MWK Renningen GmbH
Industriestraße 38, 71272 Renningen, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Thomas Hofmann seit 9.3.2015 | Geschäftsführer |
Marc Zube seit 14.5.2014 | Geschäftsführer |
Thomas Immler seit 8.10.2012 | Prokura |
Thorsten Ludwig Ehle seit 10.9.2012 | Geschäftsführer |
Thomas Löhr seit 10.9.2012 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (2)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 93.96% | |
| 6.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
2 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
MWK Renningen GmbHRenningenJahresabschluss zum 31. Dezember 2013 und Lagebericht für das Geschäftsjahr 2013Lagebericht1 Grundlagen des Unternehmens1.1 Unternehmensdarstellung Die MWK Renningen GmbH ist - gemeinsam mit ihrer Schwestergesellschaft MWK Schwäbisch Gmünd GmbH - im Bereich der Herstellung und des Vertriebs von technischen Einzel- und Serienteilen aus Metall, Kunst- und ähnlichen Werkstoffen und des Handels mit solchen Erzeugnissen tätig. Geographisch ist die MWK Renningen GmbH nach wie vor praktisch ausschließlich im EU-Raum mit Schwerpunkt in Deutschland und branchenspezifisch weiterhin überwiegend im Automotive-Bereich tätig. Neben der Kernkompetenz, der Herstellung von qualitativ hochwertigen Aluminium-Gussteilen in verschiedensten Gießverfahren, bieten wir unseren Kunden sämtliche Leistungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette an. Mit modernster CAD-Technik entwickeln wir Bauteile nach den von unseren Kunden vorgegebenen technischen Rahmenbedingungen. Die erforderlichen Modelleinrichtungen und Kernkästen werden im eigenen Modellbau auf drei Fräsmaschinen oder bei externen Partnern gefertigt. Im eigenen Werkzeugbau werden Werkzeugreparaturen durchgeführt und Aufspannvorrichtungen gefertigt. Den Bereich Prototypenbau haben wir weiter ausgebaut: Im Automobilbereich sind wir für fast alle großen deutschen Hersteller tätig. Auch wenn das unter unserer Mitwirkung vorangetriebene Projekt Brennstoffzelle eines namhaften Automobilherstellers, an dem wir in Form der Entwicklung und Fertigung von mehreren (Vorserien-) Teilen beteiligt waren, zugunsten eines Gemeinschaftsprojektes nicht umgesetzt wird, so gehen wir gleichwohl davon aus, dass wir auf Basis der hierdurch gewonnenen Erfahrungen auch in diesem Zukunftsmarkt vertreten sein werden. Auch die Bearbeitung von Prototypenteilen können wir unseren Kunden aus einer Hand anbieten. Hierzu stehen im Bereich der CNC-Bearbeitung mehrere 3- und 5-Achs-Bearbeitungszentren zur Verfügung. Die Steuerung des Prototypendurchlaufs gewährleistet einen effizienten Versuchsteildurchlauf und termingenaue Lieferungen. Durch Kauf- und Abtretungsvertrag vom 13. August 2013 veräußerte die MWK Verwaltung GmbH als alleinige Gesellschafterin der MWK Renningen GmbH ihren Geschäftsanteil im Nennbetrag von 25.500,00 € mit wirtschaftlicher Wirkung zum 1. Januar 2013 an die Georgsmarienhütte Holding GmbH. Die Gesellschaft ist Teil der GMH-Gruppe. Ziel des Managements ist das Erreichen eines Umsatzniveaus, welches eine zwei- bis dreischichtige Auslastung der Produktionsanlagen ermöglicht. Zur Deckung der fixen oder sprungfixen Kosten und Erwirtschaftung eines angemessenen Ergebnisniveaus ist darüber hinaus eine auskömmliche Rohertragsquote notwendig. 1.2 Forschung und Entwicklung Forschung im engeren Sinne betreibt die MWK Renningen GmbH zurzeit nicht. Der Versuchs- und Entwicklungsbereich wird durch das Prototypencenter abgedeckt. Zum Thema "spanende Bearbeitung" sind wir mit dem Fraunhofer-Institut in Kontakt. 2 Wirtschaftsbericht2.1 Branchenbezogene Rahmenbedingungen 1 Die MWK Renningen GmbH ist nach Auslaufen der wesentlichen Non-Automotive-Aufträge wieder zu fast 100% Zulieferer der Automobilindustrie. Diese Branche hat sich 2013 erwartungsgemäß verhalten entwickelt. Maßgeblich für die Absatzseite ist die inländische Produktion: Hier wurden im Gesamtjahr 2013 rd. 5,45 Mio. Pkw produziert, was einem leichten Wachstum von 1% gegenüber dem Vorjahr entspricht. Ein leichter Rückgang bei den inländischen Zulassungen um rd. 4% auf 2,95 Mio. Einheiten konnte durch einen Zuwachs im Export um knapp 2% auf 4,2 Mio. Fahrzeuge überkompensiert werden. 2.2 Geschäftsverlauf 2.2.1 Absatz und Beschaffung Sowohl durch die Akquisition neuer, wichtiger Serienaufträge, als auch durch die Gewinnung von (Sonder-) Aufträgen, die nur über einen von vornherein begrenzten Zeitraum laufen, konnten wir unsere Position als verlässlicher und flexibler Zulieferer im Automobilzulieferbereich festigen. Die erfolgreichen Marktaktivitäten schlugen sich in einer Erhöhung des Umsatzvolumens gegenüber dem Vorjahr von 25.121 T€ um 3.310 T€ oder 13,2% auf 28.431 T€ nieder. Unser wichtigster Rohstoff auf der Beschaffungsseite ist Aluminium. Der Preis für das Aluminium ist abhängig von der entsprechenden Börsennotierung an der LME (London Metal Exchange). Die Volatilität des Aluminiumpreises war im Geschäftsjahr sehr gering. 2.2.2 Produktion Das erhöhte Umsatzniveau ermöglichte es, eine in allen Bereichen mindestens zwei-, teilweise sogar dreischichtige Auslastung zu erreichen. Primär entscheidend ist hierbei das Kernaggregat, die HWS Formanlage. Erwähnenswerte größere technische Störungen, die über das übliche, operativ normale Maß hinausgehen, waren nicht zu verzeichnen. Allerdings ist eine nachhaltig wirtschaftliche Verfügbarkeit der CNC-Bearbeitungsmaschinen aufgrund deren Alters nur mit nennenswerten Investitionen in diesem Bereich zu gewährleisten. 2.2.3 Investitionen Im Berichtsjahr haben wir Investitionen in das Sachanlagevermögen im Wert von 219 T€ (Vorjahr: 153 T€) getätigt. Das genannte Volumen entfiel auf eine Vielzahl kleinerer Investitionen (Ersatzinvestitionen). 2.2.4 Finanzierung Die Finanzierung des laufenden Geschäfts sowie der getätigten Investitionen erfolgte in 2013 mangels eigenem positiven Cash-Flow und fehlender Kreditwürdigkeit ausschließlich über Gesellschafterdarlehen der Georgsmarienhütte Holding GmbH, Georgsmarienhütte. Die Verlustübernahme für das Geschäftsjahr 2012 in Höhe von 5,0 Mio. € wurde zur Teilrückführung des Gesellschafterdarlehens verwendet. Zum 31. Dezember 2013 valutiert das Gesellschafterdarlehen mit € 6,5 Mio. (Vorjahr € 9,9 Mio., Ausweis in den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen). Des Weiteren wird die operative Geschäftstätigkeit durch einen Factoringvertrag finanziert. 2.2.5 Personal Die Mitarbeiterzahl belief sich zum Ende des Berichtsjahres - ohne 3 (Vorjahr: 5) Auszubildende - gegenüber dem Vorjahr unverändert auf 192 Mitarbeiter. Der Krankenstand ist gegenüber den Werten in den vergangenen Jahren im Verlauf des Berichtsjahres - nicht zuletzt als Folge der Durchführung von gesundheitsorientierten Krankenrückkehrgesprächen und der Erweiterung der arbeitsmedizinischen Vorsorge - bis nahe an das angestrebte Niveau von 5% gesunken. Die Qualifikation und Weiterbildung der Stammbelegschaft hat für uns weiterhin oberste Priorität. Qualifizierungsmaßnahmen sehen wir als einen entscheidenden Beitrag zur Sicherstellung der von uns geforderten Qualität und zur Senkung der nach wie vor zu hohen Ausschussquote sowie zur Flexibilisierung der Einsatzmöglichkeiten unserer Mitarbeiter in der Produktion. Durch die im Jahr 2013 abgeschlossene Betriebsvereinbarung Qualifizierung werden wir diesen Prozess strukturiert und in enger Zusammenarbeit mit dem Betriebsrat begleiten. 2.2.6 Qualitätsmanagement (inklusive Umweltmanagement und Arbeitssicherheit) Auch im zu Ende gegangenen Jahr hat sich das Qualitätsmanagementsystem weiter zu einem integrierten Managementsystem mit den Säulen Qualität, Umwelt und Arbeitssicherheit entwickelt. Alle Führungskräfte sind aufgefordert, das Gedankengut dieses integrierten Systems weiterzutragen, durch zielführende Umsetzung der vielfältigen Maßnahmenpläne weiter zu verbessern und insbesondere geeignete Maßnahmen zu wichtigen Elementen festzulegen. MWK Renningen GmbH ist seit Juni 2001 nach DIN EN ISO 9000:2000 und ISO/TS16949:2001 zertifiziert. Oberste Priorität wird auf die Kundenzufriedenheit gelegt. Um diesem Anspruch gerecht zu werden, wurde eine Prozesslandschaft erstellt sowie die darin enthaltenen Aufgaben prozessorientiert aufgebaut und visualisiert. Das betriebsinterne Organigramm des QM wurde nach klassischen Normvorgaben erstellt. Die bereits begutachteten Prozesse werden weiterentwickelt und unterliegen somit einem kontinuierlichen Verbesserungsprozess. Dadurch soll erreicht werden, dass wir unsere Kunden durch unser Know-how und die Umsetzung ihrer Anforderungen an das Produkt dauerhaft zufriedenstellen und sie damit langfristig an uns binden. Mehrere kundenspezifische sowie interne Audits als Grundlage für Neuaufträge wurden erfolgreich durchgeführt. Im Oktober 2013 wurde das Wiederholungs-Audit - nunmehr beim TÜV-Süd (bisher DQS) - für das Managementsystem ISO/TS 16949 und ISO 9001:2008 sowie das Umweltmanagementsystem 14001 durchgeführt. Diese Audits haben wir erfolgreich bestanden und die neuen Zertifikate sind bis zum 9. Januar 2016 gültig. Die Wiederholungsbegutachtung wird im Oktober 2014 stattfinden. Folgende weitere qualitätssichernde Maßnahmen sind in 2014 geplant:
Umweltmanagement und Arbeitssicherheit sind integrale Bestandteile der Unternehmensführung. Sie werden bereits seit 1987 konsequent umgesetzt und laufend den aktuellen Erfordernissen angepasst. Das Konzept des Umwelt- und Arbeitsschutzes befindet sich in dem integrierten Managementhandbuch des Unternehmens. Dies umfasst zum einen die organisatorischen Verantwortlichkeiten und Kontrollmechanismen, zum anderen die Zielsetzungen des Umwelt- und Arbeitsschutzes. Die praktische Umsetzung wird vom jeweiligen Beauftragten vorangetrieben und gesteuert. Die Zertifizierung des Umweltmanagementsystem nach DIN ISO 14001 erfolgte im Juli 2006. Die Wiederholungsbegutachtung in Bezug auf das QM/UM-Kombi-Audit wurde im Oktober 2013 durchgeführt und erfolgreich abgeschlossen. Bei der praktischen Umsetzung der Arbeitssicherheit werden die verantwortlichen Führungskräfte durch interne und externe Fachkräfte (Sicherheitsbeauftragte, Betriebsarzt, Sicherheitsfachkraft) unterstützt. Durch Schulung von Mitarbeitern und laufende Verbesserungen der Arbeitsplatzbedingungen versuchen wir dazu beizutragen, dass die Anzahl der meldepflichtigen Arbeitsunfälle so gering wie möglich bleibt. Als Folge dieser Bemühungen und Maßnahmen konnte die Anzahl der meldepflichtigen Arbeitsunfälle im Vergleich zum Vorjahr mit jeweils 19 meldepflichtigen Unfällen konstant gehalten werden. Durch regelmäßige Begehungen, Arbeitsplatzbewertungen und die Erstellung von Gefährdungsbeurteilungen sind auch weiterhin Verbesserungen der Arbeitsschutzbedingungen gewährleistet. Positiv ist zu vermerken, dass schwere oder gar tödliche Unfälle bei MWK Renningen GmbH bisher nicht zu verzeichnen sind. 2.3 Lage 2.3.1 Ertragslage Analyse der Ertragslage, wobei die sonstigen betrieblichen Erträge als "Kostenmindernde Erträge" dargestellt werden:
* davon Schrotterlöse € 279.709,31 (Vorjahr € 290.065,91) Wie in Punkt 2.2.1 bereits erwähnt, konnten wir das Umsatzniveau des Vorjahres deutlich übertreffen und lagen mit 28.431 T€ um 3.310 T€ oder 13,2% über dem Vorjahreswert und auch 2.488 T€ oder 9,6% über unserem Planwert in Höhe von 25.943 T€. Dies gilt auch für die Gesamtleistung, die sich von 25.297 T€ um 3.775 T€ oder 14,9% auf 29.072 T€ erhöhte. Vor allem als Folge davon lag das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit vor Verlustübernahme (EGT) mit -2.383 T€ deutlich über dem budgetierten Niveau (-3.913 T€). Das erwirtschaftete Ergebnis entspricht einer negativen Umsatzrendite in Höhe von 8,4% (Vorjahr: 19,7%). Der Materialaufwand stieg insgesamt per Saldo überproportional zur Erhöhung der Gesamtleistung um 3.256 T€ oder 19,3%. Dies ist maßgeblich auf - auch absolut gesehen - deutliche Veränderungen in folgenden Einzelpositionen zurückzuführen: Die Fremdbearbeitung erhöhte sich um 2.851 T€ oder 62,2% aufgrund eines veränderten Produktprogramms mit hoher externer Bearbeitungswertschöpfung. Der Aufwand für extern bezogene Vorrichtungen und Werkzeuge stieg um 921 T€ oder 148,7% aufgrund eines höheren diesbezüglichen Umsatzes, der zu einem höheren Anteil externer Zulieferungen basiert. Der Aufwand für Fremdpersonal erhöhte sich ebenfalls überproportional von 170 T€ auf 621 T€ und damit um das 2,7fache des Vorjahreswertes, weil der deutliche Umsatzanstieg nur durch den verstärkten Einsatz von Leiharbeitnehmern zu bewältigen war. Gegenläufig, aber nicht vollständig kompensierend, wirkte die deutliche Reduzierung des fremdbezogenen Gusses. Hier konnte der entsprechende Aufwand aufgrund von Insourcing, welches durch das im Laufe des Jahres erreichte verbesserte Leistungs- und Qualitätsniveau möglich war, um 2.766 T€ oder 67,5% gesenkt werden. Als Folge dessen ergibt sich eine Rohertragsquote in Bezug auf die Gesamtleistung von 30,8% (Vorjahr 33,4 %). Damit wurde der Budgetwert deutlich verfehlt. Der Personalaufwand verminderte sich um 230 T€ oder 2,3% auf 9.798 T€. Die bezahlte reguläre Tariferhöhung wurde durch im Vergleich zum Vorjahr gesparte Abfindungszahlungen überkompensiert. Die Abschreibungen lagen mit 1.363 T€ unterhalb des Vorjahresniveaus (1.429 T€). Dies ist zum einen auf verlängerte Abschreibungsfristen für verschiedene Gegenstände des Sachanlagevermögens zurückzuführen, die im Zuge der Betriebsprüfung Ende 2012 akzeptiert werden mussten. Zum anderen wirkt sich hier auch das aufgrund der schwierigen wirtschaftlichen Lage unter den Abschreibungen liegende Investitionsniveau aus. Durch weiterhin konsequentes Kostenmanagement konnten die sonstigen betrieblichen Aufwendungen trotz des deutlich gestiegenen Umsatzniveaus nicht nur relativ, sondern sogar absolut gesenkt werden. Darüber hinaus ist der Rückgang auch auf deutlich niedrigere Zuführungen zur Drohverlustrückstellung (T€ 185, Vorjahr T€ 1.407) zurückzuführen. In 2013 erreichten wir eine entsprechende Kostenquote, bezogen auf die Gesamtleistung, von 10,0%. Die sonstigen betrieblichen Erträge lagen mit 2.877 T€ um 176 T€ oder 6,5% über dem Vorjahreswert von 2.701 T€. Einziger Grund hierfür sind die Zuschreibungen in Höhe von 600 T€ auf ein Darlehen an die frühere Tochtergesellschaft in Spanien, In. Vilassarenca S.A. aufgrund deren wirtschaftlicher Erholung und der daraus folgenden höheren Wahrscheinlichkeit der planmäßigen Tilgung. Der (Netto-) Zinsaufwand - verstanden als Saldo aus Zinsaufwand und Zinsertrag - betrug im Berichtsjahr 139 T€, was gegenüber dem Vorjahreswert (158 T€) einen nochmaligen leichten Rückgang - in diesem Fall um 19 T€ oder 12,0% - bedeutet. Dies ist vor allem Folge der im Vergleich zum Vorjahr durchschnittlich geringeren Inanspruchnahme des Gesellschafterdarlehens (siehe Punkt 2.2.4) gepaart mit einem weiterhin konstant extrem günstigem Zinsniveau. Aufgrund des Verlustübernahmevertrages vom 10. Juli 2012 wird der entstandene Verlust in Höhe von T€ 2.460 vollständig durch die Gesellschafterin Georgsmarienhütte Holding GmbH ausgeglichen. 2.3.2 Vermögens- und Finanzlage
Die Bilanzsumme hat sich insgesamt deutlich von 15.589 T€ um 2.818 T€ oder 18,1% auf 12.771 T€ reduziert. Auf der Aktivseite ist dies sowohl auf eine Reduzierung des Anlage-, als auch des Umlaufvermögens zurückzuführen. Das Anlagevermögen verminderte sich um 451 T€. Der Rückgang der Sachanlagen und der immateriellen Vermögensgegenstände um insgesamt 1.144 T€ aufgrund einer sehr restriktiven Investitionstätigkeit wurde durch die Erhöhung bei den Finanzanlagen um 693 T€ - vor allem als Folge der erwähnten Zuschreibungen auf ein Darlehen an die ehemalige spanische Tochtergesellschaft - bei weitem nicht kompensiert. Das Umlaufvermögen reduziert sich um 2.367 T€. Eine in etwa Halbierung der Forderung gegen Gesellschafter (im Vorjahr gegen verbundene Unternehmen) aus dem Verlustübernahmevertrag auf 2.460 T€ steht als nennenswerte Erhöhung in dieser Rubrik lediglich eine Ausweitung des Vorratsvermögens um 480 T€ gegenüber. Auf der Passivseite ist die Reduzierung der Bilanzsumme ausschließlich auf zwei Bilanzpositionen zurückzuführen: Zum einen wurden die Rückstellungen vor allem durch die im Geschäftsjahr 2013 im Vergleich zum Vorjahr deutlich geringeren gebildeten Drohverlustrückstellungen um insgesamt 1.159 T€ vermindert. Zum anderen wurden die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern (Vorjahr: Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen) durch den Zufluss aus der Verlustübernahme 2012 von 10.015 T€ um 3.379 T€ auf 6.636 T€ zurückgeführt. Gegenläufig wirkte sich die auf die fehlende Möglichkeit der Skontoausnutzung zurückzuführende Erhöhung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um 1.548 T€ aus. Als Folge der Verlustübernahme bleibt das bilanzielle Eigenkapital absolut gesehen mit 2.101 T€ konstant. Durch die Reduzierung der Bilanzsumme erhöht sich die Eigenkapitalquote von 13,5% auf 16,4%. Einzelheiten der Finanzlage gehen aus der nachfolgenden Kapitalflussrechnung hervor:
Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit in Höhe von -1.478 T€ resultiert im Wesentlichen aus dem Jahresfehlbetrag vor Verlustübernahme in Höhe von -2.460 T€ zuzüglich Abschreibungen auf das Sachanlagevermögen in Höhe von 1.363 T€ und abzüglich Zuschreibungen auf die Finanzanlagen in Höhe von 600 T€ sowie Erträge aus abgeschriebenen Forderungen von 100 T€. Erhöht wird der negative Cashflow aus der operativen Geschäftstätigkeit durch Auszahlungen für Investitionen in Höhe von 311 T€, denen die Einzahlung aus der Tilgung des Darlehens der früheren Tochtergesellschaft in Spanien von 100 T€ gegenübersteht. Weitestgehend ausgeglichen wird dieser Liquiditätsabfluss durch einen positiven Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit, was ausschließlich auf Einzahlungen des Gesellschafters aus der Verlustübernahme für 2012 zurückzuführen ist. 2.4 Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf und zur Lage Der Verlauf des Geschäftsjahres 2013 brachte zwar eine Verbesserung der wirtschaftlichen Situation der Gesellschaft. So wurden die budgetierten Werte sowohl was den Umsatz, als auch was die Gesamtleistung und damit auch das Ergebnis anbetrifft, übertroffen. Aufgrund des weiterhin hoch defizitären Ergebnisses ist der Verlauf des Geschäftsjahres 2013 insgesamt aber nach wie vor bei weitem noch nicht zufriedenstellend. 3 NachtragsberichtEreignisse von besonderer Bedeutung, die, wenn sie vorher eingetreten wären, zu einer anderen Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage geführt hätten, sind nach Ende des Geschäftsjahres nicht eingetreten und auch nicht bekannt. Die MWK Renningen GmbH startete im Rahmen der im Prognosebericht dargestellten Erwartungen in das Geschäftsjahr 2014. 4 Berichterstattung zur voraussichtlichen Entwicklung / Prognosebericht4.1 Branchenbezogene Rahmenbedingungen 2 Die Aussichten für die Automobilbranche sind für 2014 weltweit positiv. Erwartet wird ein Wachstum von 3% auf 74,7 Mio. Pkw und auch Westeuropa scheint nach 4 Jahren erstmals wieder positive Wachstumsraten zu erreichen. Der VDA erwartet für diese Region ein Volumen von 11,6 Mio. Einheiten (+ 2%) - was eher eine Seitwärtsbewegung und weniger einen kraftvollen Aufschwung darstellt. Die deutschen Hersteller werden nach der Verbandsprognose im Inland rd. 5,47 Mio. Einheiten produzieren, was gegenüber dem Vorjahr ein praktisch unverändertes Niveau darstellt. Die Geschäftsführung der MWK Renningen GmbH geht in ihrem Basisszenario von den oben genannten Prognosen aus und legt diese der prognostizierten Entwicklung bei den laufenden Serienteilen zugrunde. 4.2 Geschäftsverlauf 4.2.1 Absatz und Beschaffung Auf Basis der oben dargestellten Rahmenbedingungen planen wir eine Erhöhung des Umsatzes von rd. 6,0% auf 30,1 Mio. €. Hinsichtlich der Beschaffung des für uns mit Abstand wichtigsten Rohstoffs, Rohaluminium, gehen wir von problemloser Verfügbarkeit und von in etwa konstanten Preisen aus. 4.2.2 Produktion Bei Erreichung des geplanten Umsatzniveaus ist eine zweischichtige Auslastung des Kernaggregats, der HWS Formanlage, sowie eine im Wesentlichen dreischichtige Auslastung der meisten anderen Bereiche gesichert. Für 2014 sind folgende leistungs- und qualitätssteigernden Maßnahmen geplant:
4.2.3 Investitionen Auftrags-, Konjunktur- und ertragsabhängig steht ein Investitionsvolumen in Höhe von rd. 1.650 T€ zur Diskussion. Schwerpunkt mit rd. 650 T€ wäre die Erweiterung der Kokillengießerei um einen Gießroboter. Der Rest verteilt sich auf mehrere Einzelprojekte ohne fokussierten Schwerpunkt. Eine Finanzierung dieser Investitionen steht noch aus. 4.2.4 Finanzierung Grundsätzlich nutzen wir auch im kommenden Geschäftsjahr weiterhin das Finanzierungsinstrument Factoring. Auch in 2014 wird die MWK Renningen GmbH - selbst bei Erreichung der Planzahlen - auf die Zufuhr von externer Liquidität angewiesen sein. Dabei erfolgt die Finanzierung des operativen Geschäfts einerseits durch den von der Georgsmarienhütte Holding GmbH gewährten und bis 31. März 2015 befristeten Darlehenskreditrahmen über 7.500 T€. Daneben wurde mit unserem Schwesterunternehmen MWK Schwäbisch Gmünd GmbH ein Kreditrahmenvertrag über 900 T€ mit einer Laufzeit bis 31. März 2015 abgeschlossen. Die Finanzierung des Geschäftsjahres 2014 und des ersten Quartals 2015 ist dadurch auf Basis unserer Planungsannahmen sichergestellt. Sollten sich die gesetzten Budgetziele nicht erreichen lassen, weisen wir darauf hin, dass wir dann aufgrund nicht vorhandener eigener Liquiditätslinien auf eine weitergehende finanzielle Unterstützung durch unsere Gesellschafterin bzw. das Schwesterunternehmen MWK Schwäbisch Gmünd angewiesen sind; diese betrifft auch die Finanzierung über den 31. März 2015 hinaus. Für die Folgejahre erwarten wir eine weitere Verbesserung der Cashflow- und Liquiditätssituation, so dass die finanzielle Abhängigkeit von der Gesellschafterin bzw. dem Schwesterunternehmen sukzessive vermindert wird. 4.2.5 Personal Unter Zugrundelegung des geplanten Umsatzniveaus planen wir mit einer praktisch konstanten (Stamm-) Belegschaft. Auf Basis der erwarteten Verbesserungen des Produktivitäts- und Qualitätsniveaus gehen wir aber davon aus, dass wir die Anzahl an beschäftigten Leiharbeitnehmern deutlich reduzieren können. 4.3 Lage 4.3.1 Ertragslage Durch Produktivitätsfortschritte und weiterhin konsequentes Kostenmanagement planen wir, die Materialaufwandsquote auf 60,7% der Gesamtleistung zu senken, was einem Materialaufwand von 18.254 T€ entspricht. Dies bedeutet eine Rohertragsquote von 39,3% (Vorjahr: 30,8%). Die Verbesserung der Rohertragsquote im Vergleich zum Vorjahr soll insbesondere durch eine deutliche Verbesserung der Qualität unserer Produkte, positive Skaleneffekte, geringeren Fremdbezug und Fremdbearbeitung sowie einer allgemeinen Produktivitätssteigerung durch verschiedene Einzelmaßnahmen erreicht werden. Im Bereich Personal planen wir praktisch keine Erhöhung des entsprechenden Aufwands. Um dieses Ziel bei konstanter Belegschaft zu erreichen, ist es notwendig, die tarifliche Entgelterhöhung durch Einsparungen bei Sonderzahlungen zu kompensieren. Durch weiterhin sehr konsequentes Kostenmanagement rechnen wir bei den sonstigen Aufwendungen - trotz des geplanten Umsatzwachstums - mit einer nochmaligen Reduzierung um 8,5%. Leichte Senkungen planen wir im Bereich der Abschreibungen und der Zinsen - ersteres abhängig von der Umsetzung des Investitionsprogramms, zweiteres abhängig von der Entwicklung des Zinsniveaus am Geldmarkt. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit ist mit -1.096 T€ und der Jahresfehlbetrag mit 1.168 T€ budgetiert. 4.3.2 Vermögens- und Finanzlage Auf Basis des dargelegten Geschäftsverlaufs und der dargelegten Ertragslage gehen wir von einer im Wesentlichen unveränderten Bilanzstruktur und -summe aus. Das Eigenkapital wird sich auch nach dem für 2014 budgetierten Verlust noch positiv darstellen. 4.4 Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf und zur Lage Wie dargelegt, startet die MWK Renningen GmbH ohne nennenswerte finanzielle Reserven und damit in wirtschaftlich sehr kritischer Situation in das neue Geschäftsjahr. Unsere Planungen gehen aber von einer weiteren Verbesserung der Ertrags- und damit auch Liquiditätslage aus. 5 Chancen- und Risikobericht5.1 Umfeld und Branche Bei der Gesamtplanung haben wir unser Basisszenario - das Ausbleiben einer gesamtwirtschaftlichen Rezession und einen weiter anziehenden Automobilmarkt 2014 - zugrunde gelegt. Neben der allgemeinen Konjunkturentwicklung ist die Erreichung des geplanten Umsatzniveaus auch abhängig von der Wettbewerbssituation auf dem Automobilmarkt. So gilt unverändert, dass zahlreiche Pkw-Hersteller ihren Kunden weiter massive Kaufanreize gewähren und versuchen, den hieraus resultierenden Preisdruck - trotz aller anderslautenden öffentlichen Bekenntnisse - voll an die Zulieferer weiterzugeben. Obwohl bereits eine ins Gewicht fallende Anzahl an Zulieferern diese Belastungen nicht mehr tragen konnte und Insolvenz anmelden musste, hat sich dieser Trend bislang nicht umgekehrt. Auf der anderen Seite können wir - und haben dies in der Vergangenheit auch schon - von dem sich verstärkenden Wettbewerbsdruck profitieren, indem wir Lieferprogramme von insolventen Wettbewerbern teilweise übernehmen. 5.2 Leistungswirtschaftliche Chancen und Risiken Zusammenfassend sehen wir auf der Absatzseite folgende Risiken (-) und Chancen (+): - marktseitig in Form eines deutlichen Abschwungs der Konjunktur z.B. als Folge einer erneuten Eskalation der europäischen Staatsschuldenkrise (Umsatzrückgang) - Nichterreichung von Qualitäts- und Leistungszielen - Risiken, die sich aus dem veralteten Anlagen- und Maschinenpark in Form von Betriebsunterbrechungen oder dem Nichterreichen der aufgrund der hohen Wettbewerbsintensität anspruchsvollen Kalkulationsannahmen ergeben - Wegfall von Lieferanteilen zu Gunsten von Konkurrenten aus Billiglohnländern + einen sich stärker als erwartet entwickelnden Automobilmarkt + verstärkte Realisierung von Kosteneinsparungen infolge von Produktivitäts- und Qualitätsverbesserungen + Generierung von Umsatzanteilen als Folge von Marktbereinigungen Wir gehen davon aus, dass sich eine Nichterreichung des geplanten Umsatzniveaus (Unterschreitung um 13%) in einem um rd. 1,3 Mio. € niedrigeren EGT niederschlagen würde, während sich eine Überschreitung des geplanten Umsatzniveaus um 5% in einer Erhöhung des EGT um rd. 0,5 Mio. € bemerkbar machen würde. Bei Störungen in unserer Wertschöpfungskette sind wir der Gefahr von Betriebsunterbrechungen, Qualitätsproblemen sowie Arbeitssicherheits- und Umweltrisiken ausgesetzt. Um diesen Risiken vorzubeugen, haben wir umfassende Grundsatz- und Verfahrensvorschriften zu Projekt- und Qualitätsmanagement sowie zum Umweltschutz (siehe Ausführungen dort) festgelegt. Eine Unter- bzw. Überschreitung des geplanten Qualitätsniveaus in der von uns verwendeten Definition um 1%-Punkt führt zu einer jeweiligen Ergebnisveränderung um rd. 300 T€. Bei der Beschaffung von Vorprodukten und Dienstleistungen sind wir auch auf Fremdanbieter angewiesen. Diese Einbeziehung Dritter schafft Risiken wie z.B. unerwartete Lieferschwierigkeiten oder die Nichteinhaltung von Qualitätsstandards. Wir begegnen lieferantenbezogenen Risiken durch intensive Marktbeobachtung und versuchen bei der Beschaffung von wesentlichen Materialien und Dienstleistungen durch den Aufbau paralleler Lieferantenbeziehungen alternative Beschaffungswege sicherzustellen. Langfristige Lieferverträge sollen zudem eine sichere Versorgungskette gewährleisten. Trotz der mit unseren Abnehmern vereinbarten Preisgleitklauseln (z.B. in Form des Materialteuerungszuschlags, "MTZ") bestehen diesbezügliche Risiken:
Wir weisen darauf hin, dass in die Zukunft gerichtete Aussagen immer mit Unsicherheiten und Risiken behaftet sind. Dies kann dazu führen, dass tatsächliche Ergebnisse von den Erwartungen abweichen. 5.3 Finanzwirtschaftliche Risiken Wir beliefern - wie in den vergangenen 20 Jahren - fast ausschließlich große, bonitätsmäßig einwandfreie Unternehmen und pflegen mit diesen langjährige Geschäftsbeziehungen. Bei Neukunden wird deren Kreditwürdigkeit anhand von externen Auskünften geprüft. In Zweifelsfällen liefern wir ausschließlich gegen Vorkasse. Entsprechend hatten wir in der Vergangenheit praktisch keine Forderungsausfälle zu verkraften. Seit 2003 haben wir unsere Forderungen aus Lieferungen praktisch vollständig - und zwar regresslos - verkauft. Für den nicht verkauften Anteil besteht im Wesentlichen eine Forderungsausfallversicherung, die sowohl in- als auch ausländische Abnehmer umfasst. Vor diesem Hintergrund besteht ein diesbezüglich relevantes Risiko nicht. Sowohl die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern, als auch diejenigen gegenüber dem Factor sind - auf Basis eines Geldmarkt-Referenzzinssatzes - variabel verzinslich. Zum Bilanzstichtag würde eine Veränderung des Zinsniveaus um 100 Basispunkte zu einer Veränderung des Zinsaufwands um rd. 41 T€ (Vorjahr: 51 T€) führen. Da wir ausschließlich in Euro fakturieren, bestehen keine direkten Fremdwährungsrisiken. Mangels Bestand an derivativen Finanzinstrumenten und Wertpapieren sind auch diesbezüglich keine Risiken zu verzeichnen. 5.4 Sonstige Risiken Für wesentliche Risikokategorien besteht darüber hinaus ein umfassender Versicherungsschutz. 5.5 Gesamtbild der Risikolage Die MWK Renningen GmbH ist international tätig und unterliegt von daher einer Vielzahl unternehmerischer Risiken, die untrennbar mit dem Geschäftsbetrieb verbunden sind. Die geschäftlichen und finanziellen Risiken werden von uns systematisch erfasst und kontrolliert. Die Elemente des Risikomanagementsystems sind dafür ausgelegt, die entsprechenden Risiken frühzeitig zu erkennen und zu steuern sowie die Erreichung der geschäftlichen Ziele abzusichern. Von den vorgenannten Risiken sind die Unwägbarkeiten der konjunkturellen Entwicklung und die Wettbewerbssituation auf dem Automobilmarkt sowie das Nichterreichen von Qualitäts- und Leistungszielen am bedeutendsten einzustufen. Auf Basis unserer Planung und der damit abgestimmten Finanzierung durch die Gesellschafterin ist die Fortführung des Unternehmens aktuell gewährleistet. Negative Abweichungen von der Planung würden einen höheren Finanzbedarf und damit weitere Maßnahmen zur Folge haben.
Renningen, den 10. März 2014 Thomas Braun Reiner Dürkop Gunter Milarg 1 Die genannten Zahlen zur Automobilindustrie entstammen den Pressemitteilungen des Verbandes der Automobilindustrie vom 3. Dezember 2013 und vom 3. Januar 2014 ² Die genannten Zahlen zur Automobilindustrie entstammen den Pressemitteilungen des Verbandes der Automobilindustrie vom 3. Dezember 2013 und vom 3. Januar 2014 BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangI. Allgemeine AngabenDer Jahresabschluss der MWK Renningen GmbH, Renningen, ist mit Ausnahme der teilweisen Inanspruchnahme größenabhängiger Erleichterungen des § 288 Abs. 2 HGB freiwillig nach den Vorschriften des HGB für große Kapitalgesellschaften sowie den Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wird das Gesamtkostenverfahren angewandt. Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung anzubringen sind, weitestgehend im Anhang aufgeführt. II. Bilanzierungs- und BewertungsmethodenEntgeltlich von Dritten erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten aktiviert und ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer entsprechend linear, im Zugangsjahr zeitanteilig, abgeschrieben. Dabei werden entgeltlich erworbene EDV-Programme über eine betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von drei bis fünf Jahren abgeschrieben. Soweit die beizulegenden Werte einzelner immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen. Sachanlagen sind mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und, soweit abnutzbar, abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgen grundsätzlich zeitanteilig und werden nach der linearen Methode ermittelt. Soweit die beizulegenden Werte einzelner Vermögensgegenstände ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen. Ist der Grund für die außerplanmäßige Abschreibung entfallen, erfolgt eine Zuschreibung auf den fortgeschriebenen, um Abschreibungen geminderten Buchwert. Bei der Ermittlung der Abschreibungen werden die folgenden geschätzten Nutzungszeiten angesetzt:
Selbständig nutzbare Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens sowie immaterielle Vermögensgegenstände mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten von € 150,00 bis € 1.000,00 werden im Zeitpunkt ihres Zugangs als Aufwand behandelt. Beim Abgang von Anlagegegenständen werden die Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und die aufgelaufenen Abschreibungen zum Zeitpunkt des Ausscheidens ausgebucht. Bei den Finanzanlagen sind die Beteiligungen und sonstigen Ausleihungen zu Anschaffungskosten oder ihrem niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag bewertet. Ist der Grund für die niedrigeren beizulegenden Wert entfallen, erfolgt eine Zuschreibung. Rückdeckungsversicherungsansprüche werden auf Basis der Mitteilung des Versicherers mit dem jeweiligen Aktivwert zum Bilanzstichtag bewertet. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind grundsätzlich zu den fortgeführten Durchschnittspreisen oder zu den niedrigeren Börsen- oder Marktpreisen vom Bilanzstichtag angesetzt. Die Börsen- oder Marktpreise sind aus den Tageskursen des Beschaffungsmarktes zum Bilanzstichtag abgeleitet worden. Auf Bestände mit langer Lagerdauer und mangelnder Verwertbarkeit werden darüber entsprechende Wertabschläge vorgenommen. Die unfertige n und fertigen Erzeugnisse werden grundsätzlich zu Herstellungskosten oder zu dem aus dem Absatzmarkt abgeleiteten niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag bewertet. Die Herstellungskosten beinhalten die aktivierungspflichtigen Bestandteile des § 255 Abs. 2 HGB. Kosten der allgemeinen Verwaltung sowie Fremdkapitalzinsen werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Bei Forderungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden angemessene Wertabschläge vorgenommen; uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben. Die flüssigen Mittel sind zum Nennwert am Bilanzstichtag angesetzt. Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert. Die Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen, für die kongruente Rückdeckungsversicherungen abgeschlossen worden sind, werden gemäß § 253 Abs.1 S. 3 HGB mit dem beizulegenden Zeitwert der Rückdeckungsversicherung bewertet. Die Verbindlichkeiten sind zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Latente Steuern werden auf die Unterschiede in den Bilanzansätzen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz angesetzt, sofern sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Aktive und passive latente Steuern werden saldiert ausgewiesen. Im Falle eines Aktivüberhangs der latenten Steuern zum Bilanzstichtag wird von dem Aktivierungswahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB kein Gebrauch gemacht. Der Berechnung der latenten Steuern liegt ein effektiver Steuersatz von 29,83% zugrunde (15,83 % für die Körperschaftsteuer einschließlich Solidaritätszuschlag und 14,00 % für die Gewerbesteuer), der sich voraussichtlich im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen ergeben wird. Am Bilanzstichtag ergeben sich ausschließlich aktive latente Steuern, die aus temporären Differenzen zwischen Handel- und Steuerbilanz im Bereich des Anlagevermögens, der Rückstellungen und der Verlustvorträge resultieren. III. Erläuterungen der BilanzAnlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen und Zuschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt. Der Anlagenspiegel ist dem Anhang als Anlage beigefügt. Forderungen Die ausgewiesenen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren aus dem Liefer- und Leistungsverkehr. Die Forderungen gegen Gesellschafter resultieren aus der Verlustübernahme für 2013. Kongruent rückgedeckte Pensionsverpflichtungen Es bestehen Pensionsverpflichtungen, für die kongruente Rückdeckungsversicherungen abgeschlossen wurden. Dementsprechend werden die Pensionsverpflichtungen mit dem Zeitwert der Rückdeckungsversicherungsansprüche von € 361.019,00 bewertet. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:
VerbindlichkeitenVerbindlichkeitenspiegel zum 31. Dezember 2013
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmenresultieren ausschließlich aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr (Vorjahr in Höhe von € 9.947.058,82 aus dem Finanzverkehr). Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern resultieren in Höhe von € 6.599.999,80 aus dem Finanzverkehr und im Übrigen aus Lieferungen und Leistungen. IV. Erläuterungen zur Gewinn- und VerlustrechnungUmsatzerlöse Die Umsatzerlöse verteilen sich geographisch auf folgende Märkte:
Sonstige betriebliche Erträge In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind folgende periodenfremde Erträge enthalten:
Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Erträge aus Währungskursdifferenzen in Höhe von € 574,58 (Vorjahr € 205,29). Sonstige betriebliche Aufwendungen Die in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthaltenen periodenfremden Aufwendungen sind für die Beurteilung der Ertragslage von untergeordneter Bedeutung. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen werden Aufwendungen aus Währungskursverlusten in Höhe von € 227,27 (Vorjahr € 551,22) ausgewiesen. V. Sonstige AngabenHaftungsverhältnisse Angabepflichtige Haftungsverhältnisse gemäß § 251 i.V.m. § 268 Abs. 7 HGB bestehen am Bilanzstichtag nicht. Sonstige finanzielle Verpflichtungen nach § 285 Nr. 3a HGB Aus langfristigen Liefer- und Leistungsverträgen bestehen für die Gesellschaft finanzielle Verpflichtungen gemäß §285 Abs. 3a HGB in Höhe von € 4.412.885,83. Darin enthalten sind Verpflichtungen gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von € 2.829.000,00. Der Einsatz von Miet-, Leasing- und Pachtverträgen dient der Verbesserung der Bilanzstruktur so-wie der Verteilung des Liquiditätsabflusses über mehrere Perioden, sodass einerseits umfangreiche Anschaffungsauszahlungen vermieden werden, andererseits aber künftige regelmäßige Auszahlungen fixiert sind. Die Gesellschaft verkauft Forderungen aus Lieferungen und Leistungen im Rahmen eines Factorings, um die Liquidität und den Finanzmittelfonds zu stärken und die latenten Ausfallrisiken im Forderungsbestand (Selbstbehalt im Rahmen der Warenkreditversicherung) an den Erwerber übertragen. Die Gesellschaft behält das Risiko der Verität der Forderungen. Beschäftigte Die Anzahl der durchschnittlich Beschäftigten betrug:
Honorar des Abschlussprüfers gem. § 285 Nr. 17 HGB Die Angabe der Prüferhonorare unterbleibt aufgrund der Einbeziehung in den Konzernabschluss der Georgsmarienhütte Holding GmbH. Mitglieder der Geschäftsführung Die Geschäftsführung setzt sich wie folgt zusammen:
Die Mitglieder der Geschäftsführung sind jeweils gesamtvertretungsberechtigt mit einem weiteren Geschäftsführer oder Prokuristen. Hinsichtlich der Angaben zu den Bezügen der Geschäftsführung wird die Schutzklausel gemäß § 286 Abs. 4 HGB in Anspruch genommen. Angaben zum Mutterunternehmen und Konzernabschluss Mutterunternehmen des größten und kleinsten Konsolidierungskreises ist die Georgsmarienhütte Holding GmbH, Georgsmarienhütte. Die Gesellschaft wird mittels Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss der Georgsmarienhütte Holding GmbH, Georgsmarienhütte, einbezogen. Der Konzernabschluss wird beim Bundesanzeiger offen gelegt.
Renningen, den 10. März 2014 MWK Renningen GmbH Thomas Braun Reiner Dürkop Gunter Milarg Anlagespiegel
Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der MWK Renningen GmbH, Renningen, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2013 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der Geschäftsführer der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der Geschäftsführer sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Pflichtgemäß weisen wir darauf hin, dass der Fortbestand der Gesellschaft durch Risiken bedroht ist, die in Abschnitt 4.2.4 "Finanzierung" des Lageberichts dargestellt sind. Dort ist aufgeführt, dass der mittel- und langfristige Fortbestand der Gesellschaft auch weiterhin von der finanziellen Unterstützung der Gesellschafterin oder sonstiger Konzernunternehmen abhängig ist.
Osnabrück, den 11. März 2014 PricewaterhouseCoopers
Georg Stegemann, Wirtschaftsprüfer ppa. Thorsten Spree, Wirtschaftsprüfer Der Jahresabschluss wurde am 06.05.2014 festgestellt. |
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