Herstellung von Geräten und Einrichtungen der Telekommunikationstechnik
SYSTEMTECHNIK GmbH
Wielandstraße 12, 99610 Sömmerda, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Andriy Betsa seit 25.9.2025 | Prokura |
Samuel Michael Beard seit 5.2.2025 | Prokura |
Jonas Svensson seit 10.6.2024 | Geschäftsführer |
Holger Bert Hörz seit 4.7.2023 | Geschäftsführer |
Robert Peter Clay seit 3.5.2023 | Geschäftsführer |
Alexander Christof Manz seit 17.4.2023 | Prokura |
Laurent Albert Eskenazi seit 11.4.2023 | Geschäftsführer |
Mara Ghilardi seit 13.3.2023 | Prokura |
Steve Schaubs seit 6.10.2021 | Prokura |
Christian Rommel seit 14.2.2019 | Prokura |
Wirtschaftlich BerechtigteBeta
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
Volaris-Trapeze GmbH | 100.00% |
GesellschafterBeta
Eigentümerstruktur und Kapitalverteilung des Unternehmens
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
SYSTEMTECHNIK GmbHSömmerdaJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023LageberichtI. Grundlagen des Unternehmens 1. Geschäftsmodell des Unternehmens Die SYSTEMTECHNIK GmbH ist ein führendes Systemhaus, das sich auf innovative Hard- und Softwarelösungen für den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) spezialisiert hat. Fast alle Kunden sind öffentliche oder öffentlich geförderte Verkehrsunternehmen. Der ÖPNV-Markt ist ein Markt, der kontinuierlich mit neuen Herausforderungen konfrontiert ist. Ein Spannungsfeld besteht zum Beispiel darin, die von der Politik gewollte Verbreiterung des Angebotes zu leisten und parallel die ebenfalls politisch gewollte Dekarbonisierung des Verkehrssektors voranzutreiben. Gleichzeitig sinken die finanziellen Zuschüsse aus öffentlichen Mitteln, mit denen diese Aufgaben bewältigt werden müssen. In diesem Umfeld entwickelt die SYSTEMTECHNIK GmbH Lösungen, die die Möglichkeiten der Digitalisierung zur Effizienzsteigerung und Kostensenkung bei den kundeninternen Prozessen nutzen. 2. Forschung und Entwicklung Forschung- und Entwicklung ist ein zentrales Element des zukünftigen Erfolges der SYSTEMTECHNIK GmbH. Trends müssen erkannt und als Produkte umgesetzt werden. Nur so können neu entstehende Kundenbedarfe zeit- und kostengerecht bedient werden. Gegenstand der Entwicklungstätigkeit sind Hard- und Softwarelösungen für den Vertrieb und die Abrechnung der Ticketverkäufe (Fahrtberechtigungen) sowie deren Kontrolle während der Beförderung. Eine wichtige Rolle spielen dabei unsere hoch qualifizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Die Mischung aus Erfahrung und neuen Ideen, gepaart mit Mut und kurzen Entscheidungswegen, war und ist der wichtigste Pfeiler unserer Innovationskraft. Gegenwärtig stehen die Vereinfachung der Bedienerführung bei unseren Produkten sowie der sichere Datenaustausch mit Systemen Dritter im Fokus unserer Bemühungen. Technologisch spielen WEB-Technologien bei der Umsetzung eine entscheidende Rolle. Für die Kunden unserer Kunden, die Fahrgäste, werden mobile Lösungen immer wichtiger. Ebenso sind die Vereinfachung des Erwerbs der Fahrtberechtigung sowie das Setzen wirtschaftlicher Anreize für die Mehrnutzung des ÖPNV als Trends deutlich zu erkennen. Vor diesem Hintergrund entwickelt die SYSTEMTECHNIK GmbH die bereits existierenden eTicket- Systeme kontinuierlich weiter und setzt sowohl nationale und auch internationale Standards um. II. Wirtschaftsbericht 1. Geschäftsverlauf Das Jahr 2023 war geprägt von umfangreichen Wechseln im Management-Team des Unternehmens. Im ersten Halbjahr wurde das Unternehmen auf Grund der Umstände nur noch von einem Rumpfteam sowie einem Interim-Geschäftsführer in Teilzeit geführt. Der Start in das Jahr war entsprechend verhalten. Ab Mitte des Jahres konnten dann die wichtigsten Positionen im Management, inklusive der Geschäftsführung, von extern neu besetzt werden. Trotzdem war auch das zweite Halbjahr von großen Herausforderungen gekennzeichnet. Im Jahr 2022 waren durch Fluktuation merkbare Lücken in der Belegschaft entstanden. Diese wurden im zweiten Halbjahr 2023 größtenteils durch Neueinstellungen geschlossen. Im Oktober des Jahres wurden zusätzlich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Bereiche Softwareentwicklung und Kundenservice der Trapeze-Elgeba GmbH in die SYSTEMTECHNIK GmbH integriert. Mit beiden Maßnahmen gelang es, die Abarbeitung der Kundenprojekte zu stabilisieren und entstandenen Verzug bei der Projektabwicklung einzudämmen. Die oben genannten Faktoren hatten großen Einfluss auf den Geschäftsverlauf. Der Umsatz des Quartals Q1/23 lag sehr deutlich unter der Planung. Das Quartal Q2/23 wurde umsatzseitig in der Nähe des Planes abgeschlossen. Ursächlich dafür war aber die von der Politik erzwungene Umsetzung der Vorgaben zum Deutschlandticket, die von der SYSTEMTECHNIK GmbH mit höchster Priorität erledigt wurde. Dies ging massiv zu Lasten der Umsätze im Q3/23. Notwendige Vorarbeiten in Projekten wurden nicht fertiggestellt und konnten so auch im Quartal Q3/23 nicht fakturiert werden. Im Ergebnis lagen die kumulierten Umsätze der Quartale Q1/23 - Q3/23 alarmierend weit unterhalb der Planung. Für das Quartal Q4/23 wurde deshalb vom neuen Management-Team ein Notfallplan aufgestellt. Dieser Plan beinhaltete konkrete Maßnahmen in Bezug auf Planung, Priorisierung und Abarbeitung der ausstehenden Kundenprojekte. Das Quartal Q4/23 konnte so mit einem Rekordumsatz abgeschlossen werden. In Summe reichten die hervorragenden Umsätze des vierten Quartals aber nicht aus, um die Untererfüllung der anderen Quartale zu kompensieren. Diese Untererfüllung im Umsatz, bei gleichzeitig plangerecht laufenden Kosten, führte zu einem negativen Jahresergebnis. Alles in allem kann das Jahr 2023 als schwieriges Übergangsjahr für die SYSTEMTECHNIK GmbH charakterisiert werden. Wegen der Einmaligkeit der Umstände handelt es sich um eine Sondersituation, die sich so nicht noch einmal wiederholen wird. Die sehr guten Ergebnisse des Q4/23, die im Rahmen der Prognose lagen, stützen diese Aussage. 2. Ertrags-, Finanz-, und Vermögenslage a) Ertragslage Die Lage des Unternehmens ist nach wie vor durch das Projektgeschäft geprägt. Im Geschäftsjahr 2023 reduzierte sich die Gesamtleistung gegenüber dem Vorjahr (./. 8,8 %). Ein bedeutender Teil an wiederkehrenden Umsätzen wird durch Erträge aus der Softwarewartung und aus dem Hosting von Kundensystemen erwirtschaftet. Diese Erträge werden für Forschung und Entwicklung und die Erweiterung der Standardsoftware genutzt. Der überwiegende Teil der angebotenen Dienstleistungen wird mit eigenem Personal erbracht; Fremdleistungen werden nur projektbezogen eingekauft. Der eigene Personalaufwand ist einer der Hauptkostenfaktoren. Gegenüber dem Vorjahr haben sich die Personalaufwendungen um 20 TEUR reduziert. Der prozentuale Anteil des Personalaufwandes, bezogen auf die Gesamtleistung hat sich um 4,3 % Punkte auf 50,5% erhöht. Der prozentuale Anteil des Materialaufwandes (inkl. bezogener Leistungen) an der Gesamtleistung reduzierte sich um 2,8 % Punkte auf 20,5 %. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich stark um 1.364 TEUR bzw. um 48,6 %. Die Zinsaufwendungen erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr um 52 TEUR. Der Verlust vor Ertragssteuern betrug im Geschäftsjahr 2023 459 TEUR. Im Vorjahr betrug der Gewinn vor Ertragsteuern 1.637 TEUR. Aufgrund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrages zwischen der Trapeze-Elgeba GmbH und der SYSTEMTECHNIK GmbH wurde der Verlust des Geschäftsjahres 2023 von der Trapeze-Elgeba GmbH übernommen. b) Vermögens- und Finanzlage Die Vermögenslage des Unternehmens ist wegen der Eingliederung in die Konzernstruktur der Constellation Software Inc. gegenüber dem Vorjahr unverändert. Durch den Erwerb sämtlicher Geschäftsanteile und die anschließende Verschmelzung auf die Erwerberin wird lediglich ein satzungsmäßiges Stammkapital von 25 TEUR ausgewiesen. Zur Stärkung des Eigenkapitals leistete die Gesellschafterin im Jahr 2017 eine Zuzahlung in das Eigenkapital nach § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB in Höhe von 1.000 TEUR. Die Finanzierung der SYSTEMTECHNIK GmbH wird nunmehr durch Gesellschafterdarlehen bzw. Darlehen von Konzernobergesellschaften sichergestellt. Die Gesellschaft hat keinen eigenen Grundbesitz. Für die Geschäftsräume besteht ein Mietvertrag. Das gesamte Anlagevermögen ist unverändert vollständig durch das Eigenkapital gedeckt. Investitionen in das Anlagevermögen erfolgten in Höhe von 56 TEUR, davon 7 TEUR auf Immaterielle Vermögensgegenstände (Lizenzen, Software). Die Investitionen in das Sachanlagevermögen waren überwiegend Ersatzinvestitionen. Den Vorräten einschließlich geleisteter Anzahlungen von 5.926 TEUR stehen auf der Passivseite erhaltene Anzahlungen von 4.057 TEUR gegenüber. Dies entspricht einem Deckungsgrad von ca. 68%. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Vorjahr erhöhten sich leicht um 87 TEUR. Den Forderungen gegen verbundene Unternehmen von 101 TEUR stehen Verbindlichkeiten gegen verbundene Unternehmen von 3.631 TEUR gegenüber. Die liquiden Mittel belaufen sich am Bilanzstichtag auf 1.926 TEUR und sind gegenüber dem Vorjahr um 601 TEUR gestiegen. Die Finanzlage der Gesellschaft ist unverändert stabil. Um den Liquiditätsbedarf der Gesellschaft zu decken, besteht zusätzlich die Möglichkeit, aufbauend auf der vorhandenen Stichtagsliquidität, kurzfristig Gesellschafterdarlehen aufzunehmen. Bankkredite werden grundsätzlich nicht genutzt. Das Finanzmanagement der Gesellschaft ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist und nach Möglichkeit mit Skonto zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. Zudem wird von der Möglichkeit der Anforderung von Anzahlungen von den Kunden gegen die Gewährung entsprechender Bürgschaften Gebrauch gemacht. III. Prognosebericht Die Gesellschaft ist im Markt "Public Transportation" tätig. Aus Sicht der Gesellschaft ist der deutsche Markt auf der Käuferseite stark segmentiert. So gibt es in Deutschland zirka 127 Verkehrs- und Tarifverbünde, die eine Vielzahl von Unternehmen unterschiedlicher Größe mit der Erbringung von Transportdienstleistungen beauftragen. Diese Unternehmen für die Erbringung von Transportdienstleistungen werden intern in die Segmente Öffentlicher Personennahverkehr (ÖPNV), mit den Bereichen Bus, Tram, Metro; Schienen- Personennahverkehr (SPNV) mit dem Bereich Bahn sowie On-Demand (OD) mit den Bereichen selbstgenutzte Fahrzeuge und fahrergestützte Beförderung eingeteilt. Grundsätzlich wird laut Statista erwartet, dass das Volumen der erzielbaren Einnahmen im Markt "Public Transportation" in Deutschland in den nächsten Jahren nur geringfügig steigen wird. Erst im Jahr 2026 wird voraussichtlich das Niveau von 2018 (vor Corona) wieder erreicht werden. Auf der Einnahmenseite unserer Kunden erwarten wir insofern ein stabiles Marktumfeld. Gleichzeitig stehen unsere Kunden vor verschiedenen Herausforderungen. Der Gesetzgeber fordert vehement die Dekarbonisierung der Verkehrssektors. Gleichzeitig erfolgt die Finanzierung von "Public Transportation" Dienstleistungen aber maximal zu 50 % aus Ticketverkäufen. Der wichtigere Anteil sind mittlerweile öffentliche Zuschüsse. Wegen der angespannten Kassenlage der öffentlichen Haushalte sind bei den öffentlichen Zuschüssen, spätestens ab 2025 wenn die Finanzierungszusagen für das Deutschlandticket auslaufen, Kürzungen zu erwarten. Durch öffentliche und nichtöffentliche Aussagen lassen die Zuschussgeber bereits heute erkennen, dass aus ihrer Sicht Produktivitätsgewinne in den Unternehmen diese Kürzungen ausgleichen müssen. Gegenwärtig ist im Detail nicht absehbar, welche Auswirkungen die beschriebenen Veränderungen auf das Geschäft der SYSTEMTECHNIK GmbH haben werden. Zu den Kunden der SYSTEMTECHNIK GmbH gehören insbesondere Unternehmen aus den Segmenten ÖPNV und SPNV sowie zu einem geringeren Anteil die Verkehrsverbünde. Bei Kunden handelt es sich nahezu ausschließlich um öffentliche oder öffentlich geförderte Unternehmen. Diese werden von der Gesellschaft mit Hard- und Softwarelösungen für den Vertrieb und die Abrechnung von Ticketverkäufen (Fahrtberechtigungen) sowie deren Kontrolle während der Beförderung beliefert. Die Beschaffung dieser Lösungen findet überwiegend im Wege einer öffentlichen Ausschreibung statt. Aus Sicht der Gesellschaft ist die Anbieterseite des Marktes für die von der SYSTEMTECHNIK GmbH vertriebenen Produkte überwiegend von spezialisierten mittelständischen Unternehmen geprägt. Viele von ihnen sind inhabergeführt. Wir erwarten hier kurzfristig keine Veränderung der Anbieterstruktur. Die Auftragslage der Gesellschaft ist stabil. Um die Herausforderungen des Marktes auch zukünftig gut zu bewältigen, wird im nächsten Jahr damit begonnen, die Vertriebsprozesse zu evaluieren. Insbesondere sollten die administrativen Prozesse verschlankt werden, um die aktive Kundenansprache wieder in den Vordergrund der Vertriebsaktivitäten zu rücken. Wir versprechen uns davon perspektivisch einen messbaren Ausbau des Auftragsbestandes. In dem beschriebenen Umfeld hängt der unternehmerische Erfolg maßgeblich von der Attraktivität der Produkte in Bezug auf Benutzerfreundlichkeit und Kostenstruktur ab. Hier sieht sich die Gesellschaft gut aufgestellt, wird aber auch weiterhin in die Erneuerung der Produktpalette investieren. Wegen des hohen Anteiles von kundenspezifischen Projekten spielen bei der Installation der Produkte unsere gut qualifizierten und unternehmerisch denkenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eine sehr wichtige Rolle. Die Gesellschaft wird deshalb auch zukünftig in Aus- und Weiterbildung investieren. Für das Jahr 2024 erwarten wir beim Umsatz eine deutliche Steigerung gegenüber dem Jahr 2023. Auch wenn das Jahr 2024 maßgeblich von Veränderungen in den Strukturen und Prozessen geprägt sein wird. Auf der Kostenseite gehen wir von Stabilität aus. Erhöhungen in einzelnen Kostenpositionen werden durch Senkungen in anderen Positionen kompensiert. Insofern erwarten wir ein deutlich positives Gesamtergebnis der Gesellschaft für das Jahr 2024. IV. Chancen- und Risikobericht 3. Risikobericht Ein Risikofrüherkennungssystem zur Bewertung von geschäftlichen Chancen und Risiken ist integraler Bestandteil der Managementprozesse. Die erfassten Risiken und Chancen quartalsweise mit den Eigentümervertretern besprochen und ggf. mit Maßnahmenplänen hinterlegt. Branchenspezifische Risiken: Grundsätzlich ist der Markt des ÖPV und speziell für Verkehrsdienstleistungen abhängig vom politischen Willen zur Verbesserung der Infrastruktur und von den dafür zur Verfügung gestellten Finanzmitteln. Die allgemeinwirtschaftlichen Risiken, auf die die SYSTEMTECHNIK GmbH selbst keinen Einfluss hat, bestehen und können für die künftige Umsatz- und Ertragsentwicklung bedeutsam sein. Verschiedene Gründe, die zu Streichungen von Investitionsvorhaben und Fördergeldern für die ÖPV-Unternehmen führen, können auch das Wachstum des Unternehmens beeinträchtigen. Ertragsorientierte Risiken: Das Geschäft der SYSTEMTECHNIK GmbH ist stark von der Umsetzung kundenspezifischer Anforderungen im Rahmen von Software-Projekten geprägt. Wie im Software-Projektgeschäft üblich, kann es innerhalb von Projekten zu Abweichungen von der Planung kommen. Die Abweichungen können zu Projektrisiken oder Projektchancen führen. Dabei ist zu beachten, dass einige Faktoren, die die Entstehung eines Risikos oder einer Chance beeinflussen, außerhalb der Einfluss-Sphäre des Unternehmens liegen. Über das interne Risikofrüherkennungssystem werden Risiken und Chancen aber entsprechend bewertet und gegebenenfalls mit Maßnahmen adressiert. Vertragsrisiken sind in der Regel nicht zu erwarten, da die SYSTEMTECHNIK GmbH überwiegend mit öffentlichen oder öffentlich geförderten Auftraggebern zusammenarbeitet. Alle Verträge werden vor Abschluss durch die einen Rechtsbeistand geprüft. Haftungsrisiken werden üblicherweise ausgeschlossen oder sind eng begrenzt. In einigen Fällen erfordert die erfolgreiche Teilnahme an einer Ausschreibung die Kooperation mit Dritten. Dies können Lieferanten komplementärer Software, Hardware oder Dienstleistungen sein. Sofern die SYSTEMTECHNIK GmbH hier im Unterauftrag arbeitet, gelten die gleichen Maßnahmen zur Risikominimierung wie sie bereits für Projektrisiken sowie Haftung beschrieben wurden. Arbeiten die Kooperationspartner im Unterauftrag der SYSTEMTECHNIK GmbH werden üblicherweise die Risiken der SYSTEMTECHNIK GmbH in den jeweiligen Verträgen an den Unterauftragnehmer weitergereicht. Personalwirtschaftliche Risiken Die Leistungserbringung erfolgt in der Hauptsache durch eigenes Personal. In der Hauptsache handelt es sich um hoch qualifizierte und in der Branche erfahrene Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Diese Profile sind auch für andere Arbeitgeber interessant. Das Unternehmen investiert in verschiedenen Formen in die Mitarbeiterbindung. Das Risiko des Verlustes von Fachkräften kann aber nicht grundsätzlich ausgeschlossen werden. Vor diesem Hintergrund liegt mittlerweile ein weiterer Schwerpunkt der Personalarbeit auf der Rekrutierung und Integration neuer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Finanzwirtschaftliche Risiken: Die SYSTEMTECHNIK GmbH ist über Verträge und Zusagen in das Liquiditätsmanagement der Eigentümer eingebunden. Sollte Liquidität benötigt werden, wird der Bedarf üblicherweise über Eigentümerdarlehen gedeckt. Für Bürgschaften oder andere Notwendigkeiten gibt es überdies eine Kreditlinie der Hausbank. Da das Unternehmen seine Umsätze nahezu ausschließlich im Euroraum erzielt, gibt es keine nennenswerten Währungsrisiken, die die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft beeinflussen könnten. Risiken aus dem Ukraine-Konflikt Der Konflikt dauert nun bereits einige Zeit an. Bisher sind keine negativen Auswirkungen des Konfliktes auf die Nachfrage der Kunden oder die Lieferketten zu beobachten. 4. Chancenbericht Es gibt weiterhin eine stabile Nachfrage nach den Produkten und Dienstleistungen der SYSTEMTECHNIK GmbH. Verbesserungen der internen Abläufe werden dazu beitragen, das Unternehmen wieder als zuverlässigen Partner in der Branche zu etablieren. Darüber hinaus sind Weiterentwicklungen der Produkte geplant, die auf die veränderten Anforderungen des Marktes, wie zum Beispiel die Einführung des Deutschlandtickets, abgestimmt sind. Gleichzeitig wird angestrebt durch eine Intensivierung der Kooperation mit anderen Gesellschaften aus dem Portfolio der Eigentümer das Produktportfolio der SYSTEMTECHNIK GmbH zu erweitern und die Kostenstruktur zu optimieren. Wir erwarten daraus Impulse, die die mittelfristigen Wachstumsziel des Unternehmens stützen. Das Unternehmen wird sich weiterhin mit hoher Priorität auf die Realisierung von Wachstumspotentialen im Heimatmarkt konzentrieren. Chancen in Auslandsmärkten werden wahrgenommen, wenn sie zur Ausrichtung des Unternehmens passen. 5. Gesamtaussage Mitte des Jahres 2023 erhielt das Unternehmen SYSTEMTECHNIK GmbH ein neues Management. Bis auf eine Position wurde das gesamte obere Management mit externen Kandidaten neu besetzt. Das neue Management ist mit den finanziellen Ergebnissen des Jahres 2023 nicht zufrieden. Insbesondere das negative Jahresergebnis vor Verlustausgleich, das einer deutlichen Untererfüllung der Umsatzziele geschuldet ist, steht hier im Mittelpunkt. Die Ursachen für die signifikante Untererfüllung der Umsatzziele wurden zum Ende des dritten Quartals 2023 hin analysiert und erste Maßnahmen zur Verbesserung der Situation wurden eingeleitet. Im vierten Quartal des Jahres zeigten diese bereits erste Auswirkungen. So konnten im Jahr 2023 die für das Quartal geplanten Finanzziele vollständig erreicht werden. Die Ergebnissituation im Gesamtjahr wurde damit deutlich verbessert. Für das Jahr 2024 erwartet das Management bei konstanten operativen Kosten ein deutliches Umsatzwachstum gegenüber dem Vorjahr. Dieses wird zu einer signifikanten Verbesserung des operativen Ergebnisses beitragen. Allerdings wird das Gesamtergebnis im Jahr 2024 mit Sicherheit durch Restrukturierungsaufwände beeinflusst werden, deren genaue Höhe sich noch nicht genau abschätzen lässt.
Sömmerda, den 14.08.2024 gez. Holger Hörz gez. Jonas Svensson gez. Laurent Eskenazi gez. Robert Clay BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangA. Allgemeine Angaben und Angabe der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die SYSTEMTECHNIK GmbH hat ihren Sitz in Sömmerda und ist im Handelsregister beim Amtsgericht Jena unter HRB 514048 eingetragen. Der Jahresabschluss der SYSTEMTECHNIK GmbH wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches in der Fassung vom 16.04.2024 aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften wurden die Regelungen des GmbH-Gesetzes beachtet. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB gewählt. Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft. Währungsumrechnung Fremdwährungsposten werden gem. § 256 a HGB mit dem Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag in Euro umgerechnet. Bei Vermögensgegenständen und Schulden mit einer Restlaufzeit von weniger als einem Jahr erfolgt die Umrechnung ohne Beachtung des Anschaffungskosten- bzw. Realisations- und Imparitätsprinzips. Anlagevermögen Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände wurden zu den Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen entsprechend der Nutzungsdauer vermindert. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Den planmäßigen Abschreibungen wurde die voraussichtliche Nutzungsdauer des jeweiligen Vermögensgegenstandes zugrunde gelegt. Die Abschreibungen beim beweglichen Anlagevermögen erfolgten linear. Vermögensgegenstände mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis EUR 800 wurden im Jahr der Anschaffung analog § 6 Abs. 2 EStG als "geringwertige Wirtschaftsgüter" (GWG) in voller Höhe abgeschrieben. Die Finanzanlagen wurden wie folgt angesetzt und bewertet: Bei den Beteiligungen handelt es sich im Wesentlichen um Anteile an Fonds in der Rechtsform der GmbH & Co. KG. Die Bewertung der Beteiligungen und der sonstigen Wertpapiere erfolgte mit den Anschaffungskosten, ggfs. vermindert um erforderliche Wertberichtigungen auf den niedrigeren Zeitwert. Umlaufvermögen Innerhalb der Vorräte sind die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe mit ihren Anschaffungswerten angesetzt. Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Stichtagswert wurden vorgenommen. Die unfertigen Erzeugnisse / Leistungen bzw. fertigen Erzeugnisse sind mit ihren Herstellungskosten bewertet. In die Herstellungskosten werden neben Material- und Fertigungseinzelkosten auch Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie angemessene Teile des durch die Fertigung veranlassten Werteverzehrs einbezogen. Die Waren wurden zu Anschaffungskosten bewertet. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden zum Nennwert oder zum niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert; erforderliche Einzelwertberichtigungen sind erfolgt. Der Ausweis des Kassenbestands und der Guthaben bei Kreditinstituten erfolgte mit dem Nennbetrag. Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten Für Aufwendungen, die im Geschäftsjahr oder früher getätigt wurden und eine spätere Rechnungsperiode betreffen, wurden aktive Rechnungsabgrenzungsposten gebildet. Eigenkapital Das gezeichnete Kapital wird mit dem Nennbetrag ausgewiesen. Rückstellungen Die Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzins der vergangenen sieben Geschäftsjahre der Deutschen Bundesbank abgezinst. Unter den Pensionsrückstellungen bilanziert der Unterschiedsbetrag zwischen den zu Zeitwerten bewerteten Vermögensgegenständen und den passivierten Verpflichtungen gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Passiver Rechnungsabgrenzungsposten Unter dem passiven Rechnungsabgrenzungsposten wurden Einnahmen vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Erträge für einen bestimmten Zeitraum danach darstellen. B. Angaben zu einzelnen Posten der Bilanz Die Aufgliederung und Entwicklung der Anlagenwerte ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen. Die unter den Vorräten ausgewiesenen geleisteten Anzahlungen betreffen verbundene Unternehmen. Von den ausgewiesenen Guthaben bei Kreditinstituten sind TEUR 534 verpfändet. Die Bilanzierung der Pensionsrückstellungen erfolgt auf Grundlage eines versicherungsmathematischen Gutachtens. Die Bewertung basiert auf der Projected-Unit-Credit-Methode. Als Rechnungsgrundlagen dienten die Richttafeln 2018G von Dr. Klaus Heubeck sowie folgende versicherungsmathematischen Annahmen:
Der Unterschiedsbetrag gemäß § 253 Abs. 6 HGB beträgt TEUR 11. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen mit TEUR 1 (i. V. TEUR 1.921) die Gesellschafterin. Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren beträgt TEUR 0. Es bestehen nicht bilanzierte sonstige finanzielle Verpflichtungen, insbesondere aus Mietverträgen und PKW- bzw. IT-Leasingverträgen von TEUR 351 p. a., die eine Laufzeit von bis zu 6 Jahren haben. Gemäß § 73 AO haftet die Gesellschaft als Organgesellschaft für die im Rahmen der ertragsteuerlichen Organschaft bestehenden Steuerverbindlichkeiten des Organträgers. Das Risiko der Inanspruchnahme wird infolge der guten Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Organträges als gering eingestuft. C. Angaben zu einzelnen Posten der Gewinn- und Verlustrechnung Steuern vom Einkommen und Ertrag fallen durch den Ergebnisabführungsvertrag nicht mehr an. D. ErgebnisverwendungsvorschlagDie Gesellschaft weist für das Geschäftsjahr 2023 aufgrund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrages keinen Jahresüberschuss aus. E. Ergänzende Angaben Geschäftsführer Einzelvertretungsberechtigte und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreite Geschäftsführer der Gesellschaft sind bzw. waren: Herr Dipl.-Ing. Marco Johannes Zielinski, Geschäftsführer (bis 31.01.2023) Herr Mats Ekelund, Group Leader (bis 14.03.2024) Herr Robert Peter Clay, Portfolio CFO (ab 25.01.2023) Herr Laurent Albert Eskenazi, Portfolio Manager (ab 25.01.2023) Herr Jonas Svensson, Managing Director, (ab 14.03.2024) Herr Holger Hörz, General Manager, (ab 06.06.2023) Prokuristen Die folgenden Prokuristen vertreten die Gesellschaft gemeinsam mit einem Geschäftsführer oder einem anderen Prokuristen und sind von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit: Herr Manuel Denkwitz (ab 31.01.2023 bis 17.04.2023) Frau Mara Ghilardi (ab 31.01.2023) Herr Alexander Christof Manz (ab 15.03.2023) Die folgenden Prokuristen vertreten die Gesellschaft gemeinsam mit einem Geschäftsführer oder einem anderen Prokuristen: Herr Christian Rommel Herr Dominik Heß (bis 11.03.2024) Herr Steve Schaubs Bezüglich der Angaben nach § 285 Abs. 9a HGB wird von der Schutzklausel nach § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht. Im Durchschnitt wurden im Geschäftsjahr 100 Mitarbeiter beschäftigt. Davon waren 15 in der Verwaltung, 16 im produktiven Bereich und 68 in der Systementwicklung tätig. Die börsennotierte CSI Constellation Software Inc. in Toronto (Kanada) ist das Mutterunternehmen, das den Konzernabschluss für den kleinsten und den größten Kreis von Unternehmen aufstellt.
Sömmerda, den 14. August 2024 gez. Holger Hörz, Geschäftsführer gez. Jonas Svensson, Geschäftsführer gez. Laurent Eskenazi, Geschäftsführer gez. Robert Clay, Geschäftsführer Anlagespiegel
sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 26.09.2024 festgestellt. BestätigungsvermerkBei dem vorstehenden Jahresabschluss handelt es sich um die nach § 327 HGB für Offenlegungszwecke verkürzte Fassung. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht wurde folgender Bestätigungsvermerk erteilt: Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die SYSTEMTECHNIK GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der SYSTEMTECHNIK GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der SYSTEMTECHNIK GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir die Darstellung, den Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Erfurt, den 31. August 2024 HTW
Wirtschaftsprüfung GmbH
gez. Dipl.-Kfm. Joachim Schoenfeldt, Wirtschaftsprüfer gez. Dipl.-Kfm. Norbert Pließ, Wirtschaftsprüfer |
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