Stammdaten

Register
Amtsgericht Bayreuth HRB 4738
Eingetragen
17.9.2008
Branche
Erbringung von LogistikdienstleistungenVermittlungstätigkeiten für die GüterbeförderungPaket- und Expressdienste
Gegenstand
Ist die nationale und internationale Erbringung von logistischen Dienstleistungen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Dieter Kramer
seit 10.7.2017
Prokura
Geschäftsführer
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

Identifizierte Personen (4)

NameAnteil
Marcus Weihermüller
25.00%
25.00%
25.00%

Gesellschafter

4 Gesellschafter

GmbH-Struktur

3 von 4 angezeigt

Marcus Weihermüller
Waldstraße 2, 95448 Bayreuth
100.000 €
25.00%
Hohereuth 25, 95448 Bayreuth
100.000 €
25.00%
Hohereuth 25, 95448 Bayreuth
100.000 €
25.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

MSMD Logistik GmbH

Bayreuth

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

1. Darstellung des Geschäftsverlaufs der Kapitalgesellschaft

Wirtschafts- und Branchenentwicklung

Die Logistikunternehmen konnten in den letzten Jahren eine gute und wachsende Geschäftsentwicklung verzeichnen. Die Nachfrage nach Logistikleistungen hält bislang unverändert an, wobei moderne Logistikkonzepte verstärkt von den Kunden gefordert werden. Es ist noch nicht absehbar, wie sich die Abschwächung der Konjunktur und strukturelle Krisen in bestimmten Wirtschaftszweigen auf die Logistikbranche auswirken wird.

Diesen Herausforderungen konnte sich die MSMD Logistik GmbH, Bayreuth, von Anfang an stellen, nachdem sie nach Fertigstellung und Inbetriebnahme eines vollautomatischen Hochregallagers für verschiedene Behälter und Palettengrößen seit dem Geschäftsjahr 2010 über eine der modernsten Logistikanlagen in Oberfranken verfügt, welche immer wieder erweitert und auf den neuesten Stand gehalten wurde und wird.

Neben den Folgewirkungen der SARS-CoV-2-Pandemie verbunden mit der Corona-Krise, die die Vorjahre beeinflusst hatte, erhöhen sich die Risiken durch die kriegerische Auseinandersetzung zwischen Russland und der Ukraine, die ebenfalls durch die geopolitischen Folgen zu Engpässen bei der Verfügbarkeit von Rohstoffen und Komponenten führt wie auch durch stark gestiegene Preise infolge höherer Energie- und anderer Kosten.

Neben negativen Abhängigkeiten im Welthandel haben sich, sicher ausgelöst durch obige geopolitische Entwicklungen, bei der MSMD Logistik GmbH auch die Folgen eines im August 2022 erfolgten Cyberangriffs auf den Hauptkunden indirekt auf das Logistikunternehmen ausgewirkt.

Absatz- und Umsatzentwicklung des Unternehmens

Im Umfeld dieser Ausgangsbedingungen erzielte die MSMD Logistik GmbH, Bayreuth, im Geschäftsjahr 2023 ein zum Vorjahr verbessertes Rohergebnis nach § 276 Satz 1 HGB in Höhe von T-EUR 18.077 (Vj. T-EUR 17.208).

Das Geschäftsjahr 2022 war dabei besonders durch einen Produktionsstillstand von drei Wochen beim Hauptkunden in Folge des umfassenden Cyber-Angriffs beeinflusst. Im Geschäftsjahr 2023 erreichten die Abrufe des Hauptkunden wieder das erwartbare Niveau.

Der in 2023 leicht gestiegene Umsatz wurde neben Mengeneffekten größtenteils durch höhere Preise und damit im Zusammenhang höhere leistungsbezogene Aufwendungen begleitet. Infolgedessen konnte mit einem Betriebsergebnis 2023 von T-EUR 846 (Vj. T-EUR 869) nahezu konstant abgeschlossen werden.

Auftragsentwicklung

Die MSMD Logistik GmbH disponiert und verwaltet nunmehr neben ihren Logistikdienstleistungen vor Ort in Bayreuth auch die Lager der ausländischen Niederlassungen des Hauptkunden.

Abgesehen vom zwangsläufigen Rückgang in der Auftragsentwicklung aufgrund des Cyber-Angriffs beim Hauptkunden, konnte an die bereits im Vorjahr erholte Auftragsentwickung angeknüpft werden, so dass das Niveau vor der Pandemie wieder konstant erreicht wurde.

Es kann derzeit noch nicht abschließend beurteilt werden, welche weiteren Auswirkungen die multiplen Krisen auf die Entwicklung des Hauptkunden und damit auch auf unser Logistikunternehmen haben werden.

Es muss aber davon ausgegangen werden muss, dass es negative Auswirkungen geben wird.

Im Übrigen soll aber die Auftragsplanung für das Geschäftsjahr 2024 an die positive Entwicklung der Vorjahre orientiert sein.

Investitionen

Ein Erweiterungs-Neubau wurde im Geschäftsjahr 2016 begonnen und in 2017 teilweise zum Abschluss gebracht. Die vollständige Fertigstellung wurde im Geschäftsjahr 2019 realisiert. Neben zusätzlichen Raumkapazitäten hat auch umfangreiche, neuesten Anforderungen entsprechende Lagertechnik in das bestehende Logistikzentrum Eingang gefunden. Es wurde eine Erweiterung der Behälter- und Palettenlager sowie der Logistik-Software durchgeführt, um das künftige Wachstum des Hauptkunden für die nächsten Jahre zu unterstützen.

In 2012 bis 2015 hingegen fokussierten sich die Investitionen auf effizienzsteigernde Maßnahmen im Betriebsablauf. Durch das Wachstum des Hauptkunden war eine entsprechende Erweiterung umzusetzen, um das damit verbundene größere Volumen für In- und Ausland mit erweiterten Logistikkapazitäten abwickeln zu können. Sie wurde in 2019 abgeschlossen.

In den Geschäftsjahren 2020 bis 2023 galten die Investitionen wieder effizienzsteigernden Maßnahmen im Betriebsablauf.

Die Investitionen in das Anlagevermögen betrugen in 2023 T-EUR 595. Diesen stand ein planmäßiger Werteverzehr in Höhe von T-EUR 2.054 gegenüber, nachdem die MSMD Logistik GmbH in den Jahren 2008 bis 2019 in den Neubau und in die Inbetriebnahme eines hochmodernen, vollautomatischen Logistikzentrums sowie dessen Erweiterung investiert hat.

Finanzierung

Die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft konnte im Geschäftsjahr 2023 ausschließlich aus eigenen liquiden Mitteln finanziert werden. Das Anlagevermögen, insbesondere das Logistikzentrum, ist ausschließlich mit Eigenkapital finanziert.

Zur Vermeidung bzw. Optimierung der von den Banken erhobenen Geldverwahrkosten schloss man sich bereits einem Cash-Pooling-System an. Nunmehr konnten im Geschäftsjahr 2023 bereits nennenswerte Zinserträge vereinnahmt werden.

Mitarbeiter

Die Gesellschaft beschäftigte in 2023 durchschnittlich 111 gewerbliche Mitarbeiter, 13 Angestellte und 2 Auszubildende. Die Mitarbeiterzahl betrug damit im Durchschnitt 126.

2. Darstellung der Lage der Kapitalgesellschaft

Vermögenslage

Die Bilanzsumme hat sich zum 31.12.2023 mit T-EUR 28.975 um T-EUR 551 oder 1,9 % erhöht, was vor allem durch den Aufbau der Forderung aus Cash-Pooling bedingt ist.

Dabei hat sich das Anlagevermögen um T-EUR 1.459 vermindert, nachdem den Zugängen bzw. Investitionen von T-EUR 595 Abschreibungen von T-EUR 2.054 gegenüberstanden.

Der Forderungsbestand ohne Cash-Pooling blieb im Vergleich zum Vorjahr nahezu konstant bei T-EUR 1.665 (Vj. T-EUR 1.652).

Durch die Teilnahme an dem Cash-Pooling waren Flüssige Mittel zum Bilanzstichtag nicht vorhanden.

Das mit mit einem nahestehenden Unternehmen durchgeführte Cash-Pooling diente bei Einrichtung der Optimierung von Geldverwahrkosten, die die Banken forderten. Nunmehr werden damit nennenswerte Zinserträge erzielt.

Mittlerweile und entgegen dem Ausweis im Vorjahr erfolgt der Ausweis der Forderung aus Cash-Pooling nunmehr nicht mehr unter dem Bilanzposten "Forderungen aus Lieferungen und Leistungen" sondern unter "Sonstige Vermögensgegenstände". Die Forderung aus Cash-Pooling beläuft sich zum 31.12.2023 auf T-EUR 11.153.

Die Höhe der Forderung aus dem Cash-Pooling ist durch einen positiven Cash-Flow in Höhe von T-EUR 2.849 beeinflusst.

Aufgrund der Gewinnthesaurierung und dem gestiegenen Jahresüberschuss stieg das Eigenkapital auf einen Betrag von T-EUR 25.711 oder 88,7 % der Bilanzsumme. Eine weitere Verbesserung der Eigenkapitalquote ist beabsichtigt.

Die kurzfristigen Verbindlichkeiten betrugen zum 31.12.2023 T-EUR 1.718.

Das Anlagevermögen zum 31.12.2023 mit Restbuchwerten von T-EUR 15.575 war zu diesem Stichtag vollständig durch das Eigenkapital gedeckt und somit langfristig finanziert.

Die kurzfristigen Verbindlichkeiten machen 5,9 % (Vj. 7,0 %) der Bilanzsumme aus. Es ist geplant, die kurzfristigen Verbindlichkeiten zurückzuführen.

In den Sonstigen Rückstellungen von T-EUR 418 sind Vorsorgebeiträge enthalten sowie alle erkennbaren Risiken abgedeckt.

Finanzlage

Durch die Teilnahme an dem Cash-Pooling waren Flüssige Mittel zum Bilanzstichtag nicht vorhanden.

Das finanzielle Gleichgewicht war in 2023 zu jeder Zeit gegeben.

Mit dem in 2023 erzielten Cash-Flow von T-EUR 2.849 konnten die überschaubaren Liquiditätsabflüsse für die Neuinvestitionen jederzeit getätigt werden.

Ertragslage

Das Rohergebnis nach § 276 Satz 1 HGB konnte in 2023 mit T-EUR 18.077 (Vj. T-EUR 17.208) im Anschluss an die Überwindung der deutlichen Rückgänge aufgrund der SARS-CoV-2-Pandemie gefolgt von der Corona-Krise und geopolitischer Ereignisse wieder stabilisiert werden.

Nachdem das Logistikzentrum in Bayreuth nach seiner Errichtung in 2010 mehrere Erweiterungen erfahren hat und die Betriebsabläufe nunmehr gefestigt und optimiert sind, erscheint die Ertragslage grundsolide aufgestellt zu sein.

Die Personalaufwendungen erhöhten sich bei durchschnittlich 126 Mitarbeitern in 2023 um T-EUR 696 oder 12,9 %. In Relation zur Gesamtleistung erhöhten sie sich mit 33,9 % in 2023 um 2,3 Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahr.

Die planmäßigen Abschreibungen verblieben mit T-EUR 2.054 gegenüber T-EUR 2.266 auf einem leicht sinkenden Niveau. Die Erweiterungsinvestitionen schlugen sich wie erwartet ab dem Geschäftsjahr 2018 deutlich in den Abschreibungen entsprechend nieder.

Im Rahmen der Anpassung an die Feststellungen der steuerlichen Außenprüfung wurde eine längere Nutzungszeit berücksichtigt, wodurch es in 2021 zu Zuschreibungen kam.

Die Betriebsaufwendungen erhöhten sich (T-EUR + 374) insbesondere durch deutlich gestiegene Ausgangsfrachten (T-EUR + 109), während die Verwaltungsaufwendungen auf einem geringen Niveau überwiegend verharrten.

Das Betriebsergebnis verminderte sich dementsprechend mit T-EUR 846 leicht um T-EUR 23 gegenüber dem Vorjahr und schloss prozentual zur Gesamtleistung mit 4,7 % (Vj. 5,1 %) leicht schwächer ab.

Das Finanzergebnis hingegen schloss mit T-EUR 323 (Vj. T-EUR - 27) positiv ab, nachdem nunmehr die Forderungen aus Cash-Pooling verzinst werden. In Vorjahren und beinhaltete es vor allem den Zinsanteil aus der laufenden Zuführung zur Rückstellung für Pensionen.

Mit einem Jahresüberschuss 2023 von T-EUR 795 zu T-EUR 577 in 2022 wurde im Geschäftsjahr 2023 ein verbessertes Ergebnis im Vergleich zum Vorjahr erzielt, nachdem der Hauptkunde seine Abrufe wieder auf das gewohnte Niveau heben konnte.

3. Voraussichtliche Entwicklung der Kapitalgesellschaft mit Hinweisen auf wesentliche Chancen und Risiken

Ausblick, Perspektiven und Chancen

Durch eine Auftragsvergabe unseres Hauptkunden auf weiterhin hohem Niveau, der sich unverändert auf dem medizinischen Hilfsmittelmarkt behauptet und zudem seine Produktpalette laufend verbreitert, planen wir in 2024 zumindest eine Gesamtleistung wie in 2023 erbringen zu können, nachdem bislang den multiplen Krisen erfolgreich begegnet werden konnte. Dies sollte zu einer weiteren Ergebnisverstetigung führen, insbesondere wenn die Abschreibungen auslaufen sollten und nicht erneut in nennenswertem Umfang Investitionen getätigt werden sollten.

Darin schlägt sich unsere Anfangsinvestition in Gestalt des Logistikzentrums als Ausgangsbasis nieder, die derzeit noch durch hohe Abschreibungen belastet ist. Die zusätzliche Erweiterung der Logistikkapazitäten wurde in 2019 vollständig abgeschlossen.

Eine steigende Leistungserbringung können wir mit dem bestehenden Personalbestand leisten, da wir ein vollautomatisches, nach neuesten Standards arbeitendes, Logistikzentrum und hochqualifiziertes Personal mit Logistikerfahrungen einsetzen.

Wir planen daher, in 2024 erneut ein angemessenes positives Jahresergebnis erzielen zu können. Bei stetigen Abschreibungen und aufgrund der vollautomatischen Lagertechnik sollten die Voraussetzungen dafür geschaffen sein, ein Ergebnis von mehr als T-EUR 1.000 erzielen zu können.

Es kann derzeit allerdings weiterhin noch nicht abschließend beurteilt werden, welche Auswirkungen die Vielzahl der Krisen und geopolitischen Ereignisse auf die Weltwirtschaft und insbesondere auf den Hauptkunden haben wird.

Die Risiken bei der MSMD Logistik GmbH, Bayreuth, lassen sich darüberhinaus auf die allgemeinen Unternehmensrisiken reduzieren. Unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage ist dabei durch eine solide Entwicklung seit Bestehen des Unternehmens gekennzeichnet. Unser Bestreben ist darauf gerichtet, diese aufrecht zu erhalten bzw. weiter zu verbessern.

4. Berichterstattung nach § 289 Abs. 2 HGB

Nach Abschluss des Geschäftsjahres 2023 sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten. Wir weisen aber darauf hin, dass sich das Unternehmen im Umfeld der multiplen Krisen - auszugsweise seien Personalmangellage, Energiekrise, Flüchtlingskrise, Bürokratiekrise, Schuldenkrisen diverser Staaten, Lieferkettenproblematik, Inflation, hohe Fremdkapitalzinsen, Naturkatastrophen und Kriege an verschiedensten Orten dieser Welt genannt - in einer ungeahnten Unsicherheitslage befindet. Diese verstärkt sich auch durch den schnellen technologischen Fortschritt und sich verändernde Märkte sowie eine zunehmende Komplexität. Ob sich dadurch mögliche Auswirkungen für das Unternehmen in der Zukunft ergeben können, muss offen bleiben. Bisher ergeben sich daraus keine unmittelbaren Auswirkungen auf die MSMD Logistik GmbH, Bayreuth (Nachtragsbericht).

Nachdem unsere wichtigsten Leistungserbringer und Kunden in Deutschland beheimatet sind, ergeben sich keine nennenswerten Kursrisiken. Derivative Finanzinstrumente hatten wir nicht im Einsatz ( Verwendung von Finanzinstrumenten).

Aus branchenspezifischen Gründen ist über Forschung und Entwicklung nichts zu berichten.

Die Gesellschaft unterhält keine Zweigniederlassungen.

 

Bayreuth, 03.05.2024

gez. Miriam Weihermüller, Geschäftsführerin

gez. Marcus Weihermüller, Geschäftsführer

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 15.575.211,24 17.033.711,39
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 216.249,61 845.432,89
EDV-Software 216.249,61 845.432,89
II. Sachanlagen 15.358.961,63 16.188.278,50
1. Bauten auf fremden Grundstücken 10.847.489,62 11.249.943,37
2. Technische Anlagen und Maschinen 3.523.656,06 4.309.258,20
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 668.315,95 414.629,14
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 319.500,00 214.447,79
B. Umlaufvermögen 13.399.400,22 11.390.182,41
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 13.399.400,22 11.390.182,41
Bilanzsumme, Summe Aktiva 28.974.611,46 28.423.893,80

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 25.710.917,88 24.915.875,31
I. Gezeichnetes Kapital 400.000,00 400.000,00
II. Bilanzgewinn 25.310.917,88 24.515.875,31
1. Gewinnvortrag 24.515.875,31 25.938.999,97
2. Gewinnausschüttung 0,00 -2.000.000,00
3. Jahresüberschuss 795.042,57 576.875,34
B. Rückstellungen 1.963.992,00 1.872.375,00
C. Verbindlichkeiten 1.299.701,58 1.635.643,49
Bilanzsumme, Summe Passiva 28.974.611,46 28.423.893,80

Gewinn- und Verlustrechnung

01.01.2023 - 31.12.2023
EUR
01.01.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 18.076.966,02 17.207.803,73
2. Personalaufwand 6.106.386,35 5.409.871,90
a) Löhne und Gehälter 5.049.972,77 4.411.763,94
b) Soziale Abgaben 1.020.913,20 940.476,42
c) Aufwendungen für Altersversorgung 35.500,38 57.631,54
3. Abschreibungen auf Immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 2.053.646,88 2.266.448,76
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen 9.070.491,45 8.661.652,85
5. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 340.640,68 0,00
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 18.124,00 27.264,00
7. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 1.168.958,02 842.566,22
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -331.918,25 -247.407,32
9. Ergebnis nach Steuern 837.039,77 595.158,90
10. Sonstige Steuern -41.997,20 -18.283,56
11. Jahresüberschuss 795.042,57 576.875,34

Anhang

1. Gesetzliche Grundlagen

Der vorliegende Jahresabschluss der MSMD Logistik GmbH, Bayreuth, wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches (§§ 242 ff. und der §§ 264 ff. HGB) unter Berücksichtigung des Bilanzrichtlinien-Umsetzungsgesetzes (kurz BilRUG) aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbHG und der Gesellschaftsvertrag zu beachten.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Die Gesellschaft erfüllt die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft.

Danach besteht der Jahresabschluss aus einer Bilanz, einer Gewinn- und Verlustrechnung und einem Anhang. Die Rechnungslegung ist um einen Lagebericht zu ergänzen.

Die Gesellschaft ist im Handelsregister des Amtsgerichtes Bayreuth unter HRB 4738 eingetragen.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden (§ 284 Abs. 2 HGB) sind im Rahmen der handelsrechtlichen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung, unter Beachtung ergänzender Vorschriften für Kapitalgesellschaften, ausgeübt.

2.1 Die Immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und das Sachanlagevermögen wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungszeit der Vermögensgegenstände und entsprechend den handelsrechtlichen Vorschriften linear bzw. geometrisch-degressiv vorgenommen.

Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten von bis zu EUR 800,00 werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben.

Die Aufgliederung und die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist in der Anlage zu diesem Anhang dargestellt.

2.2 Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Das strenge Niederstwertprinzip ist beachtet.

2.3 Die Rückstellungen für Pensionen wurden nach § 253 Abs. 1 HGB mit ihrem handelsrechtlichen Erfüllungsbetrag bilanziert. Für weitere Erläuterungen verweisen wir auf Tz. 4.2.

2.4 Die Steuerrückstellungen und Sonstigen Rückstellungen sind nach dem notwendigen Maß vernünftiger kaufmännischer Beurteilung mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt (§ 253 Abs. 1 HGB). Sie berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten.

2.5 Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag bilanziert.

3. Arbeitnehmer

Das Unternehmen beschäftigte im Geschäftsjahr 2023 durchschnittlich 126 (Vj. 114) Mitarbeiter. Davon betreffen 13 kaufmännische Angestellte, 111 gewerbliche Angestellte und Auszubildende.

4. Informationen zum Jahresabschluss

Erläuterungen zur Bilanz

4.1 Sonstige Vermögensgegenstände

Der Bilanzposten beinhaltet in Höhe von T-EUR 11.153 eine Forderung an ein Unternehmen, mit dem man zur Optimierung der Finanzströme gemeinsam Cash-Pooling betreibt. Im Vorjahr wurde dieser Sachverhalt (T-EUR 9.303) unter den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen abgebildet.

Der Bilanzposten beinhaltet zum 31.12.2023 zudem Steuererstattungsansprüche und Forderungen an Krankenkassen.

4.2 Rückstellungen für Pensionen

Der nach dem BilMoG ermittelte Erfüllungsbetrag der Pensionsrückstellungen zum 31.12.2023 beläuft sich auf T-EUR 1.546.

Als Rechnungsgrundlage für die versicherungsmathematischen Barwerte wurden die Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck (Aktiven-/Invalidensterblichkeit) sowie die Projected Unit Credit Methode verwendet. Es wurde ein Gehaltstrend von 2,00 % p. a. sowie ein Rententrend von 7,00 % bzw. 6,00 % alle drei Jahre angesetzt. Es wurde keine Fluktuation berücksichtigt.

Der Rechnungszins beläuft sich per 31.12.2023 auf 1,82 % (Vj. 1,78 %) und entspricht dem durch die Deutsche Bundesbank veröffentlichten Rechnungszinssatz für eine Restlaufzeit von 15 Jahren.

Die laufende Zuführung zu den Pensionsrückstellungen, die im Personalaufwand ausgewiesen ist, beträgt T-EUR 25, der Zinsanteil in Höhe von T-EUR 15 ist unter dem Finanzergebnis ausgewiesen.

Die Berechnung des Erfüllungsbetrages in der Handelsbilanz erfolgt weiterhin auf Basis eines Diskontierungszinses, der monatlich von der Deutschen Bundesbank ermittelt wird. Dabei wird jedoch die Breite des Zeitkorridors für die Durchschnittsbildung der Marktzinsen von 7 auf 10 Jahre erweitert.

So beträgt der verwendete Zinssatz 1,82 % (Vj. 1,78 %) anstatt 1,74 % (Vj. 1,44 %). Nach den bisher verwendeten Zinssätzen hätte die Pensionsrückstellung zum 31.12.2023 T-EUR 1.570 betragen. In Höhe des Differenzbetrages besteht eine Ausschüttungssperre in Höhe von T-EUR 24.

4.3 Verbindlichkeiten

Die bilanzierten Verbindlichkeiten haben ausnahmslos eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

5. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen keine Haftungsverhältnisse.

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen betragen jährlich ca. T-EUR 240.

6. Sonstige Angaben

Gewinnverwendung

Die Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den Bilanzgewinn 2023 in Höhe von EUR 25.310.917,88 (Jahresüberschuss 2023 von EUR 795.042,57 und Gewinnvortrag von EUR 24.515.875,31) auf neue Rechnung vorzutragen.

Finanzinstrumente

Derivative Finanzinstrumente werden nicht eingesetzt

Nachtragsbericht

Nach Abschluss des Geschäftsjahres 2023 sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten. Wir weisen aber darauf hin, dass sich das Unternehmen im Umfeld der multiplen Krisen - auszugsweise seien Personalmangellage, Energiekrise, Flüchtlingskrise, Bürokratiekrise, Schuldenkrisen diverser Staaten, Lieferkettenproblematik, Inflation, hohe Fremdkapitalzinsen, Naturkatastrophen und Kriege an verschiedensten Orten dieser Welt genannt - in einer ungeahnten Unsicherheitslage befindet. Diese verstärkt sich auch durch den schnellen technologischen Fortschritt und sich verändernde Märkte sowie eine zunehmende Komplexität. Ob sich dadurch mögliche Auswirkungen für das Unternehmen in der Zukunft ergeben können, muss offen bleiben. Bisher ergaben sich daraus keine unmittelbaren Auswirkungen auf die MSMD Logistik GmbH, Bayreuth.

Geschäftsführungsorgan

Geschäftsführer sind unverändert:

Frau Miriam Weihermüller, Kommunikationswissenschaftlerin (Magister), Bayreuth

Herr Marcus Weihermüller, Betriebswirt (Master in Management), München

Geschäftsführerbezüge wurden im Geschäftsjahr 2023 nicht entrichtet.

 

Bayreuth, 25.04.2024

gez. Miriam Weihermüller, Geschäftsführerin

gez. Marcus Weihermüller, Geschäftsführer

Entwicklung des Anlagevermögens

Anschaffungs-/ Herstellungskosten
in EUR
01.01.2023 Zugänge Umbuchungen Abgänge 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
EDV - Software 5.043.951,19 97.071,32 0,00 0,00 5.141.022,51
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 5.043.951,19 97.071,32 0,00 0,00 5.141.022,51
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremden Grundstücken 15.104.908,71 17.455,81 36.947,79 0,00 15.159.312,31
2. Technische Anlagen und Maschinen 11.612.127,80 233,66 0,00 0,00 11.612.361,46
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.852.326,28 338.385,94 0,00 51.067,45 2.139.644,77
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 214.447,79 142.000,00 -36.947,79 0,00 319.500,00
Summe Sachanlagen 28.783.810,58 498.075,41 0,00 51.067,45 29.230.818,54
Gesamtsumme Anlagevermögen 33.827.761,77 595.146,73 0,00 51.067,45 34.371.841,05
kumulierte Abschreibungen
in EUR
01.01.2023 Abschreibungen Abgänge 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
EDV - Software 4.198.518,30 72.254,60 0,00 4.924.772,90
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 4.198.518,30 726.254,60 0,00 4.924.772,90
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremden Grundstücken 3.854.965,34 456.857,35 0,00 4.311.822,69
2. Technische Anlagen und Maschinen 7.302.869,60 785.835,80 0,00 8.088.705,40
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.437.697,14 84.699,13 51.067,45 1.471.328,82
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Sachanlagen 12.595.532,08 1.327.392,28 51.067,45 13.871.856,91
Gesamtsumme Anlagevermögen 16.794.050,38 2.053.646,88 51.067,45 18.796.629,81
Buchwerte
in EUR
31.12.2023 31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
EDV - Software 216.249,61 845.432,89
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 216.249,61 845.432,89
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremden Grundstücken 10.847.489,62 11.249.943,37
2. Technische Anlagen und Maschinen 3.523.656,06 4.309.258,20
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 668.315,95 414.629,14
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 319.500,00 214.447,79
Summe Sachanlagen 15.358.961,63 16.188.278,50
Gesamtsumme Anlagevermögen 15.575.211,24 17.033.711,39

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

Zu dem vollständigen Jahresabschluss und Lagebericht (ohne Offenlegungserleichterungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften) haben wir den folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:

An die MSMD Logistik GmbH, Bayreuth

Vermerk über die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichtes

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der MSMD Logistik GmbH, Bayreuth, - bestehend aus Bilanz zum 31.12.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der MSMD Logistik GmbH, Bayreuth, für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der MSMD Logistik GmbH, Bayreuth, zum 31.12.2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichtes geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichtes in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung (GOA) durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichtes" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichtes, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichtes in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichtes

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung (GOA) durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Irrtümern oder dolosen Handlungen resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichtes getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter und unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichtes relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichtes mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch.

• Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen u. a. den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Hirschaid, 08.05.2024

WPT Wirtschaftsprüfung und Treuhand GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. Klaus Sgonina, Wirtschaftsprüfer

Feststellung des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 wurde am 10.05.2024 mit der von der Geschäftsführung vorgeschlagenen Ergebnisverwendung von der Gesellschafterversammlung gebilligt und festgestellt.

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