Steinbach Verwaltungs-GmbH
Selbe AdresseManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Philip Milbredt seit 22.6.2023 | Geschäftsführer |
Alexia Caterina Stoian-Lepère seit 27.10.2011 | Geschäftsführer |
Christian Stoian seit 9.5.2005 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
Portegra GmbHAufgelöst | 100.00% |
| 35.00% |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
MAVIG GmbHMünchenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023der MAVIG GmbHA. Grundlagen 1. Geschäftsmodell Die MAVIG GmbH (im Folgenden "Gesellschaft" genannt) wurde im Jahr 1921 gegründet und hat ihren Sitz in München. MAVIG ist seit über 100 Jahren ein weltweit führender Hersteller und Entwickler im Bereich Strahlenschutz und medizintechnischer Trägersysteme für Kliniken und ärztliche Praxen. Die Produktpalette umfasst Röntgenschutzbekleidung und -zubehör, Obertisch- und Untertisch-Streustrahlenschutz-Einrichtungen, mobile Schutzwände, Strahlenschutz-Einbaufenster und -Vorhänge ebenso wie deckengeführte Geräteträgersysteme für Monitore, Injektoren und Leuchten. Die MAVIG GmbH ist seit Ihrer Gründung in einem anspruchsvollen Marktsegment tätig und hat sich mit ihren Fachkräften, ihrem Know-how, ihrer Flexibilität und Zuverlässigkeit einen sehr guten Ruf bei den Geschäftspartnern und in der Medizintechnik-Branche erarbeitet. B. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Im Jahr 2023 blieb die weltwirtschaftliche Entwicklung gedämpft, geprägt von den Folgen des völkerrechtswidrigen russischen Angriffskriegs auf die Ukraine, anhaltend hoher Inflation und den Nachwirkungen der Covid-19-Pandemie. Trotz dieser Herausforderungen zeigten viele Volkswirtschaften im zweiten Halbjahr 2023 eine überraschende Resilienz, vor allem durch privaten Konsum, Ausrüstungsinvestitionen und staatliche Unterstützungsmaßnahmen. Insgesamt betrug die Expansionsrate der Weltwirtschaft rund 3 %, während das gewichtete Wachstum in Bezug auf deutsche Exporte nur 1,7 % erreichte. Zudem verzeichnete der Welthandel ein historisch schwaches Wachstum von lediglich 0,4 %. Im Euroraum stagnierte die Wirtschaft im Schlussquartal 2023. Während kurzfristige Indikatoren auf eine schwache Entwicklung hinweisen, deuten langfristige Umfragen auf potenzielles Wachstum hin. Der Arbeitsmarkt blieb robust, mit einer Arbeitslosenquote von 6,4 % im November, dem niedrigsten Stand seit Einführung des Euro, obwohl die Nachfrage nach Arbeitskräften zurückgeht. Die Inflation stieg im Dezember 2023 auf 2,9 %, was teilweise auf den Wegfall früherer finanzieller Maßnahmen zur Unterstützung bei hohen Energiepreisen zurückzuführen ist. Dennoch setzte sich der allgemeine Abwärtstrend der Inflation fort, mit einer Rate von 3,4 % ohne Energie und Nahrungsmittel. Für 2024 wird ein weiterer Rückgang der Inflation erwartet, unterstützt durch eine straffere Geldpolitik und das Nachlassen früherer Energieschocks. In Deutschland konnte sich die Wirtschaft 2023 nicht aus der Stagnation befreien. Das BIP sank im vierten Quartal um 0,3 % im Vergleich zum Vorquartal und um 0,4 % im Vergleich zum Vorjahresquartal, beeinflusst durch verhaltene Auslandnachfrage, restriktive Fiskalpolitik und eine straffe Geldpolitik der EZB. Die Investitionen, besonders im Bau- und Ausrüstungssektor, gingen zurück, während die privaten Konsumausgaben leicht anstiegen. Exporte und Importe litten ebenfalls unter geopolitischen Spannungen und hohen Energiepreisen. Die Medizintechnikbranche in Deutschland verzeichnete 2023 eine leichte Umsatzsteigerung von 4,8 % im Vergleich zum Vorjahr 2022, bleibt jedoch hinter den Werten vor der Pandemie zurück. Gleichzeitig sehen sich viele Unternehmen mit stark gestiegenen Kosten für Logistik, Rohstoffe und Energie konfrontiert, was zu einem Druck auf die Gewinnsituation führt; etwa die Hälfte der Unternehmen erwartet eine Verschlechterung der Gewinne. 2. Darstellung des Geschäftsverlaufs Der Schwerpunkt der Geschäftstätigkeit der MAVIG GmbH liegt in der Fertigung von Röntgenschutzbekleidung und -zubehör, ortsfeste Strahlenschutzeinrichtungen, mobile Schutzwände, ebenso wie deckengeführte Geräteträgersysteme für Monitore, Leuchten und andere Medizinprodukte für Kliniken und ärztliche Praxen. Für das Jahr 2023 verzeichnen wir für die MAVIG einen stabilen Jahresumsatz mit erneut über 50 Mio. €. Dieser zeigt zwar einen leichten Rückgang zum Vorjahr (-2,3%; TEUR 50.906 (i. Vj. TEUR 52.139)) ist jedoch als eine Bestätigung der positiven Entwicklung zu sehen. Der Jahresüberschuss stieg im Jahr 2023 von TEUR 1.136 auf TEUR 2.119. Die Anstrengungen der Gesellschaft die Margen zu optimieren und gezielt Kosten zu senken waren effektiv. Der inländische Umsatz 2023 im Kerngeschäft konnte im Vergleich zum starken Vorjahr gehalten sogar noch leicht gesteigert werden; die Exporte der MAVIG sanken nach der hohen Steigerung in 2022 (14,8% höher als 2021) um 4,2% in 2023. Die Pausch Medical GmbH konnte im Jahr in 2023 nicht ganz den Umsatz aus dem Vorjahr wiederholen. Das Jahresergebnis für die Pausch Medical GmbH wird daher in 2023 leider negativ bleiben. Dennoch wurden einige Änderungen in der Unternehmensstruktur vorgenommen, weshalb wir von einer zukünftig positiveren Entwicklung ausgehen, was die aktuelle Auftragslage bestätigt. Wie bereits im Vorjahr konnte das 100%-Tochterunternehmen Portegra GmbH 2023 mit einem leichten Jahresgewinn abschließen. Dies ist insbesondere auf den neuen Aufbau der Portegra GmbH als reine Produktionsfirma der MAVIG zurückzuführen. Der Personalstand war im Berichtsjahr leicht steigend von 155 Mitarbeitenden in 2022 auf 162 Mitarbeitende im Jahr 2023. Folgende Kennzahlen geben einen Überblick über die Geschäftsentwicklung:
C. Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage 1. Vermögenslage Die Bilanzsumme der Gesellschaft erhöht sich im Berichtsjahr um TEUR 2.486 von TEUR 31.659 auf TEUR 34.145. Im Anlagevermögen stellen vor allem die Ausleihungen an verbundene Unternehmen mit TEUR 8.081 den größten Posten dar. Im Vorjahr lag dieser Betrag bei TEUR 6.052. Der Bestand an Vorräten sank im Jahr 2023 bewusst von TEUR 7.196 im Jahr 2022 um 6,58 % auf TEUR 6.722. Die Bilanzposition Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stieg im Berichtsjahr von TEUR 6.660 um 8,75 % auf TEUR 7.243. Die Forderungen an verbundene Unternehmen stiegen im Berichtsjahr leicht von TEUR 6.910 minimal auf TEUR 7.109. Die sonstigen Vermögensgegenstände sind im Berichtsjahr von TEUR 2.573 um TEUR 334 auf TEUR 2.907 angestiegen. Der Kassen- und Bankbestand ist zum Vorjahr nahezu identisch mit TEUR 634 (Vorjahr TEUR 636). Auf der Passivseite der Bilanz hat sich das Eigenkapital im Berichtsjahr um 12,63 % von TEUR 16.780 auf TEUR 18.795 erhöht. Der Jahresüberschuss aus 2022 in Höhe von TEUR 1.136 wurde im Jahr 2023 als Gewinn vorgetragen. Der Bilanzgewinn erhöhte sich im Berichtsjahr auf TEUR 18.795 (i. Vj. TEUR 16.676) Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 760 (i. Vj. TEUR 641) setzen sich im Wesentlichen aus den Rückstellungen für Personalkosten mit TEUR 381 (i. Vj. TEUR 435), Rückstellungen für Prozesskosten mit TEUR 280 (i. Vj. TEUR 100), Rückstellungen für Aufbewahrungspflichten mit TEUR 29 (i. Vj. TEUR 29) und Rückstellungen für Erstellung und Prüfung des Jahresabschlusses mit TEUR 69 (i. Vj. TEUR 76) zusammen. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sanken minimal von TEUR 4.073 auf TEUR 4.037. Die Verbindlichkeiten an verbundene Unternehmen nahmen im Berichtsjahr von TEUR 1.381 auf TEUR 2.549 stark zu. Die sonstigen Verbindlichkeiten waren im Berichtsjahr leicht Rückläufig von TEUR 2.617 auf TEUR 2.327. 2. Finanzlage Im Berichtsjahr ist der Bestand an liquiden Mitteln der Gesellschaft konstant TEUR 634 (i. Vj. TEUR 636). Die Liquiditätslage der Gesellschaft bleibt weiterhin stabil. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von TEUR 4.947 sanken zum Vorjahr um 19,8% (i. Vj. TEUR 6.167) und sind damit stark rückläufig. Das Eigenkapital erhöhte sich im Berichtsjahr von TEUR 16.780 auf TEUR 18.899 Durch die Eigenkapitalstruktur der Gesellschaft sind die langfristigen Investitionen (Anlagevermögen) durch Eigenmittel abgedeckt. Die Eigenkapitalrendite lag im Berichtsjahr bei 11,2% (i. Vj. 6,8%) Die Umsatzrentabilität liegt im Berichtsjahr bei 4,2% (Vj. 2,2%) und ist somit deutlich gestiegen. Die Gesamtkapitalrendite beträgt im Berichtsjahr 6,8% (i. Vj. 3,9%). Die Eigenkapitalquote liegt bei 55,4% (i. Vj. 53%). Dementsprechend sinkt die Fremdkapitalquote von 47% auf 44,6%. Der überwiegende Teil der Investitionen wurde (und wird) aus dem erwirtschafteten Kapital finanziert. Aufgrund der aktuellen Finanzlage der Gesellschaft geht die Geschäftsführung davon aus, auch im kommenden Geschäftsjahr alle finanziellen Verpflichtungen erfüllen zu können. 3. Ertragslage Die Umsatzerlöse sanken im Berichtsjahr um TEUR 1.233 auf TEUR 50.906 (i. Vj. TEUR 52.139). Demgegenüber sind die Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe von TEUR 27.973 auf TEUR 26.356 in 2023 gesunken. Die Aufwendungen für bezogene Leistungen sind im Berichtsjahr leicht um TEUR 131 auf TEUR 1.875 (i. Vj. TEUR 1.744) gestiegen. Im Berichtsjahr stiegen die Personalkosten um TEUR 601 auf TEUR 10.442 (i. Vj. TEUR 9.841). Die Abschreibungen gingen um TEUR 698 auf TEUR 533 (i. Vj. TEUR 1.231) zurück. Mit einem Jahresüberschuss nach Steuern von TEUR 2.119 wurde das Vorjahresergebnis von TEUR 1.136 deutlich übertroffen. 4. Gesamtaussage zur Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Die Vermögensverhältnisse sind geordnet. Die Finanzlage der Gesellschaft ist auf Grundlage des vorhandenen Eigenkapitals sehr stabil. Die Ertragslage konnte deutlich verbessert werden. Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung der Gesellschaft wird aufgrund der hohen Produktionsauslastung positiv betrachtet. D. Prognose-, Chancen- und Risikobericht 1. Prognosebericht Für 2024 wird ein stagnierendes BIP-Wachstum von 0,0 % prognostiziert. Positive Impulse könnten durch steigende Nominallöhne und abnehmende Inflation den privaten Konsum ankurbeln, was zu einem prognostizierten BIP-Wachstum von 0,7 % im Jahr 2025 führen könnte. Die Arbeitslosigkeit wird im Jahresdurchschnitt 2024 um gut 160.000 Personen steigen, mit einer Quote von 6,0 %. Für 2025 wird eine weitere Erhöhung um 60.000 Personen und eine Quote von 6,1 % erwartet. Die Inflationsrate wird 2024 bei etwa 2,3 % liegen und im Jahr 2025 auf 2,0 % sinken. Allerdings ist eine wirtschaftspolitische Zeitenwende nötig, mit umfangreichen Investitionen in Infrastruktur und erneuerbare Energien, um nachhaltiges Wachstum zu fördern. Angesichts einer hartnäckigen Flaute, die auch durch globale wirtschaftliche Veränderungen bedingt ist, ist entschlossenes Handeln unerlässlich, um die wirtschaftliche Stabilität zu sichern. Die OECD prognostiziert für 2023 ein weltweites Wirtschaftswachstum von 2,7 % und für 2024 eine moderate Steigerung auf 2,9 %. Für Deutschland wird 2023 Stagnation erwartet, während 2024 ein leichtes Wachstum von 1,3 % prognostiziert wurde, welches jedoch bereits von führenden deutschen Wirtschaftsinstituten auf 0,1 % korrigiert wurde. Eine Prognose der zukünftigen Geschäftsentwicklung vor dem Hintergrund des Ukraine-Krieges und der weltweit schwachen wirtschaftlichen Entwicklung (Inflation und Hochzinspolitik) erscheint derzeit sehr schwierig. Speziell im Gesundheitssektor werden Investitionen zurückgefahren oder -gehalten. Eine Beobachtung, welche wir in den vergangenen Monaten im gesamten Medizinsektor machen konnten, ist das Großkunden aufgrund der langen Lieferzeiten währen der Pandemie und des Ukraine-Krieges die Lager gefüllt hatten. Nachdem sich die Lieferzeiten wieder entspannt haben, ist ein merklicher Rückgang des Auftragsbestandes und des Umsatzes zu verzeichnen. Dies betrifft nicht nur die MAVIG, sondern den gesamten Medizinmarktsektor. MAVIG sieht ungeachtet der derzeitig schwierigen Gesamtlage in all seinen Produktbereichen weiterhin hohes Potential, und wird auch weiterhin aus dem operativen Geschäft zu wachsen. Für alle unsere Bereiche werden aktuell neue Produkte entwickelt, fertiggestellt oder bereits eingeführt, um unsere Marktstellung zu behaupten und auszubauen. Aufgrund von Marktbeobachtung und Auswertung der laufenden Geschäftsbeziehungen mit unseren Kunden erscheint aus heutiger Sicht folgende Prognose als vertretbar: Es wird für das kommende Geschäftsjahr mit einem Umsatzrückgang in Höhe von ca. 7% gerechnet. Die Eigenkapitalquote soll sich auf dem bisherigen Niveau einpendeln. Für das Geschäftsjahr 2024 wird im Vergleich zum Jahr 2023 durch Optimierungsmaßnahmen und Verbesserungen der Prozesse ein ähnliches Gesamtergebnis angestrebt. 2. Chancen- und Risikobericht Aufgrund einer schlanken Unternehmensstruktur mit kurzen Entscheidungswegen ist es der Geschäftsleitung der MAVIG möglich, vorhandene Risiken sehr schnell zu erkennen und flexibel und zeitnah darauf zu reagieren. Die MAVIG hält die Vorschriften der ISO 14971 (Anwendungen des Risikomanagements) ein auch wenn sie nicht selbst nach ihr zertifiziert ist. Risiko auf Grund des Ukraine-Krieges und des Nahost-Konfliktes sowie hoher Energiepreise Aufgrund des weiterhin anhaltenden Krieges in der Ukraine sowie des erneuten Aufflammens des Nahost-Konflikts zwischen Palästina und Israel und der damit verbundenen Energie- und Lieferkettenkrise sieht sich die Gesellschaft weiterhin einem erhöhten Risiko ausgesetzt. Derzeit geht die Gesellschaft jedoch nicht davon aus, dass es aufgrund akuter Energieknappheit oder Lieferengpässen zu Produktionsausfällen kommen wird. Die Gesellschaft unternimmt jedoch gezielte Maßnahmen, um diesen teils unvorhersehbaren Risiken zu begegnen. Durch die Aufrechterhaltung angemessener Liquiditätsreserven wird dem Risiko einer allgemeinen Rezession, einer Produktionsdrosselung oder -einstellung sowie der möglichen Insolvenz von Geschäftspartnern aufgrund hoher Energiepreise und Lieferengpässen Rechnung getragen. Darüber hinaus wird kontinuierlich geprüft, inwieweit staatliche Förderungen helfen könnten, potenzielle Engpässe zu überbrücken. Falls erforderlich, könnte Kurzarbeit beantragt werden, um kurzfristig einen wesentlichen Kostenblock der betrieblichen Tätigkeit zu reduzieren. Ausfall- und Liquiditätsrisiken sind nach aktueller Einschätzung trotz der Nachwirkungen der Corona-Pandemie oder des laufenden Krieges zwischen Russland und der Ukraine nicht zu erwarten. Die im Jahr 2022 und 2023 stark gestiegene Inflation führte zu erheblichen Erhöhungen der Energie- und Materialkosten. Diese wurden jedoch durch Preissteigerungen und höhere Umsätze weitestgehend kompensiert. Preisänderungs-, Ausfall- und Liquiditätsrisiken Preisänderungsrisiken können grundsätzlich nicht ausgeschlossen werden. Diese Art von Risiko ist allerdings durch langjährige Zusammenarbeit und hohe Markteintrittsbarrieren aufgrund einer hohen Kapitalintensität sowie eines hohen technischen Know-How begrenzt. Das Ausfallrisiko von Forderungen wird weiterhin als gering erachtet. Dies resultiert daraus, dass überwiegend mit Kunden guter Bonität zusammengearbeitet wird. Zudem ist geplant im Wirtschaftsjahr 2024 das Forderungsmanagement auf Factoring umzustellen. Dies sowie ein ausreichender Bestand an liquiden Mitteln und freien Kreditlinien mindern das Liquiditätsrisiko der MAVIG. Konzentrationsrisiko Die Gesellschaft ist im weltweiten Röntgenmarkt tätig und daher natürlich von technologischen sowie anderen wirtschaftlichen Entwicklungen abhängig, die diesen Markt betreffen. Dennoch verfügt MAVIG über ein sehr diversifiziertes Produktportfolio, und durch die globale Kundenstruktur ist das Risiko von Klumpenrisiken relativ gering. Währungsrisiken Die Gesellschaft fakturiert nur einen Teil ihres Umsatzes in USD, somit ist man einem begrenzten Fremdwährungsrisiko ausgesetzt. Bei erheblichen Wechselkursschwankungen haben wir die Möglichkeit, mit unseren Kunden die Preise anzupassen und dadurch das Fremdwährungsrisiko zu beeinflussen. Weitere wesentliche Risiken Derzeit sieht sich die Gesellschaft wie bereits beschrieben mit einer Vielzahl von Krisen konfrontiert, die wesentlichen sind aus Sicht des Unternehmens die folgenden: - Russland-Ukraine-Krieg - Auflebender Nahost-Konflikt zwischen Palästina und Israel - Nachwirkungen von Corona - Fachkräftemangel Durch diese oben aufgeführten Krisen hat das Unternehmen eine Vielzahl von Auswirkungen zu bewältigen: - Lieferengpässe - Steigende Inflation - Steigende Energiekosten - Steigende Beschaffungskosten - Steigende Lohnkosten - Steigende Zinsen für die Refinanzierung von Krediten - Reduzierung der Arbeitsleistung Das Unternehmen geht mit der notwendigen Sorgfalt und Aufmerksamkeit auf die bestehenden Risiken ein. Durch ein präzises und intensiveres Risikocontrolling werden relevante Kennzahlen kontinuierlich überwacht, und bei Bedarf werden entsprechende Maßnahmen ergriffen. Die wesentlichen gesamtwirtschaftlichen Risiken für das Unternehmen liegen vor allem in der konjunkturellen Entwicklung. Die künftige Ausrichtung des Unternehmens hängt maßgeblich davon ab, ob es weiterhin in der Lage ist, im internationalen Wettbewerb mit qualitativ hochwertigen Produkten und nachhaltigen Prozessen zu bestehen. Insbesondere im Bereich der Medizintechnik ist die Einhaltung der vereinbarten Qualitätsnormen sowie der gesetzlich definierten Standards von zentraler Bedeutung. Für die Erreichung der Unternehmensziele ist das Unternehmen auf qualifiziertes und gut geschultes Personal angewiesen. Die Qualität der Produkte und damit die Kundenzufriedenheit hängen maßgeblich von der Zuverlässigkeit der Mitarbeiter ab. Interne Schulungen sowie externe und interne Weiterbildungsmaßnahmen sorgen dafür, dass die erforderliche Fachkompetenz des Personals gewährleistet bleibt. Aktuell gibt es keine Risiken, die eine Bedrohung für die Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage darstellen. Alle genannten Risiken stellen derzeit keine Gefährdung der Unternehmenssubstanz dar. Weitere potenziell bestandsgefährdende Risiken sind momentan nicht bekannt. Die MAVIG ist in einem Markt tätig, der durch enge Kundenanforderungen mit hohem Präzisionsgrad gekennzeichnet ist. Dies erfordert eine enge Zusammenarbeit mit Kunden und Lieferanten sowie eine hohe Spezialisierung und Flexibilität. Die Bereitschaft, auf hohem technischen Niveau maßgeschneiderte Kundenlösungen zu entwickeln und moderne Produktionsanlagen zu betreiben, schafft gute Voraussetzungen, um auf potenziellen Wettbewerbsdruck reagieren zu können Operative Chancen Die Investitionen der letzten Jahre, speziell im Bereich IT und ERP, haben sehr positive Auswirkungen. Produkt-, Kosten- und Prozessoptimierung stehen weiterhin auf der Agenda. Außerdem befinden sich einige innovative Produkte in der Entwicklung, welche einen positiven Einfluss auf den Umsatz haben könnten. Die Liquidität ist durch eine äußerst geringe Ausfallquote, positive Jahresergebnisse und hohen Auftragseingang auch langfristig gesichert. Die MAVIG-Tochterunternehmen in Frankreich und den Niederlanden behaupten ihre positive Entwicklung. Die Tochterfirma China wurde geschlossen. E. Sonstige Angaben 1. Forschung und Entwicklung MAVIG ist erneut nach EN13485-2003 rezertifiziert worden, der höchsten Qualitätskategorie. Weitere Projekte im Bereich Strahlenschutz, Tragsysteme sind weit fortgeschritten, und halten das MAVIG-Portfolio aktuell bzw. hochattraktiv. MAVIG hat auch in 2023 erheblich in Entwicklung, Ausstattung (bes. IT), Qualitätskontrolle und Grundlagenforschung investiert. Diese Politik soll unverändert fortgesetzt werden. Primär der Bereich IT, Vernetzung, Strahlenschutz lagen im Fokus. Vorrangig auch die Digitalisierung der Produktionsprozesse. MAVIG wie auch das Tochterunternehmen Vivascope hat im Jahr 2023 staatliche Förderungen für die innovative Entwicklung neuer Produkte erhalten.
München, 21.01.2025 gez. Christian Stoian gez. Alexia Stoian-Lepère gez. Philip Milbredt BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangAllgemeine Angaben zum Jahresabschluss Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter der Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für große Kapitalgesellschaften aufgestellt. Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht
Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear und degressiv vorgenommen. Die Finanzanlagen wurden zu Anschaffungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt. Fremdkapitalzinsen werden in die Herstellungskosten nicht einbezogen. Forderungen wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko wurde durch eine Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen. Einzelne Forderungen gegen verbundene Unternehmen und sonstige Vermögensgegenstände wurden auf den niedrigeren beizulegenden Wert abgeschrieben. Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung sind mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen übernommen werden. Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt. Angaben zur Bilanz Anlagevermögen Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen.
Angaben zu Forderungen gegenüber Gesellschaftern Der Wert der Forderungen gegenüber Gesellschaftern beläuft sich auf 983 TEuro (VJ 1.133 TEuro). Angaben und Erläuterungen zu Rückstellungen Im Posten sonstige Rückstellungen sind die nachfolgenden wesentlichen Rückstellungspositionen enthalten: Personalkosten 381 TEuro (VJ 435 TEuro), Aufbewahrungspflicht 29 TEuro (VJ 29 TEuro), Prozesskosten 280 TEuro (VJ 100 TEuro) und Abschluss- und Prüfungkosten 69 TEuro (VJ 76 TEuro). Verbindlichkeitenspiegel Die nachfolgende Darstellung zeigt Restlaufzeiten und Sicherungsrechte der in der Bilanz aufgeführten Verbindlichkeiten.
Haftungsverhältnisse aus nicht bilanzierten Verbindlichkeiten gemäß § 251 HGB Neben den in der Bilanz aufgeführten Verbindlichkeiten sind die folgenden Haftungsverhältnisse zu vermerken:
Die Haftungsverhältnisse bestehen in Form von Kreditbürgschaften für ein KfW-Darlehen einer Tochtergesellschaft und einer Kontokorrentlinie einer Tochtergesellschaft. Nicht bilanzierte sonstige finanzielle Verpflichtungen Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen nachfolgende sonstige finanzielle Verpflichtungen: Die finanziellen Verpflichtungen im Zusammenhang mit Leasingverträgen betragen zum 31.12.2023 157 TEuro (Vorjahr: 169 TEuro). Aus Immobilienverträgen bestehen Verpflichtungen i.H. von 713 TEuro (i. Vj. 711 TEuro), davon 350 TEuro (i.Vj. 325 TEuro) gegenüber Gesellschaftern. Die Verpflichtung zur Zahlung von Zinsen aus am Bilanzstichtag bestehenden Darlehensvereinbarungen belaufen sich auf 91 TEuro (i. Vj. 119 TEuro). Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Aufgliederung der Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse werden gemäß § 285 Nr. 4 HGB wie folgt aufgegliedert: Geographisch bestimmter Markt Umsatz
Erläuterung der Erträge und Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung Bei den Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung handelt es sich in Betrag und Art im Einzelnen um: Es wurde eine Abschreibung auf Forderungen gegenüber einem Partnerunternehmen i.H. von 207 TEuro vorgenommen. Sonstige Angaben Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:
Die Gesamtzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer beträgt damit 163,00 Namen der Geschäftsführer Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs 2023 wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt: Geschäftsführer: Dipl.Kfm.Christian Stoian München Geschäftsführerin: Alexia Stoian-Lepere München Geschäftsführerin: Philip Milbredt München Angaben über den Anteilsbesitz an anderen Unternehmen von mind. 20 Prozent der Anteile Gemäß § 285 Nr. 11 HGB wird über nachstehende Unternehmen berichtet:
Konzernzugehörigkeit Die MAVIG GmbH wurde in den Konzernabschluss der MS Steinbach GmbH & Co.KG, München einbezogen. Die MS Steinbach GmbH & Co.KG, München stellt den Konzernabschluss für den größten Konzernkreis auf. Der Konzernabschluss der MS Steinbach GmbH & Co. KG ist beim elektronischen Bundesanzeiger erhältlich. sonstige Berichtsbestandteile
München, 21.01.2025 gez. Christian Stoian gez. Alexia Stoian-Lepère gez. Philip Milbredt Angaben zur Feststellung:Der Jahresabschluss wurde am 21.01.2025 festgestellt. BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die MAVIG GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der MAVIG GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der MAVIG GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Die Website des Instituts der Wirtschaftsprüfer (IDW) enthält unter https://www.idw.de/idw/verlautbarungen/bestaetigungsvermerk/hgb-ja-non-pie eine weitergehende Beschreibung der Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Diese Beschreibung ist Bestandteil unseres Bestätigungsvermerks.
München, 21.01.2025 Schuler
Kretzschmar Partnerschaft mbB
Dr. Fabian Kretzschmar, Wirtschaftsprüfer Curt Schuler, Wirtschaftsprüfer |
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