Raumedic Clinical Products GmbH
Selbe AdresseHerstellung von Bestrahlungs- und Elektrotherapiegeräten und elektromedizinischen Geräten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Bianca Holler seit 26.1.2026 | Vorstandsmitglied |
Daniela Winzker-Demes seit 16.7.2025 | Prokura |
Schilling Dr. Robert seit 10.10.2023 | Vorstandsmitglied |
Klaus Peter Schabert seit 12.9.2023 | Vorstandsmitglied |
Christian C. Reinert seit 7.10.2021 | Prokura |
Ingo Bartels seit 5.1.2021 | Prokura |
Thomas Knechtel seit 20.7.2018 | Vorstandsmitglied |
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
RAUMEDIC AGMünchbergJahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 20231 Grundlagen der GesellschaftDie RAUMEDIC AG mit Sitz in Münchberg ist in die international ausgerichtete REHAU-Gruppe mit Sitz in Muri bei Bern eingebunden und in den Teilkonzern RAUMEDIC integriert. Gruppenholding ist die REHAU Verwaltungszentrale AG, Muri bei Bern. Die REHAU-Gruppe ist marktorientiert in die Teilkonzerne RAUMEDIC, MERAXIS, REHAU New Ventures, REHAU Automotive und REHAU Industries gegliedert. Die weitgehende Eigenständigkeit der Teilkonzerne ist ein wesentlicher Erfolgsfaktor. Zusätzlich zum größten Produktionsstandort am Stammsitz in Münchberg unterhält die RAUMEDIC AG Produktionsstandorte in Feuchtwangen und Zwönitz. Gegenstand der RAUMEDIC AG ist die Herstellung, der Vertrieb sowie die Konfektion von Erzeugnissen, vornehmlich aus polymeren Werkstoffen für die Medizintechnik und die pharmazeutische Industrie, insbesondere von medizinischen Produkten in Anwendungsgebiete wie z.B. Infusion, Ophtalmologie, Enterale Ernährung, Kardiochirurgie, Drug Delivery, Pharma Fluid Handling, Neuromonitoring sowie Traumatologie. 2 GeschäftsmodellDie Geschäftstätigkeiten der RAUMEDIC AG sind grundsätzlich in die Bereiche OEM sowie Clinical Products aufgeteilt. Der Bereich OEM (Original Equipment Manufacturer) fertigt insbesondere kundenspezifische Schläuche und Profile für die Medizintechnik und Pharmazie aus allen gängigen Thermoplast-Werkstoffen und Silikonkautschuk. Die Produktpalette umfasst die verschiedensten Abmessungen. Dazu gehören engst tolerierte Schläuche und Profile für Pumpanwendungen und Mikroschläuche für Katheter ebenso wie Standardleitungen für die Infusion, Dialyse, ECC (Herz-Lungenmaschinen) und Gasversorgung. Außerdem kann, basierend auf einem breitgefächerten Konfektionsrepertoire, die Weiterverarbeitung von Schläuchen und Formteilen in den gängigen Produktionstechnologien zur Verfügung gestellt werden: von der "einfachen" Schlauchlänge über Schlauch-Sets und Katheter bis hin zum sterilen und zertifizierten Medizinprodukt. Darüber hinaus entwickelt und fertigt der Bereich OEM kundenspezifische Formteile und Systeme für die medizintechnische und pharmazeutische Industrie, insbesondere Medikamenten-Applikationssysteme, Injektionssysteme, Baugruppen und Devices. Die Fertigungskompetenz des Bereichs Clinical Products beinhaltet dagegen die Verarbeitung von Mikrochiptechnologie zu präzisen Messkathetern. Von der vollautomatisiert produzierten Baugruppe bis hin zum elektronischen Messinstrument reicht das Produktportfolio. Das Gebiet der möglichen Anwendungsbereiche dieser Produkte umfasst vor allem die Neurochirurgie. Im Jahre 2016 hat die Schwestergesellschaft RAUMEDIC Inc. in den USA die Produktion eigener Produkte aufgenommen. Sie vertreibt in den USA unter anderem auch Produkte der RAUMEDIC AG. Ein weiterer Produktionsstandort der RAUMEDIC-Gruppe kam im August 2021 hinzu. Seither werden die Konfektionskapazitäten durch die neue Schwestergesellschaft der RAUMEDIC AG, die AS RAUMEDIC Estonia in Tallinn (Estland), wesentlich erweitert, wobei der estnische Standort sukzessive ausgebaut und erweitert wird. Der Vertrieb der RAUMEDIC AG war 2023 weiterhin in folgende Vertriebsregionen gegliedert: Deutschland, Westeuropa, Nord-, Süd-, Zentral-/Osteuropa, Nordamerika und Asien/Australien. Die Region Westeuropa wird von der RAUMEDIC SA in der Schweiz (Villars-sur-Glâne) und der RAUMEDIC S.A.R.L. in Frankreich (Voiron), die Region Nordeuropa von der RAUMEDIC UK Ltd. in Großbritannien (Ross-on-Wye), die Region Südeuropa von der RAUMEDIC S.R.L. in Italien (Monza), die Region Nordamerika von der RAUMEDIC Inc. in den USA (Mills River) und die Region Asien/Australien von der RAUMEDIC PTE. LTD in Singapur und von der RAUMEDIC Medical Technology (Shanghai) Co., Ltd. in China betreut. Teilweise sind außerdem Gesellschaften der REHAU-Gruppe als Vermittler von RAUMEDIC-Produkten tätig. Dies betrifft im Wesentlichen die Länder Österreich, Dänemark, Spanien und Indien. Bei den Vertriebsgesellschaften handelt es sich ausschließlich um Schwesterunternehmen der RAUMEDIC AG. 3 Rahmenbedingungen und Geschäftsentwicklung3.1 Gesamtwirtschaftliche RahmenbedingungenIn einem noch immer krisengeprägten Umfeld geriet die deutsche Wirtschaft im Jahr 2023 ins Stocken. Das deutsche Bruttoinlandsprodukt (BIP) war ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes zufolge um -0,3% niedriger als im Vorjahr. Neben nach wie vor hohen Preisen auf allen Wirtschaftsstufen führen ungünstige Finanzierungsbedingungen, geprägt durch steigende Zinsen, zu einer geringeren Nachfrage aus dem In- und Ausland. Damit setzte sich die leichte Erholung der deutschen Wirtschaft vom Corona-Einbruch aus dem Vorjahr nicht fort. Im Euroraum dagegen, dem weiterhin wichtigsten Absatzmarkt der RAUMEDIC AG, verzeichnete das BIP im Jahr 2023 einen leichten Anstieg. Dieser fiel mit +0,3% jedoch deutlich geringer aus als der Anstieg um +3,5% aus dem Vorjahr. In der Medizintechnik-Branche stellt sich gemäß des Medizintechnik-Reports 2023 von Ernst & Young ("Pulse of the Industry") folgendes Bild dar: im Berichtszeitraum (Juli 2022 bis Juni 2023) stieg der weltweite Umsatz der Medizintechnik-Branche zwar erneut um +3,5%, dieses Wachstum stellt jedoch den geringsten Anstieg seit 2015 dar und liegt deutlich unter dem Wachstum des Vorjahres (+16%). Diese Entwicklung scheint das Ende der positiven Gesamtentwicklung der Industrie bedingt durch einen Einmal-Wachstumseffekt aufgrund der Corona-Pandemie zu bestätigen. Dem Bericht zufolge lassen auch die Aussichten der Branche kaum Grund zur Hoffnung auf eine Trend-Umkehr, da erste Finanzberichte großer Medtech-Unternehmen fürs erste Halbjahr 2023 sogar Umsatzrückgänge gegenüber Vorjahr ausweisen. Im aktuellen "Branchenbericht Medizintechnologien" berichtet der BVMed von einem Umsatzwachstum der MedTech-Branche von ca. +5,5% im Jahr 2022 gegenüber Vorjahr. Die positive Entwicklung der letzten Jahre wird damit weiterhin fortgesetzt. Für das Geschäftsjahr 2023 liegen bei Berichterstellung noch keine neueren Zahlen vor. Jedoch geht der BVMed aufgrund einer Befragung bei Mitgliedsunternehmen im Herbst 2023 davon aus, dass sich die Umsatzentwicklung zwar weiterhin stabil positiv entwickelt, die aktuell deutlichen Kostensteigerungen jedoch zu Gewinnrückgängen führen werden. Neben steigenden Transport-, Rohstoff- und Energiekosten seien auch die zusätzlichen bürokratischen Hemmnisse durch die Medical Device Regulation für die Gewinnrückgänge verantwortlich. 3.2 Darstellung der Umsatzentwicklung 2023 im Vergleich zum AusblickIm Jahr 2023 lagen die Umsatzerlöse der RAUMEDIC AG mit TEUR 187.239 um +8,0% über denen des Vorjahres und damit leicht unter dem prognostizierten Umsatzwachstum von +9,3%. Beide Geschäftsbereiche der RAUMEDIC AG konnten zur positiven Umsatzentwicklung im Geschäftsjahr 2023 beitragen. So konnte der Bereich OEM in Summe mit einem Wachstum von +7,5% gegenüber Vorjahr abschließen, der Bereich Clinical Products wuchs um +17,2% gegenüber Vorjahr ebenfalls. Im zweiten Halbjahr 2023 waren bei einigen Kunden allerdings Bedarfsreduzierungen bemerkbar, welche insbesondere auf Net Working Capital-Optimierungsprogramme zurückzuführen waren. 4 Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie finanzielle Leistungsindikatoren4.1 Finanzielle LeistungsindikatorenAus finanzwirtschaftlicher Sicht stellen sich die wesentlichen Führungskennzahlen wie folgt dar:
Der Free Cash-Flow ist der frei verfügbare Cash-Flow und setzt sich aus der Summe von Cash-Flow aus der betrieblichen Tätigkeit (OCF) und Cash-Flow aus der Investitionstätigkeit (CFI) zusammen. Im Vergleich zum Vorjahr trug sowohl der Abbau des Forderungsbestandes aus Lieferungen und Leistungen an Dritte um TEUR -5.277 als auch der Aufbau des Verbindlichkeitsbestands um TEUR +4.845 zum positiven OCF bei. Zum im Jahr 2023 negativen FCF haben vor allem Investitionen für das Werksneubauprojekt inkl. Ausstattung mit dem dafür notwendigen Maschinenpark am Standort Helmbrechts beigetragen. Nicht-finanzielle Leistungsindikatoren, wie zum Beispiel Lieferfähigkeit, Auftragseingang und Auftragsbestand, Produktionskapazitätsnutzung oder Personalstände, haben bei Raumedic nur eine untergeordnete Bedeutung zur Steuerung des Unternehmens. 4.2 ErtragslageDer Umsatz 2023 erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR +13.930 auf TEUR 187.239. Der Umsatzzuwachs des Bereichs OEM betrug dabei +7,5%, der des Bereichs Clinical Products +17,2%. Der Umsatz im EU-Raum stieg um +6,1% auf TEUR 126.613. Das übrige Auslandsgeschäft stieg dagegen um +13,1% auf TEUR 60.827. Der Exportanteil sinkt gegenüber Vorjahr (75,8%) auf rund 72,1%. Das operative Ergebnis (EBIT) der RAUMEDIC AG liegt mit TEUR 14.146 um +14,1% über dem des Vorjahres (VJ TEUR 12.395), allerdings unter dem Planwert. Der Jahresüberschuss 2023 ist um TEUR +2.010 auf TEUR 9.984 gestiegen (VJ TEUR 7.974). Das geringere EBIT im Vergleich zur Planung ergibt sich neben der geringfügig niedrigeren Umsatzentwicklung vor allem aus einem deutlichen Anstieg der Personalaufwendungen. Die Personalaufwendungen haben sich in Summe deutlich um +12,8% bzw. TEUR +7.792 auf TEUR 68.793 erhöht. Die Personalintensität (Personalaufwand / Umsatz) liegt damit nun bei 36,7% (VJ 35,2%). Ursache für den Anstieg der Personalaufwendungen sind erhöhte Auszahlungen für die Inflationsausgleichsprämie sowie eine der Inflationsrate angepasste Lohn- und Gehaltserhöhung. Mit 1.046 FTE zum Stichtag 31. Dezember 2023 bleibt der Personalstand gegenüber Vorjahr (VJ 1.056 FTE) auf einem ähnlichen Niveau; im Jahresdurchschnitt liegt der Personalstand allerdings um rund +70FTE höher als im Jahr 2022. Weiterhin wurden TEUR 1.758 für Abfindungen und Lohnfortzahlungen während der Freistellung im Rahmen eines betrieblichen Effizienzprogrammes zurückgestellt. Der Materialaufwand mit in Summe rund TEUR 75.887 liegt TEUR +2.794 (+3,8%) über 2022 (VJ TEUR 73.093). Neben gestiegenen Produktionsmengen werden die Materialaufwendungen außerdem im Jahr 2023 wesentlich durch erhöhte Aufwendungen bei Dienstleistern, bspw. für Lohnveredelung beeinflusst. In Summe sinkt die Materialaufwandsquote (Materialaufwand / Umsatz) allerdings auf 40,5% im Jahr 2023 (2022: 42,2%). Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und auf Sachanlagen erhöhen sich im Jahr 2023 überproportional zum Umsatzwachstum. Lagen die Abschreibungen in Summe im Vorjahr noch bei TEUR 7.345, so stiegen diese im Jahr 2023 auf TEUR 8.311 und damit um +13,1% (TEUR +965) an, vor allem aufgrund der Inbetriebnahme weiterer Kapazitäten am Standort Feuchtwangen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen liegen - vor allem beeinflusst durch die nachfolgenden Effekte - unter dem Vorjahreswert (2023: TEUR 26.519 vs. 2022: TEUR 27.534):
Diese Einsparungen ergeben sich unter anderem aus den eingeleiteten Maßnahmen im Rahmen des betrieblichen Effizienzprogrammes. 4.3 Vermögens- und FinanzlageDie Bilanz weist zum Stichtag 31. Dezember 2023 auf der Aktivseite ein Anlagevermögen in Höhe von TEUR 127.483 (VJ TEUR 108.527) sowie ein Umlaufvermögen ohne Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von TEUR 76.966 (VJ TEUR 80.070) aus. Aufgrund des überproportionalen Anstiegs des Anlagevermögens steigt die Anlagenintensität (Anlagevermögen / Bilanzsumme) im Vergleich zum Vorjahr und beträgt per 31. Dezember 2023 nun 61,8% (VJ 57,0%). Der leichte Rückgang des Umlaufvermögens um -3,9% gegenüber dem Vorjahr ist hauptsächlich auf den Abbau des Forderungsbestands (-18,9%) zurückzuführen. Das Vorratsvermögen steigt dagegen leicht an (+4,8%), vor allem bedingt durch erhöhte Bestandswerte in den Bereichen der Unfertigen und Fertigen Erzeugnissen und Waren. Der Rückgang im Bereich der Forderungen ist im Wesentlichen auf den Abbau des Forderungsbestands für ausländische Kunden (-26,5%) zurückzuführen. Auf der Passivseite werden ein Eigenkapital in Höhe von TEUR 94.356 (VJ TEUR 84.372), Rückstellungen in Höhe von TEUR 16.709 (VJ TEUR 15.732) sowie Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 86.711 (VJ TEUR 81.867) ausgewiesen. Unter den Rückstellungen sind die für Pensionen, Sonder- und Bonuszahlungen an Mitarbeiter, Kundenboni sowie für Restrukturierungen am höchsten dotiert. Gegenüber dem Vorjahr trugen zum Anstieg der sonstigen Rückstellungen im Wesentlichen die Zuführungen bei den Rückstellungen für Restrukturierungen mit TEUR +1.758, für ausstehende Lieferantenrechnungen für bereits an den Kunden fakturierte Entwicklungsprojekte mit TEUR +570 und für offene Gutschriften mit TEUR +307 bei. Der Anstieg der Verbindlichkeiten ist im Wesentlichen auf die Erhöhung des konzerninternen Darlehens mit der Muttergesellschaft um TEUR +8.000 zurückzuführen. Die Eigenkapital-Quote verbessert sich gegenüber Vorjahr geringfügig und beträgt nun 45,7% (VJ 44,3%). Das gezeichnete Kapital, die Kapitalrücklage und die gesetzliche Rücklage sind im Vergleich zum Vorjahr unverändert. Die anderen Gewinnrücklagen haben sich aufgrund der Einstellung des Vorjahresergebnisses um TEUR +7.974 erhöht. Die RAUMEDIC AG ist weiterhin in das Cash-Pooling der REHAU-Gruppe eingebunden. Für die laufenden Finanzierungen stehen Kreditlinien aus dem Cash-Pooling, Intercompany-Darlehen, Zahlungsziele bei Lieferanten und Kundenanzahlungen auf Bestellungen zur Verfügung. In der Geschäftsentwicklung setzen wir auf stetiges und nachhaltiges Wachstum. Wir verfügen über eine solide Kapitalausstattung, um auch im Geschäftsjahr 2024 die notwendigen Ersatz- und Neuinvestitionen durchführen zu können. Der Finanzmittelfonds beträgt zum 31. Dezember 2023 TEUR -2.704 (VJ TEUR -5.897) und setzt sich aus den Flüssigen Mitteln, den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und den Forderungen bzw. Verbindlichkeiten aus dem Cash Pooling zusammen. Der Abbau der Forderungen in Höhe von TEUR -5.277 sowie der Aufbau der Verbindlichkeiten von TEUR +4.845 bewirkte eine Erhöhung des Operating Cash-Flows (OCF) und führt zu einer positiven Planabweichung. Letztlich schließt der OCF bei TEUR +22.460 ab. Der Cash-Flow aus Investitionen (CFI) liegt im Jahr 2023 bei TEUR -27.249 und damit über dem Plan. Die Abweichung resultiert aus erhöhten Zahlungen für Lieferantenrechnungen für größere Strukturinvestitionen, insbesondere für das neue Produktionswerk am Standort Münchberg. In Summe schließt der Free-Cash-Flow mit TEUR -4.789 zwar negativ, allerdings deutlich über Plan ab. Der Vorstand bewertet die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage insgesamt als gut. 4.4 InvestitionenDie Gesamtinvestitionen in das Anlagevermögen im Geschäftsjahr 2023 betrugen TEUR 28.925. Die Zugänge bei den immateriellen Vermögensgegenständen in Höhe von TEUR 1.441 betreffen neue Software-Anwendungen und Lizenzen für die EDV. Die Investitionen in das Sachanlagevermögen betrugen TEUR 27.484, davon TEUR 5.833 für Investitionen in technische Anlagen und Maschinen sowie TEUR 19.763 für geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau. Die Investitionen wurden aus eigenen Mitteln sowie I/C-Darlehen finanziert. 4.5 Forschung und EntwicklungFür den nachhaltigen Ausbau und die Festigung unserer Position im Markt setzen wir weiterhin auf Forschung und Entwicklung. Wir planen in diesem Bereich deshalb im Jahre 2024 mit 148 Mitarbeitern. Für Forschung und Entwicklung steht ein Etat von etwa 6,8% des geplanten Jahresumsatzes für 2024 zur Verfügung (VJ 7,5%). 4.6 Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage der RAUMEDIC AGDer Vorstand beurteilt die mittelfristige Geschäftsentwicklung der RAUMEDIC AG zum Zeitpunkt der Erstellung des Lageberichts weiterhin als positiv. Die Nachfrage nach Medizinprodukten weltweit ist weiterhin hoch, jedoch sind veränderte Markt- und Kundenbedürfnisse, ein erhöhter Preisdruck sowie ein Trend zu neuen komplexen integrierten Systemen festzustellen. Kurzfristig sind die Auswirkungen globaler und politischer Einflüsse (bspw. Ukraine-Krieg, COVID-19, o.Ä.) nicht vollumfänglich abschätzbar. 5 Risiko- und Chancenberichterstattung5.1 RisikoberichtDie Beurteilung der Risiken erfolgt nach der Eintrittswahrscheinlichkeit und dem potenziellen Schadensausmaß. Für beide Parameter wird in fünf verschiedene Klassen unterschieden. Die Eintrittswahrscheinlichkeit des Risikos gibt eine Erwartungsschätzung für den Eintritt des identifizierten Risikos an. Sie wird in folgende Wahrscheinlichkeitsklassen unterteilt:
Das Schadensausmaß wird in Schadensklassen dargestellt. Die monetären Werte werden jährlich auf Basis von KPIs (EBIT, Umsatz) festgelegt. Aktuell erfolgt die Aufteilung wie folgt:
Anhand der beiden Parameter erfolgt die Einordnung der Risiken mit Hilfe einer Risk Map. Eine entsprechende Risikoeinschätzung wird regelmäßig durchgeführt, mit dem Aufsichtsrat besprochen sowie an das konzernweite Risikomanagement der REHAU-Gruppe berichtet. Die nachfolgenden Risiken sind insgesamt nach ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit und Schadensausmaß absteigend dargestellt. Geopolitische Risiken & Globale Krisenherde Die globale Klimaerwärmung beeinflusst unternehmerisches Handeln weltweit bereits heute und wird auch zukünftig Entscheidungen wesentlich steuern. Pandemien globalen Ausmaßes, wie COVID-19, können ebenfalls und sehr kurzfristig das Arbeitsleben verändern. Auch der im Februar 2022 begonnene Krieg in der Ukraine, sowie die Krisenherde im Nahen und Mittleren Osten beeinflussen Lieferketten, Materialverfügbarkeiten und -Nachfragen deutlich und sorgen auch bei RAUMEDIC direkt und indirekt für veränderte Rahmenbedingungen. Generell haben solch globale Krisen zur Folge, dass gerade auch politische Einflussnahme das Geschehen in Unternehmen entscheidend mitbestimmt und teilweise nur schwer abschätzbar macht. Als besonderes Risiko für das Geschäftsjahr 2024, bzw. ggf. auch für die nachfolgenden Jahre, werden verschiedene Kriege und Krisenherde, wie der Krieg in der Ukraine oder der Konflikt im Roten Meer, angesehen. Aufgrund der weltweiten nachteiligen Auswirkungen erfahren wir negative Beeinflussungen auf unsere Geschäfte sowie Lieferbeziehungen und Lieferketten. Neben Produktions- und Verkaufsstopps bzw. der Beendigung sämtlicher Geschäftsbeziehungen von einigen Kunden oder Lieferanten mit Unternehmen in bestimmten Ländern sowie Material-, Rohstoffverfügbarkeitsengpässen und Logistikeinschränkungen aufgrund von Container- und Reedereiverfügbarkeiten ergeben sich erhöhte Risikofaktoren. Der weitere Verlauf dieser Auseinandersetzungen sowie der Folgen (Preissteigerungen, erhöhte Inflationsraten, Rezession) und die möglichen Auswirkungen auf die weitere Geschäftsentwicklung der RAUMEDIC sind aktuell nicht einschätzbar. Das Risiko ist hoch und ändert sich aktuell stetig. Durch aktives Krisenmanagement durch entsprechend geschulter Teams kann bei RAUMEDIC auch kurzfristig auf geänderte Situationen eingegangen werden. Hieraus abgeleitete Maßnahmen werden sofort umgesetzt und Risiken reduziert bzw. vermieden. Gezielte Investitionen wie beispielsweise in nachhaltige Technologien, besseres Energiemanagement und Umweltschutz sollen einerseits unseren Anteil zum Klimaschutz darstellen und dienen anderseits dem proaktiven Klimamanagement zur Risikominimierung in diesem Bereich. Trotz allem schätzen wir mögliche, oft schwer abschätzbare geopolitische Risiken als wesentlicher Einflussfaktor auf unser zukünftiges Geschäft ein. IT-Risiken Die fortschreitende Digitalisierung des Unternehmensumfeldes hält für RAUMEDIC Risiken im Bereich der Informationstechnik bereit. Wichtige Geschäftsabläufe und Prozesse können durch den Ausfall von IT-Systemen und Netzwerken empfindlich gestört werden und externe Angriffe (Cyber-Attacken) oder fehlerhaftes Verhalten der Mitarbeitende können zum Verlust vertraulicher und sensibler Daten sowie zu hohen Kosten, Umsatzeinbußen und Rufschädigungen führen. Um diesen Risiken zu begegnen, führen wir kontinuierlich technische und organisatorische Maßnahmen durch und tätigen Investitionen in die Erneuerung und Sicherheit der IT-Landschaft. Unsere IT-Systeme werden regelmäßig überprüft, gewartet und Sicherheitstests unterzogen. Hierfür ist ein IT Security Officer/Manager etabliert. Weiterhin wird sich die RAUMEDIC AG im Jahr 2024 einer ISO 27001 Zertifizierung unterziehen. Zudem werden alle Mitarbeitende mit Hilfe von Richtlinien, Schulungen und Informationskampagnen fortlaufend sensibilisiert. Risiken im Personalbereich Fachwissen, Engagement und das Leistungsvermögen unserer Mitarbeitenden sind wichtige Faktoren für eine erfolgreiche Unternehmensentwicklung. Eigenverantwortliches Denken und Handeln stehen bei uns im Vordergrund und sind Bestandteil einer offenen Unternehmenskultur mit flachen Hierarchien. Unsere Personalstrategie hat das Ziel, diese Philosophie langfristig und nachhaltig zu sichern. Dafür werden personelle Risiken im Rahmen eines Regelprozesses erfasst und bewertet. Entsprechend wurde ein besonderes Augenmerk auf das Talentmanagement, die Identifikation von Schlüsselpositionen und Talenten und deren optimale Positionierung sowie die Gewinnung von qualifiziertem Personal gelegt. Zudem zielen weitere Regelungen und Richtlinien darauf ab, die Einhaltung rechtlicher Bestimmungen und die Gesundheit und Sicherheit unserer Mitarbeiter sicherzustellen. Auch in Zukunft werden wir die Investitionen in Personal zielgerichtet und bedarfsorientiert auf die jeweiligen Funktionen beziehungsweise Regionen ausrichten, um damit den zukünftigen Anforderungen der Unternehmensstrategie Rechnung zu tragen. Gerade das Risiko der Personalgewinnung bzw. die mögliche Nicht-Besetzung von Schlüsselpositionen wird als wesentlich eingeschätzt und wird wohl auch zukünftig eine Herausforderung darstellen. Markt- und Absatzrisiken In einem wettbewerbsintensiven Marktumfeld, verlagern immer mehr Hersteller von medizintechnischen Produkten ihre Produktionen nach Asien, Osteuropa oder andere Niedriglohnländer und gewinnen so einen Produktionskostenvorteil. Diese Unternehmen versuchen über Niedrigpreise Marktanteile zu gewinnen. Außerdem ist festzustellen, dass bisher branchenfremde Unternehmen verstärkt versuchen, Anteile auf dem medizintechnischen Markt für sich zu gewinnen. Das Risiko eines Umsatz- und Ergebnisrückgangs hieraus wird aktuell als gering angesehen. Wir wirken dem durch eine flexible und kundenorientierte Fertigung, sowie einem hohen Qualitätsstandard unserer Produkte sowie dem Aufbau langfristiger Kundenbeziehungen entgegen. Währungs-, Zins- und Ausfallrisiken Mögliche steigende Zinssätze könnten den variablen Zinssatz unserer Kreditlinien beeinflussen. Für 2024 gehen wir von einem konstanten oder leicht fallenden Zinsniveau aus. Die Finanzierung erfolgt über konzerninterne Darlehen. Aufgrund des auch in der Vergangenheit sehr niedrigen Zahlungsausfallrisikos und der stabilen Forderungslaufzeiten werden Instrumente wie Zahlungsausfallversicherungen oder Factoring nicht genutzt. Durch ein Kreditmanagement, das auch dem Außendienst eine verbindliche Einschätzung der Zahlungsfähigkeit der Kunden abverlangt, gibt es im Forderungsmanagement 2023 lediglich zwei Fälle zweifelhafter Forderungen. Der Gesamtwert der zweifelhaften Forderungen beträgt 2023 dabei insgesamt TEUR 33 (VJ TEUR 30). Das Ausfallrisiko wird als gering eingeschätzt. Gleiches gilt aus genannten Gründen für das Risiko aus Zahlungsstromschwankungen. Produkt- und Haftungsrisiken Grundsätzlich bestehen Risiken im Beschaffungs- und Absatzmarkt, dass kontaminiertes Rohmaterial geliefert und verarbeitet werden könnte und damit bei Inverkehrbringen mängelbehafteter Produkte haftungsrechtliche Konsequenzen getragen werden müssten. Die Eintrittswahrscheinlichkeit und das Risiko hieraus werden jedoch als gering eingestuft. Unser Qualitätsmanagement umfasst im Materialbereich sowohl bei den eingehenden wie auch bei den ausgehenden Waren umfangreiche Prüfungen. Das Risiko der Lieferantenabhängigkeit und damit verbundener, nicht verfügbarer Rohstoffe, einhergehend mit fehlender Produktions- und Lieferbereitschaft, werden ebenfalls als gering angesehen. Durch die engen und guten Kontakte zu Lieferanten und Kunden erfolgt ein intensives Monitoring. Die dabei gewonnenen Erkenntnisse gestatten der RAUMEDIC AG gegebenenfalls frühzeitig risikoreduzierende Maßnahmen zu ergreifen. 5.2 ChancenberichtAls Anbieter von Produkten der Medizintechnik sehen wir Chancen sowohl im Ausbau unseres Produktportfolios, der Gewinnung neuer Kunden sowie einem effizienten Kostenmanagement intern, als auch in der nachhaltigen Optimierung unseres Beschaffungsmanagements. Die schnelle Weiterentwicklung im Medizinbereich begleiten wir mit verstärkten Innovationen und den Ausbau von Technologien sowie durch Digitalisierung von Unternehmensprozessen entlang der gesamten Wertschöpfungskette von Lieferanten bis zum Endkunden. Einkaufspreise, Konditionen und insbesondere die Qualität sind zentrale Bausteine, um unseren Ertrag weiter zu steigern. Aufgrund der aktuellen Entwicklung an den Finanz- und den realen Märkten gehen wir davon aus, dass die Volatilität bei den Rohstoffpreisen erhalten bleibt. Durch den erhöhten Bedarf bei einigen Anwendungen, wie z.B. Pharma Fluid-Handling, sieht RAUMEDIC gute Möglichkeiten, um Wachstum und Marktanteile auszubauen. 6 Prognosebericht6.1 Gesamtwirtschaftlicher und branchenbezogener AusblickDer Internationale Währungsfonds (IWF) hat seine Wachstumsprognose für die Weltwirtschaft im Januar 2024 gegenüber der Schätzung vom Oktober 2023 um 0,2 Prozentpunkte angehoben. Demnach erwartet er 2024 nunmehr einen Anstieg von 3,1% (2023: 3,1%). Grund für die Anhebung sei die robuste wirtschaftliche Entwicklung in den USA sowie in Entwicklungs- und Schwellenländern. Zudem gehe die Inflation schneller zurück als angenommen. Für das nächste Jahr rechnet der IWF mit einem Wachstum von +3,2%. Damit liegen die IWF-Prognosen für 2024 und 2025 unterhalb des historischen Durchschnittswerts von 2000 bis 2019 (3,8%). Laut IWF ist die Wahrscheinlichkeit einer "harten Landung" für die Weltwirtschaft gesunken. Die Risiken seien weitgehend ausgeglichen. Auf der einen Seite könnte der schnellere Rückgang der Inflation zu einer Lockerung der Geldpolitik führen und somit das Wachstum vorübergehend stimulieren. Auf der anderen Seite könnten sich die Rahmenbedingungen unter bestimmten Umständen wieder verschärfen, insbesondere wenn die Rohstoffpreise aufgrund geopolitischer Krisen oder Lieferkettenstörungen erneut deutlich steigen sollten. Nach Einschätzung des IWF besteht die kurzfristige Herausforderung für politische Entscheidungsträger nun darin, die Inflationsziele zu erreichen, indem sie die Geldpolitik nach der zugrunde liegenden Inflationsdynamik ausrichten und dort, wo der Lohn- und Preisruck nachlässt, einen weniger restriktiven Kurs einschlagen. IWF-Prognose vom Januar 2024 zum Wachstum des Bruttoinlandprodukts (BIP)
Gemäß statistischem Bundesamt (destatis) wird erwartet, dass der Umsatz im Bereich Medizintechnik um durchschnittlich 4,4% wachsen wird (CAGR 2024-2028), was zu einem prognostizierten Marktvolumen von Mrd. EUR 42,28 im Jahr 2028 führt. Deutschland bleibt ein führender Markt in der Medizintechnikbranche, dank seiner innovativen Forschung, hochmodernen Einrichtungen und starken regulatorischen Standards. Auch im Jahr 2024 bleibt der Druck auf die Medizintechnikbranche weiterhin hoch. Neben brachenübergreifenden Auflagen zur Lieferkette, Nachhaltigkeit, Cybersecurity und KI-Einsatz, kämpfen MedTech-Hersteller nach wie vor mit der Umsetzung der EU-Medizinprodukteverordnung (MDR). 6.2 UnternehmensausblickEinige der im Lagebericht enthaltenen Angaben, einschließlich der Aussagen zu künftigen Umsätzen, Kosten und Investitionsausgaben sowie zu möglichen Veränderungen in der Branche oder zu Wettbewerbsbedingungen und zur Finanzlage, enthalten zukunftsbezogene Aussagen. Die Planung beruht auf Erwartungen und Einschätzungen des Vorstands auf Basis unserer Mittelfristplanung bis einschließlich 2026. Für die Zukunft streben wir weiterhin Wachstum an. Auf Basis bekannter Kundenbedarfe plant die RAUMEDIC AG für das Geschäftsjahr 2024 eine moderate Umsatzsteigerung. Durch laufende Optimierungen der Produktions- und Geschäftsprozesse sowie durch die Auswirkungen des durchgeführten betrieblichen Effizienzprogrammes erwarten wir für 2024 ein im Verhältnis zum Umsatz steigendes operatives Ergebnis (EBIT) über dem Niveau des Vorjahres. Wir setzen außerdem auch zukünftig auf Forschung und Entwicklung, dies im Wesentlichen, um die erhöhten Neuentwicklungen und Neuprojekte sowie das Thema Medical Device Regulation (MDR) begleiten zu können. Sich stetig verändernde Rohstoff-, Energie- und Marktpreise sowie Engpässe in der Rohstoffverfügbarkeit werden Einfluss auf die EBIT-Situation 2024 nehmen. Gegenüber dem Vorjahr rechnen wir für 2024 mit steigendem Cash-Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit. Aufgrund der verschiedenen globalen Krisen und der sich dadurch ergebenden Veränderungen bezüglich Lieferketten und Rohstoffverfügbarkeiten könnte dies zu einer weiteren Belastung von Working Capital bzw. Cash-Flow führen. Durch die Umsetzung der in den Vorjahren gestarteten Strukturinvestitions-Projekten sowie deren positivem Einfluss auf Produktions-Kapazitäten planen wir für das Jahr 2024 mit einem positiven Free Cash-Flow. In Abstimmung mit dem Gesellschafter soll die notwendige Finanzierung für die nächsten Jahre über Intercompany-Darlehen der Muttergesellschaft gedeckt werden. 7 Angaben zur FrauenförderungDer Aufsichtsrat der Gesellschaft RAUMEDIC AG hat durch Beschluss vom 19. Oktober 2023 gemäß § 111 Abs. 5 Satz 1 AktG beschlossen, dass innerhalb der nächsten fünf Jahr die Zielgröße für den Frauenanteil im Aufsichtsrat der RAUMEDIC AG 20% beträgt. Die Zielgröße wurde bereits erreicht und darf nicht mehr unterschritten werden. Der Aufsichtsrat der Gesellschaft RAUMEDIC AG hat durch Beschluss vom 19. Oktober 2023 gemäß § 111 Abs. 5 Satz 1 AktG beschlossen, dass innerhalb der nächsten fünf Jahre die Zielgröße für den Frauenanteil im Vorstand der RAUMEDIC AG 20% beträgt. Die Zielgröße wurde bisher noch nicht erreicht und soll vor allem im Zuge einer eventuellen Nachfolgeregelung oder Erweiterung des Vorstands zum Tragen kommen. Der Vorstand hat am 18. März 2024 gemäß § 76 Abs. 4 Satz 1 AktG beschlossen, für den Frauenanteil in beiden Führungsebenen unterhalb des Vorstandes der Gesellschaft eine Zielgröße von 20% festzulegen. Diese Zielgröße darf nicht mehr unterschritten werden. Der Erreichungszeitraum wird auf fünf (5) Jahre festgesetzt. 8 NachtragsberichtWir verweisen hierzu auf die Ausführungen im Anhang. Schlusserklärung zum Bericht des Vorstands über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen gemäß § 312 AktG Die REHAU Verwaltungszentrale AG in Muri bei Bern in der Schweiz ist alleiniger Anteilseigner der RAUMEDIC AG. Im Verhältnis zueinander gilt somit nach § 17 AktG die RAUMEDIC AG als abhängiges Unternehmen und die REHAU Verwaltungszentrale AG als herrschendes Unternehmen. Ein Beherrschungs- oder Gewinnabführungsvertrag besteht bzw. bestand mit der unmittelbar herrschenden Gesellschaft nicht. Der Vorstand der RAUMEDIC AG hat daher gemäß § 312 AktG einen Bericht des Vorstands über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgestellt, der die folgende Schlusserklärung enthält: "Abschließend erklären wir, dass dieser Bericht alle uns bekannten berichtspflichtigen Geschäfte vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 enthält und die Gesellschaft bei jedem in diesem Abhängigkeitsbericht aufgeführten Rechtsgeschäft nach den Umständen, die uns in dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem das Rechtsgeschäft vorgenommen wurde, eine angemessene Gegenleistung erhalten hat. Berichtspflichtige Rechtsgeschäfte mit Dritten oder andere Maßnahmen auf Veranlassung oder im Interesse der REHAU Verwaltungszentrale AG, Muri (Schweiz), oder eines mit ihr verbundenen Unternehmen wurden weder getroffen noch unterlassen."
Münchberg, 26. März 2024 Der Vorstand Stefan Seuferling, Vorsitzender Klaus Schabert Thomas Knechtel Dr. Robert Schilling Bilanz zum 31. Dezember 2023AKTIVA
Gewinn und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 2023A Allgemeine AngabenDie RAUMEDIC AG hat ihren Sitz in Münchberg und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Hof (HR B Reg.Nr. 3643). Die RAUMEDIC AG ist zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 HGB. Beim Jahresabschluss der RAUMEDIC AG, Münchberg, werden die Vorschriften der §§ 242 ff. und 264 ff. HGB und die ergänzenden Vorschriften des AktG angewendet. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr. B Angaben zu Bilanzierungs-, Bewertungs- und Ausweismethoden und Erläuterungen zu Posten der Bilanz und der GuV1. Angaben zu den Bilanzierungs-, Bewertungs- und AusweismethodenEntgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten aktiviert und ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer entsprechend linear, im Zugangsjahr zeitanteilig, abgeschrieben. Sachanlagen sind mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten aktiviert und ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer (1 bis 50 Jahre) entsprechend linear abgeschrieben. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgen zeitanteilig. Soweit die beizulegenden Werte einzelner Vermögensgegenstände ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen. Anschaffungs- oder Herstellungskosten von abnutzbaren beweglichen Vermögensgegenständen des Anlagevermögens, die zu einer selbstständigen Nutzung fähig sind, werden im Wirtschaftsjahr der Anschaffung, Herstellung oder Einlage in voller Höhe als Abschreibung erfasst, wenn die Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um einen darin enthaltenen Vorsteuerbetrag, für das einzelne Anlagegut EUR 800 nicht übersteigen. Der Einfluss der geringwertigen Anlagegüter auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage ist nicht wesentlich. Geleistete Anzahlungen wurden zum Nennbetrag angesetzt. Etwaige Investitionszuschüsse aus zurückliegenden Geschäftsjahren vor 2012 wurden gegen die Anschaffungskosten gerechnet und vermindern so die Abschreibungsbasis. Die Vorräte sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und unter Berücksichtigung des strengen Niederstwertprinzips bewertet. Zudem wurden alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und/oder niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, durch angemessene Wertabschläge berücksichtigt. Die fertigen und unfertigen Leistungen und Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten bewertet. Die Herstellungskosten enthalten neben den Materialeinzel- und Materialgemeinkosten die Fertigungseinzel- und Fertigungsgemeinkosten sowie den Werteverzehr des Anlagevermögens. Aufwendungen der allgemeinen Verwaltung und für freiwillige soziale Leistungen sowie für betriebliche Altersversorgung wurden aktiviert, soweit sie dem Produktionsprozess zugeordnet werden konnten. Geleistete Anzahlungen wurden zum Nennbetrag angesetzt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zu Nennwerten angesetzt. Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden grundsätzlich mit dem Kurs zum Zeitpunkt der Erstverbuchung erfasst. Forderungen in Fremdwährungen mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr sind mit dem Devisenkassamittelkurs per 31. Dezember 2023 bewertet. Erkennbaren Risiken wird durch Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos ist eine angemessene Pauschalwertberichtigung von 0,8% (VJ 1,1%) auf den Bestand der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gebildet. Davon Angaben zu den Forderungen gegen / Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen:
Die flüssigen Mittel sind zum Nennwert am Bilanzstichtag angesetzt. Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert. Für den 2015 fertiggestellten Bau eines weiteren Produktions- und Verwaltungsgebäudes am Standort in Münchberg wurden öffentliche Zuschüsse gewährt. Die Verrechnung dieser Zuschüsse erfolgte nach dem Bruttoprinzip. Der noch nicht verrechnete Betrag wird als Sonderposten für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen ausgewiesen. Für den Neubau einer weiteren Produktionsstätte am Standort in Münchberg, die Anfang 2024 fertiggestellt werden soll, wurden bereits 2022 öffentliche Zuschüsse vereinnahmt, die ebenfalls unter dem Sonderposten ausgewiesen werden. Die Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Die Pensionsrückstellungen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnung nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) unter Berücksichtigung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Heubeck und unter Zugrundelegung eines Zinssatzes von 1,82% p.a. bewertet (VJ 1,78%). Der Zinssatz entspricht dem von der Deutschen Bundesbank bekannt gegebenen durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre bei einer Restlaufzeit der Pensionsverpflichtungen von 15 Jahren. Bei der Ermittlung der Rückstellungen für Pensionen wurden jährliche Lohn- und Gehaltssteigerungen von 2,25% und Rentensteigerungen von jährlich 1,00% zugrunde gelegt. Bei der Fluktuation werden alters- und geschlechtsabhängige relative Austrittshäufigkeiten berücksichtigt. Die Rückstellungen für Jubiläumsverpflichtungen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnung nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) unter Zugrundelegung eines Zinssatzes von 1,74% p.a. bewertet (VJ 1,44%). Der Zinssatz entspricht dem von der Deutschen Bundesbank bekannt gegebenen durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre bei einer Restlaufzeit von 15 Jahren. Bei der Ermittlung der Rückstellungen für Jubiläumsverpflichtungen wurden jährliche Lohn- und Gehaltssteigerungen von 2,25% zugrunde gelegt. Bei der Fluktuation werden alters- und geschlechtsabhängige relative Austrittshäufigkeiten berücksichtigt. Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden grundsätzlich mit dem Kurs zum Zeitpunkt der Erstverbuchung erfasst. Verbindlichkeiten in Fremdwährungen mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr sind mit dem Devisenkassamittelkurs per 31. Dezember 2023 bewertet. Erhaltene Anzahlungen werden zum Nennwert angesetzt. Als passive Rechnungsabgrenzungsposten werden Einnahmen ausgewiesen, die erst in einer Folgeperiode zu Erträgen führen. Latente Steuern werden auf die Unterschiede in den Bilanzansätzen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz angesetzt, sofern sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. 2. Erläuterungen der BilanzDer Berechnung der latenten Steuern liegt ein effektiver Steuersatz von 28,41% zugrunde (15,83% für die Körperschaftsteuer einschließlich Solidaritätszuschlag und 12,58% für die Gewerbesteuer), der sich voraussichtlich im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen ergeben wird. Der Steuersatz für die Gewerbesteuer ergibt sich aus dem durchschnittlichen Gewerbesteuerhebesatz von 359,47%. Der in der Bilanz gesondert ausgewiesene Posten Aktive latente Steuern resultiert im Wesentlichen aus den temporären Differenzen zu den Pensionsverpflichtungen mit TEUR 696 (VJ TEUR 741), der Rückstellung für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften mit TEUR 21 (VJ TEUR 10) und der Rückstellung für Jubiläen mit TEUR 231 (VJ TEUR 213). Das gezeichnete Kapital per 31. Dezember 2023 in Höhe von TEUR 6.100 ist unverändert gegenüber dem Vorjahr in 6.100.000 stimmberechtigte nennwertlose Stückaktien eingeteilt. Dies entspricht einem rechnerischen Wert von je EUR 1,00 pro Aktie. Gemäß dem Beschluss der Hauptversammlung zur Verwendung des Bilanzgewinnes 2022 wurde 2023 keine Dividende ausgeschüttet und es wurden TEUR 7.974 in die anderen Gewinnrücklagen eingestellt. Gemäß § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB sind Altersversorgungsverpflichtungen ( Rückstellungen für Pensionen) unter Zugrundelegung des durchschnittlichen Marktzinssatzes der vergangenen zehn Geschäftsjahre zu bewerten. Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 HGB beträgt zum 31. Dezember 2023 TEUR 74 (VJ TEUR 347). Damit ist die Rückstellung für Pensionen unter dem Bewertungsansatz, der sich zum 31. Dezember 2023 bei Anwendung des Sieben-Jahres-Durchschnittzinssatzes ergeben hätte. Der Unterschiedsbetrag zum 31. Dezember 2023 in Höhe von TEUR 74 unterliegt einer Ausschüttungssperre gemäß § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB. Bei den sonstigen Rückstellungen sind die für Sonderzahlungen an Mitarbeiter, Restrukturierungsaufwendungen, Bonuszahlungen an Kunden und Rückstellung für Jubiläumsaufwendungen am höchsten dotiert. Im Geschäftsjahr 2023 hat sich ein Kunde mit TEUR 308 zur Fertigung seines kundenspezifischen Produktes an einer Rohstoffbevorratung beteiligt. Die Anzahlung des Kunden zur Mitfinanzierung der Rohstoffsicherung wird dem Kunden schrittweise, im Verhältnis des Rohstoffverbrauches, zurückgegeben. In Höhe der Zahlung wurde mit dem Kunden eine Sicherungsübereignung am Rohstoff vereinbart. Per 31. Dezember 2023 war noch ein Betrag von TEUR 106 offen. Der in der Bilanz gesondert ausgewiesene Posten Passive latente Steuern beruht im Wesentlichen auf den temporären Differenzen im Anlagevermögen. Unterschiede bei der Bewertung der Gebäude TEUR 347 (VJ TEUR 316) und der Bewertung von Anlagen, Maschinen und Betriebs- und Geschäftsausstattung gesamt TEUR 962 (VJ TEUR 639). 3. Erläuterungen der GuVDie Umsatzerlöse im Geschäftsjahr 2023 erreichten TEUR 187.239 (VJ TEUR 173.309). Die Umsatzerlöse teilen sich auf die beiden Bereiche OEM Products (OEM) und Clinical Products (CL) auf:
Die regionale Gliederung der Umsätze ergibt folgende Verteilung:
Zusammen mit der Zunahme der Bestände von fertigen und unfertigen Erzeugnissen und den aktivierten Eigenleistungen stieg die Gesamtleistung um +7,14% von TEUR 179.511 auf TEUR 192.324. Das Rohergebnis nach dem Gesamtkostenverfahren stieg ebenfalls um +8,77% von TEUR 108.274 auf TEUR 117.768. Die Erhöhung des Personalaufwands auf TEUR 68.793 (VJ TEUR 61.001) ist hauptsächlich auf weitere Personaleinstellungen, vornehmlich Planstellenbesetzungen, im Bereich der Verwaltung und Werke, linearen und individuellen Lohn- bzw. Gehaltserhöhungen zurückzuführen sowie aus Auszahlung einer Inflationsausgleichsprämie. Weiterhin wurden TEUR 1.757 für Abfindungen und Lohnfortzahlungen während der Freistellung im Rahmen eines betrieblichen Effizienzprogrammes zurückgestellt. Die Reduzierung der sonstigen betrieblichen Aufwendungen auf TEUR 26.519 (VJ TEUR 27.534) ergibt sich aus genereller Reduzierung bei fast allen Aufwandspositionen, wobei die höchsten Reduzierungen bei Aufwendungen für Reiseaufwendungen (TEUR -324), Aufwendungen für Ausgangsfracht (TEUR -342) und Werbung (TEUR -218) lagen. Das Betriebsergebnis in Höhe von TEUR 14.146 liegt um TEUR +1.751 über Vorjahr (VJ TEUR 12.395). Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag in Höhe von TEUR 2.965 (VJ TEUR 3.631) beinhalten in der Summe einen aperiodischen Steuerertrag für Vorjahre von TEUR 728 und einen Aufwand aus der Veränderung bilanzierter latenter Steuern in Höhe von TEUR 427. Der Jahresüberschuss liegt mit TEUR 9.984 um +25,20% über dem des Vorjahres (TEUR 7.974). C Ergänzende AngabenSonstige finanzielle Verpflichtungen im Sinne des § 285 Nr. 3a HGB bestehen in folgender Höhe:
Die Verpflichtungen bestehen für Kraftfahrzeug- und IT Ausrüstungs-Leasingverträge und für Raum- und Gebäudemieten. Im Durchschnitt des Jahres 2023 waren 582 Mitarbeiter im Lohn- und 458 im Angestelltenverhältnis beschäftigt. Für die Prüfung des Jahresabschlusses 2023 wurde Deloitte GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft als Abschlussprüfer bestellt. Im Geschäftsjahr 2023 sind als Aufwand für das Gesamthonorar des Abschlussprüfers erfasst:
Auswirkungen von Pillar II Der Bundesrat hat am 15. Dezember 2023 dem Gesetz zur Umsetzung der Richtlinie (EU) 2022/2523 des Rates zur Gewährleistung einer globalen Mindestbesteuerung und weiterer Begleitmaßnahmen (MinStG) i.d.F. der Beschlussempfehlung des Finanzausschusses des Deutschen Bundestages (Drucksache 20/9190) zugestimmt. Das Gesetz trat am 28. Dezember 2023 mit Wirkung für alle nach dem 30. Dezember 2023 beginnenden Geschäftsjahre in Kraft. Gemäß dieser Gesetzgebung muss der sog. Gruppenträger in Deutschland eine zusätzliche Steuer auf die Gewinne der Mindeststeuergruppe zahlen, die mit einem effektiven Steuersatz von weniger als 15% besteuert werden. Nach ersten Berechnungen ausgehend vom Country-by-Country-Reporting für den REHAU-Konzern gehen wir davon aus, dass die deutschen Gruppengesellschaften von den befristeten Übergangsregelungen (§§ 84 ff MinStG) Gebrauch machen werden und zunächst keiner Ergänzungssteuer unterliegen. Der Konzern ist derzeit dabei, seine Einschätzung hinsichtlich der Auswirkungen der Gesetzgebung nach deren Inkrafttreten weiter zu vertiefen. Aufgrund der Komplexität der Anwendung der Gesetzgebung sind die quantitativen Auswirkungen noch nicht zuverlässig abschätzbar. Selbst für Gesellschaften mit einem Effektivsteuersatz von über 15% könnten sich daher steuerliche Auswirkungen durch die Neuregelung ergeben. ErgebnisverwendungsvorschlagDer Vorstand schlägt vor, den Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2023 in Höhe von TEUR 9.984 wie folgt zu verwenden: Keine Ausschüttung einer Dividende und damit Einstellung der gesamten TEUR 9.984 in die freien Rücklagen. Nachtragsbericht Ereignisse nach dem Bilanzstichtag mit Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben sich nicht ergeben. D Beziehungen zu verbundenen und BeteiligungsunternehmenDie REHAU Verwaltungszentrale AG mit Sitz in Muri bei Bern / Schweiz hat uns gemäß §§ 20 Abs. 4, 21 Abs. 2 AktG mitgeteilt, dass ihr aufgrund des Erwerbs im Zusammenhang mit dem im September 2019 zwischen der MERAXIS AG (vormals REHAU GmbH) und der REHAU Verwaltungszentrale AG geschlossenen Abtretungsvertrags sämtliche Aktien an unserer Gesellschaft und somit eine Mehrheitsbeteiligung gehört. Der Jahresabschluss der Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der REHAU Verwaltungszentrale AG, Muri (Schweiz), für den kleinsten Kreis und in den Konzernabschluss der WAGNER GENERATIONS AG mit Sitz in Muri (Schweiz), für den größten Kreis einbezogen. Die Konzernabschlüsse sind nach Schweizer Obligationenrecht nicht offenzulegen. E Angaben zu GesellschaftsorganenDer Vorstand war während des Geschäftsjahres besetzt mit
Die Gesamtvergütung für die Vorstände betrug im Geschäftsjahr 2023 insgesamt TEUR 1.680. Zudem bestanden Pensionsverpflichtungen gegenüber ehemaligen Vorstandsmitgliedern in Höhe von TEUR 239 (VJ TEUR 241). Der Aufsichtsrat war besetzt mit:
Die Vergütung für die Mitglieder des Aufsichtsrates betrug 2023 insgesamt TEUR 204.
Münchberg, 26. März 2024 Der Vorstand Stefan Seuferling, Vorsitzender Klaus Schabert Thomas Knechtel Dr. Robert Schilling Anlagenspiegel zum 31.12.2023
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die RAUMEDIC AG, Münchberg Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der RAUMEDIC AG, Münchberg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der RAUMEDIC AG, Münchberg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Die im Abschnitt 7 des Lageberichts enthaltene Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für das Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteil zum Jahresabschluss und unser eingeschränktes Prüfungsurteil zum Lagebericht zu dienen. Sonstige Informationen Die gesetzlichen Vertreter bzw. der Aufsichtsrat sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die in Abschnitt 7 des Lageberichts enthaltene Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote). Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Nürnberg, den 26. März 2024 Deloitte
GmbH
Franz Klinger, Wirtschaftsprüfer Stefan Otto, Wirtschaftsprüfer Der Jahresabschluss wurde am 14. August 2024 festgestellt. BERICHT DES AUFSICHTSRATESDer Aufsichtsrat kam bei seiner Prüfung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr 2023, bei der Prüfung des Lageberichtes sowie der Prüfung des Vorschlages zur Verwendung des Bilanzgewinns zu folgendem Ergebnis: 1. Vom Jahresüberschuss für das Geschäftsjahr 2023 in Höhe von 9.984.426,98 EUR soll keine Dividende ausgeschüttet werden. Der gesamte Betrag soll in die freie Gewinnrücklage eingestellt werden. 2. Der Aufsichtsrat hat die Geschäftsführung durch Stichproben über das gesamte Geschäftsjahr hinweg geprüft. 3. Der Aufsichtsrat schließt sich den Prüfungsergebnissen der Prüfungsgesellschaft Deloitte GmbH an. 4. Nach abschließender Prüfung wird festgestellt, dass seitens des Aufsichtsrats keine Einwendungen erhoben werden und der vom Vorstand aufgestellte Jahresabschluss 2023 gebilligt wird. 5. Der Aufsichtsrat schlägt vor, die Deloitte GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft in Nürnberg zum Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2024 zu wählen.
Helmbrechts, den 14.08.2024 gez. Jürgen Werner, Aufsichtsratsvorsitzender |
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