Edgar Ambient Media Group GmbH

Kehrwieder 8, 20457 Hamburg, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Hamburg HRB 134051
Vorher
BRAGDERIG Vermögensverwaltungsgesellschaft mbHUAM Media Group GmbH
Eingetragen
10.11.2014
Branche
Vermarktung und Vermittlung von Werbezeiten und WerbeflächenTätigkeiten von WerbeagenturenTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Geräten der Unterhaltungselektronik
Gegenstand
die Tätigkeit eines Medienhauses, insbesondere - die Vermarktung, der Vertrieb und der Handel mit traditionellen und innovativen Medien und Werbeträgern mit und ohne Werbeaussagen; - die Durchführung von Maßnahmen der Marktforschung; - die Nutzung moderner Kommunikationsund Multimediasysteme zur Vermarktung von Dienstleistungen und Produkten ("ecommerce"); - die Erstellung von Medien- und Employer Branding (Arbeitgebermarkenbildung) Konzepten und damit verbundene Dienstleistungen; - der Einkauf von Werberechten und das Betreiben von analogen und digitalen Werbeträgern sowie alle damit im Zusammenhang stehenden Tätigkeiten.

Historie

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Management

NameRolle
Jan Walter Riße
seit 28.6.2019
Geschäftsführer
Hans-Mark van Loon
seit 24.4.2018
Geschäftsführer
Geschäftsführer
Christian Förster
seit 20.1.2015
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (2)

NameAnteil
82.40%
HMVL Holding B.V.NLD
17.60%

Gesellschafter

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Ströer Media Deutschland GmbH
Germany
41.200 €
82.40%
HMVL Holding B.V.
Netherlands
8.800 €
17.60%

Beteiligungen

NameAnteil
No data available

Konzern- und Jahresabschlüsse

UAM Media Group GmbH

Hamburg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2017 bis zum 31.12.2017

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2017

der UAM Media Group GmbH, Hamburg

1. Geschäftsmodell des Unternehmens

Das Geschäftsmodell der UAM Media Group GmbH als Marktführer im Bereich der Ambient Medien in Deutschland basiert auf dem Betreiben und Vermarkten von zielgruppenspezifischen und streuverlustarmen Mediennetzwerken sowie On Demand Medien in den natürlichen Lebensumfeldern von Zielgruppen.

Der Geschäftsbetrieb der Gesellschaft gliedert sich in drei Segmente. Das erste Segment ist das klassische Mediengeschäft mit den Kernnetzwerken Gastronomie, Universität, Kino, Fitness und Schule sowie den Kernmedien Gratispostkarte, Plakat und zunehmend Digital Signage (Kino, Gastronomie und Universität). Ergänzt wird dieses Segment durch umfangreiche Vermarktungsrechte an Digital Signage Netzwerken. Das zweite Segment ist das Media Projektgeschäft (On Demand Media) mit den Geschäftsbereichen Guerilla Marketing, Sampling, Promotion und Employer Branding. Das dritte Segment ist die Werbezeitenvermarktung an lokale Kunden zusammengefasst in dem Segment UAM Lokal. In diesem Segment ist die UAM in den Umfeldern Kino, Universitäten und Gastronomie aktiv. Die Vermarktungsaktivitäten wurden in den beiden zuletzt genannten Bereichen in 2016 aufgenommen.

Darüber hinaus hat die UAM Franchiserechte der André Media AG, Regensburg, für die Vermarktung von Einkaufswagen und Kassentrennstäben für das Gebiet Hamburg und Schleswig-Holstein erworben. Die Geschäftstätigkeit wird durch die in 2016 gegründete Tochtergesellschaft André media Nord GmbH ausgeführt.

Weiter besitzt die UAM Media Group GmbH das Vermarktungsmandat der Fitness Kette Fitness First. Damit hat die UAM ein weiteres für Kunden interessantes Umfeld in der Vermarktung.

Das Geschäftsmodell wird durch die UAM selbst oder durch die Beteiligung an verschiedenen Unternehmen umgesetzt. Dabei hält die Gesellschaft in der Regel eine Mehrheitsbeteiligung.

Die Gesellschaft erschließt neue Medienumfelder zur Vermarktung an nationale, regionale und lokale Werbekunden. Für diese Tätigkeit wird eine eigene Abteilung New Business unterhalten, welche Vorschläge für neue Produkte unterbreitet, die auf ihre Marktakzeptanz getestet werden.

Im Dezember 2017 wurden 74,8 % der Anteile an der UAM Media Group GmbH an die Ströer Media Deutschland GmbH, Köln, einer Tochtergesellschaft der Ströer SE & Co. KGaA, Köln, veräußert.

2. Wirtschaftsbericht

2.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Der deutsche Werbemarkt hat sich auch 2017 positiv entwickelt. Der Gesamtmarkt beläuft sich auf 31,9 Milliarden Euro Bruttowerbeausgaben mit einer Wachstumsrate von 1,9 % im Vergleich zu 2016. Das zeigt die aktuelle Bilanz zum Bruttowerbemarkt von Nielsen 1, einem globalen Performance Management Unternehmen, das Informationen und Erkenntnisse zum Medien- und Konsumverhalten von Verbrauchern liefert.

Das Medium mit der stärksten Wachstumsrate in 2017 ist wieder Mobile mit +39,3 % im Vergleich zu 2016. Somit belaufen sich die Werbeausgaben auf den mobilen Endgeräten 2017 auf 0,7 Milliarden Euro. Die Werbeausgaben in der Mediengruppe Internet beziffern sich im gleichen Zeitraum auf 3,0 Milliarden Euro und weisen ein Wachstum von knapp 2,3 % aus. Mit 15,3 Milliarden Euro Werbeausgaben und einem Plus von 1,4 % stärkt die Mediengruppe Fernsehen abermals seine Rolle als Leitmedium. Ein solides Wachstum konnte die Radiowerbung mit 1,9 Milliarden Euro und damit einen Zuwachs von +4,7 % verzeichnen. Die Out-Of-Home-Medien (2,1 Milliarden Euro, +7,0 %) weisen über das Jahr verteilt ebenfalls ein konstantes Wachstum auf. Die Werbeausgaben in der Mediengruppe Kino belaufen sich 2017 auf 0,2 Milliarden Euro. Obwohl die Investitionen in Kinowerbung im zweiten Quartal 2017 gegenüber dem Vorjahr zurückgegangen sind, konnte ein Wachstum im Gesamtjahr 2017 von 7,8 % erzielt werden.

Die Printmedien mussten in 2017 leichte Verluste von -1,2 % hinnehmen. Zeitungen, mit insgesamt 4,9 Milliarden Euro, wiesen einen leichten Rückgang von -0,5 % aus, Publikumszeitschriften mit insgesamt 3,4 Milliarden Euro erreichten ein Minus von 1,6 % sowie Fachzeitschriften mit rückläufigen Werbeausgaben fielen auf insgesamt 0,4 Milliarden Euro und verzeichneten einen Rückgang von -4,8 %.

1 Quelle: A.C. Nielsen Werbemarkt Deutschland 2017

2.2. Geschäftsverlauf

Vor dem Hintergrund der tendenziell positiven Prognosen über die Entwicklung des Werbemarktes wurde in 2017 in neue Geschäftsfelder (Edgar Art Screen und Uni Lokal) in investiert.

Die Anlaufverluste entfielen im Wesentlichen mit rd. 0,4 Mio. Euro (Vj. 0,1 Mio. EUR) auf den Aufbau des neuen Geschäftsfeldes Edgar Art Screen (Gastronomie) und Uni Lokal.

Der Aufbau der Vermarktung von Einkaufswagen und Kassentrennstäben durch die André media Nord GmbH führte zu einer Mittelbindung von rd. 0,2 Mio. EUR.

Die gesteckten Ziele konnten in nahezu allen Segmenten des Geschäftes erreicht werden. Insbesondere in den Segmenten Projektgeschäft (On Demand Media) sowie im Segment Fitness hat sich das Geschäft erfreulich entwickelt.

Der Umsatz erreichte im Geschäftsjahr 2017 insgesamt TEUR 22.185 und liegt damit rd. 5,0 % oder TEUR 1.060 über dem Umsatz des Vorjahres. Ursächlich für den Umsatzanstieg war insbesondere die positive Geschäftsentwicklung in den Segmenten Gastronomie, Schule, Fitness und On Demand.

Entgegen der vergangenen Jahre war der Geschäftsverlauf des Jahres 2017 von einem sehr starken Q1, einem mäßigen Q2 sowie einem Q3 und Q4, welches den Erwartungen entsprach, geprägt.

Der Jahresüberschuss lag mit TEUR 505 leicht unter Vorjahresniveau. Im Vergleich zu 2016 hat sich das Beteiligungsergebnis um TEUR 483 erhöht. Dem gegenüber stand ein erheblicher Umsatz- und Margenrückgang im Segment Universität, der durch den Verlust eines langjährigen Großkunden entstanden ist. Dieser Verlust konnte somit nahezu kompensiert werden.

2.3. Lage der Gesellschaft

2.3.1. Ertragslage

Das Umsatzniveau des Vorjahres konnte nicht in allen Segmenten des Geschäftes erreicht werden. In den Segmenten Gastronomie, Schule, Fitness sowie Guerilla, Sampling und Promotion wurde der Umsatz ausgebaut. Der Umsatz im Segment Digital stagnierte auf Vorjahresniveau. In den Segmenten Kino und Universität (hier der Umsatzausfall des Großkunden) wurde insbesondere durch ein unterdurchschnittliches viertes Quartal 2017 im Segment Kino nicht an die Umsätze des Vorjahres angeknüpft.

Im Geschäftsjahr 2017 wurden Umsatzerlöse für Dienstleistungen für verbundene Unternehmen von TEUR 1.550 (Vj. TEUR 838) erzielt.

Der Umsatz der UAM Media Group GmbH steigerte sich insgesamt um rd. 5 % auf TEUR 22.185.

Die Aufwendungen für bezogene Leistungen stiegen von TEUR 8.656 um TEUR 1.417 auf TEUR 10.073. Ursächlich für diesen Anstieg waren a) TEUR 785 höhere Einbuchungen in fremde Netze und Netze von Tochtergesellschaften sowie b) TEUR 358 höhere Herstellungskosten und c) insbesondere die digitalen Infrastrukturkosten in Höhe von TEUR 174 für das Projekt Edgar Art Screen.

Die Rohertragsmarge lag mit 54,6 % unterhalb der Rohertragsmage des Vorjahres. Ursache ist, dass margenstarker Umsatz durch margenschwächeren Umsatz kompensiert wurde. Die Umsatzsteigerung in den margenschwachen Segmenten konnte den Margenrückgang aus den anderen Segmenten nicht gänzlich kompensieren.

Der Personalaufwand ist gegenüber dem Vorjahr leicht um TEUR 113 auf TEUR 3.825 angestiegen. Ursächlich ist auch hier im Wesentlichen das neue Geschäftsfeld Edgar Art Screen, für dessen Umsatzgenerierung zwei Verkäufer eingestellt wurden.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen im Berichtsjahr um TEUR 388 auf TEUR 8.303 und unterteilen sich im Wesentlichen in Aufwendungen für Gegengeschäfte in Höhe von TEUR 3.597 (Vj. TEUR 3.489), denen entsprechende Umsatzerlöse gegenüberstehen, in Verwaltungsaufwendungen in Höhe von TEUR 1.781 (Vj. TEUR 1.553) und in Vertriebsaufwendungen in Höhe von TEUR 1.370 (Vj. TEUR 1.455).

Das EBITDA (inkl. Beteiligungserträge und Ergebnisabführungen) erreicht TEUR 2.337 (Vj. TEUR 2.416) und liegt somit über dem Niveau der Planung für das Geschäftsjahr 2017 (EUR 2,1 Mio.) und um TEUR 79 unter dem des Vorjahres.

Das EBITDA des Berichtsjahres ist in Höhe von TEUR 293 (Vj. TEUR 208) durch neutrale Aufwendungen beeinflusst, welche im Wesentlichen in Höhe von TEUR 203 aus Zuführungen zu Einzelwertberichtigungen auf Forderungen sowie in Höhe von TEUR 57 aus Forderungsausfällen resultieren. Die neutralen Erträge betrugen TEUR 186 (Vj. TEUR 189) und entfielen vor allem auf die Erträge aus der Veräußerung von 13,8 % der Geschäftsanteile an einem verbundenen Unternehmen (rd. TEUR 88) sowie die Erträge aus der Stornoreserve mit TEUR 80 (Vj. TEUR 106).

Die Abschreibungen betrugen im Berichtsjahr TEUR 1.359 (Vj. TEUR 1.236). Von den Abschreibungen entfallen TEUR 679 (Vj. TEUR 533) auf den Geschäfts- oder Firmenwert.

Das EBIT (inkl. Beteiligungserträge und Ergebnisabführungen) erreichte TEUR 977 (Vj. TEUR 1.155).

Das Finanzergebnis betrug -TEUR 253 (Vj. -TEUR 308) und besteht im Wesentlichen aus Zinsaufwendungen für langfristige Bankdarlehen, aus Zinsaufwendungen für Kontokorrentkredite sowie für Gesellschafterdarlehen.

Nach Ertragsteuern (TEUR 219; Vj. TEUR 334) verbleibt ein Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 505 (Vj. TEUR 513).

2.3.2. Finanzlage

2.3.2.1. Kapitalstruktur

Dem bilanziellen Eigenkapital (TEUR 3.446; Vj. TEUR 2.941) sind rangrücktrittserklärte Gesellschafterdarlehen von insgesamt TEUR 1.191 (Vj. TEUR 1.191) sowie Genussrechte der Gesellschafter in Höhe von TEUR 1.000 (Vj. TEUR 1.000) hinzuzurechnen, so dass sich ein wirtschaftliches Eigenkapital von insgesamt TEUR 5.637 (Vj. TEUR 5.131) ergibt. Die wirtschaftliche Eigenkapitalquote beläuft sich auf 46,0 % (Vj. 38,3 %).

2.3.2.2. Investitionen

Im Berichtsjahr wurden Investitionen in Höhe von TEUR 239 in immaterielle Vermögensgegenstände sowie TEUR 267 in das Sachanlagevermögen getätigt. Die Investitionen in die immateriellen Vermögensgegenstände betrafen insbesondere unterschiedliche Websites (TEUR 167) sowie Datenbanken (TEUR 49). Die Investitionen in das Sachanlagevermögen dienten überwiegend dem weiteren Ausbau des digitalen Poster-Netzwerkes (TEUR 134).

Die geplanten Investitionen für das Geschäftsjahr 2018 betragen rd. TEUR 500 und sind hauptsächlich für Erweiterungsinvestitionen vorgesehen.

2.3.2.3. Liquidität

Aus der laufenden Geschäftstätigkeit erwirtschaftete die Gesellschaft einen operativen Cashflow (vereinfacht: Jahresüberschuss zzgl. Abschreibungen) von TEUR 1.885 (Vj. TEUR 1.749).

Die Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen (ohne Finanzanlagen) betrugen insgesamt TEUR 506.

Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit war bestimmt durch die planmäßige Tilgung von Bankverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 657 sowie die Bedienung des Earn-Outs in Höhe von TEUR 927. Zudem wurden seitens zweier Tochtergesellschaften liquide Mittel in Höhe von TEUR 450 zur Verfügung gestellt, welche unter anderem dazu genutzt wurden, um den weiteren Aufbau des Geschäfts der andre media Nord GmbH zu finanzieren.

Insgesamt erhöhte sich der Bestand an liquiden Mitteln von TEUR 26 auf TEUR 388.

Die Geschäftstätigkeit wurde im Berichtsjahr ohne Probleme unter teilweiser Inanspruchnahme der Kontokorrentkreditlinien finanziert. Neben den liquiden Mitteln verfügt die Gesellschaft über ausreichende Kontokorrentkreditlinien bei den finanzierenden Kreditinstituten.

2.4. Vermögenslage

Das Vermögen der UAM Media Group GmbH besteht zu 69,7 % aus dem Anlagevermögen und zu 30,3 % aus dem Umlaufvermögen sowie dem Rechnungsabgrenzungsposten.

Die immateriellen Vermögensgegenstände betragen TEUR 3.299 und setzen sich aus den Konzessionen und gewerblichen Schutzrechten (TEUR 583) sowie dem Geschäfts- oder Firmenwert (TEUR 2.716) zusammen.

Der aus der Verschmelzung in 2015 resultierende Geschäfts- oder Firmenwert wird über eine erwartete Nutzungsdauer von sieben Jahren abgeschrieben. Die Abschreibungen auf den Geschäfts- oder Firmenwert betrugen im Geschäftsjahr 2017 insgesamt TEUR 679 (Vj. TEUR 533).

Die Sachanlagen betragen TEUR 1.285 (Vj. TEUR 1.471). Der wesentliche Teil der Betriebsausstattung entfällt auf die Netzwerke Kino und Gastronomie.

Die Finanzanlagen in Höhe von TEUR 3.963 (Vj. TEUR 4.074) entfallen mit TEUR 3.962 (Vj. TEUR 4.073) fast ausschließlich auf die Anteile an verbundenen Unternehmen. Der Rückgang der Anteile gegenüber dem Vorjahr resultierte aus der Veräußerung von 13,8 % der Geschäftsanteile an der grapevine marketing GmbH.

Die Rückstellungen betragen insgesamt TEUR 1.313 und bestehen im Wesentlichen mit TEUR 939 aus Rückstellungen für ausstehende Eingangsrechnungen, mit TEUR 231 aus Rückstellungen für den Personalbereich sowie mit TEUR 32 aus Rückstellungen für Steuern vom Einkommen und Ertrag.

Die Verbindlichkeiten betrugen am Bilanzstichtag TEUR 7.208 (Vj. TEUR 8.742) und bestanden aus Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (TEUR 2.041; Vj. TEUR 2.780), Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (TEUR 1.570; Vj. TEUR 1.607), Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (TEUR 880; Vj. TEUR 520) sowie Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern (TEUR 2.236; Vj. TEUR 2.191). Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben in Höhe von TEUR 811 (Vj. TEUR 1.304) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

Die sonstigen Verbindlichkeiten betragen TEUR 481 (Vj. TEUR 1.645) und entfallen im Wesentlichen mit TEUR 316 (Vj. TEUR 598) auf Steuern und mit TEUR 151 (Vj. TEUR 99) auf kreditorische Debitoren. Im Vorjahr wurden zudem mit TEUR 927 Kaufpreisverbindlichkeiten ausgewiesen, die im Geschäftsjahr 2017 vollständig getilgt wurden.

2.5. Finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren

2.5.1. Finanzielle Leistungsindikatoren

Das Unternehmen wird über folgende finanzielle Leistungsindikatoren gesteuert:

Auftragseingang und Auftragsbestand

Umsatz

EBITDA

Diese Kennzahlen werden in einem Monatsreporting den Plan- und Vorjahreszahlen gegenübergestellt.

2.5.2. Nicht finanzielle Leistungsindikatoren

Kompetente Mitarbeiter halten das Unternehmen innovations- und wettbewerbsfähig. Deshalb bieten wir allen Mitarbeitern Möglichkeiten, sich weiterzubilden. Mindestens einmal im Jahr - im Rahmen des Mitarbeitergesprächs - besprechen Mitarbeiter und Vorgesetzte Entwicklungsmaßnahmen.

Mit einer wettbewerbsfähigen Vergütung und motivierenden Aufgaben ist die UAM Media Group GmbH ein attraktiver Arbeitgeber. Die Bindung der Belegschaft an unser Unternehmen ist ein Beleg dafür.

2.6. Gesamtaussage zur Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Das Geschäftsjahr 2017 war im Hinblick auf die Ertragslage ein zufriedenstellendes Jahr.

Aufgrund der positiven Geschäftsentwicklung in den Segmenten Gastronomie, Schule, Fitness und On Demand lag der Umsatz im Geschäftsjahr 2017 mit EUR 22,2 Mio. um EUR 3,2 Mio. über dem geplanten Umsatz von EUR 19,0 Mio. Auch das EBITDA (inkl. Beteiligungserträge und Ergebnisabführungen) von EUR 2,3 Mio. übertraf, insbesondere bedingt durch deutlich höhere Beteiligungserträge, das geplante EBITDA von EUR 2,1 Mio. um EUR 0,2 Mio.

Diese positive Entwicklung schlug sich allerdings nicht im Jahresüberschuss nieder, welcher erneut durch neutrale Aufwendungen und Anlaufkosten für neue Geschäftsfelder belastet wurde und mit EUR 0,5 Mio. um EUR 0,3 Mio. unter der Planung liegt.

Das wirtschaftliche Eigenkapital stellt mit 46,0 % eine ausreichende Größe dar.

Die Finanzlage ist zufriedenstellend und kann insbesondere im kurzfristigen Bereich noch optimiert werden.

Die Lage des Unternehmens ist insgesamt als zufriedenstellend zu bezeichnen.

3. Risikomanagementsystem

Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten.

Die Gesellschaft verfügt im nationalen Werbevermarktungsgeschäft über einen solventen Kundenstamm, so dass wesentliche Forderungsausfälle die Ausnahme darstellen.

Im lokalen Werbevermarktungsgeschäft ist die Solvenz der Kunden sehr unterschiedlich. Zurzeit beträgt die Ausfallquote bezogen auf den Umsatz bei rd. 4,7 %. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein adäquates Debitorenmanagement.

Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen gezahlt.

Im kurzfristigen Bereich finanziert sich die Gesellschaft überwiegend aus Eigenmitteln, kurzfristigen Kontokorrent- und Lieferantenkrediten.

Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik.

Zur Absicherung gegen das Liquiditätsrisiko wird auf Basis der Monatsabschlüsse eine rollierende Liquiditätsplanung erstellt.

4. Chancen- und Risikobericht

4.1. Branchenbezogene Risiken

Risiken bestehen in einer zunehmenden Marktkonzentration auf Kundenseite sowie in der allgemeinen konjunkturellen Lage. Schon heute wird ein Großteil des Geschäftes über Spezialmittler, Mediaagenturen und mehrere Großkunden abgewickelt. Spezialmittler und Mediaagenturen übernehmen eine wichtige Funktion zwischen Werbetreibenden und Mediaanbietern und verteilen die Budgets auf einzelne Mediengattungen.

Sollte es nicht gelingen, die Gattung Ambient Media im Hinblick auf Werbewirkung, Zielgruppenpositionierung und Pricing wettbewerbsfähig zu halten, ist mit einem Rückgang des Ambient-Media-Marktes zu rechnen.

Auf der anderen Seite ermöglicht Ambient Media, Zielgruppen werblich auch außerhalb des häuslichen Umfeldes zu erreichen und macht die Medien damit attraktiv, da sich das Mediennutzungsverhalten tendenziell weg vom Fernsehen, als heute größte Einzelmediagattung, entwickelt.

Eine zunehmende Bedeutung gewinnt der Bereich Digital Signage. Es ist davon auszugehen, dass in den nächsten Jahren zumindest an den hoch frequentierten Indoor-Lebensumfeldern digitale Werbeträger zunehmend die Benchmark werden. Für die UAM Media Group GmbH bedeutet das, zumindest in den Hochfrequenz-Umfeldern eine Strategie und ein Geschäftsmodell für das erfolgreiche Betreiben solcher Netzwerke zu finden. Die Gesellschaft plant für die Jahre 2018 und 2019, das Angebot an digitalen Werbeträgern in den hochfrequenten Umfeldern zu erweitern.

4.2. Ertragsorientierte Risiken

Ertragsorientierte Risiken liegen vor allem in der teilweisen Abhängigkeit von Großkunden sowie in einer stark zunehmenden Konzentration des Medieneinkaufs und dem damit verbundenen Druck auf die Bruttopreise in Form von Rabatten, die mittelfristig zu hohen Ertragseinbußen führen können.

4.3. Finanzwirtschaftliche Risiken

Die Gesellschaft finanziert sich im Wesentlichen durch den operativen Cashflow, mittelfristigen Gesellschafterdarlehen sowie mittelfristigen Investitionsdarlehen.

Für mittelfristige Bankdarlehen und für einen Kontokorrentkredit bestehen bei unterschiedlichen Kreditinstituten Covenants, die im Berichtsjahr eingehalten wurden.

Sollte die Eigenkapitalquote unter bestimmte Schwellenwerte fallen, besteht das Risiko, dass die Finanzierungskosten steigen oder der Kontokorrentkredit befristet wird.

Durch die saisonalen Schwankungen des Geschäftes ist die Gesellschaft teilweise auf die Inanspruchnahme von eingeräumten Linien angewiesen.

4.4. Chancenbericht

Während wir für die Kernsegmente konservativ geplant haben, glauben wir mit unseren neuen Dienstleistungsangeboten noch weiteres Potenzial zu haben, da der Marktanteil der UAM Media Group GmbH in diesen Segmenten noch ausbaufähig ist. Insbesondere gilt das für die Bereiche Guerilla Marketing, Sampling, Employer Branding, Digital Signage und das Segment UAM Lokal.

Es wird weiter ein stringentes Kostenmanagement betrieben und der Fokus verstärkt auf den Vertrieb sowie die weitere Optimierung der internen Abläufe gelegt. Für 2018 planen wir Kosteneinsparungen in einer Höhe von rd. TEUR 300.

Die Chancen liegen in einer weiterhin stabilen Entwicklung des Ambient Media-Marktes vor dem Hintergrund, dass in Zeiten geringerer Werbebudgets Ambient Medien zielgruppengenaue und streuverlustarme Kommunikation bieten. Innerhalb des angebotenen Produktportfolios ist zunehmend darauf zu achten, dass wir uns im Vertrieb auf die margenstarken Segmente Gastronomie, Kino und Universität fokussieren.

Zusammenfassend können als größte marktbezogene Chancen und Risiken für das Geschäftsjahr 2018 identifiziert werden:

gute Positionierung im Ambient Media Markt

teilweise Abhängigkeit von Großkunden und Spezialmittlern.

5. Prognosebericht

Die Experten des ZAW gehen für 2018 von einem nur leichten Anstieg des Werbemarktes auf Nettobasis aus. Wesentliche Ursachen sind:

Unsicherheit über die weitere makroökonomische Entwicklung,

strukturelle Veränderungen des Media Mixes hin zu den digitalen Angeboten,

veränderte Einkaufsstrategien der Mediaagenturen,

Bündelung bei wenigen Anbietern und damit eine größere Verhandlungsmacht der Mediaagenturen.

Diese Einschätzung teilen wir grundsätzlich. Daher fällt die Planung für das Geschäftsjahr 2018 weiter konservativ aus.

Für das Geschäftsjahr 2018 geht die Geschäftsführung von einer verhalten positiven Entwicklung des für die Gesellschaft relevanten Werbemarktes aus. Grund hierfür sind folgende Erfahrungen und Annahmen:

Das Kerngeschäft bleibt in 2018 auf hohem Niveau stabil.

Das lokale Werbevermarktungsgeschäft wird in den Segmenten Gastronomie, Universität, Kino und Schule weiter ausgebaut.

Unterstellt ist in diesem Szenario, dass Deutschlands Konjunktur sich im europäischen Umfeld in 2018 unverändert fortsetzt.

Auf Basis dieser Prämissen haben wir unter konservativen Annahmen einen Umsatz von rd. EUR 21,0 Mio. geplant, der um rd. EUR 1,2 Mio. unter dem Niveau des Geschäftsjahres 2017 liegt, da erfahrungsgemäß der Umsatz auch von einigen Großkunden abhängig ist, deren Buchungsverhalten für 2018 noch nicht absehbar ist.

Das EBITDA soll unter Berücksichtigung der Beteiligungserträge dennoch auf dem Vorjahresniveau von rd. 2,2 Mio. EUR liegen.

Der Jahresüberschuss 2018 soll mit rd. 0,9 Mio. EUR insbesondere aufgrund geringerer Anlaufkosten und neutraler Aufwendungen um rd. 0,4 Mio. EUR über dem des Vorjahres liegen.

Der Auftragseingang ist für das erste und zweite Quartal liegt leicht unter Vorjahresniveau und erfüllt die Erwartungen für das erste Halbjahr 2018 nicht ganz. Ursächlich hierfür sind die traditionelle Abhängigkeit von einigen großen Aufträgen und das zunehmend kurzfristige Buchungsverhalten der Kunden. Daher lässt sich eine genaue Vorhersage über den erwarteten Geschäftsverlauf des gesamten Geschäftsjahres 2018 nicht treffen.

 

Hamburg, den 16. April 2018

UAM Media Group GmbH

Stefan Wasmuth

Dr. Andreas Müller-Leydig

Bilanz zum 31. Dezember 2017

der UAM Media Group GmbH, Hamburg

Aktiva

31.12.2017
EUR
31.12.2016
EUR
A. Anlagevermögen    
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
1. Geschäfts- oder Firmenwert 2.716.255,00 3.395.570,00
2. Übrige immaterielle Vermögensgegenstände 582.550,88 573.094,50
  3.298.805,88 3.968.664,50
II. Sachanlagen    
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.284.866,91 1.470.655,48
III. Finanzanlagen    
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 3.962.350,00 4.072.750,00
2. Beteiligungen 0,43 0,43
3. Übrige Finanzanlagen 1.000,00 1.000,00
  3.963.350,43 4.073.750,43
  8.547.023,22 9.513.070,41
B. Umlaufvermögen    
I. Vorräte 109.838,00 43.230,85
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände    
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.034.623,89 1.057.409,61
2. Übrige Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 2.009.219,59 2.289.217,76
  3.043.843,48 3.346.627,37
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 388.442,93 25.515,18
  3.542.124,41 3.415.373,40
C. Rechnungsabgrenzungsposten 165.495,58 455.044,95
  12.254.643,21 13.383.488,76

Passiva

   
  31.12.2017
EUR
31.12.2016
EUR
A. Eigenkapital    
I. Gezeichnetes Kapital 50.000,00 50.000,00
II. Kapitalrücklage 1.506.756,73 1.506.756,73
III. Bilanzgewinn 1.889.237,47 1.383.985,86
  3.445.994,20 2.940.742,59
B. Rückstellungen 1.313.073,54 1.250.770,27
C. Verbindlichkeiten    
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 2.041.042,55 2.779.846,10
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 880.114,45 519.813,90
3. Übrige Verbindlichkeiten 4.287.291,94 6.601.908,78
  7.208.448,94 8.742.172,81
D. Rechnungsabgrenzungsposten 154.679,54 282.858,44
E. Passive latente Steuern 132.446,99 166.944,65
  12.254.643,21 13.383.488,76

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2017

der UAM Media Group GmbH, Hamburg

2017
EUR
2016
EUR
1. Rohergebnis 13.212.254,41 13.302.181,67
2. Personalaufwand    
a) Löhne und Gehälter 3.327.887,50 3.236.588,19
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung 496.806,07 475.445,60
  3.824.693,57 3.712.033,79
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 1.359.500,71 1.235.822,55
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen 8.303.070,27 7.915.025,61
  -275.010,14 439.299,72
5. Erträge aus Beteiligungen 736.799,99 435.978,00
6. Erträge aus Gewinnabführungsverträgen 518.085,99 335.899,89
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 19.556,90 8.851,67
8. Abschreibungen auf Finanzanlagen 0,00 25.000,00
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 272.440,41 317.276,44
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 218.887,05 334.473,38
11. Ergebnis nach Steuern 508.105,28 543.279,46
12. Sonstige Steuern 2.853,67 29.905,16
13. Jahresüberschuss 505.251,61 513.374,30
14. Gewinnvortrag 1.383.985,86 870.611,56
15. Bilanzgewinn 1.889.237,47 1.383.985,86

Anhang für das Geschäftsjahr 2017

der UAM Media Group GmbH, Hamburg

1. Rechnungslegungsgrundsätze

Bei der Bilanzierung und Bewertung sind im Jahresabschluss der UAM Media Group GmbH, Hamburg (Amtsgericht Hamburg, HRB 134052), die Vorschriften des HGB für große Kapitalgesellschaften angewandt worden. Darstellung, Gliederung, Ansatz und Bewertung des Jahresabschlusses entsprechen den Vorjahresgrundsätzen.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen bewertet.

Die voraussichtliche Nutzungsdauer der immateriellen Vermögensgegenstände beträgt zwischen drei und sieben Jahren. Der Geschäfts- oder Firmenwert wird wegen der langfristigen strategischen Bedeutung und der Nachhaltigkeit des Geschäftsmodells seit dem Geschäftsjahr 2015 über sieben Jahre abgeschrieben.

Die Sachanlagen werden zu den Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen bewertet. Sie werden linear über die voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Abnutzbare bewegliche geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten über EUR 150,00 bis EUR 1.000,00 werden gemäß § 6 Abs. 2a EStG in einen Sammelposten eingestellt und linear über einen Zeitraum von fünf Jahren abgeschrieben.

Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet.

Die unfertigen Erzeugnisse, unfertigen Leistungen werden zu Herstellungskosten bzw. zu dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

Die fertigen Erzeugnisse und Waren werden zu Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden zu Nennwerten oder mit dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Zur Abdeckung des Ausfallrisikos bei den zweifelhaften Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden, soweit erforderlich, entsprechende Einzelwertberichtigungen gebildet. Für das allgemeine Kreditrisiko wurde eine Pauschalwertberichtigung für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen von 1,0 % (Vj. 1,0 %) auf die nicht einzelwertberichtigten Netto-Forderungen gebildet.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags bewertet. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichend objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre, der von der Deutschen Bundesbank zum Bilanzstichtag ermittelt wurde, abgezinst.

Die Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag bilanziert.

Die Gesellschaft erzielt unter anderem auch Umsatzerlöse aus Gegengeschäften. Dabei werden Werbeflächen gegen andere Werbeflächen bzw. -zeiten oder gegen Waren getauscht. Diese Umsätze werden nach der Gewinnrealisierungsmethode mit dem Marktpreis der hingegebenen Leistung bewertet, höchstens jedoch mit dem Marktpreis der erhaltenen Gegenleistung. Die Gegenposition zu den Umsatzerlösen aus Gegengeschäften wird in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen.

2. Erläuterungen zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

I. Bilanz

1. Anlagevermögen

Die gesondert dargestellte Entwicklung des Anlagevermögens (Anlage 4) ist integraler Bestandteil des Anhangs.

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben bis auf TEUR 221 (Vj. TEUR 45) eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen haben bis auf TEUR 510 (Vj. TEUR 374) eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Von den Forderungen gegen verbundene Unternehmen entfallen TEUR 525 auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (Vj. TEUR 683).

In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Forderungen in Höhe von TEUR 194 (Vj. TEUR 30) enthalten, die rechtlich erst nach dem Abschlussstichtag entstehen.

3. Verbindlichkeiten

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:

Restlaufzeit davon
Insgesamt
TEUR
bis 1 Jahr
TEUR
1 Jahr bis 5 Jahre
TEUR
über 5 Jahre
TEUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 2.041 1.230 811 0
Vorjahr (2.780) (1.476) (1.294) (10)
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.570 1.570 0 0
Vorjahr (1.606) (1.606) (0) (0)
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 880 880 0 0
Vorjahr (520) (520) (0) (0)
4. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 2.236 0 2.236 0
Vorjahr (2.191) (0) (2.191) (0)
5. Sonstige Verbindlichkeiten 481 481 0 0
Vorjahr (1.645) (718) (927) (0)
  7.208 4.161 3.047 0
Vorjahr (8.742) (4.320) (4.412) (10)

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind besichert durch eine Globalabtretung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Des Weiteren besteht für zwei von einem Kreditinstitut eingeräumte Kontokorrentkreditrahmen eine Covenant-Vereinbarung.

Für Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen übliche Eigentumsvorbehalte an den gelieferten Gegenständen.

Von den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen TEUR 430 (Vj. TEUR 520) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern enthalten in Höhe von TEUR 1.000 (Vj. TEUR 1.000) Genussrechte, die der mittelfristigen Finanzierung der Gesellschaft dienen und ausschließlich schuldrechtliche Ansprüche begründen. Die Verzinsung der Genussrechte erfolgt mit einem variablen Zinssatz sowie erfolgsabhängig. Es handelt sich um 1.000 Genussrechte zum Nominalbetrag von EUR 1.000,00.

Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten mit TEUR 316 (Vj. TEUR 598) Steuerverbindlichkeiten.

4. Latente Steuern

Latente Steuern werden insbesondere für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen bei den immateriellen Vermögensgegenständen und Sachanlagen gebildet. Bei der UAM Media Group GmbH werden nicht nur die eigenen Bilanzposten einbezogen, sondern auch solche, die bei Organtöchtern bestehen. Die Bewertung der temporären Differenzen erfolgt mit dem für das Geschäftsjahr 2017 geltenden Steuersatz für Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag und Gewerbesteuer in Höhe von insgesamt 32,25 % (Vj. 32,25 %).

Die passiven latenten Steuern haben sich im Geschäftsjahr 2017 um TEUR 34 auf TEUR 132 vermindert.

II. Gewinn- und Verlustrechnung

1. Umsatzerlöse

Von den Umsatzerlösen betreffen TEUR 3.623 (Vj. TEUR 3.500) Gegengeschäfte.

2. Personalaufwand

In den Personalaufwendungen sind Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von TEUR 3 (Vj. TEUR 3) enthalten.

3. Sonstige betriebliche Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen werden Aufwendungen aus Gegengeschäften von TEUR 3.597 (Vj. TEUR 3.489) ausgewiesen.

4. Erträge aus Beteiligungen

Die Beteiligungserträge betreffen, wie im Vorjahr, sämtlich verbundene Unternehmen.

5. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

Von den sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträgen entfallen TEUR 20 (Vj. TEUR 9) auf verbundene Unternehmen.

6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen

In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind Zinsaufwendungen von TEUR 12 (Vj. TEUR 9) von verbundenen Unternehmen enthalten.

7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

In den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind Erträge aus der Auflösung passiver latenter Steuern von TEUR 34 (Vj. TEUR 35) enthalten.

8. Außergewöhnliche Aufwendungen

Im Berichtsjahr sind außergewöhnliche Aufwendungen im Zusammenhang mit den neuen Geschäftsfeldern Edgar Art Screen und Uni Lokal in Höhe von rd. EUR 0,4 Mio. angefallen. Die Aufwendungen entfallen auf insbesondere auf Personalaufwendungen und sonstige betriebliche Aufwendungen.

3. Sonstige Angaben

3.1. Beteiligungsverhältnisse

Die Gesellschaft hält am Bilanzstichtag an folgenden Unternehmen eine Beteiligung im Sinne von § 271 Abs. 1 HGB:

Beteiligungsquote
%
Eigenkapital
TEUR
Jahresergebnis
TEUR
Verbundene Unternehmen:      
Indoor Media Deutschland GmbH, Hamburg 100,0 51 0 1)
UAM Experience GmbH, Hamburg 100,0 56 0 1)
andré media Nord GmbH, Hamburg 100,0 -396 -137
UAM Digital GmbH, Hamburg 100,0 -5 0
Ambient-TV Sales & Services GmbH, Hamburg 70,0 106 143
Outsite Media GmbH, Mönchengladbach 51,0 42 898
DSA Schuldisplay GmbH, Hamburg 51,0 52 18
grapevine marketing GmbH, München 50,2 46 334
Beteiligungen:      
IHM Innovatives Marketing an Hochschulen GmbH, Frankfurt am Main 49,0 -22 2) 4 2)

1) nach Ergebnisabführungsvertrag
2) Jahresabschluss zum 31. Dezember 2017

3.2. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum Bilanzstichtag bestehen folgende finanziellen Verpflichtungen:

< 1 Jahr
TEUR
1-5 Jahre
TEUR
Gesamt
TEUR
Mietverträge 415 881 1.296
Netzwerkmedien 846 1.046 1.892
Leasing (PKW, BGA) 235 381 616
  1.496 2.308 3.804

3.3. Personal

Die Gesellschaft hat während des Geschäftsjahres 2017 durchschnittlich 52 (Vj. 50) Angestellte, 19 (Vj. 21) Aushilfen und 15 (Vj. 11) Auszubildende beschäftigt.

3.4. Geschäftsführung

Der Geschäftsführung gehörten im Geschäftsjahr 2017 an:

Herr Stefan Wasmuth, Hamburg

Herr Dr. Andreas Müller-Leydig (seit dem 12. Dezember 2017), Düsseldorf

Herr Mark van Loon, (bis zum 12. Dezember 2017), Wassenaar, Niederlande

3.5. Konzernabschluss

Die UAM Media Group GmbH wird in den Konzernabschluss der Ströer SE & Co. KGaA, Köln, zum 31. Dezember 2017, einbezogen, welcher im Bundesanzeiger offengelegt wird.

Die UAM Media Group GmbH, Hamburg, erstellt für das Geschäftsjahr 2017 den kleinsten Kreis von Unternehmen einen Konzernabschluss. Da der Konzernabschluss freiwillig erstellt wurde, wird dieser nicht offengelegt.

3.6. Nachtragsbericht

Nach Ende des Geschäftsjahres zum 31. Dezember 2017 haben sich keine Vorgänge von besonderer Bedeutung ereignet, über die an dieser Stelle zu berichten wäre.

3.7. Vorschlag über die Gewinnverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Bilanzgewinn des Geschäftsjahres 2017 auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Hamburg, den 16. April 2018

UAM Media Group GmbH

Stefan Wasmuth

Dr. Andreas Müller-Leydig

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2017

der UAM Media Group GmbH, Hamburg

Anschaffungs-/Herstellungskosten
1.1.2017
EUR
Zugänge
EUR
Umgliederungen
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2017
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände          
1. Geschäfts- oder Firmenwert 4.321.257,98 0,00 0,00 0,00 4.321.257,98
2. Übrige immaterielle Vermögensgegenstände 2.362.306,56 238.932,43 0,00 0,00 2.601.238,99
  6.683.564,54 238.932,43 0,00 0,00 6.922.496,97
II. Sachanlagen          
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.437.191,74 266.584,74 0,00 13.401,05 5.690.375,43
III. Finanzanlagen          
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 4.097.750,00 0,00 0,00 110.400,00 3.987.350,00
2. Beteiligungen 2.500,43 0,00 0,00 0,00 2.500,43
3. Übrige Finanzanlagen 1.000,00 0,00 0,00 0,00 1.000,00
  4.101.250,43 0,00 0,00 110.400,00 3.990.850,43
  16.222.006,71 505.517,17 0,00 123.801,05 16.603.722,83
Kumulierte Abschreibungen
1.1.2017
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2017
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
1. Geschäfts- oder Firmenwert 925.687,98 679.315,00 0,00 1.605.002,98
2. Übrige immaterielle Vermögensgegenstände 1.789.212,06 229.476,05 0,00 2.018.688,11
  2.714.900,04 908.791,05 0,00 3.623.691,09
II. Sachanlagen        
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.966.536,26 450.709,66 11.737,40 4.405.508,52
III. Finanzanlagen        
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 25.000,00 0,00 0,00 25.000,00
2. Beteiligungen 2.500,00 0,00 0,00 2.500,00
3. Übrige Finanzanlagen 0,00 0,00 0,00 0,00
  27.500,00 0,00 0,00 27.500,00
  6.708.936,30 1.359.500,71 11.737,40 8.056.699,61
Buchwerte
31.12.2017
EUR
31.12.2016
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
1. Geschäfts- oder Firmenwert 2.716.255,00 3.395.570,00
2. Übrige immaterielle Vermögensgegenstände 582.550,88 573.094,50
  3.298.805,88 3.968.664,50
II. Sachanlagen    
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.284.866,91 1.470.655,48
III. Finanzanlagen    
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 3.962.350,00 4.072.750,00
2. Beteiligungen 0,43 0,43
3. Übrige Finanzanlagen 1.000,00 1.000,00
  3.963.350,43 4.073.750,43
  8.547.023,22 9.513.070,41

Hinweis zum verkürzt publizierten Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2017

Bei dem beigefügten Jahresabschluss zum 31. Dezember 2017 handelt es sich um die nach § 327 HGB für Offenlegungszwecke verkürzte Fassung. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht für das Geschäftsjahr 2017 wurde der folgende Bestätigungsvermerk erteilt:

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Zu dem als Anlagen 1 bis 4 beigefügten Jahresabschluss zum 31. Dezember 2017 sowie zum Lagebericht für das Geschäftsjahr 2017 (Anlage 5) erteilen wir folgenden Bestätigungsvermerk:

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der UAM Media Group GmbH, Hamburg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2017 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Hamburg, 16. April 2018

Ebner Stolz GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft

Thomas Götze, Wirtschaftsprüfer

Andreas Fettke, Wirtschaftsprüfer

Feststellung des Abschlusses zum 31. Dezember 2017

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2017 der UAM Media Group GmbH, Hamburg, ist durch Beschluss der Gesellschafterversammlung vom 21. November 2018 festgestellt worden.

Verwendung des Jahresüberschusses

Der Bilanzgewinn wird durch den Beschluss der Gesellschafterversammlung vom 21. November 2017 auf neue Rechnung vorgetragen.

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