Vosseler Umformtechnik GmbH
Kaltenbronner Weg 7, 98646 Hildburghausen, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Markus Hummel seit 9.6.2023 | Geschäftsführer |
Isabel Sophie Vosseler seit 1.3.2021 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich BerechtigteBeta
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Identifizierte Personen (2)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 99.10% | |
| 0.90% |
GesellschafterBeta
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
2 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Vosseler Umformtechnik GmbHHildburghausenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2022AKTIVA
PASSIVA
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2022
ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2022I. ALLGEMEINE ANGABEN ZUM JAHRESABSCHLUSS Die Vosseler Umformtechnik GmbH mit Sitz in Hildburghausen ist im Handelsregister des Amtsgerichts Jena unter der Nummer HRB 303 055 eingetragen. Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer kleinen Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 I HGB auf. Der vorliegende Jahresabschluss ist unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewendeten Gliederungs- und Bewertungsgrundsätzen freiwillig nach den für mittelgroße Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt (§§ 265 I, 266 ff. HGB). II. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN Die immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen über ihre voraussichtliche Nutzungsdauer bewertet. Die Sachanlagen werden entsprechend den betriebsindividuellen Nutzungsdauern, die den steuerlichen Sätzen angelehnt sind, linear und planmäßig abgeschrieben. Die betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern liegen hierbei zwischen 1 und 33 1/3 Jahren. Geringwertige Wirtschaftsgüter bis 800 EUR werden im Jahr des Zugangs in voller Höhe abgeschrieben. Die Vorräte sind mit den Anschaffungskosten bzw. Herstellkosten im Sinne von § 255 II HGB bewertet. In keinem Fall wurden Zinsen in die Herstellungskosten einbezogen. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind auf der Basis der aktivierungspflichtigen Herstellungskosten bewertet, wobei neben den direkt zurechenbaren Materialeinzel- und Fertigungseinzelkosten auch angemessene Teile der notwendigen Materialgemein- und Fertigungsgemeinkosten, der angemessenen Kosten der allgemeinen Verwaltung und der Wertverzehr des Anlagevermögens berücksichtigt wurden. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und die Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind mit dem Nennbetrag unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Für den durchschnittlichen Skontoaufwand ist eine Pauschalwertberichtigung und daneben für Posten, mit deren Eingang nicht mehr oder nur teilweise zu rechnen ist, sind Einzelwertberichtigungen in Höhe des Ausfallrisikos gebildet worden. Die sonstige Vermögensgegenstände sind mit den Nennbeträgen angesetzt. Guthaben bei Kreditinstituten werden zu Nominalwerten angesetzt (§ 253 I HGB). Mit dem Nennbetrag ist auch der Kassenbestand angesetzt. Bei den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, soweit sie Aufwand für eine bestimme Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen, ausgewiesen. Latente Steuern werden insbesondere für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen der Pensionsrückstellung ermittelt. Die Bewertung der temporären Differenzen erfolgt mit dem für das Geschäftsjahr geltenden Steuersatz für Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag und Gewerbesteuer in Höhe von insgesamt 29,66 %. Eine sich insgesamt ergebende Steuerbelastung würde in der Bilanz als passive latente Steuer angesetzt werden. In 2022 ergab sich ein Überhang an aktiven latenten Steuern. Dieser wurde in Ausübung des Wahlrechts nach § 274 I S. 2 HGB nicht aktiviert. Zur Ermittlung der Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurde das Teilwertverfahren (Anwartschaftsdeckungsverfahren) angewandt. Für die Berechnung wurden folgende Annahmen getroffen: Zinssatz: 1,78 %, Rententrend 2,0 %; zu Grunde gelegte Sterbetafel: Richttafel 2018 G von Klaus Heubeck. Bei der Pensionsrückstellung ergibt sich zwischen dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren ein Unterschiedsbetrag im Geschäftsjahr 2022 in Höhe von TEUR 7. Der Jahresabschluss wurde hinsichtlich dieses ausschüttungsgesperrten Betrags ohne Berücksichtigung einer Abführungssperre aufgestellt. Unter den sonstigen Rückstellungen sind alle im Zeitpunkt der Bilanzerstellung erkennbaren Risiken und der Höhe nach ungewisse Schulden mit Beträgen berücksichtigt und bewertet, wie sie nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig sind (§ 253 I 2 HGB). Die Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag bilanziert (§ 253 I S. 2 HGB). Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung werden mit dem Kurs für den Tag des Geschäftsvorfalls bewertet. Forderungen werden gegebenenfalls mit dem niedrigeren Geldkurs am Bilanzstichtag, Verbindlichkeiten mit dem höheren Briefkurs am Bilanzstichtag angesetzt. Die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden konnten im Wesentlichen übernommen werden. III. ANGABEN ZUR BILANZ Die Entwicklung des Anlagevermögens (Anlagenspiegel) ist nachfolgend (Anlage A) dargestellt. Hieraus ergeben sich auch die Abschreibungen des Geschäftsjahres (§ 268 II HGB). Von den Forderungen gegen verbundene Unternehmen entfallen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen EUR 162.009,91 (Vorjahr: EUR 93.575,12). Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen i. H. v. EUR 211.614,56 Forderungen gegen Gesellschafter (Vorjahr: EUR 157.499,11). Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben in Höhe von EUR 80.558,46 (Vorjahr: EUR 100.000,00) eine Laufzeit von mehr als einem Jahr. Das gezeichnete Kapital beträgt DM 500.000,00. Eine Umstellung auf Euro erfolgte bislang nicht. Die sonstigen Rückstellungen betragen EUR 259.727,24 (Vorjahr: EUR 209.901,66). Es handelt sich im Wesentlichen um Rückstellungen für Personalkosten (EUR 96.800,36), Abschluss- und Prüfungskosten (EUR 66.379,45), Gewährleistungen (EUR 82.000,00) und für drohende Verluste (EUR 10.527,43). Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten (§ 268 V 1 HGB, § 285 Nr.1 und Nr. 2 HGB) ergeben sich wie folgt:
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in Höhe von TEUR 1.922 durch Grundpfandrechte, Sicherungsübereignung von Maschinen und Betriebs und Geschäftsausstattung, Raumsicherungsübereignung des Warenlagers sowie Abtretung einer Forderung besichert. Für die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen branchenübliche Eigentumsvorbehalte. Von den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen entfallen auf Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen EUR 768.172,05 (Vorjahr: EUR 834.404,64). Die Verbindlichkeiten gegen verbundene Unternehmen betreffen i. H. v. EUR 726.242,29 (Vorjahr: EUR 965.978,32) Verbindlichkeiten gegen Gesellschafter. Die sonstigen Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:
Sonstige finanzielle Verpflichtungen Es bestehen Verpflichtungen aus Miet-, Leasing- und Dienstleistungsverträgen in Höhe von TEUR 62. IV. ANGABEN GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren (§ 275 II HGB) aufgestellt. In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von EUR 626,68 (Vorjahr: EUR 299,92) enthalten. Die sonstigen Zinsen und ähnliche Erträge betreffen mit EUR 4.558,46 (Vorjahr: EUR 5.000,00) verbundene Unternehmen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von EUR 7.306,10 (Vorjahr: EUR 299,91). In der Position "Soziale Aufwendungen und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung" sind Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von EUR 11.512,91 (Vorjahr: EUR 9.925,71) enthalten. Die Zinsen und ähnliche Aufwendungen betreffen mit EUR 4.701,00 (Vorjahr: EUR 5.851,00) Zinsaufwendungen aus der Abzinsung von Pensionsrückstellungen. V. SONSTIGE PFLICHTANGABEN Im Geschäftsjahr wurden durchschnittlich 56 (Vorjahr: 57) Arbeitnehmer beschäftigt. Davon waren 45 gewerbliche Arbeitnehmer und 11 Angestellte (§ 285 Nr. 7 HGB). Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte der Gesellschaft geführt durch:
Bezüglich der Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung wurde die Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB in Verbindung mit § 285 Abs. 9 HGB in Anspruch genommen. Bedingt durch den aktuell noch andauernden Krieg in der Ukraine bestehen gewisse Unsicherheiten und Risiken für die weitere wirtschaftliche Entwicklung der Gesellschaft. Aus heutiger Sicht kann daher nicht völlig ausgeschlossen werden, dass es künftig zu Umsatzrückgängen und damit einhergehend auch zu einer Verschlechterung der Ertrags- und Liquiditätslage kommen kann. Trotz dieser Unsicherheit rechnet die Gesellschaft jedoch auch künftig mit einer ausreichenden Liquiditätsausstattung. Insofern wird bei der Bewertung der Vermögensgegenstände und Schulden unverändert von der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit ausgegangen. Zu weiteren Vorgängen und Auswirkungen im Zusammenhang mit der Ukrainekrieg verweisen wir ergänzend auf die Risikoberichterstattung im Lagebericht. § 285 Nr. 34 HGB Ergebnisverwendungsvorschlag: Die Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den Bilanzgewinn von EUR 954.985,29 auf neue Rechnung vorzutragen.
Aldingen, 9. August 2023 Vosseler Umformtechnik GmbH Isabel Vosseler, Geschäftsführerin Markus Hummel, Geschäftsführer ENTWICKLUNG DES ANLAGEVERMÖGENS IM GESCHÄFTSJAHR 2022
LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2022I. GRUNDLAGEN DER GESELLSCHAFT 1. Geschäftsmodell der Gesellschaft Die Vosseler Umformtechnik GmbH ist als Zulieferer in der Kalt- und Halbwarmumformung und CNC Bearbeitung für die Branchen Automotive, Maschinenbau und Hydraulikindustrie tätig. Die wichtigsten Produkte sind Überwurfmuttern und Sonderteile u.a. für den Karosseriebau und der Verzahnungstechnik. Die Fertigungstechnik setzt voraus, dass die zu fertigenden Teile in großen Serien am Markt benötigt werden. Die Gesellschaft ist sehr eng mit der Vosseler GmbH verbunden. Der Austausch von Erkenntnissen in der Fertigungstechnologie erzeugt über die Gesellschaften hinweg Synergieeffekte, die sich in der wirtschaftlichen Herstellung der Teile widerspiegeln. Die Vosseler Presswerkzeuge GmbH ist eine Tochter der Vosseler GmbH. Diese Verbundenheit hat den Vorteil, dass auf Jahrzehnte lange Erfahrung in der Herstellung von Presswerkzeugen zurückgegriffen werden kann. Diese Faktoren sind die Grundlage des unternehmerischen Erfolgs und ergeben Wettbewerbsvorteile gegenüber den Mitbewerbern. Ziel ist es, die Technologie in der Umformung weiterzuentwickeln und somit den Vorsprung zu halten bzw. auszubauen. Die Vosseler Umformtechnik GmbH hat das Zertifikat für Qualitätsmanagement nach IATF 16949:2016 / EN ISO 9001:2015, ein Managementsystem zum Arbeitsschutz- und Gesundheitsschutz nach OHSAS 18001:2007. 2. Zweigniederlassungen Die Vosseler Umformtechnik GmbH hat keine Zweigniederlassungen. 3. Forschung und Entwicklung Die Gesellschaft betreibt keine Forschung im eigentlichen Sinne, da auftragsbezogen gefertigt wird. In Form eines gruppenübergreifenden "Anfragemeetings" werden Entwicklungsvorhaben unserer Kunden analysiert und bewertet. Hierbei werden Trends und Marktpotentiale erkannt und einer genaueren Analyse unterzogen. Innerhalb der Konstruktionsabteilung, welche innerhalb der Vosseler Presswerkzeuge GmbH angesiedelt ist, werden angefragte Bauteile simuliert. II. WIRTSCHAFTSBERICHT 1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Das Jahr 2022 war stark geprägt von dem Ukraine-Krieg und dessen wirtschaftlichen Auswirkungen (hohe Inflation, steigende Energiepreise, etc.) auf die Wirtschaft. Die Entwicklung der Kosten bei borlegiertem Walzdraht hat sich im Jahr 2022 weiter erhöht. (Quelle: www.schraubenverband.de/downloads/Vormaterial) 2. Geschäftsverlauf a) Branchensituation und gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen Die konjunkturelle Lage in Deutschland war im Jahr 2022 aufgrund der Auswirkungen des Ukraine Krieges von hoher Inflation und somit von weiteren Preissteigerungen gekennzeichnet. Eine Weitergabe der Preiserhöhungen von unseren Lieferanten war weitestgehend möglich. Der Umsatz konnte im Jahr 2022 um 5 % auf EUR 12,2 Mio. gesteigert werden. b) Restrukturierung In 2022 wurden die im Jahr 2021 eingeleiteten Restrukturierungsmaßnahmen weiter vorangetrieben. Aufgrund der vorangetriebenen Restrukturierungsmaßnahmen konnte trotz der herausfordernden konjunkturellen Lage eine zufriedenstellende Geschäftsentwicklung der Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2022 erreicht werden. Die Vosseler-Gruppe ist mit viel Rückenwind aus dem Markt in das Jahr 2022 gestartet. Die Neubesetzung verschiedener Schlüsselpositionen (bspw. Personalabteilung, Vertrieb, Einkauf, etc.) hat die Geschäftsentwicklung bestärkt. Der Einkaufserfolg konnte im Jahr 2022 auf > 600 TEUR (gruppenüber-greifend) gesteigert werden. Aufgrund der Neuausrichtung des Vertriebs konnten verschiedene Kundenbeziehungen ausgebaut werden. Im Jahr 2022 hat die Vosseler-Gruppe das Auftragsvolumen mit Bestandskunden erhöhen und Neukunden für sich gewinnen können. Eine Weitergabe der Preiserhöhungen seitens unserer Lieferanten war weitestgehend möglich. Im 2. Quartal 2023 hat sich die wirtschaftliche Lage eingetrübt und belastet den Auftragsbestand und somit auch das Ergebnis der Vosseler-Gruppe. Um dieser negativen Entwicklung entgegenzuwirken wurden bereits geeignete Maßnahmen ergriffen, welche zu einer deutlichen Kostenreduktion führten. Darüber hinaus wurden die ersten Schritte einer standortspezifischen Strategie in die Wege geleitet, welche zu weiteren Kosteneinsparungen führen und zu einer nachhaltigen Marktposition beitragen werden. 3. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage: Darstellung, Analyse, Beurteilung a) Ertragslage Das Jahresergebnis hat sich, von einem Jahresüberschuss in Höhe von 54 TEUR im Vorjahr auf einen Jahresüberschuss in Höhe von 476 TEUR im Berichtsjahr, um 422 TEUR verbessert. Die Gesamtleistung erhöhte sich im Jahr 2022 um 13 %. Diese Steigerung ergibt sich aus einer Umsatzsteigerung i. H. v. 5 % und einer Erhöhung der Bestandsveränderung als Folge einer Vorratsproduktion aufgrund bevorstehender Energiepreiserhöhungen ab 2023. Der Materialaufwand hat sich im Jahr 2022 um 11 % erhöht. Die Erhöhung ist im Wesentlichen auf eine Steigerung der Umsätze und einer weiteren Preissteigerung des Kaltstauchdrahtes gegenüber dem Vorjahr zurückzuführen. Der Personalaufwand hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 13 % erhöht. Dies ist auf eine Neuausrichtung der Organisationsstruktur innerhalb der Vosseler Umformtechnik GmbH zurückzuführen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind gegenüber dem Vorjahr ebenfalls leicht gestiegen. b) Finanzlage Kapitalstruktur Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten. Das Unternehmen verfügt über einen solventen Kundenstamm. Kritische Kunden müssen im Voraus ihre Ware bezahlen. Daher sind Forderungsausfälle die Ausnahme. Verbindlichkeiten werden grundsätzlich innerhalb der Zahlungsfrist gezahlt. Im kurzfristigen Bereich finanziert sich das Unternehmen im Wesentlichen aus den liquiden Mitteln und über das Kontokorrent. Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein adäquates Debitorenmanagement. Größere Neu- und Ersatzinvestitionen werden über Darlehen oder Finanzierungsleasing vorgenommen. Die bestehenden Darlehen wurden weiterhin planmäßig getilgt. Die Vosseler-Gruppe verfügt über ein wöchentliches Liquiditätsreporting (13-Wochen Liquiditätsplanung), um bei eventuellen Auffälligkeiten kurzfristig Maßnahmen ergreifen zu können. Im Berichtszeitraum war die Vosseler-Gruppe durchfinanziert und auch innerhalb der 13-Wochen Liquiditätsplanung verfügt die Gruppe über ausreichend Liquidität. Investitionen Die getätigten Investitionen im Berichtszeitraum 2022 belaufen sich hauptsächlich auf die Instandhaltung des bestehenden Maschinenparks. c) Vermögenslage Das Anlagevermögen ist im Berichtsjahr leicht gesunken, da keine größeren, aktivierbaren Investitionen getätigt wurden. Die Bestände an unfertigen und fertigen Erzeugnissen sind Vergleich zum Vorjahr um 89 %, der Bestand an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe um 14 % gestiegen. Dies ist auf Vorproduktionen einiger Produkte zu noch günstigeren Stromkosten im Vergleich zu 2023 zurückzuführen. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind im Jahr 2022 um 37 % gestiegen, die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen um 14 %. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben sich im Jahr 2022 gegenüber dem Vorjahr um 91 % erhöht. Die Darlehen wurden planmäßig getilgt und reduzierten sich um 31 %. Die höheren Inanspruchnahmen der Kontokorrentlinien hatten einen gegenläufigen Effekt. Insgesamt hat sich die Bilanzsumme im Vergleich zum Vorjahr um 26 % erhöht. Die Eigenkapitalquote befindet sich mit 36 % auf Vorjahresniveau. 4. Finanzielle Leistungsindikatoren Zur Steuerung des operativen Geschäfts werden verdichtete Zahlen aus der Finanzbuchhaltung und dem ERP-System herangezogen. Grundsätzlich werden Auftragseingang, Umsatz aber auch die Liquidität überwacht und bewertet. Monatlich wird die Umsatzentwicklung und die Entwicklung des Rohergebnisses gegenüber der Planung überwacht und bewertet. Der Auftragsbestand betrug zum Jahresende EUR 6,7 Mio. (Vj. EUR 8,0 Mio.). Der Cashflow war mit -1.191 TEUR im Geschäftsjahr negativ, was unter anderem auf die hohen Kosten der Restrukturierung und einer auftragsbezogenen Vorproduktion für das Jahr 2023 zurückzuführen ist. 5. Gesamtaussage Die Geschäftsentwicklung im Geschäftsjahr 2022 wird seitens der Geschäftsleitung trotz der herausfordernden konjunkturellen Lage als zufriedenstellend eingeschätzt. Im 2. Quartal 2023 hat sich die generelle wirtschaftliche Lage eingetrübt. Innerhalb der Vosseler-Gruppe wurden geeignete Maßnahmen ergriffen, welche zu einer deutlichen Kostenreduktion führten. Die Ausarbeitung und damit einhergehende Umsetzung einer standortspezifischen Strategie wird zu einer zukünftigen positiven Geschäftsentwicklung beitragen. III. PROGNOSEBERICHT Seit dem Ausbruch des Ukraine-Krieges und die damit einhergehenden Konsequenzen (Inflation, höhere Energiekostenpreise, etc.) hat sich die Geschäftsentwicklung bereits im 2. Halbjahr 2022 eingetrübt. Das Jahr 2023 ist von Stahlpreisreduktionen aufgrund einer gesunkenen Nachfrage geprägt. Im 1. Halbjahr 2023 konnte die Vosseler-Gruppe bereits einen Einkaufserfolg von größer 600 TEUR erzielen. Mit der Einstellung eines technischen Geschäftsführers zum 1. April 2023 wird die Neuausrichtung der Vosseler-Gruppe weiter vorangetrieben. Der rückläufige Auftragsbestand belastet das Ergebnis der Vosseler Umformtechnik GmbH in 2023. Für das Jahr 2023 rechnen wir bei rückläufigen Umsätzen mit einem ausgeglichenen Ergebnis. IV. RISIKOBERICHT Das Risikomanagement hat innerhalb der Vosseler-Gruppe einen hohen Stellenwert. Als Unternehmen sind wir mit einer Vielzahl von möglichen Risiken konfrontiert, welche einen Effekt auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben können. Die Geschäftsleitung wird regelmäßig über Risiken informiert, welche die Geschäftsentwicklungen maßgebend beeinflussen könnten und steuert aktiv dagegen an. Zur Identifikation, Bewertung und Dokumentation der wesentlichen und bestandsgefährdenden Risiken verwendet unsere Gesellschaft ein Risikomanagementsystem, das durch die folgenden Prozesse gekennzeichnet ist:
Über das Berichtssystem werden alle Entscheidungsträger rasch und umfassend über den Grad der Zielerreichung sowie über Markt- und Wettbewerbsveränderungen informiert. Durch die permanente Beobachtung kritischer Erfolgsfaktoren werden Abweichungen frühzeitig erkannt, sodass entsprechende Gegenmaßnahmen eingeleitet werden können. Zur Kontrolle der wirtschaftlichen Entwicklung der Gesellschaft ist ein Planungs- und Berichtswesen mit monatlicher Analyse der Plan- und Istwerte installiert, damit frühzeitig auf Fehlentwicklungen reagiert werden kann. Risiken Neben der Gewinnung und dem Erhalt von Fachkräften sind die größten Herausforderungen der Umgang mit den Nachwehen der Corona-Pandemie und vor allem des Ukraine-Kriegs mit den steigenden Energiepreisen und Unsicherheit auf der Nachfrageseite. Die wirtschaftlichen Auswirkungen des Ukraine-Kriegs sowie die Auswirkungen des Strukturwandels in der Automobilbranche könnten zu einer Abweichung von der Prognose führen, die das Unternehmen in seiner positiven Entwicklung beeinträchtigen kann. Konjunkturelle Einbrüche oder Verschiebungen bzw. Stornierungen von Aufträgen innerhalb der Automobilindustrie können zu einer Reduktion von Kundenaufträgen führen. Um den Schwankungen innerhalb der Automobilbranche entgegenzuwirken, werden gezielt Kunden aus dem Non-Automotive aufgebaut. Liquiditätsengpässe bei unseren Kunden können zu Forderungsausfällen führen. Der Liquiditätsstatus wird auf täglicher Basis überwacht. Mittels einer 13-Wochen Liquiditätsplanung wird bei eventuellen Auffälligkeiten kurzfristig gegengesteuert. Mittels eines zweiwöchigen Mahnwesens und einer entsprechenden wöchentlichen Überwachung der Debitoren und Kreditoren wird diesem Risiko ebenfalls entgegengewirkt. Die Gesellschaft ist nicht in wesentliche Gerichts- oder Schiedsverfahren verwickelt, die einen erheblichen Einfluss auf die wirtschaftliche Lage des Unternehmens haben könnten. Wie jedes Unternehmen ist auch unsere Gesellschaft mit Gewährleistungsansprüchen konfrontiert. Zur Absicherung derartiger Risiken haben wir ausreichend Rückstellungen gebildet. Den möglichen Teil der Risiken haben wir zusätzlich durch entsprechende Versicherungen wirtschaftlich und sinnvoll abgedeckt. Weitergehende besondere Risiken, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden können, sind aus heutiger Sicht nicht erkennbar. V. CHANCENBERICHT Die größten Chancen das angestrebte Umsatzziel zu erreichen oder zu übertreffen, liegen in dem Ausbau der Non-Automotive Kunden und in der Umstellung der Fertigung bei den Premium-Herstellern in der Automotive-Branche hinsichtlich Gleichteilen. Um den Umsatzschwankungen in den letzten Jahren entgegenzuwirken ist ein Ausbau von Non-Automotive Kunden zwingend notwendig. Die Umstellung auf die Plattformfertigung führt zu einem erhöhten Bedarf an Gleichteilen, was wiederum der Fertigungstechnologie in der Umformtechnik entgegenkommt. Große Serien können in der Umformung kostengünstiger produziert werden. Materialpreissteigerungen sowie umweltpolitische Aspekte wie beispielsweise Ressourceneffizienz führen dazu, dass die Fertigungstechnologie der Massivumformung gegenüber der Zerspanungstechnologie an Attraktivität gewinnt, was sich zukünftig positiv auf die Geschäftsentwicklung auswirken wird. Trotz der in 2023 sich abzeichnenden negativen konjunkturellen Lage, überwiegen innerhalb der Vosseler-Gruppe die Chancen die Risiken. Die bereits eingeleitete Neuausrichtung der Vosseler-Gruppe führte zu einer Effizienzsteigerung innerhalb der Prozesse und zu Reduktion der Kosten. Der intensivierte Kontakt zu unseren Lieferanten und auch Kunden wird zu einer positiven Geschäftsentwicklung beitragen. Die Umsetzung einer standortspezifischen Strategie wird mittel- und langfristig weitere Kosteneinsparungen mit sich bringen und zu einer nachhaltigen Marktposition führen.
Hildburghausen, 11. August 2023 Vosseler Umformtechnik GmbH Isabel Vosseler, Geschäftsführerin Markus Hummel, Geschäftsführer Zum Zwecke der Offenlegung wird der Jahresabschluss im Rahmen der Offenlegungserleichterungen nach § 326 ff. HGB gekürzt wiedergegeben. Der nachfolgende Bestätigungsvermerk bezieht sich auf den vollständigen Jahresabschluss und Lagebericht: Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Vosseler Umformtechnik GmbH, Hildburghausen Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Vosseler Umformtechnik GmbH, Hildburghausen, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Vosseler Umformtechnik GmbH, Hildburghausen, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen."
Eislingen, 16. August 2023 ESWICON
GmbH
Holzwarth, Wirtschaftsprüfer Kottmann, Wirtschaftsprüfer |
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