Tätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Möbeln
Plock GmbH
Gewerbepark Spörerau 13, 85368 Wang, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Markus Plock seit 10.4.2019 | Geschäftsführer |
Stefanie Neudecker seit 10.4.2019 | Geschäftsführer |
Heiko Plock seit 5.10.2001 | Geschäftsführer |
Inge Plock seit 5.10.2001 | Geschäftsführer |
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Plock GmbHWangJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.07.2017 bis zum 30.06.2018Lagebericht1. Grundlagen des Unternehmens 1.1 Geschäftsmodell, Organisationsstruktur und Geschäftstätigkeit Im Jahr 1999 wurde die Gesellschaft in Mauern, im Landkreis Freising, gegründet (ca. 20 km zum Flughafen München). Seit Beginn befasst sich die Gesellschaft mit dem Handel von Papierwaren - Gastronomieprodukten - Reinigungsmittel - Spendersystemen - Werbedrucken u.v.m. Mit den Erfahrungen und Kontakten von fast 20-jähriger Tätigkeit in der Branche, kann die Gesellschaft mittlerweile auf leistungsstarke Lieferanten und Produzenten in Europa und Asien zurückgreifen. Die Gesellschaft ist über die vergangenen Jahre kontinuierlich gewachsen. Zur Unterstützung und Absicherung des Wachstumsprozesses ist die Gesellschaft in den letzten Jahren verstärkt dazu übergegangen, die Endprodukte bei Auftragsfertigungsunternehmen in Europa und Asien produzieren zu lassen. In Verbindung mit mehreren Logistikunternehmen kann zum Teil "über Nacht" Ware von unseren Auftragsfertigungs- und Handelspartnern, beispielsweise in Italien und der Slowakei, abgerufen werden, und innerhalb 48 Stunden aus unserem zentralen Lager bei Moosburg a.d. Isar an den Kunden/Handel weitergeleitet werden. Der Kunde kann kurzfristig Ware ordern und hält damit seinen Lagerbestand überschaubar und hat die Kosten im Griff. Bei unseren in Asien gefertigten Produkten arbeiten wir intensiv mit international erfahrenen Logistikunternehmen zusammen, um dauerhaft die Lieferfähigkeit aufrechterhalten zu können. Die besondere Herausforderung bei der Beschaffung dieser Produkte ist die teilweise sehr lange Lieferfrist; ein Bestellvorlauf von bis zu sechs Monaten ist dabei durchaus im Rahmen des Möglichen. Die Produktfamilie Durch die frühe Einführung und die permanente Weiterentwicklung der Handelsmarke FUNNY konnten wir immer mehr Kunden gewinnen, die hervorragende und gleichbleibende Qualität suchen und mit unseren FUNNY-Produkten zu geringen Preisen auch in großen Mengen einkaufen können. In 2008 wurde die Handelsmarke QUICKY ins Leben gerufen, die die bestehende Handelsmarke FUNNY hervorragend ergänzt und die Produktpalette der Plock GmbH erweitert und optimiert. Mit Einführung der Marke FUNNYcare speziell für Pflegeprodukte gelang es in 2011 das Produktportfolio deutlich zu erweitern. Die Einführung der Marken SEMYtop und SEMYcare im Jahr 2012 rundet die aktuelle Produktfamilie ab. Unser Erfolg beruht nach wie vor auf der termingerechten und schnellen Beschaffung, Herstellung und Zwischenlagerung unserer Produkte, den erfolgreichen Vertrieb und das permanente Marketing für unsere Markenproduktfamilien FUNNY, QUICKY und SEMYTop/ SEMYCare. Seit 2017 werden ergänzend zu unserem eigenen Produkten Produkte der Drittmarke BULKY SOFT vertrieben. Diese Produktlinie umfasst Toilettenpapier, Handtuchpapier und -rollen, Industriepapier und in großer Auswahl Servietten und weitere Tischbekleidung. Dazu werden die jeweiligen Spender angeboten. Die Produkte werden aus reinem Zellstoff hergestellt und sind im Luxus-Segment angesiedelt. Wesentliche Absatzmärkte und unsere Wettbewerbsposition Der Vertrieb unserer Produkte erfolgt an Wiederverkäufer vor allem in Deutschland und den Ländern der EU sowie in viele weitere Länder weltweit. Der Hygieneartikelmarkt wird von vier großen Herstellern beherrscht, wobei ein Anbieter mit rund 30 % den größten Marktanteil hält. Die Plock GmbH hat sich nach Ansicht der Unternehmensleitung sowohl mit ihren Strategien als auch Produkten eine respektable Position auf dem hart umkämpften Markt verschafft. Wesentliche externe Einflussfaktoren auf die Geschäftsentwicklung Einfluss auf unsere Geschäftsentwicklung haben grundsätzlich auch die globale Wirtschaftslage, insbesondere aber die stark schwankenden Wechselkurse und die Verfügbarkeit von Produktionskapazitäten bei unseren Fertigungspartnern. 1.2 Ziele und Strategien Die Plock GmbH setzt weiter auf langfristiges Wachstum, wobei das Hauptaugenmerk aber auf der Profitabilität liegt. Gefördert wird die Unternehmensentwicklung zudem durch Aktivitäten außerhalb des Unternehmens. Dazu zählen die Beteiligung an Produktionsunternehmen sowie Investitionen in Direktvermarktungen und den Wachstumsmarkt des digitalen Handels. 1.3 Forschung und Entwicklung; Zweigniederlassungen Die Plock GmbH betreibt keine Forschung und Entwicklung und unterhält keine Zweigniederlassungen. 2. Wirtschaftsbericht 2.1 Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen im Geschäftsjahr 2017/2018 (Quelle: Auszüge und inhaltliche Wiedergabe aus dem Jahresgutachten 2017/2018 "Für eine zukunftsorientierte Wirtschaftspolitik" - Kapitel "Weltwirtschaft im Aufwind" und "Zunehmende Überauslastung der deutschen Wirtschaft" des Sachverständigenrates zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung: erschienen im November 2017, Konjunkturprognose 2018/2019, erschienen im März 2018, Monatsberichte Juni und September 2018 der Bundesbank und der EZB, Pressemitteilung BMWi vom 15.10.2018) Laut Sachverständigenrat (Stand November 2017) ist die Wirtschaft im Euro-Raum in der zweiten Jahreshälfte 2017 weiter kräftig gewachsen. Mit 2,3 % erreichte die Wachstumsrate im Jahr 2017 den höchsten Wert seit dem Vorkrisenjahr 2007. Für das Jahr 2018 hob der Sachverständigenrat seine Prognose von 2,1 auf 2,3 % an. Im Jahr 2019 dürfte sich die Wachstumsrate angesichts der zunehmenden gesamtwirtschaftlichen Auslastung auf 1,9 % reduzieren und sich damit dem geschätzten Potentialwachstum von 1,4 % annähern. Von den großen fortgeschrittenen Volkswirtschaften haben sich die konjunkturellen Wachstumsaussichten des Euro-Raums im Jahresverlauf 2017 am stärksten aufgehellt. Das unerwartet starke Wachstum im Euro-Raum könnte zur Aufwertung des Euro beigetragen haben. Der effektive Wechselkurs des Euro ist im Jahresverlauf 2017 um knapp 7 % gestiegen. In europäischen Wahlen konnten sich in 2017 vorwiegend proeuropäische Parteien durchsetzen, so dass Sorgen um den Zusammenhalt der Europäischen Union nachließen. In China blieb ein Wachstumseinbruch aus. Die verbesserte Stimmung der Unternehmen und Haushalte zeugt von einem gefestigten Vertrauen in die weitere wirtschaftliche Entwicklung. Die expansive Geldpolitik treibt das Wachstum zusätzlich an. Wenngleich sich das Verhältnis von Chancen und Risiken im Herbst 2017 ausgewogener darstellt als vor einem Jahr, bestehen weiterhin zahlreiche Risiken für die Weltwirtschaft. Hierzu zählen steigende geopolitische Spannungen, protektionistische Maßnahmen, wiederkehrende Zweifel an der politischen Stabilität im Euro-Raum sowie ein Wachstumseinbruch in China. Ein weiteres Risiko stellt die Möglichkeit eines stärker als erwarteten Anstiegs der Inflation in den Vereinigten Staaten oder im Euro-Raum dar. Dadurch könnten die Zentralbanken in Zugzwang geraten, die Zinsen zu erhöhen. Dies würde einen geordneten Ausstieg aus der lockeren Geldpolitik erschweren und möglicherweise zu Turbulenzen an den Finanzmärkten führen. In der Konjunkturprognose (Stand März 2018) wird durch den Sachverständigenrat die konjunkturelle Expansionsphase der Weltwirtschaft untermauert. Mit einer Rate von 3,3 % stieg die globale Wirtschaftsleistung im Jahr 2017 kräftiger an als in den vergangenen 5 Jahren. Nahezu alle großen Volkswirtschaften trugen zu dieser Entwicklung bei. So war das Wachstum des realen Bruttoinlandsprodukts (BIP in den Vereinigten Staaten, in China, im Euro-Raum und in Japan im Jahr 2017 höher als im Vorjahr. Die Wachstumsdynamik war in einigen Volkswirtschaften aber noch etwas kräftiger als erwartet, insbesondere im Euro-Raum und den osteuropäischen Mitgliedstaaten der Europäischen Union. Dies trägt dazu bei, dass die Wachstumsprognosen für diese Volkswirtschaften leicht nach oben revidiert werden. Die Bundesbank erwartet in ihrem Monatsbericht Juni 2018 für den Welthandel eine leicht nachlassende Dynamik. Nach einer Steigerung um 5 % im laufenden Jahr wurde für den internationalen Handel (ohne den Euro-Raum) mit einem Plus von 4,5 % im kommenden Jahr und 4 % für 2020 gerechnet. Für die Absatzmärkte der deutschen Exporteure ergibt sich ein vergleichbares Wachstumsprofil mit ähnlichen Raten. Allerdings war zum Prognose-Stichtag noch eine Reihe von Ländern und Wirtschaftsräumen vorübergehend von den neuen Zöllen ausgenommen, die die US-Regierung im März auf Stahl- und Aluminiumimporte verhängt hatte. Die inzwischen unter anderem auf die EU ausgeweiteten Zollverpflichtungen dürften zwar isoliert betrachtet kaum Auswirkungen auf die wirtschaftliche Entwicklung haben. Zusammen mit den Ankündigungen weiterer protektionistischer Maßnahmen haben sie aber das Risiko zusätzlicher Handelshemmnisse mit negativen Auswirkungen auf die Entwicklung des Welthandels und der Weltwirtschaft erhöht. Im Monatsbericht zur EZB-Ratssitzung am 13.09.2018 wird bestätigt, dass sich das Wachstum der Weltwirtschaft im ersten Halbjahr 2018 zwar stetig fortgesetzt hat, sich die Dynamik jedoch abschwächen dürfte. Die fortgeschrittenen Volkswirtschaften profitieren nach wie vor von der akkommodierenden Geldpolitik und den fiskalpolitischen Impulsen in den Vereinigten Staaten. Die Wirtschaftstätigkeit in den rohstoffexportierenden Ländern erhielt zudem Auftrieb durch die Erholung der Rohstoffpreise im Lauf des vergangenen Jahres. Die Finanzierungsbedingungen haben sich jedoch für einige Schwellenländer verschärft. Außerdem hat sich das globale Handelswachstum verlangsamt und die Unsicherheiten im Hinblick auf die künftigen Handelsbeziehungen haben zugenommen. Vor dem Hintergrund schwindender Kapazitätsreserven wird der Inflationsdruck den Erwartungen zufolge weltweit allmählich zunehmen. Gemäß den von Experten der EZB erstellten gesamtwirtschaftlichen Projektionen vom September 2018 wird sich das jährliche Wachstum des weltweiten realen BIP (ohne Eurogebiet) im laufenden Jahr auf 3,9 % beschleunigen und dann 2019 und 2020 auf 3,7 % sinken. Im Monatsbericht September 2018 der EZB bestätigen die jüngsten Konjunkturindikatoren und Umfrageergebnisse das Bild eines anhaltenden, breit angelegten Wirtschaftswachstum im Euro-Währungsgebiet, wenngleich sich die Wirtschaftsleistung nach der dynamischen Entwicklung im Jahr 2017 etwas abgeschwächt hat. Das vierteljährliche Wachstum des realen BIP des Eurogebiets belief sich im zweiten Quartal 2018 wie im Vorquartal auf 0,4 %. Die geldpolitischen Maßnahmen der EZB stützen nach wie vor die Binnennachfrage. Die privaten Konsumausgaben werden vom anhaltenden Beschäftigungszuwachs, der wiederum zum Teil vorangegangenen Arbeitsmarktreformen geschuldet ist, sowie von steigenden Löhnen getragen. Die Unternehmensinvestitionen werden durch günstige Finanzierungsbedingungen, eine bessere Ertragslage der Unternehmen und eine solide Nachfrage gestützt. Den von Experten der EZB erstellten gesamtwirtschaftlichen Projektionen für das Euro-Währungsgebiet vom September 2018 zufolge dürfte das jährliche reale BIP im Jahr 2018 um 2,0 %, 2019 um 1,8 % und 2020 um 1,7 % steigen. Damit wurde der Ausblick für 2018 und 2019 gegenüber den Projektionen vom Juni 2018 geringfügig nach unten korrigiert. Ausschlaggebend hierfür war in erster Linie ein etwas schwächerer Beitrag der Auslandsnachfrage. Für Unruhe in der Europäischen Union sorgen nach Großbritanniens Brexit-Abstimmung und des ungewissen Ausgangs der Brexit-Verhandlungen aktuell die Haushaltspläne Italiens. Das bereits mit 130 % des BIP hoch verschuldete Land liegt mit einer geplanten Neuverschuldung von 2,4 % deutlich über der mit den Mitgliedsstaaten vereinbarten Quote. Die mit dieser Planung einhergehenden Zielsetzungen der italienischen Regierung stoßen im Euro-Raum auf Ablehnung und ein Konflikt zwischen Italien und der Europäischen Kommission ist vorprogrammiert. Damit wird der Stabilität im Euro-Raum ein weiterer Schlag versetzt. Die deutsche Wirtschaft befindet sich in einem kräftigen und lang anhaltenden Aufschwung. Für die Jahre 2017 und 2018 prognostizierte der Sachverständigenrat (Stand November 2017) eine Zunahme des realen Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 2,0 % beziehungsweise 2,2 %. Die Wirtschaft kommt damit allmählich in eine Boomphase. Sie wächst in beiden Jahren schneller als ihr Potential, was als ein Anzeichen für eine Überauslastung der gesamtwirtschaftlichen Kapazitäten gilt. Die Prognose geht davon aus, dass die Quartalswachstumsraten deshalb wieder etwas zurückgehen. Der Aufschwung ruht auf einem immer breiter werdenden Fundament. Der private Konsum, die Staatsausgaben und die Bauinvestitionen steigen bereits seit längerem robust. Zusätzlich investieren inzwischen die Unternehmen wieder stärker in Ausrüstungen sowie in Forschung und Entwicklung. Darin spiegeln sich einerseits die immer knapper werdenden Produktionskapazitäten und andererseits die optimistischeren Zukunftserwartungen wider. Zudem entwickelten sich wichtige Absatzmärkte, insbesondere der Euro-Raum, zuletzt sehr dynamisch. Anspannungen innerhalb der deutschen Volkswirtschaft äußern sich beispielsweise darin, dass es für die Unternehmen schwieriger wird, offene Stellen zu besetzen. Besonders hoch scheint die Überauslastung der Kapazitäten im Baugewerbe zu sein. Vor diesem Hintergrund wirken die expansive Geld- und Fiskalpolitik prozyklisch. Anstatt das Wachstum schrittweise zu verlangsamen, wird das Risiko von Fehlallokationen erhöht. In seiner Konjunkturprognose für 2018/2019 (Stand März 2018), erhöhte der Sachverständigenrat seine Prognose für das Jahr 2018 geringfügig und erwartet für die Jahre 2018 und 2019 jahresdurchschnittliche Zuwachsraten des realen Bruttoinlandsproduktes (BIP) von 2,3 % beziehungsweise 1,8 %. Im Vergleich zur Prognose des Jahresgutachtens 2017/2018 leisten die Ausfuhren einen etwas höheren Wachstumsbeitrag, während der Beitrag der inländischen Nachfragekomponenten geringer ausfällt. Die Zuwachsraten des BIP werden in den Jahren 2018 und 2019 somit voraussichtlich oberhalb des geschätzten Potentialwachstums von 1,3 % liegen, so dass die Überauslastung der deutschen Wirtschaft weiter zunimmt. Auf dem Arbeitsmarkt hat die Anzahl der Erwerbstätigen einen neuen Höchststand erreicht, die Relation von Arbeitslosen zu offenen Stellen liegt auf dem niedrigsten Stand der vergangenen 25 Jahre. Die Knappheit an Arbeitskräften dürfte die Wachstumsdynamik zunehmend bremsen. Nach dem kräftigen Wachstum der vergangenen Jahre befinde sich die deutsche Wirtschaft somit in einer Hochkonjunkturphase. In dieser konjunkturellen Konstellation trägt die anhaltend expansive Geldpolitik der EZB dazu bei, dass die Überauslastung weiter zunimmt. Werden die geplanten fiskalischen Maßnahmen des Koalitionsvertrages von CDU, CSU und SPD umgesetzt, gehen hiervon zusätzliche expansive Impulse aus. Die positiven Wachstumsaussichten dürfen nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Risiken für die wirtschaftliche Entwicklung zuletzt zugenommen haben. Neben dem Wahlergebnis in Italien und dem unsicheren Ausgang der Brexit-Verhandlungen trägt hierzu insbesondere die mittlerweilen umgesetzte Zollerhöhung auf Stahl und Aluminium durch die Vereinigten Staaten bei. Für die Fortsetzung des globalen Aufschwungs ist ein reibungslos funktionierender Welthandel von zentraler Bedeutung. Eine Spirale aus protektionistischen Maßnahmen hätte deutliche negative Auswirkungen auf die globale und die deutsche Wirtschaft. Die deutsche Bundesbank sowie die EZB stellen in ihrem Monatsberichten Juni 2018 heraus, dass sich die Unsicherheiten bezüglich des Ausblicks für die deutsche Wirtschaft erheblich erhöht haben. Aufgrund uneinheitlicher Signale verschiedener Konjunkturindikatoren seien bereits die kurzfristigen Perspektiven gegenwärtig schwer einzuschätzen. Auch in der mittleren Frist überwiegen in der Gesamtschau nunmehr für die wirtschaftliche Aktivität vom außenwirtschaftlichen Umfeld ausgehende abwärts gerichtete Risiken. Ein eskalierender globaler Handelskonflikt oder breitflächig steigende Importzölle würden die exportorientierte deutsche Volkswirtschaft spürbar beeinträchtigen. Dies gilt in abgeschwächter Form auch, falls das Vereinigte Königreich ohne Übergangsphase und Freihandelsabkommen aus der EU austreten sollte, denn dies ginge wohl mit der unmittelbaren Einführung von Zollschranken und nicht tarifären Handelshemmnissen einher. Neben einer plötzlichen Verschärfung der globalen Finanzierungsbedingungen, die anfällige Schwellenländer besonders schwer treffen würde, zunehmenden geopolitischen Spannungen im Nahen Osten, könnten auch politische Faktoren zu einem Wiederaufflammen der Staatsschuldenkrise in einigen Ländern des Euro-Raums mit Finanzmarktverwerfungen und negativen realwirtschaftlichen Folgen, auch für Deutschland, führen. In der Pressemitteilung des BMWi vom 15.10.2018 erwartet die Bundesregierung eine Fortsetzung des Aufschwunges auf einem soliden Fundament und rechnet mit einer Zunahme des Bruttoinlandsproduktes für 2018 und das kommende Jahr um jeweils 1,8 % (preisbereinigt). Dabei wird die solide konjunkturelle Grunddynamik angesichts des schwierigeren außenwirtschaftlichen Umfelds vor allem durch die solide Binnenwirtschaft gestützt. Überlagert wird dies allerdings durch vorübergehende Produktionsanpassungen bei Herstellern von Personenkraftwagen und ihren Vorleistern, welche eine Folge der Umstellung auf den neuen Abgastestzyklus WLTP sind und einen Zulassungsstau bei PKW-Typen ausgelöste. Dadurch wurde der Anstieg der gesamtwirtschaftlichen Leistung im 3. Quartal etwas gedämpft. Mit der allmählichen Auflösung des Zulassungsstaus dürfte sich die Konjunktur im vierten Quartal wieder beschleunigen. 2.2 Branchenspezifische Rahmenbedingungen Die Statistik des Verbandes deutscher Papierfabriken (VDP) gibt für 2018 (Stand August 2018), eine stabile Produktion bei leicht verringerter Absatzmenge an. Während grafische Papiere bei Produktion und Absatz deutlich sinkende Zahlen zeigen, sind Verpackungs- und Spezialprodukte von leichtem Wachstum geprägt. Die Menge an produziertem Hygienepapier ging im Vergleich zum Vorjahr um 0,1 % zurück. Die Produktion von Papierzellstoff / Holzstoff ging dagegen um 2,7 % zurück. Der Verbrauch von Altpapier stieg um 0,7 %. Obwohl innerhalb der Papierbranche viele Marktteilnehmer optimistisch in das Kalenderjahr 2018 gehen, trüben die Preis- und Mengenentwicklung im Papiermarkt das positive Gesamtbild. Die Materialkosten sind der intensivste Kostenblock in der Branche. Seit Anfang 2017 steigen die Preise bei Zellstoff an. Nicht zuletzt durch Fabrikschließungen und Stilllegungen von Maschinen in Europa und Übersee wird auch die produzierte Menge verknappt. Dadurch dreht sich die Preisspirale weiter. Diese Entwicklung hielt außer den Sommermonaten über das Gesamtjahr 2017 an und ist auch in 2018 Grund für deutliche Preiserhöhungen am Markt für Zellstoffpapiere. Im Zeitraum von Januar 2017 bis Juni 2018 verteuerte sich der Langfaser-Zellstoff um 34% und der Kurzfaser-Zellstoff sogar um 45,2%. Der Verbrauch von Hygienepapieren bewegt sich weiterhin auf hohem Niveau. Bei dem im Januar 2018 stattgefundenen Fachkongress Hygienepapier fiel die Aussage, dass der Hygienepapierverbrauch in Deutschland bei 19 Kilogramm pro Kopf angekommen ist. Neben der demographischen Entwicklung spielten auch Bequemlichkeit und das Hygieneempfinden der Verbraucher/innen eine Rolle für das konstant hohe Verbrauchsniveau. Neben den Rohstoffkosten spielen mittlerweile die Speditions- und Transportkosteneine immer größere Rolle. Es muss festgestellt werden, dass der bereits Ende 2017 angekündigte Laderaumengpass in 2018 tatsächlich Realität geworden ist. Produzierte Ware wird nicht mehr so schnell verladen wie es in der Vergangenheit der Fall war. Diese Situation schlägt sich auch in der Erhöhung der Transportpreise nieder. Verantwortlich ist lt. Einschätzung des DSLV (Deutscher Speditions- und Logistikverband) ein erheblicher Fahrermangel. Bereits Ende 2017 würden 45.000 Fahrer fehlen. Darüber hinaus ist zu vermuten, dass die ab 1. Juli 2018 geltende Maut auf Bundesstraßen zu weiteren Preissteigerungen führen wird. Die Plock GmbH hat frühzeitig auf die sich ändernden Gegebenheiten reagiert und die Beschaffungs- und Transportplanung optimiert. Darüber hinaus werden mit flexiblen Maßnahmen die negativen Auswirkungen der oben geschilderten Situation minimiert. Die im Markt zu beobachtenden Preiserhöhungen werden branchenweit an die Kunden weitergegeben, so dass alle Marktteilnehmer gleichermaßen betroffen sein werden. 2.3 Geschäftsverlauf Durch intensive Werbe- und Marketingmaßnahmen konnte der Bekanntheitsgrad unserer Handelsmarken europaweit weiter erhöht und erfolgreich Neukunden gewonnen werden. Die Neugestaltung des Unternehmensauftritts durch Verbesserung des Internetauftritts, Verkaufsunterlagen, Neugestaltung von Produktverpackung und -kennzeichnung, sowie Überarbeitung der Produktdatenblätter ist nahezu abgeschlossen und hinterlässt ein positives Bild unseres Unternehmens auf dem Markt. Die interne Auftragsabwicklung ist effizient und die Lieferbereitschaft hoch. Bestellungen der Kunden werden in aller Regel am gleichen Tag versendet. Die zusätzliche Lagerfläche hat dazu beigetragen, unseren Großkunden mit Wunsch nach Zwischenlagerung entgegen zu kommen. Durch die stetigen Preiserhöhungen auf dem Rohstoffmarkt sahen wir uns bereits Ende 2017 gezwungen, Preiserhöhungen für unsere Produkte durchzuführen. In 2018 setzte sich der Preisanstieg bei Rohstoffen, insbesondere bei Zellstoff, ungebrochen fort, so dass wir ab Juli 2018 erneut eine Preiserhöhung umsetzen mussten. Obwohl der Markt für Hygieneartikel sehr preissensibel ist, konnten wir die Preiserhöhungen erfolgreich umsetzen. Die Ankündigungen der Speditionsbranche, dass sich das Angebot an Laderaum verknappt, hat uns dazu veranlasst, unsere Produktions-, Bestell- und Abrufzyklen vorzeitig auf eine solche Situation einzustellen. Tatsächlich eingetretene Engpässe haben uns jedoch in unserer Lieferfähigkeit nicht eingeschränkt. Das Rohergebnis stieg im Berichtsjahr von im Vorjahr 9.724 TEUR um 22,8 % auf 11.945 TEUR. Das negative Finanzergebnis hat sich leicht verbessert. Der Zinsanteil aus den Zuführungen zu den Pensionsrückstellungen betrug 113 TEUR (Vorjahr: 107 TEUR) und ist in den Zinsaufwendungen enthalten. Das Jahresergebnis hat sich wie folgt entwickelt:
In dem Jahresergebnis sind Zuführungen zu Pensionsrückstellungen (einschließlich des Zinsanteils) in Höhe von insgesamt 477 TEUR (Vorjahr: 399 TEUR) enthalten. Die Bilanz weist zum Stichtag 30.06.18 ein Eigenkapital in Höhe von 4.727 TEUR aus. Gegenüber dem Vorjahr bedeutet das eine Steigerung um 44,9 %. Der Anteil des Eigenkapitals an der Bilanzsumme beträgt damit 24,6 % nach 21,9 % im Vorjahr. Die für 2017/2018 geplante Geschäftsentwicklung konnte aufgrund des positiven Geschäftsverlaufs deutlich übertroffen werden. 2.4 Beschreibung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage 2.4.1 Vermögenslage Die Bilanzsumme erhöhte sich um 4.321 TEUR (29,0 %) auf 19.212 TEUR. Nachfolgend werden wesentliche Veränderungen von Vermögensgegenständen und Schulden dargestellt:
Das Eigenkapital der Gesellschaft erhöhte sich auf Grund der Geschäftsentwicklung im Berichtsjahr von 3.263 TEUR auf 4.727 TEUR. Die Eigenkapitalquote liegt zum Ende des Geschäftsjahres bei 24,6 % nach 21,9 % im Vorjahr. Die Eigenkapitalrendite (Jahresüberschuss/Eigenkapital) betrug im Berichtsjahr 31,0 %, nach 4,6 % im Vorjahr. Die Gesamtkapitalrendite (Jahresüberschuss + Fremdkapitalzinsen/Gesamtkapital) betrug im Berichtsjahr 10,1 % (Vorjahr: 4,0 %). Das Anlagevermögen verminderte sich um 23,5 %. Der Rückgang beruht im Wesentlichen auf den Verkauf eines nicht betriebsnotwendigen bebauten Grundstücks. Die Anlagenintensität (Anlagevermögen/Gesamtvermögen) ist aufgrund des Anstiegs der Bilanzsumme und der Anlagenabgänge sowie der rückläufigen Investitionen ins Anlagevermögen auf 10,8 % (nach 18,2 % im Vorjahr) gesunken. Die Vorräte insgesamt und die fertigen Erzeugnisse und Waren im Speziellen haben geschäftsmodellbedingt einen hohen Anteil am Gesamtvermögen der Gesellschaft und summieren sich auf 31,4 % der Bilanzsumme (Vorjahr: 29,5 %). Neben einer Warenbestandsfinanzierung nutzt die Gesellschaft bereits seit Oktober 2013 Factoring als Finanzierungsform; dabei tritt sowohl echtes wie auch unechtes Factoring auf; in jedem Fall handelt es sich um offenes Factoring. Forderungen gegen das Factoringunternehmen aus echtem Factoring werden nicht mehr in Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sondern mit 361 TEUR (Vorjahr: 308 TEUR) in den sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesen. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betreffen neben Terminkrediten Verbindlichkeiten gegenüber einem Factoringunternehmen, das gemäß den Vorgaben des KWG als Kreditinstitut anzusehen ist. In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten gegenüber einem stillen Gesellschafter in Höhe von 2.000 TEUR enthalten. 2.4.2 Finanzlage Die Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft ist geordnet. Als finanziellen Leistungsindikator betreffend die Finanzlage sieht die Gesellschaft die Entwicklung des Finanzmittelfonds bzw. des cash flows, insbesondere den cash flow aus laufender Geschäftstätigkeit:
Der Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit hat sich im Berichtsjahr um 521 TEUR erhöht. Auf Grund niedriger Investitionen in Maschinen und technische Anlagen sowie baulicher Maßnahmen sowie dem Verkauf eines nicht betriebsnotwendigen Grundstücks erhöhte Mittelzufluss aus Investitionstätigkeit deutlich. Der Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit war im Berichtsjahr deutlich negativ; Ursache hierfür waren verzinsliche Ausleihungen an andere Unternehmen. Sämtliche Verbindlichkeiten wurden stets innerhalb der Zahlungsziele, meist sogar innerhalb weniger Tage nach Rechnungseingang beglichen. Die Liquidität der Gesellschaft war während des gesamten Berichtsjahrs uneingeschränkt gesichert. Wir gehen davon aus, auch zukünftig unsere finanziellen Verpflichtungen jederzeit erfüllen zu können. Im Sachanlagevermögen wurden im Berichtsjahr folgende Investitionen getätigt:
2.4.3 Ertragslage Aufgrund der positiven Entwicklung in diesem Berichtsjahr konnten wir unser Betriebsergebnis (EBIT) deutlich auf 2.351 TEUR steigern. Folgende wesentliche Veränderungen sind für diese Entwicklung verantwortlich:
Das Rohergebnis hat sich um 2.221 TEUR auf 11.945 TEUR verbessert. Die für unser Unternehmen als finanzieller Leistungsindikator sehr wichtige Materialeinsatzquote hat sich im Vergleich zum Vorjahr von 71,6 % auf 75,4 % verschlechtert. 2.4.4 Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage Bei Gesamtbetrachtung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage kann festgestellt werden, dass zum Zeitpunkt der Aufstellung des Lageberichtes die wirtschaftliche Lage des Unternehmens als gut anzusehen ist. Die Vermögens- und Finanzlage ist geordnet und damit ist eine wesentliche Voraussetzung erfüllt, die Zukunft des Unternehmens erfolgreich zu gestalten. 3. Nachtragsbericht Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Ende des Geschäftsjahres sind nicht eingetreten. 4. Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft Risiken für die künftige Entwicklung Umfeld- und Branchenrisiken Politisches, rechtliches und regulatorisches Umfeld Veränderungen im politischen, rechtlichen und regulatorischen Umfeld können zu erheblichen Planungsunsicherheiten führen. Die Unsicherheiten bezüglich des Ausblicks auf die deutsche Wirtschaft haben sich erheblich erhöht. Ein eskalierender globaler Handelskonflikt oder breitflächig steigende Importzölle würden die deutsche Volkswirtschaft und auch die Gesellschaft spürbar beeinträchtigen. Mit der Abstimmung des EU-Parlaments am 24.10.18 wurden die Weichen gestellt, in den nächsten Jahren bestimmte Einwegprodukte aus Kunststoff ganz zu verbieten bzw. noch nicht zu ersetzende Kunststoff-Einwegverpackungen verstärkt dem Recycling zuzuführen. Eine Richtlinie dazu soll zügig folgen, damit im Jahr 2021 die Verbote wirksam werden können. Konkurrenzsituation Die Wettbewerbssituation für uns als mittelständisches Unternehmen bleibt nach wie vor schwierig, da sich die größten Hersteller durch Zukäufe international breit aufstellen und dadurch sowohl europa- als auch weltweit arbeiten. Der bestehende Kostendruck und daraus resultierende geringe Margen treiben diese Entwicklung weiter voran. Absatzmarkt Risiken liegen in Konzentrationsprozessen und Margendruck. Käufergruppen schließen sich zu Einkaufsgesellschaften zusammen, bzw. unabhängige Einkaufsgesellschaften führen Ausschreibungen durch, die es den Fachhändlern schwer machen wettbewerbsfähig anzubieten. E-Commerce entwickelt sich rasant nicht nur auf der Ebene B2C, sondern auch B2B. Die großen bekannten Online-Shops oder E-Purchasing-Plattformen bieten sowohl Privat- als auch Geschäftskunden insbesondere bei Artikeln, bei denen die Faktoren Beratung, Umtauschmöglichkeit, Haptik usw. keine große Rolle spielen, Einfachheit in der Anwendung, eine große Auswahl und günstige Preise. Stellt sich der Fachhandel nicht auf diese Entwicklung ein, kann das zur Schwächung des Absatzes führen. Die Bereitschaft zur Vorratshaltung wird sich immer weiter verringern, um die Kapitalbindung zu reduzieren. Beschaffungsmarkt Die Warenbeschaffung ist sowohl abhängig von der Verfügbarkeit von Rohstoffen als auch von den Kapazitäten der Hersteller. Hier erfolgt die Reduzierung der bestehenden Risiken und Abhängigkeiten durch eine breite Streuung möglicher Zulieferer. Weiter steigende Preise für Zellstoff und eine weitere Verknappung des Angebots durch Fabrikschließungen oder Maschinenstilllegungen könnten zu Versorgungsengpässen führen, wenn Hersteller ihrerseits Probleme bekommen mit Rohstoff versorgt zu werden. Durch den Importstopp Chinas für Plastikabfälle und Altpapier könnte sich die Preisentwicklung auch für andere Artikel verschieben. Bei verarbeiteten Kunststoffen treffen unsere Branche starke Preisschwankungen und die Währungsschwankungen zwischen US-Dollar und Euro. Leistungswirtschaftliche Risiken Diese Risiken ergeben sich durch Totalausfall von Lieferanten (politische Lage, Maschinenausfall, höhere Gewalt) oder fehlerhafte Produktionschargen. Dadurch könnten Aufträge nicht bedient werden oder erhöhte Kosten durch Auslieferung fehlerhafter Produkte entstehen. Finanzwirtschaftliche Risiken Rohstoffpreise Das Geschäftsmodell der Plock GmbH bedingt eine hohe Abhängigkeit von der Entwicklung der Rohstoffpreise. Nicht oder zeitlich versetzte Weitergabe von Preiserhöhungen können die Renditeziele gefährden. Liquidität Das dauerhafte Verfehlen von Renditezielen in größerem Ausmaß könnte die Liquidität der Gesellschaft schwächen, was die fristgerechte Erfüllung von Verpflichtungen gefährden könnte. Daraus könnte sich das Risiko von Lieferverzögerungen oder Liefereinstellung seitens betroffener Lieferanten ergeben. Währungen Im Wesentlichen konzentrieren sich die Zahlungsströme unseres Unternehmens auf den Euro, darüber hinaus an zweiter Stelle auf den US-Dollar. Die Plock GmbH ist insoweit auch Wechselkursschwankungen des Euros gegenüber dem US-Dollar ausgesetzt. Diese Kursschwankungen sind vor allem beim Einkauf von Folien und Handschuhen von Bedeutung, da diese aus Asien importiert werden. Sonstige Risiken IT-Risiken Die zurückliegenden massiven Cyberattacken auf Wirtschaft und Regierungen, sowie versteckter Angriffe via Internet oder Email steigern die Risiken einer Infizierung von Rechnersystemen und damit der Störung der Betriebsabläufe. Die Risiken liegen hierbei nicht nur in der ständigen Weiterentwicklung von Viren und Trojanern sowie der raffinierten Verschleierung durch Fälschung von e-Mail-Adressen, sondern auch immer noch in der Arg- und Sorglosigkeit der Benutzer. Personalrisiken Die Verfügbarkeit von Personal ist am Standort der Plock GmbH niedrig. Durch die Nähe des Flughafens und von großen Industriebetrieben und deren anhaltender Erweiterungen ist die Beschaffung von qualifiziertem Personal schwierig. Die Gegensteuerung erfolgt über den Einsatz von Zeitpersonal. Chancen der künftigen Entwicklung Die Chancen für den Absatz von Hygieneartikeln sind nach wie vor positiv. Die Branche profitiert von der höheren Lebenserwartung, dem steigenden Hygienemaßstab der Menschen, einer guten Beschäftigungslage und stabilen Rahmenbedingungen. Die Ansprüche an Anzahl und Komfort der Produkte zur täglichen Hygiene wachsen weiter. Als Familienunternehmen sind unsere besonderen Stärken neben der ständigen Sicherstellung der Lieferbereitschaft, die langjährige konsequente Beobachtung von Absatzmärkten, Beschaffungsmärkten und Wettbewerbern. Darüber hinaus zeichnet uns eine hohe Flexibilität bei Umsetzung von Ideen und Strategien aus. So sieht sich die Plock GmbH mit ihren Handelsmarken und den vielen verschiedenen Produkten und Qualitäten gut in Deutschland und Europa positioniert. Der Bekanntheitsgrad der Handelsmarken wird kontinuierlich durch aktive Marketingmaßnahmen sowohl in Deutschland als auch europaweit gesteigert. Der Preissensibilität des Hygieneartikelmarktes wird durch die genannten Maßnahmen besonders Rechnung getragen. Darüber hinaus bietet der E-Commerce sowohl der Plock GmbH als auch ihren Kunden überdurchschnittliches Geschäftspotential. 5. Prognosebericht Der Lagebericht beinhaltet Aussagen und Angaben, die auf die Zukunft gerichtet sind und auf Annahmen, Erwartungen und Schätzungen der Unternehmensleitung beruhen. Die Unternehmensleitung geht davon aus, dass die den Aussagen zugrundeliegenden Annahmen und Erwartungen realistisch sind, aber es kann aufgrund in der Zukunft liegender möglicher Risiken und Unsicherheiten nicht gewährleistet werden, dass sich diese auch als richtig erweisen werden. Zu den genannten zukünftigen Risiken und Unsicherheiten gehören zum Beispiel Veränderungen im wirtschaftlichen, geschäftlichen und gesellschaftlichen Umfeld, Wechselkursschwankungen sowie eventuelle Änderungen in der Geschäftsstrategie. Prognose der allgemeinwirtschaftlichen und Branchenentwicklung (Quelle: Auszüge und inhaltliche Wiedergabe aus dem Jahresgutachten 2017/2018 "Für eine zukunftsorientierte Wirtschaftspolitik" - Kapitel "Weltwirtschaft im Aufwind" und "Zunehmende Überauslastung der deutschen Wirtschaft" des Sachverständigenrates zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung: erschienen im November 2017, Konjunkturprognose 2018/2019, erschienen im März 2018, Monatsbericht Juni und September 2018 der Bundesbank und der EZB, Pressemitteilung BMWi vom 15.10.2018) Für die weitere Entwicklung der Weltwirtschaft besteht die Chance eines noch stärkeren synchronen Aufschwungs der großen Volkswirtschaften. Eine dynamischere Investitionstätigkeit könnte zu einem stärkeren Anstieg der Produktivität beitragen. Ebenfalls könnte ein größer als angenommenes Arbeitskräftepotential dem Lohn- und Inflationsdruck einer steigenden Auslastung entgegenwirken und ein höheres Produktionswachstum als in der Prognose des Sachverständigenrates unterstellt ermöglichen. Im Hinblick auf die US-amerikanische Steuer- und Fiskalpolitik besteht die Chance, dass dies die Wachstumsdynamik in den Vereinigten Staaten stärker als in der Prognose unterstellt verstärkt. Dies könnte die Exportaussichten der Handelspartner verbessern. Andererseits haben sich seit dem vergangenen Herbst einige Risiken verschärft. Neben den geopolitischen Risiken geben insbesondere die jüngsten Ankündigungen des US-amerikanischen Präsidenten Trump bezüglich der Einführung von Zöllen Anlass zur Sorge. Eine Eskalation des Handelskonflikts würde internationale Wertschöpfungsketten beeinträchtigen und mittelfristig das internationale, regelbasierte Handelssystem bedrohen. Hiervon wären vor allem die Wachstumsaussichten von besonders offenen und international stark verflochtenen Volkswirtschaften betroffen. Zu den Risiken gehören ebenfalls eine Abschwächung des Wachstums der chinesischen Volkswirtschaft aufgrund der übermäßigen Verschuldung im Finanzsystem. Ein weiteres Risiko geht von der Geldpolitik der großen Notenbanken aus. Die anhaltende Niedrigzinspolitik erhöht das Risiko von Fehlallokationen und birgt Risiken für die Finanzmarktstabilität. Angesichts der guten konjunkturellen Lage im Euro-Raum und der wieder höheren Inflation ist die Einleitung eines Ausstiegs der EZB aus der expansiven Geldpolitik überfällig. Zudem könnte eine unvorhergesehen rasche Straffung insbesondere der US-amerikanischen Geldpolitik in Reaktion auf ein stärkeres Wachstum und eine höhere Inflation zu erheblichen Preisanpassungen auf den internationalen Finanzmärkten führen. Käme es hierdurch zu Turbulenzen, könnte die wirtschaftliche Entwicklung in Mitleidenschaft gezogen werden. Die weltweit hohe Verschuldung steigert die Relevanz dieser Risiken. Zwar kündigte die EZB Mitte Juni in Riga an, die vor allem in Deutschland umstrittenen Anleihekäufe Ende 2018 auslaufen zu lassen. Die Leitzinsen sollen allerdings erst im Herbst 2019 angehoben werden. Die Kluft zur US-Notenbank dürfte damit noch größer werden, weil die Fed das Tempo bei ihren Zinserhöhungen sogar noch erhöhen will. Ein besonderes Risiko für die Wirtschaftsentwicklung in Europa ist der nach wie vor unklare Ausgang der Verhandlungen zwischen der EU und dem Vereinigten Königreich. Ein ungeordneter Brexit stellt insbesondere für das Vereinigte Königreich ein bedeutendes Risiko dar. Aber auch für die verbleibenden Mitgliedstaaten der EU würden sich hieraus spürbare negative Impulse ergeben, nicht zuletzt über mögliche Turbulenzen an den Finanzmärkten. Im Euro-Raum ist die Verschuldung vieler Mitgliedstaaten weiterhin sehr hoch. Das gilt insbesondere für Italien, wo die Staatsverschuldung bei über 130 % des BIP liegt. Sollten die Finanzmärkte aufgrund der politischen Unsicherheit infolge des Wahlausgangs das Vertrauen in die Tragfähigkeit der öffentlichen Verschuldung verlieren, kann aufgrund der Größe Italiens ein Wiederaufflammen der Euro-Krise nicht ausgeschlossen werden. Darüber hinaus bestehen in einzelnen Mitgliedstaaten Finanzstabilitätsrisiken aufgrund der Fragilität vieler Banken fort, insbesondere im Hinblick auf die noch vorhandenen notleidenden Kredite. Der Einschätzung der Bundesbank nach in ihrem Monatsbericht Juni 2018 dominieren bei der Binnenwirtschaft die Chancen auf ein höheres Wirtschaftswachstum. So könnte das Arbeitsangebot im Projektionszeitraum 2018-2020 elastischer als angenommen auf die anhaltend hohe Arbeitsnachfrage reagieren, etwa falls infolge des angespannten Arbeitsmarktes in noch größerem Umfang als unterstellt Fachkräfte aus dem Ausland zuwandern sollten. Zusätzliche Nachfrageimpulse dürften mit hoher Wahrscheinlichkeit von der Finanzpolitik ausgehen. Die Vorhaben der neuen Bundesregierung waren zumeist zum Zeitpunkt des Abschlusses der Projektion noch nicht ausreichend konkretisiert, um sie in der Basislinie zu berücksichtigen. Darüber hinaus sind angesichts der derzeit sehr günstigen Lage der deutschen Staatshaushalte weitere expansive Maßnahmen naheliegend. Umfang, zeitliche Verteilung und Ausgestaltung sind aber schwer abzuschätzen. Das Bundeswirtschaftsministerium belegt in ihrer Mitteilung zum Auftragseingang im verarbeitenden Gewerbe (Stand Mai 2018), eine ansteigende Zahl Auftragseingänge im Mai gegenüber dem Vormonat um 2,6 %. Das kräftige Auftragsplus beendete eine 4-monatige Negativserie, die allerdings vor dem Hintergrund eines sehr starken 2. Halbjahres 2017 zu sehen ist. Der Auftragsbestand sei weiter sehr hoch und das Geschäftsklima trotz Eintrübung deutlich besser als im langjährigen Durchschnitt. Die Industriekonjunktur dürfte daher für die kommenden Monate moderat aufwärts gerichtet bleiben. In der Pressemitteilung des BMWi vom 15.10.2018 bestätigt die Regierung die robuste Verfassung der deutschen Wirtschaft. Sie befindet sich weiter im Aufschwung, trotz schwierigen außenwirtschaftlichen Umfelds. Die solide konjunkturelle Grunddynamik wird vor allem durch die solide Binnenwirtschaft gestützt. Für das kommende Jahr erwartet die Regierung darüber hinaus kräftige Impulse durch die Umsetzung der Koalitionsvereinbarungen. Die prognostizierten Konjunkturdaten beeinflussen die Gesellschaft aller Voraussicht nach nur gering, da es sich bei der gesamten Produktpalette um Waren handelt, die für die tägliche Hygiene benötigt werden und darüber hinaus im Wesentlichen nur für den einmaligen Gebrauch vorgesehen sind. Weiter vorteilhaft für das Unternehmen ist das Verhalten von Konsumenten, auf immer preiswertere Artikel zurückzugreifen, denn in diesem Marktsegment handelt die Gesellschaft. Die Zielgruppe der Gesellschaft, der Fachhandel, konzentriert sich in seinem Einkaufsverhalten überwiegend auf den nationalen Markt. Trotzdem muss der Fachhandel im Hinblick auf seine Klientel alle bekannten Produktgruppen und Handelsmarken abbilden können. Dagegen spielt für die Branche und die Gesellschaft die Entwicklung der Beschaffungsmärkte eine große Rolle. Durch eine derzeit stattfindende massive Verknappung des Rohstoffes Zellstoff könnten auf kurze bis mittlere Sicht Hersteller von Mutterrollen, Weiterverarbeiter und letztlich der Handel erhebliche Probleme bekommen, den Bedarf an Waren zu decken. Die Entwicklung Chinas als ein Beschaffungsland für diverse Folienartikel bleibt hinsichtlich der Auswirkungen des Importstopps von Altpapier und Kunststoffabfällen, sowie rigoroser staatlicher Schließung von Produktionsunternehmen aufgrund von Umweltproblemen, abzuwarten. Die zu erwartenden regulatorischen Änderungen hinsichtlich Verboten von gewissen Kunststoff-Einwegprodukten werden die Gesellschaft in nur geringem Maß beeinflussen, da solche Artikel nur einen kleinen Anteil am Produktportfolio ausmachen. Darüber hinaus ist davon auszugehen, dass sich dadurch neue innovative Verpackungen auf den Märkten etablieren werden, die bisher aufgrund eines vermeintlich hohen Preises keine Akzeptanz fanden. Prognose der Unternehmensentwicklung Für die zukünftige Entwicklung der Gesellschaft gehen wir von folgenden Annahmen aus: Aufgrund der positiven Geschäftsentwicklung konnten die ursprünglich für das Geschäftsjahr 2017/2018 prognostizierten Werte für das Rohergebnis und das Ergebnis vor Steuern deutlich übertroffen werden. Die positive Geschäftsentwicklung hat sich in den in den ersten vier Monaten des laufenden Geschäftsjahres fortgesetzt, so dass wir für das Geschäftsjahr 2018/2019 bei insgesamt weiter steigenden Umsätzen ein im Vergleich zum Geschäftsjahr 2017/2018 leicht steigendes Rohergebnis erwarten. Ein dauerhaft schwacher Euro im Vergleich zum US-Dollar würde die positive Geschäftsentwicklung tendenziell beeinträchtigen. Bei leicht rückläufigen Personalkosten, unveränderten Finanzierungskosten und leicht steigenden sonstigen betrieblichen Aufwendungen erwarten wir für das Geschäftsjahr 2018/2019 ein leicht steigendes Ergebnis vor Steuern. Die in Vorjahren begonnene Konsolidierung des bestehenden Warenangebotes wurde und wird konsequent weitergeführt werden. Wir planen ergänzend dazu die kontinuierliche Erweiterung unseres Produktportfolios, was unsere Marktstellung weiter verbessern wird.
Spörerau, im Oktober 2018 gez. Heiko Plock gez. Inge Plock BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang1. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht Firmenname: Plock GmbH Firmensitz: Wang Registereintrag: Handelsregister Registergericht: München Register-Nr.: 133976 Der Jahresabschluss der Plock GmbH wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches in der Fassung des Bilanzrichtlinien-Umsetzungsgesetzes (BilRUG) aufgestellt. Ergänzend waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten. Angaben, die wahlweise in der Bilanz gemacht werden konnten, sind ingesamt im Anhang aufgeführt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft. Die Regelungen nach dem Bilanzrichtlinien-Umsetzungsgesetz (BilRUG) wurden im Vorjahr und im Berichtsjahr vollumfänglich umgesetzt. Ein Vergleich mit dem Jahresabschluss des Vorjahres ist möglich. 2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Im Jahresabschluss sind sämtliche Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten, Aufwendungen und Erträge enthalten, soweit gesetzlich nichts anderes bestimmt ist. Die Posten der Aktivseite sind nicht mit Posten der Passivseite, Aufwendungen nicht mit Erträgen verrechnet worden, soweit dies nach den Vorschriften des § 246 HGB nicht ausdrücklich gefordert ist. Die Wertansätze der Eröffnungsbilanz des Geschäftsjahres stimmen mit denen der Schlussbilanz des vorangegangenen Geschäftsjahres überein. Bei der Bewertung wurde von der Fortführung des Unternehmens ausgegangen. Die Vermögensgegenstände und Schulden wurden einzeln bewertet. Es ist vorsichtig bewertet worden, namentlich sind alle vorhersehbaren Risiken und Verluste, die bis zum Abschlussstichtag entstanden sind, berücksichtigt worden, selbst wenn diese erst zwischen Abschlussstichtag und Aufstellung des Jahresabschlusses bekannt geworden sind. Gewinne sind, soweit dies gesetzlich nicht ausdrücklich gefordert wird, nur berücksichtigt worden, wenn sie bis zum Abschlussstichtag realisiert wurden. Aufwendungen und Erträge des Geschäftsjahres sind unabhängig vom Zeitpunkt der Zahlung berücksichtigt worden. Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um lineare planmäßige Abschreibung vermindert. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibung vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linare vorgenommen. Für geringwertige Anlagegüter, die bis zum 30.06.2012 angeschafft wurden, wendet die Gesellschaft die Regelungen des § 6 Abs 2 und Abs. 2a EStG in der bis dahin geltenden Fassung an. Für diese wurden bis zu einem Wert von EUR 150,00 aber nicht mehr als EUR 1.000,00 ein Sammelposten gebildet und linear auf fünf Jahre abgeschrieben. Für geringwertige Anlagegüter, die nach dem 30.06.2012 angeschafft wurden, wendet die Gesellschaft die Regelung des § 6 Abs. 2 EStG in der seither geltenden Fassung an. Diese Anlagegüter mit Anschaffungskosten bis EUR 410,00 wurden im Anschaffungsjahr voll abgeschrieben, wobei im Zugangsjahr auch der Abgang unterstellt wird. Die Finanzanlagen wurden zu Anschaffungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips angesetzt. Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bei Anwendung zulässiger Bewertungsvereinfachungsverfahren unter Beachtung des Niederstwertprinzips angesetzt. In die Herstellungskosten wurden neben den direkt zurechenbaren Kosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten einbezogen. Forderungen wurden zum Nennbetrag bzw. zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Tageswerten angesetzt und unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Einzel- und Pauschalwertberichtigungen wurden in angemessenem Umfang gebildet. Wertpapiere des Umlaufvermögens und flüssige Mittel sind zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Börsenkursen bzw. Tageswerten angesetzt. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten weisen Ausgaben vor dem Bilanzstichtag aus, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen. Das Wahlrecht zur Aktivierung latenter Steuern für die sich insgesamt ergebenen Steuerentlastungen wird ausgeübt. In der Bilanz werden die aktiven und passiven latenten Steuern saldiert ausgewiesen. Für ungewisse Verbindlichkeiten aus Pensionsverpflichtungen wurden Rückstellungen gebildet. In der Handelsbilanz wurden die Pensionsrückstellungen gem § 253 Abs. 1 HGB in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag nach dem Teilwertverfahren bewertet. Die Berechnung ergab einen Betrag von EUR 3.824.716,00. Die Berechnung erfolgte unter Zugrundelegung eines Zinssatzes (Zinsdurchschnitt 10 Jahre) von 3,46 % (gem. Vereinfachungsregel, § 253 Abs. 2 Satz 1 sowie Satz 2 HGB), jährliche Gehaltssteigerung von 1,50 %, jährlicher Rentensteigerung von EUR 0,00 und der Heubeck Richttafeln 2005 G. Bei den Rückstellungen für Altersvorsorgeverpflichtungen ergibt sich zwischen dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen zehn Jahren und dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen sieben Jahren ein Unterschiedsbetrag im laufenden Geschäftsjahr in Höhe von EUR 531.636,00. In Anwendung des Übergangswahlrechts nach Art. 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB wird der Unterschiedsbetrag über eine Laufzeit von 15 Jahren verteilt. Im Geschäftsjahr 2017/2018 erfolgte entsprechend eine Zuführung in Höhe von EUR 19.479,47 (VJ: EUR 19.479,47), die unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen ist. Für die gesondert zu erstellende Steuerbilanz wurde die Rückstellungsbildung auf der Basis versicherungsmathematischer Berechnungen entsprechend den steuerlichen Regelungen nach dem Teilwertverfahren ermittelt. Die steuerbilanziellen Pensionsrückstellungen betragen EUR 2.626.850,00. Gemäß der Übergangsregelung des BilMoG wurden die Pensionsrückstellungen mit EUR 3.688.359,75 bilanziert. Zum 30.06.2018 ist ein Betrag von rund EUR 136.000,00 aus der Erstanwendung des BilMoG noch nicht in den Pensionsrückstellungen ausgewiesen. Im Berichtsjahr wurden die Rückdeckungsversicherungen vorzeitig aufgelöst, so dass eine Verrechnung der Vermögensgegenstände nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB mit den ihnen zugrunde liegenden Verpflichtungen im Berichtsjahr entfallen ist. Der Ausweis in der Bilanz wurde folgendermaßen vorgenommen:
Aufwendungen und Erträge aus der Abzinsung und aus den zu verrechnenden Vermögensgegenständen o.g. Positionen wurden wie folgt verrechnet:
Die Steuerrückstellung beinhaltet die das Geschäftsjahr 2017/2018 betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern. Rückstellungen für Umsatzsteuer- und Zinsnachzahlungen der Jahre 2009 - 2014 wurden in Höhe von EUR 63.293,27 gebildet. Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Die Bewertung erfolgte in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags. Die sonstigen Rückstellungen betreffen Personalkosten (EUR 353.448,00 / VJ: EUR 427.067,74), Rückstellungen für ausstehende Rechnungen (EUR 0,00 / VJ: EUR 185.500,35), Jahresabschluss- und Prüfungskosten (EUR 49.300,00 / VJ: EUR 42.150,00), Lizenzgebühren (EUR 18.000,00 / VJ: EUR 18.000,00) und sonstige Kosten (EUR 46.800,00 / VJ: EUR 87.061,02). Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Die Besicherung ist im dargestellten Verbindlichkeitsspiegel zu entnehmen. Weitere Angaben ergeben sich aus nachstehendem Verbindlichkeitsspiegel.
Die übrigen Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden zum Nennbetrag bzw. Erfüllungsbetrag bewertet. Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden grundsätzlich mit dem historischen Kurs zum Zeitpunkt der Erstverbuchung erfasst. Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr werden zum Anschaffungskurs oder zum jeweiligen ungünstigeren Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag bewertet. Die aus Fremdwährungsgeschäften resultierenden Erträge und Aufwendungen werden zum Tageskurs im Zeitpunkt ihrer Entstehung umgerechnet. Die Erträge aus Fremdwährungsumrechnungen betragen im Geschäftsjahr EUR 23.527,02 (VJ: EUR 19.635,37) und die Aufwendungen aus Fremdwährungsumrechnungen EUR 14.251,48 (VJ: EUR 19.456,50). Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden beibehalten. 3. Erläuterungen zur Bilanz Anlagespiegel für einzelne Posten des Anlagevermögens Die Gesellschaftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagespiegel zu entnehmen. Im Geschäftsjahr wurden keine außerplanmäßigen Abschreibungen aufgrund dauernder Wertminderung (VJ: EUR 28.810,00) vorgenommen.
Angaben zu Forderungen mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr Der Betrag der Forderungen mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr beträgt EUR 83.560,00 (VJ: EUR 67.300,00). Sonstige Vermögensgegenstände In den sonstigen Vermögensgegenständen werden zudem Forderungen aus echtem Factoring in Höhe von EUR 360.970,57 (VJ: EUR 308.138,19) ausgewiesen. Aktive latente Steuern Passive latente Steuern resultieren aus der unterschiedlichen Bewertung von Fremdwährungsverbindlichkeiten in der Handels- und Steuerbilanz. Aktive latente Steuern ergeben sich aus Differenzen zwischen dem handelsrechtlichen und dem steuerrechtlichen Bilanzansatz der Pensions-, Weihnachtsgelds-, Urlaubsgeld- und Urlaubsrückstellungen sowie der Bewertung des Umlaufvermögens. Insgesamt ergibt sich ein Überhang aktiver latenter Steuern in Höhe von EUR 322.144,08 (VJ: EUR 257.934,23). Bei der Bewertung der latenten Steuern wurde ein Steuersatz von 30% zugrunde gelegt. Ausschüttungssperre Der Gesamtbetrag, der gem. § 268 Abs. 8 HGB der Ausschüttungssperre unterliegt, beträgt EUR 853.780,08 (VJ: EUR 711.262,23). Im Einzelnen gliedert sich der Gesamtbetrag wie folgt:
Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Forderungen gegen Gesellschaftern in Höhe von EUR 124.172,06 (VJ: EUR 122.796,74) enthalten. In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von EUR 139.800,00 (VJ: EUR 232.541,00) enthalten. Haftungsverhältnisse aus nicht bilanzierten Verbindlichkeiten gem. § 251 HGB Neben den in der Bilanz aufgeführten Verbindlichkeiten sind die folgenden Haftungsverhältnisse zu vermerken:
Mit einer Inanspruchnahme aus den Haftungsverhältnissen ist nicht zu rechnen. Als Gründe hierfür sind zu nennen: Erfüllung der Verpflichtung durch den Schuldner. Nicht in der Bilanz erscheinende Geschäfte Aus in Vorjahren abgeschlossenen Sale-and-Lease-Back-Geschäften über bewegliche Wirtschaftsgüter zum Zweck der Beschaffung von Liquidität für weitere Investitionsmaßnahmen ergibt sich eine Leasingverpflichtung zum Bilanzstichtag in Höhe von EUR 144.198,90. Haftungsverhältnisse aus nicht bilanzierten sonstigen finanziellen Verpflichtungen Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen in Höhe von EUR 1.756.285,45 (VJ: EUR 1.705.546,13) sonstige finanzielle Verpflichtungen. Im Einzelnen beinhaltet diese Verpflichtung folgende Sachverhalte:
4. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten mit EUR 0,00 (VJ: EUR 19.195,21) Erträge, die einem anderen Geschäftsjahr zuzurechnen sind. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten periodenfremde Aufwendungen in Höhe von EUR 430,76 (VJ: EUR 56.439,00); sie betreffen i.W. Effekte aus der Sozialversicherungsprüfung vom 01.01.12 bis 31.03.2014. 5. Sonstige Pflichtangaben Bei der Aufstellung und Offenlegung des Jahresabschlusses macht die Gesellschaft von allen gesetzlich eingeräumten Aufstellungserleichterungen für mittlere Kapitalgesellschaften gemäß § 288 HGB Gebrauch. Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigen Arbeitnehmer Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:
Die Gesamtzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer beträgt damit 44,50. Namen der Geschäftsführer Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt: Herr Heiko Plock Frau Inge Plock Gesellschafter der Plock GmbH sind Heiko und Inge Plock. Bezüglich der Angabe der Vergütungen der Mitglieder der Geschäftsführung wird von der Befreiungsvorschrift des § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht. Angaben über den Anteilsbesitz an anderen Unternehmen von mind. 20 Prozent der Anteile Gemäß § 285 Nr. 11 HGB wird über nachstehende Unternehmen berichtet:
Der Jahresabschluss zum 31.12.2017 wurde am 28.06.2018 festgestellt. Der Anteilsbesitz dient der Herstellung einer dauernden Verbindung. Vorgänge von besonderer Bedeutung Nach dem Schluss des Geschäftsjahres sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung, die weder in der Bilanz noch in der Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigt sind, eingetreten. Honorar des Abschlussprüfers Auf die Angabe des als Aufwand erfassten Honorars des Abschlussprüfers wird gem. § 288 Abs 2 Satz 2 HGB verzichtet. Vorschlag zur ErgebnisverwendungDer Jahresabschluss wurde vor Gewinnverwendung aufgestellt. Der Jahresabschluss wurde noch nicht festgestellt. Die Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern die folgende Ergebnisverwendung vor: Vortrag des Jahresüberschusses 2017/2018 in Höhe von EUR 1.464.113,67 mit dem Gewinnvortrag in Höhe von EUR 3.238.289,17 somit des Bilanzgewinns zum 30.06.2018 in Höhe von insgeamt EUR 4.936.407,84 auf neue Rechnung. sonstige BerichtsbestandteileUnterschrift der Geschäftsführung
Wang, den 11.07.2019 gez. Heiko Plock gez. Inge Plock Angaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 31.10.2018 festgestellt. BestätigungsvermerkIch habe den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Plock GmbH, Wang, für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2017 bis 30. Juni 2018 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der Geschäftsführer der Gesellschaft. Meine Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von mir durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Ich habe meine Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der Geschäftsführer sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und Lageberichts. Ich bin der Auffassung, dass meine Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für meine Beurteilung bildet. Meine Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Mauern, den 31.10.2018 gez. Gregor Schwarzfischer, Wirtschaftsprüfer |
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