Stammdaten

Register
Amtsgericht Mannheim HRB 739406
Eingetragen
7.6.2004
Branche
BeteiligungsgesellschaftenManagementtätigkeiten von sonstigen HoldinggesellschaftenManagementtätigkeiten von Holdinggesellschaften mit überwiegend finanziellem Anteilsbesitz
Gegenstand
Der Erwerb und die Verwaltung von Beteiligungen an anderen Kapital- und Personengesellschaften, im Falle von Personengesellschaften auch unter Übernahme der persönlichen Haftung, sowie die Übernahme von Managementfunktionen für diese Gesellschaften. Die Gesellschaft ist berechtigt, andere Geschäfte zu betreiben, die geeignet sind, den Gesellschaftszweck unmittelbar oder mittelbar zu fördern, nicht jedoch gemäß § 32 KWG erlaubnispflichtige Bank- und Finanzierungsdienstleistungsgeschäfte.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Prokura
Thomas Dr. Mohr
seit 10.3.2021
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

St. Leon-Rot
25.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

MS Beteiligungs GmbH

St. Leon-Rot

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2023

I. Grundlagen des Konzerns

1. Geschäftsmodell des Konzerns

a) Organisatorische Struktur des Konzerns

Die MS Beteiligungs GmbH ist eine reine Holding-Gesellschaft, sie besitzt knapp über die Hälfte der Gesellschaftsanteile der Calvatis GmbH, der eigentlichen Hauptgesellschaft mit Sitz in Ladenburg. Diese entwickelt, produziert und vertreibt in erster Linie Reinigungsprodukte für Großverbraucher (Industrie, Gewerbe, Landwirtschaft). Die Produkte werden unter anderem unter den renommierten Markennamen "cal-gonit", "tru-lit" und "alzipur" vertrieben. Der Vertrieb erfolgt unter der Einbindung von zahlreichen Tochtergesellschaften im Ausland weltweit.

Insgesamt gehören zur Calvatis-Gruppe zum Bilanzstichtag 11 (Vj. 10) voll konsolidierte aktive Einzelgesellschaften. Daneben bestehen zahlreiche Vertriebstochtergesellschaften im Ausland als Joint-Venture-Unternehmen mit einer Beteiligungsquote von meist 50 %. Davon werden 25 (Vj. 19) aktive Einzelgesellschaften als assoziierte Unternehmen nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen.

b) Segmente

Food

Im Bereich Food beliefern wir weltweit unterschiedliche Branchen. Diese sind z.B.: Schlachtbetriebe, Fleischverarbeitung/Veredelung, Geflügelverarbeitung, Convenience Food, Kartoffel-/allg. Gemüseverarbeitung, Fischverarbeitung, Backwaren, Teigwaren/Nudeln, sowie Reinigungsdienstleister. Hierbei kommen unsere Produkte in den unterschiedlichsten Anwendungsbereichen zum Einsatz. Von der Schaumreinigung, CIP-Reinigung, Desinfektion bis hin zur Personalhygiene. Unser breites Produktportfolio ermöglicht es hier individuell auf unsere Kunden einzugehen. Die Umsatzsteigerung im Konzern mit 1.921 T€ (8,0%) im Foodbereich ist auch im Jahr 2023 trotz der schwierigen Marktlage und des weiter sinkenden Pro-Kopf-Verzehr von Fleisch dem deutschen Markt zuzuordnen. Auf Basis der neuen Berechnungen sank nach vorläufigen Angaben des Bundesinformationszentrums Landwirtschaft der Pro-Kopf-Verzehr von Fleisch im Jahr 2023 um 430 Gramm auf nunmehr 51,6 Kilogramm. Neben Fleischersatzprodukten stehen Food-Trends in 2023 im Fokus.

Diese Trends stehen ganz klar unter dem Fokus Nachhaltigkeit. Denn die zunehmende Bedeutung von Future Food Resilience, aber auch das wachsende Nachhaltigkeitsbewusstsein in der Gesellschaft führen zu Innovationen in der Food-Branche. Lang etablierte Rollen werden hinterfragt und neue Technologien skaliert.

So entstehen beispielsweise folgende Trends:

- Regenerative Food

- Veganisiertes Food

- New Glocal

Unser Ziel muss es somit in den kommenden Jahren sein, unsere Ausrichtung und Innovationen, den neuen Marktgegebenheiten stetig und konsequent anzupassen.

Der Anteil am Gesamtumsatz beträgt 41,1%.

Beverage und Dairy

Im Bereich Beverage und Dairy beliefern wir weltweit unterschiedliche Branchen. Diese sind z.B. im Bereich Beverage: Brauereien, Mineralbrunnen, Mälzereien, Soft Drink/AFG Betriebe, Destillerien und Winzereien. Unser Kundenportfolio im Dairybereich erstreckt sich von Molkereien bis hin zu Käsereien.

Im Jahr 2023 hat sich der Umsatz der Getränkeindustrie in Deutschland gegenüber 2022 um rund 1,6 Milliarden Euro (+6,2%) erhöht. Auch in der Getränkeindustrie spielt der Faktor Nachhaltigkeit eine große Rolle. So zeigten ca. 58% der Verbraucherinnen und Verbraucher eine verstärkte Präferenz für nachhaltige Lebensmittel und Getränke als Ausdruck ihres Engagements für einen umweltbewussten Lebensstil.

Der weltweite Bierausstoß lag bei rund 1,88 Milliarden Hektolitern. Das meiste Bier wurde dabei in China produziert. Der Bierabsatz ist im Jahr 2023 gegenüber dem Vorjahr um 4,5% oder 394,2 Millionen Liter gesunken. Die Bierexporte sind um 5,9% niedriger als im Vorjahr. Ein deutliches Minus mussten 2023 die USA hinnehmen; dort sank die Bierproduktion um 5,6% auf 193,0 Millionen Hektoliter.

Im Bereich Dairy sank der Pro-Kopf-Verbrauch von Konsummilch 2023 auf unter 46 Kilogramm. Sparsamer war auch der Verbrauch von Butter. Hier reduzierte sich der Pro-Kopf-Verbrauch von 24,6 auf 23,8 Kilogramm. Die hergestellte Menge an Konsummilch im Jahr 2023 sank um im Vergleich zum Vorjahr um fast ein Prozent auf rund 4,2 Millionen Tonnen. Auch der Pro-Kopf-Verbrauch von Käse sank von 24,6 auf 23,8 Kilogramm. Der Trend der abnehmenden Anzahl an Milchkühen, gerade in Deutschland, setzt sich mit einem Rückgang von 3,8 auf rund 3,7 Millionen Tiere (-2,5%) fort.

Trotz schwacher Nachfrage, die durch wirtschaftliche Unsicherheit und hohe Inflation, insbesondere in Westeuropa und China, verschärft wurde, zeigte der Markt gegen Ende des Jahres Anzeichen einer Erholung. Bei einem Blick auf Anfang 2024 erwartet der Markt eine allmähliche Normalisierung der Preise, unterstützt durch stabile chinesische Importe und potenzielle Verbesserungen der globalen Nachfragebedingungen.

Trotz aller Herausforderungen konnten wir auch in diesen Bereichen mit +118 T€ (+1,6%) ein Umsatzwachstum verzeichnen. Im Jahr 2023 macht das Segment 17,8% (Vj. 17,7%) der Gesamtumsätze aus. Wir hoffen in diesen Bereichen, trotz der sinkenden Pro-Kopf-Verbräuche und der weltweiten Herausforderungen, auch im Jahr 2024 auf positive Steigerungen.

Farm

Im Farmbereich umfasst unser weltweites Kundenportfolio den Landhandel und landwirtschaftliche Vertriebsorganisationen, aber auch kleinere Landwirte werden von uns direkt beliefert.

2023 war für die Landwirtschaft ein Jahr mit zahlreichen außergewöhnlichen Entwicklungen. Die Auswirkungen des russischen Angriffskrieges haben zu einer global engen Versorgungslage bei Nahrungsmitteln und Rohstoffen geführt, die wiederum enorme kurzfristige Preissteigerungen in einigen Bereichen zur Folge hatte. Gleichzeitig zeigt sich angesichts des Strukturbruchs in der Tier- und insbesondere der Schweinehaltung eine geringere Erzeugung hochwertiger tierischer Lebensmittel. Nach einer langen Dursttrecke haben aber erfreulicherweise diejenigen Betriebe, die die wirtschaftlichen Krisen der zurückliegenden Jahre überstanden haben, im vergangenen Jahr wieder zu wirtschaftlicher Profitabilität zurückfinden können. Nach vorläufigen Berechnungen des Bundesinformationszentrums Landwirtschaft (BZL) bleibt der Produktionswert der deutschen Landwirtschaft im Vergleich zum Vorjahr nahezu konstant. Die pflanzliche Produktion erreicht einen Wert von 37,3 Milliarden Euro (+1,4 Prozent), während die Tierproduktion auf 35,3 Milliarden Euro (-0,8 Prozent) geschätzt wird.

Die Wetterbedingungen im Jahr 2023 wirkten sich negativ auf die Ernte vieler Getreidearten aus. Zudem beeinflusste der niedrige Weltmarktpreis den Preis für Getreide in Deutschland. Der weiter abnehmende Schweinebestand sorgte für Preissteigerungen und damit für einen steigenden Produktionswert. Bei den Rindern hingegen führte der sinkende Tierbestand auch für einen leicht abnehmenden Produktionswert. Niedrigere Energiepreise sorgten für sinkende Preise bei Dünge- und Mischfuttermitteln.

Trotz aller Herausforderungen aktuell und auch in Zukunft, da sich dieser Markt in einem enormen Transformationsprozess befindet, konnten wir auch hier ein Umsatzwachstum von 168 T€ (+1,6%) gegenüber Vorjahr erzielen. Der Anteil am Gesamtumsatz mit 16,9% im Vergleich zum Vorjahr (16,8%) minimal gestiegen.

Institutional

Der Institutionalbereich macht aktuell 3,8% am Gesamtumsatz aus. Die Umsatzstärksten Länder des Konzerns, sind hier Deutschland und Italien.

Export

Calvatis hat seit Jahren ein dichtes Netz an Auslandspartnern aufgebaut. Dadurch ist unser Export-Geschäft erheblich gewachsen. Durch Umgliederungen in den Intercompanybereich verzeichnen wir im Jahr 2023 einen Umsatzrückgang von T€ 936 (-14,7%). Jedoch ist oberstes Ziel auch in den kommenden Jahren weiter im Export zu wachsen. Vorrangiges Ziel ist hier in Zukunft vor allem Konzerne über Tender zu gewinnen um hier weltweit liefern zu können.

Der Export macht aktuell 8,6% am Gesamtumsatz aus.

Intercompany

Der Erfolg unserer Vertriebs-Tochtergesellschaften hat sich auch im vergangenen Jahr weiter fortgesetzt. Für die folgenden Jahre streben wir weitere Neugründungen, Beteiligungen und Unternehmenszukäufe an. Wir gehen daher im Bereich Intercompany von weiter steigenden Umsätzen aus. Im Jahr 2023 trägt der Intercompanybereich mit 8,5% im Konzern zum Gesamtumsatz bei.

Laundry

Um unser Portfolio zu erweitern, und um unserer Vision Vollsortimenter zu werden, näher zu kommen, haben wir im Jahr 2018 unseren Bereich Laundry implementiert. Zielkunden sind hier vor allem Großwäschereien. Auch für diesen Bereich hat unser F&E Team eine komplette neue Produktrange entwickelt, um unseren Kunden auch hier den bestmöglichen Service zu liefern.

Gebäudereinigung

Um weiter zu wachsen und unsere Umsätze weiter zu steigern, haben wir im Jahr 2021 mit der Gebäudereinigung ein weiteres Geschäftsfeld implementiert. Hier umfasst unser Kundenportfolio hauptsächlich Gebäudereinigungsdienstleister. Um hier die Anforderungen unserer Kunden erfüllen zu können, haben wir neben den Ready-to-use Produkten, welche für den Anwender sofort zu nutzen sind, eine breite Palette an ausgewählten Reinigungsmaschinen in unser Equipment Sortiment aufgenommen. Die Kombination von Reinigungsmitteln und den dazu passenden Reinigungsmaschinen soll hier zu einem schnelleren Umsatzwachstum beitragen.

Lebensmitteleinzelhandel

Ein weiteres Geschäftsfeld stellt seit 2021 der Lebensmitteleinzelhandel dar. Zunächst waren die Kunden in unserem Institutionalbereich angesiedelt. Da wir uns hier in den kommenden Jahren international breiter aufstellen wollen, fand eine Änderung in der Struktur der Segmente statt. Auch hier streben wir durch die Veränderung weitere Umsatzsteigerungen an. Diese werden sich zunächst auf den europäischen Raum ausweiten.

Watertreatment

Der Bereich Watertreatment wurde 2017 als eigenes Segment eingeführt. Seither trägt der Watertreatmentbereich stetig zum Umsatzwachstum bei und rundet unsere Ausrichtung als Komplettanbieter ab. Der Anspruch in diesem Segment, eine zielgerichtete Veränderung der Wasserqualität zu erreichen, steigt zunehmend, denn Wasseraufbereitung schützt Geräte, Rohre und vor allem: Menschen. Wir alle brauchen reines Wasser, insbesondere Branchen in denen wir als Calvatis weltweit tätig sind, z.B. die Getränkeherstellung.

Engineering

Im Engineering-Bereich konnten wir im Gegensatz zu den vergangenen Jahren wieder eine zunehmende Investitionsbereitschaft feststellen. Mehr und mehr Kunden, vor allem Bestandskunden sehen uns hier als festen Partner für Neubauten, gerade im Anlagenbereich. Auch für die kommenden Jahre gehen wir von steigenden Umsätzen aus. Hierzu tragen unsere eigenen Produktentwicklungen bei.

2. Beschaffung

Flexible Lieferketten haben oberste Priorität

Hohe Energie- und Rohstoffpreise, Inflation und der allgegenwärtige Mangel an Fachkräften haben die internationale Wirtschaft auch 2023 in Atem gehalten. Unternehmen passen ihre Lieferketten aufgrund der jüngsten Krisenereignisse bereits an, diversifizieren ihre Lieferanten, bauen Lagerbestände auf und setzen auf Near- oder On-Shoring.

Transparenz in der Lieferkette erhöhen

Krisenereignisse wie die Covid-19-Pandemie und der Krieg gegen die Ukraine haben nach wie vor enorme Auswirkungen auf internationale Lieferketten. Professionelles Risikomanagement ist deshalb von entscheidender Bedeutung. Voraussetzung dafür ist der Zugang zu möglichst umfassenden Informationen über die gesamte Lieferkette.

Nachhaltigkeit

Die Einhaltung der ESG-Standards ist in den letzten Jahren zu einem wichtigen Unternehmensziel geworden. Insbesondere das Thema Nachhaltigkeit ist 2023 stärker in den Mittelpunkt gerückt, da weltweit neue Vorschriften und Gesetze in Kraft treten - beispielsweise das deutsche Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz.

3. Produktion

Die Entwicklung in der Produktion war im Berichtsjahr positiv. Durch weitere Investitionen haben wir unsere Produktion modernisiert und unsere Flexibilität weiter erhöht. Ohne das Engagement unserer Mitarbeiter und den Einsatz im Team wäre die Sicherstellung einer ständigen Lieferfähigkeit nicht gewährleistet gewesen. F&E, Produktion und Supply Chain haben Hand in Hand Lösungen, für die sich ständig ändernden Situationen am Rohstoffmarkt erarbeitet. Im Gegensatz zu den vergangenen Jahren ist es unser Ziel in der Zukunft an mehreren Produktionsstandorten Produkte für unsere Kunden zu produzieren. Der Hauptproduktionsstandort wird auch in Zukunft Ladenburg sein. Hier werden wir auch in den nächsten Jahren massiv in die Produktion investieren.

4. Personal

Mitarbeiter sind das wichtigste Kapital, das eine Firma haben kann. So ist auch unser Streben stetig in die Ausbildung und Fortbildung unserer Mitarbeiter zu investieren. Nur gut ausgebildete und zufriedene Mitarbeiter können das Unternehmen nachhaltig profitabel machen. So haben wir auch im Jahr 2023 jungen Menschen einen Ausbildungsplatz zur Verfügung gestellt. Ausbildungsstandort ist die Hauptgesellschaft in Ladenburg. Auch ist es unser Ziel in Zukunft benötigtes Fachpersonal weiterhin einzustellen. So haben wir 2023 mit einem Personalbestand von 243 Mitarbeitern (Vj. 229) im Konzern abgeschlossen. Es freut uns sehr, dass unser Streben hier erkannt wird, und wir vom Deutschen Innovationsinstitut für Nachhaltigkeit und Digitalisierung als Arbeitgeber der Zukunft ausgezeichnet wurden. Eine weitere Auszeichnung, mit dem Titel "Praktikumswoche" hat die Calvatis ebenfalls erhalten.

5. Umweltschutz

Die Umweltbelastungen, die durch die Tätigkeiten der Calvatis-Gruppe entstehen, kontinuierlich zu reduzieren ist das übergeordnete Umweltziel. So wird jedes Jahr ein Umweltprogramm ausgearbeitet, umweltrelevante Projekte identifiziert und deren Umsetzung vorangetrieben. Das Unternehmen ist seit mehr als 20 Jahren nach der ISO 14001 zertifiziert. Die Infrastruktur in diesem Bereich wird seit Jahren kontinuierlich ausgebaut. Alle Mitarbeiter werden hier eingebunden und eingängig geschult.

Auch im Jahr 2023 wurden Projekte im Hinblick auf den Umweltschutz erfolgreich umgesetzt:

- Im Produktionsbereich und der Abwasserbehandlung wurden die Pumpen und Mischer durch neue energieeffizientere Aggregate ersetzt.

- Es wurden größere Tanks aufgestellt, um Rohstoffe zu lagern und diese direkt in der Produktion einzusetzen. Somit werden Rohstofftransporte, Verpackungen und das manuelle Handhaben der Rohstoffe bei der Herstellung der Batchmischungen reduziert.

- Am Standort in Ladenburg wird nur Öko-Strom aus Wasserkraft und CO 2 -neutrales Erdgas als Energieträger eingesetzt. Die Poolwagenflotte am Standort wurde teilweise auf E-Mobilität umgestellt. Die Infrastruktur zum Laden der Fahrzeuge wurde in großem Umfang ausgebaut.

- Die Forschungs- und Entwicklungsabteilung hat die Entwicklung einer Produktlinie, welche den Regeln der Ecolabel-VO entspricht, erfolgreich abgeschlossen; somit können den Kunden weitere Reinigungsprodukte als umweltfreundliche Varianten angeboten werden.

- Nahezu alle Verpackungen aus Kunststoff werden seit Ende 2021 als Mehrwegverpackungen in den Handel gestellt. Die Verpackungen werden von uns von den Kunden zurückgenommen, gereinigt und wieder mit den Calvatis Produkten befüllt. Somit können diese Verpackungen mehrfach verwendet werden, bevor sie in den Recyclingkreislauf gegeben werden.

6. Forschung und Entwicklung

Die teilweise sehr angespannten Situationen am Rohstoffmarkt in den letzten Jahren, haben uns dazu bewegt, gerade im Bereich der Forschung und Entwicklung weiter in unser eigenes Forschungs- und Entwicklungslabor in der Muttergesellschaft zu investieren. Das vorrangige Ziel war hier vor allem die Entwicklung alternativer Rezepturen für unsere erfolgreich vermarkteten Produkte, um uns hier einen konstanten Wettbewerbsvorteil durch konstante Lieferfähigkeit zu verschaffen. Das Thema Umweltschutz, spielt auch in unserer Branche eine große Rolle. So haben wir stetig das Bestreben unsere bereits eingeführte Ecolabel Produktrange weiter auszubauen und weiterzuentwickeln.

Ein weiterer Fokus liegt nach wie vor die Entwicklung einer Basis für Produkte aus nachwachsenden Rohstoffen, die wir teilweise einführen konnten. Ziel ist auch hier künftig der weitere Ausbau. Eine Erweiterung unseres Portfolios an Membranreinigern und die Optimierung unserer Produkte für den Wäschereisektor konnte ebenfalls erfolgreich abgeschlossen werden. In den nächsten Jahren werden wir eine nachhaltige Produktrange für die Industrie entwickeln und weitere Biozidprodukte entsprechend der Verordnung über Biozidprodukte anmelden und zulassen. Dies wird uns weltweit in den verschiedenen Segmenten, in denen wir unsere Kunden bedienen weiter voranbringen.

7. Innovation

Der Anspruch der Calvatis Gruppe ist es auch in den folgenden Jahren stets in die Optimierung der nachhaltigen Produktion sowie in die innovative Entwicklung grüner Reinigungs- und Desinfektionsmittel zu investieren.

8. Investitionen

Die Gesamtinvestitionen beliefen sich im Berichtsjahr auf T€ 1.504. Diese betrafen im Wesentlichen Modernisierungen in der Produktion, den Produktionsgebäuden, Beteiligungen und Ausleihungen an Tochtergesellschaften sowie Lizenzen.

9. Steuerungsprozesse

Der Konzern wird zentral durch die Geschäftsleitung der Calvatis geführt. In den einzelnen Ländern gibt es jeweils einen Vertriebsleiter, der für das jeweilige Land verantwortlich ist. Zentrale Funktionen, wie z.B. Personal, Controlling und Finanzwesen in den einzelnen Ländern werden von der Calvatis in Ladenburg übernommen. Genauso wird die Ausrichtung des gesamten Produktportfolios durch die Calvatis in Ladenburg alleinig gesteuert.

Die Instrumente hierzu sind ein einheitliches Reporting-System auf der Grundlage des Quartalberichtswesens und entsprechenden Abweichungsanalysen zwischen Plan- und Istwerten. Daneben werden die Gesellschaften durch regelmäßige Managementunterstützung laufend vor Ort begleitet. Die für den Konzern wichtigsten Kennzahlen sind hierbei neben der Umsatzentwicklung, der Rohertrag, das EBITDA und das Konzernergebnis.

Diese Kennzahlen werden durch betriebswirtschaftliche Auswertungen auf der Grundlage von Soll-Ist-Vergleichen zu den Planwerten des laufenden Jahres kontinuierlich überwacht und so die Entwicklung des Geschäftsverlaufs analysiert. In regelmäßigen Meetings werden die Ergebnisse der Auswertungen konzernübergreifend besprochen und Prognosen zur künftigen Entwicklung der Branche und der einzelnen Konzernunternehmen in die zukünftigen Planungen aufgenommen. Ergänzt wird dies durch Auswertungen zur Liquiditätsentwicklung und -steuerung.

Neben dem bestehenden monatlichen Reporting der Konzerngesellschaften an die Konzernleitung werden Entscheidungen in den wesentlichen Bereichen wie Einkauf und bzgl. größerer Investitionen und deren Freigabe in der Regel zentral über die Konzernführung entschieden. Investitionen werden auf der Grundlage der mehrjährigen Planungen oder anstehender Optionen für die Expansion z.B. im Zusammenhang mit Standortentscheidungen getroffen.

Soll-Ist-Umsatzauswertungen werden monatlich für alle Gesellschaften analysiert. Auch grundsätzliche Entscheidungen über Vertriebsaktivitäten werden in Abstimmung mit der Konzernführung vorgenommen.

Daneben verwenden die einzelnen Tochtergesellschaften die konzerngleichen Planungs- und Controlling-Instrumente, wie regelmäßiges Reporting und Besprechungen mit der Konzernführung, um im Bedarfsfall kurzfristig reagieren zu können.

Damit sind die wesentlichen Entscheidungsbefugnisse auf der Ebene der Konzernführung angesiedelt.

II. Gesamtwirtschaftliche und branchenspezifische Rahmenbedingungen

Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2023 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 0,3% niedriger als im Vorjahr. Kalenderbereinigt betrug der Rückgang der Wirtschaftsleistung 0,1%. Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland kam im Jahr 2023 im nach wie vor krisengeprägten Umfeld ins Stocken.

Die Produktion im produzierenden Gewerbe ist im Oktober gegenüber dem Vormonat um 0,4% gefallen, womit sich der seit Sommer zu beobachtende rückläufige Trend weiter fortsetzte. Die Herstellung in der Industrie verringerte sich im Oktober um 0,5%.

Die Inflationsrate belief sich im November auf 3,2%. Das ist der niedrigste Wert seit Juni 2021. Nahrungsmittel verteuerten sich im November gegenüber dem Vorjahresmonat erneut überproportional (+5,5 %), allerdings ließ der Preisauftrieb hier weiter nach (Okt. +6,1 %). Zum zweiten Mal seit Januar 2021 ist ein Rückgang der Energiepreise gegenüber dem Vorjahresmonat zu konstatieren (-4,5 %). Für die nächsten Monate ist infolge der preisdämpfenden Maßnahmen im Vorjahr mit einem vorübergehenden, basisbedingten Anstieg der Preissteigerungsraten zu rechnen.

Die schwache Entwicklung am Arbeitsmarkt hält weiterhin an.

Das globale Wachstum in der Chemieindustrie war im Jahr 2023 insgesamt sehr schwach (2023: +1,7 %, 2022: +2,1 %), aber regional stark unterschiedlich. Während die Chemieindustrie in China auf der Basis amtlicher Zahlen dynamisch um rund 7,5 % zunahm, ging sie im Rest der Welt insgesamt um 3,9 % zurück.

Besonders stark waren die Produktionseinbußen in der EU. Hier war nach einem Rückgang um 5,2 % im Jahr 2022 ein weiteres Sinken der Produktion um 7,6 % im Jahr 2023 zu verzeichnen. In Deutschland fiel die Produktion noch stärker um 9,7 % (nach -12,1 % im Jahr 2022). Diese starken Rückgänge spiegeln vor allem Basiseffekte aus dem Vorjahr wider: Angesichts der insgesamt schwachen Nachfrage nach Industriegütern, der entsprechend geringen Nachfrage nach Vorleistungen aus der Chemieindustrie und eines anhaltenden Importdrucks aus China blieb die Produktion in der EU und in Deutschland weitgehend auf dem niedrigen Niveau, das bereits im vierten Quartal 2022 erreicht wurde. Der energiekostenbedingte Produktionsrückgang in der zweiten Hälfte des Jahres 2022 konnte in diesem schwachen Umfeld nicht wieder aufgeholt werden.

Zudem blieben die nordwesteuropäischen Gaspreise im internationalen Vergleich hoch, obwohl sie im Jahr 2023 wieder unter das Niveau vor Beginn des Kriegs in der Ukraine gesunken waren.

II. Geschäftsverlauf

a) Konzernertragslage

Die Calvatis-Gruppe verzeichnete im Geschäftsjahr 2023 Umsatzerlöse von T€ 62.822 (Vj. T€ 62.270).

Die Aufteilung nach den einzelnen Vertriebssegmenten stellt sich wie folgt dar:

Segment T€ Vj.
T€
Veränderung
in T€
Veränderung
in %
Food 25.830 23.909 1.922 8,04
Beverage & Dairy 11.155 11.037 118 1,61
Farm 10.632 10.463 169 1,61
Institutional 2.401 2.351 50 2,11
Export 5.419 6.355 -936 -14,72
Other 7.385 8.155 -770 -9,44

Kennzahlen:

T€ Vj.
T€
Umsatzerlöse 62.822 62.270
Materialaufwand 30.544 33.932
Rohertrag 32.278 28.338
Personalaufwand 18.493 16.397
EBITDA (Jahresergebnis vor Steuern, Finanzergebnis und Abschreibungen) 1.773 2.014
Konzernjahresergebnis 335 220
Materialintensität (Materialaufwand zu Umsatzerlösen) 48,6 % 54,5 %
Personalintensität (Personalaufwand zu Umsatzerlösen) 29,4 % 26,3 %

Das im Vorjahresbericht prognostizierte Umsatzvolumen von 71.900 T€ konnte aufgrund der schrumpfenden Wirtschaft nicht erreicht werden. Dennoch war der Rohertrag deutlich höher als im Vorjahr und lag damit über den Erwartungen.

b) Finanzlage

Die Angaben der Konzern-Kapitalflussrechnung wurden auf der Grundlage der Berechnungsmethodik nach DRSC (DRS 21) ermittelt.

Operative Tätigkeit

Der operative Cash-Flow, ohne die Veränderungen der Aktiv- und Passivpositionen der Bilanz, welche nicht der Investitions- und Finanzierungstätigkeiten zuzuordnen sind (=kurzfristig gebundenes Kapital) beträgt für das Geschäftsjahr 2023 T€ 1.375 (Vj. T€ 2.472).

Die Veränderung des kurzfristig gebundenen Kapitals beträgt T€ -412 (Vj. T€ -603) und ist im Wesentlichen auf die Differenz der Verminderung von Vorratsvermögen und Forderungen zur Verminderung der Verbindlichkeiten zurückzuführen. Somit ergibt sich für das Geschäftsjahr ein Konzern-Cash-Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit von T€ 963 (Vj. T€ 1.869).

Investitionen

Im Berichtsjahr wurden mit T€ 941 vorwiegend Sachinvestitionen und mit T€ 432 Finanzinvestitionen in der Hauptgesellschaft in Ladenburg getätigt. Unter Berücksichtigung von Zins- und Dividendenerträgen von T€ 235 ergibt sich ein negativer Cash-Flow aus der Investitionstätigkeit in Höhe von T€ -1.237 (Vj. T€ -1.031).

Finanzierungstätigkeit

Die geordnete Finanzlage wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr im Wesentlichen durch Eigenfinanzierung aus der laufenden Geschäftstätigkeit gewährleistet. Neue Kreditmittel von Banken wurden in Höhe von T€ 1.000 aufgenommen, dagegen stehen Zins- und Tilgungsleistungen für die bestehenden Kredite von T€ -1.565, so dass in der Hauptgesellschaft der Cash-Flow aus Finanzierungstätigkeit mit T€ -565 (Vj. -T€ 1.275) negativ ist. Um das weitere Umsatzwachstum anteilig zu finanzieren, sollen weitere, kurzfristige Kreditmittel aufgenommen werden.

Einsatz von Finanzinstrumenten

Aufgrund der überwiegenden Fakturierung in Euro kommen keine derivativen Instrumente zur Risikobegrenzung bezüglich Währungsrisiken zum Einsatz. Der Vertrieb außerhalb des Euro-Raums wird teilweise über Tochtergesellschaften in Landeswährung vorgenommen. Währungskursverluste entstehen dort im Zuge der Stichtagsbewertung der offenen Lieferantenverbindlichkeiten.

Aufgrund der Kapitalstruktur und den hieraus resultierenden Mitteln ist der Konzern jederzeit in der Lage, seine Zahlungsverpflichtungen fristgerecht zu erfüllen. Der Konzern verfügte im abgelaufenen Geschäftsjahr weiterhin über Dispositionskredite und weitere alternative Finanzierungen. Die Laufzeit des bestehenden Genussrechts wurde im Jahr 2021, im Einklang mit den Investoren, um weitere 10 Jahre bis 2033 verlängert.

c) Vermögenslage

Die Bilanz weist im Vergleich zum Vorjahr folgende Struktur auf:

Bilanzpositionen
in %
31.12.2023 Vj.
Anlagevermögen 47,8 46,6
Vorräte 14,8 19,0
Forderungen, Sonstige Vermögensgegenstände (inkl. RAP) 29,9 27,6
Liquide Mittel 2,0 1,5
Latente Steuern 5,5 5,3
Aktiva 100,0 100,0
Eigenkapital 33,9 33,8
Rückstellungen 5,6 6,2
Bankkredite 29,0 25,3
Übrige Verbindlichkeiten (inkl. RAP) 31,5 34,7
Passiva 100,0 100,0

Der Anteil des Anlagevermögens hat sich relativ um 1,2 %-Punkte gegenüber dem Vorjahr erhöht. was insbesondere auf Steigerungen im Finanzanlagevermögen aufgrund von Zuschreibungen bei den Equity-Bewertungen und der Beteiligung an weiteren Vertriebsgesellschaften im Ausland sowie der weiteren Kreditvergabe an Beteiligungsunternehmen zurückzuführen ist. Das Anlagevermögen (T€ 16.167, Vj. T€ 15.436), welches vor allem aus Sachanlagen (T€ 11.981, Vj. T€ 11.995) besteht, ist überwiegend durch Eigenkapital (T€ 11.487, Vj. T€ 11.168) und mittel- und langfristige Darlehensmittel (T€ 3.923, Vj. T€ 3.565) finanziert. Dem Umlaufvermögen von insgesamt T€ 15.727 (Vj: T€ 15.813) stehen kurzfristige Verbindlichkeiten von insgesamt T€ 16.398 (Vj. 16.089) gegenüber. Die geringe Verminderung beim Umlaufvermögen ergibt sich durch die Reduzierung der Vorräte mit T€ 1.274, während bei den kurzfristigen Warenforderungen an Beteiligungsunternehmen und bei den liquiden Mitteln Anstiege mit T€ 954 bzw. T€ 198 zu verzeichnen waren.

Das Eigenkapital hat sich um T€ 319 auf T€ 11.487 (33,9% der Bilanzsumme) erhöht. Die Bilanzsumme hat sich um T€ 720 auf T€ 33.837 erhöht. Die Veränderungen auf der Passivseite sind unter anderem geprägt durch den Anstieg bei den kurzfristigen Verbindlichkeiten um T€ 309. Eine deutliche Reduzierung ergab sich bei den Kreditoren um T€ 1.171 auf T€ 7.064 (Vj. T€ 8.235). Bei den Bankverbindlichkeiten sind unter anderem aufgrund einer Darlehensneuaufnahme die lang- und mittelfristigen Darlehensbestände um T€ 358 und die kurzfristigen Kreditbestände um T€ 1.038 angewachsen.

d) Resümee

Wir sind angesichts der stetig anhaltenden enormen Herausforderungen und weiteren Entwicklungen der Märkte in deren Abhängigkeit wir stehen, mit dem Geschäftsverlauf 2023 zufrieden.

IV. Prognose-, Risiko- und Chancenbericht

a) Risikomanagement

Das Risikomanagementsystem orientiert sich an den strategischen Zielen der gesamten Gruppe und an den Erfordernissen für einzelne Tochtergesellschaften und schaffen die Basis für einen sachgerechten und vertrauensvollen Umgang mit Risiken als auch Chancen.

Durch die Einbindung aller Unternehmensebenen, von der Konzernleitung bis auf die Ebene von Produktverantwortlichen, werden ein Risikobewusstsein und ein Risikoverständnis aufgebaut und geschärft.

In entsprechenden regelmäßigen Meetings werden diese Grundsätze und Verhaltensregeln den Führungskräften vermittelt und überwacht.

Ein zentraler Bestandteil des Risikomanagementsystems bildet das interne Kontrollsystem. Damit soll die Wirksamkeit der Wirtschaftlichkeit, der Ordnungsmäßigkeit der internen und externen Rechnungslegung sowie die Einhaltung der rechtlichen Vorschriften (Compliance) sichergestellt werden. Das rechnungslegungsbezogene interne Kontrollsystem ist in das konzernweite Risikomanagementsystem integriert. Somit umfasst es Organisations- sowie Kontroll- und Überwachungsstrukturen zur Sicherstellung der vorgenannten Ziele.

In regelmäßigen Meetings der Konzernleitung der Calvatis mit den Vertriebsleitern in den Tochtergesellschaften werden notwendige Veränderungen besprochen und vor Ort bei den Gesellschaften direkt umgesetzt.

b) Risikobericht

Risiken

Im Folgenden erläutern wir weitere Risiken in der Rangfolge ihrer Bedeutung für die Gesellschaft, wobei hier auf das Schadenspotential abgestellt wird. Die Eintrittswahrscheinlichkeiten dieser Risiken schätzen wir als gering ein. Bestandsgefährdende Risiken sind zurzeit nicht zu sehen.

Bei den für die Produktion notwendigen Rohstoffen sind Preissteigerungen und teilweise, aufgrund der Knappheit, auch jederzeit Lieferengpässe möglich. Durch Diversifizierung bei der Auswahl unserer Rohstoffe haben wir eine größere Bandbreite und können dadurch Lieferengpässe und Preissteigerungen bei einzelnen Rohstoffen teilweise kompensieren. Durch die Entwicklung alternativer Rezepturen, konnten und können wir uns auch in Zukunft weniger abhängig von Lieferengpässen und Preisschwankungen am Rohstoffmarkt machen. Somit können wir uns auch in Zukunft einen Wettbewerbsvorteil verschaffen.

Aufgrund der trotz aller Krisensituationen weiterhin insbesondere im Inland guten Beschäftigungslage auf dem Arbeitsmarkt und dem demographischen Wandel kann der Bedarf an Fachkräften möglicherweise nur schwierig gedeckt werden und aufgrund der Inflation sind weiter steigende Lohnkosten zu erwarten. Durch ständige Aus- und Weiterbildung von Fachpersonal möchten wir uns auch hier unabhängig vom Marktgeschehen machen.

Durch neue behördliche Auflagen hinsichtlich Produktzulassung, Produktbeschaffenheit, Warenkennzeichnung, Transport oder Entsorgung der Verpackungen können weitere Kosten entstehen, die möglicherweise nicht sofort vollständig an die Kunden weitergegeben werden können. Bei der Kalkulation der Produkte versuchen wir, soweit denkbar, mögliche Gesetzesverschärfungen vorherzusehen und in der Preisfindung zu berücksichtigen.

Durch neue Konkurrenzprodukte oder allgemein durch konjunkturelle Schwankungen und Krisensituationen (insbesondere auf ausländischen Märkten) können Kunden- und Umsatzverluste entstehen. Dem treten wir durch diverse Kundenbindungsmaßnahmen wie z.B. der Sortimentspolitik (Komplettangebot von Reinigungsmitteln über -zubehör und -geräten) und durch Ausdehnung des Kundengebiets im Ausland durch Gründung von neuen Vertriebsgesellschaften in verschiedenen Ländern entgegen.

Aufgrund der Produktionstätigkeit können Unfälle beim Umgang mit Gefahrstoffen oder Elementarschäden (insbes. Feuer) nicht ausgeschlossen werden. Durch verstärkte Schulungsmaßnahmen und Sensibilisierung beim Umgang mit Gefahrstoffen wirken wir dem entgegen. Außerdem sind mögliche Schäden über die einschlägigen Versicherungen abgedeckt, der Versicherungsschutz wird regelmäßig überprüft und angepasst.

Aufgrund der teilweisen Finanzierung über Kontokorrentkreditlinien sind durch Zinssatzänderungen steigende Zinskosten möglich. Die finanzpolitische Lage wird daher genau beobachtet.

Es bestehen im Bereich der Forderungen die geschäftsüblichen Ausfallrisiken, denen wir durch ein striktes SAP-gestütztes Forderungsmanagement entgegenwirken. Dieses hat sich bereits in den vergangenen Jahren bewährt.

Die politische und wirtschaftliche Lage in einzelnen Ländern, in denen Calvatis vertreten ist, sowie das Währungskursrisiko sind Gefahren, die die Konzernleitung mit dem Controlling ständig beobachtet, um eventuelle Auswirkungen auf die Unternehmensgruppe zu erkennen und um diesen frühzeitig entgegenwirken zu können.

Gesamtrisikobeurteilung

Die Konzernleitung beurteilt das Gesamtrisiko unter Berücksichtigung der vorgenannten Risiken als beherrschbar, auch unter der Einbeziehung der sich überlagernden globalen Krisen, sowie lokalen Konflikten, da der Konzern bzgl. der vorhandenen Kapital- und Liquiditätsausstattung gut aufgestellt ist. Unter Einbeziehung der aktuellen Liquiditätsplanung ist derzeit kein Liquiditätsrisiko für den Konzern erkennbar.

Der Krieg Russlands gegen die Ukraine, sowie die lokalen Konflikte führen nicht nur zu Beeinträchtigungen von Lieferketten weltweit, sondern auch zu starken Auswirkungen auf dem Rohstoff- und Energiepreismarkt. Dies wird sich auch im Jahr 2024 fortsetzen und wird starken Einfluss auf die Verfügbarkeit von Rohstoffen haben. Unsere Aufgabe wird es sein, hier flexibel und ohne Qualitätsverlust alternative Rohstoffe einzusetzen. Auch die ständige Überprüfung und gegebenenfalls Anpassungen der Fixkosten gehört zu den Aufgaben. Für die zukünftig erhöhten Energiekosten müssen wir für unseren Produktionsstandort in Ladenburg alternative Lösungen finden.

Chancenbericht

Die Calvatis Gruppe ist heute mit ihren Produkten in knapp 106 Ländern vertreten. Die Ziele für die nächsten Jahre sind weitere Tochtergesellschaften, Joint-Venture Partner und Kunden in neuen Ländern zu finden. Gleichzeitig müssen die einzelnen Segmente in den einzelnen Ländern platziert und ausgebaut werden. Weiterhin müssen alternative Rohstoffe eingesetzt und deren Bezugsquellen gefunden werden. Die notwendige Diskussion nach Nachhaltigkeit auch bei unserem Produktportfolio eröffnet der Calvatis Gruppe große Möglichkeiten, die vorhandenen Marktanteile in allen Bereichen deutlich auszubauen.

Gesamtchancenbeurteilung

Die Konzernleitung beurteilt das Gesamtbild der Chancen insbesondere aus den Erfahrungen für die Chemiebranche und dem IHO-Verband aus dem Vorjahr, unter Berücksichtigung der geschilderten Risiken, als überwiegend positiv für eine weitere positive Entwicklung der Gruppe in den nächsten Jahren als Komplettanbieter im Bereich der industriellen Reinigung. Auf der Grundlage der aufgeführten Chancen ist für 2023 zunächst die Bestätigung des Vorjahresergebnisses das Ziel und für die Zukunft wird ein moderates Wachstum aus eigener Kraft mit den vorhandenen Strukturen und weiteren Vertriebsgesellschaften im Ausland angestrebt.

c) Prognosebericht

Marktentwicklung

Grundsätzlich wird der Bedarf an Reinigungs- und Desinfektionsmitteln weltweit weiter steigen. Der Bedarf an nachhaltigen Produkten wird in den kommenden Jahren sprunghaft ansteigen.

Umsatzentwicklung

Segment Budget 2024
in T€
Budget 2025
in T€
Food 26.800 27.500
Beverage & Dairy 11.000 11.500
Farm 11.000 11.250
Institutional 2.800 3.500
Export 5.600 5.650
Other 8.500 9.000

Ergebnisentwicklung

Das vorrangige Ziel ist es, sowohl den Rohertrag als auch EBITDA und das Konzernergebnis im Jahr 2024, bei leicht verbesserten Kostenstrukturen, auf dem Vorjahresniveau von 2023 zu halten.

Für das Jahr 2025 rechnet die Konzernleitung weiter mit einer insgesamt positiven Entwicklung und somit einer leichten Steigerung des Konzernergebnisses, vorausgesetzt es treten nicht Umstände ein, welche das Ergebnis nachhaltig negativ beeinflussen können. So hatte die Entwicklung der Weltwirtschaft massiven Einfluss und sorgte damit für Krisen, die auch die nächsten Jahre deutlich spürbar sein werden. Durch weitere Umstrukturierungsmaßnahmen in den kommenden Jahren 2024 und 2025 in der Produktion und bei den Tochtergesellschaften sollen Rohertrag, EBITDA und das Konzernergebnis mittelfristig weiter stabilisiert und verbessert werden.

Alle Aussagen hinsichtlich der möglichen zukünftigen Entwicklung stellen Einschätzungen dar, die auf Basis der zur Verfügung stehenden Informationen getroffen wurden. Sollten die zu Grunde liegenden Annahmen nicht eintreffen und/oder weitere Risiken eintreten, können die tatsächlichen Ereignisse von den erwarteten abweichen.

 

St. Leon-Rot, den 31.01.2025

gez. Thomas Mohr, Geschäftsführer

Konzernbilanz zum 31. Dezember 2023

AKTIVA

EUR EUR Vorjahr
TEUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 631.728,04 632
2. Geschäfts- oder Firmenwert 25.000,00 656.728,04 35
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschl. der Bauten auf fremden Grundstücken 7.501.069,07 7.507
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.484.399,59 1.673
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 889.238,43 824
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 2.106.303,80 11.981.010,89 1.991
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 23.554,04 24
2. Anteile an assoziierten Unternehmen 2.755.595,00 2.201
3. Sonstige Beteiligungen 223.331,76 250
4. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 526.373,06 281
5. Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00 3.528.853,86 18
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 2.447.914,24 2.538
2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 80.570,90 176
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 2.476.131,79 3.565
4. Geleistete Anzahlungen 0,00 5.004.616,93 0
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 4.854.828,78 4.818
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 3.882,94 8
3. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 3.796.511,87 2.839
4. Sonstige Vermögensgegenstände 1.381.946,70 10.037.170,29 1.382
- davon mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr: EUR 101.866,45 (Vj. TEUR 137)
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 685.228,62 487
C. Rechnungsabgrenzungsposten 97.297,88 133
D. Aktive latente Steuern 1.845.910,49 1.735
33.836.817,00 33.117

PASSIVA

EUR EUR Vorjahr
TEUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 70.000,00 70
II. Eigenkapital-Differenz aus Währungsumrechnung 18.060,78 27
III. Gewinnvortrag 3.532.072,80 3.425
IV. Konzerngewinn 169.351,51 107
V. Nicht beherrschende Anteile 3.497.645,61 3.340
VI. Genussrechtskapital 4.200.000,00 11.487.130,70 4.200
B. Rückstellungen
1. Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 682.093,02 1.034
2. Steuerrückstellungen 7.046,30 66
3. Sonstige Rückstellungen 1.206.822,73 1.895.962,05 956
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 9.807.548,51 8.412
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 7.063.600,12 8.235
3. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 331.083,07 239
4. Sonstige Verbindlichkeiten 3.251.492,55 20.453.724,25 3.006
- davon aus Steuern: EUR 708.599,13(Vj. TEUR 620)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 150.689,72 (Vj. TEUR 110)
D. Rechnungsabgrenzungsposten 0,00 0
33.836.817,00 33.117

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung 2023

EUR EUR Vorjahr
TEUR
1. Umsatzerlöse 62.821.907,39 62.270
2. Erhöhung oder Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -1.080.177,25 869
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 106.855,87 17
4. Sonstige betriebliche Erträge 977.007,58 976
- davon aus Währungsumrechnung: EUR 82.038,14 (Vj: TEUR 30)
5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 28.812.382,51 32.276
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 1.731.494,13 30.543.876,64 1.655
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 15.593.391,34 13.395
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 2.899.781,42 18.493.172,76 3.003
- davon für Altersversorgung: EUR 51.751,99 (Vj: TEUR 281)
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 1.090.450,75 1.084
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen 11.969.055,87 11.734
- davon aus Währungsumrechnung: EUR 33.559,72(Vj.: TEUR 89)
9. Erträge aus Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 374.610,25 0
- davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 0,00 (Vj: TEUR 0)
10. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 211.219,29 223
- davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 0,00 (Vj.: TEUR 0)
11. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 0,00 9
- davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 0,00 (Vj.: TEUR 0)
12. Aufwendungen aus Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 0,00 137
- davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 0,00 (Vj.: TEUR 0)
13. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 923.136,16 647
- davon an verbundene Unternehmen: EUR 0,00 (Vj.: TEUR 0)
14. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 9.752,60 140
- davon aus der Veränderung latenter Steuern: EUR -111.170,00 (Vj: TEUR 74)
15. Ergebnis nach Steuern 381.978,35 275
16. Sonstige Steuern 46.534,58 55
17. Konzernjahresüberschuss 335.443,77 220
18. Auf nicht beherrschende Anteile entfallender Gewinn/Verlust -166.092,26 -113
19. Konzerngewinn 169.351,51 107

Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2023

I. Allgemeine Angaben

Die MS Beteiligungs GmbH mit Sitz in St. Leon-Rot ist beim Amtsgericht Mannheim unter der Register-Nr. HRB 739406 eingetragen. Der Konzernabschluss der Gesellschaft ist unter Beachtung der Vorschriften des Handelsgesetzbuches nach §§ 290 ff. HGB erstellt.

Die Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen wurden nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen, insbesondere nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches, rechtsformspezifischer Vorschriften und der Konzernbilanzierungsrichtlinie aufgestellt. Die Bewertung erfolgt nach den Grundsätzen der Unternehmensfortführung.

Das Geschäftsjahr ist der 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023. Der Stichtag der Jahresabschlüsse der einbezogenen Gesellschaften entspricht dem Stichtag des Konzernabschlusses.

Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Der Konzernabschluss umfasst neben der MS Beteiligungs GmbH als Muttergesellschaft die verbundenen Unternehmen, bei denen die Gesellschaft direkt oder indirekt die Mehrheit der Stimmrechte zusteht bzw. bei denen in anderer Weise die einheitliche Leitung ausgeübt wird.

Die 11 (Vj. 10) voll konsolidierten - ohne Muttergesellschaft - und die 25 (Vj. 19) nach der Equity-Methode einbezogenen Gesellschaften sind in der diesem Anhang als Anlage 1 beigefügten Aufstellung des wesentlichen Anteilsbesitzes aufgeführt und entsprechend gekennzeichnet. Die Aufstellung wird bei Offenlegung gemeinsam mit dem Konzernanhang im Bundesanzeiger elektronisch veröffentlicht.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr haben sich folgende Veränderungen des Konsolidierungskreises ergeben: Eine von der Calvatis mit 100%-igem Anteilsbesitz im Jahr 2023 neugegründete Tochtergesellschaft in Großbritannien wurde im Rahmen der Vollkonsolidierung einbezogen.

Die Zuwächse bei den nach der Equity-Methode einbezogenen Gesellschaften ergaben sich durch einen Erwerb eines 25%-Anteils einer neugegründeten inländischen Gesellschaft bei der MS Beteiligungs GmbH und durch fünf neue Beteiligungen an ausländischen Vertriebsgesellschaften bei der Calvatis GmbH in Vietnam, Pakistan, Südkorea, Guatemala und auf den Philippinen.

Für 4 Gesellschaften mit mehrheitlichem Beteiligungsbesitz wurde gemäß § 296 Abs. 2 HGB auf die Einbeziehung in den Konzernabschluss verzichtet. Diese unterhalten derzeit keinen aktiven Geschäftsbetrieb, da sie sich noch in der Gründungsphase befinden oder die Geschäftsaktivitäten eingestellt wurden.

Die Kapitalkonsolidierung erfolgte fiktiv zum Zeitpunkt des Unternehmenserwerbs nach der Neubewertungsmethode gemäß § 301 Abs. 1 Satz 2 HGB. Aktivische Unterschiedsbeträge aus der Kapitalkonsolidierung werden, soweit sie nicht einzeln zuordenbar sind, als Geschäfts- oder Firmenwert ausgewiesen und im Wesentlichen über ihre voraussichtliche Nutzungsdauer von 10 Jahren abgeschrieben.

Für die "at equity" einbezogenen Gesellschaften kam die Buchwertmethode (§ 312 Abs. 1 Nr. 1 HGB) zur Anwendung. Da es sich jeweils um Neugründungen handelt, wurde zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung der bereits bestehende Unterschiedsbetrag in den Konzernergebnisvortrag eingestellt.

Die Anteile konzernfremder Gesellschafter an den einbezogenen Unternehmen sind in Höhe ihres Anteils am Konzern-Eigenkapital gemäß § 307 HGB innerhalb des Postens Eigenkapital gesondert ausgewiesen.

Die gegenseitigen Forderungen und Verbindlichkeiten der in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften werden aufgerechnet und eliminiert.

In der Konzern-Gewinn- und -Verlustrechnung werden gemäß § 305 Abs. 1 HGB alle Erträge und Aufwendungen, die zwischen den in den Konsolidierungskreis einbezogenen Unternehmen bewirkt wurden, miteinander verrechnet. Beteiligungserträge aus in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen werden herausgerechnet. Zwischengewinne werden, soweit in wesentlicher Höhe entstanden, eliminiert.

Auf Steuerlatenzen aus Konsolidierungsmaßnahmen werden Steuerabgrenzungen vorgenommen, die gemäß § 306 Satz 3 HGB mit den Aktiv- und Passivposten aus Steuerabgrenzungen in den Einzelabschlüssen zusammengefasst werden.

II. Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Die Abschreibungen bemessen sich nach der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer und werden linear vorgenommen. Bei den Zugängen werden die monatsanteiligen Abschreibungssätze verrechnet. Folgende Nutzungsdauern werden in der Regel angenommen:

Immaterielle Vermögensgegenstände (ohne Firmenwerte) 3 bis 5 Jahre
Originäre Firmenwerte in Einzelabschlüssen 10 Jahre
Gebäude auf eigenen Grundstücken 33 Jahre
Technische Anlagen und Maschinen 8 bis 10 Jahre
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 10 Jahre

Die Firmenwerte aus der Kapitalkonsolidierung werden grundsätzlich über einen Zeitraum von 10 Jahren abgeschrieben. Die Einschätzung der betrieblichen Nutzungsdauer bemisst sich im Wesentlichen nach den zu erwartenden Ertragsrückflüssen, die Basis der Kundenstämme mit Empfehlungskunden sowie auf das vorhandene Know-how (Mitarbeiter, Prozesse), das im Rahmen des Erwerbs der Geschäftsbetriebe übernommen wurde. Die Ertragspotentiale dieser Komponenten werden voraussichtlich über einen Zeitraum von 10 Jahren ausgeschöpft. Aufgrund der rückwirkend fiktiven Bewertung zum Zeitpunkt des Erwerbs ist der einzig im Konsolidierungskreis entstandene Firmenwert zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung bereits vollständig abgeschrieben.

Die unter den Finanzanlagen ausgewiesenen Beteiligungen an assoziierten Unternehmen werden gemäß der § 312 Abs. 1 Satz 1 HGB angesetzt. Die von den assoziierten Unternehmen angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen auf der Basis der Vorschriften des HGB den hier genannten Methoden, soweit sie auf die Sachverhalte der Einzelabschlüsse anzuwenden sind.

Im Übrigen werden Beteiligungen, Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, sowie sonstige Ausleihungen zu Nennbeträgen angesetzt und bei erkennbarem Rückzahlungsrisiko (voraussichtlich dauernde Wertminderung - gemildertes Niederstwertprinzip) einzelwertberichtigt.

Vorräte werden zu Anschaffungskosten bzw. mit dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Für erkennbare Wertminderungen wegen mangelnder Gängigkeit und Beschaffenheit werden Abwertungen vorgenommen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit den Nennbeträgen bewertet. Falls erforderlich sind für Einzelrisiken Wertberichtigungen gebildet. Das allgemeine Kreditrisiko und sonstige Abzüge bei den Kundenforderungen werden durch eine Pauschalwertberichtigung angemessen berücksichtigt.

Die liquiden Mittel (Kassenbestand, Bankguthaben) sind zu Nennbeträgen angesetzt.

Der Ansatz der Rechnungsabgrenzungsposten (sowohl aktivisch als auch passivisch) erfolgt zu Nennwerten.

Aktive latente Steuern werden gemäß Berechnung der Abgrenzung der voraussichtlichen Steuerentlastung zum Nennwert angesetzt.

Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert.

Das Genussrechtskapital ist zum Nennwert bzw. Rückzahlungspreis bilanziert.

Pensionsrückstellungen werden nach der "Projected-Unit-Credit-Methode" (PUC) unter Verwendung der "Richttafeln 2018 G" ermittelt. Für die Abzinsung wurde pauschal der durchschnittliche Marktzinssatz bei einer restlichen Laufzeit von 15 Jahren von aktuell 1,82 % (10-Jahresdurchschnitt) gemäß § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB verwendet. Erwartete Rentensteigerungen wurden mit 2,00 % berücksichtigt. Seitens des Gutachters wurden außerdem alters- und geschlechtsabhängige Fluktuationswahrscheinlichkeiten angesetzt.

Steuerrückstellungen und sonstige Rückstellungen sind nach kaufmännischer Vorsicht für erkennbare Risiken und ungewisse Verpflichtungen unter Beachtung des § 249 HGB gebildet. Sie sind mit dem Erfüllungsbetrag, d.h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr werden gemäß § 253 Abs. 2 HGB mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst.

Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Als Rechnungsabgrenzungsposten werden anteilig alle auf die Zukunft entfallenden Aufwendungen oder Erträge erfasst.

Latente Steuern werden für Steuerauswirkungen von Differenzen zwischen der Handels- und der Steuerbilanz gebildet, wobei Unterschiede, die sich nicht ausgleichen werden, unberücksichtigt bleiben. Ferner werden aktive latente Steuern auf steuerliche Verlustvorträge bilanziert, sofern deren Realisierung in den kommenden 5 Jahren auf Basis von Planungsrechnungen gewährleistet erscheint. Aktive und passive latente Steuern werden saldiert ausgewiesen.

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden gemäß § 256a HGB mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wird dabei das Realisationsprinzip (§ 298 Abs. 1 i.V.m. § 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 298 Abs. 1 i.V.m. § 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet.

Bei Auslandsgesellschaften, deren Geschäftsvorfälle in fremder Währung erfasst werden, werden die Jahresverkehrszahlen mit dem Devisenmittelkurs des Jahres umgerechnet.

Bilanzposten werden zum Stichtag wie folgt erfasst:

Langfristige Fremdwährungsforderungen werden zum Devisenbriefkurs bei Entstehung der Forderung oder zum niedrigeren beizuliegenden Wert, unter Zugrundenlegung des Devisenkassamittelkurses am Abschlussstichtag angesetzt (Imparitätsprinzip).

Kurzfristige Fremdwährungsforderungen (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) sowie liquide Mittel oder andere kurzfristige Vermögensgegenstände in Fremdwährungen werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.

Langfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten werden zum Devisengeldkurs bei Entstehung der Verbindlichkeit oder zum höheren Stichtagskurswert, unter Zugrundelegung des Devisenkassamittelkurses am Abschlussstichtag, bewertet (Imparitätsprinzip). Kurzfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.

III. Angaben zur Konzernbilanz

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist in dem als Anlage 2 beigefügten Konzernanlagenspiegel dargestellt. Zum Erstkonsolidierungszeitpunkt der Konzerngesellschaften vorhandenes Anlagevermögen wird aus Vereinfachungsgründen mit den historischen Anschaffungskosten und den historischen kumulierten Abschreibungen als Zugang erfasst, soweit keine stillen Reserven enthalten sind. Die Darstellung dieser Zugänge erfolgt in einer separaten Spalte. Abgänge aus der Endkonsolidierung von Konzerngesellschaften werden ebenfalls in dieser Spalte erfasst. Soweit aus der Konsolidierung aufgedeckte stille Reserven auf abnutzbares Anlagevermögen entfallen, erfolgt die Abschreibung auf die Restnutzungsdauer der betreffenden Vermögensgegenstände.

Für latente Steuern aus Einzelabschlüssen sowie aus Konsolidierungsmaßnahmen wurden per Saldo aktive latente Steuern in Höhe von TEUR 1.846 (Vj. TEUR 1.735) abgegrenzt. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgte auf der Basis der bis auf weiteres geltenden Steuersätze für Gewerbesteuer (rd. 14 %), Körperschaftsteuer inkl. Solidaritätszuschlag (rd. 16 %) und setzen sich im Einzelnen wie folgt zusammen:

Differenzen
TEUR
Steuersatz (GewSt/ KSt/SolZ) Latente 31.12.2023
TEUR
Steuer Vorjahr
TEUR
Bilanzunterschiede Einzelabschlüsse
Mehrwert Pensionsrückstellung 1.988 30,00 % 596 632
Minderwerte Vorräte und Forderungen (ohne § 8b KStG-Sachverhalte) 496 30,00 % 149 73
Mehrwerte sonstige Rückstellungen und sonstiges 151 30,00 % 46 12
Insgesamt
TEUR
davon vorauss. innerhalb 5 Jahren nutzbar
TEUR
Steuerliche Verlustvorträge
GewSt 3.252 3.252 14,00 % 455 418
KSt/SolZ 4.504 3.750 16,00 % 600 600
1.846 1.735

Das gezeichnete Kapital in Höhe von TEUR 70 (Vj. TEUR 70) entspricht dem bei der Muttergesellschaft ausgewiesenen Bilanzposten.

Eigenkapitaldifferenzen aus Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 18 (Vj. TEUR 27) entstanden im Zuge der Währungsumrechnung bei den vollkonsolidierten Gesellschaften in der Schweiz, in der Tschechischen Republik, in Polen, in Ungarn, in Großbritannien und in Kolumbien.

In den nicht beherrschenden Anteilen in Höhe von TEUR 3.498 (Vj. TEUR 3.364) sind keine negativen Kapitalanteile enthalten.

Das Genussrechtskapital wurde am 17.12.2012 emittiert und hat nach Prolongation im Dezember 2021 eine Laufzeit bis zum 01.07.2033. Ordentliche Kündigungsrechte bestehen nicht. Die Genussscheine wurden eingeteilt in 88 Stück zum Nennbetrag von TEUR 50 im Freiverkehr der Börse Düsseldorf emittiert. Sie sind verbrieft in einer Globalurkunde im Gesamtnennbetrag von TEUR 4.400. Im Rahmen einer Treuhandvereinbarung wurden die Genussscheine gezeichnet durch den Calvatis Pension Trust e.V. In 2021 wurden davon 4 Stück (Nennbetrag 200 TEUR) an den Emittenten zurückübertragen. Das Genussrecht wird mit 6,75 % p.a. verzinst. Der Zinsanspruch für das abgelaufene Geschäftsjahr ist am 30.6. des Folgejahres zur Zahlung fällig.

Aus der Abzinsung der Pensionsrückstellungen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre ergibt sich im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre ein um TEUR 41 niedrigerer Rückstellungsbetrag. Dieser abzinsungsbedingte Unterschiedsbetrag ist für die Ausschüttung gesperrt (§ 253 Abs. 6 Satz 2 HGB).

Daneben wurde, nachdem alle Voraussetzungen zur Saldierung von Vermögensgegenständen zur Deckung der Pensionsverpflichtung vorlagen, eine Saldierung der Pensionsverpflichtung mit dem Anspruch aus dem Treuhandvermögen gegenüber dem Calvatis Pension Trust e.V. nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB vorgenommen. Die Vermögenswerte betragen TEUR 4.200 (Anschaffungskosten entsprechen dem Zeitwert), der Erfüllungsbetrag der Pensionsverpflichtung beträgt unter Berücksichtigung der Regelung gem. Art. 67 Abs. 2 EGHGB TEUR 5.234.

Die für 2023 verrechneten Aufwendungen und Erträge betragen TEUR 86 (saldierungsfähiger Aufwand aus Abzinsung der Rückstellung). Der saldierungsfähige Zinsertrag aus dem Deckungsvermögen beträgt TEUR 284.

In den Steuerrückstellungen in Höhe von TEUR 7 (Vj. TEUR 66) sind im Wesentlichen voraussichtliche Nachforderungen an Ertragsteuern enthalten.

Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 1.207 (Vj. TEUR 956) beinhalten Rückstellungen für Urlaubs- und sonstige Personalkosten (TEUR 570, Vj. TEUR 475), für ausstehende Rechnungen (TEUR 380, Vj. TEUR 258), für Jahresabschluss- und Beratungskosten (TEUR 130, Vj. TEUR 121), für Prozessrisiken (TEUR 70, Vj. TEUR 46) sowie für noch nicht abgerechnete Kundenboni (TEUR 57, Vj. 56).

Die Angabe zu den Restlaufzeiten der jeweiligen Posten in den Verbindlichkeiten sowie der gesicherten Beträge unter Angabe von Art und Form, ergibt sich aus dem als Anlage 3 beigefügten Konzernverbindlichkeitenspiegel.

Mitzugehörigkeitsvermerk nach § 265 Abs. 3 S. 1 HGB

a) Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 4 (Vj. TEUR 8) enthalten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 2 (Vj. TEUR 8).

b) Die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, in Höhe von TEUR 3.797 (Vj. TEUR 2.839) enthalten in Höhe von TEUR 3.288 (Vj. TEUR 2.744) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

c) Die Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, in Höhe von TEUR 331 (Vj. TEUR 239) enthalten ausschließlich Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern (nach § 42 Abs. 3 GmbHG)

In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Forderungen gegen den Gesellschafter in Höhe von TEUR 126 (Vj. TEUR 117) enthalten. In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter von TEUR 51 (Vj. TEUR 34) enthalten.

IV. Angaben zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

Die Umsatzerlöse resultieren aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit des Konzerns und verteilen sich geographisch wie folgt:

EUR Vorjahr
EUR
Inland 35 Mio. 34 Mio.
andere EU-Länder 21 Mio. 15 Mio.
übriges Europa 6 Mio. 5 Mio.
übrige Gebiete 1 Mio. 8 Mio.

In den sonstigen betrieblichen Erträgen bzw. Aufwendungen sind im Wesentlichen folgende periodenfremde Sachverhalte enthalten:

TEUR Vorjahr
TEUR
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 171 1
Forderungsverluste und Wertberichtigungen im Umlaufvermögen -113 -555

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag berücksichtigen Erträge aus der Fortschreibung latenter Steuern in Höhe von TEUR 111 (Vj. Aufwand TEUR -74). Das betriebliche Ergebnis vor Steuern wird mit Steuern vom Einkommen und vom Ertrag in Höhe von TEUR 121 (Vj. TEUR 66) belastet. Im Geschäftsjahr wurden Auszahlungen für laufende Steuern des Geschäftsjahres und für Vorjahre in Höhe von TEUR 182 (Vj. TEUR 95) erfasst.

In den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind keine periodenfremden Aufwendungen und Erträge enthalten.

Die Überleitungsrechnung gem. DRS 18.67 stellt sich wie folgt dar:

TEUR Vorjahr
TEUR
Ergebnis vor Ertragsteuern (Handelsbilanz) 345 360
Erwarteter Ertragssteueraufwand (Konzern-)Steuersatz 30,00 % 104 108
Überleitung:
- Steueranteil für:
a) Steuerfreie Erträge / steuerlich nicht abzugsfähige Aufwendungen -105 63
b) temporäre Differenzen und Verluste, für die keine latenten Steuern erfasst wurden 11 -31
- periodenfremde tatsächliche Steuern 0 0
- sonstige Steuereffekte (Bsp. aus PersG) 0 0
Ausgewiesener Ertragsteueraufwand 10 140
Effektiver (Konzern-)Steuersatz in % 2,90 38,89

Steuerfreie Erträge entstanden im Geschäftsjahr insbesondere durch die Zuschreibungen bei den at-equity-Bewertungen mit TEUR 350.

Bei dem erfassten Steueranteil für temporäre Differenzen von TEUR 11 (Vj. TEUR -31) handelt es sich beispielsweise um nicht berücksichtigte Verluste in vollkonsolidierten Gesellschaften.

Weitere Steuereffekte, wie z.B. Steuersatzunterschiede bei ausländischen Gesellschaften, sind unwesentlich.

V. Nachtragsbericht

Im Februar 2024 wurde der Devisenkurs für das libanesische Pfund von 1 USD = 15 000 LBP auf 1 USD = 89 500 LBP geändert. Unter Zugrundelegung dieser Kurse errechnet sich eine Abwertung des libanesischen Pfund gegenüber dem US-Dollar um 83,2 %. Der Devisenkurs des Euro gegenüber dem libanesischen Pfund ist an die Kursentwicklung des US-Dollars gekoppelt, so dass die Deutsche Bundesbank in der Wechselkursstatistik für Ende Februar für 1 EUR einen Wert von 97.099 LBP nach 16.045 LBP Ende Januar ausweist. Unter den Konzerngesellschaften befindet sich ein assoziiertes libanesisches Unternehmen. Der nach der Equity-Methode ermittelte Wert des anteiligen Eigenkapitals zum Bilanzstichtag 31.12.2023 ist mit dem Devisenstichtagskurs umgerechnet. Der Jahresüberschuss und das Eigenkapital der Gesellschaft haben sich aufgrund der enormen Inflation in 2023 stark erhöht. Dies fand aber durch den festgeschriebenen offiziellen Devisenkurs in der Umrechnung auf den Euro keine Berücksichtigung. Im Konzernergebnis 2023 ist so eine Zuschreibung des Equity-Wertes um TEUR 304 enthalten (Angabe nach § 314 Abs. 1 Nr. 23 HGB). Für das Konzernergebnis 2024 ist daher entsprechend der Abwertung mit einem signifikanten Rückgang beim Equity-Wert ja nach Entwicklung der Gesellschaft selbst in einer Bandbreite von TEUR 300 - 450 zu rechnen.

Nach wie vor ist gem. § 314 Abs. 1 Nr. 25 HGB allgemein noch die Auswirkung des Ukrainekrieges und anderer politischer Spannungen und den damit verbundenen Liefersanktionen zu nennen. Die Versorgungssicherheit von Rohstoffen und Energie sind momentan gegeben, allerdings ist eine dauerhafte Vorhersage für die Volkwirtschaft insgesamt und damit auch für den Konzern immer noch schwer abschätzbar. Für weitere Ausführungen wird auf den Konzern-Lagebericht verwiesen.

VI. Sonstige Angaben

Im abgelaufenen Geschäftsjahr lagen folgende Geschäfte mit nahestehenden Personen der in den Konzern einbezogenen Gesellschaften vor:

Art der Beziehung Art des Geschäfts Assoziierte Unternehmen
TEUR
Übrige verbundene Unternehmen und Beteiligungen
TEUR
Warenverkäufe 5.629 50
Erträge aus Dienstleistungen 0 0
Sonstige Aufwendungen (Lizenzgebühren) 84 0
Beteiligungserträge 24 0
Zinserträge 10 0

Im Falle von bei Unternehmen im Konsolidierungskreis angestellten Geschäftsführern werden mit diesen oder deren nahestehenden Personen keine Geschäfte getätigt.

Zum Bilanzstichtag bestanden nicht bilanzierte, zukünftige finanzielle Gesamtverpflichtungen (§ 314 Abs. 1 Nr. 2 und 2a HGB) aus befristeten bzw. mit einer Mindestmietdauer versehenen Mietverträgen in Höhe von TEUR 58, sowie aus Operate-Leasing-Verträgen in Höhe von TEUR 2.572 mit Restlaufzeiten zwischen 1 und 48 Monaten.

Über die Leasingverträge werden insbesondere der Fuhrpark, EDV-Geräte und Fertigungsmaschinen angemietet. Die Vorteile der Anmietung liegen in der Verbesserung der Liquiditätssituation;

Risiken ergeben sich bis auf das Restlaufzeitrisiko daraus nicht.

Darlehen an Organmitglieder

Dem Geschäftsführer wurde im November 2020 ein Darlehen in Höhe von bis zu TEUR 200 gewährt. Bis zum Bilanzstichtag wurden TEUR 190 ausbezahlt, davon TEUR 45 im Jahr 2023. Das Darlehen ist mit 3 % p.a. ab dem 01.01.2021 zu verzinsen. Ab dem 01.01.2021 war eine monatliche Tilgung von EUR 1.000,00 vereinbart, die ab dem 01.01.2023 auf EUR 3.500,00 erhöht wurde. Weitere Sondertilgungen sind möglich. Die Tilgungen 2023 belaufen sich auf TEUR 42, so dass als Endstand inklusive aufgelaufener Zinsen ein Betrag von TEUR 126 ausgewiesen wird. Für den Fall der Beendigung des Anstellungsverhältnisses ist eine Sicherungsabtretung für den pfändbaren Teil der zukünftigen Vergütungsansprüche vereinbart.

Gesamtbezüge von Organmitgliedern

Auf die Angabe der Bezüge der aktiven Geschäftsführung wird gemäß § 314 Abs. 3 i.V.m. § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Gesamtbezüge für frühere Organmitglieder

Für frühere Mitglieder des Geschäftsführungsorgans sind im laufenden Geschäftsjahr insgesamt TEUR 43 ausgezahlt worden.

Pensionsrückstellung für frühere Organmitglieder

Für frühere Mitglieder des Geschäftsführungsorgans sind Pensionsrückstellungen i.H.v. TEUR 955 gebildet worden.

Die durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer im Sinne des § 267 Abs. 5 HGB der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen betrug im Geschäftsjahr 2023:

Angestellte 157
Gewerbliche Arbeitnehmer 53
Teilzeitbeschäftigte, Aushilfen 33
zusammen 243

Das als Aufwand erfasste Honorar des Konzernabschlussprüfers, DCS GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Schwäbisch Hall, betrug für das Geschäftsjahr 2023 TEUR 45 und setzt sich zusammen aus TEUR 40 Abschlussprüfungsleistungen und TEUR 5 andere Bestätigungsleistungen. Die Abschlussprüfungsleistungen beinhalten auch das Honorar für die Prüfung des Jahresabschlusses eines einbezogenen Unternehmens.

Als Geschäftsführer der MS Beteiligungs GmbH war im Geschäftsjahr 2023 Herr Thomas Mohr, Betriebswirt, wohnhaft in St. Leon-Rot, bestellt.

Für den Einzelabschluss der MS Beteiligungs GmbH schlägt die Geschäftsführung als Ergebnisverwendung vor, den Jahresverlust des Geschäftsjahres 2023 zusammen mit dem bestehenden Verlustvortrag auf neue Rechnung vorzutragen.

 

St. Leon-Rot, den 31. Januar 2025

gez. Thomas Mohr, Geschäftsführer

Aufstellung des Anteilsbesitzes zum 31. Dezember 2023

Name und Sitz Anteilsbesitz
in %
a) Konsolidierte Unternehmen (§ 313 Abs. 2 Nr. 1 HGB)
Calvatis GmbH, Ladenburg 52,24 % *
Diese ist an den nachfolgenden Gesellschaften wie folgt beteiligt ** :
Calvatis GmbH, Wels, Österreich 100,00 %
Calvatis AG, Altendorf, Schweiz 100,00 %
CALVATIS S.A.S., Sarcelles, Frankreich 100,00 %
Calvatis B.V., XD Well, Niederlande 100,00 %
Higiene Industrial Calvatis S.L.U., Malaga, Spanien 100,00 %
Calvatis S.R.O., Prag, Tschechische Republik 100,00 %
Calvatis Kft., Budapest, Ungarn 100,00 %
Calvatis Sp.z.o.o., Bielawa, Polen 100,00 %
Calvatis S.A.S, Bogota, Kolumbien 100,00 %
Calvatis Limited, Stainess-Upon-Thames, Großbritannien 100,00 %
b) Assoziierte Unternehmen (§ 313 Abs. 2 Nr. 2 HGB)
Pitcho GmbH, Ladenburg 27,50 %
Calvatis Bionik GmbH, Bad Endorf 50,00 %
Uphoff Lab GmbH, Bad Endorf 50,00 %
Padubau GmbH, Ladenburg 25,00 %
Nachfolgend assoziierte Unternehmen der Calvatis GmbH ** :
Calvatis srl, Meran, Italien 50,00 %
Calvatis SRL, Cluj Napoka, Rumänien 50,00 %
CVAS Development GmbH, Ladenburg 50,00 %
Ve por Mas Trading Co S.A. De C.V., Ciudad de Mexico, Mexiko 50,00 %
Calvatis Hiyen.San.ve DisTic. Ltd., Istanbul, Türkei 50,00 %
Calvatis S.R.O., Kezmarok, Slowakei 50,00 %
Calvatis de Costa Rica LTD, Atenaus, Costa Rica 50,00 %
Calvatis d.o.o., Zagreb, Kroatien 50,00 %
Calvatis d.o.o., Maribor, Slowenien 50,00 %
Calvatis PT LDA, Carregado, Portugal 50,00 %
Calvatis Hygiene OOD, Ruse, Bulgarien 50,00 %
CalvBio Forschung & Entwicklung GmbH, Ladenburg 50,00 %
Calvatis Sanrod S.A., Guatemala, Guatemala 50,00 %
Calvatis Korea Co. Ltd., Choi Dong Kyun, Südkorea 50,00 %
Calvatis MEA S.A.L., Beirut, Libanon 49,00 %
Chembond Calvatis Industrial Systems, Mumbai, Indien 49,00 %
Calvatis Philippines Inc., Manila, Philippinen 35,00 %
Calvatis Vietnam Co. Ltd., Ho Chi Minh City, Vietnam 40,00 %
Calvatis (Private) Limited, Lahore, Pakistan 40,00 %
UAB Calvatis, Vilnius, Litauen 34,00 %
Calvatis Asia Pacific Co. Ltd., Bangkok, Thailand 20,00 %

* unter Berücksichtigung von eigenen Anteilen

** Anteilsbesitzquote der Calvatis GmbH, Ladenburg

Entwicklung des Anlagevermögens (Konzern-Anlagespiegel) zum 31.12.2023

Anschaffungs-/Herstellungskosten
Gegenstand Stand 01.01.2023
Zu-/Abgang Erst-/Ent- konsolidierung
Zugänge im Geschäftsjahr
Abgänge im Geschäftsjahr
Umbuchung
Stand 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 25.667.957,62 0,00 130.820,90 1.680,00 0,00 25.797.098,52
2. Geschäfts- oder Firmenwert 4.100.000,00 0,00 0,00 0,00 0,00 4.100.000,00
29.767.957,62 0,00 130.820,90 1.680,00 0,00 29.897.098,52
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Gebäude 10.734.742,87 0,00 136.815,06 0,00 60.167,49 10.931.725,42
2. Technische Anlagen 6.577.218,52 0,00 100.319,35 0,00 0,00 6.677.537,87
3. Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.494.230,14 0,00 453.358,24 8.820,30 0,00 5.938.768,08
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.990.547,19 0,00 250.924,10 0,00 -60.167,49 2.181.303,80
24.796.738,72 0,00 941.416,75 8.820,30 0,00 25.729.335,17
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 306.380,91 0,00 0,00 0,00 0,00 306.380,91
2. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 4.132.992,96 0,00 566.855,95 69.436,00 63.444,09 4.693.857,00
3. Sonstige Beteiligungen 250.203,35 0,00 46.572,50 10.000,00 -63.444,09 223.331,76
4. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 420.001,61 0,00 245.184,06 0,00 0,00 665.185,67
5. Wertpapiere des Anlagevermögens 18.309,70 0,00 0,00 18.309,70 0,00 0,00
5.127.888,53 0,00 858.612,51 97.745,70 0,00 5.888.755,34
59.692.584,87 0,00 1.930.850,16 108.246,00 0,00 61.515.189,03
. Abschreibungen
Gegenstand Stand 01.01.2023
Zu-/Abgang Erst-/Ent- konsolidierung
laufendes Geschäftsjahr
Kumulierte Abschreibungen zu Abgängen
Zuschreibung Umbuchung
Stand 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 25.036.340,58 0,00 129.029,90 0,00 0,00 25.165.370,48
2. Geschäfts- oder Firmenwert 4.065.000,00 0,00 10.000,00 0,00 0,00 4.075.000,00
29.101.340,58 0,00 139.029,90 0,00 0,00 29.240.370,48
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Gebäude 3.227.221,76 0,00 203.434,59 0,00 0,00 3.430.656,35
2. Technische Anlagen 4.903.871,51 0,00 289.266,77 0,00 0,00 5.193.138,28
3. Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.670.026,46 0,00 383.719,49 4.216,30 0,00 5.049.529,65
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 75.000,00 0,00 0,00 75.000,00
12.801.119,73 0,00 951.420,85 4.216,30 0,00 13.748.324,28
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 282.826,87 0,00 0,00 0,00 0,00 282.826,87
2. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 1.931.954,96 0,00 166.592,04 0,00 -160.285,00 1.938.262,00
3. Sonstige Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
4. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 138.812,61 0,00 0,00 0,00 0,00 138.812,61
5. Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
2.353.594,44 0,00 166.592,04 0,00 -160.285,00 2.359.901,48
44.256.054,75 0,00 1.257.042,79 4.216,30 -160.285,00 45.348.596,24
Buchwerte
Gegenstand 31.12.2023
31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 631.728,04 631.617,04
2. Geschäfts- oder Firmenwert 25.000,00 35.000,00
656.728,04 666.617,04
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Gebäude 7.501.069,07 7.507.521,11
2. Technische Anlagen 1.484.399,59 1.673.347,01
3. Betriebs- und Geschäftsausstattung 889.238,43 824.203,68
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 2.106.303,80 1.990.547,19
11.981.010,89 11.995.618,99
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 23.554,04 23.554,04
2. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 2.755.595,00 2.201.038,00
3. Sonstige Beteiligungen 223.331,76 250.203,35
4. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 526.373,06 281.189,00
5. Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00 18.309,70
3.528.853,86 2.774.294,09
16.166.592,79 15.436.530,12

Konzern-Verbindlichkeitenspiegel per 31.12.2023

Restlaufzeit unter 1 Jahr
T€
über 1 Jahr
T€
davon: über 5 Jahre
T€
insgesamt
T€
gesicherte Beträge
T€
Art der Sicherheit
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 5.885 3.923 1.505 9.808 4.594 Grundschulden
(Vorjahr) (4.847) (3.565) (1.662) (8.412) (3.943)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen u. Leistungen 6.931 133 0 7.064 branchenübliche Eigentumsvorbehalte
(Vorjahr) (7.996) (239) (0) (8.235)
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 331 0 0 331
(Vorjahr) (239) (0) (0) (239)
Sonstige Verbindlichkeiten 3.251 0 0 3.251
(Vorjahr) (3.007) (0) (0) (3.007)
davon aus Steuern 709 0 0 709
(Vorjahr) (620) (0) (0) (620)
im Rahmen der sozialen Sicherheit 151 0 0 151
(Vorjahr) (110) (0) (0) (110)
Verbindlichkeiten 16.398 4.056 1.505 20.454
(Vorjahr) (16.089) (3.804) (1.662) (19.893)

Konzern-Eigenkapitalspiegel für das Geschäftsjahr 2023

Mutterunternehmen Gezeichnetes Kapital
Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung
Gewinnvortrag
Stand 1.1.2022 25.000,00 11.249,51 3.425.267,55
Ausschüttung 0,00 0,00 0,00
Entnahmen aus Rücklagen 0,00 0,00 0,00
Währungsumrechnung 0,00 15.530,13 0,00
Änderungen des Konsolidierungskreises 0,00 0,00 0,00
Sonstige Veränderungen 45.000,00 0,00 0,00
Konzernjahresüberschuss 0,00 0,00 0,00
31.12.2022 70.000,00 26.779,64 3.425.267,55
Stand 1.1.2023 70.000,00 26.779,64 3.532.072,80
Ausschüttung 0,00 0,00 0,00
Entnahmen aus Rücklagen 0,00 0,00 0,00
Währungsumrechnung 0,00 -8.718,86 0,00
Änderungen des Konsolidierungskreises 0,00 0,00 0,00
Sonstige Veränderungen 0,00 0,00 0,00
Konzernjahresüberschuss 0,00 0,00 0,00
31.12.2023 70.000,00 18.060,78 3.532.072,80
Mutterunternehmen Konzernjahresergebnis, das dem Mutterunternehmen zuzurechnen ist
Summe
Stand 1.1.2022 0,00 3.461.517,06
Ausschüttung 0,00 0,00
Entnahmen aus Rücklagen 0,00 0,00
Währungsumrechnung 0,00 15.530,13
Änderungen des Konsolidierungskreises 0,00 0,00
Sonstige Veränderungen 0,00 45.000,00
Konzernjahresüberschuss 106.805,25 106.805,25
31.12.2022 106.805,25 3.628.852,44
Stand 1.1.2023 0,00 3.628.852,44
Ausschüttung 0,00 0,00
Entnahmen aus Rücklagen 0,00 0,00
Währungsumrechnung 0,00 -8.718,86
Änderungen des Konsolidierungskreises 0,00 0,00
Sonstige Veränderungen 0,00 0,00
Konzernjahresüberschuss 169.351,51 169.351,51
31.12.2023 169.351,51 3.789.485,09
Nicht beherrschende Anteile Genussrechtskapital Konzerneigenkapital
Auf nicht beherrschende Anteile entfallendes Kapital
Stand 1.1.2022 3.212.166,37 4.200.000,00 10.873.683,43
Ausschüttung 0,00 0,00 0,00
Entnahmen aus Rücklagen 0,00 0,00 0,00
Währungsumrechnung 14.200,99 0,00 29.731,12
Änderungen des Konsolidierungskreises 0,00 0,00 0,00
Sonstige Veränderungen 0,00 0,00 45.000,00
Konzernjahresüberschuss 113.158,64 0,00 219.963,89
31.12.2022 3.339.526,00 4.200.000,00 11.168.378,44
Stand 1.1.2023 3.339.526,00 4.200.000,00 11.168.378,44
Ausschüttung 0,00 0,00 0,00
Entnahmen aus Rücklagen 0,00 0,00 0,00
Währungsumrechnung -7.972,65 0,00 -16.691,51
Änderungen des Konsolidierungskreises 0,00 0,00 0,00
Sonstige Veränderungen 0,00 0,00 0,00
Konzernjahresüberschuss 166.092,26 0,00 335.443,77
31.12.2023 3.497.645,61 4.200.000,00 11.487.130,70

Ergänzende Angaben:

Der am Stichtag zur Ausschüttung an die Gesellschafter zur Verfügung stehende Betrag (nach Berücksichtigung von Ausschüttungssperren) beträgt T€ 0.

Zum Bilanzstichtag liegen gesetzliche Ausschüttungssperren in Höhe von insgesamt T€ 1.887 vor.

Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2023

T€ Vorjahr
T€
1. Periodenergebnis (Konzernjahresüberschuss einschließlich der Ergebnisanteile von Minderheitsgesellschaftern) 335 220
2. +/- Abschreibungen/Zuschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 1.090 1.400
3. +/- Zunahme/Abnahme der Rückstellungen 70 386
4. +/- Währungskursanpassungen Kapital und Konsolidierung -65 60
5. -/+ sonstige nicht zahlungswirksame Erträge / Aufwendungen -55 406
6. -/+ Zunahme / Abnahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder der Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 213 -3.894
7. +/- Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva , die nicht der Investitions- oder der Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -793 2.552
8. -/+ Gewinn/Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens 3 270
9. +/- Zinsaufwendungen / Zinserträge 712 424
10. - Sonstige Beteiligungserträge -375 0
11. +/- Ertragsteueraufwand / -ertrag 10 140
12. -/+ Ertragsteuerzahlungen -182 -95
13. = Cash-Flow aus laufender Geschäftstätigkeit 963 1.869
14. - Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -131 -78
15. + Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 4 0
16. - Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -941 -638
17. + Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Finanzanlagevermögens 28 58
18. - Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen -432 -549
19. + Einzahlungen aus dem Verkauf von konsolidierten Unternehmen 0 25
20. - Auszahlungen zum Erwerb von konsolidierten Unternehmen 0 -72
21. + Erhaltene Zinsen 211 223
22. + Erhaltene Dividenden 24 0
23. = Cash-Flow aus der Investitionstätigkeit -1.237 -1.031
24. + Einzahlungen aus Gesellschaftereinlagen (Kapitalerhöhung) 0 45
25. - Rückzahlung Genussrechtskapital 0 0
26. + Einzahlungen aus der Aufnahme von (Finanz-)Krediten 1.000 0
27. - Auszahlungen aus der Tilgung von (Finanz-)Krediten -642 -673
28. - Gezahlte Zinsen -923 -647
29. = Cash-Flow aus der Finanzierungstätigkeit -565 -1.275
30. = Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds -839 -437
(Summe aus 13,23,29)
31. + konsolidierungskreisbedingte Änderungen 0 -30
32. + Finanzmittelbestand am Anfang der Periode -3.719 -3.252
33. = Finanzmittelbestand am Ende der Periode -4.558 -3.719
Zusammensetzung des Finanzmittelbestandes
Liquide Mittel 685 487
Kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (ohne Darlehen) -5.243 -4.206
-4.558 -3.719

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die MS Beteiligungs GmbH, St. Leon-Rot

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der MS Beteiligungs GmbH, St. Leon-Rot und ihren Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2023 und der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Konzernanhang mit Konzernanlagespiegel, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der MS Beteiligungs GmbH, St. Leon-Rot für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

- entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2023 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

- vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.

Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulation der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

- identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Konzernabschluss und Konzernlagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

- gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

- beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

- ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

- beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

- holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

- beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

- führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Schwäbisch Hall, den 28. Februar 2025

D C S GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. Matthias Durst, Wirtschaftsprüfer

gez. Erhard Schön, Wirtschaftsprüfer

Billigung/Feststellung

Der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde am 3. März 2025 gebilligt.

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