Muegge Holdco GmbH
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Jürgen Klemens Dr. Uebbing seit 22.9.2025 | Geschäftsführer |
Markus Dingeldein seit 22.9.2025 | Prokura |
Mathias Rist seit 28.11.2024 | Geschäftsführer |
Nicole Steppat seit 20.8.2021 | Prokura |
Niko Voit seit 5.8.2021 | Prokura |
André Friedrich seit 5.8.2021 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 74.19% | |
| 25.81% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Muegge GmbHReichelsheimJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht1 Grundlagen des Unternehmens 1.1 Geschäftstätigkeit und Unternehmensstruktur Die Muegge GmbH nachfolgend auch MUEGGE ist ein führender Hersteller und Lieferant von funktionskritischen industriellen Mikrowellenkomponenten, -systemen und Plasmaquellen mit einer starken globalen Präsenz. Das 1979 gegründete Unternehmen mit Sitz in Reichelsheim, Deutschland, bietet mit 142 Mitarbeitern Lösungen für eine Bandbreite industrieller Anwendungen, unter anderem für die Herstellung von Lebensmitteln, künstlichen Diamanten und Halbleiterkomponenten, für Trocknungsvorgänge, zur Molekülextraktion in der Chemie sowie für die Produktion von Wasserstoff für Kunden in mehr als 50 Ländern an. Die Kernprodukte finden Anwendung in den Bereichen der industriellen Erwärmung, der Plasmatechnik und Photovoltaik, der Bio- und Umwelttechnik, sowie der Medizin- und Halbleitertechnik und vielen weiteren Gebieten. Als innovatives und fortschrittliches Unternehmen hat sich die Muegge GmbH durch ihre technologisch kompetenten Lösungen auf dem Gebiet der Bereitstellung industrieller Mikrowellen- und Plasmatechnik zu einem relevanten Anbieter am Markt entwickelt. Da die Muegge GmbH als wesentliche Gesellschaft der MUEGGE-Group die Entwicklung des Konzerns bestimmt wird im Nachfolgenden auch von MUEGGE Group gesprochen. Das umfassende Angebot wird durch ein weltweites Servicenetzwerk mit Ersatz- und Verschleißteilen, Verbrauchsmaterial, Prozesswissen, Wartungs- und Kundendienst, Schulungen und weiteren Dienstleistungen ergänzt. MUEGGE ist in Europa, Asien und Nordamerika in den jeweiligen Schlüsselmärkten vertreten und hat seit 2015 eine Tochtergesellschaft in den USA, sowie seit 2022 eine Tochtergesellschaft in Italien und seit dem 19. Januar 2023 eine Tochtergesellschaft in Singapur. 1.2 Ziele, Strategien und Steuerungssystem Das strategische Ziel der MUEGGE Group ist die nachhaltige Steigerung des Unternehmenswerts. Im Hinblick auf dieses Ziel verfolgt die MUEGGE Group die Strategie, die Geschäftsaktivitäten durch organisches Wachstum sowie selektive wertsteigernde Akquisitionen profitabel auszuweiten und eine breite Diversifikation hinsichtlich der Produkte sowie der Regionen und Endmärkte zu erreichen, um damit weniger abhängig von einzelnen Produkten, Regionen und Endmärkten zu werden. Damit einher geht der Anspruch der MUEGGE Group, mit Innovationen, einer überlegenen Produktqualität und starken Marken in bestehenden Endmärkten zu wachsen bzw. neue Endmärkte zu erschließen sowie die Effizienz der Unternehmensprozesse in allen Funktionsbereichen und Regionen kontinuierlich zu verbessern. Die Steuerung innerhalb der HQ Equita-Gruppe, zu der auch die Muegge GmbH gehört, erfolgt über ein Kennzahlensystem für jede Tochtergesellschaft. Diese Kennzahlen erstrecken sich jeweils auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der HQ Equita-Gruppe bzw. der Tochtergesellschaften. Darüber hinaus kommen weitere Kennzahlen zur Anwendung. Diese berücksichtigen neben der Finanzperspektive zusätzlich verschiedene wertorientierte Kennzahlen der Prozess-, der Potenzial- sowie der Kundenperspektive. Wesentliche Steuerungskennzahlen zur Überwachung der Ertragslage und damit zur Überwachung des operativen Geschäfts der MUEGGE stellen die Umsatzerlöse und das Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Wertminderungen (EBITDA) dar. 1.3 Forschung und Entwicklung Forschung und Entwicklung (R&D) haben für die MUEGGE als Technologieunternehmen eine wesentliche Bedeutung. Innovationen entscheiden maßgeblich über die künftige Leistungsfähigkeit und damit über den wirtschaftlichen Erfolg der MUEGGE-Group. Das wesentliche strategische Ziel der R&D-Aktivitäten ist es, die Innovationsführerschaft auf den jeweiligen Gebieten zu erlangen, zu sichern oder auszubauen. Neue Produkte sollen Alleinstellungsmerkmale aufweisen, die Optimierung der Produktionsprozesse die Ertragskraft stärken. Die MUEGGE-Group entwickelt Mikrowellenkomponenten und Plasmaquellen für den Einsatz im Bereich der Industriellen Erwärmung sowie für plasmatechnologische Anwendungen. Neuentwicklungen gemäß R&D-Roadmap werden in der Regel durch Patente abgesichert. Als technologiegetriebenes Unternehmen hat MUEGGE im Jahr 2023 T€ 2.115 für Forschung und Entwicklung aufgewendet. Die Muegge GmbH beschäftigt derzeit im Bereich R&D 22 Mitarbeiter. 2 Wirtschaftsbericht 2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Die weltweite Erholung von der COVID-19-Pandemie und dem Einmarsch Russlands in der Ukraine verläuft weiterhin nur langsam. Trotz des wirtschaftlichen Aufschwungs zu Beginn dieses Jahres und Fortschritten bei der Senkung der Inflation gegenüber den Höchstständen des letzten Jahres, ist es noch zu früh für Entwarnung. Die Wirtschaftstätigkeit ist immer noch weit vom Niveau vor der Pandemie entfernt, insbesondere in den Emerging Markets und in den Schwellen- und Entwicklungsländern. Das globale Wachstum wird sich voraussichtlich auf 3,0 Prozent im Jahr 2023 und auf rd. 2,9 Prozent im Jahr 2024 belaufen. Die Prognosen bleiben damit unter dem historischen (200-19) Durchschnitt von 3,8 Prozent, und die Prognose für 2024 liegt um 0,1 Prozentpunkte niedriger als im Juli 2023. Für die fortgeschrittenen Volkswirtschaften wird eine Verlangsamung von 2,6 Prozent im Jahr 2022 auf 1,5 Prozent im Jahr 2023 und 1,4 Prozent im 2024 erwartet, wobei die Dynamik in den USA stärker als erwartet ausfällt, das Wachstum in der Eurozone demgegenüber schwächer als erwartet. In den aufstrebenden Schwellen- und Entwicklungsländern werden den Prognosen zufolge die Wachstumsraten leicht zurückgehen, von 4,1 Prozent im Jahr 2022 auf 4,0 Prozent in den Jahren 2023 und 2024, mit einer Abwärtskorrektur von 0,1 Prozentpunkten im Jahr 2024, was die Krise im Immobiliensektor in China widerspiegelt. Es wird prognostiziert, dass die globale Inflation von 8,7 Prozent im Jahr 2022 auf 7,0 Prozent im Jahr 2023 und auf 6,4 Prozent im Jahr 2024 sinken wird. Laut einer Meldung des Statistischen Bundesamtes vom 19. Januar 2024 war das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Jahr 2023 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 0,3 % niedriger als im Vorjahr. Kalenderbereinigt betrug der Rückgang der Wirtschaftsleistung 0,1 %. Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland kam im Jahr 2023 im nach wie vor krisengeprägten Umfeld ins Stocken. Die trotz der jüngsten Rückgänge nach wie vor hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen dämpften die Konjunktur. Hinzu kamen ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Damit setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort. Im Vergleich zu 2019, dem Jahr vor Beginn der Corona-Pandemie, war das BIP 2023 um 0,7 % höher. [04, 04a Destatis]. 2.1.1 Branchenentwicklung in den Zielmärkten Für eine umfassende Brancheneinschätzung stützen wir uns auf die Analyse der Zielmärkte. Diese leiten sich bei MUEGGE primär aus den Anwendungsbereichen der industriellen Mikrowellentechnik und Plasmatechnik sowie den globalen Märkten unserer Kunden ab, ohne weitere geographische Differenzierung. Die Schlüsselabsatzmärkte für MUEGGE umfassen die Halbleiterindustrie, die Teilbranche für mikroelektromechanische Systeme (MEMS) und verschiedene Sektoren der industriellen Produktion. Hierbei handelt es sich um Bereiche, die eine breite Palette von thermischen Mikrowellenprozessen und Mikrowellen-Plasmatechnologien einsetzen, angefangen bei der Herstellung von Grundstoffen bis hin zu Konsum- und Luxusgütern. Zusätzlich gewinnen Branchen wie "Lab Grown Diamonds", in denen synthetische Diamanten unter kontrollierten Bedingungen hergestellt werden, und Anwendungen aus dem Bereich des "technischen Diamanten", beispielsweise in der Hochleistungselektronik oder in der Werkzeugherstellung, zunehmend an Bedeutung. Ebenso ist der Bereich der Wasserstofferzeugung, für den MUEGGE sowohl Plasmaquellen als auch Mikrowellengeneratoren zur Verfügung hat, im Aufschwung begriffen. Diese Entwicklungen erweitern das Marktpotenzial von MUEGGE und bieten zusätzliche Chancen für Wachstum und Innovation in unseren Kernmärkten. Die World Semiconductor Trade Statistics [06, 06a, WSTS, www.wsts.org] hat ihre neue Prognose für den Halbleitermarkt veröffentlicht, die im Juni 2023 veröffentlicht wurde und im November 2023 aktualisiert wurde. Aufgrund der im zweiten und dritten Quartal beobachteten stärkeren Leistung hat WSTS seine Wachstumsprognosen leicht nach oben korrigiert und dabei Verbesserungen in bestimmten Endmärkten festgestellt. Für 2023 wird bei diskreten Halbleitern, vor allem vorangetrieben durch Leistungshalbleiter, ein Wachstum von 5,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr prognostiziert. Allerdings wird für alle Kategorien integrierter Schaltkreise, einschließlich Analog, Mikro, Logik und Speicher, ein Rückgang um 8,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr erwartet. Dieser Rückgang ist zwar erheblich, aber weniger ausgeprägt als ursprünglich im Mai 2023 prognostiziert. Für das Jahr 2023 wird nur der europäische Markt mit einem Plus von 5,9 Prozent wachsen. Für die übrigen Regionen wird dagegen mit einem Rückgang gerechnet, wobei für Amerika ein Rückgang um 6,1 Prozent, für die Region Asien-Pazifik um 14,4 Prozent und für Japan um 2,0 Prozent erwartet wird. Der Ausblick für 2024 deutet auf einen kräftigen Aufschwung des weltweiten Halbleitermarktes hin. Die Prognosen gehen von einem Anstieg um 13,1 Prozent und einem Wert von 588 Milliarden US-Dollar aus. Es wird erwartet, dass dieses Wachstum größtenteils vom Speichersektor getragen wird, der im Jahr 2024 voraussichtlich auf rund 130 Milliarden US-Dollar ansteigen wird, was einem Aufwärtstrend von über 40 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Die meisten anderen Hauptsegmente, darunter diskrete, sensorische, analoge, logische und Mikrosegmente, werden voraussichtlich ebenfalls einstellige Wachstumsraten verzeichnen. Aus regionaler Sicht sind alle Märkte auf eine weitere Expansion im Jahr 2024 vorbereitet. Insbesondere für Amerika und den asiatisch-pazifischen Raum wird im Jahresvergleich ein deutliches zweistelliges Wachstum prognostiziert. Gemäß dem ZVEI-Konjunkturbarometer [Ausgabe Dezember 2023] des Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie (ZVEI) belaufen sich die aggregierten Branchenerlöse in den zusammengenommenen ersten zehn Monaten d.J. auf 198,5 Mrd. €, womit sie den entsprechenden Wert aus 2022 noch um 8,9 % übertreffen konnten. Hier stieg der Umsatz mit Inlandskunden um 10,7 % auf 95,7 Mrd. €. Die Erlöse mit ausländischen Kunden legten im gleichen Zeitraum um 7,4 % auf 102,8 Mrd. € zu (Eurozone: +8,2 % auf 36,9 Mrd. €, Drittländer: +7,0 % auf 65,9 Mrd. €). 2.2 Geschäftsverlauf und Lage Die Folgen der russischen Invasion in der Ukraine und das damit verbundene gedämpfte Wirtschaftswachstum sowie der Nachfrageeinbruch nach lab grown diamonds haben sich im Geschäftsjahr 2023 insbesondere in der zweiten Jahreshälfte negativ auf die MUEGGE ausgewirkt. 2.2.1 Ertragslage Die Ertragssituation der Gesellschaft im Geschäftsjahr 2023 stellt sich im Vergleich zum Vorjahr wie folgt dar:
Die Umsatzerlöse beliefen sich im Geschäftsjahr 2023 auf T€ 82.285 und lagen damit über den Umsatzerlösen des Vorjahres. Der Anstieg der Umsatzerlöse im Geschäftsjahr 2023 ist i. W. auf die Nachfrage nach Mikrowellengeneratoren zurückzuführen. Das Betriebsergebnis (EBIT) von T€ 11.838 hat sich gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum (T€ 16.898) um T€ 5.060 verschlechtert. Die Materialaufwandsquote (Materialaufwand in Bezug auf die Umsatzerlöse und Bestandsveränderung) betrug 60,6% (Vorjahr 56,3 %). Der Anstieg der Materialaufwandsquote resultiert aus der Bildung von Wertberichtigungen auf die Vorratsbestände zum Bilanzstichtag. Das EBITDA betrug T€ 14.121 und verschlechterte sich gegenüber dem Vorjahreswert (T€ 18.503). Ursächlich hierfür war vor allem ein Anstieg der Transportkosten im sonstigen betrieblichen Aufwand in Folge eines erhöhten Reklamationsaufkommens und die negative Geschäftsentwicklung in der zweiten Jahreshälfte. Das Finanzergebnis beinhaltet im Wesentlichen die Zinsaufwendungen. Der Jahresüberschuss beläuft sich im Geschäftsjahr 2023 auf T€ 7.367. Der Personalaufwand liegt im Berichtsjahr bei T€ 9.656 und damit deutlich unter dem Vorjahresniveau (T€ 11.535), was trotz einer gestiegenen Belegschaft auf eine Reduktion der erfolgsabhängigen Jahresgratifikationen zurückzuführen ist. Im Geschäftsjahr waren durchschnittlich 142 Mitarbeiter bei der Muegge GmbH beschäftigt. Das sind im Vorjahresvergleich 13 Mitarbeiter (Vorjahr 129 Mitarbeiter) mehr. Davon sind 100 Mitarbeiter administrativ (Vorjahr 90 Mitarbeiter) und 42 Mitarbeiter (Vorjahr 39) operativ beschäftigt. Der Auftragsbestand liegt am Ende des Berichtsjahres bei T€ 89.917 (Vorjahr T€ 143.034). 2.2.2 Finanzlage (Kapitalstruktur, Investitionen, Liquidität) Zum Bilanzstichtag verfügt die Gesellschaft über liquide Mittel in Höhe von T€ 1 (Vorjahr T€ 14.101). Der Finanzbedarf der Gesellschaft u.a. für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen in Höhe von T€ 4.448 T€ (Vorjahr T€ 5.071) wurde über eigene Mittel finanziert. Die Liquidität war im Berichtszeitraum jederzeit gewährleistet. Mit den Zahlungsmittelzuflüssen aus der operativen Geschäftstätigkeit sowie aus den Kreditlinien können die notwendigen Investitionen finanziert und Zahlungen bedient werden. Die Finanzierung erfolgt zudem über ein Darlehen, welches seinen Ursprung aus einem Gesellschafterdarlehen hat, das im Jahr 2021 refinanziert wurde. 2.2.3 Vermögenslage Die Vermögenslage zeigt folgendes Bild:
Das Anlagevermögen ist im Vergleich zum Vorjahr um T€ 2.031 gestiegen. Die Veränderung ist vor allem auf einen Kauf eines Grundstückes und Gebäudes zurückzuführen. Innerhalb der kurzfristigen Vermögensgegenstände sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stichtagsbedingt bei T€ 471. Die Einzel- und Pauschalwertberichtigungen konnten aufgrund eines aktiven Debitorenmanagements auch im Geschäftsjahr sehr niedrig gehalten werden. Die Vorräte sind insgesamt bei T€ 32.121 (Vorjahr T€ 33.874). Die Reduzierung des Vorratsvermögen resultiert aus einem niedrigeren Bedarf an Einzelkomponenten in der zweiten Jahreshälfte. Das gesamte Eigenkapital beläuft sich zum Ende des Geschäftsjahrs auf T€ 35.755. Die Eigenkapitalquote beträgt 55,2 %. Die langfristigen Verbindlichkeiten betreffen neben dem zur Finanzierung der Erweiterungsinvestition aufgenommenes Darlehen die Refinanzierung des Gesellschafterdarlehens der Muegge GmbH. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten haben sich um T€ 19.199 reduziert. Die Reduktion korrespondiert mit dem niedrigen Niveau der allgemeinen Geschäftstätigkeit in der zweiten Jahreshälfte und betreffen im Wesentlichen erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, ebenso wie bspw. niedrigere Steuerrückstellungen. 2.2.4 Tatsächliche Entwicklung der wichtigsten Kennzahlen im Vergleich zur ursprünglichen Prognose Für das Geschäftsjahr 2023 waren Umsatzerlöse von T€ 115.830 und ein positives operatives Ergebnis (EBITDA) von T€ 26.011 geplant. Mit Umsatzerlösen von T€ 82.285 und einem EBITDA von T€ 14.121 wurden die Ziele verfehlt. Ursächlich für die negative Abweichung sind die stärker als erwartet ausgefallenen Folgewirkungen des Ukraine Krieges sowie der Nachfragerückgang nach lab grown diamonds insbesondere aus Asien. Die Geschäftsentwicklung im Zeitraum vom 01. Januar bis 31. Dezember 2023 kann auf Grund der widrigen Marktverhältnisse als zufriedenstellend beurteilt werden. 2.3 Gesamtaussage Die Vermögens- und Finanzlage war im Geschäftsjahr 2023 stabil. Die Gesellschaft hat ihre finanziellen Verpflichtungen jederzeit vollumfänglich bedient. 3 Prognose-, Chancen- und Risikobericht 3.1 Prognosebericht Wir erwarten, dass sich die Abschwächung der weltwirtschaftlichen Dynamik aus dem Jahr 2023 im ersten Halbjahr 2024 fortsetzen wird. Hauptgrund dafür sind die voraussichtlich anhaltend hohen Zinsen, die das Wachstum in den USA und Europa weiter dämpfen werden. Die positive Entwicklung des Dienstleistungskonsums wird keine Rolle mehr spielen. Erst im weiteren Verlauf des Jahres dürfte sich das globale Wirtschaftswachstum etwas beschleunigen, so dass wir für das Jahr 2024 insgesamt mit einem Wachstum der Weltwirtschaft von 2,2 % (ggü. 2023: +2,7 %) rechnen. In Europa bremsen die vergleichsweise hohen Energiepreise und die ungünstigen Rahmenbedingungen für die industrielle Wertschöpfung weiterhin die wirtschaftliche Entwicklung. Wir gehen davon aus, dass sich die Nachfrage nach Industriegütern nur allmählich normalisiert und der Anteil des Güterkonsums am privaten Verbrauch nur langsam wieder zunimmt. Wir erwarten daher in den meisten unserer Abnehmerbranchen ein sehr moderates Wachstum. Die geopolitische Lage bleibt mit den Kriegen in der Ukraine und im Nahen Osten sowie weiteren geopolitischen Spannungen, insbesondere zwischen den USA und China, kritisch. In unserer Prognose gehen wir davon aus, dass diese Konflikte im Jahr 2024 nicht weiter eskalieren werden, rechnen aber auch nicht mit einer grundsätzlich positiven Wende. Alles in allem dürfte die globale Industrieproduktion um 2,2 % (2023: +1,4 %) wachsen. Unter Berücksichtigung der aktuellen Nachfrageentwicklung und des gegebenen Auftragsbestandes wurde für das folgende Geschäftsjahr vom 1. Januar 2024 bis zum 31. Dezember 2024 ein Budget mit einem Umsatz von 72.807 T€ und einem EBITDA von 10.716 T€ verabschiedet. Die Geschäftsführung geht langfristig von einer günstigen Geschäftsentwicklung der MUEGGE aus. Vor dem Hintergrund der weltweiten wirtschaftlichen und gesellschaftsrechtlichen Verwerfungen sind zuverlässige Prognosen aktuell nur eingeschränkt möglich. Aufgrund der aktuellen Kenntnisse ist damit zu rechnen, dass die MUEGGE das budgetierte Jahresergebnis deutlich verfehlen wird. Die MUEGGE Group bewegt sich insbesondere mit dem deutschen Standort in dynamischen Märkten, die mittelfristig nachhaltiges Wachstum aufweisen. Die zunehmende Digitalisierung und damit die ungebrochen steigende Nachfrage nach elektronischen Geräten wird den Absatz der MUEGGE aus unserer Sicht weiterhin positiv beeinflussen. 3.2 Chancen- & Risikobericht Die MUEGGE Group ist verschiedenen finanziellen und nichtfinanziellen Risiken ausgesetzt. Die definierten Risiken werden im weitesten Sinne als die Gefahr bestimmt, die finanziellen, operativen oder strategischen Ziele nicht wie geplant zu erreichen. Um den Unternehmenserfolg langfristig zu sichern, ist es daher unerlässlich, die Risiken effektiv zu identifizieren, zu analysieren und durch geeignete Steuerungsmaßnahmen zu beseitigen oder zu begrenzen. Im Folgenden führen wir die für uns relevanten identifizierten Risiken auf. Die Reihenfolge der dargestellten Risiken spiegelt die gegenwärtige Einschätzung nach Priorität wider und bietet daher einen Anhaltspunkt für die gegenwärtige Bedeutung dieser Risiken für uns. Zusätzliche Risiken, die uns derzeit noch nicht bekannt sind oder Risiken, die wir jetzt noch als unwesentlich einschätzen, können unsere Geschäftsaktivitäten ebenfalls negativ beeinflussen. 3.2.1 Leistungswirtschaftliche Risiken Rohstoffe Die von der MUEGGE Group eingesetzten Einzelkomponenten wie beispielsweise Magnetrons unterliegen dem Risiko von Preisschwankungen. Die Preisentwicklung wird zudem indirekt durch die weltwirtschaftliche Konjunktur beeinflusst. Die MUEGGE Group begrenzt das Risiko steigender Einkaufspreise durch ein systematisches Material- und Lieferantenrisikomanagement. Mit einer leistungsfähigen Einkaufsstruktur werden Skaleneffekte bei der Beschaffung der wichtigsten Warengruppen genutzt und diese möglichst wettbewerbsfähig beschafft. Zudem ist die MUEGGE Group stets bestrebt, durch die kontinuierliche Optimierung der Lieferantenauswahl dauerhaft wettbewerbsfähige Beschaffungspreise sicherzustellen. Durch den stetigen technologischen Fortschritt und die Erprobung alternativer Materialien wird zudem versucht, die Abhängigkeit von einzelnen Materialien zu reduzieren. Gegen die Volatilität bei einigen Waren sichert sich die MUEGGE Group durch den Abschluss von Rahmenverträgen mit einer Laufzeit von bis zu 24 Monaten ab. Obwohl diese Maßnahmen Risiken aus Rohstoffeinkäufen begrenzen, können diese Maßnahmen unzureichend sein oder ihre Kosten können die Vorteile übersteigen. Unter Berücksichtigung des Beschaffungsportfolios der MUEGGE Group werden Preissteigerungen bei den Rohstoffen insgesamt als wahrscheinlich angesehen. Die einhergehenden negativen finanziellen Auswirkungen sind hierbei stark abhängig von der sehr unsicheren makroökonomischen Entwicklung. Einflüsse auf die Lieferfähigkeit durch den Ukraine Krieg sehen wir nicht. Es werden keine Materialien aus Russland oder Ukraine bezogen. Lieferanten & Zulieferer Ausfälle von Lieferanten und Abhängigkeiten von einzelnen Lieferanten können zu Materialengpässen und damit zu negativen Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit der Gruppe führen. Um dieses Risiko zu minimieren, arbeitet die MUEGGE Group mit zuverlässigen, fortschrittlichen und den hohen Qualitätsanforderungen der MUEGGE Group genügenden Lieferanten zusammen. Diese Lieferanten werden im Rahmen des Qualitätsmanagements regelmäßig auditiert. Sofern Anhaltspunkte für Lieferantenausfälle bestehen, werden unverzüglich Ausweichmöglichkeiten evaluiert. Infolgedessen wird die Eintrittswahrscheinlichkeit von Lieferantenausfallrisiken als möglich und das Ausmaß des potenziellen finanziellen Verlusts weitestgehend als gering eingeschätzt. Eine Ausnahme bildet dabei die Materialgruppe „Magnetron“. Entsprechend der halbjährlich durchgeführten Risikobetrachtung besteht aktuell allgemein ein moderates und bei einzelnen Magnetron-Typen ein hohes Risiko bei Lieferausfall für die Geschäftstätigkeit der MUEGGE Group. Gründe für die veränderte Risikoabschätzung bei Magnetron liegen in dem aktuell hohen Bedarf an Magnetrons und den damit verbundenen Risiken bei Lieferfähigkeit, Lieferquantitäten und Produktqualität aufgrund der kurzen Ramp-Up-Phase. MUEGGE steht in permanentem engem Austausch mit den bestehenden Lieferanten für Magnetrons, um eventuelle Lieferengpässe oder andere Einflüsse auf die MUEGGE- Geschäftstätigkeit frühzeitig zu erkennen und gegenzusteuern. Parallel werden weitere Quellen für Magnetrons geprüft und nach Möglichkeit qualifiziert. Qualität und Prozesse Die Produkte der MUEGGE Group sind häufig funktionskritisch bezüglich Qualität, Leistungsfähigkeit und Betriebszuverlässigkeit des Endprodukts. Qualitätsmängel könnten zu Rechtsstreitigkeiten, Schadensersatzpflichten oder dem Verlust von Kunden führen. Dasselbe gilt bei Qualitätsmängeln in den Vorprodukten, die durch die MUEGGE Group weiterverarbeitet werden. Ein wesentlicher Faktor zur Sicherung des nachhaltigen Unternehmenserfolgs ist daher die zuverlässige Gewährleistung der Produktqualität, sodass die Produkte der MUEGGE Group einen entscheidenden Mehrwert für die Kunden liefern. Das daraus resultierende Risiko wird durch weitreichende Qualitätssicherungsmaßnahmen und Qualitätsstandards reduziert. Daher wird die Eintrittswahrscheinlichkeit von Qualitätsrisiken als möglich eingeschätzt, während die potenziellen finanziellen Auswirkungen bezüglich Schadensersatzpflichten aufgrund bestehender Versicherungen gegen Schadensfälle als gering eingestuft werden. Im Berichtszeitraum konnte aufgrund der MUEGGE-Qualitätsstandards und Qualitätssicherungsmaßnahmen frühzeitig ein Qualitätsmangel bei Magnetrons eines bestimmten Zulieferers identifiziert werden. Die identifizierten Magnetron-Chargen wiesen eine schlechtere Performance gegenüber der Spezifikation sowie eine erhöhte Ausfallrate auf. Der Lieferant wurde umgehend informiert, gemeinsam mit dem Lieferanten wurde sofort eine Analyse des Sachverhaltes sowie ein entsprechendes Maßnahmenpaket zur Korrektur der Magnetron-Qualität vereinbart. Die im Berichtszeitraum suspekten Materialien konnten identifiziert werden. Für derartige Sachverhalte werden bilanzielle Risikovorsorgen erfasst. Hierbei besteht stets das Risiko, dass diese Vorsorgen nicht ausreichen, um mögliche Maximalausprägungen abzudecken. Kunden Kundenrisiken resultieren aus der Abhängigkeit von wichtigen Abnehmern und insbesondere dem asiatischen Markt, durch die die MUEGGE Group einen wesentlichen Anteil des Umsatzes generiert. Diese könnten ihre Verhandlungsmacht ausnutzen und damit einhergehend den Druck auf die Margen erhöhen. Auch Nachfragerückgänge oder der Verlust dieser Kunden bzw. dieses Segments können nachteilige Auswirkungen auf das Ergebnis der MUEGGE Group haben. Daher werden sowohl die Auftragseingänge als auch das Kundenverhalten im Rahmen eines kontinuierlichen Prozesses überwacht, um Kundenrisiken frühzeitig zu erkennen. Zudem verfügt die MUEGGE Group über ein diversifiziertes Kundenportfolio und relevante Aktivitäten in anderen geografischen Regionen, wodurch die finanziellen Auswirkungen der Kundenrisiken reduziert, wenngleich nicht vollständig nivelliert werden können. Deshalb wird das Risiko, dass sich oben genannte Kundenrisiken nachteilig auf die Geschäftstätigkeit auswirken, als möglich eingeschätzt, was aufgrund der Umsatzabhängigkeit vom asiatischen Markt innerhalb der Kundenstruktur moderate bis erhebliche finanzielle Auswirkungen zur Folge hätte. Derzeit besteht für die MUEGGE ein potenzielles Klumpenrisiko im Markt für Lab Grown Diamond (LGD) und insbesondere durch die Konzentration der Hersteller und der weiterverarbeitenden Industrie für LGD in Indien. Eine breitere Diversifizierung des Angebots kann dazu beitragen, das Klumpenrisiko zu reduzieren und die langfristige Stabilität des Geschäfts zu gewährleisten. MUEGGE LGD-Produkte weisen eine starke Diversifizierung auf: So arbeiten die MUEGGE-Systeme in unterschiedlichen Frequenzbereichen (L-Band und S-Band) sowie in unterschiedlichen Mikrowellenleistungsklassen (3 kW-12 kW im S-Band sowie bis 75 kW im L-Band), was auch die große Bandbreite an Produktionssystemen widerspiegelt. Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass MUEGGE potenzielle Klumpenrisiken im LGD-Bereich analysiert und identifiziert hat, und mit Veränderungen und Ergänzungen im eigenen Produktportfolio reagiert (Technical Diamond), so dass Muegge derzeit von einem nachhaltigen Wachstum im LGD-Bereich ausgeht. 3.2.2 Personalbezogene Risiken Der Erfolg der MUEGGE Group hängt wesentlich von der Einsatzbereitschaft, der Innovationsfähigkeit, dem Know-how und der Integrität der Mitarbeiter ab. Die Personalarbeit in der Gruppe dient dem Erhalt und dem Ausbau dieser Kernkompetenzen. Der Austritt von Mitarbeitern mit Schlüsselkompetenzen sowie ein Engpass geeigneter Arbeitskräfte könnten sich nachteilig auf die Geschäftstätigkeit der MUEGGE Group auswirken. Zudem wird der Wettbewerb um die talentiertesten Mitarbeiter, bedingt durch die demografische Entwicklung, immer intensiver. Diesen Risiken tritt die MUEGGE Group mit weitreichenden Weiterbildungs-, Schulungs- und Förderprogrammen entgegen. Durch variable Entgeltsysteme wird die Ausrichtung der Mitarbeiter auf den Unternehmenserfolg gefördert. Im Gegenzug wirken die Mitarbeiter der MUEGGE Group im Rahmen von Mitarbeiterbefragungen und Verbesserungsinitiativen an der kontinuierlichen Weiterentwicklung der MUEGGE Group mit. Die Eintrittswahrscheinlichkeit von Personalrisiken wird für die MUEGGE Group insgesamt als möglich eingeschätzt, während die potenziellen finanziellen Auswirkungen aufgrund einer nachhaltigen Personalpolitik unwesentlich sind. 3.2.3 Finanzwirtschaftliche und rechtliche Risiken Das Liquiditätsrisiko ist das Risiko, dass die Gesellschaft möglicherweise nicht in der Lage ist, ihre finanziellen Verbindlichkeiten vertragsgemäß durch Lieferung von Zahlungsmitteln oder anderen finanziellen Vermögenswerten zu erfüllen. Durch die Einlagen der HQ Equita-Gruppe in die MUEGGE ist die Gesellschaft mit ausreichend Liquidität ausgestattet. Darüber hinaus kann der bestehende Kreditvertrag durch den Kreditgeber gekündigt werden, sofern die im Kreditvertrag festgeschriebenen Covenants nicht eingehalten werden. Mögliche Ausfallrisiken bei Kunden werden mit Bonitätsprüfungen vor Auftragsannahme bzw. mit Vorauskasse und Einhaltung der Kreditlinie begegnet. Die Liquidität der MUEGGE Group wird darüber hinaus durch eine Kontokorrentline mit der Hausbank der Muegge GmbH sichergestellt. Rechtlichen Risiken aus Gewährleistungsansprüchen oder Kundenreklamationen beugt das Unternehmen mit Versicherungen vor. 3.2.4 Gesamtaussage zur Risikolage Weder wirtschaftliche Bestandsgefährdungen in Form von fehlendem Auftragsvolumen oder Ertragsperspektive noch rechtliche Bestandsgefährdungen durch evtl. Zahlungsunfähigkeit oder Prozesssituationen sind aktuell zu erkennen. Dies gilt - aus heutiger Sicht - ebenso für die Zukunft. Die Risikosituation wird im Vergleich zum Vorjahr als unverändert beurteilt. 3.2.5 Chancen Neben den strategischen Aktivitäten zur organischen Weiterentwicklung des Geschäfts sieht die MUEGGE Group insbesondere in der Strategie, die Geschäftsaktivitäten durch selektive wertsteigernde Akquisitionen profitabel auszuweiten, erhebliche Chancen, das finanzielle Ergebnis nachhaltig zu steigern. Den Erfolg dieser Strategie konnte die MUEGGE Group mit den in den Jahren 2015 und 2022 durchgeführten Akquisition bereits belegen. Des Weiteren ergeben sich für die MUEGGE Group aus der weiteren Erschließung des asiatischen Marktes Chancen im Hinblick auf die Erreichung der finanziellen Ziele. Sollte die Nachfrage in den übrigen geografischen Regionen temporär hinter den Planungen zurückbleiben, besteht für die MUEGGE Group die Chance, dies insbesondere über den asiatischen Markt und die dort ansässigen Kunden zu kompensieren. Dies impliziert jedoch eine gewisse Komplexität, deren Beherrschung für die MUEGGE Group auch mit Risiken verbunden sein kann. Da die Diversifikationsbestrebungen der MUEGGE Group sowohl in Bezug auf die Regionen und Endmärkte als auch in Bezug auf die Produkte Schritt für Schritt vollzogen werden, können diese Risiken über eine entsprechende Anpassung der Organisation an veränderte Gegebenheiten sachgerecht begrenzt werden. Entsprechend adressiert die MUEGGE Group im Rahmen des Industrie 4.0 & des Digitalisierungsprogramms die Komplexitätsreduzierung und Straffung des bestehenden Produktportfolios über ein eigenständiges Handlungsfeld. In der Zusammenschau der unternehmensstrategischen Initiativen der MUEGGE Group werden die finanziellen Auswirkungen der mit der Unternehmensstrategie der MUEGGE Group verbundenen Chancen als gut und eine positive Abweichung von der Planung als möglich bewertet. BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023I. Allgemeine Angaben Die Muegge GmbH mit Sitz in Reichelsheim ist in das Handelsregister beim Amtsgericht Darmstadt unter der Registernummer HRB 102333 eingetragen. Der Jahresabschluss wird nach den Rechnungslegungsvorschriften für Kapitalgesellschaften des Handelsgesetzbuches (HGB) §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie unter Berücksichtigung des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt. Ergänzende Bestimmungen des Gesellschaftsvertrages waren nicht zu beachten. Es gelten die Vorschriften für Große Kapitalgesellschaften. Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. Der Pflicht zur Angabe der Laufzeiten für Forderungen und Verbindlichkeiten gemäß § 268 Abs. 4 und 5 HGB wird die Gesellschaft durch die Angabe im Anhang gerecht. Aus rechentechnischen Gründen können in den Tabellen Rundungsdifferenzen in Höhe von +/-einer Einheit (EUR, %, usw.) auftreten. II. Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden stetig zum Vorjahr ausgeübt und sind nachfolgend dargestellt. Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Es wird die lineare Abschreibungsmethode angewendet. Geringwertige Anlagegüter (GWG) bis zu einem Netto-Einzelwert von EUR 250,00 sind im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben bzw. als Aufwand erfasst worden; ihr sofortiger Abgang wurde unterstellt. Anlagegüter mit einem Netto-Einzelwert von mehr als EUR 250,00 bis EUR 800,00 werden inventarisiert und im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Ein Sammelposten wird nicht gebildet. Geleistete Anzahlungen sind zum Nominalwert angesetzt. Der planmäßigen Abschreibung liegen die folgenden durchschnittlichen Nutzungsdauern zugrunde: - Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten: 3 -10 Jahre - Geschäfts- oder Firmenwerte werden nach § 253 Abs. 3 Satz 4 HGB über eine Nutzungsdauer von 10 Jahren abgeschrieben, da eine verlässliche Schätzung insoweit nicht möglich ist - Bauten: 25 Jahre - Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung: 1 - 15 Jahre. Außerplanmäßige Abschreibungen werden zum Bilanzstichtag im Falle einer voraussichtlich dauerhaften Wertminderung vorgenommen. Bei den Finanzanlagen sind die Anteile an verbundenen Unternehmen zu Anschaffungskosten oder zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Bei Wertminderungen, die nicht nur vorübergehender Natur sind, werden entsprechende Abschreibungen vorgenommen. Sofern die Gründe für die Wertberichtigung nicht mehr bestehen, werden Zuschreibungen vorgenommen. Die Vorräte werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und unter Berücksichtigung des strengen Niederstwertprinzips angesetzt. Die Ermittlung der Anschaffungskosten bei den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen erfolgt anhand des Durchschnittswertverfahrens. Erkennbare Risiken bei den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen, die sich aus einer überdurchschnittlichen Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und/oder niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene pauschale Wertabschläge berücksichtigt. In die Ermittlung der Herstellungskosten der fertigen und unfertigen Erzeugnisse wurden im Rahmen der Einzelbewertung neben den unmittelbar zuzurechnenden Kosten auch notwendige Gemeinkosten (unter anderem Materialgemeinkosten, Fertigungsgemeinkosten und Entwicklungskosten) einbezogen. Zinsen für Fremdkapital wurden nicht in die Berechnung der Herstellungskosten einbezogen. Zum Bilanzstichtag erkennbare Verluste wurden über eine verlustfreie Bewertung berücksichtigt, d. h. soweit die voraussichtlichen Verkaufspreise abzüglich der bis zum Verkauf anfallenden Kosten zum niedrigeren beizulegenden Wert führen, werden entsprechende Abwertungen vorgenommen. Geleistete Anzahlungen sind zum Nennwert angesetzt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Bei Forderungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden angemessene Wertabschläge vorgenommen; uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben. Die Kassenbestände sowie Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert angesetzt. Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert. Für mittelbare Verpflichtungen aus Pensionszusagen oder Anwartschaften werden gemäß Artikel 28 Absatz 1 S. 2 EGHGB keine Rückstellungen gebildet. Die sonstigen Rückstellungen sind so bemessen, dass die erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen berücksichtigt sind. Die Bewertung der Rückstellungen erfolgt in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken sowie erwartete künftige Preis- und Kostensteigerungen bis zum Erfüllungszeitpunkt berücksichtigt. Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden grundsätzlich mit dem ihrer Laufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst. Die Verbindlichkeiten sind zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung mit dem unternehmensindividuellen Steuersatz im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Es besteht insgesamt ein Überhang an aktiven latenten Steuern. Im Jahr 2023 verabschiedete der deutsche Bundestag mit Wirkung zum 1. Januar 2024 das neue Gesetz zur Mindestbesteuerung (Pilar 2) Die Muegge stellt eine eigene Mindestbesteuerungsgruppe mit der Muegge HoldCo als oberster Muttergesellschaft dar. Da die Muegge Gruppe die notwendigen Voraussetzungen im Sinne des §1 Mindestbesteuerungsgesetz nicht erfüllt, entfällt die Anwendung des neuen Gesetzes zur Mindestbesteuerung. Die erhaltenen Anzahlungen sind mit dem Nennbetrag angesetzt. Fremdwährungsumrechnung Forderungen und Verbindlichkeiten, die auf Fremdwährungen lauten werden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet (§ 256a HGB). Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet. III. Erläuterungen zu den Bilanzposten Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens ist aus dem als Anlage beigefügten Anlagespiegel ersichtlich. Der Firmenwert der Muegge GmbH (HRB 70541) beträgt zum 31.12.2023 T€ 8.065 (Vorjahr T€ 9.218). Anteilsbesitz gemäß § 285 Nr. 11 HGB:
Im Berichtsjahr wurde mit Wirkung zum 19.01.2023 die MUEGGE Asia Pacific PTE. LTD, Singapur gegründet. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind, wie im Vorjahr, innerhalb eines Jahres fällig. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen mit T€ 1.623 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (Vorjahr T€ 705). Die sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von T€ 4.724 (Vorjahr T€ 2.329) enthalten zum einen im Folgejahr abziehbare Vorsteuer, zum anderen Forderung zur Erstattung von retourniertem Material sowie debitorische Kreditoren. Eigenkapital Das im Handelsregister eingetragene und voll eingezahlte Stammkapital beträgt T€ 25. Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für Gewährleistungsansprüche (T€ 2.380; Vorjahr T€ 1.256), für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften (T€ 1.051; Vorjahr T€ 0), für personalbezogene Sonder- und Einmalzahlungen sowie für Urlaubs- und Überstundenansprüche (T€ 861; Vorjahr T€ 3.588) gebildet. Pensionsrückstellungen Die Altersversorgung für den ehemaligen Gründer wurde im Jahr 2006 auf beitragsorientierte und rückgedeckte Versorgungspläne umgestellt. Eine Passivierung erfolgt unter Ausübung des Wahlrechts gemäß Art. 28 Abs. 1 S. 2 HGB nicht. Weitere Pensionszusagen bestehen weder mittelbar noch unmittelbar. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten haben im Geschäftsjahr als auch im Vorjahr, mit Ausnahme der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Von den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten T€ 10.772 (Vorjahr T€ 10.952) sind T€ 1.278 (Vorjahr T€ 733) innerhalb eines Jahres fällig und T€ 9.495 (Vorjahr T€ 10.219) haben eine Fälligkeit mehr als einem Jahr (davon mit einer Fälligkeit über fünf Jahre T€ 1.740 (Vorjahr T€ 6.870)). Zur Besicherung der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestehen Grundpfandrechte auf die Betriebsimmobilien der Gesellschaft. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren mit T€ 145 (Vorjahr T€ 2.922) aus Lieferungen und Leistungen. Die sonstigen Verbindlichkeiten T€ 201 (Vorjahr T€ 182) beinhalten T€ 0 (Vorjahr T€ 6) im Rahmen der sozialen Sicherheit. Außer den oben genannten Sachverhalten sind keine Verbindlichkeiten besichert. Angaben und Erläuterungen zu einzelnen Posten der Gewinn- und Verlustrechnung Die Umsatzerlöse setzen sich aus Produkterlösen (T€ 72.659, Vorjahr T€ 71.831), aus Erlösen für Serviceleistungen (T€ 1.004, Vorjahr T€ 791), aus Weiterverkäufen (T€ 7.854, Vorjahr T€ 5.914) und aus Erlösen für Entwicklungsleistungen (T€ 75, Vorjahr T€ 120) sowie aus sonstigen Erlösen (T€ 695, Vorjahr T€ 861) zusammen. Geographisch verteilen sich die Umsatzerlöse auf Asien T€ 66.029 (Vorjahr T€ 65.099), Europa T€ 9.406 (Vorjahr T€ 9.409), Nordamerika T€ 5.641 (Vorjahr T€ 3.586) und den Rest der Welt T€ 1.209 (Vorjahr T€ 1.424). Die Sonstigen betrieblichen Erträge enthalten im Wesentlichen Schadensersatzansprüche gegenüber einem Lieferanten von T€ 1.673 (Vorjahr T€ 0) und Währungskursgewinne T€ 646 (Vorjahr T€ 741). Der Personalaufwand umfasst T€ 9.656 (Vorjahr T€ 11.535), davon entfallen von Sozialabgaben auf Altersversorgung T€ 79 (Vorjahr T€ 70). Die Sonstigen betrieblichen Aufwendungen umfassen T€ 11.371 (Vorjahr T€ 5.770), davon aus der Währungsumrechnung T€ 516 (Vorjahr T€ 551) sowie periodenfremde Aufwendungen in Höhe von T€ 45 (Vorjahr T€ 0). Die Abgaben aus Steuern vom Einkommen und vom Ertrag betragen T€ 3.969 (Vorjahr T€ 5.108). Sonstige Angaben Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen In Höhe von T€ 288 (Vorjahr T€ 256) bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus verschiedenen Miet- und Leasingverträgen. Die ausschließlich mit externen Dritten abgeschlossenen Verträge enden zwischen 2024 und 2026. Risiken aus diesen Geschäften können ggf. die Nichtnutzung bis zum Vertragsende umfassen, was jedoch als unwahrscheinlich eingestuft wird. Die Muegge GmbH bedient sich einer Unterstützungskasse für die Finanzierung der mittelbaren Altersversorgungsverpflichtungen. Hieraus ergeben sich zum Bilanzstichtag Haftungsverhältnisse. Die Berichtsgesellschaft bleibt weiterhin unmittelbar verpflichtet, soweit das Vermögen der Unterstützungskasse zur Erfüllung der Verpflichtungen nicht ausreicht. Das Risiko einer Inanspruchnahme aus diesen mittelbaren Pensionsverpflichtungen wird aufgrund der geschlossenen Rückdeckungsversicherung durch die Unterstützungskasse als gering angesehen. Am Bilanzstichtag liegen folgende nicht in der Bilanz enthaltenen Geschäfte vor: Leasingverträge insbesondere für Maschinen und Kraftfahrzeuge wurden zur Vermeidung des sofortigen Abflusses liquider Mittel geschlossen. Dem Vorteil der Verbesserung der Liquiditätslage durch geringen Mittelabfluss steht das Risiko der über die gesamte Nutzungsdauer insgesamt höheren Zahlungsmittelabflüsse entgegen. Honorar des Abschlussprüfers Da die Angaben zum Gesamthonorar des Abschlussprüfers im Konzernabschluss der Muegge HoldCo GmbH, Frankfurt am Main enthalten sind, macht die Gesellschaft von der Erleichterungsvorschrift gemäß § 285 Nr. 17 HGB gebrauch. Arbeitnehmer Im Geschäftsjahr waren durchschnittlich 142 Mitarbeiter (Vorjahr 129) davon 100 (Vorjahr 90) administrativ und 42 (Vorjahr 39) operativ beschäftigt. Geschäftsführung Als Geschäftsführer sind bestellt: Herr Dr. Klaus-Martin Baumgärtner, Strategischer Geschäftsführer der Muegge GmbH Herr Markus Dingeldein, Operativer Geschäftsführer der Muegge GmbH Für die Geschäftsführung wird die Angabe der Organbezüge mit Verweis auf § 286 Abs. 4 HGB unterlassen. Gesellschafter und Konzernverhältnisse Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 der Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Muegge HoldCo GmbH, Frankfurt am Main (HRB 119220 des Amtsgerichts Frankfurt am Main), die den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt, einbezogen. Der Konzernabschluss der Muegge HoldCo GmbH ist über das Unternehmensregister abrufbar. Die Gesellschaft wird zudem in den Konzernabschluss HQ Equita GmbH & Co. Gründungs KG, Bad Homburg v. d. Höhe (Amtsgericht Bad Homburg v. d. Höhe, HRA 5674) einbezogen, die den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen aufstellt. Ergebnisverwendung Die Geschäftsführung der Muegge GmbH schlägt vor, den Jahresüberschuss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 in Höhe von € 7.092.223 auf neue Rechnung vorzutragen. Unterschrift der Geschäftsführung
Reichelsheim, den 03.07.2025 gez. Dingeldein gez. Baumgärtner sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 02.12.2024 festgestellt. BestätigungsvermerkAn die Muegge GmbH, Reichelsheim Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Muegge GmbH, Reichelsheim, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Muegge GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Frankfurt am Main, den 30. Juli 2024 KPMG AG gez. Mangels, Wirtschaftsprüfer gez. Amrhein, Wirtschaftsprüfer |
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