Donner & Reuschel Aktiengesellschaft

Ballindamm 27, 20095 Hamburg, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Hamburg HRB 56747
Vorher
Conrad Hinrich Donner Bank Aktiengesellschaft
Eingetragen
7.10.1994
Branche
Kreditinstitute des SparkassensektorsBeteiligungsgesellschaftenSonstige mit Finanzdienstleistungen verbundene Tätigkeiten a. n. g.
Gegenstand
Gegenstand des Unternehmens ist der Betrieb von Bank- und Finanzdienstleistungsgeschäften sowie damit zusammenhängender Geschäfte.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Daniel Goldsweer
seit 13.3.2026
Prokura
Sandra Freimuth
seit 13.3.2026
Prokura
Prokura
Louise Hall
seit 11.6.2025
Prokura
Lars Praetz
seit 11.6.2025
Prokura
Sabine Angermeier
seit 11.6.2025
Prokura
Zvonimir Matuka
seit 11.6.2025
Prokura
Johannes Deutsch
seit 11.6.2025
Prokura
Mirco Meyer
seit 18.12.2024
Prokura
Hannes Koch
seit 18.12.2024
Prokura
Kai Nekat
seit 5.12.2024
Prokura
Vorstandsmitglied
Prokura
Philip Marx
seit 3.7.2024
Vorstandsmitglied
Martin Rischmüller
seit 3.7.2024
Prokura
Gunnar Petersen
seit 3.7.2024
Prokura
Prokura
Carolin Riekel
seit 4.12.2023
Prokura
Jenny Siepe
seit 10.10.2023
Prokura
Daniel Schröder
seit 10.10.2023
Prokura
Jessica Teiwes
seit 10.10.2023
Prokura
Jan Große Sandemann
seit 10.10.2023
Prokura
Florian Becker
seit 7.8.2023
Prokura
Prokura
Robert Cauer
seit 7.8.2023
Prokura
Vorstandsmitglied
Stefan Forse
seit 7.2.2023
Prokura
Gunnar Rieke
seit 7.2.2023
Prokura
Lisa Scharbatke
seit 7.2.2023
Prokura
Bianca Ronfeld
seit 7.2.2023
Prokura
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Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
IDUNA Vereinigte Lebensversicherung aG für Handwerk, Handel und Gewerbe
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

IDUNA Vereinigte Lebensversicherung aG für Handwerk, Handel und Gewerbe
Germany
20.500.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Donner & Reuschel Aktiengesellschaft

Hamburg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

1. GRUNDLAGEN DER GESELLSCHAFT

1.1 GESCHÄFTSTÄTIGKEIT

DONNER & REUSCHEL ist die Privatbank der SIGNAL IDUNA Gruppe, einer der großen deutschen Versicherungs- und Finanzdienstleistungskonzerne. Das Bankhaus konzentriert sich an den Standorten Hamburg, München, Bremen, Düsseldorf, Frankfurt am Main, Kiel, Stuttgart und Luxemburg auf die umfassende und persönliche Beratung von Kundinnen und Kunden in den Bereichen Private Banking, Unternehmertum, Immobilien sowie Capital Markets.

Das Bankhaus bietet ein breites Leistungsspektrum mit dem Fokus auf langfristige Geschäftsbeziehungen. Das Bestreben der Bank ist es, ihren Kundinnen und Kunden den Zugang zu ausgesuchten Netzwerken von Expertinnen und Experten und zu den bestmöglichen am Markt verfügbaren Lösungen zu verschaffen. Dazu geht das Bankhaus vielfältige Kooperationen -auch mit anderen Finanzdienstleistern - ein.

Neben der nach eigener Einschätzung der Bank konservativen Ausrichtung ist ihr qualifizierter und umfassender Beratungsansatz die Grundlage für ihr Geschäftsmodell. Hierbei bietet sie ihren Kundinnen und Kunden ein ganzheitliches Beratungs-, Dienstleistungs- und Produktangebot. Im Mittelpunkt der individuellen Anlage- und Finanzierungslösungen steht ein stringentes Chancen- und Risikomanagement.

Die Bank versteht sich dabei als ganzheitlicher und verlässlicher Finanz- und Lebensbegleiter für private Kundinnen und Kunden mit Fokus auf den Themen

Vermögensanlage / Liquide Anlagen (Beratung, Strukturierung, Asset Management, Zins- und Währungsmanagement)

Immobilien (Vermittlung, Portfolio-Strukturierung, Finanzierung, Absicherung)

Corporate Finance (M&A Advisory, Venture & Growth Capital Advisory, Debt & Financial Advisory)

Im Bereich der Institutionellen Kundinnen und Kunden (u.a. auch Pensionskassen, Versorgungswerke, SGB-IV-Anleger, Asset Manager etc.) bietet die Bank ebenfalls besondere Services, insbesondere als Verwahrstelle, im Bereich Handel & Abwicklung oder im Kapitalmarktgeschäft.

1.2 STEUERUNGSSYSTEM

Die Gesamtbanksteuerung wird vor dem Hintergrund der wachsenden Komplexität des Bankgeschäfts immer wichtiger. Wir verstehen es als eine zentrale Aufgabe, unsere Instrumente zur Messung und Steuerung kontinuierlich zu überprüfen und weiterzuentwickeln.

1.2.1 Finanzielle Leistungsindikatoren

Die Steuerung der Bank erfolgt auf Basis definierter finanzieller Leistungsindikatoren, die die Rentabilität unter Berücksichtigung der Risiken und der Risikotragfähigkeit abbilden. Als übergeordnete Kennzahlen und bedeutsamste finanzielle Leistungsindikatoren hat die Bank nachfolgende Kennzahlen definiert:

1) Verwaltungsaufwand umfasst Allgemeine Verwaltungsaufwendungen sowie Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen.

2) Die Zuführung zur Risikovorsorge umfasst sowohl die Zuführung zur Netto-Risikovorsorge als auch Veränderungen der Vorsorge für allgemeine Bankrisiken gemäß § 340f HGB und des Fonds für allgemeine Bankrisiken gemäß § 340g HGB.

Die Basis der Steuerung bildet die jährliche (Mittelfrist-)Planung. Auf Basis von Entwicklungsprognosen werden strategische Umsetzungsmaßnahmen und Aktionen geplant und diese kontinuierlich auf die Zielerreichung evaluiert. Produktabsatzplanungen stehen entgegen dem Ansatz einiger Wettbewerber nicht im Fokus, sondern die Kundenzufriedenheit und Ausschöpfung der vorhandenen Potenziale und Bedürfnisse auf der Basis langfristiger Beratungsdienstleistungen.

Zur Erreichung der Leistungsindikatoren kommt der Definition und der Erreichung von Wachstums- und Strukturzielen eine entscheidende Rolle zu. Der kontinuierliche Ausbau des aktiv verwalteten sowie administrierten Vermögens (Assets under Management) sowie die Fokussierung der Bank zum Lösungsanbieter stehen dabei im Mittelpunkt. Das Wachstum soll sich im Provisionsergebnis widerspiegeln. Die Bank verfolgt eine organische Wachstumsstrategie, die durch Mitarbeiterakquisitionen flankiert wird. Der Ausbau weiterer Standorte ist hierfür ein wichtiger Wachstumstreiber.

Durch die Breite an Leistungen soll Unabhängigkeit von einzelnen Ergebnisquellen und den Auswirkungen von einem sich verändernden Zinsumfeld sichergestellt werden. Dazu gehört die sukzessive Erhöhung des Anteils des Provisionsüberschusses gegenüber dem Zinsüberschuss sowie die Diversifikation der Provisionserlöse.

1.2.2 NICHTFINANZIELLE LEISTUNGSINDIKATOREN

Ein nichtfinanzieller Leistungsindikator ist die Zufriedenheit unserer Kundinnen und Kunden, die wir unter anderem an den Ergebnissen unabhängiger Qualitätstests messen.

Um unsere Kundinnen und Kunden zu ihrer Zufriedenheit zu betreuen, führen wir diverse Maßnahmen durch. Neben vielfältigen Veranstaltungen zu aktuellen Themen rund um das Finanzwesen und darüber hinaus zu unterschiedlichen gesellschaftlichen Fragen betreiben wir ein aktives Qualitätsmanagement. Wir stehen im kontinuierlichen Dialog mit unseren Kundinnen und Kunden, denn aus dem direkten Feedback können wir unser Produktportfolio und unsere Prozesse optimieren. Mit unserem Veranstaltungskonzept, das persönliche und digitale Formate wie beispielsweise die Konferenz "Perspektiven" sowie aktives Empfehlungsmanagement umfasst, bieten wir unter anderem Möglichkeiten zum umfassenden Erfahrungsaustausch. Daneben informieren wir die Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Sinne eines Community-Gedankens regelmäßig etwa über den Newsletter "Echte Werte" und das Magazin Purpose mit Neuigkeiten aus unserem Hause, Impulsen und Tipps für ihre Finanzangelegenheiten sowie neue Perspektiven mit Blick auf gesellschaftliche, wirtschaftliche und soziale Fragen.

Kontinuierlich erhalten wir Bestnoten für unsere ausgeprägte Kundenorientierung und unseren hohen Anspruch an die Qualität der Beratung. Im Jahr 2023 erhielten wir insbesondere die nachstehenden Auszeichnungen:

Deutscher Fairness-Preis 2023 (ntv, im Test 12 Privatbanken)

Testsieger Nachhaltiges Management (Focus Money)

Top Nationaler Arbeitgeber (Focus)

Sieger Bankentest "Beratung Private Banking" (Die Welt)

Sehr hohes Kundenvertrauen (WirtschaftsWoche, Branchenvergleich 17 Privatbanken)

Diese Auszeichnungen sind für uns ein Indiz dafür, dass wir die Bedürfnisse unserer Kundinnen und Kunden verstehen und mit unseren Anlagestrategien ausgezeichnete Ergebnisse erzielen. Darüber hinaus motivieren sie uns im Bestreben, unsere Serviceleistungen stetig weiter zu verbessern und an den aktuellen Wünschen und Vorstellungen unserer Kundinnen und Kunden auszurichten.DONNER & REUSCHEL ist gemäß § 289b Abs. 2 HGB von der Pflicht zur Erweiterung des Lageberichts um eine nichtfinanzielle Erklärung befreit, da sie in die nichtfinanzielle Konzernerklärung ihres Mutterunternehmens, der SIGNAL IDUNA Lebensversicherung a.G., Hamburg, einbezogen ist und diese zusammen mit dem Konzernlagebericht veröffentlicht wird.

1.3 ERKLÄRUNG ZUR UNTERNEHMENSFÜHRUNG NACH § 289F ABS. 4 HGB (ANGABEN ZUR FRAUENQUOTE)

Im Juli 2022 wurden für die DONNER & REUSCHEL AG neue Zielgrößen für den Frauenanteil des Aufsichtsrates, den Vorstand sowie die beiden Führungsebenen unterhalb des Vorstands festgelegt, nachdem die im Jahr 2017 definierten Werte mit Juni 2022 ausgelaufen sind.

Basierend auf der bestehenden Gesamtgröße des Aufsichtsrates wurde im Jahr 2022 ein Frauenanteil von zumindest 30 % bzw. drei Frauen als Zielgröße festgelegt. Sollte sich im Laufe der gesetzten Frist eine Reduzierung der Anzahl der Mitglieder des Aufsichtsrates ergeben, so wird die Zielgröße im Verhältnis dazu ebenfalls reduziert (auf volle Personenzahlen gerundet). Der Frauenanteil im Vorstand ist durch den Aufsichtsrat der Bank auf eine Person festgelegt worden.

Für die beiden ersten Führungsebenen unterhalb des Vorstands ist jeweils ein Frauenanteil von zumindest 25 % - basierend auf der bestehenden Gesamtanzahl an Führungskräften als Zielgröße bis Mitte 2027 angestrebt. Der prozentuale Anteil ist auch hierbei für die zu treffenden Festlegungen auf volle Personenzahlen aufzurunden. Das bedeutet für die erste Führungsebene mit Fristbeginn im Jahr 2022 fünf und auf der zweiten Führungsebene mit Fristbeginn acht Frauen.

Die Bank setzt sich auch in Zukunft gezielt für die Erreichung der selbst gesetzten Ziele ein, um die Diversität in den Führungsebenen erfolgreich beizubehalten und zukünftig noch weiter auszubauen.

Die Frist zur Erreichung der neuen Zielgrößen ist auf den 30. Juni 2027 gesetzt.

1.4 BEZIEHUNGEN ZU VERBUNDENEN UNTERNEHMEN

Gemäß § 312 AktG haben wir dem Aufsichtsrat unserer Bank den Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen vorgelegt und dazu erklärt: "Nach den Umständen, die uns in dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen wurden, hat die Gesellschaft bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten. Maßnahmen wurden weder getroffen noch erlassen."

1.5 MITARBEITENDE

Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 waren 585 Mitarbeitende (Vorjahr 574) einschließlich der Geschäftsleitung beschäftigt.

In einem zunehmend herausfordernden Umfeld ist es DONNER & REUSCHEL gelungen, sich in Bezug auf Rekrutierung und Bindung von Mitarbeitenden nachhaltig gut und stabil aufzustellen. Angesichts der gesamtgesellschaftlichen Einflüsse aus Pandemie und Kriegen, der Themen Demografischer Wandel, Fachkräftemangel, Generation Z und der Möglichkeiten zu ortsungebundenem Arbeiten ist die Attraktivität des Arbeitgebers ein zentraler Faktor für den Erfolg eines Unternehmens. Die Bank hat vor diesem Hintergrund und bei steigender Komplexität der Anforderungen von zu besetzenden Stellen die Auswahl und die Bindung von geeigneten Mitarbeitenden in den Fokus gesetzt.

Die Anforderungen einer zu besetzenden Stelle werden gründlich identifiziert, ein gutes On-boarding wird von Beginn an durch eine zügige vertragliche Anbindung gefördert. Die neuen Mitarbeitenden erhalten die Möglichkeit, im Rahmen von regelmäßig durchgeführten Onboarding-Veranstaltungen unter Vorstandsbeteiligung, ihr bankweites Netzwerk auf- und auszubauen sowie ein Gefühl für die Unternehmenskultur zu entwickeln. Mobiles Arbeiten mit moderner Technik und ein flexibles Arbeitszeitmodell bilden einen beweglichen Rahmen für hybrides Arbeiten bei DONNER & REUSCHEL, Anreize für die persönliche Begegnung werden durch moderne Raumkonzepte gesetzt und genutzt. Ein modernes Vergütungssystem ermöglicht eine leistungsadäquate Vergütung unserer Mitarbeitenden, diverse weitere Benefits (u. a. betriebliche Altersvorsorge, Essens- und Fahrtkostenzuschuss) kommen allen Mitarbeitenden zugute. Auch im Jahr 2023 setzte die Bank auf ein gezieltes Aus- und Fortbildungskonzept, das im Rahmen eines jährlich stattfindenden mehrstufigen Reflektionsprozesses auf Bereichs- und Gesamtbankebene erarbeitet und umgesetzt wird. Attraktive Sportangebote, die kontinuierliche Nutzung professioneller Work-Life-Balance Angebote, die insbesondere auch gesundheitliche Themen umfassen, runden die gezielte individuelle Weiterbildung sowie die persönlichen Entwicklungsmöglichkeiten unserer Mitarbeitenden ab und halten sowohl das Qualifikationsniveau als auch die Arbeitgeberattraktivität in einem sich ausgesprochen stark verändernden Umfeld auf einem hohen Level.

So gelebtes Vertrauen, Offenheit und Transparenz zahlen nach Einschätzung des Vorstands auf die Attraktivität von DONNER & REUSCHEL als Arbeitgeber ein, was aus zahlreichen positiven Bewertungen in öffentlich zugänglichen Bewertungsportalen ersichtlich ist.

Wir danken unseren Mitarbeitenden in diesem herausfordernden Umfeld für ihr weiterhin hohes Engagement und ihre Bereitschaft, sich mit hohem persönlichen Einsatz den Anforderungen unserer Kundinnen und Kunden sowie den Zielen der Bank zu widmen.

2. WIRTSCHAFTSBERICHT

2.1. GESAMTWIRTSCHAFTLICHE UND BRANCHENBEZOGENE RAHMENBEDINGUNGEN

2 1.1 Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Konjunktur und Inflation

Überwiegend schwache globale Konjunkturperspektiven, sinkende Inflationsraten, aber trotzdem weiterhin restriktive Notenbanken und zeitweise deutlich steigende Renditen von Staatsanleihen waren die wichtigsten gesamtwirtschaftlichen Einflussfaktoren im Jahr 2023. Der massive Zinsanstieg seit Mitte 2022 erwies sich über verschiedene Wirkungskanäle zunehmend als Bremsklotz für die Wirtschaft. Neben Preiskorrekturen in nahezu allen Anlageklassen und höheren Refinanzierungskosten für Fremdkapital sorgten auch die Turbulenzen im Bankensektor im März 2023 für Unsicherheiten, vor allem in den USA und der Schweiz mit der Folge einiger Insolvenzen von US-Regionalbanken sowie der notwendig gewordenen Übernahme der Schweizer Großbank Credit Suisse durch die UBS. In Deutschland wurde insbesondere die Baukonjunktur maßgeblich negativ beeinflusst, denn die gestiegenen Zinsen für Realkredite bewirkten zusammen mit bereits seit Jahren stark gestiegenen Bau- und Immobilienpreisen einen Einbruch der Nachfrage.

Die konjunkturelle Dynamik der weltweit größten Volkswirtschaften blieb zumeist schwach. Einerseits stützten abnehmende Inflationsraten und steigende Löhne angesichts robuster Arbeitsmärkte in vielen Ländern die private Konsumnachfrage. Andererseits wurden die Geschäftsentwicklungen aufgrund von politischen Unsicherheitsfaktoren und durch straffere geld- und finanzpolitische Rahmenbedingungen getrübt.

Zwischenzeitliche Hoffnungen auf eine dynamische weltwirtschaftliche Erholung nach dem Ende der Corona-Restriktionen in China wurden nicht erfüllt, denn ab dem zweiten Quartal 2023 enttäuschten die Wachstumsraten der chinesischen Volkswirtschaft. Die Industrie befand sich in der Folge weltweit in einer Rezession mit überwiegend sinkenden Produktionsniveaus. Entsprechend gaben die von S&P Global ermittelten Einkaufsmanagerindizes für das Verarbeitende Gewerbe im Laufe des Jahres deutlich nach und notierten für die größten Volkswirtschaften fast ausnahmslos unterhalb der Expansionsschwelle von 50 Punkten. 1 In der deutschen Industrie, die schon seit 2021 mit stark schrumpfenden Auftragseingängen konfrontiert war, waren zuletzt nur zaghafte Anzeichen einer Stabilisierung auf niedrigen Niveaus erkennbar. Auch im Servicesektor sanken die Geschäftsaussichten in Europa im Jahresverlauf, da die private Nachfrage nach Konsumgütern und Dienstleistungen zunehmend unter der konjunkturellen sowie wirtschaftspolitischen Unsicherheit und den gestiegenen Preisniveaus litt. Insgesamt schrumpfte das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2023 nach ersten Berechnungen um 0,3 Prozent. 2

1 DONNER & REUSCHEL Konjunktur & Kapitalmärkte, Januar 2024, Seite 16.

2 destatis, Pressemitteilung Nr. 019 vom 15. Januar 2024.

Vergleichsweise robust entwickelte sich hingegen die US-Volkswirtschaft, vor allem aufgrund eines anhaltend dynamischen privaten Konsums. Am Arbeitsmarkt bestand weiterhin ein deutliches Überangebot an nicht besetzten Stellen, wodurch Lohnsteigerungen unterstützt wurden. Zudem profitierten viele Menschen von noch bestehenden Ersparnissen aus der Coronazeit. Auch in Deutschland stiegen die Löhne nach den geringen Wachstumsraten der Zeit vor der Corona-Pandemie inflationsbedingt wieder stärker an, konnten jedoch die Preissteigerungen der letzten Monate bisher nicht kompensieren.

Die weltwirtschaftliche Nachfrageschwäche sorgte jedoch vor allem über weiter nachgebende Energiepreise für deutlich sinkende Preissteigerungsraten. So fiel die Inflation in der Eurozone auf 2,9 Prozent im Dezember. Die Kernrate der Inflation, ohne die stark schwankungsanfälligen Komponenten Energie und Nahrungsmittel, war mit 3,4 Prozent allerdings weiterhin erhöht. 3 In Deutschland sank die Inflation auf 3,7 Prozent am Jahresende 2023. 4

Notenbank

Sowohl die US-Notenbank Fed als auch die Europäische Zentralbank (EZB) haben ihre Leitzinserhöhungszyklen nach deutlichen Zinsanhebungen im ersten Halbjahr 2023 bei einem Leitzins von 5,25 - 5,50 5 bzw. 4,50 6 Prozent (Hauptrefinanzierungsfazilität) ausgesetzt. Eine Diskrepanz herrschte zwischen den Notenbanken allerdings bei der Beurteilung der aktuellen Lage am Jahresende. Während die Fed bereits Zinssenkungen für das Jahr 2024 in Aussicht stellte, mahnte EZB-Präsidentin Christine Lagarde zur Vorsicht. Sie unterstrich auch im Dezember noch einmal, dass die geldpolitische Ausrichtung datenabhängig von Sitzung zu Sitzung festgelegt werde und nach wie vor Aufwärtsrisiken für die Verbraucherpreise bestehen. Besonders behält die EZB die laufenden Lohnverhandlungen im Blick, da steigende Löhne bei einer anhaltend hohen Beschäftigung und nachgebender Nachfrage die Lohnstückkosten ansteigen lassen und so für Inflationsdruck sorgen könnten.

Zinsen

Die Renditen von EU-Staatsanleihen stiegen bis Anfang März 2023 überwiegend deutlich an, nachdem eine tiefe Rezession im Winterhalbjahr 2022 / 2023 vermieden werden konnte und die zunächst noch hartnäckig hohe Inflation die Hoffnung auf zeitnahe Leitzinserhöhungspausen oder gar erste Zinssenkungen im Laufe des Jahres abschwächten. Ende März gaben die Renditen dann jedoch bereits wieder nach. Die anhaltend restriktive Geldpolitik vieler Notenbanken ließ die Zinsen dann bis Oktober auf neue Jahreshöchststände ansteigen, bevor diese aufgrund von stärker als erwartet sinkenden Inflationsraten sowie der Hoffnung auf baldige Leitzinssenkungen wieder nachgaben. Die Rendite einer zehnjährigen Bundesanleihe lag zum Jahresende bei 2,02 Prozent p.a. nach einem zwischenzeitlichen Höchststand von 2,96 Prozent p.a. 7 , während Renditen von Unternehmensanleihen nach einem steilen Anstieg im Jahr 2022 ebenfalls deutlich nachgaben 8 .

3 eurostat, euroindikatoren, 10/2024, 17. Januar 2024.

4 destatis, Pressemitteilung Nr. 003 vom 4. Januar 2024.

5 DONNER & REUSCHEL Konjunktur & Kapitalmärkte, Januar 2024, S. 24.

6 Europäische Zentralbank, Key ECB interest rates, 2024.

7 Macrobond, Rendite Bundesanleihen, 10 Jahre.

8 DONNER & REUSCHEL Konjunktur & Kapitalmärkte, Januar 2024, S. 29.

Aktien

Der Start in das Jahr 2023 fiel an den meisten Aktienbörsen sehr positiv aus. Nach einem schwankungsreichen Jahresverlauf startete der Index ab Oktober eine fulminante Jahresendrallye und notierte Ende Dezember mit einem Kursplus von 20,3 Prozent 9 bei 16.752 Punkten. 10 Europäische Aktien des EURO STOXX 50 und US-Aktien des S&P 500 stiegen ebenfalls deutlich um rund 19,2 sowie 24,2 Prozent. 11 Vor allem große US-Technologieaktien profitierten erheblich von Hoffnungen auf künftige Gewinne im Zuge der Nutzung Künstlicher Intelligenz.

Rohstoffe

Der Preis für ein Barrel Rohöl der Nordseesorte Brent gab angesichts eines nur schwachen globalen Wachstums nach und fiel auf 77,69 US-Dollar. 12 Weder weitere Beschlüsse der Staaten des Ölkartells OPEC+ zu Förderkürzungen im kommenden Jahr noch geopolitische Unsicherheiten konnten den Trend wesentlich beeinflussen.

Im Verlauf des Jahres erreichte der Goldpreis vor dem Hintergrund der restriktiven Zinspolitik und zahlreicher geopolitischer und wirtschaftlicher Turbulenzen ein deutliches Plus und notierte Ende 2023 bei 2.063 US-Dollar. 13

Währungen

Der Euro stieg gegenüber dem US-Dollar von 1,07 auf knapp 1,11 EUR / USD 14 , während die Gemeinschaftswährung im Vergleich zum Schweizer Franken auf 0,93 EUR / CHF abwertete. 15

Immobilien

Der deutliche Zinsanstieg und schon seit Jahren massiv gestiegene Bau- sowie Materialkosten sorgten auch am Immobilienmarkt in Deutschland für weitere Preiskorrekturen sowie einen Einbruch der Neubautätigkeit. So sank der vdp-lmmobilienpreisindex bis zum 3. Quartal 2023 um 7,1 Prozent im Vergleich mit dem Vorjahresquartal. Dabei gab der Teilindex Wohnen um 6,3 Prozent nach, während das Segment Gewerbe um 10,6 Prozent fiel. 16 Jedoch müssen Teilmärkte hier differenziert betrachtet werden. Die Anzahl der Baugenehmigungen im Wohnungsbau ist im Gesamtjahr 2023 im Vergleich mit dem Vorjahr um 26,6 Prozent auf 260.100 eingebrochen. 17 Gemäß einer Erhebung des ifo-lnstituts sackte das Geschäftsklima im Wohnungsbau auf ein Allzeittief seit 1991 ab. Aufgrund einer zunehmenden Anzahl an Auftragsstornierungen beklagten Ende 2023 56,9 Prozent der befragten Bauunternehmen einen zu

9 DONNER & REUSCHEL Konjunktur & Kapitalmärkte, Januar 2024, S. 9.

10 Macrobond DAX-Index.

11 DONNER & REUSCHEL Konjunktur & Kapitalmärkte, Januar 2024, S. 9.

12 Macrobond, Rohöl Brent.

13 Macrobond, Gold.

14 Macrobond, Euro vs. US-Dollar.

15 Macrobond, Euro vs. Schweizer Franken.

16 vdp Die deutschen Pfandbriefbanken, Immobilienpreis-Index, Q3.2023, S. 4.

17 destatis, Pressemitteilung Nr. 074 vom 29. Februar 2024.

geringen Auftragsbestand. Das ohnehin seit Jahren bestehende Unterangebot angesichts einer weiter steigenden Nachfrage nach Wohnraum wird durch diese Entwicklung verschärft. Auch in anderen Segmenten, etwa dem Bau von Büroimmobilien, war die Bautätigkeit im Jahr 2023 deutlich rückläufig.

2.1.2. Wettbewerbssituation und Marktstellung von DONNER & REUSCHEL

Das Umfeld für Banken, Finanzdienstleister und Versicherungen war auch im Jahr 2023 herausfordernd. Zugleich hat sich das Finanzsystem besonders in Europa als stabil erwiesen 18 , und positive Effekte des Leitzinsanstiegs der Europäischen Zentralbank auf das Zinsergebnis haben zu einer verbesserten Ertragslage im Bankensektor beigetragen 19. Die zunächst fortgesetzte Zinswende des Jahres 2022 sorgte durch schnell und massiv steigende Refinanzierungskosten sowie Preiskorrekturen bei vielen Anlageklassen jedoch auch für eine steigende Verunsicherung bei einigen Marktteilnehmern mit der Folge eines teilweisen Vertrauensverlusts gegenüber einzelnen Finanzinstituten. Offensichtlich wurde diese Entwicklung im Zuge der Insolvenz der Silicon Valley Bank und weiterer Regionalbanken in den USA im März. Eine direkte Folge war der erhebliche Abzug von Einlagen und verwalteten Assets bei der Schweizer Großbank Credit Suisse sowie die anschließende Übernahme des Instituts durch die UBS. Vor allem auf das schnelle, umsichtige und rigorose Eingreifen vonseiten der Notenbanken, der Aufsichtsbehörden, der Regierungen und der Finanzbranche selbst - auch über die USA und die Schweiz hinaus - ist es zurückzuführen, dass sich in dieser Phase keine weitergehende Vertrauens- und Finanzkrise entwickelt hat.

Gemäß Finanzstabilitätsbericht der Bundesbank bestehen aufgrund des veränderten Zinsregimes jedoch weiter besondere Herausforderungen für das Finanzsystem. Neben bereits entstandenen stillen Lasten im Zinsbuch einiger Finanzinstitute bzw. der Möglichkeit weiterer Preiskorrekturen in verschiedenen Anlageklassen und zunehmenden Abschreibungsbedarfen im Kreditportfolio wird auf höhere Refinanzierungskosten, insbesondere im Einlagengeschäft, klimabezogene Transitionsrisiken sowie eine sinkende Kreditvergabe im Zuge steigender Kreditvergabebedingungen vonseiten der Banken verwiesen. 20 Davon betroffen waren sowohl die Segmente der Unternehmenskredite, der privaten Wohnungsbaukredite sowie der Konsumenten- und sonstigen Kredite. Allerdings ging im Laufe des Jahres auch die Kreditnachfrage in allen Segmenten zurück. 21

Steigende Kreditkonditionen und Refinanzierungskosten zusammen mit der gesamtwirtschaftlichen Nachfrage- und Konjunkturschwäche führten im Jahr 2023 zu einem deutlichen Anstieg der Unternehmensinsolvenzen in Deutschland. Im Dezember lag die Anzahl der Insolvenzen nicht nur deutlich über dem Vergleichswert des Vorjahres, sondern überstieg auch den Dezember-Durchschnittswert der Jahre 2016 bis 2019. 22 Wettbewerbsseitig stehen die Anbieter von Finanzdienstleistungen unverändert vor der Herausforderung, trotz eines hohen - u. a. regulatorisch getriebenen - Verwaltungsaufwands ihre Dienstleistungen bei konstant hoher Qualität zu wettbewerbsfähigen Preisen anzubieten. Dies wird nur mit einer effizienten technischen Basis umsetzbar sein, die wiederum Investitionen voraussetzt. Zumindest teilweise werden Banken in diesem Zuge ihre Geschäftsmodelle umbauen müssen 23 , um mithilfe von Ertragssteigerungen bei gleichzeitigen strukturellen Kosteneinsparungen bestehende Gewinnlücken zu schließen. Bislang hat die Bankenbranche ihre strukturellen Herausforderungen jedoch nur bedingt gemeistert. Die Bankenlandschaft in Deutschland bleibt fragmentiert und steht nicht zuletzt deshalb unter hohem Wettbewerbsdruck.

18 Deutsche Bundesbank, Finanzstabilitätsbericht 2023, S. 6.

19 Deutsche Bundesbank, Pressenotiz zu den Ergebnissen der Oktober-Umfrage zum Kreditgeschäft in Deutschland vom 24. Oktober 2023.

20 Deutsche Bundesbank, Finanzstabilitätsbericht 2023, S. 6 und 7.

21 Deutsche Bundesbank, Pressenotiz zu den Ergebnissen der Umfrage zum Kreditgeschäft in Deutschland vom 24. Oktober 2023.

22 IWH Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung Halle, Pressemitteilung 1/2024 vom 10. Januar 2024.

23 McKinsey-Studie "What better place than here, what better time than now? German banking in 2023"

Als unsere direkten Wettbewerber betrachten wir zum einen die klassischen Privatbanken sowie die Niederlassungen ausländischer Privatbanken. Aufgrund der Verankerung in den einzelnen Regionen Deutschlands gehören daneben die jeweiligen Sparkassen und Großbanken zu unseren indirekten Mitbewerbern. Im Vermögensmanagement stehen wir zudem in direkter Konkurrenz zu privaten Vermögensverwaltern. Großbanken sind relevante Mitbewerber für das Kapitalmarktgeschäft, das Geschäft mit Institutionellen Kunden sowie im Bereich der Asset Management-Dienstleistungen, wie z. B. der Vermögensverwaltung.

In unseren Geschäftsfeldern haben wir nach eigener Einschätzung eine gute, aufgrund unserer Größenordnung aber keine systemrelevante Marktposition. Eine solche wird auch nicht angestrebt. Vielmehr wollen wir mit unserer mittelständisch geprägten und unternehmerisch geführten Bank ein Partner auf Augenhöhe für unsere Kundinnen und Kunden sein. Professionalität, Individualität und Transparenz sind für DONNER & REUSCHEL wesentliche Bausteine insbesondere der intensiven Digitalisierungsaktivitäten. Wir befassen uns ausgiebig und fundiert mit den Zukunftsaussichten, bereiten unsere Kundinnen und Kunden auf die Herausforderungen der neuen Zeit vor und entwickeln mit ihnen und für sie passgenaue und dynamische Lösungen. Wir wollen Orientierung geben und verstehen uns als Coach und Lebensbegleiter - auch weit über die reinen Finanzthemen hinaus. Daneben ist es in einer zunehmend digitalisierten Welt und der sich stetig wandelnden Finanzwirtschaft unumgänglich, sich beständig weiterzuentwickeln. Wir wollen uns abheben und gleichzeitig neue Wege gehen, um nachhaltige Mehrwerte für unsere Kundinnen und Kunden zu schaffen.

Kurze Entscheidungswege und flache Hierarchien tragen nach unserer Einschätzung wesentlich zum Geschäftserfolg unseres Hauses bei. Wachstum bedeutet für das Bankhaus auch Verstärkung der Berater-Teams an allen Standorten sowie die sukzessive Erschließung neuer Standorte. Hier hat es in den zurückliegenden Jahren erfolgreiche Erweiterungen gegeben. Die innovativen Vermögensverwaltungskonzepte, die zukunftsorientiert und nachhaltig investieren, werden von den Kundinnen und Kunden unverändert stark nachgefragt. Das nach Einschätzung der Bank herausragende Netzwerk der DONNER & REUSCHEL-Expertinnen und -Experten öffnet zudem exklusive Lösungen im Bereich Alternativer Investmentmöglichkeiten. Im Bereich des Kreditgeschäfts wird die Bank beispielsweise über die Etablierung von Private-Debt-Lösungen zunehmend aus der klassischen Rolle des Kreditgebers heraustreten und verstärkt als Asset Manager fungieren. Dazu hat sich DONNER & REUSCHEL mit mehreren Expertinnen und Experten auf diesem Gebiet verstärkt.

2.2. GESCHÄFTSVERLAUF UNSERER GESELLSCHAFT

Im abgelaufenen Geschäftsjahr feierte DONNER & REUSCHEL das 225-jährige Bestehen. Das Jubiläum wurde mit vielen Veranstaltungen und Aktionen würdig begangen.

Der Geschäftsverlauf der DONNER & REUSCHEL AG wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr von einer schwachen Konjunkturentwicklung - insbesondere in Deutschland - beeinflusst. Im Jahresverlauf belasteten das stark gestiegenen Zinsniveau sowie die Entwicklung der Bauwirtschaft in Deutschland. Die Immobilienbranche hatte aufgrund sehr deutlich gestiegener Zinsen für Kredite zusammen mit bereits seit Jahren stark erhöhten Bau- und Immobilienpreisen einen sehr beträchtlichen Rückgang der Nachfrage zu verzeichnen.

Ein wesentlicher Schwerpunkt im abgelaufenen Geschäftsjahr war die Abarbeitung der Feststellungen der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht aus einer im Vorjahr turnusgemäß durchgeführten PAAR-Prüfung nach § 44 Abs. 1 Satz 2 KWG. Durch den Einsatz interner und externer Ressourcen konnten im Jahr 2023 erhebliche Fortschritte bei der Anpassung von einzelnen auf das Geschäftsmodell und die Risikoposition der Bank ausgerichteten Prozessen und Methoden erzielt werden.

Im Geschäftsjahr 2023 hat die Aktionärin eine Einzahlung in die Kapitalrücklage in Höhe von 50 Mio. Euro getätigt. Darüber hinaus hat DONNER & REUSCHEL an eine Konzerngesellschaft der SIGNAL IDUNA Gruppe im Geschäftsjahr weitere nachrangige Namensschuldverschreibungen (CoCo- bzw. Contingent Convertible Bonds, auch AT1-Schuldverschreibungen genannt) in Höhe von 25 Mio. Euro emittiert. Mit der Einzahlung in die Kapitalrücklage sowie der Emission der nachrangigen Verbindlichkeiten hat DONNER & REUSCHEL seine Eigenmittelbasis im Geschäftsjahr gestärkt.

Die Bank arbeitet kontinuierlich daran, die Kapitaleffizienz zu verbessern. Die Ergebnisse aus der 2022 stattgefundenen § 44 Abs. 1 KWG-Prüfung haben diese Notwendigkeit bestätigt. Die Maßnahmen erstrecken sich von der Kreditvergabe und -Überwachung hin zu Daten- und Prozessverbesserungen sowie der Etablierung von Private Debt Strukturen.

Aufgrund des anhaltenden angespannten Marktumfeldes - insbesondere im Immobiliensektor - hat die Bank die Risikoabschirmung in Form von Einzelwertberichtigungen deutlich erhöht. Demgegenüber haben sich die Pauschalwertberichtigungen gegenüber dem Vorjahr signifikant reduziert.

Die Bank nahm im Jahr 2023 weitere strategische Investitionen zur Stärkung der Bereiche Risikomanagement, Governance und ESG sowie der internen Revision vor. Darüber hinaus konnte die fachliche Expertise im Bereich Alternative Investments und Private Debt durch das Onboarding eines Spezialisten-Teams erfolgreich erweitert werden.

Das Geschäftsjahr 2023 hat die DONNER & REUSCHEL AG in einem weiterhin äußerst herausfordernden Umfeld mit einem Betriebsergebnis vor Steuern von 10,7 Mio. Euro über dem Vorjahresergebnis von 8,7 Mio. Euro abgeschlossen und damit die eigene Erwartung aus der Mittelfristplanung nicht erreicht.

2.3. LAGE DER BANK

Veränderung
Geschäftliche Entwicklung
Mio Euro
2023 2022 in Mio. Euro in %
Geschäftsvolumen 5.536,4 5.791,1 -254,7 -4,4%
Bilanzsumme 5.414,1 5.615,6 -201,5 -3,6%
Eigenmittel (bilanziell) 455,8 372,4 83,4 22,4%
Zinsüberschuss 114,2 78,8 35,4 44,9%
Provisionsüberschuss 66,1 73,7 -7,6 -10,3%
Verwaltungsaufwand inkl. AfA -138,9 -124,2 -14,7 -11,8%
Teilbetriebsergebnis 41,4 28,3 13,1 46,3%
Nettoertrag des Handelsbestandes 4,9 0,7 4,2 >100%
Bewertungsergebnis -36,5 -21,3 -15,2 71,4%
Betriebsergebnis vor Steuern 10,7 8,7 2,0 23,0%
Jahresüberschuss 8,3 0,5 7,8 >100%
Mitarbeiter
Anzahl (zum Bilanzstichtag) 585 574 11,0 1,9%
Aufsichtsrechtliche Kennzahlen -
Gesamtkapitalquote 19,4% 13,1% 6,3 48,1%
Kernkapitalquote 17,4% 11,5% 5,9 51,3%
Leverage Ratio 6,6 5,1 1,5 29,4%
Net Stable Funding Ratio 148,8% 121,7% 27,1 22,3%
Liquidity Coverage Ratio 151,8% 137,8% 14,0 10,2%

2.3.1 ERTRAGSLAGE

Der Zinsüberschuss als Saldo aus Zinserträgen und Zinsaufwendungen stieg im Vergleich zum Vorjahr trotz einer weiter gesunkenen Bilanzsumme um 35,4 Mio. Euro auf 114,2 Mio. Euro und übertraf somit die Planung sehr deutlich. Zinserträge aus Kredit- und Geldmarktgeschäften belaufen sich auf 200,0 Mio. Euro, eine sehr beträchtliche Steigerung von 100,8 Mio. Euro gegenüber dem Vorjahr (99,2 Mio. Euro). Die seit Jahresbeginn erfolgte Zinswende sorgte für zusätzliche Einlagenerträge. Ein sehr wesentlicher Anteil daran in Höhe von 55,4 Mio. Euro (Vorjahr 7,9 Mio. Euro) ist auf die Verzinsung der Einlagenfazilität bei der Deutschen Bundesbank zurückzuführen, die auf dem unterjährig stark gestiegenen EZB-Einlagenzinssatz von zurzeit 4,0 % basiert. Des Weiteren haben die überwiegend variabel verzinsten Kundenforderungen infolge des starken Anstiegs des Zinsniveaus diesen Zuwachs ebenfalls maßgeblich begünstigt. Im Zuge der eingetretenen Zinswende hat die Bank im abgelaufenen Geschäftsjahr Zinsswaps geclosed. Hieraus entstand ein einmaliger Zinsertrag von 4,8 Mio. Euro (Vorjahr 8,8 Mio. Euro). Die Steuerung des Zinsänderungsrisikos erfolgt in der Regel über Swaps auf Makroebene. Die Zinserträge aus festverzinslichen Wertpapieren lagen mit 39,5 Mio. Euro sehr signifikant über dem Vorjahresniveau (6,2 Mio. Euro). Der sehr signifikante Anstieg des Wertpapierbestands und eine deutlich höhere Rendite infolge der Marktzinsentwicklung begünstigten diesen sehr positiven Effekt. Laufende Erträge und Erträge aus Gewinngemeinschaften beliefen sich zusammen auf 3,8 Mio. Euro (Vorjahr 4,1 Mio. Euro). Korrespondierend zur Entwicklung der Zinserträge sind auch die Zinsaufwendungen aufgrund der Marktzinsentwicklung sehr wahrnehmbar gestiegen. Sie betrugen im Jahr 2023 129,2 Mio. Euro, während im Vorjahr noch 30,7 Mio. Euro zu Buche schlugen. Der Anstieg der Zinsaufwendungen wurde durch den Anstieg der Zinserträge überkompensiert, wodurch sich die Gesamtzinsspanne nochmals stark erhöhte.

Der Provisionsüberschuss beläuft sich auf 66,1 Mio. Euro (Vorjahr 73,7 Mio. Euro). Die im Vorjahr prognostizierte Steigerung konnte insoweit nicht erreicht werden. Mit einem Ergebnisbeitrag von 52,3 Mio. Euro (Vorjahr 55,5 Mio. Euro) trug das Wertpapiergeschäft maßgeblich zum Provisionsüberschuss bei und ist im Wesentlichen aufgrund der genannten geopolitischen und konjunkturellen Entwicklungen um 3,2 Mio. Euro zurückgegangen. Die Beratungshonorare für die Strukturierung von Kreditfinanzierungen sind aufgrund einer rückläufigen Kreditnachfrage im Zuge der Zinswende sowie einer adjustierten Risikosteuerung auf 1,0 Mio. Euro (Vorjahr 4,2 Mio. Euro) gesunken.

Der Nettoertrag des Handelsbestands betrug 4,9 Mio. Euro und lag damit sehr erfreulich über dem Vorjahreswert (0,7 Mio. Euro) und auch sehr deutlich über den Erwartungen. Hier trugen die Bemühungen der letzten Jahre zur Diversifizierung der Ertragsquellen bei.

Der allgemeine Verwaltungsaufwand inklusive Abschreibungen erhöhte sich insbesondere aufgrund gestiegener regulatorischer Anforderungen und der weiterhin hohen Inflation gegenüber dem Vorjahr sehr erheblich von 124,2 Mio. Euro um 14,7 Mio. Euro auf 138,9 Mio. Euro und lag damit über den Erwartungen. Der Personalaufwand belief sich auf 72,0 Mio. Euro, überstieg sehr wesentlich den Vorjahreswert von 59,9 Mio. Euro und übertraf ebenfalls den Planwert. Gezielte Investitionen in die zukunftsgerichtete Stärkung einzelner Funktionen, zum Teil bedingt durch Feststellungen im Rahmen der § 44 KWG-Prüfung im Jahr 2022, sowie Einmalzahlungen, z. B. Inflationsausgleichsprämien und Zuwendungen an die SIGNAL IDUNA Versorgungskasse e.V. wegen höherer laufender Rentenzahlungsverpflichtungen, trugen maßgeblich hierzu bei. Die anderen Verwaltungsaufwendungen sind einschließlich der Abschreibungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen moderat auf 66,9 Mio. Euro (Vorjahr 64,2 Mio. Euro) gestiegen und lagen damit leicht oberhalb der Erwartungen. Es wurden weitere strategische Investitionen insbesondere in IT-Systeme und -Infrastruktur sowie in den Themengebieten Risikomanagement, Governance und ESG getätigt, die die Zukunfts- und Wettbewerbsfähigkeit der Bank gewährleisten sollen.

Das Nettoergebnis der Kreditrisikovorsorge beläuft sich auf -34,8 Mio. Euro (Vorjahr -17,6 Mio. Euro). Der im Vergleich zum Vorjahr sehr deutlich gestiegene Risikovorsorgeaufwand ist auf gestiegene Einzelwertberichtigungen auf Forderungen weit überwiegend im Bereich der Immobilienfinanzierungen zurückzuführen. Der Immobiliensektor ist seit der Covid-19-Pandemie von Lieferkettenproblemen, der hohen Inflation und der damit einhergehenden starken Verteuerung der Baukosten sowie von dem sehr schnell und stark gestiegenen Zinsniveau und stark gesunkenen Objektwerten geprägt. Hierdurch ist das Immobilienprojektträgergeschäft, eine maßgebliche Säule im Kreditgeschäft der Bank, derzeit besonders betroffen.

Die Pauschalwertberichtigungen und Rückstellungen im Kreditgeschäft gemäß IDW RS BFA 7 (ohne Berücksichtigung des Management Adjustments) sind im Geschäftsjahr um 3,7 Mio. Euro gestiegen, wohingegen das Management Adjustment zur Pauschalwertberichtigung per 31 Dezember 2023 9,2 Mio. Euro niedriger ist als der Vorjahreswert. Ursächlich für die Umgliederung vom Management Adjustment in die Pauschalwertberichtigung ist, dass die im Vorjahr aufgrund der makroökonomischen und geopolitischen Gesamtsituation antizipierten Ratingverschlechterungen sich durch Re-Ratings realisiert haben. Weitere Einflussfaktoren für die Reduktion des Management Adjustments sind Kreditausfälle, die eine Reduktion der Pauschalwertberichtigung und eine Erhöhung der Einzelwertberichtigungen verursachen, sowie der Verzicht auf die Bildung eines Abschlags auf aktualisierte Sicherheitenwerte im Rahmen des Management Adjustments.

Das Management Adjustment ist ein Instrument zur Abdeckung zusätzlicher latenter Risiken aus der aktuellen gesamtwirtschaftlichen und geopolitischen Entwicklung. Mit dem Management Adjustment wird dem Risiko zum Bilanzstichtag noch nicht beobachtbarer, aber eingetretener Bonitätsverschlechterungen Rechnung getragen. Die Ermittlung des erwarteten Verlustes erfolgt unter Verwendung eines Modells, das hinsichtlich der Berücksichtigung des latenten Kreditrisikos insbesondere die Parameter PD (Ausfallwahrscheinlichkeit), Erlösquote (erwarteter Erlös aus der Verwertung ggf. vorhandener Sicherheiten) und Credit-Conversion-Faktoren des Risikomanagements verwendet. Während im Vorjahr noch Auflösungen von Vorsorgereserven nach § 340f HGB in Höhe von 10,9 Mio. Euro das Nettoergebnis aus Kreditrisikovorsorge stützten, entfiel dieser entlastende Effekt im laufenden Geschäftsjahr.

Das Ergebnis aus Wertpapieren der Liquiditätsreserve betrug -0,2 Mio. Euro (Vorjahr -1,1 Mio. Euro).

Das Finanzanlageergebnis belief sich auf -1,5 Mio. Euro (Vorjahr -2,6 Mio. Euro).

Insgesamt ist im Geschäftsjahr das Betriebsergebnis vor Steuern, in einem herausfordernden Umfeld, bei 10,7 Mio. Euro (Vorjahr 8,7 Mio. Euro) ausgelaufen. Das operative Ergebnis lag sehr deutlich über dem Plan und ist erst nach Wertberichtigungen sehr stark hinter den eigenen Erwartungen geblieben.

Der Steueraufwand betrug für das Berichtsjahr 2,4 Mio. Euro (Vorjahr 8,3 Mio. Euro).

Der Jahresüberschuss belief sich auf 8,3 Mio. Euro (Vorjahr 0,5 Mio. Euro). Aus dem Bilanzgewinn in Höhe von 8.327 Tsd. Euro sollen 8.320 Tsd. Euro in die Gewinnrücklagen eingestellt und 7 Tsd. Euro als Gewinnvortrag auf neue Rechnung vorgetragen werden.

2.3.2 VERMÖGENS- UND FINANZLAGE

Vermögenslage

31.12.2023 31.12.2022 Veränderung
Tsd. Euro Tsd. Euro Tsd. Euro %
Barreserve 16.368 36.639 -20.271 -55,3%
Kassenbestand 987 1.050 -63 -6,0%
Guthaben bei Zentralnotenbanken 15.381 35.589 -20.208 -56,8%
Schuldtitel öfft. Stellen und Wechsel 0 249.421 -249.421 -100,0%
Forderungen an Kreditinstitute 1.768.706 1.978.201 -209.495 -10,6%
Forderungen an Kunden 2.202.274 2.291.455 -89.181 -3,9%
Schuldverschr. u. a. festverzsl. Wertpapiere 1.209.230 803.009 406.221 50,6%
Geldmarktpapiere 49.044 0 49.044 >100%
Anleihen und Schuldverschreibungen 1.160.186 803.009 357.177 44,5%
Aktien u.a. nicht festverzsl. Wertpapiere 38.595 61.662 -23.067 -37,4%
Handelsbestand 0 14.022 -14.022 -100,0%
Beteiligungen 1.505 1.519 -14 -0,9%
Anteile an verbundenen Unternehmen 75.315 75.629 -314 -0,4%
Treuhandvermögen 1.416 1.567 -151 -9,6%
Immaterielle Anlagewerte 17.656 20.876 -3.220 -15,4%
Sachanlagen 8.160 8.601 -441 -5,1%
Sonstige Vermögensgegenstände 66.925 72.014 -5.089 -7,1%
Rechnungsabgrenzungsposten 7.919 952 6.967 >100%
Aktiver Unterschiedbetrag aus der Vermögensverrechnung 0 70 -70 -100,0%
Bilanzsumme 5.414.069 5.615.637 -201.568 -3,6%

Das Geschäftsvolumen beträgt im Geschäftsjahr 5,5 Mrd. Euro und liegt deutlich unter dem Vorjahresniveau (5,8 Mrd. Euro). Die Bilanzsumme ist mit 5,4 Mrd. Euro gegenüber dem Vorjahr (5,6 Mrd. Euro) ebenfalls deutlich zurückgegangen. Der Rückgang ist im Wesentlichen auf den Abbau von Schuldtiteln öffentlicher Stellen und Wechsel sowie den Abbau der Forderungen an Kreditinstitute von zusammen 0,5 Mrd. Euro, die größtenteils in den Aufbau des Wertpapierbestands (+0,4 Mrd. Euro) geflossen sind, sowie den Rückgang der Forderungen an Kunden (-0,1 Mrd. Euro) zurückzuführen.

Die Barreserve beläuft sich auf 16,4 Mio. Euro (Vorjahr 36,6 Mio. Euro). Diese bestand im Wesentlichen aus dem Guthaben bei der Deutschen Bundesbank.

Die Forderungen an Kreditinstitute sind auf 1,8 Mrd. Euro (Vorjahr 2,0 Mrd. Euro) gesunken. Die Forderungen an Kreditinstitute entfallen weit überwiegend auf Offenmarktgeschäfte mit der Deutschen Bundesbank in Höhe von 1,7 Mrd. Euro (Vorjahr 1,9 Mrd. Euro).

Die Forderungen an Kunden reduzierten sich aufgrund der zurückhaltenden Kreditpolitik der Bank als Ausdruck einer adjustierten Risikosteuerung zum Bilanzstichtag auf 2,2 Mrd. Euro (Vorjahr 2,3 Mrd. Euro).

Der Eigenbestand an Wertpapieren lag bei 1,2 Mrd. Euro (Vorjahr 0,9 Mrd. Euro). Hiervon entfielen 1,2 Mrd. Euro (Vorjahr 0,8 Mrd. Euro) auf Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere sowie 0 Mrd. Euro (Vorjahr 0,1 Mrd. Euro) auf Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere. Aufgrund der Zuordnung zum Anlagebestand wurden stille Lasten als Differenzen zwischen den Buchwerten und den beizulegenden Zeitwerten von 28,0 Mio. Euro (Vorjahr 50,6 Mio. Euro) nicht als Aufwand erfasst.

Die Anteile an verbundenen Unternehmen bewegten sich mit 75,3 Mio. Euro auf Vorjahresniveau (75,6 Mio. Euro).

Der Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von 1,1 Mio. Euro (Vorjahr 1,7 Mio. Euro) resultiert aus der Anwachsung der Reuschel & Co. Kommanditgesellschaft, München, zum 01.10.2010 und wird regelmäßig über eine Nutzungsdauer von fünfzehn Jahren ab dem Anwachsungszeitpunkt abgeschrieben. Die von uns berechnete Nutzungsdauer orientiert sich an der ermittelten durchschnittlichen Kundenbindung sowie der daraus resultierenden Deckungsbeiträge im Geschäft mit vermögenden Privatkunden, welche in besonderem Maße die Geschäftstätigkeit der Reuschel & Co. Kommanditgesellschaft charakterisierte und nun für DONNER & REUSCHEL ein entsprechendes Nutzenpotenzial verkörpert.

Der von DONNER & REUSCHEL AG im Geschäftsjahr 2020 von Joh. Berenberg, Gossler & Co. KG übernommene Kundenstamm aus dem Bereich der Vermögensverwaltung wird nach dessen Aktivierung im Jahr 2020 sowie den danach erfolgten planmäßigen Abschreibungen mit einem Buchwert von 6,3 Mio. Euro unter den immateriellen Vermögensgegenständen bilanziert. Die von der Bank berechnete Nutzungsdauer von 10 Jahren für diesen Kundenstamm orientiert sich an der ermittelten durchschnittlichen Nutzungsdauer und der hieraus resultierenden Deckungsbeiträge. Darüber hinaus wurden im Geschäftsjahr Aufwendungen im Zusammenhang mit der Anschaffung von Software aktiviert.

Finanzlage

31.12.2023 31.12.2022 Veränderung
Tsd. Euro Tsd. Euro Tsd. Euro %
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 228.823 313.442 -84.619 -27,0%
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 4.560.937 4.753.023 -192.086 -4,0%
Handelsbestand 0 13.986 -13.986 -100,0%
Treuhandverbindlichkeiten 1.416 1.567 -151 -9,6%
Sonstige Verbindlichkeiten 74.506 71.622 2.884 4,0%
Rechnungsabgrenzungsposten 2.116 1.212 904 74,6%
Rückstellungen 87.763 86.326 1.437 1,7%
Nachrangige Verbindlichkeiten 132.158 106.436 25.722 24,2%
Fonds für allgemeine Bankrisiken 7.393 7.393 0 0,0%
Eigenkapital 318.957 260.630 58.327 22,4%
gezeichnetes Kapital 20.500 20.500 0 0,0%
Kapitalrücklage 168.600 118.600 50.000 42,2%
Gewinnrücklagen 121.530 121.070 460 0,4%
Bilanzgewinn 8.327 460 7.867 >100%
Bilanzsumme 5.414.069 5.615.637 -201.568 -3,6%
Eventualverbindlichkeiten 98.126 91.859 6.267 6,8%
unwiderrufliche Kreditzusagen 22.228 83.347 -61.119 -73,3%

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betrugen zum Stichtag 0,2 Mrd. Euro (Vorjahr 0,3 Mrd. Euro).

Das Volumen der Kundeneinlagen reduzierte sich auf 4,6 Mrd. Euro (Vorjahr 4,8 Mrd. Euro). Der Rückgang ist im Wesentlichen auf rückläufige Sichteinlagen zurückzuführen.

Die bilanziellen Eigenmittel der Bank einschließlich des Bilanzgewinns und ohne Zinsabgrenzungen bei den nachrangigen Verbindlichkeiten beliefen sich zum Jahresultimo 2023 auf 455,8 Mio. Euro (Vorjahr 372,4 Mio. Euro) und betrugen damit 8,4 % der Bilanzsumme (Vorjahr 6,6 %). Hierzu trugen überwiegend eine Eigenkapitalzuführung von 50 Mio. Euro sowie die zusätzliche Aufnahme von Nachrangverbindlichkeiten in Höhe von 25 Mio. Euro bei. Zu den bilanziellen Eigenmitteln zählen wir das Eigenkapital in Höhe von 319,0 Mio. Euro (Vorjahr 260,6 Mio. Euro), die Nachrangverbindlichkeiten in Höhe von nominal 129,4 Mio. Euro (Vorjahr 104,4 Mio. Euro) sowie den gegenüber dem Vorjahr in seiner Höhe unveränderten Fonds für allgemeine Bankrisiken in Höhe von 7,4 Mio. Euro.

Die risikogewichteten Aktiva per 31. Dezember 2023 lagen bei 2,2 Mrd. Euro und damit um 0,5 Mrd. Euro bzw. rd. 18 % niedriger im Vergleich zum Jahresende 2022. Diese Entwicklung ist auf einen Rückgang der Risikoaktiva aus Kreditrisiken zurückzuführen. Für das rückläufige Kreditrisiko sind im Wesentlichen Rückgänge bei Kundenforderungen verantwortlich.

Die Gesamtkapitalquote gem. der Capital Requirements Regulation (CRR) betrug zum Jahresultimo 2023 19,4 % (Vorjahr 13,1 %). Die Kernkapitalquote lag zum gleichen Zeitpunkt bei 17,4 % (Vorjahr 11,5 %). Die im Vorjahr prognostizierte deutliche Zunahme der Kapitalquoten konnte sogar sehr signifikant übertroffen werden.

Dem Liquiditätsmanagement kommt in unserem Haus eine hohe Bedeutung zu. Infolgedessen verfügte die Bank im vergangenen Geschäftsjahr zu den Meldestichtagen über eine ausreichende Liquiditätsausstattung. Die Liquiditätskennzahlen zur Net Stable Funding Ratio (NSFR) und zur Liquidity Coverage Ratio (LCR) lagen deutlich oberhalb der aufsichtsrechtlichen Mindestvorgaben. Die Zahlungsfähigkeit war jederzeit gegeben.

Für das Geschäftsjahr 2023 haben sich unsere finanziellen Leistungsindikatoren wie folgt entwickelt:

Veränderung
2023 2022 in%
Assets under Management in Mrd. Euro 29,2 28,1 1,1 3,9%
Kernkapitalquote 17,4% 11,5% 5,9 51,3%
Gesamtkapitalquote 19,4% 13,1% 6,3 48,1%
Betriebsergebnis vor Steuern in Tsd. Euro 10.745 8.749 1.996 22,8%
Cost-Income-Ratio 75,0% 81,1% -6,1 -7,5%
Cost-Income-Ratio nach Risiko 93,4% 93,4% 0,0 0,0%

Die Assets under Management betrugen in einem herausfordernden Umfeld zum Bilanzstichtag 29,2 Mrd. Euro (Vorjahr 28,1 Mrd. Euro) und blieben somit sehr deutlich hinter den eigenen Erwartungen zurück.

Das Verhältnis der Aufwendungen zu Erträgen (Cost-Income-Ratio) verbesserte sich von 81,1 % im Jahr 2022 auf 75,0 % im Jahr 2023 und übertraf damit leicht die Erwartungen. Die deutliche Verbesserung der Cost-Income-Ratio gegenüber dem Vorjahr beruht im Wesentlichen auf der positiven Entwicklung des Rohüberschusses im Geschäftsjahr und den im Vorjahresvergleich unterproportional gestiegenen Verwaltungsaufwendungen.

Die Cost-Income-Ratio nach Risiko beträgt 93,4 % und lag aufgrund der gegenüber der Planung sehr stark höheren Kreditrisikovorsorge auf Vorjahresniveau, blieb jedoch hinter der im Vorjahr prognostizierten eigenen Erwartung sehr deutlich zurück.

2.4. GESAMTAUSSAGE ZUM GESCHÄFTSVERLAUF

Im Jahr 2023 waren in vielerlei Hinsicht erneut besondere Herausforderungen zu bewältigen nicht nur für die Bank - auch für den gesamten Sektor. Die Geschäftsentwicklung der Bank war von den allgegenwärtigen Belastungsfaktoren geprägt, vor allem den Folgewirkungen des russischen Angriffskriegs, den schwachen Konjunkturperspektiven in Deutschland und der weiterhin hohen Inflationsraten und des stark gestiegenen Zinsniveaus. Die im Vorjahr prognostizierten Erwartungen hinsichtlich der Provisionserträge und des Betriebsergebnisses vor Steuern konnten nicht erreicht werden. Risikovorsorgeaufwendungen sind abweichend von den Erwartungen in sehr deutlich höherem Umfang gebildet worden. Dennoch ist es in dem herausfordernden Umfeld gelungen, den Rohüberschuss, insbesondere im Zinsergebnis u. a. beeinflusst durch die positiven Effekte aus der Verzinsung der Einlagenfazilität und die Erträge aus Close-Outs von Zinsswaps, zu steigern. Es ist gelungen, die Cost-Income-Ratio vor Risiko zu verbessern und weitere Risiken insbesondere im Kreditportfolio durch geeignete Steuerungsmaßnahmen zu vermeiden. Vor diesem Hintergrund sind wir mit dem Geschäftsverlauf in einem sehr herausfordernden Umfeld zufrieden.

Die aufsichtsrechtlichen Kapital- und Liquiditätsanforderungen wurden jederzeit eingehalten, die Zahlungsfähigkeit war jederzeit gewährleistet.

3. RISIKOBERICHT UND BESCHREIBUNG DES RISIKOMANAGEMENTSYSTEMS

Die Risikoberichterstattung erfolgt entsprechend der internen Risikosteuerung der DONNER & REUSCHEL. Basis hierfür sind die für die Bank nach HGB ermittelten Finanzdaten sowie die Risikokennzahlen gemäß den regulatorischen Anforderungen.

Die Risikotragfähigkeit war im abgelaufenen Geschäftsjahr sowohl in der normativen als auch in der ökonomischen Perspektive jederzeit gegeben. Die Liquiditätsanforderungen aus der normativen Perspektive wurden ebenfalls jederzeit erfüllt. Diese Risikomessungen erfolgen stets stichtagsbezogen.

Zu den für uns wesentlichen Risikokategorien gehören das Adressausfallrisiko, das Marktpreisrisiko, das Beteiligungsrisiko, das Ertragsrisiko, das operationelle Risiko (OpRisk), das Pensionsrisiko und das Liquiditätsrisiko (Zahlungsunfähigkeitsrisiko). ESG-Risiken (Environmental, Social und Governance) sind keine eigene Risikoart und werden in den wesentlichen Risikoarten behandelt. Zur Identifizierung, Messung, Steuerung und Kommunikation der Risiken haben wir ein Risikomanagementsystem implementiert.

Rahmen des Risikomanagements

Ausgehend von der Geschäftsstrategie und der dazu konsistenten Risikostrategie hat die Bank einen Gesamtbank-Risikomanagementprozess definiert.

Als Risiko bezeichnet DONNER & REUSCHEL die Gefahr möglicher Verluste oder entgangener Gewinne aufgrund interner oder externer Faktoren. Die Risikosteuerung unterscheidet grundsätzlich zwischen quantifizierbaren und nicht quantifizierbaren Risikoarten. Quantifizierbare Risiken sind üblicherweise im Jahresabschluss oder in der Kapitalbindung bewertbare Risiken, nicht quantifizierbare Risiken sind zum Beispiel Reputations- und / oder Compliancerisiken.

Organisation des Risikomanagements

Das Risikomanagement der Bank umfasst neben der Gestaltung und Implementierung eines systematischen Prozesses zur Identifizierung, Messung und Steuerung der Risiken auch die Festlegung organisatorischer Rahmenbedingungen. Dies folgt dem Prinzip der drei Verteidigungslinien. Die erste Verteidigungslinie bildet dabei die jeweils operativ verantwortliche Einheit. Die zweite Verteidigungslinie wird durch verschiedene Funktionen (z. B. Risikocontrolling und Compliance) im Haus wahrgenommen. Die interne Revision bildet die dritte Verteidigungslinie.

Die Risikomanagementfunktion nach MaRisk berichtet regelmäßig im Gesamtbanksteuerungskomitee unter Beteiligung des Gesamtvorstandes über die Risiko- und Ertragslage der Bank.

Das Risikomanagement gibt einen Überblick über die Risikostruktur der Bank:

Grundlegende strategische Entscheidungen trifft ausschließlich der Gesamtvorstand. Dabei überwacht und berät der Aufsichtsrat den Vorstand. Der Aufsichtsrat besteht aus neun Mitgliedern. Er setzt sich aus Vertretern des Aktionärs, der Arbeitnehmer und externen Experten zusammen. Der Aufsichtsrat hat zwei Ausschüsse gebildet, die ihn bei der Wahrnehmung seiner Aufgaben unterstützen.

Der Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats besteht aus vier Mitgliedern. Dem Ausschuss gehören der Vorsitzende des Aufsichtsrats sowie weitere Aufsichtsratsmitglieder an. Der Ausschuss ist zuständig für die Überwachung der Rechnungslegung und des Risikomanagements. Der Prüfungsausschuss überwacht insbesondere den Rechnungslegungsprozess, die Korrektheit der Abschlüsse des Bankhauses, die Finanzberichterstattung, die Wirksamkeit des Risikomanagementsystems, insbesondere des internen Kontrollsystems, der Compliancefunktion sowie der Internen Revision, die Durchführung der Abschlussprüfungen sowie die Auswahl des Abschlussprüfers und die Behebung der vom Abschlussprüfer oder von sonstigen externen Prüfern festgestellten Mängel. Der Prüfungsausschuss wird durch den Vorstand regelmäßig (mindestens zwei Sitzungen im Jahr) über die Risikolage der Bank unterrichtet.

Der Kreditausschuss besteht aus vier Mitgliedern. Dem Ausschuss gehören der Vorsitzende des Aufsichtsrats sowie weitere Aufsichtsratsmitglieder an. Der Ausschuss ist insbesondere zuständig für Zustimmungen zu Kreditgewährungen aufgrund gesetzlicher Vorschriften und der Geschäftsordnung des Vorstands sowie für die Überwachung der Kreditrisiken der Bank.

Das Gesamtbanksteuerungskomitee ist ein Informations- und Entscheidungsgremium, das aus dem Gesamtvorstand sowie zwei Vertretern des Bereiches Risikocontrolling und Meldewesen, dem Bereich Finanzen & Beteiligungsmanagement, der Marktseite und der Compliancefunktion gebildet wird. Das Komitee überwacht die Risikotragfähigkeit, die Eigenkapital- und die Liquiditätssituation, die Bilanzstruktur sowie die Ergebnisentwicklung der Bank mit dem Ziel der Risikofrüherkennung sowie der aktiven Risikosteuerung. Es ist verantwortlich für die Allokation der Limite und gibt den Rahmen für die Risikoneigung der Bank vor. Zudem verantwortet es die Kapitalmarktprognosefestlegung der Bank, beobachtet die Kapitalmärkte und trifft die Anlage- und Steuerungsentscheidungen für das Management der Zinsänderungs-/ Liquiditätsrisiken sowie die Eigenanlagen der Bank. Der Kapitalmarktbereich berichtet regelmäßig über die Entwicklung der Marktrisikopositionen sowie der Refinanzierungssituation der Bank. Der Vorstand gibt zur operativen Steuerung den strategischen Rahmen vor.

Risikostrategie und Risk Appetite Framework

In der Risikostrategie und im Risk Appetite Framework werden auf Basis der Geschäftsstrategie die Rahmenbedingungen und Leitplanken für die Entwicklung der Risikopositionen der Bank abgeleitet und festgelegt. Im Rahmen der Risikotragfähigkeit werden als maximales Risiko begrenzende Limite für einzelne Risikoarten sowie auf Gesamtbankebene festgelegt. Oberste Prämisse ist eine angemessene Liquiditäts- und Kapitalausstattung der Bank.

Die Risikostrategie sowie das Risk Appetite Framework decken alle wesentlichen Risiken der Bank ab. Der Risikoappetit wird jährlich im Rahmen des strategischen Planungsprozess durch den Vorstand überprüft und vorgegeben.

Grundlage für das Risikomanagement- und Controllingsystem der Bank sind ein einheitliches Verständnis der Risiken innerhalb der Bank, die in dem Risk Appetite Framework spezifiziert und über die Risikoinventur ermittelt werden, sowie ein ausgeprägtes Risikobewusstsein aller Mitarbeitenden. Diese werden unterstützt durch einen klar definierten Risikomanagement- und Controllingprozess und die entsprechenden Organisationsstrukturen.

Risikosteuerung

Die Bank verfolgt als übergeordnetes Ziel, die mit dem Geschäftsbetrieb verbundenen wesentlichen Risiken entsprechend der Risikotragfähigkeit angemessen zu steuern und zu beschränken, damit eine risikoadäquate Eigenkapitalverzinsung erreicht werden kann.

Die Bank hat dafür Risikosteuerungs- und Controllingprozesse implementiert, die eine Identifikation, Beurteilung, Steuerung und Überwachung der wesentlichen Risiken gewährleisten sollen. Im Rahmen des jährlichen strategischen Planungsprozesses entscheidet der Vorstand über die Allokation des zur Verfügung stehenden Risikokapitals. Die einzelnen Risikoarten werden limitiert. Wesentliche Veränderungen der Risikosituation sowie Überschreitungen der Risikolimite werden unverzüglich an den Vorstand berichtet und bei Bedarf Handlungsempfehlungen ausgesprochen.

Als Leitplanken definiert der Vorstand den Umfang an Risiko, das er bereit ist einzugehen, die sogenannte Risikotoleranz, im Wesentlichen in Form von risikobegrenzenden Limiten. Im Rahmen des Risikosteuerungsprozesses ist der Risikoappetit festzulegen und zu beachten. Ein laufendes Monitoring gewährleistet deren Einhaltung.

Ein weiterer wichtiger Punkt in der Risikosteuerung ist das Management von Risikokonzentrationen. Unter Risikokonzentrationen versteht die Bank eine Häufung von Risikopositionen, die beim Eintreten bestimmter Entwicklungen oder eines bestimmten Ereignisses in gleicher Weise reagieren. Solche Häufungen leiten sich stets aus den Risikoarten ab, in denen sie auftreten. Risikokonzentrationen sind damit ein bedeutender Aspekt der betreffenden Risikoart, sie stellen jedoch keine eigene, abgrenzbare Risikoart wie zum Beispiel das Adressausfallrisiko oder das Marktpreisrisiko dar.

Risikokonzentrationen werden durch die Vorgabe von operativen Limiten, z. B. RWA-Limiten je Geschäftsfeld, zusätzlichen risikorelevanten Standards (aus dem Risk Appetite Framework) und konkreten Arbeitsanweisungen begrenzt bzw. vermieden.

Im Rahmen der jährlichen bzw. anlassbezogenen Risikoinventur werden alle für die Bank relevanten Risikoarten identifiziert und bezüglich ihrer Wesentlichkeit bewertet. Die Einschätzung der Wesentlichkeit richtet sich hierbei nach der Frage, ob das Eintreten des Risikos mittel- oder unmittelbar einen maßgeblichen negativen Einfluss auf die Risikotragfähigkeit, die Ertragslage sowie die Liquiditätssituation der Bank haben konnte.

Strategische Planung

Die Bank führt jährlich einen integrierten Strategie- und Planungsprozess durch, der die Entwicklung der Gewinn- und Verlustrechnung und der Risikotragfähigkeit in der normativen Perspektive für die nächsten drei Jahre und der ökonomischen Perspektive für das nächste Jahr berücksichtigt. Die strategische Planung zielt darauf ab, eine ganzheitliche Perspektive zu entwickeln, die Kapital, Refinanzierung und Risiko unter Rendite- / Risikobetrachtung berücksichtigt. Die Ziele werden aus der strategischen Planung abgeleitet. Der Prozess wird in mehreren Stufen durchgeführt.

In der ersten Stufe werden auf Basis der bisherigen Entwicklung sowie des makroökonomischen Ausblicks die Ziele für die nächsten drei Jahre durch den Vorstand definiert. In der zweiten Stufe werden die Erträge, Kosten und Bewertungsergebnisse in Detailplänen auf Bereichsebene entwickelt. Die Ergebnisse werden durch den Bereich Finanzen & Beteiligungsmanagement einer kritischen Prüfung unterzogen und mit jedem Planungsverantwortlichen erörtert. Insbesondere liegt dabei der Fokus auf der Unterstützung der Strategie der Bank. Letzteres wird koordiniert und eng begleitet durch den Bereich Vorstandsstab & Strategische Unternehmensentwicklung und die unabhängige Risikocontrolling-Funktion. Die Auswirkung auf die Liquiditätsentwicklung der Bank fließt in die Refinanzierungsplanung ein und wird analysiert und bewertet.

In der dritten Stufe wird die Auswirkung auf die Kapitalentwicklung und ausgewählte Kennzahlen analysiert und bewertet. Das Ergebnis wird mit allen Planungsverantwortlichen besprochen. Die Kapitalplanung, die daraus entwickelte Risikotragfähigkeit, die GuV-Planung sowie die Kennzahlenplanung werden mit dem Vorstand erörtert und sind von ihm zu genehmigen. Der genehmigte Plan wird anschließend dem Aufsichtsrat präsentiert.

In weiteren Szenarien wird die Kapitalplanung in der normativen Perspektive durchgeführt. Hierzu wird ein adverses Szenario auf Basis des schweren konjunkturellen Abschwungs entwickelt, der sich deutlich über ein Jahr hinaus auswirkt, sowie weitere Szenarien auf die vorstehend genannten Planungsgrößen simuliert. Die Erkenntnisse daraus werden mit dem Vorstand intensiv besprochen.

Die strategische Planung einschließlich Kapitalplanung wird dem Vorstand zur Diskussion und Genehmigung vorgelegt. Der finale Plan wird mit dem Aufsichtsrat erörtert und von diesem genehmigt.

Auf Basis der genehmigten GuV- / RWA-Planung werden für das Folgejahr Ziele mit den Verantwortungsträgern vereinbart. Die Risikobudgets werden auf Basis der Risikodeckungsmasse für die wesentlichen Risikoarten abgeleitet und verteilt.

Die Ziele werden laufend überwacht und bei sich abzeichnenden Zielverfehlungen werden Alternativen diskutiert, um die festgelegten Ziele zu erreichen.

ICAAP-Prozess

Die Risikotragfähigkeitsanalyse ist ein wesentlicher Bestandteil der Gesamtbanksteuerung und des ICAAP mit dem Ziel, eine angemessene Kapitalausstattung jederzeit sicherzustellen. Das Risikotragfähigkeitskonzept wird jährlich überprüft und weiterentwickelt.

Risikotragfähigkeit: normative Perspektive

Das Risikodeckungspotenzial besteht überwiegend aus regulatorischen Eigenmitteln sowie den regulatorischen Abzugspositionen. Die Risikoquantifizierung folgt ebenfalls den regulatorischen Vorgaben. Neben dem Planszenario wird im Rahmen der strategischen Planung mindestens ein adverses Szenario durchgeführt. Als eines der adversen Szenarien wurde der "Schwere konjunkturelle Abschwung" mit seinen Auswirkungen auf die Kapitalplanung festgelegt. Zusätzlich wurde noch ein Szenario gerechnet, bei dem die Risk Weighted Assets gestresst werden.

Risikotragfähigkeit: ökonomische Perspektive

Die Bank berechnet die Risikotragfähigkeit auf Basis des barwertnahen Ansatzes gem. dem Leitfaden zur Risikotragfähigkeit der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht.

Das bilanzielle Eigenkapital in Form des harten Kernkapitals, einschl. § 340g-HGB-Reserven, eigenkapitalähnlichen Positionen inkl. stiller Reserven und abzüglich stiller Lasten und Korrekturposten aus steuerlichen und Gewinnthesaurierungspositionen bildet das Risikodeckungspotenzial. Die Allokation der Risikolimite erfolgt auf die wesentlichen Risikoarten. Im Rahmen der Risikoinventur werden Risiken analysiert und deren Wesentlichkeit festgelegt. Schwerpunkte bilden Marktpreis-, Adressausfall - und operationelle Risiken (einschl. Reputationsrisiko). Schlagend gewordene Risiken werden in der Risikodeckungspotenzialermittlung berücksichtigt. Die Einzelrisiken werden berechnet und ohne Berücksichtigung von risikomindernden Korrelationen zum Gesamtrisiko addiert. Das ermittelte Gesamtrisiko muss stets kleiner als das ermittelte Risikodeckungspotenzial sein, damit die Tragfähigkeit gegeben ist.

Durch die regelmäßige bzw. anlassbezogene Überprüfung der Risikotragfähigkeit wird die Einhaltung der Limite sichergestellt. Bei Ad-hoc-Meldungen wird jeweils die Auswirkung auf die Risikotragfähigkeit und die vergebenen Limite ermittelt. Die Gesamtverlustobergrenzen wurden im Berichtsjahr zu den jeweiligen Berichtsstichtagen eingehalten.

Die ökonomische Perspektive im Rahmen eines Risikotragfähigkeitskonzepts dient neben einer strikt ökonomischen Betrachtung abseits des Bilanz- und Aufsichtsrechts auch der Beschaffung von Informationen, die für die normative Perspektive notwendig sind.

Risiken, die erst in einer rein ökonomischen Betrachtung sichtbar werden, werden dahingehend analysiert, wie sie sich auf zukünftige Gewinn-und-Verlust-, Eigenmittel- und Gesamtrisikobetrag-Positionen auswirken können. Eventuelle Auswirkungen werden entsprechend quantitativ in der normativen Perspektive berücksichtigt.

Systeme, Methoden und Prozesse

Das Controlling der Risiken wird entsprechend den Mindestanforderungen an das Risikomanagement (MaRisk) und der Capital Requirements Regulation (CRR) sowie weiteren internen prozessualen und methodischen Anforderungen durchgeführt. Dabei werden auch die Anforderungen durch die Vorgaben der internen Komitees, wie zum Beispiel des Gesamtbanksteuerungskomitees, berücksichtigt. Zur Sicherstellung angemessener Vergütungsgrundsätze besteht eine entsprechende Vergütungsverordnung.

Wesentliche Aufgaben innerhalb des Steuerungs- (z. B. Capital Markets im Rahmen der Treasuryfunktion) und Überwachungsprozesses (z. B. Risikocontrolling) werden im Einklang mit der geforderten Funktionstrennung wahrgenommen. Dem Risikocontrolling obliegt die Führung des Methodenhandbuches. In diesem sind die Methoden der Risikomessung beschrieben. Die Prozesse des Risikomanagements sind in Prozessbeschreibungen in der schriftlich fixierten Ordnung niedergelegt. Die aus der Risikostrategie und -Inventur abgeleiteten wesentlichen Risikoarten sind

Adressrisiken

Marktpreisrisiken (inkl. Zinsänderungsrisiko)

Liquiditätsrisiken

Ertragsrisiken

Operationelle Risiken und

weitere Risiken (z. B. Beteiligungsrisiken, Pensionsrisiken).

Grundsätzlich wird der Begriff der Wesentlichkeit für die Risiken aus quantitativen und qualitativen Komponenten abgeleitet:

1. Stufe: quantitative Einwertung des Risikos - Auswirkungen auf die Ertragslage, Vermögens- und Finanzlage (ökonomisch und normativ), Kumulative Betrachtung der Subrisiken (ökonomisch und normativ)

2. Stufe: qualitative Einwertung des Risikos - Auswirkungen auf die Liquiditätssituation und sonstige qualitative Komponenten

3. Stufe: Einordnung der beiden Komponenten und Ableitung eines Gesamtergebnisses

4. Stufe: bei Wesentlichkeit - Prüfung des Umgangs mit dem Risiko (GL-Entscheidung)

5. Stufe: Prozess mit einem wesentlichen Risiko ist damit "wesentlich" bzw. ist eine Erweiterung der Kontrollmaßnahmen und / oder Systemunterstützungen zielführend, sofern das Risiko nicht getragen werden soll (Kosten-Nutzen-Analyse)

Die Interne Revision prüft risikoorientiert und prozessunabhängig die Wirksamkeit und Angemessenheit des Risikomanagements und des internen Kontrollsystems.

ADRESSRISIKO

Die Bank geht Kreditrisiken ein. Kreditrisiken umfassen mögliche Verluste aufgrund des Ausfalls oder der Bonitätsveränderung von Kreditnehmern und gliedern sich in allgemeine Adressen- sowie Emittenten-, Kontrahenten- und Länderrisiken sowie Migrationsrisiken.

Der Vorstand legt in der Risikostrategie sowie im Risk Appetite Framework den Rahmen für das Eingehen von Kreditrisiken fest. Der Fokus liegt dabei bei einem selektiven und risikoverträglichen Ausbau des Kreditgeschäfts in ihren Zielkundensegmenten. Die Bank orientiert sich dabei an den Erträgen, Kosten und Risiken sowie der vorhandenen Eigenkapitalbasis. Im Risk Appetite Framework sind Risikotoleranzen für das Kreditgeschäft definiert und festgelegt.

Der strukturelle Liquiditätsüberschuss aus dem Geschäft mit Kundinnen und Kunden wird zum überwiegenden Teil in Anleihen angelegt. In unserem Anleiheportfolio dominieren Papiere aus dem Finanzsektor (60,6 %). Davon sind die meisten pfandbriefgesichert (76,5 %). Die öffentlichen Emittenten machen einen weiteren Großteil des Portfolios in Höhe von 38,2 % aus. Die durchschnittliche Duration des Bestands betrug zum Jahresende 3,83 Jahre. Das Anleiheportfolio ist überwiegend mit Zinsswaps gehedgt. Spreadänderungsrisiken im Anleiheportfolio sind nicht abgesichert.

Das Gesamtbanksteuerungskomitee der Bank ist für das Management der Kreditrisiken auf Portfolioebene verantwortlich. Die Steuerung des Einzelrisikos erfolgt durch die Vertriebsbereiche in Verbindung mit der Marktfolge Kredit. Zur Unterstützung dieses Prozesses hat die Bank Frühwarnindikatoren für alle wesentlichen Risikoarten entwickelt. Ergänzend flankiert eine intensive Zusammenarbeit zwischen Risikocontrolling und Marktfolge Kredit den Prozess.

Das Adressausfallrisiko für das Kundengeschäft wird über Prognosen der Ausfälle (erwarteter und unerwarteter Verlust im Rahmen eines CVaR-Modells) quantifiziert. Die Quantifizierung der Adressausfallrisiken für die Handelsgeschäfte findet im Handelssystem mittels der aufsichtsrechtlichen Gordy-Formel statt. Die Summe der mit Hilfe beider Risikoverfahren quantifizierten Risiken wird den Risikotragfähigkeitslimiten gegenübergestellt. Zusätzlich wird noch das Migrationsrisiko für alle Positionen über ein Faktormodell in der ökonomischen Perspektive der Risikotragfähigkeit berechnet. Ergänzt wird es um Portfolioanalysen und regelmäßige Validierungen der Ratingverfahren und Risikomodelle.

Die zu Grunde liegenden Ausfallwahrscheinlichkeiten stammen aus den Ratingverfahren BVR II der parcIT und CredaRate für das Kundengeschäft. Für die Eigenanlagen verwendet die Bank die Ausfallwahrscheinlichkeiten der Rating Agentur S&P. Für das Depot A berücksichtigt die Bank LGD-Quoten gemäß den CRR-Vorgaben.

Das Risikocontrolling informiert den Vorstand monatlich über die Struktur des Kreditportfolios. Nach den Mindestanforderungen an das Risikomanagement wird vierteljährlich das Berichtswesen um verschiedene Szenarien (u. a. Bonitätsnotenverschlechterungen und Verfall von Sicherheitenwerten) ergänzt.

Die Bank wendet Risikominderungstechniken im Rahmen der Realkreditprivilegierung und des erweiterten Sicherheitenansatzes an. Ergänzend werden Portfolioeffekte genutzt, um das Gesamtrisiko zu reduzieren. Verbriefungen kommen nicht zum Einsatz.

Die Risikoauslastung der Adressausfallrisiken bewegte sich zu den Berichtsstichtagen im Jahr 2023 innerhalb des vom Vorstand verabschiedeten Gesamtlimits für das Adressrisiko. Zum Jahresende betrug die Risikoauslastung 79,1% (Vorjahr 91,1 %).

Auf Basis in der schriftlich fixierten Ordnung fest definierter Kriterien erfolgt eine Überleitung von Kreditengagements an das Forderungsmanagement. Mit Übernahme erfolgt auf Basis weiterer, definierter Kriterien eine Engagement-Überprüfung auf Risikovorsorgenotwendigkeit. Sofern dies notwendig sein sollte, wird diese in Form einer Einzelwertberichtigung oder Rückstellung gebildet. Grundsätzlich erfolgt die Risikovorsorgebildung nach erneuter Sicherheitenüberprüfung und -bewertung in Höhe des gesamten Blankovolumens. Die Ermittlung und technische Abbildung der Risikovorsorgebildung findet in einem integrierten Subsystem des Kernbankensystems statt und wird anschließend turnusmäßig im Kernbankensystem gebucht. Auf Basis aufsichtsrechtlicher Vorgaben wird die ausreichende Risikovorsorgebildung im Zeitverlauf für das besicherte und unbesicherte Exposure überwacht.

Das Kreditportfolio der Bank stellt sich zum 31. Dezember 2023 wie folgt dar:

Erkenntnisse aus den Portfolioanalysen sind in den Prozess der regelmäßigen Überprüfung und Aktualisierung der Ratings sowie in das anlassbezogene Re-Rating eingeflossen.

Aufgrund der weiterhin anhaltenden angespannten konjunkturellen Entwicklung werden die bereits durchgeführten Portfoliountersuchungen und Stressrechnungen anlassbezogen auch zukünftig fortgesetzt und an sich ändernde Rahmenbedingungen angepasst und aktualisiert. Die bisherigen Ergebnisse werden als beherrschbar angesehen. Die Risikovorsorge wurde im Bereich der Einzelwertberichtigungen deutlich erhöht.

Die Ermittlung der Pauschalwertberichtigungen erfolgt auf der Grundlage von erwarteten Verlusten. Dabei wird der erwartete Verlust über die gesamte Laufzeit eines Geschäfts ("lifetime expected loss") geschätzt, entsprechende vereinbarte Bonitätsprämien werden angerechnet. Die Ermittlung des erwarteten Verlustes erfolgt unter Verwendung eines Modells, das hinsichtlich der Berücksichtigung des latenten Kreditrisikos insbesondere die Parameter PD (Ausfallwahrscheinlichkeit), Erlösquote (erwarteter Erlös aus der Verwertung ggf. vorhandener Sicherheiten) und Credit-Conversion-Faktoren des Risikomanagements verwendet.

Die aktuellen gesamtwirtschaftlichen und geopolitischen Risiken wirken sich im Ergebnis wesentlich auf die finanzielle Leistungsfähigkeit von Unternehmen und privaten Haushalten aus, was sich auch auf die Beurteilung der latenten und respektive auch der akuten Ausfallrisiken auswirkt. Um diesen gesamtwirtschaftlichen und geopolitischen Entwicklungen sowie Defiziten u. a. hinsichtlich der Aktualität von Ratings in den Systemen der Bank Rechnung zu tragen, wurde ein zusätzliches Management Adjustment auf die gebildete Pauschalwertberichtigung gebildet, da diese Risiken und Einflussfaktoren in den Ratings zum 31. Dezember 2023 noch nicht reflektiert sind. Das Management Adjustment wurde auf der Grundlage von simulierten Veränderungen der maßgeblichen Parameter für die Bewertung der jeweiligen Teilportfolien (insbesondere Probability of Default und Erlösquote) auf Basis einer Expertenschätzung unter Berücksichtigung der Branchen und der eingesetzten Ratingverfahren ermittelt. Zum 31. Dezember 2023 beträgt das gebildete Management Adjustment insgesamt 6,1 Mio. Euro (Vorjahr 15,3 Mio. Euro).

Für Wertpapiere des Anlagevermögens kommt in Übereinstimmung mit den Regelungen des IDW RS BFA 7 keine Pauschalwertberichtigung zum Ansatz.

Gemäß den Richtlinien der Bankenaufsicht (u.a. BaFin und Europäische Bankenaufsichtsbehörde (EBA)) müssen Kreditinstitute ab einer NPL-Quote (Non-Performing-Loan-Quote) von 5% eine entsprechende Strategie zur Reduzierung notleidender Kredite (NPL) einrichten. Diese Strategie ist von entscheidender Bedeutung, um das entsprechende Adressrisiko zu minimieren und die finanzielle Stabilität des Instituts zu gewährleisten. Die Bank hat eine umfassende NPL-Strategie entwickelt, die auf einer gründlichen Analyse der aktuellen Situation basiert und darauf abzielt, notleidende Kredite effektiv zu reduzieren. Diese Strategie umfasst Maßnahmen zur Identifizierung, Bewertung, Verwaltung und Reduzierung von NPL sowie zur Stärkung unserer Kreditportfoliomanagementprozesse. Durch die konsequente Umsetzung dieser Strategie streben wir an, die aktuelle NPL-Quote von 5,8% (Vorjahr 3,2%) zu senken und die Solvenz des Instituts zu sichern.

Marktpreisrisiko

Das Marktpreisrisiko resultiert aus Marktpreisveränderungen bzw. Veränderung von preisbeeinflussenden Marktparametern, die sich negativ auf den Wert der Bestände in Wertpapieren, Devisen und zinstragenden Produkten sowie in diesem Zusammenhang abgeschlossene Derivate auswirken können (z. B. Änderungen bei Aktien- und Devisenkursen, Zinssätzen oder Preisen für Rohstoffe, Edelmetalle und Immobilien). Unter dem Marktpreisrisiko werden auch Spreadrisiken aus Wertpapieren subsummiert.

Auf Basis der detaillierten Handelsstrategie, die die Grundlage für das Eingehen und die Steuerung dieses Risikos ist, geht die Bank Marktpreisrisiken im Anlage- und Zinsbuch und in geringem Maße im Handelsbuch ein.

Das Management der Marktpreisrisiken erfolgt im Wesentlichen durch das Gesamtbanksteuerungskomitee, das regelmäßig, mindestens monatlich tagt. Das Risikocontrolling überwacht die Risiken.

Das Marktpreisrisiko wird über einen Value-at-Risk-Ansatz (VaR) berechnet. Der VaR ist hierbei eine Schätzung der möglichen negativen Abweichung des Marktwertes eines Portfolios von Finanzinstrumenten mit einer ex ante festgelegten Wahrscheinlichkeit (Konfidenzniveau 99,9 %) und Haltedauer (1 Jahr) und wird auf Basis des Modells "Monte-Carlo-Simulation" berechnet. Die Parameter sind aus dem Risikotragfähigkeitskonzept abgeleitet. Die Haltedauerannahmen werden jährlich kritisch gewürdigt und erfolgen unter Berücksichtigung des neuen Risikotragfähigkeitsleitfadens. Zum Jahresende betrug die Risikoauslastung insgesamt 56 % des Limits (Vorjahr 58 %).

Das Marktpreisrisiko umfasst darüber hinaus Wertänderungen, die aus der Illiquidität von Teilmärkten resultieren, also wenn der Verkauf von Positionen einer bestimmten Größe innerhalb einer bestimmten Zeitspanne nur zu ungünstigeren Preisen möglich ist, als dies unter normalen Umständen zu erwarten wäre (Marktliquiditätsrisiko). Dieses Risiko stellt einen Teilaspekt des Liquiditätsrisikos dar.

Die Risikomessung, einschließlich Limitauslastung und Handelsergebnissen, erfolgt täglich und wird dem Vorstand im Rahmen des "täglichen Risikoberichtes" zur Verfügung gestellt. Ergänzt wird die Berichterstattung monatlich bzw. vierteljährlich um Simulationen und Stress-Szenarien sowie entsprechende Backtestings in Anlehnung an das Baseler Ampelmodell.

Das Depot A umfasst auch Finanzinstrumente - z. B. in Form von Devisenhandelsgeschäfte, die einzig und allein aus Kundengeschäftsaktivitäten und Sicherung von Bilanzpositionen dienen, sowie Zinsderivate. Zinsderivate werden von der Bank zur Absicherung des Zinsänderungsrisikos im Depot A eingegangen. Dabei dienen diese als Mikrohedgepositionen gegen Kredite oder Anleihen im Portfolio und als Makrosteuerungsinstrument gegen das Zinsänderungsrisiko im Bankbuch. Die Derivate haben in der Risikosteuerung einen Einfluss im Bereich der Kontrahentenrisikorechnung und der Marktpreisrisiken. Im Bereich der Marktpreisrisiken fließen die Geschäfte mittels ihrer Cashflows in die Monte-Carlo-Simulation ein. Optionen und Futurepositionen geht die Bank temporär mit kurzfristigen Gewinnerzielungsabsichten ein. Auch diese fließen in das Marktpreisrisiko ein.

Zinsänderungsrisiken im Bankbuch

Grundlage für das Eingehen von Zinsänderungsrisiken im Bankbuch bildet die Eigenhandelsstrategie. Die Aussteuerung des Zinsänderungsrisikos im Bankbuch als wesentliches Marktpreisrisiko erfolgt anhand eines im Risikocontrolling ermittelten Gesamtbankcashflows durch die Abteilung Trading & Operations. Die Abteilung Trading & Operations setzt zum Hedging der Risiken auch Zinsderivate ein. Der Bericht über den Gesamtbankcashflow ist regelmäßig Gegenstand im Gesamtbanksteuerungskomitee, dabei stehen die Positionierung, Limitauslastung, Auswirkung der Zinsschocks gemäß Capital Requirements Regulation (CRR) im Berichtswesen.

Zur Berechnung des Zinsänderungsrisikos werden sämtliche zinstragenden Geschäfte in ihre Cashflows zerlegt. Zur Generierung des zinsrisikoäquivalenten Cashflows werden Festzinspositionen durchgängig auf vereinbarte Zinsbindungen und die variablen bzw. unbefristete Zinsgeschäfte mit Kapitalablauffiktionen sowie mit Zinsanpassungsmodellen versehen. Nebenabreden, wie z. B. implizite Optionen oder Sondertilgungsrechte, spielen eine untergeordnete Rolle.

Verlustfreie Bewertung von zinsbezogenen Geschäften im Bankbuch

Der IDW RS BFA 3 n.F. regelt die Einzelfragen zur verlustfreien Bewertung des Bankbuchs. Finanzielle Vermögensgegenstände und Derivate des Bankbuchs unterliegen im Grundsatz einer imparitätischen Einzelbewertung, es sei denn, sie befinden sich in einer Bewertungseinheit. Im Rahmen des Zinsbuchs lässt sich aber meist keine unmittelbare Zuordnung einzelner aktivischer und passivischer zinsbezogener Finanzinstrumente zueinander vornehmen. Unabhängig davon besteht jedoch aufgrund der Zielsetzung der Geschäfte (Erzielung einer positiven Zinsmarge) ein auch von der Rechtsprechung anerkannter wirtschaftlicher Zusammenhang zwischen diesen Geschäften ("Refinanzierungsverbund").

Dementsprechend steuert die Bank die Zinsmarge bzw. den Barwert aller zinstragenden Geschäfte ohne Handelsabsicht als Gesamtheit im Bankbuch (Zinsbuch). Das Bankbuch umfasst dabei alle bilanziellen und außerbilanziellen zinsbezogenen Finanzinstrumente außerhalb des Handelsbestands. Mit Blick auf den bestehenden Refinanzierungsverbund im Zinsbuch ist dem handelsrechtlichen Vorsichtsprinzip dadurch Rechnung zu tragen, dass für einen eventuellen Verpflichtungsüberschuss aus der Bewertung der gesamten Zinsposition des Zinsbuchs eine Drohverlustrückstellung zu bilden ist. Ein Verpflichtungsüberschuss besteht dann, wenn der Wert der Leistungsverpflichtung (insbesondere Zinsaufwand, Verwaltungskosten und Risikokosten) den Wert des Gegenleistungsanspruchs (insbesondere Zinsertrag) übersteigt. Eine solche Drohverlustrückstellung war im Jahresabschluss 2023 nicht zu bilden.

Liquiditätsrisiko

Die Liquidität bezeichnet die Bereitschaft eines Institutes, innerhalb eines geeigneten Zeitraums die erwarteten Zahlungsabflüsse durch zur Verfügung stehende Zahlungsmittel mindestens zu decken.

Das dispositive Liquiditätsrisiko bezeichnet die aktuelle oder zukünftige Gefahr, dass das Institut zahlungsunfähig wird, also seinen Zahlungsverpflichtungen nicht mehr nachkommen kann.

Das strukturelle Liquiditätsrisiko ist die Gefahr der Ertragsverschlechterung durch zusätzliche Aufwendungen für die Refinanzierung zur Deckung unerwarteter Mittelabflüsse oder bei Vergrößerung eigener Bonitätsspreads.

Zum Liquiditätsrisiko gehört auch das Marktliquiditätsrisiko. Dies bezeichnet das Risiko, Aktiva nicht zu einem bestimmten Zeitpunkt und / oder nicht zu einem bestimmten Preis liquidieren zu können, also Liquidierbarkeitsrisiken. Weiterhin fallen in diese Rubrik Marktfunktionsrisiken und die Gefahr der Kürzung oder Streichung von Derivatelinien aufgrund der allgemeinen Marktsituation oder der individuellen Bonitätssituation eines Institutes.

Grundlage für die Steuerung der Liquidität bildet die Eigenhandelsstrategie. Die Steuerung der Liquidität erfolgt durch die Abteilung Trading & Operations. Damit ist diese Funktion im Handelsbereich verankert. Aufgabe der Liquiditätssteuerung ist es, die jederzeitige Zahlungsbereitschaft des Institutes sicherzustellen. Dabei ist eine ausreichende Diversifikation, vor allem im Hinblick auf die Vermögens- und Kapitalstruktur, zu gewährleisten. Um Liquiditätsengpässe zu vermeiden, werden Liquiditätspuffer vorgehalten. Auch wird bei Wertpapieren überwiegend auf die EZB-Fähigkeit geachtet. Die Aufgabe der Überwachung wird getrennt von der Steuerungsfunktion durch das Risikocontrolling wahrgenommen. Die Liquiditätsüberwachung erfolgt monatlich anhand einer Liquiditätsablaufbilanz unter Normalbedingungen, welche durch das Risikocontrolling erstellt und der Steuerungseinheit Trading & Operations zur Verfügung gestellt wird.

Das Berichtswesen umfasst weiter angemessene Szenariobetrachtungen. Hierbei werden verschiedene Szenarien bis hin zum Worst-Case betrachtet. Die entsprechenden Berichte werden quartalsweise erstellt.

Die Anforderungen an die Liquidity Coverage Ratio sowie die Net Stable Funding Ratio sind als strenge Nebenbedingung stets einzuhalten.

Die Abteilung Trading & Operations berichtet monatlich bzw. anlassbezogen im Gesamtbanksteuerungskomitee über die Liquiditäts- und Refinanzierungssituation der Bank. Wesentliche Entscheidungen zur Liquiditätsrisikosteuerung werden im Rahmen des Gesamtbanksteuerungskomitees beschlossen.

Ertragsrisiko

Das Ertragsrisiko bedeutet die Unsicherheit der Ergebnisentwicklung aufgrund geschäftspolitischer Entscheidungen sowie geänderter Rahmenbedingungen wie Marktumfeld, Kundenverhalten und technischer Fortschritt.

Die Steuerung des Ertragsrisikos erfolgt langfristig, GuV-basiert und auf Ebene der Gesamtbank durch den Vorstand.

Die Ertragsziele der Bank werden aus der Geschäftsstrategie abgeleitet. Die Ertragsziele sind damit durch die Entwicklung der Bank determiniert.

Operative Abweichungen von den vorgegebenen Ertragszielen werden durch das Vertriebscontrolling aufgedeckt. Dies ermöglicht es den Kompetenzträgern, kurzfristig Steuerungsimpulse zu setzen und (wo möglich) Prozesse zur Gegensteuerung einzuleiten (z. B. auch Kostensenkungen).

Die zeitnah nicht optimierbaren Kostenbeiträge werden durch ein konsequentes Kostenmanagement dauerhaft gesteuert.

Darüber hinaus sind die monatliche GuV-Entwicklung sowie eine eventuelle Hochrechnung der GuV zum Jahresende auf Gesamtbankebene Bestandteil des monatlichen Gesamtbanksteuerungskomitees. Abweichungen vom Zielpfad begegnet das Komitee durch kurz- oder mittelfristige Aufträge an die jeweiligen Bereiche.

Operationelles Risiko

Die Bank versteht unter dem operationellen Risiko die Gefahr von Verlusten, die infolge der Unangemessenheit oder des Versagens von internen Verfahren und Systemen, Menschen oder infolge externer Ereignisse eintreten.

Für die Quantifizierung der operationellen Risiken in der Risikotragfähigkeitsrechnung setzt die Bank seit November 2023 den Basisindikatoransatz ein. Diese Methodik sieht vor, dass die Auslastung dem dafür vorgesehen Limit entspricht und umgekehrt. Demzufolge betrug die Risikoauslastung 100% zum Ende des Geschäftsjahres.

Die Organisationseinheiten sind für die Steuerung des operationellen Risikos im Tagesgeschäft verantwortlich. Die Abteilung Risikocontrolling stellt sicher, dass die Bank mittels eines Self-Assessments die wesentlichen operationellen Risiken identifiziert und beurteilt. Das Self-Assessment wird über einen Bottom-up-Ansatz durchgeführt. Die entsprechenden Risiken werden nach Art und erwartetem maximalen Verlust erfasst, in Risikocluster sortiert und mit einer Eintrittswahrscheinlichkeit belegt. Die Gruppierung der Risiken erfolgt ursachen- und ereignisbasiert. Im kommenden Jahr 2024 soll dies grundsätzlich überarbeitet und in die Standardsoftware von VR-Control überführt werden.

Verlustereignisse aus bedeutenden Schadensfällen werden unverzüglich hinsichtlich ihrer Ursachen im Schadensfallbearbeitungsprozess analysiert. Die jeweiligen Vorgänge werden ab einem Verlustbetrag von 1.000 Euro in der bankeigenen Verlustdatenbank erfasst.

Zur Begrenzung operationeller Risiken sind folgende Prinzipien im Rahmen der aufbauorganisatorischen Ausgestaltung sowie ablauforganisatorischen Bearbeitungsprozesse zwingend zu befolgen:

Funktionstrennung (Wahrnehmung miteinander unvereinbarer Tätigkeiten durch unterschiedliche Mitarbeitende)

Vier-Augen-Prinzip (Kontrolle / Freigabe der Arbeiten eines Mitarbeitenden durch einen zweiten Mitarbeitenden)

Kontrollen im Rechnungswesen und Zahlungsverkehr

Kompetenzsystem / Zeichnungsvollmachten (Vergabe juristischer und technischer Kompetenzen)

Unternehmensgrundsätze (von den Mitarbeitenden anerkanntes Werte- / und Zielsystem)

Verhaltensgrundsätze (Leitfaden, um eine Sensibilisierung bzgl. potenzieller Interessenkonflikte und problematischer Konstellationen sicherzustellen)

Das Kompetenzsystem wurde auch in diesem Jahr weiterentwickelt und begrenzt das operationeile Risiko. Die Beachtung und die kontinuierliche Aktualisierung des Regelwerkes liegen in der unmittelbaren Verantwortung der verschiedenen Bereichsleitungen. Die Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsabwicklung ist regelmäßig Prüfungsgegenstand der internen Revision.

Eine wesentliche Komponente der operationellen Risiken betrifft die Funktionalität und Sicherheit der von uns eingesetzten IT-Systeme. Neben einer technischen Weiterentwicklung und Marktinformation gibt es Sicherheitskonzepte und eine entsprechende Sicherheitsarchitektur. Vor dem Hintergrund der zunehmenden Herausforderungen aus dem Bereich der Cyber-Kriminalität für Banken entwickeln wir die bestehenden Verfahren nach eigener Einschätzung laufend weiter, um auf dem Stand der Technik im Sinne der BAIT zu bleiben und die Sicherheit für unser Haus zu gewährleisten. Aktives Phishing-Training samt Messung der Resilienz ist etabliert und wird laufend an die steigende Bedrohungslage adaptiert. Ein zentrales Notfallmanagement bzw. Business Continuity Management (BCM) ist für sämtliche Bereiche des Hauses etabliert.

Rechtliche Risiken werden durch eine ständige Kooperation der Rechtsabteilung mit den Fachbereichen, durch angemessene Formular- und Vertragsgestaltung sowie durch Standardisierung von Eingabe- und Abrechnungsprozeduren begrenzt. Darüber hinaus unterliegen alle abgeschlossenen Verträge im Rahmen eines zentralen Vertragsmanagements einer vorherigen Überprüfung durch den Bereich Recht. Die Rechtsrisiken der Bank weisen im Berichtszeitraum keine Auffälligkeiten auf. Sofern es in dem Spektrum der von der Bank angebotenen Dienstleistungen zu rechtlichen Meinungsverschiedenheiten mit Kundinnen und Kunden kommt (Anlageberatung, Kreditgeschäft, Zahlungsverkehr), führt dies nur in ganz vereinzelten Fällen zu gerichtlichen Auseinandersetzungen. In den betroffenen Fällen bildet die Bank nach fachkundiger juristischer Beurteilung die jeweils angemessene Risikovorsorge. Derzeit handelt es sich um drei bedeutendere Rechtsstreitigkeiten, bei denen die Bank ihre Rechtsposition als günstig einschätzt.

Outsourcing-Themen treten dort auf, wo es unter Abwägung der Wirtschaftlichkeit sinnvoll ist, Leistungen extern zu beziehen. Das zentrale Auslagerungsmanagement verantwortet die Steuerung der Dienstleister und die damit verbundene Risikosteuerung. Dabei soll eine Bewertung, Einstufung und anschließende Dokumentation der Auslagerungen oder sonstiger Fremdbezüge systemgestützt erfolgen. Im Rahmen der Szenarioanalysen werden auch Szenarien bewertet, die sich mit möglichen Schwierigkeiten von Kooperationspartnern oder Zulieferern beschäftigen. Darüber hinaus erheben wir in den Szenario-Workshops die Auswirkungen von ESG-Kriterien auf die Schadenshöhen und -häufigkeiten der dem Modell zu Grunde liegenden Parameter (z. B. Einfluss von extremen Wetterlagen auf die Verfügbarkeit von Gebäuden oder Rechenzentren). Die Ergebnisse ermöglichen eine Abschätzung von zukünftigen operationellen Risikopotenzialen und liefern eine weitere Perspektive auf diese Risikokategorie.

Durch ein aktives OpRisk-Management werden die Sensibilität der Mitarbeitenden und die Transparenz der operationellen Risiken erhöht. Die identifizierten kritischen Risiken aus Self-Assessment werden durch die betroffenen Bereiche durch entsprechende Maßnahmen mit laufender Überwachung reduziert. Die Berichterstattung über operationelle Risiken an den Vorstand erfolgt monatlich.

Perspektivisch ist es geplant das OpRisk-Management über die VR-Control Lösung abzubilden. Im kommenden Jahr ist die technische Einführung sowie die Umstellung des Modells für die Risikotragfähigkeit auf eine Monte-Carlo-Simulation geplant. Gleichzeitig wird das Riskassessment überarbeitet und dezentrale OpRisk-Verantwortliche in der Bank etabliert.

Beteiligungsrisiko

Das Beteiligungsrisiko ist das Risiko, bei dem die von der Bank gehaltenen Beteiligungen zu Verlusten oder Planunterschreitungen in der Bank aufgrund von geringeren Ausschüttungen, einem Teilwertabschreibungsbedarf oder durch Veräußerungsverluste führen oder sich stille Reserven in den Beteiligungen selbst reduzieren könnten.

Im Rahmen der Risikotragfähigkeit wird das Beteiligungsrisiko bei den Adressrisiken quantifiziert und fließt in das Kreditportfoliomodell ein.

Die Beteiligungsstrategie, integriert in der Geschäftsstrategie, bildet die Grundlage für das Eingehen von Beteiligungen und deren Steuerung. Für die Steuerung ist die Abteilung Beteiligungsmanagement des Bereichs Finanzen und Beteiligungsmanagement verantwortlich. Die Überwachung erfolgt durch die Abteilung Risikocontrolling im Rahmen der Adressrisikoüberwachung.

Über die Einbeziehung des Beteiligungsrisikos deckt die Bank die MaRisk - Anforderungen für gruppenweites Risikomanagement ab. Es werden die Auswirkungen der Gruppenunternehmen auf die Bank und die Entwicklung der Gruppenunternehmen selbst betrachtet.

Pensionsrisiko

Das Pensionsrisiko als Teil des Marktpreisrisikos ist das Risiko, dass die Aufwendungen für Pensionsrückstellungen, die Bestandteil in der GuV sind, vom ursprünglichen Planwert abweichen. Einflussfaktoren dabei sind u. a. Sterbetafeln und die Entwicklung des langfristigen Zinsniveaus. Die Pensionsverpflichtungen resultieren aus Mitarbeiterverträgen.

Das Risiko der Schwankung für die Pensionsrisiken ist Bestandteil der GuV-Steuerung und damit auch indirekt in der RTF enthalten, sofern die GuV ein Negativergebnis aufweist.

Des Weiteren fließt der tatsächliche Cashflow der Pensionsverpflichtungen in die Berechnung des Barwertverlustes im Anlagebuch für den BaFin-Zinsschock in Höhe von + / - 200 Basispunkten ein.

Gesamtbeurteilung

Die Bank hat von dem zur Verfügung stehenden Risikodeckungspotential (RDP) insgesamt 78,4% (im Vorjahr 86,7%) für die wesentlichen Risiken allokiert (Risikolimite). Die nachstehende Tabelle zeigt dabei die Auslastung der Risikotragfähigkeit.

Risikoart Allokiertes RDP Limitauslastung
2023 2022 2023 2022
Adressrisiko 40,7 % 42,3 % 79,1 % 91,1 %
Marktpreisrisiko 31,0 % 38,5 % 55,8 % 58,0 %
Sonstiges (inkl. OpRisk) 6,7 % 5,9 % 100,0 % 100,0 %
Summe 78,4 % 86,7 % 70,8 % 76,0 %

Das Marktumfeld ist weiterhin durch Krisen geprägt. Den identifizierten Unsicherheiten insbesondere hinsichtlich der Adressenausfallrisiken wurde durch ein weiterhin bestehendes Management Adjustment im Rahmen der Pauschalwertberichtigungen Rechnung getragen. Die Risikotragfähigkeit war jederzeit gegeben.

4. PROGNOSEBERICHT MIT CHANCEN UND RISIKEN

Der Prognosebericht sollte im Zusammenhang mit den anderen Kapiteln in diesem Lagebericht gelesen werden. Die darin enthaltenen zukunftsgerichteten Aussagen basieren auf Einschätzungen und Schlussfolgerungen aus den zum jetzigen Zeitpunkt vorliegenden Informationen. Die Aussagen stützen sich auf eine Reihe von Annahmen, die sich auf zukünftige Ereignisse beziehen und die in die Unternehmensplanung von DONNER & REUSCHEL eingeflossen sind. Bezüglich des Eintritts der zukünftigen Ereignisse bestehen Ungewissheiten und Risiken, von denen viele Faktoren außerhalb der Möglichkeit der Einflussnahme der Bank stehen. Entsprechend können tatsächliche Ereignisse von den im Prognosebericht getätigten Zukunftsaussagen abweichen.

4.1. PROGNOSE DER ZUKÜNFTIGEN ERTRAGSLAGE SOWIE DER ENTWICKLUNG DER LEISTUNGSINDIKATOREN

Die Prognose für das Jahr 2024 basiert auf der im vierten Quartal 2023 verabschiedeten Mittelfristplanung 2024 ff.

Die Zielsetzung für 2024 aus der Mittelfristplanung im Vergleich zu den Ergebnissen des Jahres 2023 stellt sich wie folgt dar:

Planungsgröße 2024
Zinsüberschuss sehr stark rückläufig
Provisionsüberschuss sehr stark steigend
Nettofinanzergebnis sehr stark rückläufig
Verwaltungsaufwand moderat steigend
Teilbetriebsergebnis sehr stark rückläufig
Nettofinanzergebnis sehr stark rückläufig
Bewertungsergebnis sehr stark rückläufig
Betriebsergebnis vor Steuern sehr stark steigend
Jahresüberschuss deutlich steigend
Assets under Management moderat steigend
Cost-Income-Ratio sehr stark steigend
Cost-Income-Ratio nach Risiko moderat steigend
Kernkapitalquote erheblich sinkend
Gesamtkapitalquote erheblich sinkend

Für das Zinsergebnis erwarten wir gegenüber 2023 eine sehr stark rückläufige Entwicklung, da wir ein eingeschränktes zinstragendes Neugeschäftsvolumen auf der eigenen Bilanz geplant haben. Der Fokus im Immobilienkreditgeschäft wird auf der Transformation vom klassischen Spezialkreditgeber zum etablierten Asset Manager von Private Debt liegen. Es ist geplant, Teile des Neugeschäfts verstärkt an Kooperationspartner zu vermitteln und an einen Kreditfonds oder alternative Finanzierungspartner auszulagern. Wir gehen davon aus, dass sich das Zinsniveau während unseres Planungshorizonts leicht reduzieren wird und sich die Margen im Einlagengeschäft leicht verengen werden.

Zuversichtlich sind wir für die Entwicklung des Provisionsergebnisses. Die geplante sehr starke Steigerung im Provisionsergebnis ist im Wesentlichen auf den geplanten Ausbau des Verwahrstellen- und Vermögensverwaltungsgeschäfts zurückzuführen. In unseren Geschäftsfeldern erwarten wir für 2024 fortgesetztes Wachstum im Wertpapiergeschäft, sowohl Effektengeschäft als auch Vermögensverwaltung, sowie im Vermittlungsgeschäft. Wir arbeiten weiter intensiv an der Verbesserung unserer Vertriebskanäle, um den Markt noch besser zu durchdringen. Wir sind zuversichtlich, im kommenden Geschäftsjahr die Assets under Management moderat zu steigern.

Den Nettoertrag des Handelsbestands planen wir aufgrund der Unsicherheiten an den Kapitalmärkten im Vergleich zu 2023 sehr stark rückläufig.

Im Segment Private Banking und Unternehmerkunden liegt der Beratungsschwerpunkt weiterhin auf der Vermögensseite der Kundinnen und Kunden. Kernelemente des ganzheitlichen Beratungsansatzes sind finanzplanerische Grundlagen. Vertriebliche Schwerpunkte bilden die Vermögensverwaltung und der Vermögensausbau als skalierbare Dienstleistungen. Daneben werden für Sonderzielsegmente besondere Ansprachekonzepte genutzt, z. B. für Stiftungen oder Heilberufe.

Das Segment Immobilienkunden bildet weiterhin einen der strategischen Eckpfeiler der Bank. Das umfassende Betreuungskonzept adressiert die Bank an die Bedürfnisse mittelständischer Unternehmen und Familienvermögen. Die Kapitalmarktberatung sowie die Immobilienkompetenz bilden dabei den Schwerpunkt der Dienstleistungen. Die erwartete Kreditnachfrage aus diesem Segment wird DONNER & REUSCHEL - neben der klassischen Kreditvergabe über die eigene Bilanz - mit weiteren Vertriebskanälen, u. a. Kreditfonds und Vermittlung an Kooperationspartner, steuern.

Im Segment Capital Markets ist die Beratung und Betreuung institutioneller Kunden, das Geschäft mit den externen Vermögensverwaltern sowie das Verwahrstellengeschäft gebündelt. Die Bank agiert hierbei als Lösungsanbieter im Kapitalmarktgeschäft der SIGNAL IDUNA Gruppe. Zur strategischen Weiterentwicklung haben wir im Jahr 2022 eine Zweigniederlassung in Luxemburg zur Stärkung des Verwahrstellengeschäfts gegründet. Wir erwarten weiterhin für das institutionelle Kundensegment, dass sich der eingeschlagene Wachstumspfad u. a. durch diese Maßnahme fortsetzt.

Die Bank bietet mit dem Bereich Alternative Investments die Möglichkeit einer erweiterten Produktpalette wie beispielsweise die Begleitung von Immobilientransaktionen wie auch eigenkapitalähnlichen Transaktionen. Aus unserer Sicht haben unsere Zielkunden die vorteilhafte Bedeutung alternativer Anlageformen für sich erkannt und diese zunehmend genutzt. Durch eine Refokussierung der Einheit Alternative Assets soll das Dienstleistungsspektrum auf Corporate Finance Lösungen erweitert und damit eine Hebung von Ertragspotenzialen in entsprechenden Transaktionen erreicht werden. Über die Etablierung von Private-Debt-Lösungen wird die Bank darüber hinaus verstärkt als Asset Manager fungieren. Dazu hat sich DONNER & REUSCHEL mit mehreren Experten auf diesem Gebiet verstärkt. Zur Kostenoptimierung und zur Beschleunigung von Kreditdurchlaufzeiten sollen verstärkt die Möglichkeiten der Digitalisierung von Kreditprozessen genutzt werden.

Die Themen Nachhaltigkeit und ESG haben für unsere Kundinnen und Kunden und uns als Bankhaus eine hohe Relevanz. Wir bieten eine Vermögensverwaltung unter Berücksichtigung von Nachhaltigkeitskriterien sowie weitere Produkte mit Nachhaltigkeitsbezug an. Hierbei greifen wir auch auf unser Partnernetzwerk zurück, um weitere Fortschritte im Bereich ESG und Nachhaltigkeit zu machen. Schließlich liegt unsere Priorität darauf, unsere Attraktivität als Arbeitgeber zu erhöhen, um so den demografischen Wandel erfolgreich bewältigen zu können. Organisatorisch wurde das implementierte ESG-Office in den neu gegründeten Bereich ESG & Governance überführt. Der Nachhaltigkeitsrat wurde neu strukturiert und besetzt.

Ein qualitativ hochwertiges Produkt- und Dienstleistungsangebot ist unser Bestreben für unsere Kundinnen und Kunden. Unserer Einschätzung nach sind unsere Wettbewerbsvorteile die hohe Qualität der Mitarbeitenden und unser Serviceverständnis. Dabei wollen wir durch Flexibilität, Zuverlässigkeit und Geschwindigkeit überzeugen.

Unseren eingeschlagenen Weg zum Lösungsanbieter für unsere Kundinnen und Kunden unterstreichen wir nach unserer Einschätzung ständig mit zielgerichteten und innovativen Produktlösungen wie zum Beispiel der nachhaltigen Vermögensverwaltung.

Der Ausbau unseres Kooperationsnetzwerks soll zur Verknüpfung der Vertriebsaktivitäten und zur Erreichung unseres Unternehmensziels beitragen. So bieten wir unseren Kundinnen und Kunden Zugänge zu ausgesuchten Experten-Netzwerken, um so bestmögliche Lösungen zu entwickeln und den ganzheitlichen Beratungsansatz zu fördern.

Die Verwaltungsaufwendungen erwarten wir unter Berücksichtigung inflationsbedingter Anpassungen der Personalkosten und geplanter zusätzlicher Kapazitäten, u. a. im Geschäftsfeld Capital Markets sowie in den Bereichen Risikomanagement und Governance, leicht ansteigend. Die Sachkosten sind insbesondere im Jahr 2024 weiterhin durch externe Unterstützungsleistungen, insbesondere für regulatorische Themen, geprägt. Als Kernsteuerungsgröße für die Bank wird die Cost-Income-Ratio genutzt. Das bedeutet, dass die Verwaltungsaufwände etwaige Planabweichungen im Ertrag reflektieren und beispielsweise Investitionsmittel freigegeben oder zurückgehalten werden. Auch die Aufwände für variable Vergütung werden durch Planabweichungen im Ertrag beeinflusst.

Für das Jahr 2024 wird ein sehr stark rückläufiges Bewertungsergebnis prognostiziert. Dieses wird fast ausschließlich von der Risikovorsorge im Kreditgeschäft geprägt, während das Wertpapierergebnis eine weiterhin untergeordnete Bedeutung haben wird. Die Risikovorsorge im Kreditgeschäft war im letzten Jahr insbesondere im Hinblick auf den starken Anstieg der Einzelwertberichtungen belastet. Aufgrund der prognostizierten weiterhin angespannten gesamtwirtschaftlichen Lage, insbesondere an den Immobilienmärkten, planen wir für das Jahr 2024 weiterhin mit einer Risikovorsorge auf vergleichsweise hohem Niveau, die aber sehr stark unter dem Bedarf von 2023 liegen wird.

Unter Berücksichtigung eines im Jahr 2024 sehr stark rückläufigen Teilbetriebsergebnisses erwarten wir eine temporäre sehr starke Verschlechterung der Cost-Income-Ratio vor Risiko und aufgrund sinkender Risikovorsorgeaufwendungen eine leichte Verschlechterung der Cost-Income-Ratio nach Risiko.

Unter der Prämisse sich stabilisierender makroökonomischer und geopolitischer Rahmenbedingungen und der Ausweitung unserer Kundendienstleistungen erwarten wir für 2024 demgegenüber einen sehr starken Anstieg des Betriebsergebnisses vor Steuern. Auf Basis einer im Vergleich zu 2023 höheren erwarteten Steuerquote wird ein deutlicher Anstieg des Jahresüberschusses prognostiziert. Unsicherheiten und Risiken in der Entwicklung ergeben sich z. B. aus dem konjunkturellen Umfeld, insbesondere der Zins- und Inflationsentwicklung, sowie der Börsenentwicklung.

Im Hinblick auf die zu erfüllenden Kapitalanforderungen und unter Berücksichtigung der Maßnahmen zur Verbesserung der Kapitalausstattung (u. a. Gewinnthesaurierung, eingeschränktes Neugeschäftskreditvolumen auf eigener Bilanz) streben wir für 2024 weiterhin vergleichsweise hohe Kern- und Gesamtkapitalquoten an, allerdings im Vergleich zum Vorjahr auf wesentlich niedrigeren Niveaus.

Ab dem Jahr 2025 ist eine nachhaltige, größtenteils sehr starke, Steigerung bzw. Verbesserung der bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren geplant.

4.2. CHANCEN UND RISIKEN DER ZUKÜNFTIGEN ENTWICKLUNG

4.2.1. Konjunktur- und Kapitalmarktumfeld

Die Weltwirtschaft dürfte im Jahr 2024 mit weniger als 3 Prozent ein im historischen Vergleich schwaches Wachstum aufweisen. Mit einem erwarteten Wachstum von 7 Prozent wird Indien zur Wachstumslokomotive der Weltwirtschaft, während die chinesische Wachstumsdynamik mit voraussichtlich ca. 4,7 Prozent etwas schwächer ausfällt. 24 Gebremst wird die globale Entwicklung allerdings von vielen Industriestaaten. In den USA deutet sich für die kommenden Quartale eine leichte konjunkturelle Abkühlung an. 25 Trotzdem dürfte das Wachstum der US-Volkswirtschaft im Gesamtjahr 2024 wohl noch höher ausfallen als in der Eurozone, in der es nach einer sehr schwachen Entwicklung im Jahr 2023 zumindest zu einer leichten Verbesserung kommen sollte. Deutschland dürfte ebenfalls eine leichte konjunkturelle Erholung erfahren. 26 Da vonseiten der exportorientierten Industrie allerdings nur eine sehr langsame Dynamisierung zu erwarten ist, liegen die Hoffnungen auf einer Aufwärtsbewegung kurzfristig beim privaten Konsum angesichts steigender Realeinkommen im Zuge hoher Lohnabschlüsse und gleichzeitig sinkender Inflation. Staatsinvestitionen dürften hingegen aufgrund der durch das Urteil des Bundesverfassungsgerichts zum zweiten Nachtragshaushaltsgesetz 2021 entstandenen Budgetrestriktionen geringer ausfallen.

Fehlende Impulse für eine stärkere Belebung der Weltwirtschaft dürften weiterhin dafür sorgen, dass die Energie- und Rohstoffpreise trotz Rohöl-Förderkürzungen der OPEC+-Staaten nicht nennenswert steigen sollten. Dies dürfte den Inflationsdruck mindern. Zudem sind viele Unternehmen in einem Umfeld allgemein schwacher Nachfrage zunehmend weniger in der Lage, ihre Margen stabil zu halten und auch die aktuell sehr hohen Lohnabschlüsse dürften künftig wieder maßvoller ausfallen. Damit hätten die Notenbanken die Möglichkeit, die Zinszügel etwas zu lockern. Vor diesem Hintergrund ist davon auszugehen, dass die US-Notenbank Fed schon im zweiten Quartal 2024 eine Leitzinssenkung beschließen wird - auch weil sie durch die im November anstehende Präsidentschaftswahl unter zeitlichen Zugzwang geraten könnte. Denn zu nah am Wahltermin hält sich die Fed in der Regel zurück, um möglichst keinen Einfluss zu nehmen. Insgesamt sind bis zu vier Leitzinssenkungen in den USA denkbar. Auch in der Eurozone könnte sich eine erste Senkung schon im Laufe des zweiten, spätestens aber im dritten Quartal 2024 konkretisieren. Weitere Zinsschritte nach unten bis zum Jahresende bleiben unter der Annahme einer schwachen Konjunkturentwicklung wahrscheinlich.

24 Kieler Konjunkturberichte Nr. 109 (Q4/2023), 13. Dezember 2023, S. 7.

25 Kieler Konjunkturberichte Nr. 109 (Q4/2023), 13. Dezember 2023, S. 13.

26 Kieler Konjunkturberichte Nr. 109 (Q4/2023), 13. Dezember 2023, S. 19.

Risiken für eine schwächere Entwicklung bestehen vor allem aufgrund möglicher weiterer Eskalationen geopolitischer Konfliktfelder und - eng damit zusammenhängend - im Falle unerwartet stark steigender Rohölpreise, die den erwarteten Inflationsverfall verlangsamen würden. Eine Chance auf positive Überraschungen könnte hingegen aus dem zuletzt wieder konstruktiveren Umgang zwischen China und den USA resultieren. Zumindest kurzfristig ist davon auszugehen, dass weder US-Präsident Joe Biden noch der chinesische Staatschef Xi Jinping ein Interesse an einer weiteren Verschärfung der gegenseitigen Rivalitäten haben. Zu offensichtlich sind die negativen Effekte, bspw. von gegenseitigen Sanktionen, auf beide derzeit schwächelnden Volkswirtschaften.

4.2.2. Zinsen, Aktien- und Rohstoffmärkte

Die Aussicht auf weiter nachgebende Marktrenditen im Zuge fallender Inflationsraten und auf im Jahresverlauf sinkende Leitzinsen dürfte die globalen Aktienmärkte im Jahr 2024 beflügeln, auch wenn konjunkturbedingt aufkommender Margendruck bei einigen Unternehmen das Potenzial voraussichtlich etwas dämpfen wird. Allerdings sind die Bewertungen vieler Aktien durch die Konsolidierung von besonders konjunktur- und zinssensitiven Branchen im Jahr 2023 mittlerweile nicht mehr überzogen. Zudem kann generell für die kommenden Jahre erwartet werden, dass Staaten und Unternehmen sehr viel in die Verbesserung ihrer Resilienz investieren werden, konkret in den Umbau von Lieferketten, die eigene Sicherheit, die Energieversorgung, die Infrastruktur und in Maßnahmen, um dem Klimawandel zu begegnen. Davon werden viele, aber nicht alle Unternehmen überdurchschnittlich profitieren. Diese Entwicklung dürfte die Bedeutung einer fundierten Einzeltitelselektion erhöhen.

Für den Wechselkurs des Euro im Vergleich zum US-Dollar sind vor allem die Wachstums- und die Zinsdifferenzen zwischen den Währungsräumen relevant. Bei beiden Relationen ist mit einem nachlassenden Vorsprung der USA zu rechnen. Entsprechend gehen wir von einer Aufwertung des Euro im Jahresverlauf 2024 aus.

Sowohl sinkende Zinsen als auch ein schwächerer US-Dollar sprechen für eine anhaltend hohe Nachfrage nach Edelmetallen, insbesondere Gold. Zusammen mit voraussichtlich weiter zunehmenden Goldkäufen vieler Zentralbanken ergeben sich daher gute Chancen auf weiter steigende Kurse. 27

4.2 3 Chancen und Risiken für DONNER & REUSCHEL

Sofern sich die makroökonomischen und geopolitischen Entwicklungen - abweichend von unseren Erwartungen - in nachhaltigen Konjunktur- und Kapitalmarktbelastungen niederschlagen und die aktuelle negative Situation auf den Immobilienmärkten länger anhält oder sich verschärft, könnte dies die Bank in mehrfacher Hinsicht belasten.

Ein wesentliches Risiko für die Erreichung der prognostizierten Größen besteht in den derzeitigen negativen Entwicklungen der Immobilienmärkte, da die Bank Immobilienprojekte durch Bauträger begleitet. Abweichend von den bisherigen Erwartungen könnten sich infolge eines weiterhin hohen Zinsniveaus, einer anhaltenden Zurückhaltung von Investoren auf den Immobilienmärkten oder einer weiter negativen Marktentwicklung nochmals deutlich negative Wertveränderungen bei Verkehrs- und Beleihungswerten ergeben. Dadurch könnten insbesondere im Bereich der gewerblichen Immobilienfinanzierungen Ratings der Kreditnehmer negativ beeinflusst werden und Adressenausfallrisiken schlagend werden, mit negativen Auswirkungen auf Einzel- und Pauschalwertberichtigungen. Insoweit könnten die strukturellen Probleme am Immobilien markt auch zu negativen Ertragsauswirkungen bei der Bank führen. Gleichzeitig führten Ratingverschlechterungen und reduzierte Sicherheitenwerte zu einem RWA-Anstieg.

27 DONNER & REUSCHEL Konjunktur & Kapitalmärkte, Januar 2024, S. 32.

Die Vertriebsziele könnten zum Beispiel aufgrund einer fortwährenden Eintrübung der Immobilienmärkte oder der gesamtwirtschaftlichen und geopolitischen Risiken verfehlt werden. Entsprechende Einschränkungen des Geschäftsmodells im Aktivgeschäft könnten zum Verlust wichtiger, lokal gut vernetzter (Vertriebs-)-Mitarbeitender führen. Aufgehobene bzw. verschobene Investitionen könnten zu einer sinkenden Nachfrage nach Finanzierungen - insbesondere nach Immobilienfinanzierungen - führen und in Abhängigkeit von der Immobilienmarkt- und Zinsentwicklung die außerplanmäßigen Darlehensrückführungen erhöhen. Durch diese Entwicklungen könnte sich - über die geplante Reduzierung hinaus - eine Abnahme des Neugeschäftsvolumens und der Bestände im Finanzierungsgeschäft der Bank ergeben. Insoweit sind negative Auswirkungen auf die Höhe des Bestands der Forderungen an Kunden nicht auszuschließen.

Im Kapitalmarktgeschäft wären deutliche Kurseinbrüche an den Aktien- und Kapitalmärkten mit negativen Auswirkungen auf das Bewertungsergebnis im Wertpapiergeschäft und ein deutlicher Rückgang der Assets under Management mit negativen Effekten auf das Provisionsergebnis nicht auszuschließen.

Im Bereich der Verwaltungsaufwendungen könnten wachsende regulatorische Anforderungen zusätzliche Kapazitätsbedarfe erzeugen und somit den Verwaltungsaufwand deutlicher als geplant belasten.

Die vorgenannten Risiken hätten negative Auswirkungen auf die Planwerte für das Zinsergebnis, das Provisionsergebnis, die Verwaltungsaufwendungen, das Bewertungsergebnis (u. a. durch höhere Risikovorsorgeaufwendungen bzw. Abwertungsbedarfe im Wertpapierportfolio) und das Betriebsergebnis vor Steuern sowie den Jahresüberschuss. Darüber hinaus könnten sich entsprechende negative Folgewirkungen infolge ansteigender RWA und geringerer Gewinnthesaurierungsmöglichkeiten für das aufsichtsrechtliche Kapital und die aufsichtsrechtlichen Kennziffern (Kernkapital- und Gesamtkapitalquote) ergeben. Infolge sinkender Erträge und höherer Verwaltungs- und Risikovorsorgeaufwendungen würden auch die Cost-Income-Ratio vor und nach Risiko schlechter ausfallen.

Des Weiteren könnten Ermessensentscheidungen der Bankenaufsicht hinsichtlich zusätzlicher individueller oder erhöhter branchenweiter Kapitalanforderungen bei der Bank das freie RWA-Potenzial reduzieren und damit maßgeblichen Einfluss auf die Entwicklung des Kreditgeschäfts haben. Dies kann künftig zu einer notwendigen Reduzierung der Risikoaktiva und infolgedessen zu einer Beeinträchtigung des Zinsergebnisses führen.

Chancen könnten sich ergeben, wenn sich die Lage auf den Immobilienmärkten und das makroökonomische Umfeld über das derzeit prognostizierte Niveau hinaus verbesserte. Dies könnte zu höheren Erträgen führen und die Voraussetzung zur Erreichung der Planung der bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren verbessern.

Im Bereich der Immobilienfinanzierungen könnten sich positive Wertveränderungen bei Verkehrs- und Beleihungswerten ergeben. Dadurch könnten insbesondere im Bereich der gewerblichen Immobilienfinanzierungen Ratings der Kreditnehmer positiv beeinflusst werden und Adressenausfallrisiken zurückgehen, mit positiven Auswirkungen auf Einzel- und Pauschalwertberichtigungen.

Die Vertriebsziele könnten in diesem Umfeld übertroffen werden. Durch diese Entwicklungen könnte sich eine Zunahme des Neugeschäftsvolumens und der Bestände im Finanzierungsgeschäft der Bank ergeben. Positive Auswirkungen auf die Höhe des Bestands der Forderungen an Kunden wären nicht auszuschließen.

Im Kapitalmarktgeschäft wären deutliche Kursgewinne an den Aktien- und Kapitalmärkten mit positiven Auswirkungen auf das Bewertungsergebnis im Wertpapiergeschäft und ein deutlicher Anstieg der Assets under Management mit positiven Effekten auf das Provisionsergebnis möglich.

Gleichzeitig könnten höhere Zinssätze und Marktvolatilität zu einer Ausweitung der Zinsspanne und höheren Erträgen des umsatzabhängigen Provisionsergebnisses führen. Die Bank könnte ebenfalls davon profitieren, ihre Kundinnen und Kunden bei der Bewältigung der zunehmend volatilen Finanzmärkte mit Ihrer Expertise zu unterstützen.

Im Bereich der Verwaltungsaufwendungen ist eine hohe Kostendisziplin erforderlich. Im Fokus steht insbesondere die Konsolidierung der IT-Systeme und die Optimierung der Prozesse mit dem Ziel, weitere Effizienzsteigerungen zu realisieren. Es besteht die Chance, auf Prozessebene Optimierungspotenziale, insbesondere bei der Geschäftsabwicklung durch Digitalisierungsmaßnahmen, umzusetzen. Investitionen in die Weiterentwicklung unseres Geschäftsmodells und Aufwendungen für die Umsetzung regulatorischer Änderungen werden gleichzeitig von Profitabilitätsmaßnahmen im Ertrags- und Kostenbereich sowie Kapitalmanagement begleitet. Dabei wird der fortgeführten hohen Kostendisziplin mit Fokus auf der Cost-Income-Ratio eine wesentliche Bedeutung beigemessen.

Die vorgenannten Chancen hätten positive Auswirkungen auf die Planwerte für das Zinsergebnis, das Provisionsergebnis, die Verwaltungsaufwendungen, das Bewertungsergebnis (u. a. durch niedrigere Risikovorsorgeaufwendungen bzw. geringere Abschreibungsbedarfe im Wertpapierportfolio) und das Betriebsergebnis vor Steuern sowie den Jahresüberschuss. Darüber hinaus könnten sich entsprechende positive Folgewirkungen infolge sinkender RWA und höherer Gewinnthesaurierungsmöglichkeiten für das aufsichtsrechtliche Kapital und die aufsichtsrechtlichen Kennziffern (Kernkapital- und Gesamtkapitalquote) ergeben. Infolge höherer Erträge und sinkender Verwaltungs- und Risikovorsorgeaufwendungen würden auch die Cost-Income-Ratio vor und nach Risiko besser ausfallen.

4.3. GESAMTAUSSAGE ZUM PROGNOSEBERICHT MIT CHANCEN UND RISIKEN

Auf makroökonomischer Ebene wird ein im historischen Vergleich schwaches Wachstum der Weltwirtschaft im Jahr 2024 von weniger als 3 Prozent erwartet. Fehlende Impulse für eine stärkere Belebung der Weltwirtschaft dürften weiterhin dafür sorgen, dass die Energie- und Rohstoffpreise trotz Rohöl-Förderkürzungen der OPEC+-Staaten nicht nennenswert steigen sollten. Dies dürfte den Inflationsdruck mindern. Damit hätten die Notenbanken die Möglichkeit, die Zinszügel etwas zu lockern. Die Aussicht auf weiter nachgebende Marktrenditen im Zuge fallender Inflationsraten und auf im Jahresverlauf sinkende Leitzinsen dürfte die globalen Aktienmärkte im Jahr 2024 beflügeln.

Risiken für eine schwächere Entwicklung bestehen vor allem aufgrund möglicher weiterer Eskalationen geopolitischer Konfliktfelder und - eng damit zusammenhängend - im Falle unerwartet stark steigender Rohölpreise, die den erwarteten Inflationsverfall verlangsamen würden. Eine Chance auf positive Überraschungen könnte hingegen aus dem zuletzt wieder konstruktiveren Umgang zwischen China und den USA resultieren.

In diesem Umfeld gehen wir davon aus, dass sich die Ertragslage im Jahr 2024 gegenüber dem abgelaufenen Jahr insgesamt positiv entwickeln wird. Belastende Faktoren sind der geplante sehr starke Rückgang des Zinsüberschusses aufgrund sich leicht verengender Margen im Einlagengeschäft und ein gleichzeitig moderat steigender Verwaltungsaufwand, getrieben durch inflationsbedingt höhere Personal- und Sachaufwendungen und gezielte Investitionen in neue Mitarbeitende sowie den Bedarf an externen Unterstützungsleistungen für die Bearbeitung aufsichtsrechtlicher Anforderungen. Demgegenüber planen wir eine sehr stark positive Entwicklung des Provisionsergebnisses, u. a. bedingt durch einen moderaten Anstieg der Assets under Management, sowie ein sehr stark rückläufiges Bewertungsergebnis, fast ausschließlich durch gesunkene Risikovorsorge im Kreditgeschäft. Insgesamt werden diese sich teilweise kompensierenden Effekte zu einem Betriebsergebnis vor Steuern führen, das sehr stark über dem Niveau des Vorjahres liegen wird. Unter Berücksichtigung einer im Vergleich zu 2023 höheren erwarteten Steuerquote wird ein deutlicher Anstieg des Jahresüberschusses prognostiziert. In Summe führen diese Effekte gegenüber dem Vorjahr planerisch zu steigenden Cost-Income-Ratios sowie zu erheblich sinkenden Kapitalkennziffern.

Die bedeutenden Risiken für die Erreichung der finanziellen Ziele ergeben sich aus den schwierigen Immobilienmärkten und den weiter anhaltenden Auswirkungen steigender Zinsen und einer anhaltend hohen Inflation, aus erhöhten geopolitischen Risiken und einer weiteren Verschlechterung des makroökonomischen Umfelds. Dies könnte zu einem gegenüber der Prognose reduzierten Jahresüberschuss und zu einer Verfehlung der erwarteten Entwicklung der finanziellen Leistungsindikatoren führen.

Chancen könnten sich ergeben, falls sich die Immobilienmärkte und das makroökonomische Umfeld über das derzeit prognostizierte Niveau hinaus verbessern würden. Gegenüber der Prognose könnte hieraus ein erhöhter Jahresüberschuss resultieren und die Voraussetzung zur Planüberschreitung der erwarteten Größen der bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren bieten.

Unsere Stärken liegen in einer hervorragenden Kundenbasis, die wir ganzheitlich mit einem umfassenden, qualitativ hochwertigen Beratungs- und Betreuungskonzept ansprechen. Durch gezielte Ausweitung der Produktpalette und Stärkung der Vertriebskanäle haben wir einen weiteren Grundstein dafür gelegt, auch in Zukunft sehr erfolgreich für unsere Kundinnen und Kunden, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie weiteren Stakeholder tätig zu sein.

Das Vertrauen unserer Kundinnen und Kunden ist das Fundament unseres Bankgeschäfts. Unser Ziel sind langfristige und partnerschaftliche Geschäftsbeziehungen.

 

Hamburg, den 28. März 2024

DONNER & REUSCHEL Aktiengesellschaft

Marcus Vitt

Dr. Philip Marx

Dominic Rosowitsch

Jahresbilanz zum 31. Dezember 2023

AKTIVSEITE

31.12.2023 31.12.2022
Euro Euro Tsd. Euro
1. Barreserve
a) Kassenbestand 986.239,29 1.050
b) Guthaben bei Zentralnotenbanken 15.381.088,49 16.367.327,78 35.589
darunter:
bei der Deutschen Bundesbank 15.381.088,49 Euro (35.589)
2. Schuldtitel öffentlicher Stellen und Wechsel, die zur Refinanzierung bei Zentralnotenbanken zugelassen sind
a) Schatzwechsel und unverzinsliche Schatzanweisungen sowie ähnliche Schuldtitel öffentlicher Stellen 0,00 249.421
darunter:
bei der Deutschen Bundesbank refinanzierbar 0,00 Euro (249.421)
3. Forderungen an Kreditinstitute
a) täglich fällig 37.888.981,71 38.179
b) andere Forderungen 1.730.817.178,95 1.768.706.160,66 1.940.022
4. Forderungen an Kunden 2.202.274.322,82 2.291.455
darunter:
durch Grundpfandrechte gesichert 542.323.784,10 Euro (664.748)
Kommunalkredite 234.448.868,61 Euro (8.063)
5. Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere
a) Geldmarktpapiere
von anderen Emittenten 49.043.544,45 0
darunter: beleih bar
bei der Deutschen Bundesbank 49.043.544,45 Euro
b) Anleihen und Schuldverschreibungen
ba) von öffentlichen Emittenten 210.439.028,79 197.770
darunter beleihbar
bei der Deutschen Bundesbank 210.439.028,79 Euro (197.770)
bb) von anderen Emittenten 949.747.152,83 1.209.229.726,07 605.239
darunter: beleihbar
bei der Deutschen Bundesbank 949.747.152,83 Euro (545.869)
6. Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 38.594.740,78 61.662
6a. Handelsbestand 0,00 14.022
7. Beteiligungen 1.505.000,90 1.519
darunter:
an Kreditinstituten: 141.500,20 Euro (142)
an Finanzdienstleistungsinstituten: Euro (0)
8. Anteile an verbundenen Unternehmen 75.314.972,97 75.629
darunter:
an Kreditinstituten: 0,00 Euro (0)
9. Treuhandvermögen 1.415.937,50 1.567
darunter: Treuhandkredite 1.415.937,50 Euro (1.567)
10. Immaterielle Anlagewerte
a) entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 15.930.465,57 18.632
b) Geschäfts- oder Firmenwert 1.100.197,02 1.729
c) geleistete Anzahlungen 625.506,84 17.656.169,43 515
11. Sachanlagen 8.160.070,83 8.601
12. Sonstige Vermögensgegenstände 66.925.107,29 72.014
13. Rechnungsabgrenzungsposten 7.919.026,63 952
14. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung 0,00 70
Summe der Aktiva 5.414.068.563,66 5.615.637

PASSIVSEITE

31.12.2023 31.12.2022
Euro Euro Euro Tsd. Euro
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
a) täglich fällig 69.547.773,94 121.819
b) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 159.275.226,94 228.823.000,88 191.623
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden
a) Spareinlagen
aa) mit vereinbarter Kündigungsfrist von drei Monaten 29.815.339,59 41.577
ab) mit vereinbarter Kündigungsfrist von mehr als drei Monaten 548.288,43 30.363.628,02 540
b) andere Verbindlichkeiten
ba) täglich fällig 3.662.869.596,45 4.333.572
bb) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 867.703.244,73 4.530.572.841,18 4.560.936.469,20 377.334
3a. Handelsbestand 0,00 13.986
4. Treuhandverbindlichkeiten 1.415.937,50 1.567
darunter Treuhandkredite 1.415.937,50 Euro (1.567)
5. Sonstige Verbindlichkeiten 74.505.707,59 71.622
6. Rechnungsabgrenzungsposten 2.116.059,76 1.212
7. Rückstellungen
a) Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 64.578.150,00 63.433
b) Steuerrückstellungen 2.303.328,87 10.408
c) andere Rückstellungen 20.881.594,63 87.763.073,50 12.485
8. Nachrangige Verbindlichkeiten 132.158.119,33 106.436
9. Fonds für allgemeine Bankrisiken 7.393.200,00 7.393
10. Eigenkapital
a) gezeichnetes Kapital 20.500.000,00 20.500
b) Kapitalrücklage 168.600.000,00 118.600
c) Gewinnrücklagen 121.530.000,00 121.070
d) Bilanzgewinn 8.326.995,90 318.956.995,90 460
Summe der Passiva 5.414.068.563,66 5.615.637
1. Eventualverbindlichkeiten
a) Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und Gewährleistungsverträgen 59.263.766,52 43.393
b) Haftung aus der Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten 38.862.530,00 98.126.296,52 48.466
2. Andere Verpflichtungen
Unwiderrufliche Kreditzusagen 22.228.073,91 83.347

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

2023 2022
Euro Euro Euro Tsd. Euro
1. Zinserträge aus
a) Kredit- und Geldmarktgeschäften 200.057.016,60 103.847
abzgl. negative Zinsen aus Kredit- und Geldmarktgeschäften -11.565,46 200.045.451,14 -4,607
b) festverzinslichen Wertpapieren und Schuldbuchforderungen 39.546.722,45 239.592.173,59 6.207
2. Zinsaufwendungen 129.356.590,19 47.301
abzgl. positive Zinsen aus dem Bankgeschäft -146.365.84 129.210.224,35 -16.556
3. Laufende Erträge aus
a) Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren 1.203.327,18 413
b) Beteiligungen 12.702,40 13
c) Anteilen an verbundenen Unternehmen 2.449.070,20 3.665.099,78 3.182
4. Erträge aus Gewinngemeinschaften, Gewinnabführungs- oder Teilgewinnabführungsverträgen 103.871,27 489
5. Provisionserträge 87.191.885,24 107.070
6. Provisionsaufwendungen 21.122.104,95 33.412
7. Nettoertrag des Handelsbestands 4.891.271,23 733
8. Sonstige betriebliche Erträge 2.216.514,71 3.188
9. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen
a) Personalaufwand
aa) Löhne und Gehälter 59.107.017,32 49.152
ab) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 12.845.053,80 71.952.071,12 10.797
darunter für Altersversorgung 5.176.596,76 3.806
b) andere Verwaltungsaufwendungen 61.837.799,28 133.789.870,40 58.821
10. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen 5.087.655,07 5.393
11. Sonstige betriebliche Aufwendungen 1.181.430,83 3.137
12. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft (i.Vj. Erträge aus Zuschreibungen zu Forderungen und bestimmten Wertpapiere sowie aus der Auflösung von Rückstellungen im Kreditgeschäft) 34.979.017,52 18.669
13. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Beteiligungen, Anteile an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelte Wertpapiere 1.487.372,54 2.602
14. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit 10.803.140,16 7.807
15. Außerordentliche Aufwendungen 58.248,00 58
16. Außerordentliches Ergebnis -58.248,00 -58
17. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 2.406.497,59 8.282
18. Sonstige Steuern, soweit nicht unter Posten 11 ausgewiesen 11.784,07 11
19. Erträge aus der Auflösung des Fonds für allgemeine Bankrisiken 0,00 1.000
20. Jahresüberschuss 8.326.610,50 456
21. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 385,40 4
22. Bilanzgewinn 8.326.995,90 460

ANHANG ZUM JAHRESABSCHLUSS

1. ALLGEMEINES

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches und des Aktiengesetzes sowie der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute (RechKredV) aufgestellt. Die Gliederung der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgte nach den Formblättern der RechKredV. Für die Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde die Staffelform gewählt.

Bei den Vorjahreszahlen können sich aufgrund der kaufmännischen Rundung bei den einzelnen Bilanzposten, der Bilanzsumme und dem Jahresergebnis geringe Abweichungen zwischen der Summe der Einzelposten und der Bilanzsumme beziehungsweise dem Jahresergebnis ergeben.

Die Bilanzierung und Bewertung erfolgt unter Annahme der Unternehmensfortführung (Going Concern). Grundlage der getroffenen Annahme der Unternehmensfortführung ist die Unternehmensplanung der Bank.

2. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN

Barreserve, Forderungen und Risikovorsorge

Barreserven sind zu Nennwerten bilanziert, Sortenbestände unter Berücksichtigung der zum Stichtag gültigen Handelskurse bewertet.

Forderungen sind grundsätzlich zum Nennwert, vermindert um etwaige Einzel- und Pauschalwertberichtigungen, angesetzt. Ein Unterschiedsbetrag zwischen Auszahlungsbetrag und Nennbetrag wird, sofern Zinscharakter vorliegt, gemäß § 340e Abs. 2 HGB in die Rechnungsabgrenzungsposten eingestellt und zeitanteilig erfolgswirksam aufgelöst. Für ausfallgefährdete Forderungen werden entsprechende Einzelwertberichtigungen gebildet.

Dem Risiko aus dem Kreditgeschäft wird durch angemessene Einzelwertberichtigungen und Rückstellungen Rechnung getragen. Für vorhersehbare, noch nicht individuell konkretisierte Adressenausfallrisiken im Kreditgeschäft wurden Pauschalwertberichtigungen gemäß IDWRS BFA 7 gebildet. Das Verfahren führt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsgemäßer Buchführung zu einer den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Darstellung der latenten Kreditrisiken.

Die Pauschalwertberichtigungen werden von den Aktivpositionen Forderungen an Kreditinstitute und Forderungen an Kunden abgesetzt. Für das außerbilanzielle Geschäft werden Rückstellungen passiviert und entsprechend von den Eventualverbindlichkeiten sowie den anderen Verpflichtungen abgesetzt. Die Ermittlung der Pauschalwertberichtigungen erfolgt auf der Grundlage von erwarteten Verlusten. Dabei wird der erwartete Verlust über die gesamte Laufzeit eines Geschäfts ("lifetime expected loss") geschätzt, entsprechende vereinbarte Bonitäts Zeit eines Geschäfts ("lifetime expected loss") geschätzt, entsprechende vereinbarte Bonitätsprämien werden angerechnet. Die Ermittlung des erwarteten Verlustes erfolgt unter Verwendung eines Modells, welches hinsichtlich der Berücksichtigung des latenten Kreditrisikos insbesondere die Parameter PD (Ausfallwahrscheinlichkeit), Erlösquote (erwarteter Erlös aus der Verwertung ggf. vorhandener Sicherheiten) und Credit-Conversion-Faktoren des Risikomanagements verwendet.

Zum Stichtag 31. Dezember 2023 ergibt die Ermittlung gemäß IDW RS BFA 7 (ohne Berücksichtigung von Management Adjustments) gegenüber dem Vorjahr eine um 1,1 Mio. Euro höhere vom Forderungsbestand abgesetzte Pauschalwertberichtigung sowie eine Zunahme der Rückstellungen im Kreditgeschäft um 2,6 Mio. Euro.

Die aktuellen gesamtwirtschaftlichen und geopolitischen Risiken (Kriege in der Ukraine und im Nahen Osten, gestiegenes Zinsniveau aufgrund Inflation, Krise des Immobilienmarktes und Rezession) wirken sich im Ergebnis wesentlich auf die finanzielle Leistungsfähigkeit von Unternehmen und privaten Haushalten aus, was sich auch auf die Beurteilung der latenten und respektive auch der akuten Ausfallrisiken auswirkt. Das gestiegene Zinsniveau in Verbindung mit den gestiegenen Bau- sowie Materialkosten sorgten auch am Immobilienmarkt in Deutschland für weitere Preiskorrekturen sowie einen Einbruch der Neubautätigkeit. Dies hat Auswirkungen auf den Sicherheitenbestand der Bank bzw. auf die Finanzierung von Immobilienprojekten. Um diesen gesamtwirtschaftlichen und geopolitischen Entwicklungen Rechnung zu tragen, wurde erneut ein zusätzliches Management Adjustment auf die ermittelte Pauschalwertberichtigung gebildet, da diese Risiken und Einflussfaktoren zum Teil in den Ratings zum 31. Dezember 2023 noch nicht reflektiert sind. Das Management Adjustment wurde auf der Grundlage von simulierten Veränderungen der maßgeblichen Parameter für die Bewertung der jeweiligen Teilportfolien (insbesondere Probability of Default) auf Basis einer Expertenschätzung unter Berücksichtigung der Branchen und der eingesetzten Ratingverfahren ermittelt. Zum 31. Dezember 2023 beträgt das gebildete Management Adjustment insgesamt 6,1 Mio. Euro (Vorjahr 15,3 Mio. Euro). Von diesem Betrag wurden 5,7 Mio. Euro (Vorjahr 15,3 Mio. Euro) aktivisch vom Forderungsbestand abgesetzt und 0,4 Mio. Euro (Vorjahr 0 Mio. Euro) als Rückstellungen im Kreditgeschäft passiviert.

Für Wertpapiere des Anlagevermögens kommt in Übereinstimmung mit den Regelungen des IDW RS BFA 7 keine Pauschalwertberichtigung zum Ansatz.

Ferner werden im Hinblick auf das besondere Risiko in einzelnen Staaten Länderwertberichtigungen gebildet.

In der Gewinn- und Verlustrechnung haben wir von dem Wahlrecht nach § 340f Abs. 3 HGB, die Aufwendungen und Erträge saldiert in der Überkreuzkompensation darzustellen, Gebrauch gemacht.

Wertpapiere

Zu Wertpapieren zählen Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere sowie Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere. Beim Ausweis von Erträgen und Aufwendungen unterscheiden wir bei Wertpapieren zwischen Handelsbeständen, Liquiditätsreserve und Anlagevermögen.

Bei Wertpapieren der Liquiditätsreserve handelt es sich um Bestände des Umlaufvermögens, die unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips pro Wertpapiergattung zu den fortlaufend ermittelten Durchschnittswerten oder niedrigeren Tageswerten des Bilanzstichtages bewertet werden.

Bei den Schuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapieren des Anlagevermögens wurde generell das gemilderte Niederstwertprinzip angewendet, da für diese Anleihen eine dauerhafte Halteabsicht sowie eine Haltefähigkeit bis zur Endfälligkeit besteht und zum Bilanzstichtag nach den Ergebnissen unserer Bonitätsanalysen kein Risiko einer bonitätsinduzierten Wertminderung vorlag. Die Unterschiedsbeträge nach § 340e Abs. 2 HGB werden anteilig verteilt auf die Restlaufzeit aufgelöst. In Ausnahmefällen werden Wertpapiere des Anlagevermögens nach dem strengen Niederstwertprinzip bewertet.

Die Aktien und andere nicht festverzinslichen Wertpapiere sind dem Anlagevermögen zugeordnet und wurden generell gemäß § 340e Abs. 1 Satz 3 HGB bewertet.

Finanzinstrumente des Handelsbestands

Dem Handelsbestand werden alle Finanzinstrumente zugeordnet, für die eine Handelsabsicht nach Artikel 4 Abs. 1 Nr. 86 CRR besteht. Die Position umfasst Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere sowie währungsbezogene Derivate und zinsabhängige Positionen.

Die Bewertung erfolgt zum beizulegenden Zeitwert abzüglich eines Risikoabschlages. Als Risikoabschlag wird ein Value-at-Risk-Abschlag (Konfidenzniveau 99,9 %, Beobachtungszeitraum 250 Handelstage und Haltedauer 250 Tage), der auf Basis der internen Risikosteuerung unter Anwendung finanzmathematischer Verfahren ermittelt wurde, verwendet. Der Value-at-Risk-Abschlag für sämtliche Bestände des Handels - also Aktiva und Passiva - wird beim größeren der Bestände, den Handelsaktiva, vorgenommen. Alle Änderungen des beizulegenden Zeitwertes und des Risikoabschlages sind im Nettoertrag des Handelsbestands enthalten.

Bewertung von Finanzinstrumenten

Finanzinstrumente der Bank sind, für an Börsen gehandelte Produkte, mit den quotierten Marktpreisen bewertet. Bei Finanzgeschäften ohne verfügbare Marktpreise ermittelt die Bank den beizulegenden Zeitwert mittels marktüblicher Bewertungsmodelle oder auf Basis von indikativen Quotierungen von Marktdatenanbietern. Diese Verfahren und Modelle validiert die Bank regelmäßig.

Die wesentlichen Parameter und die Bewertungsmodelle sind in der folgenden Tabelle aufgeführt:

Finanzinstrument Bewertungsmodell Wesentliche Parameter
Devisengeschäfte Barwertmethode Zinskurven, FX-Kurse
Zinsswaps- und optionen Barwertmethode, Bachelier Zinskurven, Credit-Spreads, Volatilitäten
Kreditderivate Barwertmethode Zinskurven, Credit-Spreads
Schuldscheindarlehen Barwertmethode Zinskurven, Credit-Spreads
Wertpapiere Barwertmethode Zinskurven, Credit-Spreads

Zusätzlich zu den aufgezeigten wesentlichen Bewertungsparametern bestehen bei den Derivaten weitere Einflussfaktoren, die die Höhe, den Zeitpunkt und die Sicherheit der zukünftigen Zahlungsströme beeinflussen. Insbesondere bei Optionen gibt es geschäftsbezogene Auszahlungsbedingungen (z.B. amerikanische oder europäische Option). Bei Zinsswaps können Up-front-Payments vereinbart sein.

Bei den gehandelten Derivaten besteht zudem ein Kontrahentenausfallrisiko, welches die Zahlungsströme maßgeblich beeinflussen kann. Grundsätzlich schließt die Bank hierfür Collateral- oder Marginvereinbarungen ab oder gibt die Derivate in ein zentrales Clearing.

Beteiligungen und Anteile an verbundenen Unternehmen

Die Beteiligungen und die Anteile an verbundenen Unternehmen bewerten wir entsprechend den für das Anlagevermögen geltenden Regeln zu Anschaffungskosten. Im Falle einer voraussichtlich dauernden Wertminderung wird auf den niedrigeren beizulegenden Wert abgeschrieben.

Immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen

Immaterielle Anlagewerte werden grundsätzlich zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen entsprechend ihrer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer bewertet. Grundsätzlich wird bei immateriellen Vermögensgegenständen mit Anschaffungskosten bis netto 250 Euro bei Zugang direkt abgeschrieben. Bei geringwertigen Wirtschaftsgütern bis 800 Euro wird ebenfalls bei Zugang in voller Höhe eine Abschreibung vorgenommen. Geleistete Anzahlungen auf immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten bilanziert. Von der Aktivierung selbsterstellter immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens nach § 248 Abs. 2 Satz 1 HGB wurde abgesehen.

Sachanlagen werden grundsätzlich zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen entsprechend ihrer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer bewertet. Grundsätzlich wird bei Wirtschaftsgütern mit Anschaffungskosten bis netto 250 Euro bei Zugang direkt abgeschrieben. Bei geringwertigen Wirtschaftsgütern bis 800 Euro wird ebenfalls bei Zugang in voller Höhe eine Abschreibung vorgenommen. In Bau befindliche Anlagen werden zu Anschaffungskosten bilanziert.

Latente Steuern

Von dem Wahlrecht zum Ansatz aktiver latenter Steuern aufgrund sich ergebender Steuerentlastungen nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB wurde kein Gebrauch gemacht. Latente Steuern werden auf Basis des aktuell gültigen Steuersatzes ermittelt.

Verbindlichkeiten, Eventualverbindlichkeiten und andere Verpflichtungen

Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag bilanziert. Werden diese mit einem Disagio aufgenommen, ist der Abschlag in dem aktiven Rechnungsabgrenzungsposten bilanziert und wird zeitanteilig aufgelöst.

Die Bank nutzt ein strukturiertes Passivzinsprodukt. Hierbei handelt es sich um Termineinlagen mit Zinsoption (Floor), die gemäß IDW RS HFA 22 getrennt zu bilanzieren ist. Die Bewertung des Kassageschäfts erfolgt zum Nennwert, die des derivativen Finanzinstruments erfolgt mittels Barwertmethode für das Gesamtportfolio.

Die Nachrangigen Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag zuzüglich der abgegrenzten Zinsen bilanziert.

Eventualverbindlichkeiten werden zum Nennbetrag abzüglich gebildeter (Einzel- und Pauschal-) Rückstellungen bilanziert. Unter der Position "Andere Verpflichtungen" werden die unwiderruflichen Kreditzusagen ausgewiesen.

Rückstellungen

Den Pensionsrückstellungen liegen versicherungsmathematische Gutachten zugrunde. Für die Bewertung wurden als Rechnungsgrundlagen die biometrischen Grundwerte aus den Richttafeln 2018 G von Dr. Klaus Heubeck verwendet. Mit Ausnahme der Pensionszusagen aus Gehaltsumwandlung wurde der Erfüllungsbetrag gemäß § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB mit der Projected-Unit-Credit-Methode berechnet. Der Rechenzinsfuß wurde gemäß § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB mit 1,82 % (Vorjahr 1,78 %) bei einer unterstellten Duration von 15 Jahren angesetzt. Der Unterschiedsbetrag gemäß § 253 Abs. 6 HGB zwischen dem 10- und 7-Jahresdurchschnittszinssatz beträgt zum Bilanzstichtag 0,8 Mio. Euro (Vorjahr 3,2 Mio. Euro) und ist ausschüttungsgesperrt. Zusätzlich wurden folgende Parameter für die Berechnung berücksichtigt: Grundsätzlich wurde davon ausgegangen, dass die Versorgungsberechtigten die Betriebsrente mit dem frühestmöglichen Bezug einer Vollrente aus der gesetzlichen Rentenversicherung beziehen. Falls in der Pensionszusage ein früheres Pensionierungsalter vereinbart ist, so wurde dieses Pensionierungsalter bei der Bewertung berücksichtigt. Für die Fluktuation wurde bei Männern eine Wahrscheinlichkeit von 0,50 % (Vorjahr 0,50 %) und Frauen von 0,40 % (Vorjahr 0,40 %) angesetzt. Der Gehaltstrend floss unverändert zum Vorjahr mit 2,50 % ein. Darin enthalten ist ein Karrieretrend von 0,50 % (Vorjahr 0,50 %). Falls die Pensionszusage eine garantierte Anpassung enthält, wurde diese berücksichtigt. Die übrigen Pensionszusagen wurden mit einem Rententrend von 2,30 % (Vorjahr 2,10 %) bewertet.

Zum Stichtag 1. November 2019 wurden die Pensionsverpflichtungen für die zu diesem Zeitpunkt laufenden Alters-, Invaliden- und Hinterbliebenenrentner der DONNER & REUSCHEL auf die SIGNAL IDUNA Versorgungskasse e.V. ausgelagert. Somit erfolgte für einen Teil der Pensionszusagen ein Wechsel von einer unmittelbaren in eine mittelbare Zusage. Für den nicht ausgelagerten Teil der Verpflichtung verbleibt eine Rückstellung. Gegenüber der SIGNAL IDUNA Versorgungskasse e.V. besteht aufgrund der Übertragung eine Verpflichtung aus der Differenz des notwendigen Erfüllungsbetrags, der für diese Verpflichtungen bilanziell verbliebenen Rückstellung und dem Kassenvermögen in Höhe von 12,8 Mio. Euro (Vorjahr 12,3 Mio. Euro). Im Rahmen des Wahlrechts nach Art. 28 Abs. 1 Satz 2 EGHGB wird hierfür keine Rückstellung gebildet. Infolge des Wechsels des Durchführungsweges verändern Gewinne und Verluste aus der tatsächlichen Sterblichkeit sowie Zinseffekte bei der DONNER & REUSCHEL in der Zukunft nicht mehr erfolgswirksam die Pensionsrückstellungen für die betroffenen Leistungsempfänger. Gleichwohl bleibt die DONNER & REUSCHEL aus den Pensionszusagen weiterhin verpflichtet, so dass sich für die Leistungsempfänger keine Änderungen ergeben. Die weitere Beschreibung zu diesen Verpflichtungen findet sich im Abschnitt sonstige finanzielle Verpflichtungen.

Das Wahlrecht nach Art. 67 Abs. 1 EGHGB, die erforderliche Zuführung zu den Pensionsrückstellungen auf maximal 15 Jahre zu verteilen, wird in Anspruch genommen. Im Geschäftsjahr wurde der Mindestbetrag von einem Fünfzehntel zugeführt. Der Betrag, der nicht in der Bilanz ausgewiesenen Rückstellungen für laufende Pensionen, Anwartschaften auf Pensionen und ähnliche Verpflichtungen, betrifft ausschließlich die Bestände der Conrad Hinrich Donner Bank AG vor der Anwachsung im Jahr 2010 und beträgt 0,1 Mio. Euro (Vorjahr 0,1 Mio. Euro). In der Berichtsperiode wurde ein Betrag von 58 Tsd. Euro (Vorjahr 58 Tsd. Euro) nach Art. 67 Abs. 7 EGHGB a.F. i. V. m. § 340a Abs. 2 Satz 5 HGB als außerordentlicher Aufwand erfasst. Für kongruent rückgedeckte Pensionszusagen durch Gehaltsumwandlung wurde der Aktivwert der Rückdeckungsversicherung von den Pensionsverpflichtungen abgesetzt.

Die Bewertung der Rückstellungen für Jubiläen erfolgte nach § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB analog zur Pensionsrückstellungsermittlung. Als Rechnungsgrundlagen werden die biometrischen Grundwerte aus den Richttafeln 2018 G von Dr. Klaus Heubeck verwendet. Der Bewertung lag der von der Deutschen Bundesbank veröffentlichte Rechnungszins mit einer Restlaufzeit von 10 Jahren zugrunde. Zum 31. Dezember 2023 betrug dieser 1,51 % (Vorjahr 1,16 %). Die übrigen Bewertungsparameter sind identisch mit den unter Pensionsrückstellungen genannten.

Die Bewertung der Rückstellungen für Vorruhestand erfolgte nach § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB analog zur Pensionsrückstellungsermittlung. Der Bewertung lag der von der Deutschen Bundesbank veröffentlichte Rechnungszins mit einer Restlaufzeit von 15 Jahren zugrunde. Zum 31. Dezember 2023 wurde ein Rechnungszins von 1,73 % (Vorjahr 1,43 %) verwendet. Der Gehaltstrend floss mit 2,50 % (Vorjahr 2,50 %) ein.

Forderungen aus Rückdeckungs- und Insolvenzversicherungen werden, da sie dem Zugriff sämtlicher Gläubiger entzogen sind und ausschließlich der Erfüllung von Schulden aus Altersversorgungsverpflichtungen oder vergleichbaren langfristig fälligen Verpflichtungen dienen, nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB mit den korrespondierenden Pensionsrückstellungen verrechnet.

Rückstellungen für Steuern, ungewisse Verbindlichkeiten und drohende Verluste aus schwebenden Geschäften sind gemäß § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB so bemessen, dass sie allen erkennbaren Risiken und Verpflichtungen auf Grundlage des Erfüllungsbetrags nach vorsichtiger kaufmännischer Beurteilung Rechnung tragen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre, der von der Deutschen Bundesbank veröffentlicht wird, abgezinst.

Fonds für allgemeine Bankrisiken

Im Fonds für allgemeine Bankrisiken werden Bestände gemäß §§ 340e Abs. 4 und 340g HGB ausgewiesen.

Übrige Posten

Alle übrigen Posten werden zum Nennwert bilanziert.

Kreditderivate

Bei den Kreditderivaten handelt es sich um gestellte Kreditsicherheiten. Rückstellungen werden nach den allgemeinen Grundsätzen für das Kreditrisiko dann gebildet, wenn mit einer Inanspruchnahme in Form von Ausgleichszahlungen zu rechnen ist.

Bewertungseinheiten

DONNER & REUSCHEL nutzt die Möglichkeit der Bildung von Bewertungseinheiten für Mikro-Hedge-Beziehungen zum Ausgleich von gegenläufigen Wertänderungen oder Zahlungsströmen aus dem Eintritt vergleichbarer Risiken. Die gemeinsame Bewertung von Grund- und Sicherungsgeschäften im Rahmen einer Bewertungseinheit erfolgt, wenn die Voraussetzungen des § 254 HGB erfüllt sind. Eine entsprechende Dokumentation der Bewertungseinheiten liegt vor. Für die Verbuchung wird die Einfrierungsmethode angewandt.

Bei Mikro-Hedge-Beziehungen werden Grundgeschäfte in Form von Krediten und Anleihen und Schuldverschreibungen mittels Zinsswaps gegen Zinsrisiken abgesichert. Für Mikro-Bewertungseinheiten wird die prospektive Betrachtung anhand der sogenannten Regressionsanalyse vorgenommen. Grund- und Sicherungsgeschäft werden dabei einem simulierten Zinsschock von 100 Basispunkten unterzogen. Die retrospektive Betrachtung erfolgt zum Abschlussstichtag durch Vergleich der tatsächlichen Wertentwicklungen. Als Sicherungsgrenze wird eine Wirksamkeit von 50 % bis 200 % angenommen. Für den wirksamen Teil des abgesicherten Risikos der Bewertungseinheit findet das Realisations-, Imparitäts- und Anschaffungskostenprinzip keine Anwendung. Unwirksame Teile des abgesicherten Risikos werden nach dem Vorsichtsprinzip bewertet. Nicht abgesicherte Risiken werden gemäß den allgemeinen handelsrechtlichen Grundsätzen behandelt.

Makro-Hedge-Beziehungen dienen der Absicherung von Nettopositionen des Bankbuchs gegen Zinsrisiken. Sie stellen somit keine Bewertungseinheiten im Sinne des § 254 HGB dar und werden im Rahmen der verlustfreien Bewertung des Zinsbuchs berücksichtigt. Die verlustfreie Bewertung des Zinsbuchs führt die Bank mittels der Barwertmethode durch. Dem so ermittelten Gesamtbarwert werden der Buchwert des Zinsbuchs und die für das Zinsbuch relevanten, diskontierten Kosten gegenübergestellt. Eine Drohverlustrückstellung aus der verlustfreien Bewertung des Bankbuchs war wie in den Vorjahren nicht zu bilden.

Währungsumrechnung

Die Währungsumrechnung erfolgt nach den Grundsätzen der §§ 256a und 340h HGB sowie der IDW-Stellungnahme zur Rechnungslegung IDW RS BFA 4.

Die Vermögensgegenstände und Schulden werden zum EZB-Referenzkurs zum Bilanzstichtag umgerechnet.

Für die Ermittlung der in derselben Währung besonders gedeckten Geschäfte (§ 340h HGB) werden die Fremdwährungsansprüche und -Verpflichtungen aus den Bilanzgeschäften unter Einbeziehung von derivativen Sicherungsgeschäften je Währung gegenübergestellt. Für sich ausgleichende Fremdwährungsansprüche und -Verpflichtungen in derselben Währung werden aufgrund der besonderen Deckung sämtliche schwebenden Erträge und Aufwendungen erfolgswirksam vereinnahmt. Schwebende Ergebnisse aus offenen Währungsnettopositionen mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr werden entsprechend den Vorschriften zur Währungsumrechnung ebenfalls vollständig vereinnahmt. Fremdwährungsposten, die nicht besonders gedeckt sind und eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr haben, werden imparitätisch bewertet. Bei Devisentermingeschäften, die zur Besicherung von Bilanzpositionen dienen, wird der Terminkurs in Swapsatz und Kassakurs aufgespaltet. Die Swapsatz-Ergebnisse werden im Zinsergebnis ausgewiesen. Verbleibende Spitzen aus der Besicherung von Bilanzposten und gegenläufige Terminkassakurse werden im sonstigen betrieblichen Ergebnis ausgewiesen. Positive und negative Kassakursdifferenzen aus schwebenden Geschäften des Nichthandelsbestands werden als Ausgleichsposten unter den sonstigen Vermögensgegenständen bzw. den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen.

3. ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ

Fristengliederung

31.12.2023
Tsd. Euro
Vorjahr
Tsd. Euro
Andere Forderungen an Kreditinstitute mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist
bis drei Monate 0 0
mehr als drei Monate bis ein Jahr 0 0
mehr als ein Jahr bis fünf Jahre 0 0
mehr als fünf Jahre 0 0
unbestimmter Laufzeit 1.730.409 1.940.000
1.730.409 1.940.000
Forderungen an Kunden
bis drei Monate 295.568 340.638
mehr als drei Monate bis ein Jahr 178.137 159.516
mehr als ein Jahr bis fünf Jahre 435.619 354.732
mehr als fünf Jahre 335.715 241.851
unbestimmter Laufzeit 957.236 1.194.718
2.202.274 2.291.455
Anleihen und Schuldverschreibungen
im Folgejahr fällig 78.049 85.811

In den Forderungen an Kreditinstitute mit unbestimmter Laufzeit sind die Offenmarktgeschäfte mit der Deutschen Bundesbank enthalten.

31.12.2023
Tsd. Euro
Vorjahr
Tsd. Euro
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist
bis drei Monate 3.407 3.740
mehr als drei Monate bis ein Jahr 8.271 23.729
mehr als ein Jahr bis fünf Jahre 54.407 55.176
mehr als fünf Jahre 93.189 108.978
159.275 191.623
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden
Spareinlagen mit vereinbarter Kündigungsfrist von mehr als drei Monaten
bis drei Monate 0 0
mehr als drei Monate bis ein Jahr 521 508
mehr als ein Jahr bis fünf Jahre 27 32
mehr als fünf Jahre 0 0
548 540
Andere Verbindlichkeiten mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist
bis drei Monate 677.127 238.314
mehr als drei Monate bis ein Jahr 186.695 136.270
mehr als ein Jahr bis fünf Jahre 3.451 2.750
mehr als fünf Jahre 430 0
867.703 377.334
Verbriefte Verbindlichkeiten
im Folgejahr fällig 0 0

Forderungen und Verbindlichkeiten gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht

Forderungen an Beteiligungen bestanden am Bilanzstichtag - wie auch im Vorjahr - nicht. Verbindlichkeiten gegenüber Beteiligungen bestanden am Bilanzstichtag - wie auch im Vorjahr- nicht.

Forderungen an Kreditinstitute

In den Forderungen an Kreditinstitute sind - wie im Vorjahr - keine nachrangigen Darlehen enthalten.

Forderungen an Kunden

In den Forderungen an Kunden sind in Höhe von 12,2 Mio. Euro (Vorjahr 20,2 Mio. Euro) nachrangige Darlehen enthalten.

Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere

Von den Schuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapieren in Höhe von 1.209,2 Mio. Euro (Vorjahr 803,0 Mio. Euro) sind 1.209,2 Mio. Euro (Vorjahr 803,0 Mio. Euro) börsenfähig und 1.147,5 Mio. Euro (Vorjahr 754,2 Mio. Euro) börsennotiert.

Von dem Gesamtbestand der Schuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapiere sind 935,6 Mio. Euro (Vorjahr 672,5 Mio. Euro) dem Anlagebestand zugeordnet. Der beizulegende Zeitwert dieser Wertpapiere beträgt zum 31. Dezember 2023 916,3 Mio. Euro (Vorjahr 622,2 Mio. Euro). Im Berichtsjahr wurde bei den Schuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapieren für Anleihen des Anlagevermögens mit einem Buchwert von 500,3 Mio. Euro (Vorjahr 621,2 Mio. Euro) das gemilderte Niederstwertprinzip angewendet, da für diese Anleihen eine dauerhafte Halteabsicht sowie eine Haltefähigkeit bis zur Endfälligkeit besteht und zum Bilanzstichtag nach den Ergebnissen unserer Bonitätsanalysen kein Risiko einer bonitätsinduzierten Wertminderung vorlag. Der beizulegende Zeitwert der entsprechenden Papiere am 31. Dezember 2023 beläuft sich auf 472,3 Mio. Euro (Vorjahr 570,6 Mio. Euro). Die vermiedene Abschreibung beträgt 28,0 Mio. Euro (Vorjahr 50,6 Mio. Euro). Die Unterschiedsbeträge nach § 340e Abs. 2 HGB werden anteilig verteilt auf die Restlaufzeit aufgelöst. Alle weiteren Wertpapiere werden nach dem strengen Niederstwertprinzip bewertet.

Geschäfte mit Sicherungsbeziehungen

Im Rahmen der Besicherung des Zinsänderungsrisikos wurden bei den Forderungen an Kunden für ein Nominalvolumen von 226,1 Mio. Euro (Vorjahr 36,5 Mio. Euro) und bei den Anleihen und Schuldverschreibungen für ein Volumen von nominal 1.050,9 Mio. Euro (Vorjahr 820,0 Mio. Euro) Mikro-Hedges mit Zinsswaps gebildet.

Durch die Bildung von Bewertungseinheiten wurden - gemessen an dem Value-at-Risk- Zinsrisiken in Höhe von 81,4 Mio. Euro (Vorjahr 16,4 Mio. Euro) besichert. Die Effektivitätsmessungen zeigen, dass sich die gegenläufigen Wertänderungen und Zahlungsströme im Zeitablauf der jeweiligen Bewertungseinheit künftig mit hoher Wahrscheinlichkeit ausgleichen werden, und zwar bei den besicherten Zinsrisiken über die Restlaufzeit des Grundgeschäftes.

Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere

Von den Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren in Höhe von 38, 6 Mio. Euro (Vorjahr 61,7 Mio. Euro) sind 15,7 Mio. Euro (Vorjahr 40,2 Mio. Euro) börsenfähig und - wie im Vorjahr - keine Wertpapiere börsennotiert. Die Bank hat keine nachrangigen Genussrechte im Bestand.

Die Aktien und andere nicht festverzinslichen Wertpapiere sind dem Anlagevermögen zugeordnet und wurden generell gemäß § 340e Abs. 1 Satz 3 HGB zum strengen Niederstwert bewertet. Auf eine nicht börsenfähige Aktie mit einem Buchwert von 2,5 Mio. Euro wurde bereits im Jahr 2019 das gemilderte Niederstwertprinzip angewendet und eine außerordentliche Abschreibung von 2,5 Mio. Euro vorgenommen. Diese Aktie wird weiterhin mit einem Erinnerungswert ausgewiesen. Die Bank geht weiterhin davon aus, dass die Wertminderung dieser Aktie dauerhaft ist.

Anteile und Anlageaktien an in- und ausländischem Investmentvermögen (§ 285 Nr. 26 HGB)

In den Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren sind folgende Anteile an in- und ausländischen Investmentvermögen enthalten:

Fonds (Anlageziel) Wert nach § 36 InvG
in TEuro
Differenz zum Buchwert
in TEuro
Stille Reserven Ausschüttung für das Geschäftsjahr
in TEuro
Beschränkungen in der Möglichkeit zur täglichen Rückgabe
D&R INVEST-RENDITE AKTIV B (Wertpapier-Dachfonds) 506 0 0 0 -
D&R INVEST-RENDITE AKTIV C (Wertpapier-Dachfonds) i.L. 117 0 0 0 -
D+R Aktien P (Aktienfonds) 102 0 0 2 -
D+R Aktien 12 (Aktienfonds) 1.009 0 0 16 -
TBF BALANCED EUR I (Wertpapier-Gemischter Fonds) 4.608 0 0 0 -
BB-GLO.OPPOR.FD EBEOA (Wertpapier-Gemischter Fonds) 9.971 0 323 0 -

Handelsbestand

Der Handelsbestand setzt sich wie folgt zusammen:

Handelsaktiva Handelspassiva
31.12.2023
Tsd. Euro
Vorjahr
Tsd. Euro
31.12.2023
Tsd. Euro
Vorjahr
Tsd. Euro
derivative Finanzinstrumente 0 14.018 0 13.985
Forderungen / Verbindlichkeiten 0 0 0 0
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 0 0 0 0
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 0 4 0 0
Sonstige Vermögensgegenstände / 0 0 0 0
Sonstige Verbindlichkeiten
0 14.022 0 13.985

Beteiligungen und Anteile an verbundenen Unternehmen

Der Anteilsbesitz gemäß § 285 Nr. 11, 11a und § 340 a Abs. 4 Nr. 2 HGB setzt sich wie folgt zusammen:

Name und Sitz der Gesellschaft Eigenkapital Anteil am Kapital Ergebnis Geschäftsjahr
Tsd. Euro % Tsd. Euro
DONNER & REUSCHEL TREUHAND GmbH & Co. KG, Hamburg 52 100 2023 108
Treuhand Contor Vermögensverwaltungs-Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Hamburg 26 100 2023 0
DONNER & REUSCHEL Luxemburg S.A., Luxemburg 1.000 100 2023 1.175 *)
Donner & Reuschel Beteiligungsgesellschaft mbH, Hamburg 300 100 2023 -1
Donner & Reuschel Finanz-Service GmbH, München 250 100 2023 104
DONNER & REUSCHEL Grundstücksgesellschaft mbH, München 25 100 2023 0
Donner & Reuschel Verwaltungs GmbH, München (i.L.) 0 100 2023 0
DONNER & REUSCHEL Grundstücksgesellschaft Friedrich 18 AG & Co. KG, München 66.010 100 2023 990

*) vorläufig

In den Beteiligungen und Anteilen an verbundenen Unternehmen sind keine börsenfähigen Unternehmen enthalten. Ein Kommanditanteil von 0,1 % am Kapital der DONNER & REUSCHEL Grundstücksges., Friedrich18 AG & CO. KG, München, wird treuhänderisch von der DONNER & REUSCHEL Grundstücksgesellschaft mbH, München, für die DONNER & REUSCHEL AG gehalten. Die DONNER & REUSCHEL AG hält als Komplementär der DONNER & REUSCHEL Grundstücksges., Friedrich 18 AG & CO. KG, München 99,9 % der Anteile.

Das Treuhandvermögen enthält Forderungen an Kunden in Höhe von 1,4 Mio. Euro (Vorjahr 1,6 Mio. Euro).

Anlagenspiegel

Anschaffungskosten
01.01.2023
Tsd. Euro
Zugänge
Tsd. Euro
Abgänge
Tsd. Euro
31.12.2023
Tsd. Euro
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 696.292 319.146 55.646 959.792
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 4.500 0 0 4.500
Beteiligungen 1.549 0 0 1.549
Anteile an verbundenen Unternehmen 76.858 0 314 76.544
Grundstücke und Gebäude 4 0 0 4
Betriebs- und Geschäftsausstattung 21.548 1.213 143 22.618
Betriebs- und Geschäftsausstattung im Bau 59 0 59 0
Geschäfts- und Firmenwert 9.431 0 0 9.431
immaterielle Anlagegüter 31.636 158 0 31.794
immaterielle Anlagegüter im Bau 515 110 0 625
842.392 320.627 56.162 1.106.858
Abschreibungen
01.01.2023
Tsd. Euro
Abschreibungen
Tsd. Euro
Zuschreibungen
Tsd. Euro
31,12.2023
Tsd. Euro
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 23.826 966 0 24.792
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 2.500 560 0 3.060
Beteiligungen 31 13 0 44
Anteile an verbundenen Unternehmen 1.229 0 0 1.229
Grundstücke und Gebäude 0 0 0 0
Betriebs- und Geschäftsausstattung 13.010 1.452 14.462
Betriebs- und Geschäftsausstattung im Bau 0 0 0 0
Geschäfts- und Firmenwert 7.702 629 0 8.331
immaterielle Anlagegüter 13.004 2.860 0 15.864
immaterielle Anlagegüter im Bau 0 0 0 0
61.301 6.480 0 67.781
Sonstiges Restbuchwerte
31.12.2023
Tsd. Euro
31.12.2023
Tsd. Euro
Vorjahr
Tsd. Euro
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 644 935.644 672.467
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 0 1.440 2.000
Beteiligungen 0 1.505 1.519
Anteile an verbundenen Unternehmen 0 75.315 75.629
Grundstücke und Gebäude 0 4 4
Betriebs- und Geschäftsausstattung 0 8.156 8.538
Betriebs- und Geschäftsausstattung im Bau 0 0 59
Geschäfts- und Firmenwert 0 1.100 1.729
immaterielle Anlagegüter 0 15.930 18.632
immaterielle Anlagegüter im Bau 0 625 515
644 1.039.720 781.092

Bei den Schuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapiere, die wie Anlagevermögen bewertet werden, sind Anleihen mit einem Buchwert von 820,5 Mio. Euro (Vorjahr 536,3 Mio. Euro) in Bewertungseinheiten. Die kumulierten Abschreibungen bei den Anteilen an verbundenen Unternehmen sind ausschließlich außerplanmäßig.

Die DONNER & REUSCHEL AG hat im Geschäftsjahr 2020 die DONNER & REUSCHEL Grundstücksges., Friedrich 18 AG & CO. KG, ein verbundenes Unternehmen gegründet. Die DONNER & REUSCHEL hält 99,9 % der Anteile an der DONNER & REUSCHEL Grundstücksges., Friedrich18 AG & CO. KG. Ein Kommanditanteil von 0,1 % am Kapital der DONNER & REUSCHEL Grundstücksges., Friedrich 18 AG & CO. KG, München, wird treuhänderisch von der DONNER & REUSCHEL Grundstücksgesellschaft mbH, München, für die DONNER & REUSCHEL AG gehalten. In diese Grundstücksgesellschaft hat die DONNER & REUSCHEL AG mit notariellem Einlagevertrag vom 25. November 2020 das Grundstück Friedrichstraße 18, München, mitsamt dem aufstehenden Gebäude eingelegt.

Immaterielle Vermögensgegenstände - Kundenstamm

Darüber hinaus hat die DONNER & REUSCHEL AG im Geschäftsjahr 2020 den Bereich der Vermögenverwaltung von Joh. Berenberg, Gossler & Co. KG übernommen. Hierbei hat die Bank den übernommenen Kundenstamm als immateriellen Vermögensgegenstand zu Anschaffungskosten in Höhe von 10,4 Mio. Euro aktiviert. Die von der Bank berechnete Nutzungsdauer von 10 Jahren für diesen Kundenstamm orientiert sich an der ermittelten durchschnittlichen Nutzungsdauer und der hieraus resultierenden Deckungsbeiträge.

Geschäfts- oder Firmenwert

Die Anschaffungskosten in Höhe von 9,4 Mio. Euro resultieren aus der Anwachsung der Reuschel & Co. Kommanditgesellschaft zum 01. Oktober 2010 und werden planmäßig über eine Nutzungsdauer von fünfzehn Jahren ab dem Anwachsungszeitpunkt abgeschrieben. Die von der Bank berechnete Nutzungsdauer orientiert sich an der ermittelten durchschnittlichen Kundenbindung und den daraus resultierenden Deckungsbeiträgen im Geschäft mit vermögenden Privatkunden, dass die Geschäftstätigkeit der Reuschel & Co. Kommanditgesellschaft charakterisierte und nun für die Bank ein entsprechendes Nutzenpotential verkörpert.

Sonstige Vermögensgegenstande

Die wesentlichen Einzelposten sind insbesondere Forderungen aus einer Treuhandzahlung (1,9 Mio. Euro, Vorjahr 1,9 Mio. Euro), Forderungen an das Finanzamt (2,8 Mio. Euro, Vorjahr 0,02 Mio. Euro), antizipative Rechnungsabgrenzungen (7,5 Mio. Euro, Vorjahr 9,1 Mio. Euro) und Devisenausgleichsposten aus der Währungsumrechnung (53,5 Mio. Euro, Vorjahr 60,8 Mio. Euro).

Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten

In dem Rechnungsabgrenzungsposten sind weit überwiegend Unterschiedsbeträge nach § 340e Abs. 2 Satz 3 HGB in Höhe von 6,9 Mio. Euro (Vorjahr 0 Mio. Euro) aus dem Erwerb von Schuldscheindarlehen über pari enthalten.

Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung

Zur Insolvenzsicherung der Wertguthaben aus Altersteilzeitverpflichtungen gemäß § 8a Altersteilzeitgesetz hielten wir im Vorjahr verpfändete Wertpapiere. Diese wurden gemäß § 246 Abs. 2 i. V. m. § 253 Abs. 1 S.4 HGB mit ihrem Zeitwert bewertet und mit dem Teil der Rückstellung für Altersteilzeitverpflichtungen verrechnet, der für den Erfüllungsrückstand eingerichtet war. Der letzte Altersteilzeitvertrag ist im Jahr 2022 ausgelaufen. Ein aktivischer Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung ergab sich daher im Geschäftsjahr 2023 nicht mehr (Vorjahr 70 Tsd. Euro).

Echte Pensionsgeschäfte

Zum Bilanzstichtag hat die Bank - wie im Vorjahr - kein Pensionsgeschäft im Bestand.

Treuhandverbindlichkeiten

Die Treuhandverbindlichkeiten enthalten Verbindlichkeiten gegenüber Kunden in Höhe von 1,4 Mio. Euro (Vorjahr 1,6 Mio. Euro).

Sonstige Verbindlichkeiten

Ausgewiesen werden insbesondere Verpflichtungen gegenüber den Finanzbehörden über 3,4 Mio. Euro (Vorjahr 3,1 Mio. Euro) und der Devisenausgleichsposten aus der Währungsumrechnung in Höhe von 55,2 Mio. Euro (Vorjahr 62,8 Mio. Euro).

Passiver Rechnungsabgrenzungsposten

In dem Rechnungsabgrenzungsposten auf der Passivseite ist ein Unterschiedsbetrag gemäß § 340e Abs. 2 Satz 2 HGB von 1,6 Mio. Euro (Vorjahr 0,3 Mio. Euro) enthalten. Der Anstieg gegenüber dem Vorjahr ist auf den Erwerb von Schuldscheindarlehen unter pari zurückzuführen.

Verrechnung von Vermögensgegenständen und Schulden

Aufgrund des Verrechnungsgebots des § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB werden Deckungsvermögen mit Altersversorgungsverpflichtungen saldiert und wie folgt verrechnet:

31.12.2023
Tsd. Euro
Vorjahr
Tsd. Euro
Anschaffungskosten Deckungsvermögen 444 506
Zeitwert Deckungsvermögen 444 506
Erfüllungsbetrag Pensions- und Altersteilzeitverpflichtungen 65.022 63.864
Mit Erträgen von Deckungsvermögen verrechnete Altersversorgungsaufwendungen 14 14
Mit Altersversorgungsaufwendungen verrechnete Erträge von Deckungsvermögen 1 26

Die Rückstellungen im Rahmen der Altersvorsorge werden nach Saldierung mit dem Deckungsvermögen mit 64,6 Mio. Euro (Vorjahr 63,4 Mio. Euro) ausgewiesen. Den Verrechnungen liegen Rückdeckungsversicherungsvereinbarungen über 0,4 Mio. Euro (Vorjahr 0,5 Mio. Euro) zugrunde.

Andere Rückstellungen

Hierbei handelt es sich im Wesentlichen um Rückstellungen aus dem Personalbereich (6,0 Mio. Euro, Vorjahr 2,6 Mio. Euro), für Rückstellungen im Kreditgeschäft (5,3 Mio. Euro, Vorjahr 0,9 Mio. Euro), für ausstehende Rechnungen (5,0 Mio. Euro, Vorjahr 4,6 Mio. Euro) sowie Drohverlustrückstellungen für den ineffektiven Teil aus den Sicherungsbeziehungen (1,1 Mio. Euro, Vorjahr 0,8 Mio. Euro)

Nachrangige Verbindlichkeiten

Die Bank hat nachrangige Darlehen in Höhe von 129,4 Mio. Euro (Vorjahr 104,4 Mio. Euro) aufgenommen. Im Jahr 2023 wurde eine nachrangige Inhaberschuldverschreibung über 25,0 Mio. Euro mit unbefristeter Laufzeit begeben.

Nominalbetrag
Tsd. Euro
Zinssatz
in %
Fällig am
30.000 6,25 unbefristet
30.000 7,00 unbefristet
25.000 11,00 unbefristet
20.000 4,36 12.09.2033
24.400 3,00 04.01.2029

Die Bedingungen für die nachrangigen Verbindlichkeiten entsprechen Artikel 63 der Capital Requirements Regulation. Eine vorzeitige Rückzahlungsverpflichtung kann nicht entstehen. Umwandlungen in Kapital oder in eine andere Schuldform sind nicht vereinbart. Bei dem Contingent Convertible Bond sehen die Anleihebedingungen vor, dass eine Herabschreibung der Anleihe vorgenommen wird, wenn die harte Kernkapitalquote auf Einzelinstituts- oder Institutsgruppenebene unter 5,125 % fällt.

Die Nominalwerte der nachrangigen Verbindlichkeiten betragen 129,4 Mio. Euro; die anteiligen Zinsen belaufen sich auf 2,8 Mio. Euro (Vorjahr 104,4 Mio. Euro zuzüglich 2,0 Mio. Euro abgegrenzte Zinsen). Im Geschäftsjahr beläuft sich der Zinsaufwand für nachrangige Verbindlichkeiten auf 7,4 Mio. Euro (Vorjahr 5,8 Mio. Euro).

Fonds für allgemeine Bankrisiken

Die Zuführung zu dem Sonderposten Fonds für allgemeine Bankrisiken gemäß § 340g HGB ist gemäß § 340e Abs. 4 HGB bis zu einer Höhe von mindestens 50 % des Durchschnitts der letzten fünf jährlichen Nettoerträge des Handelsbestands vorgeschrieben. Von dem Sonderposten in Höhe von insgesamt 7,4 Mio. Euro (Vorjahr 7,4 Mio. Euro) sind somit insgesamt 0,6 Mio. Euro (Vorjahr 0,2 Mio. Euro) gebunden.

Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital (Grundkapital) von 20,5 Mio. Euro ist eingeteilt in 20.500 vinkulierte Namensaktien im Nennbetrag von je 1.000,00 Euro.

Alleinige Aktionärin ist die SIGNAL IDUNA Lebensversicherung a.G., Hamburg. Eine entsprechende Mitteilung gemäß § 20 Abs. 4 AktG liegt vor.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2023 hat die Alleinaktionärin eine Kapitalerhöhung in Höhe von 50 Mio. Euro durch Einzahlung in die Kapitalrücklage der DONNER & REUSCHEL AG durchgeführt.

Gemäß Beschluss der Hauptversammlung in ihrer Sitzung am 24. Mai 2023 wurden aus dem Bilanzgewinn des Vorjahres 0,5 Mio. Euro in die anderen Gewinnrücklagen eingestellt sowie der Restbetrag von 0,4 Tsd. Euro auf neue Rechnung vorgetragen.

Weitere Erläuterungen zur Bilanz

Zur Besicherung aller Ansprüche aus Offenmarkt-, EUREX- und besicherten Geldmarktgeschäften sowie zur Besicherung von derivativen Geschäften mit zentralen Gegenparteien, für die Abwicklung über Clearstream zur Sicherung von Erfüllungsrisiken und für Geschäfte mit der Kreditanstalt für Wiederaufbau wurden Anleihen und Schuldverschreibungen im Nennwert von insgesamt 425,4 Mio. Euro (Vorjahr 357,0 Mio. Euro 1 ) verpfändet. Bei den Forderungen an Kreditinstitute wurden zur Besicherung von derivativen OTC-Finanzinstrumenten und von derivativen Geschäften mit zentralen Gegenparteien insgesamt 15,3 Mio. Euro (Vorjahr 11,6 Mio. Euro 1 ) Bankengelder verpfändet.

1 Vorjahresvergleichszahl angepasst.

Eventualverbindlichkeiten

In den Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und Gewährleistungsverträgen sind Avale in Höhe von 41,4 Mio. Euro (Vorjahr 34,2 Mio. Euro) und Kreditderivate für gestellte Sicherheiten in Höhe von 18,1 Mio. Euro (im Vorjahr 9,4 Mio. Euro) enthalten. Die Haftung aus der Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten in Höhe von 38,9 Mio. Euro (Vorjahr 48,5 Mio. Euro) betrifft die Margin-Anforderungen für EUREX-Kundengeschäfte.

Zur Früherkennung von Risiken, die auch die Eventualverbindlichkeiten umfassen, werden diverse Risikofaktoren auf Kunden- und Engagementebene überwacht und insbesondere externe/interne Risikoklassifizierungsverfahren eingesetzt. Je nach Kundengruppe werden verschiedene Rating- und Scoringsysteme eingesetzt, um zu einer Bonitätseinstufung zu gelangen. Zudem werden über ein turnusmäßiges Monitoring die Ratingaktualität bzw. Ratingverschlechterung überwacht. Bei den Kreditderivaten ist die Bank Sicherheitengeber für Anleihen von Staaten, Finanzinstituten und Unternehmen der OECD. Aufgrund der guten Bonitäten und deren mindestens jährlichen Adressrisikoprüfungen schätzt die Bank eine Inanspruchnahme als gering ein.

Bei voraussichtlicher Inanspruchnahme aus Bürgschaften werden entsprechende Rückstellungen gebildet.

Andere Verpflichtungen

Die unwiderruflichen Kreditzusagen betreffen sonstige Buchkredite in Höhe von 25,1 Mio. Euro (Vorjahr 83,3 Mio. Euro).

Fremdwährungsposten

Auf Fremdwährung lautende Posten sind in den Vermögensgegenständen in Höhe von 137,4 Mio. Euro (Vorjahr 150,9 Mio. Euro) und in den Schulden in Höhe von 488,0 Mio. Euro (Vorjahr 601,4 Mio. Euro) enthalten.

4. ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

Aufgliederung der Erträge nach geographischen Märkten

Die im Geschäftsjahr erwirtschafteten Erträge wurden fast ausschließlich im Inland erzielt. Es wurden Zinserträge in Höhe von 2 Tsd. Euro (Vorjahr 0 Tsd. Euro) und sonstige betriebliche Erträge in Höhe von 1 Tsd. Euro (Vorjahr 0 Tsd. Euro) in Luxemburg erwirtschaftet.

Zinsergebnis

Die in den Zinserträgen enthaltenen negativen Zinsen von 0,01 Mio. Euro (Vorjahr 4,6 Mio. Euro) resultieren aus Kontokorrentkonten von Banken. Die auf Zinsaufwendungen entfallenden positiven Zinsen von 0,1 Mio. Euro (Vorjahr 16,6 Mio. Euro) sind auf Termingelder institutioneller Kunden sowie Privatkunden zurückzuführen.

Das Zinsergebnis enthält Einmalerträge aus dem Close Out von Zinsswaps in Höhe von 4,8 Mio. Euro (Vorjahr 8,8 Mio. Euro). Dadurch wird der zukünftige Zinsertrag belastet.

Provisionsergebnis

Die wesentlichen Komponenten der Verwaltungs- und Vermittlungsdienstleistungen sind die Vermögensverwaltung für Kunden (15,8 Mio. Euro, Vorjahr 16,5 Mio. Euro), das Depot- und Verwahrgeschäft (18,8 Mio. Euro, Vorjahr 18,3 Mio. Euro) und das Kommissionsgeschäft (20,4 Mio. Euro, Vorjahr 23,7 Mio. Euro).

Nettoertrag des Handelsbestands

Eine Zuführung zum Fonds für allgemeine Bankrisiken gemäß § 340e Abs. 4 HGB war im Geschäftsjahr nicht erforderlich.

Sonstige betriebliche Ertrage

Der Posten enthält Erträge aus der Auflösung von sonstigen Rückstellungen in Höhe von 1,0 Mio. Euro (Vorjahr 1,2 Mio. Euro).

Aus der Anwendung des § 340h HGB in Verbindung mit § 256a HGB ergibt sich ein Ertragsüberhang aus der Fremdwährungsumrechnung in Höhe von 0,2 Mio. Euro (Vorjahr 0,5 Mio. Euro), der in den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen wird.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die Position sonstige betriebliche Aufwendungen enthält 0,5 Mio. Euro (Vorjahr 1,6 Mio. Euro) Aufwendungen, die sich aus der Aufzinsung von Rückstellungen ergeben.

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag betreffen im Wesentlichen den laufenden Steueraufwand im aktuellen Veranlagungszeitraum. Im Steueraufwand sind in Höhe von 1,0 Mio. Euro (Vorjahr 0,4 Mio. Euro) Steuererträge für frühere Jahre enthalten.

Erträge aus der Auflösung des Fonds für allgemeine Bankrisiken

Im Geschäftsjahr 2023 hat Donner & Reuschel aus dem Fonds für allgemeine Bankrisiken nach §340g HGB 0,0 Mio. Euro (Vorjahr 1,0 Mio. Euro) aufgelöst.

Country by Country Reporting

Im Rahmen der Umsetzung des Artikels 89 der EU-Richtlinie 2013/36 (Capital Requirements Directive, CRD IV) wurden in §26a KWG Angabepflichten zur länderbezogenen Aufgliederung bestimmter Informationen aufgenommen. Danach haben CRR-Institute aufgeschlüsselt nach Mitgliedsstaaten der Europäischen Union und Drittstaaten, in denen die Institute über Niederlassungen verfügen, folgende Angaben zum Jahresabschluss offenzulegen:

Firmenbezeichnung: DONNER & REUSCHEL Aktiengesellschaft

Art der Tätigkeit: Kreditinstitut

Geografische Lage der Niederlassungen: Inland, Luxemburg

Deutschland Luxemburg Gesamt
Umsatzerlöse 187.350.527,33 -22.040,81 187.328.486,52
Anzahl der Lohn- und Gehaltsempfänger 529 6 535
Gewinn vor Steuern 1) 12.040.387,82 -1.295.495,66 10.744.892,16
Steuern auf Gewinn 2.418.281,66 0,00 2.418.281,66
erhaltene öffentliche Beihilfen keine keine keine

1) Gewinn vor Steuern umfasst alte Aufwendungen und Erträge außer Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sowie Sonstige Steuern.

Die DONNER & REUSCHEL Aktiengesellschaft unterhält seit dem 01.01.2021 eine Niederlassung in Luxemburg. Die in der obigen Tabelle dargestellten Werte beziehen sich jeweils auf das Geschäftsjahr 2023.

5. SONSTIGE ANGABEN

Am Bilanzstichtag bestanden folgende derivative Finanzinstrumente:

Handelsbestand

Derivative Geschäfte Volumen Nominalwerte 31.12.2023
Tsd. Euro
Marktwerte positiv 31.12.2023
Tsd. Euro
Marktwerte negativ 31.12.2023
Tsd. Euro
Nominalwerte Vorjahr
Tsd. Euro
Marktwerte positiv Vorjahr
Tsd. Euro
Marktwerte negativ Vorjahr
Tsd. Euro
Währungsrisiken
Devisentermingeschäfte 0 0 0 235.667 14.018 13.985
Summe 0 0 0 235.667 14.018 13.985

Die Marktwerte entsprechen den Buchwerten und werden im Handelsbestand ausgewiesen.

Nichthandelsbestand

Derivative Geschäfte Volumen Nominalwerte 31.12.2023
Tsd. Euro
Marktwerte positiv 31.12.2023
Tsd. Euro
Marktwerte negativ 31.12.2023
Tsd. Euro
Nominalwerte Vorjahr
Tsd. Euro
Marktwerte positiv Vorjahr
Tsd. Euro
Marktwerte negativ Vorjahr
Tsd. Euro
Zinsrisiken
Zinsswaps 4.219.011 71.110 38.265 3.470.204 117.271 46.422
Zinsoptionen
Käufe (long) 0 0 0 0 0 0
Verkäufe (short) 0 0 0 0 0 0
Zinsrisiken, gesamt 4.219.011 71.110 38.265 3.470.204 117.271 46.422
Währungsrisiken
Devisentermingeschäfte, -swaps 5.247.958 51.223 52.821 5.290.291 69.426 72.574
Währungsrisiken, gesamt 5.247.958 51.223 52.821 5.290.291 69.426 72.574
Aktien- und sonstige Preisrisiken
Sonstige Termingeschäfte
Zinswährungsswaps 0 0 0 0 0 0
Aktien- und sonstige Preisrisiken, gesamt 0 0 0 0 0
Summe 9.466.969 122.333 91.086 8.760.495 186.697 118.996

Die Derivate im Nichthandelsbestand dienen ausschließlich der Sicherung von Zins- und Währungsrisiken.

Kontrahentengliederung des Handels- und Nichthandelsbestands

Derivative Geschäfte Kontrahentengliederung Nominalwerte 31.12.2023
Tsd. Euro
Marktwerte positiv 31.12.2023
Tsd. Euro
Marktwerte negativ 31.12.2023
Tsd. Euro
Nominalwerte Vorjahr
Tsd. Euro
Marktwerte positiv Vorjahr
Tsd. Euro
Marktwerte negativ Vorjahr
Tsd. Euro
Banken in der OECD 7.140.022 103.573 59.254 6.506.764 176.283 74.840
Banken außerhalb der OECD 0 0 0 0 0 0
Öffentliche Stellen in der OECD 0 0 0 0 0 0
Sonstige Kontrahenten 2.326.947 18.760 31.832 2.489.398 24.432 58.141
Gesamt 9.466.969 122.333 91.086 8.996.162 200.715 132.981

Die Marktwerte der Handelsbuchderivate entsprechen den Buchwerten und werden im Handelsbestand ausgewiesen.

Fristengliederung des Handels- und Nichthandelsbestands

Nominalwerte nach Restlaufzeiten Zinsrisiken Währungsrisiken Aktien und sonstige Preisrisiken
31.12.2023
Tsd. Euro
Vorjahr
Tsd. Euro
31.12.2023
Tsd. Euro
Vorjahr
Tsd. Euro
31.12.2023
Tsd. Euro
Vorjahr
Tsd. Euro
bis drei Monate 523.679 697.954 3.738.611 3.772.378 0 0
mehr als drei Monate bis ein Jahr 1.300.166 1.034.661 1.396.383 1.456.407 0 0
mehr als ein Jahr bis fünf Jahre 1.526.988 1.108.424 112.964 297.173 0 0
mehr als fünf Jahre 868.178 629.165 0 0 0 0
Restlaufzeiten, Gesamt 4.219.011 3.470.204 5.247.958 5.525.958 0 0

Die Marktwerte der Handelsbuchderivate entsprechen den Buchwerten und werden im Handelsbestand ausgewiesen.

Buchwerte von derivativen Finanzinstrumenten des Nichthandelsbestands

Derivate des Nichthandelsbestands werden als schwebende Geschäfte grundsätzlich nicht bilanziert. Für Devisengeschäfte werden bilanzielle Ausgleichsposten erfasst. Per 31. Dezember 2023 beträgt der in den Sonstigen Vermögensgegenständen erfasste Ausgleichsposten 53,5 Mio. Euro (Vorjahr 60,8 Mio. Euro) und der in den Sonstigen Verbindlichkeiten erfasste Ausgleichsposten 55,2 Mio. Euro (Vorjahr 62,8 Mio. Euro). Für derivative Finanzinstrumente außerhalb des Handelsbestands, bei denen eine effektive Sicherungsbeziehung nicht nachweisbar war, wurden Drohverlustrückstellungen in Höhe von 1,1 Mio. Euro (Vorjahr 0,8 Mio. Euro) gebildet. Daneben werden gezahlte Upfront-Zahlungen im aktiven Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von 0,1 Mio. Euro (Vorjahr 0,0 Mio. Euro) sowie erhaltene Upfront-Zahlungen in Höhe von 0,5 Mio. Euro (Vorjahr 0,9 Mio. Euro) im passiven Rechnungsabgrenzungsposten ausgewiesen.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es besteht eine quotale Eventualhaftung für die Erfüllung der Nachschusspflicht anderer dem Bundesverband deutscher Banken e. V. angehörenden Mitglieder. Über die SIGNAL IDUNA Versorgungskasse bestehen mittelbare Pensionsverpflichtungen per 31. Dezember 2023 in Höhe von 25,0 Mio. Euro (Vorjahr 26,3 Mio. Euro). Im Rahmen des Wahlrechts nach Art. 28 Abs. 1 Satz 2 EGHGB bildet die Gesellschaft hierfür keine Rückstellungen. Der Fehlbetrag aus diesen Versorgungsverpflichtungen betrug zum Bilanzstichtag 12,8 Mio. Euro (Vorjahr 12,3 Mio. Euro). Dieser Fehlbetrag ermittelt sich aus der Pensionsverpflichtung für die betroffenen Pensionszusagen abzüglich des Kassenvermögens der Versorgungskasse sowie der für diese Verpflichtungen bilanziell verbleibenden Rückstellung und ist nicht aufwandswirksam zu erfassen. Ferner bestehen wesentliche Miet- und Serviceverträge mit einem Volumen von insgesamt 29,3 Mio. Euro (Vorjahr 29,9 Mio. Euro).

Nachtragsbericht

Die Bank hat Ende Dezember 2023 ein Anhörungsschreiben zur Festlegung künftiger Kapitalzuschläge (SREP) von der Bankenaufsicht erhalten. Gemäß der Anhörung ergibt sich für Zinsänderungsrisiken ein unveränderter Kapitalzuschlag von 0 % sowie für weitere wesentliche Risiken eine Erhöhung um 0,5 % auf 1,0 %. Der individuelle Kapitalzuschlag aufgrund der Ergebnisse einer durchgeführten Prüfung nach § 44 Abs. 1 Satz 2 KWG blieb unverändert. Die vorgesehene Anpassung des Zuschlags für weitere wesentliche Risiken ist auf Feststellungen aus dem Wirtschaftsprüfungsbericht 2022 zum Themenfeld Geldwäscheprävention zurückzuführen. Die Bank hat im abgelaufenen Geschäftsjahr die Feststellungen nahezu abgearbeitet und der Aufsicht gemeldet. Des Weiteren wurde durch die Aufsicht eine Sonderprüfung nach § 44 Abs. 1 Satz 2 KWG zu diesem Themengebiet durchgeführt. Diese Prüfung hat bestätigt, dass die Bank wesentliche Fortschritte auf diesem Feld erzielt hat. Auf dieser Grundlage hat die Bank im Rahmen der Anhörung nach § 28 VwVfG Anfang 2024 Stellung bezogen. Das Ergebnis war zum Zeitpunkt der Aufstellung des Jahresabschlusses noch offen. Die Erhöhung wurde bereits in der Planung berücksichtigt und führt zu keinen weiteren Maßnahmen.

Hinweis zum Offenlegungsbericht

Gemäß Artikel 431 bis 455 der Capital Requirements Regulation offenzulegende Inhalte sind zum Teil im Lagebericht enthalten. Wir beabsichtigen die weiteren Angaben in einem separaten Offenlegungsbericht zu machen und auf unserer Homepage zu veröffentlichen.

Offenlegung der Kapitalrendite

Die Kapitalrendite ist der Quotient aus Nettogewinn (=Jahresüberschuss nach Steuern) und Bilanzsumme und gemäß § 26a Abs. 1 Satz 4 KWG im Jahresabschluss offenzulegen. Im Geschäftsjahr beträgt die Kapitalrendite 0,15 % (Vorjahr -0,01 %).

Globale Mindestbesteuerung

Die Gesellschaft ist Bestandteil einer Mindeststeuergruppe (§ 3 MinStG). Gruppenträger der Mindeststeuergruppe ist die SIGNAL IDUNA Lebensversicherung a. G.. Der Gruppenträger wird die Übergangsregelung bei untergeordneter internationaler Tätigkeit (§ 83 MinStG) in Anspruch nehmen. Hierdurch ergibt sich in den ersten fünf Jahren eine Befreiung von der Mindeststeuer.

Gesamthonorar Abschlussprüfer

Die KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft hat den Jahresabschluss der Donner & Reuschel AG geprüft. Darüber hinaus war der Abschlussprüfer beauftragt, die WpHG-Prüfung und die Prüfung der Verwahrstellenfunktion durchzuführen. Ferner wurden Qualitätssicherungen im Zusammenhang mit der Abarbeitung von Feststellungen aus einer im Vorjahr erfolgten Sonderprüfung gemäß § 44 KWG vorgenommen.

Auf die Angaben über das von dem Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar gemäß § 285 Nr. 17 HGB wurde verzichtet, da die Angaben im Konzernabschluss der SIGNAL IDUNA Lebensversicherung a.G., Hamburg enthalten sind.

Mitarbeiter

Im Jahresdurchschnitt waren bei der Bank 258 (Vorjahr 249) weibliche Mitarbeiter und 316 (Vorjahr 307) männliche Mitarbeiter beschäftigt, Auszubildende sind darin nicht enthalten.

Vorstand

Marcus Vitt (Sprecher), Hamburg

Alternative Investments & Immobilienkunden, Asset Management, Capital Markets & Institutionelle Kunden, Kunden- und Qualitätsmanagement, Personal, Private Banking und Unternehmerkunden, Vorstandsstab & strategische Unternehmensentwicklung

Uwe Krebs, München (bis 31. August 2023)

Interne Dienstleistungen, Revision, Finanzen und Beteiligungsmanagement, Risikocontrolling und Meldewesen

Dr. Philip Marx, Hamburg (ab 1. Januar 2024)

Finanzen und Beteiligungsmanagement, Governance & ESG, Recht, Revision, Risikocontrolling und Meldewesen

Dominic Rosowitsch, München (ab 1. Mai 2023)

Informationstechnologie, Interne Dienstleistungen, Marktfolge Kredit, Organisation

Mandate in gesetzlich zu bildenden Aufsichtsgremien

Mandate in gesetzlich zu bildenden Aufsichtsgremien von großen Kapitalgesellschaften gemäß § 340a Abs. 4 Nr. 1 HGB liegen nicht vor.

Aufsichtsrat

Dipl.-Kfm. Martin Berger, Dortmund

Mitglied des Vorstands der SIGNAL IDUNA Gruppe

- Vorsitzender -

Dr. Karl-Josef Bierth, Dortmund (bis 8. Dezember 2023)

Mitglied des Vorstands der SIGNAL IDUNA Gruppe

- stellvertretender Vorsitzender -

Dr. Stefan Lemke, Dortmund (ab 8. Dezember 2023)

Mitglied des Vorstands der SIGNAL IDUNA Gruppe

- stellvertretender Vorsitzender -

Renate Braun, Passau

Vorsitzende des Vorstands der Sparkasse Passau, i.R.

Rainer Grimm, München

Vorsitzender des Gesamtbetriebsrats der DONNER & REUSCHEL Aktiengesellschaft

Jens Hansen, Hamburg

Bankfachwirt

Dr. Kristina Leffler, München

Rechtsanwältin

Dipl. Ökonom Corinna Linner, Baldham

Wirtschaftsprüfer

Susanne Pöllot, München

Mitglied des Betriebsrats der DONNER & REUSCHEL Aktiengesellschaft

Georg Weith, München

Kundenbetreuer Private Banking und Unternehmerkunden Süd der DONNER & REUSCHEL Aktiengesellschaft

Gesamtbezüge des Vorstands und des Aufsichtsrats, gewährte Kredite

Die im Geschäftsjahr gewährten Gesamtbezüge der Mitglieder des Vorstands betrugen 1,5 Mio. Euro (Vorjahr 1,4 Mio. Euro), die der Mitglieder des Aufsichtsrats 144 Tsd. Euro (Vorjahr 144 Tsd. Euro).

Ehemalige Komplementäre, Vorstandsmitglieder und ihre Witwen erhielten von der Bank wie im Vorjahr keine Bezüge. Für diesen Personenkreis beträgt die Pensionsrückstellung 3,3 Mio. Euro (Vorjahr 1,5 Mio. Euro).

Zum Bilanzstichtag bestehen Kredite an Vorstandsmitglieder in Höhe von 0,03 Mio. Euro (Vorjahr 0,1 Mio. Euro). An Aufsichtsratsmitglieder bestehen - wie im Vorjahr - keine Kredite.

Angabe zu Firma, Sitz, Registergericht, Handelsregister

Die DONNER & REUSCHEL Aktiengesellschaft hat ihren Sitz in Hamburg und wird beim Amtsgericht Hamburg unter dem Handelsregister HRB 56747 geführt.

Konzernabschluss

Der Jahresabschluss der DONNER & REUSCHEL Aktiengesellschaft zum 31. Dezember 2023 wird in den Konzernabschluss 2023 der SIGNAL IDUNA Lebensversicherung a.G., Hamburg, einbezogen.

Der Konzernabschluss wird im Unternehmensregister veröffentlicht. Auf die Erstellung und Veröffentlichung eines Konzernabschlusses der DONNER & REUSCHEL Aktiengesellschaft wird gemäß § 291 HGB (befreiende Wirkung des Konzernabschlusses des Mutterunternehmens) verzichtet.

Gewinnverwendungsvorschlag

Sofern der Aufsichtsrat in seiner Sitzung am 10. April 2024 über die Gewinnverwendung entsprechend beschließt, werden Vorstand und Aufsichtsrat der Hauptversammlung folgende Verwendung des Bilanzgewinns von 8.326.995,90 Euro vorschlagen:

Gewinnausschüttung von 0,00 Euro

Einstellung in die Gewinnrücklagen von 8.320.000,00 Euro

Gewinnvortrag von 6.995,90 Euro auf neue Rechnung

 

Hamburg, den 28. März 2024

DONNER & REUSCHEL Aktiengesellschaft

Marcus Vitt

Dr. Philip Marx

Dominic Rosowitsch

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die DONNER & REUSCHEL Aktiengesellschaft, Hamburg

Vermerk über die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der DONNER & REUSCHEL Aktiengesellschaft, Hamburg, -bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der DONNER & REUSCHEL Aktiengesellschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Die Erklärung zur Unternehmensführung, die in Abschnitt 1.3 Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) des Lageberichts enthalten ist, haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Institute geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Lagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der oben genannten Erklärung zur Unternehmensführung.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden "EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des Jahresabschlusses

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.

ANGEMESSENHEIT DER EINZELWERTBERICHTIGUNGEN AUF FORDERUNGEN AN KUNDEN

Zu den angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden der DONNER & REUSCHEL Aktiengesellschaft verweisen wir auf den Anhang der Gesellschaft, Abschnitt 2. Weitere Angaben zur Risikovorsorge finden sich im Lagebericht der DONNER & REUSCHEL Aktiengesellschaft in den Abschnitten 2.3 und 3.

DAS RISIKO FÜR DEN ABSCHLUSS

Die DONNER & REUSCHEL Aktiengesellschaft weist im Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 im Zusammenhang mit dem betriebenen Kreditgeschäft Forderungen an Kunden in Höhe von EUR 2.202,3 Mio aus. Dies entspricht 40,7 % der Bilanzsumme. Zur Risikovorsorge für akute Ausfallrisiken im Kreditgeschäft hat die Bank zum 31. Dezember 2023 Einzelwertberichtigungen gebildet.

Die Ermittlung der Höhe der erforderlichen Einzelwertberichtigungen ist ermessensbehaftet und erfordert zukunftsorientierte Schätzungen über die erwarteten Rückflüsse aus Zins- und Tilgungsansprüchen bzw. über die erwarteten Zahlungsströme aus der Verwertung der gestellten Kreditsicherheiten unter Berücksichtigung der voraussichtlichen Entwicklung von wesentlichen wertbestimmenden Annahmen und Parametern.

Fehlerhafte Annahmen und Parameter bei der Ermittlung der erwarteten Zahlungsströme oder bei der Verwertung gestellter Kreditsicherheiten können dazu führen, dass die Forderungen unzutreffend bewertet sind und somit den Adressenausfallrisiken nicht in angemessener Höhe Rechnung getragen wird. Vor diesem Hintergrund war es für unsere Prüfung von besonderer Bedeutung, dass die wesentlichen wertbestimmenden Annahmen und Parameter im Einklang mit den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen getroffen werden.

UNSERE VORGEHENSWEISE IN DER PRÜFUNG

Basierend auf unserer Risikoeinschätzung und der Beurteilung der Fehlerrisiken haben wir unser Prüfungsurteil sowohl auf kontrollbasierte Prüfungshandlungen als auch auf aussagebezogene Prüfungshandlungen gestützt.

Im Rahmen der kontrollbasierten Prüfungshandlungen haben wir den Aufbau und die Implementierung sowie die Wirksamkeit von relevanten Kontrollen beurteilt, die die Bank zur Sicherstellung der Angemessenheit der Höhe der Einzelwertberichtigungen auf Forderungen an Kunden eingerichtet hat.

Insbesondere anhand einer unter Wesentlichkeits- und Risikogesichtspunkten bestimmten bewussten Auswahl von Einzelengagements haben wir die Angemessenheit der ermittelten Einzelwertberichtigungen auf Forderungen an Kunden überprüft. Dabei haben wir schwerpunktmäßig die angemessene Schätzung der zu erwartenden Zahlungsströme unter Berücksichtigung der voraussichtlichen Entwicklung von wesentlichen wertbestimmenden Annahmen und Parametern überprüft. Hierzu zählt insbesondere die Überprüfung der angemessenen Berücksichtigung der voraussichtlich erzielbaren Sicherheitenwerte.

UNSERE SCHLUSSFOLGERUNGEN

Die der Ermittlung der Höhe der Einzelwertberichtigungen auf Forderungen an Kunden zugrunde gelegten wesentlichen wertbestimmenden Annahmen und Parameter wurden sachgerecht bestimmt und stehen im Einklang mit den für die Bemessung von Einzelwertberichtigungen anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die Erklärung zur Unternehmensführung, die in Abschnitt 1.3 Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) des Lageberichts enthalten ist.

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zu den inhaltlich geprüften Lageberichtsangaben oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Falls wir auf Grundlage der von uns durchgeführten Arbeiten zu dem Schluss gelangen, dass eine wesentliche falsche Darstellung dieser sonstigen Informationen vorliegt, sind wir verpflichtet, über diese Tatsache zu berichten. Wir haben in diesem Zusammenhang nichts zu berichten.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Institute geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

Wir geben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihnen alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und sofern einschlägig, die zur Beseitigung von Unabhängigkeitsgefährdungen vorgenommenen Handlungen oder ergriffenen Schutzmaßnahmen.

Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Jahresabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus.

Sonstige gesetzliche und andere rechtliche Anforderungen

Übrige Angaben gemäß Artikel 10 EU-APrVO

Wir wurden von der Hauptversammlung am 24. Mai 2023 als Abschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 27. September 2023 vom Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind ununterbrochen seit dem Geschäftsjahr 2019 als Abschlussprüfer der DONNER & REUSCHEL Aktiengesellschaft tätig.

Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 EU-APrVO (Prüfungsbericht) in Einklang stehen.

Verantwortlicher Wirtschaftsprüfer

Der für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Gunnar Brandt.

 

Hamburg, den 4. April 2024

KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. Brandt, Wirtschaftsprüfer

gez. Lüke, Wirtschaftsprüferin

Bericht des Aufsichtsrates

Der Aufsichtsrat und seine Ausschüsse haben während des Geschäftsjahres 2023 die ihnen durch Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung übertragenen Aufgaben wahrgenommen und den Vorstand der Bank laufend überwacht und beraten. Als Ausschüsse sind ein Kreditausschuss und ein Prüfungsausschuss aus der Mitte des Aufsichtsrates gebildet.

Bei allen wesentlichen Entscheidungen war der Aufsichtsrat unmittelbar und frühzeitig eingebunden. Der Vorstand berichtete dem Aufsichtsrat umfassend und zeitnah über die wesentlichen Entwicklungen der Bank, insbesondere über die Liquiditäts-, Vermögens-, Risiko- und Ertragslage als auch die Kommunikation mit der BaFin, der Deutschen Bundesbank und der Einlagensicherung. Zustimmungsbedürftige Einzelgeschäfte hat der Vorstand dem Aufsichtsrat vorgelegt. Kredite von besonderer Bedeutung sind im Kreditausschuss mit dem Vorstand erörtert und genehmigt worden.

Der Aufsichtsrat hat im Jahr 2023 insgesamt sechsmal getagt, die Sitzung im Mai hat als hybride Sitzung, die Sitzungen im April und Juli haben als virtuelle Sitzungen und die Sitzungen im Februar, September und Dezember haben als Präsenzsitzungen stattgefunden. Schwerpunkte der Berichterstattung in den Sitzungen waren unter anderem

die Geschäftsstrategie und andere grundsätzliche Fragen der Unternehmensführung,

die Entwicklung der einzelnen Geschäftsfelder

die wirtschaftliche und finanzielle Entwicklung einschließlich der Ergebnis-, Risiko- und Kapital-Planung,

der Umsetzungsstand der Abarbeitung der Maßnahmen aus der im Jahr 2022 durchgeführten Prüfung gem. § 44 KWG (PAAR),

im Jahr 2023 durchgeführte Prüfung gem. § 44 KWG (Geldwäscheprävention),

das Risikomanagement, insbesondere mit Blick auf Adressenausfall-, Marktpreis-, Liquiditäts- und operationelle Risiken,

Compliance und Geldwäscheprävention,

Revisionsprüfungsplan und Prüfungsergebnisse,

aufsichtsrechtliche Entwicklungen, ihre Folgen sowie ihre Einhaltung durch die Bank,

Geschäfte und Ereignisse von wesentlicher Bedeutung,

Geschäftsverteilung sowie die

Ausgestaltung einer personellen Erweiterung des Vorstands.

Sitzung Februar 2023

Im Februar befasste sich der Aufsichtsrat ausführlich mit den Inhalten des Mitte Dezember eingegangenen Prüfungsberichts zu der Routineprüfung gem. § 44 KWG (PAAR) sowie dem von der BaFin gebilligten Maßnahmenplan der Bank im Zusammenhang mit der Abarbeitung der Prüfungsfeststellungen. Ferner wurden die vorläufigen Ergebniszahlen für das Jahr 2022, Überlegungen für eine Erhöhung des Kapitalausstattung durch den Gesellschafter, eine Erweiterung des Vorstandes sowie die Ergebnisse einer aufgrund der Einstufung als qualifiziertes, nicht bedeutendes Institut Ende 2022 durchgeführten Risk-Taker-Analyse erörtert.

Sitzung April 2023

In der Sitzung im April hat der Aufsichtsrat die Bestellung von Herrn Dominic Rosowitsch zum Mitglied des Vorstandes mit Wirkung zum 1. Mai 2023 beschlossen. Daneben befasste sich der Aufsichtsrat mit der Stärkung des Eigenkapitals sowie der Ankündigung einer Einlagensicherungsprüfung.

Sitzung Mai 2023

Der Kreditausschuss hat sich in seiner Sitzung mit dem Umsetzungsstand der Abarbeitung der Maßnahmen aus der Prüfung gem. § 44 KWG (PAAR) sowie mit der aktuellen Risikolage beschäftigt. In der Sitzung des Prüfungsausschusses wurden unter anderem der Jahresabschluss 2022 und die Ergebnisse der Jahresabschlussprüfung mit deren Prüfungsschwerpunkten in Anwesenheit der Wirtschaftsprüfer umfassend erörtert. Diese erläuterte dem Ausschuss die Key Audit Matters des uneingeschränkten Prüfungsvermerks. Es wurden die Überwachung der Qualität der Abschlussprüfung, der Jahresbericht der Internen Revision, der Jahresbericht Compliance und Geldwäscheprävention und der Risikobericht im Prüfungsausschuss vorgestellt und besprochen. Des Weiteren wurden die durch den Abschlussprüfer erbrachten Nichtprüfungsleistungen eingehend erörtert. Der Prüfungsausschuss empfahl die Prüfungsgesellschaft KPMG Aktiengesellschaft, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft dem Aufsichtsrat und der Hauptversammlung als Abschlussprüfer. Der Aufsichtsrat wurde in der anschließenden Aufsichtsratssitzung über die wesentlichen Inhalte der Ausschusssitzungen informiert. Der Vorstand stellte in der Sitzung den Jahresabschluss 2022 vor. Der Jahresabschlussprüfer erläuterte hierzu die wesentlichen Ergebnisse der Prüfung sowie die der Prüfungsschwerpunkte. Nach der Vorstandserläuterung zur aktuellen Geschäftsentwicklung sowie deren Diskussion erörterte der Aufsichtsrat den Umsetzungsstand der Abarbeitung der Maßnahmen aus der Prüfung gem. § 44 KWG (PAAR). Des Weiteren befasste sich der Aufsichtsrat mit aktuellen Themen des laufenden Geschäftsjahres, besprach die Ergebnisse der laufenden Überwachung der Eignung der Mitglieder der Geschäftsleitung sowie der Effizienzprüfung des Aufsichtsrates. Ferner erörterte der Aufsichtsrat den neuen Geschäftsverteilungsplan mit nunmehr drei Vorstandsmitgliedern.

Sitzung Juli 2023

Im Juli hat sich der Aufsichtsrat in seiner Sitzung eingehend mit dem von Herrn Krebs angestrebten vorzeitigen Ausscheiden und der Ausgestaltung einer personellen Nachbesetzung des Vorstands befasst.

Sitzung September 2023

Der Prüfungsausschuss befasste sich in seiner Sitzung mit dem Umsetzungsstand der Abarbeitung der Maßnahmen aus der Prüfung gem. § 44 KWG (PAAR). Weitere Themen waren die Prüfungsplanung für den Jahresabschluss 2023, der Prüfungsansatz des Wirtschaftsprüfers KPMG Aktiengesellschaft, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft und die Setzung von Prüfungsschwerpunkten. Des Weiteren wurde der Risikobericht und die jährliche Überprüfung der Umsetzung der Institutsvergütungsverordnung sowie der Abarbeitungsstand der Erkenntnisse aus dem Geldwäscheteil der Jahresabschlussprüfung 2022 behandelt. Daneben wurde der Prüfungsausschuss über die Neubesetzung der Bereichsleitung Interne Revision sowie die Ergebnisse der im Mai und Juni erfolgte ESF-Prüfung informiert. Ferner wurde dem Prüfungsausschuss über eine von der BaFin angekündigte dreitägige Prüfung gem. § 44 KWG zum Thema Geldwäscheprävention berichtet. Der Kreditausschuss hat in seiner Sitzung den Umsetzungsstand der Abarbeitung der Maßnahmen aus der Prüfung gem. § 44 KWG (PAAR) sowie die aktuelle Risikolage im Kreditgeschäft besprochen. Der Aufsichtsrat wurde in der anschließenden Aufsichtsratssitzung über die wesentlichen Inhalte der Ausschusssitzungen informiert und hat sich mit der aktuellen Geschäftsentwicklung, den Ergebnissen der im Mai und Juni erfolgten ESF-Prüfung, dem Abarbeitungsstand der Erkenntnisse aus dem Geldwäscheteil der Jahresabschlussprüfung 2022 und der von der BaFin angekündigten Prüfung gem. § 44 KWG zum Thema Geldwäscheprävention, der Abarbeitung der Maßnahmen aus der Prüfung gem. § 44 KWG (PAAR) sowie dem besonderen Fokus auf Capital Markets im Rahmen der Geschäftsstrategie befasst. Daneben wurde der Aufsichtsrat über die Neubesetzung der Bereichsleitung Interne Revision informiert. Ferner erfolgte eine Fortsetzung der Befassung mit der Ausgestaltung einer personellen Erweiterung des Vorstands sowie der Anpassung des Geschäftsverteilungsplans vor dem Hintergrund der veränderten personellen Zusammensetzung.

Sitzung im Dezember 2023

Im Dezember befasste sich der Aufsichtsrat in einer gesonderten Sitzung eingehend mit der Strategie der Bank. Der Prüfungsausschuss befasste sich in seiner Sitzung mit dem Umsetzungsstand der Abarbeitung der Maßnahmen aus der Prüfung gem. § 44 KWG (PAAR), den vorläufigen Ergebnissen der Prüfung gem. § 44 KWG zum Thema Geldwäscheprävention, den weiteren aktuell durchgeführten externen und internen Prüfungen sowie dem Quartalsbericht der internen Revision per 09.2023 mit Vorstellung der neuen Bereichsleitung Interne Revision.

Das langjährige Prüfungsausschussmitglied Herr Dr. Bierth legte sein Mandat aus Altersgründen zum 08.12.2023 nieder. Der Kreditausschuss besprach in seiner Sitzung die aktuelle Risikolage im Kreditgeschäft. Der Aufsichtsrat behandelte in der anschließenden Aufsichtsratssitzung unter anderem die aktuelle Geschäftslage inklusive Gesamtjahresausblick sowie die Geschäfts- und Kapitalplanung. Der Risikobericht wurde mit den Ergebnissen der Prüfungsausschuss- und Kreditausschusssitzung behandelt. Der Aufsichtsrat hat die Bestellung von Herrn Dr. Philip Marx zum Mitglied des Vorstandes mit Wirkung zum 1. Januar 2024 beschlossen und sich mit der Geschäftsverteilung befasst. Ferner erörterte der Aufsichtsrat den Umsetzungsstand der Abarbeitung der Maßnahmen aus der Prüfung gem. § 44 KWG (PAAR) sowie die Zusammensetzung des Aufsichtsrates. Des Weiteren wurde die White List für Beratungsleistungen gebilligt und es wurde ein Vorratsbeschluss für Personengeschäfte nach § 15 Abs. 6 KWG gefasst.

Zwischen den Sitzungen wurde der Aufsichtsrat bzw. dessen Vorsitzender vom Vorstand über wichtige Vorgänge unaufgefordert schriftlich, elektronisch und mündlich informiert.

Der Vorsitzende des Aufsichtsrates hat sich daneben fortlaufend über die aktuelle Geschäftsentwicklung, wesentliche Geschäftsvorfälle, anstehende bedeutende Entscheidungen sowie die wirtschaftliche und finanzielle Entwicklung der Bank persönlich unterrichten lassen. Hierzu haben regelmäßig ausführliche Gespräche mit dem Vorstand stattgefunden.

Dem Vorsitzenden des Aufsichtsrates wurden vom Vorstand zusätzlich die Protokolle der in der Regel wöchentlichen Vorstandssitzungen zur Verfügung gestellt. So konnte er sich neben der Berichterstattung ein Bild über die Unternehmensführung durch den Vorstand machen.

Der Vorstand hat den Aufsichtsrat im Wege einer gesonderten Berichterstattung über die Insolvenz des Partners Elinvar sowie die daraus resultierenden Folgen informiert. Dabei wurden die kurzfristig eingetretene Eskalation umfassend analysiert sowie geeignete Maßnahmen eingeleitet. Der Vorstand zeigte sich zuversichtlich, die Auswirkungen auf die strategischen Geschäftsfelder geringhalten bzw. auf optionale Services begrenzen zu können.

Insgesamt sieht der Aufsichtsrat die seitens des Vorstandes bestehenden gesetzlichen Informations- und Berichtspflichten als erfüllt an. Der Arbeit des Aufsichtsrates standen keine Interessenskonflikte im Wege.

Die von der Hauptversammlung des vergangenen Jahres zum Abschlussprüfer bestellte KPMG Aktiengesellschaft, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft hat den Jahresabschluss 2023 und den Lagebericht unter Einbeziehung der Buchführung geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen.

Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023, den Lagebericht sowie den Vorschlag für die Verwendung des Bilanzgewinns seinerseits geprüft. An der Abschlussbesprechung haben die verantwortlichen Wirtschaftsprüfer des Abschlussprüfers teilgenommen und zur Beantwortung von Fragen zur Verfügung gestanden. Der Aufsichtsrat nimmt das Ergebnis der Prüfung des Jahresabschlusses durch den Abschlussprüfer zustimmend zur Kenntnis.

Nach dem abschließenden Ergebnis der Prüfung des Aufsichtsrats sind Einwendungen nicht zu erheben. Der Aufsichtsrat billigt den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss 2023, der damit gemäß § 172 AktG festgestellt ist. Mit dem Vorschlag des Vorstandes zur Verwendung des Bilanzgewinns ist der Aufsichtsrat einverstanden.

Der Aufsichtsrat hat außerdem den Vorstandsbericht über die Beziehungen der DONNER & REUSCHEL Aktiengesellschaft zu verbundenen Unternehmen gemäß §312 AktG geprüft. Ferner hat er vom Bericht des Abschlussprüfers zur Prüfung dieses Abhängigkeitsberichtes Kenntnis genommen, der folgenden Bestätigungsvermerk enthält:

"Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Institute geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Lagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der oben genannten Erklärung zur Unternehmensführung.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat."

Auch der Aufsichtsrat ist nach dem Ergebnis seiner Prüfung mit dem Bericht einverstanden und erhebt gegen die Erklärung des Vorstandes über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen keine Einwendungen.

Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihr im Geschäftsjahr 2023 erneut besonders intensives Engagement und die hierdurch erbrachten Leistungen für DONNER & REUSCHEL.

 

Hamburg, 10. April 2024

Für den Aufsichtsrat

Martin Berger, Vorsitzender

PROTOKOLL

der Hauptversammlung der DONNER & REUSCHEL AKTIENGESELLSCHAFT am Mittwoch, 10. April 2024, in den Räumen der Bank, Ballindamm 27, 20095 Hamburg

Tagesordnungspunkt 2

Verwendung des Bilanzgewinnes für das Geschäftsjahr 2023

Aufsichtsrat und Vorstand schlagen vor, den Bilanzgewinn des Geschäftsjahres 2023 in Höhe von 8.326.995,90 Euro wie folgt zu verwenden:

Ausschüttung einer Dividende in Höhe von 0,00 Euro
Einstellung in die Gewinnrücklagen 8.320.000,00 Euro
Gewinnvortrag auf neue Rechnung 6.995,90 Euro.

Die Hauptversammlung stimmt dem Vorschlag des Aufsichtsrates und des Vorstandes einstimmig zu.

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