Stammdaten

Register
Amtsgericht Frankfurt/Oder HRB 13078
Vorher
Chemie- und Tankanlagenbau Reuther GmbH
Eingetragen
15.7.2010
Branche
Herstellung von TurbinenHerstellung von Verpackungsmitteln aus KunststoffenHerstellung von Prüfmaschinen
Gegenstand
Die Entwicklung, Herstellung und der Vertrieb von Komponenten für Windkraftanlagen sowie von Behältern und Apparaten und der Vertrieb und/oder Handel mit materiellen und immateriellen Leistungen auf diesen Gebieten.

Historie

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Management

NameRolle
Finn Melgaard
seit 10.3.2020
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (4)

NameAnteil
Reuther STC GmbHEigenbeteiligung
69.00%
Reuther STC International ApSDNK
15.50%
AETRA Holding ApSDNK
7.75%
Landse Holding ApSDNK
7.75%

Gesellschafter
Beta

4 Gesellschafter

GmbH-Struktur

3 von 4 angezeigt

Name
Ort
Betrag
Anteil
Reuther Beteiligungsgesellschaft mbH
Germany
1.560.000 €
39.00%
NiiJivi Holding ApS
Denmark
1.240.000 €
31.00%
OTAGO Beteiligungsgesellschaft mbH
Germany
800.000 €
20.00%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Konzern- und Jahresabschlüsse

Reuther STC GmbH

Fürstenwalde/Spree

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2018 bis zum 31.12.2018

Lagebericht

Präambel

Im abgelaufenen Wirtschaftsjahr 2018 wurde der Strategiewechsel der Reuther STC weiter vorangetrieben. Es wurden vermehrt wieder Behälter und Stahlkonstruktionen u.a. für die Chemieindustrie, Zementindustrie und Bergbau & Fördertechnik angeboten und hergestellt.

Der harte Wettbewerb und der enorme Preisdruck auf dem Windkraftmarkt haben ihre Spuren in den vergangenen Jahren hinterlassen. Deshalb hat die Reuther STC GmbH schon im Jahr 2017 entschieden, sich unabhängiger von der Windkraft zu machen und somit auch verstärkt andere Märkte zu bedienen. Außerdem stellt Reuther STC seit Jahren Druckbehälter zur Speicherung von Wasserstoff in verschiedenen Größen her. Neben diesen Spezialisierungen sind wir auch klassischer Partner bei sämtlichen weiteren stahlbautechnischen Produktionen. Durch die Entscheidung verstärkt andere Märkte zu bedienen, reduziert die Reuther STC das Risiko von nur einer Branche abhängig zu sein und vollzieht damit gleichzeitig einen Strategiewechsel.

Im Bereich der Gesellschafter hat sich gegenüber dem Vorjahr keine Änderung ergeben. Geschäftsführender Gesellschafter ist weiterhin Herr Finn Melgaard.

1. Darstellung des Geschäftsverlaufs

1.1. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Im Verlauf des Wirtschaftsjahres 2018 nahm die Verunsicherung der deutschen Unternehmen deutlich zu. Der Ifo-Geschäftsklimaindex im verarbeitenden Gewerbe verschlechterte sich im Dezember 2018 zum vierten Mal hintereinander. Die Gründe für die Verunsicherung und die verhaltenen Zukunftsaussichten sind auf verschiedene Gründe zurückzuführen:

Da sind zum einen die Haushaltspläne der italienischen Regierung, die eine erneute Eurokrise heraufbeschwören könnten und auch die Handelspolitik der Vereinigten Staaten macht der deutschen Wirtschaft zu schaffen. Die Aussicht auf einen "Brexit" ohne Abkommen könnte die deutsche Wirtschaft ebenfalls empfindlich treffen. In den verschiedenen Wirtschaftsbereichen gibt es teilweise Kapazitätsengpässe, die u.a. auch auf fehlende Fachkräfte zurückzuführen sind. Zwar stiegen die Beschäftigungszahlen weiter an, jedoch blieben viele offene Stellen aufgrund des Fachkräftemangels unbesetzt.

Insgesamt stieg das Bruttoinlandsprodukt in 2018 um rd. 1,5% an, blieb aber gegenüber den Erwartungen deutlich zurück. Für das Wirtschaftsjahr 2019 soll das Bruttoinlandsprodukt weiter anwachsen, allerdings doch abgeschwächt im Vergleich zu den vergangenen Jahren.

Auch der Aktienmarkt zeigte sich zuletzt schwächer. Die wichtigsten Indizes unterlagen im Verlauf 2018 erheblichen Schwankungen und verloren im letzten Quartal 2018 einiges an Boden gegenüber dem Jahresbeginn.

1.2. Branche

Der stetige Ausbau der Windkraft in den vergangenen Jahren erfuhr im Wirtschaftsjahr 2018 einen starken Einbruch. Wurden in 2017 noch 5,3 Gigawatt Leistung in Deutschland installiert, so fällt die Bilanz in 2018 eher ernüchternd aus. Die installierte Leistung in 2018 (Neubaudeckelung von 2,8 GW) reduzierte sich um rd. die Hälfte im Vergleich zum Vorjahr. Dieser starke Einbruch kommt allerdings nicht überraschend und war bereits in 2016 aufgrund der Revision des EEG abzusehen.

In 2016 wurde das EEG erneut überarbeitet mit dem Ziel den Ausbau der erneuerbaren Energien kosteneffizient und netzverträglich voranzutreiben. Die wichtigste Änderung, ab dem 01.01.2017 war, dass die Förderhöhe für einzelne erneuerbare Energie Anlagen nicht mehr vom Gesetzgeber, sondern im Wettbewerb mit Hilfe von Ausschreibungen festgelegt wird. Außerdem wurde der zukünftige Ausbau der Windkraft begrenzt (Ausbaudeckelung). Beim Vergabeprozess (Ausschreibungen) wurden Bürgergesellschaften gegenüber etablierten Unternehmen bevorzugt. Die Bürgergesellschaften mussten u.a. keine Baugenehmigungen vorweisen und erhielten auch mehr Zeit (5 Jahre) für die Umsetzung der geplanten Windparks als etablierte Unternehmen. Diese Privilegien führten dazu, dass mehr als 90% der Vergaben in 2017 an Bürgergesellschaften gingen und somit aufgrund der fehlenden Baugenehmigungen und längeren Umsetzungsphase die Realisierung der meisten geplanten Windparks verzögert wird und voraussichtlich erst in späteren Jahren nach 2020 erfolgt.

Die Einschätzung vieler Marktbeobachter sieht auch deshalb für das Wirtschaftsjahr 2019 keine Erholung der Branche. Im Gegenteil, die Aussichten für 2019 liegen eher noch unter den Installationsmengen von 2018.

1.3 Gesamtunternehmen

Der Umsatz im Geschäftsjahr 2018 erreichte 23,8 m€ und fiel gegenüber dem Vorjahr (48,8 m€) um rd. 25 m€. Der starke Umsatzeinbruch ist im Wesentlichen auf die bereits vorher erwähnte Schrumpfung des Windkraftmarktes in Deutschland zurückzuführen. Die Anstrengungen mit zusätzlichen Produkten aus anderen Industriebereichen, wie z. B. dem Behälterbau und anderer Stahlkonstruktionen, um den Auftragseinbruch im Windkraftgeschäft zu kompensieren, zahlte sich erst spät im 4. Quartal durch hohe Auftragseingänge für das Jahr 2019 aus. Hinzu kam, dass die mit dem Strategiewechsel verbundene Prototypenfertigung, vermehrte Anlaufkosten in Form von Zeitaufwand (Fertigungsstunden) verursachten und damit auch Ressourcen für die laufende Produktion nicht zur Verfügung standen.

Der Bestellungseingang lag in 2018 bei rd. 29,2 m€ (Vj rd. 36,6 m€). Aufgrund der umfangreichen Marktbearbeitung und der damit verbundenen Gewinnung von neuen Kunden in verschiedenen Industriesegmenten, stieg der Auftragseingang im 4. Quartal überdurchschnittlich an. Der Auftragsbestand per 31.12. 2018 für das kommende Wirtschaftsjahr beträgt 19,5 m€ (Vorjahr 13,0 m€). Das bedeutet, dass bereits 2/3 des Umsatzplans 2019 als rechtsverbindliche Bestellungen vorliegen. Damit erweitert die Reuther STC ihre Produktepalette und stellt sich wesentlich breiter auf als noch ein Jahr zuvor. Die Abhängigkeit von der Windkraftbranche konnte durch den vorgenommenen Strategiewechsel erheblich reduziert werden.

Aufgrund der sich anbahnenden Schrumpfung des Windkraftmarktes, wurden Ende 2017 bereits Maßnahmen zur Kostensenkung und Kapazitätsanpassung vorgenommen. Der durchschnittliche Beschäftigtenstand im Jahr 2018 betrug noch 218 Mitarbeiter (Vorjahr 310), davon 13 Auszubildende und 7 Leiharbeiter. Per 31.12.2018 waren insgesamt noch 217 Mitarbeiter (Vorjahr 265) im Unternehmen beschäftigt.

Produktlinien

Das Produktsegment "Stahlrohrtürme für Windkraftanlagen" hatte in 2018 einen Umsatzanteil von 45% (Vorjahr 72%). Dies ist zum einen auf die schwierige Lage im Windkraftmarkt, aber auch auf den Strategiewechsel zurückzuführen. Die "Polräder für Windkraftanlagen" hatten einen Umsatzanteil von 29,5% (Vorjahr 34%). Das Polradgeschäft wird in 2019 die Produktionslinie für Statorplatten voll auslasten (Auftragswert rd. 7 mio € und Umsatzanteil 22,5%) anteilsmäßig weiter abnehmen zu Gunsten anderer profitabler Produkte.

Das "Behältergeschäft" welches in 2018 wieder neu aufgenommen wurde betrug 5,5% Vorjahr 0%. Schwerpunktmäßig wird hierbei die Chemieindustrie beliefert, aber auch Wasserstoffbehälter zur Energiespeicherung für andere Industrien. Im Bereich der Wasserstoffbehälter sehen wir in Zukunft ein großes Wachstumspotential, auch aufgrund des derzeitigen überdurchschnittlichen Anstiegs des Anfragevolumens.

Der Anteil der "sonstigen Umsätze", die vor allem neue Produkte enthält, stieg vom Vorjahr von 2,7% in 2018 auf 10,2%. Der Anteil der Windkraft wird in naher Zukunft weiter sinken zugunsten des Behältergeschäfts und einer Vielzahl neuer Produkte, wie z. B. Öfen für die Zementindustrie, Seilgewinden für Bergbau und Fördertechnik und andere Stahlkonstruktionen.

2. Darstellung der Lage

2.1 Finanz- und Vermögenslage/Investitionen

Die Bilanzsumme ist gegenüber dem Vorjahr (27,9 m€) um 0,7 m€ gesunken und beträgt per 31.12.2018 rd. 27,1 m€. Dies ist auf die geringen Geschäftsaktivitäten zurückzuführen. Das Working Capital insbesondere Forderungen aus Lieferungen und die Warenvorräte haben sich erheblich reduziert. Auf der anderen Seite führte eine hohe erhaltene Kundenanzahlung zum Ende des Jahres zu einer Erhöhung der Bilanzsumme. Die Eigenkapitalquote liegt bei 41% (Vorjahr 49%). Die Investitionen in neue Maschinen und Anlagen beliefen sich auf rd. 0,3 m€.

2.2 Ergebnis und Liquidität

Der Cash Flow erreichte einen Wert von 6 m€. Dies ist vor allem auf eine hohe erhaltene Anzahlung für einen Auftrag der in 2019 gefertigt wird, zurückzuführen. Das Unternehmen konnte allen Zahlungsverpflichtungen in 2018 problemlos nachkommen. Außerdem konnten die Bankschulden in 2018 stark reduziert werden. Die Bankschulden betragen per Stichtag lediglich noch 2,9 m€ (Vorjahr 8,1 m€). Es existieren bei Banken ausreichende Kontokorrentlinien zur Finanzierung des Working Capital.

Aufgrund der schwierigen Marktsituation im Bereich der Windkraft wurde das geplante Unternehmensergebnis verfehlt. Entsprechende Maßnahmen zur Ergebnisverbesserung wurden im Rahmen des Strategiewechsels bereits eingeleitet.

3. Zweigniederlassungen

Zweigniederlassungen werden von der Gesellschaft nicht unterhalten.

4. Prognosebericht

Wir gehen davon aus das sich die Situation im Windkraftgeschäft gegenüber 2018 noch weiter eintrübt. Insgesamt ist davon auszugehen, dass sich der Anstieg der Geschäftstätigkeit in der deutschen Industrie allgemein fortsetzt, allerdings wird sich der Zuwachs verringern. Die Planungen der Reuther für 2018 beruhen vor allem auf dem hohen Auftragsbestand per 31.12.2018 in Höhe von 19,5m €.

Der Auftragsbestand beträgt mit 19,5 m €, das sind etwa 2/3 des geplanten Umsatzes für 2019. Das ist eine sehr gute Voraussetzung, um den geplanten Umsatzzuwachs gegenüber 2018 auch zu erreichen.

Die Planung für das Wirtschaftsjahr 2019 prognostiziert eine Erholung der Umsatzerlöse auf Mio. EUR 31,6. Ein überdurchschnittlicher Auftragseingangs im 4. Quartal 2018 und des Auftragsbestandes zum 31.12.2018 für das Wirtschaftsjahr 2019 in Höhe von Mio. EUR 19,5 (im Vorjahr Mio. EUR 13,0) lassen diese Entwicklung erwarten. Insgesamt wird in 2019 mit einem positiven Ergebnis in Höhe von TEUR 105,1 vor Steuern gerechnet.

Die Reuther STC GmbH wird sich den neuen Herausforderungen am Markt stellen und den Strategiewechsel fortsetzen. Der Umsatzanteil der "Windkraft" am Gesamtumsatz der Reuther STC wird sich in 2019 weiter verringern. Den Focus im Vertrieb werden wir auf das Behältergeschäft (u.a. Wasserstoff) und die Bereiche Zementindustrie und Bergbau & Fördertechnik sowie die Elektroindustrie legen. Daher sehen wir gute Chancen in 2019 Aufträge mit höheren Margen einzuholen als bisher.

Die Reuther STC ist überzeugt den Strategiewechsel erfolgreich zu gestalten und sich von der Windkraft unabhängiger zu machen und andere Märkt vermehrt zu bedienen. Vor allem im Bereich der Wasserstoffbehälter zur Energiespeicherung erwarten wir einen starken Anstieg für die Jahre nach 2019.

Das Unternehmen wird gut vorbereitet den genannten Herausforderungen begegnen und weiter erfolgreich am Markt bestehen.

5. Chancen- und Risikobericht

5.1. Chancen

Die Reuther STC GmbH wird auch in Zukunft alles daran setzen ihre Kunden durch Lieferzuverlässigkeit, Service und Qualität zu überzeugen. Dabei gilt es die Herausforderungen der Märkte anzunehmen und die Anforderungen der Kunden zu erfüllen. Durch die Erschließung neuer Märkte und durch die Herstellung qualitativ anspruchsvoller Produkte, rechnen wir uns gute Chancen aus Marktanteile zu festigen bzw. auszubauen.

5.2 Risiken/Abhängigkeiten

5.2.1 Risikomanagementsystem

Im Rahmen der geschäftlichen Aktivitäten ist das Unternehmen Risiken ausgesetzt, die untrennbar mit unserem unternehmerischen Handeln verbunden sind. Ein Risikomanagementsystem zur Überwachung der Risiken ist im Unternehmen implementiert und wird regelmäßig bearbeitet. Es besteht neben diesem Internen Kontrollsystem ein umfangreiches innerbetriebliches Controlling mit Zielvorgaben, Soll / Ist-Vergleichen, Maßnahmenplänen und Prozessanalysen. Das übliche Schadenrisiko ist durch verschiedene Versicherungen abgedeckt.

5.2.2 Beschaffungsmarkt

Der Stahlpreis stieg in der ersten Hälfte des Jahres 2018 stetig an, stagnierte dann Jahresmitte und reduzierte sich leicht im letzten Quartal des Jahres. Aufgrund der allgemein sehr guten Marktsituation waren die Kapazitäten der Supply Chain sehr stark ausgelastet, was zu langen Vorlauf- und Lieferzeiten und oft zu erhöhten Preisen führte. Demgegenüber stehen die sehr langen und oft nicht verlässlichen Liefer- und Transportzeiten von Vorprodukten aus Asien, die jedweden Kostenvorteilen entgegenstehen.

Zur maßgeblichen Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit hat Reuther 2018 diverse Maßnahmen ergriffen, um die bestehende Lieferantenbasis im europäischen In-und Ausland weiter zu festigen und so eine belastbare wettbewerbsfähige Lieferkette aufzubauen.

5.2.3 Absatzmarkt

Die Abhängigkeit von wenigen Großkunden bzw. einem Industriebereich wie der Windkraft birgt gewisse Risiken mit sich. Dieser Abhängigkeit wurde in 2018 so weit wie möglich durch die Bearbeitung neuer Märkte und der Gewinnung neuer Kunden begegnet. Das Unternehmen konnte auch in 2018 neue Kunden hinzugewinnen und sich dadurch breiter am Markt aufstellen. Wir erwarten, dass der Umsatzanteil der Windkraft in 2019 auf 50% sinkt und sich die andere Hälfte gleichmäßig auf mehrere Industriezweige verteilt,

Der Ausfall von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ist über eine Warenkreditversicherung gedeckt. Die Einhaltung der Kreditlimite wird streng überwacht. Durch eindeutige Vorgaben der Geschäftsleitung an den Vertrieb sowie andere Möglichkeiten und Instrumente der Absicherung, bis hin zur Ablehnung eines Auftrags, sollen die Risiken eines Forderungsausfalls minimiert werden.

Die Verkaufspreise am Windmarkt sind schon seit langem stark unter Druck geraten. Hierbei gilt es die Anstrengungen im Bereich der Kostensenkungen und der Produktivitätssteigerung in Zukunft weiter zu verstärken.

5.2.4 Personalrisiken

Die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen sind für den Erfolg des Unternehmens von hoher Bedeutung. Aufgrund des Fachkräftemangels wird es von Jahr zu Jahr schwieriger gut ausgebildetes Personal zu rekrutieren. Auch die Besetzung von Ausbildungsplätzen ist weitaus schwieriger geworden.

Durch offensive Werbemaßnahmen (Teilnahme an Ausbildungsmessen, Internetauftritt, Schaltung von Stellenanzeigen etc.) und attraktive und flexible Angebote versuchen wir dem Mangel an Fachkräften entgegenzuwirken. Es werden auch weiter eigene Anstrengungen unternommen branchenfremde Mitarbeiter selber zu qualifizieren und weiterzubilden, um Arbeitsplätze in Zukunft besetzen zu können.

5.2.5. Sonstige Risiken

Die Risiken aus der Finanzierung sind aufgrund der Kapitaldienstfähigkeit im Wesentlichen minimiert. Die Tilgungsstrukturen der abgeschlossenen Darlehen sind für das Unternehmen realistisch geplant und darstellbar. Für wichtige Investitionen existieren über Finanzinstitute die notwendigen Kreditzusagen. Zur Finanzierung des steigenden Working Capital stehen ausreichend Kontokorrentrahmen zur Verfügung.

5.3 Gesamtaussage

Die Risiken aus den Veränderungen des EEG von 2016/2017 und die damit verbundene Deckelung des Ausbaus der Windenergie und den damit einhergehend schrumpfenden Markt, werden auch in 2019 weiter bestehen bleiben. Dies wird auch weiterhin zu einem verstärkten Wettbewerb zwischen den Turmherstellern führen. Vor dem Hintergrund unserer finanziellen Stabilität und unserer neuen strategischen Ausrichtung sehen wir uns für die Bewältigung der künftigen Risiken aber gut gerüstet. Risiken, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnten, sind derzeit nicht erkennbar.

6. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

Das Unternehmen hat einen Zinsswap-Vertrag mit einem Volumen von 2,5 m€ abgeschlossen. Das Swapgeschäft bildet eine Bewertungseinheit mit einem abgeschlossenen Gegengeschäft. Der Vertrag hatte eine Laufzeit bis 2018 und ist zum Bilanzstichtag abgelaufen.

Die Gesellschaft verfügt über einen umfangreichen Kundenstamm. Forderungsausfälle sind die absolute Ausnahme. Zudem besteht eine langjährige Zusammenarbeit mit einem Großteil der Kunden. Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen gezahlt. Im kurzfristigen Bereich finanziert sich die Gesellschaft überwiegend mittels Lieferantenkrediten und über Kreditlinien der Hausbanken. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt die Reuther STC GmbH über ein angemessenes Debitorenmanagement. Zudem besteht eine Warenkreditversicherung. Darüber hinaus informieren wir uns vor Eingehung einer neuen Geschäftsbeziehung stets über die Bonität unserer Kunden.

 

Fürstenwalde, 12.02.2019

Finn Melgaard, Geschäftsführer

Bilanz

Aktiva

31.12.2018
EUR
31.12.2017
EUR
A. Anlagevermögen 11.767.174,19 12.860.335,11
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 149.406,32 31.785,69
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 106.710,12 0,00
2. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutz- und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 42.696,20 31.785,69
II. Sachanlagen 11.617.767,87 12.828.549,42
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.979.223,07 4.402.453,83
2. technische Anlagen und Maschinen 5.516.958,78 6.053.364,66
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.749.721,04 2.079.657,82
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 371.864,98 293.073,11
B. Umlaufvermögen 14.034.658,19 14.758.621,64
I. Vorräte 3.552.479,85 7.045.053,13
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 2.626.379,99 1.962.803,93
2. unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 919.187,86 3.109.350,61
3. fertige Erzeugnisse und Waren 6.912,00 1.965.472,92
4. geleistete Anzahlungen 0,00 7.425,67
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 4.271.706,71 7.470.159,06
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 4.153.735,38 6.443.995,46
2. sonstige Vermögensgegenstände 117.971,33 1.026.163,60
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 6.210.471,63 243.409,45
C. Rechnungsabgrenzungsposten 177.870,16 297.329,84
D. Aktive latente Steuern 1.149.125,00 0,00
Bilanzsumme, Summe Aktiva 27.128.827,54 27.916.286,59

Passiva

31.12.2018
EUR
31.12.2017
EUR
A. Eigenkapital 11.122.547,05 13.720.168,86
I. gezeichnetes Kapital 1.240.000,00 1.240.000,00
II. Kapitalrücklage 3.970.339,44 3.970.339,44
III. Gewinnvortrag 8.622.622,85 10.030.123,80
IV. Jahresfehlbetrag 2.710.415,24 1.520.294,38
B. Rückstellungen 1.351.943,97 1.320.264,45
1. Steuerrückstellungen 0,00 143.458,27
2. sonstige Rückstellungen 1.351.943,97 1.176.806,18
C. Verbindlichkeiten 14.654.336,52 12.815.853,28
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 2.912.965,86 6.456.080,90
2. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 7.247.512,00 706.100,00
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.441.825,23 3.647.148,03
4. sonstige Verbindlichkeiten 2.052.033,43 2.006.524,35
davon aus Steuern 1.833.636,11 82.432,80
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 15.699,06 18.149,08
D. Passive latente Steuern 0,00 60.000,00
Bilanzsumme, Summe Passiva 27.128.827,54 27.916.286,59

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2018 - 31.12.2018
EUR
1.1.2017 - 31.12.2017
EUR
1. Umsatzerlöse 23.830.653,18 48.801.142,84
2. Erhöhung oder Verminderung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -4.148.723,67 -131.895,54
3. andere aktivierte Eigenleistungen 374.505,44 28.038,17
4. sonstige betriebliche Erträge 257.121,43 329.777,33
5. Materialaufwand 12.266.471,55 33.578.267,46
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 12.266.471,55 33.578.267,46
6. Personalaufwand 7.709.157,04 11.412.590,99
a) Löhne und Gehälter 6.313.830,57 9.742.415,40
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.395.326,47 1.670.175,59
davon für Altersversorgung 818,40 9.490,94
7. Abschreibungen 1.520.630,08 1.500.973,98
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 1.520.630,08 1.500.973,98
8. sonstige betriebliche Aufwendungen 2.544.070,81 3.771.908,18
davon Aufwendungen aus Währungsumrechnung 878,25 12,95
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 256.865,91 284.651,96
10. Steuern vom Einkommen und Ertrag -1.313.829,00 -30.000,00
a) Ertrag aus der Veränderung latenter Steuern 1.209.125,00 30.000,00
11. Ergebnis nach Steuern -2.669.810,01 -1.491.329,77
12. sonstige Steuern 40.605,23 28.964,61
13. Jahresfehlbetrag 2.710.415,24 1.520.294,38

Anhang

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Die Reuther STC GmbH hat ihren Sitz in Fürstenwalde und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Frankfurt (Oder) (Reg.-Nr. HRB 13078).

Der Jahresabschluss der Reuther STC GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2018 bis 31. Dezember 2018 wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) aufgestellt.

Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten.

Angaben, die wahlweise in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden können, sind insgesamt im Anhang aufgeführt.

Das Geschäftsjahr der Gesellschaft entspricht dem Kalenderjahr.

Nach § 267 (HGB) handelt es sich bei der Gesellschaft um eine große Kapitalgesellschaft.

Für die Bilanz wurde das Gliederungsschema des § 266 HGB verwendet. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren des § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt und gegliedert.

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die Bilanzierung und Bewertung erfolgt unter der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit (going concern).

Entgeltlich erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten aktiviert und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Sie haben eine Nutzungsdauer von einem bis maximal 7 Jahren.

Selbst erstellte immaterielle Anlagewerte wurden zu Herstellungskosten aktiviert und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Sie haben eine Nutzungsdauer bis 5 Jahren.

Es erfolgte keine Aktivierung von Fremdkapitalzinsen.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungskosten einschließlich Anschaffungsnebenkosten bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die wesentlichen Nutzungsdauern sind bei Gebäuden 33 Jahre und bei technischen Anlagen und Maschinen 5 - 15 Jahre.

Es erfolgte keine Aktivierung von Fremdkapitalzinsen.

In die Herstellungskosten wurden neben den unmittelbar zurechenbaren Kosten auch notwendige Gemeinkosten und durch die Fertigung veranlasste Abschreibungen einbezogen.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Abnutzbare bewegliche Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens bis zu einem Wert von TEUR 1 wurden im Jahr des Zugangs aktiviert (sog. GWG-Sammelpool) und planmäßig über 5

Jahre abgeschrieben.

Geleistete Anzahlungen und angefallene Herstellungskosten auf noch nicht fertiggestellte Investitionen unterliegen keiner planmäßigen Abschreibung. Es erfolgte keine Aktivierung von Fremdkapitalzinsen.

Soweit der nach den vorstehenden Grundsätzen ermittelte Wert von Gegenständen des Anlagevermögens über dem Wert liegt, der ihnen am Bilanzstichtag beizulegen ist, wird dem durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen. Stellt sich in einem späteren Geschäftsjahr heraus, dass die Gründe hierfür nicht mehr bestehen, so wird der Betrag dieser Abschreibungen im Umfang der Werterhöhung unter Berücksichtigung der Abschreibungen, die inzwischen vorzunehmen gewesen wären, zugeschrieben.

Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgt zu Anschaffungskosten einschließlich Anschaffungsnebenkosten oder niedrigeren Zeitwerten, wobei für Lager- und Verwertungsrisiken (Langsamdreher = obsoletes Material) Abschläge in angemessenem Umfang vorgenommen wurden.

Grundlage für die Bewertung der unfertigen und fertigen Erzeugnisse zu Herstellungskosten bilden die aus dem betrieblichen Rechnungswesen übernommenen kalkulatorischen Stückkosten, die auf der Basis der geplanten Normalbeschäftigung ermittelt worden sind. Die kalkulatorischen Stückkosten enthalten Materialeinzelkosten und -gemeinkosten sowie Fertigungseinzelkosten und -gemeinkosten auf der Basis des Betriebsabrechnungsbogens.

Die eliminierungspflichtigen kalkulatorischen Kostenbestandteile wurden durch pauschale Zu- und Abschläge bei den Material- und Fertigungsgemeinkosten berücksichtigt. Abschreibungen wurden auf ältere und ungängige fertige Erzeugnisse durchgeführt.

Die Bewertung der Waren erfolgte überwiegend zu Anschaffungskosten, teilweise wurden niedrigere Wiederbeschaffungskosten zu Grunde gelegt. Abschreibungen wurden auf ältere und ungängige Waren durchgeführt.

Gängigkeit und Wertminderungen der Bestände wurden durch angemessene Abschläge berücksichtigt. Bei Wegfall der Gründe für eine Wertminderung wird eine Wertaufholung gemäß § 253 Abs. 5 HGB vorgenommen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zu Nennwerten bzw. zum Barwert angesetzt. Alle erkennbaren Einzelrisiken werden bei der Bewertung berücksichtigt. Für das allgemeine Kreditrisiko sowie zur Abdeckung von Zinsverlusten ist eine Pauschalwertberichtigung für Forderungen aus dem Liefer- und Leistungsverkehr mit 1 % gebildet.

Flüssige Mittel beinhalten Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten. Fremdwährungsguthaben wurden mit dem niedrigeren Stichtagskurs angesetzt.

Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Geschäftsjahr betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern.

Die übrigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags bewertet. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichend objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Eine Abzinsung von Rückstellungen erfolgte nicht, da die Laufzeiten weniger ein Jahr betragen.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Die erhaltenen Anzahlungen sind um die darin enthaltene Umsatzsteuer vermindert (Nettomethode).

Latente Steuern

Die latenten Steuern werden unter Zugrundelegung eines kombinierten Ertragssteuersatzes von 29,125 %

angesetzt. Der kombinierte Ertragssteuersatz umfasst Körperschaftsteuer, Gewerbesteuer und Solidaritätszuschlag.

Die aktiven latenten Steuern resultieren aus einem Verlustvortrag nach § 274 Abs. 2 HGB. Die passiven latenten Steuern beruhen auf einem im Jahr 2011 vereinnahmten GA-Zuschuss für Investitionen der über 10 Jahre verteilt wird. Es erfolgte eine Verrechnung der passiven latenten Steuern mit den aktiven latenten Steuern. Es besteht ein Aktivüberhang, der unter Anwendung des Aktivierungswahlrechtes des § 274 Abs. 1

Satz 2 HGB, aktiviert wurde.

Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen übernommen werden. Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt.

Angaben zur Bilanz

Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen

Es erfolgten im Geschäftsjahr 2018 keine außerplanmäßigen Abschreibungen.

Die Aufgliederung und die Entwicklung des Anlagevermögens sowie der kumulierten Abschreibungen sind imAnlagespiegel dargestellt (im Anschluss an diesen Anhang). Dieser ist integraler Bestandteil des Anhangs.

Geschäftsjahresabschreibung

Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen.

Forschungs- und Entwicklungskosten

Der Gesamtbetrag der Forschungs- und Entwicklungskosten betrugen im Geschäftsjahr EUR 0.

Vorräte

Die Vorräte setzen sich aus Roh- Hilfs- und Betriebsstoffen sowie unfertigen und fertigen Erzeugnissen zusammen.

Die Bewertung erfolgte zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Die Forderungen haben alle, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit von < 1 Jahr. Entsprechende Einzelwertberichtigungen für eventuelle zweifelhafte Forderungen bzw. Pauschalwertberichtigungen gemäß den Rechnungslegungsvorschriften nach HGB, wurden vorgenommen.

Sonstige Vermögensgegenstände

Unter den sonstigen Vermögensgegenständen TEUR 118,0 wurden im Wesentlichen Beträge aus Versicherungsentschädigungen in Höhe von TEUR 49,3, Beträge in Höhe von TEUR 30,0 gegenüber dem Zollamt (Strom- und Energiesteuererstattung), Forderungen gegen Sozialversicherungsträger in Höhe von TEUR 26,0, Kautionsforderungen in Höhe von TEUR 4,4 für gemietete Immobilien und sonstige Forderungen in Höhe von TEUR 8,3 ausgewiesen.

Angaben zu Restlaufzeiten

Der Betrag der Forderungen mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr beträgt TEUR 5,8 (Vorjahr TEUR 14,5).

Flüssige Mittel

Diese Position besteht aus einem Kassenbestand sowie verschiedener Banksichtguthaben.

Rechnungsabgrenzungsposten

Die Abgrenzungen dienen der periodengerechten Gewinnermittlung. In die Rechnungsabgrenzungsposten wurden die Zinsen im Rahmen von Finanzierungsverträgen und Vorauszahlungen für Versicherungsleistungen in Höhe von insgesamt TEUR 177,9 zeitlich abgegrenzt.

Aktive latente Steuern

Im Geschäftsjahr 2018 bestanden sowohl aktive als auch passive latente Steuern. Es besteht ein Aktivüberhang.

Von dem Wahlrecht zum Ansatz des aktiven Anhangs wurde Gebrauch gemacht (§ 274 Abs. 1 Satz 2 HGB.

in EUR Stand zu Beginn des Geschäftsjahres Veränderung Stand zu Ende des Geschäftsjahres
Aktive latente Steuern 0,0 1.194.125,00 1.194.125,00
Passie latente Steuern 60.000,00 -15.000,00 45.000,00

Der den aktiven latenten Steuern zugrunde gelegte Verlustvortrag beläuft sich auf TEUR 4.100,0. Der Verlustvortrag wurde einem Steuersatz von 29,125 % unterworfen.

Angaben und Erläuterungen zu Rückstellungen

Im Geschäftsjahr 2018 werden keine Steuerrückstellungen ausgewiesen. Die sonstigen Rückstellungen beinhalten hauptsächlich Rückstellungen für Gewährleistung (TEUR 156), Rückstellung für auftragsbezogenes Material und Leistungen (TEUR 362), Rückstellungen für Pönalen (TEUR 205) Rückstellungen für noch nicht erhaltene Rechnungen (TEUR 253), Rückstellungen für Strom, Gas, Fernwärme (TEUR 69), Urlaubsrückstellungen (TEUR 93), Beiträge zur Berufsgenossenschaft für das 4. Quartal (TEUR 60), Rückstellungen für Überstunden Personal u.ä. (TEUR 57), Rückstellung für Grundsteuer (TEUR 31) Rückstellung für Jahresabschluss und Prüfung (TEUR 30,0), Rückstellungen für Prozesskosten (TEUR 8,5), Rückstellung für Archivierung (TEUR 3) und sonstige Verpflichtungen (TEUR 24,4) die das Jahr 2018 betreffen.

Verbindlichkeiten

Für die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen handelsübliche Eigentumsvorbehalte an den gelieferten Gegenständen.

Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten, die durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert sind, beträgt TEUR 1.678 (Vorjahr TEUR 7.534). Davon Pfandrecht an unbeweglichen Sachen TEUR 637 (Vorjahr TEUR 4.330), Pfandrecht an beweglichen Sachen TEUR 1.041 (Vorjahr TEUR 3.204).

Aufgliederung der Verbindlichkeiten und Sicherungsrechte mit einer Restlaufzeit > 5 Jahre

Insgesamt bestehen in Höhe von TEUR 236 (Vorjahr TEUR 1.773) Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten mit einer Restlaufzeit von über 5 Jahren.

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten entwickelten sich wie folgt:

Art der Verbindlichkeit zum 31.12.2018 Gesamtbetrag davon mit einer Restlaufzeit
Werte in Klammern: Vorjahreswerte Euro kleiner 1 J.
Euro
größer 1 J.
Euro
größer 5 J.
Euro
gegenüber Kreditinstituten 2.912.965,86 513.141,32 2.399.824,54 235.710,00
(6.456.080,90) (4.022.869,83) (2.433.211,07) (1.773.170,00)
erhaltene Anzahlungen 7.247.512,00 7.247.512,00 0,00 0,00
(706.100,00) (362.100,00) (0,00) (0,00)
aus Lieferungen 2.441.825,23 2.441.825,23 0,00 0,00
(3.647.148,03) (3.647.148,03) (0,00) (0,00)
sonstige Verbindlichkeiten 2.052.033,43 2.052.033,43 0,00 0,00
(2.006.524,35) (381.432,12) (1.625.092,23) (0,00)
Summe 14.654.336,52 12.254.511,98 2.399.824,54 235.710,00
(12.815.853,28) (8.757.549,98) (4.058.303,30) (1.773.170,00)

Die sonstigen Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:

31.12.2018,
EUR
31.12.2017,
EUR
Verbindlichkeiten aus Mietkauf 0,00 1.619.534,33
Verbindlichkeiten aus Umsatzsteuer 1.777.225,46 0,00
Verbindlichkeiten aus Lohn und Gehalt 202.697,75 286.407,63
Verbindlichkeiten aus Lohn- und Kirchensteuer 54.615,82 78.933,97
Verbindlichkeiten gegenüber Krankenkassen 16.859,45 17.790,58
Sonstige Verbindlichkeiten 634,95 3.857,84
Summe 2.052.033,43 2.006.524,35

Haftungsverhältnisse aus nicht bilanzierten Verbindlichkeiten gemäß § 251 HGB

Neben den in der Bilanz aufgeführten Verbindlichkeiten bestehen Haftungsverhältnisse aus Anzahlungsbürgschaften und Gewährleistungsbürgschaften in Höhe von TEUR 1.616 (Vorjahr TEUR 1.464).

Inanspruchnahme aus Haftungsverhältnissen

Mit einer Inanspruchnahme aus den Haftungsverhältnissen ist aufgrund von Erfahrungswerten der letzten Jahre nicht zu rechnen.

Haftungsverhältnisse aus nicht bilanzierten sonstigen finanziellen Verpflichtungen

Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Erbbaurecht 401 (Vorjahr TEUR 426) und KFZ-Leasing TEUR 118 (Vorjahr TEUR 78). Darüber hinaus besteht eine Mietverpflichtung gegenüber einem verbundenen Unternehmen mit einer monatlichen Nettomiete von TEUR 5. Der Mietvertrag ist auf unbestimmte Zeit abgeschlossen. Der Servicevertrag mit dem verbundenen Unternehmen wurde zum 31.12.2018 gekündigt.

Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Aufgliederung der Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse werden gemäß § 285 Nr. 4 HGB wie folgt aufgegliedert:

Tätigkeitsbereich

Über 45 % des Umsatzes wird mit Windtürmen erzielt. Die sonstigen Umsätze beinhalten im Wesentlichen

Pol räder, Behälter-/Apparatebau.

Geographisch bestimmter Markt

Über 80% des Umsatzes wird im Inland getätigt, der übrige Umsatz geht in EU- Staaten, hauptsächlich Dänemark.

Erläuterung der periodenfremden Erträge

In der Erfolgsrechnung sind periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr TEUR 5).

Erläuterungen der periodenfremden Aufwendungen

In der Erfolgsrechnung sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 0 enthalten.

Steuern vom Einkommen und Ertrag

Die Steuern betreffen das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit.

Sonstige Angaben

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter

leitende Angestellte: 4

Angestellte: 43

gewerbliche Arbeitnehmer: 156

Gesamtzahl der beschäftigten Arbeitnehmer: 203

Von den Mitarbeitern waren 8 Mitarbeiter in Teilzeit beschäftigt. Darüber hinaus waren 14 Auszubildende beschäftigt.

Organe der Gesellschaft

Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch

Herrn Finn Melgaard (Ingenieur) geführt.

Dem Beirat gehörten folgende Personen an:

Dr. Carl-Friedrich Reuther (Ingenieur und Kaufmann), Berlin

Werner Wolf (Kaufmann)

Herr Lars Rytter (Ingenieur), Dänemark

Herr Nick Melgaard (MBA), Dänemark

Vergütungen der Mitglieder der Unternehmensorgane

Die Angabe der Vergütung des Geschäftsführers unterbleibt gemäß §286 Abs. 4 HGB in Verbindung mit §285 Nr. 9 HGB.

Die Beiratstätigkeiten wurden mit TEUR 10 vergütet.

Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen

Mit verbundenen Unternehmen besteht ein Mietvertrag sowie ein Servicevertrag (vgl. oben).

Konzernzugehörigkeit

Die Reuther STC GmbH wurde in den Konzernabschluss der Reuther International Aps (Dänemark) einbezogen.

Der Konzernabschluss ist erhältlich beim dänischen Business Register (www. datacvr.virk.dk).

Die Reuther International Aps stellt den Konzernabschluss für den kleinsten Konzernkreis sowie für den größten Konzernkreis auf.

Honorar Abschlussprüfer

EUR
Abschlussprüfungsleistungen 19.000,00
Steuerberatungsleistungen 5.146,40
Sonstige Leistungen 0,00
Andere Bestätigungsleistungen 0,00

Ausschüttungssperre

Die Ausschüttungssperre beträgt im Geschäftsjahr 2018 EUR 1.300.835,12:

EUR
Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 106.710,12
Aktive latente Steuern 1.194.125,00
Summe 1.300.835,12

Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres liegen nicht vor.

Vorschlag zur Ergebnisverwendung

Der Jahresfehlbetrag des Geschäftsjahres in Höhe von TEUR 2.710,4 soll auf neue Rechnung vorgetragen werden.

Unterschrift der Geschäftsführung

 

Fürstenwalde, 12.2.2019

Finn Melgaard, Geschäftsführer

Anlagespiegel

Anschaffungs-, Herstellungskosten 31.12.2018
EURO
Zugänge
EURO
Abgänge
EURO
Umbuchungen
EURO
kumulierte Abschreibungen 31.12.2018
EURO
Buchwert 31.12.2018
EURO
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 0,00 0,00 0,00 106.710,12- 106.710,12- 106.710,12
2. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 149.406,32 0,00 0,00 106.710,12 106.710,12 42.696,20
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 149.406,32 0,00 0,00 0,00 0,00 149.406,32
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.979.223,07 0,00 0,00 0,00 0,00 3.979.233,07
2. technische Anlagen und Maschinen 5.516.958,78 0,00 0,00 0,00 0,00 5.516.958,78
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.749.721,04 0,00 0,00 0,00 0,00 1.749.721,04
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 371.864,98 0,00 0,00 0,00 0,00 371.864,98
Summe Sachanlagen 11.617.767,87 0,00 0,00 0,00 0,00 11.617.767,87
Summe Anlagevermögen 11.767.174,19 0,00 0,00 0,00 0,00 11.767.174,19

sonstige Berichtsbestandteile

 

Finn Melgaard, Geschäftsführer

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 18.02.2019 festgestellt.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Reuther STC GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Reuther STC GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2018 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2018 bis zum 31. Dezember 2018 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Reuther STC GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2018 bis zum 31. Dezember 2018 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2018 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2018 bis zum 31. Dezember 2018 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts"

unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen -

beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung,

Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung.

Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken,

Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungs legungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Regensburg, den 18. Februar 2019

PM Münzer & Spindler PartG mbB
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Albert Spindler, Wirtschaftsprüfer

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