MyShoes SE
Selbe AdresseGroßhandel mit Schuhen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Ahmadzia Norzad seit 24.3.2026 | Prokura |
Madlen Prenzel seit 18.9.2025 | Prokura |
Christian Francisco seit 11.6.2025 | Prokura |
Eva Schödlbauer seit 30.1.2025 | Prokura |
Christian Schillinger seit 23.1.2025 | Prokura |
Oliver Hainke seit 6.12.2024 | Prokura |
Esma May seit 6.2.2024 | Prokura |
Thomas Wrobel seit 23.1.2024 | Prokura |
Valerie Tawakkoli seit 14.11.2023 | Prokura |
Tino Rampmaier seit 1.2.2023 | Prokura |
Mark-Oliver Cantoria seit 11.1.2023 | Prokura |
Thomas Bredlow seit 20.12.2022 | Prokura |
Falk Deckstein seit 10.11.2022 | Prokura |
Christian Richter seit 12.8.2022 | Prokura |
Alexander Bellin seit 3.3.2022 | Geschäftsführer |
Sven-Severin Canisius seit 22.9.2021 | Prokura |
Kai Szopinski seit 9.8.2021 | Prokura |
Rocco Manthe seit 9.8.2021 | Prokura |
Björn Flasche seit 11.1.2021 | Prokura |
Samuel Heinrich Deichmann seit 18.8.2020 | Geschäftsführer |
Jan Müller seit 4.8.2020 | Prokura |
Nina Kellermann seit 4.2.2019 | Prokura |
Christian Schira seit 4.2.2019 | Prokura |
Andre Bergner seit 7.12.2018 | Prokura |
Benjamin Krümel seit 11.9.2018 | Prokura |
Paul Disseldorp seit 2.3.2018 | Prokura |
Lars Jendrian seit 3.1.2018 | Geschäftsführer |
Manfred Kroneder seit 28.1.2015 | Geschäftsführer |
Martin Fischer seit 29.12.2008 | Geschäftsführer |
Heinrich Otto Johannes Deichmann seit 16.12.2008 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
H******* O*** D******** | 14.71% |
H********** D******** | 7.36% |
| Name | Anteil |
|---|---|
Dr. Heinz-Horst Deichmann-Stiftung | 7.35% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
3 Gesellschafter
GmbH-Struktur
2 von 3 angezeigt
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Deichmann SEEssenJahres- und Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
Konzernbilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Passiva
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
Kapitalflussrechnung für den Konzern
Der Finanzmittelbestand setzt sich wie folgt zusammen:
Konzerneigenkapitalspiegel für das Geschäftsjahr 2023
Zusammengefasster Anhang für das Geschäftsjahr 20231 Allgemeine Angaben Die Deichmann SE, Essen, Amtsgericht Essen, HRB 21020 (im Folgenden auch "Gesellschaft" oder "Deichmann" genannt), ist als Mutterunternehmen zur Erstellung eines Konzernabschlusses nach den Vorschriften der §§ 290 ff. HGB verpflichtet. Der Konzernabschluss und der Jahresabschluss der Gesellschaft wurden für das Geschäftsjahr 2023 nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches, Art. 61 der Verordnung (EG) Nr. 2157/2001 über das Statut der Europäischen Gesellschaft (SE) (kurz auch "SE-VO") und des SE-Ausführungsgesetzes (kurz auch "SEAG") i. V. m. den anwendbaren Vorschriften des AktG sowie den ergänzenden Bestimmungen der Satzung aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnungen wurden unter Anwendung des Gesamtkostenverfahrens aufgestellt. Der Anhang zum Jahresabschluss der Gesellschaft und der Konzernanhang wurden gemäß § 298 Abs. 2 HGB zu einem Anhang zusammengefasst. Der Jahresabschluss und der Konzernabschluss der Gesellschaft werden im Unternehmensregister bekannt gemacht. Die Aufstellung des Anteilsbesitzes ist in Abschnitt 2 dieses zusammengefassten Anhangs enthalten. Der Jahresabschluss und der Konzernabschluss der Gesellschaft sind in EUR aufgestellt, allerdings in TEUR dargestellt. Aus rechentechnischen Gründen können in den Tabellen Rundungsdifferenzen in Höhe von +/- einer Einheit (TEUR, %, usw.) auftreten. Nachfolgende inländische Gesellschaften in der Rechtsform einer Kapitalgesellschaft, die in den Konzernabschluss der Gesellschaft einbezogen werden, haben die gemäß § 264 Abs. 3 HGB erforderlichen Bedingungen für die Inanspruchnahme der Befreiungsvorschriften erfüllt bzw. werden diese erfüllen und verzichten deshalb auf die Aufstellung des Lageberichtes und des Anhangs sowie die Prüfung und Offenlegung ihrer Jahresabschlussunterlagen:
2 Konsolidierungskreis In den zum 31. Dezember 2023 aufgestellten Konzernabschluss der Gesellschaft sind 71 Tochterunternehmen einbezogen, sowie zwei Unternehmen nach §290 Abs. 2 Nr. 4 HGB. Erstmalig konsolidiert wurde folgende im Geschäftsjahr 2023 neu gegründete Gesellschaft:
Entkonsolidiert wurde die Ochsner Sport SE, Essen. Erstmalig wurden aufgrund eines Erwerbsvorgangs folgende Gesellschaften in den Konzernabschluss der Gesellschaft aufgenommen:
Mit Kaufvertrag vom 8. November 2022 und wirtschaftlicher Wirkung zum 2. Januar 2023 hat die fasbra SE, Essen, 51 % der Anteile an der Supremo Shoes + Boots GmbH Pirmasens/Deutschland, sowie deren 100 %igen Tochtergesellschaft SMP Retail GmbH, Pirmasens/Deutschland erworben. Die Anschaffungskosten des Erwerbvorgangs belaufen sich insgesamt auf TEUR 16.882. Im Rahmen der Kapitalkonsolidierung entsteht daraus ein derivativer Geschäfts- und Firmenwert i. H. v. TEUR 13.500. Der Geschäfts- und Firmenwert wird über eine Nutzungsdauer von 10 Jahren planmäßig linear abgeschrieben. Das Mutterunternehmen geht davon aus, dass in diesem Zeitraum die mit dem Erwerb verbundenen Synergien realisiert werden können. Sämtliche in folgender Tabelle aufgeführten Tochterunternehmen werden nach den Grundsätzen der Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss einbezogen. Die folgenden Angaben beziehen sich auf die für Konsolidierungszwecke aufgestellten Handelsbilanzen (HB II):
* Ergebnisabführungsvertrag mit Deichmann
SE, Essen
3 Konsolidierungsgrundsätze Die Kapitalkonsolidierung wurde bei der Gesellschaft, mit Ausnahme der Einbringung der Heinrich Deichmann-Schuhe GmbH & Co. KG, Essen, gemäß der Empfehlung des DRS 23 grundsätzlich nach der Neubewertungsmethode gem. § 301 HGB durchgeführt. Zeitpunkt der Erstkonsolidierung ist grundsätzlich der jeweilige Erwerbs- bzw. Gründungszeitpunkt. Für die Einbringung der Heinrich Deichmann-Schuhe GmbH & Co. KG, Essen, in die Deichmann SE, Essen, wurde zum Erwerbszeitpunkt im Geschäftsjahr 2009 die Kapitalkonsolidierung bei Interessenzusammenführung gem. § 302 HGB a. F. angewandt. Derivative Geschäfts- oder Firmenwerte, die im Rahmen der Kapitalkonsolidierung entstehen, werden grundsätzlich über eine Nutzungsdauer von 10 Jahren linear abgeschrieben. Erwerbe von Anteilen an einem Tochterunternehmen, dessen Beherrschung dem Konzern bereits vor dem Erwerbsvorgang direkt oder indirekt möglich war, werden als Eigenkapitaltransaktionen zwischen den Gesellschaftern bilanziert (Einheitstheorie). Ein aus solchen Erwerben resultierender Unterschiedsbetrag zwischen dem Kaufpreis und dem Anteil, der den Anteilen anderer Gesellschafter bisher am Nettovermögen zuzurechnen war, wird ergebnisneutral mit den Gewinnrücklagen des Konzernabschlusses verrechnet. Aufwendungen und Erträge, entstandene Zwischengewinne und -verluste sowie Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den in den Konsolidierungskreis einbezogenen Konzerngesellschaften werden eliminiert. In der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung werden die Umsatzerlöse aus Lieferungen und Leistungen zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen (Innenumsatzerlöse) mit den auf sie entfallenden Aufwendungen der Empfänger der Lieferungen und Leistungen verrechnet. Latente Steuern aus Konsolidierungsmaßnahmen werden in der Konzernbilanz angesetzt. Der Bilanzstichtag der einbezogenen Gesellschaften entspricht dem der Muttergesellschaft. 4 Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die Bilanzierung und Bewertung erfolgt bei den Konzernunternehmen sowohl im Einzel- als auch im Konzernabschluss entsprechend den Vorschriften des Handelsgesetzbuches und des Aktiengesetzes sowie unter Berücksichtigung von SE-VO und SEAG. Die Vorschriften werden in ihrer Gesamtheit im Einzelabschluss der Gesellschaft angewandt. Grundsätzlich werden für alle in den Konzernabschluss einbezogenen Abschlüsse diese einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze angewandt. Immaterielle Vermögensgegenstände Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bilanziert. Die Abschreibungen erfolgen linear über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer. Für selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens besteht nach § 248 Abs. 2 HGB ein Aktivierungswahlrecht. Die Gesellschaft übt dieses dahingehend aus, dass keine Aktivierung stattfindet, sondern dass eine ergebniswirksame Erfassung der hierfür anfallenden Aufwendungen erfolgt. Sofern den Gegenständen des Anlagevermögens am Abschlussstichtag ein voraussichtlich dauerhaft niedrigerer Wert beizulegen ist, wird dem durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen. Anlagenzugänge werden pro rata temporis abgeschrieben. Sachanlagevermögen Das Sachanlagevermögen wird mit Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Die Abschreibungen werden unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern vorgenommen. Sofern den Gegenständen des Anlagevermögens am Abschlussstichtag ein voraussichtlich dauerhaft niedrigerer Wert beizulegen ist, wird dem durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen. Anlagenzugänge werden pro rata temporis abgeschrieben. Ladeneinrichtungen bei neu angemieteten Verkaufsstellen der Gesellschaft und der deutschen Tochtergesellschaften werden mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten aktiviert. Umbaumaßnahmen bei bestehenden Verkaufsstellen werden grundsätzlich als Erhaltungsaufwand erfasst, es sei denn, die Umbaumaßnahmen führen zu einer wesentlichen Verbesserung über den ursprünglichen Zustand hinaus oder die Verkaufsfläche erhöht sich um mehr als 25%. Die Abschreibung der Ladeneinbauten erfolgt pauschal über eine Nutzungsdauer von zehn Jahren bzw. über die kürzere Restmietvertragslaufzeit. Finanzanlagen Das Finanzanlagevermögen wird mit Anschaffungskosten, vermindert um Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert gem. § 253 HGB, angesetzt. Sofern den Gegenständen des Finanzanlagevermögens am Abschlussstichtag ein voraussichtlich dauerhaft niedrigerer Wert beizulegen ist, wird dem durch Abschreibungen Rechnung getragen. Bei voraussichtlich dauerhafter Wertminderung werden Abschreibungen auf Finanzanlagen vorgenommen. Soweit Wertminderungen nicht mehr bestehen, wird dem Wertaufholungsgebot nach § 253 Abs. 5 HGB Rechnung getragen. Vorräte Die Vorräte werden zu Anschaffungskosten auf der Basis des gleitenden Durchschnittsverfahrens oder den niedrigeren beizulegenden Werten gemäß § 253 Abs. 4 HGB bewertet. Die Anschaffungskosten umfassen den Einkaufspreis sowie die dem einzelnen Artikel zurechenbaren Anschaffungsnebenkosten. Soweit die Ware in Fremdwährung bezogen wird, wird der Betrag mit dem von der Gesellschaft für den entsprechenden Monat des Warenbezugs ermittelten durchschnittlichen Sicherungskurs umgerechnet. Bei der Handelsware wird einer absatzbezogenen Betrachtung und den modischen und sonstigen Risiken branchenüblich durch angemessene Abschläge Rechnung getragen. Warenbezüge, bei denen der Gefahrenübergang zum Bilanzstichtag stattgefunden hat, werden als Vorräte ausgewiesen (Unterwegsware). Sonstige Wertpapiere Die Wertpapiere werden mit Anschaffungskosten, vermindert um Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert gem. § 253 Abs. 4 HGB, angesetzt. Soweit Wertminderungen nicht mehr bestehen, wird dem Wertaufholungsgebot nach § 253 Abs. 5 HGB Rechnung getragen. Übriges Umlaufvermögen Die Vermögensgegenstände des übrigen Umlaufvermögens werden mit ihren Nominalwerten oder mit den niedrigeren beizulegenden Werten gemäß § 253 Abs. 4 HGB angesetzt. Einzelrisiken werden durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Für das allgemeine Kreditrisiko in den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie in den sonstigen Vermögensgegenständen bestehen pauschal ermittelte Wertberichtigungen. Forderungen in fremder Währung werden zum amtlichen Mittelkurs am Tage des Geschäftsvorfalls umgerechnet. Zum Bilanzstichtag erfolgt die Umrechnung zum Devisenkassamittelkurs. Bei einer Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger wird gemäß § 256a HGB, § 253 Abs. 1 Satz 1 HGB und § 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB nicht angewendet. Aktive latente Steuern Von dem Wahlrecht zum Ansatz eines sich insgesamt ergebenden Überhangs an aktiven latenten Steuern auf Grund zukünftiger Steuerentlastungen nach § 274 Abs. 1 S. 2 HGB wird sowohl im Einzel- als auch im Konzernabschluss (Handelsbilanz II) kein Gebrauch gemacht. Ein sich je Tochterunternehmen ergebender Netto-Passivüberhang an latenten Steuern wird bilanziert. Aktive latente Steuern hätten nach dem bilanzorientierten Konzept im Wesentlichen aus den im Vergleich mit den in landesrechtlichen Steuerbilanzen niedrigeren Wertansätzen des Anlagevermögens und auf Grund höherer Wertansätze von Rückstellungen (i.W. Pensionsrückstellungen sowie Rückstellungen für drohende Verluste aus belastenden Mietverträgen) in den Handelsbilanzen II der zu konsolidierenden Konzerngesellschaften sowie auf steuerliche Verlustvorträge angesetzt werden können. Aktive latente Steuern aus Konsolidierungsmaßnahmen werden gemäß § 306 HGB bilanziert. Bei der Gesellschaft und im Konzern werden landesspezifische und unternehmensindividuelle Steuersätze zugrunde gelegt, die sich aus den tatsächlichen Verhältnissen der einzelnen Konzerngesellschaften ergeben. Latente Steuern auf Konsolidierungsmaßnahmen werden mit einem Steuersatz von 30% ermittelt. Bei der Gesellschaft wird ein Steuersatz von 30 % (KSt, Solz, GewSt), und im Konzern werden Steuersätze von 9 % bis 25,8 % zugrunde gelegt. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Die Bilanzierung der Pensionsrückstellungen wird nach den Bewertungsvorschriften des § 253 Abs. 1 S. 2 HGB mit ihrem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt. Dabei werden unternehmensabhängige Gehalts-, Renten- und Fluktuationstrends berücksichtigt. Die folgenden versicherungsmathematischen Annahmen wurden bei der Bewertung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen für den Jahres- und den Konzernabschluss - jeweils bezogen auf das Jahresende und mit wirtschaftlicher Wirkung für das Geschäftsjahr - getroffen:
Die Rückstellungen für unmittelbare Pensionszusagen betreffen im Wesentlichen unmittelbare Versorgungszusagen. Zur Bewertung der Pensionsrückstellungen wurde zum 31. Dezember 2023 das nach internationalen Rechnungslegungsgrundsätzen übliche versicherungsmathematische Verfahren zur Bewertung des erdienten Anspruchs (Projected Unit Credit Method) angewandt. Für die Berechnungen wurden in Bezug auf Gehaltsdynamik, Anpassung der Versorgungsbezüge und Fluktuationswahrscheinlichkeiten branchentypische Werte unterstellt. Bezogen auf den laufzeitadäquaten Abzinsungsfaktor hat die Gesellschaft von dem Wahlrecht gem. § 253 Abs. 2 S. 2 HGB Gebrauch gemacht und den von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der letzten zehn Jahre für eine angenommene Restlaufzeit von 15 Jahren angewendet. Der Zinsaufwand aus der Aufzinsung und der Zinssatzänderung werden im Finanzergebnis ausgewiesen. Unter Restlaufzeit ist die Duration im Sinne eines versicherungsmathematischen Schwerpunkts aller künftigen Zahlungen an den Versorgungsberechtigten zu verstehen. Der anzuwendende Abzinsungssatz wird von der Deutschen Bundesbank nach Maßgabe der Rückstellungsabzinsungsverordnung (RückAbzinsV) ermittelt und monatlich bekannt gegeben. Für die Rückstellungen für unmittelbare Pensionszusagen werden die Richttafeln 2018G von Prof. Dr. Klaus Heubeck zugrunde gelegt. Sonstige Rückstellungen Rückstellungen werden für alle erkennbaren Risiken sowie für ungewisse Verbindlichkeiten und drohende Verluste aus schwebenden Geschäften, die Außenverpflichtungen darstellen, in angemessener Höhe gebildet. Rückstellungen sind gemäß § 253 Abs. 1 S. 2 HGB mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt, einschließlich künftiger Kosten- und Preissteigerungen. Darüber hinaus werden gemäß § 253 Abs. 2 HGB langfristige Rückstellungen abgezinst. Der relevante Zinssatz entspricht dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre vor dem Bilanzstichtag. Dieser Marktzins wird von der Deutschen Bundesbank nach Maßgabe einer Rückstellungsabzinsungsverordnung (RückAbzinsV) ermittelt und monatlich bekannt gegeben. Die Rückstellungen werden regelmäßig überprüft und bei neuen Erkenntnissen oder geänderten Umständen angepasst. Verbindlichkeiten Die Bewertung der Verbindlichkeiten erfolgt mit ihrem Erfüllungsbetrag. Verbindlichkeiten in fremder Währung werden zum amtlichen Mittelkurs am Tage des Geschäftsvorfalls umgerechnet. Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger werden zum Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit größer ein Jahr wird das Imparitätsprinzip beachtet. Absicherung von Fremdwährungsrisiken Zur Absicherung von Fremdwährungsrisiken bereits kontrahierter Wareneinkäufe in US-Dollar und mit hoher Wahrscheinlichkeit erwarteter Wareneinkäufe werden durch die Gesellschaft und durch Tochterunternehmen Devisentermingeschäfte abgeschlossen. Dabei werden Devisentermingeschäfte und zuvor genannte Wareneinkäufe von wesentlichen Landesgesellschaften, deren funktionale Währung der Euro ist, in eine Bewertungseinheit (Macro-Hedge) designiert und nach der so genannten "Einfrierungsmethode" bilanziert. Wertänderungen von in diesem Sinne gesicherten Werten werden nicht gebucht, soweit die Bewertungseinheit effektiv ist. Devisentermingeschäfte in anderen Währungen und die dazugehörigen Grundgeschäfte werden mit Ausnahme der Geschäfte bei der Deichmann-Shoes UK Ltd. nicht in Bewertungseinheiten designiert. Die Marktwerte werden anhand von Marktinformationen zum Bilanzstichtag ermittelt (Mark-to-Market-Methode). Währungsumrechnung In den Konzernabschluss einbezogene Einzelabschlüsse in ausländischer Währung werden nach der modifizierten Stichtagskursmethode mit Umrechnung des Eigenkapitals nach dem Zeitbezug umgerechnet. Die Vermögensgegenstände und Schulden werden zum Mittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet, die Bewertung der Posten der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt zum Jahresdurchschnittskurs. Entstandene Währungsdifferenzen werden erfolgsneutral im Posten Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung erfasst. Die Kurse wesentlicher Währungen im Konsolidierungskreis betragen:
Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten in den jeweiligen Einzelabschlüssen, für die keine Sicherungsbeziehungen bestehen, werden mit den Umrechnungskursen im Zeitpunkt ihrer Entstehung erfasst. Zum Bilanzstichtag erfolgt gemäß § 256a S. 1 HGB die Umrechnung dieser auf fremde Währung lautenden Vermögensgegenstände und Schulden zum Devisenkassamittelkurs. Gewinne werden nur berücksichtigt, soweit sie Forderungen und Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr betreffen. Insoweit werden das Anschaffungskosten- und das Realisationsprinzip nicht beachtet. Erträge aus der Währungsumrechnung sind unter dem Posten sonstige betriebliche Erträge ausgewiesen. Aufwendungen aus der Währungsumrechnung sind gesondert unter dem Posten sonstige betriebliche Aufwendungen ausgewiesen. Hochinflation Die weltweiten Inflationsraten werden fortwährend von der International Practices Task Force (IPTF) des Center for Audit Quality (CAQ) überwacht. Sie veröffentlicht entsprechend regelmäßig Updates einer Liste der Hochinflationsländer. Im Jahr 2022 ist erstmals die Türkei als Hochinflationsland eingestuft worden. Für Gesellschaften, deren funktionale Währung die türkische Lira ist, muss gemäß den Regeln von DRS 25 eine Inflationsbereinigung vorgenommen werden, um ein korrektes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage zu vermitteln. In der Deichmann Gruppe wurde zu diesem Zweck ein Hartwährungsabschluss in EUR für die türkische Gesellschaft erstellt. In der Bilanz sind das Anlagevermögen (+2,1 Mio. EUR; Vj. +2,3 Mio. EUR) sowie das Vorratsvermögen (+2,8 Mio. EUR;Vj. +2,9 Mio. EUR) mit historischen Transaktionskursen umgerechnet worden. In der Gewinn- und Verlustrechnung sind Abschreibungen auf das Sachanlagevermögen (+2,2 Mio. EUR; Vj. +1,0 Mio. EUR) und der Materialaufwand (+9,4 Mio. EUR; Vj. +3,5 Mio. EUR) mit historischen Kursen umgerechnet worden. Aus Unwesentlichkeit sind die übrigen Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung mit dem Stichtagskurs beziehungsweise mit dem Periodendurchschnittskurs umgerechnet worden. Erfolgte Anpassungen in der Bilanz sind ergebnisneutral, Veränderungen in der Gewinn- und Verlustrechnung ergebniswirksam erfasst worden. Passive latente Steuern Passive latente Steuern, die auf Grund zukünftig zu erwartender Steuerbelastungen entstehen, werden nach § 274 Abs. 1 S. 1 HGB, soweit in den Tochterunternehmen keine entsprechenden aktiven latenten Steuern gegenüberstehen, passiviert. Nach dem bilanzorientierten Konzept entstehen die gebildeten passiven latenten Steuern im Wesentlichen aus den im Vergleich zu den in landesrechtlichen Steuerbilanzen höheren Wertansätzen des Anlage- bzw. Umlaufvermögens in den Handelsbilanzen der zu konsolidierenden Konzerngesellschaften. Etwaige passive latente Steuern aus Konsolidierungsmaßnahmen werden gemäß § 306 HGB bilanziert und mit einem Steuersatz von 30 % bewertet. Die Bewertung der latenten Steuern erfolgt anhand landesspezifischer, unternehmensindividueller Steuersätze (9 % bis 25,8 %), die sich aus den tatsächlichen Verhältnissen der einzelnen Konzerngesellschaften ergeben. Kapitalflussrechnung des Konzerns Die Kapitalflussrechnung zeigt die Veränderungen der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente im Berichtsjahr und wird nach den Regelungen des DRS 21 (Deutscher Rechnungslegungsstandard Nr. 21) erstellt. Es wird unterschieden zwischen Veränderungen aus laufender Geschäftstätigkeit, aus Investitionstätigkeit und aus Finanzierungstätigkeit. Die Darstellung des Cash-Flows aus laufender Geschäftstätigkeit erfolgt nach der indirekten Methode. Die sonstigen zahlungsunwirksamen Aufwendungen/Erträge lassen sich im Wesentlichen auf die Währungsumrechnung zurückführen. Der für die Kapitalflussrechnung definierte Finanzmittelfonds umfasst die liquiden Mittel (Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten). Konzerneigenkapitalspiegel Der Konzerneigenkapitalspiegel zeigt die Zusammensetzung und Entwicklung des Konzerneigenkapitals im Berichtsjahr und wird nach den Regelungen des DRS 22 (Deutscher Rechnungslegungsstandard Nr. 22) erstellt. 5 Angaben zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung 5.1 Konzernabschluss 5.1.1 Konzernbilanz Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens des Konzerns ist aus dem Anlagespiegel (Anlage 1 zum Anhang) ersichtlich. Wertpapiere des Anlagevermögens Die Wertpapiere des Anlagevermögens betragen TEUR 323.687. Hiervon betreffen TEUR 241.779 die Tochtergesellschaft Deichmann-Schuhe Service-GmbH ("DSG"). Zum 31. Dezember 2023 sind gemäß § 314 Nr. 18 HGB hierfür folgende Angaben zu machen:
Das Anlageziel des Fonds ist die Erwirtschaftung einer angemessenen Rendite bei entsprechender Risikostreuung über folgende Wertpapierklassen: Aktien, Staatsanleihen, Geldvermögen und sonstige Vermögenswerte sowie aktiv gemanagte Publikumsfonds (Renten und Aktien). Die Ermittlung des Marktwertes erfolgt anhand von Börsenkursen. Der Fonds wird dem Anlagevermögen zugeordnet und zu Anschaffungskosten oder niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Bei einer weiteren Tochtergesellschaft befinden sich ebenfalls Wertpapiere im Anlagevermögen. Die Ermittlung des Marktwertes der gehaltenen Fondsanteile erfolgt anhand des Nettoinventarwertes. Zur Berechnung des Nettoinventarwertes werden die Börsenkurse der in den Fonds befindlichen Einzeltitel herangezogen. Die Wertpapiere werden zu Anschaffungskosten oder niedrigeren beizulegendem Wert angesetzt. Der Buchwert der Wertpapiere beträgt zum 31. Dezember 2023 TEUR 77.325 (i. Vj.: TEUR 57.380). Der Marktwert der Wertpapiere beläuft sich zum 31. Dezember 2023 auf TEUR 79.932 (i. Vj.: TEUR 69.166). Forderungsspiegel
In den sonstigen Vermögensgegenständen zum 31. Dezember 2023 sind im Wesentlichen Forderungen gegenüber Steuerbehörden, Forderungen gegen Geld- und Wertdienstleister aus unterwegs befindlichen Geldern, Kautionen und Forderungen gegen Sozialversicherungsträgern ausgewiesen. Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet im Wesentlichen abgegrenzte Auszahlungen für Mieten, Pachten, Wartungs- und Lizenzgebühren. Aktive latente Steuern Die aktiven latenten Steuern resultieren aus Konsolidierungsmaßnahmen (§ 306 HGB) in Höhe von TEUR 6.841 (i. Vj.: TEUR 9.643). Eigenkapital Unter den gesetzlichen Rücklagen werden ausschließlich die Beträge des Mutterunternehmens ausgewiesen. Die Entwicklung des Eigenkapitals des Konzerns ist aus dem Eigenkapitalspiegel ersichtlich. Zu weiteren Ausführungen verweisen wir auf die Angaben zur Eigenkapitalentwicklung der Muttergesellschaft (siehe unter Punkt 5.2). Andere Gewinnrücklagen Der sich bei der erstmaligen Konsolidierung gemäß § 302 HGB a. F. ergebende passivische Unterschiedsbetrag von TEUR 108.795 wurde in Vorjahren, den Gewinnrücklagen (Gesetzliche Rücklage: TEUR 384, andere Gewinnrücklagen: TEUR 108.411) zugeordnet, da er im Wesentlichen auf bei Tochterunternehmen vor der Kapitalkonsolidierung bei Interessenzusammenführung erwirtschaftete, jedoch nicht ausgeschüttete Gewinne zurückzuführen ist. Bilanzgewinn Im Bilanzgewinn des Konzerns zum 31. Dezember 2023 ist ein Gewinnvortrag von TEUR 2.409.695 (i. Vj.: TEUR 2.339.645) enthalten. Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung In dem Posten Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung werden die entstandenen Währungsdifferenzen aus der Umrechnung der Vermögensgegenstände und Schulden zum Mittelkurs am Bilanzstichtag, die Bewertung der Posten der Gewinn- und Verlustrechnung zum Jahresdurchschnittskurs, die Währungsdifferenzen aus der Schuldenkonsolidierung und die Währungsdifferenzen aus der Kapitalkonsolidierung ausgewiesen. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Rückstellungen für unmittelbare Pensionsverpflichtungen Die Rückstellungen für unmittelbare Pensionsverpflichtungen sind zum 31. Dezember 2023 zu handelsrechtlichen Verpflichtungswerten entsprechend versicherungsmathematischer Gutachten i. H. v. TEUR 422.761 (i. Vj.: TEUR 398.712) passiviert worden. Die Leistungsverpflichtungen der Unterstützungskassen wurden in 2019 auf den Hamburger Pensionsfonds PFVaG ("HPF") übertragen. Jeweils mit Datum vom 6. Juni 2019 haben die Unterstützungskassen der Firma DEICHMANN SE e.V., Essen, sowie der Deichmann Gruppen- Versorgungshilfe e.V., Essen, und die beiden Trägerunternehmen einen Pensionsfondsvertrag mit dem HPF abgeschlossen. Im Rahmen dieses Vertrages übernahm der HPF gegen Zahlung eines Einlösebetrages in Höhe von TEUR 95.120 bzw. TEUR 7.732 zum 11. Juni 2019 Verpflichtungen aus den Unterstützungskassenzusagen. Hierbei handelte es sich ausschließlich um laufende Rentenverpflichtungen. Der Einlösebetrag wurde von den Unterstützungskassen durch das freie Kassenvermögen und einer Zuwendung des jeweiligen Trägerunternehmens (TEUR 36.808) gedeckt. Der Pensionsfonds übernimmt die Durchführung der Leistungen nur insoweit, als dass das Trägerunternehmen seinen Finanzierungsverpflichtungen nachkommt und dem Pensionsfonds ausreichende Deckungsmittel zur Verfügung stellt. Für die Erfüllung der durchgeführten Zusagen, für die der Pensionsfonds keine ausreichenden Deckungsmittel zur Verfügung hat, bleibt das jeweilige Trägerunternehmen unmittelbar verpflichtet. Der Übertragungswert wurde als Barwert der Rentenverpflichtungen berechnet. Zum 31. Dezember 2023 bestehen keine Nachschusspflichten. Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 HGB beträgt im Konzern TEUR 5.943 (i. Vj.: TEUR 29.262). Bei den deutschen Konzernunternehmen basieren die Berechnungen der Sterblichkeitsrate auf den Richttafeln 2018G von Prof. Dr. Klaus Heubeck. Den versicherungsmathematischen Berechnungen im Ausland liegen länderspezifische Sterbetafeln zugrunde. Von den Rückstellungen für unmittelbare Pensionsverpflichtungen betreffen TEUR 402.307 (i. Vj.: TEUR 379.342) nach Saldierung mit Planvermögen die Deichmann SE, Essen. Diesbezüglich verweisen wir auf die Ausführungen zum Einzelabschluss der Muttergesellschaft (siehe unter Punkt 5.2). Saldierung mit Planvermögen Erfüllen Vermögensgegenstände die Voraussetzungen von § 246 Abs. 2 S. 2 1. Hs. HGB (Planvermögen), so sind diese Vermögensgegenstände mit den Pensionsrückstellungen zu verrechnen. Die Bewertung der zu verrechnenden Vermögensgegenstände erfolgt zum beizulegenden Zeitwert. Die verrechneten Vermögensgegenstände betreffen ausschließlich Rückdeckungsversicherungen, die von der Gesellschaft für Einzelzusagen abgeschlossen wurden und insoweit dem Zugriff anderer Gläubiger entzogen sind. Die Aktivwerte werden mit den Pensionsrückstellungen (Erfüllungsbetrag TEUR 431.337 (i. Vj.: TEUR 406.525) saldiert. Der Zeitwert (Zeitwerte entsprechen den Anschaffungskosten) dieser Vermögensgegenstände beträgt zum Bilanzstichtag TEUR 8.576 (i. Vj.: TEUR 7.813). Zugehörige Aufwendungen und Erträge i. H. v. TEUR 620 wurden entsprechend in der Gewinn- und Verlustrechnung im Posten Aufwendungen für Altersversorgung saldiert. Sonstige Rückstellungen Die gebildeten Rückstellungen i. H. v. TEUR 320.960 (i. Vj.: TEUR 282.665) beziehen sich im Wesentlichen auf personalbezogene Verpflichtungen, noch abzuführende umsatzabhängige Mieten und noch zu erwartende Kundenreklamationen und ausstehende Eingangsrechnungen. Darüber hinaus wurden Rückstellungen i. H. v. TEUR 13.067 für die Beendigung des Geschäftsbetriebs der Onygo SE, Köln gebildet, sowie TEUR 15.670 für Beendigung des Geschäftsbetriebs der MyShoes SE, Essen, sowie TEUR 3.300 für die MyShoes GmbH, Wien. Jubiläumsrückstellung Die Bewertung der Rückstellung erfolgte entsprechend versicherungsmathematischer Grundsätze unter Zugrundelegung landesspezifischer Rechnungszinssätze und unternehmensindividueller Fluktuationsraten. Zu den Bewertungsparametern der Deichmann SE, Essen, verweisen wir auf die Ausführungen zum Einzelabschluss der Muttergesellschaft (siehe unter Punkt 5.2). Verbindlichkeitenspiegel
Passiver Rechnungsabgrenzungsposten Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten betragen zum 31.12.2023 TEUR 3.919 (i. Vj.: TEUR 5.228) und beinhalten im Wesentlichen zum Stichtag vereinnahmte Zahlungen, die in den Folgejahren ertragswirksam realisiert werden. Passive latente Steuern Im Geschäftsjahr wurden auf Ebene einzelner Tochterunternehmen passive latente Steuern i. H. v. TEUR 21.517 (i. Vj.: TEUR 22.464) aufgrund von Bewertungsabweichungen zwischen den Bilanzposten der Handelsbilanz II und der jeweiligen Steuerbilanz, im Wesentlichen resultierend aus der Nutzung von steuerlichen Sonderabschreibungen auf Waren und Sachanlagen, bilanziert. 5.1.2 Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse teilen sich auf die verschiedenen Geschäftsbereiche wie folgt auf:
Die Umsatzerlöse wurden i. H. v. TEUR 2.492.846 (i. Vj.: TEUR 2.259.968) in Deutschland, i. H.v. TEUR 3.342.744 (i. Vj.: TEUR 3.013.978) in Europa und i. H. v. TEUR 1.746.830 (i. Vj.: TEUR 1.832.757) in Nordamerika erzielt. Sonstige betriebliche Erträge Sonstige periodenfremde Erträge betreffen im Wesentlichen die Auflösung von Rückstellungen i. H. v. TEUR 8.786 (i. Vj.: TEUR 4.335), Gewinne aus dem Verkauf von Anlagevermögen i. H. v. TEUR 2.769 (i. Vj.: TEUR 603), Erträge aus gezahlten Zuschüssen zur Kurzarbeit i. H. v. TEUR 2.367 und Erträgen aus Versicherungen i. H. v. TEUR 1.987 (i. Vj.: TEUR 1.107). Aus der Währungsumrechnung sind TEUR 539 (i. Vj.: TEUR 8.767) in den sonstigen betrieblichen Erträgen gebucht. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen Die Abschreibungen sind in der Entwicklung des Konzernanlagevermögens nach Einzelposten aufgegliedert. Außerplanmäßige Abschreibungen gemäß § 253 Abs. 3 S. 5 HGB wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr i. H. v. TEUR 173.893 (i. Vj.: TEUR 1.090) erfasst. Diese betreffen im Wesentlichen die US-amerikanische Gesellschaft Jako Enterprises LLC, Philadelphia, für die aufgrund des schwächeren Geschäftsjahres 2023 ein Werthaltigkeitstest durchgeführt worden ist. Dieser führte dazu, dass der Firmenwert um TEUR 161.915 außerplanmäßig wertberichtigt wurde. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen periodenfremden Aufwendungen betragen TEUR 5.329 (i. Vj.: TEUR 14.820) und resultieren im Wesentlichen aus Verlusten aus Abgang Anlagevermögen i. H. v. TEUR 2.422 (i. Vj.: TEUR 2.378) und TEUR 1.925 für Aufwendungen für Einzelwertberichtigungen. Aufwendungen aus der Währungsumrechnung sind i. H. v. TEUR 706 (i. Vj.: TEUR 3.034) in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen gebucht. Finanzergebnis
Die Erträge aus anderen Wertpapieren resultierten im Wesentlichen aus realisierten Kursgewinnen aus Aktien. Die höheren Erträge und Aufwendungen aus Zinsen spiegeln das gestiegene Zinsniveau am Kapitalmarkt wider. Die Aufwendungen aus der Aufzinsung von langfristigen Rückstellungen resultieren im Wesentlichen aus der Wertentwicklung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Im Steueraufwand sind Erträge aus latenten Steuern i. H. v. TEUR 683 (i. Vj.: TEUR 2.923) enthalten. In den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind periodenfremde Aufwendungen i. H. v. TEUR 4.687 (i. Vj.: TEUR 17.180) enthalten. 5.2 Einzelabschluss 5.2.1 Bilanz Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens der Gesellschaft ist aus dem Anlagespiegel (Anlage 2 zum Anhang) ersichtlich. Die immateriellen Vermögensgegenstände enthalten im Wesentlichen Markenrechte, geleistete Abstandszahlungen an Vormieter, Zahlungen für Vorkaufsrechte auf Parkplatzablösungen sowie erworbene EDV-Software. Bei den geleisteten Anzahlungen auf immaterielle Vermögensgegenstände handelt es sich im Wesentlichen um Lagerverwaltungssoftware. Finanzanlagen Anteile an verbundenen Unternehmen Bezüglich der von der Gesellschaft gehaltenen Anteile an anderen Unternehmen verweisen wir auf die Aufstellung zum Konsolidierungskreis unter Abschnitt 2 dieses zusammengefassten Anhangs. Die Beteiligung an der MyShoes SE, Essen, wurde auf die historischen Anschaffungskosten zugeschrieben. Ausleihungen an verbundene Unternehmen In den Ausleihungen an verbundene Unternehmen ist ein Darlehen an die Rack Room Shoes, Inc., Charlotte/USA, ausgewiesen. Das Darlehen wird mit einem Zinssatz von 2,77 % p.a. verzinst und hat eine Laufzeit bis zum 20. Dezember 2024. Das Darlehen valutiert zum 31. Dezember 2023 mit TEUR 220.585. Forderungsspiegel
Der Anstieg der Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultiert aus einem Darlehen gegenüber der Deichmann-Schuhe Service-GmbH, Essen. In den sonstigen Vermögensgegenständen zum 31. Dezember 2023 sind im Wesentlichen Forderungen gegenüber Steuerbehörden und Forderungen gegen Geld- und Wertdienstleister aus unterwegs befindlichen Geldern ausgewiesen. Eigenkapital Gezeichnetes Kapital Das Grundkapital ist eingeteilt in 408.000 auf den Namen lautende Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von jeweils EUR 980,39. Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 27. September 2016 wurden 141.006 bestehende Stammaktien der Gesellschaft in eine neue Gattung nachrangiger stimmrechtsloser Vorzugsaktien umgewandelt. Die auf den Namen lautenden Stückaktien sind somit eingeteilt in 29.988 vorrangige stimmrechtslose Vorzugsaktien, in 141.006 nachrangige stimmrechtslose Vorzugsaktien sowie in 237.006 Stammaktien. Jede Stammaktie gewährt eine Stimme. Gewinnrücklagen Gesetzliche Rücklage Die geschäftsführenden Direktoren haben bei der Aufstellung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr 2023 bereits die Zuführung zur gesetzlichen Rücklage gemäß § 150 Abs. 2 AktG i. V. m. Artikel 61 SE-VO unter Vorbehalt des Beschlusses des Verwaltungsrates vorgenommen. Die gesetzliche Rücklage beträgt somit 9,69 % des Grundkapitals. Andere Gewinnrücklagen Die anderen Gewinnrücklagen beinhalten die Auflösung von Passivposten gem. Art. 67 EGHGB, die im Rahmen der erstmaligen Anwendung der Bewertungsregeln nach dem BilMoG entstanden sind. Bilanzgewinn Im Bilanzgewinn zum 31. Dezember 2023 ist ein Gewinnvortrag von TEUR 623.854 (i. Vj.: TEUR 626.957) enthalten. Der ausschüttungsfähige Betrag der Gesellschaft beträgt zum 31. Dezember 2023 nach Abzug der gesetzlichen Ausschüttungssperre gem. § 253 Abs. 6 HGB (TEUR 4.035) TEUR 668.925. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Die Rückstellungen für unmittelbare Pensionsverpflichtungen sind zum 31. Dezember 2023 zu handelsrechtlichen Verpflichtungswerten entsprechend versicherungsmathematischer Gutachten i. H. v. TEUR 402.307 (i. Vj.: TEUR 379.342) passiviert worden. Bezogen auf den laufzeitadäquaten Abzinsungsfaktor, der sich als Durchschnitt der vergangenen zehn Geschäftsjahre errechnet, hat die Gesellschaft von dem Wahlrecht gem. § 253 Abs. 2 S. 2 HGB Gebrauch gemacht und den von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz für eine angenommene Restlaufzeit von 15 Jahren angewendet. Bei Zugrundelegung des durchschnittlichen Marktzinssatzes der vergangenen sieben Geschäftsjahre ergäbe sich eine um TEUR 5.768 (i. Vj.: TEUR 28.369) höhere Rückstellung. Mit Datum vom 10. Dezember 2010 und Nachtrag vom 23. Oktober 2015 hat die DSD einen Pensionsfondsrahmenvertrag mit der Deutschen Pensionsfonds AG, Bonn, abgeschlossen. Im Rahmen dieses Vertrages hat die Gesellschaft ihre Pensionsverpflichtungen gegenüber Pensionären gegen Zahlung von TEUR 35.119 an den Pensionsfonds übertragen. Die Versorgungsleistungen werden zukünftig von dem Pensionsfonds gem. § 112 Abs. 1 a VAG erbracht. Der Pensionsfonds übernimmt die Durchführung der Leistungen nur insoweit, als dass das Trägerunternehmen seinen Finanzierungsverpflichtungen nachkommt und dem Pensionsfonds ausreichende Deckungsmittel zur Verfügung stellt. Für die Erfüllung der durchgeführten Zusagen, für die der Pensionsfonds keine ausreichenden Deckungsmittel zur Verfügung hat, bleibt das jeweilige Trägerunternehmen unmittelbar verpflichtet. Der Übertragungswert wurde als Barwert der zukünftigen Rentenverpflichtungen berechnet. Das der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 zugeordnete Vermögen im Pensionsplan betrug etwa TEUR 30.676. Dieser Betrag liegt über dem Mindestvermögen von TEUR 15.558. Eine Nachschussverpflichtung besteht demnach zum Bilanzstichtag nicht. Mit Vertrag vom 3. Juni / 6. Juni 2019 haben die Deichmann SE, die Unterstützungskasse der Firma Deichmann SE e.V., Essen, und der Hamburger Pensionsfond PFVaG, Hamburg ("HPF") einen Pensionsfondsvertrag geschlossen. Im Rahmen des Vertrags übernimmt der HPF von der Deichmann SE zum 11. Juni 2019 Verpflichtungen aus Unterstützungskassenzusagen. Hierbei handelt es sich ausschließlich um laufende Rentenverpflichtungen. Die Übernahme der Leistungsverpflichtungen der Deichmann SE durch den HPF erfolgt im Wege des Schuldbeitritts. Für die Übernahme der Verpflichtungen musste die Deichmann SE einen Ablösebetrag in Höhe von TEUR 95.120 leisten. Ansprüche gegen die Deichmann SE bleiben auf die Subsidiärhaftung gemäß § 1 Abs. 1 S. 3 BetrAVG beschränkt. Der HPF überprüft laufend das Vorliegen einer Unterdeckung und wird die Deichmann SE zur Betragszahlung auf der Grundlage einer etwaigen Unterdeckung heranziehen. Zum 31. Dezember 2023 beträgt die von der HPF gemeldete Mindestdeckungsrückstellung TEUR 84.744 bei einem Marktwert der Kapitalanlagen von TEUR 98.060. Demnach besteht keine Unterdeckung zum Bilanzstichtag. Saldierung mit Planvermögen Erfüllen Vermögensgegenstände die Voraussetzungen von § 246 Abs. 2 S. 2 1. Hs. HGB (Planvermögen), so sind diese Vermögensgegenstände mit den Pensionsrückstellungen zu verrechnen. Die Bewertung der zu verrechnenden Vermögensgegenstände erfolgt zum beizulegenden Zeitwert. Die verrechneten Vermögensgegenstände betreffen ausschließlich Rückdeckungsversicherungen, die von dem Konzern für Einzelzusagen abgeschlossen wurden und insoweit dem Zugriff anderer Gläubiger entzogen sind. Die Aktivwerte werden mit den Pensionsrückstellungen (Erfüllungsbetrag TEUR 410.732 (i. Vj.: TEUR 387.019)) saldiert. Der Zeitwert (Zeitwerte entsprechen den Anschaffungskosten) dieser Vermögensgegenstände beträgt zum Bilanzstichtag TEUR 8.425 (i. Vj.: TEUR 7.677). Zugehörige Aufwendungen und Erträge i. H. v. TEUR 605 wurden entsprechend in der Gewinn- und Verlustrechnung im Posten Aufwendungen für Altersversorgung saldiert. Sonstige Rückstellungen Die gebildeten Rückstellungen beziehen sich im Wesentlichen auf personalbezogene Verpflichtungen, noch abzuführende Zoll- und Frachtkosten, auf Rückbauverpflichtungen sowie ausstehende Eingangsrechnungen. Jubiläumsrückstellung Auf Grund der bestehenden Verpflichtung wurde zum 31. Dezember 2023 eine Jubiläumsrückstellung in Höhe des versicherungsmathematischen Verpflichtungswerts i. H. v. TEUR 5.430 (i. Vj.: TEUR 5.769) passiviert. Die Bewertung der Rückstellung erfolgte entsprechend dem versicherungsmathematischen Gutachten auf der Grundlage der Richttafeln 2018G von Prof. Dr. Klaus Heubeck und unter Zugrundelegung eines Rechnungszinssatzes von 1,76 % (i. Vj.: 1,45 %). Wie im Vorjahr wurde hinsichtlich des Pensionsalters für die Bewertung der Jubiläumsverpflichtung ausschließlich auf die Regelaltersgrenze in der gesetzlichen Rentenversicherung abgestellt. Bezogen auf den laufzeitadäquaten Abzinsungsfaktor hat die Gesellschaft von dem Wahlrecht gem. § 253 Abs. 2 S. 2 HGB Gebrauch gemacht und den von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz für eine Laufzeit von 15 Jahren angewendet. Verbindlichkeitenspiegel
5.2.2 Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse teilen sich auf die verschiedenen Geschäftsbereiche wie folgt auf:
Die Umsatzerlöse wurden i. H. v. TEUR 1.888.024 (i. Vj.: TEUR 1.728.438) in Deutschland und i. H. v. TEUR 709.819 (i. Vj.: TEUR 675.577) im übrigen Europa erzielt. Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Gutschriften für Entsorgung i. H. v. TEUR 1.307 (i. Vj.: TEUR 2.290) und für die Stromeinspeisung i. H. v. TEUR 697 (i. Vj.: TEUR 610). Sonstige periodenfremde Erträge betreffen die Auflösung von Rückstellungen i. H. v. TEUR 1.593 (i. Vj.: TEUR 477), Erträge aus Versicherungsentschädigungen i. H. v. TEUR 1.344 (i. Vj.: TEUR 149) und Erträge aus dem Verkauf von Anlagevermögen i. H. v. TEUR 834 (i. Vj.: TEUR 358). Die Erträge aus Währungsumrechnung betragen TEUR 21 (i. Vj.: TEUR 0). Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen periodenfremden Aufwendungen betragen TEUR 1.009 (i. Vj.: TEUR 744) und resultieren im Wesentlichen aus Verlusten aus dem Abgang von Anlagevermögen i. H. v. TEUR 947 (i. Vj.: TEUR 374). Im Geschäftsjahr 2023 fielen keine Aufwendungen aus Währungsumrechnung an (i. Vj.: TEUR 210). Finanzergebnis
Die Aufwendungen aus der Aufzinsung von langfristigen Rückstellungen resultieren im Wesentlichen aus der Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag betreffen den Körperschaftsteuer- und Gewerbesteueraufwand der Gesellschaft. Sie entfallen i. H. v. TEUR 35.120 (i. Vj.: TEUR 8.173) auf die Körperschaftsteuer und i. H. v. TEUR 36.741 (i. Vj.: TEUR 10.992) auf die Gewerbesteuer. In den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind periodenfremde Aufwendungen i. H. v. TEUR 30.582 (i. Vj.: TEUR 862) enthalten. 6 Sonstige Angaben 6.1 Haftungsverhältnisse Haftungsverhältnisse bestehen bei der Gesellschaft aus 21 Patronatserklärungen gegenüber einzelnen Vermietern von Ladenlokalen in Deutschland, Dänemark, Österreich, Polen, Slowakei, der Tschechischen Republik und Ungarn. Außerdem steht die Gesellschaft gegenüber der Deichmann-Shoes UK Ltd., Market Harborough, Leicestershire/Großbritannien, der ONYGO SE, Köln, und gegenüber der Deichmann-Sko ApS, Kopenhagen/Dänemark, uneingeschränkt dafür ein, die Gesellschaften mit liquiden Mitteln so auszustatten, dass sie stets in der Lage sind, ihren Verpflichtungen gegenüber Dritten nachzukommen. Für die niederländischen Tochtergesellschaften besteht eine gesamtschuldnerische Haftungserklärung der Deichmann SE für Verbindlichkeiten, die ab dem Geschäftsjahr 2019 entstanden sind. Die Deichmann SE hat sich gegenüber der Deichmann-Schuhe Service-GmbH, Essen, verpflichtet, jeden während der Dauer des Verlustübernahmevertrags entstandenen Jahresfehlbetrag auszugleichen, soweit dieser nicht durch Entnahmen aus den Gewinnrücklagen gedeckt werden kann. Des Weiteren hat die Deichmann SE gegenüber der Deutschen Bank AG eine Garantieerklärung für Ansprüche abgegeben, die die Konzernunternehmen der Deutschen Bank AG gegen bestimmte Konzernunternehmen der Deichmann SE hat. Die Garantieerklärung ist begrenzt auf TEUR 55.000. Die Deichmann SE ist in Form eines Schuldbeitritts dem mit der Deutschen Bank AG bestehenden Rahmenvertrag für Finanztermingeschäfte der Deichmann-Schuhe Service-GmbH beigetreten. Die Wahrscheinlichkeit einer Inanspruchnahme der ausgewiesenen Haftungsverhältnisse aus Patronatserklärungen schätzen wir aufgrund der gegenwärtigen Bonität und des bisherigen Zahlungsverhaltens der Begünstigten als gering ein. Erkennbare Anhaltspunkte, die eine andere Beurteilung erforderlich machen, liegen uns nicht vor. 6.2 Sonstige finanzielle Verpflichtungen Sonstige finanzielle Verpflichtungen gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 2a HGB betreffen Verpflichtungen aus langfristigen Mietverträgen, die sich im Konzern zum Bilanzstichtag auf TEUR 2.962.557 belaufen. Hiervon werden TEUR 604.820 innerhalb eines Jahres fällig und TEUR 2.357.736 bis zum jeweiligen Ende des Mietvertrags. Des Weiteren bestehen im Konzern Verpflichtungen aus Leasing- und Wartungsverträgen i. H. v. voraussichtlich TEUR 54.684 sowie sonstige Verpflichtungen i. H. v. TEUR 7.257. Bei der Deichmann SE bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen gemäß § 285 Nr. 3a HGB aus langfristigen Mietverträgen in Höhe von TEUR 640.088. Hiervon werden TEUR 141.891 innerhalb eines Jahres und TEUR 498.197 bis zum jeweiligen Ende der Mietlaufzeit fällig. Zudem bestehen Verpflichtungen aus Leasing- und Wartungsverträgen i. H. v. voraussichtlich TEUR 47.950. 6.3 Angaben zu Organmitgliedern Im Geschäftsjahr 2023 waren geschäftsführende Direktoren der Deichmann SE:
Die Gesamtbezüge der geschäftsführenden Direktoren einschließlich der Bezüge von Tochterunternehmen beliefen sich auf TEUR 7.655 (i. Vj.: TEUR 7.264). Frühere Mitglieder der Geschäftsführung und deren Hinterbliebene erhielten im Geschäftsjahr TEUR 1.858 (i. Vj.: TEUR 89). Für ehemalige geschäftsführende Direktoren besteht eine Rückstellung i. H. v. TEUR 5.974 (i. Vj.: TEUR 3.168). Im Geschäftsjahr 2023 waren Verwaltungsräte (Kaufleute) der Deichmann SE:
Von den Verwaltungsratsmitgliedern erhalten nur zwei Bezüge für die Tätigkeit als Verwaltungsrat. Auf die Angabe der Bezüge wird unter Verweis auf § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. 6.4 Devisentermingeschäfte Die Gesellschaft und vier weitere Tochterunternehmen mit der Hauswährung EUR bzw. GBP bezahlen einen Großteil der von ihnen beschafften und vertriebenen Handelswaren in USD. Dem finanziellen Risiko, welchem die Unternehmen aufgrund der Wechselkursschwankungen kontinuierlich ausgesetzt sind, wird in Form von Devisenterminankaufsgeschäften und bei Fälligkeitsänderungen Devisenswaps entgegengewirkt. Durch den Abschluss von Devisenterminankaufsgeschäften, deren Wert sich im Hinblick auf das Währungsrisiko gegenläufig zum Einkaufsgeschäft entwickelt, ist auf Grund der Nominalbetrags- und Währungsidentität sowie der grundsätzlich vorhandenen Fristenkongruenz eine Risikokompensation gewährleistet. Die prospektive und retrospektive Effektivität ist somit gegeben. Die abgesicherten Risiken gleichen sich in einem Zeitraum bis zum Februar 2025 aus. Zur Absicherung der Währungsrisiken setzt die Gesellschaft ausschließlich marktgängige derivative Finanzinstrumente ein, die mit dem Einkaufsgeschäft (Grundgeschäft) eine Bewertungseinheit in Form eines Macro-Hedges bilden. Die Gesellschaft sichert grundsätzlich fest kontrahierte Lieferantenaufträge bzw. bereits getätigte Warenorders (bilanztechnisch = schwebende Geschäfte) zuzüglich geplanter Einkaufsgeschäfte in USD, die mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit eintreten, ab. Devisentermingeschäfte in anderen Währungen werden nicht nach den Grundsätzen der Sicherungsbeziehungen gem. § 254 HGB bilanziert. Ein sich daraus ergebender unrealisierter Verlust wird zurückgestellt. Eine positive Differenz (Bewertungsgewinn) wird nicht berücksichtigt. Eine Aufrechnung von Gewinnen und Verlusten erfolgt nicht. Konzern Die Bewertungseinheiten stellen sich im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2023 wie folgt dar:
Das Nominalvolumen sämtlicher noch nicht abgerechneter Devisenterminankaufsgeschäfte des Deichmann-Konzerns in USD (Forwards und Swaps) beträgt für bestehende Bewertungseinheiten TUSD 652.832 (TEUR 564.089 sowie TGBP 27.743). Der beizulegende Zeitwert dieser Devisenterminankaufsgeschäfte am Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 entspricht dem Marktwert und beträgt insgesamt (negativer Marktwert) TEUR 8.676 bzw. (negativer Marktwert) TGBP 596. Die Höhe der mit der Bewertungseinheit abgesicherten Risiken beträgt TEUR 8.676 bzw. TGBP 596. Die nicht in eine Bewertungseinheit designierten Devisentermingeschäfte stellen sich zum 31. Dezember 2023 wie folgt dar: Das Nominalvolumen sämtlicher noch nicht abgerechneter Devisenterminankaufsgeschäfte in USD (Forwards) für CHF beträgt TUSD 90.300 (TCHF 78.338). Der beizulegende Zeitwert der Devisenterminankaufsgeschäfte am Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 entspricht dem Marktwert und beträgt für CHF saldiert (negativer Marktwert) TCHF 3.782. Für Devisenterminankaufsgeschäfte mit negativen Marktwerten wurde eine Rückstellung für drohende Verluste in Höhe vom TCHF 3.802 gebildet. Die Devisentermingeschäfte haben eine Laufzeit bis Februar 2025. Das Nominalvolumen sämtlicher noch nicht abgerechneter Devisenterminankaufsgeschäfte in EUR (Forwards) für CHF beträgt TEUR 61.800 (TCHF 59.310). Der beizulegende Zeitwert der Devisenterminankaufsgeschäfte am Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 entspricht dem Marktwert und beträgt für CHF saldiert (negativer Marktwert) TCHF 2.272. Für Devisenterminankaufsgeschäfte mit negativen Marktwerten wurde eine Rückstellung für drohende Verluste in Höhe vom TCHF 2.272 gebildet. Die Devisentermingeschäfte haben eine Laufzeit bis November 2024. Der Marktwert noch nicht abgerechneter Devisenterminankaufsgeschäfte wird anhand von Marktinformationen zum Bilanzstichtag ermittelt (Mark-to-Market-Methode). Deichmann SE Die Bewertungseinheiten stellen sich im Einzelabschluss zum 31. Dezember 2023 wie folgt dar:
Das Nominalvolumen sämtlicher noch nicht abgerechneter Devisenterminankaufsgeschäfte der Gesellschaft in USD (Forwards) beträgt TUSD 563.000 (TEUR 513.903). Der beizulegende Zeitwert der Devisenterminankaufsgeschäfte am Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 entspricht dem Marktwert und beträgt insgesamt (negativer Marktwert) TEUR 8.200. Die Devisentermingeschäfte haben eine Laufzeit bis Januar 2025. Die Höhe der mit der Bewertungseinheit abgesicherten Risiken beträgt TEUR 8.200. 6.5 Mitarbeiteranzahl Die durchschnittlich bei Deichmann beschäftigte Mitarbeiter-Anzahl (umgerechnet auf Vollzeit-Kräfte) der beiden vergangenen Jahre stellt sich wie folgt dar:
6.6 Aufwendungen für den Konzernabschlussprüfer Als Konzernabschlussprüfer der Deichmann SE wurde die KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Niederlassung Düsseldorf, beauftragt. Das vom Konzernabschlussprüfer gem. § 314 Abs. 1 Nr. 9 HGB berechnete Gesamthonorar stellt sich zum Bilanzstichtag wie folgt dar:
6.7 Ergebnisverwendung Die Geschäftsführung schlägt der Hauptversammlung vor, den verbleibenden Bilanzgewinn in Höhe von TEUR 669.783 auf neue Rechnung vorzutragen. 6.8 Nachtragsbericht Die geschäftsführenden Direktoren der Gesellschaft sind davon überzeugt, dass die Gesellschaft und der Konzern im Schuhmarkt gut positioniert sind. Für das Geschäftsjahr 2024 wird bei Erreichung der geplanten Umsatzsteigerungen und unter Berücksichtigung erhöhter Beschaffungskosten für die Gesellschaft und für den Konzern ein Jahresergebnis vor Steuern leicht oberhalb des um die Sondereffekte bereinigten Jahresergebnisses vor Steuern des Vorjahres erwartet. Mit Unterzeichnung des Kaufvertrags vom 8. November 2022 hat die fasbra SE, Essen, mit Wirkung zum 2. Januar 2023 51 % der Anteile an der Supremo Shoes + Boots GmbH, Pirmasens, sowie deren 100 %igen Tochtergesellschaft SMP Retail GmbH, Pirmasens, erworben. In diesem Vertrag wird der fasbra SE, Essen, die Option zugestanden weitere Anteile an der Supremo Shoes + Boots GmbH zu erwerben. Von dieser Option hat die fasbra SE, Essen, Gebrauch gemacht und weitere Anteile in Höhe von 29 % im März 2024 erworben.
Essen, 31. März 2024 Deichmann SE Heinrich Otto Deichmann Samuel Deichmann Martin Fischer Alexander Bellin Dr. Lars Jendrian Manfred Kroneder Entwicklung des Konzernanlagevermögens für das Geschäftsjahr 2023
Entwicklung des Anlagevermögens in 2023
Zusammengefasster Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023Der vorliegende zusammengefasste Lagebericht umfasst neben dem Konzern auch die Deichmann SE, Essen (im Folgenden auch "Gesellschaft" oder "Deichmann" genannt). 1 Grundlagen des Konzerns Die Gesellschaft und die mit der Gesellschaft verbundenen Unternehmen betreiben den Einzelhandel mit Schuhen und Nebenartikeln in sechsundzwanzig europäischen Ländern und in den USA. "Modische Schuhe für alle Altersgruppen in guter Qualität zu einem unschlagbaren Preis." Mit diesen Prinzipien hat sich Deichmann in Deutschland und im Ausland positioniert. Durch die Vielzahl der Filialen entstehen große Bestellmengen, aus denen sich bei weltweiter Beschaffung Preisvorteile und Synergieeffekte ergeben, die Deichmann gerne an seine Kunden weitergibt. Die Gesellschaft und die mit ihr verbundenen Unternehmen verfügen nicht über eigene Produktionsstätten, sondern bestellen direkt bei in der Regel langjährigen zuverlässigen Lieferanten in rund 40 Ländern. Ein Schwerpunkt der Beschaffung liegt in Asien. Die Kollektionsentwicklung betreibt Deichmann mit Designern und Trendscouts, die die aktuellen Trends identifizieren und in aktuelle modische Kollektionen umsetzen. Dabei verfolgt Deichmann das Ziel, mit einer großen Auswahl an Schuhen für alle Altersgruppen ein umfassendes Angebot im Markt anzubieten und dabei nicht nur auf ein hervorragendes Preis-Leistungsverhältnis zu achten, sondern die jeweiligen Modetrends auch innerhalb der Saison schnell umzusetzen. Durch den Wegfall des Zwischenhandels, große Einkaufsmengen und die frühzeitige Einbindung der Lieferanten in den Entwicklungsprozess zielt Deichmann darauf ab, für breite Schichten der Bevölkerung modisch aktuelle und qualitativ gute Schuhe zu einem sehr günstigen Preis anzubieten. 2 Wirtschaftsbericht 2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Die für die Gesellschaft und ihre Tochtergesellschaften maßgeblichen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen werden im Wesentlichen durch die Entwicklungen in Deutschland sowie den weiteren Absatzmärkten in Europa und Nordamerika bestimmt. Indikatoren für diese Entwicklungen sind die jeweiligen Bruttoinlandsprodukte ("BIP"). Die verwendeten volkswirtschaftlichen Rahmendaten stammen im Wesentlichen aus der ifo Konjunkturprognose Winter 2023 des Ifo Instituts, München. Deutschland Im Jahr 2023 ging das Bruttoinlandsprodukt in Deutschland um 0,3 % zurück. Die Wirtschaft trat im Gesamtjahr 2023 auf der Stelle. Zwar hat die Inflationsrate im Verlauf des Jahres wieder nachgelassen und sich der Anstieg der Lohneinkommen im Vergleich zum Vorjahr beschleunigt, allerdings blieb die Erholung beim privaten Konsum auch deshalb bislang aus, weil ein Teil des Kaufkraftzuwachses gespart wurde. Impulse durch den globalen Warenhandel und die globale Industrieproduktion blieben ebenfalls aus. Deshalb setzten auch die deutschen Exporte ihre Talfahrt fort. Für das Jahr 2024 ist eine Erholung der deutschen Wirtschaft in Sicht. Die Inflation ist weiter auf dem Rückzug, die Lohneinkommen steigen, und die Beschäftigung ist hoch. Damit wird auch die Kaufkraft zurückkehren und die gesamtwirtschaftliche Nachfrage wieder zulegen. Zudem dürfte angesichts der sinkenden Inflation auch der Zinshöhepunkt überschritten sein. Im Frühsommer wird eine erste Leitzinssenkung der Europäischen Zentralbank erwartet. Daher sollten der globale Warenhandel und der Warenkonsum wieder zulegen. Das BIP dürfte im Jahr 2024 um 0,9 % zunehmen. Am Arbeitsmarkt zeigen sich die Auswirkungen der gegenwärtigen wirtschaftlichen Schwächephase erst nach und nach. Die abnehmende Arbeitsproduktivität deutet auf ein Horten von Arbeitskräften hin, denn passende Qualifikationen sind weiterhin schwer zu finden. Die Arbeitslosenquote lag im Jahr 2023 bei 5,7%. Trotz einer zu erwartenden leichten Erholung der Konjunktur im Jahr 2024 wird die Arbeitslosenquote - nicht zuletzt infolge der verzögerten Reaktion - noch weiter ansteigen und im Jahresdurchschnitt bei 6,0% erwartet. In der Schuheinzelhandels-Branche zeichnete sich auf Basis der durch das Statistische Bundesamt vorgelegten Statistik nach einer deutlichen Erholung im Vorjahr, insbesondere bedingt durch das Ende der COVID-19-Pandemie, im Jahr 2023 erneut ein starker Anstieg ab. In Deutschland stiegen die Umsätze der Branche gegenüber dem Vorjahr um 9,6 % (i. Vj.: +34,3 %).
* Korrektur gegenüber Vorjahresbericht
Europa Das BIP im Euroraum stieg im Gesamtjahr 2023 um 0,6 %. Das Wirtschaftswachstum wurde insbesondere belastet durch verschärfte Finanzierungsbedingungen und Verluste bei der Wettbewerbsfähigkeit. Auch die Konsumnachfrage der privaten Haushalte hat sich angesichts der ungünstigen Reallohnentwicklungen abgeschwächt. Zudem belastet der Energiepreisschock des Vorjahres noch die Industriekonjunktur. Für das Jahr 2024 wird erwartet, dass das Wachstum wieder anziehen dürfte, da das real verfügbare Einkommen - unterstützt durch eine sinkende Inflation, robuste Lohnzuwächse und eine stabile Beschäftigung - steigen und das Exportwachstum durch eine steigende Auslandsnachfrage wieder anziehen wird. Gedämpft wird die wirtschaftliche Entwicklung im Euroraum weiterhin durch die restriktive Geldpolitik der EZB und die ungünstigen Kreditbedingungen. Diese dämpfenden Effekte werden im weiteren Verlauf des Jahres abklingen. Insgesamt wird für das Gesamtjahr 2024 ein BIP-Wachstum von 0,8 % erwartet. Die Arbeitsmärkte im Euroraum sind weiterhin angespannt. Die Arbeitslosenquote lag im Jahr 2023 bei 6,5 %. Für das Jahr 2024 wird ein leichter Anstieg auf 6,6 % erwartet. Schweiz Die Wirtschaft in der Schweiz entwickelte sich im Jahresverlauf 2023 moderat, besser aber als im Euroraum. Die Schwäche der internationalen Industriekonjunktur wirkte sich auf das verarbeitende Gewerbe in der Schweiz aus. Auch die Binnennachfrage entwickelte sich schwach. Demgegenüber blickte die weniger konjunktursensitive Sparte der chemisch-pharmazeutischen Produkte im Zuge dynamischer Exporte auf ein positives Jahr zurück. Insgesamt stieg das BIP in der Schweiz im Gesamtjahr 2023 um 1,3 %. Für das Jahr 2024 wird ein Wachstum von 1,1 % erwartet. Das schwächelnde Wachstum ist insbesondere durch die schwächer prognostizierte Weltwirtschaft sowie durch zu erwartende dämpfende Effekte der internationalen Geldpolitik begründet. Stützende Effekte sind weiterhin vom privaten Konsum zu erwarten. Damit würde die Schweizer Wirtschaft zwei Jahre in Folge deutlich unterdurchschnittlich wachsen, ohne aber in eine Rezession zu geraten. Im Zuge der konjunkturellen Abschwächung sollte die Arbeitslosenquote nach 2,0 % im abgelaufenen Jahr auf 2,3 % im Jahresdurchschnitt 2024 steigen. In der Schweiz ging die Inflation, ähnlich wie in den anderen europäischen Ländern, in den letzten Monaten des Jahres zurück. Der Rückgang ist in der Schweiz allerdings weniger stark ausgeprägt, da die Inflation in den vergangenen Jahren auch deutlich weniger stark angestiegen war. Nach 2,1 % im Gesamtjahr 2023 sollte die Inflation im Jahr 2024 um 1,9 % liegen. USA In den USA herrschte entgegen allen Erwartungen im Jahr 2023 eine robuste Konjunktur, die Konsumausgaben der privaten Haushalte stützen die Nachfrage. Die Konsumentenstimmung war trotz restriktiver Geldpolitik anhaltend positiv, wozu die steigenden Realeinkommen beigetragen haben. Das BIP-Wachstum lag im Gesamtjahr 2023 bei 2,5 %. Im Jahr 2024 wird sich das Wachstum in den USA voraussichtlich auf 1,6 % verlangsamen. Eine weitere Abschwächung wird beim privaten Konsum prognostiziert, insbesondere aufgrund verminderter Ersparnisse und weiterhin erhöhter Kreditzinsen. Auch die Investitionen der Unternehmen werden rückläufig erwartet, da die Unternehmen angesichts der wirtschaftlichen und politischen Unsicherheiten eher vorsichtig bleiben und sich zu relativ hohen Zinssätzen refinanzieren werden müssen. 2.2 Finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren Für die Deichmann SE und den Konzern sind bedeutsame finanzielle Leistungsindikatoren
Wesentliche nichtfinanzielle Leistungsindikatoren sind
Ein bedeutendes Steuerungsinstrument des Konzerns ist das interne Kontrollsystem ("IKS"). Es dient im Hinblick auf die Rechnungslegungsprozesse des Deichmann-Konzerns insbesondere dazu, eine ordnungsgemäße Buchführung und Rechnungslegung sicherzustellen. Ziel ist, die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Deichmann SE und ihrer Tochtergesellschaften richtig und vollständig darzustellen. Für Auswertungen zur internen Steuerung der Gesellschaft und des Konzerns ebenso wie zur Analyse des Geschäftsverlaufs und der Lage der Gesellschaft und des Konzerns werden neben den bedeutsamsten Leistungsindikatoren auch aus ihnen berechenbare weitere Kennzahlen (z.B. Durchschnittspreis als Quotient aus Umsatzerlösen und Paarzahlen) sowie weitere wichtige Leistungsindikatoren verwendet. 2.3 Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns Vermögenslage Die Vermögenslage des Konzerns ist durch das Einzelhandelsgeschäft gekennzeichnet. Sachanlagevermögen, Geschäfts- oder Firmenwerte, Waren und Finanzmittelbestand stellen zum 31. Dezember 2023 die wesentlichen Aktiva dar. Die Anzahl der Verkaufsstellen nahm - insbesondere durch Neueröffnungen von Verkaufsstellen in Italien, Polen und in den USA - im Geschäftsjahr 2023 bei 230 Neueröffnungen und 108 Schließungen auf 4.686 zu. Damit wurde der im Vorjahr geplante leichte Zuwachs an Verkaufsstellen erreicht. Nahezu alle Verkaufsstellen werden in angemieteten Räumlichkeiten betrieben. Das Sachanlagevermögen im Konzern erhöhte sich im Jahr 2023 von EUR 922,9 Mio. auf EUR 1.093,6 Mio. Der Anstieg ist im Wesentlichen auf Umbauten von Verkaufsstellen sowie die Errichtung neuer Lager- und Verwaltungsgebäude zurückzuführen. Die immateriellen Vermögensgegenstände sanken im Geschäftsjahr 2023 von EUR 747,4 Mio. auf EUR 501,7 Mio. hauptsächlich durch die Abschreibung des Geschäfts- oder Firmenwertes der US-amerikanischen Gesellschaft. Bei den Wertpapieren des Anlagevermögens wurden im Wesentlichen aufgrund von Umschichtungen Kursgewinne realisiert, sodass sich diese von EUR 296,7 Mio. auf EUR 323,7 Mio. erhöht haben. Die Vorräte verringerten sich von EUR 1.558,2 Mio. auf EUR 1.306,5 Mio. im Jahr 2023. Ursächlich für den Rückgang war der im Vorjahr höhere Warenbestand wegen vorgezogener Wareneinkäufe. Die Eigenkapitalquote im Konzern entwickelte sich in den letzten fünf Jahren wie folgt:
Darüber hinaus hat sich die unter Einbeziehung der Einlagen stiller Gesellschafter und Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern bzw. stillen Gesellschaftern berechnete Eigenfinanzierungsquote in den letzten fünf Jahren wie folgt entwickelt:
Die Rückstellungen erhöhten sich insgesamt von EUR 775,8 Mio. auf EUR 829,0 Mio. hauptsächlich durch gestiegene Pensionsrückstellungen und sonstige Rückstellungen, die u.a. die Schließungskosten der ONYGO SE, der MyShoes SE und der MyShoes GmbH sowie Rückstellungen für erwartete Lohnerhöhungen beinhalten. Finanzlage Der Cash-Flow aus laufender Geschäftstätigkeit stieg trotz eines deutlich geringeren Periodenergebnisses im Wesentlichen wegen der starken Abnahme der Vorräte nach einer starken Zunahme im Vorjahr sowie höheren Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens sehr deutlich an und betrug EUR 566,1 Mio. nach EUR -51,0 Mio. im Vorjahr. Der Cash-Flow aus Investitionstätigkeit war insbesondere von Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen i. H. v. EUR 363,0 Mio. geprägt und betrug insgesamt EUR -400,0 Mio. nach EUR -318,3 Mio. im Vorjahr. Der Cash-Flow aus Finanzierungstätigkeit bestand hauptsächlich aus gezahlten Zinsen und Auszahlungen an Gesellschafter des Mutterunternehmens und betrug EUR -8,7 Mio. nach EUR -302,8 Mio. Der Vorjahresbetrag resultierte hauptsächlich aus Rückzahlungen von Finanzkrediten. Insgesamt hat sich der Finanzmittelbestand des Konzerns im Geschäftsjahr 2023 von EUR 1.031,0 Mio. um insgesamt EUR 197,6 Mio. auf EUR 1.228,6 Mio. erhöht. Aufgrund der vorhandenen Eigenmittel war die Aufnahme von Fremdmitteln außerhalb des Konzerns nicht erforderlich. Die Investitionen in die Sachanlagen und in die immateriellen Vermögensgegenstände erfolgten regelmäßig aus dem Cash-Flow aus laufender Geschäftstätigkeit. Ertragslage Die Marktbedingungen des Geschäftsjahres 2023 stellten sich nach den von der COVID-19-Pandemie beeinträchtigten Vorjahren wieder besser dar. Insgesamt konnten positive Einflüsse auf die Paarzahlen, die Umsatzerlöse und auf die Ertragslage verzeichnet werden. Die Anzahl der verkauften Schuhe stieg gruppenweit expansionsbedingt von 181,5 Mio. Paar im Jahr 2022 auf 184,0 Mio. Paar in 2023 (+1,4 %) an. Der korrespondierende Durchschnittspreis stieg von EUR 35,39 auf EUR 37,73 (+ 6,6 %). Insgesamt zeigen die Paarzahlen und realisierten Durchschnittspreise der vergangenen fünf Jahre folgendes Bild:
In den meisten Ländern konnten die Umsätze des Vorjahres deutlich gesteigert werden.
So stiegen die Umsätze währungsbereinigt im Vorjahresvergleich insgesamt um 6,7 %, flächen- und währungsbereinigt um 4,8 %. Das im Vorjahr ausgegebene Ziel von deutlich steigenden Umsatzerlösen, insbesondere vor dem Hintergrund besserer gesamtwirtschaftlicher Rahmenbedingungen und erfolgter Expansion, wurde damit im Konzern erreicht. Die Rohertragsquote (definiert als Umsatzerlöse abzüglich Materialaufwand im Verhältnis zu den Umsatzerlösen) im Konzern blieb gegenüber dem Vorjahr nahezu konstant bei 48,1% (i.Vj.: 48,2%). Die Entwicklung der Rohertragsquote im Konzern der vergangenen fünf Jahre zeigt folgendes Bild:
Der Personalaufwand stieg auch expansionsbedingt gegenüber dem Vorjahr von EUR 1.374,1 Mio. um EUR 132,1 Mio. auf EUR 1.506,2 Mio. Der Mitarbeiterbestand ist um 2,0 % gestiegen. Die Relation zwischen Personalaufwand und Umsatzerlösen ist von 19,3 % im Vorjahr auf 19,9 % gestiegen. Der Anstieg in den Abschreibungen von EUR 253,7 Mio. auf EUR 441,5 Mio. ist im Wesentlichen durch die außerplanmäßige Abschreibung des Geschäfts- oder Firmenwertes der US-amerikanischen Gesellschaft (EUR +162 Mio.) getrieben. Der sonstige betriebliche Aufwand erhöhte sich von EUR 1.634,3 Mio. auf EUR 1.790,3 Mio. Der Anstieg ist zum einen begründet durch expansionsbedingt gestiegene Miet-, Energie- und sonstige Verwaltungsaufwendungen, zum anderen durch Aufwendungen für den Verkauf von Verkaufsstellen der ONYGO SE und für die Schließung der verbleibenden Verkaufsstellen sowie durch die Einstellung des Geschäftsbetriebs der MyShoes SE und der MyShoes GmbH. Das Jahresergebnis vor Steuern ging von EUR 211,8 Mio. im Vorjahr auf EUR -17,9 Mio. zurück. So ergab sich nach einem Konzernjahresüberschuss im Vorjahr von EUR 71,3 Mio. für das Jahr 2023 ein Konzernjahresfehlbetrag i. H. v. EUR 116,9 Mio. Das im Vorjahr ausgegebene Ziel eines Jahresergebnisses vor Steuern leicht unterhalb des Vorjahres konnte damit nicht erreicht werden. Gründe hierfür sind insbesondere die außerplanmäßige Abschreibung des Geschäfts- oder Firmenwertes der US-amerikanischen Gesellschaft Jako Enterprises LLC i. H. v. rund EUR 162 Mio. sowie die einmaligen Kosten im Zusammenhang mit der Einstellung des Geschäftsbetriebs der ONYGO SE, der MyShoes SE und der MyShoes GmbH i. H. v. insgesamt rund EUR 41 Mio. Auch nach Bereinigung dieser Sondereffekte konnte das im Vorjahr angegebene Ziel von einem Jahresergebnis vor Steuern leicht unterhalb des Vorjahres nicht erreicht werden. Insgesamt blickt der Konzern dennoch auf ein zufriedenstellendes Geschäftsjahr 2023 zurück. 2.4 Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Deichmann SE Vermögenslage Die Vermögenslage der Gesellschaft ist durch das Einzelhandelsgeschäft sowie die Großhandels- und Holdingfunktion für die in- und ausländischen Tochterunternehmen gekennzeichnet. Anteile an verbundenen Unternehmen, Sachanlagevermögen, Waren und Finanzmittelbestand stellen zum 31. Dezember 2023 die wesentlichen Aktiva dar. Mit 14 Eröffnungen und 24 Schließungen verringerte sich die Anzahl der Verkaufsstellen - wie im Vorjahr geplant - leicht auf 1.150. Nahezu alle Verkaufsstellen werden in angemieteten Räumlichkeiten betrieben. Im Geschäftsjahr 2023 wurden von der Gesellschaft in Deutschland insgesamt EUR 4,6 Mio. (i. Vj.: EUR 2,6 Mio.) in das immaterielle Anlagevermögen und EUR 79,6 Mio. (i. Vj.: EUR 32,9 Mio.) in das Sachanlagevermögen investiert. Die Investitionen betreffen hauptsächlich den Umbau von Verkaufsstellen sowie den Bau eines Verwaltungsgebäudes und den Erwerb eines Grundstücks. Im Vergleich zum vorangegangenen Bilanzstichtag nahm das immaterielle Anlagevermögen von EUR 32,5 Mio. auf EUR 28,0 Mio. ab. Das Sachanlagevermögen stieg von EUR 244,2 Mio. auf EUR 288,6 Mio. Das Finanzanlagevermögen der Gesellschaft stieg im Jahr 2023 von EUR 618,4 Mio. auf EUR 637,1 Mio. und besteht überwiegend aus Beteiligungen an verbundenen Unternehmen und Ausleihungen an verbundene Unternehmen. Die Vorräte verringerten sich deutlich von EUR 524,6 Mio. auf EUR 349,5 Mio. Ursächlich für den starken Rückgang war insbesondere der im Vorjahr erhöhte Warenbestand aufgrund vorgezogener Wareneinkäufe. Der Anstieg der Forderungen gegen verbundene Unternehmen auf EUR 111,6 Mio. (i. Vj.: EUR 34,2 Mio.) ist im Wesentlichen auf konzerninterne Darlehen zurückzuführen. Die sonstigen Vermögensgegenstände sanken leicht von EUR 24,7 Mio. auf EUR 22,3 Mio. Die Finanzierung der Gesellschaft bestand am Bilanzstichtag zu mehr als der Hälfte aus Eigenkapital, Einlagen stiller Gesellschafter und Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern. Die Rückstellungen erhöhten sich um EUR 68,9 Mio. auf EUR 548,1 Mio. (i. Vj.: EUR 479,2 Mio.) hauptsächlich wegen gestiegener Pensionsrückstellungen und Steuerrückstellungen. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen stiegen von EUR 15,4 Mio. auf EUR 37,8 Mio. Grund hierfür war insbesondere die Verlustübernahme der MyShoes SE, die aufgrund der Geschäftsaufgabe deutlich höher ausfiel als im Vorjahr. Finanzlage Der Cash-Flow aus laufender Geschäftstätigkeit erhöhte sich bei der Gesellschaft in 2023 auf EUR 251,2 Mio. nach EUR -15,3 Mio. im Vorjahr insbesondere wegen eines höheren Periodenergebnisses, einer stärkeren Abnahme der Vorräte und eines bei der indirekten Ermittlung korrigierten höheren Ertragsteueraufwands. Der Cash-Flow aus Investitionstätigkeit war hauptsächlich von Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen geprägt und belief sich auf EUR -74,4 Mio. nach EUR -34,3 Mio. im Vorjahr. Der Cash-Flow aus Finanzierungstätigkeit erhöhte sich im Jahr 2023 auf EUR -10,2 Mio. nach EUR -300,1 Mio. im Vorjahr. Das Vorjahr war im Wesentlichen durch die Auszahlung für die Tilgung von Finanzkrediten i. H. v. EUR 300,0 Mio. geprägt. Insgesamt ist der Finanzmittelbestand im Geschäftsjahr 2023 von EUR 323,0 Mio. um EUR 166,6 Mio. auf EUR 489,6 Mio. gestiegen. Aufgrund der vorhandenen Eigenmittel war die Aufnahme von Fremdmitteln nicht erforderlich. Ertragslage Die Anzahl verkaufter Schuhe bei Deichmann in Deutschland stieg von 63,5 Mio. Paar im Jahr 2022 auf 64,8 Mio. Paar (+1,9 %) im Jahr 2023. Die Umsatzerlöse des Einzelhandels nahmen gegenüber dem Jahr 2022 um 9,5 % zu, flächenbereinigt um 10,1 %. Die Prognose des Vorjahres von deutlich steigenden Umsatzerlösen gegenüber dem Jahr 2022 konnte damit erreicht werden. Die Rohertragsquote der Deichmann SE ist von 39,3 % im Vorjahr auf 42,2 % gestiegen, insbesondere aufgrund eines im Vergleich zu den Einkaufspreisen höheren Anstiegs der durchschnittlichen Verkaufspreise. Darüber hinaus hat sich die im Jahr 2023 erstmals erhobene Gebühr für die Nutzung der Marke Deichmann mit EUR 18 Mio. erhöhend auf die Umsatzerlöse ausgewirkt. Die sonstigen betrieblichen Erträge stiegen im Geschäftsjahr 2023 leicht auf EUR 15,3 Mio. (i. Vj.: EUR 14,2 Mio.). Der Personalaufwand ist aufgrund einer höheren Beschäftigtenzahl und Gehaltssteigerungen gegenüber dem Vorjahr um EUR 26,9 Mio. auf EUR 492,3 Mio. gestiegen. Der Mitarbeiterbestand erhöhte sich um 6,6%. Der sonstige betriebliche Aufwand stieg von EUR 414,5 Mio. auf EUR 442,0 Mio. an. Grund dafür waren insbesondere höhere Miet- und Energieaufwendungen sowie erhöhte IT-Aufwendungen. Nach Abschreibungen auf Finanzanlagen im Vorjahr i. H. v. EUR 15,7 Mio. wird das Ergebnis im Jahr 2023 durch Zuschreibungen in gleicher Höhe entlastet. Die Aufwendungen aus der Verlustübernahme für die MyShoes SE und die fasbra SE belasten das Ergebnis mit EUR 31,3 Mio. (i. Vj.: EUR 3,3 Mio.). Der Anstieg ist hauptsächlich auf die einmaligen Schließungskosten der MyShoes SE zurückzuführen. Das Jahresergebnis vor Steuern lag mit EUR 121,3 Mio. deutlich über dem Vorjahresergebnis von EUR 18,0 Mio. Die im Vorjahr getätigte Prognose eines Jahresergebnisses vor Steuern leicht unterhalb des Jahres 2022 ist - auch ohne Bereinigung der Einmaleffekte im Zusammenhang mit der Schließung der MyShoes SE i. H. v. insgesamt rund EUR 9 Mio. - deutlich übertroffen worden. Nach Steuern ergibt sich ein Jahresüberschuss für das Jahr 2023 von EUR 48,8 Mio. (i. Vj.: EUR -2,7 Mio.). Insgesamt kann die Gesellschaft auf ein zufriedenstellendes Geschäftsjahr 2023 zurückblicken. 2.5 Gesellschaftliches Engagement Partnerschaft und Fairness bilden die Grundpfeiler der Geschäftsbeziehungen von Deichmann. Die langanhaltenden und partnerschaftlichen Beziehungen zu den globalen Produktionspartnern sollen es Deichmann ermöglichen, den Kundinnen und Kunden Schuhe und Nebenartikel mit dem bestmöglichen Preis-Leistungs-Verhältnis anzubieten und dabei hohe Qualitätsstandards unter Einhaltung ethischer und ökologischer Prinzipien zu erreichen und weiterzuentwickeln. Um die Haltung gegenüber Geschäftspartnern, allen beteiligten Unternehmen in der Lieferkette, den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie anderen Interessengruppen klar zu kommunizieren, hat Deichmann im Jahr 1999 gemeinsam mit der deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) den DEICHMANN-Verhaltenskodex (Code of Conduct) für Geschäftspartner entwickelt und umgesetzt. Seitdem wird kontinuierlich an der Weiterentwicklung des Verhaltenskodex gearbeitet. In der unternehmerischen Tätigkeit werden internationale Abkommen berücksichtigt, einschließlich solcher, die im Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz (LkSG) aufgeführt sind. Zu diesen internationalen Standards und Richtlinien gehören insbesondere:
Die Sorgfaltspflichten sollen sich auf sämtliche Aspekte der Geschäftstätigkeit erstrecken, die auf fairen und nachhaltigen Prinzipien beruhen. Dies beinhaltet die sorgfältige Auswahl der Geschäftspartner, wobei ein besonderes Augenmerk auf die Einhaltung des Deichmann-Verhaltenskodex gelegt wird. Deichmann setzt sich aktiv für sichere und faire Arbeitsbedingungen in den Produktionsstätten seiner Geschäftspartner ein und strebt darüber hinaus umweltfreundliche Beschaffungs- und Produktionspraktiken an, um negative Auswirkungen auf die Umwelt zu reduzieren. Durch aktive Teilnahme an regionalen und globalen Initiativen setzt sich Deichmann kontinuierlich für die Verbesserung der sozialen und ökologischen Bedingungen in den Lieferketten ein. Im Jahr 2005 ist Deichmann der BSCI-Initiative zur Verbesserung der sozialen Standards in weltweiten Wertschöpfungsketten beigetreten, einem Programm des Verbandes amfori. Zudem ist Deichmann Gründungsmitglied der Nachhaltigkeitsinitiative der Schuhbranche, cads - Kooperation für abgesicherte, definierte Standards bei Schuh- und Lederwarenprodukten e. V. Diese Initiative konzentriert sich auf die Vermeidung unerwünschter chemischer Substanzen in Schuhen sowie die Weiterentwicklung von sozialen Standards und Umweltschutz in der Schuhbranche. Seit 2012 ist Deichmann Mitglied der internationalen Leather Working Group (LWG), einer globalen Initiative zur Verbesserung von Umwelt- und Arbeitsbedingungen bei der Herstellung von Leder. Zur Erfüllung der Sorgfaltspflichten gemäß dem LkSG hat sich Deichmann im aktuellen Geschäftsjahr intensiv mit der Anpassung an die zusätzlichen Anforderungen auseinandergesetzt. In Bezug auf die menschenrechtlichen und umweltbezogenen Risiken in den Lieferketten wurde ein umfassendes Risikomanagement etabliert. Dies beinhaltet regelmäßige sowie anlassbezogene Analysen zur Identifizierung potenzieller Risiken. Sobald relevante Risiken erkannt werden, sollen wirksame und angemessene Präventionsmaßnahmen ergriffen werden. Bei Verstößen sollen geeignete Abhilfemaßnahmen umgesetzt werden. Zusätzlich wurde ein Beschwerdeverfahren eingeführt, um Hinweisen effektiv nachgehen und diese bearbeiten zu können. Die Wirksamkeit der Maßnahmen wird regelmäßig überprüft und dokumentiert. Zum Schutz der Kundinnen und Kunden und im Sinne des vorbeugenden Verbraucherschutzes überprüft Deichmann kontinuierlich seine Produktpalette auf unerwünschte chemische Substanzen, um sicherzustellen zu können, dass sowohl freiwillige als auch gesetzliche Vorgaben erfüllt werden. 3 Chancen-, Risiko- und Prognosebericht Chancenbericht Die Deichmann SE und ihre Tochtergesellschaften agieren im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit in einem internationalen Marktumfeld, in dem sich ständig neue Chancen eröffnen. Diese systematisch zu erkennen und zu nutzen - und dabei unnötige Risiken zu vermeiden - ist ein wesentlicher Faktor für das nachhaltige Wachstum unseres Unternehmens. Im Rahmen unseres Chancenmanagements werten wir bspw. Markt- und Wettbewerbsanalysen aus und befassen uns mit der Ausrichtung unseres Produktportfolios, den Kostentreibern sowie den kritischen Erfolgsfaktoren unserer Branche. Daraus werden konkrete Marktchancen abgeleitet, über die Verwaltungsrat und geschäftsführende Direktoren im Rahmen der Geschäftsplanung entscheiden. Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen haben Einfluss auf die Geschäftstätigkeit sowie die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft und des Konzerns. Sollten sich die künftigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen besser entwickeln, als wir in unserer Prognose dargestellt haben, könnten sich positive Auswirkungen auf VKST, Paarzahlen, Umsatzerlöse und Jahresergebnisse ergeben. Die geschäftsführenden Direktoren der Gesellschaft sind sich der Tatsache bewusst, dass sich Chancen durch eine weitere Stärkung der Dachmarke "DEICHMANN" ergeben können, wenn ein ausgewogener Mix aus Mode und Basis und gleichzeitig eine anhaltende Qualitätsoptimierung bei den Hauptmarken zu den bei Deichmann geltenden Preisen erfolgen. Hier gilt es, unsere Kunden in gewohnter Weise in allen relevanten Märkten zufrieden zu stellen. Insbesondere die ausländischen Tochterunternehmen der Gesellschaft werden mit dieser Unterstützung zukünftig neue Verkaufsstellen eröffnen und die eigenen Online-Shops weiter ausbauen, so dass sich positive Auswirkungen auf VKST, Paarzahlen, Umsatzerlöse und Jahresergebnisse ergeben können. Risikobericht Als weltweit agierende Unternehmen sind die Gesellschaft und ihre Tochtergesellschaften im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit verschiedenen Risiken ausgesetzt. Für die Sicherung des Unternehmenserfolges und der Wettbewerbsfähigkeit sind neben dem Ergreifen von Chancen die Identifikation, die Bewertung und das Management von Risiken wesentlich. Ziel des Risikomanagements ist es, Risiken frühzeitig zu erkennen, sie zu bewerten und bei Notwendigkeit anhand zielgerichteter Maßnahmen zu verringern. Im Rahmen dieses Prozesses soll die notwendige Transparenz für Mitarbeiter geschaffen werden, um die Chancen- und Risikokultur zu fördern und dahingehend ein gemeinsames Verständnis aufzubauen. Der Verwaltungsrat trägt die Gesamtverantwortung für ein funktionierendes Risikomanagementsystem. Im Auftrag der geschäftsführenden Direktoren erfolgt durch das zentrale Risikomanagement die Umsetzung und Weiterentwicklung des Risikomanagementprozesses. Im Rahmen des Risikomanagements sind interne und externe Ereignisse, welche das Erreichen unserer Geschäfts- und Finanzziele direkt oder indirekt negativ beeinflussen können, durch die sog. Risikoverantwortlichen zu identifizieren und zu steuern. Risiken werden ursachenbezogen anhand bestimmter Risikokategorien erhoben und hinsichtlich Eintrittswahrscheinlichkeit und Schadensausmaß durch die Risikoverantwortlichen bewertet. Dabei werden sowohl die sog. Brutto-Risiken, d.h. ohne Berücksichtigung ergriffener Maßnahmen, als auch die sog. Netto-Risiken betrachtet. Diese Bewertung erfolgt auf Basis des jeweiligen Einzelrisikos. Für eine systematische Bewertung werden bei der Einordnung von Eintrittswahrscheinlichkeit und Schadensausmaß Bandbreiten herangezogen. In Abhängigkeit von Eintrittswahrscheinlichkeit und Schadensausmaß werden Risiken als "hoch", "mittel" oder "gering" im Hinblick auf mögliche negative Abweichungen in Bezug auf das Jahresergebnis für den Konzern bzw. die Gesellschaft klassifiziert. Durch die etablierten internen Controlling-Prozesse sollen ferner mögliche negative Effekte auf das Jahresergebnis frühzeitig erkannt und analysiert und zusätzlich geeignete Gegenmaßnahmen ergriffen werden. Monatliche Hochrechnungsprozesse und Szenario-Simulationen sollen die schnelle Adaption der Gesamtlage des Unternehmens dokumentieren und die Wirkung von steuernden Eingriffen zeitnah gewährleisten. In den folgenden Risikokategorien wurden wesentliche Risiken identifiziert: Märkte und Wettbewerb Als international agierender Konzern ist Deichmann insbesondere von geopolitischen Einflussfaktoren in den Ländern abhängig, in denen der Konzern tätig ist ("Marktrisiken"). Politische Konflikte, Unruhen, Kriege sowie auch der Ausbruch von Pandemien in den Produktionsländern bergen für Deichmann als international stark vertikal agierendes Unternehmen ein hohes Maß an Unsicherheit, da hierdurch sowohl die Produktion als auch die Stabilität von Lieferketten und damit die Warenbeschaffung gefährdet werden könnten. Die Gesellschaft und einzelne mit ihr verbundene Unternehmen kaufen Schuhe in rund 40 Ländern der Welt ein. Durch langjährige Beziehungen zu einer Reihe von Produzenten in verschiedenen Beschaffungsregionen sind in der Vergangenheit stabile Beschaffungsstrukturen aufgebaut worden. Beschaffungsrisiken begegnet die Gesellschaft und der Konzern entsprechend durch die Verteilung der Produktion auf verschiedene Länder, eine genaue Analyse der aktuellen Beschaffungsmärkte sowie etwaiger Alternativen. Hinsichtlich der Unterbrechungen in der Lieferkette, z.B. durch Naturereignisse, politische Konflikte oder Pandemien, gilt es, die Beschaffungsmärkte sowie etwaige Geschehnisse laufend zu überwachen, um frühzeitig Alternativ-Maßnahmen ergreifen zu können. Bei anhaltender Inflation können sich ferner die Kosten der Warenbeschaffung und der Transporte weiter erhöhen. Steigende Verbraucherpreise können außerdem zu einem zurückhaltenden Konsumverhalten der Kunden und einem damit einhergehenden Umsatzverlust führen. Durch ein aktives Beschaffungs- und Logistikmanagement, ein differenziertes Kostenmanagement sowie ein attraktives Preis-Leistungsverhältnis beabsichtigt der Konzern insbesondere im Deichmann-Konzept diesen Risiken zu begegnen. Darüber hinaus wandelt sich das vom stationären Einzelhandel geprägte Wettbewerbsumfeld der Gesellschaft und des Konzerns stetig durch voranschreitende Digitalisierung und zunehmenden Onlinehandel ("Wettbewerbsrisiken"). Einer weiteren Verschiebung der Marktanteile vom stationären Einzelhandel zum Online-Handel stellt sich Deichmann durch die Weiterentwicklung seiner Omnichannel-Strategie, welche eine enge Verzahnung von stationärem und Online-Geschäft verfolgt, sowie eine gezielte Modernisierung der Verkaufsstellen im Hinblick auf Attraktivität für die Kunden. Aufgrund der aktuellen Rahmenbedingungen können die beschriebenen Risiken unter Berücksichtigung der vorgenommenen und geplanten Risikobegrenzungsmaßnahmen insgesamt dennoch als hoch klassifiziert werden. Operatives Geschäft Deichmann ist wie jedes Unternehmen im Einzelhandel stark vom Konsumverhalten der Verbraucher sowie vom modischen Wandel abhängig ("Moderisiko"). Zusätzlich können atypische Wetterverhältnisse die Nachfrage stark verändern ("Wetterrisiko"). Jahrzehntelange Erfahrung versetzt die Gesellschaft und den Konzern in die Lage, diese Risiken zu kontrollieren und Gegenmaßnahmen durchzuführen, indem durch den unternehmensinternen Abstimmungs- und Auswahlprozess der von Deichmann angebotenen Handelswaren die richtige Balance zwischen Mode und Fashion Basics sowie einer innovativen Sortimentsentwicklung gefunden werden soll. Das Moderisiko und das Wetterrisiko können unter Berücksichtigung der vorgenommenen und geplanten Risikobegrenzungsmaßnahmen als mittel eingeschätzt werden. Durch den Onlinehandel ist auch der stationäre Einzelhandel starken Veränderungen unterworfen. Durch die Anmietung von Verkaufsstellen werden somit - sofern dem nicht bereits bei Vertragsbeginn durch geeignete Vertragsoptionen begegnet werden kann - Risiken infolge möglicher Langfristigkeit der Mietverträge eingegangen ("Mietrisiken"). Deichmann begegnet diesen Mietrisiken durch die sorgfältige Auswahl von Standorten, die kontinuierliche Beobachtung und Kontrolle des Standortumfeldes, regelmäßige Gespräche und Verhandlungen mit Vermietern zur adäquaten Risikobeteiligung in bestehenden Mietverhältnissen sowie durch den Einsatz von Mitarbeitern mit langjähriger Erfahrung im Retail-Geschäft, die auch bestehende Mietverträge unter permanente Beobachtung im Hinblick auf die Profitabilität der betriebenen Verkaufsstellen stellen. Durch Frequenzrückgänge in den Innenstädten kann sich die Standortqualität von Filialen dennoch verändern, sodass das Risiko unter Berücksichtigung der vorgenommenen und geplanten Risikobegrenzungsmaßnahmen insgesamt als mittel eingeschätzt werden kann. Der Ausbruch einer Pandemie könnte wieder in einer Schließung unserer Filialen und einem damit verbundenen Umsatzrückgang resultieren. In der Corona-Pandemie wurden zahlreiche Maßnahmen formuliert, um schnell und agil zu reagieren. Auch vor diesem Hintergrund stellt die Omnichannel-Strategie durch die enge Verzahnung von Online- und stationärem Handel einen wichtigen Bestandteil unseres Geschäftsmodells dar. Die negativen Auswirkungen einer möglichen Pandemie können dennoch unter Berücksichtigung der vorgenommenen und geplanten Risikobegrenzungsmaßnahmen als hoch klassifiziert werden. Letztlich sind wir bestrebt, sämtlichen operativen Risiken zudem durch ein gezieltes Kostenmanagement entgegenzuwirken. IT-Infrastruktur Für ein Einzelhandelsunternehmen mit einem Omnichannel-Vertriebsansatz ist das Funktionieren der IT-Systeme notwendig. Ein Ausfall der IT-Systeme würde die lokalen Vertriebsaktivitäten und den ordnungsgemäßen Betrieb des Warenflusses des Unternehmens und des Konzerns einschränken ("IT-Risiken") und zählt damit zu den wesentlichen Risiken der IT-Sicherheit. Diesen Risiken begegnen wir mit einer Vielzahl von technischen und organisatorischen Maßnahmen, um den Schutz von Integrität, Vertraulichkeit und Verfügbarkeit unserer Systeme und Daten sicherstellen zu können. Hierunter fällt beispielhaft das Deichmann-Rechenzentrum, mithilfe dessen ebenfalls eine Risikobegrenzung erfolgt, das bedeutet: kein Single Point of Failure in der Versorgung, erhöhte Einbruchhemmung, Absicherung der Versorgungsstraßen, Überwachung der Zustände sowie Brandbeherrschung. Ferner ist der Schutz unserer IT-Systeme, vertraulicher und personenbezogener Daten vor unberechtigtem Zugriff und Missbrauch für uns von wesentlicher Bedeutung. Im Rahmen unseres Information Security Managements beschäftigen wir uns zudem aktiv auch mit kritischen Situationen, schulen unsere Mitarbeitenden regelmäßig entsprechend und setzen auf einen vielschichtigen Sicherheitsansatz, bei dem präventive, detektive sowie korrigierende Maßnahmen gemeinsam interagieren, sodass die beschriebenen IT-Risiken unter Berücksichtigung der vorgenommenen und geplanten Risikobegrenzungsmaßnahmen als mittel klassifiziert werden können. Finanzen Finanzielle Risiken bestehen u.a. durch Schwankungen in Wechselkursrelationen für das Beschaffungsvolumen aus Fernost auf USD-Basis ("Fremdwährungsbeschaffungsrisiko") und durch die Anforderung der jederzeitigen Bereitstellung ausreichender Liquidität ("Liquiditätsrisiken"). Zur Reduzierung dieses Fremdwährungsbeschaffungsrisikos setzt der Konzern zur Absicherung von Bestellungen und von geplanten, aber noch nicht kontrahierten Bestellungen Devisentermingeschäfte ein. Diese werden ausschließlich mit Kreditinstituten abgeschlossen, deren Bonität nicht bezweifelt wird. Liquiditätsrisiken bestehen in diesem Zusammenhang nicht. Die Gesellschaft hält keine derivativen Finanzinstrumente zu Handelszwecken. Wir verweisen darüber hinaus diesbezüglich auch auf die Angaben in Abschnitt 6.4 des zusammengefassten Anhangs. Liquiditätsrisiken können durch unvorhergesehene Liquiditätsbedarfe von Gruppengesellschaften u.a. durch Planverfehlungen oder unvorhersehbare Kostensteigerungen entstehen. Der Konzern verfügt über eine solide Liquiditätsausstattung. Mit einer strukturierten Finanz- und Liquiditätsplanung soll der Konzern im Rahmen des Liquiditätsmanagements in die Lage versetzt werden, dass er über ausreichende Liquiditätsquellen verfügt, um allen Zahlungsverpflichtungen jederzeit nachkommen zu können. Ferner kann die Gruppe auf ein ausgewogenes Bankenportfolio zurückgreifen und somit auch das Bonitätsrisiko steuern. Aufgrund der aktuellen Rahmenbedingungen können die Finanzrisiken unter Berücksichtigung der vorgenommenen und geplanten Risikobegrenzungsmaßnahmen als mittel eingeschätzt werden. Nach unserer Überzeugung weisen die vorstehend beschriebenen Risiken in Anbetracht ihrer Eintrittswahrscheinlichkeiten und ihrer Auswirkungen grundsätzlich weder einzeln noch in ihrer Gesamtheit bestandsgefährdenden Charakter auf. Wir sind zuversichtlich, dass die Ertragskraft des Konzerns und der Gesellschaft eine solide Basis für die künftige Geschäftsentwicklung bildet und für die notwendigen Ressourcen sorgt, um die sich dem Konzern und der Gesellschaft bietenden Chancen nutzen zu können. Angesichts dieser Tatsachen werden wir den Herausforderungen, die sich aus den genannten Risiken ergeben, auch 2024 begegnen können. Prognosebericht Der konsequente Ausbau und die kontinuierliche Modernisierung des Filialnetzes werden auch im Jahr 2024 weiter vorangetrieben, um für moderne Verkaufsstellen der Gesellschaft und des Konzerns zu sorgen. Im Jahr 2024 sind Investitionen in den Ausbau der Verkaufsstellen und die Infrastruktur von EUR 571,7 Mio. geplant. Hierdurch können sich langfristig positive Effekte auf die Paarzahl, die Umsatzerlöse und damit auch auf die Jahresergebnisse ergeben. Insgesamt ist im Jahr 2024 für die Deichmann SE ein leichter Rückgang von Verkaufsstellen geplant, während im Konzern ein leichter Zuwachs erwartet wird. Das Jahr 2023 stand für die Expansion der Deichmann-Gruppe im Zeichen der Portfoliooptimierung. Auslaufende Mietverträge und Sonderkündigungsrechte wurden genutzt, um Lageoptimierungen zu erwirken. Durch die zunehmende Umstellung auf das neue Ladenbaukonzept soll die Attraktivität innerhalb der Filialen erhöht werden. Der Filialbestand der Deichmann-Gruppe ist auch im Jahr 2023 europaweit gewachsen. Insgesamt wurden 122 Filialen im Deichmann-Konzept und 34 Snipes-Filialen eröffnet. Den größten Zuwachs erzielte Italien mit 18 neuen Deichmann- und 7 neuen Snipes-Filialen. Hier wurde im Fall Deichmann auch weiterhin auf das bereits erprobte Großflächenkonzept gesetzt. In Polen konnte Deichmann mit 14 Neueröffnungen ebenfalls deutlich wachsen, wobei der gewinnbringende Weg der letzten Jahre fortgesetzt und primär in Fachmarktzentren expandiert wurde. Im Jahr 2024 ist weiterhin eine verstärkte Expansion in den Fokus-Ländern Italien und Polen geplant. Zudem soll der erfolgreiche Weg des aktiven Portfoliomanagements fortgeführt werden. Für das Jahr 2024 werden sowohl für die Gesellschaft als auch für den Konzern leicht steigende Umsatzerlöse erwartet. Abhängig von der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung kann die tatsächliche Umsatzsteigerung wesentlich von diesem Ziel abweichen und die Paarzahl, die Umsatzerlöse und die Jahresergebnisse dementsprechend beeinflussen. Der USD-Bedarf aus dem für 2024 geplanten Beschaffungsvolumen ist zum Bilanzstichtag zu rd. 85 % durch Devisentermingeschäfte abgesichert. Das Online-Business wird konsequent im Sinne einer ambitionierten Omnichannel Strategie vorangetrieben. Das allgemeine Sortiment ergänzt durch Online-Exklusiv- und Marktplatz-Angebote können in den verschiedenen Geschäftsmodellen in über 41 Online-Shops bestellt werden. Die Steigerung der Kundenzufriedenheit über die Verknüpfung des Online- und Offline-Geschäfts sowie auch die Exzellenz je Kanal stehen nach wie vor im Fokus. Omnichannel Services wie Click & Collect, Ship to Home oder Ship to Store wurden hierzu weiter ausgebaut. In Deutschland und der Schweiz wurde zudem eine der lokal beliebtesten Zahlungsarten, der Rechnungskauf, implementiert. Im Jahr 2023 konnten bereits wichtige Meilensteine im Zuge einer umfassenden Transformation erreicht werden, um zukünftige Expansionen und signifikantes Wachstum zu ermöglichen. Erste Bereiche der IT-Infrastruktur wurden überarbeitet. Acht Länder konnten bereits auf die zentral neu aufgesetzte Plattform Scayle umgezogen werden. Auch in der Organisation haben bereits einige Veränderungsmaßnahmen erfolgreich stattgefunden. Zentralisierung, Modernisierung und Professionalisierung sollen für eine deutlich effizientere Ausrichtung sorgen. Zukünftig werden weitere Gesellschaften auf die neue IT-Landschaft umgezogen. Parallel dazu wird der Funktionsumfang stetig erweitert und auch die Reorganisation weiter vorangetrieben. Grundsteine für ein neues Loyalty Programm werden geschaffen und mit der App und den Omnichannel Services verknüpft. Die Gesellschaft setzt damit weiterhin gruppenweit auf Synergieeffekte zwischen Internetauftritt, Online-Shop und stationärem Einzelhandel, die insbesondere die Paarzahl, die Umsatzerlöse und die Jahresergebnisse positiv beeinflussen können. Die geschäftsführenden Direktoren der Gesellschaft sind davon überzeugt, dass die Gesellschaft und der Konzern im Schuhmarkt gut positioniert sind. Für das Geschäftsjahr 2024 wird bei Erreichung der geplanten Umsatzsteigerungen und unter Berücksichtigung erhöhter Beschaffungskosten für die Gesellschaft und für den Konzern ein Jahresergebnis vor Steuern deutlich oberhalb des um die Sondereffekte bereinigten Jahresergebnisses vor Steuern des Vorjahres erwartet.
Essen, 31. März 2024 Deichmann SE Heinrich Otto Deichmann Samuel Deichmann Martin Fischer Alexander Bellin Dr. Lars Jendrian Manfred Kroneder Bestätigungsvermerke des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Deichmann SE, Essen Vermerk über die Prüfung des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Deichmann SE, Essen, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 sowie dem zusammengefassten Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den zusammengefassten Lagebericht der Deichmann SE für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht zu dienen. Verantwortung der geschäftsführenden Direktoren und des Verwaltungsrats für den Jahresabschluss und den zusammengefassten Lagebericht Die geschäftsführenden Direktoren sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die geschäftsführenden Direktoren verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die geschäftsführenden Direktoren dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die geschäftsführenden Direktoren verantwortlich für die Aufstellung des zusammengefassten Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die geschäftsführenden Direktoren verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines zusammengefassten Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im zusammengefassten Lagebericht erbringen zu können. Der Verwaltungsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der zusammengefasste Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und zusammengefassten Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen. Vermerk über die Prüfung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der Deichmann SE, Essen, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2023, der Konzern- Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Kapitalflussrechnung für den Konzern für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem zusammengefassten Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den zusammengefassten Lagebericht der Deichmann SE für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht zu dienen. Verantwortung der geschäftsführenden Direktoren und des Verwaltungsrats für den Konzernabschluss und den zusammengefassten Lagebericht Die geschäftsführenden Direktoren sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die geschäftsführenden Direktoren verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die geschäftsführenden Direktoren dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die geschäftsführenden Direktoren verantwortlich für die Aufstellung des zusammengefassten Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die geschäftsführenden Direktoren verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines zusammengefassten Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im zusammengefassten Lagebericht erbringen zu können. Der Verwaltungsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der zusammengefasste Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und zusammengefassten Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Düsseldorf, den 15. April 2024 KPMG
AG
Jessen, Wirtschaftsprüfer Keisers, Wirtschaftsprüfer Bericht des Verwaltungsrats der Deichmann SE Der Verwaltungsrat der Deichmann SE hat im Berichtsjahr (d.h. im Geschäftsjahr 2023) die Gesellschaft nach Gesetz und Satzung geleitet, die Grundlinien ihrer Tätigkeit bestimmt und deren Umsetzung überwacht. Er hat sich im Rahmen seiner Sitzungen und durch weitere schriftliche und mündliche Berichte der geschäftsführenden Direktoren eingehend und regelmäßig über die Lage und Entwicklung des Unternehmens, wichtige Geschäftsvorfälle sowie das Risikomanagement informiert. Die geschäftsführenden Direktoren haben den Verwaltungsrat über Vorkommnisse von besonderer Bedeutung auch zwischen den Sitzungen informiert; darüber hinaus führte der Vorsitzende des Verwaltungsrats regelmäßige Informations- und Konsultationsgespräche mit den geschäftsführenden Direktoren im Rahmen ihrer Zuständigkeiten. Der Verwaltungsrat befasste sich u.a. mit dem Jahres- und Konzernabschluss zum 31. Dezember 2023, diversen Personalangelegenheiten und Investitionen sowie der Tagesordnung für die Hauptversammlung 2024. Jahres- und Konzernabschluss Die durch die Hauptversammlung vom 10. Mai 2023 zum Abschlussprüfer bestellte KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, 45133 Essen, hat den durch die geschäftsführenden Direktoren aufgestellten Jahres- und Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2023 geprüft und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Der Abschlussprüfer berichtete dem Verwaltungsrat über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung. Der Verwaltungsrat hat das Prüfungsergebnis zustimmend zur Kenntnis genommen. Nach dem abschließenden Ergebnis seiner eigenen Prüfung waren Einwendungen nicht zu erheben. Der Verwaltungsrat hat den durch die geschäftsführenden Direktoren aufgestellten Jahresabschluss und Konzernabschluss gebilligt. Damit ist der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 der Deichmann SE festgestellt. Die geschäftsführenden Direktoren der Deichmann SE haben bei der Aufstellung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr 2023 bereits folgende Verwendung des Bilanzgewinns i. H. v. EUR 672.617.320,02 (Gewinnvortrag aus dem Vorjahr i. H. v. EUR 623.853.906,72 zuzüglich Jahresüberschuss i. H. v. EUR 48.763.413,30) vorgenommen:
Nach dieser teilweisen Verwendung ergibt sich ein verbleibender Bilanzgewinn der Deichmann SE für das Geschäftsjahr 2023 i. H. v. EUR 669.783.246,02. Der Verwaltungsrat folgt dem Vorschlag der geschäftsführenden Direktoren und schlägt der Hauptversammlung vor, den Bilanzgewinn der Deichmann SE aus dem Geschäftsjahr 2023 (EUR 672.617.320,02) wie folgt zu verwenden:
Essen, den 29. April 2023 Der Verwaltungsrat Heinrich Otto Deichmann Auszug aus der Hauptversammlung der Deichmann SE vom 29. April 2024 Auf Vorschlag des Verwaltungsrates wurde ohne Gegenstimmen und ohne Enthaltungen einstimmig folgender Beschluss gefasst: Der Bilanzgewinn der Deichmann SE für das Geschäftsjahr 2023 i. H. v. EUR 672.617.320,02 (Gewinnvortrag aus dem Vorjahr i. H. v. EUR 623.853.906,72 zuzüglich Jahresüberschuss i. H. v. EUR 48.763.413,30) wird wie folgt verwendet:
Der Vorsitzende stellte den Beschluss fest und verkündete ihn. |
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