Scheidt & Bachmann Fare Collection Systems GmbH

Breite Straße 132, 41238 Mönchengladbach, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Moenchengladbach HRB 17053
Vorher
Scheidt & Bachmann Software Service GmbH
Eingetragen
19.4.2016
Branche
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieBetrieb von Bahnhöfen für den Personenverkehr einschließlich OmnibusbahnhöfenBeteiligungsgesellschaften
Gegenstand
die folgenden Tätigkeiten im In- und Ausland im Geschäftszweig Systeme für Fahrgeldmanagement: - die Entwicklung von Hardware und Software-Systemen; - den Betrieb von Systemen in Rechenzentren inkl. Softwaredienstleistungen; - Aufstellung, Inbetriebnahme, Endprüfung, Wartung, Diagnose und Reparatur von Systemen; - die Durchführung von Gewährleistungsund Servicearbeiten; - das Anbieten von Schulungen und Helpdesk-Leistungen; - Akquisition und Werbung, Vermittlung, Beratung, Projektierung und Dokumentierung; - den Handel mit Produkten der Scheidt & Bachmann GmbH und mit Produkten von Dritten; - das Verrichten von all den Geschäften, die mit den vorgenannten Tätigkeiten in Zusammenhang stehen oder dazu dienlich sein können, im weitesten Sinne des Wortes.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Andreas Räschmeier
seit 27.4.2022
Geschäftsführer
Oliver Peter Hörkens
seit 30.7.2021
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
500.000 €
100.00%

Beteiligungen

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Scheidt & Bachmann GmbH

Mönchengladbach

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021

KONZERNBILANZ zum 31. Dezember 2021

Scheidt & Bachmann GmbH, Mönchengladbach

AKTIVA

31.12.2021 31.12.2020
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 354.831,23 575.397,70
2. Firmenwerte aus Kapitalkonsolidierung 0,00 800.000,00
354.831,23 1.375.397,70
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 20.188.095,61 18.353.514,62
2. Technische Anlagen und Maschinen 10.646.953,09 11.434.419,41
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 6.337.858,03 6.857.687,33
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 3.727.103,68 2.627.394,30
40.900.010,41 39.273.015,66
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 3.421.747,47 2.567.474,52
2. Andere Beteiligungen 5.112,92 5.112,92
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 162.089,67 162.089,67
4. Sonstige Ausleihungen 598.030,25 624.898,76
4.186.980,31 3.359.575,87
45.441.821,95 44.007.989,23
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 57.797.543,45 22.602.697,88
2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 25.435.526,96 30.354.381,72
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 5.306.125,89 21.212.020,63
4. Geleistete Anzahlungen 14.672.859,15 198.855,99
103.212.055,45 74.367.956,22
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 84.981.515,24 81.327.238,36
2. Forderungen gegen assoziierte Unternehmen 830.005,97 462.263,10
3. Sonstige Vermögensgegenstände 7.782.581,44 6.480.956,52
93.594.102,65 88.270.457,98
III. Wertpapiere 0,00 2.503.250,00
IV. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 191.579.738,79 176.532.811,77
388.385.896,89 341.674.475,97
C. Rechnungsabgrenzungsposten 2.923.106,18 2.301.618,35
D. Aktive latente Steuern 7.887.185,93 9.068.425,63
444.638.010,95 397.052.509,18

PASSIVA

31.12.2021 31.12.2020
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 20.475.000,00 20.475.000,00
II. Gewinnrücklagen 134.340.072,91 129.837.587,40
III. Eigenkapitaldifferenzen aus Währungsumrechnung 606.884,70 -304.849,89
IV. Konzerngewinn 36.758.784,13 31.330.752,03
192.180.741,74 181.338.489,54
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 9.697.945,00 8.296.905,15
2. Steuerrückstellungen 11.378.188,40 7.971.968,21
3. Sonstige Rückstellungen 80.141.331,13 69.571.120,95
101.217.464,53 85.839.994,31
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 32.504.401,90 35.270.617,84
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 89.399.851,92 66.295.824,90
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 13.134.253,25 12.499.982,81
4. Sonstige Verbindlichkeiten 12.440.049,49 13.224.013,11
147.478.556,56 127.290.438,66
D. Rechnungsabgrenzungsposten 3.761.248,12 2.583.586,67
444.638.010,95 397.052.509,18

KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG vom 1. Januar 2021 bis 31. Dezember 2021

Scheidt & Bachmann GmbH, Mönchengladbach

2021 2020
1. Umsatzerlöse 431.393.746,71 407.267.496,75
2. Veränderung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 2.904.071,75 3.110.793,27
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 2.049.641,49 1.437.413,60
4. Sonstige betriebliche Erträge 15.690.270,11 8.561.036,55
5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -63.592.219,13 -80.839.164,94
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -74.148.677,22 -45.642.774,60
314.296.833,71 293.894.800,63
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -163.916.455,51 -160.051.080,81
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersvorsorge und für Unterstützung -33.111.656,67 -30.793.271,08
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -9.120.098,37 -9.840.345,05
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen -67.033.391,45 -54.852.152,53
9. Ergebnis aus assoziierten Unternehmen 1.175.326,08 -13.032,06
10. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 52.145,66 10.848,36
11. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 41.957,72 300.209,71
12. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens -6.185,00 -48.780,59
13. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -2.037.181,57 -1.568.991,20
14. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -15.911.426,70 -13.901.593,57
15. Ergebnis nach Steuern 24.429.867,90 23.136.611,81
16. Sonstige Steuern -882.164,80 -675.748,92
17. Konzernjahresüberschuss 23.547.703,10 22.460.862,89
18. Konzerngewinnvortrag 17.713.563,03 20.335.094,31
19. Einstellungen in andere Gewinnrücklagen -4.502.482,00 -11.465.205,17
20. Konzerngewinn 36.758.784,13 31.330.752,03

KONZERNANHANG für das Geschäftsjahr 2021

Scheidt & Bachmann GmbH, Mönchengladbach

Vorbemerkungen

Die Konzernmutter wird beim Amtsgericht Mönchengladbach mit der Firma Scheidt & Bachmann GmbH unter der Handelsregisternummer HRB 2125 geführt. Der Firmensitz ist in der Breite Straße 132, 41238 Mönchengladbach.

Der Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2021 wurde nach den Vorschriften in §§ 290 ff. HGB erstellt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Von der Möglichkeit, Berichtspflichten im Anhang anstatt in der Bilanz/Gewinn- und Verlustrechnung zu erfüllen, wurde Gebrauch gemacht. Insbesondere wurden sämtliche gesetzlich vorgesehenen "davon-Vermerke" bei den Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung in den Anhang übernommen.

Konsolidierungskreis

In den Konzernabschluss sind neben der Scheidt & Bachmann GmbH 13 inländische und 22 ausländische Tochterunternehmen (davon drei at Equity konsolidiert) einbezogen.

Die nachstehenden Tochterunternehmen sind im Wege der Vollkonsolidierung einbezogen (in alphabetischer Reihenfolge):

Name Anteil am Kapital
%
AVISTA Sp.z.o.o. Warschau/ Polen 100,00
Gesellschaft für Apparate mechanischer Art GAMA mbH, Mönchengladbach* 100,00
EVOPARK GmbH, Köln* 100,00
MCity GmbH, Mönchengladbach* 100,00
Scheidt & Bachmann B.V.B.A. Mechelen/Belgien 100,00
Scheidt & Bachmann (Canada) Inc., Kitchener, Ontario/Kanada 100,00
Scheidt & Bachmann Fare Collection Systems GmbH, Mönchengladbach* 100,00
Scheidt & Bachmann France SAS, Montmagny/Frankreich 100,00
Scheidt & Bachmann Fuel Retail Solutions GmbH, Mönchengladbach* 100,00
Scheidt & Bachmann Hungary Ker. Es Szolg. Kft., Budapest/Ungarn 100,00
Scheidt & Bachmann Iberica S.L.U., Alcobendas/Spanien 100,00
Scheidt & Bachmann IoT Solutions GmbH, Aachen* 100,00
Scheidt & Bachmann (Ireland) Limited, Dublin/Irland 100,00
Scheidt & Bachmann (Israel) GmbH, Ramat-Hasharon/Israel 100,00
Scheidt & Bachmann Maghreb S.A.R.L., Tunis/Tunesien 100,00
Scheidt & Bachmann Nederland B.V., Utrecht/Niederlande 100,00
Scheidt & Bachmann Österreich GmbH, Linz/Österreich 100,00
Scheidt & Bachmann Parkeersystemen B.V., Zoetermeer/Niederlande 100,00
Scheidt & Bachmann Parking Solutions GmbH, Mönchengladbach* 100,00
Scheidt & Bachmann Parking Solutions Germany GmbH, Mönchengladbach* 100,00
Scheidt & Bachmann Parking Solutions Österreich GmbH, Wien/Österreich 100,00
Scheidt & Bachmann Polska Spolka z.o.o., Poznan/Polen 100,00
Scheidt & Bachmann Rus GmbH, Moskau/Russland 100,00
Scheidt & Bachmann (Schweiz) GmbH, Bern/Schweiz 100,00
Scheidt & Bachmann Service GmbH, Mönchengladbach* 100,00
Scheidt & Bachmann Slovensko s.r.o., Zilina/Slowakei 100,00
Scheidt & Bachmann Signalling Systems GmbH, Mönchengladbach* 100,00
Scheidt & Bachmann System Technik GmbH, Melsdorf* 100,00
Scheidt & Bachmann Sverige AB, Malmö/Schweden 100,00
Scheidt & Bachmann System Service GmbH, Mönchengladbach* 100,00
Scheidt & Bachmann (UK) Limited, Kent/Großbritannien 100,00
Scheidt & Bachmann Ukraine GmbH, Kiew/Ukraine 100,00
Scheidt & Bachmann USA Inc., Lowell/Massachusetts/USA 100,00

Die Scheidt & Bachmann Parking Solutions Österreich GmbH wurde im Geschäftsjahr 2021 neu gegründet. Auf diese neue Gesellschaft hat die Scheidt & Bachmann Österreich GmbH den Geschäftsbereich "Parking" abgespalten.

Folgende Unternehmen wurden nach der at Equity-Methode einbezogen:

Name Anteil am Kapital
%
Parktech Oy, Helsinki/Finnland 50,00
Schenk Systeme AG, Küssnacht/Schweiz 45,20

Auf die Einbeziehung der S&B U-Kasse wurde gemäß § 296 Abs. 2 HGB verzichtet.

Die mit * gekennzeichneten inländischen Tochtergesellschaften nehmen die sich aus § 264 Abs. 3 HGB ergebenden Erleichterungsmöglichkeiten in Anspruch und veröffentlichen ihre Jahresabschlüsse nicht, da sie in den Konzernabschluss einbezogen werden.

Konsolidierungsgrundsätze

In der Konzernbilanz erfolgte die Konsolidierung durch Zusammenfassung der in den Einzelbilanzen ausgewiesenen Vermögens- und Schuldposten.

Die Buchwerte für die Beteiligungen werden mit dem entsprechenden anteiligen Eigenkapital der Tochtergesellschaften zum jeweiligen Erwerbszeitpunkt verrechnet; bei Sukzessiverwerb zum Zeitpunkt des jeweils letzten Anteilserwerbs.

Konzerninterne Umsätze, Aufwendungen und Erträge sowie alle Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den konsolidierten Gesellschaften haben wir gegeneinander verrechnet. Zwischenergebnisse wurden eliminiert.

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die nachstehend beschriebenen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze sind gegenüber dem Vorjahr unverändert.

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind mit den Anschaffungskosten ausgewiesen und werden ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer entsprechend linear abgeschrieben.

Sachanlagen sind zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, teilweise vermindert um in Vorjahren gewährte Investitionszuschüsse, angesetzt sowie um planmäßige Abschreibungen nach der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer vermindert. Bei den planmäßigen Abschreibungen wurde je nach Abnutzungsart sowohl die lineare als auch die degressive Methode angewandt.

Die Finanzanlagen werden zu den Anschaffungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert.

Die Bewertung der Vorräte erfolgte bei den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen auf der Basis der Einstandspreise. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse und Leistungen wurden von Ausnahmen abgesehen zu Herstellungskosten bewertet. Der Grad der Verwertbarkeit wurde ebenso berücksichtigt wie der Umstand, dass in Einzelfällen niedrigere erzielbare Verkaufserlöse als Basis für die Bewertung anzusetzen waren.

Bei der Bewertung von Lagerbeständen, die der EDV-mäßigen Verwaltung unterliegen, wird die gemäß § 6 Abs. 1 Nr. 2a EStG auch steuerlich zulässige Verbrauchsfolgefiktion des "last in - first out" angewandt. Das Niederstwertprinzip (verlustfreie Bewertung) wurde beachtet.

Die geleisteten Anzahlungen sind mit dem Nennwert angesetzt.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sowie die liquiden Mittel sind mit dem Nominalwert, die Wertpapiere des Umlaufvermögens sind zu Anschaffungskosten oder den niedrigeren Kurswerten aktiviert. Die Wertberichtigungen zu Lieferungsforderungen werden aktivisch abgesetzt.

Die Rechnungsabgrenzungsposten sind zum Nominalwert angesetzt.

Aktive und passive latente Steuern werden gemäß § 306 HGB i.V. m. § 274 HGB für sämtliche temporäre Differenzen zwischen den steuerlichen und handelsrechtlichen Wertansätzen, für ergebniswirksame Konsolidierungsmaßnahmen sowie steuerliche Verlustvorträge gebildet. Soweit die Voraussetzungen erfüllt sind, erfolgt eine Saldierung aktiver und passiver Differenzen.

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen betreffen Pensionsverpflichtungen gegenüber Mitarbeitern und Geschäftsführern (Anwartschaften und laufende Renten) sowie mittelbare Verpflichtungen aus Versorgungszusagen der Unterstützungseinrichtung. Den Rückstellungen liegen versicherungsmathematische Gutachten zugrunde. Der Ausweis der Pensionsverpflichtungen erfolgt unter Anwendung der Richttafeln 2018 von Dr. Klaus Heubeck zu nach der projected-unit-credit-method bewerteten Anwartschaftsbarwerten. Der gemäß Rückstellungsabzinsungsverordnung (RückAbzinsV) zugrunde gelegte Zinssatz beträgt 1,87 % (Vorjahr: 2,30 %). Entsprechend § 253 Abs. 2 HGB wurde hierbei der durchschnittliche Marktzins zugrunde gelegt, der sich auf der Basis der letzten 10 Geschäftsjahre ermittelt. Bei der Bewertung sind darüber hinaus Steigerungen im Gehalts- (5,0 %) und Rententrend (1,0 %, 1,7 % und 2,0 %) berücksichtigt worden.

Für die mittelbaren Verpflichtungen aus Zusagen der Unterstützungseinrichtung wurde der Unterschied zwischen dem versicherungsmathematischen Sollwert der Verpflichtung (Zinsfuß 1,87 %; Berücksichtigung der Steigerungen im Rententrend von 2,0 %) und dem Vermögen der Unterstützungseinrichtung zurückgestellt.

Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen werden in Höhe des voraussichtlichen Erfüllungsbetrags ausgewiesen. Sämtlichen erkennbaren Risiken wurde Rechnung getragen.

Langfristige Rückstellungen wurden mit den sich aus der RückAbzinV ergebenden maßgeblichen Zinssätzen (Durchschnitt über 7 Jahre) abgezinst. Zukünftige Kosten- und Preissteigerungen werden berücksichtigt.

Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag passiviert.

Währungsumrechnung

Im Konzern sind die Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung zum Tages-Geld (-Brief) -Kurs eingebucht unter Berücksichtigung des ggf. niedrigeren (höheren) Stichtagskurses zum 31. Dezember bei der Bewertung von Gegenständen des Umlaufvermögens und Schulden.

Die Bilanzen der ausländischen Beteiligungsgesellschaften wurden bezüglich des Anlagevermögens mit dem historischen Kurs und hinsichtlich der übrigen Vermögenswerte und Schulden mit dem Stichtagskurs umgerechnet. Die Kapitalkonsolidierung erfolgte mit dem historischen Kurs. Die Zu- und Abgänge sowie Abschreibungen beim Anlagevermögen wurden zum Durchschnittskurs umgerechnet. Dies gilt ebenso für die Posten der Gewinn- und Verlustrechnungen. Für die Umrechnung werden die Kurse gemäß Veröffentlichung der Deutsche Bundesbank herangezogen.

Erläuterungen zur Konzernbilanz

Die Entwicklung der immateriellen Vermögensgegenstände sowie der Sachanlagen und der Finanzanlagen im Geschäftsjahr 2021 ist aus dem auf Seite 14 beigefügten Konzern-Anlagenspiegel ersichtlich.

Zu den innerhalb der Finanzanlagen ausgewiesenen Unterschiedsbeträgen aus der Erstkonsolidierung geben wir folgende Erläuterungen:

Aus der Erstkonsolidierung der EVOPARK GmbH zum 1. Januar 2018 ergibt sich ein positiver Unterschiedsbetrag von T€ 3.196, für den eine voraussichtliche Nutzungsdauer von vier Jahren unterstellt wurde. Die Beteiligung wurde im Geschäftsjahr 2019 aufgestockt; dadurch hat sich der Firmenwert um T€ 123 auf insgesamt T€ 3.319 erhöht. Im Geschäftsjahr 2020 wurden die verbleibenden Anteile der Minderheitsgesellschafter erworben. Der Firmenwert beträgt danach insgesamt T€ 3.839. 2021 erfolgte eine Zuaktivierung in Höhe von T€ 14. Die Beteiligung wurde im Vorjahr außerplanmäßig auf den niedrigeren beizulegenden Wert abgeschrieben. Unter Berücksichtigung der Abschreibungen für 2021 in Höhe von T€ 814 ist der Firmenwert zum Bilanzstichtag vollständig abgeschrieben.

Die Erstkonsolidierung der im Dezember 2009 erworbenen 26,1 %-igen Beteiligung an der Schenk Systeme AG wurde im Jahresabschluss 2010 erfolgsneutral (Buchwertmethode) nachvollzogen, wobei sowohl das anteilige Jahresergebnis 2009 des assoziierten Unternehmens als auch die Abschreibung auf den aktiven Unterschiedsbetrag aus der Erstkonsolidierung berücksichtigt worden sind.

In den Folgejahren fielen weitere Anschaffungskosten in Höhe von insgesamt T€ 389 an, die den aktiven Unterschiedsbetrag (Firmenwert) erhöhten. Hierbei wurde eine Nutzungsdauer von 10 Jahren unterstellt. Die voraussichtliche Nutzungsdauer orientiert sich hierbei an den erworbenen langfristigen Marktchancen.

Im April 2014 wurden weitere 19,1 % am Kapital an der Schenk Systeme AG erworben, so dass sich die Beteiligungsquote auf 45,2 % erhöht hat. Aus dem Erwerb der 19,1 %-igen Beteiligung resultiert ein aktiver Unterschiedsbetrag in Höhe von T€ 570. Hierfür wurde eine Nutzungsdauer von 5 Jahren angenommen.

Der im fortgeschriebenen Beteiligungsbuchwert von T€ 3.677 zum 31. Dezember 2021 enthaltene Firmenwert (nach Abschreibungen) beträgt T€ 34.

Die Scheidt & Bachmann Oy in Finnland wurde mit Wirkung zum 31. Oktober 2014 auf die Suomen Pysäkölntipalvelu Oy (jetzt: Parktech Oy) verschmolzen. Aus dieser Transaktion ist ein aktiver Unterschiedsbetrag von T€ 58 entstanden, für den eine Nutzungsdauer von 5 Jahren angenommen wurde. Der Firmenwert ist inzwischen abgeschrieben.

Der fortgeschriebene Beteiligungsbuchwert beträgt zum Stichtag T€ 97.

Die entervo-access GmbH wurde am 29. April 2019 mit einem Stammkapital von T€ 200 gegründet; hiervon hält Scheidt & Bachmann GmbH 45 %. Der fortgeschriebene Beteiligungsbuchwert beträgt zum Stichtag T€ -353.

In den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind Forderungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr in Höhe von T€ 24 (Vorjahr: T€ 132) enthalten.

In den übrigen Forderungen sind Forderungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr in Höhe von T€ 785 (Vorjahr: T€ 905) enthalten.

Die Rechnungsabgrenzungsposten enthalten keine Damnumbeträge. Steuerabgrenzungen nach § 306 HGB sind in Höhe von T€ 6.698 (Vorjahr: T€ 7.844) gebildet worden.

Die aktiven latenten Steuern entfallen auf folgende wesentliche Bilanzposten und Verlustvorträge:

2021 2020
Aktive Latente Steuern Passive Latente Steuern Aktive Latente Steuern Passive Latente Steuern
T€ T€ T€ T€
Anlagevermögen 1.791 5 4.105 0
Umlaufvermögen 4.730 10.617 7.008 9.753
Pensionsrückstellungen 10.661 0 9.669 43
Sonstige Rückstellungen 14.469 27 13.452 0
31.651 10.649 34.234 9.796
Verlustvorträge
Tochtergesellschaften 2.898 0 3.043 0
34.549 10.649 37.277 9.796
Saldierung -10.649 -10.649 -9.796 -9.796
Gesamt 23.900 0 27.481 0

Von der Saldierungsmöglichkeit von aktiven und passiven Latenzen wurde Gebrauch gemacht.

Auf bestehende Verlustvorträge ausländischer Tochtergesellschaften sind Wertberichtigungen in Höhe von T€ 5.135 vorgenommen worden.

Der anzuwendende durchschnittliche Steuersatz für die laufende Besteuerung sowie die Ermittlung auf die Steuerlatenzen setzt sich wie folgt zusammen:

2021 2020
Gewerbesteuer 17,15% 17,15%
Körperschaftsteuer 15,00% 15,00%
Solidaritätszuschlag 0,80% 0,80%
32,95% 32,95%

Das gezeichnete Kapital beträgt unverändert T€ 20.475.

Unter den Gewinnrücklagen sind ausschließlich "Andere Gewinnrücklagen" ausgewiesen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr hat die Muttergesellschaft eine Rücklagendotierung in Höhe von T€ 5.000 vorgenommen, die weiteren Veränderungen resultieren aus Rücklagendotierungen von Tochtergesellschaften sowie von Konsolidierungsbuchungen. Der für Ausschüttungen zur Verfügung stehende Bilanzgewinn beträgt gemäß Einzelabschluss der Muttergesellschaft T€ 24.193.

Im Übrigen wird auf den Konzern-Eigenkapitalspiegel in Anlage 5 verwiesen.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen enthalten T€ 4.402 (Vorjahr: T€ 4.284) für noch bestehende mittelbare Verpflichtungen aus Unterstützungskassenzusagen.

Der ausschüttungsgesperrte Betrag gemäß § 253 Abs. 6 HGB beträgt zum Stichtag T€ 1.024 (Vorjahr: T€ 1.317).

Im Rahmen des Verrechnungsgebots nach § 246 Abs. 2 HGB wurden bestehende Verpflichtungen aus Versorgungszusagen und Rückstellungen für Altersteilzeitverpflichtungen mit Deckungsvermögen, sowie entsprechende Aufwendungen und Erträge wie folgt verrechnet:

Beizulegender Wert * verrechnete Aufwendungen (-) und Erträge (+)
T€ T€
Pensionsrückstellungen
a) Direkte Zusagen 14.833 -1.346
Verpfändete Rückdeckungsversicherungen -9.537 684
5.296 -662
b) Mittelbare Zusagen 4.402 -118
9.698 -780

* Die beizulegenden Werte entsprechen den Anschaffungswerten.

Die "Sonstigen Rückstellungen" beinhalten im Wesentlichen Verpflichtungen aus Gewährleistungen, aus dem Personalkostenbereich sowie dem Bereich des Lieferverkehrs.

In Höhe von T€ 7.689 haben die sonstigen Rückstellungen eine Laufzeit von mehr als einem Jahr und wurden mit dem laufzeitäquivalenten Zinssatz gemäß RückAbzinsV abgezinst.

Innerhalb der sonstigen Rückstellungen wurden Verpflichtungen aus Altersteilzeitverträgen in Höhe von T€ 595 mit dem entsprechenden Deckungsvermögen von T€ 369 saldiert ausgewiesen.

Die Zusammensetzung der Verbindlichkeiten, deren Restlaufzeiten sowie die weiteren gesetzlich geforderten Angaben, gehen aus dem Konzern-Verbindlichkeitenspiegel auf Seite 16 hervor.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Von den Außenumsatzerlösen in Höhe von 431,4 Mio € (Vorjahr: 407,3 Mio €) wurden 52,1 % (Vorjahr: 56,8 %) im Ausland erzielt. Der Auslandsanteil entfiel wiederum mit 54,3 % (Vorjahr: 57,1 %) auf die EURO-Länder inklusive sonstiges Westeuropa, zu 8,0 % (Vorjahr: 5,2 %) auf Osteuropa, 33,0 % (Vorjahr: 34,4 %) auf USA und Nordamerika, 0,5 % (Vorjahr: 0,3 %) auf Asien, 3,1 % (Vorjahr: 1,5 %) auf Israel und Afrika, 0,9 % (Vorjahr: 0,8 %) auf Australien/Neuseeland sowie mit 0,2 % (Vorjahr: 0,7 %) auf Südamerika.

Gegliedert nach Tätigkeitsbereichen entfallen 55,4 % (Vorjahr: 50,5 %) der Außenumsatzerlöse auf das Neuanlagengeschäft sowie 44,6 % (Vorjahr: 49,5 %) auf das After-Sales-Geschäft.

Die sonstigen betrieblichen Erträge umfassen im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen und aus Währungsumrechnungen. Die Erträge aus der Umrechnung von Fremdwährungen belaufen sich auf T€ 4.437 (Vorjahr: T€ 2.890).

Innerhalb der Personalaufwendungen sind Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von T€ 899 (Vorjahr: T€ 314) enthalten.

Innerhalb der Personalaufwendungen wurden wie im Vorjahr keine Erträge aus dem Deckungsvermögen für die Altersteilzeitverpflichtungen saldiert.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten auch Verluste aus Anlageabgängen sowie Wertverluste von Gegenständen des Umlaufvermögens (im Wesentlichen aus der Erhöhung von Wertberichtigungen zu Forderungen und Kursverlusten). Die Aufwendungen aus der Umrechnung von Fremdwährungen betragen T€ 2.638 (Vorjahr: T€ 4.268).

Das innerhalb der sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfasste Gesamthonorar des Abschlussprüfers für alle von ihm geprüften Gruppenunternehmen setzt sich wie folgt zusammen:

2021 2020
T€ T€
Abschlussprüferleistungen 180 138
Sonstige Bestätigungsleistungen 20 12
Steuerberatungsleistungen 73 60
Sonstige Leistungen 68 70
341 280

Das für 2021 erfolgswirksam verbuchte anteilige Ergebnis der assoziierten Unternehmen betrug T€ 1.191. Unter Saldierung mit den Firmenwertabschreibungen (T€ -16) ergibt sich das in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesene Beteiligungsergebnis mit T€ 1.175.

Innerhalb der Zinsen und ähnlichen Erträge sind T€ 0 (Vorjahr: T€ 90) aus der Abzinsung von Rückstellungen erfasst.

Die Abschreibungen auf Finanzanlagen und Wertpapiere des Umlaufvermögens betreffen mit T€ 6 (Vorjahr: T€ 4) Finanzanlagen und T€ 0 (Vorjahr: T€ 44) Wertpapiere des Umlaufvermögens.

In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind Zinsen aus der Aufzinsung von Rückstellungen in Höhe von T€ 627 (Vorjahr: T€ 466) enthalten.

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag erfassen sowohl die unmittelbar zu entrichtenden Steuern vom Einkommen und Ertrag als auch die latenten Steuern. Aktive und passive latente Steuern werden für temporäre Differenzen zwischen Wertansätzen in der Konzernbilanz und Steuerbilanz sowie für steuerliche Verlustvorträge angesetzt.

Nach Steueraufwendungen ergibt sich folgende Aufteilung:

2021 2020
T€ T€
Tatsächliche Steueraufwendungen lfd. Jahr 12.509 11.561
Periodenfremde Steuererträge (-) und Aufwendungen (+) 2.256 643
Latente Steuererträge (-) und Aufwendungen (+) lfd. Jahr 1.146 1.698
Gesamt 15.911 13.902

Nachfolgend wird die Überleitung vom erwarteten Ertragssteueraufwand auf den in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen Ertragssteueraufwand dargestellt.

Die Berechnung des erwarteten Ertragssteueraufwands basiert auf der Anwendung des deutschen Gesamtsteuersatzes (Körperschaftsteuer zzgl. Solidaritätszuschlag und Gewerbesteuer) von 32,95 % (Vorjahr: 32,95 %), da dieser Steuersatz für das Konzernergebnis von wesentlicher Bedeutung ist.

2021 2020
T€ T€
Erwarteter Ertragsteueraufwand 13.021 11.990
Erhöhung/Verminderung Ertragsteuern durch nicht abzugsfähige Betriebsausgaben 92 124
Steuern Vorjahre 2.256 643
Steuersatzunterschiede Ausland -1.782 -715
Verlustvorträge Tochtergesellschaften 956 642
Sonstiges 222 -480
14.765 12.204
Veränderung latenter Steueransprüche 1.146 1.698
Ausgewiesener Steueraufwand 15.911 13.902

Sonstige Angaben

Die Konzernkapitalflussrechnung gemäß Anlage 4 wurde in Übereinstimmung mit DRS 21 erstellt, wobei der Finanzmittelfonds ausschließlich liquide Mittel ersten Grades umfasst (Bilanzposten: Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten).

Haftungsverhältnisse und finanzielle Verpflichtungen

Finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen bestanden am 31. Dezember 2021 in folgendem nicht abgezinsten Umfang:

2022 fällig in Folgejahren Gesamt
T€ T€ T€
Leasingverträge 2.895 3.194 6.089
Mietverträge 7.454 29.240 36.694
10.349 32.434 42.783

Die Laufzeiten der Miet- und Leasingverträge reichen bis ins Jahr 2038.

Neben den dargestellten Haftungsverhältnissen und den sonstigen finanziellen Verpflichtungen bestehen keine außerbilanziellen Geschäfte, die für die Finanzlage der Gesellschaft von Bedeutung wären.

Währungssicherungsgeschäfte

Zur Absicherung von auf Fremdwährungen lautende Zahlungsströme im Bereich der Forderungen bzw. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestanden zum Stichtag diverse Sicherungsgeschäfte.

Währung Gesamtvolumen in Landeswährung Kurs Laufzeit
Optionsgeschäfte
- Put-Optionen USD 4.000.000,00 1,2500 06.2022-12.2023
- Call-Optionen USD 4.000.000,00 1,1485-1,1895 06.2022-12.2023
Optionsgeschäfte
- Put-Optionen CHF 14.000.000,00 1,1000-1,1500 03.2022-12.2024
- Call-Optionen CHF 14.000.000,00 0,9635-1,0200 03.2022-12.2024
Devisentermingeschäfte CAD 26.000.000,00 1,4820-1,5493 03.2022-12.2023
Optionsgeschäfte
- Put-Optionen CAD 30.000.000,00 1,600-1,6900 03.2022-06.2024
- Call-Optionen CAD 30.000.000,00 1,4030-1,4930 03.2022-06.2024
Devisentermingeschäfte GBP 20.000.000,00 0,8657-0,9180 03.2022-12.2023
Optionsgeschäfte
- Put-Optionen GBP 22.500.000,00 0,9250-0,9500 03.2022-12.2023
- Call-Optionen GBP 22.500.000,00 0,8070-0,8680 03.2022-12.2023

Die in den sonstigen Vermögensgegenständen erfassten Optionsprämien von T€ 1.063 haben zum Stichtag einen Marktwert von T€ 446. Der Marktwert für die in den sonstigen Verbindlichkeiten erfassten Optionsprämien von T€ 1.061 beläuft sich auf T€ 1.163.

Organe und Mitarbeiter

Die Geschäftsführung obliegt

Dr. Ing. Norbert Miller, Mönchengladbach Vorsitzender
Dipl.-Ing. Heinrich Laumen, Gangelt
Dipl.-Ing. Matthias Augustyniak, Wegberg
Martin Kammler, Mönchengladbach
Dipl.-Oec. Uwe Brünner, Mönchengladbach
Dipl.-Ing. Jörg Heilingbrunner, Düsseldorf
Dr. Ing. Michael Lenders, Schwalmtal
Andreas Räschmeier, Buch am Buchrain (seit 19. April 2022)

Der Aufsichtsrat setzte sich im Geschäftsjahr 2021 aus folgenden Herren zusammen:

Vertreter der Anteilseigner:

Andreas Schmitz, Düsseldorf (Wahrnehmung von Aufsichtsratsmandaten) Vorsitzender
Dr. Jürgen Vutz, Greven (Unternehmer und selbständiger Berater) stellvertretender Vorsitzender
Frank Elsenbruch, Mönchengladbach (selbständiger Kaufmann)
Jörg Miller, Viersen (Geschäftsführer)

Arbeitnehmervertreter:

Marcus Leyendeckers, Mönchengladbach

(technischer Angestellter)

Joachim Frenzel, Nettetal

(Handwerksmeister Maschinenbau)

Die Vertreter der Anteilseigner wurden durch die Gesellschafterversammlung vom 30. Juni 2017 gewählt. Die Berufung der Arbeitnehmervertreter erfolgte durch Belegschaftswahl am 1. Juni 2017. Die Gesellschafterversammlung vom 29. Juni 2018 wählte Herrn Dr. Jürgen Vutz für die aktuelle Amtsperiode in den Aufsichtsrat für den ausgeschiedenen Herrn Langen.

Die Vergütung der Geschäftsführer erfolgt nach einem einheitlichen Regelungsprinzip. Da deshalb die Vergütung eines einzelnen Geschäftsführers abgeleitet werden könnte, wird von der Befreiungsvorschrift des § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht.

Der Aufsichtsrat erhielt für seine Tätigkeit Bezüge von insgesamt T€ 120 (Vorjahr: T€ 120).

Frühere Mitglieder der bezeichneten Organe und ihre Hinterbliebenen (derzeit fünf Berechtigte) bezogen im Geschäftsjahr insgesamt T€ 655 (Vorjahr: T€ 588).

Der Betrag der zum 31. Dezember 2021 für frühere Organmitglieder gebildeten Pensionsrückstellungen umfasst T€ 7.224 (Vorjahr: T€ 5.650). Nicht bilanzierte Verpflichtungen bestehen darüber hinaus nicht.

Die durchschnittliche Beschäftigtenzahl (ohne Geschäftsführer Muttergesellschaft) betrug:

2021 2020
Arbeitnehmer gesamt 3.110 3.086
Davon:
Systembereiche 2.167 2.076
Produktion 712 786
Querschnitt Technik / Kaufmännisch 231 224

Anteilsbesitz

Für die Angaben gemäß § 285 Nr. 11 HGB wird zulässigerweise die Schutzklausel gemäß § 286 Abs. 3 Nr. 2 HGB in Anspruch genommen.

Für die inländischen Tochtergesellschaften werden die Offenlegungserleichterungen gemäß § 264 Abs. 3 HGB in Anspruch genommen. Die Offenlegung der Beschlüsse ist im Bundesanzeiger erfolgt.

Nachtragsbericht

Noch in 2021 hatte die Scheidt & Bachmann IoT Solutions GmbH ein Joint Venture mit der NTT Data Business Solutions AG gegründet. Aufgrund kartellrechtlicher Prüfungen konnte die Eintragung der Gesellschaft im Handelsregister in 2021 nicht vorgenommen werden. Nachdem die kartellrechtlichen Fragen in 2022 positiv IoT Solutions GmbH) im April 2022 erfolgt.

Der russische Überfall auf die Ukraine vom 24. Februar 2022 hat direkte Auswirkungen auf die Menschen in der Ukraine sowie auf die Weltwirtschaft, wobei die von den westlichen Staaten verhängten Sanktion dies noch verstärken. Zu ausführlicheren Ausführungen zum Ukraine-Konflikt verweisen wir auf den Lagebericht.

Zur Betreuung eines Großauftrages in Südtirol hat die Scheidt & Bachmann Fare Collection Systems GmbH im März 2022 die Tochterfirma Scheidt & Bachmann FCS Italia SRL gegründet.

Am 29. April 2022 haben wir vom ungarischen Registergericht die Nachricht erhalten, dass die Scheidt & Bachmann Hungary Kereskedelmi és Szolgáltató Korlátolt Felelősségű Társaság gemäß unserem Antrag gelöscht wurde.

KONZERN-ANLAGENSPIEGEL zum 31. Dezember 2021

Scheidt & Bachmann GmbH, Mönchengladbach

Anschaffungs-/Herstellungskosten
Stand 31.12.2020
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Werte sowie Lizenzen an an solchen Rechten und Werten 17.807.418,73
2. Firmenwerte aus Kapitalkonsolidierung 12.260.141,25
30.067.559,98
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 38.089.212,08
2. Technische Anlagen und Maschinen 34.413.869,18
3. Andere Anlagen, Betriebs-und Geschäftsausstattung 38.241.208,65
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 2.627.394,30
113.371.684,21
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 1.932.995,86
2. Andere Beteiligungen 5.112,92
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 162.089,67
4. Sonstige Ausleihungen 643.506,78
2.743.705,23
146.182.949,42
Anschaffungs-/Herstellungskosten
Währungsdifferenzen Zugänge Abgänge Umbuchungen Stand 31.12.2021
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Werte sowie Lizenzen an an solchen Rechten und Werten -9.046,44 350.078,21 5.868.294,82 3.420,00 12.283.575,68
2. Firmenwerte aus Kapitalkonsolidierung 0,00 14.863,90 0,00 0,00 12.275.005,15
-9.046,44 364.942,11 5.868.294,82 3.420,00 24.558.580,83
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 68.465,60 1.670.722,50 66.907,18 1.176.209,68 40.937.702,68
2. Technische Anlagen und Maschinen 5.892,16 1.846.152,92 483.473,59 807.589,14 36.590.029,81
3. Andere Anlagen, Betriebs-und Geschäftsausstattung 458.003,69 2.413.056,76 1.985.004,31 488.404,46 39.615.669,25
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 3.633.491,23 2.983,58 -2.476.768,96 3.781.132,99
532.361,45 9.563.423,41 2.538.368,66 -4.565,68 120.924.534,73
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 1.932.995,86
2. Andere Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00 5.112,92
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00 0,00 0,00 0,00 162.089,67
4. Sonstige Ausleihungen 558,67 306,609,65 334.319,82 0,00 616.355,28
558,67 306.609,65 334.319,82 0,00 2.716.553,73
523.873,68 10.234.975,17 8.740.983,30 -1.145,68 148.199.669,29
kumulierte Abschreibungen
Stand 31.12.2020
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Werte sowie Lizenzen an an solchen Rechten und Werten 17.232.021,03
2. Firmenwerte aus Kapitalkonsolidierung 11.460.141,25
28.692.162,28
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 19.735.697,46
2. Technische Anlagen und Maschinen 22.979.449,77
3. Andere Anlagen, Betriebs-und Geschäftsausstattung 31.383.521,32
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00
74.098.668,55
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen -634.478,66
2. Andere Beteiligungen 0,00
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00
4. Sonstige Ausleihungen 18.608,02
-615.870,64
102.174.960,19
kumulierte Abschreibungen
Währungsdifferenzen Zugänge Abgänge Zuschreibungen Umbuchungen Stand 31.12.2021
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Werte sowie Lizenzen an an solchen Rechten und Werten -10.466,95 517.654,85 5.810.464,48 0,00 0,00 11.928.744,45
2. Firmenwerte aus Kapitalkonsolidierung 0,00 814.863,90 0,00 0,00 0,00 12.275.005,15
-10.466,95 1.332.518,75 5.810.464,48 0,00 0,00 24.203.749,60
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 40.104,39 992.458,33 18.653,11 0,00 0,00 20.749.607,07
2. Technische Anlagen und Maschinen 9.737,49 3.453.905,95 391.642,66 115.979,66 7.605,83 25.943.076,72
3. Andere Anlagen, Betriebs-und Geschäftsausstattung 378.351,22 3.289.877,79 1.878.470,58 -115.979,66 -11.448,19 33.277.811,22
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 51.337,55 -2.691,76 0,00 0,00 54.029,31
428.193,10 7.787.579,62 2.286.074,59 0,00 -3.842,36 80.024.524,32
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 0,00 15.718,19 0,00 869.991,14 0,00 -1.488.751,61 *
2. Andere Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
4. Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 282,99 0,00 0,00 18.325,03
0,00 15.718,19 282,99 869.991,14 0,00 -1.470.426,58
417.726,15 2.135.816,56 8.096.822,06 862.991,14 -3.842,36 102.757.847,34
Restbuchwerte
Stand 31.12.2021 Stand 31.12.2020
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Werte sowie Lizenzen an an solchen Rechten und Werten 354.831,23 575.397,70
2. Firmenwerte aus Kapitalkonsolidierung 0,00 800.000,00
354.831,23 1.375.397,70
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 20.188.095,61 18.353.514,62
2. Technische Anlagen und Maschinen 10.646.953,09 11.434.419,41
3. Andere Anlagen, Betriebs-und Geschäftsausstattung 6.337.858,03 6.857.687,33
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 3.727.103,68 2.627.394,30
40.900.010,41 39.273.015,66
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 3.421.747,47 2.567.474,52
2. Andere Beteiligungen 5.112,92 5.112,92
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 162.089,67 162.089,67
4. Sonstige Ausleihungen 598.030,25 624.898,76
4.186.980,31 3.359.575,87
45.441.821,95 44.007.989,23

* inkl. Abschreibung aktiver Unterschiedsbetrag

KONZERN-VERBINDLICHKEITENSPIEGEL zum 31. Dezember 2021

Scheidt & Bachmann GmbH, Mönchengladbach

RESTLAUFZEITEN
bis zu einem Jahr zwischen einem und fünf Jahren von mehr als fünf Jahren
31.12.2021 31.12.2020 31.12.2021 31.12.2020 31.12.2021 31.12.2020
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 7.504.401,90 8.895.617,84 17.750.000,00 23.875.000,00 7.250.000,00 2.500.000,00
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 89.399.851,92 66.295.824,90 0,00 0,00 0,00 0,00
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 13.134.253,25 12.497.850,93 0,00 2.131,88 0,00 0,00
4. Sonstige Verbindlichkeiten 11.725.935,49 12.801.552,64 714.114,00 422.460,47 0,00 0,00
davon aus Steuern (5.966.714,20) (7.976.608,56) (0,00) (0,00) (0,00) (0,00)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit (1.279.891,24) (1.179.589,31) (0,00) (0,00) (0,00) (0,00)
davon gegenüber Gesellschaftern (97.077,23) (107.039,36) (0,00) (0,00) (0,00) (0,00)
121.764.442,56 100.490.846,31 18.464.114,00 24.299.592,35 7.250.000,00 2.500.000,00
GESAMTBETRAG
Gesamtbetrag
31.12.2021 31.12.2020
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 32.504.401,90 35.270.617,84
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 89.399.851,92 66.295.824,90
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 13.134.253,25 12.499.982,81
4. Sonstige Verbindlichkeiten 12.440.049,49 13.224.013,11
davon aus Steuern (5.966.714,20) (7.976.608,56)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit (1.279.891,24) (1.179.589,31)
davon gegenüber Gesellschaftern (97.077,23) (107.039,36)
147.478.556,56 127.290.438,66

Gewinnverwendung

Die Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, aus dem Bilanzgewinn der Scheidt & Bachmann GmbH zum 31. Dezember 2021 eine Gewinnausschüttung in Höhe von € 12.064.296,00 an die Gesellschafter sowie eine Dotierung der Gewinnrücklagen in Höhe von € 5.000.000,00 vorzunehmen. Der verbleibenden Bilanzgewinn in Höhe von € 7.129.126,70 auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Mönchengladbach, den 25. Mai 2022

Die Geschäftsführung

gez. Dr. Norbert Miller

gez. Heinrich Laumen

gez. Matthias Augustyniak

gez. Martin Kammler

gez. Uwe Brünner

gez. Jörg Heilingbrunner

gez. Dr. Michael Lenders

gez. Andreas Räschmeier

KONZERNKAPITALFLUSSRECHNUNG für das Geschäftsjahr 2021

Scheidt & Bachmann GmbH, Mönchengladbach

2021 2020 Veränderung
T€ T€ T€ %
Laufende Geschäftstätigkeit
Konzernjahresüberschuss + 23.548 + 22.461 + 1.087
+ Abschreibungen auf Firmenwert + 815 + 1.411 - 596
+ Abschreibungen auf übriges Anlagevermögen + 8.305 + 8.478 - 173
- Zuschreibungen auf Anlagevermögen - 870 - 3 - 867
- Gewinn/Verlust aus Anlagenabgänge (Saldo) + 49 - 88 + 137
-/+ Veränderung von Wertberichtigungen - 3.373 + 940 - 4.313
+/- Latente Steuern + 1.182 + 1.696 - 514
+ Zunahme der Pensionsrückstellungen + 1.401 + 290 + 1.111
- Abnahme der sonstigen langfristigen Rückstellungen - 484 - 177 - 307
+/- Sonstige zahlungsunwirksame Veränderungen +912 -467 + 1.379
Brutto-Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit + 31.485 + 34.541 - 3.056 -8,8
Veränderung Netto-Umlaufvermögen
- Zunahme der Vorräte - 28.844 - 4.051 - 24.793
-/+ Zu-/Abnahme der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände - 2.572 + 16.760 - 19.332
+ Abnahme der Wertpapiere des UV + 2.503 + 5.486 - 2.983
+ Zunahme der kurzfristigen Rückstellungen + 14.460 + 5.084 + 9.376
+ Zunahme der Verbindlichkeiten + 24.132 + 22.170 + 1.962
Veränderung Netto-Umlaufvermögen + 9.679 + 45.449 - 35.770 -78,7
Cashflow nach Veränderung Netto-Umlaufvermögen + 41.164 + 79.990 - 38.826 -48,5
Investitionstätigkeit
+ Einzahlungen aus Abgängen von Anlagevermögen + 501 + 776 - 275
- Auszahlungen für Investitionen in das Anlagevermögen - 10.235 - 8.976 - 1.259
Cashflow aus Investitionstätigkeit - 9.734 - 8.200 - 1.534 18,7
Finanzierung
+/- Ein-/Auszahlungen aus der Aufnahme/Tilgung von Bankdarlehen (Saldo) - 2.766 + 1.386 - 4.152
- Ausschüttungen an die Gesellschafter - 13.617 - 7.252 - 6.365
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit - 16.383 - 5.866 - 10.517 179,3
Zahlungsmittelwirksame Veränderungen des Finanzmittelbestands + 15.047 + 65.924 - 50.877
Finanzmittelbestand am Anfang des Jahres + 176.533 + 110.609 + 65.924
Liquide Mittel am Ende des Jahres + 191.580 + 176.533 + 15.047 8,5

Zusammensetzung der Finanzmittel:

2021 2020 Veränderung
T€ T€ T€ %
Kassenbestand und Guthaben Kreditinstitute 191.580 176.533 + 15.047 8,5

KONZERN-EIGENKAPITALSPIEGEL für die Zeit vom 31. Dezember 2019 bis 31. Dezember 2021

Scheidt & Bachmann GmbH, Mönchengladbach

Gezeichnetes Kapital Erwirtschaftetes Konzerneigenkapital Währungskursdifferenzen nicht beherrschende Anteile Konzerneigenkapital
T€ T€ T€ T€ T€
Stand am 31.12.2019 20.475 145.959 631 -468 166.597
Änderung des Konsolidierungskreises 468 468
Konsolidierungbuchungen 0
Währungskursdifferenzen 0
Eigenkapital laufendes Jahr -936 -936
Ausschüttung S&B -7.252 -7.252
Konzernjahresüberschuss 2020 22.461 22.461
Stand am 31.12.2020 20.475 161.168 -305 0 181.338
Änderung des Konsolidierungskreises 0
Konsolidierungbuchungen 0
Währungskursdifferenzen
Eigenkapital laufendes Jahr 912 912
Ausschüttung S&B -13.617 -13.617
Konzernjahresüberschuss 2021 23.548 23.548
Stand am 31.12.2021 20.475 171.099 607 0 192.181

KONZERNLAGEBERICHT für das Geschäftsjahr 2021

Scheidt & Bachmann GmbH, Mönchengladbach

Vorbemerkung

Der Lagebericht der Scheidt & Bachmann GmbH und der Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2021 sind nach § 315 Abs. 3 in Verbindung mit § 298 Abs. 3 HGB zusammengefasst. Der Jahresabschluss der Scheidt & Bachmann GmbH und der zusammengefasste Lagebericht werden zeitgleich im Bundesanzeiger offengelegt.

Die nachstehenden Ausführungen beziehen sich in erster Linie auf die Scheidt & Bachmann Gruppe. Soweit erforderlich wird auf die Scheidt & Bachmann GmbH gesondert eingegangen.

1. Grundlagen des Konzerns

a.) Geschäftsmodell des Konzerns / Unternehmens

Der Konzern entwickelt, produziert und vertreibt Systemlösungen auf den Märkten für Signalling Systems (SIGNALLING), Parking Solutions (PS), Fare Collections Systems (FCS) sowie Fuel Retail Solutions (FRS).

Im Mittelpunkt der Geschäftstätigkeit steht die Systementwicklung mit der Erstellung umfangreicher Softwarepakete. Die dabei je Geschäftsbereich vom Unternehmen konzipierte Softwarestruktur bietet - ausgehend von einer geschützten Kern-Architektur, die ein Maximum an Stabilität garantiert - eine hohe Flexibilität bei der Erweiterung eines Systems um neue Funktionen und damit einen hohen Anwendernutzen.

Der Scheidt & Bachmann-Konzern umfasst eine Gruppe von 34 nationalen und internationalen Gesellschaften (einschließlich der Muttergesellschaft), die unter Führung der Scheidt & Bachmann GmbH stehen. Im Konsolidierungskreis befinden sich zwei Gesellschaften von nachrangiger Bedeutung. Als wesentliche Beteiligungen außerhalb des Konsolidierungskreises sind die Beteiligung an der Schenk Systeme AG, der Parktech Finland Oy sowie der entervo-access GmbH zu nennen.

Die Konzerngesellschaften (einschließlich Muttergesellschaft) sind:

National:

Scheidt & Bachmann GmbH

Scheidt & Bachmann Signalling Systems GmbH

Scheidt & Bachmann Parking Solutions GmbH

Scheidt & Bachmann Fare Collection Systems GmbH

Scheidt & Bachmann Fuel Retail Solutions GmbH

evopark GmbH

Scheidt & Bachmann loT Solutions GmbH

Scheidt & Bachmann Parking Solutions Germany GmbH

Scheidt & Bachmann Service GmbH

Scheidt & Bachmann System Service GmbH

Scheidt & Bachmann System Technik GmbH

International:

AVISTA Sp.z o.o.

Scheidt & Bachmann Belgien

Scheidt & Bachmann Canada Inc.

Scheidt & Bachmann France S.A.S.

Scheidt & Bachmann Hungary Kft.

Scheidt & Bachmann Iberica S.L.U.

Scheidt & Bachmann Ireland Ltd.

Scheidt & Bachmann Israel Ltd.

Scheidt & Bachmann Maghreb S.A.R.L.

Scheidt & Bachmann Nederland B.V.

Scheidt & Bachmann Österreich GmbH

Scheidt & Bachmann Parkeersystemen B.V.

Scheidt & Bachmann Parking Solutions Österreich GmbH

Scheidt & Bachmann Polska Spólka z.o.o.

Scheidt & Bachmann Rus, LLC

Scheidt & Bachmann Schweiz GmbH

Scheidt & Bachmann Slovensko s.r.o.

Scheidt & Bachmann Sverige AB

Scheidt & Bachmann UK Ltd.

Scheidt & Bachmann Ukraine, LLC

Scheidt & Bachmann USA Inc.

Sonstige:

Gesellschaft für Apparate mechanischer Art GAMA mbH

mcity GmbH

b.) Ziele und Strategien

b1.) Allgemeine Zielsetzung

Zentrales Ziel der Scheidt & Bachmann Gruppe ist das kontinuierliche und profitable Wachstum aller Unternehmensbereiche. In unseren aktiven Märkten streben wir eine Marktposition mindestens unter den ersten drei Anbietern an.

Wir machen uns zur Aufgabe, den Kundennutzen unserer Systemlösungen klar zu vermitteln, Neukunden zu gewinnen und international zu wachsen.

Unser Geschäftsmodell, basierend auf Erweiterung der Kundenbasis durch Neuinstallation, der Lieferungen von neuen Softwarelösungen sowie der Ausweitung von Service-Leistungen von allen S&B Systemlösungen ist Grundlage für dieses Wachstum.

Ein wesentliches Unternehmensziel zum Erhalt und Ausbau des Unternehmenswertes ist die Aufrechterhaltung der internationalen Wettbewerbsfähigkeit und damit verbunden die Erschließung konkurrenzfähiger Kostenstrukturen.

Hierbei spielen die Tochtergesellschaften eine ganz wesentliche Rolle. Grundsätzlich sind zwei Zielrichtungen mit der Gründung von Tochtergesellschaften verbunden:

Gesellschaften für Vertrieb/Projektierung und Service (Aufgaben, die langfristig erfolgreich nur vor Ort ausgeführt werden können),

Gesellschaften zur Erschließung wirtschaftlicher Ressourcen (Nutzung des internationalen Kostengefälles).

b2.) Gesetz für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen (in Kraft getreten 1. Mai 2015)

Aus der Anwendung des oben genannten Gesetzes ergibt sich für die Scheidt & Bachmann GmbH die Verpflichtung, Zielgrößen zur Erhöhung des Frauenanteils und Fristen zu deren Erreichung in Aufsichtsrat, Geschäftsführung und den oberen Managementebenen festzulegen.

Dabei ist aus Sicht der Gesellschafter der Scheidt & Bachmann GmbH das Unternehmen im besonderen Maße darauf angewiesen, die Führungskräfte für sich zu gewinnen, die neben den fachlichen Qualifikationen auch die menschlichen und persönlichen Voraussetzungen mitbringen, um im Umfeld eines Familienunternehmens richtungsgebende Akzente zur weiteren Unternehmensentwicklung beitragen zu können.

Es ist der ausdrückliche Wunsch der Gesellschafter*innen, dass dieser Grundsatz unverändert bei der Besetzung von Führungspositionen innerhalb der Scheidt & Bachmann GmbH und den im Rahmen einer Ausgliederung in 2021 entstandenen selbständigen operativen Bereichsobergesellschaften zur Anwendung kommt. Denn nur so kann sichergestellt werden, dass Scheidt & Bachmann als Familienunternehmen fortbestehen kann.

Die Gesellschafter*innen der Scheidt & Bachmann GmbH haben sich dafür ausgesprochen, keine von dem bisherigen Status Quo abweichenden Zielgrößen für den Frauenanteil im Aufsichtsrat und in der Geschäftsführung der Scheidt & Bachmann GmbH festzulegen.

Die Geschäftsführung der Scheidt & Bachmann GmbH wiederum hat für die beiden folgenden Führungsebenen F2 und F3 (konsolidiert für die Gesellschaften Scheidt & Bachmann GmbH, Scheidt & Bachmann Signal- ling Systems GmbH, Scheidt & Bachmann Parking Solutions GmbH, Scheidt & Bachmann Fare Collection Systems GmbH und Scheidt & Bachmann Fuel Retail Solutions GmbH) folgende Zielgrößen festgelegt.

Führungsbene Anzahl 31.12.2021 davon weiblich Frauenanteil 31.12.2021 Zielgröße Juni 2023
F2 25 1 3,8 % 10,0 %
F3 84 7 8,3 % 10,0 %

c.) Steuerungssystem

Wesentliches Steuerungssystem der Gruppe ist die 5-Jahresplanung.

Wesentliche Kernelemente der 5-Jahresplanung sind die vom jeweiligen Geschäftsbereich erarbeiteten Planungsrechnungen. Hierbei wird jeweils unter Berücksichtigung der eigenen Kernkompetenzen ausgehend von allgemeinen Analysen der Markt- und Wettbewerbssituationen sowie der Produktphilosophie eine detaillierte Planung der einzelnen Jahre des Betrachtungszeitraums vorgenommen.

d.) Forschung und Entwicklung

Die Gesellschaft betreibt umfangreiche Entwicklungsarbeiten, insbesondere im Bereich der Neuentwicklungen, der permanenten Verbesserungen der Prozesssicherheit, der Energieeffizienz sowie dem Umweltschutz.

Zur Umsetzung dieser Arbeiten beschäftigt die Scheidt & Bachmann-Gruppe ca. 559 Mitarbeiter und Freelancer (ca. 18 % der Gesamtmitarbeiterzahl) im Bereich der Entwicklung. In den vergangenen Jahren wurde die Erbringung dieser Entwicklungsleistungen konsequent weiter auf mehrere Länder verteilt. Dadurch wurden neue Arbeitsmärkte mit anderen Kostenstrukturen erschlossen und die Abhängigkeit vom Arbeitsmarkt Deutschland begrenzt. Neben Deutschland werden die Entwicklungsleistungen in der Slowakei, Ukraine und Tunesien erbracht. Trotz des schwierigen wirtschaftlichen Umfelds werden die Entwicklungsleistungen auf dem hohen Niveau bleiben.

2. Wirtschaftsbericht

a.) Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen mit Ausblick auf 2021

Die Weltwirtschaft hat sich nach dem kräftigen Anstieg der Produktion im Sommer auch im Winterhalbjahr 2021 weiter erholt, obwohl die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus stark zunahm und die Eindämmungsmaßnahmen in vielen Ländern erneut verschärft wurden. Industrieproduktion und Welthandel haben sich bereits fast vollständig erholt und scheinen von der zweiten Welle der Pandemie kaum beeinträchtigt gewesen zu sein. Auf der Basis von Kaufkraftparitäten wird für die Weltproduktion im Jahr 2021 eine Steigerung um 6,7 Prozent prognostiziert.

Der Krieg in der Ukraine belastet die Weltwirtschaft in 2022 in einer Phase, in der die Inflation bereits stark gestiegen ist und die US-Notenbank das Ende der extrem expansiven Geldpolitik eingeläutet hat. Höhere Rohstoffpreise treiben die Inflation zusätzlich an und führen zusammen mit den Auswirkungen der Sanktionen auf Transportzeiten und Produktionsketten voraussichtlich dazu, dass Lieferengpässe die Produktion in den kommenden Monaten wieder stärker hemmen werden. Wir haben unsere Prognose für die Expansion der Weltproduktion (auf der Basis von Kaufkraftparitäten) von 4,5 % deutlich auf 3,5 % abgesenkt. Dennoch sind die konjunkturellen Auftriebskräfte beträchtlich, da die Corona-Pandemie die Weltwirtschaft in immer geringerem Maße beeinträchtigen wird. Covid-19 bleibt aber neben den Unwägbarkeiten im Zusammenhang mit dem Ukrainekonflikt ein gewichtiges Risiko für die Weltwirtschaft, vor allem, wenn Maßnahmen zur Eindämmung der Omikron-Variante die Produktion in China empfindlich beeinträchtigen sollten.

Die Erholung der deutschen Wirtschaft wurde in 2021 abermals ausgebremst. Das Infektionsgeschehen im Winterhalbjahr hemmt wie in früheren Wellen besonders die Aktivität in den kontaktintensiven Dienstleistungsbranchen. Im Ergebnis hat dies zu einem Rückgang bei den privaten Konsumausgaben geführt.

Durch den Krieg in der Ukraine wird die deutsche Wirtschaft abermals heftigem Gegenwind ausgesetzt. Er wird zu hohen Rohstoffpreisen, neuen Lieferengpässen und schwindenden Absatzmöglichkeiten führen. Die hohen Rohstoffpreise verringern die Kaufkraft der verfügbaren Einkommen und dämpfen damit den privaten Konsum. Zudem belasten zusätzliche Lieferengpässe die Industrie spürbar. Schließlich verschlechtern sich zumindest vorübergehend die Absatzmöglichkeiten aufgrund der Sanktionen sowie der durch den Krieg gestiegenen Unsicherheit. All dies trifft die Wirtschaft in einer Phase, in der die dämpfenden Einflüsse der Pandemie nachlassen und eine kräftige Erholung angelegt war. Die starken Auftriebskräfte - hohe aufgestaute Kaufkraft bei den privaten Haushalten und dicke Auftragspolster der Industrie - federn die Schockwellen aus dem Krieg in der Ukraine ab. Im Ergebnis dürfte sich die Erholung in 2022 fortsetzen, allerdings in spürbar langsamerem Tempo als im Winter 2021 noch erwartet. Insgesamt wird nun mit einem Anstieg des Bruttoinlandsprodukts von 2,1 Prozent für das Jahr 2022 und von 3,5 Prozent für das Jahr 2023 gerechnet. Die Inflation dürfte in 2022 mit 5,8 Prozent so hoch ausfallen wie noch nie im wiedervereinigten Deutschland. Selbst wenn die Rohstoffpreise nicht mehr weiter steigen und die Lieferengpässe allmählich nachlassen, wird die Inflation auch im Jahr 2023 mit 3,4 Prozent hoch bleiben, auch weil die jüngsten Erzeugerpreisanstiege erst nach und nach bei den Verbrauchern ankommen. Während der Krieg auf dem Arbeitsmarkt kaum Spuren hinterlässt, werden die öffentlichen Ausgaben steigen, so dass die Haushaltsdefizite länger auf erhöhten Niveaus verharren.

[Quelle: Institut für Weltwirtschaft (IfW) Kiel, Konjunkturbericht Nr. 81, 86, 87 und 90]

b.) Geschäftsverlauf 2021

Der Lagebericht der Scheidt & Bachmann GmbH und der Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2021 sind nach § 315 Abs. 3 in Verbindung mit § 298 Abs. 3 HGB zusammengefasst. Der Jahresabschluss der Scheidt & Bachmann GmbH und der zusammengefasste Lagebericht werden zeitgleich im Bundesanzeiger offengelegt.

Die nachstehenden Ausführungen beziehen sich in erster Linie auf die Scheidt & Bachmann Gruppe. Soweit erforderlich wird auf die Scheidt & Bachmann GmbH gesondert eingegangen.

Die Scheidt & Bachmann Gruppe hat sich gegenüber dem Vorjahr positiv entwickelt.

b1.) Umsatz

Die Scheidt & Bachmann Gruppe lag mit einer Umsatzleistung in Höhe von 431,4 Mio € um 24,1 Mio € über dem Vorjahreswert, was einem Anstieg von 5,9 % entspricht.

Dabei stellte sich der Inlandsmarkt weiterhin sehr stabil dar. Der nach wie vor sehr bedeutende Export lag im Jahr 2021 mit 52,5 % etwas unter dem Vorjahresniveau (56,6 %).

b2.) Personal

Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl ist mit insgesamt 3.109 im Vergleich zum Jahr 2020 um 23 Mitarbeiter (ca. 1%) gestiegen, wobei dem heutigen Kerngeschäft folgend, die Personalmaßnahmen im Wesentlichen auf die Bereiche Projektmanagement/Entwicklung/Produktmanagement/Service ausgerichtet sind.

Aufgrund der demographischen Entwicklung in Deutschland wird es eine der wichtigsten Herausforderungen sein, ausreichend qualifiziertes Personal zu gewinnen und im Unternehmen zu halten. Diesem Risiko vorbeugend baut Scheidt & Bachmann neben der traditionellen innerbetrieblichen Berufsausbildung und dem erweiterten Angebot an technischen und kaufmännischen dualen Studiengängen auf eine enge Kooperation mit Hochschulen sowie verstärkte Netzwerkaktivitäten im Bereich Schule und Wirtschaft.

Zukünftig wird die Positionierung von Scheidt & Bachmann als attraktiver Arbeitgeber eine entscheidende Rolle spielen. Durch gezielte Personalentwicklungsmaßnahmen, moderne Arbeitsbedingungen, zeitgemäße Entlohnungsformen und Handlungs- und Entscheidungsfreiheiten sollen Mitarbeiter (vorhandene und neue) an das Unternehmen gebunden werden.

b3.) Ergebnis

Der Konzernjahresüberschuss in Höhe von 23,5 Mio. € liegt 1,0 Mio. € über dem Vorjahr (22,5 Mio. €).

c.) Lage: Ertragslage, Vermögens- und Finanzlage

Die Scheidt & Bachmann Gruppe hat sich im Geschäftsjahr 2021 erfolgreich am Markt behauptet.

Die gesteckten Ziele beim Umsatz und Ergebnis konnten 2021 erreicht werden. Das Unternehmen verfügt nach wie vor über eine gute Eigenkapitalausstattung. Die Eigenkapitalquote liegt unverändert auf hohem Niveau. Zusammen mit einer weiter soliden finanziellen Basis ist Scheidt & Bachmann damit sehr gut aufgestellt, um den nach wie vor bestehenden Risiken der Gesamtwirtschaft erfolgreich zu begegnen.

c1.) Ertragslage

Der Umsatz in 2021 in Höhe von 431,4 Mio. € lag über Vorjahresniveau (407,3 Mio. €). Bei den Materialien und bezogenen Leistungen zeigt sich gegenüber dem Vorjahr ein Zuwachs von 11,3 Mio. €. Absolut liegt das Rohergebnis im Jahre 2021 um ca. 13,3 Mio. € über dem Ergebnis des Vorjahres, bezogen auf die Gesamtleistung macht es 68,5 % nach 69,3 % im Vorjahr aus.

Der Saldo aus sonstigen Betriebserträgen und sonstigen Betriebsaufwendungen ist im Vergleich zum Jahr 2020 um 14,2 % gestiegen.

Das Zinsergebnis hat sich gegenüber dem Vorjahr um rd. 0,7 Mio € verschlechtert. Das Ergebnis aus Beteiligungen an assoziierten Unternehmen lag 1,2 Mio € über Vorjahresniveau.

c2.) Vermögens- und Finanzlage

Die Bilanzsumme wurde gegenüber dem Vorjahr von 397,1 Mio. € um 47,5 Mio. € auf 444,6 Mio. € aufgebaut.

Der Anteil des Anlagevermögens am Gesamtvermögen liegt mit 10,2 % leicht unter dem entsprechenden Vorjahresniveau.

Das Vorratsvermögen wurde um insgesamt 28,8 Mio. € aufgebaut. Die Lieferungsforderungen haben um insgesamt 3,7 Mio. € zugenommen und die Forderungen gegen assoziierte Unternehmen haben sich um 0,4 Mio. € erhöht. Die sonstigen Vermögensgegenstände haben dagegen um 1,3 Mio. € abgenommen.

Mit einem Gesamtvolumen von 192,2 Mio. € und einer Eigenkapitalquote von 43,2 % ist die Eigenkapitalbasis weiterhin sehr solide.

Das kurzfristige Fremdkapital hat insgesamt um rd. 35,6 Mio. € zugenommen.

Mit 191,6 Mio. € liquiden Mitteln (ohne langfristige Anlagen) und einem Anteil von 43,1 % am Gesamtvermögen ist nach wie vor eine sehr stabile Finanzierung gegeben.

Der erwirtschaftete Brutto-Cashflow vor Änderung des Nettoumlaufvermögens von 31,5 Mio. € liegt 3,0 Mio. € unter dem Niveau des Vorjahres.

c3.) Investitionen

Im Bereich des bilanziellen Anlagevermögens betreffen die wesentlichen Erweiterungsinvestitionen das heutige Kerngeschäft (Technik, Projektierung und After-Sales-Service). Daneben werden weiterhin Ersatzbeschaffungen für ausgewählte Technologiegruppen in der Produktion getätigt.

c4.) Liquidität

Die Finanzierung der laufenden Geschäfte sowie die Durchführung der geplanten Investitionen waren zu jederzeit sichergestellt. Neben den vorhandenen liquiden Mitteln, stehen ausreichend verbindliche und derzeit nicht in Anspruch genommene Kreditzusagen zur Verfügung. Die finanzielle Lage der Gruppe ist somit als ausgesprochen gut einzustufen.

c5.) Scheidt & Bachmann GmbH

In 2021 wurde die Ausgliederung des operativen Kundenendgeschäftes der Geschäftsbereiche Signalling Systems, Parking Solutions, Fare Collection Systems und Fuel Retail Solutions aus der Scheidt & Bachmann GmbH in vier eigenständige GmbHs beschlossen und umgesetzt. Dadurch wurden neben allen Kundenbeziehungen insbesondere auch die in den Geschäftsbereichen tätigen Mitarbeitern*innen in die operativen GmbHs der Geschäftsbereiche überführt.

Zukünftig erbringt die Scheidt & Bachmann GmbH für die operativen Geschäftsbereiche Dienstleistungen im Bereich der Produktion (u.a. Fertigung, QS, Materialwirtschaft, Versand) und der zentralen Dienste (u.a. Personal, IT, Finanzbuchhaltung, Controlling, Versicherungen). Dadurch ist ein Vergleich mit den Vorjahreswerten nur bedingt aussagekräftig.

Die Scheidt & Bachmann GmbH konnte im abgelaufenen Geschäftsjahr Umsätze in Höhe von 150,5 Mio. € erzielen nach 290,4 Mio. € im Vorjahr.

Der Einsatz an Materialien und bezogenen Leistungen liegt mit 65,0 Mio. €, 63,0 Mio. € unter Vorjahresniveau (128,1 Mio. €). Bezogen auf die Gesamtleistung von 150,7 Mio. € liegt das Rohergebnis von 85,7 Mio. € bei 56,9 % (Vorjahr 56,8 %). Die Personalaufwendungen sind um 48,2 Mio. € gesunken. Die sonstigen Betriebsaufwendungen haben um 33,8 Mio. € im Vorjahresvergleich abgenommen.

Die Beteiligungserträge sind in 2021 um 2,8 Mio. € auf 3,8 Mio. € zurückgegangen und die sonstigen Finanzerträge um 0,1 Mio. €. Durch die um 1,0 Mio. € niedrigeren Abschreibungen auf Finanzanlagen und Wertpapiere des Umlaufvermögens sowie dem um 0,1 Mio. € höheren sonstigem Finanzaufwand ist das Finanzergebnis um 2,1 Mio. € geringer als im Vorjahr.

Der Jahresüberschuss der GmbH wird zum Stichtag mit 17,2 Mio. € (Vorjahr: 19,7 Mio. €) ausgewiesen.

Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl ist bedingt durch die Ausgliederung der Geschäftsbereicht um 622 gegenüber dem Vorjahr zurückgegangen und beträgt 606.

Die Bilanzsumme hat sich bei der Scheidt & Bachmann GmbH um rd. 42,3 Mio. € oder 12,4 % verringert. Das Anlagevermögen ist insgesamt um 0,5 Mio. € zurückgegangen sowie das Umlaufvermögen (insbesondere Vorräte und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen) um 42,3 Mio. € stieg.

Das Eigenkapital weist ein Gesamtvolumen von 167,1 Mio. € aus und entspricht einer Eigenkapitalquote von 55,7 % nach 47,1 % im Vorjahr. Das mittel- und langfristige Fremdkapital ist um rd. 0,1 % gestiegen während das kurzfristige Fremdkapital um 33 % gesunken ist.

Der erwirtschaftete Brutto-Cashflow vor Änderung des Nettoumlaufvermögens belief sich auf 21,6 Mio. € nach 27,2 Mio. € in 2020.

c6.) Ausblick 2022

Der russische Überfall auf die Ukraine vom 24. Februar 2022 wirkt sich direkt auf die Menschen in der Ukraine sowie auf die Weltwirtschaft aus, wobei die von den westlichen Staaten verhängten Sanktion die Auswirkungen noch verstärken. Die genauen Auswirkungen auf die Weltkonjunktur können derzeit nur vage geschätzt werden. Sie werden insbesondere davon abhängen, wie lange diese Kriegssituation noch anhält und welche Situation wir nach der Beendigung vorfinden.

Direkt nach Beginn des Angriffskrieges stand für uns das Leben unserer Mitarbeiter*innen und deren Familien in der Ukraine und der Umgang mit unseren russischen Mitarbeitern*innen im Vordergrund. Wir haben umfangreiche Maßnahmen initiiert, um unsere Mitarbeiter*innen und deren Familien in der Ukraine in Sicherheit zu bringen und mit dem Nötigsten zu versorgen. In speziell eingerichteten Chat-Gruppen erkundigen wir uns zweimal täglich über den Gesundheitszustand unserer Mitarbeiter*innen.

Wirtschaftlich werden uns die Folgen des russischen Angriffskrieges in zweierlei Hinsicht treffen:

Die S&B-Gruppe erwirtschaftet jährlich einen Umsatz im unteren einstelligen Millionenbereich mit Kunden in Russland. Solange der Angriffskrieg andauert, wird S&B keine Kunden in Russland beliefern. Je nachdem wie sich die Situation nach Beendigung des Krieges darstellt, könnte dies im schlimmsten Fall bedeuten, dass der russische Markt von S&B dauerhaft nicht mehr bedient werden wird.

Viel gravierendere Auswirkungen werden allerdings die durch den Krieg und den verhängten Sanktionen sprunghaft gestiegenen Material- und Energiepreise für die Weltwirtschaft haben. Eine erste Abschätzung hat ergeben, dass S&B in 2022 mit Mehrbelastungen im mittleren einstelligen Millionenbereich rechnen muss. Darüber hinaus kann derzeit nicht ausgeschlossen werden, dass es aufgrund von Versorgungsengpässen im Energiebereich zu einer Beeinträchtigung der Produktionstätigkeiten kommen kann.

Wir analysieren die Entwicklungen laufend und werden alle erforderlichen Maßnahmen ergreifen, um die wirtschaftliche Entwicklung der S&B-Gruppe positiv zu beeinflussen.

Die Auftragsbücher weisen zum 1.1.2022 einen Bestand von 680,8 Mio. € auf. Aufgrund der oben beschriebenen Auswirkungen erwarten wir eine Umsatz- und Ergebnisentwicklung unter dem Niveau der Vorjahre.

3. Prognosen-, Chancen und Risikobericht

Wesentliche Chancen liegen in der erfolgreichen Positionierung unseres Unternehmens als Anbieter in den Märkten für qualitativ hochwertige Systemlösungen in den jeweiligen Geschäftsbereichen.

Zur Nutzung dieser Chancen und zur Bewältigung der vielfältigen internen und externen Risikogruppen besteht bei der Scheidt & Bachmann-Gruppe ein Risikomanagementsystem, das so ausgelegt ist, dass Risiken möglichst frühzeitig erkannt und identifiziert werden können. Das Risikomanagementsystem ist integraler-Bestandteil des gesamten Planungs-, Steuerungs- und Berichterstattungsprozesses. Hierbei kommt dem Controlling eine wesentliche Bedeutung zu. Durch ein transparentes Berichtswesen werden frühzeitig Abweichungen bei wesentlichen Eckdaten erkannt, so dass notwendige Maßnahmen eingeleitet bzw. durchgeführt werden können. Mit einer regelmäßigen Berichterstattung an Geschäftsführung und Aufsichtsrat ist sichergestellt, dass die Entscheidungsträger umfassend über die Unternehmensentwicklung informiert sind.

Trotz derartiger Maßnahmen können Risiken nicht vollständig ausgeschlossen werden. Wesentliche Einzelrisiken werden im Folgenden beschrieben:

Technologische Differenzierungpotentiale bzw. Alleinstellungsmerkmale

Eine nachhaltige und glaubhafte Positionierung im Markt setzt voraus, dass wesentliche Eigenschaften der Geräte und Anlagen im Wettbewerbsvergleich positiv beurteilt werden. Sollte dieses über einen längeren Zeitraum nicht überzeugend gelingen, besteht das Risiko, dass sich dies auf erzielbare Preise und Absatzpotenziale negativ auswirkt. Im Entwicklungsbereich besteht das Risiko, dass nicht genügend Ressourcen zur Verfügung stehen, um technische Differenzierungspotenziale nachhaltig zu generieren. Produkte, Märkte sowie insbesondere erforderliche Mitarbeiter werden daher von Scheidt & Bachmann im Rahmen langfristiger Planungen abgeglichen.

Scheidt & Bachmann konzentriert sich dabei auf Technikbereiche, die dem Kunden Mehrwert bieten und Differenzierungspotenziale eröffnen.

Beschaffungskonditionen und Materialverfügbarkeit

Hierbei besteht das Risiko, dass zukünftige Kostensenkungen auf der Einkaufsseite nicht ausreichen, um die negativen Effekte geringerer Verkaufspreise auszugleichen oder Kostenerhöhungen nicht an den Markt weitergegeben werden können. Ebenso können Volatilitäten bei den Rohstoffen, z.B. Nickel, Kupfer und Öl, oder eine Allocation-Situation (temporäre Verknappung des Angebots) die Kostenseite und/oder die Lieferfähigkeit beeinflussen. Scheidt & Bachmann begegnet dieser Problematik durch konsequente Bündelung von Volumen auf Schlüssellieferanten, Reduktion der Teilevielfalt und der Weiterentwicklung elektronischer Beschaffungssysteme.

Produktqualität und Haftungsrisiken

Die erfolgreiche und nachhaltige Positionierung am Markt setzt ein hohes Qualitätsniveau voraus. Dabei gelten für die Zuverlässigkeit und Sicherheit der Produkte hohe Standards. Sollten diese Standards verfehlt werden, besteht das Risiko, dass der Name Scheidt & Bachmann Schaden nimmt und sich dies nachhaltig auf die Ertragskraft der Gesellschaft auswirkt.

Scheidt & Bachmann überwacht ständig die Qualität ihrer Produkte und analysiert das Qualitätsniveau der im Markt befindlichen Geräte und Anlagen.

Finanzierungssituation

Die Finanzierung der Gesellschaft ist langfristig gesichert. Die Scheidt & Bachmann-Gruppe verfügt über eine solide Kapitalstruktur. Darüber hinaus bestehen Finanzierungsvereinbarungen, die ein Wachstum in den nächsten Jahren nicht begrenzen sollten.

Währungsrisiken

Im Rahmen von größeren Projektabschlüssen in Fremdwährungen betreibt die Gesellschaft in ausreichendem Maße Kurssicherungen. Hierzu wurde ein Währungsmanagement konzipiert, auf dessen Basis die Detailplanung erfolgt. Das zu erwartende Fremdwährungsvolumen wird ermittelt und mittels Devisentermingeschäften und Währungs-Optionsgeschäften vorwiegend im US-Dollar, CAD, CHF sowie GBP-Raum gesichert.

Rechtliche Risiken

Rechtliche Risiken ergeben sich im Wesentlichen aus Reklamations- und Garantieansprüchen, Schadensersatzforderungen sowie Rechtsstreitigkeiten. Erkennbare rechtliche Risiken werden entweder durch Versicherungen oder - soweit bereits erkennbare Verpflichtungen bestehen - in ausreichendem Maße durch Rückstellungen abgedeckt. Es können jedoch trotzdem Schäden entstehen, die nicht oder nicht ausreichend versichert sind bzw. die gebildeten Rückstellungen deutlich übersteigen. Diesem Risiko wirkt Scheidt & Bachmann durch stringente Projektabwicklung bei gleichzeitiger Kontrolle der Qualität und Vertragskonformität aller zu erbringenden Leistungen frühzeitig entgegen.

 

Mönchengladbach, den 25. Mai 2022

Die Geschäftsführung

gez. Dr. Norbert Miller

gez. Heinrich Laumen

gez. Matthias Augustyniak

gez. Martin Kammler

gez. Uwe Brünner

gez. Jörg Heilingbrunner

gez. Dr. Michael Lenders

gez. Andreas Räschmeier

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Scheidt & Bachmann GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der Scheidt & Bachmann GmbH und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021 und der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzern-Eigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den mit dem Konzernlagebericht zusammengefassten Lagebericht (nachfolgend Lagebericht) der Scheidt & Bachmann GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2021 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Hinweis auf einen sonstigen Sachverhalt

Unter Inanspruchnahme der Erleichtungsvorschrift des § 298 Abs. 2 Satz 1 HGB wurde der Lagebericht der Scheidt & Bachmann GmbH mit dem Konzernlagebericht zusammengefasst. Im Zeitpunkt der Beendigung unserer Abschlussprüfung konnte nicht abschließend beurteilt werden, ob die Befreiungsvorschrift des § 298 Abs. 2 Satz 1 HGB zu Recht in Anspruch genommen worden ist, weil die Voraussetzung nach § 298 Abs. 2 Satz 2 HGB ihrer Art nach erst zu einem späteren Zeitpunkt erfüllt werden kann. Unser Prüfungsurteil zum Jahresabschluss ist diesbezüglich nicht modifiziert.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Konzernabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung.

Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Lagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Mönchengladbach, den 25. Mai 2022

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gez. Ludwig Quacken, Wirtschaftsprüfer

gez. Anna Elisabeth Braun, Wirtschaftsprüferin

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