OPS-INGERSOLL Funkenerosion GmbH

Daimlerstraße 22, 57299 Burbach, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Siegen HRB 8179
Vorher
Greta 27. Vermögensverwaltungs GmbH
Eingetragen
30.3.2006
Branche
Herstellung von Werkzeugmaschinen für die MetallbearbeitungHerstellung von handgeführten Werkzeugen mit MotorantriebHerstellung von Maschinen für die additive Fertigung
Gegenstand
(1) Die Entwicklung und die serienmäßige Herstellung von Hochgeschwindigkeitsfräs-, Zerspanungs- und Funkenerosionsmaschinen und -systemen für den Formen- und Werkzeugbau mit durchgängigen Prozesslösungen (CAD-CAM-HSC/EDM) durch Integration von CAD- und CAM-Komponenten. (2) Die Gesellschaft darf alle Geschäfte betreiben und Maßnahmen vornehmen, die geeignet sind, dem Unternehmensgegenstand unmittelbar oder mittelbar zu dienen. (3) Die Gesellschaft darf Zweigniederlassungen errichten und gleichartige oder ähnliche Unternehmen erwerben oder sich an solchen Unternehmen beteiligen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Christian Kraft
seit 21.11.2022
Geschäftsführer
Geschäftsführer
Kai-Steffen Jung
seit 29.6.2020
Prokura
Peter Stein
seit 14.12.2006
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.

Gesellschafter

5 Gesellschafter

GmbH-Struktur

3 von 5 angezeigt

Germany
72.900 €
66.00%
Germany
22.300 €
20.10%
Germany
10.450 €
9.46%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

OPS-INGERSOLL Funkenerosion GmbH

Burbach

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.04.2023 bis zum 31.03.2024

Bilanz zum 31. März 2024

AKTIVA

31.03.2024 31.03.2023
EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene Werte 2.033.192,66 ( 1.478.778,07 )
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 869.830,00 ( 1.015.272,00 )
3. Geleistete Anzahlungen 57.709,41 82.535,90
2.960.732,07 2.576.585,97
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 4.012.041,42 ( 4.127.166,42 )
2. Technische Anlagen und Maschinen 882.127,00 ( 1.020.094,00 )
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 815.489,00 ( 896.683,00 )
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 178.929,70 ( 182.718,70 )
5.888.587,12 6.226.662,12
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 89.456,87 ( 89.456,87 )
2. Sonstige Ausleihungen 12.674,87 ( 18.404,45 )
102.131,74 107.861,32
8.951.450,93 8.911.109,41
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 9.550.147,61 ( 9.568.350,84 )
2. Unfertige Erzeugnisse 7.077.967,94 ( 10.442.945,79 )
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 1.229.732,04 ( 923.438,24 )
4. Geleistete Anzahlungen 160.715,17 ( 194.576,05 )
5. Abzüglich erhaltene Anzahlungen 2.660.946,67 ( /. 2.066.620,40 )
15.357.616,09 19.062.690,52
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.978.199,84 ( 4.469.961,47 )
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 267.915,73 ( 651.431,64 )
3. Sonstige Vermögensgegenstände 46.044,14 ( 61.048,10 )
2.292.159,71 5.182.441,21
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 2.427,97 612.418,65
17.652.203,77 24.857.550,38
C. Rechnungsabgrenzungsposten 100.922,46 138.002,80
26.704.577,16 33.906.662,59

PASSIVA

31.03.2024 31.03.2023
EUR EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 110.450,00 110.450,00
II. Kapitalrücklage 4.730.365,34 4.730.365,34
III. Bilanzgewinn 4.498.031,68 10.158.468,83
9.338.847,02 14.999.284,17
B. Rückstellungen
1. Pensionsrückstellungen 3.167.415,00 2.718.851,16
2. Steuerrückstellungen 1.699,00 1.699,00
3. Sonstige Rückstellungen 1.281.210,11 1.795.515,92
4.450.324,11 4.516.066,08
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 6.399.057,05 7.108.381,49
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 915.201,24 2.482.013,62
3. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 5.195.725,00 4.060.000,00
4. Sonstige Verbindlichkeiten 405.422,74 740.917,23
12.915.406,03 14.391.312,34
26.704.577,16 33.906.662,59

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis 31. März 2024

01.04.2023 - 31.03.2024 01.04.2022 - 31.03.2023
EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 24.716.339,31 35.968.684,34
2. Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen ./. 2.934.184,05 648.111,86
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 303.261,75 116.764,66
4. Sonstige betriebliche Erträge 193.226,34 922.899,56
5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe ./. 10.743.308,38 18.061.513,55 )
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 522.871,57 (./. 548.949,64 )
./. 11.266.179,95 ./ . 18.610.463,19
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter ./. 7.621.196,42 (./. 9.398.412,53 )
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 752.145,84 (./. 1.743.245,21 )
./. 9.373.342,26 ./. 11.141.657,74
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen ./. 812.322,45 ./. 810.991,23
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen 5.892.801,36 ./ . 6.317.276,33
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 82.164,51 55.748,20
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen ./. 684.850,69 ./. 551.236,27
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 8.251,70 0,00
12. Ergebnis nach Steuern = Jahresfehlbetrag (i. Vj. Jahresüberschuss) 5.660.437,15 280.583,86
13. Ergebnisvortrag 10.158.468,83 9.877.884,97
14. Bilanzgewinn 4.498.031,68 10.158.468,83

Anhang für das Geschäftsjahr vom 01. April 2023 bis 31. März 2024

1. Allgemeines

Die OPS-INGERSOLL Funkenerosion GmbH hat ihren Sitz in Burbach und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Siegen (HRB Reg. Nr. 8179).

Den Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 haben wir nach den Vorschriften des HGB und des GmbHG aufgestellt. Dabei haben wir die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften beachtet.

Sämtliche Davon-Vermerke zu Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung werden im Anhang angegeben.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist gemäß § 275 Abs. 2 HGB nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt worden.

Der Jahresabschluss wurde unter Annahme der Unternehmensfortführung (Going-Concern) aufgestellt.

Die Geschäftsführung hat die MPower Management GmbH mit der Erstellung eines IDW S6 Gutachtens und unter Berücksichtigung der Kernanforderungen aus der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs beauftragt. Das Gutachten wurde mit Datum 21.03.2024 abgeschlossen.

In der im Zuge des Gutachtens erstellten Business Case Planung wird für das Geschäftsjahr 2024/25 ein Jahresfehlbetrag erwartet. Aufgrund von verschiedenen Maßnahmen zur Innenfinanzierung reichen die verfügbaren Kreditlinien bei Einhaltung der in der Sanierungsvereinbarung festgelegten Reporting Verpflichtungen trotz des Verlustes aus heutiger Sicht bis mindestens Ende März 2027 aus.

Zur weiteren Absicherung wurde ein Stress Case Szenario erstellt. In diesem ergibt sich ein zusätzlicher Liquiditätsbedarf in Höhe von ca. TEUR 800.

Die Hauptgesellschafter der OPS-INGERSOLL haben zur Absicherung des im Stress Case erforderlichen zusätzlichen Liquiditätsbedarfes weitere Gesellschafterdarlehen in Höhe von TEUR 800 zugesagt und in voller Höhe eingebracht. Zudem wurde für den Sanierungszeitraum bis zum 31.03.2027 auf Tilgungen zu den gewährten Gesellschafterdarlehen verzichtet.

Die MPower Management GmbH kommt in ihrem IDW S6 Gutachten nach umfassender Würdigung aller durch die Geschäftsführung sowie das Management der OPS-INGERSOLL übergebenen Unterlagen und vorgelegten Informationen zu folgender Einschätzung: "Die OPS- INGERSOLL Funkenerosion GmbH ist nach unserer Einschätzung auf Grundlage der existierenden Finanzierungszusagen im Zeitraum bis 30.03.2027 ausreichend finanziert. [ ... ] Die Aussagen zur Zukunftsfähigkeit der OPS-INGERSOLL Funkenerosion GmbH sind vorbehaltlich möglicher indirekter Auswirkungen wie Corona sowie der derzeitigen globalen Krisen wie z.B. des Ukraine- oder des Nahostkriegs auf die Geschäftsentwicklung des Unternehmens. [ ... ]"

Zu dem vom Management der OPS-INGERSOLL geplanten Sanierungskonzept wurde folgende Aussage getroffen: "Im Rahmen unserer Tätigkeit sind wir zu der abschließenden Einschätzung gelangt, dass aufgrund der im vorliegenden Sanierungskonzept beschriebenen Sachverhalte, Erkenntnisse, Maßnahmen und plausiblen Annahmen die OPS-INGERSOLL Funkenerosion GmbH bei objektiver Betrachtung mit überwiegender Wahrscheinlichkeit saniert werden kann." Die definierten Maßnahmen umfassen insbesondere eine Kostenoptimierung und interne Effizienzsteigerungen sowie eine Vertriebsintensivierung.

Sofern die gemäß Sanierungsvereinbarung und IDW S6 Gutachten definierten wesentlichen Restrukturierungsmaßnahmen nicht umgesetzt werden können, eine Kündigung durch die bestehenden Warenkreditversicherungen erfolgt oder die Reporting Verpflichtungen der Sanierungsvereinbarung nicht eingehalten werden, besteht gemäß Sanierungsvereinbarung seitens der Kreditgeber ein Kündigungsrecht. Sollten die Kreditgeber von diesem Kündigungsrecht Gebrauch machen, besteht für die Gesellschaft eine wesentliche Unsicherheit ihrer finanziellen Ausstattung im Prognosezeitraum, die bedeutsame Zweifel an der Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann.

Es wurden die folgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewandt:

Selbsterstellte immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Herstellungskosten (Entwicklungskosten) aktiviert, sofern zum Abschlussstichtag zumindest eine hohe Wahrscheinlichkeit der tatsächlichen Entstehung eines Vermögensgegenstandes besteht. Die Herstellungskosten beinhalten die unter den unfertigen und fertigen Erzeugnissen aufgeführten Bestandteile. Forschungskosten werden grundsätzlich nicht aktiviert. Es gibt eine klare Abgrenzung zwischen Forschungs- und Entwicklungskosten. Die Vermögensgegenstände werden ab Beginn ihrer Nutzung planmäßig nach der linearen Methode pro rata temporis über die voraussichtliche wirtschaftliche Nutzungsdauer von sechs Jahren abgeschrieben.

Der Gesamtbetrag der im Geschäftsjahr aktivierten Entwicklungskosten beläuft sich auf TEUR 659. Die geleisteten Anzahlungen für die immateriellen Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt.

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, bewertet. Diese werden ab dem Zeitpunkt der Betriebsbereitschaft planmäßig über die jeweilige betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer (6 bis 10 Jahren) abgeschrieben. Die Nutzungsdauer für die Software zur Steuerung der Funkenerosionsmaschinen beträgt 10 Jahre.

Die Bewertung des Sachanlagevermögens erfolgt zu Anschaffungskosten. Abnutzbare Gegenstände werden planmäßig abgeschrieben. Die planmäßigen Abschreibungen berücksichtigen den technischen und wirtschaftlichen Werteverzehr. Die Abschreibungen werden nach der linearen Methode vorgenommen. Soweit notwendig erfolgen außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert.

Die im November 2008 erworbene Betriebsimmobilie wurde umfangreich modernisiert und ist als neuwertig einzustufen. Die Immobilie hat eine Restnutzungsdauer bis 2054 und wird über diesen Zeitraum linear abgeschrieben.

Die übrigen Sachanlagen werden entsprechend ihrer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer (zwischen 3 Jahren und 21 Jahren) abgeschrieben.

Wie in den Vorjahren wird für geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten von mehr als € 250,00 aber nicht mehr als € 1.000,00 ein Sammelposten gebildet.

Der jeweilige Sammelposten wird im Jahr der Bildung und in den folgenden vier Geschäftsjahren mit jeweils einem Fünftel ergebniswirksam aufgelöst. Scheidet ein Wirtschaftsgut vorzeitig aus dem Betriebsvermögen aus, wird der Sammelposten nicht vermindert.

Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau werden zum Nennwert angesetzt.

Die Anteile an verbundenen Unternehmen sind mit ihren Anschaffungskosten angesetzt. Bei einer voraussichtlich dauernden Wertminderung werden Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen. Bei Wegfall der Gründe werden entsprechende Zuschreibungen vorgenommen.

Ausleihungen werden zum Nennwert bilanziert.

In den Vorräten werden die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe mit den Anschaffungskosten (ermittelt nach dem gleitenden Durchschnitt) oder niedrigeren Wiederbeschaffungswerten bewertet. Die in den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen enthaltenen Servicematerialien werden unter Berücksichtigung von Wertberichtigungen in Form von Gängigkeitsabschlägen bilanziert. Für Kleinmaterial der Produktion wird ein Festwert gebildet. Unfertige und fertige Erzeugnisse werden mit den Herstellungskosten bewertet. Die Herstellungskosten enthalten neben den Material-, Fertigungs- und Sonderkosten der Fertigung auch angemessene Teile der notwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie fertigungsbedingte Abschreibungen, Kosten der allgemeinen Verwaltung und Aufwendungen für freiwillige soziale Leistungen und für betriebliche Altersversorgung. Fremdkapitalzinsen werden nicht aktiviert.

Der Festwert für die Kleinmaterialien der Produktion, die unter den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen ausgewiesen werden, beträgt zum Bilanzstichtag TEUR 430 (Vorjahr TEUR 430).

Erhaltene Anzahlungen werden mit ihrem Nennwert von den Vorräten aktivisch abgesetzt.

Die geleisteten Anzahlungen auf Vorräte sind zum Nennwert angesetzt.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind grundsätzlich zum Nennwert unter Abzug gebotener Wertberichtigungen angesetzt. Für das allgemeine Ausfallrisiko werden Pauschalwertberichtigungen (PWB) in Höhe von 0,8% (Vorjahr 0,8%) der nicht bereits einzelwertberichtigten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (ohne Umsatzsteuer) gebildet. Auf die Forderungen an verbundene Unternehmen wurde eine zusätzliche Wertberichtigung in Höhe von 616 TEUR gebildet. Insgesamt beträgt die Wertberichtigung auf die Forderung 84%. Sämtliche Forderungen haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

Rückdeckungsversicherungsansprüche werden auf Basis versicherungsmathematischer Gutachten bzw. Mitteilungen der Versicherer mit dem Aktivwert, der den fortgeführten Anschaffungskosten entspricht, bewertet. Dieser beträgt zum 31. März 2024 TEUR 0 (Vorjahr TEUR 369). Die Rückdeckungsversicherung wurde im Berichtsjahr aufgelöst. Die dazugehörige Pensionsrückstellung beläuft sich zum 31. März 2024 auf TEUR 622 (Vorjahr TEUR 574) und wird in voller Höhe ausgewiesen. Erträge aus dem Deckungsvermögen sind im Berichtsjahr nicht angefallen.

Die flüssigen Mittel sind zu Nennwerten bewertet.

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten enthält Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Das Gezeichnete Kapital ist zum Nennwert angesetzt.

Bei Bildung der Rückstellungen ist den erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten angemessen Rechnung getragen. Sie sind in der Höhe bemessen, die nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist.

Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind, sofern es sich nicht um Pensionsrückstellungen handelt, mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnungen nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren unter Berücksichtigung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Heubeck bewertet. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank im Monat März 2024 veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt (§ 253 Abs. 2 Satz 2 HGB). Dieser Zinssatz beträgt 1,83% (Vorjahr 1,79%). Der Unterschiedsbetrag gemäß § 253 Abs. 6 HGB zu dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinses der vergangenen sieben Jahre beläuft sich zum 31. März 2024 auf TEUR 16 (Vorjahr TEUR 162). Bei der Ermittlung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden erwartete Rentensteigerungen von jährlich 1,5% zugrunde gelegt. Aufgrund der Ausgestaltung der Pensionszusagen sind Lohn- und Gehaltssteigerungen nicht zu berücksichtigen.

Verbindlichkeiten werden grundsätzlich zum Erfüllungsbetrag bilanziert.

Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden mit dem Kurs am Tag des Geschäftsvorfalls oder zum ungünstigeren Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet; Verluste aus Kursänderungen sind stichtagsbezogen berücksichtigt. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Soweit Fremdwährungspositionen kursgesichert sind, erfolgt die Bewertung zum entsprechenden Sicherungskurs.

Latente Steuern werden auf die Unterschiede in den Bilanzansätzen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz angesetzt, sofern sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Die Differenzen betreffen die Posten: Selbst geschaffene Werte, sonstige Vermögensgegenstände, Pensionsrückstellungen und sonstige Rückstellungen sowie den steuerlichen Verlustvortrag. Aktive und passive latente Steuern werden saldiert ausgewiesen. Der Aufwand und Ertrag aus der Veränderung der bilanzierten latenten Steuern wird unter Punkt 4. des Anhangs als Davon-Vermerk zu dem Posten "Steuern vom Einkommen und vom Ertrag" ausgewiesen. Der Berechnung der latenten Steuern liegt unverändert ein Steuersatz von 30,9% zugrunde. Im Falle eines Aktivierungsüberhangs wird vom Wahlrecht des Ansatzes aktiver latenter Steuern kein Gebrauch gemacht.

3. Angaben zu Posten der Bilanz

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist aus dem Anlagespiegel ersichtlich.

Die Anteile an verbundenen Unternehmen betreffen zu 100% die Anteile an der OPS-Ingersoll Machine Tool (Shanghai) Co. Ltd. mit Sitz in Shanghai/China. Das Eigenkapital der Gesellschaft beträgt zum 31. Dezember 2023 umgerechnet TEUR -1,415 (Umrechnungskurs zum 31. Dezember 2023: 7,8509 Chinesische Renminbi Yuan/Euro), der Jahresfehlbetrag 2023 beträgt umgerechnet TEUR -180 (durchschnittlicher Umrechnungskurs 2023: 7,6689 Chinesische Renminbi Yuan/Euro).

Zum 31. März 2024 sind sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig.

Als Gezeichnetes Kapital wird das Stammkapital gemäß § 272 Abs. 1 S. 1 HGB i.V.m. § 5 GmbHG ausgewiesen. Es ist vollständig eingezahlt.

Bei der Kapitalrücklage handelt es sich um sonstige Zuzahlungen nach § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB.

In den Bilanzgewinn wurde ein Gewinnvortrag in Höhe von TEUR 4.498 (Vorjahr TEUR 9.878) einbezogen.

Ausschüttungsgesperrte Beträge i.S.d. §§ 253 Abs. 6 und 268 Abs. 8 HGB

Die Ermittlung des maximalen Ausschüttungsbetrages stellt sich wie folgt dar:

Betrag in TEUR
Bilanzgewinn 4.498
+ frei verfügbare Rücklagen (Kapitalrücklage) 4.730
maximaler Ausschüttungsbetrag ohne Ausschüttungssperre 9.228
./. selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände (nach Abzug latenter Steuern) -1.405
./. Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 HGB -16
= Ausschüttbarer Betrag nach Ausschüttungssperren 7.807

Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Verpflichtungen aus dem Personalbereich, mögliche Inanspruchnahmen aus Gewährleistungen, Kostennachträge sowie sonstige noch nicht abgerechnete Verpflichtungen.

Die Fristigkeiten der Verbindlichkeiten sind im folgenden Verbindlichkeitenspiegel dargestellt:

Restlaufzeiten
Gesamt bis zu 1 Jahr 1 bis 5 Jahre mehr als 5 Jahre
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 6.399.057,05 3.303.536,39 1.608.366,17 1.487.154,49
(Vorjahr) (7.108.381,49) (3.458.877,38) (1.918.663,90) (1.730.840,21)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 915.201,24 915.201,24 0 0
(Vorjahr) (2.482.013,62) (2.482.013,62) (O) (0)
Verbindlichkeiten gegen- über Gesellschaftern 5.195.725,00 370.725,00 4.025.000,00 800.000,00
(Vorjahr) (4.060.000,00) (60.000) (3.200.000,00) (800.000,00)
Sonstige Verbindlichkeiten 405.422,74 405.422,74 0 0
(Vorjahr) (740.917,23) (740.917,23) (0) (0)
12.915.406,03 4.994.885,37 5.633.366,17 2.287.154,49

Die Verbindlichkeiten zum 31. März 2024 sind wie folgt besichert:

Gesamtbetrag davon besichert
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 6.399.057,05 6.399.057,05
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 5.195.725,00 0,00
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 915.201,24 0,00
Sonstige Verbindlichkeiten 405.422,74 0,00
12.915.406,03 6.399.057,05

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind zum Teil besichert durch Sicherungsübereignung von Maschinen und maschinellen Anlagen, zugunsten der finanzierenden Kreditinstitute. Des Weiteren bestehen Grundschulden zu Gunsten der jeweiligen Kreditinstitute.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen enthalten wie im Vorjahr Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen und betreffen die Verbindlichkeiten gegenüber der OPS-Ingersoll Machine Tool (Shanghai) Co. Ltd. in Höhe von TEUR 35 (Vorjahr TEUR 69).

Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern enthalten wie im Vorjahr ausschließlich sonstige Verbindlichkeiten aus Darlehen.

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von TEUR 132 (Vorjahr TEUR 172) sowie Verbindlichkeiten aus sozialer Sicherheit in Höhe von TEUR 116 (Vorjahr TEUR 97) enthalten.

4. Angaben zu Posten der Gewinn- und Verlustrechnung

Von den Umsatzerlösen in Höhe von TEUR 24.716 entfallen 11.544 TEUR auf das Inland, TEUR 3.689 auf die Europäische Union und TEUR 9.483 auf Drittländer.

Nach Tätigkeitsbereichen entfallen die Umsätze mit 36,7 % auf EDM-Maschinen, mit 29,1 % auf HSC-Maschinen und mit 34,2 % auf Gebrauchtmaschinen, Service und Automationslösungen.

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten Erträge aus der Währungsumrechnung (TEUR 7; Vorjahr TEUR 200), empf. Schadensersatzleistungen von Versicherungen (TEUR 24; Vorjahr TEUR 40) sowie periodenfremde Erträge (TEUR 21; Vorjahr TEUR 7).

Die im Personalaufwand enthaltenen sozialen Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung enthalten Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von TEUR 124 (Vorjahr TEUR 66).

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 8 (Vorjahr TEUR 214) enthalten. Periodenfremde Aufwendungen haben sich im Geschäftsjahr nicht ergeben.

Die Zinsen und ähnliche Aufwendungen enthalten Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 57 (Vorjahr TEUR 55).

Der Steueraufwand enthält periodenfremde Steuererträge in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr TEUR 0) sowie Erträge aus der Veränderung bilanzierter latenter Steuern in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr TEUR 0).

5. Sonstige finanzielle Verpflichtungen und Angaben nach § 285 Nr. 3 HGB

Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen beläuft sich auf insgesamt TEUR 1.304. Die nicht in der Bilanz ausgewiesenen sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus Miet- und Leasing-Verträgen betragen TEUR 1.304 - davon sind TEUR 447 innerhalb eines Jahres fällig. Unsere Gesellschaft hat operating Leasingvereinbarungen sowie Mietvereinbarungen abgeschlossen. Dies trägt zu einer Verringerung der Kapitalbindung bei und belässt das Investitionsrisiko beim Leasinggeber bzw. Vermieter.

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen gliedern sich wie folgt auf:

Bereich Gesamtsumme netto bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre > 5 Jahre
KFZ-Leasing 394.742,02 € 181.842,60 € 212.899,42 € - €
Maschinenleasing 762.801,75 € 201.849,00 € 560.952,75 € - €
Bike-Leasing 119.884,33 € 54.924,34 € 64.960,09 € - €
Sonstige Mieten 26.220,00 € 7.548,00 € 18.672,00 € - €
1.303.648,10 € 446.163,84 € 857.484,26 € - €

Das Obligo aus Rücknahmegarantien beträgt zum Stichtag TEUR 327 (Vorjahr TEUR 453). Rücknahmegarantien werden zur Sicherung der Absatzfinanzierung zugunsten von Leasinggesellschaften abgegeben, die Finanzierungen für unsere Kundschaft bereitstellen. Da unsere Kunden ihren Zahlungsverpflichtungen derzeit laufend nachkommen, rechnen wir nicht mit einer Inanspruchnahme aus den Rücknahmegarantien.

6. Derivative Finanzinstrumente und Bewertungseinheiten

Bei der OPS-INGERSOLL Funkenerosion GmbH werden derivative Finanzinstrumente zur Absicherung von Währungsrisiken eingesetzt. Es bestehen zum 31. März 2024 Devisentermingeschäfte zur Absicherung von Währungsrisiken über den Bilanzstichtag hinaus. Sämtliche Devisentermingeschäfte werden in Bewertungseinheiten einbezogen. Es wurden Devisenterminverkäufe mit einem Kontraktvolumen zum 31. März 2024 in Höhe von TEUR 1.078 (TUSD 1.190) abgeschlossen. Die beizulegenden Zeitwerte (positive Marktwerte) der Devisentermingeschäfte betragen zum Bilanzstichtag TEUR 1.100.

Zur Absicherung von Grundgeschäften werden derivative Finanzinstrumente regelmäßig bei bestehenden wesentlichen Forderungen in Fremdwährungen bzw. schwebenden Geschäften in Fremdwährung (Absicherung des Auftragseingangs) eingesetzt. Sofern die gesetzlichen Voraussetzungen vorliegen, werden Bewertungseinheiten i.S.d. § 254 HGB gebildet. Zur bilanziellen Abbildung der wirksamen Teile der gebildeten Bewertungseinheiten wird die sog. Einfrierungsmethode (kompensatorische Bewertung) angewendet.

Grundlage für die Ermittlung der Wirksamkeit (Effektivität) der Bewertungseinheit ist die Übereinstimmung der bewertungsrelevanten Parameter von Grund- und Sicherungsgeschäft. Die Wirksamkeit wird prospektiv festgestellt. Verlustspitzen werden imparitätisch im Aufwand erfasst.

Die beizulegenden Zeitwerte der derivativen Finanzinstrumente werden mit marktüblichen Bewertungsmethoden unter Berücksichtigung der am Bewertungsstichtag vorliegenden Marktdaten (Marktwerte) ermittelt. Devisenkontrakte werden einzeln auf Basis des Austauschbetrags mit den aktuellen Marktterminkursen am Abschlussstichtag im Vergleich zu den vereinbarten Terminbzw. Kontraktkursen bewertet. Die Marktterminkurse richten sich nach den Kassakursen unter Berücksichtigung von Terminauf- und -abschlägen.

Es wurden folgende Bewertungseinheiten gebildet:

Devisentermingeschäfte in USD (Mikro-Hedge)

Art der gebildeten Bewertungseinheiten: Mikro-Hedges

Art des abgesicherten Risikos: Wertänderungsrisiko (Währungsrisiken aufgrund von Fremdwährungsschwankungen (US-Dollar)).

Zum Abschlussstichtag beträgt die Höhe der mit den gebildeten Bewertungseinheiten abgesicherten Risiken TEUR 0.

Die gegenläufigen Wertänderungen der Devisenterminkontrakte gleichen sich aus, da Grund- und Sicherungsgeschäft demselben Risiko ausgesetzt sind. Es besteht Währungsidentität, da den (zukünftigen) Forderungen in USD zum Fälligkeitszeitpunkt sich ausgleichende Verbindlichkeiten in USD zu einem festen Euro-Kurs gegenüberstehen. Die Wertänderungen der zum Abschlussstichtag bestehenden Forderungen in USD gleichen sich im Zeitraum vom April bis Mai 2024 aus. Sobald absehbar wird, dass es zu zeitlichen Verschiebungen beim Zahlungsausgleich der Kundenforderungen oder der Abwicklung der Auftragseingänge kommt, werden die Laufzeiten der entsprechenden Devisenterminkontrakte angepasst.

Ergänzende Angaben

Konsolidierungskreis

Die Gesellschaft wird in keinen Konzernabschluss einbezogen. Die Gesellschaft ist gemäß § 290 Abs. 1 bis 4 HGB grundsätzlich verpflichtet, einen Konzernabschluss und einen Konzernlagebericht zu erstellen. Da die Tochtergesellschaft gemäß § 296 Abs. 2 HGB nicht in den Konzernabschluss einbezogen werden braucht, wurde gemäß § 290 Abs. 5 HGB zulässigerweise kein Konzernabschluss aufgestellt.

Arbeitnehmer

Die durchschnittliche Zahl der beschäftigten Arbeitnehmer beträgt im Geschäftsjahr 2023/2024 142 (Vorjahr 144 Arbeitnehmer).

Abschlussprüferhonorar

Das Honorar des Abschlussprüfers beträgt TEUR 85 und entfällt vollständig auf Abschlussprüfungsleistungen.

Gesellschaftsorgane

Geschäftsführer sind Herr Rainer Jung, Neunkirchen, Herr Matthias Schmidt, Burbach sowie Herr Christian Kraft, Wenden. Die Geschäftsführer üben Ihre Tätigkeit als Geschäftsführer der OPS- INGERSOLL Funkenerosion GmbH hauptberuflich aus.

Auf die Angabe der Vergütung der Geschäftsführer gemäß § 285 Nr. 9 a) und b) HGB wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Gewinnverwendung

Die Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den Bilanzgewinn in Höhe von TEUR 4.498 auf neue Rechnung vorzutragen.

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres

Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind, liegen nicht vor.

 

Burbach, den 19. Juli 2024

OPS-INGERSOLL Funkenerosion GmbH

Rainer Jung, Geschäftsführer

Matthias Schmidt, Geschäftsführer

Christian Kraft, Geschäftsführer

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr vom 01. April 2023 bis 31. März 2024

Anschaffungs- oder Herstellungskosten
Stand 01.04.2023 Zugänge Abgänge Umbuchungen Stand 31.03.2024
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene Werte 2.903.977,53 659.308,35 0,00 0,00 3.563.285,88
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 7.197.054,60 0,00 0,00 41.917,75 7.238.972,35
3. Geschäfts- oder Firmenwert 4.654.531,04 0,00 0,00 0,00 4.654.531,04
4. Geleistete Anzahlungen 82.535,90 17.091,26 0,00 -41.917,75 57.709,41
14.838.099,07 676.399,61 0,00 0,00 15.514.498,68
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 6.222.084,70 0,00 0,00 0,00 6.222.084,70
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.781.382,58 26.808,07 0,00 0,00 2.808.190,65
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsaustattung 3.287.769,11 167.889,31 44.906,04 3.789,00 3.410.752,38
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 182.718,70 0,00 0,00 -3.789,00 182.718,70
12.473.955,09 194.697,38 44.906,04 0,00 12.623.746,43
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 89.456,87 0,00 0,00 0,00 89.456,87
2. Sonstige Ausleihungen 18.404,45 0,00 5.729,58 0,00 12.674,87
107.861,32 0,00 5.729,58 0,00 102.131,74
27.419.915,48 871.096,99 50.635,62 0,00 28.240.376,85
Abschreibungen
Stand 01.04.2023 Zugänge Abgänge Stand 31.03.2024
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene Werte 1.425.199,46 104.893,76 0,00 1.530.093,22
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 6.181.782,60 187.359,75 0,00 6.369.142,35
3. Geschäfts- oder Firmenwert 4.654.531,04 0,00 0,00 4.654.531,04
4. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
12.261.513,10 292.253,51 0,00 12.553.766,61
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.094.918,28 115.125,00 0,00 2.210.043,28
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.761.288,58 164.775,07 0,00 1.926.063,65
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsaustattung 2.391.086,11 240.168,87 35.991,60 2.595.263,38
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
6.247.292,97 520.068,94 35.991,60 6.731.370,31
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00
18.508.806,07 812.322,45 35.991,60 19.285.136,92
Buchwerte
Stand 31.03.2024 Stand 31.03.2023
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene Werte 2.033.192,66 1.478.778,07
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 869.830,00 1.015.272,00
3. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 0,00
4. Geleistete Anzahlungen 57.709,41 82.535,90
2.960.732,07 2.576.585,97
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 4.012.041,42 4.127.166,42
2. Technische Anlagen und Maschinen 882.127,00 1.020.094,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsaustattung 815.489,00 896.683,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 182.718,70 182.718,70
5.892.376,12 6.226.662,12
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 89.456,87 89.456,87
2. Sonstige Ausleihungen 12.674,87 18.404,45
102.131,74 107.861,32
8.955.239,93 8.911.109,41

Lagebericht zum Geschäftsjahr vom 01.04.2023 bis zum 31.03.2024

1. Grundlagen der Gesellschaft

OPS-INGERSOLL ist ein weltweit tätiges, vom Firmengründer geführtes, Unternehmen mit langjähriger Tradition. Wir stellen Hochgeschwindigkeitsfräs- und Funkenerosionsmaschinen und darüber hinaus Automationssysteme her. Infolgedessen werden beide Technologien in einer Zellenautomation verknüpft, welche dem Endkunden ein hohes Maß an Wirtschaftlichkeit und Produktivität ermöglicht.

Ein wichtiger Bestandteil des OPS-INGERSOLL Dienstleistungsprogramms ist der Know-how-Transfer unserer Anwendungstechnik. Unser Expertenteam besteht aus erfahrenen Werkzeug- und Formenbauern und berät und unterstützt unsere Kunden bei der Umsetzung ihrer technischen Anforderung.

Unser Leistungsspektrum umfasst dabei sowohl komplexe Systeme als auch einzelne Komponenten, die wir weltweit vertreiben. Sowohl Einzelmaschinen als auch komplexe Anlagen wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr weiterentwickelt, so dass einem dynamischen Markt in ebensolcher Weise Rechnung getragen wurde.

2. Wirtschaftsbericht

2.1. Rahmenbedingungen

Der Internationale Währungsfonds (IWF) prognostiziert in seinem jüngsten globalen Ausblick für das Kalenderjahr 2024 ein Wachstum der Weltwirtschaftsleistung von 3,2 %, nachdem die Wirtschaftsleistung im vergangenen Jahr um 3,2 % gestiegen war. Für die Eurozone geht der IWF für 2024 von einem Wachstum von 0,8 % aus. Der IWF blickt verhalten auf das Wirtschaftswachstum. Der anhaltende Krieg in der Ukraine sowie weitere geopolitische Spannung können das Wachstum aufgrund nicht absehbarer Konsequenzen auf die Lieferketten sowie den Leitzins negativ beeinflussen.

Für Deutschland prognostiziert der IWF für 2024 ein Wachstum von 0,2 %, nach einem Rückgang von 0,3 % im Kalenderjahr 2023. Im kommenden Jahr 2025 soll das Wachstum 1,3 % betragen. Dem chinesischen Markt wird ein stärkeres Wachstum zugetraut: Für 2024 wird ein Plus von 4,6 % prognostiziert.

2.2. Geschäftsverlauf

Im vergangenen Geschäftsjahr 2023/2024 konnten wir einen Umsatz von 24,7 Mio. Euro generieren - im Vorjahr waren es 36,0 Mio. Euro. Damit sank der Umsatz um 31 %.

Aufgrund der Sanktionen gegen Russland sind die Preise im Energiesektor weiterhin auf einem hohen Niveau. In den letzten Jahren schrumpfte der europäische Markt für Werkzeug- und Formenbau um rund 30%. Dies ist vor allem auf den Rückzug der Automobilindustrie aus der Entwicklung von Verbrennungsmotoren zurückzuführen. Die hohen Energiepreise, die Herausforderungen für den Werkzeug- und Formenbau sowie die inflationsbedingten Zinssteigerungen führten zum einem Nachfragerückgang.

Deutschland stellt noch immer unseren größten Einzelmarkt da. Jedoch hat der Markt mit einer starken Investitionszurückhaltung auf die besagten Unsicherheiten in Verbindung mit den wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen reagiert.

Der Produktmix zwischen EDM und HSC Maschinen fällt unverändert zu Gunsten der EDM Maschinen aus.

In unserer Prognose für das Wirtschaftsjahr 2024/2025 gehen wir nach Prüfung und Bewertung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sowie den uns vorliegenden Informationen von einer Umsatzsteigerung von 11,7 % auf TEUR 27.600 aus.

Der Umsatzanteil stellte sich in unseren Märkten wie folgt dar:

Deutschland 46,7 %
Europa 14,9 %
USA 11,9 %
Asien 16,4 %
Sonstige 10,1 %

Unsere Umsatzverteilung sah im Geschäftsjahr folgendermaßen aus:

EDM 36,7 %
HSC 29,1 %
Gebrauchtmaschinen / Service / Automation 34,2 %

2.3. Auftragseingang und Auftragsbestand

Im abgelaufenen Geschäftsjahr belief sich der Auftragseingang auf TEUR 24.286 und somit deutlich unter dem Niveau des Vorjahres (TEUR 34.839).

Der Auftragsbestand am 31.03.2024 belief sich auf TEUR 9.318 (Vorjahr TEUR 9.095).

3. Ertrags- und Vermögenslage

3.1. Ertragslage

Im abgeschlossenen Geschäftsjahr lag die Ertragskraft der OPS-INGERSOLL Funkenerosion GmbH unter dem Vorjahres-Niveau.

Das Geschäftsjahr wurde mit einem Umsatz in Höhe von TEUR 24.716 (Vorjahres-Vergleichszeitraum TEUR 35.969) beendet. Das abgeschlossene Geschäftsjahr liegt damit um TEUR 10.980 unter dem Vorjahr. Die wesentliche Ursache dafür lag im Rückgang des Auftragseinganges (insbesondere im ersten Halbjahr) des Geschäftsjahres.

Die Gesamtleistung (bestehend aus Umsatzerlösen, Bestandsveränderungen und aktivierten Eigenleistungen) hat sich deutlich auf TEUR 22.085 reduziert (Vorjahres-Wert TEUR 36.734). Dies ist auf die Bestandsverminderung der halbfertigen und fertigen Erzeugnisse von TEUR 2.934 (Vorjahres Bestandserhöhung um TEUR 648) in Verbindung mit dem vorgenannten Umsatzrückgang zurückzuführen.

Der Materialaufwand hat sich im Wesentlichen aufgrund der deutlich reduzierten Gesamtleistung von TEUR 18.610 auf TEUR 11.266 reduziert.

Unser durchschnittlicher Personalbestand lag im Geschäftsjahr 2023/24 bei 143 Mitarbeitern, Auszubildende, Werksstudenten und Hilfskräfte (Vorjahr 161 Mitarbeiter inkl. Auszubildende, Werksstudenten und Hilfskräfte).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Vergleich zum Vorjahr von TEUR 6.317 auf TEUR 5.893 gesunken. Neben umgesetzten Maßnahmen zur Kostenreduzierung liegen die wesentlichen Ursachen dafür in den analog zur Umsatzreduzierung gesunkenen Provisions-, Fracht- und Verpackungsaufwendungen sowie einer Reduzierung des Garantieaufwands. Dieser Reduzierung stehen die höheren Beratungsaufwendungen für die Erstellung des IDW S6 Gutachten gegenüber.

Das operative Ergebnis (EBIT) stellt für OPS-INGERSOLL den wesentlichen finanziellen Leistungsindikator dar und beläuft sich auf TEUR -5.066 (Vorjahresvergleichszeitraum TEUR 776). Die EBIT-Marge liegt damit bei -22,9 %, während sie im Vorjahr 2,1 % betrug.

Das Geschäftsjahr schließt mit einem Jahresfehlbetrag von TEUR 5.660 (Vorjahr Jahresüberschuss TEUR 281) nach Steuern ab.

3.2. Vermögenslage

Die Eigenkapitalquote beträgt zum Bilanzstichtag 35,0 % (Vorjahr 44,2 %) der Bilanzsumme.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betragen zum Bilanzstichtag TEUR 1.978 (Vorjahr TEUR 4.470).

Aufgrund der geänderten Marktsituation wurde mit der Einführung einer neuen Einkaufs- und Fertigungsstrategie begonnen. Ziel ist es, die benötigten Vorräte langfristig zu reduzieren. In Summe sind diese zum Bilanzstichtag von TEUR 21.129 auf TEUR 18.019 gesunken.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind von TEUR 7.108 auf TEUR 6.399 gesunken. Die Reduzierung ist im Wesentlichen auf die planmäßigen Tilgungszahlungen der bestehenden Darlehen zurückzuführen. Zur Fälligkeitsstruktur verweisen wir auf den Verbindlichkeitenspiegel im Anhang.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen belaufen sich zum Bilanzstichtag auf TEUR 915 (Vorjahr TEUR 2.482). Das Working Capital (Forderungen minus Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen minus erhaltene Anzahlungen, zuzüglich Vorratsvermögen) liegt zum Bilanzstichtag bei TEUR 16.421 (Vorjahr TEUR 21.051) und damit bei 61,5 % (Vorjahr 62,1%) der Bilanzsumme.

Der Investitionsschwerpunkt im abgelaufenen Geschäftsjahr lag im Bereich der technischen Neu- und Weiterentwicklungen.

3.3. Finanzlage

Auf Basis der aktuellen Auftragseingangs-, Umsatz- und Ergebnisplanung werden laufende Liquiditätsplanungen erstellt, anhand derer wir kontinuierlich die verfügbare Liquidität überwachen. Darüber hinaus besteht ein effizient funktionierendes Forderungsmanagement.

Das interne Controlling überwacht permanent die Währungsrisiken für das Unternehmen und sichert sie nach Maßgabe der von der Geschäftsleitung festgelegten Richtlinien ggf. über derivative Finanzinstrumente ab. Dabei werden lediglich bestehende Bilanzpositionen oder zu erwartende Cashflows abgesichert. Der solide operative Cashflow und ausreichende Finanzierungsmittel bilden die gesunde Basis für unser organisches Wachstum in der Zukunft.

Unsere Finanzierung erfolgt insbesondere über langfristige Gesellschafterdarlehen sowie über Kreditmittel- und Avallinien verschiedener Kreditinstitute. Bedingt durch die wirtschaftliche Entwicklung haben sich die Kontokorrentzinsen im abgelaufenen Wirtschaftsjahr für uns negativ entwickelt.

Der Liquiditätsbedarf des kommenden Geschäftsjahres wird unverändert durch eine ausgewogene Mischung aus Eigen- und Fremdfinanzierung gedeckt werden. Zum Abschlussstichtag stehen ausreichende derzeit nicht genutzte Kreditlinien in Höhe von über 3,0 Mio. Euro zur Finanzierung des Liquiditätsbedarfes für das geplante Umsatzwachstum, die Sanierungsmaßnahmen sowie für die geplanten Tilgungen zur Verfügung.

Mit den finanzierenden Banken wurde eine Sanierungsvereinbarung mit einer Laufzeit bis zum 31.03.2027 getroffen. Die darin formulierten Voraussetzungen und Bedingungen wurden bis zum 01.07.2024 vollumfänglich erfüllt. Die OPS-INGERSOLL ist nach unserer Einschätzung auf Grundlage der existierenden Finanzierungszusagen sowie dem Commitment der Hauptgesellschafter zum Unternehmen im Zeitraum bis 31.03.2027 ausreichend finanziert. Das von der Geschäftsführung beauftragte IDW S6 Gutachten kommt zum gleichen Ergebnis (wir verweisen dazu auf den Abschnitt 4.1 Risiken sowie den Anhang).

Unser durch mehrere Partner solide organisiertes Kreditengagement stellt somit eine sichere Grundlage für die Zukunft dar. Wir arbeiten eng mit den Hausbanken und den Experten der MPower Management GmbH zusammen, um durch einen intensiven Informationsaustausch schnell auf neue Situationen reagieren zu können. Im Laufe des abgeschlossenen Geschäftsjahres wurden die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten durch die laufenden Darlehenstilgungen reduziert. Die Gesellschaft war im abgelaufenen Geschäftsjahr jederzeit in der Lage, ihre Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen

3.4. Zusammenfassende Beurteilung zum Geschäftsverlauf

Die von uns im Vorjahr prognostizierten Ziele konnten nicht erreicht werden. Nach dem besonders im ersten Halbjahr die Investitionsbereitschaft unserer Kunden aufgrund der wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen immer weiter zurückging, haben wir auf die neue Situation insbesondere mit Maßnahmen zur Liquiditätssteigerung reagiert. Hinsichtlich des Auftragseinganges (Ist 24,3 Mio. Euro, Planung 36,0 Mio. Euro) sind wir deutlich hinter unseren Erwartungen geblieben. Unser Umsatzziel konnten wir mit 24,7 Mio. Euro nicht erreichen (Planung 35,5 Mio. Euro). Wir haben insgesamt einen EBIT von TEUR -5.066 erzielt (Planung TEUR 700).

Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass der Geschäftsverlauf, die Lage und das Ergebnis der Gesellschaft durch die gesamtwirtschaftliche Situation und die konjunkturelle Entwicklung negativ beeinflusst wurden. Die wirtschaftliche Entwicklung wird durch die Geschäftsführung im Berichtsjahr als schlecht eingeschätzt. Für das kommende Geschäftsjahr wird eine deutlich bessere Entwicklung erwartet.

3.5. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Neben dem dargestellten finanziellen Leistungsindikator gehören zu unseren weiteren Erfolgsfaktoren die Kunden- und Mitarbeiterzufriedenheit. Die Zufriedenheit unserer Kunden drückt sich durch die langfristige Geschäftsbeziehung und die Vergabe von Folgeaufträgen aus.

Zur Sicherstellung von Kundenzufriedenheit und Produktqualität ist die projektorientierte Zusammenarbeit aller Abteilungen ein weiterer wesentlicher Bestandteil unseres Erfolges. Weitere Elemente sind der Einsatz moderner Technologien sowie regelmäßig durchgeführte Schulungen für unsere Mitarbeiter. Kurze Entscheidungswege aufgrund flacher Hierarchien ermöglichen ein schnelles Reagieren auf die Anforderungen des Marktes.

Unser Qualitätsmanagementsystem gemäß DIN EN ISO 9001:2015 wurde durch die "Deutsche Gesellschaft Zertifizierung" zuletzt mit Zertifikat vom 21.08.2023 bestätigt.

Bedingt durch die Kurzarbeit ist die Mitarbeiterzufriedenheit gesunken, was zu einer temporären Erhöhung der Fluktuation innerhalb der Belegschaft geführt hat. Die aktuelle Mitarbeiterzahl entspricht genau den Erfordernissen für die Sanierungsphase. Das stabile und erfahrene Management der OPS-INGERSOLL hat sich zur Aufgabe gemacht, die Mitarbeiterzufriedenheit durch neue zeitgemäße Konzepte zu stärken. Dabei soll auf Basis eines modernen Führungsstils eine neue Unternehmenskultur aufgebaut werden, in welcher Entscheidungen transparent, zeitnah und nachvollziehbar getroffen und an die Mitarbeiter kommuniziert werden.

Mit der Ausbildung von jungen Menschen nehmen wir nicht nur unsere gesellschaftspolitische Verantwortung wahr. Durch eine qualitativ hochwertige Ausbildung gewinnen wir neue Fachkräfte für unser Unternehmen. Im Geschäftsjahr 2023/2024 haben wir durchschnittlich 9 Auszubildende beschäftigt (Vorjahr 14).

3.6. Neuentwicklungen / Investitionen

Wie auch in der Vergangenheit arbeiten wir aktuell an einigen technischen Neuentwicklungen in den Bereichen Erodieren und Fräsen. Im Geschäftsjahr 2023/2024 wurde hier ein Volumen von TEUR 659 aktiviert (Vorjahr TEUR 598).

Die Entwicklung unserer größten HSC-Maschine V12 wurde abgeschlossen. Die Maschine ermöglicht eine genauere Bearbeitungsqualität und rundet unser HSC-Portfolio nach oben ab. Auch in Zukunft wird die OPS an den jeweiligen Technologien weiterarbeiten, um trotz des harten Wettbewerbs weitere Marktanteile zu gewinnen bzw. diese zu festigen.

Im abgelaufenen Jahr wurde zudem die Entwicklung einer neuen Hochgeschwindigkeitsfräsmaschine V7 mit Lineartechnik fortgesetzt. Wir gehen davon aus, dass diese neue Maschine zu einer wesentlichen Umsatzsteigerung in der Zukunft beitragen kann, da für die Neuentwicklung mit Lineartechnik ein wachsender Marktbedarf erwartet wird.

Bei der zukünftigen Entwicklung von Produkten und Technologien soll das Produktportfolio und die Variantenvielfalt optimiert und zeitgleich auch die Komplexität der Produktpalette und Fertigungsabläufe reduziert werden.

In den Bereichen Entwicklung und Konstruktion arbeiten 14 Mitarbeiter, die projektbezogen von Hochschulen unterstützt werden.

Interne Konstruktionsaufwendungen (insbesondere Personalkosten) werden ebenso wie Forschungskosten nicht aktiviert.

4. Risiko-, Chancen- und Prognosebericht

4.1. Risiken

IDW S6 Gutachten (bestandsgefährdendes Risiko)

Die Geschäftsführung hat die MPower Management GmbH mit der Erstellung eines IDW S6 Gutachtens und unter Berücksichtigung der Kernanforderungen aus der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs beauftragt. Das Gutachten wurde mit Datum 21.03.2024 abgeschlossen.

In der im Zuge des Gutachtens erstellten Business Case Planung wird für das Geschäftsjahr 2024/25 ein Jahresfehlbetrag erwartet. Aufgrund von verschiedenen Maßnahmen zur Innenfinanzierung reichen die verfügbaren Kreditlinien bei Einhaltung der in der Sanierungsvereinbarung festgelegten Reporting Verpflichtungen trotz des Verlustes aus heutiger Sicht bis mindestens Ende März 2027 aus.

Zur weiteren Absicherung wurde ein Stress Case Szenario erstellt. In diesem ergibt sich ein zusätzlicher Liquiditätsbedarf in Höhe von ca. TEUR 800.

Die Hauptgesellschafter der OPS-INGERSOLL haben zur Absicherung des im Stress Case erforderlichen zusätzlichen Liquiditätsbedarfes weitere Gesellschafterdarlehen in Höhe von TEUR 800 zugesagt und in voller Höhe eingebracht. Zudem wurde für den Sanierungszeitraum bis zum 31.03.2027 auf Tilgungen zu den gewährten Gesellschafterdarlehen verzichtet.

Die MPower Management GmbH kommt in ihrem IDW S6 Gutachten nach umfassender Würdigung aller durch die Geschäftsführung sowie das Management der OPS-INGERSOLL übergebenen Unterlagen und vorgelegten Informationen zu folgender Einschätzung: "Die OPS-INGERSOLL Funkenerosion GmbH ist nach unserer Einschätzung auf Grundlage der existierenden Finanzierungszusagen im Zeitraum bis 30.03.2027 ausreichend finanziert. [...] Die Aussagen zur Zukunftsfähigkeit der OPS-INGERSOLL Funkenerosion GmbH sind vorbehaltlich möglicher indirekter Auswirkungen wie Corona sowie der derzeitigen globalen Krisen wie z.B. des Ukraine- oder des Nahostkriegs auf die Geschäftsentwicklung des Unternehmens. [...]"

Zu dem vom Management der OPS-INGERSOLL geplanten Sanierungskonzept wurde folgende Aussage getroffen: "Im Rahmen unserer Tätigkeit sind wir zu der abschließenden Einschätzung gelangt, dass aufgrund der im vorliegenden Sanierungskonzept beschriebenen Sachverhalte, Erkenntnisse, Maßnahmen und plausiblen Annahmen die OPS-INGERSOLL Funkenerosion GmbH bei objektiver Betrachtung mit überwiegender Wahrscheinlichkeit saniert werden kann." Die definierten Maßnahmen umfassen insbesondere eine Kostenoptimierung und interne Effizienzsteigerungen sowie eine Vertriebsintensivierung.

Sofern die gemäß Sanierungsvereinbarung und IDW S6 Gutachten definierten wesentlichen Restrukturierungsmaßnahmen nicht umgesetzt werden können, eine Kündigung durch die bestehenden Warenkreditversicherungen erfolgt oder die Reporting Verpflichtungen der Sanierungsvereinbarung nicht eingehalten werden, besteht gemäß Sanierungsvereinbarung seitens der Kreditgeber ein Kündigungsrecht. Sollten die Kreditgeber von diesem Kündigungsrecht Gebrauch machen, besteht für die Gesellschaft eine wesentliche Unsicherheit ihrer finanziellen Ausstattung im Prognosezeitraum, die bedeutsame Zweifel an der Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann.

Risikomanagementsystem

Die Geschäftspolitik der OPS-INGERSOLL ist darauf ausgerichtet, den Unternehmenswert langfristig zu steigern. Um dies zu erreichen, müssen die sich am Markt bietenden Chancen unter sorgsamer Abwägung der damit verbundenen Risiken ergriffen werden.

Als weltweit agierendes Unternehmen sind wir verschiedensten Risiken ausgesetzt.

Ziel der Risikopolitik ist es, das Chance-Risiko-Verhältnis unter Vermeidung bestandsgefährdender Risiken zu optimieren. Dabei unterliegt das systematische Risikomanagement direkt der Verantwortung der Geschäftsführung.

Das vorhandene umfassende Risikomanagementsystem ermöglicht es potenzielle Ereignisse, die das Unternehmen gefährden könnten, frühzeitig zu erkennen, zu analysieren und geeignete Gegenmaßnahmen zu ergreifen. Das Risikomanagementsystem umfasst eine Vielzahl von Kontrollmechanismen und bildet ein wesentliches Element des unternehmerischen Entscheidungsprozesses. Wesentliche Bestandteile sind: Planungs- und Controllingprozesse, Richtlinien und Berichtssysteme sowie eine Risikoberichterstattung. Insgesamt wurde eine umfangreiche interne Berichtserstattung aufgebaut, die anhand geeigneter Auswertungen und Kennzahlen Frühindikatoren aufzeigt.

Das Risikomanagement sieht vor, die Entscheidungsträger möglichst zeitnah und vollständig mit der Entwicklung wesentlicher Risiken vertraut zu machen, um ihnen ein rechtzeitiges und angemessenes vorausschauendes Agieren als auch Reagieren zu ermöglichen. Darüber hinaus wird die Einhaltung von gesetzlichen und unternehmensinternen Vorgaben überwacht und letztlich gewährleistet.

Dem Einfluss von Branchen- und Marktrisiken tragen wir durch einen breiten Kundenstamm und die Lieferung in verschiedene Abnehmerbranchen und Zielmärkte Rechnung.

Im Berichtszeitraum hat sich die Risikolage durch den anhaltenden Krieg in der Ukraine sowie in Israel erhöht. Auch die Verschlechterung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen insbesondere im Inland haben die Risikolage verschärft.

Währungsrisiken

Die überwiegende Zahl unserer ausländischen Aufträge werden in Euro abgewickelt und grundsätzlich mittels Letter of Credit abgesichert. Soweit Abschlüsse in USD erfolgten, werden zur Kursabsicherung Devisentermingeschäfte abgeschlossen.

Forderungsausfallrisiko

Dem Ausfallrisiko begegnen wir durch ein straffes Forderungsmanagement, welches von der Bonitätsanfrage bei unterschiedlichen Auskunfteien bis zur Beitreibung über den "Verein Creditreform" reicht.

Bei Neumaschinengeschäften werden in der Regel Anzahlungen sowie Teilzahlungen vor Lieferung an den Kunden vereinbart. Verkäufe nach China werden zudem über Akkreditive abgesichert.

Das allgemeine Ausfallrisiko wird durch angemessene Wertberichtigungen berücksichtigt.

Beschaffungsrisiko

Den typischen Beschaffungsrisiken begegnen wir durch gängige Instrumentarien wie z.B. Lieferantenbewertung, Qualitätskontrollen, Einholung von Bonitätsauskünften und anderen begleitenden Maßnahmen.

Die Beschaffung von Komponenten und Dienstleistungen von Fremdlieferanten ist grundsätzlich mit dem Änderungsrisiko von Lieferzeiten und -preisen behaftet. Durch entsprechende Einkaufsverhandlungen und Preisvergleiche konnten die Bezugspreise größtenteils stabil gehalten werden. Es gibt keine direkten Abhängigkeiten von jeweils einem Lieferanten.

Die in den letzten Jahren dominierende Knappheit bei Vorprodukten hat sich in vielen Bereichen entspannt und ist somit weniger ein Problem für die Industrie. Allgemeine Lieferzeiten sowie Lieferverzögerungen haben abgenommen. Preissteigerungen fallen inzwischen geringer und in größeren zeitlichen Abständen an. Obwohl die Preissteigerungen ihren Höhepunkt vermeintlich bereits überschritten haben, ist ungewiss, ob die daraus resultierenden steigenden Herstellungskosten vollständig an den Markt weitergegeben werden können. Die zum Teil angespannten internationalen Wirtschaftsbeziehungen verschiedener Länder können neue Verknappungen oder Preissteigerungen auslösen.

Ein höherer Standardisierungsgrad soll möglichen Kostensteigerungen bei Zukaufteilen entgegenwirken und zu einem Margenausbau beitragen.

Produkthaftung

Die Einführung neuer Produkte und Weiterentwicklung unseres Produktportfolios können zu Haftungs- und Gewährleistungsansprüchen führen. Für hieraus resultierende Risiken der möglichen Inanspruchnahme im Rahmen von Garantie oder Gewährleistung haben wir bilanzielle Vorsorge durch Bildung entsprechender Rückstellungen getroffen. Insgesamt sehen wir die mit dem Maschinenbau einhergehenden technischen Entwicklungs- und Konstruktionsrisiken aufgrund unseres technischen Know-Hows und unserer langjährigen Expertise als beherrschbar an.

Weitere Risiken

Innovationsrisiken begegnen wir durch eine konsequente Wettbewerbsbeobachtung - wir suchen den regelmäßigen Austausch mit unseren Kunden und Vertriebspartnern sowie anderen Marktteilnehmern. Die so gewonnenen Erkenntnisse werden im Rahmen verschiedener Entwicklungsprojekte berücksichtigt und den jeweiligen Erfordernissen des Marktes angepasst. Eine konsequente Vertriebsorientierung soll das Unternehmen tragen, ohne dadurch vorhandene technischen Alleinstellungsmerkmale aufzugeben. Dabei ist auch die weitere Konzentration auf margenstarke Produkte erforderlich.

Neben den aufgrund des Stellenabbaus reduzierten Personalausgaben sind weitere Kostenoptimierungen und Einsparungen im Bereich der s.b.A. erforderlich. Ein Risiko besteht darin, dass diese nicht realisiert werden können oder unerwartete Aufwendungen nicht kompensiert werden können. Die Kostenoptimierungen wurden teilweise bereits erfolgreich umgesetzt bzw. wurden auf Basis konkreter Maßnahmen im Sanierungskonzept berücksichtigt.

Ein wichtiges Ziel ist der Ausbau des chinesischen Marktes. Mit Wirkung ab dem 01.04.2024 wurde unser Gesellschafter Leeport Machine Tool Company Limited zum exklusiven Vertriebspartner für Asien ernannt. Ein Risiko besteht darin, dass die Geschäfte auch unter Einbindung der chinesischen Gesellschafter stagnieren und damit eine wichtige Wachstumsregion wegbrechen könnte.

Zusammenfassende Würdigung

Nach derzeitigem Erkenntnisstand wurde gegen alle uns bekannten Risiken ausreichend Vorsorge getroffen. Dabei wird insbesondere noch einmal auf das vorliegende IDW S6 Gutachten und die dort objektiv getätigte positive Fortführungsprognose sowie Sanierungsfähigkeit verwiesen.

Aufgrund unserer guten Stellung im Markt, der technologischen Innovationskraft als auch des klar strukturierten Sanierungskonzeptes gehen wir davon aus, den Herausforderungen und Risiken auch in Zukunft erfolgreich begegnen zu können.

Trotz des Verlusts verfügt OPS-INGERSOLL mit einer Eigenkapitalquote von 35,0 % noch immer über eine hohe Eigenkapitalausstattung. Berücksichtigt man zudem die mit einem qualifizierten Rangrücktritt gewährten Gesellschafterdarlehen, liegt die Eigenkapitalquote zum 31.03.2024 sogar bei 54,4 %. Damit verfügt die OPS-INGERSOLL über eine starke Ausgangsbasis für die Zukunft.

Die Gesamtrisikoposition des Unternehmens ist aufgrund der dargestellten Situation als herausfordernd, aber in Anbetracht der initiierten Maßnahmen aus dem Restrukturierungsprogramm als steuerbar zu betrachten.

4.2. Chancen

Seit November 2023 hat sich der Auftragseingang wieder stabilisiert und liegt im Bereich unserer Planung. Sollten sich die weltweiten Märkte und Branchen wie der Werkzeug- und Formenbau erholen, könnte es zu höheren Auftragseingängen und positiven Planungsabweichungen kommen.

Ein baldiges Ende des Ukraine Konfliktes brächte positive Veränderung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen mit sich und könnte für ein deutlich höheres Wachstum sowie für eine Verbesserung der Materialverfügbarkeit und fallenden Beschaffungskosten sorgen.

Im Geschäftsjahr konnten wir besonders in den USA weitere große Projekte und namenhafte Kunden für uns gewinnen. Die langjährige erfolgreiche Zusammenarbeit mit unserem Vertriebspartner in Verbindung mit dem großen Marktpotential bietet die Chance auf über die aktuelle Planung hinausgehende Auftragseingänge aus diesem Markt. Auch Märkte wie Indien bieten derzeit sehr gute Wachstumschancen.

Durch unseren hohen Bekanntheitsgrad in Asien und die langjährigen Kundenbeziehungen besteht die Chance, die Planzahlen durch zusätzliche Projekte zu übertreffen. Hierzu wurde gemeinsam mit unserem Gesellschafter Leeport Machine Tool Company Limited eine neue Vertriebsstrategie entwickelt. Besonders in Südchina erhoffen wir uns durch das neue Vertriebsteam zusätzliche Chancen.

Durch unsere kontinuierliche Weiterentwicklung unserer Produkte und Technologien können wir neue Anwendungsbereiche ausbauen und erschließen. Das kann zu einem zusätzlichen Sales-Push führen.

4.3. Prognose

Für die zukünftige Entwicklung besteht aufgrund des Krieges in der Ukraine noch immer außergewöhnlich hohe Unsicherheit, welche die Prognosefähigkeit für die gesamte Branche wesentlich beeinträchtigt. Globale Krisen wie Handelsstreitigkeiten und politische Neuausrichtungen einiger Länder erschweren ebenfalls die Prognosen.

Aktuell leiden viele unserer Kunden noch immer unter den Folgen der in den letzten Jahren hohen Inflation, den gestiegenen Finanzierungskosten, den Energiepreisen sowie den aufgrund von hohen Tarifabschlüssen gestiegenen Produktionskosten. Wir gehen daher in der Business Case Planung von einer langsamen Erholung der Märkte und Belebung des Geschäftes aus.

Derzeit erwarten wir im nächsten Geschäftsjahr einen steigenden Auftragseingang von ca. 21 % auf 29,6 Mio. Euro, der zu einem Umsatz in Höhe von rd. 27,6 Mio. Euro führen soll. Die Gesamtleistung wird sich gemäß der Planung auf 26,8 Mil. Euro erhöhen.

Das EBIT wird im Geschäftsjahr 2024/25 gegenüber dem abgelaufenen Jahr aufgrund der höheren Auslastung sowie den Sanierungsmaßnahmen auf -1,1 Mio. Euro verbessern.

Da wir weiterhin an Innovationen und Weiterentwicklungen arbeiten, sehen wir den zukünftigen Herausforderungen mit einer positiven Grundeinstellung entgegen. Grundvoraussetzung dafür ist ein weiterhin besonnenes Handeln und schnelles Reagieren auf sich ändernde Rahmenbedingungen. In Bezug auf den Krieg in der Ukraine kann weiterhin nur auf ein baldiges Ende der Kampfhandlungen gehofft werden.

Der Lagebericht enthält zukunftsbezogene Aussagen über erwartete Entwicklungen. Diese Aussagen basieren auf aktuellen Einschätzungen und sind naturgemäß mit Risiken und Unsicherheiten behaftet. Die tatsächlich eintretenden Ereignisse können von den hier formulierten Aussagen abweichen.

 

Burbach, den 19. Juli 2024

OPS-INGERSOLL Funkenerosion GmbH

Rainer Jung, Geschäftsführer

Matthias Schmidt, Geschäftsführer

Christian Kraft, Geschäftsführer

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die OPS-INGERSOLL Funkenerosion GmbH, Burbach

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der OPS-INGERSOLL Funkenerosion GmbH, Burbach, - bestehend aus der Bilanz zum 31. März 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der OPS-INGERSOLL Funkenerosion GmbH, Burbach, für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. März 2024 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit

Wir verweisen auf die Angaben im Anhang (vgl. die Ausführungen in Abschnitt "2. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze" des Anhangs) sowie die Angaben im Lagebericht (vgl. die Ausführungen Abschnitt "4.1 Risiken" und dort im Unterabschnitt "IDW S6 Gutachten (bestandsgefährdendes Risiko)" des Lageberichts), in denen die gesetzlichen Vertreter beschreiben, dass die Geschäftsführung die MPower Management GmbH mit der Erstellung eines IDW S6 Gutachtens und unter Berücksichtigung der Kernanforderungen aus der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs beauftragt hat. Das Gutachten wurde mit Datum 21. März 2024 abgeschlossen.

In der im Zuge des Gutachtens erstellten Business Case Planung wird für das Geschäftsjahr 2024/25 ein Jahresfehlbetrag erwartet. Aufgrund von verschiedenen Maßnahmen zur Innenfinanzierung reichen die verfügbaren Kreditlinien bei Einhaltung der in der Sanierungsvereinbarung festgelegten Reporting Verpflichtungen trotz des Verlustes aus heutiger Sicht bis mindestens Ende März 2027 aus.

Zur weiteren Absicherung wurde ein Stress Case Szenario erstellt. In diesem ergibt sich ein zusätzlicher Liquiditätsbedarf in Höhe von ca. TEUR 800.

Die Hauptgesellschafter der OPS-INGERSOLL haben zur Absicherung des im Stress Case erforderlichen zusätzlichen Liquiditätsbedarfes weitere Gesellschafterdarlehen in Höhe von TEUR 800 zugesagt und in voller Höhe eingebracht. Zudem wurde für den Sanierungszeitraum bis zum 31.03.2027 auf Tilgungen zu den gewährten Gesellschafterdarlehen verzichtet.

Die MPower Management GmbH kommt in ihrem IDW S6 Gutachten nach umfassender Würdigung aller durch die Geschäftsführung sowie das Management der OPS-INGERSOLL übergebenen Unterlagen und vorgelegten Informationen zu folgender Einschätzung: "Die OPS-INGERSOLL Funkenerosion GmbH ist nach unserer Einschätzung auf Grundlage der existierenden Finanzierungszusagen im Zeitraum bis 30.03.2027 ausreichend finanziert. [ ... ] Die Aussagen zur Zukunftsfähigkeit der OPS-INGERSOLL Funkenerosion GmbH sind vorbehaltlich möglicher indirekter Auswirkungen wie Corona sowie der derzeitigen globalen Krisen wie z.B. des Ukraine- oder des Nahostkriegs auf die Geschäftsentwicklung des Unternehmens. [ ... ]"

Zu dem vom Management der OPS-INGERSOLL geplanten Sanierungskonzept wurde folgende Aussage getroffen: "Im Rahmen unserer Tätigkeit sind wir zu der abschließenden Einschätzung gelangt, dass aufgrund der im vorliegenden Sanierungskonzept beschriebenen Sachverhalte, Erkenntnisse, Maßnahmen und plausiblen Annahmen die OPS-INGERSOLL Funkenerosion GmbH bei objektiver Betrachtung mit überwiegender Wahrscheinlichkeit saniert werden kann." Die definierten Maßnahmen umfassen insbesondere eine Kostenoptimierung und interne Effizienzsteigerungen sowie eine Vertriebsintensivierung.

Sofern die gemäß Sanierungsvereinbarung und IDW S6 Gutachten definierten wesentlichen Restrukturierungsmaßnahmen nicht umgesetzt werden können, eine Kündigung durch die bestehenden Warenkreditversicherungen erfolgt oder die Reporting Verpflichtungen der Sanierungsvereinbarung nicht eingehalten werden, besteht gemäß Sanierungsvereinbarung seitens der Kreditgeber ein Kündigungsrecht. Sollten die Kreditgeber von diesem Kündigungsrecht Gebrauch machen, besteht für die Gesellschaft eine wesentliche Unsicherheit ihrer finanziellen Ausstattung im Prognosezeitraum, die bedeutsame Zweifel an der Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann.

Wie im Anhang (vgl. die Ausführungen in Abschnitt "2. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze" des Anhangs) sowie im Lagebericht (vgl. die Ausführungen Abschnitt "4.1 Risiken" und dort im Unterabschnitt "IDW S6 Gutachten (bestandsgefährdendes Risiko)" des Lageberichts) dargelegt, zeigen diese Ereignisse und Gegebenheiten , dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und die ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellt. Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht sind bezüglich dieses Sachverhalts nicht modifiziert.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens -, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Düsseldorf, den 19. Juli 2024

Grant Thornton AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Jens Brinkhoff, Wirtschaftsprüfer

Desiree Wegmann, Wirtschaftsprüferin

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