Erbringung von Logistikdienstleistungen
Vanderlande Industries GmbHLiquidiert
44227 Dortmund, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Reind Veldink seit 13.12.2016 | Geschäftsführer |
Thomas Christian Gruhle seit 19.2.2004 | Prokura |
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Vanderlande Industries GmbHDortmundJahresabschluss zum 31. März 2020Bilanz zum 31. März 2020AKTIVSEITE
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2019/2020
Anhang für das Geschäftsjahr 2019/2020I. Allgemeine Erläuterungen Die Vanderlande Industries GmbH hat ihren Sitz in Dortmund und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Dortmund (HR B 8539). Der Jahresabschluss wurde unter Anwendung der handelsrechtlichen Vorschriften sowie den ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden - soweit gesetzlich zulässig - gegenüber dem Vorjahr beibehalten. Für die Gewinn- und Verlustrechnung haben wir das Gesamtkostenverfahren gewählt. Erforderliche Angaben sind in den Erläuterungen enthalten. Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 2 HGB auf. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden gegenüber dem Vorjahr beibehalten. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden grundsätzlich mit ihrem Nennwert angesetzt. Wertberichtigungen auf einen am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert waren nicht erforderlich. Die Guthaben bei Kreditinstituten wurden zu Nominalwerten ausgewiesen. Das gezeichnete Kapital und die Kapitalrücklage wurden mit dem Nennbetrag angesetzt. Die Rückstellungen wurden mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag, unter Berücksichtigung zukünftiger Preis- und Kostensteigerungen, angesetzt. Sie berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Die Verbindlichkeiten wurden mit ihrem Erfüllungsbetrag erfasst. II. Erläuterungen zur Bilanz 1. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr in Höhe von € 2.535.847,99 (Vj. € 2.301.475,56) und aus einem Cashpool-Guthaben in Höhe von € 10.701.152,54 (Vj. € € 9.862.688,94). Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten zum 31. März 2020 keine Forderungen gegen den Gesellschafter. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. 2. Eigenkapital Das gezeichnete Kapital blieb im Geschäftsjahr unverändert und beträgt € 383.468,91 (DM 750.000,00). 3. Verbindlichkeiten Im vorliegenden Geschäftsjahr lagen keine Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen vor. III. Sonstige Angaben 1. Beschäftigte Arbeitnehmer Während des Geschäftsjahres waren durchschnittlich 302 Mitarbeiter (Vj. 280) beschäftigt. Darüber hinaus wurden durchschnittlich 6 (Vj. 17) Auszubildende beschäftigt. 2. Geschäftsführung Geschäftsführer ist Herr Reind Veldink, Versicherungsmakler, Blitterswijk/Niederlande. Von der Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB wurde Gebrauch gemacht. 3. Angaben zum Mutterunternehmen: Das Mutterunternehmen Vanderlande Industries Holding B.V., Niederlande, 5466 RB Veghel, stellt einen Konzernabschluss auf, der am Sitz dieser Gesellschaft erhältlich ist. In den Konzernabschluss wird der Jahresabschluss der Vanderlande Industries GmbH, Dortmund, einbezogen. Obergesellschaft des Konzerns ist die Toyota Industries Corporation, 2-1 Toyodacho, Aichiken, Kariyashi 448-8671, Japan. Toyota Industries Europe AB (Schweden) hält indirekt sämtliche Anteile an der Vanderlande Industries Holding B. V. Der Konzernabschluss ist bei der Toyota Industries Europe AB in Schweden erhältlich. 4. Ergebnisverwendung Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss auf neue Rechnung vorzutragen. 5. Nachtragsbericht Vorgänge von besonderer Bedeutung mit Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz-, und Ertragslage haben sich nicht ereignet.
Dortmund, den 05. Oktober 2021 Vanderlande Industries GmbH gez. Reind Veldink Feststellung des Jahresabschlusses Der Jahresabschluss zum 31. März 2020 wurde von der Gesellschafterversammlung am 20. Oktober 2021 festgestellt. Lagebericht für das Geschäftsjahr 2019/2020I. Grundlagen der Gesellschaft 1. Geschäftsmodell a) Organisation und rechtliche Struktur Die Vanderlande Industries GmbH, Dortmund (im Folgenden kurz "VI Dortmund" oder "Gesellschaft" genannt) gehört dem im niederländischen Veghel ansässigen Vanderlande Konzern an. Die Konzernobergesellschaft, Vanderlande Industries Holding B.V., Niederlande, agiert als Alleingesellschafterin der VI Dortmund. Während die Vanderlande Gruppe weltweit auf dem Gebiet der Lagerautomatisierung (beinhaltet Lager-, Förder- und Sortiertechnik) tätig ist, fungiert die VI Dortmund als konzerninterner Dienstleister für durch Software automatisierte Materialflusstechnik. Vanderlande Industries International ist seit 2017 ein Unternehmen der japanischen Toyota Industries Corporation (TICO). Nach einer weitgreifenden Neuausrichtung des Vanderlande Konzerns im Februar 2011 besitzt die Gesellschaft keinen eigenen externen Kundenstamm mehr. Im Zuge dieser Neuausrichtung wurden wesentliche Bilanzpositionen und Verträge zum 31. Januar 2011 im Rahmen eines Assets Deals auf die Vanderlande Industries GmbH, Mönchengladbach, übertragen. Die wesentliche Ausnahme bildet das gesamte Personal. Die durch das Personal erbrachten Dienstleistungen werden auf monatlicher Basis an die Vanderlande Industries GmbH, Mönchengladbach, abgerechnet. Über die Art und den Umfang der Dienstleistungen sowie die Abrechnungsmodalitäten existiert ein entsprechender "Rahmenvertrag über Dienstleistungen". b) Geschäftsbereiche Die Gesellschaft beschäftigt sich ausschließlich mit der Entwicklung von Software für automatisierte Materialflusstechnik. 2. Forschung und Entwicklung Um die Erkenntnisse aus dem Vertriebsbereich in die Entwicklung neuer Produkte oder die Verbesserung bereits bestehender Produkte kundenorientiert einbringen zu können, besteht im Bereich Forschung und Entwicklung eine enge Zusammenarbeit mit der im niederländischen Veghel ansässigen Zentrale der Vanderlande Gruppe. II. Wirtschaftsbericht 1. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen a) Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen Aufgrund der Corona Pandemie entwickelte sich die deutsche Wirtschaft rückläufig. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) in Deutschland war im 1. Quartal 2020 - preis-, saison- und kalenderbereinigt - um 2,2 % niedriger als im 4. Quartal 2019. Im Vorjahresvergleich sank das preisbereinigte BIP im 1. Quartal 2020 um 1,9 % (kalenderbereinigt: -2,3 %). Im 4. Quartal 2019 hatte das preisbereinigte BIP um 0,3 % (kalenderbereinigt: 0,4 %) und im 3. Quartal 2019 um 1,0 % (kalenderbereinigt: 0,5 %) höher gelegen als in den Vorjahresquartalen.[1] Nach der konjunkturellen Erholung der Industrie bei Auftragseingängen, Produktion und Umsätzen zu Beginn des Jahres 2020 ist die globale Wirtschaft durch die Auswirkungen der Corona-Pandemie in eine Rezession geführt worden. Der Konjunktureinbruch ab ca. März 2020 wird sich im weiteren Verlauf des Jahres 2020 fortsetzen und ausweiten. Mit dem Beginn einer nachhaltigen Erholung der Märkte ist frühestens im vierten Quartal 2020 zu rechnen. Industrie und nahezu alle Dienstleistungsbereiche haben mit massiven Einschnitten zu kämpfen. Ab März 2020 wurden Ausgangs- und Dienstleistungsbeschränkungen verhängt, die zu einem starken Nachfragerückgang in den klassischen Ladengeschäften, dafür jedoch zu einem Umsatzplus im Onlinehandel geführt haben. Die Beschränkungen wurden auf Basis der Entwicklung der Infektionsraten seit Mai 2020 schrittweise zurückgenommen. Prognosen über die wirtschaftliche Erholung orientieren sich an der aktuellen Situation und müssen aufgrund unvorhersehbarer Entwicklungen laufend aktualisiert werden. Im April 2020 rechneten die Wirtschaftsforschungsinstitute mit einem Rückgang des preisbereinigten BIP von 1,9% im ersten und 9,8% im zweiten Quartal 2020, jeweils gegenüber den Vorjahresquartalen. Bis zum 25. März 2020 wurden über eine Million Anzeigen für Kurzarbeit geprüft, bereits im Mai 2020 hatten deutsche Betriebe für ca. 10 Millionen Arbeitnehmer Kurzarbeit gemeldet. Es ist davon auszugehen, dass sich diese Entwicklung verschärfen wird, da sich die wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Pandemie erst mittelfristig durchsetzen werden. Die Bundesregierung hat ein umfangreiches Maßnahmenpaket verabschiedet, um die wirtschaftlichen Folgen der Pandemie abzuschwächen. Für 2021 wird eine Erholung der Wirtschaftsleistung um 5,8% erwartet.[2] Die Brüsseler EU-Kommission rechnete Anfang Juli 2020 aufgrund potenzieller Risiken durch die Pandemie mit einem Einbruch der EU-Wirtschaftsleistung um 8,3% und in der Eurozone um 8,7% für das laufende Jahr, womit die ursprünglichen Prognosen sich weiter verschlechtert haben.[3] Durch die Anordnung von Ausgangsbeschränkungen wurden die privaten Haushalte im Hinblick auf soziale Kontakte, aber auch hinsichtlich ihrer wirtschaftlichen Aktivitäten und privaten Konsumausgaben im öffentlichen Leben stark eingeschränkt. Die weitere Entwicklung der Corona-Pandemie hängt von vielen unsicheren Faktoren ab, wie z.B. der Entwicklung und Bereitstellung von Impfstoffen oder der Einhaltung der Hygienevorschriften durch die Bevölkerung in allen Ländern. Weitere Corona-Infektionswellen mit unvorhersehbaren Konsequenzen in allen Lebens- und Wirtschaftsbereichen sind nicht auszuschließen. Konjunkturprognosen werden derzeit überwiegend von den Einflüssen der Corona-Pandemie dominiert.[4] b) Branchenbezogene Rahmenbedingungen Der weltweite Maschinenumsatz stieg 2019 in einem widrigen Umfeld um nominal 2% auf fast 2,7 Billionen Euro. Der nominale Umsatz im deutschen Maschinen- und Anlagenbau sank 2019 im Vorjahresvergleich um 1,7% auf 228,7 Mrd. Euro (preisbereinigter Rückgang 2,8%). Die Zahl der Beschäftigten in den 6.653 Unternehmen des Maschinenbaus nahm um 1,2% (Vorjahr 3,2%) auf 1,064 Mio. zu. Im Verarbeitenden Gewerbe sank der Umsatz gegenüber dem Vorjahr um 1,1% auf 1,484 Mrd. Euro, während die Beschäftigtenzahl in den insgesamt 38.222 Betrieben um 0.7% auf 5,506 Mio. stieg.[5] Mitte August 2020 veröffentlichte der VDMA die Zahlen für das zweite Jahresquartal. Demnach sind die deutschen Exporte im Vergleich zum Vorjahresquartal um 22,9% auf 35,2 Mrd. Euro eingebrochen (1. Quartal Rückgang 5%). In den ersten sechs Monaten des Jahres 2020 sind die Exporte insgesamt um 14% geschrumpft. Laut VDMA entspannte sich die Lage zuletzt etwas, doch eine Rückkehr zur Normalität setze voraus, dass viele Abnehmerländer die Folgen der Pandemie besser beherrschen lernen und neue Zuversicht für Investitionen entwickeln.[6] Deutsche Maschinenbauunternehmen führten 2019 Waren im Wert von 180 Mrd. Euro aus. Die Exportquote lag mit 80,3% wiederum leicht über dem Vorjahreswert. Die Maschinenbaubranche ist in der deutschen Industrielandschaft weiterhin ein starker Innovationstreiber. 4 von 5 Unternehmen haben 2018 eine Prozess- oder Produktinnovation eingeführt. Viele Unternehmen sind mit Prozessinnovationen auch im IT-Bereich stark aufgestellt. Die beschäftigungsstärkste Schlüsselindustrie steht aufgrund politischer Verwerfungen, Investitionsrückgängen und Strukturwandeln, insbesondere in der Automobilindustrie, besonderen Herausforderungen gegenüber. Mit der weltweiten Ausbreitung des Coronavirus ab dem Frühjahr 2020 hat in den meisten Industriezweigen eine Rezession immensen Umfangs ihren Anfang genommen, deren Folgen noch lange nachwirken werden. [7] Laut VDMA erzielte Robotik und Automation aus Deutschland den zweithöchsten Umsatz von 14,7 Mrd. Euro und verzeichnete damit einen leichten Rückgang von 2,0% im Vergleich zum Vorjahr. Aufgrund der Corona-Pandemie wird von einem Rückläufigen Umsatz ausgegangen.[8] Hieraus ergeben sich negative Effekte hinsichtlich der Auftragssituation, Auslastung, Umsatz und Betriebsergebnis. Vanderlande Industries hat in dieser Situation weltweit die Rekrutierung neuer Arbeitskräfte vorläufig auf das notwendige Minimum reduziert. Die VI Dortmund ist hauptsächlich in dem Geschäftsfeld Lagerautomatisierung in mehr als 20 Ländern, weltweit tätig. Dabei besitzt sie keinen eigenen Kundenstamm, sondern belastet die angefallenen Personalaufwendungen an die Vanderlande Industries GmbH, Mönchengladbach, weiter. Analog zum Vorjahr konnte sich der Bereich Lagerautomatisierung (beinhaltet Lager-, Förder- und Sortiertechnik) als umsatzstarker Bereich der VI Dortmund etablieren. Grund dafür sind unter anderem der ständig wachsende E-Commerce Markt und die weltweite Marktführerschaft von Vanderlande Industries in diesem Wachstumssegment. 2. Personal Zum Stichtag 31. März 2020 hat die VI Dortmund insgesamt 308 (Vj. 297) Mitarbeiter beschäftigt. Im Zuge der voranschreitenden Globalisierung ist damit zu rechnen, dass sich die Anzahl der Mitarbeiter in den folgenden Jahren weiter erhöhen wird. Damit bleibt die VI Dortmund auch in Zukunft ein interessanter und innovativer Arbeitgeber, der langfristige Beschäftigungsverhältnisse eingeht und großen Wert auf zufriedene Mitarbeiter legt. Um der demografischen Entwicklung entgegenzutreten, investiert die VI Dortmund im Bereich der Personalentwicklung. Insbesondere ermöglicht uns die Bündelung der Ressourcen in diesem Bereich ziel- und bedarfsorientierte Rekrutierung. Die Gesellschaft nutzt außerdem die globalen Präsenzen der Vanderlande Gruppe und rekrutiert zunehmend auch international. Es werden im Jahresschnitt 6 (Vj. 17) Auszubildende beschäftigt. 3. Umweltschutz Das Thema Umweltschutz bildet eine der Säulen im Vanderlande Konzern und ist fest in dessen Philosophie verankert. Der Umweltschutz ist in alle Prozesse eingebunden und bestimmt permanent das Denken und Handeln all unserer Mitarbeiter. Wir arbeiten seit Jahren auf regionaler Ebene gemeinsam mit dem Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik IML Dortmund, was unsere Ernsthaftigkeit der Umsetzung der Firmenpolitik der VI Dortmund unterstreicht. 4. Geschäftsverlauf Seit der strategischen Neuausrichtung des Standortes Dortmund Anfang 2011 konnte seitdem in jedem Wirtschaftsjahr eine Vollauslastung der Personalressourcen sowie ein positives Jahresergebnis erwirtschaftet werden. Im Geschäftsjahr 2019/2020 betrugen die Umsatzerlöse 25,436 Mio. € im Vergleich zu 23,534 Mio. € im Geschäftsjahr 2018/2019. Der Durchschnitt der Umsatzerlöse der letzten 5 Jahre liegt nun bei 18,7 Mio. € (Vj. 16,0 Mio. €). Der Jahresüberschuss ist mit 1,353 Mio. € (Vj. 1,857 Mio. €) geringer als im Vorjahr, da im Geschäftsjahr 2018/2019 steuerliche Effekte zu einem einmaligen Steuerertrag geführt haben. Das Projektgeschäft konnte weiterhin international ausgerichtet werden und führte zum Abschluss von erfolgreichen Inbetriebnahmen größerer Lagersysteme bei namhaften deutschen und internationalen Kunden. Diese positive Geschäftsentwicklung wird aufgrund des Geschäftsmodells auch für die kommenden Geschäftsjahre erwartet, wobei die Planbarkeit durch unvorhersehbare Ereignisse, z. B. COVID-19-Pandemie, erschwert werden kann. 5. Lage der Gesellschaft a) Ertragslage
Erheblichen Anteil am Geschäftsjahresumsatz hat weiterhin die sehr gute Auslastung im Konzern. Die Umsatzerlöse resultieren aus den abgerechneten Leistungen innerhalb des Vanderlande Konzerns. Den überwiegenden Anteil der abgerechneten Leistungen bilden die weiterberechneten Personalkosten. Bei den Aufwendungen für bezogene Leistungen handelt es sich um Weiterbelastungen anteiliger Gebühren für durchgeführte administrative Tätigkeiten der Vanderlande Industrie B.V., Veghel. b) Vermögenslage
Mit Wirkung zum 29. Dezember 2017 wurde zwischen der VI Dortmund und der Vanderlande Industries B.V., Veghel, Niederlande, ein Intercompany Current Account Agreement abgeschlossen, nach welchem die Vanderlande Industries B.V als hausinterne Bank agiert und ein Cashpool Konto für die VI Dortmund bei der niederländischen Rabobank verwaltet. Die Forderung aus Cashpool-Guthaben besteht in Höhe von T€ 10.701 (Vj.T 9.863) gegen die Vanderlande Industries B.V. Der Jahresüberschuss des Vorjahres in Höhe von T€ 1.858 ist in voller Höhe zur Stärkung des Eigenkapitals verwendet worden. Der Rückgang der sonstigen Rückstellungen um T€ 213 (akt. Jahr T€ 1.667 / Vj. T€ 1.880) resultiert u. a. aus dem Rückgang der Personalrückstellungen. Die sonstigen Verbindlichkeiten (T€ 716) resultieren im Wesentlichen aus Verbindlichkeiten der sozialen Sicherheit sowie Steuerverbindlichkeiten gegenüber dem Finanzamt bzw. der Stadt Dortmund. Diese beinhalten vor allem T€ 371 Umsatzsteuer (Vj. T€ 370) und T€ 340 Verbindlichkeiten aus Lohn- und Kirchensteuer (Vj. T€ 290). c) Finanzlage Die Finanzlage kann als gesichert angesehen werden. Die Liquidität der Gesellschaft ist auf längere Sicht durch die 100%ige Konzernzugehörigkeit sichergestellt. III. Prognosebericht Im Jahresschlussquartal 2020 war die deutsche Wirtschaft rückläufig im Vergleich zum Vorjahresquartal. Im Gesamtjahr 2020 nahm das Bruttoinlandsprodukt um 5,0 % ab. Der Dienstleistungsbereich sowie das produzierende Gewerbe wurden in ihrer Produktion massiv eingeschränkt. Weiterhin sanken die privaten Konsumausgaben um 6,0 % gegenläufig wirkten die Konsumausgaben des Staates mit 3,4 %.[9] Die Geschäftsleitung sieht grundsätzlich eine positive Entwicklung für die nächsten Geschäftsjahre. Diese positive Prognose beruht zum einen auf der aktuellen Vollauslastung, die noch für mindestens 6 Monate garantiert ist, zum anderen auf den zu erwarteten Auftragseingängen, die auch weiterhin eine Vollbeschäftigung garantieren werden. Unser Unternehmen profitiert dabei vom stetigen Wachstum des Vanderlande Konzerns und der damit einhergehenden globalen Einbindung in aktuelle und zukünftige Projekte. Es sind planmäßig in den Folgejahren weitere Personaleinstellungen im Bereich der Fachinformatik vorgesehen. Dies führt bei einer entsprechenden Auslastung automatisch zu höheren Umsätzen in den Folgejahren. Wir rechnen im Geschäftsjahr 2021 (April 2020 - März 2021) mit einem Umsatz von ca. T€ 26.000 und einem positiven Jahresergebnis von ca. T€ 1.300. Die weitere Entwicklung im Geschäftsjahr 2020/2021 ist durch unvorhersehbare Ereignisse beeinflusst. Die Corona-Pandemie hat die globale Wirtschaft in eine Rezession geführt. Auch die deutsche Wirtschaftsleistung ist im ersten Quartal 2021 rückläufig. Die weitere Entwicklung ist mit großen Unwägbarkeiten verbunden. Die Maßnahmen der Bundesregierung tragen dazu bei, die negativen wirtschaftlichen Folgen zu verringern. Zusätzlich ergreifen wir gute organisatorische Maßnahmen, um den wirtschaftlichen Erfolg trotz Coronakrise aufrecht zu erhalten. Die Coronakrise hat indes bestätigt, dass das Arbeiten im Mobile Office hinsichtlich der Produktivität und Effizienz der Arbeitsleistungen kaum hinter der Qualität der klassischen Büroarbeit zurücksteht. Wenngleich es bestimmte technische Einschränkungen gibt, deren Einflüsse überschaubar und kontrollierbar sind, und wenn auch die soziale Interaktion über die einschlägigen Anwendungen den unmittelbaren persönlichen Kontakt nicht ersetzen kann, so hat doch die Mehrzahl der Mitarbeiter im Rahmen einer von Vanderlande Industries durchgeführten Umfrage positiv über die neuen Erfahrungen während dieser Zeit berichtet und sich auch für die künftigen coronafreien Zeiten die Option des Remote Working gewünscht. Zahlreiche namhafte Großunternehmen in aller Welt führen eine Home-Office-Quote ein. Es vollzieht sich hier ein gesellschaftlicher Wandel zu größerer Flexibilität im Arbeitsleben und einer besseren Work-Life-Balance, der sich mehr als bisher an den persönlichen Wünschen und Bedürfnissen der Mitarbeiter orientiert und auf den weitgehend positiven Erfahrungen mit der Heimarbeit beruht. Vanderlande Industries kann und will sich diesem Wandel nicht verweigern und hat diese Entwicklung jüngst mit der Entscheidung begrüßt, allen Mitarbeiter mit Büroarbeitsplätzen auch in Zukunft das Arbeiten im Mobile Office zu ermöglichen. Sofern vom Mitarbeiter gewünscht, kann dann die Arbeitszeit zu Anteilen, die individuell und zu Rahmenbedingungen, die einheitlich festzulegen sind, auf Präsenzphasen im Büro sowie auf die Heimarbeit aufgeteilt werden. IV. Risiko- und Chancenbericht 1. Risikomanagement Durch das konzernweit implementierte Risikomanagementsystem wird sichergestellt, dass jederzeit alle für die Unternehmung wichtigen Transaktionen überwacht werden. Es werden regelmäßige Überwachungsmaßnahmen des internen Kontrollsystems durchgeführt. Für alle Unternehmensbereiche existieren angemessene Grundsätze und Verfahren der Risikobeurteilung. 2. Risiken der künftigen Geschäftsentwicklung Die Entwicklung der weltweiten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen spielt eine entscheidende Rolle für die Geschäftsentwicklung des Vanderlande Konzerns und aufgrund der 100%igen Abhängigkeit zum Konzern auch für die VI Dortmund. Insbesondere die Konjunkturentwicklung in den bedeutenden Wirtschaftsnationen bestimmt die Richtung und die Intensität der Nachfrage nach Konzernprodukten. Eine globale Wirtschaftskrise mit einem Einbruch der volkswirtschaftlichen Entwicklung würde zu deutlichen Umsatzrückgängen mit entsprechenden Ergebniseinflüssen führen. Aber auch regional begrenzte Rezessionen in für uns wesentlichen Absatzmärkten können die Geschäftsentwicklung erheblich beeinflussen. Daher versucht der Vanderlande Konzern mit der Ausrichtung der Vertriebsaktivitäten die Abhängigkeit von regionalen oder nationalen Einzelmärkten so zu gestalten, dass die Auswirkungen regional begrenzter Wirtschaftskrisen auf den Konzern und damit auch auf die VI Dortmund eingeschränkt sind. Informationstechnologien bilden die Basis nahezu aller Geschäfts- und Kommunikationsprozesse der VI Dortmund. Auf Ausfälle oder Störungen von IT-Systemen können weitreichende Beeinträchtigungen in allen Wertschöpfungsstufen der Gesellschaft folgen, die wesentliche Auswirkungen auf die Geschäftsentwicklung haben können. Hinzu kommen mögliche Risiken aus dem Verlust von Daten oder der Entwendung von Geschäftsgeheimnissen. Der reibungslosen Zurverfügungstellung von IT-Anwendungen und IT-Services wird bei der VI Dortmund eine hohe Bedeutung beigemessen. Um dies zu gewährleisten, sind entsprechende Prozesse und Organisationsstrukturen etabliert. Für den Fall von wesentlichen Störungen oder Datenverlusten existieren Notfallpläne. Eine wichtige Basis für den langfristigen Erfolg sind kompetente und engagierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Sollten wir zukünftig nicht in der Lage sein, geeignete Fach- und Führungskräfte zu rekrutieren und zu halten, bestehen Risiken für die erfolgreiche Umsetzung unserer Strategie. Der Fluktuation von Mitarbeitern wird durch attraktive Arbeitsbedingungen und besondere soziale Maßnahmen entgegengewirkt. Insgesamt sind nach Einschätzung der Geschäftsführung die finanziellen Auswirkungen der Risiken bzw. die Gesamtrisikolage überschaubar. Bestandsgefährdende Risiken sind derzeit nicht erkennbar. 3. Chancenbericht Die VI Dortmund zeichnet sich durch eine hohe Innovationsdichte aus. Durch die 100%ige Konzerneinbindung ergeben sich vielfältige Chancen, die Umsatzerlöse und das Jahresergebnis nachhaltig zu steigern. Dies ist begründet durch das anhaltende Wachstum des Vanderlande Konzerns und der, damit verbundenen, weltweiten Präsenz. Dadurch ergeben sich auch für die VI Dortmund vielfältige Möglichkeiten, in Projekten auf der gesamten Welt eingebunden zu werden, und damit die Umsatzerlöse und das Jahresergebnis zu erhöhen. Die VI Dortmund kann neben Deutschland und Europa, auch auf weltweite Einsätze, z. B. in Russland, China und Australien verweisen. Die in den letzten Geschäftsjahren eingestellten Personalressourcen konnten mittlerweile erhebliches Know-how aufbauen und wurden aktiv in die Projekte eingebunden. So sehen wir uns auch für die Zukunft gut gerüstet.
Dortmund, im September 2021 Die Geschäftsführung gez. Reind Veldink [1] Vgl. Statistisches Bundesamt, Pressemitteilungen vom 14.November 2019, 14. Februar 2020,15. Mai 2020, erschienen am 14.10.2019, 14.02.2020 und 15.05.2020 [2] Vgl. BMWi, Pressemitteilung vom 15. April 2020, erschienen am 15.04.2020 [3] Vgl. Zeitonline, Wirtschaft in der EU bricht noch stärker ein als erwartet, erschienen am 07.07.2020 [4] Vgl. BMWi, Pressemitteilung vom 15. April 2020, erschienen am 15.04.2020 [5] Vgl. VDMA, Maschinenbau in Zahl und Bild 2020, erschienen am 04.2020 [6] Vgl. Heise, Maschinenexporte brechen ein - deutlicher Rückgang im US-Geschäft, erschienen am 18.08.2020 [7] Vgl. VDMA, Maschinenbau in Zahl und Bild 2020, erschienen am 04.2020 [8] Vgl. Märkte, Wie sich Corona auf die Robotik und Automation auswirkt, erschienen am 18.06.2020 [9] Vgl. Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung des statistischen Bundesamtes Nr. 020 vom 14. Januar 2021. Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersIn dem vorstehenden, zur Offenlegung bestimmten, verkürzten Jahresabschluss wurden die größenabhängigen Erleichterungen nach § 327 HGB in Anspruch genommen. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht wurde der folgende uneingeschränkte Bestätigungsvermerk erteilt: An die Vanderlande Industries GmbH, Dortmund Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Vanderlande Industries GmbH, Dortmund, - bestehend aus der Bilanz zum 31. März 2020 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01. April 2019 bis zum 31. März 2020 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Vanderlande Industries GmbH, Dortmund, für das Geschäftsjahr vom 01. April 2019 bis zum 31. März 2020 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse - entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. März 2020 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01. April 2019 bis zum 31. März 2020 und - vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der Geschäftsführung für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die Geschäftsführung ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner ist die Geschäftsführung verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist die Geschäftsführung dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem ist die Geschäftsführung verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist die Geschäftsführung verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus - identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. - gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. - beurteilen wir die Angemessenheit der von der Geschäftsführung angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von der Geschäftsführung dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. - ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von der Geschäftsführung angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. - beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. - beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens. - führen wir Prüfungshandlungen zu den von der Geschäftsführung dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von der Geschäftsführung zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Siegen, den 08. Oktober 2021 DR.
GEHRE-TREUHAND-GMBH
gez. Grümbel, Wirtschaftsprüfer gez. Waldschmidt, Wirtschaftsprüfer |
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