BlueGem Holding GmbH
Selbe AdresseManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Bas Groenen seit 19.4.2023 | Geschäftsführer |
Rüdiger Schindler seit 27.9.2022 | Geschäftsführer |
Bernd Oppel seit 27.9.2022 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
ACC BlueGem B.V. | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Werner Lieb GmbHRödentalJahresabschluss zum 31. Dezember 2023LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023WERNER LIEB GMBH, RÖDENTALI. Grundlagen des Unternehmens 1. Geschäftsmodell des Unternehmens Die Werner Lieb GmbH ist ein mittelständisch geprägtes Unternehmen der Maschinenbauindustrie und hat sich dabei auf die Produktion und Entwicklung von Sondermaschinen spezialisiert. Wir entwickeln, konstruieren und produzieren Vorrichtungen, Maschinen und Anlagen für die unterschiedlichsten Industriezweige und Aufgabenbereiche mit einem Fokus auf Automatisierungstechnologie für die Halbleiter- und Hochleistungselektronik-Branche. Unsere Kunden befinden sich überwiegend in Deutschland. Seit Gründung der Gesellschaft im Jahr 1955 wurde am Standort in Rödental kontinuierlich investiert. Dem Unternehmen steht in mehreren Gebäuden eine Nutzungsfläche von ca. 5.000 m 2 zur Verfügung, eine Erweiterung der Flächen um zusätzlich ca. 4.000 m 2 wurde im Geschäftsjahr vorbereitet und zum Jahresanfang 2024 vollzogen. Der Maschinenpark wird permanent auf dem neusten und modernsten Stand gehalten. Die Beschaffungsaktivitäten haben eine hohe Bedeutung für den Erfolg unseres Unternehmens. Die Einhaltung von Qualitätsansprüchen, Termintreue und Wirtschaftlichkeit sind unverändert die wesentlichen Vorgaben für das Beschaffungswesen. Zu den wichtigsten Lieferanten bestehen langjährige vertrauensvolle Geschäftsbeziehungen. Die Versorgungsituation bei der Beschaffung hat sich im Geschäftsjahr 2023 entspannt nachdem die Corona-Pandemie aber auch der Krieg in der Ukraine, neben menschlichem Leid, zu weltweiten Lieferengpässen in den Vorjahren geführt hatten. 2. Forschung und Entwicklung Forschung und Entwicklung fokussieren sich auf die Themen Automatisierung, Modularisierung und Standardisierung. Für Neu- und Weiterentwicklungen von Sondermaschinen für unsere Kunden wurden in der Vergangenheit mehrere F&E-Projekte in Angriff genommen mit dem Ziel, bei Abriss von Lieferketten wichtiger Komponenten auf Eigenfertigung umstellen zu können und damit Abhängigkeiten von Lieferanten zu reduzieren. Im Geschäftsjahr konnten solche Entwicklungen abgeschlossen werden, zudem wurden diese Komponenten erstmalig auch als eigenständige Produkte vertrieben. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Für 2023 zeigt der Kieler Konjunkturbericht des Instituts für Weltwirtschaft (IWF), dass trotz der hohen Inflation und der Straffung der Geldpolitik die Weltwirtschaft besser als erwartet abschnitt.1 Die Inflation geht bereits wieder zurück und erste Zinssenkungen werden für das Jahr 2024 erwartet. Eine Erholung der Weltkonjunktur ist jedoch aufgrund von handelspolitischen Unsicherheiten noch nicht in Sicht. Internationale Handelskonflikte, eine hohe Unsicherheit über konjunkturelle Rahmenbedingungen sowie auch der Wegfall von fiskalpolitischen Impulsen dämpfen das weltwirtschaftliche Wachstum. Das Wirtschaftswachstum in Europa hat sich nach der kräftigen Erholung nach der Pandemie aufgrund gestiegener Lebenshaltungskosten und der restriktiveren Geldpolitik abgeschwächt, aber die Aussichten sind aufgrund der rückläufigen Inflation und einer positiven außenwirtschaftlichen Entwicklung positiv. In Deutschland, Europa und der Welt führen Bestrebungen zur Bekämpfung des Klimawandels weiterhin zu einem Bedarf nach effizienzsteigernder nachhaltiger Produktionstechnologie. Der mittelständisch geprägte Maschinen- und Anlagenbau nimmt hier mit seiner technologischen Kompetenz eine Schlüsselrolle ein. Ohne den Maschinen- und Anlagenbau ist Klimaschutz nicht machbar. Deshalb stehen wir als Partner des Fortschritts zur Verfügung. Die Corona-Pandemie hat gezeigt, dass es wichtig ist, strategische Industriestrukturen in Europa zu stärken und aufzubauen. Eine wettbewerbsfähige Produktion lässt sich jedoch nur unter Einsatz von vollautomatischen Anlagen realisieren. Chipmangel und Deglobalisierungstrends in Europa führten in den vergangenen Jahren zu steigenden Investitionen in die Halbleiter- und Hochleistungselektronik-Branche. Nach Rekordinvestitionen in Halbleiterproduktionsanlagen im Jahr 2022 waren die weltweiten Branchenumsätze im Jahr 2023 aufgrund einer schwächeren Nachfrage nach Chips leicht rückgängig. Des Weiteren müssen zunehmende politische Spannungen zwischen China und den USA, insbesondere zum Status von Taiwan, verzeichnet werden, die für die Halbleiterbranche zu massiven Auswirkungen führen können, sofern Sanktionen oder andere Entwicklungen den Handel einschränken sollten. Auswirkungen lassen sich konkret schwer prognostizieren, sollten Investitionen in andere Regionen allerdings in den nächsten Jahren stärken. 2. Geschäftsverlauf Das Geschäftsjahr 2023 wurde positiv abgeschlossen. Mit einem Ergebnis von 1.472 TEUR vor Ergebnisabführung wurde das angestrebte Ziel von 1.543 TEUR um 71 TEUR nur leicht unterschritten. Mit einem erwirtschafteten Umsatz von 16.769 TEUR beträgt die Differenz zum Planumsatz von 17.672 TEUR 903 TEUR (-5,1%). Die Bestände an "Teilfertigen Maschinen und Anlagen" haben sich im Vergleich zum Vorjahr von 7.358 TEUR auf 7.499 TEUR nur leicht erhöht. Die erwirtschaftete Gesamtleistung des Unternehmens liegt mit 16.910 TEUR um 1.090 TEUR (-6,1%) unter Planwert und übersteigt den Vorjahreswert von 15.686 TEUR um 1.224 TEUR (+7,8%). Der angestrebte Strategiewechsel mit Fokus auf den "Halbleitermarkt" ist vollzogen und hat sich bewährt. Namhafte Unternehmen aus der Branche zählen bereits zu unseren Kunden und Anlagen von Lieb kommen weltweit in "Fabs" (Halbleiterwerk) zum Einsatz. Im Geschäftsjahr konnten weitere Kunden gewonnen werden, was die Richtigkeit der Strategie untermauert. Der Auftragsbestand zum 31.12.2023 lag bei 21.659 TEUR und damit um rund 6.861 TEUR (i. Vj. 28.520 TEUR) unter dem Wert vom 31.12.2022 (-24,1%). Der Auftragseingang im Jahr 2023 betrug 9.908 TEUR und bleibt damit unter den Erwartungen für das Geschäftsjahr 2023. Der Auftragseingang wurde im Wesentlichen beeinflusst durch die im Geschäftsjahr 2022 geschlossenen Rahmenverträge mit einer Laufzeit bis Mitte 2025. Anhand der Anfragen unserer Kunden, auch schon für das Geschäftsjahr 2025, prognostizieren wir für das laufende Geschäftsjahr 2024 einen Auftragseingang von rund 11.000 TEUR. Dies sichert dem Unternehmen weiterhin eine hohe Kapazitätsauslastung. Die sonstigen betrieblichen Erträge sind gegenüber dem Vorjahr um 202 TEUR (i. Vj. 111 TEUR) erhöht. Die Erhöhung ist im Wesentlichen auf aktivierte Eigenleistungen in Höhe von 131 TEUR (i. Vj. 2 TEUR) und Entlastung für Stromkosten in Höhe von 112 TEUR (i. Vj. 0 TEUR) zurückzuführen. Die Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren, sowie für bezogene Leistungen beliefen sich im Berichtszeitraum 2023 auf 6.966 TEUR. Gegenüber dem Vorjahr (7.835 TEUR) entspricht dies einer Reduzierung von 869 TEUR (-11,1%). In Relation zur Gesamtleistung (100,0%) beträgt der Wareneinsatz 41,2% (i. Vj. 50,0%). Die im Wareneinsatz enthaltenen Aufwendungen für bezogene Leistungen bewegen sich mit 762 TEUR rund 28 TEUR unter dem Vorjahr (790 TEUR, -3,5%). Die absolute und relative Höhe des Wareneinsatzes ist maßgeblich von der Auftragsstruktur abhängig. Üblicherweise verschiebt sich das Verhältnis von Material- und Personalkosten danach, ob mehr Fremdleistungen und Kaufteile bezogen werden müssen oder ob eine größere Fertigungstiefe vorliegt. Auch ein höherer Bestand an unfertigen Erzeugnissen zum Jahresende führt zu einer Steigerung der Materialkostenquote. Der aus der Gesamtleistung abzüglich des Wareneinsatzes ermittelte Rohertrag veränderte sich im Geschäftsjahr 2023 von 7.851 TEUR im Jahr 2022 um absolut 2.093 TEUR (+26,7%) auf 9.944 TEUR. Die Personalkosten sind im Jahr 2023 um absolut 1.124 TEUR auf 6.164 TEUR gegenüber dem Vorjahr gestiegen (i. Vj. 5.040 TEUR, +22,3%). Der prozentuale Anteil der Personalkosten an der Gesamtleistung steigt von 32,1% im Geschäftsjahr 2022 um 4,3 Prozentpunkte auf 36,5% im Geschäftsjahr 2023. In den vergangenen Jahren wurden die Fertigungskapazitäten in den verschiedenen Teilbereichen wieder erhöht, um dem aktuellen Umsatzzuwachs und dem sich sehr positiv entwickelnden Auftragseingang gerecht zu werden. Des Weiteren wurden eigene Kapazitäten im indirekten Bereich aufgebaut, um die Abhängigkeit von Dienstleistern zu reduzieren. Es ist weiterhin ein moderater Personalaufbau geplant. Der allgemein bekannte Fachkräftemangel und die anhaltend hohe Nachfrage nach technischen Fachkräften, IT-Spezialisten und Ingenieuren führt für unser Unternehmen dabei immer häufiger zu Engpässen in der Rekrutierung. Um mittel- und langfristig den Bestand an Fachkräften zu sichern, hat sich das Unternehmen dazu entschlossen verstärkt im Bereich der Ausbildung von Mechanikern, Mechatronikern und Elektronikern zu investieren und auch die Zusammenarbeit mit den Hochschulen in der Region zu intensivieren. Die Abschreibungen reduzierten sich im Geschäftsjahr 2023 um 39 TEUR auf 344 TEUR (i. Vj. 383 TEUR). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen liegen mit 2.197 TEUR rund 340 TEUR (+18,3%) oberhalb des Wertes des Geschäftsjahres 2022 (1.857 TEUR). Die Veränderungen ergeben sich überwiegend aus erhöhten Kosten für Strom und Gas in Höhe von 125 TEUR und Aufwendungen im Zusammenhang mit der neuen Eigentümerstruktur in Höhe von 119 TEUR. Ausgehend vom Rohertrag zzgl. der sonstigen betrieblichen Erträge abzüglich der beschriebenen Kosten und Aufwendungen ergibt sich für das Geschäftsjahr 2023 ein Betriebsergebnis von 1.552 TEUR. Im Vergleich zum Geschäftsjahresergebnis 2022 ist dies eine Erhöhung von 872 TEUR. Nach Zinsen und ähnlichen Aufwendungen und den sonstigen neutralen Erträgen konnte das Unternehmen ein Ergebnis vor Gewinnabführung von 1.472 TEUR erwirtschaften. Dies bedeutet eine Ergebniserhöhung um 1.007 TEUR gegenüber dem Geschäftsjahr 2022 (465 TEUR, +216,6%). Das Ergebnis wird gemäß Ergebnisabführungsvertrag an die BlueGem Holding GmbH zu 100% abgeführt. 3. Lage des Unternehmens a) Vermögenslage Das Anlagevermögen besitzt mit 3.249 TEUR (i. Vj. 3.810 TEUR) einen Anteil an der Bilanzsumme von 46,6% (i. Vj. 50,0%). Die Reduzierung um insgesamt 561 TEUR ist vor allem auf eine Abnahme der Finanzanlagen zurückzuführen. Es wurden Investitionen in Höhe von 483 TEUR vor allem im Bereich technische Anlagen und Maschinen, Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie in immaterielle Wirtschaftsgüter getätigt. Den Investitionen standen Abschreibungen in Höhe von 344 TEUR (i. Vj. 383 TEUR) gegenüber. Wesentliche Bedeutung auf der Aktivseite der Bilanz zum 31.12.2023 besitzen die unfertigen Erzeugnisse mit einem Betrag in Höhe von 7.499 TEUR (i. Vj. 7.358 TEUR). Von den unfertigen Erzeugnissen werden die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen in Höhe von 7.664 TEUR (i. Vj. 7.451 TEUR) offen abgesetzt. Die Roh-, Hilfs-, und Betriebsstoffe stiegen von 1.216 TEUR um 654 TEUR auf 1.870 TEUR im Berichtszeitraum 2023 und beziffern 26,8% (i. Vj. 15,9%) der Bilanzsumme. Einen weiteren bedeutsamen Aktivposten stellen die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 1.730 TEUR (i. Vj. 821 TEUR) mit einem Anteil an der Bilanzsumme von 24,8% (i. Vj. 10,8%) dar. Mögliche Ausfallrisiken wurden durch Pauschalwertberichtigungen ausreichend berücksichtigt. Die Bildung von Einzelwertberichtigungen aufgrund konkreter Sachverhalte war nicht erforderlich. Hinsichtlich der Entwicklung der flüssigen Mittel in Form der Guthaben bei Kreditinstituten und des Kassenbestandes wird auf die Ausführungen zur Finanzlage verwiesen. Das Eigenkapital beträgt am Bilanzstichtag 4.243 TEUR (i. Vj. 4.243 TEUR). Die Eigenkapitalquote beträgt zum Abschlussstichtag 60,9% und ist im Vergleich zum Vorjahr (54,7%) aufgrund der Reduzierung der Bilanzsumme von 7.760 TEUR auf 6.968 TEUR um 6,2 Prozentpunkte gestiegen. Für das laufende Geschäftsjahr 2023 wurden aufgrund des vorhandenen Ergebnisabführungsvertrages sowie der steuerlichen Organschaft keine zusätzlichen Steuerrückstellungen zum Jahresendwert von 64 TEUR eingestellt (i. Vj. 272 TEUR), Zudem wurde die Grunderwerbssteuerrückstellung in Höhe von 85 TEUR aus dem Vorjahr verbraucht. Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von 467 TEUR (i. Vj. 350 TEUR) betreffen im Wesentlichen Aufwendungen für Personalkosten, ausstehende Rechnungen und Nacharbeiten. Die erhaltenen Anzahlungen in Höhe von 7.664 TEUR (i. Vj. 7.451 TEUR) resultieren aus den vereinbarungsgemäß gezahlten Vorauszahlungen der beauftragenden Unternehmen. Der Zustrom resultiert aus dem hohen Auftragseingang und den damit fälligen An- und Teilzahlungen für bestehende Aufträge. Die erhaltenen Anzahlungen werden unter Inanspruchnahme des Wahlrechts nach § 268 Abs. 5 S. 2 HGB offen von den Vorräten abgesetzt. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten lagen im Betrachtungszeitraum 2023 bei 839 TEUR und damit um 489 TEUR über dem Vorjahr (i. Vj. 350 TEUR). Der Anteil an der Bilanzsumme verändert sich von 4,5% um 7,5 Prozentpunkte auf 12,0%. Die Kapitalstruktur ist weiterhin als gut zu betrachten. b) Ertragslage Hinsichtlich Einzelheiten zur Ertragslage wird auf die Ausführungen zum Geschäftsverlauf und zum Geschäftsergebnis verwiesen. Die Eigenkapital- und Gesamtkapitalrentabilität betragen:
Ab dem Geschäftsjahr 2023 berechnen sich die Rentabilitätskennzahlen auf Basis des Ergebnisses vor Gewinnabführung. Insgesamt ist die Ertragslage der Gesellschaft auch weiterhin als positiv anzusehen. c) Finanzlage Das Finanzmanagement der Gesellschaft ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. Der Cash-Flow aus laufender Geschäftstätigkeit hat sich wie folgt entwickelt:
Insgesamt haben sich die Finanzmittelfonds (Flüssige Mittel und Kontokorrentkredite) gegenüber dem Vorjahr um 1.922 TEUR reduziert. Diese Reduzierung basiert im Wesentlichen auf einem Anstieg des Working Capitals und einem dadurch negativen Cash-Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit in Höhe von -1.234 TEUR gegenüber 1.068 TEUR im Geschäftsjahr 2022. Die Veränderung des Cash-Flows aus der Investitionstätigkeit auf -483 TEUR (i. Vj. -297 TEUR) ist einer Normalisierung des Investitionsverhaltens nach einer Periode der Zurückhaltung von Investitionen wegen der nicht absehbaren Entwicklung der Corona-Pandemie zu erklären. Der negative Cash-Flow aus der Finanzierungstätigkeit in Höhe von 205 TEUR ist bedingt durch die Tilgungen der Bankdarlehen. Auch im Geschäftsjahr 2023 konnte die Gesellschaft ihre Geschäftsaktivitäten im Wesentlichen aus der Vereinnahmung von Anzahlungen und Endzahlungen der Auftraggeber sowie aus vorhandenen Kontokorrentlinien finanzieren. 4. Finanzielle Leistungsindikatoren Bei den finanziellen Leistungsindikatoren liegt unser Fokus auf folgenden Kennzahlen: • Umsatzentwicklung und Gesamtleistung • Auftragseingang • Jahresergebnis vor Ergebnisabführung Zu der Entwicklung der Leistungsindikatoren verweisen wir auf die obigen Ausführungen. 5. Gesamtaussage Den Geschäftsverlauf des Geschäftsjahres 2023 betrachten wir vor dem Hintergrund makroökonomischer Einflussfaktoren und einem anhaltenden starken, zum Teil (vor-) zufinanzierenden, Wachstum als gut trotz zum Teil deutlicher Planabweichung. Gleiches gilt für die Einschätzung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage. Das Momentum in unseren Zielmärkten ist positiv und wir erwarten für 2024 das sich dieser Trend weiter entwickeln wird. III. Prognosebericht Das globale Wirtschaftsleistungswachstum wird 2024 mit vom IWF prognostizierten 2,9 % (2023: 3,0 %) weiterhin niedriger sein als der Durchschnitt der Jahre 2010 bis 2019 mit 3,8 %. Die Industrieländer scheiden dabei schwächer ab als die Entwicklungs- und Schwellenländer. Die Konjunkturschwäche betrifft vor allem die Industrieländer. Für die USA geht der IWF für 2024 von einem niedrigeren Wachstum von 1,5 % aus (2023: 2,1 %). Für die Eurozone wird ein leicht höheres Wachstum von 1,2 % prognostiziert (2023: 0,7 %). Das Wachstum in Entwicklungs- und Schwellenländern soll laut IWF dagegen stabil auf 4,0 % bleiben (2023: 4,0 %). Für die Weltwirtschaft stellen geopolitische Risiken die wesentliche Belastungsfaktoren dar. Dazu zählen neben der Eskalation des Nahostkonflikts sowie den Auswirkungen des russischen Kriegs gegen die Ukraine, eine nach wie vor erhöhte Inflation und die Effekte des weltweiten zinspolitischen Straffungszyklus. Anderseits könnte es auch zu einer schnelleren wirtschaftlichen Erholung kommen, wenn die Inflation schneller als erwartet zurückgeht und die Zinspolitik dadurch rascher gelockert wird. Für den für uns wichtigen Markt der Halbleiterfertigung erwarten Experten, nach einem vorübergehenden Rückgang im Jahr 2023 wieder einen Anstieg der weltweiten Investitionen in der Halbleiterfertigungsausrüstung.5 Die weltweit führenden Halbleiterhersteller planen dabei für 2024 Investitionen in Höhe von insgesamt ca. 105 Mrd. US-Dollar (2023: 100 Mrd. US-Dollar). Für 2025 geht der Wirtschaftsverband der Halbleiterhersteller und Zulieferer SEMI davon aus, dass die Umsätze auf einen Höchststand von 124 Mrd. USD ansteigen werden. Aktuelle Trends wie die steigende Nachfrage nach Halbleitern und Leistungselektronik in der Elektromobilität, dem allgemeinen Trend zur Digitalisierung sowie die Umstellung auf erneuerbaren Energien treiben das Wachstum in den kommenden Jahren. Politische Verwerfungen können allerdings zu kurzen Phasen stagnierender Investitionen in der Halbleiterbranche führen. Für unser Unternehmen gehen wir für das kommende Geschäftsjahr von einem positiven Geschäftsverlauf aus. Dies wird gestützt durch die vorliegende Planungsrechnung sowie durch den aktuellen und geplanten Auftragsbestand. Dabei rechnen wir für das Geschäftsjahr 2024 mit einem Umsatz von 19,0 Millionen EUR und somit einer Steigerung von 13,4% bezogen auf das Geschäftsjahr 2023. Bei einer geplanten Gesamtleistung von rund 19,1 Millionen EUR würde dies eine Steigerung um ca. 2,2 Millionen EUR (+13,2%) gegenüber dem Geschäftsjahr 2023 bedeuten. Aufgrund der im Jahr 2022 geschlossenen Rahmenverträge mit einer Laufzeit bis Mitte 2025, werden wir im Auftragseingang voraussichtlich bei ca. 11,0 Millionen EUR und somit leicht über dem Geschäftsjahr 2023 (9,9 Millionen EUR) landen. Aus Ergebnissicht erwarten wir, aufgrund der Umsatzsteigerung, eine Ergebnisverbesserung von 410 TEUR (+27,8%) von 1.472 TEUR auf 1.882 TEUR vor Ergebnisabführung. Alle Planungsrechnungen unterliegen einer realistischen und plausiblen Beurteilung der wirtschaftlichen Entwicklung durch die Geschäftsleitung aus heutiger Sicht. Wir sind davon überzeugt, dass wir uns als Nischenanbieter in unseren Märkten, v.a. in der Halbleiterindustrie, erfolgreich weiterentwickeln werden. Die Akquisition von Neukunden bleibt weiterhin ein wesentliches strategisches Unternehmensziel. Im Vordergrund steht hierbei, die Diversifizierung des Kundenportfolios voranzutreiben und rentable Aufträge zu generieren. Wir haben unsere Vertriebsabteilung neu strukturiert - sowohl quantitativ als auch qualitativ. Die Umstrukturierungsmaßnahmen in unserer Vertriebsabteilung tragen Früchte und die neu hinzugewonnenen Aufträge verteilen sich auf unterschiedliche Kunden. Voraussetzungen für unsere erfolgreiche Positionierung sind ein Höchstmaß an Flexibilität aller Mitarbeiter, angefangen vom Vertrieb über die Konstruktion, der Beschaffung und der Fertigung bis hin zur Produktabnahme bei unseren Kunden vor Ort. Modernste Arbeitsplätze und ein hoher Digitalisierungsgrad sind Grundlage für ein effizientes Arbeiten an diversen Orten, ob im Home-Office als auch beim Kunden. Mittelfristig streben wir ein gesundes Wachstum in allen betrieblichen Bereichen an. IV. Chancen- und Risikobericht Das Unternehmen wird unter anderem durch ein monatliches Reporting gesteuert. Hierbei kommen dem Auftragseingang und der Gesamtleistung eine besondere Bedeutung zu. Mögliche Fehlentwicklungen können so frühzeitig erkannt und entsprechende Gegenmaßnahmen eingeleitet werden. 1. Risikobericht Unsere Geschäftstätigkeit kann durch die nachfolgend aufgeführten Risiken beeinträchtigt werden. Diese Risiken sind nicht die einzigen Risiken, denen wir ausgesetzt sind.Zusätzliche Risiken, die wir zum jetzigen Zeitpunkt nicht kennen oder die wir derzeit für vernachlässigbar halten, könnten ebenfalls einen negativen Einfluss auf unser Geschäft nehmen. Die Bewertung der Risiken hinsichtlich ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit erfolgt dabei in den vier Stufen »sehr gering«, »gering«, »hoch« oder »sehr hoch«. Bei der Bewertung des möglichen Schadensausmaßes unterscheiden wir ebenfalls die vier Kategorien »sehr gering«, »gering«, »hoch« oder »sehr hoch«. Nicht quantifizierbare Risiken, wie z. B. Reputationsschäden, werden qualitativ beurteilt. In diesem Bericht erläutern wir die wesentlichsten finanziellen und nichtfinanziellen Risiken und Chancen für die Zielerreichung des Unternehmens im Jahr 2024 und darüber hinaus. Dazu zählen Risiken, die sowohl hinsichtlich der möglichen Schadenshöhe als auch hinsichtlich ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit mindestens der Kategorie "hoch" zugeordnet sind. Darüber hinaus berichten wir über wesentliche Risiken aus dem Vorjahresbericht, sofern sich unsere Einschätzung geändert hat. Risiken aufgrund von weltweiten geopolitischen und wirtschaftlichen Veränderungen Im Geschäftsjahr 2023 sind geopolitische Risiken, insbesondere der anhaltende Krieg in der Ukraine, der Streit um Taiwan und Spannungen im Nahen Osten, gestiegen. Diese Entwicklungen könnten sich negativ auf die wirtschaftliche Situation auswirken und die Planbarkeit beeinträchtigen. Wie in der Vergangenheit kann der Ukraine-Konflikt zu Preissteigerungen oder Lieferengpässen führen. Aber auch eine weitere Eskalation der anderen genannten Konflikte könnte zu einer Eintrübung der Entwicklung der Weltwirtschaft führen, was sich negativ auf die Investitionen in für uns relevanten Zielmärkte auswirken könnte. Eine solche Eintrübung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung würde sich negativ auf die Ertragslage der Werner Lieb GmbH auswirken. Auswirkungen durch den Krieg Russlands gegen die Ukraine Obwohl weder Russland noch die Ukraine Absatz- oder Beschaffungsmärkte von der Werner Lieb GmbH darstellen und der Krieg deswegen bislang keine direkten wirtschaftlichen Auswirkungen auf die Gesellschaft hatte, führte der Krieg in der Ukraine in der Vergangenheit zu erheblichen Marktpreisschwankungen auf den Beschaffungsmärkten. Zudem erwachsen aus dieser Situation indirekte Risiken, die jedoch bereits oben beschrieben wurden. Finanzrisiken Die Werner Lieb GmbH ist diversen allgemeinen Finanzkrisen wie Liquiditäts-, Ausfall-, Besteuerungs- oder Marktpreisrisiken ausgesetzt. Die Liquiditätsplanung genießt ein hohes Maß an Aufmerksamkeit aufgrund des Individualisierungsgrades bei den Aufträgen und den dazugehörigen Zahlungsmodalitäten. Zur Finanzierung der Geschäftsaktivitäten und Zurverfügungstellung von Bürgschaften benutzt die Werner Lieb GmbH unter anderem eine Kreditfazilität dessen Bedingungen zur Einhaltung bestimmter Finanzkennzahlen verpflichtet. Diese Financial Covenants beziehen sich auf die Eigenkapitalquote und den Free-Cash-Flow. Bei Verstoß gegen diese Finanz- Kennzahlen hat der Kreditgeber das Recht die Konditionen anzupassen oder eine Nachsicherung zu fordern. Falls diese Maßnahmen nicht ausreichen, kann der Kredit gekündigt und die Rückzahlung verlangt werden. Eine Neuverhandlung der Kreditbedingungen könnte zu einer nachteiligen Entwicklung der Finanzierungskosten führen. Die Einhaltung dieser Bedingungen wird kontinuierlich überwacht. Sonstige wesentliche Finanz- und Liquiditätsrisiken bestehen aktuell nicht. Marktrisiken Der Jahresüberschuss sowie die Umsatzerlöse der Firma sind abhängig von der Nachfrage unserer Kunden. Grundsätzliche Absatzmarktrisiken bestehen aufgrund von Markt- und Konjunkturschwankungen, insbesondere in der Halbleiterindustrie. Außerdem besteht im Maschinenbau grundsätzlich das Risiko, dass eine gewisse Abhängigkeit von Großkunden entsteht. Zur Reduzierung dieser Risiken streben wir eine Diversifizierung und stetige Erweiterung unseres Produktportfolios an. Zudem wurden im Geschäftsjahr die Vertriebsaktivitäten, zum Beispiel über Messeteilnahmen und einem Umbau der Vertriebsabteilung, gestärkt. Der Erfolg dieser Maßnahmen ist bereits messbar. So konnten mehrere neue Kundenkontakte geknüpft und entsprechende Aufträge verzeichnet werden. Personalrisiken Eine wichtige Komponente für den Unternehmenserfolg ist die Verfügbarkeit von qualifiziertem Personal. Neben dem Risiko nicht genügend Personal gewinnen, entwickeln oder binden zu können, gibt es auch noch das Risiko qualifiziertes Personal zu verlieren. Diesem Risiko von fluktuations-, krankheits- bzw. todesfallbedingten Personalausfällen begegnen wir mit umfangreichen Rekrutierungsmaßnahmen, einem aktiven Bewerbermanagement und eigenen Ausbildungs- und Weiterentwicklungsmaßnahmen. Bei bestehenden sowie neuen Projekten versuchen wir durch Einbindung mehrerer qualifizierter Mitarbeiter das Know-how auf mehrere kompetente Wissensträger zu verteilen, um bei personellen Ausfällen abgesichert zu sein. Uns sind die persönliche Nähe und die enge Zusammenarbeit mit unseren Beschäftigten sehr wichtig. Motivation, Wohlbefinden am Arbeitsplatz und ein gutes Betriebsklima in einem gesunden Unternehmen sind hierfür die Grundlage. Um dies zu gewährleisten, wurden in den vergangenen Jahren hohe Beträge in den Standort Brückenstraße investiert. Weiterhin wird Wert gelegt auf eine wettbewerbsfähige Bezahlung in Kombination mit einem attraktiven Paket an Zusatzleistungen, wie zum Beispiel dem Programm "Jobrad", Unterstützung bei der Altersfürsorge, sowie Urlaubs- und/oder Weihnachtsgeld. Risiken der Informationstechnologie Risiken organisatorischer Art können sich auch aus Ausfällen, sowie durch unrechtmäßigen Zugriff von Fremden im Bereich der IT ergeben. Insbesondere durch den Einsatz entsprechender hard- und softwareseitiger Sicherheitsvorkehrungen und durch ein entsprechendes Zugriffskonzept wirken wir diesen Risiken entgegen. Des Weiteren wird unsere Soft- und Hardware durch qualifizierte Dienstleister regelmäßig gewartet und aktualisiert, um auf dem neusten Stand der Technik zu sein. Rechtliche Risiken Rechtliche und juristische Risiken sowie aus Gerichts- bzw. Vergleichsverfahren sind niemals völlig auszuschließen. Wir versuchen dieses Risiko durch unser internes Qualitätsmanagement und im Vorfeld im Rahmen der Vertragsgestaltung zu minimieren. Auch unser professionelles, umfassendes Key Account Management trägt zur Mitigation in dieser Risikokategorie bei. Konkrete Sachverhalte sind derzeit nicht ersichtlich. Allgemeinen unternehmerischen Risiken wird durch den Abschluss entsprechender Versicherungsverträge entgegengewirkt. Zusammenfassende Darstellung der Risikolage Die Erfahrungen in den letzten Jahren haben gezeigt, dass ein effektives Risiko- und Chancenmanagement wegen rasanter Entwicklungen und dem damit verbundenen hohen Grad an Unsicherheit ein wichtiger Bestandteil der Geschäftstätigkeit ist. Vor dem Hintergrund wird das regelmäßige Reporting, mit dem die oben genannten Risiken überwacht werden, laufend weiterentwickelt. Die Risikopolitik ist darauf ausgerichtet die Risiken aktiv mittels Gegenmaßnahmen zu reduzieren und insbesondere bestandsgefährdende Risiken rechtzeitig zu erkennen und zu vermeiden. Konkret tragen Berichtswesen, diverse Schulungsveranstaltungen und eine ständige Kommunikation zwischen den Abteilungsleitern und der Geschäftsleitung dazu bei, auftretende Risiken zu identifizieren und zu bewerten. Durch die Integration des Risikomanagements in den Unternehmensplanungsprozess und die Strategieumsetzung ist sichergestellt, dass geeignete Maßnahmen zur Behandlung und Abwehr dieser Risiken eingeleitet und umgesetzt werden. Im abgelaufenen Geschäftsjahr sind keine Risiken festgestellt worden, die den Fortbestand des Unternehmens hätten gefährden können. Auch für die Zukunft sind zurzeit keine bestandsgefährdenden Risiken erkennbar. 2. Chancenbericht Das Wachstum des Unternehmens wird insbesondere aus dem Bereich des Sondermaschinen- und Kleinserienbaus kommen. Dieser Bereich verspricht für die nächsten Geschäftsjahre eine positive Entwicklung. Für die Entwicklung der Gesellschaft war der Ausbau dieses Geschäftsfeldes notwendig, um auch künftige Wachstumschancen in Zukunftsmärkten rechtzeitig zu sichern. In diesem Zusammenhang wird auch der Export in angrenzende Länder aufgebaut. Die Maschinen der Werner Lieb GmbH sind am Markt anerkannt, geschätzt und von unseren Kunden regelmäßig bewusst als Alternative zu Wettbewerberprodukten gesucht. Anschließend an die im Prognosebericht dargestellten Wachstumsfelder lassen sich auch ein beschleunigtes Wachstum in den Bereichen Halbleiter- und Hochleistungselektronik, sowie der anhaltende Trend zu Industrie 4.0 und Automatisierungslösungen als zusätzliche Chancen für unser Geschäft beschreiben. Durch innovationsfördernde Maßnahmen soll sichergestellt werden, dass sich die Gesellschaft durch ein hohes Maß an Qualität gegenüber Mitbewerbern behaupten kann. 3. Gesamtaussage Es wird davon ausgegangen, dass bestehende Geschäftsrisiken insbesondere aufgrund der soliden wirtschaftlichen und finanziellen Situation und des Prestiges der Werner Lieb GmbH beherrschbar sind und die sich bietenden Geschäftschancen genutzt werden können. Insgesamt sind derzeit keine Risiken zu erkennen, die den Bestand der Werner Lieb GmbH gefährden könnten. V. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen Forderungen, Guthaben bei Kreditinstituten, erhaltene Anzahlungen und Verbindlichkeiten sowie Avale. Die Gesellschaft setzt im Rahmen der Risikosteuerung keine Termingeschäfte und derivative Produkte ein. Generelles Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Management der Finanzpositionen wird eine konservative Risikopolitik verfolgt. Die Auftraggeber der Gesellschaft sind im Wesentlichen große, renommierte Unternehmen, mit denen eine langjährige Zusammenarbeit besteht. Forderungsausfälle sind entsprechend momentan nicht zu erwarten. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird bilanziell durch eine Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen. Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen gezahlt. Bericht über Zweigniederlassungen Zweigniederlassungen werden von der Gesellschaft nicht unterhalten.
Rödental, 21. Juni 2024 Werner Lieb GmbH gez. Bas Groenen gez. Rüdiger Schindler BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2023WERNER LIEB GMBH, RÖDENTALAKTIVA
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023
ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023WERNER LIEB GMBH, RÖDENTALI. Allgemeine Angaben Die Werner Lieb GmbH hat ihren Sitz in Rödental und ist im Handelsregister B des Amtsgerichts Coburg unter der Handelsregisternummer HRB 6961 eingetragen. Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft i.S.d. §§ 267 Abs.2 HGB. Die Bilanz und die Gewinn- und Verlustrechnung sind nach den Bestimmungen der §§ 266 und 275 Abs.2 HGB gegliedert. Die Aufstellung des Jahresabschlusses erfolgt unter teilweiser Ausnutzung der größenabhängigen Erleichterungen gemäß §§ 276, 288 Abs. 2 HGB. II. Erläuterungen zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Der Jahresabschluss wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des HGB und ergänzender Vorschriften des Gesellschaftsvertrags aufgestellt. Vor dem Hintergrund des Rechtsformwechsels im Geschäftsjahr 2022 wurden im Sinne einer transparenteren Darstellung ab dem Geschäftsjahr 2023 die Verbindlichkeiten und Forderungen gegenüber dem Gesellschafter saldiert ausgewiesen. Der Vorjahresausweis wurde entsprechend angepasst. Diese Ausweisänderung betrifft die Posten Forderungen gegen verbundene Unternehmen sowie Verbindlichkeiten gegen verbundene Unternehmen. Bei der Aufstellung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung zum 31. Dezember 2023 wurden folgende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewandt. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen wurden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten und, soweit abnutzbar, vermindert um planmäßige Abschreibungen bewertet. Die planmäßigen Abschreibungen erfolgten zeitanteilig unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer von drei bis 40 Jahren. Falls erforderlich, werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen, um die Vermögensgegenstände mit dem niedrigeren, am Bilanzstichtag beizulegenden Wert zu bilanzieren. Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist in einer Anlage zum Anhang dargestellt. Die Vorräte werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bewertet. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Waren werden zu den durchschnittlichen Anschaffungskosten oder zum niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag bewertet. Hierbei wurde das Lifo-Verfahren angewandt. Zur Berücksichtigung von verminderter Gängigkeit und Verwertbarkeit werden angemessene Abschläge vorgenommen. Die Bewertung der fertigen und unfertigen Erzeugnisse erfolgt zu Herstellungskosten. Diese werden bei Bauteilen und Baugruppen durch Stückkalkulation unter Ansatz der Einzelkosten, notwendiger Material- und Fertigungsgemeinkosten und angemessener Anteile der Verwaltungsgemeinkosten ermittelt. Dabei wird auch das Prinzip der verlustfreien Bewertung beachtet. Die erhaltenen Anzahlungen werden unter Inanspruchnahme des Wahlrechts nach § 268 Abs. 5 S. 2 HGB offen von den Vorräten abgesetzt. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden mit dem Nennwert angesetzt. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden - falls erforderlich - Einzelwertberichtigungen wegen erkennbarer Einzelrisiken gebildet. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung von 1% der nicht einzelwertberichtigten Nettoforderungen Rechnung getragen. Die flüssigen Mittel sind mit dem Nennbetrag ausgewiesen. Die gebildeten Abgrenzungsposten betreffen Auszahlungen, die Aufwand der Folgeperioden darstellen. Sie wurden mit ihren Nennbeträgen ausgewiesen. Rückstellungen wurden für zu erwartende Risiken gebildet und sind mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt. Die Verbindlichkeiten wurden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. III. Erläuterungen zur Bilanz Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen belaufen sich im Geschäftsjahr 2023 auf TEUR 0 (Vj. TEUR 0), siehe dazu auch die Erläuterung zur vorgenommenen Saldierung in Abschnitt E. Das Eigenkapital umfasst das Stammkapital in Höhe von TEUR 100, die Kapitalrücklage in Höhe von TEUR 678 und die Gewinnrücklagen in Höhe von TEUR 3.000. Die Gewinnrücklagen wurden in den Vorjahren gemäß § 272 Abs. 3 HGB gebildet und sind betragsmäßig unverändert. Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Einzelpositionen mit Fälligkeit im Jahr 2024 für Vertragsgarantien (TEUR 84; i.Vj. TEUR 66), Rechts- und Beratungskosten sowie Abschluss- und Prüfungskosten (TEUR 95; i.Vj. TEUR 61), für ausstehenden Urlaub und Überstunden (TEUR 225; i.Vj. TEUR 164) und für ausstehende Rechnungen (TEUR 58; i.Vj. TEUR 54). Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben folgende Laufzeiten:
Die übrigen Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen Gesellschafterverbindlichkeiten und beinhalten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen - saldiert mit Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 45 (Vj. TEUR 415), siehe dazu auch die Erläuterung zur vorgenommenen Saldierung. Diese bestehen in Gänze gegenüber der der BlueGem Holding GmbH. IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse werden nahezu vollständig im Inland durch den Verkauf von Sondermaschinen und Kleinserienmaschinen sowie damit zusammenhängender Ersatzteilverkäufe, Montagen und Reparaturen erzielt. Sonstige periodenfremde Posten und außergewöhnliche Effekte Im Berichtsjahr wurden außergewöhnliche Erträge aus Investitionszuschüssen in Höhe von TEUR 6 (i.Vj. TEUR 24) sowie aus Fördermaßnahmen, die sich im Wesentlichen aus dem Entlastungspaket Strom sowie der Gaspreisbremse ergaben, in Höhe von TEUR 121 (i. Vj. TEUR 0) unter den sonstigen betrieblichen Erträgen vereinnahmt. Periodenfremde Erträge ergaben sich aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 2 (i. Vj. TEUR 7). V. Sonstige Angaben Die Gesellschaft hat am 12. Mai 2023 mit der Alleingesellschafterin BlueGem Holding GmbH, Rödental, einen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag geschlossen, dem die Gesellschafterversammlung der Gesellschaft am gleichen Tag zugestimmt hat. Die Handelsregistereintragung ist am 12. Juni 2023 erfolgt. Demzufolge hat die Gesellschaft den Gewinn im Geschäftsjahr 2023 in Höhe von EUR 1.472.413,82 (Vorjahr: EUR 0,00) an die BlueGem Holding GmbH, Rödental, abgeführt. Mitarbeiter Die Gesellschaft beschäftigt im Durchschnitt des Jahres 2023 109 (i.Vj. 104) Mitarbeiter, davon 2 (i.Vj. 2) Geschäftsführer, 5 (i.Vj. 4) Auszubildende, 56 (i.Vj. 52) gewerbliche Arbeitnehmer, 43 (i.Vj. 43) Angestellte sowie 3 (i.Vj. 1) Aushilfskräfte. Geschäftsführung und Vertretung Die Geschäftsführer der Werner Lieb GmbH sind - Herr Steffen Lieb, Kaufmann und Industriefachwirt (bis 31. März 2023) - Herr Michael Lieb, Techniker (bis 31. März 2023) - Herr Rüdiger Schindler, Maschinenbaumechaniker - Bas Groenen, M.Sc M.b.A (ab 1. März 2023) Gesamtbezüge der Geschäftsführung Auf die Angabe der Geschäftsführerbezüge wird in Bezug auf § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Einzelne Geschäftsführer erhalten keine Vergütung für ihre Geschäftsführertätigkeit von der Gesellschaft. Konzernzugehörigkeit Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der BlueGem Holding GmbH, Rödental, der ohne gesetzliche Verpflichtung erstellt wird, einbezogen. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen Zum Bilanzstichtag bestehen sowohl Gewährleistungsverpflichtungen als auch Vertragserfüllungsverpflichtungen. Diese sind als geschäfts- und branchenüblich anzusehen. Die Geschäftsführung schätzt das Risiko der Inanspruchnahme als gering ein. Aus Miet- und Leasingverträgen für Räume, Maschinen, Fuhrpark und Betriebs- und Geschäftsausstattung bestehen Verpflichtungen in Höhe von TEUR 1.761 (i.Vj. TEUR 485), ermittelt über die Restlaufzeit der Verträge, davon entfallen TEUR 1.416 auf Miete und TEUR 345 Leasing. VI. Nachtragsbericht Es haben sich innerhalb des Zeitraums nach dem 31. Dezember 2023 und vor der Feststellung des Jahresabschlusses keine weiteren Ereignisse von wesentlicher Bedeutung für den Jahresabschluss der Werner Lieb GmbH ergeben.
Rödental, den 21. Juni 2024 Werner Lieb GmbH gez. Bas Groenen gez. Rüdiger Schindler In der Gesellschafterversammlung vom 30. August 2024 wurde der Jahresabschluss festgesteellt.
Der Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers bezieht sich auf den Jahresabschluss in der aufgestellten Form. Die Offenlegung erfolgt in verkürzter Form gemäß §§ 325 ff. HGB. Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Werner Lieb GmbH, Rödental Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Werner Lieb GmbH, Rödental, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Werner Lieb GmbH, Rödental, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und des Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Nürnberg, den 26. Juni 2024 HLB
Dr. Hußmann & Kollegen PartG mbH
Mattias Bahmann, Wirtschaftsprüfer Timo Kremer, Wirtschaftsprüfer |
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