Prima Power GmbH
Am Gfild 9, 85375 Neufahrn bei Freising, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Rainer Spitzer seit 13.11.2024 | Prokura |
Regina Lehn seit 31.5.2023 | Prokura |
Johannes Pfluger seit 18.5.2021 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich BerechtigteBeta
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
Prima Industrie S.P.A. | 100.00% |
GesellschafterBeta
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Prima Power GmbHNeufahrn b.FreisingJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Anhang für das Geschäftsjahr 2023I. Allgemeine Hinweise Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und 264 ff. HGB sowie den einschlägigen Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Die Prima Power GmbH gilt nach § 267 Abs. 2 HGB als mittelgroße Kapitalgesellschaft. Bei der Gewinn- und Verlustrechnung wird das Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB angewandt. Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, wurden die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten und teilweise davon-Vermerke in diesem Anhang gemacht. Die Gesellschaft ist unter der Firma Prima Power GmbH mit Sitz in Neufahrn bei Freising im Handelsregister des Amtsgerichts München unter der Nummer HRB 246737 eingetragen. II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. 1. Anlagevermögen Die erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungskosten bilanziert und betreffen EDV-Software, die in der Regel entsprechend ihrer Nutzungsdauer über drei Jahre linear abgeschrieben wird. Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen bewertet. Die zugrunde gelegten voraussichtlichen Nutzungsdauern betragen zwischen drei und zehn Jahren. Geringwertige Vermögensgegenstände werden für Zugänge bis 150 € im Jahr der Anschaffung voll abgeschrieben und in der Entwicklung des Anlagespiegels jeweils als Zugang und Abgang ausgewiesen, Zugänge zwischen 150 € und 1.000 € werden aus Vereinfachungsgründen auch in der Handelsbilanz als steuerlicher Sammelposten über fünf Jahre abgeschrieben. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden im Übrigen zeitanteilig vorgenommen. 2. Vorräte Die Vorräte werden zu Anschaffungskosten oder mit niedrigeren, den Vermögensgegenständen am Bilanzstichtag beizulegenden Werten angesetzt. Für Artikel mit Überreichweiten werden angemessene Wertabschläge vorgenommen. 3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden grundsätzlich zum Nennbetrag angesetzt. Für erkennbare Einzelrisiken aus Forderungen werden Einzelwertberichtigungen gebildet. Das allgemeine Kreditrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung abgedeckt. Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände in Fremdwährung wurden zum Devisenkassamittelkurs am Stichtag bewertet. 4. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten Die Guthaben werden zum Nominalwert ausgewiesen, Guthaben in Fremdwährung wurden zum Devisenkassamittelkurs am Stichtag bewertet. 5. Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten Dieser Posten beinhaltet Ausgaben des Berichtsjahres, die Aufwand für einen bestimmten Zeitraum danach darstellen. 6. Eigenkapital Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert. Da das Eigenkapital durch Verluste aufgebraucht ist, wird auf der Aktivseite ein nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag ausgewiesen. 7. Rückstellungen Rückstellungen für Pensionen wurden zum Bilanzstichtag nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren bewertet. Die Berechnung erfolgte nach der projizierten Einmalbeitragsmethode unter Verwendung der Richttafeln Heubeck 2018G, einem Rechnungszins von 1,82 % (Vorjahr 1,78 %) und einer Annahme von 2,00 % (Vorjahr 2,00 %) als erwartete Gehaltssteigerung sowie einem erwarteten Rententrend von 2,00 % (Vorjahr 2,00 %). Unter Inanspruchnahme des Wahlrechts nach Art. 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB wird der sich aus der Änderung der Rückstellungsbilanzierung nach §§ 249 Abs. 1 Satz, 253 Abs. 1 S. 2, Abs. 2 HGB durch das BilMoG ergebende Zuführungsbetrag über den Höchstzeitraum von 15 Jahren gleichmäßig verteilt. Mit Vermögensgegenständen im Sinne des § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB, die ausschließlich der Erfüllung von Altersversorgungsverpflichtungen dienen, dem Zugriff alle übrigen Gläubiger entzogen sind und welche mit ihrem beizulegenden Zeitwert bewertet wurden, wird eine Verrechnung mit den Rückstellungen vorgenommen. Ergibt sich daraus ein Aktivüberhang wird dieser in der Bilanz als ",aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung" ausgewiesen. Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten. Sie sind in Höhe des Erfüllungsbetrags gebildet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist (d.h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen). 8. Verbindlichkeiten Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen werden zum Nennbetrag angesetzt. Verbindlichkeiten werden grundsätzlich mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Auf fremde Währung lautende Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. 9. Latente Steuern Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden, und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden diese mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastungen nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen werden verrechnet. Die Aktivierung eines Überhangs latenter Steuern unterbleibt in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts. III. Erläuterungen zur Bilanz 1. Anlagevermögen Die Zusammensetzung und Entwicklung des Anlagevermögens sowie die Abschreibungen des Geschäftsjahres sind dem Anlagespiegel (Anlage zum Anhang) zu entnehmen. 2. Vorräte Vorräte sind im laufenden Jahr gegenüber dem Vorjahr um 21.131 T€ gestiegen, da zum Bilanzstichtag mehr Maschinen bilanziert wurden, bei denen die Endabnahme durch den Kunden noch nicht erfolgt ist. Die Steigerung der Forderungen ist rein stichtagsbedingt. Die Gesellschaft finanziert sich wesentlich über erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen, die um 17.808 T€ gestiegen sind aufgrund von Aufträgen und aus Lieferantenkrediten aus dem Konzernverbund, die im Vergleich zum Vorjahr reduziert sind. 3. Forderungen und Vermögensgegenstände Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen setzen sich wie folgt zusammen:
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren aus Lieferungs- und Leistungsbeziehungen der Gesellschaft. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Die sonstigen Vermögensgegenstände setzen sich wie folgt zusammen:
Kautionen betreffen Barhinterlegungen für Gebäude der drei Standorte, sowie für Kfz- Leasingverträge inklusive zugehöriger Tankkarten. 4. Eigenkapital Das Stammkapital wird zu 100 % gehalten von der Prima Industrie S.p.A., Collegno, Turin, Italien. Da das Eigenkapital durch Verluste aufgebraucht ist, wird auf der Aktivseite einen nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag ausgewiesen. Mit Datum vom 06. Dezember 2023 hat die Prima Industrie S.p.A./Italien eine Patronatserklärung als Liquiditätsausstattungsgarantie abgegeben. Diese ist bis 31. Dezember 2024 unkündbar und danach nur bei nachhaltiger Sicherung der Unternehmensfortführung. 5. Rückstellungen Bei den Rückstellungen für Pensionen wurde im Zuge der in 2010 erfolgten Umstellung auf BilMoG von der Möglichkeit der ratierlichen Ansammlung Gebrauch gemacht. Der Gesamtunterschiedsbetrag betrug anfangs 206 T€. Zugeführt wurden im Geschäftsjahr 14 T€ (1/15), sodass eine nicht ausgewiesene Verpflichtung in Höhe von 14 T€ verbleibt. Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden Marktzinssatzes aus den vergangen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren (1,74%) beträgt 11 T€ und unterliegt einer Ausschüttungssperre. Die verrechneten Aufwendungen und Erträge beliefen sich auf 298 € (Vorjahr -19 T€). Der Erfüllungsbetrag der Pensionsrückstellung beträgt 755 T€ (Vorjahr 773 T€), der beizulegende Zeitwert der Rückdeckungsversicherung beträgt 379 T€ (Vorjahr 384 T€). Da der beizulegende Zeitwert des Deckungsvermögens den Wert der Pensionsverpflichtungen nicht übersteigt, ergeben sich im aktuellen Jahr Rückstellungen für Pensionen i.H.v. 362 T€ (Vorjahr 362 T€). Der beizulegende Zeitwert der Rückdeckungsversicherung entspricht den fortgeführten Anschaffungskosten und entspricht der Mittelung des Versicherers. Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für Gewährleistungen (199 T€, Vorjahr 420 T€), Urlaubs- und Überstundenansprüche (214 T€, Vorjahr 190 T€), ausstehende Rechnungen (11 T€, Vorjahr 25 T€) und noch zu erfüllende Leistungsverpflichtungen (40 T€, Vorjahr 100 T€) sowie Rechts- und Beratungskosten (52 T€, Vorjahr 75 T€). 6. Verbindlichkeiten Die ausgewiesenen Verbindlichkeiten sind wie im Vorjahr alle innerhalb von einem Jahr fällig. Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter betragen 4.490 T€ (Vorjahr 1.696 T€). Diese resultieren ebenso wie die übrigen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen und unverändert zum Vorjahr aus Lieferungen und Leistungen. 7. Sicherheiten Für Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen lediglich geschäftsübliche Eigentumsvorbehalte. Weitere Sicherheiten werden nicht gewährt. IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung 1. Periodenfremde Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge sind in Höhe von 126 T€ (im Vorjahr 443 T€) periodenfremd. 2. Sonstige betriebliche Aufwendungen Aus der ratierlichen Zuführung des Unterschiedsbetrages zur Bewertung der Pensionsrückstellungen nach BilMoG resultieren 14 T€ außergewöhnliche Aufwendungen. 3. Zinserträge und Zinsaufwendungen Zinserträge resultieren aus einem Darlehen in Höhe von 314 T€ (Vorjahr 23 T€) gegenüber verbundenen Unternehmen. In Verbindung mit den Pensionsrückstellungen sind Zinsaufwände in Höhe von 8 T€ (Vorjahr 28 T€) angefallen. Zinserträge im Verhältnis zu verbundenen Unternehmen sind angefallen: 314 T€ in Verbindung mit einem Darlehen (Vorjahr: 23 T€). In Verbindung mit den Pensionsrückstellungen sind angefallen: Zinsaufwand 8 T€ (Vorjahr 28 T€), Zinserträge 9 T€ (Vorjahr 8 T€), Saldo 0 T€ (Vorjahr 19 T€) Aufwand. V. Sonstige Angaben 1. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Zum Bilanzstichtag bestanden folgende Verpflichtungen: Miet- und Leasingverträge: 1.590 T€ (Vorjahr 1.015 T€). Diese betreffen im Wesentlichen den Mietvertrag für die Geschäftsräume in Neufahrn sowie Kfz-Leasingverträge. Die Verpflichtungen aus Leasingverträgen wurden aus wirtschaftlichen Gründen abgeschlossen. Vorteile bestehen in der Bilanzneutralität und der gewonnenen Flexibilität. Nachteile bestehen in der Laufzeitbindung. 2. Personal Durchschnittlich sind im Geschäftsjahr 55 Angestellte (Vorjahr 49) beschäftigt, davon 15 im Innendienst und 40 im Außendienst. 3. Geschäfte mit nahestehenden Personen und Unternehmen Mit unserer Muttergesellschaft Prima Industrie S.p.A./Italien haben wir im Geschäftsjahr folgende Volumina abgewickelt:
4. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag Nach dem Bilanzstichtag sind keine wesentlichen Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten. 5. Geschäftsführung Zur Geschäftsführung berechtigt und verpflichtet war als Alleingeschäftsführer folgende Person: Herr Johannes Pfluger, Kaufmann, Illertissen Der Geschäftsführer ist einzelvertretungsberechtigt und gemäß Handelsregister von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. Die Angabe der Bezüge der Geschäftsführung wird in Anwendung des § 286 Abs. 4 HGB unterlassen. 6. Angaben zum Konzernabschluss Der Jahresabschluss wird in den Konzernabschluss der Prima Industrie S.p.A., Collegno, Turin, Italien, einbezogen, welche den Konzernabschluss für den größten und den kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt. Der Konzernabschluss wird beim Registro delle Imprese von Turin/Italien, unter der Handelsregisternummer 03736080015 veröffentlicht.
Neufahrn b. Freising, den 27.12.2024 Johannes Pfluger, Geschäftsführer ANLAGENSPIEGEL zum 31. Dezember 2023Prima Power GmbH, Neufahrn b. Freising
Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Prima Power GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Prima Power GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Prima Power GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung sowie unter ergänzender Beachtung der International Standards on Auditing (ISA) durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften, Grundsätzen und Standards ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung sowie unter ergänzender Beachtung der ISA durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Reutlingen, 12. März 2025 Mauer
Unternehmensberatung GmbH
Stephan Mauer, Wirtschaftsprüfer Prof. Dr. Stefan Marx, Wirtschaftsprüfer Bilanz zum 31. Dezember 2023AKTIVA
PASSIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023
LAGEBERICHT für das Geschäftsjahr 2023I. Grundlagen des Unternehmens und Rahmenbedingungen Prima Power GmbH ist ein Tochterunternehmen der Prima Industrie Gruppe, welche als Hersteller von 2D und 3D Lasermaschinen sowie Blechbearbeitungsanlagen und dazu möglichen Automationen bekannt ist. Das Betätigungsfeld unserer an der Mailänder Börse notierten Muttergesellschaft konzentriert sich seit über 30 Jahren auf die Herstellung und den Vertrieb von hochentwickelten, anwenderorientierten Laseranlagen und die dazu möglichen Automationen sowie auf das Geschäftsfeld Stanzen, Pressen Biegen der ehemaligen Finn-Power OY Gruppe, Seinäjoki, Finnland. Mit Sitz in Neufahrn bei Freising führt Prima Power GmbH den Vertrieb der Anlagen sowie Schulungen, Präsentationen, Versuche, Beratungen und Installationen in Deutschland, Österreich und der Schweiz durch. Darüber hinaus hat Prima Power GmbH in diesen Ländern ein Servicenetz mit gut ausgebildeten und qualifizierten deutschsprachigen Technikern, um auf die Anforderungen unserer Kunden kurzfristig reagieren zu können. Die Gesellschaft verfügt über ein Ersatz- und Verschleißteillager, um den täglichen Bedürfnissen unserer Kunden gerecht zu werden. Im Rahmen von Fachmessen, Hausmessen und Technologie Tagen präsentieren wir Highlights und Neuerungen unserer ständig weiterentwickelten Anlagen. Der deutsche Werkzeugmaschinenmarkt ist laut VDMA-Meldung in 2022 um ca. 7% gestiegen 1. Für das Jahr 2023 wird ein Produktionsrückgang von zwei Prozent erwartet 2. II. Ertragslage Die Gesellschaft verwendet folgende wesentliche Steuerungs- und Ergebniskennzahlen:
1
https://industrieanzeiger.industrie.de/news/vdma-prognose-produktion-steigt-2022-um-7/
Die Betriebsaufwendungen entfallen auf folgende originäre Kostenbereiche:
Die Ertragslage der Gesellschaft ist maßgeblich bestimmt durch die konzerninterne Preisstellung für zum Weiterverkauf an Kunden bestimmte Maschinen sowie an Kunden zu gewährende Rabatte. Umsatzentwicklung Der Umsatz mit Maschinen ist um 4.278 T€ bzw. ca. 31 % gesunken und liegt unter der im Vorjahr erwarteten Umsatzreduzierung. Dies ist im Wesentlichen verursacht durch niedrigere angenommene Maschinen, die in den Vorjahren geliefert wurden. Der Umsatz von Serviceleistungen und Ersatzteilen ist um 1.449 T€ bzw. 18 % gestiegen. Hierfür sind insbesondere Erhöhung von Ersatzteile Bestellungen sowie erhöhte Verkäufe von Werkzeugen verantwortlich. Personalkostenentwicklung Die Personalkosten haben sich auf 4.593 T€ erhöht (Vorjahr 4.127 T€). Verantwortlich hierfür sind Lohnerhöhungen und Headcount-Steigerung. Entwicklung der sonstigen betrieblichen Aufwendungen Die Erhöhung der sonstigen betrieblichen Aufwendungen ist insbesondere auf Messekosten zurückzuführen. III. Finanzlage Die Darstellung der Finanzlage erfolgt anhand folgender vereinfachter und verkürzter Kapitalflussrechnung:
Der Rückgang des Cashflows aus laufender Geschäftstätigkeit beruht insbesondere auf der Erhöhung der Vorräte sowie der Erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen. Die Liquidität zur Begleichung der Verbindlichkeiten gegenüber fremden Dritten war durch Vorhalten eigener Bankguthaben stets gesichert. Zahlungen auf Verbindlichkeiten im Konzern erfolgen stets unter Berücksichtigung der vorrangig zu bedienenden Dritten. Darüber hinaus wurde zur Sicherung der Unternehmensfortführung mit Datum vom 06. Dezember 2023 eine Patronatserklärung als Liquiditätsausstattungsgarantie durch unsere Muttergesellschaft abgegeben. Diese ist bis 31.12.2024 unkündbar und kann danach von jeder Vertragspartei mit einer Frist von 6 Monaten zum Ende des der Kündigungserklärung folgenden Geschäftsjahres gekündigt werden, sofern die Unternehmensfortführung nachhaltig gesichert ist. IV. Vermögenslage
Vorräte sind im laufenden Jahr gegenüber dem Vorjahr um 21.131 T€ gestiegen, da zum Bilanzstichtag mehr Maschinen bilanziert wurden, bei denen die Endabnahme durch den Kunden noch nicht erfolgt ist. Die Steigerung der Forderungen ist rein stichtagsbedingt. Die Gesellschaft finanziert sich wesentlich über erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen, die um 17.808 T€ gestiegen sind aufgrund von Aufträgen und aus Lieferantenkrediten aus dem Konzernverbund, die im Vergleich zum Vorjahr reduziert sind. Das Eigenkapital belief sich zum Bilanzstichtag auf -11.148 T€ (VJ -10.982 T€). Zur Sicherung der Unternehmensfortführung hat unsere Muttergesellschaft eine Patronatserklärung abgegeben, die zunächst bis 31.12.2024 unkündbar ist. Zusammenfassend beurteilen wir unter Berücksichtigung des Rückhalts im Konzern die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage weiterhin als gesichert. Die Geschäftsführung geht auch weiterhin von der Fortführung der Gesellschaft aus. V. Risiko- und Chancenbericht Prima Power GmbH verfügt als Tochterunternehmen des Prima Industrie Konzerns über ein differenziertes Risikomanagementsystem, welches in die Unternehmensorganisation integriert und der Unternehmensgröße angemessen ist. Damit sind wir in der Lage, Finanz- und Marktchancen und -risiken zu überwachen und zu steuern. Die Chancen und Risiken werden regelmäßig analysiert und im Führungskreis der Gesellschaft besprochen. In Ergänzung informieren Monats- und Quartalsberichte über die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage. Nach der Wichtigkeit geordnet sehen wir folgende Risiken, beginnend mit dem wichtigsten: Absatzrisiken sind neben dem Wettbewerbsverhalten insbesondere durch konjunkturbedingte Bestellzyklen im Maschinen- und Anlagenbau sowie der Zulieferindustrie gegeben. Für die regionalen Tätigkeitsbereiche der Gesellschaft erzielten wir für das Geschäftsjahr 2022 Auftragseingänge auf einem höheren Niveau als Vorjahr. Aufgrund der wachsenden Marktposition von Prima Power GmbH erwarten wir ferner weiterhin stärkeren Wettbewerb. Auf der Beschaffungsseite besteht das Risiko, die Lieferungen der Anlagen und Ersatz/Verschleißteile nicht wie vertragsgemäß erfolgen können. Daraus könnten sich zusätzliche Aktivitäten als notwendig erweisen. Wesentliche Preisveränderungen sind aufgrund langfristig vereinbarter Bezugspreise für Laseranlagen sowie für wichtige Ersatzteile nicht zu erwarten, da der Einkauf überwiegend über die Prima Industrie Gruppe erfolgt. Zusätzliche Maßnahmen wurden auch dazu getroffen: Im Regelfall wurden bzw. werden keine Pönalen auf Lieferzeit mehr akzeptiert. Neben den bereits beschriebenen Risikofaktoren ist die Gesellschaft Zahlungsstromschwankungen und Ausfallrisiken im Bereich der Forderungen aus Lieferung und Leistung ausgesetzt, wenn Vertragspartner ihren Verpflichtungen nicht oder nicht vollständig nachkommen. Für bereits identifizierte Ausfallrisiken wurde durch Einzelwertberichtigungen eine ausreichende Vorsorge getroffen. Insgesamt wird das Risiko durch Anzahlungen und ein verstärktes Debitorenmanagement begrenzt. Insbesondere durch die konzerninterne Finanzierung durch die Muttergesellschaft und die abgegebene Patronatserklärung der Muttergesellschaft ist die Gesellschaft keinen wesentlichen Liquiditätsrisiken ausgesetzt. Die Geschäftsführung begegnet den Risiken durch geeignete organisatorische Vorkehrungen. Nach unserer Einschätzung bestehen daher keine wesentlichen Risiken, die den Fortbestand der Prima Power GmbH gefährden. Die DACH-Region stellt für den Prima-Konzern einen wesentlichen Teilmarkt dar, für den alles Notwendige unternommen werden würde, um die Marktpräsenz unserer Gesellschaft zu festigen. Als Risiken sieht die Geschäftsführung einen eventuellen langfristigen Konflikt in der Ukraine. Auf kurzfristige Zeit entsteht kein Risiko, ein längerer Konflikt erhöht das Risiko, dass die Kunden ihre Investitionen verzögern. Nach der Wichtigkeit geordnet sehen wir folgende Chancen, beginnen mit der wichtigsten: Verbesserte Absatzchancen sehen wir weiterhin vor allem im Bereich von 3-D-Laseranlagen sowie komplexen Linien, die aus mehreren Maschinen aus dem Bereich Stanzen, Pressen und Biegen bestehen. Hier gibt es nur wenige Anbieter und unsere Produkte können genau auf die Kundenwünsche abgestimmt werden. Verstärkung des Projektmanagements sehen wir auch als eine Chance, da wir damit einer erhöhte Kundenzufriedenheit erwarten, sowie eine Reduzierung von Projekt-Zusatzkosten. VI. Prognosebericht Für das Geschäftsjahr 2024 erwarten wir einen höheren Umsatz als 2023. Für 2024 gehen wir gemäß unserer Einschätzung von einer besseren Entwicklung als 2023 aus. Anzahl und Art der konkreten Anfragen und Bedarfsfälle sowie des bisher vorhandenen Auftragsbestands für 2024 geben Anlass zur Erwartung einer positiven Geschäftsentwicklung. Wir verweisen diesbezüglich auf die Ausführungen im Risiko- und Chancenbericht. VII. Zweigniederlassungen Die Gesellschaft betreibt Zweigniederlassungen in Neftenbach/Schweiz sowie in Grieskirchen/Österreich.
Neufahrn bei Freising, den 27.12.2024 Johannes Pfluger, Geschäftsführer |
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