Straub GmbH + Co. KG.
Selbe AdresseHerstellung von Rohrform-, Rohrverschluss- und Rohrverbindungsstücken aus Stahl
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Klaus Anton Schäfer seit 13.8.2024 | Prokura |
Christopher Gerling seit 13.8.2024 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Straub GmbHWertheimJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2024 bis zum 31.12.2024LageberichtA. Unternehmen, Rahmenbedingungen und Geschäftsverlauf Der Gegenstand unserer Gesellschaft als Teil der STRAUB Gruppe ist die Herstellung und der Vertrieb von Haar- und Körperpflegemitteln, die wir und unsere Tochtergesellschaft bellmira Cosmetic GmbH weltweit in ca. 70 Ländern unter den Marken: • Bettina Barty • Pharkos • Herbaflor • MARBERT • Bellvita • John Player Special • Straubal • bellmira Cosmetic • PURAMED • Bavaria • Bel Air • Jan Ulrich verkaufen. Die Pflege- und Schönheitsprodukte der Marke MARBERT werden durch die Straub GmbH in Wertheim produziert und durch uns rein selektiv vertrieben. STRAUB vertreibt seine Produkte in allen Bereichen der Kosmetikbranche: • STRAUB - Marken wie z. B. Bettina Barty, John Player Special und Herbaflor für Drogeriemärkte und LEH • bellmira - hochwertige Körper-, Gesichts- und Haarpflege sowie exklusive Duftkreationen als Handelsmarken für Discounter + LEH • Pharkos - medizinische Bäder und Körperpflege speziell für Apotheken Der Gesamtumsatz im deutschen Markt für Körperpflegemittel wird im Jahr 2024 voraussichtlich nominal um rund 5,5 % auf € 16,72 Mrd. steigen. Zu den wichtigsten Segmenten zählen dabei Haar-, Haut- und Zahnpflegeprodukte. Besonders starkes Wachstum verzeichnen Hautpflegeprodukte und Deodorants, während klassische Segmente wie Badezusätze auf niedrigem Niveau stabil bleiben (Quelle: Statista Marktprognose Körperpflege 2024: https://de.statista.com/outlook/cmo/beauty-personal-care/koerperpflege/deutschland. Die einzelnen Teilsegmente zeigen weiterhin deutliche Unterschiede in der Umsatzentwicklung: • Haut- und Gesichtspflege: Der Umsatz steigt 2024 voraussichtlich auf € 3,52 Mrd., was einem Plus von rund +3,5 % entspricht (Quelle: Statista Marktprognose Körperpflege 2024: https://de.statista.com/outlook/cmo/beauty-personal-care/koerperpflege/ deutschland) • Haarpflegemittel: Der Markt wächst um ca. +2,7 % auf € 3,62 Mrd (Quelle: Statista Marktprognose Körperpflege 2024: https://de.statista.com/outlook/ cmo/beauty-personal-care/koerperpflege/deutschland) • Deodorants: Mit einem Zuwachs von ca. +3,3 % liegt der Umsatz bei € 991 Mio.(Quelle: Statista Marktprognose Körperpflege 2024: https://de.statista.com/outlook/ cmo/beauty-personal-care/koerperpflege/deutschland). • Bade- und Duschzusätze: Hier ist ein leichter Anstieg von +1,2 % auf € 996 Mio. zu verzeichnen (Quelle: Statista Marktprognose Körperpflege 2024: https://de.statista.com/outlook/cmo/beauty-personal-care/koerperpflege/deutschland). Der Markt für Körperpflegemittel bleibt weiterhin von einem intensiven Preiswettbewerb geprägt, insbesondere durch den starken Wettbewerb unter den Drogeriemärkten, die verstärkt auf Eigenmarken setzen. Auch der Markt für dekorative Kosmetik und Düfte entwickelt sich positiv: • Dekorative Kosmetik: Der Jahresumsatz steigt 2024 um ca. +6,5 % auf € 2,78 Mrd. (Quelle: Statista Marktprognose Dekorative Kosmetik 2024: https://de.statista.com/outlook/cmo/beauty-personal-care/dekorative-kosmetik/deutschland) . • Damen- und Herrendüfte: Der Gesamtumsatz wächst deutlich um rund +5,9 % auf € 2,10 Mrd. (Quelle Umsatz Parfümsektor seit 2007: https://de.statista.com/statistik/daten/studie/166768/umfrage/umsatz-mit-damenparfuems-seit-2007). Trotz regulatorischer Herausforderungen, wie dem Benzophenone-Verbot, war das Wachstum des Gesamtmarktes im Jahre 2024 insgesamt stabil. Das Geschäftsjahr 2024 verlief für die Straub GmbH in einem schwierigen wirtschaftlichen Umfeld bei einem anhaltenden intensiven Wettbewerb und nicht zufriedenstellend. Diese Entwicklung entspricht dem im Oktober 2024 angepassten Sanierungsplan, den man allerdings stark positiv übertreffen konnte. Die Umsätze zuzüglich Bestandsveränderung unserer Gesellschaft im Geschäftsjahr 2024 reduzierten sich geplant um rd. 3,0 %. Das Betriebsergebnis blieb somit weiterhin negativ. Die Kostensteigerungen konnten nicht an die Kunden aufgrund von Preis- und Konditionsbindungen weitergegeben werden. Der Wareneinsatz verbesserte sich aufgrund der Anpassung des Kunden-Artikel-Mix um rd. 9%. Die Aufwendungen für bezogene Leistungen reduzierten sich ebenfalls um ca. 9%. Die Versorgung mit Rohstoffen war 2024 durchgängig gesichert. Die Finanzierung unserer Gesellschaft erfolgte über Finanzdarlehen der Hausbank sowie seit 01.03.2024 über ein selektives Factoring. Die Anzahl unserer Mitarbeiter ist im Jahresvergleich leicht gesunken. B. Lage des Unternehmens Die Betriebsleistung hat sich im Jahr 2024 im Vergleich zum Jahr 2023 um ca. 4,1% reduziert. Das Betriebsergebnis (EBIT) ist negativ mit T€ -500.- im Vorjahr lag dieses bei T€ -3.738.- Auch in 2024 war der stark anhaltende Preisdruck, das nach wie vor geringe Niveau des Exportgeschäfts sowie der anhaltende Preiskampf im Discount- und Drogeriebereich weiterhin spürbar. Das negative Jahresergebnis beträgt T€ -.963.- Der Bereich Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe hat sich positiv entwickelt. Im Verhältnis zur Gesamtleistung konnte eine Einsparung von rd. 9,4 % erzielt werden. Der Bereich der bezogenen Leistungen konnte ebenfalls um rd. 9 % gegenüber dem Vorjahr reduziert werden. Wesentliche Ursache für diese Kostenreduktion waren geringere Aufwendungen für Leiharbeiter. Der Personalaufwand reduzierte sich ebenfalls um 12,8 %. Allerdings erhöhte sich das Verhältnis von Sozialabgaben zu Löhne und Gehälter um ca. 0,9%. Ferner stiegen die Kosten für sonstige Aufwendungen ebenfalls um rd. 2,6% an. Kostentreiber im Bereich der Betriebsaufwendungen war u.a. die Einführung eines neuen ERP-Systems, was voraussichtlich bis Ende 2025 andauert. Die Vertriebskosten reduzierten sich um 8,6%. Ursächlich sind zu nennen, die geringeren direkten Verkaufsaufwendungen, wie Ausgangsfrachten und Provisionen, aufgrund des geringeren Umsatzes. Zur Stärkung der eignen Marken wird dennoch ein hoher Aufwand betrieben im Bereich der sozialen Medien sowie der Online-Werbung. Im Berichtsjahr wurde die im Vorjahr begonnene Erschließung neuer Märkte, insbesondere im Nahen Osten fortgeführt. Entsprechende Messen wurden besucht und es konnten Vereinbarungen mit Händlern bzw. Handelsvertreter für die Bearbeitung dieser neuen Märkte getroffen werden. Die im Vorjahresbericht angedeuteten signifikante Verkaufserlöse im Exportbereich für das Jahr 2025 werden sich verschieben, da der jeweilige Marktaufbau mit Erstbestellung und entsprechender kontinuierlicher Nachorder mehr Zeit benötigt. Gerade im Nahen Osten stören nach wie vor Märkte Plagiate der Marbert-Produkte den Verkauf regulärer Ware, obwohl die Marke geschützt ist. An der Durchsetzung der Rechte unserer Gesellschaft wird weiterhin kontinuierlich gearbeitet. Aufgrund der sehr schlechten finanziellen Lage im Jahr 2023 wurde die Fa. Corpass GmbH mit der Erstellung eines Sanierungskonzeptes beauftragt. Das Ende 2023 erstellte Sanierungsgutachten musste im Berichtsjahr angepasst werden Daher ist der Verwaltungsaufwand entsprechend um rd. 22,6% gestiegen. In diesem Bereich fallen ebenso wesentlich höhere Aufwendungen für den Zahlungsdienstleister Markant. Das Jahresergebnis wurde weiterhin durch stark erhöhte Finanzierungskosten negativ beeinflusst, die sich um rd. 86% erhöhten. Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit in Anlehnung an DRS 21 beträgt in 2024 T€ 3.595 nach T€ -1.608 in 2023. Der Bestand an liquiden Mitteln erhöhte sich um T€ 1.563 auf T€ 2.227 (Vorjahr: T€ 664). Die Gesellschaft konnte im Geschäftsjahr 2024 ihren Zahlungsverpflichtungen vollumfänglich und fristgerecht nachkommen. Das Anlagevermögen ist im Vergleich zum Vorjahr um T€ 274 gesunken. Dabei stehen den Investitionen des Geschäftsjahres 2024 in das Anlagevermögen Abschreibungen in Höhe von T€ 285 gegenüber. Der überwiegende Teil der Abschreibungen bezieht sich auf immaterielle Vermögensgegenstände. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich um T€ 4850 auf T€ 3.334 reduziert. Die Einzel- und Pauschalwertberichtigungen (T€ 174) haben sich gegenüber dem Vorjahr um T€ 116 reduziert. Die Rückstellungen reduzierten sich um T€ 26 auf T€ 3.334. Wesentliche Rückstellungspositionen sind für Personal (T€ 509), sowie evtl. Schadenersatzansprüche (T € 1699) Die Verschmelzung zum 01.07.2022 mit der Beauty Brands International GmbH, auf die Straub GmbH führte auch im Berichtsjahr aufgrund des Eintritts der Straub GmbH als Rechtsnachfolger in alle Verträge sowie Zahlungsverpflichtungen in nahezu allen Bereichen der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung zu negativen Veränderungen. C. Finanzielle Leistungsindikatoren Bei den finanziellen Leistungsindikatoren liegt unser Fokus weiterhin auf der Erhöhung der Umsätze und des Jahresergebnisses. Die Umsatzerlöse in 2024 reduzierten sich geplant um 3,4 % im Vergleich zum Vorjahr. D. Gesamtaussage Unsere Vermögens- und Finanzlage schätzen wir, aufgrund der Sicherstellung unserer Liquidität und Kapitalausstattung durch die Straub-Gruppe, als noch ausreichend ein. Die gemäß Sanierungskonzept getroffenen Maßnahmen haben die Ertragslage positiv beeinflusst. Es werden kontinuierlich weitere Maßnahmen ergriffen, um Einsparpotenziale zu identifizieren. Der Vertriebsaußendienst wurde im Jahr 2023 vollständig abgebaut, um die Personalkosten zu senken. Weiterhin wurde zum 01.07.24 die Geschäftsführung reduziert und verändert, um entsprechende Kosten zu sparen. Weitere Kostenreduktion in nahezu allen Bereichen der Gewinn- und Verlustrechnung sind notwendig und die Straffung der Produktpalette unumgänglich. Dieser Weg, sowie der Aufbau neuer Absatzkanäle wird konsequent weiterverfolgt. Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. Lieferantenverbindlichkeiten werden grundsätzlich, soweit zulässig, mit Skontoabzügen beglichen. E. Prognosebericht / Risiken- und Chancenbericht Prognosebericht Durch die seit mehreren Jahren stetig voranschreitende Inflation und die damit verbundene allgemeine Verunsicherung der Konsumenten, zeichnet sich eine Zurückhaltung im Kaufverhalten von hochwertigen und damit hochpreisigen Produkten ab. Da die Marke Marbert im Parfümeriebereich und damit im höherpreisigen Segment angesiedelt ist, erwarten wir, trotz guter und langjähriger Kundenbeziehungen, stagnierende bis rückläufige Umsätze im Inland in diesem Bereich, insbesondere weil kleinere Parfümerien aufgrund von fehlender Nachfolge schließen. Im Bereich der Straub-Eignen Marken prognostizieren wir eine Umsatzsteigerung in 2025. Im Private Label Bereich erwarten wir hingegen einem Umsatzrückgang. Im Jahr 2025 wird unser Produktspektrum weiterhin gestrafft, um bessere Synergien insbesondere im Einkauf und der Produktion zu schaffen. Parallel kreieren wir neue Produkte für einen notwendigen Abtausch im Handel. Der Ende 2022 komplett neu gestaltete Bettina-Barty-Onlineshop wurde von den Kunden bisher sehr gut angenommen. In 2025 liegt weiterhin der Fokus auf dem Ausbau des Onlinegeschäfts, um den Endverbrauchern die qualitativ hochwertigen Produkte der Straub-Gruppe näherzubringen. Zur Umsatzsteigerung wurden im Berichtsjahr hohe Aufwände zur Kundengewinnung getätigt. Die Entwicklung eigener Marken bleibt weiterhin eine wesentliche Aufgabe für die Zukunft und ist Basis unserer Absatzstrategie. Um den Bekanntheitsgrad der Marke Marbert zu erhöhen wurde 2023 ein eigener Marbert-Online-Shop eröffnet und mit entsprechender Werbung mittels Social Media bespielt. Im Berichtsjahr entwickelte sich der Marbert-Online-Shop positiv. Die 2023 und 2024 besuchten Messen haben gerade in den Golf- und Anrainer Staaten neue hoffnungsvolle Kundenkontakte gebracht. Aus diesen Kundenkontakten sind erste Aufträge im Haus und wir erwarten eine signifikante Steigerung der Umsätze in diesen Ländern, allerdings zeitversetzt. Im Allgemeinen erwarten wir für 2025 ein schwieriges Geschäftsjahr mit vielen Herausforderungen. Ab August 2024 wird ein neues ERP-System eingeführt, da das bisherige nicht mehr mit marktüblichen finanziellen Mitteln wartungsfähig war. Diese Einführung dauert planmäßig bis Anfang 2026 und wird die Gewinn- und Verlustrechnung der Gesellschaft stark belasten. Die weltweiten Konflikte, ein durch die USA initiierter möglicher Handelskrieg, fortschreitende Inflation, extreme Verteuerung der Einkaufspreise und der fortschreitenden Fachkräftemangel können ebenso zu finanziellen Auswirkungen der Straub GmbH führen. Um diesen Herausforderungen entgegenzutreten und um einen neuen Blickwinkel auf Produkte und Prozesse zu erhalten, hat sich die Straub-Gruppe einen externen Unternehmensberater an die Seite geholt. Dieser wird unterstützend bei der zukünftigen Ausrichtung der Straub-Gruppe mitwirken. Es wird für 2025 mit einem einstelligen Umsatzwachstum und einem ausgeglichen Ergebnis gerechnet. Chancen- und Risikobericht Ein allgemeines Risiko sehen wir im andauernden Ukraine-Krieg, dem drohenden Handelskrieg durch die seitens USA verkündeten Zölle und allen weiteren Konflikten in der Welt, insbesondere auch die neue Auseinandersetzung im Nahen Osten- Hinzu kommt die weiterhin hohe Inflation in Deutschland. Bei einer bisher durchschnittlichen Inflationsrate von 2,2 % ist diese, gegenüber 2023, zwar zurückgegangen, aber die grundsätzlichen Preiseerhöhungen und Alterung der Gesellschaft führt zu Verunsicherung der Verbraucher und zu einem Rückgang der Konsumausgaben. Wie schon in den Jahren zuvor, ist im Bereich der Konsumgüter in Deutschland der Handel von weiterer Konzentration und Preisdruck geprägt. Die Straub GmbH als mittelständisches Unternehmen muss sich diesem Kampf weiterhin stellen und versuchen, durch Qualität und Innovation die Kunden zu überzeugen. Da wir derzeit im Inland wenig Umsatzerweiterung für die Straub Gruppe sehen, investieren wir in den Ausbau und die Erweiterung der Geschäftsbeziehungen mit unseren Kunden im Ausland und insbesondere im Nahen Osten. Dieser Markt verspricht Wachstumspotenzial in den kommenden Jahren. Hier sehen wir eine Chance zur Umsatzsteigerung. In 2025 sehen wir weiterhin Risiken im Bereich der Rohstoff- und Packmittelbeschaffung auf dem Weltmarkt. Die Straub GmbH versucht Ihren Bedarf an Produktionsmaterialen überwiegend im Inland zu decken und durch langfristige Verträge eine gewisse Preisstabilität zu erreichen. Trotzdem verteuerten sich große Teile der Rohstoffe und Packmittel im 1. Halbjahr 2025 kontinuierlich. Durch verminderte Transportkapazitäten, Fahrermangel, massive Erhöhung der Treibstoffpreise und Maut ergeben sich ebenfalls international Risiken bei den Logistikkosten. Um dem entgegenzuwirken, arbeitet die Straub GmbH bereits seit vielen Jahren mit namhaften, internationalen Speditionen zusammen. In den Geschäftsjahren 2022/ 2023 und 2024 hat sich eine angespannte Ertrags-, Umsatz- und Liquiditätslage abgezeichnet. Dies ist zum einen auf die Belastungen aus dem Verbot von Produkten mit dem Produktbestandteil butylphenyl methylpropional, als auch auf den Preis- und Konditionsdruck von Kunden und gestiegene Kosten zurückzuführen. Strenge regulatorische Eingriffe seitens der Europäischen Union erhöhen die Bürokratie und belasten ebenso die Ertragslage. Bedingt durch die starke Marktmacht von Großkunden mussten Margenverluste im Berichtsjahr hingenommen werden. Aufgrund dessen und aufgrund von langen Zahlungszielen bei Kunden war die Liquiditätslage im Jahr 2022, 2023 und die ersten beiden Monate in 2024 stark angespannt. Im Jahr 2023 verbesserte sich die Liquiditätssituation der Unternehmensgruppe durch finanzielle Mittel der mittelbaren Gesellschafter und der kreditgebenden Banken. Seit 01.03.2024 arbeitet die Straub GmbH mit einem Factoring-Unternehmen zusammen, welches im stillen Factoring-Verfahren für Liquidität sorgt. Abgedeckt durch die Factoring-Gesellschaft sind namhafte Kunden im Inland. Weiterhin wurde ein externes Beratungsunternehmen mit der Erstellung eines Sanierungskonzepts mit einer Fortführungsprognose (i.S.d. IDW S 6) beauftragt. Dieses Sanierungskonzept wurde am 12.12.2023 vorgestellt und die darin enthaltenen Maßnahmen zum großen Teil umgesetzt. Eine positive Fortführungsprognose wurde gestellt. Aufgrund der Erkenntnisse des Jahresabschlusses 2023 musste das erste Sanierungskonzept in Laufe des Jahres 2024 angepasst werden. Dieses nunmehr zweite Sanierungskonzept wurde mit einer positiven Fortführungsprognose am 08.10.2024 vorgestellt und von den Gesellschaftern am 14.10.2024 freigegeben. Dieses zweite Sanierungsgutachten prognostizierte ein negatives Ergebnis von EUR -1,8 Mio im Jahr 2024 und für 2025 ein leicht positives Ergebnis von TEUR 45. Das in 2024 erzielte Jahresergebnis von TEUR - 963.- zeigt, dass die umgesetzten Maßnahmen entsprechend positiv auf die Ertragslage wirken. Der Allein-Gesellschafter, die Straub GmbH + Co. KG hat mit Juli 2024 eine weitere Kapitaleinlage in Höhe von 2,0 Mio € eingebracht als Kapitalstützende Maßnahme Die Zahlungsfähigkeit war im gesamten Jahr 2024 sichergestellt. Der Erfolg des Sanierungskonzepts ist vom Eintritt bestimmter Prämissen, insbesondere auch von der wirtschaftlichen Entwicklung und der Umsetzung der Sanierungsmaßnahmen im Jahr 2025 ff. abhängig. Abhängig vom Eintritt des geplanten wirtschaftlichen Erfolgs und der berücksichtigten Annahmen ist die künftige wirtschaftliche Entwicklung der Gesellschaft mit Unsicherheiten behaftet. Weiterhin ist die Gesellschaft von der Aufrechterhaltung der Finanzierungen und ergänzenden Kreditzusagen nebst Prolongationen der kreditgewährenden Banken und weiteren Finanzgeber abhängig. Zur weiteren Reduzierung interner Aufwände wird Mitte des Jahres 2025 die Tochtergesellschaft Bellmira GmbH mit der Straub GmbH verschmolzen.
Wertheim, den 31.03.2025 gez. Christopher Gerling, Geschäftsführer BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangA. Vorbemerkungen Die Straub GmbH hat ihren Sitz in Wertheim und ist in das Handelsregister des Amtsgerichtes Mannheim unter HRB 570014 eingetragen. Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2024 wurde nach den Bestimmungen der §§ 242 bis 256a und 264 bis 288 HGB sowie den ergänzenden Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung kam das Gesamtkostenverfahren zur Anwendung. Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB. Der Anhang wurde unter Anwendung der größenabhängigen Erleichterungen des § 288 HGB erstellt. In der Vergangenheit sowie im Berichts- und Folgejahr war eine angespannte Umsatz-, Ergebnissituation sowie Liquiditätslage zu erkennen; weiterhin ist zum 31.12.2024 das Eigenkapital belastet. Im Jahr 2022 und 2023 wurden erste Umstrukturierungsmaßnahmen eingeleitet und ein externes Beratungsunternehmen hinzugezogen. Durch das externe Beratungsunternehmen wurde im Dezember 2023 ein Sanierungsgutachten (aktualisiert im Oktober 2024) erstellt. Das Gutachten wurde nach den Grundsätzen des IDW S6 erstellt und kommt zu einer positiven Fortführungsprognose. Die Umstrukturierungsmaßnahmen werden in 2024 weiter fortgesetzt. Durch den Einsatz von Factoring in 2024 wurde die Liquiditätslage entlastet. Vor diesem Hintergrund erfolgt die Bilanzierung unter der Annahme der Unternehmensfortführung (§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB); auf die Erläuterungen im Lagebericht wird ebenfalls verwiesen. In 2024 erfolgte eine Zuführung zur Kapitalrücklage in Höhe von TEUR 2.000 durch Aufrechnung mit Verbindlichkeiten der Straub GmbH an die Straub GmbH + Co. KG (Umwandlung von bilanziellen Fremd- in Eigenkapital). B. Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Anlagevermögen Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterliegen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten angesetzt und um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen werden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Selbständig nutzbare, bewegliche Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens mit Anschaffungskosten zwischen EUR 250,00 und EUR 1.000,00 werden im Jahr des Zugangs aktiviert und nach den steuerlichen Vorschriften entsprechend auf fünf Jahre abgeschrieben. Der Einblick in die Vermögens- Finanz- und Ertragslage ist dadurch nicht wesentlich beeinflusst. Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten angesetzt. Soweit erforderlich, wird der am Bilanzstichtag vorliegende niedrigere Wert angesetzt. Umlaufvermögen Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und der Waren erfolgt zu Anschaffungskosten, die den Einkaufspreisen entsprechen. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, werden diese angesetzt. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten gem. § 255 Abs. 2 HGB unter Einbezug angemessener Teile der Gemeinkosten bewertet. Niedrigere beizulegende Werte am Bilanzstichtag werden berücksichtigt. Die Bewertung der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände erfolgt zum Nennwert. Mögliche Risiken werden durch angemessene Einzel- und Pauschalwertberichtigungen berücksichtigt. Flüssige Mittel werden zum Nominalwert angesetzt (§ 253 Abs. 1 HGB). Aktive Rechnungsabgrenzungsposten Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Anzahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. Eigenkapital Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert. Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen werden in Höhe der voraussichtlichen Verpflichtungen nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung (d. h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) dotiert und berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten sowie Gewährleistungen, die ohne rechtliche Verpflichtung erbracht werden. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden mit den Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Zinssätzen der letzten 7 Jahren (Bekanntgabe durch die Deutsche Bundesbank) abgezinst. Die Restlaufzeiten betragen zwischen 2 und 10 Jahren. Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Fremdwährungsverbindlichkeiten werden mit dem Devisenkassamittelkurs an dem Tag des Geschäftsvorfalls umgerechnet. Verluste aus Kursänderungen zum Bilanzstichtag werden berücksichtigt. In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von EUR 58.429,77 (Vj: EUR 97.506,93) sowie Verbindlichkeiten aus sozialer Sicherheit in Höhe von EUR 13.777,13 (Vj: EUR 29.846,61) enthalten. C. Erläuterungen zur Bilanz Die Entwicklung des Anlagevermögens ergibt sich aus nachstehendem Anlagespiegel:
Die Gesellschaft ist zu 100 % an der bellmira Cosmetic GmbH, Wertheim, beteiligt. Das Eigenkapital der Beteiligungsgesellschaft zum 31.12.2024 beträgt EUR 25.564,59. Aufgrund des Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrags zwischen der Beteiligungsgesellschaft als beherrschtem Unternehmen und der Straub GmbH als herrschendem Unternehmen wurde der Gewinn 2024 der Beteiligungsgesellschaft in Höhe von EUR 35.215,13 vollständig abgeführt. Die Gesellschaft ist zu 100 % an der MARBERT Lizenz GmbH, Düsseldorf, beteiligt. Das Eigenkapital der Tochtergesellschaft zum 31.12.2024 beträgt EUR 31.516,65 der Jahresüberschuss für das Geschäftsjahr wird mit 2024 EUR 939,09 ausgewiesen. Die Gesellschaft ist zu 100 % an der "Bettina Barty" Kosmetik GmbH, Wertheim, beteiligt; der letzte vorliegende Abschluss betrifft das Jahr 2023. Das Eigenkapital der Tochtergesellschaft zum 31.12.2023 beträgt EUR 30.678,32 der Jahresüberschuss für das Geschäftsjahr wird mit 2023 EUR 110,32 ausgewiesen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben analog dem Vorjahr eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Eigenkapital Die Kapitalrücklage beinhaltet eine Zuzahlung des Gesellschafters (EUR 600.000,00) i.S.d. § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB zum 11.12.2018. Weiterhin wurden im Rahmen der Verschmelzung zum 01.01.2022 der Straub Holding GmbH auf die Straub GmbH EUR 8.489.022,60 der Kapitalrücklage zugeführt. Im Jahr 2024 wurden EUR 2.000.000,00 durch Aufrechnung mit Verbindlichkeiten an die Gesellschafterin, Straub GmbH + Co. KG, in die Kapitalrücklage zugeführt. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen beinhalten:
Verbindlichkeiten, Sicherheiten Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten gliedern sich wie folgt:
Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen in voller Höhe branchenübliche Eigentumsvorbehalte der Lieferanten. Den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten liegt eine Betriebsmittelkreditrahmenvereinbarung (bis TEUR 6.000 - Valutierung zum 31.12.2024 bei der Straub GmbH: TEUR 4.400) zur wahl-/ wechselseitigen Inanspruchnahme durch die Kreditnehmer Straub GmbH, Straub GmbH + Co. KG und bellmira Cosmetic GmbH (als Gesamtschuldner) zu Grunde. Folgende Sicherheiten wurden bestellt: - EUR 511.129,90 Grundschuld eingetragen im Grundbuch von Wertheim Nr. 526, lastend auf Otto-Schott-Str. 33, Flst Nr. 6963, Abt. 111/1-6, Eigentümer: Straub GmbH + Co.KG - EUR 3.000.000,00 Grundschuld eingetragen im Grundbuch von Wertheim Nr. 526, lastend auf Otto-Schott-Str. 33, Flst. Nr. 6963 und Otto-Schott-Str., Flst Nr. 6964, Abt. 111/7, Eigentümer: Straub GmbH + Co.KG - EUR 2.500.000,00 Grundschuld eingetragen im Grundbuch von Wertheim Nr. 526, lastend auf Otto-Schott-Str. 33, Flst. Nr. 6963 und Otto-Schott-Str., Flst. Nr. 69614, Abt. 111/8, Eigentümer: Straub GmbH + Co.KG, eingetragen am 22.12.2023 zur Sicherung der Forderungen gegen die Straub GmbH + Co. KG sowie die Straub GmbH gemäß Zweckerklärung vom 19.01.2024 - EUR 1.485.727,29 Grundschuld eingetragen im Grundbuch von Wertheim Nr. 13381, lastend auf Erlenstr. la-g, Flst. Nr. 2789, Abt. 111/1, 2, 3, 7, 9, Eigentümer: Jelto und Markus Hendriok (haftet ebenfalls für die Darlehen 3400026610 und 31400026628 Straub GmbH + Co.KG gemäß Zweckerklärung vom 19.01.2024) - EUR 500.000,00 Grundschuld eingetragen im Grundbuch von Wertheim Nr. 13381, lastend auf Alfred-Zippe-Straße, Flst. Nr. 6968, Abt. 111/8, Eigentümer: Jelto und Markus Hendriok (haftet ebenfalls für die Darlehen 31400026610 und 3400026628 Straub GmbH + Co.KG gemäß Zweckerklärung vom 19.01.20214) - Sicherungsübereignung Warenlager mit wechselndem Bestand der Firmen Straub GmbH + Co.KG, Straub GmbH, bellmira Cosmetics GmbH, gelegen in 97877 Wertheim, Otto-Schott-Str. 33. D. Gewinn- und Verlustrechnung In der Position "soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung" sind Altersvorsorgeaufwendungen in Höhe von EUR 6.839,34 (Vj: EUR 9.529,05) enthalten. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von EUR 0,00 (Vj: EUR 24,55) enthalten. Weiterhin werden in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen periodenfremde Aufwendungen in Höhe von EUR 40.631,07 (Vj: EUR 47.510,91) ausgewiesen. Die Zinsaufwendungen beinhalten Zinsaufwendungen verbundener Unternehmen in Höhe von EUR 73.574,01 (Vj: EUR 0,00). E. Ergänzende Angaben und Erläuterungen Die Straub GmbH haftet gem. § 73 AO als Organgesellschaft für die Umsatzsteuerverbindlichkeiten der Straub GmbH + Co. KG (verbundenes Unternehmen und umsatzsteuerlicher Organträger). Zum 31.12.2024 besteht beim Organkreis ein Umsatzsteuerforderung in Höhe von TEUR 7. Im Organkreis wird mit keiner Inanspruchnahme zum 31.12.2024 gerechnet. Es bestehen finanzielle Verpflichtungen aus Miet-, Pacht- und Leasingverträgen, welche im Berichtsjahr in Höhe von TEUR 1.924 angefallen sind. Davon bestehen im Berichtsjahr Pachtverpfl?ichtungen gegenüber verbundenen Unternehmen (unbestimmte Laufzeit und kurzfristig kündbar) in Höhe von TEUR 991. Nach den derzeitig abgeschlossenen Vereinbarungen werden sich in der Zukunft die jährlichen Miet-' Pacht- und Leasingaufwendungen nicht wesentlich verändern. Die Miet- und Leasingverträge enden zwischen 2024 und 2028. Der Abschluss der Leasing- und Mietverträge dient der Verbesserung der Liquidität des Unternehmens. Für die bestehenden Lizenz- und Wartungsverträge (jährlich kündbar) sind im Be richtsjahr TEUR 834 angefallen. Außerbilanzielle Geschäfte im Sinne des § 285 Nr. 3 HGB sind lediglich in einem betriebsüblichem Umfang (Leasing- und Mietaufwendungen für Betriebs- und Geschäftsausstattung, technische Anlagen und Maschinen sowie Grundstückspachten) vorhanden. Die Miet-, Pacht- und Leasingverträge vermindern das betriebsnotwendige Kapital gegenüber Eigeninvestitionen. Risiken verbleiben beim Vermieter oder Leasinggeber. Die Verwaltung wird ausgelagert und liquide Mittel werden freigesetzt. Das gepachtete Anlagevermögen befindet sich im Eigentum des mittelbaren Gesellschafters. Im Geschäftsjahr 2024 waren durchschnittlich 154 (Vj: 157) Personen im Unternehmen beschäftigt. Hiervon waren durchschnittlich 75 (Vj: 74) Angestellte und 79 (Vj: 83) gewerbliche Arbeitnehmer für die Gesellschaft tätig. Alleinvertretungsberechtigte Geschäftsführer im Berichtsjahr waren: - Herr Jelto Hendriok (Kaufmann), Kreuzwertheim (bis 01.07.2024) - Herr Markus Hendriok (Dipl. Ing. Chemie FH), Wertheim (bis 01.07.2024) - Herr Christopher Gerling (Rechtsanwalt), Wertheim (ab 01.07.2024) Bezüglich der Bezüge der Geschäftsführer wird § 286 Abs. 4 HGB angewandt. Die Gesellschaft ist in 2024 ein 100%iges Tochterunternehmen der Straub GmbH + Co. KG in Wertheim. Ein Konzernabschluss wird sowohl auf Ebene der Straub GmbH als auch der Straub GmbH + Co. KG aufgrund § 293 HGB nicht erstellt. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Abschlussstichtag Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Abschlussstichtag liegen nicht vor
Wertheim, den 31.03.2025 gez. Christopher Gerling, Geschäftsführer sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 22.04.2025 festgestellt. BestätigungsvermerkBei dem eingereichten Jahresabschluss zum 31.12.2024 der Straub GmbH mit Sitz in Wertheim handelt es sich um die nach §§ 325, 327 HGB für Offenlegungszwecke verkürzte Fassung. Neben der gesetzlichen Funktion der Offenlegung (§ 325 HGB) in den Fällen gesetzlicher Abschlussprüfungen richtet sich der Bestätigungsvermerk ausschließlich an die Straub GmbH und wurde zu deren interner Verwendung erteilt, ohne dass er weiteren Zwecken Dritter oder diesen als Entscheidungsgrundlage dienen soll. Unserer Tätigkeit liegt unser Auftragsbestätigungsschreiben zur Prüfung der vorliegenden Rechnungslegung einschließlich der "Allgemeinen Auftragsbedingungen für Wirtschaftsprüferinnen, Wirtschaftsprüfer und Wirtschaftsprüfungsgesellschaften" in der vom Institut der Wirtschaftsprüfer herausgegebenen Fassung vom 1. Januar 2024 zugrunde. Klarstellend weisen wir darauf hin, dass wir Dritten gegenüber keine Verantwortung, Haftung oder anderweitige Pflichten übernehmen. Wer auch immer das in folgenden Bestätigungsvermerk zusammengefasste Ergebnis unserer Tätigkeit zur Kenntnis nimmt, hat eigenverantwortlich zu entscheiden, ob und in welcher Form er dieses Ergebnis für seine Zwecke nützlich und tauglich erachtet und durch eigene Untersuchungshandlungen erweitert, verifiziert oder aktualisiert. Die Franken-Treuhand GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft hat dem vollständigen Jahresabschluss zum 31.12.2024 der Straub GmbH, Wertheim folgenden Bestätigungsvermerk erteilt: BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Straub GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Straub GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2024 bis zum 31. Dezember 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Straub GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2024 bis zum 31. Dezember 2024 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2024 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2024 bis zum 31. Dezember 2024 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit Wir verweisen auf die Angaben im Anhang und Lagebericht, in denen die gesetzlichen Vertreter beschreiben, dass sich die Gesellschaft in einer angespannten Ertrags- und Liquiditätssituation befindet; weiterhin ist das Eigenkapital der Gesellschaft zum 31.12.2024 belastet. Dies deutet darauf hin, dass diese Ereignisse und Gegebenheiten zusammen mit der angespannten Umsatz- und Ertragssituation auf das Bestehen einer wesentlichen Unsicherheit hindeuten, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und die ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellt. Weiterhin wird auf ein durch einen externen Berater erstelltes Sanierungskonzept und eine positive Fortführungsprognose verwiesen. Der Fortbestand der Gesellschaft ist mit gewissen Unsicherheiten behaftet und vom Eintritt gewisser Prämissen, dem Erfolg der Sanierungsmaßnahmen sowie einer Erholung der wirtschaftlichen Situation abhängig. Unsere Prüfungsurteile sind bezüglich dieses Sachverhalts nicht modifiziert. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass eine aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, ist höher als das Risiko, dass eine aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • erlangen wir ein Verständnis von den für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollen und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit der internen Kontrollen der Gesellschaft bzw. dieser Vorkehrungen und Maßnahmen abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel in internen Kontrollen, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Würzburg, 14.04.2025 FRANKEN-TREUHAND
Göring, Wirtschaftsprüfer Seel, Wirtschaftsprüfer |
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