Ariston Climate Systems GmbH
Selbe AdresseManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Marion Knipp seit 7.7.2025 | Geschäftsführer |
Georg Philip Hubertus Krossa seit 13.1.2025 | Geschäftsführer |
Kathrin Stauss seit 20.11.2024 | Prokura |
Martin Wendels seit 20.11.2024 | Prokura |
Matthias Ihle seit 11.3.2022 | Prokura |
Christian Amann seit 29.4.2011 | Geschäftsführer |
Andreas Huber seit 3.8.2004 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Ariston Holding N.V. | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Wolf GmbHMainburgJahresabschluss mit Bericht zur Gleichstellung und Entgeltgleichheit nach EntgTranspG als Anlage des Lageberichts zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Wolf GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Wolf GmbH, Mainburg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Wolf GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Die in Abschnitt 2.6 des Lageberichts enthaltene Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Sonstige Informationen Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die oben genannte Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote). Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
Falls wir auf Grundlage der von uns durchgeführten Arbeiten den Schluss ziehen, dass eine wesentliche falsche Darstellung dieser sonstigen Informationen vorliegt, sind wir verpflichtet, über diese Tatsache zu berichten. Wir haben in diesem Zusammenhang nichts zu berichten. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
München, den 15. April 2024 EY
GmbH & Co. KG
Stummer-Jovanovic, Wirtschaftsprüfer Faiß, Wirtschaftsprüfer Bilanz zum 31. Dezember 2023(in T€)Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023in T€
Anhang zum Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023A. Allgemeine Angaben Die Wolf GmbH mit Sitz in Mainburg ist eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 3 HGB. Die Gesellschaft ist unter HRB 1453 im Handelsregister des Amtsgerichtes Regensburg eingetragen. Die Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2023 richten sich nach den Vorschriften der §§ 242 bis 256a und 264 bis 288 HGB und den Vorschriften des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Zur Verbesserung der Klarheit der Darstellung sind in der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung gemäß § 265 Abs. 7 Nr. 2 HGB einzelne Posten zusammengefasst und im Anhang gesondert ausgewiesen. Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr. B. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze maßgebend. Änderungen ergaben sich bei der Methodik der Ermittlung von Gewährleistungsrückstellungen durch Anpassung an die Konzernvorgabe sowie bei der Zuordnung der Umsätze nach Produktbereichen. Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen bewertet. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte werden zu Herstellungskosten (Entwicklungskosten) aktiviert, sofern zum Abschlussstichtag eine hohe Wahrscheinlichkeit der tatsächlichen Entstehung eines Vermögensgegenstandes besteht. Zu den Herstellungskosten zählen die einzeln zurechenbaren Kosten durch den Verbrauch von Gütern und die Inanspruchnahme von Diensten sowie angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten und des durch den Entwicklungsprozess veranlassten Werteverzehrs von Vermögensgegenständen des Anlagevermögens. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte werden planmäßig nach der linearen Methode pro rata temporis über die jeweilige voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Für aktivierte Entwicklungskosten gelten 5 bis 10 Jahre, für entgeltlich erworbene Software 3 bis 10 Jahre. Sofern erforderlich werden außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten vermindert um planmäßige Abschreibungen angesetzt. Die Herstellungskosten enthalten Material- und Fertigungseinzelkosten sowie angemessene Gemeinkosten einschließlich Abschreibungen. Die Anlagegüter werden nach der linearen Methode abgeschrieben. Der Abschreibungszeitraum entspricht der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer, für Gebäude 10 bis 50 Jahre, für technische Anlagen und Maschinen 3 bis 20 Jahre sowie für Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 15 Jahre. Im Geschäftsjahr zugegangene bewegliche Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens mit Anschaffungskosten bis zu 250 € (Geringwertige Wirtschaftsgüter) werden sofort in vollem Umfang abgeschrieben. Für Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens deren Anschaffungskosten mehr als 250 € und bis zu 1.000 € betragen, wurden Sammelposten gebildet. Diese werden linear über 5 Jahre abgeschrieben. Geleistete Anzahlungen sind mit dem Nennwert bewertet. Bei den Finanzanlagen werden die Anteile zu Anschaffungskosten bzw. bei dauerhafter Wertminderung zum niedrigeren beizulegenden Wert und die Ausleihungen grundsätzlich zum Nennwert bewertet. Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten nach dem Durchschnittswertverfahren oder mit den niedrigeren Werten am Abschlussstichtag angesetzt. Die Herstellungskosten enthalten neben den Einzelkosten angemessene Gemeinkosten einschließlich Abschreibungen; Fremdkapitalzinsen werden nicht miteinbezogen. Für Verwertungsrisiken wurden angemessene Abschläge vorgenommen. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen werden zum Nennbetrag gem. § 268 Abs. 5 HGB von den Vorräten offen abgesetzt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden mit ihren Nominalbeträgen abzüglich erforderlicher Wertberichtigungen bilanziert. Der Ansatz der flüssigen Mittel erfolgte zum Nennbetrag. Fremdwährungskonten werden gem. § 256a HGB zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet. Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Aktivseite gem. § 250 HGB Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, die einen späteren Zeitraum betreffen. Das Eigenkapital ist mit dem Nennbetrag angesetzt. Rückstellungen werden nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung zum notwendigen Erfüllungsbetrag bewertet. In den Rückstellungen wurden alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen berücksichtigt. Langfristige Rückstellungen werden mit den von der Bundesbank veröffentlichten Durchschnittszinssätzen abgezinst. Die Berechnung der Rückstellungen für Gewährleistung wurde im Jahr 2023 aufgrund des Wechsels zu Ariston als neue Konzernmutter auf die ARISTON Group Methode umgestellt. Dies führt dazu, dass der Wert entsprechend in laufender Rechnung angepasst wurde (+ 6.238 T€). Insofern ist der Jahresabschluss nicht zum Vorjahr vergleichbar. Die Pensionsverpflichtungen wurden mit dem nach versicherungsmathematischen Grundsätzen ermittelten Anwartschaftsbarwert auf der Basis eines Zinsfußes von 1,82 % für den 10-Jahres-Durchschnitt bewertet (der 7-Jahres-Durchschnitt beträgt 1,74 %). Der Berechnung der Pensionsverpflichtungen liegen die Heubeckschen Richttafeln 2018 G zugrunde. Die Verpflichtungen aus Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen sowie aus Altersteilzeit werden mit den Vermögensgegenständen, die ausschließlich der Erfüllung dieser Verpflichtungen dienen und dem Zugriff Dritter entzogen sind (sog. Deckungsvermögen), verrechnet. Die Bewertung des zweckgebundenen, verpfändeten und insolvenzgesicherten Deckungsvermögens erfolgt zum beizulegenden Zeitwert. Für die Altersteilzeitrückstellungen wurden die Erfüllungsrückstände mit den vollen Altersteilzeitentgelten zuzüglich Arbeitgeberanteile zur Sozialversicherung berücksichtigt. Die Diskontierung erfolgte mit 0,99 %. Die Aufstockungsbeträge wurden mit dem Barwert unter Ansatz eines Rechnungszinsfußes von 0,99 % bewertet, soweit die Leistung am Bewertungsstichtag durch die abgeleistete Dienstzeit während der Arbeitsphase zeitanteilig verdient ist. Die Verpflichtungen aus Jubiläumszusagen wurden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen auf Basis eines Zinsfußes von 1,74 % ermittelt. Verbindlichkeiten wurden mit dem Erfüllungsbetrag passiviert. Die Wolf GmbH ist in den ertragsteuerlichen Organkreis der Ariston Climate Systems GmbH einbezogen. Latente Steuern auf temporäre oder quasi-permanente Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden auf Ebene des Organträgers ermittelt und bei Passivüberhang - nach Saldierung - auch dort bilanziert. Kurzfristige Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten werden zum Stichtag zum Devisenkassamittelkurs bewertet, langfristige unter Berücksichtigung des Imparitätsprinzips. Die Realisierung von Umsatzerlösen erfolgt grundsätzlich zum Zeitpunkt des Gefahrenübergangs. C. Erläuterungen zur Bilanz (1) Anlagevermögen Die Aufgliederung der in der Bilanz zusammengefassten Anlageposten und ihre Entwicklung im Berichtsjahr ist in der Anlage zum Anhang gesondert dargestellt. Die Anlage ist Teil des Anhangs. (2) Finanzanlagen Die Finanzanlagen betreffen Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen (25.265 T€ Vorjahr 38.240 T€) sowie Ausleihungen an verbundene Unternehmen (2.250 T€ Vorjahr 2.250 T€). Die Veränderung gegenüber dem Vorjahr resultiert aus einer konzerninternen Übertragung von 89 % der Anteile an der Wolf Power Systems GmbH (-13,9 Mio. €) sowie einer Kapitalerhöhung der Wolf HVAC Systems Co., Ltd, CN-Shanghai (+0,9 Mio. €). Die Aufstellung des Anteilsbesitzes ist in der Anlage zum Anhang gesondert dargestellt. Die Aufstellung ist Teil des Anhangs. Die Ausleihungen an verbundene Unternehmen betreffen eine langfristige Forderung aus dem Geldverkehr mit Schwestergesellschaften und werden als langfristig eingestuft, da keine Kündigungsabsicht im folgenden Geschäftsjahr von Seiten der Wolf GmbH besteht. (3) Vorräte
Der Bestandsaufbau im Jahr 2023 besteht im Wesentlichen aus werthaltigen Wärmepumpen-Komponenten. (4) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 30.074 T€ (Vorjahr 36.330 T€) enthalten Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von 2.930 T€ (Vorjahr 12.276 T€) und haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen Forderungen aus dem Geldverkehr mit Tochtergesellschaften sowie Schwestergesellschaften in Höhe von 166.450 T€ (Vorjahr 10.760 T€) und haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Die sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. (5) Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten Bankkonten in Fremdwährung werden gem. § 256a HGB zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet. (6) Gezeichnetes Kapital Das gezeichnete Kapital der Gesellschaft von 20.000 T€ wird zu 100 % von der Ariston Climate Systems GmbH, Mainburg, gehalten. (7) Kapitalrücklage Die freie Kapitalrücklage gem. § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB beträgt 38.500 T€ (Vorjahr 38.500 T€). (8) Gewinnrücklagen Die Gewinnrücklagen betreffen andere Gewinnrücklagen und resultieren aus der Erstanwendung des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG) zum 1. Januar 2010. (9) Bilanzgewinn Der Bilanzgewinn zum 31.12.2023 in Höhe von 4.282 T€ (Vorjahr 4.282 T€) entspricht dem vororganschaftlichen Gewinnvortrag. Mit der Ariston Climate Systems GmbH (vormals Centrotec Climate Systems GmbH) besteht ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag. (10) Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Die Pensionsverpflichtungen wurden mit dem nach versicherungsmathematischen Grundsätzen ermittelten Anwartschaftsbarwert auf der Basis eines Zinsfußes von 1,82 % (Vorjahr 1,78 %) und einer Duration von 15 Jahren angesetzt. Der Berechnung liegen die Heubeckschen Richttafeln 2018 G zugrunde. Für zu erwartende Lohn- und Gehaltssteigerungen, sowie für Anhebungen der Beitragsbemessungsgrenze wurden jeweils 3,0 % (Vorjahr 3,0 %) angenommen. Künftige Rentensteigerungen wurden mit 2,2 % (Vorjahr 2,2 %) berücksichtigt. Als Fluktuationswahrscheinlichkeit wird 3,0 % (Vorjahr 3,0 %) angenommen. Rückstellungspflichtige Pensionsverpflichtungen bestehen zum Bilanzstichtag in Höhe von 52.050 T€. Aufgrund der geänderten Bewertung gemäß BilMoG war zum 1. Januar 2010 eine Zuführung zur Pensionsrückstellung in Höhe von 3.659 T€ erforderlich. Dieser Unterschiedsbetrag wird in entsprechender Wahlrechtsansetzung auf 15 Jahre aufgeteilt, daher beträgt der jährliche Aufwand bis 2024 jeweils 244 T€. Dieser Aufwand wird gemäß BilRUG als sonstiger betrieblicher Aufwand ausgewiesen. Der Gesamtbetrag der nicht ausgewiesenen Rückstellungen beträgt 244 T€. (11) Steuerrückstellungen Aufgrund der steuerlichen Organschaft mit der Gesellschafterin fallen bei der Wolf GmbH keine Steuern vom Einkommen und vom Ertrag und keine latenten Steuern an. Im Rahmen des Unternehmensverkaufs an die Ariston NV zum 02.01.2023 wurde eine Rückstellung in Höhe von 1,3 Mio. € für Grunderwerbsteuer gebildet. (12) Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:
Zum Bilanzstichtag wurde Deckungsvermögen in Höhe von 1.956 T€ mit Altersteilzeitverpflichtungen gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB verrechnet. Als Deckungsvermögen wurden Wertpapierfonds als zweckexklusive, verpfändete und insolvenzgeschützte Vereinbarungen klassifiziert. Die Anschaffungskosten der verrechneten sonstigen Vermögensgegenstände betragen zum Bilanzstichtag 2.179 T€. Der aktivierte Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung in Höhe von 0 T€ resultiert aus der Saldierung des beizulegenden Zeitwerts und aus dem Erfüllungsbetrag der verrechneten Verpflichtungen. Die Erträge aus dem Deckungsvermögen (29 T€, Vorjahr 44 T€) wurden mit den Zinsaufwendungen gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB im Zinsergebnis saldiert. Der beizulegende Zeitwert der verrechneten Vermögensgegenstände wurde anhand von Marktpreisen auf einem aktiven Markt bestimmt. Rückstellungen für Verpflichtungen aus Jubiläumszusagen wurden in Höhe von 904 T€ (Vorjahr 875 T€) bilanziert. Die Rückstellungen für Verpflichtungen aus Liefer- und Produktionsbereich beinhalten unter anderem die langfristige Rückstellung für Gewährleistungsrisiken, die mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz (Quelle: Deutsche Bundesbank) der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst wurde. (13) Verbindlichkeiten Es bestehen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 0 T€ (Vorjahr 19 T€). Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betragen 31.554 T€ (Vorjahr 13.169 T€). Sie haben wie im Vorjahr eine Laufzeit von bis zu einem Jahr und betreffen mit 1.353 T€ (Vorjahr 827 T€) verbundene Unternehmen. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betragen 130.531 T€ (Vorjahr 40.908 T€). Sie bestehen im Wesentlichen aus dem Verrechnungskonto gegenüber der Gesellschafterin Ariston Climate Systems GmbH (125.521 T€, im Vorjahr 35.908 T€) sowie aus Intercompany-Darlehen von den Tochtergesellschaften Wolf Power Systems GmbH (3.000 T€, im Vorjahr 3.000 T€) und Wolf France S.A.S. (2.000 T€, im Vorjahr 2.000 T€). Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die sonstigen Verbindlichkeiten belaufen sich auf 45.920 T€ (Vorjahr 22.727 T€), die wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr aufweisen. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen Zum Bilanzstichtag bestehen Haftungsverhältnisse aus Gewährleistungen gegenüber verbundenen Unternehmen aus einer Patronatserklärung für die kroatische Tochtergesellschaft. Aufgrund eines positiven Eigenkapitals per 31.12.2023 und der wirtschaftlichen Lage, wird nicht mit einer Inanspruchnahme gerechnet. In Zusammenhang mit dem im Jahr 2015 aufgenommen Immobiliendarlehen der Ariston Climate Systems GmbH, Mainburg, in Höhe von € 26 Mio. hat die Wolf GmbH Grundbuchschulden und eine selbstschuldnerische Höchstbetragsbürgschaft eingeräumt. Aufgrund der wirtschaftlichen Lage der Wolf Gruppe wird nicht mit einer Inanspruchnahme aus den Haftungsverhältnissen gerechnet. Zum Bilanzstichtag bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen, die dem normalen Geschäftsbetrieb dienen, mit einem Gesamtbetrag von 57.326 T€ (Vorjahr 104.791 T€). Abnahmeverpflichtungen und Verpflichtungen aus Miet-, Pacht und Leasingverträgen sind im Gesamtbetrag wie folgt enthalten:
Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen zum 31.12.2023 haben eine Laufzeit bis zu einem Jahr in Höhe von 42.229 T€ (Vorjahr 82.660 T€), über ein Jahr von 14.289 T€ (Vorjahr 21.589 T€) und über 5 Jahre von 809 T€ (Vorjahr 542 T€). Gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen zum 31.12.2023 sonstige Verpflichtungen in Höhe von 1.145 T€ (Vorjahr 10.771 T€). D. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung (14) Umsatzerlöse
Nach Produktbereichen:
Aufgrund des Gesellschafterwechsels zu Ariston ergab sich Veränderungen in der Zuordnung der Umsätze nach Produkten. Daher unterliegen auch die Vorjahreszahlen aus 2022 einer entsprechenden Anpassung. (15) Bestandsveränderungen und andere aktivierte Eigenleistungen
(16) Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge (12.570 T€, Vorjahr 10.955 T€) enthalten im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (2.953 T€, Vorjahr 3.020 T€), Versicherungserstattungen (1.525 T€, Vorjahr, 174 T€), Ausgleichsposten für verrechnete Sachbezüge (3.691 T€, Vorjahr 3.822 T€) sowie Schadensersatz- und Garantieerträge von Lieferanten (2.292 T€, Vorjahr 1.350 T€). Erträge aus Währungskursumrechnungen sind in Höhe von 166 T€ (Vorjahr 2.054 T€) angefallen. Periodenfremde Erträge sind in Höhe von 2.953 T€ (Vorjahr 3.020 T€) aus der Auflösung von Rückstellungen angefallen. (17) Materialaufwand
(18) Personalaufwand
(19) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen Wir verweisen auf den Anlagenspiegel in der Anlage zum Anhang. In den Abschreibungen sind außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von 731 T€ enthalten. (20) Sonstige betriebliche Aufwendungen In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen (88.698 T€, Vorjahr 58.896 T€) sind vor allem Vertriebsaufwendungen (10.116 T€, Vorjahr 11.167 T€), Kosten für Werbung (4.987 T€, Vorjahr 5.324 T€) und Repräsentation/Bewirtung (3.189 T€, Vorjahr 1.983 T€), EDV/Kommunikation (5.830 T€, Vorjahr 6.329 T€), Mieten (7.120 T€, Vorjahr 5.735 T€), Abschluss-/Rechtsberatung und Prüfungsgebühren (5.166 T€, Vorjahr 2.490 T€), Aufwand für Gewährleistung (28.706 T€, Vorjahr 7.317 T€) sowie diverse sonstige Sachkosten zusammengefasst. Die Veränderung im Aufwand für Gewährleistung resultiert unter anderem aus der in Abschnitt B erläuterten Anpassung der Berechnungsmethodik in Bezug auf Gewährleistungsrückstellungen. Aufwendungen aus Währungskursumrechnungen sind in Höhe von 388 T€ (Vorjahr 1.451 T€) angefallen. Aus der Erstanwendung BilMOG sind Aufwendungen aus der Zuführung des Unterschiedsbetrags aus Rückstellungen für Pensionsverpflichtung in Höhe von 244 T€ (Vorjahr 244 T€) enthalten. (21) Zinsergebnis
Die Zinsaufwendungen enthalten 105 T€ (Vorjahr 1.901 T€) aus der Aufzinsung von langfristigen Rückstellungen. (22) Erträge aus Beteiligungen Die Erträge beinhalteten im Vorjahr eine Ausschüttung der Wolf Energiesparsysteme OOO in Höhe von 1.216 T€. (23) Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrages abgeführte Gewinne Der bei der Gesellschaft im abgelaufenen Geschäftsjahr erwirtschaftete Gewinn in Höhe von 95.780 T€ wird aufgrund des am 1. Januar 2023 in Kraft getretenen Ergebnisabführungsvertrages an die Gesellschafterin abgeführt. E. Sonstige Angaben Forschungs- und Entwicklungskosten Der Gesamtbetrag der im Geschäftsjahr 2023 getätigten Forschungs- und Entwicklungskosten beläuft sich auf 5.972 T€ (Vorjahr 5.086 T€). Davon entfallen auf selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens 2.840 T€ (Vorjahr 4.044 T€). Abführungsgesperrte Beträge Der Sperrbetrag gemäß § 268 Abs. 8 HGB in Höhe von 12.976 T€ (Vorjahr 12.432 T€), dem freiverfügbare Eigenkapitalkomponenten in Höhe von 42.949 T€ (Vorjahr 40.355 T€) gegenüberstehen, umfasst selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens in Höhe von 12.976 T€ (Vorjahr 12.432 T€) sowie den Unterschiedsbetrag aus der Bewertung von Gegenständen des Deckungsvermögens zum beizulegenden Zeitwert im Vergleich zu den historischen Anschaffungskosten in Höhe von 0 T€ (Vorjahr 0 T€). Der Unterschiedsbetrag aus der Bewertung der Pensionsrückstellungen zwischen der 10- und 7-Jahresdurchschnittszinssatzes gemäß § 253 Abs. 6 S. 3 HGB beträgt 688 T€ (Vorjahr 3.282 T€). Der Betrag ist zum Bilanzstichtag vollständig durch freiverfügbare Eigenkapitalkomponenten abdeckt. Mitarbeiter Im Jahresdurchschnitt wurden beschäftigt: (ohne Geschäftsführung)
Gesamtbezüge des Aufsichtsrates und der Geschäftsführung Der Aufsichtsrat erhielt für seine Tätigkeit insgesamt 18,5 T€ (Vorjahr 20 T€). Die Aufwendungen für die Gesamtbezüge der Geschäftsführung inkl. Rückstellungen für Tantiemen betragen 1.741 T€ (Vorjahr 2.290 T€). Für frühere Mitglieder der Geschäftsführung bestehen Verpflichtungen für Anwartschaften auf Pensionen in Höhe von 4.508 T€ (Vorjahr 4.401 T€), für die Rückstellungen in Höhe von 4.540 T€ (Vorjahr 4.475 T€) gebildet wurden; die laufenden Pensionszahlungen betragen 340 T€ (Vorjahr 378 T€). Für ein Aktienbasiertes Anreizprogramm wurde eine sonstige Rückstellung in Höhe von 149 T€ gebildet. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind und Auswirkungen auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage haben, sind nicht eingetreten. Konzernzugehörigkeit Gesellschafterin mit einem Anteil von 100 % am Stammkapital der Wolf GmbH, Mainburg, ist die Ariston Climate Systems GmbH (vormals Centrotec Climate Systems GmbH), Mainburg. Diese ist wiederum 100 %ige Tochter der Ariston NV (Amsterdam, Niederlande). Damit ist die Wolf GmbH ein verbundenes Unternehmen der Ariston NV. Die Gesellschaft wird in den nach niederländischen Regelungen aufgestellten Konzernabschluss der Ariston NV (Amsterdam, Niederlande) einbezogen (größter Konsolidierungskreis). Die Wolf GmbH ist gemäß § 291 HGB von der Aufstellung eines eigenen Konzernabschlusses und Konzernlageberichtes befreit. Die erfassten Honorare des Abschlussprüfers betragen im Geschäftsjahr für die Abschlussprüfung TEUR 114. Weitere Dienstleistungen wurden nicht erbracht. Aufsichtsrat
Geschäftsführung
Mainburg, den 15. April 2024 Dr. Thomas Kneip Bernhard Steppe Christian Amann Gerdewan Jacobs Entwicklung des Anlagevermögens der Wolf GmbH, Mainburg, zum 31.12.2023 (in €)
Anteilsbesitz zum 31. Dezember 2023
* Werte betreffen den Jahresabschluss 2022. Zum
Zeitpunkt der Abschlusserstellung liegt noch kein
testierter Jahresabschluss für 2023 vor.
Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023Inhaltsverzeichnis: 1. Grundlagen des Unternehmens 2. Wirtschaftsbericht 2.1 Geschäftsverlauf und Rahmenbedingungen 2.2 Entwicklung der steuerungsrelevanten Leistungskennziffern 2.3 Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage 2.4 Gesamtbeurteilung der wirtschaftlichen Lage 2.5 Personalentwicklung 2.6 Erklärung zur Unternehmensführung 3. Risiken- und Chancenbericht 4. Prognosebericht 1. Grundlagen des Unternehmens Wolf - Das Unternehmen Die Wolf GmbH aus Mainburg zählt zu den innovativen Systemanbietern für Heiz- Lüftungs-, Klima- und Solartechnik und bietet gemeinsam mit ihrer Muttergesellschaft, der Ariston Climate Systems GmbH, Komplettlösungen für Energieeinsparung und gesunde Raumluft im Bereich der Gebäudetechnik. Das Unternehmen ist Teil der weltweit in den Bereichen Wärmekomfort und Energieeffizienz tätigen Ariston-Gruppe. Die Wolf-Gruppe besteht aus der Wolf GmbH in Mainburg mit ihren acht operativen Tochtergesellschaften in Deutschland und im Ausland. Mit der zunehmenden Internationalisierung fokussiert sich die Wolf-Gruppe verstärkt auf weltweite Wachstumsmärkte. Das Unternehmen gliedert seine Geschäftsfelder in die drei Business Units Heizsysteme, Raumlufttechnische Anlagen und Services. Durch diese Organisationstruktur kann Wolf gezielt auf die verschiedenen Bedürfnisse der einzelnen Kundengruppen eingehen. Zudem garantiert die Struktur eine individuelle und technisch versierte Beratung der Kunden in den einzelnen Produktsparten. Die Wolf Power Systems, die bislang den vierten Geschäftsbereich Blockheizkraftwerke abgedeckt hat, wurde im Jahresverlauf konzernintern an die Wolf Power Systems Holding GmbH veräußert. Produkte / Entwicklung / Fertigung Der Gesamtbetrag der im Geschäftsjahr 2023 getätigten Forschungs- und Entwicklungskosten beläuft sich auf 6,0 Mio. € (VJ 5,1 Mio. €). Davon wurden 2,8 Mio. € (VJ 4,0 Mio. €) als selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände aktiviert. Das Jahr 2023 war geprägt von der enormen Nachfrage nach Wärmepumpen. Um die Materialversorgung der hoch skalierten Montagelinie abzusichern, waren in der Produktentwicklung viele Qualifizierungsprojekte von Alternativbauteilen erforderlich. Die neue CHA-16/20 - eine hocheffiziente Luft-Wasser-Wärmepumpe mit natürlichem Kältemittel, insbesondere für die Beheizung von kleineren Mehrfamilienhäusern und Sanierungsobjekten - wurde in den Markt eingeführt. Die Entwicklung der neuen, flexiblen Lüftungsgeräte CSL wurde vorangetrieben. Des Weiteren stand die Entwicklung der Wohnungsstationen im Fokus. Im Hauptfokus des Fertigungsbereichs stand 2023 die Erweiterung der Kapazitäten für die Wärmepumpenfertigung. Zu diesem Zweck wurde begonnen, eine zusätzliche Fertigungslinie einzurichten, deren Fertigstellung in 2024 geplant ist. Ebenso wurden die Kapazitäten in der Metalltechnik ausgebaut. 2. Wirtschaftsbericht 2.1 Geschäftsverlauf und Rahmenbedingungen Geschäftsverlauf Die erste Jahreshälfte war noch geprägt von starken Engpässen in der Materialversorgung, die zu einem hohen Auftragsbestand und langen Lieferzeiten für Wärmeerzeuger führte. Erst im dritten Quartal lösten sich die Lieferengpässe schrittweise auf. Während zu Jahresanfang die Nachfrage nach Wärmepumpen dominierte, führte die monatelange Diskussion der Bundesregierung bezüglich des sogenannten Heizungsgesetzes sowie der damit verbundenen Förderbedingungen zu einer starken Verunsicherung in der Bevölkerung. Dies wirkte sich auch auf die Nachfragesituation aus. So wurden insbesondere im zweiten Halbjahr verstärkt Öl- und Gasheizungen nachgefragt, da sich erhebliche Einschränkungen in der Möglichkeit des Einbaus fossiler Wärmeerzeuger ab 2024 abzeichneten. Gleichzeitig brach die Nachfrage nach Wärmepumpen zum Jahresende vollständig ein. Der Bereich raumlufttechnische Anlagen konnte im gesamten Jahresverlauf von der noch stabilen Bautätigkeit profitieren. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen Die Märkte, in denen das Kerngeschäft der Wolf-Gruppe angesiedelt ist, werden im Wesentlichen von den Energiepreisen, dem zukünftigen verpflichtenden Einsatz erneuerbarer Energien, den weiteren regulatorischen Vorgaben zur Energieeffizienz von Gebäuden sowie der Baukonjunktur beeinflusst. Hierbei nimmt der Renovierungsmarkt weiterhin die führende Rolle ein, da der Ausbau des Neubaumarktes im Jahre 2023 aufgrund von Inflation und steigenden Zinsen rückläufig ist. Auf dem von Vizekanzler und Bundeswirtschafts- und Klimaschutzminister Dr. Robert Habeck sowie Bundesbauministerin Klara Geywitz einberufenen Wärmepumpengipfel hat die Branche sich auf eine Absatzzahl von 500.000 Geräten ab dem Jahr 2024 geeinigt. Hierfür wurden im Jahr 2023 nicht alle in Aussicht gestellten Rahmenbedingungen umgesetzt, da das Gebäudeenergiegesetz (GEG) aufgeweicht wurde. Dazu gehören unter anderem ein 65 %-Erneuerbare Energien Gesetz, die Absenkung der Stromsteuer sowie die Ausrichtung der Energiepreise auf Elektrifizierung. Nach dem starken Anstieg der Energiepreise 2022 durch den Krieg in der Ukraine haben sich die Preise nach dem Winter 2022/23 wieder erholt, was im Verlauf zu einer verringerten Nachfrage von Wärmepumpen und einer stärkeren Nachfrage von Gas- und Ölgeräten geführt hat. Hier spielt zusätzlich das GEG zum 01.01.2024 mit hinein, welches stärkere Hürden für den Einbau von Gas- und Ölgeräten mit sich bringt. Somit kam es zu Vorzieheffekten in diesen Segmenten im Jahr 2023. In der zweiten Jahreshälfte 2023 hatten durch den Boom in Öl und Gas Fachhandwerker weniger Kapazitäten für Wärmepumpeninstallationen. Der Ausbau der erneuerbaren Energien sowie der schnelle Ausstieg aus fossilen Energien bleibt dennoch eine wichtige Stellschraube, um zukünftigen explodierenden Energiepreisentwicklungen und nicht kalkulierbaren CO 2 -Preisentwicklungen entgegenzuwirken. Industriepolitisch ist die Branche ihrem Teil der Energiewende gerecht geworden, indem die Produktionskapazitäten für Wärmepumpen europaweit deutlich ausgebaut wurden. Nach vielen öffentlichen Diskussionen im Jahr 2023 kann der finale Beschluss der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) und des GEG für Planungssicherheit bei Kunden im Jahr 2024 sorgen. Der Absatz von Heiztechnik entwickelte sich im Berichtsjahr 2023 europaweit sehr unterschiedlich. Während die meisten europäischen Absatzmärkte zum Teil sehr stark rückläufig waren (Italien -27,8 %, Spanien -21,3 %, Frankreich -21,6 %), kam es in Deutschland zu einem enormen Marktwachstum und einem Rekordjahr. Trotz aller Lieferschwierigkeiten wurden 2023 insgesamt 1.308.500 Wärmeerzeuger veräußert. Dabei zeigten nicht nur Wärmepumpenbereich (+51 %, 356.000 Stück), sondern auch der Bereich Gas (+32 %, 790.500 Stück) ein außerordentlich starkes Wachstum. Der Rekordanstieg im Bereich Öl um +99 % auf 112.500 Stück lässt sich dadurch erklären, dass Kunden die Gelegenheit nutzen wollten, noch einen Ölkessel einzubauen, bevor dies 2024 weitgehend verboten werden sollte. Der Markt für Solarthermie litt unter den neuen Förderbedingungen und ist entsprechend stark eingebrochen (-47 %). Durch die Verschärfung gesetzlicher Grundlagen auf europäischer Ebene im Gebäudesektor wird in Zukunft auch der Bereich der kontrollierten Wohnraumlüftung deutlich an Wichtigkeit gewinnen. Jedoch ist nicht absehbar, wann sich das in den Absatzzahlen niederschlägt, vor allem weil Neubauaktivitäten derzeit deutlich zurückgehen. 2.2 Entwicklung der steuerungsrelevanten Leistungskennziffern Wie in den Vorjahren basierten die interne Steuerung und die operativen Ertragsziele sowie der veröffentlichte Ausblick für 2023 auf IFRS-Kennzahlen. Daher wird im folgenden Abschnitt zur Erläuterung der Geschäftsentwicklung im Vergleich zum Ausblick ausschließlich auf IFRS-Kennzahlen zurückgegriffen. Der nach IFRS im Vergleich zu HGB abweichende EBIT begründet sich im Wesentlichen durch die Anwendung des IFRS 16, durch Unterschiede in der Abschreibungshöhe bei Sachanlagen und durch die unterschiedliche Behandlung der Aufwendungen für Pensionsverpflichtungen.
1) EBIT in % vom Umsatz nach
Erlösschmälerungen und vor Holding Charges
Der Bruttoumsatz wuchs im Geschäftsjahr 2023 im Vorjahresvergleich um 26 %. Die Prognose wurde damit übertroffen. Auch der Umsatz nach Erlösschmälerungen konnte um 22 % gegenüber dem Vorjahr gesteigert werden. Hauptwachstumstreiber war dabei das deutsche Heizungsgeschäft. Im nationalen Airhandling- sowie internationalen Heating- und Airhandling-Geschäft gab es Umsatzrückgänge. Die EBIT-Rendite lag für das Geschäftsjahr 2023 bei 15,4 % und damit deutlich über dem Vorjahreswert (10,5 %). Die Prognose aus dem Vorjahr, die von einer konstanten EBIT-Rendite ausgegangen ist, wurde somit übertroffen. Die Zunahme der EBIT-Rendite begründet sich aus der Umsatzsteigerung, welche die Kostenentwicklung überkompensiert. 2.3 Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage Die Erläuterungen im folgenden Abschnitt zur Vermögens-, Finanz- und Ertragslage beschränken sich auf Zahlen nach HGB. a) Ertragslage Der Umsatz im abgelaufenen Geschäftsjahr 2023 lag mit 636,2 Mio. € 22 % über dem Vorjahreswert von 520,5 Mio. €. Die sonstigen betrieblichen Erträge stiegen um 1,6 Mio. € auf 12,6 Mio. € an, während die Materialkosten mit 312,6 Mio. € um 29,5 Mio. € über dem Vorjahresniveau lagen. Der Materialkostenanteil am Umsatz ist rückläufig. Nach abflauen der Coronakrise beruhigten sich die Preise am Beschaffungsmarkt. Dies führte zu günstigeren Einkaufspreisen bei nahezu allen Warengruppen. Die Personalkosten erhöhten sich insbesondere aufgrund des Personalaufbaus und der Tariferhöhung um 6,4 Mio. € auf 141,0 Mio. €. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich um 29,8 Mio. €, vor allem in den Bereichen Gewährleistungsaufwand, Aufwand Mieten, Dienstleistungsaufwendungen für Gebäude sowie Rechts- und Anwaltskosten. Die Abschreibungen sind im Vergleich zum Vorjahr um -0,4 Mio. € auf 11,4 Mio. € gesunken. Insgesamt konnte das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern um 47,2 Mio. € auf 94,8 Mio. € gesteigert werden. Das Zinsergebnis in Höhe von +2,5 Mio. € verbesserte sich gegenüber dem Vorjahresniveau (-2,0 Mio. €). Das Ergebnis vor Steuern betrug 97,3 Mio. € und lag damit deutlich über dem Vorjahresergebnis von 46,9 Mio. €. b) Vermögens- und Finanzlage Die Wolf GmbH gehörte zum Bilanzstichtag zum Konsolidierungskreis der Ariston NV (Amsterdam, Niederlande). Die Anteile an der Wolf GmbH werden zu 100 % von der Ariston Climate Systems GmbH (ehemals Centrotec Climate Systems GmbH), Mainburg, gehalten, mit der ein Gewinnabführungsvertrag besteht. Die immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen erhöhten sich im Berichtsjahr um 27,9 Mio. €. Investitionen wurden im Wesentlichen für Entwicklungsprojekte, aber auch für den Ausbau der Produktionskapazitäten sowie die Errichtung eines Besucherzentrums getätigt. Das Anlagevermögen umfasst 29,7 % (VJ 43,7 %) der Bilanzsumme. Die Beteiligungswerte haben sich von 38,2 Mio. € auf 25,3 Mio. € reduziert, was im Wesentlichen auf die Veräußerung der Wolf Power Systems GmbH an eine Konzernschwester zurückzuführen ist. Das Umlaufvermögen stieg im Vorjahresvergleich um 149,3 Mio. €, die sich im Wesentlichen aus einem Anstieg der Forderungen gegen verbundene Unternehmen (Cash-Pooling) ergeben. Die erhöhten Vorräte sind insbesondere auf Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Handelswaren zurückzuführen, um auf die sich aus den gesetzlichen Änderungen ergebende gesteigerte Nachfrage reagieren zu können, sowie Lieferengpässe möglichst flexibel abzufedern. Es wurde ein Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit von 178,6 Mio. € (VJ 78,3 Mio. €) erwirtschaftet. Verbunden mit den Mittelabflüssen aus der Finanzierungstätigkeit in Höhe von -166,1 Mio. € (VJ -41,5 Mio. €) sowie der Investitionstätigkeit in Höhe von -26,3 Mio. € (VJ -24,4 Mio. €), ergibt sich eine Reduzierung des Finanzmittelbestands von -13,9 Mio. €. Das Eigenkapital blieb mit 63,6 Mio. € (VJ 63,6 Mio. €) unverändert. Im Rahmen des Gewinnabführungsvertrags werden an die Ariston Climate Systems GmbH für 2023 95,8 Mio. € abgeführt. Die Eigenkapitalquote verminderte sich auf 15,7 % (VJ 26,3 %). Der Rückgang der Rückstellung für Pensionsverpflichtungen um 2,6 Mio. € resultiert im Wesentlichen aus dem Wechsel aktiver Mitarbeiter in den Rentenstatus sowie dem gestiegenen Rechnungszins. Auch die sonstigen Rückstellungen sind insbesondere aufgrund höherer Gewährleistungsrückstellungen, aber auch Mitarbeiter- und Kundenboni um 34,1 Mio. € auf 81,0 Mio. € angestiegen. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen erhöhten sich um 89,6 Mio. € auf 130,5 Mio. €. Grund hierfür war der erhöhte Abführungsbetrag aus dem Gewinnabführungsvertrag. Der Anstieg der sonstigen Verbindlichkeiten um 23,2 Mio. € auf 45,9 Mio. € entfällt vor allem auf kreditorische Debitoren. 2.4 Gesamtbeurteilung der wirtschaftlichen Lage Die gute Marktentwicklung hat zu einer deutlichen Steigerung der Umsätze und einem sprunghaften Anstieg der Ergebnislage geführt. Die Lieferengpässe haben sich weitgehend aufgelöst und die Eintrübung der Marktlage hat sich erst im Dezember 2023 und damit auf Gesamtjahressicht unwesentlich auf das Ergebnis ausgewirkt. Für 2024 erwartet die Wolf GmbH eine deutliche Eintrübung der Umsatz- und Ergebnisentwicklung infolge eines deutlichen Marktrückgangs in Deutschland. Insbesondere im ersten Halbjahr dürften die hohen Lagerbestände im Großhandel und der schwache Absatzmarkt einen deutlichen Umsatzrückgang verursachen. 2.5 Personalentwicklung Der Personalstand betrug im Jahresdurchschnitt 1.808 (VJ 1.706) Beschäftigte. Aufgrund der geringen Arbeitslosenrate in der Region und des zunehmenden Fachkräftemangels wurde in den letzten Jahren nachhaltig in die eigene Ausbildung investiert. Dies zeigt sich insbesondere durch die Einstellung eines dritten Ausbilders für die Handwerksberufe Anlagenmechaniker SHK und Mechatroniker für Kältetechnik sowie den weiteren Ausbildungsberuf Elektroniker für Automatisierungstechnik. Darüber hinaus wurde in weitere Maßnahmen zur Weiterbildung unserer Mitarbeiter investiert. So wurden zahlreiche Kaizen Kurse und aufgrund der Integration in Ariston intensiv Englischkurse durchgeführt. Des Weiteren wurde das Recruiting gestärkt, indem zwei zusätzliche Recruiter Stellen geschaffen wurden und vermehrt in Employer Branding Maßnahmen investiert wurde. So gelingt es uns den Herausforderungen des zunehmenden Arbeitnehmermarktes aufgrund des Fachkräftemangels zu begegnen. Auch moderne Arbeitsformen, wie mobiles Arbeiten oder agile Organisationsformen, wurden implementiert, um als attraktiver Arbeitgeber auch Familie oder persönliche Interessen in guten Einklang mit den beruflichen Erfordernissen zu bringen. Talente sowie neue Führungskräfte werden mittels zweijähriger Programme gezielt gefördert und in ihrer Entwicklung begleitet. Die Programme beinhalten Führungsinstrumente sowie individuelle Maßnahmen, wie Coaching und Mentoring. 2.6 Erklärung zur Unternehmensführung Die Förderung von Frauen in verantwortungsvollen Positionen ist für WOLF ein sehr wichtiges Thema. Es wurde zu diesem Zweck ein Frauen-Führungskräfte-Netzwerk etabliert, in dem sich die weiblichen Führungskräfte fortbilden und auch Veranstaltungen für interessierte Mitarbeiterinnen anbieten. Die Wolf GmbH strebt an, den Anteil von Frauen im Unternehmen und entsprechend in Führungspositionen kontinuierlich zu steigern. Hierzu sollen im ersten Schritt durch konkrete Fördermaßnahmen in der zweiten und dritten Führungsebene ein Anteil von 20 % bis Ende 2025 erreicht werden. Im Jahr 2019 wurde mit einer Frist bis Ende 2024 für die Geschäftsführung und den Aufsichtsrat eine Zielvorgabe von Null beschlossen. Die derzeitige Geschäftsführung besteht aus langjährigen Mitarbeitern der Gesellschaft, die zugleich die operative Verantwortung für ihre großen Geschäftseinheiten tragen. Eine personelle Veränderung ist aktuell nicht vorgesehen. Derzeit erfolgt die Integration der Gesellschaft in die neue Eigentümerstruktur. Nach Abschluss der Integration soll auch die Zielsetzung hinsichtlich der Frauenquote überprüft werden. Der mit drei Mitgliedern besetzte Aufsichtsrat besteht aus zwei Arbeitgebervertretern sowie einem Vertreter der Belegschaft (aktuell der Betriebsratsvorsitzende). Die Unternehmensvertreter sind Mitglieder des Führungskreises der Ariston Gruppe, hierfür wurden zwei Mitglieder des Führungskreises mit direkter Verantwortlichkeit für den Integrationsprozess der Wolf Gruppe durch die Muttergesellschaft bestimmt. Nach Abschluss der Integration soll auch hier die Zielsetzung hinsichtlich der Frauenquote überprüft werden. 3. Risiken- und Chancenbericht Der Risiko- und Chancenbericht enthält zukunftsbezogene Angaben. Sie basieren auf Erwartungen und Einschätzungen der Wolf GmbH und unterliegen Unwägbarkeiten. Diese können dazu führen, dass die tatsächliche Geschäftsentwicklung unter anderem wegen der politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sowohl positiv (=Chance) als auch negativ (=Risiko) von den beschriebenen Erwartungen abweicht. Risikobericht: Zur Überwachung und Steuerung der unterschiedlichen Risikofelder nutzt die Wolf GmbH ein webbasiertes Risikomanagement-Tool. Ziel ist es, auf Basis der bestehenden Richtlinien wesentliche und bestandsgefährdende Risiken innerhalb und außerhalb des Unternehmens in einer halbjährlichen Berichterstattung zu identifizieren, zu bewerten und geeignete Risikosteuerungsmaßnahmen zu definieren bzw. einzuleiten. Bestandsgefährdende Risiken sind grundsätzlich zu vermeiden. Die Bewertung der Risiken erfolgt dabei primär auf quantitative Art, unter Berücksichtigung ihrer jeweiligen Eintrittswahrscheinlichkeit und Schadenshöhe gemäß einer Brutto- und Nettobewertung auf Basis der Ergebnisabweichung (EBIT) gegenüber dem Budget. Die Nettobewertung berücksichtigt bereits risikomindernde Maßnahmen und ist Grundlage für die Risikoberichterstattung. Soweit die Eintrittswahrscheinlichkeit quantifiziert ist, ist dies im Folgenden angegeben. Zudem ist eine qualitative Bewertung für nicht oder schwer quantifizierbare Risiken mittels Bestimmung des Kontrollniveaus und Schweregrads möglich. Im Rahmen dieses Risikoberichts werden Risiken als "sehr gering" eingestuft, wenn ihr Risikoerwartungswert netto zwischen 0,1 und 0,3 Millionen € liegt, als "gering" bei einer Auswirkung von bis zu einer Million Euro, als "moderat" bei einer Auswirkung unter zwei Millionen Euro, als "hoch" bei einer Auswirkung unter fünf Millionen und als "sehr hoch", wenn sie über fünf Millionen Euro liegen. Der zeitliche Horizont der Risikobewertung beläuft sich primär auf ein Geschäftsjahr, mittelfristig können bis zu fünf Geschäftsjahre bewertet werden. Risiken, die bereits in der Budgetplanung Berücksichtigung gefunden haben, finden sich im Risikomanagementprozess lediglich mit dem nicht im Budgetprozess abgedeckten Wert wieder. Die Risiken der Wolf GmbH werden anhand von Risikofeldern betrachtet und analysiert. Risikofelder: Umfeld- und Branchenrisiken Neben einer grundsätzlichen Abhängigkeit von den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und der allgemeinen konjunkturellen Entwicklung sind die Märkte, in denen das Kerngeschäft der Wolf GmbH angesiedelt ist, im Wesentlichen von der Baukonjunktur, den Energiepreisen sowie regulatorischen Vorgaben zur Energieeffizienz von Gebäuden und dem Einsatz Erneuerbarer Energien beeinflusst. Den daraus resultierenden Umsatz- und Absatzrisiken begegnet Wolf durch Internationalisierungsbemühungen und durch aktive Anpassung des Produktportfolios mit besonderem Fokus auf energieeffiziente und auf erneuerbare Energien basierende Gesamtlösungen zur Heizung und Klimatisierung von Gebäuden. Insgesamt werden die Umfeld- und Branchenrisiken derzeit vor allem vor dem Hintergrund der im Berichtsjahr teilweise unklaren regulatorischen Änderungen und Auswirkungen in Bezug auf das Gebäudeenergiegesetzes (GEG) als hoch eingestuft. Unternehmensstrategische Risiken Teil einer erfolgreichen Unternehmensstrategie ist neben organischem Wachstum auch Wachstum durch Akquisitionen oder Neugründungen. Durch eine zu schwache Anbindung können Transparenz- und Kontrollverluste entstehen. Ein Überstülpen der Unternehmenskultur über neue Einheiten kann zum Verlust der Identifikation der Mitarbeiter mit Produkt und Unternehmen und schließlich auch zu einem Verlust der Marktposition und damit des Marktwertes führen. In Anbetracht des Gesellschafterwechsels besteht die zentrale Herausforderung in der zügigen Anpassung der internen Organisation und Prozesse sowie in der Integration in die Unternehmenskultur. Diesem Risiko wird durch ein umfangreiches Post Merger Management Programm inklusive Change-Management Programm begegnet. Darüber hinaus sind mit der Internationalisierung vielschichtige Risiken verbunden, die sich zum Beispiel aus sich ändernden politischen, wirtschaftlichen oder rechtlichen Rahmenbedingungen, Währungsschwankungen, der Entwicklung spezieller Produkte für internationale Märkte, dem Transport oder den kulturellen Unterschieden ergeben. Wolf setzt dabei auf starke lokale Partner mit umfangreicher marktseitiger und logistischer Expertise und Kenntnis der lokalen Rahmenbedingungen. Märkte, die im Fokus der Internationalisierungsstrategie stehen, werden mit Hilfe eigener Tochtergesellschaften erschlossen. Durch die kontinuierliche Begleitung und Prüfung der Risikopositionen, die sich beispielsweise auch aus den geopolitischen Spannungen ergeben, werden die sich ergebenden Marktrisiken unter Kontrolle gehalten. Risiken des operativen Geschäfts Beschaffungsrisiken (Rohstoffpreise, zuverlässige Belieferung von Lieferanten) Die Produktions- und Lieferfähigkeit von Wolf ist in hohem Maße von einer zuverlässigen Belieferung mit Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen abhängig. Internationale Beschaffungswege können zusätzliche Risiken mit sich bringen. Gerade im Hinblick auf die andauernden geopolitischen Spannungen sind Materialengpässe und steigende Einkaufspreise nicht auszuschließen. Diesen Risiken begegnet man über die Absicherung langfristiger Lieferbeziehungen sowie entsprechender Preisvereinbarungen und durch eine kontinuierliche Marktbeobachtung und Optimierung der Beschaffungsquellen. Zudem wird diesem Risikofeld durch die verstärkte konzernweite Zusammenarbeit im Beschaffungsbereich begegnet. Dadurch können die Beschaffungsrisiken insgesamt deutlich geringer eingestuft werden als in den Vorjahren. Temporäre Produktionsausfälle können jedoch prinzipiell nicht ausgeschlossen werden. Eine Ausweitung der aktuellen geopolitischen Konflikte könnte dieses Risiko wieder erhöhen. Technische Risiken und Qualitätsrisiken Risiken aus Produktmängeln und Qualitätsproblemen werden unter anderem durch festgelegte Richtlinien bzw. die Zertifizierung nach internationalen Qualitätsnormen adressiert. Zudem werden qualitätsbestimmende Teile im gesamten Produktionsprozess, wie auch die Endprodukte umfassenden Qualitätskontrollen unterzogen. Darüber hinaus wird dem Risiko durch entsprechende Schulungen vorgebeugt. Für die aus Lieferung und Verkauf von Produkten möglichen Risiken hinsichtlich nicht vertragsgemäßer Lieferung oder Produkthaftung werden auf Basis historisch ermittelter Ausfallraten und konkreter Einzelfälle Gewährleistungsrückstellungen gebildet. Zudem werden branchenübliche Produkthaftpflichtversicherungen abgeschlossen. Dennoch verbleibt ein moderates Risiko, da Wolf moderne Hocheffizienztechnologien zum Einsatz bringt, bei denen Produktmängel und Qualitätsrisiken nicht gänzlich ausgeschlossen werden können. Mit einer proaktiven Kommunikationsstrategie, erhöhtem Serviceaufkommen sowie Fehlerbeseitigungsprogrammen wird im Falle von Produktmängeln einem möglichen Reputationsrisiko und folgenden Kundenverlusten begegnet. Dem Risiko von Unfällen und Anlagenausfällen wird durch entsprechende Schulungen, Unfallverhütungsvorschriften und Arbeitsanweisungen vorgebeugt. Dem Ausfallrisiko von Produktionsanlagen wird durch vorbeugende Instandhaltung und kontinuierliche Kontrolle der Betriebsparameter begegnet. Die Anlagen selbst sind entsprechend ihrem Wert gegen mögliche Schäden versichert. Zusammengefasst werden die technischen und die Qualitätsrisiken als gering eingeschätzt. Innovationsrisiken Die Entwicklung innovativer, technologisch anspruchsvoller Produkte ist grundsätzlich mit dem Risiko verbunden, dass die angestrebte Zielsetzung trotz eines hohen Ressourcenaufwands nicht erreicht wird. Zur Minimierung dieses Risikos werden umfassende Marktanalysen getätigt. Hierfür wird auch auf das Marktwissen der internationalen Vertriebs- und Serviceorganisationen zurückgegriffen und sämtliche Investitionen und Entwicklungsprojekte im Hinblick auf Chancen und Risiken eingehend und frühzeitig bewertet. Dennoch verbleibt vor dem Hintergrund einer permanent steigenden Entwicklungsgeschwindigkeit, erhöhter Produktkomplexität sowie spezifischer Bedarfe ausländischer Absatzmärkte ein generelles Innovationsrisiko. Auch kurzfristige Änderungen in den regulatorischen Rahmenbedingungen können die Marktchancen vorhandener Entwicklungsprojekte negativ beeinträchtigen. Absatzrisiken Auf der Absatzseite besteht das potenzielle Risiko, wichtige Kundenbeziehungen, insbesondere zu Großkunden, zu verlieren. Diesem Risiko wird unter anderem durch aktives Kundenmanagement, einer Vertriebsoffensive sowie der Diversifizierung der Absatzkanäle in den unterschiedlichen Märkten und Ländern gemäß der konzernweiten Internationalisierungsstrategie entgegengesteuert. Weitere Absatzrisiken bestehen aufgrund des zunehmenden Preisdrucks, insbesondere durch bestehende oder in Einzelfällen auch neue Wettbewerber. Hier versucht Wolf durch technologischen Vorsprung, sowie der strikten Orientierung an den Kundenbedürfnissen und die bereits erreichte Marktposition einen Wettbewerbsvorteil zu erlangen. Darüber hinaus ergeben sich im Zuge der geopolitischen Konflikte und deren Folgen weitere Absatzrisiken wie z. B. Projektverschiebungen oder -einstellungen aufgrund wirtschaftlicher Einbrüche in vielen Branchen. Sich ändernde oder unklare regulatorische Vorgaben oder Gesetzeslücken können Umsatz und Absatz stark beeinträchtigen. Gerade das im Berichtszeitraum viel diskutierte Gebäudeenergiegesetz (GEG) sowie das staatliche Förderprogramm (BEG) haben dem deutschen Wärmepumpenmarkt stark zugesetzt. Diesen Absatzrisiken begegnet die Wolf GmbH durch intensive Aufklärung und Schulung zu Änderungen, aber auch durch aktive Anpassung des Produktportfolios mit besonderem Fokus auf energieeffiziente und auf erneuerbare Energien basierende Gesamtlösungen. Insgesamt werden die Absatzrisiken im Berichtszeitraum vor allem im deutschen Markt aufgrund der regulatorischen Gegebenheiten als sehr hoch eingestuft. Personalrisiken Durch den demographischen Wandel, den anhaltenden Fachkräftemangel oder im Zuge von Firmenintegrationen wird es zunehmend schwierig, entsprechend qualifiziertes Personal zu gewinnen und zu halten. Zunächst wächst das Risiko Führungskräfte und Mitarbeiter in Schlüsselpositionen zu verlieren oder Stellen nicht rechtzeitig besetzen zu können. Um den Herausforderungen des zunehmenden Arbeitnehmermarktes entgegenzuwirken und diesen schwer quantifizierbaren Risiken zu begegnen, wird zusätzlich zur Personalentwicklung in Form von Stärkung der eigenen Ausbildung, Weiterbildungen und Schulungen, insbesondere dem betrieblichen Talent Management und der Zusammenarbeit mit den umliegenden Hochschulen auch gezielte Maßnahmen im Employer Branding sowie im Recruiting ein hoher Stellenwert eingeräumt. Darüber hinaus werden Maßnahmen im Bereich Diversität und Frauenförderung vorangetrieben sowie moderne Arbeitsformen wie mobiles Arbeiten angeboten. Auf diese Weise bietet Wolf den Mitarbeitern weiterhin langfristige Entwicklungsperspektiven, bringt persönliche Interessen mit beruflichen Erfordernissen in guten Einklang und wirkt so der Fluktuation in Schlüsselpositionen sowie dem Fachkräftemangel entgegen. Darüber hinaus wird im Zuge des Gesellschafterwechsels die Integration in die Ariston- Gruppe mit einem umfassenden Change-Management Programm begleitet. Informationstechnische Risiken Die wachsenden Anforderungen der Digitalisierung auf allen Wertschöpfungsketten und der Trend zu Industrie 4.0 erfordern zunehmend integrierte IT-Komplett-lösungen. Probleme mit bestehenden Systemen oder Systemerweiterungen, wie zum Beispiel bei Release-Wechseln sind nicht auszuschließen. Zudem können Unfälle, Katastrophen, technische Störungen, Netzüberlastungen bis hin zu einem flächendeckenden Blackout oder die sehr stark steigende Cyber-Kriminalität zu Systemausfällen führen und den Geschäftsbetrieb beeinträchtigen oder gar lahmlegen. Zur Begrenzung dieser Risiken werden umfassende Vorkehrungen und Sicherheitsmaßnahmen im IT-Bereich angewandt. Insgesamt werden die Risiken aus dem IT-Bereich aufgrund der kontinuierlich wachsenden Abhängigkeit von informationstechnischen Systemen weiterhin als zunehmend hoch eingestuft. Finanzwirtschaftliche Risiken Mögliche finanzwirtschaftliche Risiken im Sinne von Insolvenzen bzw. Forderungsausfällen werden u. a. durch Vorkasse-Zahlungen, Ausfuhrpauschalgewährleistungen (Hermesbürgschaften) und Akkreditivabwicklung, durch permanentes Forderungsmanagement, Kreditprüfung sowie durch eine Kreditversicherung und bestehende Delkrederehaftung minimiert. Der Schwerpunkt des Geschäftes liegt weiterhin im Euroraum, dennoch sind Währungsrisiken im Zuge der Internationalisierung nicht auszuschließen. Risiken können sich auch im steuerlichen Bereich, bedingt durch steigende Anforderungen in Bezug auf Dokumentationsvorschriften vor allem in den Bereichen der Transferpreise, Lohn- sowie Einkommensteuer, ergeben. Durch die Zusammenarbeit mit externen Experten und der Implementierung von internen Steuerkontrollen kann dieses Risiko reduziert werden. Insgesamt sind die finanzwirtschaftlichen Risiken aufgrund der getroffenen Maßnahmen, der weiterhin guten Liquiditätslage und der hohen Eigenfinanzierungskraft für Wolf gering. Sonstige Risiken Möglichen infrastrukturellen Risiken hinsichtlich Gebäude oder Grundstücke wird durch laufende Instandhaltung, Modernisierungsmaßnahmen bzw. Aus- und Neubau entgegengewirkt. Naturkatastrophen wie z. B. Hochwasser, Brand, oder Störungen in der Stromversorgung etc. können dazu führen, dass der Geschäftsbetrieb beeinträchtigt oder lahmgelegt wird. Zur Minimierung dieses Risikos wurden bauliche Schutzmaßnahmen und logistische Vorkehrungen getroffen, sowie geeignete Versicherungen abgeschlossen. Zu den im Zuge der Geschäftstätigkeit abgeschlossenen Versicherungen gehören im Wesentlichen Betriebsausfall-, Betriebshaftpflicht-, Rechtsschutz-, Geschäfts- und Sachversicherungen, Warenkredit- und Ertragsausfall-, Serienschadenversicherungen, Elementarschäden- sowie eine D&O Versicherung für Geschäftsführer und Aufsichtsrat. Dem generellen Risiko eines Compliance Verstoßes wird durch regelmäßige Trainings und Schulungen begegnet. Konzernweit gültige Vorgaben wie beispielsweise der Code of Conduct, die Richtlinie für das Geschäftsverhalten, die Richtlinie zu Geschenken und Einladungen sowie das "Hinweisgeberportal" bieten die dafür erforderliche Grundlage einer guten Corporate Governance. Darüber hinaus werden regelmäßige interne Corporate Governance Audits durchgeführt. Im Zusammenhang mit der Geschäftstätigkeit ist die Wolf GmbH mit verschiedenen Rechtsstreitigkeiten und rechtlichen Verfahren konfrontiert. Die jeweilige Rechtslage wird gegebenenfalls auch mit Unterstützung externer Rechtsberater geprüft, um ungerechtfertigte Ansprüche abzuwenden bzw. eigene Ansprüche durchzusetzen. Die sonstigen Risiken werden aufgrund der beschriebenen Maßnahmen insgesamt als gering betrachtet. Chancenbericht: Mittel- bis langfristig steigender Anteil der energetischen Bausanierung Die im Koalitionsvertrag definierten Ansprüche zur Steigerung der Energieeffizienz im Gebäudebereich könnte zu einer weiteren Belebung des Marktes für Gebäudesanierungen führen. Dabei ist nicht nur in Deutschland ein Trend zur Reduzierung der Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen und damit ein Trend zur Reduzierung des CO 2 -Ausstoßes festzustellen. Die damit verbundene Abkehr von Öl und Gas hin zu Wärmepumpenlösungen auch für den Bestand bietet für Wolf Wachstumschancen, zumal das Unternehmen durch die frühe Einführung moderner Wärmepumpen mit natürlichem Kältemittel seine Marktanteile im Bereich der Wärmepumpen in den vergangenen drei Jahren deutlich ausbauen konnte. Nach vielen öffentlichen Diskussionen in 2023 kann der finale Beschluss der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) und des GEG für Planungssicherheit sorgen, die angesichts grundsätzlich attraktiver Förderbedingungen in der zweiten Jahreshälfte zu einer Wiederbelebung des Marktes führen könnte. Anstieg der Preise für fossile Energieträger (Einfluss auf Bereitschaft zu Erneuerungsinvestitionen) Die Entwicklung der Preise für fossile Energieträger hat einen wesentlichen Einfluss auf die Bereitschaft, in effiziente Heiz-, Lüftungs- und Klimatechnik und den Einsatz Erneuerbarer Energien zu investieren. Der Krieg in Russland wird dauerhaft die Versorgung mit günstigem Gas erschweren. Zudem setzt sich auch in immer größeren Bevölkerungskreisen in einer wachsenden Zahl von Ländern die Erkenntnis durch, dass die wirtschaftliche Entwicklung aus ökologischen und ökonomischen Überlegungen vom Verbrauch fossiler Energie abgekoppelt werden muss. Wieder steigende Energiepreise, Abhängigkeit der Volkswirtschaften von zum Teil instabilen Förderstaaten und zunehmende Umweltfolgen sind wesentliche Gründe für dieses grundsätzliche Umdenken. Breite Marktposition Langfristig bietet der Markt für Heiz-, Klima- und Lüftungstechnik weiterhin vielversprechende Wachstumsperspektiven, da das Thema Energieeffizienz aus Kosten- und Umweltschutzgesichtspunkten eine ständig wachsende Bedeutung erfährt und zudem auch der Komfortgedanke im Wohnbereich in allen Märkten weiter an Bedeutung gewinnt. Die langfristigen Trends sind hierbei die verstärkte Nutzung erneuerbarer Energien und das Zusammenwachsen einzelner Komponenten zu umfassenden, zentral gesteuerten Systemlösungen (Smart Solutions). Durch die Fokussierung auf Systemlösungen für Heiz-, Klima-, Lüftungs- und Solartechnik ist Wolf als innovativer Hersteller in der Lage, Energiesparlösungen aus einer Hand anzubieten. Innovation und Prozesse Schwerpunkt der F&E-Tätigkeit ist eine kontinuierliche Erhöhung der Energieeffizienz und des Bedienkomforts der immer stärker zu Gesamtsystemen zusammenwachsenden Teilsysteme aus den Bereichen Heizung, Lüftung und Klimatisierung sowie der Erneuerbaren Energien im Gebäude. Darüber hinaus werden zunehmend maßgeschneiderte Lösungen für Märkte außerhalb des Heimatmarktes in Deutschland erarbeitet. Synergien im Rahmen der Übernahme durch die Ariston-Gruppe Mit der Ariston-Gruppe ist die Wolf GmbH Teil eines weltweit führenden Anbieters im Bereich der Heizung und Warmwasserbereitung geworden. Hieraus ergeben sich zum einen Synergien im Bereich der Beschaffung und Administration, aber auch Wachstumschancen durch die gemeinsame Marktbearbeitung sowie ein breiteres Produktportfolio. Gesamtbeurteilung der Risiken und Chancen durch die Unternehmensleitung Nach unserer Überzeugung weisen die vorstehend beschriebenen Risiken in Anbetracht ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit und ihrer Auswirkungen weder einzeln noch in ihrer Gesamtheit bestandsgefährdenden Charakter auf. Die genannten Chancen haben überwiegend mittelfristige Wirkung. Das zu Beginn 2023 noch sehr freundlich eingeschätzte Marktumfeld hat durch die langanhaltende Diskussion rund um das Heizungsgesetz und die damit verbundene Verunsicherung in der Bevölkerung zu erheblichen Vorzieheffekten bei fossilen Wärmeerzeugern geführt. Gleichzeitig ist die Nachfrage nach Wärmepumpen zum Jahresende eingebrochen, was zu hohen Lagerbeständen im Großhandel und Fachhandwerk geführt hat. Beide Faktoren belasten nachhaltig die Absatzchancen im ersten Halbjahr 2024. Darüber hinaus ist die Investitionsbereitschaft für gewerbliche Neubauten infolge der hohen Finanzierungskosten, der allgemeinen konjunkturellen Eintrübung sowie der weltweit politisch angespannten Lage sehr gering, was insbesondere die Absatzchancen im Marktsegment der Raumlufttechnischen Anlagen belasten wird. Frühestens im zweiten Halbjahr könnte sich eine Wiederbelebung des Absatzmarktes infolge der grundsätzlich attraktiven Gesetz- und Förderbedingungen ergeben. Ab 2025 gehen wir von einer allgemeinen Normalisierung des Absatzmarktes mit einem steigenden Anteil an Wärmepumpen aus. Wolf sieht sich nicht zuletzt aufgrund seiner guten Liquiditäts- und Finanzlage in einer guten Position, um die sich daraus ergebenden Chancen mittelfristig zu nutzen. Die Unternehmensleitung ist weiter zuversichtlich, dass die Ertragskraft des Unternehmens eine solide Basis für die künftige Geschäftsentwicklung bildet. Die Unternehmensleitung wird für die nötigen Ressourcen sorgen, um die Chancen des Unternehmens zu verfolgen. Das Management sieht wie im Vorjahr ein insgesamt noch ausgewogenes Chancen-Risiken-Profil und hierbei keine bestandsgefährdenden Einzelrisiken für das Geschäftsjahr 2024. 4. Prognosebericht Infolge der Sonderkonjunktur in 2023 und der reduzierten Bautätigkeit in 2024 geht das Unternehmen von einem temporär rückläufigen Absatz bei Wärmeerzeugern und raumlufttechnischen Anlagen aus. Dennoch wird das Unternehmen weiterhin in den Ausbau seiner Vertriebs-, Service- und Entwicklungsteams investieren, um von den mittelfristigen Wachstumschancen des Marktes profitieren zu können. Vor diesem Hintergrund geht das Unternehmen von einem Umsatzrückgang im niedrigen zweistelligen Prozentbereich sowie einer EBIT-Rendite aus, die sich im Rahmen des Durchschnittsniveaus der vergangenen beiden Jahre bewegt.
Mainburg, den 15. April 2024 Dr. Thomas Kneip Bernhard Steppe Christian Amann Gerdewan Jacobs Bericht zur Gleichstellung und Entgeltgleichheit; § 21 EntgTranspGAls Unternehmen mit in der Regel mehr als 500 Beschäftigten berichten wir nachfolgend über Maßnahmen zur Gleichstellung und Entgeltgleichheit. Berichtszeitraum sind die Jahre 2017 bis 2022. - Angaben zur Belegschaft
- Maßnahmen zur Förderung der Gleichstellung von Frauen und Männern und deren Wirkungen
- Maßnahmen zur Herstellung der Entgeltgleichheit In der Wolf GmbH gilt ein hausinterner Werktarifvertrag. Dieser beinhaltet 10 Vergütungsgruppen. Für die Eingruppierung der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in die jeweilige Vergütungsgruppe sind festgelegte Tätigkeitsmerkmale der ausführendenden Arbeit vorausgesetzt. Folgende Tätigkeitsmerkmale werden herangezogen:
Durch die Eingruppierung aller tarifgebundenen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer erfolgt die Vergütung anhand der festgelegten Tätigkeitsmerkmale und somit geschlechtsneutral. Dadurch ist eine Benachteiligung in der Bezahlung aufgrund des Geschlechts nicht möglich. Im außertariflichen Bereich erfolgt die Vergütung entsprechend der Markteinschätzung der Position, die geschlechtsunabhängig vorgenommen wird.
Mainburg, im April 2024 Geschäftsführung der Wolf GmbH |
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