Stammdaten

Register
Amtsgericht Siegburg HRB 9578
Vorher
Swiss Post Deutschland GmbHSwiss Post Deutschland Holding GmbHSwiss Post International Germany GmbH
Eingetragen
19.12.2006
Branche
Sonstige Post-, Kurier- und Expressdienste a. n. g.Vermittlungstätigkeiten für Post-, Kurier- und ExpressdienstleistungenKurierdienste
Gegenstand
Die entgeltliche Dienstleistung für Dritte im Rahmen eines Systems zur Distribution von Post- und Briefsendungen, insbesondere die internationale Brief- und Paketbeförderung und die Durchführung von Kurierdiensten jeder Art.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Thomas Berger
seit 4.3.2026
Geschäftsführer
Geschäftsführer
Michael Spahn
seit 23.3.2022
Prokura
Thomas Wittenburg
seit 10.12.2018
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Asendia Holding AGCHE
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Asendia Holding AG
Switzerland
400.000 €
100.00%

Beteiligungen

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Asendia Germany GmbH

Troisdorf

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Software und Lizenzen 27.151,06 31.082,96
2. Geschäftswert 0,50 27.151,56 0,50 31.083,46
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Gebäude 1.667.625,09 1.751.259,92
2. Technische Anlagen und Maschinen 123.556,76 5.388,30
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 157.101,27 1.948.283,12 99.159,35 1.855.807,57
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 866.577,83
2. Beteiligungen 23.160,65 23.160,65 23.160,65 889.738,48
1.998.595,33 2.776.629,51
B. Umlaufvermögen
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 15.031.609,15 15.829.734,88
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.480.233,65 2.675.415,63
3. Sonstige Vermögensgegenstände 227.352,28 16.739.195,08 155.365,59 18.660.516,10
II. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 6.871.695,05 7.377.770,69
23.610.890,13 26.038.286,79
C. Rechnungsabgrenzungsposten 83.764,60 57.866,25
25.693.250,06 28.872.782,55

Passiva

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 400.000,00 400.000,00
II. Kapitalrücklage 2.517.881,37 2.517.881,37
III. Bilanzgewinn 2.202.199,69 3.556.113,07
5.120.081,06 6.473.994,44
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 774.778,40 1.361.160,93
2. Sonstige Rückstellungen 4.225.568,98 2.642.887,36
5.000.347,38 4.004.048,29
C. Verbindlichkeiten
- mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr -
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 12.181,58 41.556,70
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.978.166,03 4.677.075,34
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 10.755.514,66 12.509.526,95
4. Sonstige Verbindlichkeiten 826.959,35 1.166.580,83
- davon aus Steuern EUR 778.961,66 (i. Vj. EUR 1.167.710,33) -
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 3.525,06 (i. Vj. EUR 0,00) -
15.572.821,62 18.394.739,82
25.693.250,06 28.872.782,55

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

2023 2022
EUR EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 107.851.681,29 114.676.900,76
2. Sonstige betriebliche Erträge 4.192.909,40 1.397.902,38
3. Materialaufwand
Aufwendungen für bezogene Leistungen 93.207.074,95 100.323.334,62
4. Rohertrag 18.837.515,74 15.751.468,52
5. Personalaufwendungen
a) Löhne und Gehälter 8.104.912,36 5.080.574,10
b) Soziale Abgaben 1.585.215,91 9.690.128,27 1.052.977,71 6.133.551,81
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 226.306,40 167.094,22
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 5.623.474,13 4.056.638,93
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 4.119,81 1.381,76
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 0,00 9.941,83
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 1.085.795,56 1.816.795,67
11. Ergebnis nach Steuern 2.215.931,19 3.568.827,82
12. Sonstige Steuern 13.731,50 12.714,75
13. Jahresüberschuss 2.202.199,69 3.556.113,07
14. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 3.556.113,07 2.542.556,26
15. Ausschüttung an die Gesellschafterin 3.556.113,07 2.542.556,26
16. Bilanzgewinn 2.202.199,69 3.556.113,07

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

Grundsätze

Anwendung der handelsrechtlichen Vorschriften

Der Jahresabschluss wurde entsprechend den handelsrechtlichen Vorschriften unter Beachtung des GmbHG aufgestellt.

Die Gliederung des Jahresabschlusses entspricht den §§ 266 und 275 HGB. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Der Jahresabschluss wurde unter Annahme der Unternehmensfortführung (Going-Concern) aufgestellt.

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind gegenüber 2022 unverändert beibehalten worden.

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden zum Entstehungszeitpunkt mit dem Devisenkassamittelkurs oder dem tatsächlich angefallenen Wechselkurs umgerechnet. Zum Bilanzstichtag werden auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten gemäß § 256a HGB zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet.

Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine große Kapitalgesellschaft.

Anwachsung der Asendia Operations GmbH & Co. KG auf die Asendia Germany GmbH sowie Verschmelzung der Asendia Operations Verwaltungs-GmbH auf die Asendia Germany GmbH

Zum 1. Januar 2023 ist die Asendia Operations Verwaltungs-GmbH, Rodgau, als Komplementärin aus der Asendia Operations GmbH & Co. KG, Rodgau, ausgetreten. Mit diesem Ausscheiden ist das Nettovermögen der Asendia Operations GmbH & Co. KG der Asendia Germany GmbH als alleiniger Gesellschafterin angewachsen. Im nächsten Schritt wurde die Asendia Operations Verwaltungs-GmbH auf die Asendia Germany GmbH verschmolzen.

Die Auswirkungen der Anwachsung und der Verschmelzung zum 1. Januar 2023 auf der Aktivseite sind folgende: Zugang Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände TEUR 142 im Nettobuchwert, Abgang Finanzanlagevermögen TEUR 866, Zugang Umlaufvermögen und Rechnungsabgrenzungsposten TEUR 1.963, davon TEUR 1.097 Kasse und Guthaben bei Kreditinstituten und TEUR 717 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Auf der Passivseite sind die Rückstellungen um TEUR 646 und Verbindlichkeiten um TEUR 25 angestiegen.

Durch die Anwachsung und Verschmelzung ist ein Gewinn von TEUR 568 entstanden, der in den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen wird.

Im Jahr 2022 betrug der Umsatz von Asendia Operations TEUR 3.955, einschließlich TEUR 1.832 aus dem Umsatz mit Asendia Germany, bei einem Nettoverlust von TEUR 80.

Aufgrund der Anwachsung und Verschmelzung ist die Gewinn- und Verlustrechnung für 2023 nur eingeschränkt mit der des Jahres 2022 vergleichbar.

Angaben zur Bilanzierung und zur Bewertung

Anlagevermögen

Die abnutzbaren Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden planmäßig linear abgeschrieben. Die Nutzungsdauern orientieren sich grundsätzlich an steuerlichen Richtwerten. Anpassungen werden vorgenommen, soweit die betriebswirtschaftliche Nutzungsdauer abweicht.

Die Abschreibungen auf Software und Lizenzen erfolgen linear über ein bis drei Jahre. Das Gebäude wird linear über 33 Jahre abgeschrieben. Die anderen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung werden linear zwischen ein und 20 Jahre abgeschrieben.

Geringwertige Anlagegüter mit einem Anschaffungswert über EUR 250,00 und bis EUR 800,00 werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Geringwertige Anlagegüter mit einem Anschaffungswert bis EUR 250,00 werden nicht aktiviert.

Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten bzw. mit dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet.

Forderungen

Die Forderungen sowie die sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennwert abzüglich erforderlicher Wertberichtigungen angesetzt.

Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen decken alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen ab. Sie sind im Rahmen des § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB mit ihrem Erfüllungsbetrag unter Berücksichtigung von Preis- und Kostensteigerungen bewertet.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Erläuterungen zur Bilanz

Die Aufgliederung und Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist in der Anlage zum Anhang dargestellt.

Die Finanzanlagen im Jahr 2023 betreffen die Beteiligung an der P2 Die Zweite Post GmbH & Co. KG, Mörfelden-Walldorf, mit einem Beteiligungsbuchwert von TEUR 23.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind (wie im Vorjahr) innerhalb eines Jahres fällig.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 830 (i. Vj. TEUR 525).

Die sonstigen Rückstellungen sind im Wesentlichen für ausstehende Abrechnungen und Mitarbeitervergütungen gebildet worden.

Sämtliche Verbindlichkeiten haben (wie im Vorjahr) eine Laufzeit bis zu einem Jahr.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 10.756 (i. Vj. TEUR 12.510).

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen nicht aus der Bilanz ersichtliche sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen in Höhe von TEUR 433. Miet- und Leasingverträge wurden aus wirtschaftlichen Gründen abgeschlossen. Risiken liegen in den tatsächlichen oder potenziellen Abflüssen liquider Mittel; Vorteile in der (Weiter-)Nutzung der Vertragsgegenstände.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die Gesellschaft erzielte Umsatzerlöse in Paketlösungen für den internationalen Verkauf im Bereich eCommerce (TEUR 62.120) sowie internationale Postlösungen für Marketingpost, Geschäftspost und Publikationen (TEUR 45.732). Diese Umsatzerlöse wurden geographisch mit den Hauptkunden in den Destinationen Deutschland (TEUR 69.383), andere EU-Länder (TEUR 33.811), übrige europäische Länder (TEUR 3.887) und außereuropäische Länder (TEUR 770) erzielt.

Der Umsatz betrug TEUR 107.852, was einem Rückgang im Vergleich zum Vorjahr von TEUR 6.825 entspricht. Unter Einbeziehung der zum 1. Januar 2023 angewachsenen Asendia Operations KG ergaben sich im Jahr 2022 Umsätze von TEUR 116.800, was einem Rückgang von TEUR 8.948 entspricht.

Währungsumrechnung

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten Aufwendungen aus der Währungsumrechnung von TEUR 72 (i. Vj. TEUR 2).

Periodenfremde Erträge und Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen von TEUR 1.083, davon TEUR 713 aus der Auflösung von Rückstellungen für Personal. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten dagegen keine wesentlichen periodenfremden Posten.

Sonstige Angaben

Firma, Sitz und Handelsregister

Die Asendia Germany GmbH hat ihren Firmensitz in der Redcarstraße 3 in 53842 Troisdorf, Deutschland, und ist im Handelsregister des Amtsgerichts Siegburg unter HRB 9578 eingetragen.

Stammkapital

Das Stammkapital beträgt EUR 400.000,00.

Kapitalrücklage

Im Rahmen der Verschmelzung der La Poste Deutschland GmbH auf die Asendia Germany GmbH entstand ein das gezeichnete Kapital übersteigender Betrag in Höhe des Gewinnvortrags der La Poste Deutschland GmbH von TEUR 2.839. Aus der Kapitalrücklage der Gesellschaft wurden in 2019 Dividenden in Höhe von TEUR 321 an die alleinige Gesellschafterin für das Jahr 2018 ausgeschüttet. Zum 31. Dezember 2023 betragen die Kapitalrücklagen der Gesellschaft unverändert zum Vorjahr TEUR 2.518.

Gesellschafter

Die zu 100 % beteiligte Gesellschafterin ist die Asendia Holding AG, Bern/Schweiz.

Organe der Gesellschaft

Während des abgelaufenen Geschäftsjahres gehörten der Geschäftsführung an:

Xavier Goddaer, Geraardsbergen/Belgien (Vorsitzender der Geschäftsführung)

Oliver Schleiss, Ludwigsburg (Sales Director, stellv. Vorsitzender der Geschäftsführung)

Mike Höhner, Hennef (Operations Director, stellv. Vorsitzender der Geschäftsführung) (seit 17. Januar 2023)

Auf die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung wird unter Bezugnahme auf die Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Personal

Im Jahr 2023 waren bei der Gesellschaft durchschnittlich 170 Festangestellte und 0,81 Aushilfen beschäftigt.

Vereinfachungsregel § 286 Abs. 3 Nr. 1 HGB

Hinsichtlich der sonstigen im Geschäftsjahr bestehenden Beteiligung wurde von der Vereinfachungsregel des § 286 Abs. 3 Nr. 1 HGB Gebrauch gemacht.

Abschlussprüferhonorar

Das Honorar des Wirtschaftsprüfers gemäß § 285 Nr. 17 HGB beträgt TEUR 31 und betrifft ausschließlich Abschlussprüfungsleistungen.

Konzernabschluss

Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der La Poste S.A., Paris/Frankreich, einbezogen. Der Konzernabschluss wird am Sitz dieser Gesellschaft offengelegt.

Vorschlag für die Verwendung des Ergebnisses

Die Geschäftsführung beabsichtigt der Gesellschafterversammlung vorzuschlagen, den Bilanzgewinn per 31. Dezember 2023 an die alleinige Gesellschafterin auszuschütten.

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag

Weitere Vorgänge von besonderer Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage ereigneten sich nach dem Schluss des Geschäftsjahres mit folgender Ausnahme nicht:

Im März 2024 hat einer der Top-10-Kunden von Asendia Germany GmbH im Bereich Marketing- Mail in Frankreich Insolvenz angemeldet, nachdem bereits 2023 ein Rückgang der Volumina zu verzeichnen war.

 

Troisdorf, den 16. Juli 2024

Asendia Germany GmbH, Troisdorf

Xavier Goddaer

Oliver Schleiss

Mike Höhner

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten
1.1.2023 Zugänge aus Anwachsung Zugänge
EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Software und Lizenzen 418,135.22 147,658.57 12,134.62
2. Geschäftswert 3,687,541.17 0,00 0,00
4,105,676.39 147,658.57 12,134.62
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Gebäude 2,737,218.40 113,059.04 0,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 23,900.36 1,027,919.43 1,600.00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 785,074.28 538,483.78 159,098.64
3,546,193.04 1,679,462.25 160,698.64
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 866,577.83 0.00 0,00
2. Beteiligungen 290,000.00 0.00 0,00
1,156,577.83 0,00 0,00
8,808,447.26 1,827,120.82 172,833.26
Anschaffungs- und Herstellungskosten
Abgänge aus Anwachsung Abgänge 31.12.2023
EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Software und Lizenzen 0.00 0.00 577,928.41
2. Geschäftswert 0,00 0,00 3,687,541.17
0,00 0,00 4,265,469.58
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Gebäude 0,00 0,00 2,850,277.44
2. Technische Anlagen und Maschinen 0,00 285,99 1,053,133.80
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 161,131.84 1,321,524.86
0,00 161,417.83 5,224,936.10
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 866,577.83 0.00 0.00
2. Beteiligungen 0.00 0,00 290,000.00
866,577.83 0.00 290,000.00
866,577.83 161,417.83 9,780,405.68
Abschreibungen
1.1.2023 Zugänge aus Anwachsung Abschreibungen des Geschäftsjahres Abgänge 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Software und Lizenzen 387,052.26 127,952.63 35,772.46 0.00 550,777.35
2. Geschäftswert 3,687,540.67 0,00 0.00 0.00 3,687,540.67
4,074,592.93 127,952.63 35,772.46 0,00 4,238,318.02
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Gebäude 985,958.48 108,044.45 88,649.42 0,00 1,182,652.35
2. Technische Anlagen und Maschinen 18,512.06 910,561.67 789,30 285,99 929,577.04
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 685,914.93 538,480.28 101,095.22 161,066.84 1,164,423.59
1,690,385.47 1,557,086.40 190,533.94 161,352.83 3,276,652.98
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0.00 0,00 0.00
2. Beteiligungen 266,839.35 0.00 0,00 0,00 266,839.35
266,839.35 0,00 0.00 0,00 266,839.35
6,031,817.75 1,685,039.03 226,306.40 161,352.83 7,781,810.35
Buchwerte
31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Software und Lizenzen 27,151.06 31,082.96
2. Geschäftswert 0.50 0.50
27,151.56 31,083.46
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Gebäude 1,667,625.09 1,751,259.92
2. Technische Anlagen und Maschinen 123,556.76 5,388.30
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 157,101.27 99,159.35
1,948,283.12 1,855,807.57
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 866,577.83
2. Beteiligungen 23,160.65 23,160.65
23,160.65 889,738.48
1,998,595.33 2,776,629.51

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

Grundlagen des Unternehmens

Die Asendia Germany GmbH, Troisdorf, ist eine 100%ige Tochter der Asendia Holding AG, welche zu 40 % der Schweizerischen Post und zu 60 % der französischen La Poste gehört.

Im Juli 2012 sind die La Poste, Paris/Frankreich, und die Schweizerische Post, Bern/Schweiz, eine Partnerschaft unter dem Namen Asendia AG, Bern/Schweiz, eingegangen. Die beiden europäischen Postdienstleister ergänzen sich bei ihren internationalen Mail- und Paketaktivitäten, geographisch wie auch bei der Produktpalette. Die Gesellschaft war zunächst als Joint Venture angelegt. Im Jahr 2018 hat La Poste ihre Beteiligung aufgestockt und die Anteilsmehrheit (60 %) bekommen.

Die Geschäftstätigkeit der Asendia Germany GmbH umfasst insbesondere die internationale Distribution von Post-, Brief- und Paketsendungen für Dritte. Im Fokus stehen spezialisierte Paketlösungen für den internationalen Verkauf im Bereich eCommerce sowie internationale Postlösungen für Marketingpost, Geschäftspost und Publikationen. Durch die beiden Gesellschafter sind die beiden Destinationen der Heimatmärkte, Schweiz und Frankreich, sehr bedeutsam.

Die Gesellschaft hat ihren Hauptsitz in Troisdorf und betreibt Verkaufsbüros in Ludwigsburg und Hamburg sowie ein Verkaufsbüro und eine Betriebsstätte in Rodgau.

Zum 1. Januar 2023 ist das Nettovermögen der Asendia Operations GmbH & Co. KG auf die Asendia Germany GmbH, als alleinige Gesellschafterin, durch Anwachsung übergegangen. Mit diesem Übergang wurde das bisherige Dienstleistungsgeschäft für die Konzerngesellschaften der Asendia Gruppe überwiegend in Deutschland in die Asendia Germany GmbH integriert.

Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Das Jahr 2023 war von einer politischen und wirtschaftlichen Situation geprägt, die immer komplexer wurde (Kriege in der Ukraine und in Israel, extreme Preisschwankungen, hohe Energiekosten, usw.).

Die deutsche Wirtschaft spürte die erheblichen Auswirkungen der Inflation, die auf 5,9 % anstieg, und die die Betriebskosten, besonders im Logistiksektor, unter Druck setzte. Die Erhöhung des Mindestlohns auf 12 Euro pro Stunde führte zu finanziellen Belastungen, die die Gewinnmargen der Logistikunternehmen verringerten.

Angesichts der Preisanstiege orientierten sich europäische Verbraucher zunehmend an günstigeren, in Asien hergestellten Produkten, was den Wettbewerb auf dem Markt verstärkte. Gleichzeitig verzeichnete das Jahr einen bemerkenswerten Rückgang im Volumen des traditionellen Briefverkehrs, der teilweise durch Wachstum im eCommerce-Sektor ausgeglichen wurde, was neue Möglichkeiten trotz wirtschaftlicher Herausforderungen bot.

Paketmärkte entwickeln sich, getrieben durch intensiven Wettbewerb und Internationalisierung, weiterhin positiv und können gute Wachstumsraten vorweisen. Die Entwicklung im eCommerce konnte jedoch die zunehmenden Liquiditätsprobleme der Unternehmen nicht verhindern, und die Zahl der Insolvenzen stieg im Jahr 2023.

Geschäftsverlauf

Die folgenden Leistungsindikatoren geben einen Überblick über den Verlauf des abgelaufenen Geschäftsjahres, wobei Umsatz und Ergebnis nach Steuern die bedeutsamsten für die interne Steuerung verwendeten Leistungsindikatoren darstellen.

Aufgrund der Anwachsung und Verschmelzung sind die Zahlen für 2023 nur eingeschränkt mit denen des Jahres 2022 vergleichbar.

Die Spalte "2022 adj" in der untenstehenden Tabelle zeigt die Schlüsselindikatoren 2022 unter Einbeziehung der Konsolidierung der Zahlen von Asendia Germany GmbH und Asendia Operations KG:

2023 2022 adj 2022
Umsatz in TEUR 107.851 116.800 114.677
Marge (Umsatzerlöse abzgl. Materialaufwand) in % vom Umsatz 13,6 15,7 12,5
EBIT in TEUR 2.817 5.317 5.384
Ergebnis nach Steuern (Ertragsteuern und sonstige Steuern) in TEUR 2.202 3.475 3.556

Die aus der Veränderung des Konsolidierungskreises bei der Asendia Germany GmbH resultierenden Effekte werden unten erwähnt, wenn sie signifikant sind.

Der Umsatz ist zwischen 2023 und 2022 um TEUR 6.825 (-6 %) gefallen. Dieser Rückgang wird noch deutlicher, wenn man die Zahlen im angepassten Bereich "2022 adj" vergleicht, mit einem Rückgang von 8.949 TEUR.

Der wesentliche Teil des Rückgangs ist auf Mailprodukte zurückzuführen (-18,4 %) aufgrund des Rückgangs eines wichtigen Kunden im Marketing-Mail. Die Volumensteigerung im eCommerce Bereich konnte wie im Vorjahr fortgeführt werden (+2,2 %), blieb aber hinter den Prognosen zurück.

Der in 2023 generierte Umsatz lag unter den Erwartungen.

Ertragslage

Die Asendia Germany GmbH erzielte 2023 mit den zehn größten Kunden ca. 39 % des Umsatzes. Der Gesamtbestand an Kunden betrug zum 31. Dezember 2023 ca. 925 Kunden.

Der Rohertrag beträgt TEUR 18.838 im Jahr 2023, TEUR 1.905 weniger als im Jahr 2022 adj., was auf den Rückgang des Umsatzes und höhere Gesamtkosten zurückzuführen ist.

Das Ergebnis nach Steuern sank um TEUR 1.354, was auf die kombinierte Wirkung eines geringeren Volumens und eines allgemeinen Anstiegs aller Kosten (Transport, Vertrieb, Personal, etc.) zurückzuführen ist. Das Ergebnis nach Steuern enthält darüber hinaus einen positiven Effekt in Höhe von TEUR 568 aus der Anwachsung der Asendia Operations KG zum 1. Januar 2023.

Mit dem Umsatz von TEUR 107.851 wurde ein EBIT von TEUR 2.817 (i. Vj. TEUR 5.384) erwirtschaftet, was einer EBIT-Marge von 2,6 % (i. Vj. 4,7 %) entspricht.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 1.566, was unter anderem auf die Übertragung der Aktivitäten der Asendia Operations KG zurückzuführen ist.

Der Personalaufwand ist gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Die Personalaufwandsquote (Personalaufwand zu Umsatzerlösen) liegt bei rund 8,9 % (i. Vj. 5,4 % und 8,2 % im Jahr 2022 adj).

Die Asendia Germany GmbH beschäftigte am 31. Dezember 2023 insgesamt 171 (i. Vj. 94 und 168 im Jahr 2022 adj) Festangestellte und 3 Aushilfen (i. Vj. keine und drei im Jahr 2022 adj).

Insgesamt wurde das Jahr 2023 mit einem Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 2.202 (i. Vj. TEUR 3.556 und TEUR 3.475 im Jahr 2022 adj) abgeschlossen.

Vermögens- und Finanzlage

Aufgrund der Anwachsung und Verschmelzung sind die Zahlen für 2023 nur eingeschränkt mit denen des Jahres 2022 vergleichbar.

Die Bilanzsumme beträgt TEUR 25.693 (i. Vj. TEUR 28.873).

Auf der Aktivseite war ein Rückgang der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um TEUR 798 auf TEUR 15.032 zu verzeichnen. Der Rückgang der Forderungen erklärt sich zum Teil durch die Zahlung alter Rechnungen eines Kunden aus dem Segment Marketing-Mail und geringere Volumina im vierten Quartal.

Auf der Passivseite sanken die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um TEUR 699 auf TEUR 3.978 und die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen um TEUR 1.754 auf TEUR 10.755.

Dagegen gab es einen Anstieg der sonstigen Rückstellungen um TEUR 1.583 auf TEUR 4.226. Dies ist auf einen höheren Betrag an noch nicht erhaltenen Rechnungen zum Bilanzstichtag zurückzuführen.

Die Steuerrückstellungen verminderten sich um TEUR 586 auf TEUR 774.

Aufgrund des hohen Bestandes an liquiden Mitteln in Verbindung mit der Einbeziehung der Gesellschaft in die Finanzierung der Konzernmuttergesellschaft bestehen keine Verbindlichkeiten gegenüber Banken.

Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage

Die Kundenentwicklung bereits bestehender Kunden war stabil und konnte vor allem im eCommerce Bereich weiterhin wachsen. Die Wachstumssteigerung konnte allerdings durch die Neukundengewinnung erzielt werden. Dies betrifft sowohl Neukunden im eCommerce wie auch im klassischen Briefversandbereich. Die geopolitische Lage und die Inflation haben sich auf das Verbraucherverhalten negativ ausgewirkt. Die Erhöhung des Mindestlohns setzt die Margen unter Druck und beeinträchtigt unseren Gewinn.

Chancen- und Risikobericht

Die Gesellschaft ist im Rahmen ihrer geschäftlichen Tätigkeit Risiken ausgesetzt, die untrennbar mit unternehmerischem Handeln verbunden sind. Das Risikomanagement ist daher ein integraler Bestandteil der Geschäftsprozesse und unternehmerischen Entscheidungen. Es stützt sich auf das in der Asendia Group eingesetzte Planungs-, Berichts- und Informationssystem. Mithilfe dieses Risikomanagementsystems werden die bestehenden und künftigen Risiken analysiert und bewertet. Für identifizierte Risiken werden geeignete Gegenmaßnahmen eingeleitet und überwacht. Das Risikomanagementsystem ist eng mit dem Controlling System und der strategischen Planung verbunden.

Im Folgenden sind die Chancen und Risiken in absteigender Reihenfolge ihrer Bedeutung für das Unternehmen dargestellt.

Die Chancen von Asendia Germany GmbH liegen vor allem in der Entwicklung und dem Wachstum in weitere Destinationen. Zusätzlich zu den Hauptdestinationen Frankreich und Schweiz sollen vor allem weitere Destinationen in Europa entwickelt werden. Zudem wurden neue Lösungen im E-Commerce Bereich bezüglich Retourenlösungen angekündigt. Es wird erwartet, dass der Endkunde mehr Bestellungen tätigen wird, wenn einfachere Lösungen bezüglich der Retouren zur Verfügung gestellt werden.

Die Risiken werden in erster Linie durch den starken Wettbewerb und den daraus resultierenden zunehmenden Preisdruck bestimmt. Gleichzeitig steigen die Personalkosten, Energiepreise und somit auch die Transportkosten in Deutschland.

Das allgemeine Risiko der fortschreitenden Digitalisierung des klassischen Briefversands kann bei der Asendia Germany zum Verlust von Kunden führen. Wir steuern mit Ausweitung des Paketgeschäfts und dem Wachstum in weitere Destinationen dem Risiko entgegen.

Um das Risiko der Insolvenz oder des Konkurses ihrer Kunden zu steuern, hat Asendia Germany GmbH die bereits bestehenden Finanzkontrollen verstärkt: Detaillierte Kreditanalyse neuer Kunden, Überwachung ihrer finanziellen Leistung, Einführung strenger Zahlungsbedingungen und detaillierte Überwachung der Kundenforderungen und Mahnsystem.

Prognosebericht

Die Marktpositionierung im Bereich eCommerce befindet sich weiterhin im Ausbau. Wir erwarten für das Jahr 2024 eine Umsatzsteigerung von 4 % bis 5 % gegenüber dem Vorjahr aufgrund der Volumensteigerung von bestehenden Kunden und der Gewinnung von Neukunden im eCommerce Bereich. Dagegen erwarten wir einen größeren Rückgang im Mail Bereich aufgrund der digitalisierten Kommunikation. Das Ergebnis nach Steuern wird sich durch die steigenden Kosten, trotz des zusätzlichen Umsatzes, deutlich verschlechtern.

Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichtes sind der Geschäftsleitung keine wesentlichen Unsicherheiten bekannt, die die Fortführungsfähigkeit des Unternehmens infrage stellen.

 

Troisdorf, den 16. Juli 2024

Asendia Germany GmbH, Troisdorf

Xavier Goddaer

Oliver Schleiss

Mike Höhner

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Asendia Germany GmbH, Troisdorf

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Asendia Germany GmbH, Troisdorf, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Asendia Germany GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Köln, den 17. Juli 2024

KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Andreas Obergarz, Wirtschaftsprüfer

Michael Gall, Wirtschaftsprüfer

Feststellung des Jahresabschlusses

Die Feststellung des Jahresabschlusses erfolgte am 17.07.2024.

Beschluss der Gesellschafterversammlung über die Ergebnisverwendung vom 17.07.2024

In der Gesellschafterversammlung vom 17.07.2024 wurde folgende Ergebnisverwendung beschlossen:

Aus dem Bilanzgewinn der Gesellschaft per 31.12.2023 in Höhe von EUR 2.202.199,69 und aus den Kapitalrücklagen der Gesellschaft per 31.12.2023 in Höhe von EUR 2.517.881,37 werden Dividenden in Höhe von insgesamt EUR 4.000.000,00 an die alleinige Gesellschafterin ausgeschüttet.

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