CoFo - IBEX GmbH
Am Gründel 11, 09423 Gelenau/Erzgeb., DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Frédéric Özgur Sipahi seit 10.2.2025 | Prokura |
Stephen Edward Kingsley Graham seit 26.3.2024 | Geschäftsführer |
Michael Simon Baker seit 26.3.2024 | Geschäftsführer |
Shekhar Kumar seit 26.3.2024 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich BerechtigteBeta
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
CoFo Manufacturing a.s. | 100.00% |
GesellschafterBeta
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
CoFo - IBEX GmbH (vormals: Winning CoFo - IBEX GmbH)KrefeldJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 17.02.2022 bis zum 31.12.2022Inhaltsverzeichnis Lagebericht Jahresabschluss für das Rumpfgeschäftsjahr vom 17. Februar 2022 bis 31. Dezember 2022 1. Bilanz zum 31. Dezember 2022 2. Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 17. Februar 2022 bis 31. Dezember 2022 3. Anhang für das Rumpfgeschäftsjahr vom 17. Februar 2022 bis 31. Dezember 2022 Anlagenspiegel BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS Lagebericht für das Rumpfgeschäftsjahr vom 17. Januar bis 31. Dezember 2022A. Grundlagen Die Winning CoFo - IBEX GmbH ("IBEX") ist Hersteller von hochwertigen Komponenten aus kaltgepressten Umformteilen, spanend bearbeiteten Umformteilen sowie Funktionselementen aus Metall. IBEX beliefert fast ausschließlich Kunden aus der Automobilindustrie. Unsere Kunden sind die Modul- und Systemlieferanten, über die wir weltweit für nahezu alle Fahrzeuge fertigen. IBEX betreibt keine eigene Forschung. Wir erfüllen die Kundenanforderungen nach technischen Problemlösungen und Verbesserungen vor Ort mit unserem "Application Engineering". Die alleinige Gesellschafterin der Winning CoFo - IBEX GmbH ist die Winning CoFo a.s. (Brünn/Tschechische Republik). Geschäftssitz der Gesellschaft ist Gelenau in Sachsen, der Handelsregistersitz ist Krefeld. IBEX verfügt über zwei Standorte, die beide in Sachsen liegen. Der größere Standort inklusive Verwaltung befindet sich in Gelenau. Ein kleinerer Standort liegt in Schönbrunn. Der Standort Schönbrunn liegt etwa 20 Autominuten entfernt von Gelenau. Die IBEX hat im Rahmen eines Asset Deals Wirtschaftsgüter der insolventen PWK IBEX GmbH übernommen. Closing des Erwerbs war der 01.07.2022, 00:00 Uhr. B. Darstellung des Geschäftsverlaufs 1. Entwicklung der Gesamtwirtschaft und der Automobilindustrie Das preisbereinigte BIP ist im Jahr 2022 um 1,8 % gewachsen. Das vierte Quartal ging allerdings gegenüber dem 3. Quartal 2022 um 0,2 % zurück. Nachdem sich die deutsche Wirtschaft trotz schwieriger Bedingungen in den ersten drei Quartalen gut behaupten konnte, nahm die Wirtschaftsleistung im 4. Quartal 2022 somit leicht ab. 1 Die Zahl der Neuzulassungen in Deutschland entwickelte sich wie folgt: 1,2,3
Die Zahl der Neuzulassungen war in Deutschland in 2022 leicht (+1%) über Vorjahresniveau. Im Vergleich zum Vorkrisenjahr 2019 verblieb auf dem deutschen Markt eine erhebliche Absatzlücke von rund 26 Prozent. Die Gründe für die nach wie vor schwache Inlandsnachfrage sind vielfältig. Wesentliche Ursachen sind sicher die Unsicherheit aufgrund des Ukraine-Kriegs und der Inflation sowie Lücken in der Versorgung von Vor- und Zwischenprodukten. Die Absatzschwäche zeigte sich insbesondere im Frühjahr und im Sommer. Von den 2,7 Mio. Stück zugelassenen Pkw waren 0,8 Mio. Stück Elektro-Pkw. Das waren 22 Prozent mehr als im Vorjahr. Der Anteil der Elektro-Pkw an den Gesamtzulassungen lag bei 31,4 Prozent. Hier ist zu beachten, dass es aufgrund des Endes der staatlichen Förderung für Plug-In-Hybride (PHEV) und der Reduzierung für rein batterieelektrische Pkw Vorzieheffekte gab. 1 Der europäische Markt wies keine wesentlich andere Entwicklung auf. Die Zahl der Neuzulassungen 2022 betrug 11,3 Mio. Stück. Dies bedeutete einen Rückgang gegenüber 2021 von 4 %. Im Vergleich zum Vorkrisenjahr 2019 ging die Zahl der Neuzulassungen um 29 % zurück. 4 Für das Gesamtjahr 2023 ist nicht zu erwarten, dass sich die Neuzulassungen deutlich erhöhen, da viele der Gründe, welche im Jahr 2022 einen höheren Absatz verhinderten, mutmaßlich auch in 2023 noch wirken werden. 5
1 Siehe Pressemitteilung des VDA vom 04.01.2023
unter https://www.vda.de/de/presse/Pressemeldungen/.
2. Finanzielle und nicht-finanzielle Leistungsindikatoren Das Unternehmen orientiert sich an finanziellen und nicht-finanziellen Leistungsindikatoren. Die wichtigsten finanziellen Leistungsindikatoren sind Umsatz und EBITDA. Die Entwicklung beider Kennziffern in 2022 erläutern wir in unserer Darstellung der Ertragslage im Abschnitt C. Wichtige nicht-finanzielle Leistungsindikatoren sind betriebliche Produktivitätskennzahlen (KPIs), welche die produzierte Menge in einen zeitlichen Bezug setzen. Daneben sind Qualitätskennziffern von großer Bedeutung. Hier orientieren wir uns unter anderem an der parts-per-million-Rate. Im Bereich der Arbeitssicherheit verfolgen wir die Kennziffern Anzahl Verbandbucheintragungen, Unfallschwere (Anzahl Ausfalltage) und Unfallhäufigkeit. 3. Geschäftsentwicklung der PWK IBEX GmbH IBEX hat ihr operatives Geschäft zum 1. Juli 2022 aufgenommen. Die Nachfrage unserer Kunden zeigte sich im 2. Halbjahr grundsätzlich stabil. Allerdings ist der Markt insgesamt spürbar unter dem Niveau der Jahre 2018 und 2017. Der Umsatz im Zeitraum Juli - Dezember 2022 betrug 9,0 Mio. €. Die Bestandsveränderung betrug 1,5 Mio. € und umfasst den Aufbau der fertigen und unfertigen Erzeugnisse seit dem Erwerb der fertigen und unfertigen Bestände im Rahmen des Asset Deals zum 1. Juli 2022. Die Gesamtleistung (Umsatzerlöse zzgl. Bestandserhöhung) lag bei 10,5 Mio. €. Der Rohmaterialmarkt zeigte zum 1. Juli 2022 zunächst einen deutlichen Preisanstieg sowohl bei Stahl als auch bei Aluminium. In den folgenden Monaten bis Ende 2022 blieb die Entwicklung weitgehend stabil. Das Rohergebnis lag bei 7,3 Mio. €. Der Personalaufwand betrug 3,0 Mio. €. bzw. 28,9% der Gesamtleistung. Im Personalaufwand sind 0,3 Mio. € Aufwendungen für Freistellungen und Abfindungen enthalten. Das integrierte Managementsystem wurde erfolgreich fortgeführt. Nach einer Überprüfung wurden die jeweiligen Zertifikate für das Qualitäts- (IATF 16949), für das Umwelt- (DIN EN ISO 14.001) sowie für das Energiemanagementsystem (DIN EN ISO 50.001) auf die Winning CoFo - IBEX GmbH umgeschrieben. Die Liquidität lag zum Jahresende 2022 bei 1,1 Mio. € und war auch während des Geschäftsjahres auf einem guten Niveau. Die Finanzierung erfolgt im Wesentlichen durch das operative Geschäft sowie das im Juli eingeführte Factoring. IBEX optimiert die Liquidität durch aktives Bestandsmanagement, Verhandeln von Zahlungszielen mit Lieferanten und antizipativer Zusammenarbeit mit unseren Kunden im Hinblick auf Zahlungseingänge. Die Finanzierung der Firma über eine Betriebsmittellinie war nicht notwendig. Wir wollen allerdings zwecks Finanzierung von Working Capital und Investitionen mittelfristig eine Betriebsmittellinie einrichten. Umsatzentwicklung Die Umsatzerlöse betrugen im Rumpf-Geschäftsjahr 2022 9,0 Mio. €. Hierbei ist zu beachten, dass IBEX das operative Geschäft erst zum 01.07.2022 startete. Die regionale Verteilung der Umsätze war wie folgt:
Beschaffung Der Rohmaterialmarkt verzeichnete zum 1. Juli 2022 deutliche Preiserhöhungen bei Stahl und Aluminium. In den folgenden Monaten gab es im Stahlmarkt keine spürbaren Preisänderungen. Die Verfügbarkeit des Rohmaterials war zum Teil schwierig. Zum einen war die Nachfrage nach Stahl vergleichsweise hoch, was sich auch im Preis widerspiegelte. Zum anderen erwarteten einige Lieferanten Vorkasse, was die pünktliche Zulieferung erschwerte. Diese Situation hat sich allerdings im neuen Jahr deutlich verbessert. Investitionen Das Investitionsvolumen für Sachanlagen betrug im Jahr 2022 insgesamt 716 T€. Diese Investitionssumme teilt sich auf in:
Die Zugänge zum Anlagevermögen resultieren vor allem aus dem Erwerb des beweglichen Sachanlagevermögens der PWK IBEX GmbH im Rahmen des Asset Deals zum 01. Juli 2022. Ein kleinerer Teil der Zugänge (0,2 Mio. €) stammt aus Investitionen nach dem Asset Deal. Wir planen für 2023 ein Investitionsvolumen von 1,5 Mio. €. Die geplanten Projekte betreffen Kapazitätsausbau, Flexibilisierung von Anlagen, Ersatzinvestitionen, Rationalisierungen und Qualitätssicherung. Personal- und Sozialbereich Die Anzahl der aktiven Arbeitnehmer (ohne Auszubildende) lag am Stichtag 31. Dezember 2022 bei 122 Mitarbeitern. Die Zahl der Auszubildenden lag am Jahresende 2022 bei 7. Die durchschnittliche Zahl der aktiven Mitarbeiter lag im Zeitraum Juli bis Dezember 2022 bei 149. Die Reduzierung der Belegschaft im Verlaufe des Rumpfgeschäftsjahres 2022 war Teil der Restrukturierungsmaßnahmen. Für 2023 ist keine wesentliche Reduzierung der Zahl der Mitarbeiter geplant. C. Darstellung der Ertrags- Vermögens- und Finanzlage 1. Ertragslage
Der Umsatz lag in den ersten 6 Monaten der operativen Tätigkeit von IBEX (Juli-Dezember 2022) auf einem gleichbleibenden Niveau. Die Bestandserhöhung resultierte im Wesentlichen auf der Erhöhung der fertigen und unfertigen Bestände nach dem Asset Deal am 01.07.2022. Gegenläufig wirkten 0,9 Mio. € Aufwand, welcher aus Verschrottungen und Abwertungen resultierte und die Rahmen der Restrukturierung notwendig wurden. Innerhalb des Materialaufwands stiegen die Rohmaterialpreise zum 01.07.2022 deutlich an und bewegten sich dann im Wesentlichen seitwärts. IBEX hat aus den Veränderungen der Rohmaterialpreise keine nennenswerten Ergebnisbeeinflussungen erfahren. Grundsätzlich werden preisliche Veränderungen des Rohmaterialaufwands an die Kunden weitergegeben. Die anderen Komponenten im Materialaufwand wie Werkzeuge sowie Hilfs- und Betriebsstoffe sind im Zeitraum Juli bis Dezember 2022 im Preis stark angestiegen. Diese Kostensteigerungen konnten in 2022 nicht an die Kunden weitergereicht werden. Im Materialaufwand sind zudem 0,1 Mio. € Aufwand enthalten, welcher die Verschrottung von Rohmaterial betrifft, welches im Rahmen der Restrukturierung als nicht mehr verwendbar klassifiziert werden musste. Der Personalaufwand enthält 0,3 Mio. € Aufwendungen für Freistellungen und Abfindungen. Innerhalb des sonstigen Aufwands/Ertrags betreffen 1,1 Mio. € Ausgaben im Zusammenhang mit der Restrukturierung der Winning CoFo - IBEX GmbH. Im sonstigen Ertrag sind finanzielle Beiträge unserer Kunden enthalten, welche im Rahmen des Asset Deals und in Form von Trade Agreements verhandelt wurden. Die Energiekosten konnten aufgrund des vertraglich vereinbarten Volumenanteils auf einem niedrigen Niveau gehalten werden. Das EBITDA befindet sich mit 18% von der Gesamtleistung auf einem sehr hohen Niveau, welches aufgrund der Sondereffekte aus dem Asset-Deal nicht als repräsentativ angesehen werden kann. Für 2023 planen wir mit einer EBITDA-Quote von 5%. Die Abschreibungen resultieren im Wesentlichen aus dem im Rahmen des Asset Deals übernommenen Sachanlagevermögen. Das Finanzergebnis enthält neben Zinsen und Gebühren für das Factoring auch Zinsen für die Finanzierung wesentlicher Teile des Anlagevermögens über einen Mietkauf (siehe Erläuterungen zur Finanzlage). Die Ertragsteuern betreffen den Gewinn des Geschäftsjahres 2022, die sonstigen Steuern sind vor allem bedingt durch die Grundsteuer. 2. Vermögenslage
Das Anlagevermögen resultiert im Wesentlichen aus dem Erwerb des beweglichen Sachanlagevermögens der PWK IBEX GmbH im Rahmen des Asset Deals zum 01. Juli 2022. Ein kleinerer Teil der Zugänge stammt aus Investitionen nach dem Asset Deal. Das Umlaufvermögen setzt sich wie folgt zusammen:
Die Forderungen enthalten Forderungen gegen verbundene Unternehmen von 0,7 Mio. €. Das Fremd- und Eigenkapital teilen sich wie folgt auf:
Das Eigenkapital setzt sich wie folgt zusammen:
Die Eigenkapitalquote liegt bei 20%. Das gezeichnete Kapital ist voll eingezahlt. 3. Finanzlage Die Finanzierung der IBEX erfolgt über das Factoring eines großen Teils der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und über das laufende Ergebnis. Zum 31.12.2022 betrug die Finanzierung über Factoring 938 T€. Es handelt sich um ein sogenanntes "True-Sale" Factoring. Eine externe Finanzierung über Kreditinstitute war im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht erforderlich. IBEX hat im August 2022 einen Miet-Kaufvertrag über einen Großteil des Sachanlagevermögens abgeschlossen. Die hieraus resultierende Verbindlichkeit wird unter den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen ausgewiesen und betrug zum 31.12.2022 3.024 T€. D. Risiken und Chancen der künftigen Entwicklung 1. Chancen- und Risikobericht Durch die Geschäftsleitung und die Bereichsleiter werden regelmäßig aktuelle Einschätzungen über Risikopotentiale der Gesellschaft vorgenommen und ausgewertet. Hierbei erfolgt dabei vor allem eine differenzierte Betrachtung der folgenden Risikobereiche:
Risikoorientiere Handlungsszenarien wurden für alle wesentlichen Funktionsbereiche erarbeitet und in einen Maßnahmenkatalog der Gesellschaft eingearbeitet. Im Bedarfsfall kann dieser zielgerichtet eingesetzt werden. Hinsichtlich des rechtzeitigen Erkennens von wesentlichen Risiken erfolgt weiterhin eine regelmäßige Kontrolle der kurz- und mittelfristigen Unternehmensplanung sowie die regelmäßige Überwachung und Aktualisierung unseres internen Kontroll- und Überwachungssystems. Die Führungsverantwortlichen aller Bereiche werden detailliert informiert und sind in der Erarbeitung und Umsetzung von Gegenmaßnahmen somit frühzeitig involviert und beteiligt. Im Einzelnen wurden von uns insbesondere folgende Risiken identifiziert:
Dem Absatzrisiko mit dem daraus resultierenden Auslastungsrisiko wird weiterhin mittels einer zeitnahen Produktionssteuerung und einer rollierenden Planung entgegengewirkt. Dabei erfolgt ein Abgleich mit vorhandenen Ressourcen, um Lieferverzögerungen, aber auch etwaige Stillstandszeiten und damit verbundene Sonderkosten und/oder nicht abgedeckte Fixkosten zu vermeiden. Darüber hinaus nutzen wir im Eventualfall das Instrument der Kurzarbeit. Das Liquiditätsrisiko wird weiterhin durch gezielte Maßnahmen im Bereich des Working Capitals vermindert. Dabei ist die weitere Umsatzentwicklung nach wie vor ein wesentlicher Bestandteil der Liquiditätsplanung. Die Liquiditätsplanung erfolgt für das komplette Jahr und wird regelmäßig angepasst. Ein Liquiditätsrisiko besteht in der Veränderung der Zahlungsziele unserer Lieferanten. Die meisten Lieferanten haben IBEX mittlerweile Zahlungsziele eingeräumt, wenngleich die Zahlungsziele noch sehr kurz sind. Wir reduzieren das Risiko schlechterer Zahlungsziele durch offene Kommunikation mit Lieferanten und Warenkreditversicherern. Dem Risiko steigender Beschaffungspreise wird durch frühzeitige Informationsbeschaffung, präventivem Beschaffungsmanagement sowie dem Versuch langfristigerer Preisbindungen entgegengewirkt. Veränderungen der Stahl- und Aluminiumpreise werden grundsätzlich zeitversetzt an die Kunden weitergegeben. Im Falle eines starken Preisanstiegs würden wir, um eine größere Ergebnisbelastung zu vermeiden, eine sofortige Übernahme der zusätzlichen Kosten durch die Kunden zu erreichen versuchen, wobei eine Unsicherheit verbleibt zu welchem Grad dies gelingt. In 2022 und in 2023 haben wir auf unserer Beschaffungsseite auch außerhalb der Stahl- und Aluminiumpreise eine starke inflationäre Entwicklung bei allen Kostenarten zu verzeichnen gehabt. Wir begegneten dem Inflationsrisiko durch noch intensivere Verhandlungen mit unseren Lieferanten, Lieferantenwechsel und weiteren Einsparmaßnahmen. Insbesondere aber sind wir auf unsere Kunden zugegangen und haben Preiserhöhungen gefordert. Die Verhandlungen laufen noch, allerdings können wir bereits jetzt sehen, dass die Kunden die Notwendigkeit höherer Preise grundsätzlich akzeptieren. Wir erwarten daher, dass sich die Marge durch die Inflation nicht verschlechtert. Die Energiekosten sind ein wesentlicher Kostenfaktor, der mittel- bis langfristig schwierig zu kalkulieren ist. Kostentreiber bei der Energie sind neben dem eigentlichen Energiepreis insbesondere Steuern, Abgaben und Netzgebühren. IBEX hat für die Geschäftsjahre 2023 bis 2025 größeren Mengen des Energiebedarfs gehedget. Das Risiko beschränkt sich somit für steigende Preise auf den nicht-gehedgten Teil. Wir erachten dieses Risiko als eher gering. Die Zinsen sind im Jahr 2022 gestiegen und befinden sich auch im 1. Quartal 2023 weiter auf einem erhöhten Niveau. Die gestiegenen Zinsen führen bei dem Factoring-Programm zu höheren Zinsaufwand. Zinsbegrenzende Maßnahmen (CAP oder SWAP) existieren nicht. Wir erachten auch dieses Risiko als limitiert in seinen möglichen Auswirkungen. Chancen sehen wir vor allem in der kontinuierlichen Verbesserung unserer Produktivität sowie höhere Abrufe durch Kunden. Wichtige marktbestimmende Faktoren sind hierbei Innovation, Kundennähe, Qualität, Produktivität und Flexibilität. Wir sehen hier Wettbewerbsvorteile und richten unsere Strategien dementsprechend aus. Zudem erwarten wir weitere Synergieeffekte und Optimierungen mit unseren Schwestergesellschaften Winning CoFo - PWK GmbH in Krefeld und Winning CoFo - Räuchle GmbH in Dietenheim bei der Produkterstellung in technologischer und logistischer Hinsicht. Wir planen weitere Synergieeffekte durch unsere Zugehörigkeit zur Winning-Gruppe. Wir investieren unverändert in Qualität und Flexibilität. Hierbei ist es unser erstes Ziel unsere Kunden termingerecht und fehlerfrei zu beliefern. Dieses wiederum hat positiven Einfluss auf unsere Ergebnislage. Wir liegen unverändert auf einem hohen Vertrauensniveau gegenüber unseren Kunden. Dies belegen neue Aufträge und die Erschließung neuer Produkte. Zudem verbessern wir unsere technologische Leistungsfähigkeit. Hierfür sind kompetente, motivierte und geschulte Mitarbeiter unabdingbare Voraussetzung. Wir entwickeln unsere Mitarbeiter durch interne und externe Schulung weiter, auch und gerade wegen der Abbaumaßnahmen. Ein wichtiges Beispiel hierfür ist unser internes Programm "Wios" ("Winning Operational System"). So wollen wir Wettbewerbsvorteile generieren und den Standort sichern. Kapazitätsanpassungen wurden und werden zukunftsorientiert und umsichtig durchgeführt, ohne bislang die Lieferfähigkeit an unsere Kunden zu gefährden. Erfolge sind langfristig nur mit einer qualifizierten und motivierten Belegschaft zu erreichen. Wir konnten den Standort Krefeld nachhaltig festigen und wollen diesen weiterhin ausbauen. Wir sehen eine Chance für einen besseren Geschäftsverlauf für den Fall einer unerwarteten guten konjunkturellen Entwicklung. 2. Risikoberichterstattung zur Ukraine-Krise IBEX hat keine direkten Verbindungen zur Ukraine oder zu Russland, weder auf der Absatznoch auf der Lieferantenseite. Die Auftragslage von PWK war im Rumpfgeschäftsjah 2022 und auch im 1. Quartal 2023 stabil. Insofern sehen wir aktuell grundsätzlich keine Risiken. Diese Aussage gilt allerdings nur so weit der Konflikt nicht weiter eskaliert. Die Auswirkungen einer weiteren Eskalation sind nicht abschätzbar. 3. Risikoberichterstattung zu derivativen Finanzinstrumenten IBEX hat wesentliche Teile des Bezugs von Strom vertraglich über mittelfristige Einkaufsverträge gesichert, d.h. eine bestimmte Menge an Energie wurde frühzeitig preislich fixiert. Darüber hinaus existieren keine derivativen Finanzinstrumente. 4. Prognosebericht IBEX verzeichnete im Rumpf-Geschäftsjahr 2022 einen Umsatz von 9,0 Mio. €, ein EBITDA von 1,8 Mio. € und einen Jahresüberschuss von 1,0 Mio. €. Dieses Ergebnis war auch durch finanzielle Beiträge unserer Kunden geprägt. Für 2023 erwarten wir einen Umsatz von 20 Mio.€. Die deutliche Steigerung des Umsatzes beruht in einem hohen Maße darauf, dass das Geschäftsjahr 2023 ein volles 12-Monats Geschäftsjahr sein wird, wohingegen das Geschäftsjahr 2022 lediglich 6 operative Monate umfasst. Darüber hinaus steht IBEX in Verhandlungen mit unseren Kunden über Preiserhöhungen. Wir erachten die Preiserhöhungen im Zuge der inflationären Entwicklungen in 2022 und in 2023 als unumgänglich. Das EBITDA sehen wir in 2023 bei 0,9 Mio. €, den Jahresüberschuss bei 0,1 Mio. €. Im 1. Quartal 2023 betrug das EBITDA 0,1 Mio. € und nur 0,2 Mio. € unter Plan. Auf der Rohmaterialseite erwarten wir in 2023 keine größeren Schwankungen, weder beim Preis noch bei der Verfügbarkeit. Die anderen Kosten sehen wir gleichfalls in einer Seitwärtsbewegung. Die Liquiditätssicherung des Unternehmens bleibt weiterhin permanent im Blickpunkt. Dies tun wir mit einer rollierenden täglichen Cash-Betrachtung, welche die kommenden 13-Wochen abdeckt. Darüber hinaus erfolgt alle drei Monate eine Vorausschau auf das gesamte Jahr. Wir betreiben aktives Debitoren-Management und halten unsere Vorräte möglichst gering, allerdings immer unter Beachtung von Effizienzgesichtspunkten der Produktion. Der Automobilmarkt ist von einer hohen Wettbewerbsintensität geprägt und verlangt von uns permanente Kostensenkungen, Flexibilitätsverbesserungen, Innovationen sowie Kundennähe. Diese Wettbewerbsparameter werden bei uns im Tagesgeschäft regelmäßig verbessert und nachverfolgt. Alle Führungsverantwortlichen arbeiten in einem permanenten Prozess an weiteren Verbesserungen und leisten somit einen weiteren Beitrag zur positiven Ergebnisentwicklung. Die Planung 2023 zeigt die Durchfinanzierung von IBEX. Nach den derzeit vorliegenden Planzahlen sehen wir den Fortbestand der Gesellschaft als nicht gefährdet an.
Krefeld, den 31. Mai 2023 Geschäftsführer Sebastian Wagner Ulrich Hannemann Roland Heller Bilanz zum 31. Dezember 2022Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für das Rumpfgeschäftsjahr vom 17. Februar bis 31. Dezember 2022
Anhang für das Rumpfgeschäftsjahr vom 17.02. bis zum 31.12. 2022I. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden 1. Gründung Blitz 22-683 GmbH, München (jetzt Winning CoFo - IBEX GmbH, Krefeld) Die Blitz 22-683 GmbH wurde am 17.02.2022 gegründet und am 04.04.2022 in das Handelsregister des Amtsgerichts München eingetragen. Geschäftssitz war München. Das Stammkapital beträgt 25.000 € und wurde in Höhe von jeweils 12.500 € zum 04.04.2022 bzw. 25.04.2022 auf ein Bankkonto der Penta Bank eingezahlt, so dass ab dem 25.04.2022 das Stammkapital vollständig eingezahlt war. Der Gesellschaftsvertrag datierte vom 17.02.2022. Geschäftsführer waren Frau Randi Mette Selnes, München, und Frau Katja Gogalla, Gröbenzell. Gesellschafterin war die Blitzstart Holding AG, München. Die Winning CoFo a.s. (Brünn/Tschechische Republik) hat sämtliche Geschäftsanteile der Blitz 22-683 GmbH mit Vertrag vom 25.04.2022 erworben. Gleichfalls am 25.04.2022 wurde eine außerordentliche Gesellschafterversammlung abgehalten, auf welcher Herr Sebastian Peter Wagner zum Geschäftsführer bestellt und die früheren Geschäftsführerinnen Frau Selnes und Frau Gogalla abberufen wurden. Der Geschäftssitz der Gesellschaft wurde von München nach Remscheid verlegt. Die Bestellung, die Abberufungen sowie die Änderung des Geschäftssitzes wurden am 12.05.2022 in das Handelsregister München eingetragen. Mit Gesellschafterversammlung vom 13.05.2022 wurde die Blitz 22-683 GmbH in Winning CoFo - IBEX GmbH umfirmiert. Zudem wurden Sitz und Geschäftsanschrift nach Krefeld verlegt und Ulrich Hannemann und Roland Heller zu Geschäftsführern bestellt. Die Eintragung in das Handelsregister für diese Änderungen erfolgte am 25.05.2022. 2. Asset Deal zum 01. Juli 2022 Mit Kauf- und Übertragungsvertrag vom 13. Mai 2022 hat die damalige Blitz 22-683 GmbH (jetzt Winning CoFo - IBEX GmbH) Vorräte, Sachanlagevermögen und immaterielles Anlagevermögen der insolventen PWK Ibex GmbH erworben (Asset Deal). Vollzugszeitpunkt war 00:00 Uhr, 01.07.2022. 3. Allgemeine Angaben Allgemeine Angaben, Ansatz und Bewertung Der vorliegende Jahresabschluss zum 31.12.2022 wurde nach den für mittelgroße Kapitalgesellschaften geltenden Rechnungslegungsvorschriften der §§ 242 und 264 ff. HGB aufgestellt. Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung anzubringen sind im Anhang aufgeführt. Die Handelsregistereintragung der Firma ist HRA 19155 Amtsgericht Krefeld. 4. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Allgemeine Angaben Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. Der Jahresabschluss wurde unter Annahme der Unternehmensfortführung (Going-Concern) aufgestellt. Die Gesellschaft stellt zum 31.12.2022 erstmalig einen Jahresabschluss auf, es erfolgt daher keine Angabe von Vorjahreswerten. Bilanzierung und Bewertung der Aktivposten Sachanlagen Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen über die betriebsnotwendige Nutzungsdauer vermindert. Darüber hinaus werden, soweit erforderlich, außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen. Sachanlagen werden über drei bis 15 Jahre linear abgeschrieben. Geringwertige Vermögensgegenstände mit Anschaffungs- bzw. Herstellkosten bis einschließlich € 250 werden im Zugangsjahr als Aufwand erfasst, ihr sofortiger Abgang wurde unterstellt. Für Anlagegüter mit einem Netto-Einzelwert von mehr als 250,00 € bis 1.000,00 € wurde der jährlich steuerlich zu bildende Sammelposten aus Vereinfachungsgründen in die Handelsbilanz übernommen. Von den jährlichen Sammelposten, deren Höhe insgesamt von untergeordneter Bedeutung ist, werden entsprechend der steuerlichen Vorschriften pauschalierend jeweils 20 Prozent p. a., für dessen Zugänge er gebildet wurde, und den vier darauffolgenden Jahren abgeschrieben. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden im Übrigen zeitanteilig vorgenommen. Geleistete Anzahlungen werden zum Nennwert angesetzt. Vorräte Der Bestand an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sowie Waren wird zu Anschaffungskosten, die den Durchschnittspreisen oder den letzten niedrigeren Beschaffungspreisen entsprechen, bewertet. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind auf Basis einer retrograden Bewertung zu Herstellungskosten oder niedrigeren beizulegenden Werten bewertet. Die Herstellungskosten umfassen alle direkt dem Herstellungsprozess zurechenbaren Kosten sowie notwendige Teile der produktionsbezogenen Gemeinkosten. Hierzu zählen die fertigungsbedingten Abschreibungen, anteilige Verwaltungskosten sowie die anteiligen Kosten des sozialen Bereichs. Fremdkapitalkosten werden nicht als Teil der Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt. Reparaturkosten werden sofort als Aufwand erfasst. Veraltete Bestände sowie Überbestände an Vorräten wurden mittels einer Reichweitenanalyse auf den niedrigeren beizulegenden Wert abgewertet. Dem Grundsatz der verlustfreien Bewertung wurde Rechnung getragen. Zinsaufwendungen sind in den Herstellungskosten nicht enthalten. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen und die sonstigen Vermögensgegenstände wurden zu Nennwerten abzüglich angemessener Einzelwertberichtigungen angesetzt. Bei Forderungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden angemessene Wertabschläge vorgenommen; uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben. Fremdwährungsforderungen sind nicht enthalten. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten Die flüssigen Mittel werden zu Nennwerten angesetzt. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten Unter den Aktiven Rechnungsabgrenzungsposten sind Vorauszahlungen für künftige Zeiträume zeitanteilig abgegrenzt. Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. Bilanzierung und Bewertung der Passivposten Eigenkapital Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert. Rückstellungen Die Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Steuerrückstellungen und sonstige Rückstellungen Bei Bildung der Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen ist den bis zur Aufstellung des Jahresabschlusses erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten angemessen Rechnung getragen. Sie sind in der Höhe bemessen, die nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Es handelt sich bei den sonstigen Rückstellungen ausschließlich um kurzfristige Rückstellungen. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten wurden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. II. Erläuterungen zu Bilanzposten 1. Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist im Anlagenspiegel als Anlage zum Anhang dargestellt. Die Zugänge im Anlagevermögen in Höhe von 0,7 Mio. € stammen zum größten Teil aus dem Asset Deal. 2. Umlaufvermögen Im Juli 2022 hat die Gesellschaft Factoring eingeführt. Die verkauften Forderungen werden entsprechend nicht mehr in der Bilanz ausgewiesen. Gegenüber der Factoring-Gesellschaft bestehen im Rahmen des laufenden Geschäfts Ansprüche, welche unter den sonstigen Forderungen ausgewiesen werden. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betragen 653 T€, darunter 621 T€ aus Finanzierung sowie 32 T€ aus Lieferungen und Leistungen, und setzten sich wie folgt zusammen:
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und die Forderungen gegen verbundene Unternehmen haben eine Laufzeit von bis zu einem Jahr. Die sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von 871 T€ setzen sich wie folgt zusammen:
Die Ansprüche gegen Lieferanten beinhalten im Wesentlichen Sicherheitsleistungen und Vorauszahlungen. Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten Ansprüche mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr in Höhe von 106 T€. 3. Steuerrückstellungen Die Steuerrückstellungen in Höhe von 502 T€ betreffen Steuern vom Einkommen und Ertrag für das Geschäftsjahr 2022. 4. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von 476 T€ setzen sich wie folgt zusammen:
Die Verbindlichkeiten sind wie folgt fällig:
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen enthalten Verbindlichkeiten aus Mietkauf in Höhe von 3.024 T€, wovon 2.968 T€ eine Restlaufzeit zwischen 1 und 5 Jahren haben. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Diese setzen sich wie folgt zusammen:
Der Posten enthält Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter in Höhe von 57 T€. Es handelt sich hierbei um in Rechnung gestellte Dienstleistungen. Die sonstigen Verbindlichkeiten betreffen mit T€ 54 Lohnsteuer. Die Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit belaufen sich auf T€ 7. 5. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen Verpflichtungen aus Dienstleistungen, Miet- und Pachtverträgen bestehen in Höhe von 176 T€. Diese Verpflichtungen betreffen den Zeitraum 2023 bis 2026. Auf der Grundlage einer Vereinbarung vom 13.07.2022 hat die Winning CoFo - IBEX GmbH Forderungen an eine Factoring-Gesellschaft veräußert. Der Zweck des Factorings liegt hauptsächlich in der Optimierung der Finanzierung. Risiken, die für die Beurteilung der Finanzlage der Gesellschaft von Bedeutung wären, sind im Wesentlichen auf die Zinszahlungen begrenzt. Haftungsverhältnisse ergeben sich nicht. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung 6. Aufgliederung der Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse gliedern sich geographisch wie folgt:
7. Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge resultieren fast auschließlich aus einmaligen Sanierungszuschüssen. 8. Sonstige betriebliche Aufwendungen In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind 1,1 Mio. € Restrukturierungsaufwendungen enthalten, die in Höhe von 641 T€ im Wesentlichen Dienstleistungen gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen. Des Weiteren beinhaltet der Posten IT-Kosten, Raumkosten, Kosten für Versicherungen sowie Kosten für Zeitarbeitnehmer. 9. Personalaufwand Im Personalaufwand sind 339 T€ Restrukturierungsaufwendungen enthalten. Diese betreffen im Wesentlichen Abfindungen und Freistellungskosten. 10. Zinsaufwendungen Die Zinsaufwendungen betreffen Zinsen und zinsähnliche Aufwendungen für das Factoring, für einen Mietkauf und in Höhe von 48 T€ verbundene Unternehmen. 11. Steuern vom Einkommen und Ertrag Die Steuern betreffen Körperschaftsteuer (inkl. Solidaritätszuschlag) und Gewerbesteuer für das Rumpfgeschäftsjahr 2022. 12. Sonstige Steuern Die sonstigen Steuern von 8 T€ betreffen die Grundsteuer. Sonstige Angaben 13. Durchschnittliche Arbeitnehmerzahl
14. Konzernverhältnisse Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Winning Group a.s. (Brünn/Tschechische Republik) einbezogen. Der Konzernabschluss ist einsehbar am Sitz der Holding in Brünn. Wesentliche Geschäfte mit nahestehenden Personen wurden nicht durchgeführt. 15. Gesellschaftsorgane Geschäftsführung Geschäftsführer waren zum Ende des Geschäftsjahres: Frau Randi Mette Selnes, München (vom 17.02.2022 bis zum 25.04.2022) Frau Katja Gogalla, Gröbenzell (vom 17.02.2022 bis zum 25.04.2022) Herr Sebastian Wagner, Geschäftsführer Koordinierung und Strategie, Zell am Hamersbach (seit dem 25.04.2022) Herr Ulrich Hannemann, kaufmännischer Geschäftsführer, Bonn (seit dem 07.06.2022) Herr Roland Heller, Geschäftsführer Technik und Vertrieb, Krefeld (seit dem 07.06.2022) Die Angabe der Geschäftsführerbezüge wurde in Anwendung des § 286 Abs. 4 HGB unterlassen.
Krefeld, den 31.05.2023 Geschäftsführer Sebastian Wagner Ulrich Hannemann Roland Heller Entwicklung des Anlagevermögens
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Winning CoFo - IBEX GmbH, Krefeld Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Winning CoFo - IBEX GmbH, Krefeld, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Rumpfgeschäftsjahr vom 17. Februar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Winning CoFo - IBEX GmbH für das Rumpfgeschäftsjahr vom 17. Februar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Köln, den 29. Juni 2023 PricewaterhouseCoopers
GmbH
Stefan Wienands, Wirtschaftsprüfer ppa. Klaus Mosko, Wirtschaftsprüfer Sonstiges Die Feststellung des Jahresabschlusses erfolgte am 21.11.2023. |
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