in Höhe von 17,2 % bestätigt. Auch der im Vorjahr prognostizierte Rückgang des Jahresergebnisses 2023 im niedrigen zweistelligen Prozentbereich ist grundsätzlich eingetroffen. Das Jahresergebnis ist jedoch im Vergleich zum Vorjahr von TEUR 3.563 wesentlich stärker auf TEUR 171 gesunken. Grund hierfür ist ein Sondereffekt aus einer außerplanmäßigen Abschreibung auf Finanzanlagen aufgrund einer voraussichtlich dauernden Wertminderung in Höhe von TEUR 2.846. Ohne diesen Sondereffekt ist das Jahresergebnis wie erwartet mit 15,3 % im niedrigen zweistelligen Bereich gesunken.

3.2 Ertragslage

Die Umsatzerlöse sind im Geschäftsjahr um TEUR 3.265 auf TEUR 15.722 gesunken. Dabei sanken die Umsatzerlöse im Inland stärker als im Ausland. Die Umsatzerlöse im Inland betragen rund 50 % (Vorjahr: 54 %) der Umsatzerlöse, während das EU-Ausland rund 40 % (Vorjahr: 39 %) und Drittländer 10 % (Vorjahr: 7%) ausmachen.

Der Materialaufwand ist dabei um TEUR 2.513 auf TEUR 5.479 gesunken. Neben dem gesunkenen Umsatzvolumen ist der Rückgang im Wesentlichen auf den Rückgang von Rohstoffpreisen, insbesondere von Stahl zurückzuführen.

Bei den sonstigen betrieblichen Erträgen ist im Geschäftsjahr ein Rückgang von TEUR 202 zu beobachten. Im Vorjahr waren in diesem Posten im Wesentlichen Erträge aus Zuschreibungen von Finanzanlagen in Höhe von TEUR 156 (Geschäftsjahr: TEUR 0) enthalten, die auch für die Veränderung des Postens maßgeblich verantwortlich sind.

Der Personalaufwand ist im Geschäftsjahr trotz gesunkener Mitarbeiterzahlen um 1,0 % auf TEUR 3.425 (Vorjahr: TEUR 3.389) angestiegen. Hintergrund sind inflationsbedingt gestiegene Löhne und Gehälter.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von TEUR 2.006 (Vorjahr: TEUR 1.994) betreffen insbesondere Kosten der Warenabgabe sowie Aufwendungen für Reparaturen und Instandhaltungen. Während die Kosten der Warenabgabe wie auch die Umsatzerlöse gesunken sind, führten insbesondere gestiegene Wertberichtigungen auf Forderungen zu im Wesentlichen stagnierenden sonstigen betrieblichen Aufwendungen.

Das Finanzergebnis ist stark geprägt durch die außerplanmäßige Abschreibung auf Finanzanlagen in Höhe von TEUR 2.846 (Vorjahr: TEUR 0).

Insgesamt ist der Jahresüberschuss im Geschäftsjahr von TEUR 3.563 auf TEUR 171 gesunken. Der Rückgang der Umsatzerlöse wurde hierbei durch die stärker gesunkenen Materialaufwendungen teilweise kompensiert. Dies konnte jedoch die stark gestiegenen Finanzaufwendungen nicht ausgleichen.

3.3 Vermögenslage

Die Bilanzsumme ist im Geschäftsjahr um TEUR 145 von TEUR 19.384 auf TEUR 19.239 gesunken. Bei den Aktiva zeichnen sich insbesondere drei Effekte ab. Zum einen ist das Anlagevermögen um TEUR 2.172 gestiegen. Grund hierfür waren im Wesentlichen Zugänge von Sachanlagen in Höhe von TEUR 160 sowie von Finanzanlagen in Höhe von TEUR 5.920, denen planmäßigen Abschreibungen auf Sachanlagen in Höhe von TEUR 1.113 entgegenstehen. Wesentliche Zugänge betreffen den Erwerb von Wertpapieren des Anlagevermögens.

Gleichzeitig ist das Umlaufvermögen ohne Berücksichtigung der liquiden Mittel um TEUR 891 angestiegen. Hintergrund war insbesondere der Anstieg der Vorräte um TEUR 604.

Die Finanzierung erfolgte aus den liquiden Mitteln, was zu einem Rückgang des Kassenbestands und der Guthaben bei Kreditinstituten um TEUR 3.296 führte.

Die Eigenkapitalquote ist im Geschäftsjahr von 93,5 % auf 95,1 % gestiegen. Das Eigenkapital ist dabei um TEUR 161 aufgrund des Jahresüberschusses in Höhe von TEUR 171 gemindert um im Geschäftsjahr vorgenommene Ausschüttungen in Höhe von TEUR 10 gestiegen. Gleichzeitig sind die Steuerrückstellungen aufgrund hoher Vorauszahlungen gesunken.

3.4 Finanzlage

Der Finanzmittelbestand bestehend aus dem Posten "Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten" ist im Geschäftsjahr um TEUR 3.296 auf TEUR 3.962 gesunken.

Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit hat dabei mit TEUR 2.527 zum Anstieg beigetragen, im Wesentlichen geprägt durch den um nicht zahlungswirksame Abschreibungen auf Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Finanzanlagen bereinigten Jahresabschluss in Höhe von TEUR 4.119 gemindert um Working Capital Veränderungen in Höhe von TEUR -863.

Der Cashflow aus Investitionstätigkeit hat den Finanzmittelbestand insgesamt um TEUR 5.873 gemindert. Er ist insbesondere geprägt durch die Auszahlungen in das Finanzanlagevermögen in Höhe von TEUR 5.920.

Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit ist geprägt durch die Ausschüttungen an Gesellschafter in Höhe von TEUR 10.

3.5 Bedeutsame finanzielle Leistungsindikatoren

Bedeutsame Finanzielle Leistungsindikatoren sind die Umsatzerlöse und der Jahresüberschuss. Die Gesellschaft nutzt keine nicht-finanziellen Leistungsindikatoren zur Steuerung des Unternehmens.

3.6 Zusammenfassung der Geschäftsentwicklung und Lage

Die Geschäftsführung ist mit der Entwicklung im Geschäftsjahr nur eingeschränkt zufrieden.

4. Chancen- und Risikobericht

4.1 Risikomanagementsystem

Die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft ist notwendigerweise mit Risiken verbunden. Der verantwortungsvolle Umgang mit Risiken und deren engmaschige Steuerung ist ein wesentliches Element der Unternehmensführung. Übergeordnetes Ziel ist es, unternehmerische Chancen bei jederzeit kontrollierten Risiken umfassend zu nutzen.

Zum sicheren Fortbestand der Gesellschaft kommt einem effektiven Risikomanagementsystem eine bedeutende Rolle zu. Das System soll sicherstellen, dass Risiken für die zukünftige Entwicklung des Unternehmens frühzeitig vom Management erkannt werden und auf systematische, nachvollziehbare Weise Maßnahmen zur Gegensteuerung ergriffen werden können. Ziel ist es, Schäden von der Gesellschaft und den Mitarbeitern abzuwenden.

Einzelne Risiken unterliegen in Bezug auf ihre Eintrittswahrscheinlichkeit oder ihre Auswirkungen regelmäßigen Veränderungen. Insgesamt geht das Management davon aus, dass derzeit keine nennenswerten Risiken bestehen, die eine langfristige Auswirkung auf den Fortbestand der Gesellschaft haben könnten.

Nachfolgend werden aus der Gesamtheit der beobachteten Risiken wesentliche Risikofelder und Einzelrisiken erläutert, die aus aktueller Sicht die Vermögens-, Finanz-, oder Ertragslage der Gesellschaft wesentlich beeinflussen könnten.

4.2 Risiken

Wettbewerbs- und Marktrisiken

Marktrisiken resultieren daraus, dass die gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Entwicklung ungünstiger verlaufen kann als im Prognosebericht dargestellt.

Investitionsentscheidungen von Kunden hängen in hohem Maß von der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung sowie der Situation in der jeweiligen Kundenbranche ab. Bei einer hohen wirtschaftlichen Unsicherheit oder Konjunkturabschwüngen, auch im Zusammenhang mit externen Schocks wie etwa weltweiten Pandemien, neigen Kunden dazu, Investitionen hinauszuschieben.

Auch kann sich die weltweite, branchenübergreifend weiterhin sehr angespannte Lage bei der Verfügbarkeit von Produkten auf die Entwicklung der Gesellschaft negativ auswirken.

Wettbewerbsrisiken beschreiben das Risiko, dass aufgrund wachsenden Wettbewerbsdrucks die erwarteten Margen und Marktanteile nicht erzielt werden. Aufgrund der Spezialisierung der Gesellschaft sieht die Geschäftsführung hier nur ein geringes Risiko.

Beschaffungsrisiken

Auf der Beschaffungsseite stellen die generelle Verfügbarkeit von Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sowie steigende Einkaufspreise von Rohstoffen potenzielle Risiken dar. Die Beschaffungsrisiken haben im zurückliegenden Jahr auch aufgrund von Folgewirkungen der Coronavirus-Pandemie weiter zugenommen. Die Störungen und Unterbrechungen globaler Lieferketten haben sich auf eine Vielzahl von Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen ausgedehnt.

Dem Risiko wird mit einer fortlaufenden Überwachung der Lieferketten, der Materialverfügbarkeit und der Lieferfähigkeit von Lieferanten begegnet.

Die Auswirkungen steigender Preise haben sich im Geschäftsjahr bereits deutlich gezeigt. Die Geschäftsführung ist bestrebt, Preissteigerungen an die Kunden weiterzugeben, doch gelingt dies unter Berücksichtigung der Wettbewerbssituation nicht immer vollständig.

Produktionsrisiken

Produktionsrisiken resultieren im Wesentlichen aus Qualitätsproblemen, möglichen Störungen der Betriebsabläufe oder Produktionsausfällen. Ferner können sie durch die vorgenannten Beschaffungsrisiken hervorgerufen werden. Das Risiko von Störungen der Betriebsabläufe oder Produktionsausfällen im Zuge der Coronavirus-Pandemie hat sich im Berichtsjahr wieder deutlich verringert.

Bonitätsrisiko der Kunden

Durch den Ausfall von Kunden droht der Gesellschaft potenziell ein finanzielles Risiko. Die Vergangenheit hat gezeigt, dass das Risiko als sehr gering einzustufen ist.

IT-Risiken

IT-bezogenen Risiken, die aus dem Ausfall der IT-Systeme und der IT-Infrastruktur oder Migrationsrisiken bei Software-Updates erwachsen können, begegnet die Gesellschaft durch die fortlaufende Weiterentwicklung einer verlässlichen, erweiterbaren und flexiblen IT-Systemlandschaft. Verschiedene technische und organisatorische Maßnahmen schützen die Daten der Gesellschaft vor unberechtigtem Zugriff, Missbrauch und Verlust.

Personalrisiko

Die Gesellschaft ist abhängig von qualifizierten Fach- und Führungskräften in Schlüsselfunktionen. Ein Ausscheiden dieser Personen könnte die Perspektiven des Konzerns nachhaltig verschlechtern. Durch eine aktive Personalarbeit ist die Geschäftsführung daher bestrebt, entsprechende Nachwuchskräfte im Unternehmen zu identifizieren und weiterzuentwickeln, sie langfristig an das Unternehmen zu binden.

4.3 Chancen

Die Veränderungen im Investitionsverhalten von Unternehmen sowie die Veränderung von Rohstoffpreisen beobachten wir permanent.

Wir gehen davon aus, dass wir Preisanstiege bei den Einkaufspreisen mit Zeitverzögerung an die Kunden weitergeben können. Mit Abflachen der Covid-Krise sehen wir zudem wieder ein gesteigertes Investitionsverhalten.

Durch neue Produkte und stetige Produktverbesserungen sowie eine fortwährende Optimierung der Produktionsverfahren sieht sich Gesellschaft gut für die Zukunft aufgestellt.

5. Prognosebericht

5.1 Gesamtwirtschaftliche und Branchen-Prognose

Die deutsche Wirtschaft kann sich nicht aus der Stagnation lösen. Signale für eine spürbare wirtschaftliche Belebung sind kaum auszumachen. Vielmehr mehren sich die Zeichen, dass die wirtschaftliche Schwäche vor allem struktureller Natur und weniger konjunkturell bedingt ist, so dass die Wirtschaftsleistung kurzfristig nicht viel Luft nach oben hat. Für 2025 droht zudem zusätzlicher Gegenwind. Sofern die neue US-Regierung Teile ihrer protektionistischen Ankündigungen umsetzt - so wie für diese Prognose unterstellt -, wird dies die Exporte zusätzlich bremsen. Dabei haben diese schon zuletzt aufgrund der nachlassenden Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen nicht mehr mit dem Welthandel Schritt halten können. Die vorläufige Haushaltsführung, die aufgrund des Bruchs der Koalition wohl weit bis in das kommende Jahr hinein gelten wird, könnte die Wirtschaftsleistung zusätzlich bremsen, auch wenn die Effekte wohl eher gering sind. Vor diesem Hintergrund rechnen wir für das kommende Jahr mit einer Stagnation des Bruttoinlandsprodukts, nach einem Rückgang von 0,2 % im laufenden Jahr. Im Jahr 2026 dürfte die Wirtschaftsleistung um 0,9 % zulegen, wobei knapp 0,3 Prozentpunkte der zusätzlichen Zahl an Arbeitstagen zu verdanken ist.

Quelle: Kieler Konkunkturbericht, Nr. 120 (2024 | Q4).

Das Handelsvolumen brach insbesondere nach dem Ausbruch der Coronavirus-Pandemie im Jahr 2020 vorübergehend stark ein, jedoch setzte kurz danach eine Phase der Erholung ein, sodass das Logistikvolumen in Deutschland bereits im Jahr 2021 das Vorkrisenniveau nicht nur wieder erreichte, sondern sogar übertraf. Nach einer Stagnation der Güterverkehrsleistung im Jahr 2022 war im Jahr 2023 aufgrund der hohen Inflation, der schwachen Industrienachfrage sowie der hohen Einkaufspreise eine leichte Verkleinerung des Gesamtmarktes in Deutschland zu beobachten. Im Jahr 2024 dürfte das Volumen wiederum leicht ansteigen.

Quelle: IBISWorld Branchenreport "C28.22DE - Herstellung von Hebezeugen und Fördermitteln", Stand August 2024

5.2 Unternehmensprognose

Die im Folgenden beschriebenen zukunftsgerichteten Aussagen und Informationen beruhen auf den Erwartungen und den Einschätzungen der Geschäftsführung. Sie bergen daher eine Reihe von Risiken und Ungewissheiten. Viele Faktoren, die teilweise außerhalb des Einflussbereichs der Gesellschaft liegen, wirken sich auf die Geschäftsaktivitäten und Jahresergebnisse aus. Die Entwicklung hängt insbesondere vom gesamtwirtschaftlichen und branchenbezogenen Umfeld ab und kann durch eine zunehmende Unsicherheit oder eine Verschlechterung der wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen negativ beeinflusst werden. Eine unerwartete Entwicklung der Weltkonjunktur würde dazu führen, dass die Umsatzerlöse und der Jahresüberschuss der Gesellschaft wesentlich von denen abweichen, die die Gesellschaft im Folgenden prognostiziert. Die tatsächliche Geschäftsentwicklung kann unter anderem aufgrund der beschriebenen Chancen und Risiken von den Prognosen der Gesellschaft abweichen.

Aufgrund der vorläufigen Zahlen für 2024 erwartet die Gesellschaft einen Anstieg der Umsatzerlöse im hohen einstelligen Prozentbereich sowie einen Anstieg des Jahresergebnisses vor Abschreibungen auf Finanzanlagen im niedrigen zweistelligen Prozentbereich im Vergleich zu 2023.

Für 2025 plant die Geschäftsführung mit weiteren Anstiegen der Umsatzerlösen im hohen einstelligen Prozentbereich, wobei auch das Jahresergebnis weiterhin leicht steigen dürfte.

Unterschrift der Geschäftsführung

 

Grünsfeld, 5. Februar 2025

Jutta Haag

Thorsten Felix Haag

Christian Drechsler

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 11.910.081,84 9.737.910,84
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 295.808,00 365.555,00
II. Sachanlagen 5.044.170,57 5.877.011,57
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.506.158,19 2.770.247,69
2. technische Anlagen und Maschinen 275.008,00 310.981,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.151.019,50 2.750.998,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 111.984,88 44.784,88
III. Finanzanlagen 6.570.103,27 3.495.344,27
1. Beteiligungen 1.807.799,56 1.807.799,56
2. Sonstige Finanzanlagen 4.762.303,71 1.687.544,71
B. Umlaufvermögen 7.163.074,03 9.567.773,43
I. Vorräte 2.052.140,25 1.449.045,58
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1.149.086,51 860.600,12
1. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 100.000,00
2. sonstige Vermögensgegenstände 1.049.086,51 860.600,12
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr -23.522,23
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 3.961.847,27 7.258.127,73
C. Rechnungsabgrenzungsposten 134.017,80 77.918,00
D. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung 31.912,78
Summe Aktiva 19.239.086,45 19.383.602,27

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 18.290.179,00 18.129.404,89
I. Gezeichnetes Kapital 25.564,59 25.564,59
II. Bilanzgewinn 18.264.614,41 18.103.840,30
davon Gewinnvortrag 18.103.840,30 21.541.091,59
B. Rückstellungen 459.900,00 759.137,98
C. Verbindlichkeiten 463.057,45 464.784,40
davon mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr 463.057,45 464.784,40
D. Rechnungsabgrenzungsposten 25.950,00 30.275,00
Summe Passiva 19.239.086,45 19.383.602,27

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 10.394.318,75 11.450.152,63
2. Personalaufwand 3.424.863,30 3.389.483,28
a) Löhne und Gehälter 2.864.797,50 2.846.141,00
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 560.065,80 543.342,28
davon für Altersversorgung -1.687,27 20.561,94
3. Abschreibungen 1.113.392,12 1.191.958,79
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 1.113.392,12 1.191.958,79
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 2.005.832,30 1.994.497,91
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung 595,16
5. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 322.096,58 65.804,99
6. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 35.507,86 4.739,00
davon aus verbundenen Unternehmen 2.525,00
7. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 2.845.613,50
davon außerplanmäßige Abschreibungen auf Finanzanlagen 2.845.613,50
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 19.857,00 23.087,00
davon sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen aus Abzinsung 19.795,00 23.087,00
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 1.162.588,34 1.350.947,30
10. Ergebnis nach Steuern 179.776,63 3.570.722,34
11. sonstige Steuern 9.003,50 7.973,91
12. Jahresüberschuss 170.773,13 3.562.748,43
13. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 18.103.840,30 21.541.091,59
14. Ausschüttung 9.999,02 6.999.999,72
15. Bilanzgewinn 18.264.614,41 18.103.840,30

Anhang

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten.

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: HS Umformtechnik GmbH
Firmensitz laut Registergericht: Grünsfeld
Registergericht: Mannheim
Register-Nr.: HRB 560462

Die Gliederung der Bilanz erfolgt gemäß § 266 HGB. Die Gewinn- und Verlustrechnung wird entsprechend § 275 Abs. 2 HGB in Staffelform nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Die Gesellschaft weist nach den in § 267 Abs. 2 HGB genannten Größenmerkmalen zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft auf.

Bei der Aufstellung des Anhangs wurden die für mittelgroße Kapitalgesellschaften geltenden größenabhängigen Erleichterungsvorschriften nach § 288 Abs. 2 HGB für die Aufgliederung der Umsatzerlöse nach Tätigkeitsbereichen (§285 Nr. 4 HGB) sowie die Angabe des Honorars des Abschlussprüfers (§ 285 Nr. 17 HGB) in Anspruch genommen. Die Angabe der Bezüge nach § 285 Nr. 9 Buchstaben a) und b) HGB sind mit Hinweis auf die Schutzklausel (§ 286 Abs. 4 HGB) entfallen.

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen

Die auf den Jahresabschluss angewandten Ansatz- und Bewertungsverfahren werden stetig angewendet.

Die Beurteilung wurde unter der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit (i.S.d. § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB) vorgenommen.

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterliegen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die planmäßigen Abschreibungen werden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen.

Die Anschaffungskosten beweglicher Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens bis zu einem Wert von EUR 800,00 werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben; ihr sofortiger Abgang wird unterstellt.

Die Finanzanlagen werden grundsätzlich zu Anschaffungskosten angesetzt. Innerhalb der Finanzanlagen werden die Wertpapiere zu Anschaffungskosten bzw. niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt, soweit die Wertminderung voraussichtlich dauerhaft ist.

Die Vorräte werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt.

Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu durchschnittlichen Einstandspreisen oder zu niedrigeren Tagespreisen am Bilanzstichtag aktiviert.

Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind auf der Basis von Einzelkalkulationen, die auf der aktuellen Betriebsabrechnung beruhen, zu Herstellungskosten bewertet, wobei neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten, Fertigungslöhnen und Sondereinzelkosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen berücksichtigt werden. Kosten der allgemeinen Verwaltung sowie angemessene Aufwendungen für soziale Einrichtungen des Betriebs, für freiwillige soziale Leistungen und für die betriebliche Altersversorgung gemäß § 255 Abs. 2 Satz 3 HGB wurden nicht aktiviert.

In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet, d. h. es wurden von den voraussichtlichen Verkaufspreisen Abschläge für noch anfallende Kosten vorgenommen.

Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt.

Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnungen getragen.

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden nach der Anwartschaftsbarwertmethode ("projected unit credit method") unter Verwendung der "Heubeck-Richttafeln 2018G" ermittelt. Für die Abzinsung wurde pauschal der durchschnittliche Marktzinssatz bei einer restlichen Laufzeit von 15 Jahren von 1,82 % (Vorjahr: 1,78 %) gemäß der Rückstellungsabzinsungsverordnung vom 18. November 2009 verwendet. Erwartete Rentensteigerungen wurden unverändert mit 0,00 % berücksichtigt.

Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften gebildet. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d. h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt.

Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden diese mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen werden verrechnet ausgewiesen. Die Aktivierung eines Überhangs latenter Steuern unterbleibt in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts.

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet.

Angaben zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) dargestellt.

Anteilsbesitz

Der Anteilsbesitz der Gesellschaft im Sinne des § 285 Nr. 11 HGB umfasst die nachstehenden Unternehmen:

Firma, Sitz Anteilshöhe Jahresergebnis Eigenkapital
ATW Metallbearbeitung Aluminium Technik Weirich GmbH, Königheim 100 % TEUR -122 TEUR 320

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr sämtliche eine Laufzeit von einem Jahr und weniger.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen ausschließlich sonstige Vermögensgegenstände aus einer kurzfristigen Darlehensgewährung.

Aktive Latente Steuern

Die aktiven latenten Steuern resultieren im Wesentlichen aus Bilanzdifferenzen bei immateriellen Vermögensgegenständen, Sachanlagen, Finanzanlagen, sowie Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen. Der Aktivsaldo wurde nicht aktiviert. Der Berechnung wurde ein Steuersatz von 28,425 % zugrunde gelegt.

Gezeichnetes Kapital

Die im Handelsregister gemäß § 172 Abs. 1 HGB eingetragenen Einlagen betragen unverändert zum Vorjahr DM 50.000,00.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Bei den Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen ergibt sich zwischen dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren ein Unterschiedsbetrag im laufenden Geschäftsjahr in Höhe von TEUR 12 (Vorjahr: TEUR 53).

Verrechnung von Vermögensgegenständen und Schulden

Für die Saldierung von Schulden aus Altersvorsorgeverpflichtungen mit Vermögensgegenständen, die ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungsverpflichtungen dienen und dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind (Deckungsvermögen im Sinne des § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB) wurden folgende Werte ermittelt:

Angaben zur Verrechnung nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB TEUR
Erfüllungsbetrag der verrechneten Schulden -1.129
Zeitwert der verrechneten Vermögenswerte 1.161
Anschaffungskosten der Vermögensgegenstände 1.115
Verrechnetete Aufwendungen / Erträge 46

Bei den Vermögensgegenständen handelt es sich um Wertpapiere. Die Ermittlung des Zeitwerts im Sinne des § 255 Abs. 4 Satz 4 HGB wurde in Übereinstimmung mit EStR 2008 H 6a (23) vorgenommen. Die Berechnung des Aktivwerts erfolgt demnach jeweils zum Ende der laufenden Beitragszahlungsperiode, in die der Stichtag für die Bilanz fällt.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen werden im Wesentlichen für Rückstellungen für Gewährleistungen, Resturlaubs- und Überstundenrückstellungen sowie ausstehende Rechnungen gebildet.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr sämtlich eine Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger.

Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von EUR 267.958,24 (Vorjahr: EUR 168.256,76) sowie im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von EUR 1.275,17 (Vorjahr: EUR 0,00).

Ausschüttungssperre

Der Gesamtbetrag, der einer Ausschüttungssperre unterliegt, beträgt TEUR 58. Er entfällt auf den Bewertungsansatz der Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sowie auf die Differenz zwischen beizulegenden Zeitwert des Deckungsvermögens und dessen Anschaffungskosten.

Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen waren im Vorjahr außergewöhnliche Erträge in Höhe von TEUR 156 enthalten. Diese betrafen Zuschreibungen auf Finanzanlagen. Im Geschäftsjahr sind periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 85 (Vorjahr: TEUR 0) aus der Auflösung von Rückstellungen sowie dem Abgang von Sachanlagevermögen realisiert worden. Zudem sind Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von EUR 0,00 enthalten (Vorjahr: EUR 1.923,93).

Personalaufwand

Die Sozialen Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung enthalten Erträge in Höhe von EUR - 1.687,27 (Vorjahr: Aufwand EUR 20.561,94). Diese betreffene im Wesentlichen verrechnete Erträge aus Zeitwertänderungen des Deckungsvermögens sowie Änderungen des Abzinsungssatzes und den Dienstzeitaufwand der Periode.

Finanzergebnis

Im Finanzergebnis sind außerplanmäßige Abschreibungen auf Finanzanlagen in Höhe von TEUR 2.846 enthalten aufgrund einer voraussichtlich dauerhaften Wertminderung.

Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen enthalten Aufwendungen aus der Aufzinsung von langfristigen Rückstellungen in Höhe von EUR 19.857,00 (Vorjahr: EUR 23.087,00). Zudem sind Zinserträge von verbundenen Unternehmen in Höhe von EUR 2.525,00 (Vorjahr: EUR 0,00) enthalten.

Sonstige Angaben

Geschäftsführung

Die Geschäftsführung setzt sich wie folgt zusammen:

• Thomas Paul Haag, Grünsfeld-Paimar, kaufmännischer Geschäftsführer (bis 31. Dezember 2023)

• Jutta Haag, Grünsfeld, kaufmännische Geschäftsführerin

• Thorsten Felix Haag, Tauberbischofsheim, technischer Geschäftsführer

• Christian Drechsler, Grünsfeld, kaufmännischer Geschäftsführer (seit 7. Dezember 2023)

Mitarbeiter

Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigten Arbeitnehmer betrug 68.

Diese teilen sich wie folgt auf:

2023 2022
Verwaltung 18 20
Produktion 32 35
Lager 18 20
Gesamt 68 75

Konzernverhältnisse

Die Gesellschaft ist gemäß § 290 Abs. 1 HGB zur Aufstellung eines Konzernabschlusses für den größten und kleinsten Kreis an Unternehmen verpflichtet. Da die Größenkriterien des § 293 Abs. 1 Nr. 1 und 2 HGB nicht überschritten werden, ist die Gesellschaft von der Pflicht, einen Konzernabschluss und Konzernlagebericht aufzustellen, befreit.

Ergebnisverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Bilanzgewinn von EUR 18.264.614,41 auf neue Rechnung vorzutragen.

Ereignisse nach dem Abschlussstichtag

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres im Sinne des § 285 Nr. 33 HGB n.F. hat es nicht gegeben.

Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 471.720,88 51.190,50 0,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 471.720,88 51.190,50 0,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 6.516.802,08 12.161,00 0,00
2. technische Anlagen und Maschinen 638.120,18 0,00 0,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 9.090.861,48 80.253,12 91.451,88
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 44.784,88 67.200,00 0,00
Summe Sachanlagen 16.290.568,62 159.614,12 91.451,88
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 1.807.799,56 0,00 0,00
2. Wertpapiere des Anlagevermögens 1.767.808,03 5.920.372,50 0,00
Summe Finanzanlagen 3.575.607,59 5.920.372,50 0,00
Summe Anlagevermögen 20.337.897,09 6.131.177,12 91.451,88
Umbuchungen
EUR
Anschaffungs-, Herstellungskosten 31.12.2023
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 522.911,38
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 522.911,38
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 6.528.963,08
2. technische Anlagen und Maschinen 0,00 638.120,18
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 9.079.662,72
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 111.984,88
Summe Sachanlagen 0,00 16.358.730,86
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 0,00 1.807.799,56
2. Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00 7.688.180,53
Summe Finanzanlagen 0,00 9.495.980,09
Summe Anlagevermögen 0,00 26.377.622,33
kumulierte Abschreibung 01.01.2023
EUR
Abschreibung Geschäftsjahr
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
kumulierte Abschreibung 31.12.2023
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 106.165,88 120.937,50 0,00 0,00 227.103,38
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 106.165,88 120.937,50 0,00 0,00 227.103,38
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.746.554,39 276.250,50 0,00 0,00 4.022.804,89
2. technische Anlagen und Maschinen 327.139,18 35.973,00 0,00 0,00 363.112,18
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 6.339.863,48 680.231,12 91.451,38 0,00 6.928.643,22
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Sachanlagen 10.413.557,05 992.454,62 91.451,38 0,00 11.314.560,29
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Wertpapiere des Anlagevermögens 80.263,32 2.845.613,50 0,00 0,00 2.925.876,82
Summe Finanzanlagen 80.263,32 2.845.613,50 0,00 0,00 2.925.876,82
Summe Anlagevermögen 10.599.986,25 3.959.005,62 91.451,38 0,00 14.467.540,49
Zuschreibung Geschäftsjahr
EUR
Buchwert Geschäftsjahr 31.12.2023
EUR
Buchwert Vorjahr 31.12.2022
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 295.808,00 365.555,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 295.808,00 365.555,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 2.506.158,19 2.770.247,69
2. technische Anlagen und Maschinen 0,00 275.008,00 310.981,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 2.151.019,50 2.750.998,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 111.984,88 44.784,88
Summe Sachanlagen 0,00 5.044.170,57 5.877.011,57
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 0,00 1.807.799,56 1.807.799,56
2. Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00 4.762.303,71 1.687.544,71
Summe Finanzanlagen 0,00 6.570.103,27 3.495.344,27
Summe Anlagevermögen 0,00 11.910.081,84 9.737.910,84

sonstige Berichtsbestandteile

 

Paimar, 24.03.2025

gez. Jutta Haag, Geschäftsführerin

gez. Thorsten Haag, Geschäftsführer

gez. Christian Drechsler, Geschäftsführer

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 05.02.2025 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

Eingeschränkte Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der HS Umformtechnik GmbH, Grünsfeld - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der HS Umformtechnik GmbH, Grünsfeld für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss mit Ausnahme der möglichen Auswirkungen des im Abschnitt "Grundlage für die eingeschränkten Prüfungsurteile" beschriebenen Sachverhalts in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt mit Ausnahme dieser möglichen Auswirkungen unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht mit Ausnahme der möglichen Auswirkungen des im Abschnitt "Grundlage für die eingeschränkten Prüfungsurteile" beschriebenen Sachverhalts insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen, mit Ausnahme der möglichen Auswirkungen dieses Sachverhalts, steht der Lagebericht in Einklang mit einem den deutschen gesetzlichen Vorschriften entsprechenden Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung mit Ausnahme der genannten Einschränkungen der Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die eingeschränkten Prüfungsurteile

Das Vorhandensein der Vorräte in Höhe von TEUR 2.052 ist nicht hinreichend nachgewiesen, weil wir wie im Vorjahr die Inventur nicht beobachten und durch alternative Prüfungshandlungen keine hinreichende Sicherheit über deren Bestand gewinnen konnten. Wir können daher nicht ausschließen, dass Änderungen insbesondere am Ausweis der Vorräte, des Jahresergebnisses sowie des Eigenkapitals hätten vorgenommen werden müssen. Dieser Sachverhalt beeinträchtigt möglicherweise auch die Darstellung des Geschäftsverlaufs im Lagebericht einschließlich des Geschäftsergebnisses und der Lage der Gesellschaft sowie die Darstellung der Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung.

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere eingeschränkten Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Offenbach am Main, 5. Februar 2025

HaackSchubert GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Hartmut Schubert, Wirtschaftsprüfer

Daniel Steinweger, Wirtschaftsprüfer

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