Avery Dennison Materials Sales Germany GmbH
Selbe AdresseHerstellung von Schreibwaren und Bürobedarf aus Papier, Karton und Pappe
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
János Böhm seit 28.3.2025 | Prokura |
Roberto Martinez Porta seit 18.9.2023 | Geschäftsführer |
Gernot Josef Ritzdorf seit 11.8.2021 | Geschäftsführer |
Alice Benser seit 15.1.2014 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 89.90% | |
Avery Dennison Overseas Corporation | 10.10% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
2 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Avery Dennison Materials GmbHSchwelmJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023I. Darstellung des Geschäftsverlaufs und der Lage der Gesellschaft1. Allgemeine Erläuterungen Die Avery Dennison Materials GmbH (nachfolgend "ADM" genannt) gehört zum Konzernverbund der Avery Dennison Corporation, Mentor, Ohio, USA (nachfolgend "Avery Dennison" genannt) und ist als Lohnfertiger tätig. Avery Dennison ist ein global agierender, diversifizierter, US-börsennotierter Produktions- und Verbrauchsgüterkonzern. Der Konzern beschäftigt zum Jahresende 2023 weltweit mehr als 35.000 Mitarbeiter und ist mit mehr als 200 Produktions- und Vertriebsstandorten in über 50 Ländern vertreten. Am Standort Gotha werden in schnellen vollkontinuierlichen Prozessen Selbstkleberollen produziert, die bei den Kunden in Druckmaschinen weiterverarbeitet werden. Es besteht ein Gewinnabführungsvertrag mit der Organträgerin, der Avery Dennison Europe Holding (Deutschland) GmbH & Co. KG, Schwelm. 2. Forschung und Entwicklungsaktivitäten Die Forschung und Entwicklung des Gesamtbereichs Label and Packaging Materials Europe ist innerhalb des Konzerns am Standort Oegstgeest/Niederlande sowie bei der Konzernmuttergesellschaft in den USA angesiedelt. II. Wirtschaftsbericht1. Globales und nationales Wirtschaftsumfeld Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist im Jahr 2023 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 0,3 % gegenüber dem Vorjahr gesunken. Kalenderbereinigt ging das BIP um 0,1 % zurück. Damit setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort. Zwar lag das BIP im Jahr 2023 preisbereinigt um 0,7 % höher als vor der Corona-Pandemie im Jahr 2019. Allerdings kam die gesamtwirtschaftliche Entwicklung im nach wie vor krisengeprägten Umfeld ins Stocken. Das weltweite Bruttoinlandsprodukt stieg um rd. 3,1%. Auch im Euroraum ist die Wirtschaft gegenüber dem Vorjahr um ca. 0,5% gestiegen. (Quelle: Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung Nr.066 vom 23. Februar 2024 und https://de.statista.com/statistik/daten/studie/197039/umfrage/veraenderung-des-weltweiten-bruttoinlandsprodukts/) 2. Branchenentwicklung und Wettbewerbssituation Im Jahr 2023 lag der Gesamtumsatz in der Papierverarbeitenden Industrie bei 23,76 Milliarden Euro. Gegenüber dem Umsatz des gleichen Vorjahreszeitraums, der bei 25,53 Milliarden Euro lag, ergab sich ein Minus von 1,77 Milliarden Euro. Das entspricht einem Rückgang von 6,9 %. Dabei belief sich der Inlandsumsatz auf 16,5 Milliarden Euro und der Auslandsumsatz auf 7,3 Milliarden Euro. Damit lagen sowohl der Inlands- als auch der Auslandsumsatz unter ihren jeweiligen Vorjahresniveaus. Allerdings ging der Inlandsumsatz um 9 %, der Auslandsumsatz hingegen nur um 2 % zurück. Dadurch ging auch der Anteil der Inlandsumsätze am Gesamtumsatz zurück. Im Jahr 2022 lag die Quote bei knapp 71 %, im Jahr 2023 waren es 69,3 %. (Quelle: Hauptverband Papier- und Kunststoffverarbeitung (HPV) e.V., https://www.hpv-ev.org/index.php/aktuelles/branchendaten/ Sozialpolitische Kerndaten - März 2024) Avery Dennison setzte im Berichtsjahr weiterhin auf hohe Flexibilität und Kundennähe, sowie erhöhte Innovationen. Ziel ist es, die Markt- und Kundenanforderungen zu übertreffen, bestehende Marktsegmentanteile damit zu verteidigen und profitablere Marktnischen zu gewinnen. Avery Dennison reagiert damit auf das sich ständig verändernde Marktumfeld. Die Entwicklung und Markteinführung von Innovationen wird gezielt gefördert um zukünftiges Wachstum zu generieren. Die Weiterentwicklung des Sortiments, besonders im Hinblick auf Nachhaltigkeit und völlig neue Produktlösungen, haben dabei höchste Priorität. Der Fokus liegt dabei auf der Erschließung von Wachstumsbereichen bei gleichzeitiger Stärkung des Kerngeschäftes (Selbstklebende Papier- und Folienprodukte). Damit begegnet Avery Dennison den ständig steigenden Anforderungen der Kunden und der Etikettenverbraucher, was sich auch positiv auf die Aktivitäten unserer Gesellschaft auswirkt. 3. Ertragslage Das Geschäftsmodell des Lohnfertigers sichert der Gesellschaft ein dauerhaft positives operatives Ergebnis. Die durch die Produktion anfallenden operativen Kosten werden von den Auftraggebern mit einem angemessenen Aufschlag ("mark-up") erstattet. Die Umsatzerlöse sind gegenüber dem Vorjahr von € 22,7 Mio. (vor Umgliederung € 24,4 Mio.) auf € 18,2 Mio gesunken, was insbesondere auf den Rückgang der Produktionsmengen im Rahmen der Tätigkeit als Lohnfertiger zurückzuführen ist. Im Jahresabschluss 2023 fand zur Erhöhung der Transparenz eine Umgliederung der lohnfertigungsbezogenen Energiekosten innerhalb der Aufwendungen für bezogene Leistungen statt. Die Umgliederung zeigt sich sowohl in den Umsatzerlösen als auch im Materialaufwand, die nun in saldierter Form ausgewiesen werden. Um die Vergleichbarkeit zum Vorjahr sicherzustellen, wurden die Vorjahreszahlen wie folgt angepasst:
Unter den sonstigen betrieblichen Erträgen sind größtenteils Erträge aus der privaten KFZ-Nutzung angefallen. Materialkosten fallen aufgrund der Materialgestellung durch den Auftraggeber nicht an. Der Personalaufwand in Höhe von € 9,0 Mio. (Vorjahr € 10,1 Mio.) hat sich im Vergleich zum Vorjahr vermindert. Dies ist auf die Verringerung der Mitarbeiterzahlen (12 Mitarbeiter), den Abbau von Überstunden und dem geringeren Auftragseingang zurückzuführen. Die Summe der Abschreibungen ist weitestgehend gleichgeblieben (€ 1,5 Mio., Vorjahr € 1,6 Mio.). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich zum Vorjahr vermindert (€ 5,8 Mio, Vorjahr € 8,7 Mio.) und beinhalten im Wesentlichen Verpackungsmaterialien € 1,4 Mio. und Reparaturen € 1,5 Mio. Das Finanzergebnis hat sich von im Vorjahr € 7,9 Mio. auf € 7,6 Mio. verschlechtert. Die Erträge aus dem Ergebnisabführungsvertrag mit der Avery Dennison Materials Sales Germany GmbH sind um € 1,3 Mio. auf € 6,9 Mio. zurückgegangen. Das Gesamtergebnis nach Steuern ist von € 10,3 Mio. auf € 9,7 Mio. gesunken. Auf der Grundlage des im Dezember 2021 neu gefassten Ergebnisabführungsvertrages mit der Avery Dennison Europe Holding (Deutschland) GmbH & Co. KG, Schwelm, wird das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit des Jahres von € 9,7 Mio. an den Organträger abgeführt. Die Umsatzerlöse und das Ergebnis nach Steuern entsprechen unseren Erwartungen aus der Vorjahresprognose. 4. Vermögens- und Finanzlage Das Bilanzvolumen ist um € 0,2 Mio. auf € 87,5 Mio. gestiegen. Maßgeblichen Einfluss hat der Anstieg der Forderungen gegen verbundenen Unternehmen um € 0,9 Mio. bei abschreibungsbedingtem Rückgang des Anlagevermögens um € 0,7 Mio. Auf der Passivseite haben sich die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen um € 8,6 Mio. erhöht und die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter um € 7,3 Mio. reduziert. Der Rückgang der Forderungen gegen verbundene Unternehmen auf € 66,1 Mio. (Vorjahr € 65,2 Mio.) beruht im Wesentlichen auf den Rückgang der Ergebnisabführung der Avery Dennison Materials Sales Germany GmbH um € 1,3 Mio. Das Eigenkapital ist, aufgrund des bestehenden Ergebnisabführungsbetrages, unverändert zum Vorjahr. Die Pensionsrückstellungen verminderten sich um € 0,15 Mio. auf € 26,94 Mio. und die sonstigen Rückstellungen verringerten sich um € 0,4 Mio. auf € 1,3 Mio. Die Verringerung der sonstigen Rückstellungen resultiert im Wesentlichen aus dem Verbrauch der Rückstellung für fehlende Rechnungen und dem weiteren Abbau von Personalrückstellungen. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von € 20,4 Mio. (Vorjahr € 11,8 Mio.) bestehen aus der Gewinnabführungsverpflichtung an die Avery Dennison Europe Holding (Deutschland) GmbH & Co. KG von € 20,1 Mio. (Vorjahr € 10,3 Mio.) und aus dem laufendem Lieferungs- und Leistungsverkehr in Höhe von € 0,3 Mio. (Vorjahr € 1,5 Mio.). Die Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin Createro GmbH (€ 0 Mio.; Vorjahr € 7,3 Mio.) resultierten aus Gewinnabführungsverpflichtungen für das Jahr 2021. Im Geschäftsjahr wurden die Gewinnabführungsverpflichtung für das Jahr 2021 an die Createro GmbH gezahlt. 5. Liquiditätssituation Die Sicherung der Liquiditätsausstattung erfolgt für die in Deutschland ansässigen Konzerngesellschaften über die Avery Dennison Europe Holding (Deutschland) GmbH & Co. KG, Schwelm. 6. Mitarbeiter Die Anzahl der im Berichtsjahr durchschnittlich beschäftigten Mitarbeiter betrug 176 (Vorjahr 186). Wie bereits in den vorangegangenen Geschäftsjahren lag auch in 2023 der Fokus unserer Personalentwicklung in der Mitarbeiterqualifizierung und Ausweitung der Enterprise Lean Sigma (ELS-) Methodologie. Sie ist eine Weiterentwicklung des Lean-Gedankens und der Six Sigma-Philosophie. Die Mitarbeiter arbeiten danach in regelmäßigen, funktionsübergreifenden „Kaizens“ (einer mehrtägigen Projektarbeit) an der Optimierung der Prozesse, der Produktqualität und der Effizienzsteigerung. 7. Beschaffungsmarkt Da wir als Lohnfertiger arbeiten, hat der Beschaffungsmarkt (bis auf Energie und Verpackungsmaterialien) für das Unternehmen keinen Einfluss. Alle Materialien werden vom konzerninternen Auftraggeber beigestellt; das Unternehmen ist nur für die Produktionskosten verantwortlich. 8. Umwelt- und Arbeitnehmerschutz Avery Dennison setzt weltweit hohe Standards zur Erreichung von Umweltzielen und zur Sicherheit jedes einzelnen Mitarbeiters, die bei ADM neben der Erfüllung der EMAS Öko Audit umgesetzt werden. Die ergriffenen Maßnahmen und Projekte zur Erhöhung des Sicherheitsstandards am Produktionsstandort Gotha zeigen auch weiterhin ihre Wirkung. Für den Geschäftsbereich LPM (Label & Packaging Material) konnte nach internen Aufzeichnungen die Zahl der Arbeitsunfälle seit erstmaliger Erfassung im Jahr 2003 durch verbesserte Produktionskompetenz (wie z.B. im Rahmen des ELS-Projekts) und Sicherheitsphilosophie innerhalb des Avery Dennison- Konzerns deutlich gesenkt werden. III. Risiko- und ChancenberichtADM ist eingebunden in die Avery Dennison Corporate Governance Guidelines, die ihren Schwerpunkt im Thema "Values and Ethics" sehen. Die Chancen unserer zukünftigen Entwicklung liegen hauptsächlich in der Konzerneinbindung hinsichtlich der Entwicklung und erfolgreicher Markteinführung neuer innovativer Produkte. Unsere Produktionsstätten verfügen nach unserer Auffassung über modernste Technik und hochqualifizierte und motivierte Mitarbeiter. Darüber hinaus hat Avery Dennison weltweit die „Enterprise Lean Sigma“ Organisation sowie entsprechende Prozesse eingeführt. Unser Risikomanagementsystem versetzt uns in die Lage, potentielle Risiken frühzeitig zu erkennen und entsprechende Maßnahmen zu ergreifen. Sämtliche Planungs-, Controlling- und Berichtserstattungsaktivitäten sind, sowohl was die Einzelgesellschaften anbelangt, als auch auf Konzernebene, in unserem Risikomanagementsystem integriert. Wesentliche Bausteine sind das Frühwarnsystem wie auch die konzernweite interne Revision. Unter Risiken verstehen wir potentielle zukünftige Ereignisse, die zu einer negativen Abweichung von unserer internen Planung führen. Entsprechende Analysen und Berichtserstattungen erfolgen monatlich. Im Folgenden werden die Risiken des Unternehmens nach abnehmender Bedeutung dargestellt. Das größte Risiko für die Gesellschaft besteht in der wirtschaftlichen Abhängigkeit vom konzerninternen Auftraggeber. Die Produktionsauslastung ist abhängig von dem Verkaufserfolg der Vertriebsgesellschaften. Prognosen über die Marktentwicklung der Selbstklebebranche oder in der papierverarbeitenden Industrie im Allgemeinen sind relativ schwierig, da der Markt sehr wettbewerbsintensiv ist. Anpassungen der Produktionskapazitäten könnten Folgen einer schwachen Nachfrage sein. Bei den Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen werden keine Risiken aufgrund der Bonität der Vertragspartner gesehen. Für Risiken aus der Übernahme des Delkredererisikos für an ein Schwesterunternehmen abgetretene Forderungen wird ausreichend Vorsorge getroffen. Zinsrisiken gibt es keine, da eine marktübliche Verzinsung erfolgt. Unser Unternehmen betreibt wirtschaftliche und sichere Betriebsanlagen, deren Ausfall oder Störung jedoch zu Ertragseinbußen führen können. Zur Vorbeugung wird dem Brandschutz und der Instandhaltung große Bedeutung beigemessen. Für potenzielle Schadensfälle und Haftungsrisiken haben wir Versicherungen abgeschlossen, die die wirtschaftlichen Risiken ganz ausschließen oder begrenzen. Generelle Risiken bergen die Vielzahl von Gesetzen sowie Umweltschutz-, Gesundheits- und Sicherheitsvorschriften, die im Falle einer Nichteinhaltung die Geschäftstätigkeit beeinträchtigen könnten. Die Gesellschaft ist allerdings der Meinung, dass man den Gesetzen und Vorschriften nachkommt. Zu den generellen Risiken zählt auch die Möglichkeit eines Versagens der IT-Systeme, das ggf. geschäftsschädigend sein könnte. Die Gesellschaft ist bestrebt, die Sicherheit der IT-Infrastruktur weiterzuentwickeln. Dies beinhaltet die Etablierung von Abwehrmaßnahmen für Cyber-Risiken inklusive der effizienten Aufdeckung und Behandlung allfälliger Attacken. Für die Aufrechterhaltung der Business Continuity sind verschiedene Maßnahmen etabliert. Die Risiken für das Unternehmen haben sich gegenüber dem Vorjahr nicht wesentlich verändert. Die Einschätzung der Gesamtrisikosituation ist das Ergebnis der konsolidierten Betrachtung aller wesentlichen Einzelrisiken. Aus heutiger Sicht zeichnen sich keine den Fortbestand der Gesellschaft gefährdenden Risiken ab. IV. PrognoseberichtFür das Geschäftsjahr 2024 erwarten wir ein Umsatzvolumen von rund € 19,3 Mio. und ein Ergebnis vor Gewinnabführung von rund € 11,6 Mio. Für 2025 wird weiterhin mit einer leichten Erhöhung vom Umsatz und Ergebnis im Vergleich zu 2024 gerechnet.
Schwelm, den 15. September 2025 Avery Dennison Materials GmbH Die Geschäftsführung Gernot Ritzdorf Roberto Martinez Porta Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 2023Allgemeine AngabenDie Avery Dennison Materials GmbH, Schwelm, ist beim Handelsregister Abteilung B des Amtsgerichtes Hagen unter der Nummer HRB 7500 registriert. Der Jahresabschluss wurde unter Anwendung der Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des Handelsgesetzbuches für mittelgroße Kapitalgesellschaften sowie den einschlägigen Vorschriften des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr. Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung anzubringen sind, im Anhang aufgeführt. Im Jahresabschluss 2023 fand zur Erhöhung der Transparenz eine Umgliederung der lohnfertigungsbezogenen Energiekosten innerhalb der Aufwendungen für bezogene Leistungen statt. Die Umgliederung zeigt sich sowohl in den Umsatzerlösen als auch im Materialaufwand, die nun in saldierter Form ausgewiesen werden. Um die Vergleichbarkeit zum Vorjahr sicherzustellen, wurden die Vorjahreszahlen wie folgt angepasst:
Angaben zu den Bilanzierungs-, Bewertungs- und AusweismethodenBilanzierung und Bewertung der Aktivposten Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände und die Sachanlagen sind zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bilanziert. Die planmäßigen Abschreibungen werden nach der linearen Methode auf Basis der geschätzten betrieblichen Nutzungsdauer vorgenommen. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgen grundsätzlich zeitanteilig. Soweit die beizulegenden Werte einzelner Vermögensgegenstände ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen. Die Nutzungsdauer der einzelnen Kategorien ist wie folgt:
Geringwertige Vermögensgegenstände bis zu einem Wert von € 250 werden im Jahr des Zugangs als Betriebsausgaben erfasst. Anschaffungskosten von abnutzbaren beweglichen Vermögensgegenständen des Anlagevermögens, die einer selbständigen Nutzung fähig sind, werden im Jahr der Anschaffung aktiviert und sofort abgeschrieben, soweit die Anschaffungskosten für den einzelnen Vermögensgegenstand € 800 nicht übersteigen. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau werden zum Nennwert bilanziert. Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bzw. bei dauerhafter Wertminderung zu ihrem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Rückdeckungsversicherungsansprüche werden auf Basis versicherungsmathematischer Gutachten bzw. Mitteilungen der Versicherer mit dem jeweiligen Aktivwert (Deckungskapital) zum Bilanzstichtag bewertet. Der IDW Rechnungslegungshinweis FAB 1.021 wurde bei der Ermittlung der fortgeführten Anschaffungskosten aus Wesentlichkeitsaspekten nicht berücksichtigt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert und längerfristige Forderungen zu ihrem abgezinsten Barwert angesetzt. Bei Forderungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden angemessene Wertabschläge vorgenommen; uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben. Die Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert am Bilanzstichtag angesetzt. Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten betrifft Ausgaben, die Aufwendungen für einen bestimmten Zeitraum nach dem Abschlussstichtag darstellen. Latente Steuern werden auf die Unterschiede in den Bilanzansätzen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz angesetzt, sofern sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Im Falle eines Aktivüberhangs der latenten Steuern zum Bilanzstichtag wird von dem Aktivierungswahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB kein Gebrauch gemacht. Aufgrund des bestehenden Organschaftsverhältnisses werden bei der Gesellschaft keine latenten Steuern erfasst. Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert am Bilanzstichtag bilanziert. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnung nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) unter Berücksichtigung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Heubeck bewertet. Für die Barwertberechnung wird ein fristenkongruenter, durchschnittlicher Marktzins der letzten zehn Jahre verwendet, der auf Basis des monatlich von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten Zinssatzes ermittelt wird; hierbei wird eine pauschale Restlaufzeit der Verpflichtungen von 15 Jahren angenommen (§ 253 Abs. 2 HGB). Die Pensionsrückstellungen wurden mit einem Diskontierungssatz von 1,82 % berechnet. Bei der Ermittlung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden wie im Vorjahr jährliche Lohn- und Gehaltssteigerungen von 3,0 % p.a. und Rentensteigerungen von jährlich 2,2 % p.a. zugrunde gelegt, sowie eine branchenübliche Fluktuation unterstellt. Die Auswirkungen der Änderung des Rechnungszinssatzes werden im Personalaufwand ausgewiesen. Die Verpflichtungen aus Pensionszusagen werden mit den Vermögensgegenständen, die ausschließlich der Erfüllung der Alterversorgungs- und ähnlichen Verpflichtungen dienen und dem Zugriff fremder Dritter entzogen sind (sog. Deckungsvermögen), verrechnet. Die Bewertung des zweckgebundenen, verpfändeten und insolvenzgesicherten Deckungsvermögens erfolgt zum beizulegenden Zeitwert; dieser entspricht den fortgeführten Anschaffungskosten. Im laufenden Geschäftsjahr wurden die Anwendungsregelungen des Rechnungslegungshinweises FAB 1.021 für Pensionszusagen, die vollständig oder teilweise von einer Rückdeckungsversicherung abhängen bzw. für die eine Rückdeckungsversicherung abgeschlossen wurde, aus Wesentlichkeitsaspekten nicht berücksichtigt. Die Gesellschaft hat bei der Ermittlung des Umstellungseffektes das Primat der Passivseite angewendet, sodass sich der Wert des bilanzierten Deckungsvermögens nach der Höhe der bilanzierten Pensionsrückstellung bei den entsprechenden Pensionszusagen bemisst. Eine ergebniswirksame Anpassung ist nicht erfolgt. Die sonstigen Rückstellungen sind nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung zum Erfüllungsbetrag angesetzt und berücksichtigen alle erkennbaren Risiken aus ungewissen Verpflichtungen und drohenden Verlusten aus schwebenden Geschäften. Sonstige Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Die Bewertung der Jubiläumsrückstellung erfolgt unter Zugrundelegung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck sowie eines Rechnungszinses von 1,74 % p.a. Verbindlichkeiten sind zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden grundsätzlich mit dem historischen Kurs zum Zeitpunkt der Erstverbuchung erfasst. Die Währungsumrechnung zum Stichtag erfolgt grundsätzlich zum Devisenkassamittelkurs. Bei Vermögensgegenständen und Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wird das Niederst- bzw. Höchstwertprinzip beachtet. Erläuterungen zu BilanzpostenAnlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens erfolgt unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel. Finanzanlagen Die unter den Finanzanlagen ausgewiesenen Anteile an verbundenen Unternehmen (Anteilsbesitz) - d.h. die Unternehmen, von denen die Gesellschaft direkt oder indirekt mindestens 50 % der Anteile besitzt - setzen sich wie folgt zusammen:
* Tschechische Kronen; Jahresabschluss zum 31.12.2023 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen mit T€ 47.073 (Vorjahr T€ 33.841) Forderungen aus dem Finanzverrechnungsverkehr, mit T€ 15.209 (Vorjahr T€ 15.057) aus dem Ergebnisabführungsvertrag mit der Avery Dennison Materials Sales Germany GmbH, Gotha, sowie mit T€ 3.797 (Vorjahr T€ 16.266) Forderungen aus dem Liefer- und Leistungsverkehr. Sämtliche Forderungen haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr. Wie auch im Vorjahr haben die sonstigen Vermögensgegenstände eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr. Eigenkapital Das im Handelsregister eingetragene und voll eingezahlte gezeichnete Kapital beträgt DM 60.000.000; ausgewiesen wird der in Euro umgerechnete Betrag von € 30.677.512,87. Mit Wirkung zum 1. Januar 2022 wurde am 21. Dezember 2021 ein neuer Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag mit der Organträgerin, der Avery Dennison Europe Holding (Deutschland) GmbH & Co. KG, Schwelm geschlossen. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen von T€ 26.951 (Vorjahr T€ 27.103) wurden gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB mit Deckungsvermögen i. H. von T€ 8 (Vorjahr T€ 8) für Pensionsverpflichtungen verrechnet, sodass Rückstellungen für Pensionszusagen in Höhe von T€ 26.943 (Vorjahr T€ 27.095) ausgewiesen werden. Der Unterschiedsbetrag zu der Ermittlung der Pensionsverpflichtungen auf Basis eines durchschnittlichen Marktzinses der vergangenen sieben Jahre (1,74 %; Vorjahr 1,45 %) beträgt zum Stichtag T€ 231 (Vorjahr: T€ 1.032). Eine analoge Anwendung der Ausschüttungssperre kommt nicht in Betracht, weil § 301 AktG, der den Höchstbetrag der Gewinnabführung bestimmt, keinen ausdrücklichen Verweis auf die Ausschüttungssperre nach § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB enthält. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen ausstehende Eingangsrechnungen (T€ 785), Urlaubsansprüche und Überstunden (T€ 109) und Bonus- und sonstigen Personalaufwand (T€ 385). Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen mit T€ 340 (Vorjahr T€ 1.463) Verbindlichkeiten aus dem laufenden Lieferungs- und Leistungsverkehr sowie mit T€ 20.010 (Vorjahr T€ 10.304) Verbindlichkeiten aus Ergebnisabführungen der Jahre 2022 und 2023. Es besteht seit letztem Jahr ein Ergebnisabführungsvertrag mit der deutschen Obergesellschaft Avery Dennison Europe Holding (Deutschland) GmbH & Co. KG. Die diesjährige Ergebnisabführung beträgt T€ 9.705 (Vorjahr T€ 10.304). Die Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter mit T€ 0 (Vorjahr T€ 7.309) beruhten auf dem im Vorjahr beendeten Ergebnisabführungsvertrag. Die sonstigen Verbindlichkeiten betreffen mit T€ 107 (Vorjahr T€ 94) Steuern. Wie auch im Vorjahr haben alle Verbindlichkeiten eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr. Erläuterungen zur Gewinn- und VerlustrechnungUmsatzerlöse Unter den Umsatzerlösen wird der Werklohn aus der Tätigkeit als Lohnfertiger in Höhe von T€ 20.965 (Vorjahr T€ 24.375; Vorjahr nach Ausweisänderung T€ 22.703), abzüglich den zu verrechnenden Materialaufwendungen in Höhe von T€ 2.744, ausgewiesen. Diese Umsätze (T€ 18.222) werden mit der Avery Dennison Materials Europe B.V., Oegstgeest/Niederlande, erzielt. Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten im Geschäftsjahr im Wesentlichen einen periodenfremden Ertrag in Höhe von T€ 94. Sie bestehen insbesondere aus personalbezogenen Erträgen aus der Lohn- und Gehaltsabrechnung. Die Erträge aus Währungsumrechnung betragen T€ 0 (Vorjahr T€ 0). Materialaufwand In Bezug zum Vorjahr wird dieses Jahr kein Aufwand mehr gezeigt, da dieser Aufwand im Rahmen des Manufacturing Service Agreements direkt mit dem Prinzipal verrechnet wird. Dementsprechend wird der Umsatzerlös verringert. Personalaufwand Die Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung belaufen sich auf T€ 627 (Vorjahr T€ 689). Abschreibungen Es werden die planmäßigen Abschreibungen auf Sachanlagen für den Standort Gotha in Höhe von T€ 1.470 (Vorjahr T€ 1.579) gezeigt. Sonstige betriebliche Aufwendungen Unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen werden die üblichen Sachkosten der Produktion ausgewiesen. Die Aufwendungen aus Währungsumrechnung betragen T€ 4 (Vorjahr T€ 2). Zinserträge Die Zinserträge enthalten T€ 1.375 (Vorjahr T€ 214) Zinserträge von verbundenen Unternehmen. Der Anstieg steht im Zusammenhang mit dem im Vergleich zum Vorjahr gestiegenen Zinssatz. Zinsaufwendungen Die Zinsaufwendungen enthalten T€ 193 (Vorjahr T€ 42) Zinsaufwendungen an verbundene Unternehmen und Aufwendungen aus der Aufzinsung von Pensionsrückstellungen von T€ 477 (Vorjahr T€ 493). Aufgrund der unbedeutenden Höhe der aus der Rückdeckungsversicherung entstehenden Erträge wurde auf eine Saldierung mit den Zinsaufwendungen verzichtet. Sonstige AngabenSonstige finanzielle Verpflichtungen / Außerbilanzielle Geschäfte Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen betreffen Zahlungsverpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen von insgesamt T€ 319. Von den insgesamt bestehenden sonstigen finanziellen Verpflichtungen sind T€ 150 innerhalb des folgenden Geschäftsjahres und T€ 169 im Zeitraum zwischen einem und vier Jahren fällig. Bei diesen Miet- und Leasingverträgen handelt es sich um sogenannte Operating-Lease-Verträge, die zu keiner Bilanzierung der Objekte bei der Gesellschaft führen. Der Vorteil dieser Verträge liegt in der geringen Kapitalbindung im Vergleich zum Erwerb und im Wegfall des Verwertungsrisikos. Risiken könnten sich aus der Vertragslaufzeit ergeben, sofern die Objekte nicht mehr vollständig genutzt werden könnten, wofür es derzeit keine Anzeichen gibt. Bürgschaften und/oder Garantien wurden im geringen Umfang erteilt. Für die Verbindlichkeiten der ADM GmbH gegenüber der Hauptzollamt Münster besteht eine Bürgschaft in Höhe von T€ 100 bei der Citigroup Global Markets Deutschland GmbH, Frankfurt am Main. Diese Bürgschaft wurde zur Sicherung der Einfuhrabgaben im Sinne von §1 Abs.1 Satz3 ZollVG gewährt. Eine weitere Bürgschaft in Höhe von T€ 199 wurde zugunsten eines ehemaligen Geschäftsführers durch die Citigroup Global Markets Deutschland GmbH, Frankfurt am Main, gegeben. Diese Bürgschaft sichert die Rentenzusage der AD Materials GmbH gegenüber des ehemaligen Geschäftsführers ab. Mitarbeiter Die Anzahl der Mitarbeiter am Standort Gotha betrug im Durchschnitt 176 (Vorjahr 186). Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Auszubildenden beträgt 12 (Vorjahr 13). Beziehungen zu nahestehenden Personen und Unternehmen Im Rahmen der normalen Geschäftstätigkeit unterhält die Gesellschaft Geschäftsbezüge zu verbundenen Unternehmen, die als nahestehende Unternehmen gelten. Alle diese Geschäfte werden grundsätzlich nur zu marktüblichen Bedingungen abgeschlossen, daher entfällt die Angabe gemäß § 285 Nr. 21 HGB. Mutterunternehmen und Konzernabschluss Der Kreis der verbundenen Unternehmen der Avery Dennison Materials GmbH umfasst das oberste Mutterunternehmen, die Avery Dennison Corporation, Mentor, Ohio / USA, und sämtliche Tochterunternehmen dieses Mutterunternehmens (kleinster und größter Konsolidierungskreis). Der Konzernabschluss, in den die Gesellschaft einbezogen wird, ist am Sitz der Muttergesellschaft sowie im EDGAR- (Electronic Data Gathering, Analysis and Retrieval-) System der US-amerikanischen Börsenaufsicht unter der Registernummer 0000008818 erhältlich. Konzernrechnungslegung Unsere Gesellschaft ist zur Aufstellung eines Teilkonzernabschlusses verpflichtet. Wir beabsichtigen stattdessen von der Möglichkeit Gebrauch zu machen, den Konzernabschluss der Avery Dennison Corporation, Mentor, Ohio / USA, im Bundesanzeiger zu veröffentlichen. Im Vergleich zu den deutschen Bilanzierungs-, Bewertungs- und Konsolidierungsmethoden ergeben sich im Wesentlichen nachfolgend erläuterte Abweichungen: Geschäfts- oder Firmenwerte sowie immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens mit unbestimmter oder unbegrenzter Nutzungsdauer werden nach US-GAAP nicht planmäßig abgeschrieben, sondern regelmäßigen Überprüfungen der Werthaltigkeit unterzogen. Es erfolgt keine Wertaufholung in Folgejahren. Wertpapiere werden unter gewissen Voraussetzungen nach US-GAAP zu Marktwerten bilanziert. Insofern kommt es zum Ausweis von unrealisierten Gewinnen und somit höheren Werten als nach HGB. Nach US GAAP entspricht der Zinssatz für Abzinsung von Pensionsverpflichtungen der Marktrendite von "high-quality corporate bonds" am Abschlussstichtag. Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste werden zunächst in voller Höhe gegen das Eigenkapital gebucht, diese werden aber später in Teilraten ergebniswirksam berücksichtigt. Rückstellungen sind nicht separat, sondern insgesamt unter den Schulden ausgewiesen. Im Hinblick auf die Abzinsung wird der im jeweiligen Land gültige, kapitalmarktorientierte Zinssatz zugrunde gelegt und nicht der von der Bundesbank veröffentlichte durchschnittliche Zinssatz der vergangenen sieben Jahre bezogen auf die individuelle Restlaufzeit. Aufgrund des in den amerikanischen Bilanzierungsnormen weniger stark ausgeprägten Vorsichtsprinzips können Rückstellungen grundsätzlich nicht in dem Umfang wie nach deutschem Recht gebildet werden. Die Aktivierung von Leasinggegenständen erfolgt auch nach US-GAAP beim wirtschaftlichen Eigentümer. Für die hiernach erfolgende Zuordnung eines Leasinggegenstandes zum Leasinggeber oder -nehmer werden im Vergleich zu deutschen Prinzipien jedoch unterschiedliche Kriterien angewendet. Fremdwährungsforderungen und - verbindlichkeiten werden unabhängig von ihrer Fristigkeit grundsätzlich mit dem Bilanzstichtagskurs umgerechnet. Geschäftsführung Geschäftsführer sind bzw. waren:
Die Geschäftsführung hat im Geschäftsjahr 2023 von der Gesellschaft keine Bezüge erhalten. Pensionen ehemaliger Mitglieder der Geschäftsführung und ihrer Hinterbliebenen Die im Geschäftsjahr 2023 an ehemalige Mitglieder der Geschäftsführung und ihre Hinterbliebenen gezahlten Pensionen belaufen sich auf T€ 216. Die für diesen Personenkreis gebildeten Pensionsrückstellungen belaufen sich auf T€ 2.085. Angabe des Gesamthonorars des Abschlussprüfers Das berechnete Gesamthonorar des Abschlussprüfers für Abschlussprüfungsleistungen für das abgeschlossene Geschäftsjahr 2023 beträgt insgesamt 38 TEUR. Nachtragsbericht Es wurden keine bedeutenden Ereignisse, die weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind, nach dem Bilanzstichtag festgestellt. Ergebnisabführung Auf der Grundlage der bestehenden Ergebnisabführungsvereinbarung vom 17. Dezember 2021 mit der Avery Dennison Europe Holding (Deutschland) GmbH & Co. KG, Schwelm, wird das operative Ergebnis nach Steuern in Höhe von T€ 9.705 an die Organträgerin abgeführt.
Schwelm, den 15. September 2025 Avery Dennison Materials GmbH Die Geschäftsführung Gernot Ritzdorf Roberto Martinez Porta Anlagenspiegel für das Geschäftsjahr 2023
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Avery Dennison Materials GmbH, Schwelm Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Avery Dennison Materials GmbH, Schwelm, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Avery Dennison Materials GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Düsseldorf, den 15. Oktober 2025 PricewaterhouseCoopers GmbH Hedwig Schürmeyer, Wirtschaftsprüferin ppa. Johanna Schwan, Wirtschaftsprüferin Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde am 16. Oktober 2025 festgestellt. |
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