Ind-Tec GmbH
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Alcatel Integration Services GmbHHannoverJahresabschluss zum 31. Dezember 2006Lagebericht zum 31. Dezember 2006Im Geschäftsjahr 2006 konnten der geplante Gewinn und die geplante Umsatzrendite erreicht werden, allerdings blieben die Volumen für Auftragseingang und Umsatz hinter den Erwartungen zurück. Gründe hierfür lagen einerseits in der Neuausrichtung des Konzerns auf das Telekommunikationsgeschäft, wodurch Marktchancen in den Bereichen Verkehr und Energie nur noch reduziert wahrgenommen wurden, andererseits in einem deutlich reduzierten Exportgeschäft. 1. GESCHÄFT UND RAHMENBEDINGUNGEN1.1 Marktlage Auch wenn sich die Wiederbelebung der Investitionstätigkeit in der Telekommunikationsbranche im Jahr 2006 fortsetzte, konnte die AIS im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht wie erwartet daran partizipieren. Hauptgründe hierfür liegen im Inland im extrem starken Preiswettbewerb, der in dieser Branche besteht. Insbesondere das Exportgeschäft blieb im Jahr 2006 hinter den Erwartungen zurück. Durch Veränderung der weltweiten Zuständigkeiten kam es zu erheblich weniger Angebotstätigkeit mit der Folge rückläufigen Auftragseinganges. 1.2 Auftragseingang Der Gesamtauftragseingang hat sich im vergangenen Geschäftsjahr unbefriedigend entwickelt. Es konnten Aufträge in Höhe von 62,5 Mio Euro mit einem Exportanteil von 49,8% abgeschlossen werden (Vorjahr: 94,0 Mio Euro/Exportanteil: 66%). Hiervon entfielen 44,1 Mio Euro auf den Bereich Network Design & Build - NDB- und 18,4 Mio Euro auf den Bereich Software Solution Integration - SSI (Vorjahr: NDB 83,3 Mio Euro / SSI: 10,7 Mio Euro). Der Anteil an Aufträgen aus anderen Segmenten als der traditionellen Telekommunikation im Bereich NDB führte lediglich zu einem Volumen von 3% (Vorjahr: 41%), während ein Volumen von 97% (Vorjahr: 59%) traditionellen Telekommunikationsbetreibern zuzurechnen ist. Im regionalen Vergleich resultierte der Auftragseingang im abgelaufenen Geschäftsjahr aus dem Inland und Zentraleuropa mit 56,8 Mio Euro / 90,8% (Vorjahr: 36,4 Mio EUR/38,7%). Aus Asien konnten Aufträge in Höhe von 0,3 Mio Euro/0,5% (Vorjahr: 27,3 Mio Euro / 29,0%) und aus Afrika und dem Mittleren Osten konnten Aufträge in Höhe von 5,4 Mio Euro 8,7% (Vorjahr: 30,4 Mio Euro / 32,3%) gewonnen werden. Der Gesamtauftragsbestand der AIS am 31.12.2006 lag mit ca. 64 Mio Euro um 24% unter dem des Vorjahres (84 Mio Euro) und sichert damit eine Beschäftigung für das Jahr 2007 zu ca. 75%. 2. ERTRAGSLAGE2.1 Umsatz Der Umsatz des Jahres 2006 lag ca. 18% über dem des Vorjahres (63,7 Mio Euro). Allerdings blieb der Umsatz unter den Erwartungen, im Wesentlichen bedingt durch den niedrigen Auftragseingang. Der Umsatz wurde mit 58,8 Mio Euro / 77,9% (Vorjahr: 47,3 Mio Euro / 74,3%) aus dem Bereich NDB und mit 16,5 Mio Euro / 22,1% (Vorjahr: 16,4 Mio Euro / 25,7%) aus dem Bereich SSI erzielt. Vom Umsatz wurden ca. 43,8% (Vorjahr: 71%) in Deutschland, ca. 56,2% (Vorjahr: 29%) im Ausland erzielt. 2.2 Ergebnis Das Ergebnis vor Steuern 2006 lag mit 4,4 Mio Euro im Rahmen des Planes und entspricht einer Umsatzrendite von ca. 5,8%. 3. FINANZLAGE3.1 Finanzierung Die Alcatel Integration Services GmbH ist generell bestrebt, das Projektgeschäft durch eine entsprechende Vertragsgestaltung über An- und Zwischenzahlungen selbst zu finanzieren. Im Übrigen bestehen konzerninterne Cash-Pooling-Verträge mit der Gesellschafterin Alcatel-Lucent Deutschland AG (vormals: Alcatel SEL AG), Stuttgart, und dem verbundenen Unternehmen Alcatel CIT, Vélizy/ Frankreich. 4. VERMÖGENSLAGEDas Umlaufvermögen der Alcatel Integration Services GmbH bestand am 31.12.2006 mit TEUR 13.674 aus unfertigen Bauvorhaben und Beständen an fertigen Leistungen und Waren (Vorjahr: TEUR 9.328) und mit TEUR 1.062 (Vorjahr: TEUR 565) aus geleisteten Anzahlungen. Von den Vorräten entfallen TEUR 217 auf den Geschäftsbereich SSI (Vorjahr: TEUR 226). Weiterhin wurden erhaltene Anzahlungen in Höhe von TEUR 2.793 (Vorjahr: TEUR 3.001) offen von den Vorräten abgesetzt. Damit betragen die Vorräte 20,0% des Umlaufvermögens (Vorjahr: 11,5%). 76,6% (Vorjahr: 87,6%) des Umlaufvermögens beziehen sich auf Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände in Höhe von 45,7 Mio Euro (Vorjahr: 52,4 Mio Euro). Auf den Geschäftsbereich SSI entfallen 5,8 Mio Euro der Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände (Vorjahr: 2,7 Mio Euro). Für Forderungen im Rahmen eines Auslandsprojektes in Höhe von brutto 6,0 Mio Euro wurden Wertberichtigungen für vom Kunden beanstandete Rechnungen in Höhe von 3,0 Mio Euro gebildet. Diese Wertberichtigungen betragen ca. 63% der gesamten Netto-Forderungen für dieses Projekt. Die liquiden Mittel betrugen mit 2,0 Mio Euro 3,3% (Vorjahr: 0,6 Mio Euro / 0,9%) des Umlaufvermögens. Das im Rahmen des konzernweiten Cash Poolings gewährte Darlehen beläuft sich nach Saldierung mit Gewinnabführungsverpflichtungen für 2006 in Höhe von 4,4 Mio Euro (Vorjahr: 8,9 Mio Euro) auf 17,5 Mio Euro (= 29,4% des Umlaufvermögens) (Vorjahr: 36,1 Mio Euro/60,3%). Es besteht gegenüber der Alcatel-Lucent Deutschland AG (vormals: Alcatel SEL AG). Das kurzfristige Fremdkapital betrug am 31.12.2006 49,1 Mio Euro (Vorjahr: 51,1 Mio Euro). Es beinhaltet Verbindlichkeiten in Höhe von 21,4 Mio Euro (= 43,6%) (Vorjahr: 19,2 Mio Euro/37,6%), erhaltene Anzahlungen in Höhe von 0 Mio Euro (= 0%) (Vorjahr: 0,8 Mio Euro/1,6%) und kurzfristige Rückstellungen, insbesondere für noch nicht abgerechnete Subleistungen, in Höhe von 27,7 Mio Euro (= 56,4%) (Vorjahr: 31,1 Mio Euro/62,0%). Kurzfristiges Fremdkapital in Höhe von 9,3 Mio Euro (Vorjahr: 9,2 Mio Euro) entfällt davon auf den Geschäftsbereich SSI und beinhaltet Verbindlichkeiten in Höhe von 3,0 Mio Euro sowie kurzfristige Rückstellungen in Höhe von 6,3 Mio Euro (Vorjahr: 4,1 / 5,1 Mio Euro). Der Jahresüberschuss in Höhe von 4,4 Mio Euro (Vorjahr: 8,4 Mio Euro) wurde in voller Höhe an die Muttergesellschaft abgeführt. 5. NACHTRAGSBERICHT5.1 Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres: Es sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres eingetreten. 6. RISIKOBERICHT6.1 Branchenrisiko Die sehr starke Konzentration des Alcatel-Konzerns auf die Telekommunikationsbranche birgt ein Abhängigkeitsrisiko, z.B. Zahlungsprobleme bei Kunden bedingt durch den hohen Liquiditätsbedarf. Zur Reduzierung dieses Risikos wurde der Geschäftsbereich ISD (Integration & Services Division) auf neue Marktsegmente ausgerichtet. Hierzu zählen die Bereiche Transport, Energie, Öl und Gas sowie Sicherheit. 6.2 Bereitstellung und Auslastung von Ressourcen Der besondere Geschäftszweck der Alcatel Integration Services GmbH, das Projektgeschäft, beinhaltet auch gleichzeitig das größte potenzielle Risiko des Unternehmens. Dadurch, dass im Projektgeschäft nicht mit einer kontinuierlichen Auftragslage gerechnet werden kann, ergeben sich grundsätzlich Risiken aus der Bereitstellung und Auslastung von Ressourcen, insbesondere im Personal-, speziell im Managementbereich. Der Alcatel-Konzern reduzierte dieses Risiko, indem innerhalb des Konzerns ein separater Geschäftsbereich (ISD = Integration Services Division) geschaffen wurde, der die benötigten Management-Kompetenzen Europa- und weltweit zur Verfügung stellt, so dass bei Ungleichgewichten in der Auftragslage die Projektmanagementkapazitäten optimal ausgelastet werden können. 6.3 Ausführungsrisiken Ein weiteres Risiko liegt in der Planung und Ausführung von Projekten, insbesondere vor dem Hintergrund von geänderten Kundenanforderungen mit kürzeren Ausführungsfristen. Diesem Risiko wird durch Analysen der technischen Realisierbarkeit begegnet, die vor Abgabe eines Angebotes erstellt werden. Die AIS hat hierzu seit dem Jahr 2001 eine spezielle Stelle "Risikomanagement" in ihrer Organisation geschaffen. Zusätzlich werden im Rahmen eines konzernweiten Risikomanagements Prozesse entwickelt mit dem Ziel, insbesondere bei Großprojekten die Projektrisiken zu minimieren. Theoretisch risikoerhöhend könnte sich ein in Kazakhstan in der Ausführung befindliches Projekt auswirken, da im Rahmen dieses Projekts eine für die AIS erstmalig angewandte Technik eingesetzt wird, das Projekt einem erheblich komplexen Genehmigungsprozess unterliegt, bedingt durch den kasachisch/chinesischen Kunden und des internationalen Consultants, sowie durch die erheblich erschwerten lokalen Gegebenheiten im Rahmen der Projektausführung durch lokale Subunternehmer. 6.4 Qualifizierung der Mitarbeiter Die permanent steigenden Anforderungen des Marktes und die technische Weiterentwicklung der Branche sind eine Herausforderung für das gesamte Unternehmen mit seinen Mitarbeitern. Hierzu hat ALCATEL weltweit eine "ALCATEL UNIVERSITY" gegründet, die für eine kontinuierliche Fortbildung der Führungskräfte und Mitarbeiter genutzt wird. Im Service-Bereich ist es erforderlich, technische Mitarbeiter mit breit gestreutem Wissen für Integrationen in allen Fragen der Telekommunikation zu haben. Diese Mitarbeiter werden bei Bedarf Alcatelintern geschult. Besondere Fortbildungsmaßnehmen in Form von Praxistraining in der Projektausführung und Fortbildungskursen speziell für Projektmanagement werden für qualifizierte Projektleiter durchgeführt (siehe auch Ziffer 2). Diese qualifizierte Projektleiterausbildung endet mit einer Zertifizierung bzw. Akkreditierung. 6.5 Sonstiges Im Rahmen des Projektgeschäftes werden vielfach Verträge mit ausländischen Kunden und Lieferanten abgeschlossen, die zum Teil auch Fremdwährungen als Vertragswährung vorsehen. AIS ist in diesem Zusammenhang in die Risikomanagement-Verfahren des Alcatel-Konzerns eingebunden, die eine Absicherung der Fremdwährungsrisiken zum Gegenstand haben. Hierzu werden der Gesellschaft für Projekte, die eine bestimmte Größenordnung überschreiten, in der Angebotsphase jeweils Kursgarantien innerhalb des Konzerns gewährt, die bei Zustandekommen des Auftrags in Devisentermingeschäfte umgewandelt werden. Darüber hinaus werden für Einzelgeschäfte, die die Größenkriterien nicht erfüllen, unmittelbar Devisentermingeschäfte innerhalb des Alcatel-Konzerns abgeschlossen. 7. PROGNOSEBERICHTAus heutiger Sicht wird mit einer fortschreitenden Belebung des Marktes gerechnet. Wir gehen davon aus, dass der Bedarf an Ersatz- und Neuinvestitionen im Bereich Carrier weiterhin ansteigen wird. Insbesondere rechnet das Unternehmen mit einem beschleunigten Ausbau moderner DSL-Anschlüsse sowie Ausbau der 3-Play-Anwendungen (Sprache, Daten, TV über Internet). Im Export zeichnen sich Folgeaufträge zu den derzeit in Ausführung befindlichen Projekten in Kuwait und Mozambique ab. Inwieweit sich durch den Zusammenschluss von Alcatel und Lucent Änderungen zu den bisherigen Planungen der AIS ergeben, ist zum Zeitpunkt des Jahresabschlusses noch nicht absehbar. Die Gesellschaft erwartet einen Auftragseingang im Jahre 2007 in Höhe von ca. 73 Mio Euro, der Umsatz des Jahres 2007 wird bei ca. 70 Mio Euro liegen, von denen ca. 75% aus dem Auftragsbestand kommen. Im Alcatel-Planungsprozess für 2007 ist in 2006 eine Umsatzrendite von ca. 3% vorgesehen. 8. PersonalBedingt durch personalintensive Projekte im In- und Ausland einerseits, sowie durch geringfügige Aufstockung des Vertriebspersonals, stieg der Personalstand in 2006. Der Mitarbeiterstamm betrug im Jahresdurchschnitt 299 Personen (inkl. Mitarbeiter in ausländischen Betriebsstätten) gegenüber 259 Personen im Vorjahr, davon kamen 75 Personen aus dem Bereich SSI. Im Zuge der Realisierung von Synergieeffekten im Rahmen der Fusion Alcatel-Lucent wird es zu Personalanpassungen kommen, deren Umfang aus heutiger Sicht noch nicht beziffert werden kann. 9. Bestehende ZweigniederlassungenAm 31.12.2006 unterhielt die Alcatel Integration Services GmbH Zweigniederlassungen in Liptovsky Hradok (Slowakische Republik), Prag (Tschechische Republik) und in Almaty (Kazakhstan). Darüber hinaus werden im Rahmen der Projektabwicklung Projektbüros im In- und Ausland unterhalten.
Hannover, im Januar 2007 Die Geschäftsführung Bilanz zum 31. Dezember 2006Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung 2006
Anhang zum 31. Dezember 2006Allgemeine AngabenDie Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft i. S. des § 267 Abs. 3 HGB. Der Jahresabschluss ist nach den entsprechenden handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellt. Es wurde das Gesamtkostenverfahren für die Gewinn- und Verlustrechnung angewendet. Die erhaltenen Anzahlungen werden gemäß § 268 Abs. 5 HGB offen von dem Posten "Vorräte" abgesetzt. Bilanzierungs- und BewertungsmethodenDie immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und das Sachanlagevermögen werden mit den Anschaffungskosten nach Abzug von planmäßigen Abschreibungen angesetzt. Die Abschreibung der immateriellen Vermögensgegenstände erfolgt linear über eine Nutzungsdauer von drei Jahren. Bei Sachanlagen, die nach dem 1. Januar 2001 angeschafft wurden, wird ausschließlich die lineare Abschreibungsmethode angewandt. Bei Anlagegütern, die vor dem 1. Januar 2001 angeschafft und degressiv abgeschrieben wurden, erfolgt der Übergang von der degressiven auf die lineare Abschreibung in dem Geschäftsjahr, in dem die lineare Abschreibung des Restbuchwertes die degressive Abschreibung übersteigt. Geringwertige Wirtschaftsgüter werden nach § 6 Abs. 2 EStG vollständig abgeschrieben und im Zugangsjahr als Abgänge behandelt. Die Vorräte werden mit den Herstellungskosten oder den niedrigeren Marktwerten oder beizulegenden Werten nach § 253 Abs. 3 HGB angesetzt. Wie im Vorjahr wurden in die Herstellungskosten neben den direkt zurechenbaren Einzelkosten weder Fertigungs- und Materialgemeinkosten noch anteilige Abschreibungen auf das Anlagevermögen oder allgemeine Verwaltungskosten gemäß § 255 Abs. 2 HGB eingestellt. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennwert bzw. Barwert angesetzt. Erkennbare Einzelrisiken wurden durch Abschreibungen berücksichtigt. Darüber hinaus wurden zur Abdeckung der allgemeinen Forderungsausfallrisiken Pauschalwertberichtigungen in Höhe von 1,0 % (Vorjahr: 1,0 %) vorgenommen. Pensionsrückstellungen werden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen in Übereinstimmung mit den Bestimmungen des § 6a EStG und der Richtlinie 41 EStR gebildet. Seit dem Geschäftsjahr 2005 finden die "Richttafeln 2005 G" nach Dr. K. Heubeck Anwendung. Sonstige Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Die Rückstellungen wurden daher mit dem Wert angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig war. Die Verbindlichkeiten sind mit dem Rückzahlungsbetrag angesetzt. WährungsumrechnungIn Fremdwährung valutierende Forderungen, Verbindlichkeiten sowie Kassen- und Bankbestände werden zum Stichtagskurs bewertet, soweit sich hieraus Verluste aus Kursänderungen gegenüber dem Zeitpunkt der Erstbuchung ergeben. Ansonsten erfolgt nach dem Realisationsprinzip gem. § 252 Abs. 1 Nr. 4 HGB eine Bewertung zum historischen Kurs. Forderungen und Verbindlichkeiten, die durch Devisentermingeschäfte abgesichert sind, werden zum abgesicherten Kurs bewertet. Erläuterungen zur Bilanz und zur Gewinn- und VerlustrechnungAnlagevermögen Alcatel Integration Services GmbH ist mit 40 % an dem Joint Venture "The Joint Venture of ITAC", Bangkok, Thailand, beteiligt. Die Beteiligung an dem Joint Venture ist unter den Finanzanlagen nicht gesondert bilanziert, weil mit dem Eingehen des Joint Venture keine Anschaffungskosten verbunden waren. Die Entwicklung des Anlagevermögens im Berichtsjahr ergibt sich wie folgt: ANLAGESPIEGEL Vorräte Die Zusammensetzung der unfertigen Leistungen nach Projekten (Projektnummern sind jeweils in Klammern angegeben) ergibt sich wie folgt:
In den geleisteten Anzahlungen sind Anzahlungen an verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 15 (Vorjahr:TEUR 15) enthalten. Erhaltene Anzahlungen, die Projekten mit Beständen an unfertigen Leistungen direkt zuzuordnen sind, werden offen von den Vorräten abgesetzt. Sie betreffen in Höhe von TEUR 1.760 (Vorjahr:TEUR 1.768) solche von verbundenen Unternehmen. Die Restlaufzeiten der erhaltenen Anzahlungen liegen, wie im Vorjahr, vollständig unter einem Jahr. Forderungen und sonstige VermögensgegenständeDie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben in Höhe von TEUR 11.244 (Vorjahr: TEUR 4.594) eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr und in Höhe von TEUR 3.388 (Vorjahr: TEUR 0) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Die Sonstigen Vermögensgegenstände haben in Höhe von TEUR 945 (Vorjahr: TEUR 693) eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr und in Höhe von TEUR 1.180 (Vorjahr: TEUR 937) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Forderungen gegen verbundene Unternehmen Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 28.914 (Vorjahr:TEUR 42.219) resultieren in Höhe von TEUR 17.699 aus dem Konzern-Cash-Pooling (Vorjahr:TEUR 36.081) und in Höhe von TEUR 11.215 aus Lieferungen und Leistungen (Vorjahr:TEUR 9.570). Die Forderungen gegenüber der Gesellschafterin betrugen TEUR 17.513 und resultierten vollständig aus Cashpooling. Guthaben bei Kreditinstituten Die Gesellschaft unterhält ein Guthaben zur Absicherung von Altersteilzeitansprüchen in Höhe von TEUR 91 (Vorjahr: TEUR 0). RückstellungenDie sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen projektbezogene Rückstellungen (TEUR 19.480; Vorjahr:TEUR 22.762) sowie Gewährleistungsverpflichtungen (TEUR 3.503; Vorjahr:TEUR 4.515), Tantiemen und Leistungsprämien (TEUR 774; Vorjahr:TEUR 708), Urlaubsansprüche (TEUR 673; Vorjahr:TEUR 628) und Rückstellungen für bestehende und potenzielle Altersteilzeitverhältnisse (TEUR 505; Vorjahr:TEUR 340). Die projektbezogenen Rückstellungen beziffern sich wie folgt:
Die Rückstellungen für ausstehende Leistungen werden, soweit nicht konkret ermittelt, pauschal anhand von Abweichungen von Istzu Sollkosten unter Berücksichtigung des Baufortschrittes ermittelt. Bei der Bewertung der Gewährleistungsverpflichtungen wurde, wie im Vorjahr, eine Einzelbetrachtung der Gewährleistungsrisiken pro Projekt durchgeführt. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben in Höhe von TEUR 8.985 eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr (Vorjahr:TEUR 7.442) und in Höhe von TEUR 553 eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr (Vorjahr:TEUR 0). Die Übrigen Verbindlichkeiten haben ausschließlich Restlaufzeiten von bis zu einem Jahr. Pfandrechtliche Sicherungen bestehen nicht. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 11.405 (Vorjahr: TEUR 10.330) betreffen in Höhe von TEUR 4.953 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (Vorjahr: TEUR 2.488) sowie Verbindlichkeiten aus Cash Pooling in Höhe von TEUR 6.452 (Vorjahr: TEUR 4.381). Gegenüber der Gesellschafterin bestanden Verbindlichkeiten in Höhe von 1.985 aus Lieferungen und Leistungen. EigenkapitalDas Eigenkapital beträgt unverändert, wie im Vorjahr, TEUR 4.090. Mit der Gesellschafterin besteht ein Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag mit Wirkung seit dem 1. Januar 2005. Entsprechend dieses Vertrages wird das Jahresergebnis in voller Höhe an die Gesellschafterin abgeführt. UmsatzerlöseDie Umsatzerlöse teilen sich wie folgt auf:
In den Umsätzen sind Teilabrechnungen mit Teilgewinnrealisierung aus 6 Projekten in Deutschland und Dänemark in Höhe von TEUR 36.652 (Vorjahr: TEUR 15.740) enthalten. Für daraus eventuell resultierende Risiken sind entsprechende Rückstellungen gebildet worden. Sonstige betriebliche Erträge In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 9.281 (Vorjahr: TEUR 9.396) enthalten. PersonalaufwandVon den sozialen Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung entfallen TEUR 599 (Vorjahr: TEUR 206) auf die Altersversorgung. Sonstige Zinsen und ähnliche ErträgeDie sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge enthalten solche aus verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 779 (Vorjahr: TEUR 789). Zinsen und ähnliche AufwendungenIn den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind in Höhe von TEUR 286 (Vorjahr: TEUR 142) solche aus verbundenen Unternehmen enthalten. Sonstige AngabenMitarbeiter Im Geschäftsjahr 2006 waren durchschnittlich 299 (Vorjahr:259) Arbeitnehmer beschäftigt, und zwar 11 (Vorjahr:12) gewerbliche Mitarbeiter, 243 (Vorjahr: 246) Angestellte und 45 (Vorjahr:1) Mitarbeiter in einer ausländischen Betriebsstätte. Sonstige finanzielle Verpflichtungen und HaftungsverhältnisseZum Bilanzstichtag bestanden folgende nicht in der Bilanz ausgewiesene sonstige finanzielle Verpflichtungen:
Zur Abdeckung von Fremdwährungsrisiken hat die Gesellschaft auf Grundlage von konzernweiten Absicherungsstrategien Devisentermingeschäfte abgeschlossen. Den Devisentermingeschäften stehen dabei grundsätzlich Grundgeschäfte in Form von Liefergeschäften gegenüber. Die Devisentermingeschäfte weisen zum 31. Dezember 2006 einen beizulegenden Zeitwert in Höhe von TEUR 207 (Vorjahr: TEUR 271) auf. Die beizulegenden Zeitwerte werden auf der Grundlage von anerkannten Bewertungsmodellen ermittelt. Dazu erfolgt eine Diskontierung der Zahlungsströme der Devisentermingeschäfte mit einem laufzeitadäquaten Zinsfuß unter Berücksichtigung des Devisenkurses bei Abschluss des Devisentermingeschäftes. Die Gesellschaft haftet wie im Vorjahr dem Kreditgeber gegenüber nicht für eventuell anfallende Verzugszinsen und -schäden aus Finanzierungsverträgen, die zwischen einem Kunden als Kreditnehmer und dem Kreditgeber abgeschlossen wurden. Die Gesellschaft hat sich zur Durchführung von 10 Projekten (Vorjahr: zwölf) an verschiedenen Konsortien im Konzernverbund sowie mit Dritten beteiligt. Im Rahmen der jeweiligen Konsortialverträge hat die Gesellschaft die gesamtschuldnerische Haftung auch für die auf andere Konsorten entfallenden Leistungsteile sowie für gegen andere Konsorten gerichtete mögliche Schadensersatzforderungen übernommen. Das Gesamtvolumen der von diesen Konsortien durchgeführten Projekte beträgt TEUR 19.606 (Vorjahr: TEUR 90.201), wobei TEUR 14.235 (Vorjahr: TEUR 71.600) auf die von anderen Konsorten durchzuführenden Auftragsteile entfallen. Derzeit liegen keine Anhaltspunkte für eine drohende Mithaftung der AIS aus Konsortialverhältnissen vor. BeiratDie Mitglieder des Beirates waren folgende Herren: - Frederic Rose, Paris, Vorsitzender, President Business Division ISD (bis zum 24.05.2006) - Stephane Terranova, Paris, President Business Division ISD (ab dem 06.06.2006)- Vorsitzender des Beirates ab dem 05.07.2006 - Guido Gironda, Paris, Vice President Business Division ISD - Wolfgang Weik, Stuttgart, Mitglied des Vorstandes der Alcatel-Lucent Deutschland AG, Stuttgart (vormals: Alcatel SEL AG, Stuttgart, im Folgenden ALDAG) - Alf-Hendrik Wulf, Stuttgart, Mitglied des Vorstandes der ALDAG, Stuttgart Vergütungen an die Beiratsmitglieder wurden nicht geleistet. Beteiligungsverhältnisse Die Gesellschaft ist zu 40 % an dem Joint Venture "The Joint Venture of ITAC", Bangkok, Thailand, beteiligt. GeschäftsführungZu den gesamtvertretungsberechtigten Geschäftsführern sind folgende Herren bestellt: Dr. Gerhard Gumbel, Düsseldorf Georg vor dem Brocke, Dipl.-Ing., Garbsen Sönke Weisner, Berlin (vom 1. Januar 2006 bis zum 28. September 2006) Auf die Angaben nach § 285 Nr. 9 a und b HGB wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. KonzernverhältnisseALCATEL S.A., Paris, erstellt den Konzernabschluss für den größten Kreis von Konzernunternehmen, in welchen die Alcatel Integration Services GmbH, Hannover, einbezogen ist. Der Konzernabschluss wird beim Tribunal de Commerce de Paris, 1 Quai de la Corse, Paris 4, hinterlegt und ist zudem im Régistre National du Commerce et des Sociétés in elektronischer Form zugänglich. Die ALDAG, Stuttgart, als Mutterunternehmen der Alcatel Integration Services GmbH, Hannover, erstellt keinen Konzernabschluss. Der Konzernabschluss und Konzernlagebericht der ALCATEL S.A. sind auf Anforderung bei der Alcatel-Lucent Deutschland AG, Lorenzstraße 10, 70435 Stuttgart, erhältlich.
Hannover, im Januar 2007 Alcatel Integration Services GmbH Die Geschäftsführung Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den Jahresabschluss- bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Alcatel IntegrationServices GmbH, Hannover, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2006 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der Geschäftsführung der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung gemäß § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der Geschäftsführung sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss der Alcatel Integration Services GmbH, Hannover, den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Hannover, den 22. März 2007 Deloitte
& Touche GmbH
Ziegenbein, Wirtschaftsprüfer Splinter, Wirtschaftsprüferin Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2006
Jahresabschluss der Alcatel Integration Services GmbH (nunmehr Alcatel-Lucent Integration Services GmbH) zum 31. Dezember 2006 |
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