Herstellung von Mehrzweckindustrierobotern
KATHREIN Broadcast GmbH
Ingenieur-Anton-Kathrein-Straße 2, 83101 Rohrdorf, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Jörg Günter Lippert seit 29.1.2026 | Geschäftsführer |
Hans Friedrich Elmar Dr. Liebler seit 29.1.2026 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich BerechtigteBeta
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Identifizierte Personen (2)
| Name | Anteil |
|---|---|
Dr. Hans Friedrich Elmar LieblerLenbach Beteiligungen GmbH+1 | 50.00% |
Dr. Frank Martin HillerLenbach Beteiligungen GmbH+1 | 50.00% |
GesellschafterBeta
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
KATHREIN Broadcast GmbHRohrdorfJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022Grundlagen des Unternehmens Geschäftsmodell Die KATHREIN-Broadcast Business Unit ist seit 2019 als verselbständigte Firmengruppe innerhalb des KATHREIN Konzerns in der Entwicklung, der Herstellung und dem Vertrieb von Kommunikations- und Antennentechnik tätig. Mission der Gruppe ist es, die Technologien im Rundfunk aktiv mitzugestalten, sie weiter aufzubauen und mit Innovationen noch leistungsfähiger und besser zu machen. Die KATHREIN Broadcast Business Unit wurde nach einer weitreichenden Restrukturierung aus der KATHREIN SE heraus verselbständigt. Die KATHREIN Broadcast Firmengruppe liefert Technik für Rundfunkübertragungen. Ungeachtet des Internets sind Fernsehen und Radio weiterhin wichtige Pfeiler in der Medienlandschaft. Mit der Umstellung vom analogen auf digitalen Rundfunk haben diese klassischen Medien einen wichtigen Schritt in die Zukunft getan. Die KATHREIN Broadcast Firmengruppe und deren Vorgänger Organisation im KATHREIN Firmenverbund verfügt über 60 Jahre Erfahrung im Bereich Rundfunk-Sendesysteme und bedient mit seinen Antennen digitale Zukunftstechnologien wie DAB, DAB+, DVB-T2, ISDB-T, ATSC oder DTMB. Wir bieten kundenspezifische Lösungen auch für die verschiedensten technischen Herausforderungen wie zum Beispiel spezielle Strahlungscharakteristiken oder Schutz gegen extreme Vereisung. Neben dem Rundfunk umfasst unser Portfolio auch Lösungen für die Kommunikation und Navigation im Flugverkehr. Außerdem bietet KATHREIN Broadcast Dienstleistungen (wie Installation, Wartung, Betrieb und Instandsetzung) von Antennensystemen und Sendern an. Die KATHREIN Broadcast Firmengruppe besteht aus der KATHREIN Broadcast GmbH in Deutschland und deren Tochterunternehmen SIRA Radio Systems S.r.l. in Italien, KATHREIN Broadcast S.R.L. in Rumänien und KATHREIN Broadcast USA. Inc. Die KATHREIN Broadcast GmbH übernimmt als Obergesellschaft der Business Unit Broadcast zentrale Tätigkeiten, vor allem die übergeordnete operative, kaufmännische und vertriebliche Steuerung sowie Forschung und Entwicklung. Außerdem werden in der deutschen GmbH Prototypen und Kleinserien gefertigt. Die rumänische Tochterfirma KATHREIN Broadcast S.R.L. ist innerhalb der Business Unit Broadcast der Hauptfertigungsstandort und der Vertriebshub für Ost-Europa, während die italienische Tochter SIRA Radio Systems S.r.l. die Vertriebsgebiete Asien, Kanada, UK und Südeuropa verantwortet. Die KATHREIN Broadcast USA, Inc. konzentriert sich mit ihrer Scala-Fertigung und dem Servicegeschäft auf den Absatzmarkt in den Vereinigten Staaten von Amerika. Die bedeutsamsten externen Einflussfaktoren für die wirtschaftliche Entwicklung sind neben dem sich konsolidierenden Marktumfeld auf der Anbieterseite das sich wandelnde Medienkonsumverhalten sowie Chancen, die sich aus der Entwicklung der 5G Technologie für den Rundfunk ergeben. Forschung und Entwicklung Die KATHREIN Broadcast Firmengruppe investiert in zukunftsweisende Entwicklung und ist bestrebt, auf all ihren technologischen Gebieten Vorreiter und Innovationstreiber zu sein. Im Jahr 2022 konnten weitere wichtige Entwicklungsarbeiten fortgeführt werden. So wurde ein Pilotprojekt für Zukunftsanwendungen von Rundfunktechnologien im 5G Bereich mit Beteiligung namhafter Industrie- und Forschungspartner in Baden-Württemberg erfolgreich abgeschlossen. Darüber hinaus hat die Entwicklungsabteilung an der Optimierung mehrerer Antennentypen gearbeitet sowie verschiedene projektspezifische Anpassungen und Design-to-Cost Maßnahmen begleitet. Im Bereich Forschung und Entwicklung sind aktuell sechs Mitarbeiter beschäftigt, davon jeweils drei im mechanischen und elektrischen Bereich. Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung in der KATHREIN Broadcast GmbH beliefen sich im Geschäftsjahr auf TEUR 648. Davon wurden TEUR 308 erstmalig im Berichtsjahr aktiviert. Internes Steuerungssystem und finanzielle Leistungsindikatoren Zur Steuerung der Firmengruppe verwendet die KATHREIN Broadcast GmbH im Wesentlichen Steuergrößen wie Umsatz, EBITDA, und operativer Cashflow. Das Reporting erfolgt auf Einzelgesellschafts- und KATHREIN Broadcast Firmengruppenebene. Wirtschaftsbericht Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen Das reale Bruttoinlandsprodukt (BIP) in Deutschland dürfte im Schlussquartal 2022 in etwa stagniert haben und übertraf damit frühere Erwartungen. Die jüngsten Datenveröffentlichungen fielen insgesamt besser aus als in der Dezember-Projektion unterstellt worden war. Die hohe Inflation und Unsicherheit mit Blick auf den Ukrainekrieg lasteten im Herbstquartal zwar auf der Wirtschaft. Aber die Lage an den Energiemärkten entspannte sich im Vergleich zum Sommer merklich. Zudem wurden weitere fiskalische Maßnahmen ergriffen, welche die privaten Haushalte und Unternehmen teilweise von hohen Energiekosten entlasten. Des Weiteren verloren die Lieferengpässe in Industrie und Bau an Gewicht. In der Folge hellte sich das Geschäftsklima gemäß Umfragen des ifo Instituts im Verlauf des Quartals auf. Sowohl in der Industrie als auch im Bau stieg den bis November vorliegenden Daten zufolge die Produktion. Die hohe Inflation dämpfte jedoch die Kauflaune der privaten Haushalte. Im Mittel von Oktober und November sanken die Umsätze sowohl im Einzelhandel als auch im Gastgewerbe preisbereinigt deutlich gegenüber dem Sommerquartal. Ein positiver Impuls ging dagegen von den Kfz-Käufen aus. Die Kfz-Zulassungen stiegen gemäß Angaben des Verbandes der Automobilindustrie (VDA) im Herbstquartal äußerst kräftig. Hierzu trugen auch vorgezogene Käufe bei, da Ende 2022 die staatliche Förderung für Plug-in-Hybride auslief und für elektrische Fahrzeuge abgesenkt wurde. Im Gesamtjahr 2022 stieg das reale BIP den vorläufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes zufolge gegenüber dem Vorjahr um 1,9 % (kalenderbereinigt 2,0 %). Damit übertraf es wieder leicht den Vorpandemiestand. Die wirtschaftliche Erholung wurde durch den Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine geschwächt. Dieser führte zu neuen Problemen in den Lieferketten. Die durch den Krieg weiter verstärkte Inflation und die Verunsicherung über die Energieversorgung belasteten die Unternehmen und die privaten Haushalte. Der private Konsum legte dennoch kräftig zu, denn die Aufhebung der meisten Corona-Schutzmaßnahmen führte zu starken Aufholeffekten. Getragen wurde das Wirtschaftswachstum auch von den Exporten und den Ausrüstungsinvestitionen. 1 1 Bundesbankbericht Januar 2023 Der Geschäftsverlauf der KATHREIN Broadcast GmbH Die Absatz- und Ergebnisentwicklung des abgelaufenen Geschäftsjahres war durch Erholung der Nachfrage von der Covid-19 Pandemie geprägt. Die Märkte in Osteuropa, Nordamerika und Asien haben sich im abgelaufenen Jahr deutlich erholt. Auch der wichtigste Markt Europa entwickelte sich planmäßig auf gleichbleibendem Niveau. Auf der Ergebnisseite kam es jedoch durch die Verwerfungen aufgrund des Ukrainekriegs in den Beschaffungsmärkten zu erheblichen Kostensteigerungen. Dadurch konnten die Margenziele nicht erreicht werden und das Ergebnis (EBITDA) blieb trotz einer erfreulichen Umsatzentwicklung hinter den Erwartungen zurück. Zwar wurde das Budget des Jahres 2022 in Bezug auf die Umsatzerlöse knapp nicht erreicht, vor dem Hintergrund der externen Markteinflüsse ist die Umsatzentwicklung dennoch erfreulich aus Sicht der Geschäftsführung. Die Liquidität musste aufgrund des negativen operativen Ergebnisses weiterhin von der KATHREIN SE gestützt werden. Der geplante operative Cashflow wurde in 2022 deutlich verfehlt. Lage Ertragslage der KATHREIN Broadcast GmbH Die Umsatzerlöse sind mit TEUR 14.009 (i. Vj. TEUR 13.548) leicht gestiegen. Die sonstigen betrieblichen Erträge (TEUR 1.512; i. Vj. TEUR 2.706) liegen unter dem Niveau des Vorjahrs. Der Vorjahreswert war geprägt von einem Ertrag aus dem Verkauf eines Geschäftsbereiches (TEUR 1.800). Die Materialaufwendungen betragen im Geschäftsjahr TEUR 9.103 (i. Vj. TEUR 8.639). Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus den bereits angeführten Kostensteigerungen auf der Beschaffungsseite. Der überproportionale Anstieg der Materialaufwendungen um 5,1 % gegenüber dem Anstieg der Umsatzerlöse (+3,4 %) führt damit auch zu einem Anstieg der Materialaufwandsquote auf 65,0 % (i. Vj. 63,8 %) bezogen auf die Umsatzerlöse. Trotz Einsparungen im Materialeinkauf konnte der Kostensteigerungseffekt nicht kompensiert werden. Die Personalaufwendungen bleiben mit TEUR 4.693 (i. Vj. TEUR 5.985) deutlich unter dem Vorjahr, die Personalaufwandsquote beträgt 33,5 % (i. Vj. 44,2 %). Neben dem Ganzjahreseffekt des Personalabbaus in 2021 und der Auflösung von personalbezogenen Rückstellungen sind nicht nachbesetzte Personalstellen sowie die Kürzung der vertraglichen Arbeitszeit und die damit verbundene Reduzierung des Entgeltes, die Treiber für den Rückgang der Personalaufwendungen gegenüber dem Vorjahr. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen belaufen sich im Berichtsjahr auf TEUR 2.626 (i. Vj. TEUR 2.119). Der Anstieg gegenüber dem Vorjahr resultiert im Wesentlichen aus gestiegenen Kosten für Leiharbeitskräfte, gestiegenen Mietaufwendungen sowie aus internen Beratungsleistungen aus der rumänischen Tochtergesellschaft. Insgesamt belief sich das EBITDA auf TEUR -890 im Berichtsjahr 2022, was einer Verschlechterung gegenüber dem Vorjahr von TEUR 930 entspricht (i. Vj. TEUR 40). Aufgrund von voraussichtlich dauernder Wertminderung wurden im Geschäftsjahr 2022 außerplanmäßige Abschreibungen auf Finanzanlagen in Höhe von TEUR 2.195 (i. Vj. TEUR 0) vorgenommen. Aufgrund der vorgenannten Effekte resultierte ein gegenüber dem Vorjahr um TEUR 3.180 schlechteres Ergebnis nach Steuern in Höhe von TEUR -3.553 (i. Vj. TEUR -373) für die KATHREIN Broadcast GmbH. Finanzlage Das Eigenkapital der KATHREIN Broadcast GmbH beträgt zum Bilanzstichtag TEUR 3.837 (i. Vj. TEUR 7.389). Die Veränderung im Eigenkapital resultiert ausschließlich aus dem Jahresfehlbetrag (TEUR 3.553). Das Fremdkapital (inkl. Rückstellungen) beträgt zum Bilanzstichtag TEUR 12.641 (i. Vj. TEUR 8.879). Die Erhöhung der Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter erfolgte über eine kurzfristige, verzinste Kontokorrent Linie in Höhe von TEUR 3.000, welche aufgrund der wirtschaftlichen Situation sowie der Finanzierung der Tochterunternehmen mit Duldung des Gesellschafters zu TEUR 3.403 (i. Vj. TEUR 343) beansprucht wurde. Die Finanzierung der KATHREIN Broadcast Firmengruppe erfolgt ausschließlich aus der KATHREIN SE heraus und unterteilt sich in ein langfristiges Gesellschafterdarlehen in Höhe von TEUR 5.130 und der o.g. Kontokorrentlinie in Höhe von TEUR 3.000. Zugesagte, nicht ausgenutzte Kreditlinien bestanden am Bilanzstichtag nicht. Der operative Cashflow der KATHREIN Broadcast GmbH beträgt TEUR -798 (i. Vj. TEUR -3.427) und hat sich somit um TEUR 2.629 verbessert. Die Verbesserung resultiert im Wesentlichen aus einem Aufbau der Verbindlichkeiten im Jahr 2022, während diese im Jahr 2021 gegenüber 2020 gesunken sind. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit beträgt TEUR -2.309 (i. Vj. TEUR 12). Wesentliche Positionen sind Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen (TEUR 2.961) sowie Rückzahlungen (TEUR 905). Des weiteren Auszahlungen in das Sachanlagevermögen (TEUR 166) und immaterielle Vermögensgegenstände (TEUR 311). Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit beträgt TEUR 2.642 (i. Vj. TEUR 3.201) und resultiert vor allem aus der Bereitstellung von kurzfristigem Fremdkapital durch die KATHREIN SE in Höhe von (TEUR 3.060) und bezahlten Zinsen (TEUR 417). Liquiditätsengpässe wurden während des Berichtsjahres durch die Kontokorrentlinie bei der KATHREIN SE aufgefangen, so dass die Gesellschaft ihren Zahlungsverpflichtungen nachkommen konnte. Vermögenslage Die Bilanzsumme der KATHREIN Broadcast GmbH erhöhte sich um TEUR 269 auf TEUR 16.538. Die immateriellen Vermögensgegenstände haben sich im Wesentlichen aufgrund der erstmaligen Aktivierung von Entwicklungsleistungen erhöht und betragen TEUR 1.717 (i. Vj. TEUR 1.565). Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Forderungen gegen verbundene Unternehmen haben sich mit einem Stand von TEUR 5.147 (i. Vj. TEUR 4.321) gegenüber dem Vorjahr erhöht. Die Erhöhung resultiert im Wesentlichen aus Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen aus Lieferungen und Leistungen TEUR 4.498 (i. Vj. TEUR 2.787). Die sonstigen Rückstellungen sind gegenüber dem Vorjahr zurückgegangen (TEUR 1.584; i. Vj. TEUR 1.892) und beinhalten im Wesentlichen Personalverpflichtungen aus ATZ, welche sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 415 verringert haben. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen erhöhten sich um TEUR 3.994 auf TEUR 9.725, im Wesentlichen aus der erhöhten Inanspruchnahme der eingeräumten Kontokorrentlinie sowie aus höheren Verbindlichkeiten aus Liefer- und Leistungsbeziehungen (TEUR +934). Der sonstigen Verbindlichkeiten haben sich verringert und liegen zum Bilanzstichtag bei TEUR 173 (i. Vj. TEUR 630). Grund für den Rückgang sind im Wesentlichen reduzierte Verbindlichkeiten aus Umsatzsteuer. Zusammenfassende Beurteilung der Lage des Unternehmens Aufgrund vieler weltweiter Ausnahmesituationen mit direkten und indirekten Auswirkungen auf das Geschäft der KATHREIN Broadcast GmbH und deren Tochterfirmen (Ukrainekrieg, Inflation, Preissteigerungen sowie Corona Folgeerscheinung wie verzögerte Lieferketten) sowie der Wertberichtigungen auf Anteile an verbundenen Unternehmen wurde das abgelaufene Geschäftsjahr der KATHREIN Broadcast GmbH mit einem deutlich negativen Jahresergebnis abgeschlossen. Die Entwicklung der KATHREIN Broadcast GmbH liegt hinter den Erwartungen. Während sich der Umsatz der KATHREIN Broadcast Firmengruppe gegenüber dem Vorjahr erholt hat, machten die Preiserhöhungen auf dem Rohmaterialmarkt sich deutlich negativ bemerkbar und die KATHREIN Broadcast Firmengruppe konnte nur ein EBITDA von TEUR -987 nach TEUR -684 im Jahr 2021 erreichen. In Zusammenarbeit mit dem Gesellschafter wurden entsprechende umsatzerhöhende und kostensenkende Maßnahmen zur Verbesserung der Ergebnis- und Cash Situation erarbeitet und mit der Umsetzung begonnen. Darüber hinaus wurden im Januar 2023 TEUR 1.764 der Kontokorrentlinie in langfristige Gesellschafterdarlehen umgewandelt, wodurch wieder ein Teil der Kontokorrentlinie freigegeben wurde. Prognose-, Chancen- und Risikobericht Gesamtwirtschaftlicher und branchenbezogener Prognosebericht "Das reale Bruttoinlandsprodukt (BIP) dürfte im dritten Quartal 2023 etwas geschrumpft sein. Die deutsche Wirtschaft wurde von mehreren Faktoren gebremst. So war die Auslandsnachfrage nach Industrieprodukten weiterhin schwach. Die gestiegenen Finanzierungskosten dämpften zudem die Investitionen. Dies drückte die inländische Nachfrage in der Industrie und vor allem im Bau. Die noch bestehenden Auftragspolster federten dies nur teilweise ab. In der Industrie und im Bauhauptgewerbe ging die Produktion im Sommer daher deutlich zurück. Rückenwind erhielt die deutsche Wirtschaft zwar von dem nach wie vor robusten Arbeitsmarkt und kräftigen Lohnsteigerungen bei nachlassender Inflation. Allerdings nutzten die privaten Haushalte zusätzliche Ausgabenspielräume wohl noch nicht für höhere Konsumausgaben. Darauf deuten die Konsumindikatoren, wie etwa die schwachen realen Umsätze im Einzelhandel und Gastgewerbe, hin. Die GfK-Umfragen signalisieren überdies eine hohe Sparneigung. Die Schwäche der Industrie und des privaten Konsums bremste auch viele Dienstleistungsbereiche. Dies signalisieren Umfragen des ifo Instituts und die Einkaufsmanager Umfrage von S&P Global. Die Industrieproduktion stieg im August 2023 saisonbereinigt etwas gegenüber dem Vormonat. Zu dem Anstieg trugen sowohl die Produktion in den energieintensiven Wirtschaftszweigen als auch die Kfz-Produktion bei. Im Mittel von Juli und August ging die Industrieproduktion jedoch gegenüber dem Vorquartal deutlich zurück. Die Produktion von Kfz sank besonders kräftig. Auch die Angaben des Verbands der Automobilindustrie zur Zahl gefertigter Pkw, die bereits bis September vorliegen, zeigen einen kräftigen Rückgang an. Gemäß Umfragen des ifo Instituts war zuletzt immer noch mehr als die Hälfte der Unternehmen in der Automobilindustrie von Engpässen bei Vorprodukten betroffen. Zugleich nahm jedoch der Anteil der Unternehmen zu, die von einem Nachfragemangel berichten. Letzteres gilt auch für die Industrie insgesamt. Der industrielle Auftragseingang erhöhte sich zwar im August saisonbereinigt kräftig, selbst wenn Großaufträge ausgeblendet werden. Allerdings spielte für das Plus vor allem ein starker Anstieg der zuletzt schwankungsanfälligen Bestellungen in der Elektronikbranche eine Rolle. Es wäre daher verfrüht, schon eine Trendwende auszurufen. Im Mittel von Juli und August setzte sich die Abwärtsbewegung fort, und der Auftragseingang insgesamt sank gegenüber dem Vorquartal sowohl aus dem Inland als auch aus dem Ausland. Maßgeblich dafür waren erheblich geringere Neuaufträge bei den Investitionsgüterproduzenten. Die Nachfragerückgänge in der Industrie wurden zwar teilweise noch von hohen Auftragsbeständen abgefedert. Diese schmelzen aber mehr und mehr dahin." 2 Die KATHREIN Broadcast Firmengruppe rechnet im Jahr 2023 mit einer Fortsetzung der Erholung des durch die Coronavirus-Pandemie erheblich betroffenen Rundfunkmarkts. Mittel- bis langfristig erwarten wir eine insgesamt gleichbleibende Entwicklung ohne größeres Wachstum. Im langfristigen Trend gehen wir in EMEA in den kommenden Jahren weiterhin von einem flachen bis sinkendem Markt aus, da die Digitalisierung der Netze und Spektrumsanpassungen weit fortgeschritten sind. Neue Perspektiven ergeben sich aus Investitionen in neue Rundfunktechniken im Zusammenhang mit 5G, wodurch Rundfunkübertragung an mobile Endgeräte ermöglicht wird. Bis dahin werden Netzbetreiber aufgrund ihrer Altersstruktur und aus Kostengründen für ihren Betrieb zunehmend auf externe Dienstleistungen zurückgreifen, für die sich die KATHREIN Broadcast Firmengruppe bereits positioniert hat. In den Exportmärkten außerhalb Europas wird weiterhin mit Wachstum gerechnet, weil sich hier die Digitalisierung häufig noch in der Frühphase befindet. Darüber hinaus wird in allen Märkten mit Erhaltungsinvestitionen vor allem in die überalterte UKW-Infrastruktur gerechnet. Durch den Marktaustritt des Hauptwettbewerbers bestätigt sich der Trend zur Marktkonsolidierung, von dem die KATHREIN Broadcast Firmengruppe als wesentlicher verbleibender Anbieter profitieren wird. 2 Bundesbankbericht Oktober 2023 Der Prognosebericht für das Geschäftsjahr 2023 Nachfolgend werden die Erwartungen an die finanziellen Leistungsindikatoren bis Ende 2023 dargestellt. Der Umsatz der KATHREIN Broadcast Firmengruppe wird sich mit TEUR 25.280 im Vergleich zum Vorjahr erhöhen. Der Anteil KATHREIN Broadcast GmbH wird mit voraussichtlich TEUR 11.800, aufgrund der Verschiebung der Absatzmärkte in Richtung Asien (Vertriebsgebiet der SIRA Radiosystems Tochterfirma), etwas niedriger als im Berichtsjahr ausfallen. Das EBITDA der KATHREIN Broadcast Firmengruppe wird im Jahr 2023 voraussichtlich bei TEUR -300 liegen und damit deutlich über dem Wert des Jahres 2022 (TEUR -987). Der Anteil der KATHREIN Broadcast GmbH wird mit voraussichtlich TEUR -270 besser als im Berichtsjahr ausfallen. Wir erwarten zudem, dass der operative Cashflow der KATHREIN Broadcast GmbH zwischen 0,2 Mio. EUR und 0,5 Mio. EUR liegen wird. Die Liquidität der KATHREIN Broadcast GmbH wird im Jahr 2023 weiterhin über die KATHREIN SE abgesichert. Der Schuldenstand (Verbindlichkeiten gegenüber der KATHREIN SE) wird sich aufgrund des leicht negativen EBITDA im Jahr 2023 nochmals erhöhen. Das Geschäftsmodell der KATHREIN Broadcast Firmengruppe umfasst auch im Jahr 2023 die Fortführung des beschriebenen Geschäftsmodells. Risiken und Chancen der voraussichtlichen Entwicklung Risiken Die Risikopolitik der KATHREIN Broadcast Firmengruppe im Allgemeinen und für die KATHREIN Broadcast GmbH im speziellen orientiert sich am internen Steuerungssystem, Risikomanagementziele und -methoden sind im Wesentlichen auf die Sicherung der Liquidität ausgerichtet. Absatzrisiken bestehen im Prognosezeitraum im Hinblick auf die abwartende Haltung und Unsicherheiten der Märkte aufgrund des Angriffskrieges von Russland auf die Ukraine. Veränderungen der Marktsituation können zu Fehleinschätzungen und damit zu Verzerrungen bei den Demand-Plänen führen. Den Absatzrisiken ist insgesamt mit einer möglichen Eintrittswahrscheinlichkeit und einem mittleren Risikoausmaß eine mittlere Risikobedeutung beizumessen. Bestellungen aus den genannten Märkten (Ukraine) werden durch Anzahlungen und Vorauskassen abgesichert. Entwicklungsrisiken könnten sich ergeben, wenn neue Produktarchitekturen verspätet zur Marktreife entwickelt werden und damit das Marktfenster verpasst wird. Daneben besteht das Risiko, dass ursprünglich garantierte Produktspezifikationen ggf. nicht eingehalten werden. Den Entwicklungsrisiken ist mit einer möglichen Eintrittswahrscheinlichkeit und einem niedrigen Ausmaß eine niedrige Risikobedeutung zuzuordnen. Grundsätzliche potenzielle Risiken im Einkauf stellen die mangelnde Verfügbarkeit von Teilen und/ oder Komponenten aufgrund logistischer oder qualitativer Gründe sowie steigende Einkaufspreise von Rohstoffen sowie von Vor- und Zwischenprodukten dar. Konkret können solche Risiken insbesondere entstehen, wenn wichtige Lieferanten für die KATHREIN Broadcast Firmengruppe nicht mehr zur Verfügung stehen - z. B. aufgrund von Insolvenz. Ebenso können sich Lieferengpässe sowie -verzögerungen als Folge der aktuell herrschenden allgemeinen Knappheit für bestimmte Rohstoffe und Vorprodukte ergeben, u. a. auch durch den Russland-Ukraine-Krieg. Dem wird mit einem langfristig angelegten Supply Chain Management insbesondere durch rechtzeitige Beauftragungen basierend auf dem Projekt Forecast entgegengewirkt. Risiken im Einkauf sind mit einer möglichen Eintrittswahrscheinlichkeit und einem mittleren Ausmaß eine mittlere Risikobedeutung zuzuordnen. Wieder sinkende Zinsen können zu einer erhöhten Bewertung der Altersteilzeitrückstellungen führen. Dem Risiko sinkender Zinsen ist mit einer niedrigen Eintrittswahrscheinlichkeit und einem niedrigen Risikoausmaß eine geringe Risikobedeutung beizumessen. Der Ausfall des Forderungsbestands eines großen Kunden stellt ein relevantes Risiko dar. Die regelmäßige Analyse des Forderungsbestands und der Forderungsstruktur ermöglicht der KATHREIN Broadcast Firmengruppe eine laufende Überwachung dieses Risikos. Den Risiken aus Forderungen begegnet die KATHREIN Broadcast GmbH weiterhin durch ein angemessenes Warenkreditversicherungsprogramm, das eine sehr niedrige Schadensquote aufweist, zumal ein Großteil der Forderungen im Rahmen eines Factoring-Vertrages an die TARGOBANK AG, Mainz, abgetreten wird. Die Risiken aus Forderungen sind mit einer niedrigen Eintrittswahrscheinlichkeit und einem niedrigen Risikoausmaß mit einer niedrigen Risikobedeutung einzustufen. Das Risiko aus Gewährleistung ist ebenfalls zu beleuchten. Aus der Vergangenheit können Gewährleistungsrisiken entstehen, die aktuell nicht erkennbar sind. Die Eintrittswahrscheinlichkeit, das Risikoausmaß und die Risikobedeutung sind als niedrig einzuschätzen. Bei der KATHREIN Broadcast Firmengruppe mit ihren global agierenden und auf Wachstum ausgerichteten Unternehmen kommt der gruppenweit eingesetzten Informationstechnologie (IT) eine stetig wachsende Bedeutung zu. Risiken bestehen hier im Hinblick auf den unbefugten Zugriff auf sensible elektronische Unternehmensdaten, Erpressungsversuchen durch die Verschlüsselung dieser Unternehmensdaten sowie auf die mangelnde Verfügbarkeit der Systeme als Folge von Störungen und Katastrophen. Dem Risiko eines unbefugten Zugriffs auf Unternehmensdaten begegnen wir mit dem Einsatz von IT-Sicherheitstechnologien (zum Beispiel Firewall- und "Intrusion-Prevention"-Systeme) sowie der weitgehend doppelten Absicherung der Zugriffe. Zusätzlich wird die Sicherheit durch die restriktive Vergabe von Zugriffsberechtigungen auf Systeme und Informationen sowie durch das Vorhalten von Backup-Versionen der kritischen Datenbestände erhöht. Dazu setzen wir im Rahmen unternehmensweit gültiger Standards die am Markt bewährten technischen Mittel ein. Mit einer redundanten Auslegung unserer IT-Infrastrukturen sichern wir uns gegen Risiken ab, die im Störungs- oder Katastrophenfall entstehen. Die Eintrittswahrscheinlichkeit, das Risikoausmaß und die Risikobedeutung sind als mittel einzuschätzen. Der Broadcast-Markt ist sehr volatil. Investitionsprojekte in einzelnen Ländern dauern nur wenige Jahre. Danach geht der Markt wieder stark zurück. Es müssen daher ständig neue Projekte akquiriert werden. Ein verlässlicher Forecast kann nur über 8 - 12 Monate gebildet werden, dies macht den Planungs- und Steuerungsprozess komplex. Um dem entgegenzuwirken, ist die Vertriebs- und Projektorganisation darauf ausgelegt, eng mit den Kunden an neuen Projekten zu arbeiten. Es ist schwierig Fachkräfte in dem Nischenmarkt Broadcast zu finden. Die Einarbeitung dauert mehrere Jahre. Es wurden bereits Maßnahmen ergriffen, um diesem Risiko entgegenzuwirken. Die KATHREIN Broadcast bietet Ausbildungsplätze und angehenden Ingenieuren Praktikumsplätze an, um diese an sich zu binden. Die Eintrittswahrscheinlichkeit, das Risikoausmaß und die Risikobedeutung sind als niedrig einzuschätzen. Wesentliche Funktionen von Broadcastnetzen könnten von Mobilfunk- (5G-Einführung) oder anderen Netzen übernommen werden. Durch mögliche Neuverteilungen der Frequenzen könnte dies direkte Auswirkungen auf die kurz- oder mittelfristige Investitionstätigkeit im Rundfunkmarkt haben und somit ein Umsatzrisiko bestehen. Die Eintrittswahrscheinlichkeit, das Risikoausmaß und die Risikobedeutung sind als mittel einzuschätzen. Die Gesellschaft hat aufgrund der Verluste aus den vergangenen Jahren keine finanziellen Rücklagen. Bricht der Umsatz deutlich ein und damit die Einnahmen weg, würde die Gesellschaft relativ kurzfristig in Liquiditätsengpässe geraten, wobei es hierzu zum Bilanzstichtag aufgrund der geduldeten Überziehung der Kontokorrentlinie und der für 2023 geplanten Maßnahme Umwandlung der Kontokorrentline in längerfristige Gesellschafterdarlehen keine Anzeichen gab. Im Jahr 2023 haben die Zusagen der KATHREIN SE ausgereicht, für das Jahr 2024 bestehen weitere Zusagen der KATHREIN SE für möglichen zusätzlichen Liquiditätsbedarf. Chancen Chancen bietet der weitere Ausbau der Aktivitäten im US-Markt. Hier wurden durch die Erweiterung der Service-Einheit 2021 neue Geschäftspotenziale im Dienstleistungsbereich erschlossen. Diese Aktivitäten wurden im Jahr 2022 fortgeführt und erweitert. Nach Beruhigung der Lage durch die Beeinträchtigung von SARS-CoV-2 hat sich der asiatische Markt erwartungsgemäß erholt und neue Wachstumsimpulse gesetzt. Dazu wurde bereits 2020 im asiatischen Markt die vertriebliche Präsenz verstärkt. Im europäischen Markt können durch die Erweiterung des Portfolios im Bereich Dienstleistung u. a. auch im Senderbereich Wachstumspotenziale erschlossen werden. Das Thema 5G Broadcast bietet nach der noch zu erfolgenden Neuordnung der zugehörigen Frequenzbänder Potenzial ein neuer Wachstumstreiber zu werden. Zusammenfassung Die genannten Risiken insbesondere die Bereitstellung liquider Mittel durch die KATHREIN SE, aufgrund der saisonal bedingten Schwankungen im ersten Halbjahr 2023, werden auch im Jahr 2023 beobachtet werden. Durch vorausschauende Planung in enger Abstimmung mit den Fertigungsstandorten, moderaten Preisanpassungen sowie einem hohen Bedarf an "Made in Europe" Produkten sieht die Geschäftsleitung hierin jedoch keine bestandsgefährdenden Potentiale.
Rohrdorf, den 30. November 2023 Jörg Lippert Christian Quickert Bilanz zum 31. Dezember 2022Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022
Anhang zum Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2022der KATHREIN Broadcast GmbH1. Allgemeine Angaben Die KATHREIN Broadcast GmbH mit Sitz in Rohrdorf ist im Handelsregister Traunstein unter der Registernummer HRB 27745 eingetragen. Die Gesellschaft wurde mit Gesellschaftsvertrag vom 16. Januar 2019, zuletzt geändert durch Beschluss vom 20. Februar 2019, gegründet und hat am 01. Juni 2019 ihren regulären Geschäftsbetrieb aufgenommen. Mit dem CONTRIBUTION AND TRANSFER AGREEMENT vom 31. Mai 2019 wurde das operative BCA-Geschäft der KATHREIN SE in die KATHREIN Broadcast GmbH ausgegliedert. Die Ausgliederung fand in Form eines Asset Deals statt. Der Jahresabschluss ist nach handelsrechtlichen Vorschriften für Kapitalgesellschaften sowie den Vorschriften des GmbHG unter der Annahme der positiven Unternehmensfortführung aufgestellt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde die Darstellung nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB gewählt. Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft nach § 267 Abs. 2 HGB. 2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden gegenüber dem Vorjahr grundsätzlich unverändert übernommen. Entgegen dem Vorjahresausweis erfolgt der Ausweis von Forderungen bzw. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegen(über) verbundenen Unternehmen und Gesellschafter nicht mehr unter Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bzw. unter Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, sondern unter Forderungen bzw. Verbindlichkeiten gegen(über) verbundenen Unternehmen. Die Vorjahresvergleichsbeträge wurden entsprechend angepasst, bei den Forderungen TEUR 2.838 und bei den Verbindlichkeiten TEUR 258. Weiterhin wurde gegenüber dem Vorjahr der Ausweis des Sicherheiteneinbehalts der Factoring-Gesellschaft angepasst. Dieser erfolgt im Rahmen des echten Factorings nun unter den sonstigen Vermögensgegenständen und nicht mehr unter den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Der entsprechende Vorjahresvergleichsbetrag in Höhe von TEUR 116 wurde ebenfalls angepasst. Weiterhin wurde gegenüber dem Vorjahr der Ausweis von Wareneingängen ohne Rechnungen angepasst. Dieser wird nun unter den Fertige Erzeugnisse und Waren und nicht mehr unter den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen dargestellt. Der entsprechende Vorjahresvergleichsbetrag in Höhe von TEUR 90 wurde ebenfalls angepasst. Im Geschäftsjahr 2022 wurde erstmalig das Wahlrecht zur Aktivierung selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens gemäß § 248 Abs. 2 HGB in Anspruch genommen. Diese werden zu Herstellkosten bewertet. Die käuflich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige, lineare Abschreibungen, bewertet. Als Nutzungsdauer werden 2 bis 10 Jahre zugrunde gelegt. Ein ausschüttungsgesperrter Betrag gemäß § 268 Abs. 8 S.1 HGB resultiert zum Bilanzstichtag aus der erstmaligen Aktivierung von selbst erstellen immateriellen Vermögensgegenständen und beläuft sich auf TEUR 226. Zudem besteht ein ausschüttungsgesperrter Betrag gemäß § 268 Abs. 8 S.2 HGB aus dem Ansatz von aktiven latenten Steuern (vor Verrechnung mit passiven latenten Steuern) in Höhe von TEUR 6. Diese sind durch frei verfügbare Rücklagen gedeckt. Somit kommt die Ausschüttungssperre nicht zur Anwendung. Der Ansatz der Sachanlagen erfolgt ebenfalls zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen. Die planmäßigen Abschreibungen werden innerhalb der steuerlich zugelassenen Zeiträume linear vorgenommen. Bei beweglichen Anlagegütern erfolgt die Abschreibung auf Zugänge zeitanteilig. Geringwertige Anlagegüter, im Einzelanschaffungspreis von bis zu EUR 800,00 werden innerhalb eines Jahres ab Zugang voll abgeschrieben. Die handelsrechtliche Nutzungsdauer entspricht der steuerrechtlichen Nutzungsdauer. Als Nutzungsdauer werden 3 bis 25 Jahre zugrunde gelegt. Der Ansatz der Finanzanlagen erfolgte bei den Beteiligungen entsprechend den Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert und bei den Ausleihungen zum Nennwert bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert. Die Überprüfung, ob ggf. eine dauerhafte Wertminderung eingetreten ist, erfolgte auf Basis der zugrundeliegenden Ertrags- und Finanzplanungen der jeweiligen Gesellschaft. Bei den Vorräten werden Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Waren zu Anschaffungskosten unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips angesetzt. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse werden mit den Herstellungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet. In den Herstellungskosten sind bei den unfertigen und fertigen Erzeugnissen neben den direkt zurechenbaren Kosten auch die nach den handelsrechtlichen Vorschriften einzubeziehenden Fertigungs- und Materialgemeinkosten enthalten. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen werden zum Nennwert bilanziert und unter Ausübung des Wahlrechts nach § 268 Abs. 5 Satz 2 HGB offen von den Vorräten abgesetzt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zu Nennwerten bilanziert. Es gab keine erkennbaren Einzelrisiken, welche durch entsprechende Wertberichtigungen berücksichtigt werden müssten. Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten werden mit den Nennwerten angesetzt. Die Rechnungsabgrenzungsposten entsprechen den zeitanteilig vorgeleisteten Beträgen soweit sie Aufwendungen für eine bestimmte Zeit nach dem Abschlussstichtag darstellen. Rückstellungen für Altersteilzeitverpflichtungen wurden versicherungsmathematisch gemäß der Stellungnahme zur Rechnungslegung des Hauptfachausschusses IDW RS HFA 3 (Bestand "Lead Factory" und "BV 04/2016") bzw. DRSC AH 1 (Bestand Tarifvertrag) nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren bewertet. Sofern die Altersteilzeitvereinbarung entgeltlichen Charakter hat, werden die Aufstockungsbeträge ratierlich über die Aktivphase angesammelt. Sofern die Altersteilzeitvereinbarung jedoch einen abfindenden Charakter hat, wurden die voraussichtlich zu zahlenden Aufstockungsbeträge gemäß IDW RS HFA 3 Tz 19 mit ihrem Barwert angesetzt. Dem Gutachten liegen folgende versicherungsmathematischen Annahmen zu Grunde:
Die übrigen sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. und wurden jeweils in Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig erscheint. Verbindlichkeiten sind mit den Erfüllungsbeträgen bilanziert. Im Geschäftsjahr 2022 entstehen durch die erstmalige Ausübung des Wahlrechts zur Aktivierung von selbst erstellen immateriellen Vermögensgegenständen passive latente Steuern in Höhe von TEUR 82. Aufgrund der unterschiedlichen Wertansätze in Handels- und Steuerbilanz entstehen zudem bei der Rückstellung für Altersteilzeit aktive latente Steuern in Höhe von TEUR 22. Zum 31.12.2022 betrugen die ausgewiesenen passiven latenten Steuern somit TEUR 60. Die Bewertung erfolgt mit einem Steuersatz in Höhe von 26,68%. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden gemäß § 256a HGB grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet. 3. Erläuterungen zur Bilanz Anlagevermögen Die Entwicklung der Posten des Anlagevermögens stellt sich wie folgt dar:
Beteiligungsverhältnisse
Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände
Die KATHREIN Broadcast GmbH finanziert den Großteil ihrer Forderungen aus Lieferungen und Leistungen durch Factoring mit der TARGOBANK AG, Mainz. Hierdurch entsteht ein Liquiditätsvorteil. Wesentliche Risiken - außer den üblichen Factoring Risiken - verbleiben nicht im Unternehmen. Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten einen Betrag in Höhe von TEUR 144 (Vorjahr: TEUR 116) aus Kaufpreiseinbehalten durch die TARGOBANK AG, Mainz. In dem Guthaben bei Kreditinstituten zum 31. Dezember 2022 ist das an die R+V Allgemeine Versicherung AG verpfändete Bankkonto bei der "meine Volksbank Raiffeisenbank eG" i. H. von EUR 220.050,00 enthalten. Diese Kaution qualifiziert jedoch als solche nicht als Deckungsvermögen im Sinne des § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB, da die Guthaben nicht dem Zugriff Dritter entzogen sind, somit erfolgt keine Verrechnung mit den zu sichernden Verpflichtungen aus Altersteilzeit. Die Verpflichtungen aus Altersteilzeit sind über die R+V Allgemeine Versicherung AG insolvenzgesichert. Die Kapitalrücklage nach § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB hat sich gegenüber dem Vorjahr nicht verändert und beträgt EUR 9.458.792,93. Die sonstigen Rückstellungen enthalten überwiegend Rückstellungen für Altersteilzeit in Höhe von TEUR 1.080 (VJ TEUR 1.495), Prämien in Höhe von TEUR 146 (VJ TEUR 80) und Gewährleistungen in Höhe von TEUR 250 (VJ TEUR 35). Die Restlaufzeiten der einzelnen Verbindlichkeitsposten sind folgender Übersicht zu entnehmen: Verbindlichkeiten
Zum 01. Januar 2020 wurde mit der R+V Allgemeine Versicherung AG eine Kautionsversicherung auf Avalbasis abgeschlossen. Das Gesamtlimit der Avale liegt bei EUR 1.150.000,00 (Stand zum 31. Dezember 2022: EUR 1.125.055,78) und dient der Absicherung des Wertguthabens bei vereinbarter Altersteilzeit. Als Sicherheit hierfür wurde ein Betrag von EUR 220.050,00 auf einem verpfändeten Bankkonto bei der "meine Volksbank Raiffeisenbank eG" hinterlegt. 4. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Die anderen aktivierten Eigenleistungen betreffen in vollständiger Höhe von TEUR 308 die Erträge aus der Aktivierung von selbst erstellen immateriellen Vermögensgegenständen des Anlagevermögens. Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 8 (VJ TEUR 1), sowie Erträge aus dem Verkauf des Smart Pols Geschäftes für die Region Deutschland in Höhe von TEUR 350 (VJ TEUR 0), Weiterverrechnung Rechtsberatungskosten an Kathrein SE in Höhe von TEUR 79 (VJ TEUR 0), Weiterberechnung von Kosten an Tochterunternehmen in Höhe von TEUR 624 (VJ TEUR 155) und Marketing/Vertriebsunterstützung an verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 300 (VJ TEUR 0). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 12 (VJ TEUR 5) und Consulting Aufwendungen für Vertriebsaktivitäten in Asien in Höhe von TEUR 219 (VJ TEUR 176). Die Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens enthalten außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von TEUR 2.195 (VJ TEUR 0) auf Anteile an verbundenen Unternehmen wegen voraussichtlich dauerhafter Wertminderung. 5. Sonstige Angaben Sonstige finanzielle Verpflichtungen Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen aus Mietverträgen über Produktions-, Büro-, Lager- und Parkplatzflächen sowie Kfz-Leasingverträge in Höhe von insgesamt TEUR 580 bis zum jeweiligen nächstmöglichen Vertragsende. Dabei entfällt ein Betrag von TEUR 66 auf eine Laufzeit unter einem Jahr, der restliche Betrag von TEUR 493 entfällt auf einen Zeitraum zwischen einem und fünf Jahren. Haftungsverhältnisse Die Gesellschaft haftet zum 31. Dezember 2022 als Garantin für die Fazilitäten des Sanierungskreditvertrags der KATHREIN-Gruppe vom 24. Mai 2018 in Form der Anpassung durch die sog. B5-Änderungsvereinbarung vom 29. August 2019 sowie der B5-Corona-Anpassungsvereinbarung vom 26. August 2020 und der B5-Verkaufsprozesse-Anpassungsvereinbarung vom 26. Mai 2021. Zum 31. Dezember 2022 besteht aus diesem Kreditvertrag eine Fazilität über EUR 20.689.756,00. Des Weiteren haftet die KATHREIN Broadcast GmbH durch die B5 Änderungsvereinbarung vom 29. August 2019 für Verbindlichkeiten der KATHREIN SE. Die Haftung betrifft den Globalzessionsvertrag (Forderungen), den Verpfändungsvertrag betreffend die geistigen Eigentumsrechte und den Sicherungsübereignungsvertrag (Sachanlagevermögen und Vorräte) vom 28. Mai 2019. Aufgrund der wirtschaftlichen und finanziellen Situation der KATHREIN-Gruppe ist zum Bilanzstichtag mit keiner Inanspruchnahme aus den vorgenannten Haftungsverhältnissen zu rechnen. Mitglieder der Geschäftsführung Die Geschäftsführung wurde im Berichtsjahr von Herrn Jörg Lippert (Dipl.-Wirtsch.-Ing. (FH)) und Herrn Christian Michael Johann Quickert (Dipl.-Kfm. (FH)) wahrgenommen. Anzahl der Arbeitnehmer Im Geschäftsjahr 2022 waren durchschnittlich 42 Angestellte und 22 gewerbliche Mitarbeiter beschäftigt. Konsolidierungskreis Die KATHREIN Broadcast GmbH ist ein Tochterunternehmen der KATHREIN SE, Rosenheim, welche den Konzernabschluss für den größten Kreis der Unternehmen der KATHREIN-Gruppe aufstellt. Die Gesellschaft sowie die mit ihr verbundenen Unternehmen werden in den Konzernabschluss der KATHREIN SE einbezogen, welcher am Sitz der Gesellschaft erhältlich ist. Dieser hat nach §291 HGB befreiende Wirkung für die Erstellung eines Konzernabschlusses nach §290 Abs. 1 S. 1 HGB für den kleinsten Kreis von Unternehmen durch die KATHREIN Broadcast GmbH. ErgebnisverwendungsvorschlagDie Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresfehlbetrag in Höhe von EUR 3.552.871,44 zusammen mit dem Verlustvortrag in Höhe von EUR 2.094.391,49 auf neue Rechnung vorzutragen. Nachtragsbericht Der Sanierungskredit der KATHREIN-Gruppe in Form des Sanierungskreditvertrags vom 24. Mai 2018, der Anpassung durch die sog. B5-Änderungsvereinbarung vom 29. August 2019, der B5-Corona-Anpassungsvereinbarung vom 26. August 2020 und der B5-Verkaufsprozesse-Anpassungsvereinbarung vom 26. Mai 2021 wurde im April 2023 durch die Ablösung sämtlicher Verpflichtungen gegenüber dem Bankenkonsortium beendet. Im Zuge dieser Veränderung ist es auf Ebene der Kathrein SE zu einer neuen Struktur der Konzernfinanzierung gekommen. Des Weiteren wird die Gesellschaft aus allen Haftungen aus dem Sanierungskreditvertrag entlassen. Die KATHREIN Broadcast GmbH wird weiterhin über die KATHREIN SE finanziert. Weitere Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eintraten und sich wesentlich auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft für das abgelaufene Geschäftsjahr sowie auf die zukünftige Entwicklung auswirken, sind nicht zu verzeichnen.
Rohrdorf, den 30. November 2023 Jörg Lippert, Geschäftsführer Christian Quickert, Geschäftsführer Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die KATHREIN Broadcast GmbH, Rohrdorf Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der KATHREIN Broadcast GmbH, Rohrdorf, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der KATHREIN Broadcast GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
München, den 22. Dezember 2023 KPMG
AG
Duschl, Wirtschaftsprüfer Eder, Wirtschaftsprüfer |
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