Hospitality Development Service GmbH & Co. KGLiquidiert

85748 Garching bei München, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRA 102573
Eingetragen
1.8.2014

Finanzübersicht

Historie

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Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Kampmann Group GmbH

Lingen

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2022

Grundlagen des Konzerns

Geschäftsmodell

Die Kampmann Group GmbH ist das Mutterunternehmen der international ausgerichteten Unternehmensgruppe mit Sitz in Lingen (Ems). Am Standort Lingen (Ems) werden durch die Kampmann GmbH & Co. KG die wesentlichen Produktfamilien entwickelt, produziert und endmontiert. Darüber hinaus hat die Kampmann Group zwei weitere Produktionsstandorte. Im polnischen Łęczyca werden ebenfalls Produkte der Kampmann Group hergestellt. Die Produktion der RLT-Geräte findet hauptsächlich in Donaueschingen statt. Dabei sind die entsprechenden Entwicklungskompetenzen konzernweit aufgeteilt. Ebenfalls am Standort Lingen (Ems) angesiedelt ist der Vertriebs-Innendienst, das Schulungs-Zentrum "Kampmann-Kampus", der Customer-Service und das Forschungs- und Entwicklungs- Center (FEC).

Kampmann ist Spezialist und führender Hersteller von dezentralen Geräten zum Heizen, Lüften und Kühlen. * Die Kampmann Group agiert vornehmlich in Europa, realisiert aber Projekte weltweit. Anfang des Jahres 2023 waren 1.057 Mitarbeiter ** in der Kampmann Group beschäftigt.

Die Kampmann Group wurde 1972 von Heinrich Kampmann gegründet. Im Laufe der Jahre wurden Tochterunternehmen im In- und Ausland errichtet und Anteile an anderen Unternehmen übernommen. Heute gehören als operative Gesellschaften die Kampmann Polska Sp. z o.o. sowie die Kampmann HVAC Sp. z o.o. jeweils mit Sitz im polnischen Łęczyca, die Kampmann UK Ltd. mit Sitz im britischen Shepperton; die Kampmann Heating, Cooling, Ventilation Ltd. mit Sitz in Kelowna, Kanada; die NOVA Apparate GmbH mit Sitz in Donaueschingen, die Hospitality Development Service GmbH & Co. KG mit Sitz in Garching bei München und die Klimakontor Kampmann GmbH mit Sitz in Lingen (Ems) zum Konzern. Niederlassungen in Deutschland und Europa runden die vertriebliche Organisation ab. Die Kampmann Group hat sich in den letzten Jahren zudem an diversen Start-ups mit innovativen Technologien und neuen Geschäftsfeldern beteiligt.

Die Kompetenzen der Kampmann Group liegen sowohl im Bereich der Serienproduktion als auch in maßgefertigten, projektbezogenen Systemlösungen. Dabei sind die Absatzmärkte vielfältig. Das Unternehmen beliefert und berät Großhändler der TGA-Branche sowie das Fachhandwerk Heizungsbau. Zudem ist man im Projektgeschäft tätig, wo umfangreiche und anspruchsvolle Bauobjekte ausgestattet werden. Hier hat sich Kampmann als Systemlieferant etabliert. Bauobjekte sind beispielsweise Bürogebäude, Gewerbe- und Industriegebäude, Handelsketten und Verkaufsgebäude, Multifunktions- und Sporthallen, öffentliche Einrichtungen wie Hochschulen, Schulen und Kindertagesstätten und Wohngebäude (Bestands- sowie Neubauten). Die Unternehmensgruppe bildet die gesamte Bandbreite der Klima- und Lüftungstechnik ab. Seit dem 01.01.2021 bündelt Kampmann die vier Geschäftsbereiche Hotellerie, Serviced Living, Maritime und KASPACES zu einem eigenen Expertise-Cluster namens Kampmann Hospitality und reagiert damit auf das andauernde Wachstum in der Hospitality Branche. Im Bereich Maritime stattet die Kampmann GmbH & Co. KG seit 2015 Kreuzfahrtschiffe mit eigens entwickelten Umluftkühlgeräten für die Kabinen aus.

Die Kernkompetenz liegt in der Entwicklung und Produktion von dezentralen Geräten für Heizung, Kühlung und Lüftung sowie der Steuerung dieser Geräte, samt Einbindung in eine übergeordnete Gebäudeleittechnik. Mit Verschmelzungsvertrag vom 16. Februar 2022 wurde die emco Klima GmbH mit Sitz in Lingen (Ems) auf die Kampmann GmbH & Co. KG verschmolzen. Das komplette Produktportfolio bleibt vollständig erhalten und wird unter der Marke Kampmann vertrieben. Der Kunde erhält nun aus einer Hand ganzheitliche Lösungen inklusive Luftdurchlässe, dezentrale Lüftungsgeräte und Kühldeckensysteme. Darüber hinaus sind innerhalb der Kampmann Group individuell konstruierte Geräte der zentralen Raumlufttechnik bei der NOVA Apparate GmbH verfügbar.

Während der COVID-19-Pandemie wurde neben einem Luftreiniger, der zu den effektiven Schutzmaßnahmen gegen das Corona-Virus beigetragen hat, auch eine Lösung im Rahmen der Schullüftung entwickelt. Nicht nur in Zeiten der Pandemie ist für ein gesundes Raumklima in den Schulen neben einer virenfreien Luft auch ein Luftwechsel im Klassenraum durch eine entsprechende Schullüftung entscheidend. Der Bedarf, (Bestands-)Schulen mit einer ausreichenden Belüftung der Räume auszustatten, ist enorm. Für diesen Zweck hat Kampmann im Geschäftsjahr 2021 eine "steckerfertige" Lösung, das kompakte, stationäre Schullüftungsgerät WZA, entwickelt und seit September 2021 verkauft.

Mitte 2022 startete ein Bündnis aus Politik und Wirtschaftsverbänden eine Offensive für den verstärkten Einbau von klimafreundlichen Wärmepumpen. Dadurch steigt die Nachfrage nach Niedertemperatur-Systemen. Dafür hat Kampmann in 2022 den Powerkon LT, einen sogenannten Wärmepumpen-Heizkörper, entwickelt. Das Produkt ist für den Einsatz im Neubau geeignet, um z. B. vollständig von der Kühlfunktion der Wärmepumpe zu profitieren. Besonders interessant ist der Powerkon LT aber für Bestandsgebäude, da der Umstieg von einer Öl- oder Gasheizung auf eine Wärmepumpe problemlos möglich ist. Der Verkauf startete mit dem Besuch der ISH, der Weltleitmesse für Wasser, Wärme und Luft, im März 2023.

Seit dem Geschäftsjahr 2020 geht Kampmann mit dem Kampmann Ersatzteil- und Zubehörshop sowie über den Onlineshop des Luftreinigers neue Wege in Sachen Kundenkommunikation, Direktvertrieb und Digitalisierung. Durch erfolgreiche Marketingmaßnahmen ist es gelungen, den Bereich E-Commerce bei Kampmann erfolgreich zu etablieren. Als ergänzende Maßnahme zu den digitalen Lösungen und für den Ausbau des Exportgeschäfts setzt Kampmann seit 2021 zwei Showtrucks ein, die die Kampmann Systeme auf den Straßen Europas präsentieren und eine maximale Nähe zu den Kunden gewährleisten.

Forschung und Entwicklung

Die Forschung und Entwicklung von Klimaprodukten bei der Kampmann GmbH & Co. KG findet in zwei engverzahnten Teilbereichen statt.

Die Kernaufgabe des Forschungs- und Entwicklungs-Centers (FEC) der Kampmann GmbH & Co. KG besteht in der Entwicklung und Prüfung von Geräten im Rahmen der Standardentwicklung. Im Bereich "Grundlagen und Simulation" werden hierfür sowohl die fachlichen Wissensgrundlagen geschaffen als auch konzeptionelle Vorbetrachtungen durch Computersimulationen (CFD, Systemsimulationen) unterstützt.

Die praktische Umsetzung der Entwicklungsprojekte erfolgt im Bereich "Produktentwicklung und Entwicklungskonstruktion". In diesem Bereich arbeiten die Entwicklungskonstrukteure, gemeinsam mit den Ingenieuren aus dem FEC, an der Umsetzung der Entwicklungsaufträge aus dem Produktmanagement.

Neben der allgemeinen Produktentwicklung ist das FEC auch Anlaufstelle für die Umsetzung projektbezogener Sonderlösungen.

Auf 2.000 m 2 entwickelt ein Team aus Physikern und Ingenieuren die Standardprodukte oder Speziallösungen für herausfordernde Kundenwünsche. Hierbei helfen sowohl eine Vielzahl von Laboren für Thermodynamik, Fluidmechanik oder Akustik als auch numerische Simulationen.

Zwei Systemräume und das Raumströmungslabor dienen zur realitätsnahen Nachstellung der Klimatisierung von Räumen: Wände, Fußboden und Decke sind unabhängig voneinander heiz- oder kühlbar. Die Prüfstände ermöglichen sowohl die genaue Ermittlung von Leistungsdaten gemäß den geltenden Prüfnormen, als auch die praxisnahe Untersuchung und Dokumentation verschiedenster Raumklimasysteme. Als Ergebnis erhält man detaillierte Aussagen zu Nutzleistung, Luftverteilung und Behaglichkeit der Geräte und Systeme.

Herz des Mehrzwecklabors ist der Kammerprüfstand zur normgerechten Messung von Ventilator- und Widerstandskennlinien sowie von Filtern, Klappen und Kanälen. Für große Aufbauten und Versuchsstände liefern hierfür zwei Klimasimulationsanlagen konditionierte Luft von bis zu 14.000 m 3 /h. Zudem lassen sich extreme klimatische Bedingungen in der Klimakammer nachstellen und die Einsatzbereiche der Geräte in anderen Klimazonen sicherstellen.

Das Schallmesslabor bietet ein optimales Umfeld, um neben der Schallleistungsbestimmung auch detaillierte Schallanalysen im Rahmen der Entwicklung und Optimierung zu betreiben. Die perfekte Ergänzung zum Schallmesslabor bildet der errichtete Sende- und Empfangsraum. Hier können neben der Schallleistungsbestimmung auch verschiedenste Kenngrößen der Bauakustik mit hoher Genauigkeit bestimmt werden.

Neben den beschriebenen Prüfständen bieten die offenen Flächen in der FEC-Erweiterung als auch im Mehrzwecklabor die Möglichkeit individuelle Aufbauten zu realisieren, die für verschiedenste Untersuchungen rund um Heizung, Kühlung und Lüftung von Räumen genutzt werden können. Hier wäre z. B. der 12 m hohe Industrieturm zu nennen, der unabdingbar für die Präsentation und Entwicklung von Heizungs- und Luftführungskomponenten in hohen Hallen ist.

Bild

Im Geschäftsjahr 2022 hat Kampmann das BSFZ-Siegel für (teilweise) eigenbetrieblich durchgeführte Forschungs- und Entwicklungsvorhaben als Beleg für innerbetriebliche Forschungs- und Entwicklungsleistung erhalten. Mit dem BSFZ-Siegel wird die Innovationskompetenz der Kampmann Group in der Außendarstellung belegt. Das Siegel wird exklusiv von der Bescheinigungsstelle Forschungszulage (BSFU) vergeben.

Insgesamt wurden im Jahr 2022 für Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten 926 T€ aufgewendet. Davon wurden 742 T€ Entwicklungskosten aktiviert (80 %).

Zweigniederlassungen

Im Jahr 2019 wurde die Zweigniederlassung "Kampmann GmbH & Co. KG, Lingen (Ems), Zweigniederlassung Oftringen" mit Sitz in Oftringen, Schweiz, gegründet. Es handelt sich hierbei um eine Zweigniederlassung der Kampmann GmbH & Co. KG. Zweck dieser Zweigniederlassung ist der Vertrieb von Systemen für Heizung, Kühlung, Lüftung und Erzeugnissen zur Gebäudeausrüstung. Im Juli 2023 wurde der Sitz der Zweigniederlassung nach Dietikon verlegt.

Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Nach Angaben der Bundesregierung hat sich die deutsche Wirtschaft im Jahr 2022 im Hinblick auf das schwierige Umfeld, bedingt durch den Ukraine-Krieg, der Energiekrise, der Lieferkettenproblematik und der Inflation, als erfreulich widerstandsfähig erwiesen. Laut ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes wuchs das (preisbereinigte) Bruttoinlandsprodukt (BIP) um 1,9 %. Die Bundesregierung hat im Herbst noch mit einem Wachstum von 1,4 % gerechnet. Damit ist die Wirtschaftsleistung trotz der wirtschaftlichen Bedingungen in 2022 leicht gewachsen und übertraf erstmals wieder das Vorkrisenniveau. Wachstumsimpulse kamen dabei vor allem vom privaten Konsum und den Investitionen. Die hohe Inflationsrate in 2022 war geprägt von den krisen- und kriegsbedingten Sondereffekten. In Deutschland haben sich die Verbraucherpreise laut dem Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz im Jahresdurchschnitt um 7,9 % gegenüber 2021 erhöht. Die wirtschaftliche Entwicklung ist in den einzelnen Wirtschaftsbereichen unterschiedlich verlaufen. Nach Angaben des statistischen Bundesamtes haben der Material- und Fachkräftemangel, hohe Baukosten und zunehmend schlechtere Finanzierungsbedingungen im Baugewerbe zu einem deutlichen Rückgang der Bruttowertschöpfung um 2,3 % geführt. Der Auftragseingang im Jahr 2022 sei niedriger als im Vorjahr, aber leicht über dem Niveau vor der Corona-Krise. Im kalenderbereinigten Vergleich lag der Auftragseingang im Dezember 2022 um 1,2 % höher als im Dezember 2019.

Mehrere Wirtschaftsforschungsinstitute haben ihre Prognosen für das deutsche Wirtschaftswachstum im laufenden Jahr nach unten geschraubt. Im ersten Quartal 2023 stagnierte die deutsche Wirtschaft nach Angaben des Statistischen Bundesamtes (0,0 %), wodurch eine technische Rezession gerade noch abgewendet wurde. Laut der Konjunkturprognose des Instituts für Wirtschaftsforschung (ifo) im Sommer 2023 wird in diesem Jahr das BIP um 0,4 % zurückgehen. Im Frühjahr 2023 hat das ifo noch eine stagnierende wirtschaftliche Gesamtleistung (-0,1 %) prognostiziert. Grund ist vor allem das schwache zurückliegende Winterhalbjahr. Die Nachwehen der Energiekrise sowie die straffe Geldpolitik haben der deutschen Wirtschaft im Winterhalbjahr stärker zugesetzt als zunächst erwartet. Im restlichen Jahresverlauf ist jedoch eine moderate Expansion zu erwarten. Die Energiepreise und mit ihnen die Inflationsrate gehen im Jahresverlauf zurück. Das IfW erwartet in 2023 eine Inflationsrate von 5,8 %. Eine sinkende Inflation und eine erhöhte Lohndynamik führen laut dem deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) zu einer Erholung des zuletzt schwachen privaten Konsums. Laut dem Konjunkturbericht der IHK für die Region Osnabrück-Emsland-Grafschaft Bentheim wird die aktuelle Lage von den Bauunternehmen noch überwiegend gut bewertet, jedoch gehen die Erwartungen deutlich zurück. Denn neben den hohen Baukosten aufgrund gestiegener Material-, Energie- und Arbeitskosten lastet zunehmend auch die teure Baufinanzierung auf diesem Wirtschaftszweig. Nach Ansicht des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz deuten sich insbesondere in der zinsreagiblen Bauwirtschaft infolge der gestiegenen Zinsen spürbare Nachfragerückgänge an. Laut dem IfW zeigt sich dies insbesondere im Wohnungsbau, wo die Investitionen in 2023 rückläufig sind (-4,2 %). Das Verarbeitende Gewerbe dürfte laut dem ifo dank der hohen Auftragsbestände seine Produktion weiter moderat ausweiten und dann mit dem allmählichen Auslaufen der Lieferengpässe wieder deutlich kräftiger expandieren.

Das Bauhauptgewerbe hat im Jahr 2022 einen Umsatzrückgang von preisbereinigt 5,1 % hinnehmen müssen. Steigende Bau-, Finanzierungs- und Lebenshaltungskosten beeinflussen die Nachfrage nach Bauleistungen negativ. Die Rahmenbedingungen für die Bauwirtschaft haben sich markant verschlechtert. Für 2023 prognostiziert der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie (HDB) einen Umsatzrückgang von 6 %. Der Bauindustrieverband erwartet für 2023 im Wohnungsbau einen Umsatzrückgang von 9 % und im Wirtschaftsbau von 4 %. Seit 2010 wurden rund 200.000 Beschäftige in der Bauwirtschaft neu eingestellt. Aktuell liegt die Zahl bei circa 927.000 Beschäftigten. Für 2023 rechnet der Bauindustrieverband mit einer Stagnation.

Auch im dritten Jahr in Folge erzielt die Haus- und Gebäudetechnikbranche ein Umsatzwachstum mit einem Plus von 9,0 %. Positive Auswirkungen auf die Branche hat dabei die anhaltende starke Nachfrage nach energetischen Sanierungen. Die Umsätze im Wirtschaftsbereich haben sich aufgrund der gestiegenen Preise besser entwickelt als die abgesetzten Mengen. Der Bereich Heizung und Lüftung profitierte von staatlicher Förderung im Rahmen des Klimapakets bei den Bestandsmaßnahmen. Der Trend zu erneuerbaren Energien wird durch die Energiekrise und den Willen nach mehr Unabhängigkeit von fossilen Brennstoffen verstärkt. Besonders Wärmepumpen und Solarthermie sowie Biomasse gewinnen anhaltend an Marktanteilen. Jedoch führen Lieferengpässe zu einer Verzögerung bei der Umsetzung von Projekten und wirken sich negativ aus. Die Umsätze in der Heizungs- , Kälte-, Klima- und Lüftungsbranche erreichten im Jahr 2022 insgesamt ca. 46,9 Mrd. €. Für 2023 werden steigende Umsätze in Höhe von 78,7 Mrd. € (+5,8 %) erwartet. Demnach soll das Umsatzwachstum in 2023 voraussichtlich schwächer ausfallen als im Jahr 2022. Gründe sind unter anderem gestiegene Preise für Baumaterialien und Zinsanstiege, die Neubauvorhaben drosseln.

Finanzielle Leistungsindikatoren

Zur Steuerung der Kampmann Group dienen als finanzielle Leistungsindikatoren die Umsatzerlöse und das EBITDA.

Geschäftsverlauf

Das Geschäftsjahr 2022 war ein Jahr der Gegensätze. Zum einen hat die Kampmann GmbH & Co. KG ihr 50 jähriges Jubiläum gefeiert. Zum anderen wurde die sich langsam erholende Gesamtwirtschaftslage durch den Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine überschattet, sodass 2022 ein zunehmend herausforderndes und krisenreiches Jahr war. In diesem Umfeld ist es der Kampmann Group gelungen, aufgrund der hohen Bereitschaft der Belegschaft zu solidarischem Handeln, gezielten Maßnahmen zur Reduktion des Gasverbrauches, der zunehmenden digitalen Transformation des Unternehmens, der engen Zusammenarbeit mit Kunden und Lieferanten, um die allgemeine Beschaffungsproblematik zu umgehen, sowie der Produktentwicklungen, um auf die umweltpolitischen und wirtschaftlichen Entwicklungen zu reagieren, handlungsfähig zu bleiben und das Geschäftsjahr erfolgreich abzuschließen.

Die Umsatzentwicklung war im Berichtsjahr stabil auf einem hohen Niveau. Das für das Geschäftsjahr 2022 prognostizierte moderate Umsatzwachstum im einstelligen Prozentbereich wurde mit 15,7 % deutlich übertroffen.

Der Konzernumsatz hat sich im Geschäftsjahr 2022 sowohl im Inland und als auch im Ausland erhöht. Im Inland beträgt der Umsatzzuwachs 15,8 %. Die Verkaufserlöse im Export wurden um 12,9 % gesteigert.

Im Hinblick auf einzelne Produktfamilien der Kampmann Group ist insbesondere die Entwicklung bei den Lufterhitzern, den Unterflurkonvektoren und dem Schullüftungsgerät WZA positiv hervorzuheben.

Die Kampmann Group hat die erwartete, leichte Steigerung des operativen Ergebnisses zum Vorjahr deutlich übertroffen. Das Ergebnis ist größtenteils auf die hohen Umsatzerlöse zurückzuführen. Auch das Ergebnis vor Steuern ist demnach im Geschäftsjahr 2022 deutlich über dem Niveau des Vorjahres.

Ertragslage

Die Umsatzerlöse der Kampmann Group konnten im Jahr 2022 auf 158,9 Mio. € (Vorjahr 137,4 Mio. €) erhöht werden.

Aufgrund der gestiegenen Umsatzerlöse ist die Gesamtleistung des Konzerns (Umsatzerlöse und Bestandsveränderungen) im Jahr 2022 auf 160,4 Mio. € (Vorjahr 138,2 Mio. €) gestiegen.

Die Materialaufwandsquote ist aufgrund von Einkaufspreissteigerungen mit 40,5 % (Vorjahr: 39,0 %) über dem Niveau des Vorjahres.

Die aktivierten Eigenleistungen sind auf 1.051,2 T€ (Vorjahr: 917,9 T€) gestiegen. Diese beinhalten auch die aktivierten Entwicklungskosten.

Die sonstigen betrieblichen Erträge sind gegenüber dem Vorjahr um 543,3 T€ gestiegen.

Die Personalaufwandsquote ist in Relation zur gestiegenen Gesamtleistung um 3,2 Prozentpunkte auf 35,8 % gesunken. Dies ist auf die höhere Gesamtleistung der Kampmann Group zurückzuführen. Absolut ist der Personalaufwand um 3,5 Mio. € gestiegen. Dies ist unter anderem auf die Aufwendungen für das 50-jährige Firmenjubiläum (456,1 T€) sowie auf die gestiegene Anzahl an Mitarbeitern zurückzuführen.

Bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ist ein Anstieg zum Vorjahr um 8,9 % zu verzeichnen. Dies ist insbesondere auf die höheren Frachtkosten (627,0 T€) sowie die Bildung einer Drohverlustrückstellung (208,6 T€) zurückführen. Zudem sind die Verwaltungskosten der Kampmann Group um 628,2 T€ gestiegen. Dies ist größtenteils auf die infolge der Digitalisierung gestiegenen EDV-Kosten zurückzuführen.

Das negative Finanzergebnis hat sich unter anderem aufgrund geringerer Fremdverschuldung sowie aufgrund geringerer Aufwendungen aus den Beteiligungen an assoziierten Unternehmen im Vergleich zum Vorjahr von -627,2 T€ um 256,0 T€ auf -371,2 T€ verbessert.

Das EBITDA der Kampmann Group hat sich im Geschäftsjahr 2022 aufgrund der zuvor genannten Steigerung der Umsatzerlöse um 6.428,7 T€ auf 17.525,8 T€ (Vorjahr 11.097,1 T€) erhöht.

Insgesamt wird für das Jahr 2022 ein Konzernjahresüberschuss in Höhe von 8.819,5 T€ (Vorjahr 4.771,2 T€) ausgewiesen.

Finanzlage

Die Eigenkapitalausstattung der Kampmann Group beträgt 66,1 Mio. €. Die Eigenkapitalquote hat sich auf 74,2 % erhöht (Vorjahr 72,7 %).

Im Berichtsjahr wurden weitere Darlehen i. H. v. 896,9 T€ aufgenommen. Die Tilgungen betrugen insgesamt 1,8 Mio. €, sodass sich die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten verringerten. Sie belaufen sich nunmehr auf 4,2 Mio. €. Der überwiegende Teil dieser Finanzierungen ist mit einer Restlaufzeit von unter 5 Jahren fällig.

Im Berichtsjahr wurden Investitionen in Höhe von 4,1 Mio. € getätigt. Den Investitionen standen Abschreibungen von 4,3 Mio. € und Abgänge von 0,3 Mio. € gegenüber.

Größere Investitionen im Jahr 2022 waren die finale Transformation des ERP Systems (365,2 T€) sowie bereits getätigte Anzahlungen für die Implementierung einer neuen CRM Software (541,1 T€).

Der Cashflow, definiert als Jahresüberschuss zuzüglich Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens und Veränderung der Rückstellungen sowie sonstigen zahlungsunwirksamen Aufwendungen und Erträge, beträgt im Berichtsjahr 13,3 Mio. €. Die liquiden Mittel belaufen sich zum Bilanzstichtag auf 14,1 Mio. € (Vorjahr 10,8 Mio. €).

Die eingeräumten Kreditlinien wurden zum Abschlussstichtag nicht ausgeschöpft und stehen in ausreichender Höhe zur Verfügung.

Vermögenslage

Das Gesamtvermögen im Konzern beträgt 89,2 Mio. €. Das Anlagevermögen beläuft sich auf 34,4 % der Bilanzsumme.

Das Umlaufvermögen und die sonstigen Aktiva machen 65,6 % der Bilanzsumme aus.

Auf der Passivseite spiegelt sich die Entwicklung im Wesentlichen bei den Rückstellungen und dem Eigenkapital wider. Zu der Entwicklung des Eigenkapitals wird auf die Erläuterungen zur Finanzlage sowie den Eigenkapitalspiegel verwiesen. Der Anstieg der sonstigen Rückstellungen resultiert unter anderem aus höheren Rückstellungen im Zusammenhang mit Personalaufwendungen (+227,5 T€) und höheren Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften (+ 194,6 T€).

Die Entwicklung der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage im Geschäftsjahr 2022 verlief insgesamt positiv.

Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Der Anspruch in all den Geschäftstätigkeiten von Kampmann ist es, Verantwortung zu übernehmen und nachhaltig zu handeln. Denn während es das Kerngeschäft ist, mit modernen Klimageräten für ein gutes Raumklima zu sorgen, sieht Kampmann auch die Notwendigkeit als Unternehmen den Beitrag zur Erreichung von Klimazielen, wie dem 1,5 Grad-Ziel aus dem Pariser Klimaabkommen, zu leisten. Kampmann macht das beispielsweise durch immer nachhaltigere Produkte und durch einen möglichst ökologischen Betrieb der Standorte, zum Beispiel durch den Einsatz von klimaneutralem Gas und Strom. Im Berichtsjahr hat sich Kampmann dazu entschieden, eine Nachhaltigkeitsstrategie zu entwickeln. Am 14. Februar 2022 wurde ein festes Team aus acht Mitgliedern verschiedener Geschäftsbereiche zum Nachhaltigkeitsmanagement gegründet. Im Rahmen der Nachhaltigkeitsstrategie stehen die ökonomischen, ökologischen und sozialen Faktoren der Nachhaltigkeit im Fokus. Das Team hat Ziele, Schwerpunkte und Maßnahmen erarbeitet, die bereits bei Kampmann integriert waren, deren Umsetzung entweder angestoßen wurde oder in weiteren Projektarbeiten noch fokussiert wird. Die erarbeiteten Themen bilden die Grundlage für einen jährlichen Nachhaltigkeitsbericht. Der Bericht wird nach den international etablierten Standards der Global Reporting Initiative (GRI) erstellt.

Als Schlüsselbranche für die Energiewende und somit mit enormer Verantwortung für kommende Generationen besitzt die Technische Gebäudeausrüstung (TGA) einen großen Hebel für eine nachhaltige Entwicklung des Gebäudesektors. Um dem Rechnung zu tragen, möchten planende TGA-Experten Produkte einsetzen, die Ressourcen schonen und Treibhausgase einsparen. So wird Nachhaltigkeit zur festen Größe in der Entscheidung für ein System und gegen ein anderes. Aus diesem Grund hat Kampmann intuitive Berechnungstools sowie verifizierte Environmental Product Declarations (EPDs) eingeführt. EDPs geben Auskunft über die Umweltauswirkungen eines Produktes über den gesamten Lebenszyklus. Sie sind standardisiert und verifiziert, sodass sie als Nachweis z. B. in Zertifizierungsprozessen nachhaltiger Gebäude dienen. Neben den Katherm-Unterflurkonvektoren werden sukzessive weitere Produkte mit den Ökobilanzen ausgestattet. In einigen Bereichen der Baubranche sind EPDs bereits verbreitet. Bei komplexen Geräten der TGA ist Kampmann absoluter Vorreiter. Kampmann ist sich sicher, dass EPDs in der nachhaltigen Gebäudezertifizierung auch für die TGA in Zukunft unerlässlich werden.

Die gute Reputation und die Beziehungen, die Kampmann sich in der Vergangenheit mit viel Engagement und Leidenschaft erarbeitet haben, können durch unethisches Handeln oder begangene Rechtsverstöße schnell erheblichen Schaden verursachen. Es ist daher unerlässlich, dass Kampmann seine Reputation mit größter Sorgfalt bewahrt und schützt. Alle Mitarbeiter sind angehalten, sich grundsätzlich verantwortungsvoll zu verhalten und nach geltendem Recht zu handeln. Illegale Geschäftspraktiken sind ausnahmslos zu vermeiden. Das Thema Compliance hat in den letzten Jahren zunehmend Aufmerksamkeit und Bedeutung erfahren. Compliance sicherzustellen, ist die originäre Verantwortung der Unternehmensleitung. Um diesen Herausforderungen bestmöglich zu begegnen, hat Kampmann im Berichtsjahr ein Compliance-Management-System eingerichtet. Damit sollen die Werte und Überzeugungen, für die Kampmann als Familienunternehmen steht, langfristig erhalten bleiben und ein regelkonformes Handeln sichergestellt werden.

Im Jahresdurchschnitt 2022 waren 951 Mitarbeiter (ohne Auszubildende und Geschäftsführer) im Konzern beschäftigt. Die Zahl der Beschäftigten hat sich damit im Vergleich zum Vorjahr um 37 Personen erhöht. In 2022 wurden die tariflichen Entgelte erhöht und die Zahlung eines überdurchschnittlichen Zusatzgeldes gemäß dem Tarifvertrag vorgenommen.

Zum Jahresende betrug die Zahl der Beschäftigten im Konzern 966 Personen.

Prognose-, Risiko- und Chancenbericht

Prognosebericht

Die Kampmann Group geht in ihrer aktuellen Hochrechnung für 2023 aufgrund der gesamtwirtschaftlichen Erwartungen von einem Umsatz oberhalb des Vorjahres und einem EBITDA auf Vorjahresniveau aus, da sowohl Material- als auch Personalkostensteigerungen erwartet werden.

Die Kampmann Group plant für das Geschäftsjahr 2023 unter anderem Investitionsmaßnahmen für den weiteren Ausbau der Photovoltaik-Anlage, die Beschattung und Modernisierung der Klimatisierung des Verwaltungsgebäudes, den Einsatz intelligenter Lichtsteuerungssysteme sowie die Erweiterung von Produktionskapazitäten.

Risiko- und Chancenbericht

Am 24.02.2022 sind russische Streitkräfte in die souveräne Ukraine einmarschiert. Der damit einhergehende Krieg hat bis heute schwerwiegende wirtschaftliche Folgen: Stark gestiegene Energiepreise, hohe Inflation sowie weltweite Einbußen beim Wachstum. Diese Folgen betreffen die privaten Haushalte und die Industrie. Die Inflation in Deutschland war jahrelang niedrig, stieg aber schon 2021 aufgrund höherer Energiepreise. Dazu kamen Materialknappheit und Lieferengpässe in vielen Branchen. Der russische Angriff auf die Ukraine hat die Preise noch viel schneller steigen lassen. Die hohen Inflationsraten belasten auch in 2023 die Konsum- und Baukonjunktur durch eine sinkende Kaufkraft und erheblich gestiegene Finanzierungskosten.

Als Reaktion auf die Invasion Russlands in die Ukraine hat unter anderem die EU Sanktionen gegen Einzelpersonen sowie Wirtschaftssanktionen verhängt. Aufgrund der mit den Waren-Sanktionslisten gestiegenen Komplexität sowie weiterer wirtschaftlicher Gründe hat Kampmann das Repräsentanz-Büro in Moskau und damit einhergehend die Aktivitäten im russischen Markt beendet. Damit besteht für Kampmann das Risiko eines geringeren Exportumsatzes.

Als Reaktion auf die Entwicklungen am Energiemarkt hat Kampmann Mitte 2022 eine sogenannte Taskforce Energie, bestehend aus Fach- und Führungskräften, eingerichtet. Angetrieben durch mögliche Szenarien einer Gas- und Strommangellage arbeitet das Team an vielfältigen Energiesparmaßnahmen. Neben vielen Einzelmaßnahmen sowie den geplanten Investitionen aus dem Prognosebericht hatte sich Kampmann während der Heizperiode für einen sogenannten Energiespar(Frei)tag entschieden. Hierbei handelt es sich um eine andere Verteilung der Arbeitszeit sowie die Nutzung des Mobilen Arbeitens, sodass Freitags weder das Verwaltungsgebäude noch die Produktionshallen beheizt werden müssen.

Ein anhaltendes Problem stellt der Materialmangel in der Bauwirtschaft sowie der starke Preisanstieg für solche Produkte dar. Die Lage der für uns relevanten Beschaffungsmärkte ist weiterhin angespannt. Kampmann erlebt aktuell eine Verknappung von Rohstoffen mit einhergehenden Preissteigerungen, die dazu führt, dass das Unternehmen durch seine Partner zunehmend mit Anpassungen der Rohstoff- und Halbzeugpreise konfrontiert wird. Im Rahmen des Beschaffungsmanagements erfolgt eine laufende Überwachung der Lieferketten und der Lieferanten sowie eine Untersuchung alternativer Lieferquellen, um sich gegen die Beschaffungsrisiken aufgrund geopolitischer Konflikte abzusichern.

Der Aspekt Nachhaltigkeit wirkt sich auch auf die Produktinnovationen von Kampmann aus. Denn in dem allgemeinen Bestreben, sich von russischem Gas unabhängig zu machen, setzt Kampmann auf regenerative Energien wie etwa die Wärmepumpentechnik. Klimafreundliche Wärmepumpen stellen eine Alternative zur Öl- und Gasheizung dar. Ein Bündnis aus Politik und Wirtschaftsverbänden hat Mitte 2022 eine Wärmepumpen-Offensive geplant. Wärmepumpen, die mit Strom aus erneuerbaren Energien betrieben werden, gelten als entscheidendes Klimainstrument in Gebäuden. Bei fast allen Heizsystemen ist für einen effizienten Betrieb die Temperatur des Heizungswassers entscheidend. Wie warm dieses Wasser genau sein muss, hängt von der gewählten Kombination aus Wärmeerzeuger und Wärmeverbraucher ab. Wird eine Gasheizung durch eine Wärmepumpe ersetzt, sollte die Vorlauftemperatur gesenkt werden. Die Zukunft heizt demnach mit niedrigeren Temperaturen und nutzt die Möglichkeit der effizienten Kühlung. Darauf richtet Kampmann sein Produktprogramm konsequent aus. Für den Einsatz in Bestandsgebäuden sowie in Neubauten wurde ein effizienter Wärmepumpen-Heizkörper entwickelt, der in Kombination mit einer Wärmepumpe, und damit im Betrieb mit niedrigen Systemtemperaturen, heizt und kühlt. Damit schafft Kampmann zukunftsorientierte Produkte, welche sich auch an neue Zielgruppen, den Endkunden im Wohnbereich, richten und langfristig relevant sind. Darüber hinaus werden Wärmepumpen-Heizkörper im Zuge einer Wärmepumpeninstallation im Falle einer Sanierung durch die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) gefördert. In 2023 startete die Bundesregierung mit der Novelle des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) eine umfangreiche Modernisierungsoffensive. Der Gesetzentwurf regelt den Umstieg auf Erneuerbare Energien beim Heizen. Die lang anhaltenden Diskussion über den Inhalt des Entwurfes sowie dessen ungewisse Umsetzung sorgt für Unsicherheit in der Heizungsbranche. Insbesondere aufgrund der Unklarheit bei der genauen Ausgestaltung der Förderung warten viele Kunden die aktuelle Entwicklung noch ab.

In diesem Zusammenhang hat Kampmann ebenfalls ein neues Label erstellt, um den Kunden darauf hinzuweisen, welche Produkte von Kampmann im Niedertemperaturbereich hocheffizient arbeiten. Das Label Heat Pump Ready kennzeichnet demnach Produkte, die wärmepumpengeeignet sind. Dies sind zum Beispiel Wärmepumpengeräte für ein Bürogebäude, eine Industriehalle, ein Hotel oder ein Wohngebäude.

Die unsichere wirtschaftliche Entwicklung sorgt in der Region für eine gewisse Zurückhaltung bei zusätzlichen Einstellungen. Zudem führt die demographische Entwicklung zu einem schrumpfenden Erwerbspersonenpotenzial. Infolge dessen stellt der Fach- und Arbeitskräftemangel für diverse Unternehmen ein Risiko für die weitere Entwicklung dar. Unter anderem um diesem Risiko entgegen zu wirken, ist Kampmann seit April 2023 Mitglied in der wibutler Alliance. Dies ist ein TGA-Kompetenznetzwerk, bei dem sich über 30 Marken und Hersteller aus dem TGA-Bereich engagieren, um gemeinsam einen unabhängigen IoT-Industriestandard für die Gebäudetechnik zu etablieren. Das Device Management Portal ermöglicht Kampmann einen direkten Fernzugriff auf die Anlagen, wodurch die Remote-Unterstützung für Kunden bei Fragen und Problemen optimiert werden kann.

Die Markterschließung in der Region USA / Kanada verläuft erwartungsgemäß erfolgreich. Eine erneute Eskalation des Handelskonfliktes zwischen den USA und China konnte insgesamt vermieden werden. Die Europäische Union und die USA haben in 2021 den Streit um Strafzölle aus der Ära von Ex-Präsident Donald Trump entschärfen können, indem der EU-Export von Stahl und Aluminium wieder zollfrei ist. Mitte 2022 hat der US-Präsident Joe Biden den Inflation Reduction Act (IRA) unterzeichnet. Das Gesetz soll der hohen Inflation entgegenwirken und den Klimaschutz in den USA vorantreiben. Die EU sieht darin jedoch eine Gefahr für die deutsche Wirtschaft und für den Investitionsstandort Europa. Um einen Handelsstreit zu verhindern, verhandelt die EU mit den USA über die Unstimmigkeiten. Bisher wurde die Absatzentwicklung in der Region USA/Kanada durch derartige Entwicklungen nicht signifikant beeinträchtigt. Dennoch besteht die Gefahr, dass Länder verstärkt protektionistische Maßnahmen wie konkrete Marktzugangsbarrieren oder industriepolitische Konzepte implementieren, um auf diese Weise Einfluss auf die Absatzentwicklung in Nordamerika zu nehmen.

Ein ständiges Risiko stellt die Preisdurchsetzungsfähigkeit dar. Steigende Kosten wesentlicher Produktionsfaktoren konnten zuletzt nicht immer durch Preissteigerungen auf der Vertriebsseite kompensiert werden. Mit verschiedenen bedarfsgerechten Maßnahmen wird auf diese Entwicklung reagiert.

Im Rahmen des Risikomanagements sind interne Kontrollsysteme installiert, die ein frühzeitiges Erkennen kritischer Risiken ermöglichen. Ertragslage, Umsatz, Auftragsbestand, Liquidität, Forderungsbestand, Beschaffung und Kapazitätsauslastung unterliegen regelmäßiger Beobachtung. Die Beobachtungszyklen unterscheiden sich, je nach Wichtigkeit, von täglicher bis quartalsweiser Kontrolle.

Nachtragsbericht

Im Hinblick auf wesentliche Ereignisse nach Abschluss des Geschäftsjahres wird auf die Angaben im Anhang verwiesen.

 

Lingen (Ems), 20. Juli 2023

Hendrik Kampmann

* ungeprüfte, nicht gesetzlich geforderte Angabe

** Die weibliche Form ist der männlichen Form in diesem Geschäftsbericht gleichgestellt; lediglich aus Gründen der leichteren Lesbarkeit wurde in Teilen des Berichts die männliche Form gewählt.

Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022

AKTIVSEITE

Vorjahr
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 2.205.174,05 2.009.012,86
2. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.894.668,73 2.225.884,21
3. geleistete Anzahlungen 544.413,16 204.489,61
4.644.255,94 4.439.386,68
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 14.032.731,82 14.911.610,19
2. technische Anlagen und Maschinen 8.057.536,65 8.449.950,33
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.945.196,81 2.709.952,14
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 695.801,86 612.868,43
25.731.267,14 26.684.381,09
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 0,00 83.712,20
2. sonstige Beteiligungen 140.000,00 0,00
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 117.194,82 0,00
4. sonstige Ausleihungen 500,00 500,00
257.694,82 84.212,20
30.633.217,90 31.207.979,97
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 19.086.941,17 15.213.662,09
2. unfertige Erzeugnisse 5.574.496,62 4.066.998,14
3. fertige Erzeugnisse und Waren 5.381.622,19 4.777.535,60
30.043.059,98 24.058.195,83
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 10.860.916,94 10.214.622,39
2. sonstige Vermögensgegenstände 2.894.170,78 2.465.793,50
13.755.087,72 12.680.415,89
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 14.089.445,89 10.819.695,58
57.887.593,59 47.558.307,30
C. Rechnungsabgrenzungsposten 636.703,79 487.542,79
89.157.515,28 79.253.830,06

PASSIVSEITE

Vorjahr
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 3.500.000,00 3.500.000,00
II. Konzernbilanzgewinn 62.563.151,40 53.632.014,75
III. Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung -1.133.522,27 -847.437,64
IV. nicht beherrschende Anteile 1.185.519,27 1.305.721,04
66.115.148,40 57.590.298,15
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 2.945.715,55 3.077.318,99
2. Steuerrückstellungen 1.421.563,23 899.115,00
3. sonstige Rückstellungen 5.096.675,20 4.524.627,64
9.463.953,98 8.501.061,63
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 4.177.907,87 5.105.945,46
2. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 790.605,70 619.779,19
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.528.989,15 3.422.911,37
4. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 0,00 5,60
5. sonstige Verbindlichkeiten 4.754.886,45 3.755.430,13
(davon mit Rangrücktrittsvereinbarung: € 1.335.000,00 Vorjahr: € 1.335.000,00 13.252.389,17 12.904.071,75
davon aus Steuern: € 1.724.507,57 Vorjahr: € 1.317.926,12
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: € 85.945,49 Vorjahr: € 67.753,46)
D. Rechnungsabgrenzungsposten 25.100,00 52.438,09
E. Passive latente Steuern 300.923,73 205.960,44
89.157.515,28 79.253.830,06

Konzerngewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022

Vorjahr
1. Umsatzerlöse 158.900.733,31 137.401.975,39
2. Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 1.449.734,73 792.293,07
3. andere aktivierte Eigenleistungen 1.051.150,71 917.924,22
4. sonstige betriebliche Erträge 2.305.800,18 1.762.548,81
(davon aus der Währungsumrechnung: € 697.991,91 Vorjahr: € 462.323,06) 163.707.418,93 140.874.741,49
5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 61.005.743,18 50.566.223,52
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 3.862.200,81 3.337.496,54
64.867.943,99 53.903.720,06
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 48.022.501,16 45.105.219,05
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung 9.334.998,95 8.764.714,27
(davon für Altersversorgung: € 335.612,62 Vorjahr: € 353.333,16) 57.357.500,11 53.869.933,32
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 4.282.615,04 4.012.409,49
8. sonstige betriebliche Aufwendungen 23.956.158,51 22.003.946,50
(davon aus der Währungsumrechnung: € 640.413,15 Vorjahr: € 175.847,86)
9. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 8,84 8,83
10. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 16.810,21 10.177,13
11. Aufwendungen aus Beteiligungen an assoziierten
Unternehmen 18.712,20 101.287,80
12. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 369.269,90 536.103,88
(davon aus der Aufzinsung: € 115.119,44 Vorjahr: € 281.078,03) 371.163,05 627.205,72
13. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 4.000.169,21 1.643.539,89
(davon aus der Veränderung bilanzierter latenter Steuern: € 94.939,09 Vorjahr: € 193.154,43)
14. Ergebnis nach Steuern 8.871.869,02 4.813.986,51
15. sonstige Steuern 52.334,51 42.823,52
16. Konzernjahresüberschuss 8.819.534,51 4.771.162,99
17. nicht beherrschende Anteile 111.602,14 112.917,22
18. Konzerngewinn 8.931.136,65 4.884.080,21

Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2022

I. Allgemeine Angaben zum Konzernabschluss

Der Konzernabschluss der Kampmann Group GmbH mit Sitz in Lingen (Ems) (Amtsgericht Osnabrück, HRB 100654) für das Geschäftsjahr 2022 wurde wie im Vorjahr nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt.

Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten.

Die Konzernbilanz wurde gemäß § 266 Abs. 2 und 3 HGB gegliedert. Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wurde gemäß § 275 Abs. 2 HGB nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Die Zuordnung der Vermögens- und Schuldposten (mit Ausnahme der Finanzanlagen) sowie die der Aufwendungen und Erträge zu den einzelnen Posten ist mit der des Vorjahres identisch. Bei den Finanzanlagen ist im Geschäftsjahr 2022 eine Änderung zu verzeichnen. Der Ausweis der Beteiligung an der Zenesis GmbH erfolgt unter der Bilanzposition Sonstige Beteiligungen anstatt unter der Position Beteiligungen an assoziierten Unternehmen.

II. Angaben zum Konsolidierungskreis

In dem Konzernabschluss sind neben der Kampmann Group GmbH, die im Folgenden aufgeführten inländischen und ausländischen verbundenen Unternehmen einbezogen worden, an denen die Kampmann Group GmbH unmittelbar beteiligt ist.

Zum Konsolidierungskreis (Vollkonsolidierung) gehören:

Name des Unternehmens, Sitz Obergesellschaft (lfd. Nr.) Anteile am Kapital
in %
1. Kampmann Group GmbH, Lingen (Ems), Deutschland --
2. Kampmann GmbH & Co. KG, Lingen (Ems), Deutschland 1. 100,0
3. Kampmann Beteiligungsgesellschaft mbH, Lingen (Ems), Deutschland 1. 100,0
4. Kampmann Polska Sp. z. o. o., Leczyca, Polen 1. 100,0
5. Kampmann HVAC Sp. z. o. o., Leczyca, Polen 1. 100,0
6. Nova Apparate GmbH, Donaueschingen, Deutschland 1. 74,9
7. Kampmann UK Ltd., Shepperton, Großbritanien 1. 100,0
8. Kampmann Heating, Cooling, Ventilation Ltd., Vancouver, Kanada 1. 60,0
9. Hospitality Development Service GmbH & Co. KG, Garching, Deutschland 1. 100,0
10. Hospitality Development Service Verwaltungs GmbH, Oberschleißheim, Deutschland 1. 100,0
11. Klimakontor Kampmann GmbH, Berlin, Deutschland 1. 100,0

Mit dem Verschmelzungsvertrag vom 16. Februar 2022 wurde die emco Klima GmbH mit Sitz in Lingen (Ems) auf die Kampmann GmbH & Co. KG verschmolzen.

Darüber hinaus sind im Jahr 2022 keine Veränderungen im Konsolidierungskreis zu verzeichnen.

Assoziierte Unternehmen

Die Kampmann Group GmbH hält seit 2021 Anteile an folgendem, assoziierten Unternehmen:

• Mana Farms GmbH, Leipzig, 20 %.

Die im Vorjahr unter den Beteiligungen an assoziierten Unternehmen ausgewiesene Zenesis GmbH (30 %) mit Sitz in Leipzig wird in 2022 aufgrund eines wertaufhellenden Ereignisses durch den Verkauf von Anteilen in 2023 nicht nach der Equity-Methode, sondern zu fortgeführten Anschaffungskosten unter dem Bilanzposten Sonstige Beteiligungen ausgewiesen.

III. Angaben zu den Konsolidierungsmethoden

Die Kampmann Group GmbH ist das den Konzernabschluss aufstellende Mutterunternehmen. Der Konzernabschluss wurde gemäß §§ 290 ff. HGB aufgestellt.

Bei sämtlichen in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen entspricht der Stichtag des Einzelabschlusses dem Stichtag des Konzernabschlusses.

Die Abschlüsse wurden zunächst nach den jeweils geltenden nationalen Rechnungslegungsvorschriften aufgestellt. Soweit Abweichungen von den Bilanzierungsvorschriften des HGB bestanden, wurden entsprechende Anpassungen an die von der Kampmann Group GmbH angewandten Vorschriften vorgenommen.

Die Vermögensgegenstände, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten sowie die Erträge und Aufwendungen der in den Konzernabschluss vollständig einbezogenen Unternehmen wurden unter Anwendung folgender Maßnahmen zum Konzernabschluss zusammengefasst.

Die Kapitalkonsolidierung wird bei den Tochtergesellschaften, die bereits vor dem 01.01.2010 im Konsolidierungskreis der Kampmann Group GmbH enthalten waren, nach der Buchwertmethode durch Verrechnung der Beteiligungsbuchwerte der Muttergesellschaft mit dem anteiligen Eigenkapital der Tochterunternehmen zum Zeitpunkt ihrer erstmaligen Einbeziehung in den Konzernabschluss durchgeführt (Art. 66 Abs. 3 Satz 4 EGHGB).

Für Tochtergesellschaften, die nach dem 01.01.2010 in den Konsolidierungskreis der Kampmann Group GmbH aufgenommen werden, wird die Neubewertungsmethode nach § 301 HGB angewandt. Hierbei wurde der durch die Kampmann Group GmbH gezahlte Kaufpreis mit dem anteiligen Zeitwert des Eigenkapitals des Tochterunternehmens zu dem Zeitpunkt verrechnet, zu dem das Unternehmen Tochterunternehmen geworden ist.

Die Aufstockung der Anteile an bereits vollkonsolidierten Tochterunternehmen führten zu keiner Veränderung des Status als Tochterunternehmen. Diese Transaktionen werden im Konzernabschluss als Erwerbsvorgang abgebildet. Hierbei sind die Vermögensgegenstände und Schulden anteilig in Höhe des Zuerwerbs neu zu bewerten.

Verbleibende aktivische Unterschiedsbeträge aus der Kapitalkonsolidierung nach § 301 Abs. 3 HGB werden gemäß § 309 Abs. 1 i. V. m. § 253 HGB als Geschäfts- oder Firmenwert ausgewiesen und linear abgeschrieben. Sofern sich ein passiver Unterschiedsbetrag gem. § 309 Abs. 2 HGB ergab, wurde dieser auf der Passivseite unter dem Posten "Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung" nach dem Eigenkapital ausgewiesen.

Scheidet eine Tochtergesellschaft aus dem Konsolidierungskreis aus, ist eine Entkonsolidierung durchzuführen. Hierbei sind alle betreffenden Vermögensgegenstände, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten auszubuchen und ein ggf. verbleibender Überschuss ist als Erfolg in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung auszuweisen. In diesem Zusammenhang ist eine auf die ausscheidende Tochtergesellschaft entfallende Eigenkapitaldifferenz aus der Währungsumrechnung erfolgswirksam aufzulösen (§ 308a Satz 4 HGB). Der entstehende Unterschied zwischen dem Veräußerungspreis einerseits und dem zum Abgangszeitpunkt fortgeschriebenen Reinvermögen zu Konzernbuchwerten andererseits ist ergebniswirksam als Veräußerungsgewinn bzw. -verlust im Posten sonstige betriebliche Erträge bzw. Aufwendungen der GuV zu erfassen.

Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den einbezogenen Unternehmen wurden gemäß § 303 Abs. 1 HGB eliminiert, Aufwendungen und Erträge gemäß § 305 HGB.

Für Anteile fremder Gesellschafter an in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen wird in der Konzernbilanz ein Ausgleichsposten in Höhe des Anteils der fremden Gesellschafter am Eigenkapital unter der Bezeichnung "nicht beherrschende Anteile" ausgewiesen. Der im Konzernjahresergebnis enthaltene, anderen Gesellschaftern zustehende Gewinn oder auf sie entfallende Verlust wird in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung nach dem Posten "Konzernjahresüberschuss" ebenfalls unter entsprechender Bezeichnung gesondert ausgewiesen.

Die aktiven latenten Steuern wurden bilanziell mit den passiven latenten Steuern verrechnet.

Die Behandlung der Zwischenergebnisse erfolgt gem. § 304 HGB.

Die nach der Equity-Methode bewerteten Beteiligungen werden beim Erwerb mit den Anschaffungskosten bewertet und in der Konzernbilanz unter dem Posten "Beteiligungen an assoziierten Unternehmen" ausgewiesen. Der Unterschiedsbetrag zwischen dem anteiligen Eigenkapital und dem Buchwert wird laut § 312 HGB Abs. 1 Satz 2 im Konzernanhang angegeben. Der Buchwert wird gemäß § 312 Abs. 4 HGB jährlich um die anteiligen Ergebnisse, ausgeschütteten Dividenden oder sonstigen Eigenkapitalveränderungen erhöht bzw. vermindert. Bei Hinweisen auf einen dauerhaft niedrigeren Wert einer Beteiligung wird eine ergebniswirksame Wertminderung vorgenommen. Das anteilige Jahresergebnis wird in der GuV unter den Posten "Aufwendungen aus Beteiligungen an assoziierten Unternehmen" gesondert aufgeführt (§ 312 Abs. 4 HGB).

IV. Währungsumrechnung

Im Konzernabschluss erfolgt die Umrechnung der Bilanzposten aller ausländischen Tochterunternehmen von der jeweiligen Landeswährung in Euro nach der modifizierten Stichtagskursmethode gemäß § 308a HGB. Dabei werden alle Bilanzposten der einbezogenen ausländischen Tochterunternehmen mit Ausnahme des Eigenkapitals, das zu historischen Kursen umgerechnet wird, mit dem jeweiligen Devisenkassamittelkurs des Bilanzstichtags in Euro umgerechnet. Die aus der Veränderung der Devisenkurse zu den Vorjahren entstehenden Differenzen aus der Umrechnung von Bilanzposten werden erfolgsneutral in den Eigenkapitalposten "Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung" eingestellt.

Aufwands- und Ertragsposten werden mit Jahresdurchschnittskursen umgerechnet.

Die sich bei der Umrechnung zu Jahresdurchschnittskursen und Kursen zum Bilanzstichtag ergebende Differenz wird mit dem Eigenkapitalposten "Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung" verrechnet.

V. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bewertung wird grundsätzlich unter Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit (§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB) vorgenommen.

Selbst erstellte immaterielle Vermögensgegenstände wurden aktiviert. Die immateriellen Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen (bei einer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer von bis zu fünf Jahren) bewertet.

Die Sachanlagen wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Abschreibungen auf Neuzugänge ab dem Jahr 2010 erfolgen nach der linearen Methode. Die planmäßigen Abschreibungen auf den Altbestand wurden nach der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände sowohl linear als auch degressiv vorgenommen. Abnutzbare bewegliche Wirtschaftsgüter, die einer selbständigen Nutzung fähig sind und deren Anschaffungskosten 800,00 € nicht übersteigen, werden im Zugangsjahr vollständig abgeschrieben. Soweit der nach vorstehenden Grundsätzen ermittelte Wert von Gegenständen des Anlagevermögens über dem Wert liegt, der ihm am Abschlussstichtag beizulegen ist, wird dem durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen.

Ab dem Geschäftsjahr 2021 wurde erstmalig Financial-Leasing angewendet. Demnach werden die entsprechenden Anlagengüter beim Leasingnehmer aktiviert. Die Bewertung der Anschaffungskosten erfolgt in Höhe der abdiskontierten Leasingraten.

Bei den Finanzanlagen wurden die bilanzierten Anteilsrechte mit den Anschaffungskosten bzw. mit dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgte zu Einstandspreisen unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips.

Unfertige und fertige Erzeugnisse werden neben den Material- und Fertigungseinzelkosten mit den angemessenen Teilen der Material- und Fertigungsgemeinkosten bewertet. Das strenge Niederstwertprinzip wird beachtet.

Die zugekauften Waren (Handelswaren) werden zu Einstandspreisen unter Berücksichtigung von Anschaffungskostenminderungen (Skonti, Boni) entsprechend des strengen Niederstwertprinzips bewertet.

Die Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt worden. Erkennbare Einzelrisiken wurden durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurde eine Pauschalwertberichtigung von 2 % der nicht einzelwertberichtigten Nettoforderungen gebildet.

Flüssige Mittel werden mit den Nominalwerten angesetzt.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

Die Steuerrückstellungen und sonstige Rückstellungen enthalten alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt.

Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechendem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben bzw. zehn Geschäftsjahre abgezinst.

Die detaillierten Angaben zu den Pensions- und Altersteilzeitverpflichtungen sowie zu den latenten Steuern sind unter den Erläuterungen zu einzelnen Posten der Konzernbilanz dargelegt.

Verbindlichkeiten wurden mit den Erfüllungsbeträgen angesetzt.

Im Rahmen des Financial Leasings werden neben den Anschaffungskosten der Leasinggegenstände auch Verbindlichkeiten gegenüber dem Leasinggeber angesetzt. Die Bewertung erfolgt in gleicher Höhe wie die Anschaffungskosten.

VI. Angaben zur Konzernbilanz

1. Anlagevermögen

Die Gliederung und Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2022 ergibt sich aus dem als Anlage beigefügten Konzernanlagenspiegel.

2. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen

Aufgrund des anteiligen Jahresergebnisses wurde der Beteiligungsbuchwert von den assoziierten Unternehmen im Geschäftsjahr 2022 vollständig auf 0 € abgeschrieben.

3. Forschungs- und Entwicklungskosten

Der Gesamtbetrag der Forschungs- und Entwicklungskosten des Geschäftsjahres betrug 925,6 T€; davon entfällt auf die aktivierten selbst geschaffenen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens (Entwicklungskosten) ein Betrag von 741,5 T€.

4. Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital lautet auf Euro und beträgt zum Bilanzstichtag 3.500 T€.

Der Bilanzgewinn enthält einen Konzerngewinnvortrag in Höhe von 53.632 T€ (Vorjahr 49.248 T€).

Die Entwicklung des Konzerneigenkapitals ist als Anlage 4 zum Konzernabschluss durch den Konzern-Eigenkapitalspiegel dargestellt.

5. Pensionsrückstellungen

Die Bewertung der Pensionsrückstellungen wurde nach dem "Projected Unit Credit"-Verfahren durchgeführt. Als Berechnungsgrundlagen wurden die "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck zugrunde gelegt. Unter Anwendung des Vereinfachungsverfahrens gem. § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB wurde ein Rechnungszins per 31.12.2022 von 1,79 % sowie Einkommens- und Gehaltstrends von 0,0 % bis 2,0 % p. a., bei der Rentendynamik 0,0 % bis 1,0 % berücksichtigt.

Die Pensionsrückstellungen, die die Voraussetzungen gem. § 246 Abs. 2 HGB erfüllen, wurden mit den entsprechenden Vermögensgegenständen verrechnet. Der beizulegende Zeitwert der verrechneten Vermögensgegenstände entspricht den fortgeführten Anschaffungskosten.

Erfüllungsbeträge Pensionsrückstellungen 2.291.445,06
beizulegender Zeitwert Rückdeckungsversicherung -908.339,57
Unterschiedsbetrag 1.383.105,49

Es wurden Zinsaufwendungen in Höhe von 91,2 T€ mit Erträgen in Höhe von 36,4 T€ saldiert.

Der Unterschiedsbetrag, der sich zwischen der sieben- und zehnjährigen Durchschnittsbetrachtung ergibt, unterliegt einer Ausschüttungssperre (siehe unter Tz. 11).

6. Rückstellungen für Altersteilzeit

Zur Berechnung der Rückstellungen für Altersteilzeit wurden die "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck zugrunde gelegt. Nach § 253 Abs. 2 HGB wurden die Rückstellungen mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechendem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Weiterhin wurde ein Gehaltstrend von 2,5 % sowie ein Trend zur Beitragsbemessungsgrenze der Sozialversicherung von 1,5 % berücksichtigt. Die Rückstellungen für Altersteilzeit wurden gem. § 246 Abs. 2 HGB mit den entsprechenden Vermögensgegenständen verrechnet. Der beizulegende Zeitwert der verrechneten Vermögensgegenstände (fortgeführte Anschaffungskosten) beträgt per 31.12.2022 164,4 T€ und steht einem Erfüllungsbetrag in Höhe von 262,2 T€ gegenüber. Hierbei wurden Erträge in Höhe von 2,5 T€ mit Zinsaufwendungen in Höhe von 1,2 T€ saldiert.

7. sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen setzen sich insgesamt wie folgt zusammen:

2022
T€
2021
T€
Urlaub und Überstunden 1.792 1.683
Gewährleistungen 890 783
ausstehende Rechnungen 492 379
drohende Verluste aus schwebenden Geschäften 209 14
Bonusverpflichtungen 410 348
übrige 1.304 1.318
5.097 4.525

8. Verbindlichkeiten

Die Struktur, Restlaufzeiten sowie die gegebenen Sicherheiten der Verbindlichkeiten lassen sich aus dem als Anlage beigefügten Verbindlichkeitenspiegel entnehmen.

9. Latente Steuern

Aktive latente Steuern wurden mit den passiven latenten Steuern saldiert. Weiterhin wurden auf Konzernebene latente Steuern auf Schuldenkonsolidierung, Zwischenergebniseliminierungen sowie Aufwands- und Ertragskonsolidierungen gebildet.

Vor Saldierung betragen die aktiven latenten Steuern 453,1 T€. Sie betreffen Differenzen zwischen handelsrechtlichem und steuerrechtlichem Bilanzansatz bezüglich der Pensionsrückstellungen sowie den sonstigen Rückstellungen in den jeweiligen Einzelabschlüssen. Zudem betreffen sie auf Konzernebene die Schuldenkonsolidierung, Zwischenergebniseliminierungen hinsichtlich des Anlage- und Vorratsvermögens sowie die Aufwands- und Ertragskonsolidierung.

Die passiven latenten Steuern betragen per 31. Dezember 2022 754,1 T€ und betreffen im Wesentlichen Unterschiedsbeträge aus der Aktivierung von selbst geschaffenen gewerblichen Schutzrechten und ähnlichen Rechten und Werten i. S. d. § 248 (2) HGB.

Die Berechnung der latenten Steuern erfolgt mit den jeweiligen landesspezifischen Steuersätzen. Die angewandten Ertragssteuersätze der einzelnen Länder variieren zwischen 20 % und 30 %.

Die Entwicklung der latenten Steuersalden stellt sich wie folgt dar:

01.01.2022
T€
Veränderung
T€
31.12.2022
T€
aktive latente Steuern 480,9 -27,8 453,1
passive latente Steuern -686,9 -67,2 -754,1
saldierter Ausweis -206,0 -95,0 -301,0

10. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die Verpflichtungen aus Leasingverträgen für bewegliche Wirtschaftsgüter (Kraftfahrzeuge, Maschinen, Büroeinrichtungen) mit vereinbarten Restlaufzeiten betragen insgesamt 2.052,4 T€ netto.

Die Verpflichtungen aus Dienstleistungen mit bestimmten Laufzeiten betragen 3.431,0 T€ netto.

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus Mietverträgen betragen für 2023 1.291,4 T€ sowie ab 2024 1.251,4 T€ p. a.. Von 2027 bis 2031 betragen die finanziellen Verpflichtungen aus Mietverträgen für ein Tochterunternehmen 2.340,3 T€.

Die Leasinggeschäfte dienen der Erzielung von Steuervorteilen. Weitere Vorteile sind in der kurzen Vertragsbindung zu sehen, da sowohl die Maschinen und Kraftfahrzeuge als auch die Betriebs- und Geschäftsausstattung bei eintretendem technischem Fortschritt ausgetauscht werden können. Risiken bestehen in der unkündbaren Grundmietzeit sowie in den höheren Refinanzierungskosten.

11. Ausschüttungssperre

Der Gesamtbetrag der ausschüttungsgesperrten Beträge beläuft sich auf 2.167,1 T€ und berechnet sich wie folgt:

T€
Aktivierte selbst erstellte immaterielle 2.205,2
Vermögensgegenstände des Anlagevermögens
./. darauf gebildete passive latente Steuern 661,6
aktive latente Steuern 453,1
./. passive latente Steuern 92,5
Unterschiedsbetrag Pensionsrückstellung 262,9
Sperrbetrag 2.167,1

Der Unterschiedsbetrag Pensionsrückstellung ergibt sich als Differenzbetrag zwischen der sieben- und zehnjährigen Durchschnittsbetrachtung für die Diskontierung der Pensionsrückstellungen.

VII. Erläuterungen zur Konzerngewinn- und Verlustrechnung

1. Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse in Höhe von 158,9 T€ setzen sich zusammen aus Inlandserlösen (131,0 Mio. €) und Auslandserlösen (27,9 Mio. €). Die darin enthaltenen Erträge von außergewöhnlicher Größenordnung oder Bedeutung sowie Erträge, die einem anderen Geschäftsjahr zuzurechnen sind, sind in den Angaben nach § 314 Nr. 23 und Nr. 24 HGB aufgeführt.

2. Sonstige betriebliche Erträge u. sonstige betriebliche Aufwendungen

Die in diesen Positionen enthaltenen Erträge bzw. Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung oder Bedeutung sowie Erträge, die einem anderen Geschäftsjahr zuzurechnen sind, sind in den Angaben nach § 285 Nr. 31 und Nr. 32 HGB aufgeführt.

3. Angaben nach § 285 Nr. 31 und Nr. 32 HGB

Im Geschäftsjahr 2022 hatte die Kampmann Group GmbH Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung für das 50-jährige Firmenjubiläum (546,0 T€), für die Zahlung eines überdurchschnittlichen Zusatzgeldes gemäß dem Tarifvertrag (291,1 T€) sowie durch die Bildung einer Drohverlustrückstellung (208,6 T€).

4. Aufwendungen aus Beteiligungen an assoziierten Unternehmen

Die Aufwendungen aus Beteiligungen an assoziierten Unternehmen beinhalten die vollständige Abschreibung des Beteiligungsbuchwertes in Höhe von 18,7 T€ aufgrund des aus der Equity Bewertung resultierenden anteiligen Jahresergebnisses.

5. nicht beherrschende Anteile

Unter der Position nicht beherrschende Anteile wurden insgesamt Ergebnisanteile in Höhe von -111,6 T€ erfasst.

VIII. Erläuterungen zur Konzern-Kapitalflussrechnung

Die nach der indirekten Methode erstellte Kapitalflussrechnung zeigt gem. DRS 21 (Kapitalflussrechnung), wie sich die Zahlungsmittel im Laufe des Berichtsjahres durch Mittelzu- und -abflüsse verändert haben. Dabei unterscheidet die Kapitalflussrechnung zwischen Cashflows aus der laufenden Geschäftstätigkeit, aus der Investitionstätigkeit sowie aus der Finanzierungstätigkeit.

Die Zusammensetzung des Zahlungsmittelbestandes ergibt sich im Anschluss an die Kapitalflussrechnung. Dabei werden jederzeit fällige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten offen abgesetzt.

Die zahlungsunwirksamen Aufwendungen und Erträge beinhalten Währungsdifferenzen aus dem Anlagevermögen in Höhe von 65 T€ sowie aus dem Eigenkapital in Höhe von -294 T€.

IX. Sonstige Angaben

1. Arbeitnehmer

Im Geschäftsjahr 2022 waren durchschnittlich 951 Arbeitnehmer (ohne Auszubildende und Geschäftsführung) beschäftigt, die sich wie folgt aufteilen:

Angestellte 558
gewerbliche Arbeitnehmer 393
Anzahl Arbeitnehmer 951

2. Geschäftsführervergütungen

Auf die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführer sowie auf die Angabe der Gesamtbezüge an frühere Mitglieder der Geschäftsführung gem. § 314 Abs. 1 Nr. 6 a HGB haben wir gem. § 314 Abs. 3 i. V. m. § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

3. Angaben über die Mitglieder der Unternehmensorgane

Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurden die Geschäfte des Unternehmens durch Herrn Hendrik Kampmann, Diplom-Kaufmann, Lingen (Ems), geführt.

Auf die Angaben der gebildeten Pensionsrückstellungen für Mitglieder der Unternehmensorgane und frühere Mitglieder nach § 314 Abs. 1 Nr. 6a HGB haben wir gem. § 314 Abs. 3 i. V. m. § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

4. Inanspruchnahme von Erleichterungsvorschriften

Für das Geschäftsjahr 2022 werden die Befreiungsvorschriften der § 264 Abs. 3 HGB und § 264b HGB hinsichtlich der Offenlegung des Jahresabschlusses für folgende Gesellschaften des Konzerns in Anspruch genommen:

• Kampmann GmbH & Co. KG, Lingen (Ems)

• Klimakontor Kampmann GmbH, Berlin

• Hospitality Development Service GmbH & Co. KG, Garching

5. Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen

Art der Beziehung: T€
nahestehende Unternehmen
Umsatzerlöse 9,2
Zinserträge aus Darlehen 7,1
Zinsaufwendungen für Darlehen 4,7
sonstige betriebliche Aufwendungen aus Mieten 746,1
gewährte Darlehen 1.064,6
In Anspruch genommene Darlehen nahestehende Personen 405,1
Sonstige betriebliche Aufwendungen aus dem Bezug von Dienstleistungen 189,8
Zinsaufwendungen für Darlehen 133,5
In Anspruch genommene Darlehen 1.339,0

Die Aufstellung enthält sämtliche wesentliche Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen.

6. Gesamthonorar des Abschlussprüfers

Die vom Konzernabschlussprüfer berechneten Honorare im Geschäftsjahr 2022 beinhalten ausschließlich Abschlussprüfungsleistungen und betragen insgesamt 69,3 T€.

7. Vorschlag über die Ergebnisverwendung des Mutterunternehmens

Die Gewinn- und Verlustrechnung des Mutterunternehmens schließt mit einem Jahresüberschuss von 9.328.250,23 € ab.

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss auf neue Rechnung vorzutragen.

8. Nachtragsbericht

Nach Schluss des Geschäftsjahres sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind.

 

Lingen (Ems), 17.07.2023

Hendrik Kampmann

Konzernanlagenspiegel 2022

kumulierte Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand 01.01.2022
Änderungen im Konsolidierungskreis 2022
Zugänge 2022
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 4.919.302,66 0,00 741.508,47
2. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 14.003.216,28 0,00 482.105,80
3. Geschäfts- oder Firmenwert 5.585.692,21 0,00 0,00
4. geleistete Anzahlungen 204.489,61 0,00 544.413,16
24.712.700,76 0,00 1.768.027,43
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 37.805.522,30 0,00 70.559,55
2. technische Anlagen und Maschinen 16.914.124,59 0,00 530.225,64
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 13.318.028,24 0,00 1.107.694,62
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 612.868,43 0,00 418.033,63
68.650.543,56 0,00 2.126.513,44
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 185.000,00 0,00 15.000,00
2. sonstige Beteiligungen 0,00 0,00 60.000,00
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00 0,00 118.976,88
4. sonstige Ausleihungen 500,00 0,00 0,00
185.500,00 0,00 193.976,88
93.548.744,32 0,00 4.088.517,75
kumulierte Anschaffungs- und Herstellungskosten
Umbuchungen 2022
Währungsdifferenzen 2022
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 0,00 0,00
2. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 204.489,61 -1.161,88
3. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 0,00
4. geleistete Anzahlungen -204.489,61 0,00
0,00 -1.161,88
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 -69.135,28
2. technische Anlagen und Maschinen 278.497,04 -38.368,18
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 55.442,10 -12.209,27
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau -333.939,14 -1.161,06
0,00 -120.873,79
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen -80.000,00 0,00
2. sonstige Beteiligungen 80.000,00 0,00
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00 0,00
4. sonstige Ausleihungen 0,00 0,00
0,00 0,00
0,00 -122.035,67
kumulierte Abschreibungen
Abgänge 2022
Stand 31.12.2022
Stand 01.01.2022
Änderungen im Konsolidierungskreis 2022
Zugänge 2022
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 0,00 5.660.811,13 2.910.289,80 0,00 545.347,28
2. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 260.725,62 14.427.924,19 11.777.332,07 0,00 954.361,32
3. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 5.585.692,21 5.585.692,21 0,00 0,00
4. geleistete Anzahlungen 0,00 544.413,16 0,00 0,00 0,00
260.725,62 26.218.840,69 20.273.314,08 0,00 1.499.708,60
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 37.806.946,57 22.893.912,11 0,00 902.258,24
2. technische Anlagen und Maschinen 174.818,19 17.509.660,90 8.464.174,26 0,00 1.010.658,89
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 261.923,16 14.207.032,53 10.608.076,10 0,00 869.989,31
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 695.801,86 0,00 0,00 0,00
436.741,35 70.219.441,86 41.966.162,47 0,00 2.782.906,44
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 0,00 120.000,00 101.287,80 18.712,20
2. sonstige Beteiligungen 0,00 140.000,00 0,00 0,00
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 1.782,06 117.194,82 0,00 0,00
4. sonstige Ausleihungen 0,00 500,00 0,00 0,00 0,00
1.782,06 377.694,82 101.287,80 0,00 18.712,20
699.249,03 96.815.977,37 62.340.764,35 0,00 4.301.327,24
Umbuchungen 2022
Währungsdifferenzen 2022
Abgänge 2022
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 0,00 0,00 0,00
2. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 -1.250,93 197.187,00
3. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 0,00 0,00
4. geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00
0,00 -1.250,93 197.187,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 -21.955,60 0,00
2. technische Anlagen und Maschinen 0,00 -22.708,90 0,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 -11.636,69 204.593,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00
0,00 -56.301,19 204.593,00
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 0,00 0,00 0,00
2. sonstige Beteiligungen 0,00 0,00 0,00
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00 0,00 0,00
4. sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00
0,00 -57.552,12 401.780,00
Zuschreibungen 2022
Stand 31.12.2022
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 0,00 3.455.637,08
2. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 12.533.255,46
3. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 5.585.692,21
4. geleistete Anzahlungen 0,00 0,00
0,00 21.574.584,75
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 23.774.214,75
2. technische Anlagen und Maschinen 0,00 9.452.124,25
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 11.261.835,72
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00
0,00 44.488.174,72
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 0,00 120.000,00
2. sonstige Beteiligungen 0,00 0,00
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00 0,00
4. sonstige Ausleihungen 0,00 0,00
0,00 120.000,00
0,00 66.182.759,47
Buchwerte
Stand 31.12.2022
Stand 31.12.2021
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 2.205.174,05 2.009.012,86
2. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.894.668,73 2.225.884,21
3. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 0,00
4. geleistete Anzahlungen 544.413,16 204.489,61
4.644.255,94 4.439.386,68
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 14.032.731,82 14.911.610,19
2. technische Anlagen und Maschinen 8.057.536,65 8.449.950,33
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.945.196,81 2.709.952,14
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 695.801,86 612.868,43
25.731.267,14 26.684.381,09
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 0,00 83.712,20
2. sonstige Beteiligungen 140.000,00 0,00
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 117.194,82 0,00
4. sonstige Ausleihungen 500,00 500,00
257.694,82 84.212,20
30.633.217,90 31.207.979,97

Verbindlichkeitenspiegel zum 31. Dezember 2022

Restlaufzeit *
31.12.2022 *
bis zu 1 Jahr
über 1 Jahr
davon über 5 Jahre
davongesichert
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 4.177.907,87 1.527.690,58 2.650.217,29 859.468,10 X **
(5.105.945,46) (1.828.992,69) (3.276.952,77) (1.106.513,31)
erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 790.605,70 790.605,70 0,00 0,00
(619.779,19) (619.779,19) (0,00) (0,00)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.528.989,15 3.528.989,15 0,00 0,00
(3.422.911,37) (3.422.911,37) (0,00) (0,00)
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 0,00 0,00 0,00 0,00
(5,60) (5,60) (0,00) (0,00)
sonstige Verbindlichkeiten 4.754.886,45 3.419.886,45 1.335.000,00 0,00
(3.755.430,13) (2.420.430,13) (1.335.000,00) (0,00)
13.252.389,17 9.267.171,88 3.985.217,29 859.468,10
(12.904.071,75) (8.292.118,98) (4.611.952,77) (1.106.513,31)

* Die entsprechenden Vorjahreswerte sind in Klammern angegeben.

** Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 4.177.907,87 € sind durch Grundschulden in Höhe von insgesamt 613.482,17 € und in Höhe von 3.108.665,00 € durch Sicherungsübereignung von Maschinen gesichert.

Konzernkapitalflussrechnung zum 31. Dezember 2022

2022
T€
1. Konzernjahresüberschuss 8.819
2. Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 4.302
3. Zunahme der Rückstellungen 440
4. sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge -230
Cashflow 13.331
5. Zunahme der Vorräte -5.985
6. Zunahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen -646
7. Zunahme sonstige Vermögensgegenstände sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -1.447
8. Zunahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und erhaltenen Anzahlungen 276
9. Zunahme der sonstigen Verbindlichkeiten sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 627
10. Gewinne/Verluste aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens -4
11. Zinsaufwendungen/Zinserträge 352
12. Ertragsteueraufwand/-ertrag 4.000
13. Ertragsteuerzahlungen -2.365
14. Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 8.138
15. Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -1.768
16. Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 302
17. Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -2.126
18. Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen -194
19. Erhaltene Zinsen 16
20. Einzahlungen aus dem Abgang von Deckungsvermögen 82
21. Auszahlungen für den Erwerb von Deckungsvermögen 0
22. Cashflow aus der Investitionstätigkeit -3.687
23. Einzahlungen aus der Begebung von Anleihen und der Aufnahme von (Finanz-)Krediten 897
24. Auszahlung aus der Tilgung von Anleihen und (Finanz-)Krediten -1.825
25. gezahlte Zinsen -254
26. Gezahlte Dividenden an Gesellschafter des Mutterunternehmens 0
27. Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -1.182
28. Veränderung des Finanzmittelfonds 3.269
29. Finanzmittelfonds am 01.01.2022 10.820
30. Finanzmittelfonds am 31.12.2022 14.089
2022
T€
Zusammensetzung Finanzmittelfonds
Anfangsbestand
Zahlungsmittel und Zahlungsäquivalente 10.820
jederzeit fällige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 10.820
Endbestand
Zahlungsmittel und Zahlungsäquivalente 14.089
jederzeit fällige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 14.089

Konzerneigenkapitalspiegel zum 31. Dezember 2022

Mutterunternehmen
Kumuliertes übriges Eigenkapital
Gezeichnetes Kapital
T€
Erwirtschaftetes Konzerneigenkapital
T€
Eigenkapitaldifferenz aus der Währungsumrechnung
T€
Eigenkapital
T€
Stand am 01.01.2021 3.500 49.248 -853 51.895
Gezahlte Dividenden 0 -500 0 -500
Änderungen des Konsolidierungskreises 0 0 0 0
Übrige Veränderungen 0 0 6 6
Konzernjahresüberschuss 0 4.884 0 4.884
Stand am 31.12.2021 3.500 53.632 -847 56.285
davon:
gesetzliche Ausschüttungssperren 2.168
für Ausschüttungen verfügbar 51.464
Stand am 01.01.2022 3.500 53.632 -847 56.285
Gezahlte Dividenden 0 0 0 0
Änderungen des Konsolidierungskreises 0 0 0 0
Übrige Veränderungen 0 0 -286 -286
Konzernjahresüberschuss 0 8.931 0 8.931
Stand am 31.12.2022 3.500 62.563 -1.133 64.930
davon:
gesetzliche Ausschüttungssperren 2.147
für Ausschüttungen verfügbar 60.416
Minderheitsgesellschafter Konzerneigenkapital
Minderheitenkapital
T€ T€
Stand am 01.01.2021 1.410 53.305
Gezahlte Dividenden 0 -500
Änderungen des Konsolidierungskreises 0 0
Übrige Veränderungen 8 14
Konzernjahresüberschuss -113 4.771
Stand am 31.12.2021 1.305 57.590
davon:
gesetzliche Ausschüttungssperren 31
für Ausschüttungen verfügbar 1.274
Stand am 01.01.2022 1.305 57.590
Gezahlte Dividenden 0 0
Änderungen des Konsolidierungskreises 0 0
Übrige Veränderungen -8 -294
Konzernjahresüberschuss -112 8.819
Stand am 31.12.2022 1.185 66.115
davon:
gesetzliche Ausschüttungssperren 20
für Ausschüttungen verfügbar 1.165

 

Lingen (Ems), 17. Juli 2023

Hendrik Kampmann, Geschäftsführer

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Kampmann GmbH, Lingen (Ems)

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der Kampmann Group GmbH, Lingen, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Kampmann Group GmbH, Lingen, für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2022 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 und

• vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

• holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

• beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Lingen (Ems), den 24. Juli 2023

GEHRING & KOLLEGEN GMBH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

T. Merswolken, Wirtschaftsprüfer

ppa. J. Köbbe, Wirtschaftsprüferin

Die Billigung des Konzernabschlusses erfolgte am 24. Juli 2023.

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