Stammdaten

Register
Amtsgericht Frankfurt am Main HRB 75413
Vorher
Opal 43. GmbH
Eingetragen
1.9.2005
Branche
Ambulante Betreuungsdienste für Menschen mit BehinderungErbringung von ergotherapeutischen DienstleistungenAmbulante Betreuungsdienste für ältere Menschen
Gegenstand
die Versorgung mit medizinischen Dienstleistungen besonders auf dem Gebiet der Opthomologie.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Calanit GmbHCHE
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Calanit GmbH
Switzerland
25.000 €
100.00%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

CARE Vision Germany GmbH

Frankfurt am Main

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bilanz zum 31. Dezember 2023

(Vorjahr zum Vergleich)

AKTIVA

31.12.2023 31.12.2022
TEUR TEUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände Entgeltlich erworbene Software 205 99
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen 5.924 5.384
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 9.110 8.052
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 3.221 1.171
18.255 14.607
III. Finanzanlagen
Wertpapiere des Anlagevermögens 6.140 103
24.600 14.809
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 906 804
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 486 439
2. Sonstige Vermögensgegenstände 130 11
616 450
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 1.911 3.644
3.433 4.898
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 174 100
28.207 19.807

PASSIVA

31.12.2023 31.12.2022
TEUR TEUR
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 25 25
II. Kapitalrücklage 770 770
III. Gewinnvortrag 12.655 6.269
IV. Jahresüberschuss 6.628 6.385
20.078 13.449
B. RÜCKSTELLUNGEN
1. Steuerrückstellungen 2.059 918
2. Sonstige Rückstellungen 1.665 1.759
3.724 2.677
C. VERBINDLICHKEITEN
1. Erhaltene Anzahlungen 697 607
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.864 1.266
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 52 248
4. Sonstige Verbindlichkeiten 558 398
- davon aus Steuern: 182 TEUR (Vorjahr: 80 TEUR)
3.171 2.519
D. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 1.234 1.162
28.207 19.807

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

(Vorjahr zum Vergleich)

2023 2022
TEUR TEUR
1. Umsatzerlöse 47.518 42.625
2. Sonstige betriebliche Erträge 26 104
3. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -4.841 -4.649
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -1.890 -1.536
-6.731 -6.185
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -15.075 -13.203
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -2.410 -2.044
-17.485 -15.247
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und auf Sachanlagen -2.681 -2.421
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen -10.950 -9.869
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 60 33
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -33 -7
- davon aus verbundenen Unternehmen: 7 TEUR (Vorjahr: 1 TEUR)
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -3.096 -2.648
10. Ergebnis nach Steuern/Jahresüberschuss 6.628 6.385

ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

Allgemeines

Die Gesellschaft ist unter der Firma CARE Vision Germany GmbH mit Sitz in Frankfurt am Main im Handelsregister des Amtsgerichts Frankfurt am Main unter der Nummer HRB 75413 eingetragen.

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und 264 ff. HGB nach den Rechnungslegungsvorschriften für große Kapitalgesellschaften des Handelsgesetzbuches (HGB) unter Berücksichtigung des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) sowie nach den einschlägigen Vorschriften aufgestellt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren (§ 275 Abs. 2 HGB) aufgestellt. Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr. Der Jahresabschluss wird in TEUR aufgestellt.

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert. Die voraussichtliche Nutzungsdauer beträgt 3 Jahre.

Das Sachanlagevermögen ist mit Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bewertet und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer linear über 2 bis 13 Jahre abgeschrieben. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden zeitanteilig vorgenommen.

Der Wertansatz der Finanzanlagen erfolgt zu Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert bei dauernder Wertminderung.

Vorräte an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen werden mit den Anschaffungskosten oder niedrigeren Preisen am Bilanzstichtag bewertet.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen; das allgemeine Kreditrisiko ist durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt.

Die flüssigen Mittel sind zum Nennwert angesetzt.

Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Der Wertansatz für die sonstigen Rückstellungen berücksichtigt alle zum Zeitpunkt der Bilanzierung erkennbaren Risiken, ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste.

Die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen sind mit dem Nennwert bewertet.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Auf der Passivseite werden als Rechnungsabgrenzungsposten Einnahmen vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Erhaltene Baukostenzuschüsse, die in wirtschaftlicher Betrachtungsweise Mietminderungen sind, werden unter den passiven Rechnungsabgrenzungsposten ausgewiesen und über die Laufzeit des zugrundeliegenden Mietvertrags aufgelöst.

Erläuterungen zum Jahresabschluss

Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) dargestellt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.

Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten

Von den Guthaben bei Kreditinstituten dienen 1.911 TEUR als Sicherheiten gegenüber Vermietern und sind dem Zugriff entzogen.

Eigenkapital

Das Stammkapital beträgt 25 TEUR und ist in voller Höhe eingezahlt. Die Kapitalrücklage in Höhe von 770 TEUR blieb unverändert zum Vorjahr.

Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Bonuszahlungen (465 TEUR; i.V. 209 TEUR), Urlaubsrückstellungen (290 TEUR; i. V. 302 TEUR) sowie Rückstellungen für ausstehende Rechnungen (184 TEUR; i.V. 322 TEUR).

Verbindlichkeiten

Die Restlaufzeit der Verbindlichkeiten sind im Verbindlichkeitenspiegel im Einzelnen dargestellt (in TEUR):

2023
Art der Verbindlichkeit ≤1 Jahr >1 Jahr Gesamt
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 697 0 697
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.864 0 1.864
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 52 0 52
Sonstige Verbindlichkeiten 558 0 558
Insgesamt 3.171 0 3.171
2022
Art der Verbindlichkeit ≤1 Jahr >1 Jahr Gesamt
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 607 0 607
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.266 0 1.266
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 248 0 248
Sonstige Verbindlichkeiten 398 0 398
Insgesamt 2.519 0 2.519

Sämtliche Verbindlichkeiten sind unbesichert. Bei den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen handelt es sich um sonstige Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter.

Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Der Umsatz der CARE Vision Germany GmbH gliedert sich in folgende Kategorien:

2023 2022
TEUR TEUR
Laser 31.814 29.254
Linsen - IOL 9.700 8.092
Linsen - ICL 2.596 2.363
Kooperationspartnerschaft 2.350 1.988
Sonstige 1.058 928
Summe 47.518 42.625

Der Umsatz gliedert sich regional wie folgt auf:

2023 2022
TEUR TEUR
Deutschland 46.287 41.625
Österreich 1.230 1.000
Summe 47.518 42.625

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind v.a. periodenfremde Erträge in Höhe von 26 TEUR enthalten.

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von 8 TEUR enthalten. Diese resultieren hauptsächlich aus den Nachrechnungen bei den unterschiedlichen Versorgungsanbietern (z.B. für Energie und Strom).

In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind Zinsen aus verbundenen Unternehmen von 2 TEUR (Vorjahr: 7 TEUR) enthalten. Diese resultieren aus dem unterjährigen Darlehen der Muttergesellschaft.

SONSTIGE FINANZIELLE VERPFLICHTUNGEN

Es bestehen in Höhe von 8.410 TEUR sonstige finanzielle Verpflichtungen. Sie setzen sich wie folgt zusammen (in TEUR):

Art der Verpflichtung ≤1 Jahr >1 & ≤ 5 Jahre > 5 Jahre Gesamt
aus Mietverträgen 2.317 3.982 1.855 8.154
aus Wartungs- und KFZ Leasingverträgen 536 44 0 580
Summe 2.853 4.025 1.855 8.733

Außerbilanzielle Geschäfte

Im Berichtsjahr wurden keine wesentlichen Transaktionen getätigt, die dauerhaft keinen Eingang in die Bilanz finden oder einen dauerhaften Abgang von Vermögensgegenständen nach sich ziehen.

Sonstige Angaben

Mitarbeiter

In der Gesellschaft waren im Berichtsjahr durchschnittlich 304 Arbeitnehmer beschäftigt.

2023 2022
Kliniken 257 241
Verwaltung 47 45
Gesamt 304 286

GeschäftsführungGeschäftsführer der CARE Vision Germany GmbH war im Geschäftsjahr 2023:

Luis Gravalos, Jurist, Gorraiz/Spanien

Der ausgeübte Beruf stimmt mit der Organstellung überein und ist die operative Geschäftsführung.

Der Geschäftsführer hat einen Anstellungsvertrag mit der Gesellschaft, die Befreiungsvorschrift des § 286 Abs. 4 HGB wird genutzt.

Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss 2023 in Höhe von 6.628 TEUR auf neue Rechnung vorzutragen.

Abschlussprüferhonorar

Das Gesamthonorar des Abschlussprüfers beträgt 31 TEUR für das Geschäftsjahr 2023. Hierbei handelt es sich um reine Abschlussprüfungsleistungen.

Konzernzugehörigkeit

Alleinige Gesellschterin der CARE Vision Germany GmbH ist die Clinica Baviera S.A., Madrid/Spanien. Das Mutterunternehmen, das für den kleinsten Konsolidierungskreis einen Konzernabschluss aufstellt, in den unsere Gesellschaft einbezogen wird, ist die Clinica Baviera S.A., Madrid/Spanien. Der Konzernabschluss wird durch die Clinica Baviera S.A. in Madrid/Spanien veröffentlicht. Der größte Konsolidierungskreis, in den unsere Gesellschaft einbezogen wird, ist der Konzernabschluss der AIER Eye Hospital Group, China. Der Konzernabschluss des größten Konsolidierungskreises ist am Sitz der Gesellschaft erhältlich und wird bei der Shenzhen Stock Exchange veröffentlicht.

Nachtragsbericht

Seit Ende des Geschäftsjahres 2023 bis zum heutigen Datum der Aufstellung dieses Jahresabschlusses und Lageberichts sind keine nennenswerten Ereignisse eingetreten oder bekannt geworden. CARE Vision ist nicht direkt von den geopolitischen Konsequenzen des Krieges zwischen Russland und der Ukraine betroffen. Nichtsdestotrotz kann die Gesellschaft indirekt von dem Konflikt betroffen sein, u.a. durch steigende Energiekosten.

 

Frankfurt am Main, den 8. November 2024

Luis Gravalos, Geschäftsführer

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

A. Grundlagen der Gesellschaft

CARE Vision Germany GmbH ist im Bereich der Ophthalmologie tätig. In erster Linie handelt es sich um Augenlaserkorrekturen, Intraokulare Behandlungen und andere Augenbehandlungen.

CARE Vision Germany GmbH betreibt deutschlandweit 24 Niederlassungen, 5 davon sind konzessionierte Privatkrankenanstalten nach § 30 Gewerbeordnung.

In München und Rosenheim arbeiten wir zusammen mit dem Kooperationspartner Lasik Care - Augenärztliche Berufsausübungsg emeinschaft Dr. med. Erik Wölfel und Pina Pacifico.

In Wien erfolgt eine Zusammenarbeit mit der ärztlichen Ordination des Prof. Dr. Ulrich Michael Klemen - Kooperationspartner und Lizenznehmer von CARE Vision Germany GmbH.

In Trier wurde ein Kooperationsvertrag mit der MVZ Augenklinik Petrisberg GmbH seit November 2022 abgeschlossen. Das MVZ Augenklinik Petrisberg ist ein großes augenheilkundliches Zentrum in der Region Trier.

B. Wirtschaftsbericht

B.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (bip) war im Jahr 2023 nach ersten Berechnungen des statistischen Bundesamtes (destatis) um 0,3 % niedriger als im Vorjahr. Kalenderbereinigt betrug der Rückgang der Wirtschaftsleistung 0,1 %. "Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland kam im Jahr 2023 im nach wie vor krisengeprägten Umfeld ins Stocken", sagte Ruth Brand bei der Pressekonferenz "Bruttoinlandsprodukt 2023 für Deutschland" in Berlin. "Die trotz der jüngsten Rückgänge nach wie vor hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen dämpften die Konjunktur. Hinzu kamen ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Damit setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort", so Brand weiter. Im Vergleich zu 2019, dem Jahr vor Beginn der CoronaPandemie, war das BIP 2023 um 0,7 % höher." 1)

Der private Konsum nahm im Jahr 2023 preisbereinigt um 0,8 % gegenüber dem Vorjahr ab und entfernte sich damit wieder vom Vorkrisenniveau des Jahres 2019 (-1,5 %). Dies dürfte vor allem auf die hohen Verbraucherpreise zurückzuführen sein. 1)

Der ophthalmologische Markt in Deutschland hat sich positiv im Vergleich zur gesamtwirtschaftlichen Lage gezeigt, wenn man Care Vision und seinen Hauptkonkurrenten betrachtet. Care Vision wuchs im Umsatz um 11% während der größte Konkurrent auf dem Markt in 2023 um 17% ihren Umsatz steigerte.

B.2. Geschäftsverlauf und Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Finanzielle Leistungsindikatoren

Wesentliche finanzielle Leistungsindikatoren der Gesellschaft sind die Umsatzerlöse und das Rohergebnis (Erlöse, zuzüglich Bestandsveränderung, abzüglich Materialaufwendungen sowie zuzüglich der sonstigen betrieblichen Erträge). Zusätzlich nutzt die Gesellschaft als Kennzahlen zur Leistungssteuerung das EBIT und das Jahresergebnis. Im Folgenden wird die VFE-Lage dargestellt.

1) Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2023 um 0,3 % gesunken - Statistisches Bundesamt (destatis.de)

Vermögenslage

In den folgenden Tabellen haben wir die Vermögenslage zum 31. Dezember 2023 der Vermögenslage zum 31. Dezember 2022 getrennt nach Aktiva und Passiva betriebswirtschaftlich gegenübergestellt.

Aktiva 31.12.2023 31.12.2022 Abweichung
TEUR TEUR TEUR %
Anlagevermögen 24.600 14.809 9.791 66%
Umlaufvermögen
Vorräte 906 804 102 13%
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 616 450 166 37%
Flüssige Mittel 1.911 3.644 -1.733 -48%
Aktiver Abrechnungsposten 174 100 74 74%
Bilanzsumme Aktiva 28.207 19.807 8.400 42%

Die Gesellschaft weist zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 eine Bilanzsumme von 28.207 TEUR aus, die im Vergleich zum Vorjahr um ca. 42 % angestiegen ist. Die Bilanzsumme steigt somit wesentlich durch die Investition in neue Kliniken und durch Finanzinvestitionen.

Die Anlagenintensität beträgt zum 31. Dezember 2023 ca. 87 % (Vorjahr ca. 75 %).

Die Steigerung der Anlagenintensität im Vergleich zum Vorjahr ist begründet durch den Zugang von Anlagen in Höhe von 6.263 TEUR sowie Zugängen in Finanzanlagen in Höhe von 6.037 TEUR. Der Großteil dieser Investitionen aus eigenen Mitteln betrifft die neuen Kliniken in Berlin, Lörrach, Wiesbaden, Stuttgart und Erfurt. Die Abschreibungen im Jahr 2023 belaufen sich auf 2.681 TEUR. Das Umlaufvermögen besteht aus Vorräten, Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen sowie den flüssigen Mitteln. Es besteht weiterhin eine Finanzinvestition über 6.037 TEUR. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind im Vergleich zum Vorjahr von 439 TEUR auf 486 TEUR gestiegen. Dies liegt u.a. an dem größeren Umsatz einzelner Klinken wie Stuttgart und Hamburg sowie an den ausstehenden Forderungen an die BAG in München. Die flüssigen Mittel sind im Vergleich zum Vorjahr von 3.644 TEUR auf 1.911 TEUR gesunken. Die flüssigen Mittel sind vor allem gesunken durch Investitionen in Finanzanlagen (6.037 TEUR). Die Vorräte sind von 804 TEUR auf 906 TEUR gestiegen.

Passiva 31.12.2023 31.12.2022 Abweichung
TEUR TEUR TEUR %
Eigenkapital 20.078 13.449 6.629 49%
Rückstellungen 3.724 2.677 1.047 39%
Verbindlichkeiten und PRAP 4.405 3.681 724 20%
Bilanzsumme Passiva 28.207 19.807 8.400 42%

Die Kapitalstruktur der Gesellschaft ist ausgewogen. Auf der Passivseite ist das Eigenkapital im Vergleich zum Vorjahr um ca. 49 % gestiegen. Als Eigenkapital werden 20.078 TEUR ausgewiesen, die Eigenkapitalquote ist mit ca. 71 % (Vorjahr 68 %) hoch und deckt 82 % des Anlagevermögens ab. Der Anstieg resultiert aus dem Jahresüberschuss des Geschäftsjahres.

Die Rückstellungen sind im Vergleich zum Vorjahr um 1.047 TEUR gestiegen. Der Anstieg der Rückstellung ergibt sich in ihrem Großteil durch die Erhöhung der Gewerbesteuerrückstellung um ca. 500 TEUR. Die Verbindlichkeiten und der PRAP haben sich im Vergleich zum 31. Dezember 2022 um 725 TEUR erhöht. Die Erhöhung resultiert überwiegend aus dem Anstieg der Geschäftstätigkeit.

Finanzlage:

Die Gesellschaft finanziert sich aus dem operativen Cash-Flow. Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 verfügte die Gesellschaft über ausreichend liquide Mittel in Höhe von 1.911 TEUR.

Gemäß Empfehlung der Deutschen Vereinigung für Finanzanalyse und Asset Management (DVFA) und der Schmalenbach-Gesellschaft (SG) ergibt sich folgende einfache Cash-Flow- Berechnung für das abgelaufene Geschäftsjahr 2023:

Kapitalflussrechnung 2023 2022
TEUR TEUR
Jahresüberschuss 6.628 6.385
Abschreibungen 2.681 2.421
Zwischensumme Cash-Flow (nach DVFA und SG) 9.309 8.806
Änderung Working Capital 1.624 -660
Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit -12.470 -4.098
Mittelabfluss aus Finanzierungstätigkeit Dividenden -196 -5.000
Cash- Flow (Gesamt / vereinfacht) -1.733 -952
Finanzmittelfond am Anfang der Berichtsperiode 3.644 4.596
Finanzmittelfond am Ende der Berichtsperiode 1.911 3.644

Der Cash-Flow nach DVFA SG beträgt im Berichtsjahr 9.309 TEUR (Vorjahr: 8.806 TEUR) und besteht aus dem Jahresüberschuss und die laufenden Abschreibungen.

Die Mittelabflüsse des Geschäftsjahres 2023 aus bestehen vor allem aus Finanzinvestitionen von 6.037 TEUR und die hohen Ausgaben für Investitionen in Sachanlagen und Immaterielle Vermögensgegenstände von 6.334 TEUR. Im Wesentlichen ist die Investitionstätigkeit auf die im Berichtsjahr angeschafften technischen Anlagen und die Betriebs- und Geschäftsausstattung für Kliniken zurückzuführen.

Insgesamt ergibt sich ein vereinfachter negativer Cash-Flow von 1.733 TEUR. Der Finanzmittelfond am Anfang des Geschäftsjahres belief sich auf 3.644 TEUR und hat sich am Ende des Geschäftsjahres auf 1.911 TEUR verringert.

Die Finanzlage kann als sehr solide bezeichnet werden. Verbindlichkeiten werden bei Fälligkeit beglichen und Forderungen so gering wie möglich gehalten. Um die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft grundsätzlich sicher zu stellen, besteht die Möglichkeit, im Bedarfsfall kurzfristige Liquidität bei der Muttergesellschaft abzurufen.

Ertragslage

In der folgenden Tabelle haben wir die Ertragslage nach betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten für das Geschäftsjahr 2023 der Ertragslage für das abgelaufene Geschäftsjahr 2023 gegenübergestellt.

Gewinn- und Verlustrechnung 2023 2022
TEUR % TEUR %
Rohergebnis 40.813 100% 36.544 100%
Personalaufwand 17.485 43% 15.247 41%
Abschreibungen 2.681 7% 2.121 6%
Sonstige betriebliche Aufwendungen 10.950 27% 9.869 27%
Betriebsaufwand 31.116 76% 27.537 75%
EBIT 9.697 24% 9.007 24%
Zinserträge 60 0% 33 0%
Zinsaufwand 33 0% 7 0%
Ertragssteuern 3.096 8% 2.648 7%
Jahresüberschuss 6.628 16% 6.385 17%
Gewinn- und Verlustrechnung Veränderung
TEUR %
Rohergebnis 4.269 12%
Personalaufwand 2.238 15%
Abschreibungen 560 26%
Sonstige betriebliche Aufwendungen 1.081 11%
Betriebsaufwand 3.579 13%
EBIT 690 8%
Zinserträge 27 82%-
Zinsaufwand 26 371%
Ertragssteuern 448 17%
Jahresüberschuss 247 4%

Die Umsatzerlöse in Höhe von 47,5 Mio. EUR sind im Vergleich zum Vorjahr um 4.893 TEUR oder ca. 11% gestiegen. Im Rohergebnis von 40.813 TEUR (Vorjahr 36.544 TEUR) sind im Wesentlichen die Erträge aus der Ophthalmologie, die hauptsächlich in Deutschland erzielt werden und - wie im Vorjahr - auch die Umsätze aus der Vermietung von Räumlichkeiten sowie Praxisausstattungen an selbständige Ophthalmologen in Deutschland und Österreich sowie die dazugehörigen Materialkosten enthalten. Das Rohergebnis ist um ca. 11,7 % gegenüber der Vorperiode 2022 gestiegen. Die Prognosen der Umsatzerlöse und des Rohergebnisses wurden übertroffen.

Die Personalaufwand hat sich um 2.238 TEUR erhöht durch das Wachstum des Geschäfts. Darüber hinaus ist auch der Anstieg der Gehälter der bereits bestehenden Mitarbeiter ein Grund hierfür.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind gemäß des operativen Geschäftswachstums gestiegen. Darin enthalten sind die Marketing-Aufwendungen i.H.v. 2.749 TEUR (Vorjahr 2.356 TEUR), Leasing- und Service-Aufwendungen i.H.v. 746 TEUR (Vorjahr 560 TEUR) sowie Raumkosten i.H.v. 4.320 TEUR (Vorjahr 4.079 TEUR). Im Vergleich zum Vorjahr sind im Wesentlichen die Marketing-Aufwendungen, Leasing- und Service-Aufwendungen, Reise- u. Raumkosten und Wartungsaufwendungen.

Das EBIT als Leistungsindikator der Gesellschaft hat sich im Vergleich zu 2022 um 690 TEUR oder ca. 8 % erhöht und spiegelt eine stabile Entwicklung der Gesellschaft im Berichtsjahr wider.

Die Aufwendungen aus Steuern sind um 448 TEUR gestiegen. Das Geschäftsjahr schließt mit einem Jahresüberschuss von 6.632 TEUR (Vorjahr 6.385 TEUR) ab. Die Prognose des Vorjahres wurde eingehalten.

Gesamtbeurteilung der Lage

Die Geschäftsführung beurteilt das Geschäftsjahr 2023 positiv, wenn man die makroökonomische Situation mit hoher Inflation berücksichtigt. Nichtsdestotrotz konnte das Unternehmen ihre Einnahmen erhöhen sowie andere interne operativen Indikatoren erreichen und konnte zudem die Kosten dämpfen. So wurde ein EBIT von 9.697 TEUR erreicht, was ein Anstieg von 690 TEUR bedeutet verglichen mit dem Vorjahr (9.007 TEUR). Die Prognose des Vorjahres wurde somit übertroffen.

C. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

C.1 Prognosebericht

Trotz der anhaltenden angespannten geopolitischen Lage rechnet die Geschäftsführung mit einer positiven Entwicklung im nächsten Geschäftsjahr. Trotz der steigender Energiekosten plant die Gesellschaft ihre Ziele erreichen zu können, was die ersten Monate des Jahres 2024 bereits zeigen.

So rechnet die Geschäftsführung im Geschäftsjahr 2024 mit Umsatzerlösen von 53,5 Mio. EUR. Es wird ein EBIT von 10,5 Mio. EUR erwartet. Insgesamt erwarten wir ein im Vergleich zum Geschäftsjahr 2023 leicht erhöhtes Jahresergebnis.

Diese Erwartungen sind mit einer Unsicherheit verbunden, da die anhaltende angespannte geopolitische Lage nicht vorhergesagt werden kann.

Bei der Planung des Geschäftsjahres 2024 wurde der Effekt möglicher Preissteigerungen berücksichtigt v.a. bei der Ermittlung der Kosten. Die angespannte geopolitische Lage wurde berücksichtigt. CARE Vision ist nicht direkt von diese Unruhen abhängig, da die Gesellschaft keinen Außenhandel mit den betroffenen Ländern treibt. Die geopolitischen Spannungen können jedoch zu weiteren Steigerungen in den Energiepreisen führen.

C.2 Risikobericht

Als Tochterunternehmen der Clinica Baviera S.A. ist die Gesellschaft in das konzernweite Kontroll- und Überwachungssystem integriert. Auf Basis von Controlling-Auswertungen können nachteilige Veränderungen frühzeitig erkannt werden.

Die Gesellschaft hat keine Währungsrisiken. Gegen den Wettbewerb am Markt setzen wir auf unsere erfahrenen Mitarbeiter und unsere langjährige Erfahrung.

Das Geschäft der CARE Vision wird beeinflusst durch Faktoren, die nur sie betreffen und durch Ereignisse, die auch andere Unternehmen aus ihrem Geschäftsfeld betreffen. Darüber hinaus sind auch Entwicklungsindikatoren der Makroökonomie Deutschlands und Europas von Bedeutung. Die wichtigsten Risken und Unsicherheiten, die das Geschäft beeinflussen können, die finanzielle Lage, der Ruf, die Marke, die Unternehmensidentität und die Ergebnisse müssen zusammen mit der vorgetragenen Information des Jahresabschlusses berücksichtigt werden.

Der regulatorische Hintergrund des Gesundheitssektors beeinflusst teilweise die Beteiligung des privaten Sektors in diesem Geschäftsbereich. In manchen Regionen könnte von CARE Vision verlangt werden, eine Krankenhauslizenz zu beantragen. CARE Vision hat bereits in einem großen Teil der deutschen Kliniken eine solche Lizenz.

Ein weiteres Risiko sind unzufriedene Patienten. Wesentliche Quelle der Unternehmensfinanzierung ist unsere operative Geschäftstätigkeit mit den daraus generierten Mittelzuflüssen. Anhand von rollierenden Liquiditätsplanungen können etwaige Liquiditätsrisiken überwacht und effizient gesteuert werden. Die Liquiditätslage ist als zufriedenstellend zu bezeichnen. Die Gesellschaft verfügt über ein effizientes Mahnwesen. Es besteht außerdem eine langjährige Zusammenarbeit mit einem namhaften Inkassobüro. Verbindlichkeiten werden innerhalb vereinbarter Zahlungsfristen beglichen.

Aus heutiger Sicht sind keine Risiken erkennbar, die das Unternehmen in seinem Bestand gefährden könnten.

C.3 Chancenberichterstattung

Es sind keine wesentlichen Änderungen in der Geschäftspolitik geplant. Es wird geprüft, inwiefern sich die Produktpalette durch weitere Behandlungsarten erweitern lässt.

Unsere Marktchancen betrachten wir weiterhin als gut, das Leistungsangebot wird stetig erweitert und neueste Technologien eingesetzt, die wir in einer stetig anwachsenden Zahl von Filialen anbieten können. Unsere hohen Qualitätsansprüche setzen wir durch interne Ablauf- und Qualitätskontrollen durch.

Dem Wettbewerb am Markt werden wir weiterhin durch Erfahrung, Innovationen, Zuverlässigkeit und durch ein hohes Maß an Qualität begegnen.

Die Penetrationsrate der refraktiven Chirurgie ist weiterhin unter den anderen entwickelten Ländern wie USA, UK oder Spanien. Nach Schätzungen sind 81 % der deutschen Bevölkerung (76 % in Spanien) von Augenkrankheiten wie Kurzsichtigkeit, Weitsichtigkeit, Presbyopie oder Katarakt betroffen. In Deutschland sind 5 % hiervon operiert, während es in Ländern wie Spanien 15 % sind.

D. Niederlassungen

Die Gesellschaft unterhält Niederlassungen in den folgenden Städten: Wiesbaden, Erfurt, Lörrach, Bonn, Mannheim, Hamburg, Lübeck, Hannover, Leipzig, Berlin, Frankfurt am Main, Mainz, Darmstadt, Köln, Düsseldorf, Würzburg, Nürnberg, Regensburg, Erlangen, Stuttgart, Heilbronn, Freiburg, Ingolstadt, und Kooperationsverträge in Trier, Wien und München.

 

Frankfurt am Main, den 8. November 2024

Luis Gravalos, Geschäftsführer

"BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die CARE Vision Germany GmbH, Frankfurt am Main

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Gesellschaft - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1 Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Gesellschaft für das Geschäftsjahr vom 1 Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1 Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen."

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