Stammdaten

Register
Amtsgericht Stuttgart HRB 101925
Eingetragen
3.8.1979
Branche
Großhandel mit TabakwarenEinzelhandel mit TabakwarenGroßhandel mit Nahrungs- und Genussmitteln, Getränken und Tabakwaren, ohne ausgeprägten Schwerpunkt
Gegenstand
Gegenstand geändert; nun: Der Groß- und Einzelhandel mit Waren aller Art, insbesondere der Vertrieb von Tabakwaren und Genussmittel aller Art.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Steffen Schmitt
seit 18.12.2019
Prokura
Geschäftsführer
Thorsten Behringer
seit 21.11.2006
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.

Gesellschafter

6 Gesellschafter

GmbH-Struktur

2 von 6 angezeigt

Heilbronn
665.600 €
26.00%
Heilbronn
665.600 €
26.00%

Beteiligungen

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Dietz GmbH

Leingarten

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.07.2023 bis zum 30.06.2024

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023/2024

1. Grundlagen des Unternehmens

Die Dietz GmbH mit Sitz in Leingarten ist eine familiengeführte Tabakwarengroßhandlung mit einem Vertriebsgebiet in Nordwürttemberg und Nordbaden. Die Zweigniederlassung befindet sich in Ubstadt-Weiher bei Bruchsal. Hier ist rund ein Viertel der Belegschaft beschäftigt. Der Umsatz des Automategeschäfts verteilt sich ungefähr gleich auf die beiden Standorte. Die Gründung erfolgte im Jahr 1938 durch Otto Dietz. Das Geschäft der Gesellschaft ist der Großhandel mit Tabakwaren sowie die Aufstellung und der Betrieb von eigenen Zigaretten-Automaten. Neben der Spezialisierung auf Tabakprodukte befinden sich im Sortiment auch Rauchbedarfsartikel und Zubehör sowie Getränke und Süßwaren. Um im Wettbewerbsumfeld attraktiv zu bleiben, unterliegt das Sortiment einer ständigen Beobachtung und Optimierung. Die Kundenorientierung hat oberste Priorität. Die Belieferung der Kunden erfolgt bedarfsgerecht. Aufgrund der immer weiter steigenden Preise und der daraus resultierenden Kapitalbindung sowie der Liquiditätsstruktur der Kunden, wird die Just-in-time-Belieferung immer bedeutender. Ziel ist es, sich in einem schrumpfenden Markt gegen den steigenden Wettbewerb als starker Partner aus dem Mittelstand zu behaupten.

Die Dietz Vermögensverwaltung GmbH ist eine 100%ige Tochter der Dietz GmbH.

Das Berichtsjahr ist abweichend zum Kalenderjahr und geht vom 01.07.2023 bis zum 30.06.2024.

1. Wirtschafsbericht

1. Gesamtwirtschaftliches Umfeld

Nach der angespannten wirtschaftlichen Lage durch Corona und dem Angriffskrieg in der Ukraine, steckt die deutsche Wirtschaft in der Krise fest. Sowohl konjunkturelle als auch strukturelle Faktoren belasten die Unternehmen stark. Nach einem Rückgang um 0,3% im vergangenen Jahr wird das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt in diesem Jahr wohl nur stagnieren. Erst in den zwei kommenden Jahren wird mit einer allmählichen Erholung gerechnet. Die Wirtschaftsleistung schrumpfte im zweiten Quartal 2024 um 0,1%, nachdem sie zu Jahresbeginn noch um 0,2% zulegen konnte. Dekarbonisierung, Digitalisierung, demografischer Wandel, Corona-Pandemie, Energiepreisschock und eine veränderte Rolle Chinas in der Weltwirtschaft setzen etablierte Geschäftsmodelle unter Druck und zwingen Unternehmen, ihre Produktionsstrukturen anzupassen. Vom Strukturwandel besonders stark betroffen, ist das verarbeitende Gewerbe, welches in Deutschland einen größeren Anteil an der Wirtschaftsleistung hat. Unternehmen in allen Wirtschaftsbereichen klagen über eine hartnäckige Nachfrageschwäche. Zudem profitieren die konsumnahen Bereiche kaum von den Reallohnsteigerungen. Vielmehr halten sich die privaten Haushalte mit Ausgaben zurück und legen einen zunehmenden Teil ihrer Einkommensanstiege als Ersparnis zurück. So stieg die Sparquote in den vergangenen beiden Quartalen um 0,5 Prozentpunkte auf zuletzt 11,3% des verfügbaren Einkommens und lag damit deutlich über dem Durchschnitt der zehn Jahre vor der Corona-Pandemie (10,1%).

Die Konsumausgaben insgesamt zeigten sich im Vergleich zum Vorquartal stabil, sie nahmen preis-, saison- und kalenderbereinigt gegenüber dem 1. Quartal 2024 leicht um 0,1% zu. Zwar sank der private Konsum um 0,2%, nachdem er zum Jahresbeginn noch gestiegen war (revidiert +0,3% im 1. Quartal 2024 im Vergleich zum 4. Quartal 2023). Die Konsumausgaben des Staates stiegen hingegen deutlich um 1,0% im Vergleich zum Vorquartal.

Im Vorjahresvergleich war das BIP im 2. Quartal 2024 preisbereinigt um 0,3% höher als im 2. Quartal 2023. Preis- und kalenderbereinigt stagnierte das BIP (0,0%) zum Vorjahresquartal, da im 2. Quartal 2024 ein Arbeitstag mehr zur Verfügung stand.

Im 2. Quartal 2024 waren rund 46,1 Millionen Personen in Deutschland erwerbstätig. Nach vorläufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) stieg die Erwerbstätigenzahl im Vergleich zum Vorquartal saisonbereinigt um 54.000 Personen (+0,1%) nach einem Zuwachs von 64.000 Personen (+0,1%) im 1. Quartal 2024. Damit hat sich die Erwerbstätigkeit weiterhin positiv entwickelt.

Die Bruttolöhne und -gehälter insgesamt waren um 5,6% höher als im Jahr zuvor, da sich auch die Zahl der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer erneut leicht erhöhte. Die privaten Konsumausgaben nahmen in jeweiligen Preisen mit +3,0% zum Vorjahresquartal deutlich weniger zu als noch in den Vorquartalen. Das verfügbare Einkommen erhöhte sich um 3,9%. Die Sparquote lag im 2. Quartal 2024 mit 10,8% leicht über dem Vorjahreswert (10,2%).

Quellen:

- Destatis Pressemitteilung Nr. 314 vom 16. August 2024

- Destatis Pressemitteilung Nr. 325 vom 27. August 2024

1. Branchenspezifisches Umfeld

Im Jahr 2023 wurden in Deutschland 64,0 Milliarden Zigaretten versteuert. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, waren das 2,7% oder 1,8 Milliarden Stück weniger als im Jahr 2022. Im langfristigen Vergleich zum Jahr 1991 (146,5 Milliarden) ging der Zigarettenabsatz damit um mehr als die Hälfte zurück. Ein Hauptgrund für diesen Rückgang ist der sinkende Konsum, da immer weniger Menschen rauchen und viele Verbraucher aufgrund wirtschaftlicher Unsicherheit zu günstigeren Marken oder größeren Packungen greifen. Die steigenden Lebenshaltungskosten und Tabaksteuererhöhungen, die die Preise für Tabakwaren 2023 um etwa 8,5% erhöhten, haben ebenfalls die Nachfrage gedämpft. Der Absatz von Zigarren und Zigarillos sank im Jahr 2023 gegenüber dem Vorjahr um 9,7% auf 2,3 Milliarden Stück. Die Menge des versteuerten Tabak-Feinschnitts verringerte sich im Vorjahresvergleich um 6,0% auf 23.581 Tonnen. Der Absatz von klassischem Pfeifentabak stieg im Jahr 2023 mit 398 Tonnen deutlich um 22,6 % gegenüber dem Vorjahr. Die Menge der im Jahr 2023 versteuerten Substitute für Tabakwaren (z. B. Liquids für E-Zigaretten bzw. Verdampfer) betrug 1,2 Millionen Liter. Ein Vorjahresvergleich ist dabei nicht möglich, da Liquids erst seit dem 1. Juli 2022 der Tabaksteuer unterliegen und die abgesetzte Menge erst ab diesem Datum in die Statistik einfließt. Ein Vergleich ist somit lediglich für die zweite Jahreshälfte möglich: Demnach war die abgesetzte Menge an Tabak-Substituten im 2. Halbjahr 2023 mit 0,7 Millionen Litern um 181,1% höher als im 2. Halbjahr 2022. Der Absatz von Wasserpfeifentabak belief sich im Jahr 2023 auf 727,7 Tonnen. Dabei stieg der Absatz nach dem Ende der Abverkaufsfrist für Kleinverkaufspackungen über 25 Gramm wieder deutlich an: Während im 1. Halbjahr 2023 lediglich 304 Tonnen Wasserpfeifentabak versteuert wurden, stieg die Absatzmenge im 2. Halbjahr 2023 gegenüber der ersten Jahreshälfte um 39,7% auf 424 Tonnen. Seit dem Inkrafttreten der neuen Tabaksteuerverordnung am 1. Juli 2022 ist der Handel mit Wasserpfeifentabak in Packungsgrößen über 25 Gramm nicht mehr zulässig. Vorher versteuerte Packungen dieser Größe durften aber noch bis 30. Juni 2023 abverkauft werden.

Die Steuereinnahmen mit rund 12 Milliarden Euro sind weiterhin stabil bei einem gleichzeitigen Rückgang des annähernden Verbrauchs von Zigaretten je Einwohner von 785 auf 757 Stück. Der Anteil der Raucher in Deutschland liegt weiterhin bei rund 30%. Interessanterweise liegt der Anteil der nicht in Deutschland versteuerten Zigaretten stabil bei rund 18,7%

Die Marktanteile nach Hersteller teilen sich wie folgt auf: 24,41% Philip Morris, 17,69% Imperial Brands, 15,92% British American Tobacco, 10,54% Japan Tobacco International und 31,44% auf andere.

Insgesamt gibt es in Deutschland noch rund 140 Tabakwarengroßhändler mit 94.000 Absatzstellen und rund 231.000 Zigarettenautomaten. Der Gesamtumsatz im Tabakwarenmarkt im Vergleich von September 2022 zu September 2023 stieg um 5,4% auf 26,93 Mrd. Euro. Diese verteilen sich auf Zigarette 20,44 Mrd. Euro, Other-Tobacco-Products (Feinschnitt, Krüll usw.) 4,66 Mrd. Euro und die Next-Generation-Products (erhitzter Tabak, Kautabak, Vapes) 1,81 Mrd. Euro. Klassische Tabakwaren dominieren mit 93% Anteil weiter den Markt. Die neuartigen Tabakprodukte bauen die Umsatzbedeutung auf 7% aus. Dieses Segment verteilt sich auf 1,17 Mrd. Euro erhitzter Tabak, 0,63 Mrd. Euro E-Zigarette/Vapes und 0,01 Mrd. Euro Kautabak.

Der Trend geht nach wie vor zu großformatigen Zigarettenpackungen. So verliert der Anteil der klassischen OP-Varianten (20-21 Stück) rund 10%, ebenso die Big-Box (22-25 Stück) -23,4%. Es kommt hier zur Verschiebung zur Maxibox (26-30 Stück) +94% und einem Anteil von rund einem Drittel. Die Absatzanteile, der im Preis je Zigarette am geringsten Packungsvarianten, steigen signifikant an. Zum Ende des Berichtsjahrs beträgt der Anteil der digitalen Bezahlungen am Automaten rund 46% über den gesamten Automatenpark. Bei Automaten, welche schon mit der Möglichkeit umgerüstet sind sogar 58%. Rund 60% der Automaten haben diese Möglichkeit.

Quellen:

- Destatis Pressemitteilung Nr. 037 vom 26. Januar 2024

- Destatis Versteuerung von Tabakwaren (Zigaretten, Zigarren/Zigarillos): Deutschland, Jahre Steuerzeichen Stand: 23.09.2024

- Herstellerangaben

1. Wettbewerbsumfeld

Mit der Übernahme der Rechnungskunden der Karl Gengenbach GmbH & Co. KG in Schwäbisch Hall, konnte die Marktposition noch einmal gestärkt und das Gebiet ausgeweitet werden. Dennoch ist ein starker Wettbewerbsdruck zu spüren. Der Rohertrag lag prozentual zwar über dem Vorjahr, jedoch war der Außendienst immer wieder gezwungen, die Preise abzusenken, um dem Wettbewerbsdruck standzuhalten

1. Stärken und Schwächen des Unternehmens

Die Dietz GmbH ist in der Region Nordbaden und Nordwürttemberg ein angesehener Lieferant von Tabakwaren. Die Servicequalität liegt im Fokus. Das Unternehmen legt großen Wert auf Zuverlässigkeit und Kundennähe. Die Kunden profitieren von einem breiten Sortiment von über 3.000 Artikeln, das stets verfügbar ist.? Trotz ihrer Tradition zeigt sich das Unternehmen flexibel und innovativ, insbesondere im Umgang mit neuen Produkten wie E-Zigaretten und E-Liquids?. Die Beschaffung von Neukunden gelingt in der Regel sehr gut über den eigenen Außendienst oder Empfehlung bestehender Kunden. Durch das Wachstum der Vergangenheit kommt die Dietz GmbH räumlich immer wieder an ihre Grenzen. Ein Anbau ist hiermit in der Planung und die Baugenehmigung hierfür beantragt. Prozesse unterliegen der ständigen Optimierung. Es wird weiterhin in Digitalisierung investiert. Als Tabakwarenhändler ist das Unternehmen stark abhängig von der Tabakindustrie, einer Branche, die aufgrund zunehmender Regulierung und veränderter Konsumgewohnheiten unter Druck steht. Diese Kombination aus Tradition, Innovationskraft und Service macht Dietz zu einem wichtigen Player im regionalen Tabakwarengroßhandel, stellt sie jedoch auch vor Herausforderungen hinsichtlich der zukünftigen Marktentwicklung.

1. Geschäftsverlauf

1. Beschaffung/Absatz/Investition/Finanzierung

Als Teil der Tabacos Verbundgruppe mit über 30 Mitgliedern werden die Einkaufbedingungen zentralseitig verhandelt. Nur ein Teil der Ware wird auch über das Tabacos-Lager in Bergkamen fakturiert. Der Bezug von Ware erfolgt zum Großteil direkt bei den Herstellern. Im Berichtsjahr war die Warenversorgung größtenteils gesichert. Ein Streik bei einem bedeutenden Spediteur hatte einen Lieferverzug zur Folge. Binnen weniger Tage war dies behoben.

Der Absatz erfolgt über das Rechnungsgeschäft, also den Vertrieb an Wiederverkäufer, den direkten Absatz über die Zigarettenautomaten und seit geraumer Zeit auch über einen eigenen Endkunden-Onlineshop (www.tabakdealer.de).

Um die Zustellung zu gewährleisten, wird der Fuhrpark stets modern gehalten. Die Beschaffungszeiträume bei Fahrzeugen haben sich auch wieder etwas normalisiert

Weiterhin war die Finanzierung des Warenbestands stets gesichert über eigene Finanzmittel und ausreichende Kreditlinien.

1. Umsatz- und Ergebnisentwicklung

Der Gesamtumsatz im Berichtszeitraum hat sich mit einem Zuwachs von rund 32,66 Millionen Euro sehr positiv entwickelt (+18,88%). Der Jahresüberschuss in Höhe von 2 Millionen Euro deutlich unter dem Vorjahr und leicht hinter dem Plan. Dies ist im Wesentlichen der Kundenübernahme von Gengenbach geschuldet sowie, an den geringeren Roherträgen, höheren Kosten, sowie einer deutlichen Erhöhung der Abschreibungen (+ TEUR 560).

1. Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf und wesentliche Einflüsse

Trotz der nach wie vor schwierigen Lager der Personalbeschaffung kann das abgelaufene Geschäftsjahr als positiv betrachtet werden. Im Vergleich zu den Vorjahren lässt der Jahresüberschuss zwar nach, jedoch wurden in der Vergangenheit viele Investitionen in die Zukunft getätigt. Übernahmen Gustav Günther und Gengenbach, Modernisierung Automatenpark usw. wirken sich im Ergebnis stark aus. Zudem sind in fast allen Bereichen die Kosten stark gestiegen, insbesondere im Bereich der Personalkosten. Auch die Warenbevorratung ist mit steigender Zinsbelastung teurer geworden.

1. Lage

1. Ertragslage

1. Umsatzentwicklung nach Absatzkanal

Rechnungsgeschäft: Das Rechnungsgeschäft profitiert stark von der Übernahme aus dem Rechnungsgeschäfts der Karl Gengenbach GmbH & Co. KG. Der Zuwachs im Berichtsjahr beträgt TEUR 33.244 und liegt damit 28,4% über dem Vorjahr. Umsatzverluste konnten durch ständige Neukundenakquise kompensiert werden.

Onlinehandel: Der Onlinehandel wächst kontinuierlich und konnte um mehr als 200% gesteigert werden, der Umsatz beträgt dabei rund 1 Million Euro.

Automatengeschäft: Das Automatengeschäft war im Berichtsjahr leicht negativ. Der Rückgang um 1,19% beträgt rund TEUR 670. Dies ist zurückzuführen auf eine angespannte Situation in den Bereichen der Automatenbetreuer und der Werkstatt. Zudem wurden über 100 Geräte über die Wintermonate aufgebrochen.

1. Wesentliche Paramater der Ertragslage

Der Rohertrag hat sich im Berichtsjahr um rund 10,2% gesteigert. Dies ist größtenteils auf den starken Umsatzzuwachs zurückzuführen. Gleichzeitig hat sich aber die Handelsspanne von 7,02% auf 6,53% verschlechtert. Dies resultiert aus Preisanpassungen in Folge von Wettbewerb und weniger abgesetzten Produkten mit einer höheren Marge, wie zum Beispiel den Vapes/E-Zigaretten. Zudem wirkt sich der leichte Umsatzrückgang im Automatengeschäft auf den Gesamtrohertrag aus. Auch in diesem Bereich hat sich die Spanne insbesondere beim Hersteller, British American Tobacco deutlich verschlechtert. Der Umsatz ist um 32,66 Mio. Euro gestiegen.

Die Personalkosten stiegen in der Summe um 6%, was auf die Gehaltsanpassungen in Folge der gestiegenen Inflation zurückzuführen ist. Zudem sind in den Bereichen Fahrzeugkosten (+65 TEUR), Reparaturen und Instandhaltungen (+157 TEUR), Werbe- und Reisekosten (+89 TEUR) sowie Einstellung in die Wertberichtigung zu Forderungen (+110 TEUR), die Kosten deutlich gestiegen. Hinzu kommt eine wesentlich teurere Beschaffung von Fremdkapital bei den Banken. All diese Bestandteile wirken sich negativ auf den Ertrag aus.

Der Tod einer pensionsberechtigten Person im Berichtsjahr führte zur Auflösung der Pensionsrückstellung.

1. Auftragslage

Die Auftragslage war stets gut. In allen Monaten war ein Plus im Rechnungsgeschäft zu verzeichnen. Der Sommer ist dabei stärker ausgelastet als die kalten Jahresabschnitte.

1. Warenbestand zum Bilanzstichtag

Zum Bilanzstichtag am 30. Juni 2024 waren die Warenbestände mit 15.963 TEUR bewertet. Das sind rund 17,6% mehr als im Vorjahr.

1. Finanzlage

1. Grundlegendes Finanzierungskonzept

Die Dietz GmbH finanziert sich aus dem eigenen Cashflow. Für darüber hinaus, meist kurzfristig benötigtes Kapital, bestehen ausreichend Kreditlinien bei zwei Banken. Liquidität stand im gesamten Berichtsjahr ausreichend zur Verfügung.

1. Darstellung der Kapitalstruktur und Vermögenslage

Die Bilanzsumme steigt um 2.808 TEUR auf insgesamt 31.180 TEUR. Das Anlagevermögen erhöht sich dabei um 1.804 TEUR und das Umlaufvermögen um 911 TEUR. Auf der Passivseite erhöht sich das Eigenkapital um 974 TEUR. Die Verbindlichkeiten nehmen um 3.229 TEUR zu. Diese sind größtenteils kurzfristig und dienen der Finanzierung von Warenbeständen. Die Verbindlichkeiten mit Restlaufzeiten kleiner einem Jahr, sind kurzfristige Geldmarktdarlehen, die meist eine ein- bis dreimonatige Laufzeit haben. Insgesamt sinkt der Cashflow um 597,39 TEUR auf 4.288 TEUR. Ebenfalls sinkt die Umsatzrendite von 2,01% auf 1,32%. Die Anlagendeckung sinkt von 385% auf 304% bei einer gleichzeitigen Steigerung der Vorratsintensität von 48% auf 51%. Die Anlagenintensität steigt ebenfalls von 20% im Vorjahr auf 24% in der Berichtsperiode. Die Eigenkapitalquote sinkt von 75% auf 72% bei einer Reduzierung der Eigenkapitalrentabilität von 16,26% auf 12,13%.

1. Investitionen im Berichtsjahr

Im Berichtsjahr wurde weiterhin in die Modernisierung des Automatenparks investiert. Es wurden über 100 Automaten vom Typ MK angeschafft. Sowohl großvolumige als auch kleinere Automaten und es konnten sehr viele Geräte mit dem Modul zum kontaktlosen Bezahlen nachgerüstet werden. Zudem wurde das Rechnungsgeschäft der Firma Karl Gengenbach GmbH & Co. KG und Co. KG in Schwäbisch Hall übernommen. Die Abschreibungsquote stieg gegenüber dem 0,83% auf 0,97%

1. Prognose-, Risiko- und Chancenbericht

1. Prognosebericht

Die Tabakwarenbranche ist trotz der allgemein schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen im Berichtsjahr als krisensicher zu bezeichnen. Es ist durch die Preissteigerungen und moderaten planbaren Steuerschritte mit Umsatzzuwächsen und überdurchschnittlichen Ergebnissen zu rechnen. Eventuelle Margenkürzungen und weiter steigende Personalkosten werden das größte Risiko bleiben. Regulatorische Entwicklungen, wie die fortgesetzte Anhebung der Tabaksteuer, Werbebeschränkungen und mögliche Ausweitungen der Verbote von Menthol- und aromatisierten Tabakprodukten, werden den Markt weiterhin prägen. Die Einführung strengerer Regelungen für E-Zigaretten und andere Alternativprodukte ist ebenfalls denkbar, was das Wachstumspotenzial in diesen Bereichen hemmen könnte?. Daher bedarf es ständiger Überwachung der Prozesse, um frühzeitig etwaigen externen Faktoren entgegenzuwirken. Der traditionelle Tabakmarkt, insbesondere Zigaretten, wird weiterhin schrumpfen. Studien und Berichte zeigen, dass der Konsum von Zigaretten in Deutschland kontinuierlich zurückgeht. Diese Entwicklung wird durch den demografischen Wandel, steigende Tabaksteuern und verschärfte Anti-Raucher-Maßnahmen beschleunigt. Prognosen erwarten, dass die Nachfrage nach herkömmlichen Tabakwaren wie Zigaretten in den nächsten Jahren um 2-3% pro Jahr abnehmen könnte. Ein positiver Trend zeichnet sich im Segment der E-Zigaretten, Heat-not-Burn-Produkte und anderer alternativer Nikotinprodukte ab. Diese Produkte gewinnen besonders bei jüngeren Zielgruppen an Beliebtheit, die traditionelle Zigaretten zunehmend meiden. Großhändler, die ihr Sortiment in diese Richtung diversifizieren, könnten in den kommenden Jahren von diesem Wachstum profitieren?. Die Prognosen deuten darauf hin, dass Großhändler erfolgreich sein können, wenn sie ihre Geschäftsmodelle diversifizieren und neben Tabakwaren auch andere Produkte anbieten, z. B. Convenience-Produkte für Kioske und Tankstellen. Die Verbreitung von alternativen Nikotinprodukten wie E-Liquids, Zubehör für E-Zigaretten und sogar nikotinfreie Produkte könnte ein wichtiges Wachstumsfeld darstellen. Laut Ifo Konjunkturprognose vom 20.06.2024 ist davon auszugehen, dass die Inflationsrate weiter sinken wird, von durchschnittlich 5,9% im vergangenen Jahr auf 2,2% in diesem und 2,0 bzw. 1,9% in den nächsten beiden Jahren. Insbesondere Energie wird in den kommenden Monaten für die Verbraucher günstiger als im Vorjahr.

Quellen:

- ifo Konjunkturprognose Herbst 2024: Deutsche Wirtschaft steckt in der Krise fest

1. Risikobericht

Strengere staatliche Maßnahmen, wie Tabaksteuererhöhungen und Werbebeschränkungen, sind eine erhebliche Bedrohung. In Deutschland wurde die Tabaksteuer zuletzt 2023 erhöht, was den Preis von Tabakprodukten weiter in die Höhe trieb. Solche Maßnahmen beeinflussen den Absatz stark nachhaltig, da höhere Preise Raucher dazu veranlassen, entweder weniger zu konsumieren oder auf alternative Produkte wie E-Zigaretten oder illegale Produkte auszuweichen?. Die politische Unruhe in Deutschland sorgt weiter für Unsicherheit. Wie wird es auf nationaler Ebene mit der Politik weitergehen, wie schaut eine Bundesregierung ab 2025 aus und wie ist deren Einstellung zum Thema Tabak? Auf EU-Ebene steht die dritte Tabakproduktdirektive (TDP3) auf der Agenda. Konkrete Themen hierzu sind derzeit noch nicht öffentlich bekannt, beinhalten aber meist, die in den vorausgegangenen Direktiven nicht durchgesetzten Beschlüsse oder Verbote. Eine weitere Regulierung des Tabakwarenmarkts ist daher in den nächsten 3-5 Jahren absehbar. Die Inflation scheint langsam im Griff zu sein, dennoch haben die Arbeitnehmer durch die extremen Preissprünge Defizite in ihrem verfügbaren Einkommen. Diese werden sie bei ihrem Arbeitgeber einfordern. Es besteht weiterhin eine große Wechselbereitschaft beim Personal und es wird noch schwieriger, Personal an sich zu binden. Die Situation bei der Personalbeschaffung wird sich kurzfristig erstmal nicht verbessern. Allgemein wird mit weiteren Kostensteigerungen in allen Bereichen zu rechnen sein. Cyberkriminalität wird zudem ein immer bedrohlicheres Szenario für den Mittelstand. Um sich hiervor zu schützen sind große Investitionen in Hardware, Software und eine Versicherung notwendig. Weitere Abschreibungen durch den geplanten Anbau und weitere Investitionen in die restlichen NFC-Umbauten werden das Ergebnis die nächsten Jahre noch einmal belasten.

Zudem werden sich die Großhandlungen der Tabakbranche weiter konsolidieren. Es gibt weniger kleine und mehr große Unternehmen. So wird es zu einer veränderten Wettbewerbssituation kommen. Der zunehmende Wettbewerb durch Online-Händler und große, national agierende Unternehmen setzt den regionalen Großhandel unter Druck. Im Bereich der Zigarettenautomaten besteht zudem ein erhöhtes Beraubungsrisiko, durch die Werte im Automaten.

1. Chancenbericht

Nach wie vor hat der Mittelstand eine starke Position im Tabakwarengroßhandel. Die Flexibilität und Nähe zum Kunden sind oft entscheidend gegenüber großen national agierenden Unternehmen.

Durch den Umbau der Zigarettenautomaten auf kontaktloses Bezahlen wird die Attraktivität des Automaten weiter steigen. Es wird mit mehr Umsatz gerechnet. Zudem sinkt das Beraubungsrisiko durch insgesamt weniger Bargeld im Automaten. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit auch ungerade Geldbeträge anzubieten.

Weitere Konsolidierungen sind auch immer eine Chance, durch Übernahmen, selbst weiter zu wachsen. Teilweise wollen Kunden nicht einfach übernommen werden und wechseln dabei von sich aus zu einem dritten Lieferanten. Der Bereich des Online-Handels wird künftig mehr an Bedeutung gewinnen.

Der Anbau des Lagers wird die Prozesse in der Logistik verbessern und neue Möglichkeiten mitbringen. Es wird in Zukunft auch wieder mit einer Entspannung bei den Zinsen von Fremdkapital zu rechnen sein. Lag der Euribor zu Beginn der Berichtsperiode bei knapp 3,9%, sind es bei Lagerberichterstellung nur noch knapp 3,3%

Im Gegensatz zu (inter-)nationalen Konzernen können regionale Großhändler oft flexibler auf Krisen reagieren. Diese Agilität kann von Vorteil sein, wenn es um kurzfristige Änderungen in der Nachfrage oder neue gesetzliche Rahmenbedingungen geht, wie zum Beispiel Steuererhöhungen oder Restriktionen für Tabakprodukte. Die Chancen im regionalen Tabakwarengroßhandel liegen vor allem in der Anpassungsfähigkeit, der Kundennähe und dem gezielten Einsatz von lokalen Marktkenntnissen. Unternehmen, die sich auf Nischenprodukte und innovative Lösungen konzentrieren, können in einem sich wandelnden Marktumfeld bestehen und neue Wachstumsfelder erschließen.

1. Sonstige Angaben

Der nicht-selbstständige Standort Ubstadt-Weiher dient als Lager für die Verteilung der vorkommissionierten Automatenware an die jeweiligen Tourenfahrer, sowie zur Betreuung des Automatengeschäfts im westlichen Teil des Verkaufsgebiets.

 

Leingarten 29.09.2024

Maximilian Carle, Geschäftsführer

Handelsrecht

Aktiva

30.6.2024
EUR
30.6.2023
EUR
A. Anlagevermögen 7.362.168,23 5.558.053,32
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 2.375.989,00 1.515.701,00
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 775.988,00 1.015.700,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 1.600.001,00 1,00
3. geleistete Anzahlungen 0,00 500.000,00
II. Sachanlagen 4.755.907,22 3.889.744,90
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 447.129,90 461.745,90
2. technische Anlagen und Maschinen 3.135.819,00 2.574.921,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.075.843,00 843.078,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 97.115,32 10.000,00
III. Finanzanlagen 230.272,01 152.607,42
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 185.564,59 107.900,00
2. Beteiligungen 19.707,42 19.707,42
3. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 25.000,00 25.000,00
B. Umlaufvermögen 23.557.300,82 22.646.409,59
I. Vorräte 15.962.809,19 13.569.111,46
1. fertige Erzeugnisse und Waren 15.962.809,19 13.569.111,46
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 4.905.545,12 3.705.724,86
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.352.395,79 2.923.064,89
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 321.892,33 283.411,35
3. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 10.883,21 0,00
4. sonstige Vermögensgegenstände 1.220.373,79 499.248,62
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 2.688.946,51 5.371.573,27
C. Rechnungsabgrenzungsposten 260.059,59 166.827,60
Aktiva 31.179.528,64 28.371.290,51

Passiva

30.6.2024
EUR
30.6.2023
EUR
A. Eigenkapital 22.360.097,79 21.385.884,40
I. Gezeichnetes Kapital 2.560.000,00 2.560.000,00
II. Gewinnvortrag 17.087.123,22 15.348.361,98
III. Jahresüberschuss 2.712.974,57 3.477.522,42
B. Rückstellungen 1.040.322,00 2.360.322,70
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 0,00 423.450,00
2. Steuerrückstellungen 0,00 999.625,70
3. sonstige Rückstellungen 1.040.322,00 937.247,00
C. Verbindlichkeiten 7.778.028,85 4.624.003,41
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 5.561.596,64 1.996.525,61
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 3.465.596,64 1.525,61
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 2.096.000,00 1.995.000,00
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 667.946,61 1.108.956,94
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 667.946,61 1.108.956,94
3. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 1.255.993,57 1.134.277,96
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 1.255.993,57 1.134.277,96
4. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 5.132,27 55.984,05
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 5.132,27 55.984,05
5. sonstige Verbindlichkeiten 287.359,76 328.258,85
davon aus Steuern 51.784,05 55.549,54
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 6.796,94
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 285.359,76 326.258,85
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 2.000,00 2.000,00
D. Rechnungsabgrenzungsposten 1.080,00 1.080,00
Passiva 31.179.528,64 28.371.290,51

Angaben unter der Bilanz

1.7.2022 - 30.6.2023
EUR
ausschüttungsgesperrter Unterschiedsbetrag aus der Abzinsung von Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen 3.844,00

Gewinn- und Verlustrechnung

1.7.2023 - 30.6.2024
EUR
1.7.2022 - 30.6.2023
EUR
1. Umsatzerlöse 205.628.942,44 172.972.365,92
2. Verminderung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 272.800,31 -262.733,20
3. andere aktivierte Eigenleistungen 60.534,00 28.221,30
4. sonstige betriebliche Erträge 672.372,69 1.030.672,65
5. Materialaufwand 191.995.566,18 161.102.572,40
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 191.995.566,18 161.102.572,40
6. Personalaufwand 5.087.768,67 4.800.398,36
a) Löhne und Gehälter 4.210.721,43 3.984.033,43
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 877.047,24 816.364,93
davon für Altersversorgung 3.533,88 -34.595,12
7. Abschreibungen 1.998.347,22 1.438.517,98
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 1.998.347,22 1.438.517,98
8. sonstige betriebliche Aufwendungen 3.044.781,85 2.371.977,58
9. Erträge aus Beteiligungen 14.801,95 22.152,19
10. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 6.989,71 2.000,77
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 189.211,66 83.222,53
12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 1.061.922,34 1.024.653,08
13. Ergebnis nach Steuern 2.733.242,56 3.496.804,10
14. sonstige Steuern 20.267,99 19.281,68
15. Jahresüberschuss 2.712.974,57 3.477.522,42

Anhang

Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss zum 30.06.2024 wurde gemäß §§ 242 ff und §§ 264 ff HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.

Registerinformationen

Die Gesellschaft ist unter der Firma Dietz GmbH mit Sitz in Leingarten im Handelsregister des Amtsgerichts Stuttgart unter der Nummer HRB 101925 eingetragen.

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Das Anlagevermögen wird zu Anschaffungskosten einschließlich Nebenkosten oder Herstellungskosten (gemäß § 255 II bis III HGB) bilanziert.

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Selbst erstellte immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden nicht aktiviert.

Der aktivierte Geschäfts- oder Firmenwert wurde entsprechend seiner geschätzten Nutzungsdauer linear über einen Zeitraum von 5 Jahren abgeschrieben.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um lineare Abschreibungen entsprechend der Nutzungsdauer, im Jahr der Anschaffung zeitanteilig, vermindert. Die Herstellungskosten der Sachanlagen werden i. H. der handelsrechtlichen Untergrenze bemessen. Einbeziehungswahlrechte werden nicht ausgeübt. Auch Fremdkapitalzinsen werden nicht aktiviert.

Steuerlich sogenannte geringwertige Wirtschaftsgüter werden im Zugangszeitpunkt sofort vollständig abgeschrieben. Der in Vorjahren gebildetet Sammelposten wird pauschalierend jeweils mit 20 Prozent p.a. im Zugangsjahr und den vier darauf folgenden Jahren abgeschrieben.

Bei den Finanzanlagen werden die Anteilsrechte zu Anschaffungskosten bzw. niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt.

Die Warenvorräte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen; das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt.

Kassenbestände und Bankguthaben werden jeweils zum Nennwert angesetzt.

In den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten wurde kein Disagio einbezogen.

Die Steuerrückstellungen enthalten die noch für das abgeschlossene Geschäftsjahr nachzuzahlenden Steuern.

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Sie tragen der erwarteten Inanspruchnahme Rechnung und sind mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der sich nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung ergibt. Bei Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wird eine Abzinsung auf den Bilanzstichtag vorgenommen. Als Abzinsungssätze werden die den Restlaufzeiten der Rückstellungen entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssätze der vergangenen sieben Geschäftsjahre verwendet, wie sie von der Deutschen Bundesbank gemäß Rückstellungsabzinsungsverordnung monatlich ermittelt und bekannt gegeben werden.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Sofern die Tageswerte über den Rückzahlungsbeträgen lagen, werden die Verbindlichkeiten zum höheren Tageswert angesetzt.

Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbelastung und Steuerentlastung mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Die Aktivierung latenter Steuern unterbleibt in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts.

Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt.

Angaben zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt.

Angaben zum Anteilsbesitz

Beteiligung
%
Eigenkapital
Euro
Ergebnis 2023
Euro
Dietz Vermögensverwaltung GmbH, Heilbronn 100,00 324.636,46 44.942,42

Aufgrund der erzielten Gewinne der Dietz Vermögensverwaltungs-GmbH wurden die auf die Anschaffungskosten für diese Anteile in Vorjahren vorgenommenen außerplanmäßigen Abschreibungen rückgängig gemacht.

Aktive Rechnungsabgrenzungsposten

Ausgewiesen werden Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen. Im Wesentlichen handelt es sich um Abgrenzung von Versicherungsprämien und im Voraus bezahltem Urlaubsgeld von Mitarbeitern.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Die Rückstellung für Pensionsverpflichtungen wurde aufgrund des Ablebens der Versorgungsberechtigten im Jahr 2024 aufgelöst.

Sonstige Rückstellungen

Die Sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Rückstellungen für Personalkosten (TEuro 415), Rückstellungen für Beratungs- und Jahresabschlusskosten (TEuro 25) sowie Rückstellungen für Rückvergütungen und Provisionen (TEuro 508).

Angaben zu Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern

Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern bestehen in Höhe von TEuro 1.256 (Vorjahr TEuro 1.134).

Angabe zu Restlaufzeitvermerken

Der Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr beträgt TEuro 5.680 (Vorjahr TEuro 2.627) und mit einer Restlaufzeit von 1-5 Jahren TEuro 2.096 (Vorjahr TEuro 0).

Sicherheiten

Es bestehen Grundschulden, eine Raumsicherungsübereignung des Warenlagers sowie der Zigarettenautomaten sowie eine Globalabtretung der bestehenden und künftigen Forderungen aus Warenlieferungen.

Haftungsverhältnisse aus nicht bilanzierten Verbindlichkeiten gemäß § 251 HGB

Es bestehen Haftungsverhältnisse aus der Bestellung von Sicherheiten für Verbindlichkeiten der 100%-igen Tochtergesellschaft Dietz Vermögensverwaltungs-GmbH mit einer geringen Wahrscheinlichkeit der Inanspruchnahme. Der Betrag dieser Verbindlichkeiten beläuft sich zum Bilanzstichtag auf TEuro 1.260.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen für Miet- und Leasingverträge:

bis 1 Jahr: TEuro 159
>1 Jahr bis 5 Jahre: TEuro 48

Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Sonstige betriebliche Erträge

In diesem Posten sind im Wesentlichen verrechnete Sachbezüge aus Kfz-Gestellung sowie Erträge aus Anlagenverkäufen und der rückgängig gemachten außerplanmäßigen Abschreibung bei der Beteiligung an der Dietz Vermögensverwaltung GmbH enthalten.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

In diesem Posten sind im Wesentlichen Fahrzeugkosten sowie Kosten der Warenabgabe enthalten.

Sonstige Angaben

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Während des Geschäftsjahres waren durchschnittlich 110 Arbeitnehmer beschäftigt. Von den beschäftigten Arbeitnehmern sind 32 Teilzeitbeschäftige und 2 Auszubildende.

Organe

Geschäftsführer ist:

Maximilian Carle

Vorgänge von besonderer Bedeutung

Es gab keine wesentlichen Ereignisse nach dem Bilanzstichtag.

Vorschlag zur Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Bilanzgewinn i.H. von Euro 19.800.098 auf neue Rechnung vorzutragen.

Honorar des Abschlussprüfers

Das Honorar des Abschlussprüfers lag im abgelaufenen Wirtschaftsjahr bei TEuro 23 für Jahresabschlussprüfung und TEuro 7 für sonstige Leistungen.

historische Anschaffungs - / Herstellungskosten
1.7.2023
Euro
Zugänge
Euro
Abgänge
Euro
30.6.2024
Euro
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizensen an solchen Rechten und Werten 7.453.494,21 39.532,00 0,00 7.493.026,21
2. Geschäfts- oder Firmenwert 60.000,00 0,00 0,00 60.000,00
3. Geleistet Anzahlungen 500.000,00 1.500.000,00 0,00 2.000.000,00
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 8.013.494,21 1.539.532,00 0,00 9.553.026,21
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.462.506,90 0,00 0,00 2.462.506,90
2. technische Anlagen und Maschinen 15.314.744,09 1.600.864,51 0,00 16.915.608,60
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.418.970,91 525.678,71 219.980,04 3.724.669,58
4. Geleistet Anzahlungen und Anlagen im Bau 10.000,00 87.115,32 0,00 97.115,32
Summe Sachanlagen 21.206.221,90 2.213.658,54 219.980,04 23.199.900,40
II. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundene Unternehmen 185.564,59 0,00 0,00 185.564,59
2. Beteiligungen 19.707,42 0,00 0,00 19.707,42
3. Ausleihungen an Unternehmen mit Beteiligungsverh. 25.000,00 0,00 0,00 25.000,00
Summe Finanzanlagen 230.272,01 0,00 0,00 230.272,01
Summe Anlagevermögen 29.449.988,12 3.753.190,54 219.980,04 32.983.198,62
1.7.2023
Euro
Zugänge
Euro
Abgänge
Euro
Zuschreibung
Euro
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizensen an solchen Rechten und Werten 6.437.794,21 279.244,00 0,00 0,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 59.999,00 400.000,00 0,00 0,00
3. Geleistet Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 6.497.793,21 679.244,00 0,00 0,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.000.761,00 14.616,00 0,00 0,00
2. technische Anlagen und Maschinen 12.739.823,09 1.039.966,51 0,00 0,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.575.892,91 264.520,71 191.587,04 0,00
4. Geleistet Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Sachanlagen 17.316.477,00 1.319.103,22 191.587,04 0,00
II. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundene Unternehmen 77.664,59 0,00 0,00 77.664,59
2. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00
3. Ausleihungen an Unternehmen mit Beteiligungsverh. 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 77.664,59 0,00 0,00 77.664,59
Summe Anlagevermögen 23.891.934,80 1.998.347,22 191.587,04 77.664,59
Umbuchung
Euro
30.6.2024
Euro
30.6.2024
Euro
30.6.2023
Euro
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizensen an solchen Rechten und Werten 0,00 6.717.038,21 775.988,00 1.015.700,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 2.000.000,00 -1.540.001,00 1.600.001,00 1,00
3. Geleistet Anzahlungen -2.000.000,00 2.000.000,00 0,00 500.000,00
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 7.177.037,21 2.375.989,00 1.515.701,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 2.015.377,00 447.129,90 461.745,90
2. technische Anlagen und Maschinen 0,00 13.779.789,60 3.135.819,00 2.574.921,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 2.648.826,58 1.075.843,00 843.078,00
4. Geleistet Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 97.115,32 10.000,00
Summe Sachanlagen 0,00 18.443.993,18 4.755.907,22 3.889.744,90
II. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundene Unternehmen 0,00 0,00 185.564,59 107.900,00
2. Beteiligungen 0,00 0,00 19.707,42 19.707,42
3. Ausleihungen an Unternehmen mit Beteiligungsverh. 0,00 0,00 25.000,00 25.000,00
Summe Finanzanlagen 0,00 0,00 230.272,01 152.607,42
Summe Anlagevermögen 0,00 25.621.030,39 7.362.168,23 5.558.053,32

sonstige Berichtsbestandteile

 

Leingarten, 26.09.2024

gez. Maximilian Carle, Geschäftsführer

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 20.02.2025 festgestellt.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Dietz GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Dietz GmbH, Leingarten - bestehend aus der Bilanz zum 30. Juni 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2023 bis zum 30. Juni 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Dietz GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2023 bis zum 30. Juni 2024 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 30. Juni 2024 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2023 bis zum 30. Juni 2024 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass eine aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, ist höher als das Risiko, dass eine aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

• erlangen wir ein Verständnis von den für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollen und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit der internen Kontrollen der Gesellschaft bzw. dieser Vorkehrungen und Maßnahmen abzugeben;

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;

• beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt;

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens;

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel in internen Kontrollen, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Heilbronn, den 17. Februar 2025

HWS Heilbronn Audit GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Claudia Seybold, Wirtschaftsprüferin

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