Analytik Jena AGLiquidiert

07745 Jena, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Jena HRB 200027
Eingetragen
10.5.1990
Branche
Forschung und Entwicklung im Bereich BiotechnologieHerstellung von PrüfmaschinenGroßhandel mit chemischen Erzeugnissen
Gegenstand
Entwicklung, Produktion und Vertrieb von analytischen und bioanalytischen Instrumenten einschließlich Reagenzien, speziellen Verbrauchsmaterialien und Software, Erbringung von Dienstleistungen sowie Planung und Realisierung von Projekten.

Historie

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Beteiligungen

NameAnteil
comicon GmbHAufgelöst
50.00%
12.50%

Konzern- und Jahresabschlüsse

Analytik Jena AG

Jena

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2018 bis zum 31.12.2018

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2018

der Analytik Jena AG, Jena

1. Geschäft und Rahmenbedingungen

1.1 Geschäftstätigkeit und Geschäftsmodell

Als Entwickler und Hersteller von spezialisierten Instrumenten und Produkten für die Chemische Analytik und den Life Science Bereich positioniert sich die Analytik Jena in einem anspruchsvollen, wachsenden Technologiesegment und versorgt dabei eine Vielzahl von Anwendern in unterschiedlichen Branchen. Ihr Portfolio umfasst sowohl die klassische Analysetechnik insbesondere zur Messung von Konzentrationen von Elementen und Molekülen als auch Systeme für bioanalytische Anwendungen im Life Science-Bereich, die den hochkomplexen Analysezyklus einer Probe von der Probenvorbereitung bis zur Detektion unter Verwendung von anwenderfreundlichen, hochintegrativen Automatisierungslösungen umfassen. Serviceleistungen sowie gerätespezifische Verbrauchsmaterialien und Einwegmaterialien, wie Reagenzien oder Kunststoffartikel, komplettieren das umfangreiche Angebot der Gesellschaft.

1.2 Organisation und Gesellschaftsstruktur

Die Analytik Jena AG ist eine deutsche Aktiengesellschaft mit Sitz in Jena. Alleiniger Aktionär des Unternehmens ist die Endress+Hauser (Deutschland) AG & Co. KG, ein Tochterunternehmen der auf Prozessmesstechnik spezialisierten Schweizer Endress+Hauser Gruppe mit Sitz in Reinach.

Die Analytik Jena AG hat weltweit 15 Tochtergesellschaften. Ferner unterhält die Gesellschaft eine Betriebsstätte in der Schweiz und eine Zweigniederlassung in Überlingen.

Die 100,0 %-Beteiligung der Analytik Jena AG, die AJZ Engineering GmbH, hatte am 18. Dezember 2017 die Eröffnung des Insolvenzverfahrens über ihr eigenes Vermögen beantragt. Mit Beschluss des Amtsgerichts Gera vom 19. Dezember 2017 wurde die vorläufige Insolvenzverwaltung angeordnet und am 1. April 2018 das Insolvenzverfahren eröffnet. Am 19. November 2018 wurde die AJ Vorratsgesellschafts mbH aus dem Amtsregister Jena gelöscht. Am 4. Dezember 2018 wurde die comicon GmbH aus dem Amtsregister Hamburg gelöscht. Mit Wirkung zum 1. Januar 2018 wurde die Tochtergesellschaft Analytik Jena US Inc. auf die Tochtergesellschaft UVP LLC verschmolzen, welche gleichzeitig zu Analytik Jena US LLC umfirmiert wurde.

Die Segmentierung der globalen Marktaktivitäten erfolgt seit 2017 nach Regionen.

Zentralbereiche, wie Einkauf, Produktion, Logistik, IT, Personal, Konzernkommunikation und Marketing, Recht sowie Rechnungswesen und Controlling stellen übergreifende Funktionen sicher.

1.3 Unternehmenssteuerung auf Basis von Kennzahlen

In der zukünftigen Ausrichtung ihrer Geschäftsentwicklung bedient sich die Analytik Jena strategischer und operativer Steuerungssysteme.

Auf Basis kontinuierlicher Wettbewerbs- und Marktbeobachtungen werden die Chancen und Risiken aller Geschäftsaktivitäten beurteilt und daraus Maßnahmen zur Zielerreichung und Risikobegrenzung abgeleitet. Die strategische Planung erfolgt mit einem 3- bis 5-Jahres-Horizont, und wird mit einem detaillierten Budget für das Folgejahr hinterlegt. Die marktseitigen Rahmenbedingungen und die daraus abgeleiteten Planungsannahmen und -inhalte werden im Laufe eines Geschäftsjahres kontinuierlich überwacht und ergebnisseitig über regelmäßige Forecasts dargestellt. Um ihrer wertorientieren Strategie Rechnung zu tragen, setzt die Analytik Jena AG zur Planung, operativen Steuerung und Kontrolle der Geschäftstätigkeiten Kennzahlen ein, die im Wesentlichen finanzielle Steuerungsgrößen beinhalten. Der wesentliche Fokus liegt auf dem Wachstum der Kennzahlen Umsatz und Auftragseingang, während die operative Effizienz und Profitabilität über die Kennzahlen EBITDA (Ergebnis vor Abschreibungen, Finanzergebnis und Steuern) und EBIT (Betriebsergebnis) abgebildet werden. Die genannten Kennzahlen werden durch ein System von sie jeweils beeinflussenden Faktoren in ihrer Entwicklung betrachtet und gesteuert. Dieses System wird in 2019 überarbeitet und ergänzt.

1.4 Forschung und Entwicklung

Für die Analytik Jena AG als einem führenden Anbieter von Instrumenten für Analysenmesstechnik und Life Science sind die zielgerichteten Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten wesentliche Prämisse für einen nachhaltigen Geschäftserfolg.

Analytik Jena hat 2018 ihre ICP-MS-Lösungen (ICP-MS - Induktiv gekoppeltes Plasma-Massenspektrometer) für die Anforderungen der routinemäßigen Trinkwasseranalyse optimiert. Die ICP-MS-Systeme der PlasmaQuant MS-Serie analysieren 60 Trinkwasserproben pro Stunde auf 21 Elemente mit einer durchschnittlichen Standardabweichung von lediglich 1,5 %. Steigert sich der Durchsatz auf 82 Proben je Stunde, liegt die Rate immer noch bei hochpräzisen 2,2 %. Damit sind die Geräte wesentlich präziser als es die Methode 200.8 des Environmental Protection Agency (EPA) in den USA oder die Ratsrichtlinie 98/83/EC in Europa für die Untersuchung von Trinkwasser vorschreiben.

Mit dem novAA ® 800 präsentierte Analytik Jena auf der analytica in München ein neues Atomabsorptionsspektrometer (AAS), das die Standards für analytische Routineanwendungen ein Stück höher setzt. Dank der Verschmelzung von Flammen-, Graphitrohr- und Hydrid-Technik auf einer Plattform und einer einzigartigen Zubehörvielfalt verfügen Anwender über eine Methodenflexibilität, die im AAS-Segment ihresgleichen sucht. Das leicht zu bedienende novAA ® 800 richtet sich vor allem an produktionsnahe Labore, etwa in der Lebensmittel-, Umwelt- oder der chemischen Industrie, die routinemäßig moderate Probenmengen kosteneffizient und zuverlässig analysieren müssen. Das novAA ® 800 ist auf größtmögliche Flexibilität ausgelegt, um den Anforderungen der Zielbranchen gerecht zu werden. In der Lebensmittelindustrie können etwa Mengenelemente wie Kalzium, Eisen und Zink mit der Flammentechnik oder Spurenelemente wie Arsen und Quecksilber vollautomatisiert mittels Graphitrohr- oder Hydrid-Technik analysiert werden. Der einfache Atomisatorwechsel erlaubt Laboren, die sowohl im hohen als auch im niedrigen Konzentrationsbereich messen, zusätzliche methodische Freiheiten.

In den Forschungs- und Innovationsbereichen beschäftigte das Unternehmen zum 31. Dezember 2018 128 Mitarbeiter (Vorjahr 136). Die Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen (nach Erträgen aus erhaltenen Fördermitteln) betrugen im Geschäftsjahr 2018 12.155 Tsd. EUR (Vorjahr: 12.318 Tsd. EUR).

1.5 Akquisitionen und Investitionen sowie Desinvestitionen

Das Investitionsvolumen der Analytik Jena sank in der Berichtsperiode auf insgesamt 15.073 Tsd. EUR (Vorjahr: 21.055 Tsd. EUR). Mit 904 Tsd. EUR entfielen 6,0 % der getätigten Investitionen auf das Sachanlagevermögen (Vorjahr: 771 Tsd. EUR bzw. 3,7 %). In immaterielle Vermögenswerte investierte das Unternehmen 268 Tsd. EUR bzw. 1,8 % der gesamten Investitionen (Vorjahr: 289 Tsd. EUR bzw. 1,4 %). Die maßgebliche Reduktion der Investitionen erfolgte im Bereich der Finanzanlagen, 13.901 Tsd. EUR gegenüber 19.995 Tsd. EUR im Vorjahr. Eine wesentliche Investition in 2018 war hier eine Eigenkapitalerhöhung bei der japanischen Tochtergesellschaft, mit dem Ziel, die gegenüber der Analytik Jena dauerhaft hohen Darlehensbeträge zurückzuführen, was gleichzeitig zu Rückzahlungen bei den Ausleihungen an verbundene Unternehmen (5.313 Tsd. EUR) führte. Des weiteren wurden der Bestand an Finanzanlagen durch die Liquidation zweier nicht mehr operativer Gesellschaften sowie durch die Verschmelzung der amerikanischen Tochtergesellschaften reduziert.

1.6 Personalstrategie und Mitarbeiter

Motivierte, leistungsbereite und verantwortungsbewusste Mitarbeiter sind das wertvollste Kapital der Analytik Jena, worauf sie ihre besondere Verantwortung gegenüber ihren Beschäftigten gründet. Die Analytik Jena überprüft ihre Personalstrategien kontinuierlich und adjustiert sie gemäß aktuellen Marktgegebenheiten sowie an demographische und unternehmensinterne Entwicklungen.

Zum 31. Dezember 2018 beschäftigte die Gesellschaft insgesamt 542 Mitarbeiter, davon 18 Auszubildende (Vorjahr: 632 Mitarbeiter, davon 12 Auszubildende). Darin enthalten sind auch die vier Vorstandsmitglieder.

Neben zielgerichteten Maßnahmen zur Realisierung einer geringen Mitarbeiterfluktuation bildet die Analytik Jena als zukunftsorientiertes Unternehmen seit 1993 jedes Jahr junge Menschen aus. Im abgelaufenen Geschäftsjahr waren unternehmensweit im Durchschnitt 14 Auszubildende beschäftigt, was einer Ausbildungsquote von rund 2,5 % entspricht. Zusammen mit professionellen Personalmarketing- und -beschaffungsmaßnahmen versucht das Unternehmen auf diese Weise nachhaltig geeignetes Fachpersonal für sich zu gewinnen und langfristig an sich zu binden.

Die Personalkosten betrugen im Geschäftsjahr 2018 28.266 Tsd. EUR (Vorjahr: 28.783 Tsd. EUR). Unter Berücksichtigung von regelmäßigen Lohn- und Gehaltssteigerungen beruht der Rückgang insbesondere auf der Verlagerung von Mitarbeitern aus den Repräsentanzen der Analytik Jena AG in Peking und Bangkok in die (im Jahr 2017 gegründeten) Tochtergesellschaften.

Personalstatistiken (Kennzahlen pro Kopf)

2018 2017 2016 2015 2014 R
Durchschnittliche Anzahl Mitarbeiter (MA) 550 614 614 653 640
Umsatz je MA in Tsd. EUR 177 162 161 150 31
Personal- und Sozialaufwand je MA in Tsd. EUR 28.266 28.783 31.586 30.637 6.800
Personal- und Sozialaufwand je MA in Tsd. EUR 51 47 51 47 11

2. Wirtschaftsbericht

2.1 Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Die Weltwirtschaft ist weiterhin im Aufschwung begriffen, obgleich dieser insgesamt an Fahrt verliert und Unsicherheiten in vielen Regionen zunehmen. Dies betrifft insbesondere einige Schwellenländer, wie beispielsweise die Türkei oder Argentinien, deren finanzielle Rahmenbedingungen sich durch den Rückzug internationaler Investoren im Zuge wachsender politischer Unsicherheiten verschlechtern. Darüber hinaus schüren wachsende Handelskonflikte zunehmende Unsicherheiten. Im Resultat sind im Kalenderjahr 2018 die Unterschiede in der konjunkturellen Dynamik zwischen einzelnen Ländern wieder größer geworden. Während in den USA und in China das Wirtschafts- und Produktionswachstum anstieg, verzeichnete der Euroraum dagegen eine Konjunkturverlangsamung, die in Frankreich und in Italien besonders ausgeprägt war.

Der Welthandel dürfte im Jahr 2018 um 3,4 % wachsen und damit deutlich weniger stark als 2017. Für Deutschland wird 2018 ein Wachstum von 1,7 %, für den Euroraum von 2,1 % prognostiziert. Für die USA rechnen die Forschungsinstitute mit einem Wachstum von 2,8 %, für Japan von 1,2 % sowie für China von 6,6 %. 1

2.2 Branchenumfeld

Der weltweite Markt für analytische und Life Science-Instrumente sowie Labor-Produkte soll im Kalenderjahr 2018 um 8,6 % wachsen, die Nachfrage wird für 2018 auf insgesamt 62,5 Mrd. USD geschätzt. Damit verzeichnet die Branche die seit Jahren größte Wachstumsrate. 2 Die im deutschen Branchenverband für die Analysen-, Bio- und Labortechnik organisierten 330 Unternehmen erwirtschafteten in 2017 einen Umsatz in Höhe von 8,7 Mrd. EUR. Das sind 11,0 % mehr als im Vorjahr. Für das Kalenderjahr 2018 erwartet Spectaris ein Wachstum in ähnlicher Größenordnung. Das Inlandsgeschäft wuchs 2017 um 14,5 %. Die Branche generierte im Export ein Umsatzplus von 7,9 %. 3

1 Herbstgutachten 2018 der Wirtschaftsforschungsinstitute. 27. September 2018
2 Instrument Business Outlook (IBO), Volume 27, Number 19, January, 2019
3 Pressemitteilung "Deutsche Labor-Industrie erwirtschaftet Umsatzplus von elf Prozent" vom 10.04.2018, www.spectaris.de

2.3 Geschäftsverlauf

Entgegen der expansiven Branchenentwicklung verzeichnete die Analytik Jena AG in 2018 - wie auch in den vergangenen Geschäftsjahren - eine stagnierende Geschäftsentwicklung und blieb damit hinter ihren Erwartungen zurück. Entgegen der Planung konnte das Unternehmen kein Umsatzwachstum erzielen, was neben weiterhin bestehenden Effizienzrückständen zu erheblichen Verlusten führte. Insgesamt befindet sich die Analytik Jena-Gruppe damit nach wie vor in einer unbefriedigenden geschäftlichen Situation, der sie im Folgejahr durch einen angepassten strategischen Ansatz, eine Ergänzung und Überarbeitung des Produktportfolios sowie nachhaltige Maßnahmen zur Effizienzsteigerung begegnen wird.

2.4 Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Umsatzentwicklung

Die Umsatzerlöse der Analytik Jena fielen mit 97.220 Tsd. EUR deutlich unter den Vorjahreswert (99.332 Tsd. EUR). Die beiden größten Absatzmärkte DACH (Deutschland, Österreich, Schweiz), mit einem Umsatz von 26.786 Tsd. EUR (Vorjahr: 27.050 Tsd. EUR) und CHINA, Umsatz in Höhe von 31.116 Tsd. EUR (Vorjahr: 31.244 Tsd. EUR), verzeichneten nur leichte Umsatzrückgänge. Dagegen sorgten in der Region EMEA (Europa, Mittlerer Osten, Afrika) Handelssanktionen und politische "Verstimmungen" für einen 14,1 %igen Abfall der Umsätze auf 19.834 Tsd. EUR (Vorjahr: 23.099 Tsd. EUR). In der Region AMERICAS (Nord- und Südamerika) konnten dagegen deutliche Umsatzsteigerungen auf insgesamt 9.306 Tsd. EUR (Vorjahr: 8.011 Tsd. EUR) realisiert werden. Die Region APAC (Asien und pazifischer Raum) entwickelte sich mit 10.178 Tsd. EUR leicht positiv (Vorjahr: 9.928 Tsd. EUR). Insgesamt lag damit die Umsatzentwicklung hinter den Erwartungen der Gesellschaft zurück, die von einem Umsatzanstieg im einstelligen Prozentbereich ausgegangen war.

Insgesamt exportierte die Gesellschaft Waren mit einem Wert von 75.792 Tsd. EUR (Vorjahr: 76.061 Tsd. EUR) ins Ausland, damit blieb die Exportquote mit 78,0 % etwa auf dem Niveau des Vorjahres (76,6 %).

Umsatzerlöse nach Regionen

2018 2017 2016 Veränderung 2018 zu 2017
DACH 26.786 27.050 27.000 -1,0 %
EMEA 19.834 23.099 21.241 -14,1 %
APAC 10.178 9.928 9.614 +2,5 %
CHINA 31.116 31.244 33.775 -0,4 %
AMERICAS 9.306 8.011 7.340 +16,2 %
Gesamt 97.220 99.332 98.970 -2,1

in Tsd. EUR

Entwicklung der Kosten

Gegenüber gesunkenen Umsatzerlösen stiegen die Aufwendungen zur Erzielung der Umsatzerlöse im Geschäftsjahr 2018 von 55.492 Tsd. EUR auf 56.124 Tsd. EUR an. Dies resultiert vor allem aus gestiegenen Personalkosten in der Produktion infolge leicht höherer Mitarbeiterzahlen und Fremdleistungen (Einsatz von Leiharbeitern), sowie höheren Abschlägen bei der Bewertung des Vorratsvermögens.

Die Vertriebsaufwendungen betrugen 24.851 Tsd. EUR (Vorjahr: 28.015 Tsd. EUR). Sie bildeten mit 25,6 % vom Umsatz im abgelaufenen Geschäftsjahr erneut den größten Aufwandsposten, wenngleich sie auch in 2018 absolut rückläufig waren. Dies ist vor allem in der anteiligen Geschäftsverlagerung aus den Repräsentanzen in China und Thailand und damit der Übertragung der jeweiligen Mitarbeiter in die entsprechenden Tochtergesellschaften begründet.

Die Verwaltungsaufwendungen beliefen sich auf 8.075 Tsd. EUR (Vorjahr: 9.982 Tsd. EUR), was einer deutlichen Reduzierung um 19,1 % entspricht. Dies resultiert im Wesentlichen aus reduzierten Rechts- und Beratungskosten (vor allem aus dem Verfahren der insolventen Tochtergesellschaft AJZ Engineering GmbH).

Die Forschungs- und Entwicklungskosten betrugen 12.155 Tsd. EUR (Vorjahr: 12.318 Tsd. EUR). Zu weiteren Ausführungen hierzu verweisen wir auf den Abschnitt 1.4. Forschung und Entwicklung.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von 1.048 Tsd. EUR (Vorjahr: 12.078 Tsd. EUR) enthalten vor allem Aufwendungen aus Kursdifferenzen (986 Tsd. EUR, Vorjahr 1.493 Tsd. EUR). Im Vorjahr wurden in dieser Position insbesondere die Wertberichtigungen auf Forderungen im Zuge der Insolvenz AJZ Engineering GmbH berücksichtigt (8.459 Tsd. EUR).

Den sonstigen betrieblichen Aufwendungen stehen sonstige betriebliche Erträge in Höhe von 11.899 Tsd. EUR (Vorjahr: 20.992 Tsd. EUR) gegenüber, welche im Wesentlichen aus Erträgen aus der Zuschreibung auf Ausleihungen des Finanzanlagevermögens (5.032 Tsd. EUR, Vorjahr: 7.612 Tsd. EUR), aus Erträgen aus abgeschriebenen Forderungen (2.381 Tsd. EUR, Vorjahr: 6.622 Tsd. EUR) und Erträgen aus der Auflösung von Rückstellungen (1.185 Tsd. EUR, im Vorjahr: 653 Tsd. EUR) resultieren. Ferner waren im Vorjahr hierunter Erträge aus dem Verkauf einer Beteiligung 1.497 Tsd. EUR erfasst.

Es wurden erneut Abschreibungen auf Finanzanlagen in Höhe von 17.676 Tsd. EUR (Vorjahr: 13.980 Tsd. EUR) vorgenommen.

Die Effekte aus Einmalvorgängen belaufen sich aus den vorgenannten Sachverhalten auf -10.324 Tsd. EUR (Vorjahr -5.873 Tsd. EUR), die das Ergebnis vor Steuern negativ beeinflussen und setzen sich wie folgt zusammen:

  2018 2017
Positive Einmaleffekte 7.413 16.566
Zuschreibungen Ausleihungen Finanzanlagen 5.032 7.612
Erträge aus abgeschriebenen Forderungen 2.381 6.622
Gewinn aus dem Abgang von Finanzanlagen - 1.497
Dividendenzahlungen - 835
Negative Effekte 17.737 22.439
Forderungsverluste 61 8.459
Abschreibungen auf Finanzanlagen 17.676 13.980
  -10.324 -5.873

in Tsd. EUR

Ergebnisentwicklung

Durch die rückläufige Umsatzentwicklung, den Anstieg der Aufwendungen zur Erzielung der Umsatzerlöse und die beschriebenen Einmaleffekte gestaltete sich die Ergebnissituation nach Ablauf des Geschäftsjahres in Summe erneut unbefriedigend. Trotz der Einsparungen im Vertrieb und in der Verwaltung hatten im Berichtszeitraum die Sondereffekte aus Abwertungen wieder einen höheren Einfluss auf das Betriebsergebnis als das eigentliche operative Geschäft.

Das Bruttoergebnis vom Umsatz lag in der Berichtsperiode bei 41.096 Tsd. EUR (Vorjahr: 43.840 Tsd. EUR) und die Bruttomarge sank auf 42,3 % (Vorjahr 44,1 %). Die Analytik Jena AG erzielte im abgelaufenen Geschäftsjahr ein EBITDA (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) in Höhe von 11.007 Tsd. EUR (Vorjahr: 6.454 Tsd. EUR). Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) betrug dagegen -10.810 Tsd. EUR (Vorjahr: -11.541 Tsd. EUR).

Die im Vorjahresbericht dargestellte Prognose ging davon aus, dass sowohl EBIT als auch EBITDA gegenüber dem Geschäftsjahr 2017 signifikant steigen werden. Diese Erwartung hat sich bezüglich des EBITDA vollumfänglich erfüllt. Hier führen die erreichten Kosteneinsparungen insbesondere in den Vertriebs- und Verwaltungskosten dazu, dass im operativen Bereich trotz sinkender Bruttomarge ein nahezu ausgeglichenes Ergebnis (ohne Einmaleffekte) erzielt werden konnte, was im Vorjahr noch deutlich negativ war. Im Hinblick auf das EBIT fiel die Steigerung jedoch nicht so deutlich aus, insbesondere weil die Einmaleffekte - hier im Wesentlichen die Abschreibungen auf Finanzanlagen (+3.696 Tsd. EUR) - gegenüber dem Vorjahr wieder höher ausfielen.

Unter Berücksichtigung eines Steueraufwandes (inklusive sonstiger Steuern) von 10 Tsd. EUR (Vorjahr: 435 Tsd. EUR) erwirtschaftete das Unternehmen einen Jahresfehlbetrag in Höhe von 11.599 Tsd. EUR (Vorjahr: 11.214 Tsd. EUR).

Vermögenslage

Im Vergleich zum Vorjahresstichtag fiel die Bilanzsumme der Gesellschaft zum Stichtag 31. Dezember um 12,7 % von 136.127 Tsd. EUR auf 118.785 Tsd. EUR.

Das Anlagevermögen sank auf 48.653 Tsd. EUR (Vorjahr: 57.985 Tsd. EUR) vor allem aufgrund von (Folge-) Bewertungen und Abgängen beim Finanzanlagevermögen.

Das Umlaufvermögen entwickelte sich ebenfalls rückläufig von 77.650 Tsd. EUR auf 69.650 Tsd. EUR bzw. um 10,3 %. Dabei verringerte sich der Cash-Bestand (-11.392 Tsd. EUR), während die Vorräte um 4.735 Tsd. EUR auf 35.537 Tsd. EUR (Vorjahr: 30.802 Tsd. EUR) anstiegen. Zur stichtagsbedingten Verminderung der Flüssigen Mittel wird auf die Finanzlage verwiesen. Der Aufbau der Vorräte zum Bilanzstichtag hängt weitgehend mit der restriktiven Umsatzentwicklung und der damit verbundenen höheren Lagerhaltung zusammen. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sanken im Berichtszeitraum um 5,0 % auf 25.628 Tsd. EUR (Vorjahr: 26.974 Tsd. EUR), vor allem in den Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen insbesondere infolge gesunkener Zahlungsverrechnungskonten.

Auf der Passivseite sanken die Rückstellungen um 15,4 % von 9.173 Tsd. EUR im Vorjahr auf 7.761 Tsd. EUR zum Stichtag u.a. aufgrund von verringerten Personalrückstellungen infolge gesunkener Mitarbeiterzahlen.

Die Verbindlichkeiten fielen im Vergleich zum Vorjahr um 26,7 % und betrugen zum Abschluss des Geschäftsjahres 80.666 Tsd. EUR (Vorjahr: 109.997 Tsd. EUR). Darin verminderten sich die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen auf 75.069 Tsd. EUR (Vorjahr: 101.899 Tsd. EUR), insbesondere infolge der planmäßigen Tilgung langfristiger Darlehen nach erhaltener Kapitalerhöhung. Auch die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, erhaltene Anzahlungen und sonstige Verbindlichkeiten verringerten sich leicht. Für Angaben zu Fälligkeits-, Währungs- und Zinsstrukturen wird auf den Anhang verwiesen.

Die Eigenkapitalquote der Analytik Jena steigerte sich durch die Verringerung der Bilanzsumme und die im Geschäftsjahr durchgeführte Einzahlung in die Kapitalrücklage in Höhe von 25.000 Tsd. EUR um 13,1 Prozentpunkte von 12,5 % auf 25,6 %. Per 31. Dezember 2018 wies die Gesellschaft im Eigenkapital einen Saldo von 30.359 Tsd. EUR aus (Vorjahr: 16.957 Tsd. EUR).

Das Verhältnis von Anlage- zu Umlaufvermögen hat sich von 74,7 % im Vorjahr auf 69,9 % verringert. Die Anlageintensität (Anlagevermögen in % der Bilanzsumme) der Analytik Jena verminderte sich im Berichtszeitraum aufgrund des Rückgangs des Anlagevermögens trotz der gesunkenen Bilanzsumme von 42,6 % auf 41,0 %.

Finanzlage

Im abgelaufenen Geschäftsjahr verbuchte die Analytik Jena insgesamt einen Rückgang der Finanzmittelfonds, bestehend aus dem Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten, von insgesamt -11.392 Tsd. EUR (Vorjahr +9.843 Tsd. EUR). Diese Entwicklung ergibt sich aus dem positiven Cashflow des operativen Geschäfts (+638 Tsd. EUR) bei gleichzeitigen Belastungen aus Investitionstätigkeit (-8.289 Tsd. EUR) sowie aus der Finanzierungstätigkeit (-3.447 Tsd. EUR).

Zum 31. Dezember 2018 bestanden bei der Analytik Jena Haftungsverhältnisse in Höhe von 13.667 Tsd. EUR (Vorjahr: 13.606 Tsd. EUR), die im Wesentlichen aus Bietungs-, Anzahlungs- und Gewährleistungsbürgschaften resultieren (weitere Informationen zu den Haftungsverhältnissen im Anhang). Die Wahrscheinlichkeit der Inanspruchnahme wird derzeit als gering eingeschätzt, da die wesentlichen Projekte abgeschlossen oder bestritten sind. Für nicht mehr abwendbare Ansprüche aus Haftungsverhältnissen wurde bereits Vorsorge im Rahmen von Rückstellungen getroffen.

Am 12. Februar 2018 erfolgte eine weitere Einzahlung in die Kapitalrücklage in Höhe von 25.000 Tsd. EUR. Aus dieser wurden in gleicher Höhe Darlehen getilgt. Darlehensverpflichtungen gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 64.400 Tsd. EUR wurden bis mindestens zum 5. März 2021 verlängert. Ein weiteres Darlehen in Höhe von 5.200 Tsd. EUR ist am 28. Januar 2020 fällig.

Gesamtaussage

Insgesamt hat sich die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage gegenüber dem Vorjahr erneut verbessert und bildet damit die Grundlage für eine weitere positive Entwicklung der Gesellschaft.

3. Chancen- und Risikobericht

Die unternehmensinterne Situation sowie die allgemeine Wirtschaftslage beeinflussen die Entwicklung des Gesamtrisikoprofils der Analytik Jena AG. Diese Risiken werden gemäß der Risikopolitik der Gesellschaft in einzelne Risikofelder, die nachteilige Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens haben können und wiederum eine Vielzahl von Einzelrisiken bündeln, differenziert.

Als bedeutende Chance wird die weitere Erschließung des asiatischen Marktes gesehen. Infolgedessen liegt der Fokus auf der Stärkung der asiatischen Vertriebsgesellschaften. Zusätzlich soll der nordamerikanische Markt für weitere, bereits in der Gruppe bestehende Produkte geöffnet werden, um das vollständige Potential der lokalen Vertriebsstruktur zu heben und auszubauen.

Die Entwicklung des Risikoprofils der Analytik Jena zeigt für das Geschäftsjahr 2018 keine wesentlichen Veränderungen des Gesamtrisikoprofils. Die Analytik Jena AG hat insgesamt ein mittleres Risikoexposure. Im Rahmen einer Gesamtbetrachtung definiert die Analytik Jena wesentliche Faktoren für etwaige Chancen und Risiken im Geschäftsjahr, etwa in der Entwicklung der Gesamtkonjunktur und wichtiger Kundenindustrien sowie in Wechselkurs- und Margenvolatilitäten. Wesentliche Risiken resultieren hier aus einem potentiell nachlassenden Wachstum des chinesischen Marktes China bzw. aus einem global ausbleibenden Umsatzanstieg und einem damit verbundenen weiteren Abfluss von Finanzmitteln. Den Auswirkungen dieses Risikos begegnet die Analytik Jena mit einem zielgerichteten Liquiditätsmanagement, wobei sie durch die Zugehörigkeit zur Endress+Hauser Gruppe Zugang zu alternativen Finanzierungquellen hat, mit denen auf kurzfristige Liquiditätsschwankungen reagiert werden kann.

Die Risiken, die im Rahmen der Tätigkeit der insolventen Tochtergesellschaft AJZ Engineering GmbH und der damit verbundenen Haftungsrisiken bestehen, werden derzeit im Hinblick auf die Eintrittswahrscheinlichkeit als beherrschbar eingestuft, so dass hieraus eine weitere Belastung der Gesellschaft mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht gegeben ist. Grund hierfür sind u.a. die Eröffnung des Insolvenzverfahrens über das Vermögen der AJZ sowie die rechtlich positiv eingestuften Verfahrensentwicklungen bzgl. geltend gemachter Ansprüche gegen die Gesellschaft als Mithaftende.

Insgesamt besteht ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Risiken und Chancen im Analytik Jena-Konzern. Im Rahmen der Gesamtrisikoeinschätzung der Gesellschaft sind keine Risiken zu erkennen, die allein oder in Wechselwirkung miteinander den Fortbestand der Analytik Jena und des Konzerns gefährden können. Im Falle sich verändernder Rahmenbedingungen könnten jedoch weitere, zum heutigen Zeitpunkt unbekannte oder als unwesentlich erachtete Risiken die Geschäftsaktivitäten der Analytik Jena beeinträchtigen. Der Konzern hat organisatorisch die notwendigen Voraussetzungen dafür geschaffen, über sich abzeichnende Veränderungen der Gesamtrisikosituation rechtzeitig Kenntnis zu erlangen und darauf adäquat reagieren zu können.

Die Unternehmensleitung sieht derzeit keine die Entwicklung beeinträchtigenden Tatsachen bzw. bestandsgefährdende Risiken.

4. Finanzinstrumente

Die Gesellschaft hat in Vorjahren ein zinsbezogenes Sicherungsgeschäft (Zinsswap) für ein variabel verzinsliches Schuldscheindarlehen abgeschlossen. Infolge ausländischer Transaktionen bestanden darüber hinaus unterjährig währungsbezogene Sicherungsgeschäfte.

Insgesamt waren Sicherungsgeschäfte im Geschäftsjahr 2018 von untergeordneter Bedeutung.

5. Erklärung des Vorstands nach § 312 Absatz 3 AktG

Der Vorstand erklärt, dass nach den Umständen, die ihm jeweils in dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem das Rechtsgeschäft vorgenommen oder die Maßnahme getroffen oder unterlassen wurde, die Analytik Jena AG und deren Tochterunternehmen bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhielten und dadurch, dass die Maßnahme getroffen oder unterlassen wurde, nicht benachteiligt wurden.

6. Prognosebericht

Den in den nachfolgenden Kapiteln gemachten Ausführungen zu den künftigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sowie den Prognosen bezüglich der weiteren Entwicklung der Branche und des Unternehmens liegen Informationen bis zum 14. Februar 2019 zugrunde. Angesichts des dynamischen konjunkturellen und branchenspezifischen Umfeldes sind Änderungen hinsichtlich der Zukunftsaussagen möglich und werden kontinuierlich auf Aktualität geprüft, angepasst und präzisiert.

6.1 Voraussichtliche weltwirtschaftliche Entwicklung und prognostizierte Branchenentwicklung

Für das Jahr 2019 wird im Rahmen des Herbstgutachtens 2018 der führenden deutschen Wirtschaftsforschungsinstitute ein Wachstum des Welthandels von 3,1 % erwartet, für 2020 ebenfalls eine Zunahme um 3,1 %. Die deutsche Wirtschaft soll demnach 2019 und 2020 um 2,9 % wachsen. Für den Euroraum prognostizieren die Institute für 2019 und gleichsam für 2020 ein Wachstum von 1,9 %. Die Wirtschaft in den USA dürfte 2019 um 2,4 % wachsen, in 2020 um 2,1 %. Für die chinesische Wirtschaft wird ein Wachstum von 6,3 % in 2019 und 6,0 % in 2020 erwartet. 4

Der weltweite Markt für analytische und Life Science-Instrumente sowie Labor-Produkte soll im Kalenderjahr 2019 um 5,1 % auf Umsätze von insgesamt 65,6 Mrd. USD wachsen. 5

4 Herbstgutachten 2018 der Wirtschaftsforschungsinstitute. 27. September 2018
5 Instrument Business Outlook (IBO), Volume 27, Number 19, January, 2019

6.2 Voraussichtliche Entwicklung der Geschäfts-, Umsatz- und Ertragslage

Basis für die nachfolgenden Prognoseaussagen ist die im Geschäftsjahr 2018 erstellte Unternehmens- und Budget-Planung der Analytik Jena und ihrer Konzernunternehmen. Neben einer stabil bleibenden wirtschaftlichen Lage geht die Gesellschaft für 2019 von einem wachsenden aber anhaltend wettbewerbsintensiven Marktumfeld in der globalen Analysen-, Bio- und Labortechnik aus.

Die Analytik Jena AG wird im Rahmen ihrer strategischen Ausrichtung ihr Kerngeschäft - die Laboranalyse - profitabel ausbauen. Ein wesentlicher Baustein wird dabei ein fokussiertes applikations- und branchenausgerichtetes Produktportfolio sein.

Für das Geschäftsjahr 2019 plant die Analytik Jena AG mit leicht geringeren Umsätzen und einem leicht geringeren EBITDA im Vergleich zum abgelaufenen Geschäftsjahr. Dieser Rückgang beruht auf einer Verlagerung der Außenumsätze auf die chinesischen Vertriebsgesellschaften. Die Analytik Jena geht für das Geschäftsjahr 2019 von einer signifikanten Steigerung des operativen Ergebnisses (EBIT) im Vergleich zum Geschäftsjahr 2018 aus, hierbei wird eine deutliche Optimierung der betrieblichen Abläufe und Beschaffungsaktivitäten sowie der Entfall von in 2018 aufgetretenen Ergebnisbelastungen (Einmaleffekte) unterstellt. Zur Unterstützung der notwendigen Effizienzmaßnahmen wird das Unternehmen größere Investitionen in die IT-Systemlandschaft tätigen, um die globalen Marktaktivitäten (neues CRM-System Salesforce), die innerbetriebliche Prozesslandschaft (Upgrade ERP-System Infor) und die administrative Kollaboration und Dokumentation (Einführung ECM-System Doxis 4) deutlich zu vereinfachen und transparent zu gestalten.

Ferner soll im Rahmen der bestehenden Personalpolitik die bestehende Ausbildungsquote leicht gesteigert und die Bindung qualifizierter Fachkräfteweiter ausgebaut werden.

Die Liquidität ist insbesondere durch die Einbindung in den Endress+Hauser Konzern für das Geschäftsjahr 2019 und darüber hinaus gesichert.

 

Jena, 15. März 2019

Der Vorstand der Analytik Jena AG

Ulrich Krauss

Hanno Wilhelm

Dr. Peter Juschitz

Grit Petzholdt-Gühne

Bilanz zum 31. Dezember 2018

Aktiva

31.12.2018 31.12.2017
EUR EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen        
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
1. Selbst erstellte immaterielle Vermögensgegenstände 204.244,11   288.181,00  
2. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 1.389.443,95   1.689.632,38  
3. Geschäfts- oder Firmenwert 786.271,39   1.834.125,55  
4. Geleistete Anzahlungen 224.031,50 2.603.990,95 212.319,88 4.024.258,81
II. Sachanlagen        
1. Grundstücke und Bauten 15.562.509,70   16.248.012,78  
2. Technische Anlagen und Maschinen 924.940,49   863.057,18  
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.767.072,15   7.103.949,99  
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 184.992,72 22.439.515,06 131.337,57 24.346.357,52
III. Finanzanlagen        
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 23.459.184,08   27.318.608,59  
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00   2.145.493,71  
3. Beteiligungen 150.000,51 23.609.184,59 150.000,51 29.614.102,81
    48.652.690,60   57.984.719,14
B. Umlaufvermögen        
I. Vorräte        
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 16.881.240,25   15.376.469,94  
2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 7.745.806,06   5.819.002,93  
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 10.763.609,91   9.361.540,30  
4. Geleistete Anzahlungen 145.960,04 35.536.616,26 245.044,23 30.802.057,40
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände        
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 12.960.549,56   12.892.963,30  
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 10.814.978,60   11.924.975,15  
3. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 167.966,87   75.365,00  
4. Sonstige Vermögensgegenstände 1.687.109,39 25.630.604,42 2.080.466,71 26.973.770,16
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten   8.482.279,90   19.873.927,96
    69.649.500,58   77.649.755,52
C. Rechnungsabgrenzungsposten   482.849,41   492.783,12
    118.785.040,59   136.127.257,78

Passiva

       
  31.12.2018 31.12.2017
  EUR EUR EUR EUR
A. Eigenkapital        
I. Gezeichnetes Kapital        
Grundkapital   7.655.697,00   7.655.697,00
Bedingtes Kapital EUR 2.400.000,00 (i. Vj. TEUR 2.400)        
II. Kapitalrücklage   124.345.407,10   99.345.407,10
III. Gewinnrücklagen        
Andere Gewinnrücklagen   853.231,16   853.231,16
IV. Bilanzverlust   -102.495.786,50   -90.897.012,88
    30.358.548,76   16.957.322,38
B. Rückstellungen        
1. Rückstellungen für Pensionen   995.914,51   905.868,51
2. Steuerrückstellungen   1.005.324,83   1.005.148,95
3. Sonstige Rückstellungen   5.759.473,47   7.261.795,93
    7.760.712,81   9.172.813,39
C. Verbindlichkeiten        
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten   1.051.646,45   1.346.162,73
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen   1.292.472,05   2.586.182,02
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen   2.713.100,54   3.602.324,67
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen   75.068.740,00   101.899.122,35
5. Verbindlichkeiten gegenüber Beteiligungen   1.472,00   0,00
6. Sonstige Verbindlichkeiten   538.347,98   563.330,24
-davon aus Steuern TEUR 413 (i. Vj. TEUR 432)-        
-davon im Rahmen der sozialen Sicherheit TEUR 0,00 (i. Vj. TEUR 0)-        
    80.665.779,02   109.997.122,01
    118.785.040,59   136.127.257,78

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar 2018 bis 31. Dezember 2018

2018 2017
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 97.219.603,85 99.331.673,67
2. Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen -56.124.024,66 -55.491.993,93
3. Bruttoergebnis vom Umsatz 41.095.579,19 43.839.679,74
4. Vertriebskosten -24.850.882,44 -28.014.912,98
5. Allgemeine Verwaltungskosten -8.075.271,06 -9.981.835,00
6. Forschungs- und Entwicklungskosten -12.154.766,07 -12.317.708,08
7. Sonstige betriebliche Erträge 11.899.442,99 20.991.323,54
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen -1.048.127,49 -12.077.891,40
9. Erträge aus Beteiligungen 0,00 835.321,55
-davon aus verbundenen Unternehmen TEUR 0 (i. Vj. TEUR 835)-    
10. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 507.238,05 1.548.564,21
-davon aus verbundenen Unternehmen TEUR 457 (i. Vj. TEUR 830)-    
11. Abschreibungen auf Finanzanlagen -17.676.000,00 -13.980.000,00
12. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -1.285.883,99 -1.621.979,41
-davon an verbundene Unternehmen TEUR 988 (i. Vj. TEUR 1.247)-    
13. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -3.626,39 -433.006,92
14. Ergebnis nach Steuern -11.592.297,21 -11.212.444,75
15. Sonstige Steuern -6.476,41 -1.666,06
16. Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag (-) -11.598.773,62 -11.214.110,81
17. Gewinnvortrag aus den Vorjahren -90.897.012,88 -79.682.902,07
18. Bilanzverlust -102.495.786,50 -90.897.012,88

Anhang für das Geschäftsjahr 2018

Allgemeine Hinweise

Die Analytik Jena AG mit Sitz in Jena ist beim Amtsgericht Jena unter der Registernummer HRB 200027 registriert.

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des AktG aufgestellt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Umsatzkostenverfahren aufgestellt.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend:

Selbst erstellte immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wurden erstmalig im Geschäftsjahr 2010/2011 aktiviert, wenn ein neu entwickeltes Produkt oder Verfahren eindeutig abgegrenzt werden konnte, technisch realisierbar und die eigene Nutzung oder Vermarktung vorgesehen war. Die Abschreibungsdauer beträgt 5 Jahre. Seit dem Geschäftsjahr 2017 wird das Aktivierungswahlrecht nicht mehr in Anspruch genommen, die Entwicklungskosten werden damit als laufender Aufwand der Periode erfasst. Bei voraussichtlich dauernder Wertminderung erfolgen außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Zeitwert.

In Höhe der aktivierten selbst erstellten immateriellen Vermögensgegenstände besteht eine Ausschüttungssperre von 204 Tsd. EUR nach § 268 Abs. 8 HGB.

Forschungskosten werden als Aufwand in der Periode ihrer Entstehung erfasst.

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen (5 bis 15 Jahre; lineare Methode) vermindert. Bei den Vermögensgegenständen mit Nutzungsdauern von über 5 Jahren handelt es sich um Lizenzen. Ein Geschäfts- oder Firmenwert wird aufgrund der individuellen betrieblichen Nutzungsdauer über 5 Jahre abgeschrieben, die sich aus der Kaufpreis-Allokation im Rahmen des Asset-Deals ergeben hat. Bei voraussichtlich dauernder Wertminderung erfolgen außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Zeitwert. Im Geschäftsjahr 2018 lagen hierfür keine Gründe vor.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. In den Herstellungskosten selbst erstellter Anlagen sind neben den Einzelkosten (Material-, Fertigungseinzelkosten sowie Sonderkosten der Fertigung) auch anteilige Gemeinkosten (Material- und Fertigungsgemeinkosten) sowie angemessene Teile des Werteverzehrs des Anlagevermögens enthalten. Fremdkapitalzinsen werden nicht aktiviert.

Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen (pro rata temporis) auf der Grundlage steuerlich anerkannter Höchstsätze vermindert. Die Abschreibung bemisst sich nach der linearen Methode. Diese entsprechen betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern. Bei voraussichtlich dauernder Wertminderung erfolgen außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Zeitwert. Im Geschäftsjahr 2018 waren keine außerplanmäßigen Abschreibungen erforderlich.

Die Anlagegüter mit Anschaffungskosten zwischen 250,00 EUR und 1.000,00 EUR werden entsprechend den steuerlichen Vorschriften als Sammelposten geführt und linear über 5 Jahre abgeschrieben. Der Posten ist einzeln und insgesamt von untergeordneter Bedeutung.

Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bzw. niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt, soweit es sich um eine dauernde Wertminderung handelt.

Die Vorräte werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips bewertet. Zum Bilanzstichtag wurde eine erweiterte Stichtagsinventur durchgeführt.

Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sowie Waren sind zu durchschnittlichen Anschaffungskosten bewertet.

Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind auf der Basis von Einzelkalkulationen, die auf den aktuellen Arbeitsplänen beruhen, zu Herstellungskosten bewertet, wobei neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten, Fertigungslöhnen und Sondereinzelkosten auch angemessene Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen der immateriellen Vermögenswerte und Sachanlagen berücksichtigt werden. Fremdkapitalzinsen werden nicht aktiviert.

Wertminderungen wurden bei der Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, Waren sowie fertigen und unfertigen Erzeugnisse durch Erfassung von Gängigkeitsund Reichweitenabschlägen beachtet und darüber hinaus verlustfrei bewertet.

Geleistete Anzahlungen werden zum Nennwert angesetzt.

Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nominalwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Das allgemeine Kreditrisiko wurde erstmals in 2018 nach Alterststruktur der Forderungen bewertet. Dabei sind Abschläge auf Forderungen größer 60 Tage mit 5 %, größer 180 Tage mit 10 % und größer 360 Tage mit 25 % gebildet wurden. Im Vorjahr wurde das allgemeine Kreditrisiko mit einem pauschalen Abschlag in Höhe von 0,39 % auf den Nettoforderungsbestand berücksichtigt. Die Umstellung der Bewertungssystematik ergab gegenüber dem Vorjahr keine wesentlichen Einmaleffekte und umfasst ausschließlich die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Bei Forderungen gegen verbundene Unternehmen waren Zahlungseingänge auf bereits vollständig abgeschriebene Forderungen in Höhe von 2.381 Tsd. EUR zu verzeichnen.

Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten werden zum Nominalwert bilanziert. Auf Fremdwährung lautende Konten wurden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet.

Der Rechnungsabgrenzungsposten betrifft Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, die einen Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Tag darstellen.

Die Rückstellungen für Pensionen werden durch versicherungsmathematische Gutachten mittels Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected unit credit method) mit dem von der Bundesbank ermittelten durchschnittlichen Marktzins der letzten zehn Jahre in Höhe von 3,21 % (Vorjahr 3,68 %) unter Anwendung der "Richttafeln 2018 G" von Klaus Heubeck bewertet. Als weitere Annahme wurde ein Rententrend von 1,75 % p. a. (Vorjahr 1,75%) berücksichtigt. Gehalts- und Fluktuationstrends waren nicht zu berücksichtigen. Dabei wird der Erfüllungsbetrag für Pensionen gem. § 246 Abs. 2 S. 2 HGB mit dem Deckungskapital der Rückdeckungsversicherung verrechnet. Dieses entspricht dem beizulegenden Zeitwert. Mit den korrespondierenden Aufwendungen und Erträgen wird entsprechend verfahren.

Bei den Steuerrückstellungen und den sonstigen Rückstellungen sind die erkennbaren Risiken und die ungewissen Verbindlichkeiten in Höhe des voraussichtlichen Erfüllungsbetrages angesetzt. Bei der Bewertung der sonstigen Rückstellungen werden künftige Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt.

Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit Ausnahme der Rückstellungen für Pensionen mit dem durchschnittlichen Marktzins der vergangenen sieben Jahre auf den Bilanzstichtag abgezinst.

Latente Steuern werden für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsbilanziellen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten ermittelt. Temporäre Differenzen resultieren insbesondere aus unterschiedlichen handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von immateriellen Vermögensgegenständen (204 Tsd. EUR) und führen zu passiven latenten Steuern. Aktive latente Steuern resultieren insbesondere aus temporären Differenzen zwischen handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von

Geschäfts- oder Firmenwerten (2.964 Tsd. EUR) und Rückstellungen für Pensionen (568 Tsd. EUR). Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt auf der Basis des kombinierten Ertragssteuersatzes der Analytik Jena AG von aktuell 31,3 %. Der kombinierte Ertragssteuersatz umfasst Körperschaftsteuer, Gewerbesteuer und Solidaritätszuschlag. Aktive und passive latente Steuern werden saldiert. Ein aktiver latenter Steuerüberhang wird gem. § 274 Abs. 1 S. 2 HGB nicht angesetzt.

Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag passiviert. Erhaltene Anzahlungen sind zum Nennwert angesetzt.

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden zum Abschlussstichtag zum Devisenkassamittelkurs gemäß § 256a HGB umgerechnet. Zum Bilanzstichtag eingetretene Kursgewinne werden realisiert, soweit die Restlaufzeit der Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten bis zu einem Jahr beträgt. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden Vermögensgegenstände mit dem niedrigeren und Verbindlichkeiten mit dem höheren relevanten Stichtagskurs angesetzt. Wertaufholungen erfolgen unter Beachtung des Anschaffungskostenprinzips.

Der Bewertung der Derivativen Finanzinstrumente liegen anerkannte Bewertungsmethoden (Black-Scholes, Heath-Jarrow-Morton) unter Berücksichtigung laufzeitadäquater Zinsstrukturkurven zu Grunde. Sie werden zum Zeitwert bewertet.

Bei den derivativen Finanzinstrumenten handelt es sich um zinsbezogene und währungsbezogene derivative Finanzinstrumente. Derivative Finanzinstrumente werden von der Analytik Jena AG im Wesentlichen als Sicherungsgeschäfte zur Begrenzung der Zins- und Währungsänderungsrisiken eingesetzt. Das Wahlrecht zur Bildung von Bewertungseinheiten wurde nicht ausgeübt.

Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagespiegel dargestellt.

Finanzanlagen

Mit Wirkung vom 19. November 2018 ist die 100 %-ige Tochtergesellschaft AJ Vorratsgesellschaft GmbH i.L. mit Sitz in Jena erloschen. Aus der Saldierung des Verrechnungskontos in Höhe von 32 Tsd. EUR und des Restbuchwertverlustes aus dem Abgang der Beteiligung im Anlagevermögen in Höhe von 60 Tsd. EUR ergibt sich ein Verlust in Höhe von 28 Tsd. EUR.

Mit Wirkung vom 4. Dezember 2018 ist die 100 %-ige Tochtergesellschaft comicon GmbH i.L. mit Sitz in Hamburg erloschen. Aus der Saldierung des Verrechnungskontos in Höhe von 79 Tsd. EUR und des Restbuchwertverlustes aus dem Abgang der Beteiligung im Anlagevermögen in Höhe von 25 Tsd. EUR ergibt sich ein Gewinn in Höhe von 54 Tsd. EUR.

Im Geschäftsjahr 2018 hat die Analytik Jena AG bei der 100%-igen Tochtergesellschaft AJ Japan Co. Ltd. eine Einzahlung in die Kapitalrücklage in Höhe von 13.901 Tsd. EUR vorgenommen.

Nach Erhalt der Kapitalerhöhungen wurden die langfristigen Darlehen seitens der Gesellschaften AJ Japan Co. Ltd. (5.314 Tsd. EUR), AJ France SARL (920 Tsd. EUR) und AJ Korea Ltd. (150 Tsd. EUR) an die Analytik Jena AG zurückgezahlt. Die Darlehen der AJ Japan Co. Ltd. wurden in Fremdwährung ausgereicht. Durch Kursunterschiede zwischen Auszahlung und Rückzahlung ergaben sich Verluste von 282 Tsd. EUR.

Mit Wirkung zum 11. Januar 2018 wurde die Gesellschaft Cybio Northern Europe Ltd. in Analytik Jena UK Ltd. umfirmiert. Des Weiteren wurde die Tochtergesellschaft Analytik Jena US Inc. mit Wirkung zum 01. Januar 2018 auf die Tochtergesellschaft UVP LLS verschmolzen, welche gleichzeitig zu Analytik Jena US LLC umfirmiert wurde.

Die Zusammensetzung des Anteilsbesitzes ist der folgenden Übersicht "Angaben zum Anteilsbesitz" zu entnehmen.

Angaben zum Anteilsbesitz

Währung Beteiligung
in %
Eigenkapital
in Tsd. EUR
31.12.2017
Ergebnis
in Tsd. EUR
01.01.2017 - 31.12.2017
Inland        
AJ Innuscreen GmbH, Berlin EUR 100,0 -10 -603
AJ Roboscreen GmbH, Leipzig EUR 100,0 -106 -519
Biometra GmbH, Göttingen EUR 100,0 6.000 51
ETG GmbH, Ilmenau EUR 80,0 1.578 118
AJZ Engineering GmbH, Jena 1 EUR 100,0 -48.048 -19.493

1) Werte zum 31. Dezember 2016 - Eröffnung des Insolvenzverfahrens am 1. April 2018

Währung Beteiligung
in %
Eigenkapital 31.12.2018
in TLW
Ergebnis 01.01.2018 - 31.12.2018
in TLW
Ausland        
AJ Shanghai Instruments Ltd. Co., Shanghai CNY 100,0 -674 -2.544
AJ Japan Co., Ltd., Yokohama JPY 100,0 -214.787 -279.825
Analytik Jena UK Ltd., London GBP 100,0 242 -104
AJ Romania srl., Bukarest RON 70,0 3.792 834
Westburg B.V., Leusden 1 EUR 20,0 812 2
AJ France SARL, Saint-Aubin EUR 100,0 84 -344
Analytik Jena U.S. LLC, Upland USD 100,0 3.973 -2.605
Ultra-Violet Products Ltd., Cambridge, gehalten von der CyBio Northern Europe Ltd. GBP 100,0 392 6
AJ Far East (Thailand) Ltd., Bangkok THB 49,0 -19.143 -11.464
AJ Instruments India Pvt., Delhi INR 99,37 33.085 -20.364
AJ Korea Ltd., Seoul KRW 100,0 -119.504 -167.277
Analytik Jena (Hong Kong) Ltd., Hongkong HKD 89,95 18.396 76
Analytik Jena (Beijing) Instruments Co. Ltd., Beijing, gehalten von der Analytik Jena (Hong Kong) Ltd., Hongkong CNY 100,0 10.610 -4.858

1) Werte zum 31. Dezember 2017

Die Angaben bzgl. des Eigenkapitals und des Jahresergebnisses sind den Jahresabschlüssen zum 31. Dezember 2018 entnommen, die zum Zwecke des Einbezugs in den Konzernabschluss nach den einschlägigen Vorschriften des IFRS erstellt wurden. Den Werten zum 31. Dezember 2017 liegen festgestellte Jahresabschlüsse zugrunde. Die Zahlenangaben für die ausländischen Beteiligungen erfolgen in Landeswährung und werden nicht gemäß § 256a HGB umgerechnet.

Außerplanmäßige Abschreibungen auf den beizulegenden Wert von Anteilen an verbundenen Unternehmen wurden in Höhe von 17.676 Tsd. EUR erforderlich. Derzeit wird davon ausgegangen, dass die Abschreibungen dauerhaft sind. Die Ermittlung der Werthaltigkeit der Finanzanlagen erfolgt dabei mittels DCF-Analysen auf Basis von spezifischen Unternehmensplanungen. Als Zinssatz wird dabei jeweils ein unternehmensadäquater Zinssatz angewandt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

31.12.2018 31.12.2017
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 12.961 12.893
davon Restlaufzeit von mehr als einem Jahr - -
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 10.815 11.925
davon Restlaufzeit von mehr als einem Jahr - -
Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein    
Beteiligungsverhältnis besteht 168 75
davon Restlaufzeit von mehr als einem Jahr - -
Sonstige Vermögensgegenstände 1.684 2.080
davon Restlaufzeit von mehr als einem Jahr - -
  25.628 26.973

in Tsd. EUR

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen bestehen im Wesentlichen aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (8.215 Tsd EUR). Darüber hinaus bestehen u.a. Forderungen im Rahmen des Zahlungsverkehrs (2.600 Tsd. EUR).

Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, umfassen ausschließlich Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Eigenkapital

Gezeichnetes Kapital

Das Grundkapital der Analytik Jena AG beträgt zum Bilanzstichtag 7.655.697 EUR (Vorjahr: 7.655.697 EUR).

Genehmigtes Kapital

Das genehmigte Kapital 2014/I wurde ebenso wie das bedingte Kapital 2010/I und das bedingte Kapital 2010/II durch Änderung der Satzung der Gesellschaft aufgehoben, welche mit Eintragung im Handelsregister am 25. April 2017 wirksam geworden ist.

Kapitalrücklage

Mit Valuta 12. Februar 2018 hat die E+H (Deutschland) AG+Co. KG den Betrag von 25.000 Tsd. EUR als Zuzahlung in die Kapitalrücklage (Zuzahlung in das Eigenkapital) an die Analytik Jena AG eingezahlt. Grundlage hierfür bildet der Beschluss im Umlaufverfahren vom 07. Februar 2018.

Zum 31. Dezember 2018 beträgt die Kapitalrücklage 124.345 Tsd. EUR (Vorjahr: 99.345 Tsd. EUR).

Andere Gewinnrücklagen

Zum 31. Dezember 2018 betragen die anderen Gewinnrücklagen 853 Tsd. EUR (Vorjahr: 853 Tsd. EUR).

Bilanzverlust

Der Bilanzverlust zum 31. Dezember 2018 beträgt insgesamt 102.496 Tsd. EUR. Darin enthalten ist neben dem Verlustvortrag aus den Vorjahren (90.897 Tsd. EUR) der Jahresfehlbetrag in Höhe von 11.599 Tsd. EUR. In Höhe der aktivierten selbst erstellten immateriellen Vermögensgegenstände besteht eine Ausschüttungssperre von 204 Tsd. EUR nach § 268 Abs. 8 HGB. Des Weiteren besteht eine Ausschüttungssperre von 184 Tsd. EUR bezüglich des Unterschiedsbetrags aus der Verzinsung der Pensionen (siehe Rückstellungen für Pensionen).

Bilanzverlust zum 31.12.2017 90.897
= Verlustvortrag  
Jahresfehlbetrag 31.12.2018 11.599
= Bilanzverlust zum 31.12.2018 102.496

in Tsd. EUR

Rückstellungen für Pensionen

Der Erfüllungsbetrag der Rückstellungen für Pensionen in Höhe von 1.451 Tsd. EUR wurde mit den fortgeführten Anschaffungskosten, die nahezu dem Zeitwert der Rückdeckungsversicherung entsprechen, in Höhe von 455 Tsd. EUR verrechnet. Aus der Änderung des Rechnungszinses vom durchschnittlichen Marktzins der vergangenen sieben Geschäftsjahre auf den durchschnittlichen Marktzins der vergangenen zehn Jahre resultiert eine Differenz von 184 Tsd. EUR (Vorjahr: 169 Tsd. EUR), der gemäß § 253 Abs. 6 Satz 3 einer Ausschüttungssperre unterliegt. In der Gewinn- und Verlustrechnung sind Aufwendungen aus Verzinsung in Höhe von 49 Tsd. EUR (Vorjahr: 52 Tsd. EUR) verrechnet mit Zinserträgen aus Deckungsvermögen in Höhe von 2 Tsd. EUR in den Verwaltungsaufwendungen enthalten.

Sonstige Rückstellungen

Bei den Sonstigen Rückstellungen in Höhe von 5.759 Tsd. EUR (Vorjahr: 7.262 Tsd. EUR) handelt es sich im Wesentlichen um Rückstellungen für Provisionen (1.563 Tsd. EUR), personenbezogene Verpflichtungen (1.271 Tsd. EUR), Drohverlustrückstellungen aus der Bewertung der bestehenden Zins- und Währungssicherungsgeschäfte (44 Tsd. EUR), Gewährleistungen in Höhe von 0,5 0/0 (Vorjahr: 0,5 %) des gewährleistungsbehafteten Umsatzes (481 Tsd. EUR) sowie Instandhaltungsrückstellungen, Garantieverpflichtungen und Rückstellungen für ausstehende Rechnungen, wie z.B. für Rechtsstreitigkeiten, in Höhe von 2.204 Tsd. EUR.

Verbindlichkeiten

Die Restlaufzeiten und die Besicherung der Verbindlichkeiten sind im folgenden Verbindlichkeitenspiegel im Einzelnen dargestellt.

Verbindlichkeitenspiegel

Restlaufzeit Gesamt
Art der Verbindlichkeit bis 1 Jahr über 1 Jahre davon über 5 Jahre gesichert mit 31.12.18 31.12.17
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 189 862 470 1.561 1.052  
(Vorjahr) (212) (1.134) (543) (1.711)   1.346
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 1.292 - - - 1.292  
(Vorjahr) (2.586) (-) (-) (-)   2.586
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.713 - - - 2.713  
(Vorjahr) (3.602) (-) (-) (-)   3.602
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 5.469 69.600 - - 75.069  
(Vorjahr) (9.299) (92.600) (-) (-)   101.899
5. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 1 - - - 1  
(Vorjahr) (-) (-) (-) (-) -  
5. Sonstige Verbindlichkeiten 528 8 (-) - 536  
(Vorjahr) (562) (-) (1) (-)   563
- davon aus Steuern 413 - - - 413  
(Vorjahr) (432) (-) (-) (-)   432
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit - - - - -  
(Vorjahr) (-) (-) (-) (-) - -

in Tsd. EUR

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren im Wesentlichen aus Darlehen und Verrechnungen innerhalb des Konzerns (72.461 Tsd. EUR) und aus Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (2.493 Tsd. EUR).

Angabe von Art und Form der Sicherheiten

Bei den Sicherheiten handelt es sich um Buchgrundschulden in Höhe von 1.200 Tsd. EUR auf das Betriebsobjekt in Langewiesen mit einer Restschuld von 810 Tsd. EUR zum Stichtag. Darüber hinaus bestehen Sicherungsübereignungen in Höhe von 361 Tsd. EUR von der Photovoltaikanlage am Standort Jena mit einer Kapitalrestschuld von 32 Tsd. EUR.

Derivative Finanzinstrumente

Im Geschäftsjahr 2018 wurden unterjährig währungsbezogene Termingeschäfte getätigt, welche jedoch zum Bilanzstichtag nicht mehr bestanden. Die zinsbezogene Sicherung bezieht sich auf einen Zinssatzswap mit einem Nominalvolumen von 2.500 Tsd. EUR. Es wurde der Zinssatz für das im August 2012 abgeschlossene, variabel verzinsliche Schuldscheindarlehen durch Zinssatzswap über die gesamte Laufzeit fixiert.

Kategorie Beizulegender Wert Buchwert Posten
positiv negativ
zinsbezogen - 44 44 sonstige Rückstellungen
Gesamt - 44 44 sonstige Rückstellungen

in Tsd. EUR

Haftungsverhältnisse

Es bestehen Haftungsverhältnisse in Höhe von 13.667 Tsd. EUR (Vorjahr: 13.606 Tsd. EUR). Sie resultieren im Wesentlichen aus Bietungs-, Anzahlungs- und Gewährleistungsbürgschaften.

Neben einem selbstgenutzten Bürgschaftsvolumen in Höhe von 1.937 Tsd. EUR (Vorjahr: 641 Tsd. EUR) zum Stichtag haftet die Analytik Jena AG noch für die Aval- und Kreditvolumina der im Insolvenzverfahren befindlichen Projektgesellschaft AJZ Engineering GmbH bei Banken mit. Die durch diese Gesellschaft in Anspruch genommenen Kredit- und Avallinien in Höhe von 11.303 Tsd. EUR zum Stichtag 31. Dezember 2018 waren in voller Höhe (Vorjahr: 16.932 Tsd. EUR) durch die Analytik Jena AG mit besichert. Die Beanspruchung der Avallinien ist insbesondere auf Vertragserfüllungsgarantien für das Projekt Wolschskij zurückzuführen. Die Wahrscheinlichkeit der Inanspruchnahme wird derzeit als nicht wesentlich eingestuft, da das Projekt größtenteils abgeschlossen ist, so dass sich die Haftung entweder vollständig erledigt hat oder bestritten wird. Bei den bestrittenen Bürgschaften gehen wir nicht von einer Inanspruchnahme aus.

Darüber hinaus hatte die Analytik Jena AG ebenfalls im Rahmen des Projekts Wolschskij gegenüber einem Subunternehmer der AJZ Engineering GmbH zwei Patronatserklärungen abgegeben. Ob und in welcher Höhe hieraus Ansprüche gegen die Analytik Jena AG geltend gemacht werden können, ist streitig. Der Subunternehmer hat vor dem LG Gera eine Klage gegen die Analytik Jena AG auf Zahlung von rund 984 Tsd. EUR eingereicht. Seitens der Analytik Jena AG wird das Haftungsrisiko jedoch deutlich geringer eingeschätzt.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Neben den Haftungsverhältnissen bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen in Höhe von 813 Tsd. EUR in 2019, 641 Tsd. EUR in 2020, 372 Tsd. EUR in 2021, 245 Tsd. EUR in 2022 und 237 Tsd. EUR in 2023, die überwiegend für die Anmietung von Räumlichkeiten und Stellflächen sowie Leasingfahrzeuge abgeschlossen wurden. Das Risiko aus den Haftungsverhältnissen liegt im Untergang bzw. des Nichtnutzens der Miet- und Leasingobjekte, was derzeit jedoch als unwahrscheinlich gilt.

Das Bestellobligo beträgt 7.817 Tsd. EUR insbesondere für das laufende Geschäft im Rahmen des Bezugs von Vorräten, davon gegenüber verbundenen Unternehmen 365 Tsd. EUR. Das Risiko im Rahmen des Bestellobligos liegt u.a. insbesondere in der Nichtverwertbarkeit der Vermögensgegenstände, was jedoch nicht als wahrscheinlich eingestuft wird.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

2018 2017
-nach Regionen        
DACH 26.786 28 % 27.050 27 %
EMEA 19.834 20 % 23.099 23 %
APAC 10.178 10 % 9.928 10 %
CHINA 31.116 32 % 31.244 32 %
AMERICAS 9.306 10 % 8.011 8 %
  97.220 100% 99.332 100%

in Tsd. EUR

Aufgliederungen nach Tätigkeitsbereichen sind in der Unternehmensberichterstattung nicht vorgesehen.

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten Einnahmen auf bereits abgeschriebenen lang- und kurzfristigen Forderungen bei verschiedenen Tochtergesellschaften 7.413 Tsd. EUR. Weitere sonstige betriebliche Erträge betreffen Zuschüsse für Forschung und Entwicklung in Höhe von 889 Tsd. EUR (Vorjahr: 692 Tsd. EUR), sonstige Zuschüsse in Höhe von 6 Tsd. EUR (Vorjahr: 6 Tsd. EUR), Sachbezüge PKW in Höhe von 467 Tsd. EUR (Vorjahr: 430 Tsd. EUR), an Tochtergesellschaften weiterberechnete Aufwendungen und Dienstleistungen in Höhe von insgesamt 273 Tsd. EUR (Vorjahr: 436 Tsd. EUR) sowie Erträge aus Währungsgewinnen in Höhe von 1.187 Tsd. EUR (Vorjahr: 1.828 Tsd. EUR). Neben den genannten Erträgen ergaben sich sonstige periodenfremden Erträge von 1.230 Tsd. EUR (Vorjahr: 696 Tsd. EUR) und umfassen im Wesentlichen Auflösungen von Rückstellungen.

Forschungs- und Entwicklungskosten

Die Forschungs- und Entwicklungskosten betragen 12.155 Tsd. EUR (Vorjahr: 12.318 Tsd. EUR). Eine Aktivierung von selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenständen (Entwicklungskosten) erfolgte im Geschäftsjahr 2018 nicht.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Von den sonstigen betrieblichen Aufwendungen entfallen 986 Tsd. EUR (Vorjahr: 3.493 Tsd. EUR) auf Aufwendungen aus Währungsverlusten.

Die periodenfremden Aufwendungen betragen 60 Tsd. EUR (Vorjahr: 3 Tsd. EUR).

Materialaufwand

2018 2017
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 47.093 47.616
Aufwendungen für bezogene Leistungen 27 73
  47.120 47.689

in Tsd. EUR

Personalaufwand

2018 2017
Löhne und Gehälter 23.732 24.606
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 4.534 4.177
- davon für Altersversorgung 157 Tsd. EUR (i. Vj. 138 Tsd. EUR) -    
  28.266 28.783

in Tsd. EUR

Außergewöhnliche Sachverhalte

Bezüglich der außergewöhnlicher Sachverhalte (Zuschreibungen auf Forderungen sowie Auflösungen von Rückstellungen) hinsichtlich Größe und Bedeutung wird auf die Erläuterung zu den sonstigen betrieblichen Erträgen verwiesen. Darüber hinaus waren Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert auf Finanzanlagen in Höhe von 17.676 Tsd. EUR erforderlich.

Sonstige Angaben

Vergütung der Abschlussprüfer

Für das abgeschlossene Geschäftsjahr wurden die Abschlussprüfer wie folgt vergütet:

2018 2017
Abschlussprüfung 57 54
Andere Bestätigungsleistungen - -
Steuerberatungsleistungen - -
Sonstige Leistungen - 1.074
Summe 57 1.128

in Tsd. EUR

Wesentliche Vorgänge nach dem Bilanzstichtag

Am 22. Februar 2019 hat die Analytik Jena AG eine Kapitalerhöhung in Höhe von 50.000 Tsd. INR (600 Tsd. EUR) bei der Tochtergesellschaft AJ Instruments India Pvt. Ltd. durchgeführt (Beschluss vom 14. Dezember 2018).

Mit Vorstandsbeschluss vom 14. Dezember 2018 hat die Analytik Jena AG eine weitere Kapitalerhöhung in Höhe von 500 Tsd. EUR für die Tochtergesellschaft Analytik Jena France genehmigt. Die Durchführung wird im Geschäftsjahr 2019 stattfinden.

Organe

Vorstand

Der Vorstand setzte sich im Geschäftsjahr wie folgt zusammen:

Ulrich Krauss, Dipl.-Kaufmann, Vorstandsvorsitzender
Mitglied seit 18.11.2015, Vorsitzender seit 01.10.2016, Bestellung bis 31.12.2020

Stefan Glaser, Industriekaufmann, Finanzvorstand
Mitglied seit 01.01.2017, Bestellung bis 31.12.2020, ausgeschieden am 30.06.2018

Hanno Wilhelm, Diplom-Kaufmann, Finanzvorstand
Berufung am 26.09.2018
Mitglied seit 12.11.2018, Bestellung bis 31.12.2020

Dr. techn. Peter Juschitz, Dipl.-Ingenieur, Vorstand Operations
Mitglied seit 18.11.2015, Bestellung bis 31.12.2020

Grit Petzholdt-Gühne, Personalkauffrau, Dipl. Sprechwissenschaftlerin,
Personalvorstand
Mitglied seit 01.01.2016, Bestellung bis 31.12.2020

Gesamtbezüge des Vorstands

Der Vorstand erhält direkte und indirekte Vergütungskomponenten, wobei die indirekte Vergütungskomponente aus den Aufwendungen zur Altersversorgung besteht. Weitere Vergütungskomponenten sind die Privatnutzung der Firmen-PKW sowie Direktversicherungsbeiträge.

Die direkte Vergütung der Vorstandsmitglieder umfasst fixe und variable Bestandteile sowie Leistungsanreize zur langfristigen Steigerung des Unternehmenswertes. Die Kriterien für die Angemessenheit der Vergütung bilden insbesondere die Aufgaben des jeweiligen Vorstandsmitglieds, die Leistung des Vorstands sowie die wirtschaftliche Lage und der Erfolg des Unternehmens, gemessen am EBITDA.

Vorschüsse und Kredite sowie Haftungserklärungen zugunsten der Vorstandsmitglieder - wie im Übrigen auch zugunsten der Aufsichtsratsmitglieder - wurden nicht gewährt.

  Vorstandsvergütung - Gewährte Zuwendungen 2018 Zugesagte/Gewährte Leistungen für vorzeitige Beendigung der Mitgliedschaft im Vorstand und Gesamtbezüge früherer Vorstandsmitglieder
Festvergütung 741.096,65 -
Nebenleistungen 34.262 -
Summe 775.358,65 -
Einjährige variable Vergütung 134.064,00 -
Sozialversicherung 15.252,03 -
Versorgungsaufwand 75.496,73 36.813
Gesamtvergütung 1.000.171,41 36.813

in Tsd. EUR

Aufsichtsrat

Andreas Krey, Dipl.-Militärwissenschaftler,
Vorsitzender seit 04.04.2008, Mitglied seit 04.04.2008
Sprecher der Geschäftsführung der Landesentwicklungsgesellschaft Thüringen, Erfurt

Dr. Heiner Zehntner, Volljurist,
Mitglied seit 29.04.2014
Legal Counsel und Corporate Director der Endress+Hauser AG, Reinach, Schweiz

Klaus Berka, Dipl.-Ingenieur, Unternehmer
Mitglied bis 13.06.2018

Dr. Luc Schultheiss,
Mitglied seit 02.07.2018
Chief Financial Officer der Endress+Hauser Management AG, Reinach, Schweiz

Dirk Neirinck
Mitglied seit 01.10.2016
Corporate Director Business Development der Endress+Hauser Management AG, Reinach, Schweiz

Vergütung des Aufsichtsrats

Gemäß § 14 der Satzung der Gesellschaft kann den Aufsichtsratsmitgliedern für ihre Tätigkeit von der Hauptversammlung eine Vergütung bewilligt werden.

Die Vergütung ist jeweils nach Ablauf des Geschäftsjahres zahlbar.

Die Aufsichtsratsvergütungen beliefen sich im Geschäftsjahr 2018 auf 40 Tsd. EUR (Vorjahr: 40 Tsd. EUR).

Aufsichtsratsvergütung für die Geschäftsjahre 2018 und 2017.

Festvergütung Vergütungsverzicht Gesamtvergütung
2018 2017 2018 2017 2018 2017
Vergütung Aufsichtsrat 40 40 - - 40 40

in Tsd. EUR

Zum Bilanzstichtag bestanden keine Kredite an Mitglieder des Aufsichtsrats. Im Berichtsjahr erfolgten keine Darlehensablösungen.

Mitarbeiter

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter:

Gewerbliche Arbeitnehmer 27
Angestellte 503
Auszubildende 14
Gesamt 544

Konzernverhältnisse

Die Gesellschaft ist gemäß § 291 Abs. 2 Nr. 3 HGB von der Aufstellung eines Konzernabschlusses befreit. Die Gesellschaft wird in die Konzernabschlüsse der Endress+Hauser (Deutschland) AG+Co. KG, Weil am Rhein, für den kleinsten Kreis von Unternehmen einbezogen. Der Konzernabschluss wird im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht. Weiterhin ist die Gesellschaft in den Konzernabschluss der Endress+Hauser AG, Reinach, Schweiz, für den größten Kreis an Unternehmen einbezogen. Beide Konzernabschlüsse sind auch am Sitz der Gesellschaft erhältlich.

Vorschlag für die Ergebnisverwendung

Der Vorstand wird dem Aufsichtsrat zur Sitzung am 27. März 2019 mit der Feststellung des Jahresabschlusses empfehlen, den handelsrechtlichen Jahresfehlbetrag auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Jena, 15. März 2019

Der Vorstand der Analytik Jena AG

Ulrich Krauss

Hanno Wilhelm

Dr. Peter Juschitz

Grit Petzholdt-Gühne

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2018

Anschaffungs- u. Herstellkosten
Bilanzpositionen Vortrag 01.01.2018 Währungsdifferenzen Zugang
0 1 4 5
I. Immaterielle Vermögensgegenstände      
1. Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände 660.739,15 0,00 0,00
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 9.987.746,60 0,00 140.498,50
3. Geschäfts- oder Firmenwert 5.980.840,45 0,00 0,00
4. Geleistete Anzahlungen 212.319,88 0,00 127.533,01
  16.841.646,08 0,00 268.031,51
II. Sachanlagen      
1. Grundstücke und Bauten 19.789.158,02 0,00 2.761,05
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.896.723,31 0,00 362.313,12
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 21.640.095,34 0,00 356.920,28
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 131.337,57 0,00 181.669,48
  44.457.314,24 0,00 903.663,93
III. Finanzanlagen      
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 42.032.678,97 0,00 13.901.105,99
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 2.145.493,71 0,00 0,00
3. Beteiligungen 175.564,46 0,00 0,00
  44.353.737,14 0,00 13.901.105,99
Gesamt 105.652.697,46 0,00 15.072.801,43
Anschaffungs- u. Herstellkosten
Bilanzpositionen Umbuchungen (+/-) Abgang Stand 31.12.2018
0 6 7 8
I. Immaterielle Vermögensgegenstände      
1. Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 0,00 660.739,15
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 114.349,39 2.284,94 10.240.309,55
3. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 0,00 5.980.840,45
4. Geleistete Anzahlungen -114.349,39 1.472,00 224.031,50
  0,00 3.756,94 17.105.920,65
II. Sachanlagen      
1. Grundstücke und Bauten 0,00 808.267,87 18.983.651,20
2. Technische Anlagen und Maschinen 0,00 667.123,62 2.591.912,81
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 51.325,00 1.670.842,33 20.377.498,29
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau -51.325,00 76.689,33 184.992,72
  0,00 3.222.923,15 42.138.055,02
III. Finanzanlagen      
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 13.231.058,24 42.702.726,72
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 2.145.493,71 0,00
3. Beteiligungen 0,00 0,00 175.564,46
  0,00 15.376.551,95 42.878.291,18
Gesamt 0,00 18.603.232,04 102.122.266,85
Abschreibungen
Bilanzpositionen Vortrag 01.01.2018 Währungsdifferenzen Abschreibg. des Geschäftsjahres Abgang Stand 31.12.2018
0 9 12 13 15 16
I. Immaterielle Vermögensgegenstände          
1. Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände 372.558,15 0,00 83.936,89 0,00 456.495,04
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 8.298.114,22 0,00 555.036,32 2.284,94 8.850.865,60
3. Geschäfts- oder Firmenwert 4.146.714,90 0,00 1.047.854,16 0,00 5.194.569,06
4. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
  12.817.387,27 0,00 1.686.827,37 2.284,94 14.501.929,70
II. Sachanlagen          
1. Grundstücke und Bauten 3.541.145,24 0,00 551.508,39 671.512,13 3.421.141,50
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.033.666,13 0,00 154.527,40 521.221,21 1.666.972,32
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 14.536.145,35 0,00 1.744.133,13 1.669.852,34 14.610.426,14
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
  20.110.956,72 0,00 2.450.168,92 2.862.585,68 19.698.539,96
III. Finanzanlagen          
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 14.714.070,38 0,00 17.676.000,00 13.146.527,74 19.243.542,64
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
3. Beteiligungen 25.563,95 0,00 0,00 0,00 25.563,95
  14.739.634,33 0,00 17.676.000,00 13.146.527,74 19.269.106,59
Gesamt 47.667.978,32 0,00 21.812.996,29 16.011.398,36 53.469.576,25
Bilanzpositionen Buchwert 31.12.2018 Buchwert 31.12.2017
0 18 19
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
1. Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände 204.244,11 288.181,00
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 1.389.443,95 1.689.632,38
3. Geschäfts- oder Firmenwert 786.271,39 1.834.125,55
4. Geleistete Anzahlungen 224.031,50 212.319,88
  2.603.990,95 4.024.258,81
II. Sachanlagen    
1. Grundstücke und Bauten 15.562.509,70 16.248.012,78
2. Technische Anlagen und Maschinen 924.940,49 863.057,18
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.767.072,15 7.103.949,99
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 184.992,72 131.337,57
  22.439.515,06 24.346.357,52
III. Finanzanlagen    
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 23.459.184,08 27.318.608,59
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 2.145.493,71
3. Beteiligungen 150.000,51 150.000,51
  23.609.184,59 29.614.102,81
Gesamt 48.652.690,60 57.984.719,14

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Analytik Jena AG, Jena

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Analytik Jena AG, Jena, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2018 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2018 bis zum 31. Dezember 2018 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungsund Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Analytik Jena AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2018 bis zum 31. Dezember 2018 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2018 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2018 bis zum 31. Dezember 2018 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt 'Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Stuttgart, den 15. März 2019

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Marco Fortenbacher, Wirtschaftsprüfer

ppa. Nancy Nowitzki, Wirtschaftsprüferin

Bericht des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2018

Überwachung der Geschäftsführung

Der Aufsichtsrat der Analytik Jena AG hat auch im Geschäftsjahr 2018 die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben sorgfältig wahrgenommen und die Geschäftsführung des Vorstands der Analytik Jena AG laufend kontrolliert und überwacht sowie beratend begleitet. Im kontinuierlichen Dialog mit dem Vorstand war der Aufsichtsrat in alle Entscheidungen, die für das Unternehmen von grundlegender Bedeutung waren, frühzeitig und intensiv eingebunden. Soweit dies nach Gesetz, Satzung oder Geschäftsordnungen geboten war, hat der Aufsichtsrat nach gründlicher Prüfung und Beratung entsprechende Beschlüsse gefasst.

Der Vorstand berichtete zeitgerecht und umfassend in schriftlicher und mündlicher Form über die aktuelle Lage der Gesellschaft und des Konzerns, über wesentliche Geschäftsvorfälle, grundsätzliche Fragen der Unternehmenspolitik und -strategie, die Umsatz-, Ertrags- und Finanzlage, die Unternehmensplanung einschließlich der Finanz-, Investitions- und Personalplanung der Gesellschaft und ihrer wesentlichen Tochter- und Beteiligungsgesellschaften, sowie über die Risikolage und das Risikomanagement. Auch das Insolvenzverfahren über das Vermögen der Tochtergesellschaft AJZ Engineering GmbH und die damit im Zusammenhang stehenden Angelegenheiten mit unmittelbarem Bezug zur Analytik Jena AG waren regelmäßig Gegenstand der Berichterstattung. Der Aufsichtsrat hat die Berichte eingehend diskutiert und mit dem Vorstand erörtert. Die Zusammenarbeit war hierbei stets vertrauensvoll und von konstruktivem Dialog geprägt.

Sitzungen des Aufsichtsrats

Zur Wahrnehmung seiner Aufgaben trat der Aufsichtsrat im Geschäftsjahr 2018 zu vier ordentlichen Sitzungen am 15. März 2018, am 13. Juni 2018, am 26. September 2018 und am 14. Dezember 2018 zusammen. Die Sitzungen wurden in Jena oder in Reinach (Schweiz) abgehalten. Mit Ausnahme der Sitzung vom 15. März 2018, an der Herr Andreas Krey nicht teilnehmen konnte, waren jeweils alle Mitglieder des Aufsichtsrats und alle Mitglieder des Vorstands der Analytik Jena AG anwesend. Soweit es zur besseren Beurteilung notwendig erschien, wurden verantwortliche Mitarbeiter zur Berichterstattung über bestimmte Tagesordnungspunkte hinzugezogen.

Jahresabschluss, Abschlussprüfung

Die Hauptversammlung wählte am 13. Juni 2018 die PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Erfurt, (nachfolgend "PwC") zum Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2018. Die PwC hat den Jahresabschluss der Analytik Jena AG einschließlich Lagebericht geprüft und einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt.

Der Bericht des Vorstands über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen nach § 312 AktG ("Abhängigkeitsbericht") wurde ebenfalls durch die PwC geprüft und mit folgendem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen:

"Nach unserer pflichtmäßigen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass

1.

die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind,

2.

bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war oder Nachteile ausgeglichen worden sind,

3.

bei den im Bericht aufgeführten Maßnahmen keine Umstände für eine wesentlich andere Beurteilung als die durch den Vorstand sprechen."

Die Jahresabschlussunterlagen einschließlich des Abhängigkeitsberichts sowie die Prüfungsberichte der PwC standen allen Mitgliedern des Aufsichtsrats rechtzeitig zur Verfügung. Die Unterlagen wurden durch den Aufsichtsrat geprüft und in der Bilanzsitzung am 27. März 2019 umfassend diskutiert. Wirtschaftsprüfer der PwC berichteten in der Sitzung über die wesentlichen Ergebnisse ihrer Prüfung und standen für ergänzende Auskünfte zur Verfügung.

Nach eingehender eigener Prüfung der Unterlagen schloss sich der Aufsichtsrat den Ergebnissen der PwC an. Einwendungen, insbesondere auch gegen die Schlusserklärung des Vorstands zum Abhängigkeitsbericht, waren nicht zu erheben. Der Aufsichtsrat billigte den Jahresabschluss. Der Jahresabschluss ist damit festgestellt.

Der im abgelaufenen Geschäftsjahr eingetretene Bilanzverlust geht als Verlustvortrag in die neue Rechnung über. Dementsprechend wird der Hauptversammlung ein Vorschlag zur Verwendung des Bilanzgewinns nicht unterbreitet.

Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand und allen Mitarbeitenden der Analytik-Jena-Gruppe für die erbrachten Leistungen im abgelaufenen Geschäftsjahr 2018.

 

Jena, 27. März 2019

Für den Aufsichtsrat

Andreas Krey

Vorsitzender des Aufsichtsrats

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