Rechtsanwaltskanzleien und Notariate
VÖB-ZVD Processing GmbH
Alemannenstraße 1, 53175 Bonn, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Jan-Peter Lisaus seit 10.3.2026 | Prokura |
Jens-Simon Vogt seit 29.7.2024 | Geschäftsführer |
Oliver Schulte seit 29.7.2024 | Geschäftsführer |
Stephan Lehmann seit 25.10.2023 | Prokura |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (2)
| Name | Anteil |
|---|---|
Deutsche Bank AG | 75.00% |
| 25.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
2 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Beteiligungen
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% | |
| 22.50% |
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
VÖB-ZVD Processing GmbHBonnJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023I. Allgemeine Angaben Die VÖB-ZVD Processing GmbH (VÖB-ZVD Processing) hat ihren Sitz in Bonn und ist im Handelsregister des Amtsgerichts Bonn und der Registernummer HRB 23407 eingetragen. Seit April 2022 tritt die VÖB-ZVD Processing unter der Marke "Pagateq - eine Marke der VÖB-ZVD Processing GmbH" auf. Muttergesellschaft der VÖB-ZVD Processing ist die Deutsche Bank AG, Frankfurt am Main (Deutsche Bank AG). Die VÖB-ZVD Processing wird in den Konzernabschluss der Deutschen Bank AG einbezogen. Der Konzernabschluss der Deutsche Bank AG wird im Unternehmensregister (vorher Bundesanzeiger) veröffentlicht. Das Stammkapital beträgt T€ 425. Die Deutsche Bank AG ist mit 75 % und der Bundesverband Öffentlicher Banken Deutschlands e.V., Berlin (VÖB e.V.), mit 25 % als Gesellschafter beteiligt. Der vom VÖB e.V. gehaltene Anteil von T€ 106 wird hierbei gemäß Treuhandvertrag vom 13. Januar 2017 treuhänderisch vom VÖB e.V. (Treuhänder) für die Deutsche Bank AG (Treugeber) gehalten. Mit Beschluss der Hauptversammlung der Deutsche Bank AG vom 27. Mai 2021 und mit Wirkung vom 1. Januar 2021 besteht zwischen der Deutsche Bank AG (Organträger) und der VÖB-ZVD Processing (Organgesellschaft) ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag (BGAV). Mit Wirkung vom 1. Januar 2014 besteht zwischen der Deutsche Bank AG (Organträger), und der VÖB-ZVD Processing (Organgesellschaft), aufgrund der umsatzsteuerlichen Organschaft ein Umsatzsteuer-Umlagevertrag. II. Vorschriften zur Rechnungslegung Der VÖB-ZVD Processing wurde mit Schreiben vom 23. Juli 2018 von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) die Erlaubnis erteilt, Zahlungsdienste nach § 1 Abs. 1 Satz 2 Nr. 1, 2, 3, 3a, 3c, 5, 6 sowie Nr. 7 und 8 Zahlungsdiensteaufsichtsgesetz (ZAG) zu erbringen. Die beiden letztgenannten Erlaubnisse wurde der VÖB-ZVD Processing am 21. Juni 2019 von der BaFin erteilt. Die VÖB-ZVD Processing unterliegt den Rechtsnormen des Zahlungsdiensteaufsichtsgesetz (ZAG) und wird entsprechend aufsichtsrechtlich durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) und die Bundesbank überwacht. Die Gesellschaft erstellt ihren Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 nach der vorgeschriebenen Gliederung für Zahlungsinstitute (Formblatt 1 und 2) der Zahlungsinstituts-Rechnungslegungsverordnung (RechZahlV). Es wurden ferner die für Zahlungsinstitute gebotenen Vorschriften der §§ 340 ff in Verbindung mit den §§ 238 ff HGB angewendet. III. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die Barreserve, Forderungen an Kreditinstitute, Forderungen an Kunden, Forderungen an Institute im Sinne des § 1 Absatz 3 des Zahlungsdiensteaufsichtsgesetzes (Zahlungsinstitute) und die sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nominalwert unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips angesetzt. Die hieraus resultierenden Zinserträge werden abzüglich negativer Zinserträge (falls vorhanden) ausgewiesen. Fremdwährungsforderungen bestanden zum Bilanzstichtag unverändert nicht. Die Beteiligungen sind zu fortgeführten Anschaffungskosten aktiviert. Bei voraussichtlich dauerhaften Wertminderungen werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Sollten Wertaufholungen geboten sein, werden diese i. S. d. § 253 Abs. 5 HGB vorgenommen. Von dem Wahlrecht nach § 253 Abs. 3 S. 6 HGB wird kein Gebrauch gemacht. Entgeltlich erworbene immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige nutzungsbedingte Abschreibungen, aktiviert. Die Abschreibungen sind nach der voraussichtlichen betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer linear ermittelt worden. Bei voraussichtlich dauerhaften Wertminderungen werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Das Wahlrecht nach § 248 Abs. 2 HGB, selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens als Aktivposten in die Bilanz aufzunehmen, wurde unverändert nicht wahrgenommen. Der Posten Sachanlagen umfasst ausschließlich Betriebs- und Geschäftsausstattung. Über eigengenutzte Grundstücke und Bauten verfügt die VÖB-ZVD Processing unverändert nicht. Abschreibungen auf geringwertige Wirtschaftsgüter werden in Übereinstimmung mit den steuerlichen Vorschriften nach § 6 Abs. 2a EStG vorgenommen. Geleistete Anzahlungen werden mit dem Nennbetrag bewertet. Auf eine Bilanzierung der aktiven latenten Steuern im Sinne des § 274 Abs. 1 S. 2 HGB wurde unverändert zum 31. Dezember 2023 verzichtet. Diese sind aufgrund des abgeschlossenen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag und der körperschaft- und gewerbesteuerlichen Organschaft nicht einschlägig. Ertragsteuern werden nicht vom Organträger auf die Organgesellschaft umgelegt. Ein ggf. entstehender aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung zeigt den Überhang aus der unter bestimmten Voraussetzungen nach dem Handelsgesetzbuch vorgeschriebenen Saldierung des sogenannten Planvermögens mit den Pensionsverpflichtungen und ähnlichen Verpflichtungen. Die Vermögensgegenstände des Planvermögens, die ausschließlich der Erfüllung von Schulden aus Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen dienen und dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind, werden gemäß § 253 Abs. 1 Satz 4 HGB mit ihrem beizulegenden Zeitwert bewertet und gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB mit diesen Schulden verrechnet. Die bilanzierten Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, Verbindlichkeiten gegenüber Kunden, Verbindlichkeiten gegenüber Zahlungsinstituten sowie die sonstigen Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag passiviert. Fremdwährungsverbindlichkeiten bestanden zum Bilanzstichtag unverändert nicht. Den bilanzierten Pensionsverpflichtungen und ähnlichen Verpflichtungen liegen versicherungsmathematische Gutachten zu Grunde, die die Verpflichtungshöhe anhand der Methode der projizierten Einmalbeträge (Projected-Unit-Credit-Method) unter Berücksichtigung der konzernspezifisch modifizierten Richttafeln Heubeck 2018 G ermitteln. Bei der Berechnung der Pensionsrückstellungen wurde ein Rechnungszinssatz auf Basis des durchschnittlichen Marktzinssatzes der vergangenen zehn Geschäftsjahre in Höhe von 1,83 % (31.12.2022 1,78 %) verwendet. Der durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre betrug 1,75 % (31.12.2022 1,44 %). Der Unterschiedsbetrag, der sich aus der Bewertung mit dem 10-Jahres-Durchschnittszins und der Bewertung mit dem 7-Jahres-Durchschnittzinses ergibt, unterliegt der Ausschüttungssperre. Der Dynamik anrechenbarer Bezüge wurde mit 2,44% (31.12.2022 2,64 %), der Dynamik der Beitragsbemessungsgrenze der gesetzlichen Rentenversicherung wurde mit 2,94 % (31.12.2022 3,14 %), der Dynamik der Anpassung der laufenden Renten wurde mit 2,91 % (31.12.2022 3,02 %) Rechnung getragen. Insgesamt wurde bei den Pensionsrückstellungen eine Restlaufzeit von 15 Jahren unterstellt. Gemäß des § 253 Abs. 2 HGB liegt der Betrachtungszeitraum für die Ermittlung des durchschnittlichen Rechnungszinses für Altersversorgungsverpflichtungen seit dem Geschäftsjahr 2019 bei zehn Geschäftsjahren. Im Rahmen der Insolvenzsicherung von Pensionsansprüchen und Ansprüchen aus Deferred Compensations wurden seit dem Dezember 2021 Vermögensgegenstände auf Treuhandkonten der Treuinvest e.V., Frankfurt am Main (Treuinvest) übertragen. Die auf den Treuhänder Treuinvest übertragenen Beträge wurden mit den bestehenden Pensionsverpflichtungen gemäß den gesetzlichen Bestimmungen des § 246 Abs. 2 S. 2 HGB verrechnet. Der Erfüllungsbetrag der Pensionsverpflichtungen zum 31. Dezember 2023 entspricht T€ 5.394 (Vorjahr T€ 4.793). Der Zeitwert des Deckungsvermögens beträgt zum Bilanzstichtag T€ 4.358 (Vorjahr T€ 4.033). Aktive und Passive Rechnungsabgrenzungen wurden gemäß § 250 HGB angesetzt. Das Eigenkapital beinhaltet in Übereinstimmung mit § 272 HGB das Gezeichnete Kapital, die Kapitalrücklage, die anderen Gewinnrücklagen sowie den Bilanzgewinn. Das Stammkapital der Gesellschaft ist vollständig eingezahlt. IV. Erläuterungen zur Bilanz Die VÖB-ZVD Processing GmbH unterhält geschäftliche Beziehungen zur Deutsche Bank AG. Die im Deutschen Bankenmarkt etablierten Marken "Deutsche Bank" und "Postbank" der Deutsche Bank AG wurden beibehalten. Da die VÖB-ZVD Processing mit beiden oben genannten Unternehmensmarken in geschäftlichem Kontakt steht, wird im Folgenden eine Unterscheidung der Verbundbeziehungen in "DB AG Marke Postbank" bzw. in "DB AG Marke Deutsche Bank" getroffen. Barreserve Die Barreserve in Höhe von T€ 89.483 (31.12.2022 T€ 81.374) resultiert fast ausschließlich aus dem Geschäftsfeld Geldautomatengeschäft und betrifft mit T€ 79.044 die in den Geldautomaten befindlichen Bargeldbestände (31.12.2022 T€ 71.455) sowie mit T€ 10.439 Guthabenbestände bei der Deutschen Bundesbank (31.12.2022 T€ 9.919). Forderungen an Kreditinstitute Von den Forderungen an Kreditinstitute in Höhe von T€ 54.821 (31.12.2022 T€ T€ 44.091) bestehen Forderungen von T€ 53.873 (31.12.2022 T€ 43.256) gegen die Gesellschafterin. Gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen T€ 54.558 (31.12.2022 T€ 43.824). Diese setzen sich im Wesentlichen aus dem bei der DB AG Marke Postbank als Treuhandvermögen geführten Guthaben der Zahlungsverkehrsabwicklungskonten in Höhe von T€ 14.964 (31.12.2022 T€ 11.121) sowie die bei der DB AG Marke Postbank geführten eigenen Geschäftskontenguthaben T€ 32.432 (31.12.2022 T€ 18.827) zusammen. Die verbleibenen Forderungen gegenüber der Gesellschafterin betreffen mit T€ 6.495 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (31.12.2022 T€ 12.877); weitere Forderungen gegenüber verbundene Unternehmen entfallen mit T€ 686 (31.12.2022 T€ 568) auf die norisbank GmbH. Die Forderungen an Kreditinstitute haben Laufzeiten bis zu drei Monate. Forderungen an Kunden Die Forderungen an Kunden in Höhe von T€ 178 (31.12.2022 T€ 1.650) resultieren aus Lieferungen und Leistungen aus dem Geldautomatengeschäft. Gegen verbundene Unternehmen bestehen keine Forderungen (31.12.2022 T€ 0). Forderungen an Institute i.S.d. § 1 Abs. 3 ZAG Die Forderungen an Institute i.S.d. § 1 Abs. 3 ZAG betragen T€ 14.893 (31.12.2022 T€ 17.144), sind innerhalb von 3 Monaten fällig und resultieren mit T€ 14.555 (31.12.2022 T€ 16.877) fast ausschließlich aus der Verrechnung von Kreditkartenumsätzen an den betriebenen Geldautomaten. Die Forderungen an Kreditinstitute, Kunden und an Institute i.S.d. § 1 Abs. 3 ZAG sind vollumfänglich unverbrieft. Anlagevermögen Die VÖB-ZVD Processing verfügt über folgende Beteiligungen:
Die Entwicklung des Anlagevermögens wird im Anlagespiegel (Anlage zum Anhang) dargestellt. Das immaterielle Vermögen beträgt T€ 3.134 (31.12.2022 T€ 3.106); die Sachanlagen betragen T€ 2.393 (VJ T€ 2.578). Eigengenutzte Grundstücke und Bauten besitzt die VÖB-ZVD Processing unverändert nicht. Sonstige Vermögensgegenstände Sonstige Vermögensgegenstände bestehen in Höhe von T€ 352 (31.12.2022 T€ 167). Diese betreffen mit T€ 205 (Vorjahr T€ 132) Forderungen aus Ertragssteueransprüchen. Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten Zum 31. Dezember 2023 betragen die aktiven Rechnungsabgrenzungen T€ 2.222 (31.12.2022 T€ 2.290) und resultieren aus vorschüssig gezahlten Gehältern sowie im Voraus geleisteten Zahlungen für Software- bzw. Hardwarewartung, Lizenzen und Supportleistungen. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten Bei den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von T€ 113.580 (31.12.2022 T€ 100.173) handelt es sich überwiegend um die Verbindlichkeiten gegenüber der DB AG Marke Postbank aus dem Betriebsmittelkredit zwecks Bargeldausstattung der Geldautomaten i.H.v. T€ 106.182 (31.12.2022 T€ 98.992). Insgesamt bestehen die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von T€ 113.580 (31.12.2022 T€ 100.172) vollständig gegen die Gesellschafterin Deutsche Bank AG. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben Laufzeiten bis zu drei Monate. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden Dieser Posten in Höhe von T€ 11.551 (31.12.2022 T€ 12.661) ist vollständig unverbrieft, innerhalb von drei Monaten zur Zahlung fällig und setzt sich im Wesentlichen aus den als Treuhandverbindlichkeiten geführten Bestands- und Verrechnungskonten aus Ladevorgängen des Geschäftsfeldes GeldKarte-Evidenzzentrale ("Börsenverrechnungskonten") T€ 9.993 (31.12.2022 T€ 9.402) und aus Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie Weiterleitungsverpflichtungen von Entgelten aus Geldautomatenverfügungen T€ 1.916 (31.12.2022 T€ 1.397) zusammen. Insgesamt bestehen Treuhandverbindlichkeiten in Höhe von T€ 12.159 (31.12.2022 T€ 11.117). Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, sind nicht vorhanden. Verbindlichkeiten gegenüber Instituten i.S.d. § 1 Abs. 3 ZAG Verbindlichkeiten gegenüber Zahlungsinstituten bestehen in Höhe von T€ 0 (31.12.2022 T€ 17) aus Lieferungen und Leistungen. Sonstige Verbindlichkeiten Die Sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von T€ 9.947 (31.12.2022 T€ 7.395) betreffen im Wesentlichen die Verbindlichkeit gegenüber der Gesellschafterin hinsichtlich des Ergebnisabführungsvertrages (T€ 9.423; Vorjahr T€ 7.172). Die sonstigen Verbindlichkeiten haben Laufzeiten bis zu drei Monate. Alle ausgewiesenen Verbindlichkeiten sind unverbrieft und unbesichert. Passiver Rechnungsabgrenzungsposten Der passive Rechnungsabgrenzungsposten beträgt T€ 0 (31.12.2022 T€ 408). Im Vorjahr beinhaltete der Posten Abgrenzungen aus im Voraus vereinnahmten Entgelten. Rückstellungen Die Pensionsrückstellungen zum 31. Dezember 2023 in Höhe von T€ 1.036 (31.12.2022 T€ 760) ergeben sich auf Grundlage von insgesamt 12 unmittelbaren Zusagen, wovon fünf Zusagen in Höhe von T€ 2.504 in Form von Entgeltumwandlungen zur betrieblichen Altersversorgung (Deferred Compensation) erteilt wurden. Alle Zusagen wurden mittels eines versicherungsmathematischen Gutachtens der Willis Towers Watson GmbH, Reutlingen, vom 11. Januar 2024 bewertet. Gem. § 246 Abs. 2 S. 2 HGB wird der Zeitwert des zwecks Insolvenzsicherung an die Treuinvest e.V. übertragenen Treuhandvermögens in Höhe von T€ 4.358 mit den versicherungsmathematisch ermittelten Pensionsverpflichtungen i.H.v. T€ 5.394 (Vorjahr T€ 4.793) verrechnet. Andere Rückstellungen in Höhe von T€ 3.019 (31.12.2022 T€ 2.645) beinhalten personalbezogene Rückstellungen in Höhe von T€ 377 (31.12.2022 T€ 514), die sich im Wesentlichen aus Rückstellungen für Vorruhestand, Bonuszahlungen sowie Ansprüchen aus Resturlaub zusammensetzen. Andere Rückstellungen ohne Personalbezug in Höhe von T€ 2.642 (31.12.2022 T€ T€ 2.131) umfassen im Wesentlichen mit T€ 1.691 (31.12.2022 T€ 1.245) Rückstellungen für ausstehende Rechnungen, mit T€ 524 (31.12. 2022 T€ 524) aus Rückstellungen für Rückbaumaßnahmen, mit T€ 250 (31.12.2022 T€ 221) aus Jahresabschlusskosten, mit T€ 91 (31.12.2022 T€ 75) für Steuerberatung sowie mit T€ 67 (31.12.2022 T€ 67) Rückstellungen aus Archivierungsaufwand. Eigenkapital Das gezeichnete Kapital der Gesellschaft beträgt T€ 425 (31.12.2022 T€ 425), die Kapitalrücklage T€ 10.847 (31.12.2022 T€ 10.847) und die Gewinnrücklagen T€ 17.321 (31.12.2022 T€ 17.321). Insgesamt ergab sich für die VÖB-ZVD Processing im Geschäftsjahr 2023 ein Ergebnis vor Gewinnabführung in Höhe von T€ 9.423 (Vorjahr T€ 7.172).
V. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Den Zinserträgen in Höhe von T€ 4.016 (2022 T€ 1.131) stehen Zinsaufwendungen von T€ 3.984 (2022 T€ 2.064) gegenüber. Auf die Aufzinsung bestehender Rückstellungen entfallen T€ 25 (2022 T€ 170). Diese resultieren vollständig aus der Aufzinsung der Pensionsverpflichtungen. Es wurden Erträge aus Zeitwertänderungen des Deckungsvermögens von T€ 338 (Vorjahr Aufwendungen T€ 682) berücksichtigt. Gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen Zinsaufwendungen in Höhe von T€ 3.959 (2022 T€ 1.212). Es werden im Zinsertrag Verwahrgebühren im Sinne negativer Zinsen von T€ 0 (2022 T€ 81) gegenüber verbundenen Unternehmen ausgewiesen. Die Laufenden Erträge von T€ 277 (2022 T€ 271) betreffen die Ausschüttung der Beteiligung an der SRC. Die Provisionserträge betragen T€ 36.123 (2022 T€ 34.030). Aus Geschäften mit verbundenen Unternehmen resultieren insgesamt T€ 30.957 (2022 T€ 27.843). Der Provisionsaufwand beträgt T€ 7.589 (2022 T€ 8.025). Aus Geschäften mit verbundenen Unternehmen resultieren insgesamt T€ 3 (2022 T€ 63). Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von T€ 1.008 (2022 T€ 1.048) resultieren mit T€ 337 (Vorjahr T€ 274) aus der Vereinnahmung von positiven Differenzen aus dem Geldautomatengeschäft, T€ 559 aus Umsatzsteuer für Vorjahre sowie mit T€ 112 (Vorjahr T€ 25) Erträgen aus der Auflösung von Rückstellungen. Aus Geschäften mit verbundenen Unternehmen resultieren T€ 0 (Vorjahr T€ 207). Der Personalaufwand beträgt T€ 9.193 (2022 T€ 9.226). In 2023 erhielten zwei Geschäftsführer ihre Bezüge von der VÖB-ZVD Processing. Zur Entwicklung des Personalbestandes verweisen wir auf unsere Ausführungen unter 'Sonstige Angaben'. Die anderen Verwaltungsaufwendungen betragen T€ 9.837 (2022 T€ T€ 9.115). Gegenüber verbundenen Unternehmen wurden T€ 490 (2022 T€ 1.698) ausgewiesen. Die Abschreibungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen betragen T€ 1.380 (2022 T€ 1.199) und betreffen mit T€ 758 (2022 T€ 362) immaterielle Anlagewerte, mit T€ 597 (2022 T€ 794) Hardware/DV-Anlagen und Arbeitsplatzsysteme und mit T€ 43 (2022 T€ 42) geringwertige Wirtschaftsgüter. Außerplanmäßige Abschreibungen ergaben sich im Geschäftsjahr nicht. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betragen T€ 18 (2022 T€ 76). Aufwendungen gegen verbundene Unternehmen bestehen nicht. Die Ertragsteuern in Höhe von T€ 0 (2022 T€ -397) betreffen aufgrund des in 2021 abgeschlossenen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages ausschließlich frühere Jahre. Der atypische Saldo des Vorjahres ergibt sich fast ausschließlich aus der Auflösung einer ehemals bestehenden Gewerbesteuerrückstellung. VI. Sonstige Angaben Mitarbeiter Die Anzahl der durchschnittlich beschäftigten Mitarbeiter blieb gegenüber dem Vorjahr unverändert bei 87. In der konzerneigenen Full-Time-Employee-Betrachtungsweise entsprechen die zum Jahresende beschäftigten Mitarbeiter inkl. der beiden Mitglieder der Geschäftsführung jedoch ohne den Generallbevollmächtigten 86,4 (Vorjahr 87,0) FTE's.
(Ohne Geschäftsführer und Generalbevollmächtigte) Prüfungshonorar Zu den Honoraren des Abschlussprüfers gemäß § 285 Nr. 17 HGB für das Geschäftsjahr 2023 verweisen wir auf die Angabe im Konzernabschluss der DB AG, die die Beträge der VÖB-ZVD Processing beinhalten. Ausschüttungssperre Der gegen Ausschüttung gesperrte Unterschiedsbetrag gemäß § 253 Abs. 6 Satz 1 HGB beträgt T€ 97 (Vorjahr T€ 372). Aufgrund ausreichender frei verfügbarer Eigenkapitalbestandteile, die den ausschüttungsgesperrten Beträgen mindestens entsprechen, kommen die Beschränkungen der Ausschüttungssperre im Geschäftsjahr nicht zur Anwendung. Zahlungsvorgänge und Zahlungsvolumen Im Geschäftsjahr wurden 10.487.883 (2022: 9.044.454) Zahlungsvorgänge mit einem Zahlungsvolumen in Höhe von € 1.635,2 Mio. (2022: € 1.372,6 Mio.) ausgeführt. Außerbilanzielle Geschäfte / Haftungsverhältnisse Es bestehen keine außerbilanziellen Geschäfte bzw. Haftungsverhältnisse i. S. d. § 251 HGB. Nachtragsbericht Nach Abschluss des Geschäftsjahres ergaben sich keine Vorgänge von besonderer Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage. Ergebnis (Gewinn) -verwendung Aus dem seit 2021 bestehenden Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag mit der Deutsche Bank AG bestehen zum 31.12.2023 Gewinnabführungsverpflichtungen in Höhe von T€ 9.423 (Vorjahr T€ € 7.172). Geschäftsführer / Geschäftsleiter Im abgelaufenen Geschäftsjahr waren folgende Personen bestellt:
In 2023 erhielt ein Geschäftsführer Bezüge direkt von der VÖB-ZVD Processing. Auf die Angabe der Geschäftsführerbezüge wurde gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. In Übereinstimmung mit dem § 8 Abs. 3 des Gesellschaftsvertrages der VÖB-ZVD Processing wurde ein Aufsichtsorgan (Beirat) etabliert. Dem Beirat gehörten bzw. gehören folgende Herren an:
Generalbevollmächtigte:
Die Mitglieder des Beirats und der Generalbevollmächtigte erhalten keine Bezüge. Die Mitglieder der Geschäftsführung und des Beirats sowie der Generalbevollmächtigte haben im Berichtsjahr, wie in den Vorjahren auch, weder Vorschüsse noch Kredite von der Gesellschaft erhalten.
Bonn, den 31. Mai 2024 Die Geschäftsführung Antonio da Silva Markus Schierack Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023der VÖB-ZVD Processing GmbH1. Grundlagen und Geschäftsmodell 1.1 Grundlagen Die VÖB-ZVD Processing GmbH, Bonn, (nachfolgend VÖB-ZVD Processing genannt) ist ein Tochterunternehmen der Deutsche Bank AG, Frankfurt am Main, (nachfolgend DB genannt). Die VÖB-ZVD Processing ist an den Standorten Bonn (Sitz der Gesellschaft) sowie Leipzig tätig. Die Gesellschaft ist in den Konsolidierungskreis der Deutsche Bank AG, Frankfurt am Main, einbezogen. Seit dem 1. April 2022 tritt die VÖB-ZVD Processing unter der Marke "Pagateq" am Markt auf. Die VÖB-ZVD Processing ist neben ihrer Eigenschaft als Tochtergesellschaft der Deutsche Bank-Gruppe, auch eine Einrichtung des Bundesverbandes öffentlicher Banken Deutschlands e.V., VÖB, Berlin. In ihrer Funktion als eine der vier kreditwirtschaftlichen Kopfstellen, die im Auftrag der in der Deutsche Kreditwirtschaft (DK) vertretenen Verbände so genannte "hoheitliche Aufgaben" im kartengestützten Zahlungsverkehr übernehmen, betreibt die Gesellschaft im Auftrag des VÖB folgende Geschäftsfelder:
Die VÖB-ZVD Processing ist fast ausschließlich auf dem heimischen Absatzmarkt für Zahlungsverkehrsdienstleistungen in Deutschland tätig. Im Geschäftsjahr unterlag die VÖB-ZVD Processing unverändert den Rechtsnormen des Zahlungsdiensteaufsichtsgesetz (ZAG) und wurde entsprechend aufsichtsrechtlich durch die BaFin und die Bundesbank überwacht. Ferner ist die VÖB-ZVD Processing einer von rund 20 in Deutschland zugelassenen electronic cash-Netzbetreibern und fungiert als ZAG-Dienstleister im Bereich des Geldautomatenbetriebes für Drittstandortbetreiber. 1.2 Geschäftsmodell Zu den Tätigkeitsschwerpunkten der VÖB-ZVD Processing gehören das Bereitstellen von Infrastruktur- und Zahlungsverkehrsdienstleistungen über Daten- und Internetnetze im stationären und mobilen Point of Sale-Geschäft, im E-Commerce-Geschäft sowie in artverwandten Geschäften. Dazu zählt auch der Vertrieb der zugehörigen Waren und Dienstleistungen gegenüber Providern, insbesondere gegenüber kaufmännischen Netzbetreibern sowie das Transaktionsgeschäft, der Erwerb und die Verwertung von Lizenzen und anderen Rechten im Bereich des Zahlungsverkehrs und die Durchführung von Gemeinschaftsaufgaben der Deutschen Kreditwirtschaft im Rahmen des Zahlungsverkehrs und der Kartensysteme. Die VÖB-ZVD Processing verfügt über folgende Erlaubnisse gemäß ZAG:
Die von der VÖB-ZVD Processing erbrachten Dienstleistungen werden in großen Teilen für konzerninterne Kunden angeboten. Ferner werden vorhandene Dienstleistungen oder IT-Strukturen auch Drittkunden angeboten. 2. Wirtschaftsbericht 2.1 Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen im Jahr 2023 1 Obgleich die VÖB-ZVD Processing aufgrund der von ihr betriebenen Geschäftsfelder verhältnismäßig geringe Abhängigkeiten zu konjunkturellen Zyklen oder Schwankungen aufweist, könnten signifikante makroökonomische Änderungen die Ertragssituation der VÖB-ZVD Processing beeinflussen. Der Fokus liegt hierbei jedoch auf den nationalen Marktbegebenheiten. Insbesondere Veränderungen der gesamtwirtschaftlichen Nachfrage im Privatsektor sind hierbei relevant. Ferner bestehen Abhängigkeiten zu volkswirtschaftlichen Entwicklungen im Finanzdienstleistungssektor, insbesondere im Bereich des Retailgeschäftes. Im Jahr 2023 büßte die Weltwirtschaft leicht an Dynamik ein. Obwohl die Inflation ihren Höhepunkt erreicht hat, setzte das hohe Preisniveau die Nachfrage der privaten Haushalte weiterhin unter Druck. Auch die straffere Geldpolitik zur Bekämpfung der Inflation verlangsamte die Weltwirtschaft. In den Industrieländern zeigten sich unterschiedliche Entwicklungen. Während sich die US-Wirtschaft Ende 2023 als widerstandsfähig erwies, verzeichnete die Wirtschaft der Eurozone bereits einen deutlichen Abschwung. Die Zentralbanken behielten die Höchstzinssätze bei und signalisierten ihre Absicht, bei der Geldpolitik auch künftig einen datenorientierten Ansatz zu verfolgen. Die Inflationsraten gingen weiter zurück, lagen zum Jahresende jedoch nach wie vor über den Zielwerten der Zentralbanken. Das Wirtschaftswachstum in der Eurozone schwächte sich in der zweiten Jahreshälfte 2023 ab. Der private Konsum wurde weiterhin durch den Kaufkraftverlust beeinträchtigt, auch wenn sich die Inflation deutlich abschwächte. Der Arbeitsmarkt war stabil, da Unternehmen an ihren Mitarbeitern festhielten. Die EZB beließ ihren Leitzins im vierten Quartal 2023 unverändert. Die deutsche Wirtschaft schwächte sich bis zum Jahresende 2023 weiter ab, während sie zuvor mehr oder weniger stagnierte. Der private Konsum blieb schwach, obwohl die Auswirkungen der Inflation nachgelassen hatten. Der Arbeitsmarkt erwies sich weiterhin als robust, und das Lohnwachstum konnte den Kaufkraftverlust bereits teilweise ausgleichen. 2.2 Branchen- und Marktentwicklung / wirtschaftliches Umfeld 2
2 Quellen: DB Research Prognosen; Internet:
destatis.de; de.statista.com; wiwo.de
Bei der VÖB-ZVD Processing bestehen ökonomisch größere Abhängigkeiten zu den Branchen- und Marktentwicklungen im Bankensektor. Insbesondere als Dienstleister für die Konzernunternehmen der Deutsche Bank Gruppe ist die VÖB-ZVD Processing in höherem Maße von marktwirtschaftlichen bzw. produktspezifischen Veränderungen im Retailgeschäft betroffen. Nach dem zuvor beobachteten Aufschwung kam das Kredit- und Einlagengeschäft mit Unternehmen und Haushalten in der Eurozone aufgrund von deutlich höheren Zinssätzen im Wesentlichen zu einem Stillstand, wodurch die Volumina im Jahresverlauf weitgehend unverändert blieben. Die Einlagen von Unternehmen waren etwas schwankungsanfälliger als andere Kategorien. In Deutschland ging das Geschäft mit Immobilienfinanzierungen deutlich zurück und verzeichnete das schwächste Ergebnis seit 2012. Dennoch konnten trotz der starken Zinserhöhungen nach wie vor weitestgehend positive Werte verzeichnet werden. Diese Entwicklung führte auch zu einem Rückgang der Kreditvergabe an Haushalte. Gleichermaßen fiel das Wachstum der Kredite an nicht finanzielle Kapitalgesellschaften auf einen langjährigen Tiefstand, wodurch die Volumina im Vergleich zum Vorjahr nahezu unverändert blieben. Auch die ausstehenden Einlagen des Privatsektors stagnierten im Berichtsjahr größtenteils. Das Wachstum bei den deutschen Unternehmenskrediten lag bei 1,0 % und das der privaten Haushalte bei 0,7 % betragen Die Einlagen der Unternehmen wuchsen um 1,4 % und die von privaten Haushalten verzeichneten einen Anstieg von 2,2 %. 2.3 Geschäftsverlauf Im Geschäftsjahr 2023 konnten Provisionserträge in Höhe von T€ 36.123 (Vorjahr T€ 34.030) erzielt werden. Die wesentlichen Geschäftsfelder der Gesellschaft haben sich aus nicht monetärer Sichtweise wie folgt entwickelt: Technisches Issuing Im Bereich Routing, Clearing und Autorisierung von elektronischen Zahlungsverkehrstransaktionen entwickelte sich das über die Systeme der VÖB-ZVD Processing abgewickelte Transaktionsvolumen weiterhin positiv. Für das Geschäftsjahr 2023 wurden 1,334 Mrd. Transaktionen abgewickelt. Dies entspricht einem Zuwachs von 21,7 % im Vergleich zum Vorjahr (1,096 Mrd. Transaktionen). Haupttreiber für den Anstieg war die Ausweitung des Kundenumfangs aufgrund der Migration der Postbank-Karten auf Prozesse der Deutsche Bank. Technisches Acquiring / Endgerätebetrieb Im Geschäftsjahr 2023 konnten insgesamt 237,7 Mio. Transaktionen abgewickelt werden. Dies entspricht einer unwesentlichen Zunahme um 0,2 % im Vergleich zu den 237,2 Mio. Transaktionen des Vorjahres. Den positiven Effekten aus dem Geschäftsfeld Technisches Issuing stehen somit stabile Zahlen aus dem Bereich Technisches Acquiring gegenüber. Der Trend der verstärkten Nutzung der Bargeldauszahlungsmöglichkeit am Point of Sale (POS; hier: Cash Back Auszahlungen im Rahmen der POS Zahlung z.B. beim Lebensmittelhändler) hält weiter an. Diese Transaktionen laufen nicht über die Systeme der VÖB-ZVD Processing. Ferner wirkten sich anhaltenden Schließungen von Filialen bzw. Geldautomaten weiterhin negativ auf die Entwicklung aus. Die stärkere Nutzung von Kartenzahlungen am POS, insbesondere auch für Kleintransaktionen, sowie das Wachstum des Internet-Handels und der damit verbundene Wegfall von Bezahltransaktionen im Handel sind weitere Gründe für die seitliche Entwicklung der Transaktionen. Geldautomatenbetrieb Die Anzahl der betriebenen Geldautomaten und Cash Recycler für Drittstandortbetreiber beläuft sich per Dezember 2023 auf 2.071 (2022: 2.004; +3,3 %) Geräte. Der Zuwachs ergab sich sowohl im Bereich der Drittstandorte als auch bei den Bankenkooperationen. Cash Management / Cash Prognose Per Ende Dezember 2023 wurde das Cash-Prognose-System für insgesamt 8.871 Endgeräte betrieben. Hierin enthalten sind sowohl die Geldautomaten/Cash Recycler der Drittstandortbetreiber, wie auch die Konzerngeräte (SB-Geräte, elektronische Filialkassen, Shell-Kooperation). Der Rückgang gegenüber den Vorjahr 2022 (9.080 Geräte) ergibt sich aus Filialschließungen und Abbau von Geräten im Konzern. Zusätzlich sind 2.689 Agenturen der Deutschen Post sowie 785 Filialen der Deutschen Bank angebunden zum Management von Hintergrundbeständen in Kassentresoren. Durch technische Umstellungen wurden in 2023 die Endgeräte der Marke Postbank an Filial- und Drittstandorten in den Gerätebestand der Deutschen Bank AG überführt. Internet Zahlungsverkehr Für das Geschäftsjahr hat sich im Drittgeschäft die Anzahl der angeschlossenen Händler um 4 % auf 16.104 (2022: 16.772) verringert. Das Transaktionsvolumen hat gegenüber Vorjahr leicht nachgegeben und lag Ende 2023 bei 17,0 Mio. Transaktionen (2022: 17,9 Mio.; -4,8 %). Im Konzerngeschäft setzte sich der rückläufige Trend der Vorjahre bei der Anzahl Händler fort. Dies ist Insbesondere durch die Marktbereinigung in der Nach-Corona-Zeit begründet. Kartenproduktion In der Berichtsperiode wurden insgesamt 5,7 Mio. Debitkarten produziert (2022: 5,0 Mio.; 13 %). Das Wachstum resultiert aus den zyklusbedingten Schwankungen der jeweiligen auszutauschenden Kartengenerationen (Reissues). Ferner wurden 1,8 Mio. PIN-Briefe im Bereich Debitkarte, Sparkarte und Kreditkarte produziert. (2022: 3,0 Mio.; -39,5 %). Die Reduktion ergibt sich hauptsächlich durch den Wegfall der PIN-Briefe für das Postbank Onlinebanking (Postbank-ID/Passwörter) und der Postbank Kreditkarten im Rahmen der Postbank Migration auf die DB-Systeme und der damit zusammenhängenden technischen Umstellungsmaßnahmen. Sonstige wichtige Vorgänge des Geschäftsjahres
3. Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage 3.1 Ertragslage Die Ertragslage der VÖB-ZVD Processing stellt sich im Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 trotz der hohen Inflationsraten erwartungsgemäß positiv dar und schloss insgesamt mit einem Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit vor Gewinnabführung in Höhe von T€ 9.423 (2022 T€ 6.775), dem Gewinnerwartungen in Höhe von T€ 7.991 gegenüber standen. Die Planerwartungen konnten somit deutlich übertroffen werden. Wir verweisen auf unsere Einzelausführungen in den folgenden Absätzen. Das Zinsergebnis beträgt T€ 32 (Vorjahr -T€ 933) da alle wesentlichen Zinsaufwendungen an die Geldautomatenbetreiber weitergegeben werden. Im Vorjahr war das negative Zinsergebnis im Wesentlichen durch die erstmalige Erfassung nicht realisierter Verluste aus der Entwicklung der als Treuhandvermögen angelegten Wertpapierbestände bei der Treuinvest e. V. geprägt, die buchhalterisch berücksichtigt werden mussten (-T€ 682). Zudem entfielen die von der Deutsche Bank AG in Rechnung gestellten Verwahrkosten auf Guthabenbestände der VÖB-ZVD Processing (Vorjahr -T€ 81). Den aus dem Geschäftsfeld Geldautomatengeschäft zu entrichtenden Zinsaufwendungen aus dem Betriebsmittelkredit der Deutsche Bank AG Marke Postbank stehen Zinseinnahmen aus der Weiterberechnung an den Drittstandortbetreiber in nahezu gleicher Höhe gegenüber. Die Laufenden Erträge (T€ 277; Vorjahr T€ 271) betreffen die Ausschüttung der SRC GmbH, Bonn. Das Provisionsergebnis hat im Geschäftsjahr T€ 28.534 (Vorjahr T€ 26.005) betragen und liegt damit leicht über Plan T€ 28.044. Wir verweisen auf die folgenden Ausführungen zu den Provisionserträgen. Den Provisionserträgen von T€ 36.123 (Vorjahr T€ 34.030) stehen hier Provisionsaufwendungen in Höhe von T€ 7.589 (Vorjahr T€ 8.025) gegenüber. Die Provisionsaufwendungen betragen zum Bilanzstichtag T€ 7.589 (Vorjahr T€ 8.025) und liegen damit leicht unter Vorjahr, in welchem höhere Projektkosten im Zusammenhang mit dem Ausbau des Merchant Solutions-Geschäfts angefallen waren. Die Provisionsaufwendungen liegen um T€ 681 unter dem Planwert für das Geschäftsjahr, dem jedoch ein überproportionaler Provisionsertragsanstieg gegenübersteht, der unter anderem T€ 990 Sonderzahlung für Dienstleistungen der VÖB-ZVD Processing enthält, welche im Zusammenhang mit der Postbank Migration auf die DB-Systeme und der technischen Umstellungsmaßnahmen stehen. Der Personalaufwand liegt mit T€ 9.193 auf dem Niveau des Vorjahres (T€ 9.226) welches Gehaltssteigerungen sowie einigen Sonderzahlungen und Zulagen (Home-Office-Pauschale, Inflationsausgleichspauschale) enthielt. Mit T€ 9.193 liegt der Personalaufwand um T€ 64 (< 1 %) unter Plan. Die anderen Verwaltungsaufwendungen betragen T€ 9.837 (Vorjahr T€ 9.115) und liegen damit unter Vorjahresniveau und auf Planniveau. Das sonstige betriebliche Ergebnis des Geschäftsjahres beträgt T€ 990 (Vorjahr T€ 972). Die sonstigen betrieblichen Erträge sind im Wesentlichen auf eine Umsatzsteuerrückerstattung für das Vorjahr zurück zu führen. 3.2 Vermögenslage Die Bilanzsumme der Gesellschaft erhöhte sich im Geschäftsjahr 2023 um T€ 15.075 auf T€ 167.726 (31.12.2022 T€ 152.651). Die wesentlichen Veränderungen stellen sich wie folgt dar: Die Aktivseite zeigt im Geschäftsjahr 2023 im Wesentlichen höhere Forderungen an Kreditinstitute (T€ 10.730) sowie eine höhere Barreserve (T€ 8.109). Die Forderungen an Institute im Sinne des ZAG verringerten sich (T€ 2.250). Die übrigen Posten der Aktivseite verringerten sich in Summe um T€ 1.514. Die Veränderungen auf der Passivseite sind im Wesentlichen durch die Erhöhung der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (T€ 13.407) geprägt. Die übrigen Posten der Passivseite erhöhten sich in Summe um T€ 1.668. Drei wesentliche Posten der Bilanz der VÖB-ZVD Processing sind der Aktivposten Barreserve sowie die Forderungen an Institute i. S. d. § 1 Abs. 3 ZAG, die in Summe dem Passivposten Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten gegenüberstehen. Diese Bilanzposten korrespondieren weitestgehend. Grund hierfür ist das von der Gesellschaft betriebene Geschäftsfeld Geldautomatengeschäft. Der über die Deutsche Bank AG in Anspruch genommene Betriebsmittelkredit in Höhe von T€ 106.182 (31.12.2022 T€ 98.992) dient fast ausschließlich der Bestückung der Geldausgabeautomaten mit Bargeld. Die Geldbestände werden unter der Barreserve ausgewiesen. Daneben umfassen die Forderungen an Institute die eingereichten und noch zu clearenden Zahlungsverkehrsdateien aus Kreditkartenumsätzen an Geldautomaten. Einige Bestandteile des Bilanzpostens Forderungen an Kreditinstitute sind nach § 13 ZAG treuhandkontenpflichtig. Diese Treuhandsachverhalte ergeben sich u. a. aus dem Geschäftsfeld GeldKarte, bei dem die Guthaben auf den Debitkarten der von der VÖB-ZVD Processing betreuten kartenausgebenden Institute auf Treuhandkonten verwaltet werden (T€ 9.908; 31.12.2022 T€ 9.402). Den Treuhandguthaben stehen entsprechende Verbindlichkeiten gegenüber Kunden entgegen. Die Gesellschaft hält eine Beteiligung von 22,5 % an der SRC Security Research & Consulting GmbH (SRC) mit Sitz in Bonn. Das Stammkapital der SRC beträgt € 1 Mio. Die weiteren Gesellschafter sind der Bank-Verlag GmbH, Köln, die DG Nexolution eG, Wiesbaden, und die S-Payment GmbH, Stuttgart-Vaihingen, (jeweils 22,5 %). 10 % werden von der Mitarbeiterbeteiligungs-GbR gehalten. Im Geschäftsjahr 2023 wurde ein Beteiligungsertrag in Höhe von T€ 277 (2022: T€ 271) vor Steuern vereinnahmt. Die Gesellschaft hält zum Bilanzstichtag einen Anteil von 1 % an der EURO Kartensysteme GmbH (EKS) mit Sitz in Frankfurt am Main. Im Berichtsjahr wurde kein Beteiligungsertrag erzielt. Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten (T€ 2.222; 31.12.2022 T€ 2.290) resultiert insbesondere aus IT-spezifischen Lizenzmodellen und Vorauszahlungen für zukünftige Wartungs- und Supportleistungen sowie vorschüssig gezahlten Gehältern. Die VÖB-ZVD Processing hat Ende 2021 eine Treuhandvereinbarung zur Sicherung von Zusagen auf betriebliche Altersversorgung unterzeichnet. In diesem Zusammenhang wurde Guthaben auf ein Sondervermögen des Treuhänders Treuinvest e.V., Frankfurt am Main, übertragen und in den Pensionsrückstellungen berücksichtigt. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden (T€ 11.551; 31.12.2022 T€ 12.661) resultiert im Wesentlichen aus den zum Bilanzstichtag bestehenden Weiterleitungsverpflichtungen von Entgelten aus dem Geldautomatengeschäft an die Drittstandortbetreiber. Die Sonstigen Verbindlichkeiten betragen T€ 9.947 (31.12.2022 T€ 7.395) und resultieren fast ausschließlich aus der Gewinnabführungsverpflichtung gegenüber der Konzernmuttergesellschaft Deutsche Bank AG, Frankfurt a. M. Die Rückstellungen betragen T€ 4.055 (31.12.2022 T€ 3.405) und beinhalten Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen (T€ 1.036; 31.12.2022 T€ 760) sowie andere Rückstellungen (T€ 3.019; 31.12.2022 T€ 2.645). Die anderen Rückstellungen umfassen mit T€ 377 (31.12.2022 T€ 514) Sachverhalte mit Personalbezug sowie mit T€ 2.642 (31.12.2022 T€ 2.131) übrige Sachverhalte, von denen T€ 1.691 (31.12.2022 T€ 1.245) auf ausstehende Rechnungen, T€ 524 (31.12.2022 T€ 524) auf unveränderte Rückbauverpflichtungen, sowie T€ 408 (31.12.2022 T€ 363) auf Jahresabschlusskosten, Steuerberatung und Archivierungskosten entfallen. 3.3 Finanzlage Das bilanzielle Eigenkapital blieb konstant bei T€ 28.593 (Vorjahr T€ 28.593), was einer Eigenkapitalquote (bezogen auf die Bilanzsumme) von 17,1 % entspricht (31.12.2022 18,7 %). Das nach § 15 ZAG i.V.m. der Verordnung über die angemessene Eigenmittelausstattung und die erforderliche Absicherung für den Haftungsfall von Instituten nach dem Zahlungsdiensteaufsichtsgesetz (ZIEV) aufsichtsrechtlich ermittelte Eigenkapital beträgt nach Berücksichtigung der relevanten Abzugsposten zum 31. Dezember 2023 T€ 23.399 (31.12.2022 T€ 24.055). Das Eigenkapital setzt sich unverändert mit T€ 425 (31.12.2022 T€ 425) aus dem Stammkapital, mit T€ 10.847 (31.12.2022 T€ 10.847) aus der Kapitalrücklage, mit T€ 17.321 (31.12.2022 T€ 17.321) aus den Gewinnrücklagen zusammen. Im Geschäftsjahr war jederzeit sichergestellt, dass die Gesellschaft ihren finanziellen Verpflichtungen aus eigenen Mitteln vollumfänglich nachkommen konnte. Sämtliche finanziellen Verpflichtungen wurden erfüllt. Zum Bilanzstichtag standen der VÖB-ZVD Processing Guthaben auf den eigenen Geschäftskonten in Höhe von T€ 29.611 (31.12.2022 T€ 18.827) zur Verfügung. Zusätzlich steht der Gesellschaft für einen evtl. Spitzenbedarf eine Kreditlinie bei der Deutsche Bank AG zur Verfügung, welche unterjährig nicht in Anspruch genommen wurde. Im Geschäftsjahr wurden insgesamt Investitionen in Höhe von T€ 1.510 (31.12.2022 T€ 1.213) getätigt. Bei diesen handelt es sich mit T€ 1.073 (31.12.2022 T€ 295) um immaterielle Anlagewerte sowie mit T€ 437 (31.12.2022 T€ 918) um Sachanlagen, insbesondere Hardwarekomponenten. Die Anschaffungen im Bereich der immateriellen Anlagewerte betreffen im Wesentlichen Erweiterungen der bestehenden Systeme aus internen Projekten. Die Zugänge im Bereich der Sachanlagen entfallen im Wesentlichen auf Neu- und Ersatzanschaffungen aus dem IT-Umfeld (Serverarchitektur, Storagesysteme sowie Netzwerk- und Sicherheitssysteme). Die Investitionen des Geschäftsjahres 2023 konnten alle aus Liquiditätszuflüssen aus der laufenden Geschäftstätigkeit sowie aus bestehenden Guthaben finanziert werden. 3.4. Gesamtaussage Geschäftslage 2023 Das Geschäftsjahr 2023 schloss mit einem Ergebnis vor Steuern (vor Gewinnabführung) in Höhe von T€ 9.423 (Vorjahr T€ 6.775). Die VÖB-ZVD Processing befindet sich zum Abschlussstichtag in finanziell und wirtschaftlich geordneten Verhältnissen und besitzt eine solide Kapitalausstattung. Insgesamt kommt die Geschäftsleitung zum Schluss, dass die Gesamtentwicklung im Geschäftsjahr 2023 erwartungsgemäß positiv verlaufen ist. 3.5 Finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren Als wesentliche finanzielle Leistungsindikatoren der Gesellschaft wurden durch die Geschäftsleitung die Entwicklung des Personalbereiches (Personalaufwand und FTE-Entwicklung), das Provisionsergebnis, der Verwaltungsaufwand sowie das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit definiert. Diese Informationen werden über ein internes Berichtswesen abgebildet. Alle Kennzahlen fließen zudem in die Konzernsteuerung ein. Als nichtfinanzielle Leistungsindikatoren wurden seitens der Geschäftsleitung für die VÖB-ZVD Processing auf Unternehmensebene die Erfüllung vereinbarter Service Level Agreements (SLA) definiert. Diese betreffen die Hochverfügbarkeit des Rechenzentrums, welche durch die technische Verfügbarkeit der mandantenfähigen Autorisierungssysteme MAts Issuing und MAts Acquiring gemessen wird. 4. Chancenbericht Im Jahr 2024 wird im konzerninternen Geschäft mit der Deutschen Bank nach dem Abschluss des Projektes Unity (Postbank IT Migration auf die Prozesse der Deutschen Bank) der Fokus auf der Neuausrichtung des Privatkundengeschäftes liegen. Die Abkündigung des Kartenschemes "Maestro" wird eine mandatorische Änderung des Debitkartenportfolios auf Bankseite zur Folge haben. Da die VÖB-ZVD Processing als Debitprozessor der Bank einen bedeutenden Anteil an der Wertschöpfungskette bei Kartenprodukte innehat, ergeben sich positive Geschäftschancen bei der Etablierung neuer Kartenprodukte, zusätzlich Projektumsätze zu generieren und das Produktportfolio der Gesellschaft ggf. weiter auszubauen. Darüber hinaus wird mit dem avisierten Abbau von Filialstandorten der Bank und partieller Einstellung von Bankdienstleistungen im Partneragenturgeschäft mit der Deutschen Post AG ein Rückgang an Transaktionen und betreuten Systemen zu erwarten sein. Ebenso ist zu erwarten, dass die Umsätze bei der Entgeltabrechnung für andere Zahlungsverkehrssysteme sich reduzieren. Im Gegenzug ergeben sich Opportunitäten für die Gesellschaft neue Dienstleistungen bei neuartigen mobilen & digitalen POS Bargeldversorgungslösungen, anbieten zu können. Ebenso kann die Gesellschaft mit Ihrer Kompetenz bei der digitalen Verifikation der Kunden integrative Lösungen im Onlinebanking anbieten. Im Drittgeschäft geht die Gesellschaft für 2024 davon aus, zum einen weitere Geschäftschancen im Girocard Processing auf Basis neuer Standards zu hebeln und verstärkt Kunden erweiterte App Payment Funktionalitäten anbieten zu können. Die Geschäftsführung geht auf Basis der aktuellen Anfragen davon aus, dass weiter in die E-commerce Plattform investiert werden wird. Durch den Ausbau der E-Commerce Funktionalitäten sowie der Entscheidung, den Merchant Server als zentrales Gateway für die Händlerakzeptanzlösungen im E-Commerce auszubauen, partizipiert die Gesellschaft bei dem Ausbau des Händlergeschäftes als einer der strategischen Kerninitiativen der DB - Corporate Bank; dies wird sich auf das Geschäftswachstum der VÖB-ZVD in diesem Umfeld positiv auswirken. In 2024 geht die Gesellschaft von den ersten nennenswerten Händeraufschaltungen für den Kunden Deutsche Bank aus. Aufgrund der oben getätigten Aussagen geht die Geschäftsleitung der VÖB-ZVD Processing davon aus, dass sich alle Geschäftsbereiche weiterhin behaupten, in Teilen sogar weiter ausgebaut werden können. Die Entwicklungen, die sich aus der anhaltenden Inflation sowie geopolitischen Unruhen noch ergeben, werden jedoch weiterhin sorgsam beobachtet, auch wenn sich das Geschäftsmodell der VÖB-ZVD Processing in den vergangenen Jahren durchaus robust darstellte. Die Mittelfristplanung betrifft neben dem kommenden Geschäftsjahr 2024 auch die vier Folgejahre bis einschließlich 2028, denen, unter Einbeziehung bereits bekannter einzelvertraglicher, inflations- bzw. tarifbedingter Kostensteigerungen, einer höheren Mitarbeiterausstattung sowie höherer Abschreibungen, ein im Vergleich zu 2023 etwas geringeres Ergebnis vor Gewinnabführung aus dem operativen Geschäftsbetrieb unterstellt wird. 5. Risikobericht Als Zahlungsinstitut muss die VÖB-ZVD Processing gemäß § 27 Abs. 1 ZAG über eine angemessene Geschäftsorganisation verfügen. Eine ordnungsgemäße Geschäftsorganisation umfasst insbesondere angemessene Maßnahmen der Unternehmenssteuerung, Kontrollmechanismen und Verfahren, die gewährleisten, dass das Institut seine Verpflichtungen erfüllt. Ferner werden das Führen und Pflegen einer Verlustdatenbank sowie eine vollständige Dokumentation der Geschäftstätigkeit, die eine lückenlose Überwachung durch die BaFin für ihren Zuständigkeitsbereich gewährleistet, vorgeschrieben. Hinzu kommt ein angemessenes Notfallkonzept für die eingesetzten IT-Systeme. Die Geschäftsleitung hat eine Geschäftsstrategie sowie eine Risikostrategie festgelegt, die vom Beirat der VÖB-ZVD Processing zur Kenntnis genommen wurde. Bei der Ausarbeitung der Risikostrategie wurden die in der Geschäftsstrategie niedergelegten Ziele und Vorgaben für die wesentlichen Geschäftsaktivitäten berücksichtigt. Ferner hat die Risikostrategie der Begrenzung von Risikokonzentrationen angemessen Rechnung zu tragen. Eine auf die Ausführungen der Geschäfts- und Risikostrategie aufbauende konsistente IT-Strategie wurde erarbeitet und verabschiedet. Die Vorgaben zu den einzelnen Strategien sind mindestens jährlich auf ihre Aktualität hin zu überprüfen und ggf. anzupassen. In der Risikostrategie sind zentrale Grundsätze formuliert, die dem Risikomanagementprozess im Detail zu Grunde liegen. So orientieren sich die Risikomanagementprozesse an regulatorischen Anforderungen, berücksichtigen jedoch auch betriebswirtschaftliche Belange. Ferner sind konzernweit geltende Regelungen des Risikomanagementsystems des Deutsche Bank Konzerns umzusetzen und einzuhalten. Die Verantwortung für ein zielorientiertes und wirksames Risikomanagement obliegt hierbei jedem einzelnen Mitarbeiter, wenngleich die Gesamtverantwortung bei der Geschäftsleitung liegt und nicht delegierbar ist. Von der Geschäftsleitung werden für die VÖB-ZVD Processing im Wesentlichen drei übergeordnete Geschäftsfelder abgeleitet:
Die grundsätzliche Risikovermeidung bzw. Risikoüberwälzung als wesentliche Bestandteile der Risikostrategie der VÖB-ZVD Processing sind in diesen drei Geschäftsfeldern unterschiedlich ausgeprägt. Die ersten beiden Geschäftsfelder beinhalten im Wesentlichen operationelle Risiken. Eine bewusste Risikovermeidung (bspw. kein Abschluss risikoreicher Geschäfte) ist hier aufgrund ihrer Besonderheiten und Zielsetzungen (hoheitliche Aufgaben und konzerninterne Dienstleistungen) nur sehr eingeschränkt möglich. Im dritten Geschäftsfeld (Drittkundenorientiert) kommen im sehr geringfügigen Maße auch Adressenausfallrisiken hinzu. Hier erfolgt aufgrund der identifizierten Marktbedingungen und Besonderheiten eine bewusste Akzeptanz dieser Risiken, die durch verschiedene Kontrollen minimiert werden. Für die VÖB-ZVD Processing leiten sich grundsätzlich folgende Anforderungen an das Risikomanagementsystem ab:
Grundsätzlich bezieht die VÖB-ZVD Processing alle definierten Risikoarten (Adressenausfall-, Marktpreis-, Liquiditätsrisiko sowie die operationellen Risiken) in ihre Risikomanagementprozesse ein. Vor dem Hintergrund der Besonderheiten der von der VÖB-ZVD Processing betriebenen Geschäftsfelder werden einzig die operationellen Risiken von der Geschäftsleitung im Rahmen einer Risikoinventur als wesentliche Risiken eingestuft. Aufgrund der Besonderheiten der geschäftlichen Aktivitäten der VÖB-ZVD Processing sowie der Bonität der Debitoren (im Wesentlichen Tochterunternehmen des Deutsche Bank-Konzerns sowie inländische Kreditinstitute) und der implementierten Überwachungs- und Sicherungsmaßnahmen, werden die Adressausfallrisiken im kurzfristigen Bereich als von untergeordneter Bedeutung eingeschätzt. Die Eintrittswahrscheinlichkeiten eines relevanten Adressenausfalls werden als sehr gering eingestuft. Marktpreisrisiken ergeben sich aus dem weitestgehend zinsunabhängigen Geschäft der VÖB-ZVD Processing nicht. Ferner ist das Unternehmen bezüglich der Anlage von Geldern auf konzerninterne Institute beschränkt. Seit Ende 2021 besteht durch die Übertragung von Vermögenswerten an die Treuinvest e. V. zur Absicherung des Insolvenzrisikos bei den Pensionsrückstellungen jedoch ein Risiko aus Wertpapierkursschwankungen. Die übertragenen Vermögenswerte werden durch die Treuinvest e. V. in Wertpapiersondervermögen angelegt. Hieraus können sich aufgrund der Volatilität der Kurse (i.d.R. nicht realisierte) Gewinne aber auch Verluste ergeben, die buchhalterisch zu berücksichtigen sind. Eine Analyse dieses neuen Risikos hat allerdings ergeben, dass die Geschäftsführung dieses Risiko aufgrund der Höhe der übertragenen Vermögenswerte für überschaubar hält und stuft das Marktpreisrisiko auch weiterhin als unwesentlich ein. Die Liquiditätsrisiken sind aufgrund der Kapitalausstattung sowie der Bestände an eigenen liquiden Mitteln ebenfalls unerheblich. Aufgrund dessen werden die Adressausfall-, Marktpreis- und Liquiditätsrisiken als von untergeordneter Bedeutung eingestuft und sind somit nicht wesentlich. Zum Bilanzstichtag betragen die aufsichtsrechtlichen Eigenkapitalerfordernisse nach ZAG i. V. m. ZIEV T€ 1.406. Darüber hinaus werden seitens der VÖB-ZVD Processing pauschal für das (theoretische) Adressausfallrisiko insgesamt T€ 380 und für die operationellen Risiken T€ 2.250 im Rahmen der Risikotragfähigkeit für potenzielle Schadensfälle vom Eigenkapital reserviert. Nach Berücksichtigung der eben genannten Risikopotenziale der verschiedenen Risikoarten verbleibt der VÖB-ZVD Processing zum Bilanzstichtag eine freie Risikodeckungsmasse für unerwartete Schadensereignisse in Höhe von T€ 20.769. Die Risikotragfähigkeit ist somit definitionsgemäß gegeben. Im Rahmen des Risikotragfähigkeitsmodells wurden für das seitens der Geschäftsleitung als wesentlich eingestufte operationelle Risiko Annahmen zur Ermittlung der Risikopotenziale getroffen. Eine Analyse der tatsächlichen Ausfälle in der Vergangenheit ergibt hingegen ein deutlich niedrigeres Risiko. Die Abteilung Finanzen hält in diesem Zusammenhang eine entsprechende Ausfallhistorie vor. Ferner werden die aufgetretenen Schadenfälle der Vergangenheit in einer Schadenfalldatenbank erfasst. Wesentliche Schadenfälle aus Adressausfällen (Wertberichtigungen bzw. Ausbuchungen) ergaben sich im Geschäftsjahr 2023, wie auch bereits in den Vorjahren, nicht. Ein operationelles Risiko ist nach dem Verständnis der Gesellschaft die Gefahr von Verlusten, die in Folge von Unangemessenheit oder des Versagens von internen Verfahren und Systemen, Menschen oder in Folge von externen Ereignissen eintreten. Das Ziel eines OpRisk-Controllings liegt in der systematischen und zeitnahen Identifikation der Operationellen Risiken mit deren Ursachen und Wirkungszusammenhänge. Die Notwendigkeit der Ad-hoc-Bekämpfung von Krisensituationen soll auf ein nicht beeinflussbares Restrisiko beschränkt werden. Denn gerade die Ad-hoc-Bekämpfung ist häufig mit hohen Kosten verbunden und sollte somit die Ausnahme bleiben. Als Instrument zur Identifizierung der wesentlichen Risikofelder dient neben der regelmäßigen, i. d. R. monatlichen Erörterung der Risikosituation der Gesellschaft in den Geschäftsführer/Abteilungsleiter Jour Fixes zusätzlich eine jährliche Risikoinventur. Diese qualitative Maßnahme zur Identifizierung und Steuerung der Risiken dient insbesondere dem Risikomanagement der operationellen Risiken. Für sämtliche Organisationseinheiten der VÖB-ZVD Processing wird anhand von standardisierten Erfassungsbögen geprüft, welche Risiken sie tragen und welche Bedeutung bzw. welches Schadenspotenzial diesen zugeordnet wird. Die Ergebnisse der Risikoerhebung werden anschließend aufbereitet, der Geschäftsleitung kommuniziert und ggfs. Maßnahmen eingeleitet. Zur Vermeidung von Schäden aus dem Themenfeld der operationellen Risiken verfügt die VÖB-ZVD Processing im Rahmen eines unternehmensübergreifenden Notfallmanagementsystems über eine Notfallstrategie sowie Business Continuity Pläne (BCP`s) und Maßnahmenkataloge, die in verschiedenen abteilungsspezifischen Notfallhandbüchern sowie dem Notfallvorsorgekonzept (Rahmenwerk) schriftlich fixiert sind. In diesen Dokumenten werden u. a. das normative Umfeld erörtert, Rollen und Verantwortlichkeiten sowie das Verhalten und die Maßnahmen in Notfällen geregelt. Ferner sind hier die Dokumentationsanforderungen, Maßnahmen zur Prävention und Vorbeugung von Notfällen sowie die Notwendigkeit und Verpflichtung zur Durchführung von Notfalltests schriftlich fixiert. Insgesamt ergab sich im Geschäftsjahr 2023 kein Schadenfall (2022: kein Schadenfall) aus dem Bereich der operationellen Risiken. Konzentrationen / Klumpenrisiken im Bereich der Adressenausfallrisiken ergeben sich bei der VÖB-ZVD Processing aufgrund der Konzernverflechtung mit dem Deutsche Bank-Konzern. Bezüglich der Marktpreis-, Liquiditäts- oder operationellen Risiken wurden seitens der Geschäftsleitung keine relevanten Risikokonzentrationen identifiziert, die einer entsprechenden Steuerung bzw. Kontrolle bedürfen. Auch aus aufwandseitiger Betrachtungsweise (u. A. Beschaffung, Lieferanten etc.) ergaben sich keine Hinweise auf Risikokonzentrationen. Insgesamt schätzt die Geschäftsleitung die Unternehmensrisiken für die Zukunft weiterhin moderat bis eher gering ein. Signifikante monetäre Risiken werden für die Zukunft grundsätzlich nicht abgeleitet. Auf Ebene der ermittelten Einzelrisiken werden derzeit keine bestandgefährdenden Sachverhalte identifiziert. Die VÖB-ZVD Processing ist als Tochterunternehmen der Deutsche Bank-Gruppe auf Konzernebene in entsprechende Risikomanagementprozesse eingebunden. Die im Konzern verabschiedeten und kommunizierten Handbücher, Frameworks und Strategien sind auch für die VÖB-ZVD Processing verbindlich. Durch die Abteilung Finanzen wird im Rahmen des Risikoreportings vierteljährlich ein Risikobericht erstellt, der durch die Geschäftsleitung genehmigt und anschließend dem Beirat der VÖB-ZVD Processing zur Kenntnis gebracht wird. Der Risikobericht umfasst die relevanten Informationen zu den Themengebieten Allgemeine Managementinformationen, Kennzahlen und Eigenkapitalausstattung, Risikotragfähigkeit, Geldwäsche, Auslagerungsmanagement, Schadenfälle der Berichtsperiode sowie Projekte und sonstige Informationen. Die Interne Revision ist wesentlicher Bestandteil des unternehmerischen und prozessunabhängigen Überwachungssystems der VÖB-ZVD Processing. Die Funktion der Internen Revision ist im Rahmen einer konzerninternen Outsourcingvereinbarung fast vollständig an den Konzernbereich Revision der Deutschen Bank AG ausgelagert. Die Kommunikation und Überwachung der ausgelagerten Dienstleistung zwischen der VÖB-ZVD Processing und des Bereichs Revision wird durch einen Revisionsbeauftragten sichergestellt bzw. erfolgt direkt über die Geschäftsleitung. Als Teil des unternehmerischen Überwachungssystems prüft der Konzernbereich Revision grundsätzlich alle Aktivitäten und Prozesse der VÖB-ZVD Processing. Die Prüfungsplanung und Festlegung der Prüfungsfrequenzen erfolgt auf Basis eines risikoorientierten Prüfungsansatzes und wird ergänzt um die Vor- und Maßgaben des Deutsche Bank Konzerns. Zur Wahrung einer prüferischen Unabhängigkeit im Mehrmandantengeschäft (Geschäftsbereiche E-Payment, § 24c KWG Kontenevidenzzentrale, paydirekt), wird seit 2013 eine externe Prüfungsgesellschaft mit der Prüfung dieser Geschäftsfelder beauftragt. Die Abarbeitung etwaiger Moniten, die im Rahmen interner bzw. externer Prüfungen festgestellt wurden, wird zentral überwacht. Hierzu werden Verantwortlichkeiten und Termine für deren Behebung klar zugewiesen. Im Anschluss an die Meldung der erledigten Abarbeitung wird das Ergebnis noch einmal durch die Konzernrevision überprüft. 6. Prognosebericht 3 Das globale Wirtschaftswachstum wird sich in 2024 voraussichtlich verlangsamen. Die verzögerten Effekte aus der Straffung der Geldpolitik dürften mindestens bis zur Jahresmitte 2024 die Industrieländer beeinträchtigen. Insbesondere die Schwellenländer sollten einen positiven Beitrag für das globale Wachstum leisten. Dank der schwächeren Weltwirtschaft wird der Inflationsdruck wahrscheinlich weiter nachlassen. In den Industrieländern sollte sich das Wachstum durch ein stockendes BIP-Wachstum in den USA und in der Eurozone abschwächen. Ein spürbarer Rückgang der Inflation müsste das Realeinkommen der Haushalte erhöhen und damit den wirtschaftlichen Abschwung begrenzen. Vor dem Hintergrund rückläufiger Inflationsraten dürften die Zentralbanken ab Jahresmitte 2024 die Senkung ihrer Leitzinsen einleiten. Das Wachstum in den Schwellenländern sollte sich im Jahr 2024 leicht abschwächen, wobei die Entwicklungen in den einzelnen Regionen wahrscheinlich erheblich variieren. Allerdings sollte die Inflation in den meisten Ländern deutlich nachlassen. Die erwartete Wachstumsschwäche in den Industrieländern wird den Außenhandel belasten, obwohl dies in den einzelnen Regionen unterschiedlich sein dürfte. Das BIP-Wachstum in der Eurozone wird voraussichtlich bis zur Jahresmitte stagnieren. Danach sollte der private Konsum eine stärkere Unterstützung für die Wirtschaft darstellen, wenn die Inflation weiter signifikant zurückgeht. Die EZB wird voraussichtlich im ersten Halbjahr 2024 die Senkung des Leitzinses einleiten. Die Inflation könnte bis zur Jahresmitte die Zielmarke von 2% erreichen. Das deutsche BIP dürfte im Jahr 2024 erneut zurückgehen. Die Fiskalpolitik wird nach einem Urteil des Bundesverfassungsgerichts vermutlich gestrafft. Sollten steigende Löhne und eine schwächere Inflation den privaten Konsum stützen, dürfte die Wirtschaft im Sommer erneut an Fahrt aufnehmen. Die Abschwächung der Weltwirtschaft, insbesondere der US-Wirtschaft, wird den Aufschwung voraussichtlich dämpfen, und die weiterhin straffe Geldpolitik wird eine zusätzliche Herausforderung darstellen. Eine Abweichungsanalyse zwischen den letztjährig berichteten Planerwartungen und den Ist-Werten zum 31. Dezember 2023 wurde bereits im Kapitel "Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage" vorgenommen. Als wesentliche finanzielle Leistungsindikatoren der Gesellschaft wurden durch die Geschäftsleitung die Entwicklung des Personalbereiches (Personalaufwand und FTE-Entwicklung), das Provisionsergebnis, der Verwaltungsaufwand sowie das Ergebnis vor Steuern und Gewinnabführung definiert. Als wesentlicher nichtfinanzieller Leistungsindikator wurde die Hochverfügbarkeit des Rechenzentrums, welche durch die Verfügbarkeit der mandantenfähigen Autorisierungssysteme MAts Issuing und MAts Acquiring gemessen wird, definiert. Diese sind als Risikoindikatoren monatlich zu melden und über Service-Level-Agreements vertraglich festgelegt. Die Verfügbarkeit des MAts Issuing muss 99,7% (Ist 2022: 99,98 %) und des MAts Acquiring muss 99,5% (Ist 2022: 100 %) betragen. Die Prognose für das Provisionsergebnis des Geschäftsjahres 2024 liegt bei T€ 28.062. Damit fallen die Planerwartungen im Vergleich zum tatsächlichen Provisionsergebnis 2023 (T€ 28.069) ähnlich aus. Die Geschäftsleitung rechnet tendenziell mit höheren Erträgen im Kerngeschäft, jedoch mit leichten Verschiebungen innerhalb der einzelnen Geschäftsfelder. Ein nicht unwesentlicher Bestandteil der prognostizierten Erträge in 2024 wird, wie auch schon im Jahr 2023, das Projektgeschäft und der Ausbau des E-Commerce-Geschäftes (Merchant Solutions etc.) sein. Im Vergleich zum Gesamtjahr 2023 stehen den für 2024 höher prognostizierten Provisionserträgen (T€ 37.192; +4,3 %) höhere Provisionsaufwendungen (T€ 9.130; +20,3 %) gegenüber. Zudem werden seitens der Geschäftsführung grundsätzlich weitere Chancen im Ertragsbereich, u. A. aus dem Ausbau bestehender Geschäftsfelder, für das Jahr 2024 abgeleitet, die jedoch nur in Teilen im Planergebnis berücksichtigt wurden. Der Personalaufwand wird mit T€ 9.996 geplant und liegt bedingt durch umfangreiche Neueinstellungen deutlich über dem Geschäftsjahr Der Verwaltungsaufwand inklusive Abschreibungen soll gemäß den Planannahmen T€ 10.335 umfassen. Damit liegt der Planwert in großen Teilen getrieben durch materielle Investitionen in Hard- und Software deutlich über Vorjahresniveau. Die in 2023 signifikant angestiegenen Konzernumlagen der Muttergesellschaft Deutsche Bank AG (u. A. aus dem Driver Based Cost Management, DBCM) sind auf ähnlichem Niveau geplant. Im November 2023 genehmigte der Beirat der Gesellschaft Neu-, Ersatz- und Erweiterungsinvestitionen für das Jahr 2024 in Höhe von insgesamt T€ 4.309, von denen T€ 1.950 auf immaterielle Anlagewerte sowie T€ 2.359 auf Hardwarekomponenten und auf übrige Betriebs- und Geschäftsausstattung entfallen. Die Investitionen sind im Wesentlichen Lifecycle bedingte Neu-, Ersatz- bzw. Erweiterungsanschaffungen für die MAts-Systeme und Storagesysteme sowie für der Keymanagement- und Zertifikatsmanagementsysteme. Ferner wurden Mittel für die geplante Rechenzentrumsmigration des Frankfurter Rechenzentrums geplant. Für das Jahr 2024 wird für die Geschäftsbereiche der VÖB-ZVD Processing ein Gesamtergebnis der normalen Geschäftstätigkeit von T€ 6.460 vor Gewinnabführung erwartet. Inwieweit sich die für das Jahr 2024 weiterhin bestehenden Negativeffekte auf der Kostenseite (Inflationsdruck, erhöhte Energiepreise, Lieferengpässe und damit verbundenen Preiserhöhungen) niederschlagen werden, kann in der Gesamtjahresvorschau im Einzelnen für die VÖB-ZVD Processing nur bedingt genau abgeleitet werden. Grundsätzlich sind die schon bekannten Kostensteigerungen in die Planannahmen eingeflossen.
Bonn, den 31. Mai 2024 Antonio da Silva Markus Schierack Jahresbilanz zum 31. Dezember 2023der VÖB-ZVD Processing GmbH, BonnAktivseite
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Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die VÖB-ZVD Processing GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der VÖB-ZVD Processing GmbH, Bonn - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der VÖB-ZVD Processing GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Institute geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Düsseldorf, 31. Mai 2024 EY
GmbH & Co. KG
Lösken, Wirtschaftsprüfer Ommerborn, Wirtschaftsprüfer Gewinn- und Verlustrechnungder VÖB-ZVD Processing GmbH, Bonn, für den Zeitraum 01.01. - 31.12.2023
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