Waldaschaff Automotive GmbH
Selbe AdresseHerstellung elektrischer und elektronischer Ausrüstungsgegenstände für Kraftwagen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Memet Inal Inan seit 22.4.2025 | Prokura |
Sedat Levent seit 22.4.2025 | Prokura |
Klaus Steigerwald seit 12.12.2024 | Prokura |
Thomas Stroh seit 28.5.2024 | Prokura |
Heiko Kalthoff seit 28.5.2024 | Prokura |
Xing Wang seit 28.5.2024 | Prokura |
Yingkun Zhang seit 28.5.2024 | Prokura |
Hongxing Shi seit 14.2.2023 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Lingyun Industrial Corporation Limited | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Waldaschaff Automotive GmbHWaldaschaffKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2020 bis zum 31.12.2020Konzernbilanz zum 31. Dezember 2020Aktiva
Passiva
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar 2020 bis 31. Dezember 2020
Konzernanhang für das Geschäftsjahr 20201. Allgemeine Angaben Die Waldaschaff Automotive GmbH stellt zum 31. Dezember 2020 den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen auf, dieser umfasst das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2020. Der Konzernabschluss wird im Bundesanzeiger offengelegt. Der Konzernabschluss der Waldaschaff Automotive GmbH wird in den Konzernabschluss der North Lingyun Industrial Group Co., LTD einbezogen. Die North Lingyun Industrial Group Co., LTD stellt den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen auf. Der Konzernabschluss wird auf der Website Sina offengelegt. Die Waldaschaff Automotive GmbH hat ihren Sitz in Waldaschaff und ist im Handelsregister des Amtsgerichtes Aschaffenburg unter der Nr. HRB 7351 eingetragen. Die in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften haben konzerneinheitlich nach handelsrechtlichen Vorschriften bilanziert und bewertet. Neben den Vorschriften der HGB werden auch die Vorschriften der GmbHG beachtet. Die Gliederung der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfolgte gemäß § 275 Abs. 2 HGB nach dem Gesamtkostenverfahren. Der Konzernabschluss ist in EUR aufgestellt. Die Erstellung des Konzernabschlusses erfolgt unter Annahme der Unternehmensfortführung (§§ 298 i.V.m. 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB). 2. Konsolidierungskreis In den Konzernabschluss der Waldaschaff Automotive GmbH werden alle Unternehmen einbezogen, an denen die Waldaschaff Automotive GmbH unmittelbar oder mittelbar eine der Kapitalbeteiligung entsprechende Mehrheit der Stimmrechte hält. In den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2020 der Waldaschaff Automotive GmbH werden folgende Konzernunternehmen nach der Methode der Vollkonsolidierung einbezogen:
3. Konsolidierungsgrundsätze Bei allen in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen entspricht der Stichtag des Einzelabschlusses dem Stichtag des Konzernabschlusses. Die Konzerngesellschaften wurden grundsätzlich mit ihrem für den Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2020 für Konsolidierungszwecke erstellten Abschluss in den Konzernabschluss einbezogen. Währungsumrechnung Die Bilanz der ausländischen Tochter, deren funktionale Währung nicht Euro ist, werden zum Stichtagskurs, die Gewinn- und Verlustrechnung mit Jahresdurchschnittskursen in Euro umgerechnet. Umrechnungsdifferenzen aus der Währungsumrechnung werden bis zum Abgang des Tochterunternehmens ergebnisneutral im Unterschiedsbetrag aus Währungsumrechnung im Eigenkapital erfasst. Kapitalkonsolidierung Der Konzern wendet bei der Kapitalkonsolidierung die Neubewertungsmethode gemäß § 301 Abs. 1 Satz 2 HGB an. Im Rahmen der Kapitalkonsolidierung aufzudeckende stille Reserven waren nicht vorhanden. Unterschiedsbeträge haben sich keine ergeben. Schuldenkonsolidierung Alle zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen bestehenden Ausleihungen und andere Forderungen, Rückstellungen und Verbindlichkeiten sind eliminiert worden. Eliminierung von Zwischenergebnissen Zwischenergebnisse aus Veräußerungen von Gegenständen des Sachanlagevermögens innerhalb des Konzerns werden, wenn sie wesentlich sind, eliminiert. Soweit das in den Konzernabschluss zu übernehmende Vorratsvermögen aus Lieferungen und Leistungen von einbezogenen Konzernunternehmen stammt, wird es mit den Konzernherstellungskosten bewertet. Die sich dabei ergebenden Zwischenergebnisse werden grundsätzlich eliminiert. Auf die Ergebnisse der Zwischengewinneliminierung werden latente Steuern gebildet. Konsolidierungsmaßnahmen in der Gewinn- und Verlustrechnung In der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung sind sowohl die Umsatzerlöse als auch die anderen Erträge aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr zwischen einbezogenen Unternehmen mit den auf sie entfallenden Aufwendungen verrechnet. 4. Währungsumrechnung Die in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen haben mit Ausnahme der Waldaschaff Automotive Mexico als Transaktionswährung den Euro. Die Umrechnung der Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung der Waldaschaff Automotive Mexico erfolgte gemäß § 308a HGB. Die Eigenkapitaldifferenz aus der Währungsumrechnung beläuft sich auf TEUR - 493 (i.Vj.TEUR-188). Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände/Verbindlichkeiten werden im Zugangszeitpunkt mit dem maßgebenden Briefkurs/Geldkurs und zum Bilanzstichtag zum niedrigeren Stichtagskurs (Vermögensgegenstände) oder zum höheren Stichtagskurs (Verbindlichkeiten) umgerechnet. Bei Vermögensgegenständen/ Schulden mit einer Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger erfolgt die Folgebewertung zum Bilanzstichtag zum Devisenkassamittelkurs. 5. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Immaterielle Vermögensgegenstände sind mit den Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, bewertet. Sachanlagen werden mit den Anschaffungs- und Herstellungskosten, vermindert um planmäßige (pro rata temporis) lineare Abschreibungen, angesetzt. Bei der Festsetzung der Nutzungsdauern werden die betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern zugrunde gelegt.
Soweit der nach vorstehenden Grundsätzen ermittelte Wert von Gegenständen des Anlagevermögens über dem Wert liegt, der ihnen am Abschluss-Stichtag beizulegen ist, wird dem durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen, soweit die Wertminderung dauerhaft ist. Wenn die Gründe für in Vorjahren vorgenommene Abschreibungen nicht mehr bestehen, wird eine Wertaufholung vorgenommen. Die Herstellungskosten umfassen neben Material- und Fertigungseinzelkosten auch angemessene Teile der Gemeinkosten der ausführenden Abteilungen. Wirtschaftsgüter, deren Nettoanschaffungswert zwischen EUR 250,01 und EUR 1.000,00 liegt, die beweglich, abnutzbar und selbständig nutzbar sind, werden zu einem Sammelposten zusammengefasst und linear über fünf Jahre abgeschrieben. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit einem Nettoanschaffungswert bis zu EUR 250,00 werden im Jahr des Zuganges direkt als Aufwand erfasst. Unter den Finanzanlagen werden Anteile an nicht vollkonsolidierten verbundenen Unternehmen ausgewiesen. Die Anteile werden zu Anschaffungskosten angesetzt, sofern keine außerplanmäßigen Abschreibungen wegen voraussichtlich dauernder Wertminderung erforderlich sind. Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgt zu Anschaffungskosten unter Anwendung des gleitenden Durchschnitts. Soweit notwendig werden Wertberichtigungen auf die niedrigeren Wiederbeschaffungskosten sowie wegen Ungängigkeit und überhöhter Lagerbestände vorgenommen. Die Wertberichtigungen wegen Ungängigkeit erfolgen in Abhängigkeit vom Ende der zugehörigen Serienproduktion. Die unfertigen Erzeugnisse und Leistungen werden mit den Herstellungskosten bewertet und betreffen überwiegend Konstruktions- und Entwicklungsleistungen für Kundenprojekte. Die Herstellungskosten umfassen neben Material- und Fertigungseinzelkosten auch angemessene Teile der Gemeinkosten der ausführenden Abteilungen. Konstruktions- und Entwicklungsleistungen für Serienaufträge werden aktiviert und nach Serienstart planmäßig als Aufwand erfasst. Die unfertigen Erzeugnisse umfassen auch den Werteverzehr des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst ist. Die fertigen Erzeugnisse betreffen die Serienerzeugnisse und werden zu Herstellungskosten bewertet. Die Herstellungskosten umfassen Materialeinzel- und Materialgemeinkosten sowie die Fertigungseinzel- und Fertigungsgemeinkosten und den Werteverzehr des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst ist. In die Herstellungskosten werden keine Zinsen für Fremdkapital einbezogen. Für die fertigen und unfertigen Erzeugnisse sowie Leistungen erfolgen Wertberichtigungen für Ungängigkeit und überhöhte Lagerbestände entsprechend dem Ende der Serienproduktion. Zur verlustfreien Bewertung werden die zu erwartenden Erlöse abzüglich noch entstehender Kosten als Wertobergrenze der Bewertung zugrunde gelegt. Die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen werden von den Vorräten offen abgesetzt. Die Bewertung erfolgt zum Nennwert. Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände sowie geleistete Anzahlungen sind zum Nennwert unter Abzug gebotener Wertberichtigungen angesetzt. Die liquiden Mittel werden mit dem Nominalbetrag angesetzt. Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Abschluss-Stichtag ausgewiesen, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Das Eigenkapital wurde gemäß § 272 HGB bilanziert. Das gezeichnete Kapital ist voll eingezahlt und zum Nennbetrag angesetzt. Der Wertansatz der sonstigen Rückstellungen berücksichtigt alle erkennbaren Risiken auf der Grundlage vernünftiger kaufmännischer Beurteilung. Die Rückstellungen sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden und von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz abgezinst. Sofern einschlägig werden Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt. Die Rückstellung für Altersteilzeit berücksichtigt alle vertraglich vereinbarten Altersteilzeitfälle. Potenzielle Altersteilzeitfälle, d. h. Fälle, bei denen noch keine schriftliche Vereinbarung unterzeichnet ist, die jedoch die formellen Voraussetzungen für die Inanspruchnahme erfüllen können, sind mit der maximalen Anzahl von 2 Verträgen in jedem Jahr bis zum 31. Dezember 2022 gemäß dem Tarifvertrag in der Rückstellung enthalten. Ansprüche der Mitarbeiter auf Altersteilzeit nach dem Gültigkeitsdatum des derzeit gültigen Tarifvertrages (31. Dezember 2022) wurden nicht berücksichtigt. Der Aufstockungsbetrag wurde entsprechend seines Abfindungscharakters in voller Höhe zurückgestellt. Der Barwert wird im Geschäftsjahr mit einem Zinssatz von 0,47 % gemäß der mittleren durchschnittlichen Laufzeit aller Altersteilzeitverträge unter Anwendung der Vorgaben der RückAbzinsVO berechnet. Der Bewertung werden ein Gehaltstrend und eine BBG-Dynamik von 2,5 % p. a. zugrunde gelegt. Des Weiteren finden die Richttafeln 2018 G von Klaus Heubeck Anwendung. Der Effekt aus der Zinssatzänderung wird im operativen Ergebnis erfasst. Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag passiviert. Als verbundene Unternehmen werden alle Gesellschaften angesehen, die in den Konzernabschluss der chinesischen North Lingyun Industrial Group Co,. LTD einbezogen werden. Die North Lingyun Industrial Group Co,. LTD stellt den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen auf. Steuern Das Wahlrecht zur Aktivierung latenter Steueransprüche, die sich nach Verrechnung mit passiven latenten Steuern ergeben, wird in den Jahresabschlüssen entsprechend des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht ausgeübt. Die nicht bilanzierten Steuerentlastungsbeträge beruhen auf Abweichungen der Handelsbilanz von der Steuerbilanz im Bilanzposten "sonstige Rückstellungen". Abweichungen zwischen Handels- und Steuerbilanz, mit der Folge aktiver latenter Steuern, ergeben sich im Wesentlichen aufgrund der in der Handelsbilanz gebildeten Rückstellung für Aufstockungsbeträge aus Altersteilzeitverpflichtungen sowie der Bemessung der Urlaubs- und Gleitzeitrückstellungen unter Verwendung der tatsächlichen Arbeitstage (Handelsbilanz) bzw. regulären Arbeitstage (Steuerbilanz) sowie lediglich in der Handelsbilanz auszuweisender Drohverlustrückstellungen. Die latenten Steuern auf Konsolidierungseffekte werden saldiert dargestellt. Die Differenzen zwischen der Handels- und Steuerbilanz wurden mit einem kombinierten Ertragssteuersatz von 30 % bewertet. 6. Angaben zur Bilanz Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens ist aus dem dem Konzernanhang als Anlage beigefügten Konzernanlagenspiegel ersichtlich. Die Anteile an verbundenen Unternehmen betreffen einen Anteil von 10,57 % an der Shenyang Lingyun Waldaschaff Automotive Industry Technology Co., Ltd, Shengyang City/China.
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Alle Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen wie im Vorjahr in voller Höhe Lieferungen und Leistungen. Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten umfasst Lizenz- und Wartungsgebühren. Eigenkapital Das gezeichnete Kapital der Waldaschaff Automotive GmbH beträgt TEUR 124.500. Mit Gesellschafterbeschluss vom 05. Februar 2020 hat die Lingyun Industrial Corporation Limited, Zhuozhou City/China, das Stammkapital von EUR 109,5 Mio. um 15,0 Mio. auf 124,5 Mio. erhöht. Darüber hinaus wurde zum 17. März 2020 und 21. Mai 2020 über die Gesellschafterversammlungen die Erhöhung der Kapitalrücklage von EUR 25,6 Mio. um EUR 35,0 Mio. auf EUR 60,6 Mio. beschlossen. Zur weiteren Sicherung der Fortführung der Unternehmenstätigkeit hat die Lingyun Industrial Corporation Limited am 31. Dezember 2020 die bestehende Patronatserklärung sowie die Rangrücktrittserklärung bis zum 31. Dezember 2022 verlängert. Danach verpflichtet sich die Lingyun Industrial Corporation Limited, die Waldaschaff Automotive GmbH in den nächsten 24 Monaten so mit Kapital auszustatten, dass die Waldaschaff Automotive GmbH in der Lage ist, alle gegenwärtigen und zukünftigen Verpflichtungen aus dem gewöhnlichen Geschäftsbetrieb zu erfüllen. Darüber hinaus verpflichtet sich die Lingyun Industrial Corporation Limited ausdrücklich, die Liquidation oder Insolvenz der Waldaschaff Automotive GmbH zu verhindern. Zudem verpflichtet sich die Lingyun Industrial Corporation Limited, bezüglich ihrer gegenwärtigen und zukünftigen Forderungen, im Rang hinter alle Gläubiger der Waldaschaff Automotive GmbH in der Weise zurückzutreten, dass die Forderungen erst nach vollständiger Befriedigung sämtlicher Forderungen der Drittgläubiger berücksichtigt werden. Zum Bilanzstichtag bestanden keine Verbindlichkeiten gegenüber Lingyun Industrial Corporation Limited. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen beinhalten:
Für die Erzeugnisse wurden Produktkalkulationen über den jeweiligen Lebenszyklus durchgeführt und eine Rückstellung für drohende Verluste aus Absatzgeschäften in Höhe von TEUR 374 ermittelt. In diese Kalkulation sind zahlreiche Parameter eingeflossen. Hierzu zählen insbesondere die voraussichtlichen Absatzpreise und die prognostizierten Absatzmengen über die Laufzeit der Rahmenvertragsvereinbarungen mit den Kunden. Es wurden zum Stichtag geltende Preise für ein Durchschnittserzeugnis herangezogen und die Verkaufspreisreduzierungen aufgrund der Rahmenvertragsvereinbarungen berücksichtigt. Die Absatzmengen wurden prognostiziert, da mit den Kunden häufig nur Rahmenvereinbarungen getroffen werden und die Prognosen für die einzelnen Erzeugnisse auf Basis von Schätzungen bisheriger Erfahrungswerte beruhen. Die Rückstellungen für Personal umfassen im Wesentlichen Urlaubs- und Gleitzeitansprüche der Mitarbeiter und Restrukturierungsrückstellungen. Die Verpflichtungen aus der Altersteilzeit in Höhe TEUR 1.491 sind gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB mit Deckungsvermögen in Form von Bankguthaben in Höhe von TEUR 485 saldiert. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten gliedern sich wie folgt:
Es bestehen keine Sicherheiten oder Pfandrechte auf die Verbindlichkeiten. 7. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse Aufgliederung der Umsatzerlöse nach Regionen:
Aufgliederung der Umsatzerlöse nach Produkten:
Sonstige betriebliche Erträge und sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 481. Dabei handelt es sich im Wesentlichen um Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 27. Die sich aus der Währungsumrechnung nach § 256a HGB ergebenden Währungsdifferenzen zum 31. Dezember 2020 werden als sonstige betriebliche Erträge bzw. Aufwendungen berücksichtigt. Die Erträge aus der Währungsumrechnung betragen TEUR 309 (i. Vj. TEUR 2.598). Die Aufwendungen aus der Währungsumrechnung belaufen sich auf TEUR 381 (i. Vj. TEUR 2.058). 8. Sonstige Angaben Kapitalflussrechnung Die Finanzmittelfonds beinhaltet Kassenbestände und Bankguthaben. Im Geschäftsjahr 2020 wurden Zinsen in Höhe von TEUR 1.345 (i. Vj. TEUR 3.388) gezahlt. Die Zahlungen für Investitionen lagen bei TEUR 45.747 (i. Vj. TEUR 24.440). Sonstige finanzielle Verpflichtungen/Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte Der Konzern hat Miet- und Leasingverträge im Wesentlichen für Geschäftsgebäude sowie für Fahrzeuge abgeschlossen. Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen hieraus gliedert sich wie folgt:
Daneben besteht ein Bestellobligo für zum Bilanzstichtag eingegangene Einkaufsverpflichtungen für Werkzeuge und Investitionen in Höhe von TEUR 43.552. Die nicht in der Bilanz enthaltenen Geschäfte betreffen im Wesentlichen die oben enthaltenen Verpflichtungen aus Mietaufwendungen in Höhe von TEUR 31.066. Die Gestaltung hat sich positiv auf die Darstellung der Vermögenslage ausgewirkt. Risiken aus dieser Gestaltung sind nicht erkennbar. Haftungsverhältnisse Es bestehen keine Haftungsverhältnisse. Arbeitnehmer Durchschnittliche Anzahl der Arbeitnehmer im Geschäftsjahr:
Mitglieder der Geschäftsführung Die Geschäftsführung der Waldaschaff Automotive GmbH setzt sich wie folgt zusammen:
Gemäß §§ 314 Abs. 3 Satz 2 i.V.m. 286 Abs. 4 HGB wird auf die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung verzichtet. Befreiungsvorschrift des § 264 Abs. 3 HGB Die WA production GmbH macht von der Befreiungsvorschrift des § 264 Abs. 3 HGB für Tochterunternehmen in der Rechtsform einer Kapitalgesellschaft dahingehend Gebrauch, dass kein Anhang und kein Lagebericht erstellt werden und keine Offenlegung erfolgt. Abschlussprüferhonorar Die Vergütung des Abschlussprüfers beträgt TEUR 44 für Abschlussprüfungsleistungen sowie TEUR 29 für sonstige Leistungen. Ergebnisverwendung Das Geschäftsjahr 2020 der Waldaschaff Automotive GmbH schließt mit einem Jahresfehlbetrag in Höhe von EUR 23.241.564,95 ab. Die Geschäftsführung der Muttergesellschaft schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den Verlust des Geschäftsjahres 2020 auf neue Rechnung vorzutragen. Ereignisse nach dem Abschluss-Stichtag Mit Gesellschafterbeschluss vom 1. Februar 2021 hat die Lingyun Industrial Corporation Limited, Zhuozhou City/China, die Erhöhung der Kapitalrücklage von EUR 60,6 Mio. um EUR 20 Mio. auf EUR 80,6 Mio. beschlossen. Des Weiteren konnte die Waldaschaff Automotive GmbH einen Vertragsabschluss sowie auch einen rückwirkenden Preisabschluss bei ihrem Kunden gewinnen. Darüber hinaus trifft die Halbleiterkrise auch die Waldaschaff Automotive GmbH. Die deutliche Verknappung von Halbleiterkapazitäten sorgt weltweit für Engpässe in der Produktion und zwingt diverse OEM's zu Produktionsstopps, demzufolge auch die Waldaschaff Automotive GmbH. Auch im zweiten Jahr der Corona-Pandemie ist die Gesundheitskrise noch nicht überwunden. Auch wenn sich die Automobilindustrie langsam von der Coronakrise erholt, kann man abschließend nicht beurteilen, ob eine vierte Corona-Welle kommen wird und dies Auswirkungen auf die Waldaschaff Automotive GmbH hat. Welche Auswirkungen dies auf die Lage der Waldaschaff Automotive GmbH und des Konzerns hat kann abschließend noch nicht gesagt werden, im Rahmen des Prognoseberichtes im zusammengefassten Lagebericht werden jedoch mögliche Effekte dargestellt.
Waldaschaff, den 29. Juli 2021 gez. Horst Bardehle gez. Sven Röder Konzernanlagenspiegel für die Zeitraum von 01.01.2020 bis zum 31.12.2020
Konzern-Eigenkapitalspiegel für die Zeit vom 1. Januar 2020 bis 31. Dezember 2020
Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2020
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Waldaschaff Automotive GmbH, Waldaschaff PRÜFUNGSURTEILE Wir haben den Konzernabschluss der Waldaschaff Automotive GmbH, Waldaschaff, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2020, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2020 bis zum 31. Dezember 2020 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den zusammengefassten Lagebericht der Waldaschaff Automotive GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2020 bis zum 31. Dezember 2020 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts geführt hat. GRUNDLAGE FÜR DIE PRÜFUNGSURTEILE Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES KONZERNABSCHLUSSES UND DES ZUSAMMENGEFASSTEN LAGEBERICHTS" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht zu dienen. VERANTWORTUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER FÜR DEN KONZERNABSCHLUSS UND DEN ZUSAMMENGEFASSTEN LAGEBERICHT Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des zusammengefassten Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines zusammengefassten Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im zusammengefassten Lagebericht erbringen zu können. VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES KONZERNABSCHLUSSES UND DES ZUSAMMENGEFASSTEN LAGEBERICHTS Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der zusammengefasste Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und zusammengefassten Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Essen, 5. August 2021 BDO
AG
gez. Fritz, Wirtschaftsprüfer gez. Linnenbäumer, Wirtschaftsprüferin Zusammengefasster Lagebericht für das Geschäftsjahr 2020A. Grundlagen Die Waldaschaff Automotive GmbH mit Sitz in Waldaschaff, im Folgenden auch WAG, stellt zum 31. Dezember 2020 einen Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen des Lingyun-Konzerns auf. Die WAG gehört zur chinesischen North Lingyun Industrial Group Co, LTD. Innerhalb des Lingyun-Konzerns bildet die WAG mit ihren Tochtergesellschaften einen eigenen Konzernkreis, im Folgenden auch WA-Gruppe oder Gruppe genannt. Die WA-Gruppe wird in den Konzernabschluss des Lingyun-Konzerns einbezogen. Die WA-Gruppe produziert, vertreibt und entwickelt Strukturbauteile für die Automobilhersteller, was auch die Erstellung und den Verkauf von Prototypen beinhaltet. Mit Gesellschafterbeschluss vom 30. Dezember 2016 erfolgte die Übertragung eines Teilbetriebs der Waldaschaff Automotive GmbH auf die Tochtergesellschaft WA production GmbH, Waldaschaff, wodurch der Konzern entstanden ist. Die Übertragung erfolgte mit Wirkung zum 1. Januar 2017. Die WA production GmbH ist am Standort Waldaschaff ansässig und hat im Verlauf des Jahres 2017 einen zweiten Produktionsstandort in Esselbach eröffnet. Im Produktportfolio steht vor allem der Leichtbau im Fokus, weshalb im Wesentlichen Aluminium und hochfester Stahl verarbeitet wird. Hinzugekommen ist die Ausrichtung auf Komponenten und Baugruppen für Elektrofahrzeuge. Als langjähriger Partner der Automobilhersteller hat sich die WA-Gruppe als verlässlicher und kompetenter Entwicklungspartner etabliert. Die Gruppe bedient mit ihren Produkten im Wesentlichen die Automotive OEM (die VW-Marken, BMW, Ford und Daimler Benz) als First-Tier Lieferant. Derzeit werden die Produkte zu über 95% an Kunden bzw. deren Werke innerhalb Europas geliefert. Innerhalb der bisher fast ausschließlich in China operativ tätigen Lingyun Gruppe ist die WA- Gruppe für die internationale Expansion außerhalb Asiens verantwortlich. Zunächst wird aktiv an der Ausweitung des Geschäfts auf dem amerikanischen Kontinent gearbeitet. Im Geschäftsjahr 2017 erfolgte die Gründung der Waldaschaff Automotive Mexico S. DE R. L. DE C. V., Leon, Guanajuato/Mexiko, im Folgenden WA Mexiko, an der die WAG und die WA production GmbH zusammen einen Anteil von 100 % halten. Diese Konzerngesellschaft hat ebenfalls im Jahr 2017 den Geschäftsbetrieb aufgenommen und erwirtschaftete 2020 Umsätze in der Serienproduktion, welche über dem Budget 2020 lagen. B. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Die WA-Gruppe ist ein Entwicklungslieferant für Karosseriekomponenten und -strukturen und ist dementsprechend abhängig von den Produktions- und Absatzvolumina der Automobilhersteller. Der für die Gruppe wichtigste Automobilmarkt in Europa verzeichnete einen Rückgang von 24% gegenüber dem Vorjahresniveau. In China gab es einen Volumenrückgang von 6% gegenüber dem Vorjahr. Das Niveau war dort aber weiterhin sehr hoch. Die Entwicklung der Gruppe ist jedoch primär von der Unternehmens- und Modellpolitik ihrer Kunden beeinflusst, die sich auf die Absatzentwicklung der für die WA-Gruppe wichtigen Modelle auswirkt. Darüber hinaus wirken sich übergeordnete Themen der Automotive-Branche wie die geforderte CO2-Reduktion, Rückgang des Anteils der Verbrennungsmotoren zugunsten von Elektrofahrzeugen und die Problematik der Dieselabgastechnik mit Unregelmäßigkeiten bei Softwareeinsatz und drohenden Fahrverboten auf die Geschäftstätigkeit der WAG und somit auch der Gruppe aus. Der Trend zur E-Mobilität wirkte sich positiv auf die mittelfristige Auftragslage der Gesellschaft und der Gruppe aus. 2. Geschäftsverlauf der Gruppe Die WA-Gruppe steuert ihre operative Geschäftstätigkeit vorrangig anhand der finanziellen Leistungsindikatoren Umsatz und operatives Ergebnis 1. Die WA-Gruppe konnte in 2020 die prognostizierte Umsatzerhöhung um 3% übertreffen. Es hat sich gegenüber 2019 ein Anstieg von 66 % ergeben. Das operative Ergebnis ist erneut deutlich negativ, wenn auch im Vergleich zum Vorjahr um 2% verbessert. Im Vergleich zum Budget 2020 sind die Erwartungen für 2020 mit einer Abweichung von 33% verfehlt worden. Die Entwicklung dieser Leistungsindikatoren im Vergleich zum Soll-Wert für die Berichtsperiode ist der folgenden Tabelle zu entnehmen:
1 Operatives Ergebnis ist definiert als:
Ergebnis vor Zinsen und Steuern.
Die WA-Gruppe hat keine nichtfinanziellen Leistungsindikatoren zur Unternehmenssteuerung herangezogen. Der Umsatz im Geschäftsjahr 2020 mit insgesamt EUR 193,4 Mio. hat die Erwartungen gegenüber Budget 2020 übertroffen (+3%). Auch wegen der Covid-19 Pandemie konnten die definierten Zielwerte für das gebuchte Seriengeschäft nicht wie erwartet erfüllt werden. Hingegen haben die Geschäfte für Serienanläufe und Industrialisierung die Planwerte deutlich übertroffen, so dass die Umsatzziele insgesamt erreicht werden konnten. Insbesondere der Markt für die E-Mobilität und die dazugehörigen Anlaufprojekte in der WA-Gruppe blieb von der Pandemiesituation nahezu unberührt und konnte gemäß Planerwartungen und darüber hinaus bedient werden. Das operative Ergebnis blieb hinter den Erwartungen des Budgets 2020 mit einem Verlust von insgesamt EUR -23,9 Mio. (-33%) zurück. Der Aufwand im Zusammenhang mit dem Ausbau der Aktivitäten, der Automatisierung und Effizienzverbesserung der Fertigung sowie dem weiterhin starken Wachstum des Kundengeschäfts für die WA-Gruppe ist weiterhin höher als erwartet. Zusätzliche interne und externe Ressourcen waren und sind weiterhin notwendig, um die anvisierten und nachhaltigen Produktivitäts- und Profitabilitätsziele zu erreichen. 3. Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der Gruppe 3.1 Ertragslage Der Umsatz der WA-Gruppe erhöhte sich gegenüber 2019 um 66% auf EUR 193,4 Mio. Das Seriengeschäft hat sich sehr positiv entwickelt, wenn auch die Zielerwartungen auf Grund der Covid-19 Pandemie nicht erfüllt werden konnten. Hingegen hat sich das Geschäft für Serienanläufe und Industrialisierung deutlich gesteigert und die Zielerwartungen übertroffen. Die Materialaufwandsquote konnte in 2020 deutlich um 10% gesenkt werden (Materialkosten im Vergleich zu Gesamtleistung 2 ). Die Materialaufwandsquote in 2019 betrug 69% und in 2020 57%. Wie im Vorjahr liegt der Grund für die deutliche Reduzierung an dem erneuten deutlich gewachsenen Anteil des Seriengeschäftes im Vergleich zum Geschäft des Serienanlaufs sowie Industrialisierung, wo deutlich höhere Materialaufwände anfallen. Die sonstigen betrieblichen Erträge sind ebenfalls gegenüber 2019 deutlich gestiegen auf EUR 8,6 Mio. (+ EUR 4,3 Mio.).
2 Gesamtleistung = Umsatz +
Bestandsveränderungen + Aktivierte Eigenleistungen
Im Fertigungsbereich stieg erneut deutlich die Anzahl der Mitarbeiter bedingt durch das Umsatzwachstum, vor allem bezogen auf das Seriengeschäft. Ebenso wurden in den Bereichen Business Development und Shared Services weitere Mitarbeiter aufgebaut. Die Personalaufwandsquote konnte gemessen an der Gesamtleistung erneut um 2% gesenkt werden. Hintergrund für die Senkung ist das starke Umsatzwachstum im Seriengeschäft. Der Anstieg der sonstigen betrieblichen Aufwendungen um EUR 10,8 Mio. resultiert im Wesentlichen aus gesteigerten Mietaufwendungen durch den neuen Standort Esselbach, erhöhten externen Dienstleistern im Zusammenhang der Produkt Qualitätsabsicherung sowie der Reorganisation des Unternehmens sowie erhöhten Instandhaltungsaufwänden basierend auf das Wachstum des Seriengeschäftes. In der Folge all dieser Punkte hat sich das Betriebsergebnis gegenüber dem Vorjahr um EUR 0,5 Mio. auf EUR -23,9 Mio. nicht wesentlich verbessert. Das Finanzergebnis hat sich aufgrund der durch planmäßige Tilgung und Neuaufnahme zu günstigeren Konditionen gesunkenen Bankverbindlichkeiten positiv entwickelt (EUR +1,2 Mio. gegenüber 2019). Für das Jahr 2020 ergibt sich damit letztlich ein Konzernjahresfehlbetrag in Höhe von EUR 25,8 Mio. nach EUR -32,8 Mio. im Vorjahr. 3.2 Finanzlage der Gruppe Investitionen Im Jahr 2020 sind Investitionen für Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte in Höhe von EUR 45,9 Mio. getätigt worden. Die wesentlichen Investitionen des Geschäftsjahres erfolgten in Maschinen und Anlagen, die im Rahmen von Neuprodukt-Anläufen beschafft wurden. Die Gruppe finanziert einzelne Investitionen (Fräsmaschinen, Schneidanlagen, IT, Flurförderfahrzeuge und PKW) zum Teil über Leasing. Liquidität Der zahlungswirksame Aufbau des Working Capital führte zu einem Mittelabbau in Höhe von EUR 19,7 Mio. (i. Vj. EUR 22,4 Mio.). Aus Investitionstätigkeit resultierte ein Mittelabfluss in Höhe von EUR 45,2 Mio. (i. Vj. EUR 24,4 Mio.). Aus Einzahlungen aus Eigenkapitalzuführungen von Gesellschaftern des Mutterunternehmens entstand ein Mittelzufluss in Höhe von EUR 50 Mio. (i. Vj. EUR 50 Mio.) Die Aufnahme von Finanzkrediten in Höhe von EUR 57,5 Mio. (i. Vj. EUR 37,1 Mio.) führte zu einem weiteren Mittelzufluss. Für das Jahr 2020 ergab sich ein Finanzmittelfonds in Höhe von EUR 31,8 Mio. (i. Vj. EUR 27,5 Mio.). Die WA-Gruppe ist über mehrere Kreditlinien und Leasingvereinbarungen (EUR 154,2 Mio.) finanziert, die alle von der WAG als Muttergesellschaft in Anspruch genommen werden. Die Finanzierung der Tochterunternehmen erfolgt durch konzerninterne Darlehen. Diese Kreditlinien werden von der Muttergesellschaft Lingyun abgesichert. Zum Bilanzstichtag waren die zur Verfügung gestellten Kreditlinien mit EUR 141,0 Mio. in Anspruch genommen, die Verbindlichkeiten aus Leasing-Verträgen belaufen sich auf EUR 13,2 Mio. Darüber hinaus hat die Lingyun eine unbeschränkte Patronatserklärung zugunsten der Waldaschaff Automotive GmbH abgegeben, die bis zum 31. Dezember 2022 befristet ist und mit einer Kündigungsfrist von einem Jahr zum Geschäftsjahresende versehen ist. Eine Kündigung ist bislang jedoch nicht erfolgt. Die Gruppe verfügte im Geschäftsjahr 2020 über ausreichend Liquidität, um jederzeit sämtliche Zahlungsverpflichtungen erfüllen zu können. Auch für die Jahre 2021 und 2022 ist dies durch die genannte Patronatserklärung gesichert. 3.3 Vermögenslage der Gruppe Die Bilanzstruktur der WA-Gruppe hat sich im Vergleich zum Vorjahr durch die Investitionen der Neuprojekte erheblich verändert. Das Anlagevermögen ist gegenüber dem Vorjahr um EUR 31,4 Mio. auf EUR 122,0 Mio. angestiegen. Die Investitionen in Sachanlagen, die überwiegend für Neuaufträge getätigt wurden, lagen deutlich über den Abschreibungen auf bestehende Anlagen. Der Bilanzwert des Umlaufvermögens und der aktiven Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von EUR 129,7 Mio. ist gegenüber dem Vorjahr um EUR 25,7 Mio. angestiegen. Hauptursache ist die Erhöhung der Forderungen um EUR 25,4 Mio., der im Wesentlichen schon auf das durch einige Neuanläufe wachsende Seriengeschäft zurückzuführen ist. Das Stammkapital der Muttergesellschaft WAG wurde um EUR 15,0 Mio. erhöht, es erfolgte ebenfalls eine Einzahlung in die Kapitalrücklage in Höhe von EUR 35,0 Mio. Zur weiteren Sicherung der Fortführung der Unternehmenstätigkeit hat die Lingyun Industrial Corporation Limited am 31. Dezember 2020 die bestehende Patronatserklärung sowie die Rangrücktrittserklärung bis zum 31. Dezember 2022 verlängert. Danach verpflichtet sich die Lingyun Industrial Corporation Limited, die Waldaschaff Automotive GmbH in den nächsten 24 Monaten so mit Kapital auszustatten, dass die Waldaschaff Automotive GmbH in der Lage ist, alle gegenwärtigen und zukünftigen Verpflichtungen aus dem gewöhnlichen Geschäftsbetrieb zu erfüllen. Darüber hinaus verpflichtet sich die Lingyun Industrial Corporation Limited ausdrücklich, die Liquidation oder Insolvenz der Waldaschaff Automotive GmbH zu verhindern. Zudem verpflichtet sich die Lingyun Industrial Corporation Limited, bezüglich ihrer gegenwärtigen und zukünftigen Forderungen, im Rang hinter alle Gläubiger der Waldaschaff Automotive GmbH in der Weise zurückzutreten, dass die Forderungen erst nach vollständiger Befriedigung sämtlicher Forderungen der Drittgläubiger berücksichtigt werden. Zum Bilanzstichtag bestanden keine Verbindlichkeiten gegenüber Lingyun Industrial Corporation Limited. Das stark angestiegene Geschäftsvolumen hatte auch weiterhin einen erhöhten Finanzierungsbedarf zur Folge. Das Fremdkapital erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um EUR 32,2 Mio. auf EUR 185,6 Mio. 3.4 Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der Waldaschaff Automotive GmbH Ergänzend zur Konzernberichterstattung wird im Folgenden separat die Entwicklung der Muttergesellschaft erläutert. 3.4.1 Ertragslage Der Umsatz der Waldaschaff Automotive GmbH erhöhte sich gegenüber 2019 um 65% auf EUR 189,0 Mio., was im Wesentlichen auf die Steigerung der Seriengeschäfte zurückzuführen ist. Die Materialaufwandsquote - bezogen auf die Gesamtleistung - senkte sich von 94% auf 87%. Der Personalstand wurde gegenüber dem Vorjahr erhöht, die durchschnittliche Mitarbeiterzahl (inkl. Auszubildende) stieg von 224 auf 312. Vor dem Hintergrund des kurz- bis mittelfristig zu realisierenden Wachstums kam es im gesamten Unternehmen zudem zu Mehrarbeit, die aufgrund einer Vielzahl zusätzlicher Anforderungen notwendig wurde. Die Personalaufwendungen in der Gewinn- und Verlustrechnung stiegen im Vergleich zum Vorjahr um 5 %. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Vergleich zum Vorjahr um EUR 0,8 Mio. gesunken. Die Minderung der Aufwendungen resultiert im Wesentlichen aus den gesunkenen Projektkosten. In der Folge all dieser Punkte liegt das Betriebsergebnis 2020 bei EUR -11,1 Mio. nach EUR -26,6 Mio. im Vorjahr. Das Zinsergebnis (EUR -2,5 Mio.) hat sich aufgrund im Laufe des Geschäftsjahres 2020 verminderten Bankverbindlichkeiten positiv entwickelt. Zum Jahresende haben wir jedoch mit höheren Bankverbindlichkeiten zum Vergleich zu 2019 abgeschlossen. Für das Jahr 2020 ergibt sich damit nach Berücksichtigung des Ergebnisabführungsvertrages mit der WA production letztlich ein Jahresfehlbetrag in Höhe von EUR 23,2 Mio. 3.4.2 Finanzlage Investitionen Im Jahr 2020 sind Investitionen für Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte in Höhe von EUR 20,3 Mio. getätigt worden. Die wesentlichen Investitionen des Geschäftsjahres erfolgten in Maschinen und Anlagen, deren Bau zum Bilanzstichtag noch nicht abgeschlossen war. Liquidität Die Waldaschaff Automotive GmbH ist über mehrere Kreditlinien finanziert. Diese Kreditlinien werden von der Muttergesellschaft Lingyun abgesichert. Zum Bilanzstichtag waren die zur Verfügung gestellten Kreditlinien mit EUR 141,0 Mio. in Anspruch genommen. Darüber hinaus hat die Lingyun eine unbeschränkte Patronatserklärung zugunsten der Waldaschaff Automotive GmbH abgegeben, die bis zum 31. Dezember 2022 befristet ist und mit einer Kündigungsfrist von einem Jahr zum Geschäftsjahresende versehen ist. Eine Kündigung ist bislang jedoch nicht erfolgt. Die Gesellschaft verfügte im Geschäftsjahr 2020 über ausreichend Liquidität, um jederzeit sämtliche Zahlungsverpflichtungen erfüllen zu können. Auch für die Jahre 2021 und 2022 ist dies durch die genannte Patronatserklärung gesichert. 3.4.3 Vermögenslage Das Anlagevermögen ist gegenüber dem Vorjahr um EUR 12,9 Mio. auf EUR 46,0 Mio. angestiegen. Der Bilanzwert des Umlaufvermögens und der aktiven Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von EUR 224,0 Mio. ist gegenüber dem Vorjahr um EUR 7,9 Mio. angestiegen. Hauptursache ist die Erhöhung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von EUR 24,8 Mio. Das Stammkapital der Muttergesellschaft WAG wurde um EUR 15,0 Mio. erhöht sowie die Kapitalrücklage um EUR 35,0 Mio. Zur weiteren Sicherung der Fortführung der Unternehmenstätigkeit hat die Lingyun Industrial Corporation Limited am 31. Dezember 2020 die bestehende Patronatserklärung sowie die Rangrücktrittserklärung bis zum 31. Dezember 2022 verlängert. Danach verpflichtet sich die Lingyun Industrial Corporation Limited, die Waldaschaff Automotive GmbH in den nächsten 24 Monaten so mit Kapital auszustatten, dass die Waldaschaff Automotive GmbH in der Lage ist, alle gegenwärtigen und zukünftigen Verpflichtungen aus dem gewöhnlichen Geschäftsbetrieb zu erfüllen. Darüber hinaus verpflichtet sich die Lingyun Industrial Corporation Limited ausdrücklich, die Liquidation oder Insolvenz der Waldaschaff Automotive GmbH zu verhindern. Zudem verpflichtet sich die Lingyun Industrial Corporation Limited, bezüglich ihrer gegenwärtigen und zukünftigen Forderungen, im Rang hinter alle Gläubiger der Waldaschaff Automotive GmbH in der Weise zurückzutreten, dass die Forderungen erst nach vollständiger Befriedigung sämtlicher Forderungen der Drittgläubiger berücksichtigt werden. Zum Bilanzstichtag bestanden keine Verbindlichkeiten gegenüber Lingyun Industrial Corporation Limited. Das stark angestiegene Geschäftsvolumen hatte auch weiterhin einen erhöhten Finanzierungsbedarf zur Folge. Die Verbindlichkeiten verminderten sich gegenüber dem Vorjahr um EUR 9,6 Mio. auf EUR 190,3 Mio. Die Minderung ist durch die Minderung der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen um EUR 30,3 Mio. sowie den Anstieg der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von EUR 20,9 Mio. zu erklären. Die Rückstellungen stiegen um EUR 3,8 Mio. 4. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage des Konzerns und der Gesellschaft Mit dem Verlauf des Berichtsjahres 2020 ist die Geschäftsführung der Waldaschaff Automotive GmbH sowohl auf Konzernebene als auch auf Gesellschaftsebene nicht zufrieden. Es zeigt sich, dass die für das starke Wachstum und die Erfüllung der strategischen Ziele notwendigen Personalkapazitäten und die damit verbundenen Aufwendungen deutlich höher sind als erwartet. Bei mehreren Projekten mit Serienstart in 2019/2020 kam es darüber hinaus zu erheblichen ungeplanten Mehrkosten in der Anlaufphase. Wie auch im Vorjahr stellte die Muttergesellschaft Lingyun Industrial Corporation Limited im Berichtsjahr 2020 durch Übernahme von Sicherheiten eine ausreichende Kreditfinanzierung zur Verfügung. Im Jahr 2020 wurde die notwendige Finanzierung mit einer weiteren Kapitalerhöhung in Höhe von EUR 15,0 Mio. sichergestellt, der zu einem entsprechenden Mittelzufluss im Februar führte. Darüber hinaus wurde im März und im Mai 2020 die Zuzahlung in die Kapitalrücklage in Höhe von insgesamt EUR 35,0 Mio. beschlossen, die Zahlung erfolgte im April und Mai 2020. Im Februar 2021 wurde eine weitere Zuzahlung in die Kapitalrücklage in Höhe von EUR 20,0 Mio. beschlossen, die Einzahlungen erfolgten im Februar und April 2021. Die WA-Gruppe muss weiterhin von dem Eigentümer Lingyun Industrial Corporation Limited finanziell unterstützt werden. C. Wertsteigernde Faktoren Forschung & Entwicklung Die Gruppe ist sich über die Wichtigkeit von Forschung und Entwicklung bewusst, insbesondere in dem sie betreffenden Marktspektrum der Automobilindustrie. Es wurde in Abstimmung mit der chinesischen Muttergesellschaft eine Strategie verabschiedet, die in den folgenden Jahren zu Alleinstellungsmerkmalen und damit zur Absicherung eines profitablen Wachstums führen wird. Hier wird man sich im Marktsegment der Karosseriestrukturbauteile mit der Weiterentwicklung von Produkten und Prozessen für in Profilbauweise hergestellte Leichtbauteile befassen. Die Gruppe arbeitet kontinuierlich an der Verbesserung der Qualität der Leistungen und Produkte sowie der Prozesse. Darüber hinaus erfolgt eine auftragsbezogene Produktentwicklung inklusive Prototypenbau. Von der Konzeptphase über die Designbegleitung bis zur Prozessplanung und Serienproduktion bietet der Konzern Dienst- und Produktionsleistungen an. Im Vordergrund steht dabei die Leichtbau-Kompetenz. Die WA-Gruppe schafft Produkte und Lösungen für den System-Leichtbau, mit dem Ergebnis der Gewichtsreduzierung wesentlicher Strukturteile eines Automobils. Neben Aluminium werden hier auch zunehmend sogenannte "hochfeste Stähle" eingesetzt. Qualitätssicherung Die WA-Gruppe verfolgt das Ziel, "Best in Class" zu sein. Die Grundlagen dafür legt unser integriertes Managementsystem, das Qualitäts-, Umwelt-, Arbeitssicherheits- und Energieaspekte in den Vordergrund stellt. Unsere Qualitätssicherung orientiert sich an den Kundenwünschen und lässt diese in die Produktanforderungen einfließen. Sie sorgt dafür, dass alle gesetzlichen Anforderungen erfüllt werden. Sie setzt Qualitätsziele und -standards. Die kontinuierliche Überwachung, Steuerung und Verbesserung der Unternehmensprozesse ist gelebte Konzernkultur. Zertifikate Der deutsche Teil der WA-Gruppe verfügt über ein integriertes Managementsystem. Die WAG ist nach den Standards ISO 9001:2015, IATF 16949:2016, ISO 14001:2015, ISO 50001:2018 sowie ISO 45001:2018 zertifiziert. Bei den Zertifizierungsaudits wurde die Tochtergesellschaft WA production GmbH an den Standorten Waldaschaff und Esselbach mit einbezogen. Die Art der Zertifikate ist auf das Tätigkeitsfeld abgestimmt und wird den speziellen Kundenanforderungen gerecht. Bei der Tochtergesellschaft WA Mexiko wurde im Jahr 2019 ein Managementsystem nach ISO 9001:2015 aufgebaut und implementiert. Gegen Ende des Jahres 2019 wurde die Zertifizierung nach IATF 16949:2016 erfolgreich abgeschlossen. Mitarbeiter Die gute Auftragslage sowie die akquirierten Neuprojekte machten im Jahr 2020 eine weitere Anpassung der Personalkapazitäten notwendig, die durchschnittliche Mitarbeiterzahl der Gruppe stieg von 812 auf 900. Bei den durchgeführten Neueinstellungen wird auf eine vernünftige Mischung zwischen erfahrenen Mitarbeitern und Berufseinsteigern geachtet. Eigene Auszubildende werden grundsätzlich übernommen, sofern keine personenbedingten Gründe dagegensprechen. Durch bedarfsorientierte Weiterbildung auf hohem Niveau bereiten wir Mitarbeiter auf die steigenden Anforderungen vor, die mit neuen Produkten und neuen Technologien in Verbindung stehen. D. Risiko- und Chancenbericht Die WA-Gruppe besitzt ein operatives Berichtssystem und ist zusätzlich in ein zentrales Kontrollsystem, das die chinesische Muttergesellschaft betreibt, eingebunden. Insbesondere durch das Qualitätssicherungssystem und das Finanzcontrolling, welches die Geschäfts- und Ergebnisentwicklung überwacht, sowie die Planung von Liquidität und Working Capital übernimmt, werden zeitnah Informationen erarbeitet, um Risiken zu identifizieren und frühzeitig gegensteuern zu können. Gesamtwirtschaftliche Risiken und Chancen Auf Grund der Covid-19 Pandemie erwarten die Automobilzulieferer erst 2023 wieder ein auf Vor-Corona-Niveau. Da der Umsatz bei der Waldaschaff Automotive GmbH ein großen Teil an emotionalen Fahrzeugen zugeordnet ist, kann der geplante Umsatz noch gehalten werden. Die Automobilindustrie befindet sich in einem großen Umbruch. Die Elektrifizierung der Antriebe bietet die Chance, die Abhängigkeit von fossilen Kraftstoffen zu reduzieren sowie klimawirksame und gesundheitsschädliche Emissionen zu verringern. Darüber hinaus eröffnen sich mit der Elektrifizierung, Digitalisierung und Vernetzung die Möglichkeit, Straßenfahrzeuge besser in ein flexibles, intermodales Verkehrssystem der Zukunft zu integrieren. Dies sieht die Gruppe weiterhin als Chance, da sie in diesem Marktsegment bereits sehr gut aufgestellt ist und von dem steilen Wachstum profitieren wird. Nach umfassender Analyse des gesamtwirtschaftlichen Umfeldes und Abwägung der sich daraus ergebenden Chancen und Risiken für die zukünftige Entwicklung des Konzerns ist eigentlich davon auszugehen, dass die Chancen überwiegen und die Zukunft der WA-Gruppe sich positiv gestaltet. Absatzchancen und -risiken Die Erweiterung des Produktportfolios auf Batteriekästen für Elektrofahrzeuge führt mittelfristig zu einem veränderten Kundenportfolio. Die unsichere Entwicklung in diesem Marktsegment birgt allerdings auch Risiken auf der Absatzseite. Durch den Plattformgedanken werden immer mehr Produkte weltweit nachgefragt, wobei von Kundenseite nahezu gleiche Prozesse und gleiche Qualität bei lokaler Wertschöpfung erwartet werden. Ein Großauftrag wird derzeit durch die WA-Gruppe über Tochtergesellschaften und Beteiligungen an drei Standorten (Deutschland, Mexiko, China) in die Serienproduktion überführt. Damit beweisen wir, dass wir diese Anforderungen der Kunden erfüllen können. Um sich diesen Herausforderungen stellen zu können ist es notwendig, dass neben umfassendem Prozess- und Produkt-Knowhow auch die notwendigen finanziellen Mittel zur Verfügung stehen. Die WA-Gruppe steht als relativ kleine Unternehmensgruppe in direktem Wettbewerb zu den Großen der Branche. Deren Finanzkraft übersteigt die der Gruppe erheblich. Weiterhin können die in der Vergangenheit immer öfter auftretenden Anlaufverschiebungen und Bauzahlreduzierungen, die hinter den Erwartungen zum Zeitpunkt der Beauftragung zurückbleiben, zu einer Verlängerung der für die Gruppe wirtschaftlich angespannten Situation führen. Diese Effekte führen zu einer Margenreduzierung bestehender Aufträge und haben damit direkten Einfluss auf das wirtschaftliche Ergebnis des Konzerns. Über das technische Know-how, in Verbindung mit dem Leichtbaugedanken, lässt sich die Nachfrage nach Produkten der WA-Gruppe langfristig steigern. Insbesondere im Segment der E-Fahrzeuge werden herausragende Potenziale gesehen. Mit einem ersten Auftrag zur Produktion eines Batteriekastens für ein vollelektrisches Fahrzeug hat die WA-Gruppe den Einstieg in den Markt der Elektromobilität im Jahr 2016 erfolgreich vollzogen. Das hierdurch gewonnene Know-how, sowie der Nachweis der Fähigkeiten auf diesem Gebiet führen zu einer Vielzahl von Anfragen und letztlich zu einer Beauftragung eines weiteren renommierten Kunden. Die Coronakrise hat sich 2020 auch auf den internationalen Märkten massiv ausgewirkt. In nahezu allen Ländern der Welt gingen die Verkäufe teils drastisch zurück. Für 2021 sei von einer langsamen Verbesserung der Marktlage auszugehen. "Die Rückgabe des Jahres 2020 werden aber nicht wettgemacht. Für eine Entwarnung gibt es daher leider keiner Grundlage.", so Hildegard Müller auch mit besonderem Blick auf die Zulieferindustrie. Der Fahrzeugabsatz in den jeweiligen Märkten wird sich - mit Ausnahme Chinas - nur langsam dem jeweiligen Vorkrisenniveau annähern. Für Europa rechnet der VDA im Jahr 2021 mit einem Plus von 12 Prozent auf 13,4 Mio. Pkw. In den USA dürfte der Absatz 2021 um 9 Prozent auf 15,8 Mio. Light Vehicles zulegen. Der chinesische Pkw-Markt wird dagegen mit 21,4 Mio. Einheiten (+8 Prozent) bereits wieder das Vor-Corona-Niveau übersteigen. Hildegard Müller: "Der Pkw-Weltmarkt dürfte damit - nach einem Einbruch um 15 Prozent im vergangenen Jahr - 2021 um 9 Prozent auf 73,9 Mio. Neuwagen zulegen. Aber auch dieses Absatzvolumen liegt damit noch deutlich unter dem Vor-Corona-Niveau." Qualitätsrisiken und -chancen Das bewährte und zertifizierte Qualitätsmanagementsystem der WA-Gruppe setzt die notwendigen Qualitätsstandards und -richtlinien und kontrolliert deren Einhaltung bzw. unterstützt bei notwendigen Anpassungen. Die laufenden Analysen haben keine Qualitätsrisiken aufgezeigt. Darüber hinaus unterliegen Strukturbauteile einem im Vergleich deutlich niedrigerem Rückrufrisiko. Somit sehen wir keine Qualitätsrisiken. Vielmehr sehen wir in der anerkannten Qualität unserer Produkte und der damit verbundenen Entwicklung mittelfristig erhebliche Chancen für die WA-Gruppe. Finanzrisiken und -chancen Aufgrund der Finanzierung über von der chinesischen Muttergesellschaft abgesicherte Darlehen sieht der Konzern das Liquiditätsrisiko als akzeptierbar an. Wir betonen, dass der Konzern und die Muttergesellschaft aufgrund der bestehenden Patronatserklärung bis zum 31. Dezember 2022 durch Lingyun Industrial Corporation Limited allen Zahlungsverpflichtungen fristgerecht nachkommen kann. Wir gehen davon aus, dass die notwendigen finanziellen Ressourcen durch den Eigentümer auch nach Ablauf der Patronatserklärung über den 31. Dezember 2022 hinaus bereitgestellt werden. Daher geht die Geschäftsführung von der Fortführung des Konzerns und der Muttergesellschaft aus. Die Waldaschaff Automotive GmbH und somit auch die WA-Gruppe muss weiterhin von dem Eigentümer Lingyun Industrial Corporation Limited finanziell unterstützt werden. Der Export-Anteil in Länder außerhalb des Euro-Raumes wird grundsätzlich in der Währung EUR ausgeführt, ein Fremdwährungs-Exposure und damit ein Wechselkursrisiko bestehen damit zurzeit nicht. In diesem Zusammenhang müssen jedoch die zunehmend zu erwartenden Aktivitäten im Ausland und hierbei konkret der wachsende Geschäftsbetrieb der mexikanischen Gesellschaft im Auge behalten werden. In Anbetracht der Tatsache, dass die in Anspruch genommenen Darlehen und Kredite auf variabler Basis verzinst werden, besteht ein Zinsänderungsrisiko, dass wir derzeit aber als gering ansehen. Gesamtaussage zu Risiko- und Chancensituation Zusammenfassend kann festgestellt werden, dass neben den Auswirkungen der Corona Krise, die momentan noch nicht abschätzbar sind, sich für die WA-Gruppe die Risiken und Chancen ausbalancieren. Die größten Risiken könnten sich durch den Einfluss der Corona-Krise aus negativen Markt- bzw. Absatzentwicklungen bei PKW und Originalteilen unserer Kunden ergeben. Demgegenüber stehen erhebliche Chancen durch den weiter ansteigenden Leichtbauanteil sowie die stark expandierende Elektromobilität, was aber auch durch die Corona Krise beeinflusst werden könnte. Hinzu kommt die sich in 2020 anbahnende und in 2021 eingetreten Halbleiterkrise im Hinblick auf die Chipversorgung am Weltmarkt. Hier ist ein massiver Einfluss auf die Absatzentwicklungen im PKW-Geschäft absehbar und in der kompletten Auswirkung noch nicht gänzlich abschätzbar. Potenzielle temporäre Lock Downs in der Produktion, Umsatzausfälle und zu definierende Gegenmaßnahmen um die Kapitalversorgung abzusichern werden das Geschäftsjahr 2021 mit hoher Wahrscheinlichkeit begleiten. E. Prognosebericht Nachfolgend wird die voraussichtliche Entwicklung der konjunkturellen Rahmenbedingungen und der Gesellschaft sowie der WA-Gruppe beschrieben. Risiken und Chancen, die eine Abweichung von der prognostizierten Entwicklung darstellen, werden im Risiko- und Chancenbericht dargestellt. Die Weltwirtschaft wird nach einem Wirtschaftseinbruch von -3,3 % im Jahr 2020 voraussichtlich um 6,0 % im Jahr 2021 wachsen. Für 2022 wird ebenfalls ein deutliches Wirtschaftswachstum von 4,4 % erwartet. Der Internationale Währungsfonds revidiert die Prognosen im Vergleich zum World Economic Outlook von Oktober nach oben. Rasche politische Antworten auf die Corona-Krise haben einem stärkeren Wirtschaftseinbruch entgegengewirkt. Der IWF schätzt, dass der Einbruch im Jahr 2020 ohne fiskalische und geldpolitische Maßnahmen drei Mal so stark gewesen wäre. Die globalen Wirtschaftsaussichten sind aber weiterhin von Unsicherheiten geprägt und vom Verlauf der Pandemie abhängig. Für den Euroraum wird für 2021 ein Wachstum von 4,2 % vorhergesagt. Für 2022 wird mit einem ansteigenden Wert in Höhe von 3,6 % gerechnet. Laut VDA ist der PKW-Weltmarkt im Jahr 2020 mit 67,7 Mio. Neufahrzeugen um 11,8 Mio. Neufahrzeuge zurückgegangen. Der VDA rechnete damit, dass der Pkw-Weltmarkt im kommenden Jahr 73,8 Mio. Einheiten erreicht. Die in den vergangenen Jahren akquirierten Neuprojekte sorgen seit dem Jahr 2018 für erhebliches Umsatzwachstum. Für das Jahr 2021 wurde erneut von einem stark steigenden Umsatz in Höhe von EUR 231 Mio. für die WA-Gruppe ausgegangen. Dies entspräche einer Steigerungsrate von 19% gegenüber dem Jahr 2020. Gemäß der Mittelfristplanung der WA-Gruppe wird der Umsatz ab dem Jahr 2022 die Schwelle von EUR 280 Mio. Umsatz überschreiten. Dies wird mit bereits eingegangenen Aufträgen erreicht. Dementsprechend sind hierfür keine weiteren Neuaufträge notwendig. Die mit diesem Wachstum verbundenen erheblichen Investitionen in Maschinen und Anlagen werden weiterhin von der chinesischen Muttergesellschaft sowie partiell von den Kunden selbst unterstützt. Es ist geplant, diese aus der Bereitstellung von Eigenkapital zu finanzieren. Der Produktumschwung hält bei der Gruppe weiterhin an, sodass das Jahr 2021 von weiteren Produktanläufen geprägt sein wird. Das operative Ergebnis 2021 der WA-Gruppe sowie der Waldaschaff Automotive GmbH wird wie in 2020 durch erhebliche Aufwendungen für neue Kundenprojekte für Deutschland wie auch Mexiko sowie den weiteren Ausbau des neuen Produktionsstandortes in Esselbach beeinflusst werden. Es ist davon auszugehen, dass die Covid-19 Pandemie im Jahr 2021 weiterhin Einfluss auf den Absatzmarkt haben wird. Darüber hinaus wird die Halbleiterkrise und die mangelnde Chipversorgung zusätzlich einen negativen Einfluss mindestens im Hinblick auf temporäre Lock Downs in den Produktionsstätten ausüben. Dennoch geht die WA-Gruppe sowie die Waldaschaff Automotive GmbH von einem Ergebnis aus, dass den Aufwärtstrend des operativen Ergebnisses fortsetzt und deutlich besser als 2020 ausfallen wird. Die vollen Auftragsbücher werden mittelfristig für eine positive Entwicklung sowohl der Waldaschaff Automotive GmbH als auch der WA-Gruppe sorgen. Wie in den vergangenen Jahren sorgen in den Vorjahren akquirierte Neuprojekte für die Waldaschaff Automotive GmbH als auch bei der WA-Gruppe für ein erhebliches Umsatzwachstum. Für das Jahr 2021 wird für die WA-Gruppe ein steigender Umsatz in Höhe von EUR 231 Mio. erwartet. Für die Waldaschaff Automotive GmbH liegt der geplante Umsatz bei EUR 226 Mio.
Waldaschaff, Juli 2021 gez. Horst Bardehle gez. Sven Röder |
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