Sapa Building Systems GmbHLiquidiert

Einsteinstraße 61, 89077 Ulm, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Ulm HRB 1938
Vorher
Hydro Building Systems GmbH
Eingetragen
22.12.1987
Branche
Herstellung von Türen und Fenstern aus KunststoffenHerstellung von Baubedarfsartikeln aus KunststoffenHerstellung von Ausbauelementen aus Metall
Gegenstand
Entwicklung, Konstruktion, Herstellung und Vertrieb von Systemprofilen aus Aluminium sowie von Beschlägen und Zubehör von Fenstern, Türen und Fassaden, im wesentlichen unter dem eingetragenen Warenzeichen "WICONAR" sowie die Entwicklung, Konstruktion, Herstellung und Vertrieb von Metall-, Holz- und Kunstoffwaren jeder Art.

Historie

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Management

NameRolle
Katrin Herzer
seit 17.11.2017
Prokura
Ralf Arno Seufert
seit 13.2.2017
Prokura
Prokura
Henri Gomez
seit 19.4.2016
Geschäftsführer
Werner Reinisch
seit 14.6.2006
Prokura
Prokura
Hubert Kühner
seit 6.4.2006
Prokura

Konzern- und Jahresabschlüsse

Sapa Building Systems GmbH

Ulm

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2016 bis zum 31.12.2016

Inhaltsverzeichnis

Bestätigungsvermerk

Rechnungslegung

Auftragsbedingungen, Haftung und Verwendungsvorbehalt

Hinweis:

Den nachfolgenden Bestätigungsvermerk haben wir, unter Beachtung der gesetzlichen und berufsständischen Bestimmungen, nach Maßgabe der in der Anlage "Auftragsbedingungen, Haftung und Verwendungsvorbehalt" beschriebenen Bedingungen erteilt.

Falls das vorliegende Dokument in elektronischer Fassung für Zwecke der Offenlegung im Bundesanzeiger verwendet wird, sind für diesen Zweck daraus nur die Dateien zur Rechnungslegung und im Falle gesetzlicher Prüfungspflicht der Bestätigungsvermerk resp. die diesbezüglich erteilte Bescheinigung bestimmt.

Bestätigungsvermerk

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Sapa Building Systems GmbH, Ulm, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2016 bis 31. Dezember 2016 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Stuttgart, 15. September 2017

Ernst & Young GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Sieder, Wirtschaftsprüfer

Kruse, Wirtschaftsprüferin

Bilanz zum 31. Dezember 2016

Aktiva

Vorjahr
EUR EUR TEUR
A. Anlagevermögen      
I. Immaterielle Vermögensgegenstände      
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten   200.806,00 344
II. Sachanlagen      
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.843.788,92   1.972
2. Technische Anlagen und Maschinen 712.277,00   1.063
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.236.781,00   1.207
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 119.176,30   17
    3.912.023,22 4.259
III. Finanzanlagen      
1. Ansprüche aus Rückdeckungsversicherungen 64.673,38   63
2. Beteiligungen 1.000,00   1
    65.673,38 64
    4.178.502,60 4.667
B. Umlaufvermögen      
I. Vorräte      
Waren   8.090.582,94 8.117
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände      
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 6.178.893,87   7.226
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 10.243.774,24   7.868
davon gegen Gesellschafter: TEUR 0 (Vj. TEUR 0)      
3. Sonstige Vermögensgegenstände 1.376.311,23   1.216
davon aus Steuern: TEUR 370 (Vj. TEUR 212)      
    17.798.979,34 16.310
III. Schecks, Kassenbestand, Bundesbankund Postbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten   5.655,05 30
    25.895.217,33 24.457
C. Rechnungsabgrenzungsposten   739.083,74 145
    30.812.803,67 29.269

Passiva

     
    Vorjahr
  EUR EUR TEUR
A. Eigenkapital      
I. Gezeichnetes Kapital 1.075.000,00   1.075
II. Kapitalrücklage 6.838.493,12   6.838
III. Andere Gewinnrücklagen 433.209,18   433
IV. Gewinnvortrag/Verlustvortrag 2.941,35   3
    8.349.643,65 8.349
B. Rückstellungen      
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 6.339.918,00   6.932
2. Sonstige Rückstellungen 7.577.087,14   7.473
    13.917.005,14 14.405
C. Verbindlichkeiten      
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4.309.984,99   2.700
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 3.897.495,48   3.574
davon gegenüber Gesellschaftern: TEUR 0 (Vj. TEUR 0)      
3. Sonstige Verbindlichkeiten 337.145,54   241
davon aus Steuern: TEUR 9 (Vj. TEUR 0)      
    8.544.626,01 6.515
D. Rechnungsabgrenzungsposten   1.528,87 0
    30.812.803,67 29.269

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2016

Vorjahr
EUR EUR TEUR TEUR
1. Umsatzerlöse 99.622.627,19   108.902  
2. Sonstige betriebliche Erträge 15.295.466,48   16.498  
    114.918.093,67   125.400
3. Materialaufwand        
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren   64.600.157,70   73.857
4. Personalaufwand        
a) Löhne und Gehälter 21.112.007,00   19.956  
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 3.609.894,21   3.941  
davon für Altersversorgung TEUR 305 (Vj. TEUR 510)        
    24.721.901,21   23.897
5. Abschreibungen        
auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen   1.208.951,56   1.178
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen   24.296.815,15   25.631
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 57.438,92   71  
davon aus verbundenen Unternehmen TEUR 26 (Vj. TEUR 26)        
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 290.584,96   332  
davon an verbundene Unternehmen TEUR 26 (Vj. TEUR 15)        
    -233.146,04   -261
9. Ergebnis nach Steuern   -142.877,99   578
10. Sonstige Steuern   24.717,94   23
11. Aufgrund eines Ergebnisabführungsvertrags abgeführter Verlust (Vj. Gewinn)   -167.595,93   555
12. Jahresüberschuss   0,00   0

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2016

Bruttobuchwerte
Stand am
01.01.2016
Zugänge Umbuchungen Abgänge Stand am
31.12.2016
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände          
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.555.385,89 37.393,00 0,00 186.547,54 2.406.231,35
  2.555.385,89 37.393,00 0,00 186.547,54 2.406.231,35
II. Sachanlagen          
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 5.412.435,79 31.272,40 16.800,00 27.389,37 5.433.118,82
2. Technische Anlagen und Maschinen 5.337.778,37 30.541,73 0,00 94.266,25 5.274.053,85
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.487.328,17 555.490,43 0,00 766.940,17 4.275.878,43
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 16.800,00 119.176,30 -16.800,00 0,00 119.176,30
  15.254.342,33 736.480,86 0,00 888.595,79 15.102.227,40
III. Finanzanlagen          
1. Ansprüche aus Rückdeckungsversicherung 62.599,53 2.073,85 0,00 0,00 64.673,38
2. Beteiligungen 1.000,00 0,00 0,00 0,00 1.000,00
  63.599,53 2.073,85 0,00 0,00 65.673,38
  17.873.327,75 775.947,71 0,00 1.075.143,33 17.574.132,13
Kumulierte Abschreibungen
Stand am
01.01.2016
Zugänge Abgänge Stand am
31.12.2016
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.210.897,89 181.075,00 186.547,54 2.205.425,35
  2.210.897,89 181.075,00 186.547,54 2.205.425,35
II. Sachanlagen        
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.440.829,87 175.889,40 27.389,37 3.589.329,90
2. Technische Anlagen und Maschinen 4.274.872,37 353.976,73 67.072,25 4.561.776,85
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.279.827,17 498.010,43 738.740,17 3.039.097,43
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
  10.995.529,41 1.027.876,56 833.201,79 11.190.204,18
III. Finanzanlagen        
1. Ansprüche aus Rückdeckungsversicherung 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00
  0,00 0,00 0,00 0,00
  13.206.427,30 1.208.951,56 1.019.749,33 13.395.629,53
Nettobuchwerte
Stand am
31.12.2016
Stand am
31.12.2015
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 200.806,00 344.488,00
  200.806,00 344.488,00
II. Sachanlagen    
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.843.788,92 1.971.605,92
2. Technische Anlagen und Maschinen 712.277,00 1.062.906,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.236.781,00 1.207.501,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 119.176,30 16.800,00
  3.912.023,22 4.258.812,92
III. Finanzanlagen    
1. Ansprüche aus Rückdeckungsversicherung 64.673,38 62.599,53
2. Beteiligungen 1.000,00 1.000,00
  65.673,38 63.599,53
  4.178.502,60 4.666.900,45

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2016

Grundlagen der Gesellschaft

Die Sapa Building Systems GmbH (kurz: Gesellschaft) hat ihren Sitz in Ulm. Sie entwickelt, konstruiert und vertreibt Aluminiumprofilsysteme zur Fertigung von Fenstern, Türen und Fassaden, im Wesentlichen unter dem eingetragenen Warenzeichen WICONA.

Die Gesellschaft unterhält neben den Zentralbereichen in Ulm einen Logistikstandort (Zentrallager) in Gerstungen, ein Schulungs- und Testzentrum in Bellenberg sowie Vertriebsbüros in Leipzig und Ratingen.

Im Handelsregister eingetragene Zweigniederlassungen bestehen nicht.

Die Gesellschaft ist 100%ige Tochter der Sapa Extrusion Deutschland GmbH, Achim-Uphusen.

Es besteht ein Gewinnabführungsvertrag mit der Sapa Germany GmbH, Ulm. Diese ist der steuerliche Organträger für mehrere Sapa-Gesellschaften in Deutschland.

Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

Auch 2016 zeigte sich die deutsche Wirtschaft als konstant mit leichtem Wachstum ähnlich dem Vorjahr. Die Investitionstätigkeit in 2016 war vor allem Anfang des Jahres deutlich höher als im Vorjahr, stockte jedoch im weiteren Verlauf erheblich. Die Lage auf dem Arbeitsmarkt präsentierte sich weiterhin gut, was zusammen mit deutlichen Tariferhöhungen der letzten Jahre zu weiterhin höheren Konsumausgaben führte. Positive Impulse gingen unverändert aus dem Export-/Importverhältnis sowie von den steigenden Ausgaben der privaten Haushalte aus. Auch der Immobilienmarkt zeichnete sich durch steigende Preise und Anzahl der Baugenehmigungen auf hohem Niveau aus. Der 3-Monatspreis für Hüttenaluminium betrug zum Jahresende 1.693 US-Dollar (Vorperiode 1.496 US-Dollar). In 2016 betrug der Durchschnittspreis 1.611 US-Dollar, während im vorangegangenen Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2015 der Durchschnittspreis 1.703 US-Dollar je Tonne kostete. Die Wechselkursentwicklung EUR/US-Dollar im Vergleich zum Vorjahr verlief weiterhin negativ mit einem sich abschwächenden EURO. Dem Durchschnittswert des Geschäftsjahres vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2015 von US-Dollar 1,1095 steht in 2016 ein Durchschnittswert von 1,1069 US-Dollar gegenüber. Die Entwicklung des US-Dollar Wechselkurses hatte im Laufe des 4. Quartals 2016 deutlich negative Auswirkungen auf den Aluminiumeinkauf im Vergleich zu 2015.

Darstellung des Geschäftsverlaufs vor dem Markthintergrund

Die Umsatzerlöse im Geschäftsjahr 2016 gingen gegenüber dem Geschäftsjahr 2015 insgesamt um EUR 9,3 Mio. (-8,52 %) zurück. Hauptursache hierfür waren im Wesentlichen organisatorische Änderungen aufgrund des Joint Venture, wodurch Exportumsätze in Höhe von 5,75 Mio. in andere Geschäftsbereiche verlagert wurden. Zusätzlich ging aufgrund der Neuausrichtung des Key-Account-Geschäftes mit Fokus auf erhöhte Rentabilität das Projektgeschäft um 5,4 Mio. zurück. Die Rohmarge (Umsatzerlöse abzüglich Materialaufwand) ist im Vergleich zur Vorperiode deutlich gestiegen, was auf die Neuausrichtung des Vertriebs und die Marktbearbeitungsstrategie zurückzuführen ist. Im Bereich Projektservice wurde eine Umsatzsteigerung erzielt.

Beschaffung

Im Geschäftsjahr 2016 stiegen die Aluminiumpreise bis zum Ende des ersten Quartals auf 1.501 US-Dollar/Tonne. Im Verlauf des zweiten Quartals erhöhten sich die Aluminiumpreise weiterhin auf 1.643 US-Dollar/Tonne, im dritten Quartal auf 1.673 US-Dollar/Tonne und stiegen bis Ende des Jahres nochmals auf 1.693 US-Dollar/Tonne. Der Durchschnittspreis im Jahr 2016 war mit 1.611 US-Dollar/Tonne zwar um 5,4% niedriger als der Durchschnitt des vorangegangenen Geschäftsjahres (Geschäftsjahr 2015: 1.703 US-Dollar/Tonne). Jedoch entwickelte sich der US-Dollar Wechselkurs in diesem Zeitraum negativ, so dass der Wechselkurs in 2016 durchschnittlich nur noch 1,1069 betrug (Vorjahr: 1,1095). Insbesondere im vierten Quartal 2016 wurde der EUR gegenüber dem US-Dollar deutlich schwächer und lag zum Jahresende bei 1,0541.

Investitionen

Im Geschäftsjahr 2016 betrugen die Investitionen EUR 0,8 Mio. (Vorjahr: EUR 0,8 Mio.) und betreffen hauptsächlich Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie Software.

Personal- und Sozialbereich

Die Anzahl der Mitarbeiter lag im Geschäftsjahr 2016 durchschnittlich bei 348 (Vorjahr: 348). Zum Bilanzstichtag wurden 279 (Vorjahr: 276) Männer und 72 (Vorjahr: 71) Frauen beschäftigt. Davon waren 24 (Vorjahr: 18) Personen teilzeitbeschäftigt. Aufgrund der Firmenhistorie haben wir unterschiedliche Vereinbarungen zur Altersversorgung unserer Mitarbeiter. Es bestehen mittelbare und unmittelbare Zusagen, wobei in neuerer Zeit nur mittelbare Zusagen getätigt werden.

Umweltschutz

Der Umweltschutz hat einen hohen Stellenwert sowohl in der Sapa-Gruppe, als auch bei der Sapa Building Systems GmbH. Aluminium kann mit nur 5 % der Ursprungsenergie in immer neue Produkte umgewandelt werden und behält dabei seine hohen Produkteigenschaften in vollem Umfang. Die Gesellschaft ist Mitglied im A/U/F Aluminium und Umwelt im Fenster- und Fassadenbau und unterstützt tatkräftig die Wiederverwertung von Aluminium im nämlichen Kreislauf.

Forschung und Entwicklung

Die Sapa Building Systems GmbH entwickelt sowohl komplette Lösungen und Bausysteme in den Bereichen Fenster, Türen und Fassaden, als auch kundenspezifische Erweiterungen und Anpassungen. Ein bedeutender Faktor dabei ist das firmeneigene Testcenter in Bellenberg, um den hohen Qualitätsanforderungen und Vorschriften zu genügen.

Vermögenslage

Im Vergleich zur Vorperiode ging das Sachanlagevermögen um ca. 8,1 % auf EUR 3,9 Mio. (Vorjahr: EUR 4,3 Mio.) zurück. Hauptgrund hierfür sind die planmäßigen Abschreibungen, die die Sachanlagenzugänge aufgrund geringer Investitionstätigkeit im Berichtszeitraum übersteigen.

Während die Vorräte (EUR 8,1 Mio.) einen leichten Rückgang aufweisen, gingen die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (EUR 6,2 Mio.) deutlich zurück, hauptsächlich aufgrund des stärkeren Rückgangs der Geschäftstätigkeit im Monat Dezember gegenüber dem Monat Dezember des Vorjahres. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen haben sich auf EUR 10,2 Mio. gegenüber dem Vorjahr erhöht. Dieser Posten beinhaltet auch Guthaben im Sapa Cash-Pool in Höhe von EUR 6,0 Mio.

Das Eigenkapital ist aufgrund des aktuellen Ergebnisabführungsvertrags gegenüber dem Vorjahr unverändert.

Die Rückstellungen (EUR 13,9 Mio.) sind gegenüber dem Vorjahr (EUR 14,4 Mio.) leicht gesunken.

Die Verbindlichkeiten (EUR 8,5 Mio.) sind um EUR 2,0 Mio. gegenüber dem Vorjahr (EUR 6,5 Mio.) gestiegen. Hauptgrund hierfür sind die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, die um EUR 1,6 Mio. aufgrund Ausnutzung längerer Zahlungsziele angestiegen sind.

Ertragslage

Im Geschäftsjahr 2016 betrugen die Umsatzerlöse EUR 99,6 Mio. (im vorangegangenen Geschäftsjahr 2015: EUR 108,9 Mio.), davon wurden im operativen Geschäft 66,6% der Umsätze im Inland und 33,4 % im Ausland getätigt. Im Vergleich zur Vorperiode ergab sich eine leichte Umsatzverschiebung zu Gunsten des Inlands.

Aufgrund günstigerer Beschaffungspreise und der neuen Verkaufsstrategie konnte die Rohmarge (Umsatzerlöse abzüglich Materialaufwand) gegenüber dem Vorjahr deutlich erhöht werden. Der Materialeinsatz lag im Berichtszeitraum bei EUR 64,6 Mio. (Vorperiode EUR 73,9 Mio.). Wir verweisen auch auf die Ausführungen bezüglich Aluminiumpreis- und USD-Kursentwicklung.

Der Personalaufwand lag im Berichtszeitraum bei EUR 24,7 Mio. (Vorjahr: EUR 23,9 Mio.). Der Anstieg resultiert hauptsächlich aufgrund regulärer Tarif- und Gehaltserhöhungen sowie eines Reorganisationsprozesses und damit verbundene Abfindungs- und Freistellungskosten.

Die Gesellschaft verzeichnete im Berichtszeitraum Abschreibungen in Höhe von EUR 1,2 Mio. (Vorjahr: EUR 1,2 Mio.).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betrugen in 2016 EUR 24,3 Mio. (Vorjahr: EUR 25,6 Mio.). Die Veränderung der betrieblichen Aufwendungen resultiert im Wesentlichen aus der Verringerung von Rechts- und Beratungskosten.

Das Ergebnis vor Verlustausgleich im Geschäftsjahr 2016 war negativ und betrug TEUR -168 (im vorangegangenen Geschäftsjahr: EUR 0,6 Mio. vor Ergebnisabführung). Dies führt zu einer Forderung aus dem Ergebnisabführungsvertrag gegenüber der Sapa Germany GmbH, Ulm in Höhe von TEUR 168.

Das im Vorjahr prognostizierte Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit konnte u. a. aufgrund des Umsatzrückganges nicht erreicht werden.

Finanzlage

Die Finanzierung der Investitionen sowie die Liquidität der Gesellschaft ist durch ihre Einbeziehung in das Cash-Pooling des Sapa Konzerns sichergestellt.

Zentrale Aufgabe des Cash-Poolings innerhalb des Konzerns ist es, den Finanzbedarf optimal auf die wirtschaftlichen Erfordernisse abzustimmen und die finanzielle Unabhängigkeit zu gewährleisten. Die finanzwirtschaftlichen Risiken werden somit minimiert.

Auch künftig wird durch das Sapa Cash-Pooling System die Liquidität und Finanzierung der Gesellschaft sichergestellt. Hierdurch kann die Sapa Building Systems GmbH an der Finanzkraft des Konzerns teilhaben. In diesem Zusammenhang bestanden zum 31. Dezember 2016 Forderungen gegenüber der Sapa Holding AS aus Cash-Pooling in Höhe von EUR 6,0 Mio. (Vorjahr: EUR 3,3 Mio.)

Insgesamt wird die wirtschaftliche Lage des Unternehmens zum Zeitpunkt der Aufstellung des Lageberichts als profitabel, solide und gesund eingeschätzt.

Finanzielle Leistungsindikatoren

Die Entwicklung der Sapa Building Systems GmbH wird hauptsächlich am Umsatz, Marge, Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) sowie an der Entwicklung des Working Capitals gemessen.

Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Als wichtigster nichtfinanzieller Leistungsindikator sieht die Sapa Building Systems GmbH die Mitarbeiterbelange an. Diese Grundeinstellung wird vor allem durch eine angemessene und wettbewerbsfähige Lohn- und Gehaltspolitik sowie geeignete Aus- und Fortbildungsmaßnahmen unterstrichen, da der Erfolg der Gesellschaft von der herausragenden Leistung eines jeden Mitarbeiters abhängig ist.

Chancen- und Risikobericht

Im Rahmen des internen Berichtswesens sowie des Konzernberichtswesens werden regelmäßig Planungen und Abweichungsanalysen erstellt. Es existiert ein umfangreiches Kennzahlensystem und ein Benchmarking mit anderen Gesellschaften. Außerdem gibt es ein Risikomanagementsystem zur frühzeitigen Erkennung und Bearbeitung von Risiken.

Darüber hinaus werden regelmäßig interne Audits durch die Konzernrevision durchgeführt.

Liquiditätsrisiken bestehen derzeit aufgrund der Teilnahme am Konzern-Cashpool nicht.

Preisänderungsrisiken werden teilweise durch Termingeschäfte abgedeckt bzw. werden durch Anpassung der Verkaufspreise an den Markt durchgereicht.

Die Ausfallrisiken bei Forderungen werden teilweise durch eine Warenkredit-versicherung sowie durch das interne Kreditmanagementsystem gedeckt.

Signifikante Risiken, die den Bestand der Gesellschaft gefährden würden, sind nicht ersichtlich.

Chancen für die Gesellschaft bestehen neben Rationalisierungsmaßnahmen und Ausnutzung von Synergieeffekten in einem weiteren Ausbau und Optimierung des Produktportfolios, um die Wettbewerbsfähigkeit der Gesellschaft zu erhalten und weiter zu verbessern.

Prognosebericht

Das Jahr 2017 und das Folgejahr werden weiterhin geprägt sein von sich aus dem Joint Venture ergebenden organisatorischen Veränderungen. Hierbei wird vor allem die Einbindung der neu im Verantwortungsbereich der Gesellschaft liegenden Teile des Joint Ventures im Vordergrund stehen. Positive Synergieeffekte, vor allem in den Bereichen Vertrieb und Logistik sowie beim Produktportfolio, sind zu erwarten.

Die Geschäftsleitung geht von einer leicht ansteigenden Bautätigkeit aus und erwartet einen steigenden Markterfolg. Die Gesellschaft wird sich auf den meisten ihrer Märkte weiter behaupten und ihre Präsenz ausbauen.

Für das Jahr 2017 wird ein positives Ergebnis vor Zinsen und Steuern in einer Größenordnung von EUR 2,8 Mio. erwartet und für 2018 gegenüber 2017 weiter mit leicht steigenden positiven Ergebnissen gerechnet.

 

Ulm, 15. September 2017

Sapa Building Systems GmbH

Henri Gomez, Geschäftsführer

Auftragsbedingungen, Haftung und Verwendungsvorbehalt

Wir, die Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, haben unsere Prüfung der vorliegenden Rechnungslegung im Auftrag der Gesellschaft vorgenommen. Neben der gesetzlichen Funktion der Offenlegung (§ 325 HGB) in den Fällen gesetzlicher Abschlussprüfungen richtet sich der Bestätigungsvermerk ausschließlich an die Gesellschaft und wurde zu deren interner Verwendung erteilt, ohne dass er weiteren Zwecken Dritter oder diesen als Entscheidungsgrundlage dienen soll. Das in dem Bestätigungsvermerk zusammengefasste Ergebnis von freiwilligen Abschlussprüfungen ist somit nicht dazu bestimmt, Grundlage von Entscheidungen Dritter zu sein, und nicht für andere als bestimmungsgemäße Zwecke zu verwenden.

Unserer Tätigkeit liegt unser Auftragsbestätigungsschreiben zur Prüfung der vorliegenden Rechnungslegung einschließlich der "Allgemeinen Auftragsbedingungen für Wirtschaftsprüfer und Wirtschaftsprüfungsgesellschaften" in der vom Institut der Wirtschaftsprüfer herausgegebenen Fassung vom 1. Januar 2002 zugrunde.

Klarstellend weisen wir darauf hin, dass wir Dritten gegenüber keine Verantwortung, Haftung oder anderweitige Pflichten übernehmen, es sei denn, dass wir mit dem Dritten eine anders lautende schriftliche Vereinbarung geschlossen hätten oder ein solcher Haftungsausschluss unwirksam wäre.

Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass wir keine Aktualisierung des Bestätigungsvermerks hinsichtlich nach seiner Erteilung eintretender Ereignisse oder Umstände vornehmen, sofern hierzu keine rechtliche Verpflichtung besteht.

Wer auch immer das in vorstehendem Bestätigungsvermerk zusammengefasste Ergebnis unserer Tätigkeit zur Kenntnis nimmt, hat eigenverantwortlich zu entscheiden, ob und in welcher Form er dieses Ergebnis für seine Zwecke nützlich und tauglich erachtet und durch eigene Untersuchungshandlungen erweitert, verifiziert oder aktualisiert.

Anhang zum Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2016

Allgemeine Hinweise

Die Sapa Building Systems GmbH (kurz: Gesellschaft) hat ihren Sitz in Ulm und ist im Handelsregister des Amtsgerichts Ulm unter der Nummer HRB 1938 eingetragen. Die Gesellschaft entwickelt, konstruiert und vertreibt Aluminiumprofilsysteme zur Fertigung von Fenstern, Türen und Fassaden, im Wesentlichen unter dem eingetragenen Warenzeichen WICONA.

Die Gesellschaft unterhält neben den Zentralbereichen in Ulm, einen Logistikstandort (Zentrallager) in Gerstungen, ein Schulungs- und Testzentrum in Bellenberg sowie Vertriebsbüros in Leipzig und Ratingen.

Im Handelsregister eingetragene Zweigniederlassungen bestehen nicht.

Die Gesellschaft ist 100%ige Tochter der Sapa Extrusion Deutschland GmbH, Achim-Uphusen.

Es besteht ein Gewinnabführungsvertrag mit der Sapa Germany GmbH, Ulm. Diese ist der steuerliche Organträger für mehrere Sapa-Gesellschaften in Deutschland.

Der Jahresabschluss wurde für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2016 gemäß §§ 242 ff. und 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften.

Die erstmalige Anwendung der Vorschriften des Handelsgesetzbuches in der Fassung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes (BilRUG) führt zu einer Einschränkung der Vergleichbarkeit mit dem Vorjahr.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses wurden unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewendet.

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Wirtschaftsgüter mit einem Wert bis EUR 1.000 werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben und sind in der Entwicklung des Anlagevermögens als Zugang und Abgang behandelt. Ausgenommen hiervon sind Transportgestelle, diese werden über einen Zeitraum von 5 Jahren linear abgeschrieben.

Die betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern liegen bei Gebäuden und baulichen Betriebsanlagen zwischen 20 und 25 Jahren, bei technischen Anlagen und Maschinen zwischen 3 und 21 Jahren sowie bei Betriebs- und Geschäftsausstattung zwischen 3 und 15 Jahren.

Finanzanlagen sind mit den Anschaffungskosten bewertet.

Bezüglich der Aufgliederung und Veränderung der einzelnen Posten des Anlagevermögens im Geschäftsjahr verweisen wir auf die Entwicklung des Anlagevermögens (Anlage zum Anhang).

Die Waren sind nach der Durchschnitts-Methode zu Anschaffungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips bilanziert. Die verlustfreie Bewertung wurde beachtet.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Dem allgemeinen Kreditrisiko wurde durch eine Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen.

Aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden in Höhe des Betrages angesetzt, der im Berichtsjahr gezahlt, aber erst in Folgejahren aufwandswirksam wird.

Das Eigenkapital ist aufgrund des Ergebnisabführungsvertrags unverändert zum Vorjahr. Das gezeichnete Kapital ist zum Nennwert angesetzt, vollständig eingezahlt und in dieser Höhe im Handelsregister eingetragen.

Die Pensionsrückstellungen werden nach der sog. Projected-Unit-Credit- Methode unter Verwendung der Sterbetafeln ("Richttafeln 2005 G") von Prof. Dr. Heubeck ermittelt. Für die Abzinsung wurde pauschal der durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen 10 Jahre (Vj. der vergangenen sieben Jahre) bei einer restlichen Laufzeit von 15 Jahren von 4,01 % (Vj. 3,89 %) gemäß § 253 HGB verwendet. Erwartete Gehaltssteigerungen wurden mit 2,00 % (Vj. 2,50 %) und erwartete Rentensteigerungen mit 1,00 % (Vj. 1,50 %) berücksichtigt. Die Fluktuation wurde mit alters- und geschlechtsabhängigen Wahrscheinlichkeiten berücksichtigt.

Die ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungsverpflichtungen dienenden, dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogenen Vermögensgegenstände (Deckungsvermögen i. S. d. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB), wurden mit ihrem beizulegenden Zeitwert mit den Rückstellungen verrechnet. Bei dem Deckungsvermögen handelt es sich um einen Rückdeckungsversicherungsanspruch, dessen beizulegender Zeitwert aus dem sog. geschäftsplanmäßigen Deckungskapital des Versicherungsunternehmens zzgl. eines etwa vorhandenen Guthabens aus Beitragsrückerstattungen (sog. Überschussbeteiligung) besteht.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verpflichtungen und sind nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung bewertet worden, einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden abgezinst.

Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Forderungen und Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit kleiner einem Jahr, die ursprünglich auf fremde Währung lauteten, werden zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag bewertet. Gewinne und Verluste aus Währungsänderungen werden erfolgswirksam unter dem Posten "sonstige betriebliche Erträge" bzw. "sonstige betriebliche Aufwendungen" berücksichtigt.

Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist in dem als Anlage zum Anhang beigefügten Anlagenspiegel dargestellt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

31.12.2016 31.12.2015
TEUR TEUR
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 6.179 7.226
davon Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 0 0
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 10.244 7.868
davon Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 0 47
Sonstige Vermögensgegenstände 1.376 1.216
davon Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 0 0
  17.799 16.310

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten im Wesentlichen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 4.056 (Vorjahr: TEUR 3.989), Cash-Pool-Forderungen in Höhe von TEUR 6.020 (Vorjahr: TEUR 3.261) sowie Darlehensforderungen in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 280).

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände enthalten TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 0) Forderungen gegen Gesellschafter.

Eigenkapital

Mit der Sapa Germany GmbH, Ulm, besteht ein Ergebnisabführungsvertrag. Das gezeichnete Kapital beträgt EUR 1.075.000 und ist vollständig eingezahlt.

Pensionsrückstellungen

Vermögensgegenstände, die ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungsverpflichtungen dienen und dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind (Deckungsvermögen i. S. d. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB), wurden i. H. v. TEUR 577 verrechnet. Die Anschaffungskosten des Deckungsvermögens betragen TEUR 455, der Erfüllungsbetrag der verrechneten Schulden beläuft sich auf TEUR 6.917. Aufwendungen aus der Abzinsung i. H. v. TEUR 272 wurden mit Erträgen aus dem Deckungsvermögen i. H. v. TEUR 14 verrechnet. Der Unterschiedsbetrag durch die Abzinsung der Pensionsrückstellung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre anstelle mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre beläuft sich auf TEUR 491.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen zum 31. Dezember 2016 betragen TEUR 7.577 und teilen sich wie folgt auf:

31.12.2016 31.12.2015
TEUR TEUR
Personalrückstellungen 4.387 2.708
Kundenboni 885 1.211
Ausstehende Rechnungen 558 653
Gewährleistung 496 961
Entwicklungskosten 347 181
Rechtskosten Berufsgenossenschaftsbeiträge 248191 161195
Entschädigungsvorrisiko 182 182
Jahresabschluss- und Prüfungskosten 37 45
Drohverlust Metallkontrakte 0 449
Patentkosten 0 142
Übrige 246 585
  7.577 7.473

Verbindlichkeiten

Alle Verbindlichkeiten sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 3.897 (Vorjahr: TEUR 3.019).

Passive Rechnungsabgrenzungsposten

Ausgewiesen werden Einnahmen vor dem Bilanzstichtag soweit sie Ertrag für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

2016 2015
TEUR TEUR
nach Regionen    
Inland 66.304 64.799
übrige EU-Länder 19.963 30.189
übriges Europa 13.042 13.412
übrige Länder 314 502
  99.623 108.902

Die Umsatzerlöse enthalten im Wesentlichen Erlöse aus dem Verkauf von Aluminium-Profilen und damit in Zusammenhang stehenden Artikeln/Zubehör.

Die Neudefinition der Umsatzerlöse nach BilRUG führt bei der erstmaligen Anwendung zu einer Einschränkung der Vergleichbarkeit der Umsatzerlöse im Berichtsjahr. Im Fall einer Anwendung des § 277 Abs. 1 HGB n. F. bereits auf den Vorjahresabschluss hätten sich im Geschäftsjahr 2015 Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 112.972 ergeben.

Im Wesentlichen resultiert die Abweichung aus der Umgliederung von Erträgen aus Weiterberechnungen und Vermietungen in Höhe von TEUR 3.664, die im Vorjahr unter den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen wurden und nun den Umsatzerlösen zuzuordnen sind.

Sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus der Auflösung sonstiger Rückstellungen in Höhe von TEUR 1.748 (Vorjahr: TEUR 1.894), sonstige periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 126 (Vorjahr: TEUR 206), TEUR 22 aus der Fremdwährungsbewertung enthalten (Vorjahr: TEUR 260) sowie außerordentliche Erträge in Höhe von TEUR 0 enthalten (Vorjahr: TEUR 0).

Sonstige betriebliche Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 12 (Vorjahr: TEUR 46), außerordentliche Aufwendungen in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 0) sowie TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 240) aus der Fremdwährungsbewertung enthalten.

Zinsen und ähnliche Aufwendung

Zinsen und ähnliche Aufwendungen sind aus der Diskontierung der Rückstellungen in Höhe von TEUR 265 (Vorjahr: TEUR 316) enthalten.

Haftungsverhältnisse

Zum Abschlussstichtag bestanden Bankbürgschaften i. H. v. TEUR 5. Das Risiko der Inanspruchnahme ist als gering einzustufen.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen folgende sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von TEUR 13.246 (davon gegenüber verbundenen Unternehmen TEUR 6.004):

davon fällig
gesamt 2017 2018 2019 später
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
Einkaufskontrakte 6.004 6.004 0 0 0
Mietverträge 5.875 1.146 889 867 2.973
Leasingverträge 1.367 412 542 401 12
  13.246 7.562 1.431 1.268 2.985

Die Einkaufskontrakte enden im Mai 2017. Die Mietverträge enden zwischen dem 28. Februar 2017 und 30. Juni 2023. Die Leasingverträge enden zwischen dem 4. Februar 2017 und dem 19. Dezember 2019.

Die Einkaufskontrakte dienen der Preissicherung und der Gewährleistung der Verfügbarkeit von Rohstoffen. Risiken bestehen hinsichtlich der Abnahmeverpflichtung sowie einer nicht vorhersehbaren Preissenkung für Rohstoffe.

Die Miet- und Leasingverträge stellen eine Finanzierungsalternative dar, durch die im Wesentlichen eine Liquiditäts- und Eigenkapitalbindung sowie die Übernahme wesentlicher wirtschaftlicher Risiken vermieden werden. Weiterhin besteht Planungs- und Kalkulationssicherheit im Hinblick auf die für die Laufzeit fest vereinbarten Miet- und Leasingkonditionen.

Sonstige Angaben

Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl gliedert sich wie folgt:

  2016 2015
Angestellte 280 279
Gewerbliche 68 69
  348 348

Organe der Gesellschaft

Mitglieder der Geschäftsführung der Sapa Building Systems GmbH waren im Berichtsjahr:

Herr Karsten Lundgaard, Kaufmann, Skanderborg / Dänemark
(vom 10. Februar 2015 bis zum 23. Februar 2016)

Herr Salvador Biosca Vidal, Kaufmann, Pully / Schweiz
(vom 23. Februar 2016 bis zum 12. April 2016)

Herr Henri Gomez, Kaufmann, Béziers / Frankreich
(ab 12. April 2016; die Eintragung in das Handelsregister erfolgte am
19. April 2016)

Gesamtbezüge der Geschäftsführung

Die Gesellschaft verzichtet gemäß § 286 Abs. 4 HGB auf die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung und der früheren Mitglieder der Geschäftsführung.

Gesamtbezüge und Rückstellungen für Pensionen und Anwartschaften ehemaliger Mitglieder der Geschäftsführung

Die Pensionsrückstellungen für ehemalige Mitglieder der Geschäftsführung und ihre Hinterbliebenen betragen zum 31. Dezember 2016 TEUR 636 (Vorjahr: TEUR 688).

Angabe zu Honoraren

Das im Aufwand erfasste Gesamthonorar des Abschlussprüfers beträgt TEUR 37. Es handelt sich hierbei ausschließlich um Abschlussprüfungsleistungen.

Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind, lagen nicht vor.

Konzernabschluss

Gesellschafter zum Bilanzstichtag war die Sapa Extrusion Deutschland GmbH, Achim-Uphusen.

Die Gesellschaft, die den Konzernabschluss für den größten Kreis der Unternehmen aufstellt, in den der Jahresabschluss der Sapa Building Systems GmbH einbezogen ist, ist die Sapa AS, Oslo/Norwegen.

Der nach IFRS-Vorschriften aufgestellte Konzernabschluss der Sapa AS wird beim Zentralregister Brønnøysund ("Brønnøysundregistrene"), Norwegen, eingereicht.

Die Sapa Germany GmbH, Ulm, nimmt bezüglich der Aufstellung eines Konzernabschlusses für den kleinsten Kreis von Konzernunternehmen die Befreiungsvorschrift gemäß § 291 HGB in Anspruch. Der Konzernabschluss der Sapa AB, Oslo/Norwegen, wird im Bundesanzeiger veröffentlicht.

 

Ulm, 15. September 2017

Sapa Building Systems GmbH

Henri Gomez, Geschäftsführer

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