Hoffmann Group Immobilien GmbH
Selbe AdresseVermietung, Verpachtung von eigenen oder geleasten Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Katrin Schindler seit 30.4.2024 | Prokura |
Justus Eggers seit 30.4.2024 | Prokura |
Thomas Weitl seit 12.6.2023 | Prokura |
Christoph Opitz seit 12.6.2023 | Prokura |
Wolfgang Bremer seit 1.2.2023 | Prokura |
Reinhold Wege seit 30.6.2021 | Prokura |
Gregor Weber seit 24.6.2020 | Prokura |
Christian Kreitmair seit 24.6.2020 | Prokura |
Tobias Dr. Buck seit 24.6.2020 | Prokura |
Borries Schüler seit 5.12.2018 | Geschäftsführer |
Florian Leins seit 4.10.2017 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümerstruktur und Kapitalverteilung des Unternehmens
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Hoffmann SEMünchenKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022Zusammengefasster Lagebericht 2022Der vorliegende Lagebericht betrifft sowohl die Hoffmann SE als auch den Hoffmann SE Konzern. Sofern keine separaten Angaben gemacht werden, stimmen die Aussagen sowohl für den Jahresabschluss der Muttergesellschaft als auch für den Konzernabschluss überein. Der zusammengefasste Lagebericht der Hoffmann SE, München, und ihrer Tochtergesellschaften wurde gemäß §§ 289, 315 HGB aufgestellt. A. Grundlagen und Geschäftsmodell der Hoffmann SE und des Konzerns1. Konzernstruktur und Geschäftsmodell Die Hoffmann SE und ihre in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen (im Folgenden "Hoffmann SE", "der Konzern" oder "die (Hoffmann) Gruppe" genannt) sind ein internationaler Lieferant von Qualitätswerkzeugen, Betriebseinrichtungen und persönlicher Schutzausrüstung in Europa. Der Konzern ist mit 36 Tochtergesellschaften sowie Vertriebs- Partnern in über 50 Ländern aktiv. Als Systempartner für Qualitätswerkzeuge bietet die Hoffmann Gruppe ihren Kunden ein Leistungs- portfolio aus Handels-, Hersteller- und Servicekompetenz. Diese Bündelung garantiert höchste Versorgungs- und Qualitätssicherheit und leistet einen wichtigen Beitrag zur Produktions- und Produktivitätssicherheit ihrer Kunden. Das Portfolio umfasst 500.000 gelistete Artikel im Katalog und E-Shop und beinhaltet neben Werkzeugen zum Zerspanen, Spannen, Messen, Schleifen und Trennen auch Handwerkzeuge, Arbeitsschutz, Betriebseinrichtungen und Werkstattbedarf. Zu den Kunden zählen börsennotierte Großkonzerne sowie Mittelstands- und Kleinunternehmen. Mit einem flächendeckenden Kundenservice, hochqualifizierten Fachberatern und einer TÜV- zertifizierten Lieferqualität und Kundenzufriedenheit ist die Gruppe mit Hauptsitz in München für ihre Kunden ein zuverlässiger und effizienter Partner. Die Hoffmann SE stellt die Management- und Holdinggesellschaft der Gruppe dar. Die Gesellschaft hält direkte und indirekte Beteiligungen an den Tochtergesellschaften im In- und Ausland. Darüber hinaus bündelt die Hoffmann SE verschiedene Zentralfunktionen der Gruppe und hat die Treasury Funktion des Konzerns inne. Am 11.5.2022 wurde der Zusammenschluss zwischen der SFS Group AG und der Hoffmann SE erfolgreich abgeschlossen. Im Zuge dieses Zusammenschlusses wurden die Anteile an der Hoffmann SE von der SFS Group International AG übernommen. Damit wurde eine neue Phase der engen Zusammenarbeit und des internationalen Wachstums der beiden Mittelstandskonzerne eingeleitet. Dank der Bündelung der Kräfte bieten die beiden Unternehmen ihren Kunden zukünftig ein noch breiteres Produkt- und Serviceangebot. Die Beteiligung der Hoffmann SE an der Contorion GmbH wurde mit Wirkung zum Ablauf des 31.12.2021, d.h. als erster Geschäftsvorfall im Geschäftsjahr 2022, an die Franz Hoffmann GmbH & Co. Verwaltungs KG veräußert. Alle anderen Tochtergesellschaften der Hoffmann SE blieben als 100%-Beteiligungen der Hoffmann SE Teil der Gruppe. 2. Unternehmensziele Qualität spielt für die Hoffmann Gruppe eine übergeordnete Rolle. Das Portfolio der Hoffmann Gruppe umfasst Produkte der eigenen Premium-Marke GARANT sowie der Qualitätsmarke HOLEX. Der Konzern entwickelt seine Produktmarken GARANT und HOLEX gemeinsam mit seinen Kunden, Lieferanten und Ingenieuren laufend weiter, um den Kundennutzen stetig zu steigern. Verantwortungsvoller Weitblick und absoluter Fokus auf den Kundennutzen sind dabei die wichtigsten Kriterien. Im Geschäftsjahr 2021 hat die Hoffmann Gruppe ein Logistikzentrum in Nürnberg eröffnet. LogisticCity ist der erste Schritt in Richtung einer digital vernetzten Logistik, die die heutigen technologischen Möglichkeiten, wie z.B. den Einsatz von Robotern, optimal ausschöpft. Mit LogisticCity stellt die Hoffmann Gruppe Versorgungssicherheit und ihre Lieferperformance sicher. Zudem baut die Gruppe mit LogisticCity den Bereich Dienstleistungen rund um das Werkzeugsortiment aus. Die Expansion in strategisch wichtige Märkte hat für die Hoffmann Gruppe eine hohe Bedeutung und bietet die Chance, international agierende Bestandskunden mit langjährigen Vertragsbeziehungen umfassend direkt vor Ort mit dem vollen Leistungsspektrum zu betreuen. Darüber hinaus ist es ein großes Anliegen der Hoffmann SE, eine nachhaltige Zukunft aktiv mitzugestalten. Aus diesem Grund baut die Gesellschaft den Bereich ESG ("Environment, Social & Governance") weiter aus mit dem Ziel, die Umwelt zu schützen und ihren gesellschaftlichen sowie gesetzlichen Verpflichtungen nachzukommen. Der Bereich ESG beinhaltet auch den schonenden Umgang mit knappen Ressourcen, um Umweltbelastungen von Anfang an zu reduzieren. Hierfür arbeitet die Hoffmann SE eng mit ihren Kunden, Lieferanten sowie Logistik- und Entsorgungsunternehmen zusammen. Daneben spielen die Sicherheit und Gesundheit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eine übergeordnete Rolle. Die Hoffmann SE achtet auf die Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben des Arbeits- und Gesundheitsschutzes. Zudem führt die Hoffmann SE verschiedene Maßnahmen, wie z.B. Schulungen, durch, die dazu beitragen, die Arbeitssicherheit zu erhöhen und Unfälle zu vermeiden. Die Nachhaltigkeitsleistung der Hoffmann SE wurde am 8.11.2022 mit einer Bronze-Medaille der internationalen Nachhaltigkeitsbewertungsplattform EcoVadis ausgezeichnet, womit die Gruppe zu den 50% der besten bewerteten Unternehmen gehört. Bereits im Juni 2022 wurde die Hoffmann GmbH Qualitätswerkzeuge, München mit dem EcoVadis-Rating Gold ausgezeichnet. Gesellschaftliches Verantwortungsbewusstsein und soziales Engagement gehören seit Bestehen des Unternehmens zur Firmenkultur der Hoffmann SE. Dieses Engagement institutionalisiert die Gruppe unter anderem mit der Hoffmann Group Foundation gGmbH. Die Foundation unterstützt gezielt Einrichtungen, die die Entwicklung benachteiligter und traumatisierter Kinder und Jugendlicher fördert und hilft ihnen so, das Fundament für ein erfolgreiches und glückliches Leben zu legen. B. Wirtschaftsbericht1. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen Das Jahr 2022 reiht sich ein in eine Phase der extern getriebenen Unsicherheiten und Krisen: Geopolitische Spannungen, der Krieg in der Ukraine, die Energiekrise in Europa und die anhaltenden Verwerfungen in den Lieferketten setzen der globalen Wirtschaft zu. Weltwirtschaft Die globale Industrie profitierte im ersten Halbjahr 2022 von den Lockerungen der Corona-bedingten Einschränkungen in China sowie vom Nachlassen der Lieferkettenstörungen. Insbesondere die Kfz-Branche, die stark unter den Engpässen gelitten hatte, weitete ihre Fertigung kräftig aus. Im Sommerquartal trübte sich die globale Konjunktur wieder ein. Insbesondere lastete der anhaltend starke Preisauftrieb auf dem privaten Verbrauch. Auch hinterließ die vielerorts vorangetriebene geldpolitische Straffung erste Spuren. In Europa beeinträchtigten außerordentlich hohe Energiepreise und die Unsicherheit bezüglich der künftigen Energieversorgung die Wirtschaftsaktivitäten zusätzlich. Im Euroraum schwächte sich das Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) daher merklich ab. In Japan und im Vereinigten Königreich sank die Wirtschaftsleistung sogar etwas. Das kräftige Wachstum in China war in erster Linie auf die Lockerung der pandemiebedingten Einschränkungen zurückzuführen. In den USA legte das BIP nach einem Rückgang im ersten Halbjahr ebenfalls deutlich zu. Die konjunkturelle Grunddynamik blieb aber in beiden Volkswirtschaften gedämpft 1 . In Summe stieg das Bruttoinlandsprodukt der Welt laut ifo Konjunkturprognosen im Geschäftsjahr 2022 um 2,8% 2 . Eurozone Im Euroraum legte die Wirtschaftsleistung im dritten Quartal 2022 nochmals leicht zu. Der Schnellschätzung von Eurostat zufolge stieg das BIP preis- und saisonbereinigt um 0,2 % gegenüber dem Vorquartal, in dem es um 0,8 % gewachsen war. Im vierten Quartal stieg das BIP minimal um 0,1 % gegen über dem Vorquartal. Das Vorjahresniveau des BIP wurde damit um 3,5% übertroffen 3 . Vor allem das Gastgewerbe und die damit verbundenen Wirtschaftsbereiche dürften noch von der Normalisierung nach der Aufhebung der meisten Maßnahmen zur Pandemiebekämpfung profitiert haben. Ansonsten machten sich die Belastungen durch die starken Preissteigerungen und die europäische Energiekrise zunehmend bemerkbar. Die Geschäftslage trübte sich Umfragen zufolge in der Breite der Wirtschaft weiter ein. Die europäische Energiekrise verschärfte sich im dritten Quartal, die Wirtschaft des Euroraums verliert weiter an Schwung. Im Winterhalbjahr könnte die Wirtschaftsleistung unter dem Einfluss der verschiedenen Belastungsfaktoren sogar zurückgehen 4 . Deutschland Nach einem kräftigen Jahresauftakt kühlt sich die deutsche Wirtschaft seit dem Sommer ab. Die hohen Inflationsraten lassen die realen Einkommen der privaten Haushalte sowie deren Ersparnisse dahinschmelzen und reduzieren ihre Kaufkraft. Das Verarbeitende Gewerbe erfuhr im Sommer ebenfalls einen Dämpfer. Zum einen behindern anhaltende Lieferschwierigkeiten bei Rohstoffen und Vorprodukten die Produktion. Zum anderen leidet die Nachfrage unter den hohen Preisen und der globalen Konjunkturabschwächung. Die rückläufigen Auftragseingänge dürften jedoch zu keinem nennenswerten Einbruch in der Produktion geführt haben, da die Auftragsbücher der Unternehmen immer noch weit überdurchschnittlich gut gefüllt sind. Wohl auch deshalb verschlechterte sich das Geschäftsklima in der Industrie und den industrienahen Dienstleistungsbereichen in den vergangenen Monaten nur geringfügig 5 . Gemäß ifo Konjunkturprognose wird das deutsche Bruttoinlandsprodukt im Geschäftsjahr 2022 um rund 1,8% steigen. Die Inflationsrate wird bei durchschnittlich 7,8% liegen 6 . 2. Branchenbezogene Rahmenbedingungen Die diversifizierte Kundenstruktur der Hoffmann Gruppe bewirkt eine gewisse Unabhängigkeit von einzelnen Branchenentwicklungen. Dennoch gibt es verschiedene Kernbranchen, wie die Maschinenbau-, Automobil- und Werkzeugindustrie, die eine Indikatorfunktion für die Entwicklung der Gruppe aufweisen, da sie für den Umsatz des Unternehmens von starker Relevanz sind. Laut dem Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) sind viele Unternehmen trotz sich eintrübender Konjunktur optimistisch gestimmt, da sie von stattlichen Auftragspolstern und sich langsam entspannenden Lieferketten profitieren. Die Energieversorgung bleibt zwar problematisch, Produktionsstillstände konnten bislang aber weitgehend vermieden werden. Und auch Stornierungen sind die Ausnahme 7 . Laut dem Verband der Automobilindustrie (VDA) ist auch die Entwicklung des weltweiten Kfz-Marktes mit hoher Unsicherheit behaftet. Obschon sich die Lieferkettenprobleme im Jahre 2022 etwas entspannt haben, führen sie weiterhin zu angebotsseitigen Engpässen und es kommt verschiedenen Orts noch zu kurzzeitigen Produktionsstillständen. Gleichzeitig steigt angesichts der hohen Energiepreise und Inflation sowie der Sorge vor einer Verschlechterung der wirtschaftlichen Lage das Risiko, dass künftig das Marktvolumen zunehmend durch die Nachfrageseite begrenzt wird. Die angebotsseitigen Probleme gehen in nachfrageseitige Probleme über 8 . 3. Geschäftsverlauf Die folgenden Aussagen betreffen den Konzernabschluss der Hoffmann SE. Ertragslage Die Gruppe konnte das Geschäftsjahr 2022 mit konsolidierten Umsatzerlösen in Höhe von 1.106.226 T€ abschließen. Diese entfielen zu 64,8% auf die Region GSA (Deutschland, Österreich und Schweiz), zu 30,1% auf die Region Europa, zu 3,3% auf die Region Asien und zu 1,9% auf die Region Amerika. Es handelt sich im Wesentlichen um Handelsumsätze, die Umsätze aus Dienstleistungen machen momentan noch einen untergeordneten Anteil aus. Der Materialaufwand liegt bei 609.732 T€. Darin enthalten sind außergewöhnliche Aufwendungen im Zusammenhang mit der Änderung der Methode zur Bewertung des Vorratsvermögens in Höhe von 15.608 T€. Der Rohertrag, definiert als Umsatzerlöse abzüglich Materialaufwand, vor Bereinigung um Sondereffekte, liegt damit bei 496.494 T€. Die anderen aktivierten Eigenleistungen in Höhe von 1.311 T€ enthalten interne Personalaufwendungen, welche im Zusammenhang mit der Entwicklung von Digitalen Produkten aktiviert wurden. Die sonstigen betrieblichen Erträge belaufen sich im Geschäftsjahr 2022 auf 269.774 T€. Darin enthalten sind Erträge aus der Entkonsolidierung der Contorion GmbH in Höhe von 254.719 T€. Darüber hinaus sind Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von 3.387 T€ enthalten, die in voller Höhe periodenfremd sind. Die Fremdwährungsgewinne belaufen sich im Geschäftsjahr auf 2.593 T€. Der Personalaufwand belief sich im Berichtszeitraum auf 239.983 T€. Dies entspricht einer Personalaufwandsquote im Verhältnis zum Umsatz von 21,7%. Im Geschäftsjahr 2022 waren durchschnittlich 3.016 Mitarbeiter beschäftigt. In Deutschland wurden die tarifgebundenen Gehälter im Geschäftsjahr aufgrund einer Tariferhöhung um 1,7% angehoben, darüber hinaus wurden freiwillige Gehaltserhöhungen umgesetzt. Aufgrund der erfreulichen Umsatzentwicklung im Berichtszeitraum entwickelten sich auch die umsatzabhängigen Vertriebsprovisionen positiv. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von 166.294 T€ enthalten Vertriebskosten, Rechts- und Beratungskosten, Provisionen, Infrastruktur- und IT-Aufwendungen sowie sonstige Verwaltungsaufwendungen. Aufgrund der Anpassung der Methode zur Bewertung der Forderungen ergaben sich außergewöhnliche Aufwendungen in Höhe von 1.399 T€. Im Zusammenhang mit der Entkonsolidierung einer Tochtergesellschaft wurde ein Verlust in Höhe von 659 T€ realisiert. Im Vorfeld der Entkonsolidierung wurden die Vermögensgegenstände der Tochtergesellschaft aufgrund der erheblichen und aus Sicht der Gruppe anhaltenden Verfügungsbeschränkungen vollständig wertberichtigt. Das Ergebnis vor Abschreibungen (auf Anlage- und Umlaufvermögen), Zinsen und Steuern (EBITDA) liegt bei 361.233 T€. Bereinigt um Sondereffekte im Wesentlichen im Zusammenhang mit der Veräußerung der Contorion GmbH, der Auflösung von Rückstellungen sowie der Änderung von Bilanzierungswahlrechten im Bereich der Vorrats- und Forderungsbewertung liegt das EBITDA im Berichtszeitraum bei 119.828 T€. Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen beliefen sich im Geschäftsjahr auf 26.850 T€. Diese betreffen insbesondere planmäßige lineare Abschreibungen. Im Geschäftsjahr 2022 wurden darüber hinaus im Vorfeld der Entkonsolidierung einer Tochtergesellschaft außergewöhnliche Abschreibungen auf Umlaufvermögen in Höhe von 18.816 T€ vorgenommen. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) beläuft sich im Geschäftsjahr 2022 auf 315.568 T€. Das um oben genannte Sondereffekte ergänzt um die Abschreibungen auf das Umlaufvermögen bereinigte EBIT beläuft sich auf 93.889 T€. Das Finanzergebnis, definiert als Summe aus Sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträgen sowie Zinsen und ähnliche Aufwendungen, in Höhe von - 1.225 T€ betrifft im Wesentlichen Zinsen auf Fremdfinanzierung inklusive des Programms zur Finanzierung von Forderungen mittels Verbriefung am ABCP (asset-backed commercial paper) Markt (im Folgenden: "ABCP Programm"). Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag belaufen sich auf 26.528 T€. Die Konzernsteuerquote liegt dabei bei rund 30,1%. Im Gesamtbetrag sind latente Steuererträge in Höhe von 5.618 T€ enthalten, die im Wesentlichen aufgrund des erstmaligen Ansatzes von aktiven latenten Steuern im Berichtszeitraum diese Größenordnung aufweisen. Der Jahresüberschuss liegt vor Bereinigung der außerordentlichen Effekte im Geschäftsjahr bei 285.634 T€ (25,8% des Umsatzes). Vermögens- und Finanzlage Im Geschäftsjahr 2022 wurden erneut weitreichende Investitionen getätigt. Die Zugänge zum Anlagevermögen betrugen 24.172 T€. Im Geschäftsjahr wurden Entwicklungsleistungen als selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens in Höhe von 5.772 T€ aktiviert. Die Simple System GmbH (im Folgenden: "Simple System") wurde im Geschäftsjahr 2022 erstkonsolidiert. In diesem Zusammenhang wurde ein Geschäfts- und Firmenwert in Höhe von 6.611 T€ aktiviert. Darüber hinaus wurden weitere Investitionen in das neue Logistikzentrum am Standort Nürnberg getätigt. Zum 1.1.2022 wurde der Contorion Teilkonzern veräußert. Dies führte zu einem Abgang der im Rahmen der Kaufpreisallokation aktivierten Technologie mit einem Restbuchwert in Höhe von 11.083 T€ sowie des Geschäfts- und Firmenwerts der Contorion GmbH mit einem Restbuchwert von 8.670 T€. Das Vorratsvermögen besteht im Wesentlichen aus Handelsware. Der Vorratsbestand zum Stichtag 31.12.2022 beläuft sich auf 178.642 T€ und befindet sich im Wesentlichen im zentralen Logistikzentrum in Nürnberg. Aufgrund der Umstellung auf die Vorratsbewertung nach Reichweiten erhöhte sich die Abschreibungsquote auf rund 13% des Bruttobestand. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände belaufen sich zum Stichtag auf 435.758 T€. Darin enthalten sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 92.370 T€. Im Rahmen des im Geschäftsjahr 2020 implementierten ABCP Programms wurden Forderungen im Wert von 98.844 T€ verkauft und abgetreten. Die Forderungen gegenüber Verbundenen Unternehmen enthalten im Wesentlichen ein kurzfristiges Darlehen in Höhe von 272.876 T€ gegenüber der Muttergesellschaft SFS Group International AG. Die sonstigen Vermögensgegenstände von 68.626 T€ enthalten neben Forderungen aus Steuern im Wesentlichen Forderungen gegenüber Lieferanten im Zusammenhang mit Bonusvereinbarungen. Die liquiden Mittel der Gesellschaft belaufen sich zum Ende des Geschäftsjahres auf 31.314 T€ oder 3,2% der Bilanzsumme. Der Mittelzufluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit beläuft sich auf 98.184 T€. Verantwortlich dafür ist im Wesentlichen das hohe positive Ergebnis im Berichtszeitraum. Darüber hinaus wurden Darlehen der ehemaligen Tochtergesellschaft Contorion GmbH im Berichtszeitraum zurückgeführt. Das Working Capital erhöhte sich demgegenüber um 33.220 T€. Der Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit in Höhe von 18.810 T€ resultiert im Wesentlichen aus Investitionen in selbstgeschaffene immaterielle Vermögensgegenstände sowie den neuen Logistikstandort in Nürnberg. Der Mittelabfluss aus Finanzierungstätigkeit in Höhe von 81.948 T€ ist im Wesentlichen auf die Rückführung der Konsortialfinanzierung zurückzuführen. Die Hoffmann SE löste den im Jahr 2021 abgeschlossenen Konsortialkreditvertrag mit der Landesbank Baden-Württemberg als Konsortialführer und einem Volumen von bis zu 300.000 T€ im Zuge des Zusammenschlusses mit der SFS-Gruppe vollständig ab und trat dem revolvierenden Kreditvertrag der SFS Group AG als Kreditnehmer bei. Per 31.12.2022 wurden hieraus 100.000 T€ in Anspruch genommen. Die drei KfW-refinanzierten Rahmendarlehen wurden planmäßig in Höhe von 8.313 T€ getilgt. Die Gesellschaft erhielt ein kurzfristiges Darlehen der SFS Group Schweiz AG in Höhe von 20.000 T€. Die bilateralen Kreditlinien wurden im Berichtszeitraum um 10.455 T€ auf 0 T€ zurückgeführt. Im Geschäftsjahr wurde keine Dividende ausgeschüttet. Die Hoffmann SE bewertet ihre Liquiditätssituation zum Stichtag positiv. Im abgelaufenen Geschäftsjahr verfügte die Gesellschaft über ausreichende Liquidität bzw. freie Kreditlinien, um ihren kurzfristigen Zahlungsverpflichtungen jederzeit nachzukommen. Die Eigenkapitalquote beträgt bei einem Eigenkapital von 602.356 T€ rund 63,0%. Die Rückstellungen belaufen sich zum Stichtag auf 41.888 T€. Darin enthalte sind Pensionsrückstellungen in Höhe von 7.654 T€. Die Steuerrückstellungen belaufen sich zum Stichtag auf 4.861 T€ und betreffen im Wesentlichen laufende Steuern für das Geschäftsjahr 2022. Die sonstigen Rückstellungen, welche im Wesentlichen den Personalbereich betreffen, belaufen sich auf 29.373 T€. Der im Jahr 2022 abgeschlossene Konsortialkredit beläuft sich zum Bilanzstichtag auf 100.000 T€. Die drei bilateralen KfW-refinanzierten Ratendarlehen belaufen sich auf 49.875 T€. Die beiden bilateralen Kreditlinien wurden zum Bilanzstichtag nicht in Anspruch genommen. Die Zinsverbindlichkeiten auf Fremdfinanzierung zum Bilanzstichtag belaufen sich auf 198 T€. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen belaufen sich zum Bilanzstichtag auf 73.952 T€. Sie betreffen im Wesentlichen Verbindlichkeiten für Warenbezüge. Im Geschäftsjahr wurde ein kurzfristiges Darlehen in Höhe von 20 Mio. € von der SFS Group Schweiz AG gewährt. Die sonstigen Verbindlichkeiten liegen bei 63.485 T€. Sie enthalten Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von 16.660 T€ sowie Verbindlichkeiten gegenüber dem ABCP Conduit in Höhe von 31.755 T€ im Zusammenhang mit Zahlungseingängen auf veräußerte Forderungen. Die passiven latenten Steuern in Höhe von 3.657 T€ resultieren im Wesentlichen aus der Aktivierung selbsterstellter immaterieller Vermögensgegenstände nach Handelsrecht. Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen betreffen im Wesentlichen Miet- und Leasingverträge. Die Haftungsverhältnisse im Sinne des § 251 HGB betreffen Bürgschaften und sind von untergeordneter Bedeutung. Geschäftsverlauf der Hoffmann SE Auch die Hoffmann SE blickt auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2022 zurück. Der Geschäftsverlauf der Hoffmann SE ist unter anderem aufgrund der bestehenden Ergebnisabführungsverträge mit allen wesentlichen deutschen Konzerngesellschaften sowie aufgrund des geltenden Transferpreismodells eng mit dem Geschäftsverlauf des Hoffmann SE Konzerns verbunden. Positive Ergebnisbeiträge der Tochtergesellschaften spiegeln sich im Ergebnis der Hoffmann SE wider. Die Hoffmann SE konnte das Geschäftsjahr mit Umsatzerlösen in Höhe von 104.063 T€ gegenüber 110.629 T€ im Vorjahr abschließen. Dabei handelt es sich im Wesentlichen um Dienstleistungsverrechnungen für an Verbundene Unternehmen erbrachte Dienstleistungen. Der Rückgang ist im Wesentlichen darauf zurückzuführen, dass bestimmte indirekte Leistungen nicht mehr allokiert wurden. Der im sonstigen betrieblichen Ertrag ausgewiesene Gewinn aus der Veräußerung der Contorion GmbH beträgt 143.232 T€. Der Personalaufwand liegt bei 32.665 T€ gegenüber 29.640 T€ im Vorjahr. Die Gesellschaft beschäftigte im Geschäftsjahr durchschnittlich 286 Mitarbeiter gegenüber 263 Mitarbeitern im Vorjahr. Der sonstige betriebliche Aufwand in Höhe von 138.587 T€ (Vj. 130.172 T€) enthält neben Dienstleistungsumlagen insbesondere Marketing-, IT- und Beratungsaufwendungen. Der Anstieg ist im Wesentlichen auf gegenüber dem Vorjahr gestiegene Kostenumlagen von Verbundenen Unternehmen zurückzuführen. Die Erträge im Zusammenhang mit Gewinnabführungen der deutschen Organgesellschaften erhöhten sich von 129.749 T€ im Vorjahr auf 131.062 T€ im Berichtszeitraum, während sich die Aufwendungen aus Verlustübernahmen von 11.956 T€ im Vorjahr auf 19.953 T€ erhöhten. Der Bruttorückgang ist im Wesentlichen auf außerplanmäßige Wertberichtigungen zurückzuführen. Das Zinsergebnis, das neben Zinsen auf konzerninterne Darlehen und Cashpool-Salden auch Zinsen auf die externe Fremdfinanzierung enthält, beträgt 3.919 T€ gegenüber 1.204 T€ im Vorjahr. Das Zinsergebnis des Vorjahres war durch einen periodenfremden Aufwand in Höhe von 1.250 T€ belastet. Der Steueraufwand beläuft sich auf 24.456 T€ (Vj. 19.717 T€) und enthält im Berichtszeitraum latente Steuererträge aus der erstmaligen Aktivierung latenter Steuern in Höhe von 2.918 T€. Die Hoffmann SE erzielte im Berichtszeitraum einen Jahresüberschuss von 170.753 T€ gegenüber 50.698 T€ im Vorjahr. Der Anstieg ist insbesondere auf den Veräußerungsgewinn im Zusammenhang mit der Contorion GmbH zurückzuführen. Die Hoffmann SE ist Kreditnehmerin für die externen Finanzierungen der Hoffmann Gruppe. Sie führt den deutschen Cash Pool und stattet die Konzerngesellschaften mit der notwendigen Liquidität aus. Die Bilanzsumme der Hoffmann SE beläuft sich per 31.12.2022 auf 726.321 T€ (Vj. 650.395 T€). Die Anteile an Verbundenen Unternehmen verringerten sich im Geschäftsjahr insbesondere aufgrund der Veräußerung der Contorion GmbH um 123.246 T€ auf 43.180 T€. Demgegenüber erhöhten sich die Forderungen gegenüber Verbundenen Unternehmen auf 656.459 T€ gegenüber 470.070 T€ im Vorjahr. Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus der Kaufpreisforderung im Zusammenhang mit der Veräußerung der Contorion GmbH. Die korrespondierende Verbindlichkeit wurde im Wege der Schuldübernahme von der Franz Hoffmann GmbH & Co. Verwaltungs KG auf die SFS Group International AG übertragen. Die Eigenkapitalquote der Hoffmann SE stieg insbesondere aufgrund des laufenden Jahresüberschusses bei einem Eigenkapital von 412.143 T€ (Vj. 241.390 T€) auf rund 56,7% (Vj. 37,1%). Die Fremdfinanzierung konnte im Geschäftsjahr weiter zurückgeführt werden und beträgt zum Bilanzstichtag 150.073 T€ gegenüber 248.744 T€ im Vorjahr. Die Verbindlichkeiten gegenüber Verbundenen Unternehmen belaufen sich auf 119.263 T€ gegenüber 113.491 T€ im Vorjahr. Die Hoffmann SE konnte einen positiven Mittelzufluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit in Höhe von 82.635 T€ erzielen. Aus der Investitionstätigkeit wurde insbesondere aufgrund von Zinszahlungen von Verbundenen Unternehmen ein Mittelzufluss von 7.348 T€ realisiert. Mit den erwirtschafteten Mitteln wurde die bestehende Fremdfinanzierung in Höhe von 78.768 T€ weiter zurückgeführt, der Mittelabfluss aus Finanztätigkeit beläuft sich auf insgesamt 80.300 T€. Zum Bilanzstichtag weist die Hoffmann SE liquide Mittel in Höhe von 13.183 T€ gegenüber 3.499 T€ im Vorjahr aus. Die Fremdfinanzierung zum 31.12.2022 beläuft sich auf 150.073 T€ gegenüber 248.744 T€ im Vorjahr. Insgesamt beurteilt der Vorstand die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowohl des Hoffmann SE Konzerns als auch der Hoffmann SE im Geschäftsjahr 2022 positiv. 4. Finanzielle Leistungsindikatoren Für die interne Unternehmenssteuerung werden die Kennzahlen Umsatzerlöse, Ergebnis vor Steuern, Abschreibungen (Anlage- und Umlaufvermögen) und Zinsen (EBITDA) sowie Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) herangezogen. Darüber hinaus dient das um wesentliche Sondereffekte bereinigte EBITDA als Steuerungsgröße. Bei den Sondereffekten handelt es sich um Aufwendungen und Erträge von außergewöhnlicher Größenordnung oder Bedeutung, die nicht aus der operativen Geschäftstätigkeit resultieren. Umsatzerlöse, EBITDA und EBIT werden im Rahmen einer jährlichen Budgetplanung sowie von zwei unterjährigen Forecasts auf Basis legaler Einheiten über drei Jahre prognostiziert. Es finden monatlich Soll-Ist Analysen statt, wobei wesentliche Abweichungen im Vorstand und Aufsichtsrat diskutiert und Maßnahmen zur Erreichung der Zielvorgaben verabschiedet werden. 5. Nicht finanzielle Leistungsindikatoren Kunden und Lieferanten Den hohen Qualitätsanforderungen der Gruppe entsprechen nur sorgsam ausgewählte Lieferanten. Die Hoffmann SE setzt bei der Auswahl ihrer Geschäftspartner auf ein bewährtes Bewertungssystem und ist so in der Lage, fundierte Entscheidungen hinsichtlich der Zusammenarbeit mit bestehenden und neuen Lieferanten zu treffen. Wesentliche Steuerungsgrößen der Gruppe sind die Kundenzufriedenheit, die Lieferfähigkeit sowie die Liefergenauigkeit. Dass in diesen Bereichen hohe Standards bestehen, wurde im laufenden Geschäftsjahr im Rahmen einer Zertifizierung des TÜV Süd nachgewiesen. Die Hoffmann Gruppe erhielt das Zertifikat TÜV MS Standards Lieferqualität für Lieferkultur und Lieferzulässigkeit, Reklamationsbearbeitung und Mitarbeiter-Qualifikation. Ebenso wurde die Hoffmann SE nach ISO 9001 für ihr Qualitätsmanagement bei der Entwicklung und Durchführung von Seminaren für Kunden und Mitarbeiter sowie nach VDA 6.4 für ihre Produktentwicklung zertifiziert. Mitarbeiter Per 31.12.2022 beschäftigte die Gruppe 3.159 Mitarbeiter. Davon sind rund 2.204 Mitarbeiter in der Region GSA (Deutschland und Österreich) ansässig, 649 Mitarbeiter entfallen auf das übrige Europa, 113 Mitarbeiter auf die Region Amerika und 193 Mitarbeiter auf die Region Asien. Die Investitionen in die Qualifikation und Weiterbildung der Mitarbeiter wurde auch im Berichtsjahr konsequent fortgeführt. Durch den Fokus auf eine strategiekonforme fachliche Qualifikation fanden beispielsweise zahlreiche Fachschulungen statt. Unter anderem wurden die Mitarbeiter erneut detailliert zu den Produkten und Dienstleistungen der Hoffmann Gruppe geschult, um für ihre Kunden den gewohnten Service sicherzustellen. Der Nachwuchsförderung kommt eine besondere Bedeutung zu. So bildete die Gruppe im Geschäftsjahr 2022 weltweit 94 Auszubildende aus. Im Geschäftsjahr 2022 wurde die erste globale Mitarbeiterbefragung der Hoffmann SE durchgeführt. Rund 77,3% der berechtigten Mitarbeiter nahmen an der Befragung teil. Mit den Ergebnissen der Befragung hat die Gruppe die Themen identifiziert, die den Mitarbeitenden zur sukzessiven Verbesserung des Unternehmens am wichtigsten sind. Auf Grundlage der Ergebnisse werden im nächsten Schritt Maßnahmen auf verschiedenen Ebenen definiert und umgesetzt. Die Erfolge dieser Maßnahmen werden im Rahmen der nächsten Mitarbeiterbefragung, welche für 2024 geplant ist, gemessen. Forschung und Entwicklung Der Gesamtbetrag der Forschungs- und Entwicklungskosten im Berichtszeitraum beträgt 21.410 T€. Die Forschungs- und Entwicklungskosten betreffen sowohl interne Personalkosten (11.650 T€) als auch Leistungen Dritter für Forschungs- und Entwicklungszwecke (9.760 T€). Im Berichtsjahr wurde ein Betrag von 5.772 T€ als selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens des Konzerns aktiviert. Die Abschreibungen auf aktivierte Entwicklungskosten belaufen sich auf 2.350 T€. Die Forschungs- und Entwicklungskosten betreffen insbesondere Digitale Produkte. Ein wichtiges Beispiel für die erfolgreichen Entwicklungsaktivitäten der Hoffmann Gruppe ist Connected Manufacturing, eine innovative Software für die Digitalisierung der Fertigung. Das Produkt wurde im Berichtszeitraum bei ersten Kunden eingesetzt. Neben Connected Manufacturing werden weitere Digitale Fertigungslösungen (unter anderem Connected Metrology) entwickelt, die zukünftig positive EBIT-Beiträge leisten werden. Nachhaltigkeit Die Hoffmann SE setzt sich schon seit Jahrzehnten für die Belange von Mensch und Umwelt ein. Dieses Engagement ist fester Bestandteil der Kultur und des Handelns der Gruppe. So ist das Thema Nachhaltigkeit auch Bestandteil der Strategie der Gruppe. Der Bereich ESG wird in den kommenden Monaten und Jahren weiter ausgebaut, um die Nachhaltigkeitsthemen noch weiter in den Fokus der Gruppe zu stellen. Ein wichtiges Beispiel für das Engagement der Gruppe im Bereich Soziales ist die Förderung der Hoffmann Group Foundation gGmbH, welche sich um benachteiligte und traumatisierte Kinder und Jugendliche kümmert. C. PrognoseberichtGesamtwirtschaftliche Prognose Gemäß ifo Konjunkturprognosen wird das deutsche Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2023 geringfügig um 0,1% schrumpfen. Die deutsche Wirtschaft leidet unter gewaltigen Angebotsschocks. Engpässe bei Energie, Vorprodukten und Arbeitskräften belasten die Produktion und treiben die Inflation auf Rekordhöhen. Das Bruttoinlandsprodukt wird im Winterhalbjahr 2022/23 schrumpfen und die deutsche Wirtschaft damit in eine Rezession geraten. Ab dem Frühjahr 2023 dürfte sich die Konjunktur dann erholen und die Wirtschaft in der zweiten Jahreshälfte mit kräftigeren Raten zulegen, wenn die Einkommen wieder stärker steigen als die Preise 9 . Auch im Euroraum schrumpft das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt im Winterhalbjahr 2022/2023 entsprechend den Erwartungen des ifo Instituts, bevor es sich im weiteren Verlauf leicht erholt. Das Jahreswachstum 2023 fällt mit 0,6% annahmegemäß gering aus. Auf der Angebotsseite schränken Engpässe bei der Versorgung mit Energie, Rohstoffen und Vorprodukten und die damit verbundenen hohen Kosten die Produktion ein, insbesondere in energieintensiven Wirtschaftsbereichen. Auf der Nachfrageseite schmälert vor allem die hohe Inflation die Realeinkommen und dämpft trotz erheblicher Unterstützung durch die Fiskalpolitik den Konsum der privaten Haushalte, während die Verlangsamung des Exportmarktwachstums und die steigenden Zinssätze die privaten Investitionen belasten 10 . Laut ifo Konjunkturprognosen wird das Wachstum in den Vereinigten Staaten von Amerika im Jahr 2023 auf 0,9% zurückgehen. In China wirkt sich die erwartete schrittweise Aufhebung der strengen behördlichen Beschränkungen zur Eindämmung der Ausbreitung von Covid-19-Infektionen im Prognosezeitraum positiv auf die Konjunktur aus. Obwohl der Normalisierungsprozess noch einige Zeit in Anspruch nehmen wird, wird er zu einer spürbar höheren Expansion der Gesamtwirtschaft im Jahr 2023 führen. Demnach wird das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt um 4,5% steigen. Insgesamt wird das Bruttoinlandsprodukt der Welt gemäß ifo Konjunkturprognosen um 1,6% im Jahr 2023 expandieren 11 . Die Prognosen sind mit verschiedenen Risken behaftet. Insbesondere ist zum Zeitpunkt der Aufstellung dieses Lageberichts nicht klar, wie sich die Energiepreise sowie die Inflation zukünftig entwickeln. Auch der Russland-Ukraine Konflikt sowie mögliche Russland-Sanktionen bergen eine hohe Unsicherheit. Nicht zuletzt könnte die weitere Pandemieentwicklung die Prognosen negativ beeinflussen. Prognose des Hoffmann SE Konzerns Trotz der verhaltenen Wachstumserwartungen in Deutschland geht die Hoffmann SE auch im Geschäftsjahr 2023 von einem deutlichen Umsatzwachstum aus. Demnach steigen die konsolidierten Umsatzerlöse gegenüber dem Berichtszeitraum im mittleren einstelligen Prozentbereich. Der Umsatzanstieg wird insbesondere durch Wachstumserwartungen in Europa, Asien und Amerika getrieben und durch inflationsbedingte Preissteigerungen unterstützt. Gemäß der verabschiedeten Planung wird im Geschäftsjahr 2023 mit einer EBITDA- bzw. EBIT-Steigerung gegenüber dem Berichtszeitraum im unteren einstelligen Prozentbereich gerechnet (jeweils auf Basis der wie oben dargestellt bereinigten Daten für das Geschäftsjahr 2022). Das Ergebnis wird von der Umsetzung verschiedener strategischer Projekte, unter anderem im Bereich der Digitalisierung, beeinflusst. Die Personalkosten werden insbesondere aufgrund der inflationsbedingt zu erwartenden Gehaltssteigerungen sowie anstehenden Tarifabschlüssen überproportional steigen. Nachdem keine außergewöhnlichen Aufwendungen und Erträge geplant werden, entspricht das bereinigte EBITDA 2023 annahmegemäß dem EBITDA. Obige Prognosen stehen unter dem ausdrücklichen Vorbehalt, dass sich die weltwirtschaftlichen und branchenspezifischen Rahmenbedingungen nicht signifikant gegenüber der der Planung zugrundeliegenden Annahmen verschlechtern. Prognose der Hoffmann SE Die Hoffmann SE stellt die Management- und Holdinggesellschaft der Gruppe dar. Sie ist Organträgerin des deutschen Organkreises, in den alle wesentlichen deutschen Tochtergesellschaften einbezogen sind. Mit den Organgesellschaften bestehen Ergebnisabführungsverträge. Die Hoffmann SE ist Kreditnehmerin für die Fremdfinanzierung des gesamten Konzerns und beinhaltet die konzernweite Treasury-Funktion. Darüber hinaus ist die Hoffmann SE Inhaberin des deutschen Cash Pools und bündelt sämtliche Zahlungsströme in Deutschland und Europa. Die Gesellschaften in Amerika und Asien werden über die Hoffmann SE und ihre Tochtergesellschaft Hoffmann Auslands-Beteiligungs GmbH finanziert. Zuletzt werden sämtliche konzerninternen Leistungsverrechnungen über die Hoffmann SE abgewickelt. Die Prognose der Hoffmann SE ist demnach eng mit der Entwicklung der Gruppe verbunden. Über die Ergebnisabführungsverträge werden die deutschen Ergebnisse an die Hoffmann SE abgeführt. Das Transferpreissystem der Gruppe führt darüber hinaus dazu, dass sich auch die ausländischen Konzernergebnisse bis auf definierte EBIT-Margen im Ergebnis der Hoffmann SE widerspiegeln. Aus den genannten Gründen verweisen wir hinsichtlich der Prognose der Hoffmann SE auf die Prognose des Gesamtkonzerns. Aufgrund der engen Verzahnung des Ergebnisses der Hoffmann SE mit den Ergebnissen des Konzerns existieren keine separaten finanziellen Leistungsindikatoren für die Steuerung der Hoffmann SE. D. Chancen- und Risikobericht1. Risikomanagement Das Risikomanagement der Hoffmann Gruppe hat zum Ziel, wesentliche Unternehmensrisiken zu identifizieren und zu bewerten, um Transparenz über die wesentlichen Unternehmensrisiken zu schaffen. Darüber hinaus sollen Chancen identifiziert und durch geeignete Maßnahmen wahrgenommen werden. Durch verbesserte unternehmerische Entscheidungen soll damit langfristig Wert geschaffen werden. Unter Risiko versteht die Gruppe jedes Ereignis, das eine entsprechend negative Abweichung vom Unternehmenszielwert aufgrund unternehmensinterner sowie -externer Einflussfaktoren nach sich ziehen kann. Als Chancen werden mögliche Erfolge gesehen, die über die definierten Ziele im Planungszeitraum von drei Jahren hinausgehen. Im Geschäftsjahr 2022 wurde ein Enterprise Risk Managementsystem (ERM) für die Hoffmann Gruppe eingeführt. Das ERM umfasst die Gesamtheit aller Vorgaben, Prozesse und Maßnahmen, die einen strukturierten Umgang mit Risiken sicherstellen. Es enthält eine standardisierte Risikoidentifikation und -bewertung auf Basis der Risikokategorie und Eintrittswahrscheinlichkeit sowie der möglichen finanziellen und nicht finanziellen Auswirkungen. Daraus werden Maßnahmen zur Risikosteuerung abgeleitet. Das zentrale Risikomanagement koordiniert den Prozess der Risikoerfassung, -bewertung und -steuerung, aggregiert die Risiken und berichtet die Gesamtrisikosituation an den Gesamtvorstand. Es wurde eine Meldeschwelle für die Meldung von Risiken mit einem definierten Netto-Risiko auf das EBIT sowie einer Eintrittswahrscheinlichkeit von > 1% definiert. Nicht-finanzielle Schäden in Form von Reputations-, Compliance-, Umwelt-, Gesundheits- oder Sicherheitsrisiken sind ab der definierten Schwelle von mindestens "hoch" vorstandsmeldepflichtig. Im Berichtszeitraum fand erstmals eine umfängliche Erhebung und Bewertung von Risiken und Risikosteuerungsmaßnahmen statt. 2. Compliance Die Hoffmann Gruppe führt ihre Geschäfte verantwortungsvoll und in Übereinstimmung mit den gesetzlichen Vorschriften und Regeln der Länder, in denen sie tätig ist. Der Konzern duldet keinerlei Verstöße gegen Gesetze, Kodizes sowie interne Regelungen. Compliance ist essenziell für den nachhaltigen wirtschaftlichen Erfolg. Der Vorstand bekennt sich uneingeschränkt zu Compliance, ebenso wie zum Verzicht auf jegliches Geschäft, das den konzernweit geltenden Compliance-Grundsätzen entgegensteht. Das Compliance-Managementsystem des Hoffmann Konzerns wird vom Compliance Officer geleitet, der dazu direkt an den Gesamtvorstand sowie an den Aufsichtsrats-Vorsitzenden berichtet. Das Compliance-Managementsystem soll das rechtmäßige und verantwortungsbewusste Handeln aller Mitarbeitenden, einschließlich der Geschäftsleitungen und Organe, sicherstellen. Um eine systematische und präventive Risikoerkennung und -beurteilung zu erreichen, werden mögliche Compliance-Risiken gemeinsam mit den operativen Geschäftseinheiten identifiziert. Aus den gesammelten Erkenntnissen über die Compliance-Risiken werden unter anderem geeignete Maßnahmen für spezifische Prozesse, Geschäftsaktivitäten oder Länder abgeleitet. 3. Risikobericht Im Folgenden werden die wesentlichen Risken der Gruppe dargestellt. Die Risikoquantifizierung umfasst jeweils die finanziellen Risiken gemessen am potenziellen EBIT-Schaden unter Berücksichtigung risikosteuernder Maßnahmen, d.h. es werden die Nettorisiken betrachtet. Dabei werden jeweils die finanziellen Auswirkungen auf das Ergebnis über einen Zeitraum von bis zu zehn Jahren berücksichtigt. Die Risikoklassifizierung erfasst Risiken ab einem finanziellen Schaden von 5 Mio. €. Die im Folgenden dargestellten Risiken fallen in die Kategorie geringer bzw. mittlerer Risiken (finanzieller Schaden bis 10 Mio. € bzw. 50 Mio. €). Die Risikoquantifizierung wurde im Geschäftsjahr erstmalig vorgenommen, d.h. es handelt sich nur um erste Indikationen. In den kommenden Jahren soll der Prozess der Risikobewertung weiterentwickelt werden. Neben der finanziellen Risikoklassifizierung ist die Eintrittswahrscheinlichkeit für die Einschätzung des Gesamtrisikos relevant. Alle im Folgenden dargestellten Risiken weisen aus Sicht der Gruppe kurzfristig eine Eintrittswahrscheinlichkeit von deutlich unter 25% auf. Wirtschaftliches Umfeld und branchenspezifische Risiken Die Hoffmann Gruppe kann durch ihre sowohl regionale als auch branchenübergreifende Präsenz lokale Konjunkturschwankungen ausgleichen. Insbesondere im Kernmarkt Deutschland ist die Risikosituation als stabil anzusehen. Im europäischen Raum besteht eine gewisse Unsicherheit in Bezug auf die weitere Entwicklung. Die Präsenz in den wichtigsten europäischen Märkten und die damit verbundene transparente Informationspolitik ermöglicht es der Gruppe, aufkommende Risiken frühzeitig zu erkennen und diesen wirksam zu begegnen. Risiken im Zusammenhang mit dem früheren Russlandgeschäft der Gruppe wurde bereits vollständig Rechnung getragen. Die Situation am Beschaffungsmarkt ist insgesamt herausfordernd, Lieferketten stehen unter Druck. Die Risiken betreffen sowohl die Lieferanten als auch die operativen Prozesse rund um die Lieferketten. Der Russland-Ukraine Konflikt verstärkt die Lieferkettenrisiken weiter. Zukünftige finanzielle Risiken aufgrund externer Schocks sind nicht auszuschließen, werden allerdings als gering eingeschätzt. Im Berichtszeitraum konnte die Gruppe auch dank ihrer breiten Positionierung im Bereich der Beschaffung dem Preisdruck und Engpässen auf der Angebotsseite gut begegnen. Die Hoffmann SE geht davon aus, dass die Warenverfügbarkeit zukünftig eine größere Rolle spielen wird als der Preis. Eventuelle Preiserhöhungen auf der Beschaffungsseite plant die Gruppe an ihre Kunden weiterzugeben, so dass die Marge konstant gehalten werden kann. Darüber hinaus ist die Gruppe dem Risiko mangelnder Produktqualität von Seiten der Lieferanten ausgesetzt. Diesem wird mit einem zertifizierten, durchgängigen Qualitätssicherungssystem sowie langjährigen und auf gegenseitigem Respekt und Vertrauen basierenden Lieferantenbeziehungen begegnet. Das Risiko eines Betriebsstillstands aufgrund von Engpässen an Verpackungsmaterialien ist aufgrund verschiedener Maßnahmen gering. Gleiches gilt für Risiken im Zusammenhang mit dem Katalogdruck. Das langfristige Risikoprofil der Hoffmann SE ist von verschiedenen strategischen Herausforderungen geprägt, insbesondere im Hinblick auf die Anpassungs- und Transformationsgeschwindigkeit der Gruppe, neue Materialien und Verfahren sowie den Wandel zum Marktplatz- und Plattformmodell. Diese werden im Rahmen der Strategie der Gruppe adressiert. Finanzwirtschaftliche Risiken Der Bereich Treasury plant und steuert zentral den Bedarf und die Bereitstellung liquider Mittel innerhalb der Hoffmann Gruppe. Für die deutschen und westeuropäischen Konzerngesellschaften wird das Cash-Pooling-Verfahren genutzt. Auf Basis einer wöchentlich und monatlich rollierenden Liquiditätsplanung wird die finanzielle Flexibilität und Zahlungsfähigkeit der Hoffmann SE überwacht und gesteuert. Der im Geschäftsjahr 2021 abgeschlossene revolvierende Konsortialkreditvertrag über 300.000 T€ wurde am 11.5.2022 refinanziert. Gleichzeitig trat die Hoffmann SE dem Kreditvertrag der SFS Group AG mit einem Volumen von bis zu 600.000 kCHF und einer Laufzeit bis 10.05.2027 als Kreditnehmer bei. Der Zinssatz für die unter dem Kreditvertrag gezogenen EUR-Darlehen basiert auf dem EURIBOR zuzüglich einer Zinsmarge, welche an den Verschuldungsgrad des SFS Konzerns (gemäß Definition des Kreditvertrages, im Folgenden "die Finanzkennzahl") geknüpft ist. Die Finanzkennzahl ist während der Laufzeit des Kreditvertrages zu allen Halbjahresstichtagen einzuhalten. Dies war im Berichtszeitraum gegeben. Am 24.6.2019 wurden drei bilaterale KfW-refinanzierte Ratendarlehen über insgesamt 66.500 T€ mit einer Laufzeit bis zum 30.12.2028 geschlossen. Die Ratendarlehen werden mit einem festen Zinssatz verzinst und seit dem 31.03.2021 in 32 gleich hohen aufeinander folgenden vierteljährlichen Raten getilgt. Per 31.12.2022 beläuft sich die Finanzierungssumme auf 49.875 T€, wovon 41.563 T€ eine Laufzeit > 1 Jahr aufweisen. Als Sicherheit für die Ratendarlehen wurde durch die Hoffmann Group Immobilien GmbH eine Grundschuld auf das Grundstück des neuen Logistikstandorts in Nürnberg bestellt. Am 28.09.2020 schloss die Hoffmann Gruppe ein Programm zur Finanzierung von Forderungen ausgewählter Tochtergesellschaften in Deutschland, Italien, Spanien, Frankreich und den Niederlanden durch Verbriefung am ABCP (Asset Backed Commercial Paper) Markt ab. Die Finanzierung über den ABCP Markt soll zu einer weiteren Diversifizierung der Finanzierung sowie zu einer Verbesserung des Working Capitals beitragen. Das Finanzierungsvolumen wurde in 2022 um 10.000 T€ erhöht und beläuft sich zum Stichtag 31.12.2022 auf 90.000 T€. Die Laufzeit des Programms beträgt drei Jahre. Darüber hinaus stehen der Hoffmann SE zwei bilateralen Kreditlinien mit der UniCredit Bank AG bzw. der Landesbank Baden-Württemberg mit einem Volumen von insgesamt bis zu 50.000 T€ zur Verfügung. Die bilateralen Kreditlinien wurden auf unbestimmte Zeit abgeschlossen, zum Stichtag 31.12.2022 standen diese vollständig für kurzfristige Ziehungen zur Verfügung. Der Konzern ist im Rahmen der Fremdkapitalfinanzierung einem Zinsänderungsrisiko ausgesetzt. Zinssatzschwankungen, insbesondere Schwankungen des EURIBOR, können sich auf die Höhe der Zinszahlungen für bestehende Schulden auswirken. Optionen zur Minimierung des Risikos werden laufend bewertet. Des Weiteren ist der Zinssatz aus dem Kreditvertrag an die Finanzkennzahl gebunden. Diese wird auf Ebene der SFS-Gruppe kontinuierlich überwacht, um frühzeitig Maßnahmen ergreifen zu können. Für den Konzern stellt der Euro die Konzern- und Berichtswährung dar. Da die Hoffmann Gruppe den größten Teil ihres Geschäfts innerhalb der Euro-Länder tätigt, ist sie Währungsrisiken nur in geringem Umfang ausgesetzt. Die Hoffmann SE ist im Rahmen ihres operativen Geschäfts einem Ausfallrisiko im Zusammenhang mit Kundenforderungen ausgesetzt. Mit dem Ziel der Minimierung des Forderungsausfallrisikos wurde im Geschäftsjahr 2021 eine neue Richtlinie für das Forderungsmanagement implementiert. Diese beinhaltet neben einem dreistufigen Mahnprozess die fortlaufende Überwachung der Außenstände mit Hilfe von Ratingagenturen. Bei mangelhaftem Zahlungsverhalten werden Kreditlimits verringert und ggf. Lieferstopps gesetzt. Das Risiko von materiellen Ergebnisauswirkungen wird aufgrund des stark diversifizierten Kundenportfolios der Gruppe sowie monatlichen Wertberichtigungen auf überfällige Forderungen als sehr gering eingeschätzt. Steuerliche, rechtliche und IT-Risiken Im Zusammenhang mit konzerninternen Waren- und Dienstleistungstransaktionen ist die Hoffmann SE steuerlichen Risiken ausgesetzt. Die Gruppe begegnet diesen Risiken durch die fortlaufende Weiterentwicklung ihres Transferpreissystems gemeinsam mit externen Beratern. Für die Betriebsprüfung der Veranlagungszeiträume 2015-2020 in Deutschland wurde bereits eine Einigung mit dem deutschen Finanzamt erzielt. Die Gruppe plant des Weiteren im Geschäftsjahr 2023 die formale Implementierung eines Tax Compliance Management Systems zur systematischen Erfassung und Überwachung von steuerlichen Risiken. Steuerliche Risiken werden als sehr gering eingeschätzt. Zoll- und exportkontrollrechtlichen Risiken wird durch konsequente Umsetzung und Überprüfung der anwendbaren Exportkontrollvorschriften und Sanktionslisten begegnet. Die Unternehmen der Hoffmann SE sind keinen über die allgemeinen und branchentypischen Rechtsrisiken ihres Handelsgeschäfts hinausgehenden Rechtsrisiken ausgesetzt. Die wenigen derzeit anhängigen Rechtsstreitigkeiten stellen weder auf der Kosten- noch auf der materiellen Seite ein erhöhtes Risiko dar. Das finanzielle Risiko von Kartell- und Wettbewerbsrechtsrisiken wird aufgrund der bestehenden Steuerungsmaßnahmen als gering eingeschätzt. Die Hoffmann SE verfügt über ein Datenschutzmanagementsystem, welches kontinuierlich überwacht und weiterentwickelt wird, um Datenschutzverstößen entgegenzuwirken. Neben einer vollständigen und aktualisierten Datenschutzdokumentation existieren Richtlinien und Handlungsanweisungen. Regelmäßige Schulungen der Mitarbeiter sollen ein DSGVO-konformes Handeln sicherstellen. Die Hoffmann SE schätzt die finanziellen Risiken aufgrund von möglichen Datenschutzverstößen aufgrund der vorhandenen Maßnahmen als gering ein. Die Unternehmen der Hoffmann SE sind Cyber-Risiken wie potenziellen Angriffen durch Hacker ausgesetzt. Neben dem Ausfall wesentlicher IT-Systeme bestehen Risiken in Form von Datenverlusten und Datenmanipulation. Cyber-Attacken können die Publikation kritischer oder sensibler Daten nach sich ziehen sowie zentrale Geschäftsprozesse, unter anderem betreffend LogisticCity, stören. Die Hoffmann Gruppe begegnet Cyber-Risiken durch die schrittweise konsequente Verbesserung der Sicherheit der Informationssysteme in Zusammenarbeit mit externen IT-Security Beratern. Darüber hinaus werden die Mitarbeiter der Gruppe regelmäßig zum Thema Cyber Security (Pishing, Social Engineering, u.ä.) geschult. Weiterhin wurden Prozesse zur Minimierung von Betrugsrisiken in Form von kriminell vorbereiteten und organisierten Warenbestellungen in betrügerischer Absicht eingeführt. Die finanziellen Schäden im Zusammenhang mit Cyber-Angriffen und Datenverlusten bzw. Datenmanipulation können ohne geeignete Steuerungsmaßnahmen durchaus materiell sein. Aufgrund der vorhandenen Maßnahmen beziffert die Gruppe ihr Nettorisiko als mittel und wird zukünftig weitere Schritte einleiten, um die Risiken zu minimieren. Personal Die Gruppe wird auch im Geschäftsjahr 2023 Personal einstellen. Vor dem Hintergrund des demografischen Wandels und der angespannten Arbeitsmarktsituation besteht in diesem Zusammenhang ein Risiko hinsichtlich der zeitnahen Rekrutierung von qualifizierten Fach- und Führungskräften. Diesem Risiko, das die Gruppe durchaus als bedeutend einstuft, tritt die Hoffmann Gruppe mit einem kontinuierlichen Ausbau der Arbeitgebermarke entgegen. Die Steigerung der Attraktivität der Gruppe als Arbeitgeber erfolgt unter anderem durch die individuelle Förderung der persönlichen und fachlichen Entwicklung neuer und bestehender Mitarbeiter sowie die weitere Fokussierung auf die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Die Hoffmann SE schätzt das finanzielle Risiko im Zusammenhang mit Personalengpässen aufgrund der vorhandenen Maßnahmen als gering ein. 4. Chancenbericht Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen haben Einfluss auf die Geschäftstätigkeit, Finanz- und Ertragslage der Hoffmann Gruppe. Für die kommenden Jahre sieht die Hoffmann SE entlang ihrer Strategieplanung weiterhin große Chancen für Wachstum und Profitabilität. Gemäß der Vision der Hoffmann SE wird die Gruppe ihren Kunden das Ecosystem für die industrielle Produktion der Zukunft bieten und ihre Kunden damit noch erfolgreicher machen. Die Hoffmann SE unterstützt ihre Kunden dabei, wettbewerbsfähig zu bleiben: mit passenden, digital vernetzten Werkzeugen, Lösungen für eine verlässliche und effiziente Beschaffung, Angeboten rund um funktionale und sichere Arbeitsplätze sowie persönlicher Prozess- und Anwendungsberatung. Darüber hinaus bietet die Gruppe Lösungen zur Optimierung der Fertigungsprozesse, bspw. erhöhen Digitale Produkte und Automation die Auslastung im Maschinenpark. Strategische Ebene "Kerngeschäft stärken": Die Gruppe wird ihr Kerngeschäft in GSA (Deutschland, Österreich, Schweiz) und den übrigen europäischen Märkten stärken und ausbauen. Bereits heute wird der wesentliche Teil der Umsatzerlöse in diesen Regionen realisiert. Zukünftig soll die starke Marktposition weiter ausgebaut werden. Die hier erwirtschafteten Erträge wird die Gruppe gezielt in Wachstumsfelder investieren. Die Präsenz in den wichtigsten europäischen Märkten ermöglicht es der Gruppe, auf regionale Konjunkturentwicklungen schnell zu reagieren. Sollten sich die Weltwirtschaft oder einzelne Regionen positiver entwickeln als in obigem Prognosebericht dargestellt, könnten Umsatz und Ergebnis die Erwartungen der Geschäftsleitung übertreffen. Strategische Ebene "Gezielt wachsen": Diese strategische Zielrichtung beinhaltet Bereiche, in denen die Gruppe gezielt wachsen möchte, das heißt Wachstum steht zunächst im Vordergrund. Allerdings gilt auch für die Wachstumsbereiche das mittelfristige Ziel, die Profitabilität und damit den Ergebnisbeitrag sukzessive zu erhöhen. Die strategische Stoßrichtung umfasst unter anderem den Bereich Digitalisierung, in dem die Hoffmann SE große Chancen sieht. Die Gruppe verfügt über ausgeprägtes Produkt- und Marktwissen im B2B-Umfeld und entsprechende Beratungskompetenz. Aus dieser starken Position wird die Digitalisierung des Konzerns zielgerichtet vorangetrieben. Das erste digitale Produkt "Connected Manufacturing", welches mit einer innovativen Software eine einfache Lösung für die Digitalisierung der Fertigung bietet, ist dabei ein Anfang. Die Gruppe wird in den kommenden Jahren mit weiteren Produktinnovationen ihre Mission weiter mit Leben füllen. Dies geschieht aus der Überzeugung heraus, dass eine Fortsetzung des Wachstumskurses der Gruppe vor allem von der Fähigkeit abhängt, innovative Lösungen auf den Markt zu bringen und kontinuierlich Mehrwert für die Kunden zu schaffen. Aus diesem Grund arbeitet die Gruppe auch weiterhin daran, die Effektivität der Forschung und Entwicklung zu erhöhen und noch stärker mit ihren Kunden zu kooperieren. Auch Investitionen in die eProcurement Beschaffungsplattform Simple System folgen dem strategischen Ziel zur Erschließung neuer Wachstumsfelder. Strategische Ebene "Basis schaffen und Profitabilität sichern" Zukünftiges Wachstum benötigt ein solides Fundament. Deshalb wird die Gruppe in den kommenden Jahren ihre Prozesse und IT-Architektur konsequent Stück für Stück optimieren und zukunftsfest machen. Dazu gehört die Umsetzung des zentralen Digitalisierungs- und Transformationsprogramms Hoffmann 4.0 mit einer Roadmap bis 2027. Ein weiterer wichtiger Baustein ist das Logistikzentrum in Nürnberg, in dem bis zu 40.000 Pakete am Tag versendet werden können. LogisticCity bietet vollautomatisierte Prozesse von der Bestellung bis zur Lieferung auf modernstem Standard und ermöglicht als leistungsstärkster Logistikstandort der Hoffmann SE noch schnellere und zuverlässigere Lieferungen. Über 3.000 hoch qualifizierte Mitarbeiter sind verantwortlich für das nachhaltige Wachstum und die Profitabilität der Hoffmann Gruppe. Im Berichtsjahr wurde weiter in die Qualifikation und Weiterbildung der Mitarbeiter investiert, um auch zukünftig Wachstumschancen nutzen zu können. 5. Gesamtaussage Die Risiken für die Hoffmann Gruppe sind insbesondere aufgrund der sehr soliden Unternehmenssituation begrenzt. Vorhandene Risiken werden identifiziert, Risikosteuerungsmaßnahmen werden aufgesetzt und konsequent überwacht. Die vorhandenen Chancen ermöglichen ein Umsatzwachstum, ein Geschäftsjahr 2023 mit einem positiven Jahresergebnis sowie Potential für Ergebnisverbesserungen in den Folgejahren. E. Sonstige Angaben1. Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen Die Hoffmann SE war im Zeitraum vom 1. Januar bis zum 10. Mai 2022 im Sinne von § 312 AktG eine unmittelbar abhängige Gesellschaft von der Franz Hoffmann GmbH & Co. Verwaltungs KG, München bzw. vom 11. Mai bis zum 31. Dezember 2022 im Sinne von § 312 AktG eine unmittelbar abhängige Gesellschaft von der SFS Group International AG, Heerbrugg, Schweiz. Darüber hinaus war die Hoffmann SE im Zeitraum vom 1. Januar bis zum 10. Mai 2022 im Sinne von § 312 AktG eine mittelbar abhängige Gesellschaft von der NV Holding GmbH, Wien, Österreich bzw. vom 11. Mai bis zum 31. Dezember 2022 im Sinne von § 312 AktG eine mittelbar abhängige Gesellschaft von der SFS Group AG, Heerbrugg, Schweiz. Es bestand bzw. besteht weder ein Beherrschungsvertrag noch ein Ergebnisabführungsvertrag zwischen der Hoffmann SE und den vorgenannten Gesellschaften. Daher hat der Vorstand der Hoffmann SE gemäß § 312 Abs. 1 AktG einen Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgestellt. Dieser Bericht enthält folgende Schlusserklärung: "Die Hoffmann SE hat bei den im Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäften nach den Umständen, die uns in dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen wurden, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten und ist dadurch nicht benachteiligt worden. Andere Maßnahmen wurden im Berichtszeitraum weder getroffen noch unterlassen." 2. Nachtragsbericht Ab dem 1.4.2023 wird Claudia Lenders die Vorstandsposition des Chief Sales Officers übernehmen und das Ressort "Sales und Marketing" leiten. Siegfried Neher wird zum 31.3.2023 aus dem Vorstand der Hoffmann SE ausscheiden. Darüber hinaus ergaben sich zwischen dem Bilanzstichtag und dem Tag der Aufstellung des vorliegenden Konzernabschlusses weder im Konzern der Hoffmann SE noch im näheren wirtschaftlichen Umfeld Ereignisse von besonderer Bedeutung mit maßgeblichen Auswirkungen auf das Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns.
München, den 1. März 2023 Hoffmann SE Vorstand Martin Reichenecker Alexander Eckert Siegfried Neher Borries Schüler Marc Trube
1 www.bundesbank.de: Deutsche Bundesbank,
Monatsbericht November 2022
KONZERN-BILANZ ZUM 31.12.2022AKTIVA
KONZERN GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR 2022
KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG FÜR 2022
KONZERN-EIGENKAPITALSPIEGEL FÜR 2022
KONZERNANHANG 2022Die Hoffmann SE mit Sitz in München wird unter der HRB Nr. 237463 im Handelsregister des Amtsgerichts München geführt. Der Hoffmann Konzern hat seinen Ursprung im Jahre 1919 und ist heute einer der führenden Anbieter von Qualitätswerkzeugen, Betriebseinrichtungen und damit verbundenen hochwertigen Beratungs- und Serviceleistungen. 1. Aufstellung des KonzernabschlussesDie Hoffmann SE hält die Mehrheit der Stimmrechte an Tochterunternehmen, hat somit beherrschenden Einfluss im Sinne des § 290 Abs. 2 Nr. 1 HGB. In den Vorjahren war die Gesellschaft gemäß § 291 HGB von der Aufstellung, Prüfung und Offenlegung eines Konzernabschlusses befreit, da die Hoffmann SE mit ihren Tochtergesellschaften in den übergeordneten Konzernabschluss der NV Holding GmbH, Wien, Österreich einbezogen war. Im Geschäftsjahr 2022 ist die Gesellschaft hingegen aufgrund des Wegfalls der Voraussetzungen für die Befreiung nach §§ 291 f. HGB erstmalig nach § 290 Abs. 1 HGB zur Aufstellung, Prüfung und Offenlegung eines Konzernabschlusses verpflichtet. Der vorliegende Konzernabschluss wird nach den Vorschriften der §§ 290 ff. HGB aufgestellt. Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. Die Aufstellung des Konzernabschlusses erfolgte in EUR. Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr . Der Konzernabschluss wurde unter Anwendung des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufgestellt. Gemäß der IDW-Stellungnahme zur Rechnungslegung hinsichtlich Vorjahreszahlen im handelsrechtlichen Konzernabschluss (IDW RS HFA 44) wird aufgrund der erstmaligen verpflichtenden Aufstellung des Konzernabschlusses auf die Angabe von Vorjahreszahlen verzichtet. 2. Angaben zur Konsolidierunga) Konsolidierungsgrundsätze Die Jahresabschlüsse der Hoffmann SE und ihrer Tochterunternehmen werden grundsätzlich nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt. Die Kapitalkonsolidierung erfolgte nach der Neubewertungsmethode. Die Erstkonsolidierung wurde jeweils zum Zeitpunkt des Erwerbs bzw. der Gründung vorgenommen, da bereits in Vorjahren freiwillige Konzernabschlüsse für die Hoffmann SE erstellt wurden. Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen werden im Rahmen der Schuldenkonsolidierung nach § 303 Abs. 1 HGB eliminiert. Zwischengewinne im Konzern wurden gemäß § 304 Abs. 1 HGB eliminiert. Die Aufwands- und Ertragskonsolidierung erfolgt gemäß § 305 Abs. 1 HGB durch Verrechnung der jeweiligen Ertrags- und Aufwandspositionen. Zudem wurden Ergebnisübernahmen und Beteiligungserträge einbezogener Gesellschaften eliminiert. b) Konsolidierungskreis Tochterunternehmen, an denen die Hoffmann SE direkt oder indirekt die Mehrheit der Stimmrechte hält, werden nach den Grundsätzen der Vollkonsolidierung einbezogen, soweit sie für die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage nicht von untergeordneter Bedeutung sind. Im Einzelnen sind neben dem Mutterunternehmen die folgenden 34 beherrschten Tochterunternehmen nach den Grundsätzen der Vollkonsolidierung berücksichtigt.
* Gesellschaften, welche von den Befreiungsvorschriften für die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht, Prüfung und Offenlegung nach § 264 Abs. 3 HGB i.V.m. § 325 HGB in Anspruch nehmen Die Beteiligung der Hoffmann SE an der Contorion GmbH wurde am 01.01.2022 als erster Geschäftsvorfall des Berichtszeitraums veräußert. Im Geschäftsjahr werden zwei Tochtergesellschaften nicht in den Konzernabschluss einbezogen. Die Hoffmann Group Foundation gGmbH ist für die zutreffende Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns nach § 296 Abs. 2 HGB von untergeordneter Bedeutung. Die Hoffmann Professional Tools ZAO wurde per 30.04.2022 entkonsolidiert, da erhebliche und andauernde Beschränkungen die Ausübung der Rechte des Mutterunternehmens in Bezug auf das Vermögen des Tochterunternehmens nach § 296 Abs. 1 Nr. 1 HGB nachhaltig beeinträchtigen. Aufgrund der bestehenden Sanktionen ist unter anderem ein Zugriff auf das Vermögen in Russland voraussichtlich dauerhaft nicht möglich. Die Gruppe hat Ende des ersten Quartals 2022 beschlossen, keine neuen Aufträge mehr von der russischen Tochtergesellschaft anzunehmen.
c) Stichtag Der Konzernabschluss ist auf den Stichtag des Jahresabschlusses der Hoffmann SE zum 31.12.2022 aufgestellt. Der Abschlussstichtag aller konsolidierten Unternehmen ist der 31.12.2022. Einzige Ausnahme ist die Hoffmann Quality Tools India Pvt. Ltd, Pune, Indien, mit Abschlussstichtag 31.03.2023. Die Hoffmann Quality Tools India Pvt. Ltd erstellte gemäß § 299 Abs. 2 HGB zum 31.12.2022 einen Zwischenabschluss. 3. Bilanzierung, Bewertung und Gliederunga) Änderung von Bilanzierung- und Bewertungsmethoden im Geschäftsjahr Aufgrund der Zugehörigkeit zur SFS Group International AG hat die Gruppe im Geschäftsjahr einige Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angepasst mit dem Ziel, die Rechnungslegung soweit möglich an die Bilanzierungsstandards des übergeordneten Konzerns anzupassen. Im Berichtszeitraum wurde die Methode zur Ermittlung von Pauschalwertberichtigungen auf Forderungen gegenüber Dritten angepasst. Demnach werden Forderungen, welche seit über 90 Tagen überfällig sind, pauschal zu 50% abgewertet. Über 180 Tage überfällige Forderungen werden zu 100% abgewertet. In der Vergangenheit wurden Pauschalwertberichtigungen auf Basis historischer Ausfallraten ermittelt bzw. in Deutschland der steuerlich anerkannte Maximalwert von 1% angesetzt. Die Methode zur Ermittlung von Einzelwertberichtigungen bleibt hingegen unverändert. Die Änderung der Bilanzierungsmethode soll die Transparenz in Bezug auf die Überfälligkeiten erhöhen und die Steuerung erleichtern. Aufgrund der neuen Bewertungsmethode wurden im Berichtszeitraum zusätzliche Aufwendungen in Höhe von 1.399 T€ erfasst. Darüber hinaus wurde die pauschale Bewertung der Vorräte angepasst. Während in der Vergangenheit auch handelsrechtlich nur die steuerlich anerkannten Abschreibungen auf Sonderbestände (u.a. Vorführware, Auslaufartikel, Marketingartikel) angesetzt wurden, erfolgt ab dem Berichtszeitraum eine Bewertung auf Basis von Reichweiten. Demnach werden Artikel, welche keine Neuartikel sind, zu 50% abgeschrieben, sofern ihre Reichweite zwischen ein und zwei Jahren liegt. Artikel mit einer Reichweite von über zwei Jahren werden zu 100% abgeschrieben. Die Bemessung der Werthaltigkeit auf Basis von Reichweiten stellt aus Sicht der Gruppe ein geeignetes Steuerungsinstrument dar. Aufgrund der Änderung der Bewertungsmethode erhöht sich der Materialaufwand im Berichtszeitraum um 15.608 T€. Aufgrund der dargestellten Änderungen der Bewertungsmethoden ergeben sich zusätzliche Unterschiede zwischen der Handels- und Steuerbilanz, welche zu latenten Steuern führen. Auch aus diesem Grund wird ab dem Geschäftsjahr 2022 das Wahlrecht zur Aktivierung von latenten Steuern ausgeübt. Im Geschäftsjahr ergab sich im Zusammenhang mit der geänderten Wahlrechtsausübung auf Ebene der Tochtergesellschaften ein latenter Steuerertrag in Höhe von 5.536 T€. Darüber hinaus wurden die Bilanzierungsmethoden stetig angewandt. b) Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Sämtliche Abschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen werden angepasst, soweit sie noch nicht nach den deutschen handelsrechtlichen Gliederungs- und Bewertungsvorschriften aufgestellt sind. Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden in Ausübung des Wahlrechts nach § 248 Abs. 2 HGB zu Herstellungskosten angesetzt. Abschreibungen erfolgen linear über die voraussichtliche Nutzungsdauer von drei Jahren. In die Herstellungskosten werden keine Wahlbestandteile nach § 255 Abs 2. S. 3 HGB einbezogen. Fremdkapitalzinsen werden nicht im Rahmen der Herstellungskosten berücksichtigt. Der Zeitpunkt des Übergangs von der Forschung zur Entwicklung ist durch den Übergang vom eigenständigen und planmäßigen Suchen zum Erproben und Testen der gewonnenen Erkenntnisse oder Fertigkeiten bestimmt. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten und, soweit abnutzbar, unter Berücksichtigung linearer Abschreibungen angesetzt. Die Nutzungsdauer liegt in der Regel zwischen drei und fünf Jahren. Bei voraussichtlich dauerhafter Wertminderung werden darüber hinaus außerplanmäßige Abschreibungen angesetzt. Positive Unterschiedsbeträge aus der Verrechnung des Wertansatzes der dem Mutterunternehmen gehörenden Anteile an einem Tochterunternehmen mit dem auf die Anteile entfallenden Betrag des Eigenkapitals des Tochterunternehmens werden in den Geschäfts- oder Firmenwert eingestellt. Geschäfts- und Firmenwerte werden planmäßig über ihre voraussichtliche Nutzungsdauer sowie bei Bedarf auch außerplanmäßig abgeschrieben. Als Faktoren für die Nutzungsdauerschätzung werden insbesondere die Auswirkungen von Veränderungen der Absatzmärkte sowie die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen herangezogen. Der Geschäfts- und Firmenwert im Zusammenhang mit der Simple System GmbH wird planmäßig über 5 Jahre abgeschrieben. Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen angesetzt. Grundlage für planmäßige Abschreibungen ist die voraussichtliche Nutzungsdauer des jeweiligen Vermögensgegenstandes (§ 253 Abs. 3, Abs. 1 HGB). Es werden regelmäßig die steuerlich zulässigen Höchstsätze herangezogen, sofern diese die tatsächliche Nutzungsdauer zutreffend abbilden. Demnach werden Gebäude über 33 Jahre, technische Anlagen und Maschinen über 5-10 Jahre und Betriebs- und Geschäftsausstattung über 5-10 Jahre abgeschrieben. Sachanlagen werden grundsätzlich linear abgeschrieben. Bei voraussichtlich dauerhafter Wertminderung werden darüber hinaus außerplanmäßige Abschreibungen angesetzt. Geringwertige Wirtschaftsgüter bis zu einem Netto-Einzelwert von 800 € werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben. Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten oder bei voraussichtlich dauernden Wertminderungen zu niedrigeren beizulegenden Werten bilanziert. Entfallen die Gründe für eine dauerhafte Wertminderung, erfolgt eine Zuschreibung auf die Höhe der fortgeführten Anschaffungskosten. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, unfertige und fertige Erzeugnisse sowie Handelswaren werden zu Konzern-Anschaffungs- oder Herstellungskosten oder, soweit erforderlich, zum niedrigeren am Bilanzstichtag beizulegenden Wert angesetzt. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind auf der Basis von Einzelkalkulationen zu Herstellungskosten bewertet, wobei neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten, Fertigungslöhnen und Sondereinzelkosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen berücksichtigt werden. Zinsen für Fremdkapital werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Kosten der allgemeinen Verwaltung sowie angemessene Aufwendungen für soziale Einrichtungen des Betriebs, für freiwillige soziale Leistungen und für die betriebliche Altersversorgung werden nicht aktiviert. Bestandsrisiken, die sich aus geminderter Verwertbarkeit oder niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, werden durch angemessene Wertberichtigungen berücksichtigt. Geleistete sowie erhaltene Anzahlungen werden zum Nennbetrag angesetzt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert oder mit dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Erkennbare Einzelrisiken werden bei Bedarf durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Zinsverlusten, allgemeinen Ausfallrisiken und Mahnkosten wird durch eine Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen. Unverzinsliche langfristige Forderungen werden abgezinst. Flüssige Mittel werden mit den Nennwerten angesetzt. Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten umfassen gemäß § 250 Abs. 1 HGB Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Die Berechnung der latenten Steuern beruht auf Verlustvorträgen sowie temporären oder quasipermanenten Differenzen zwischen Bilanzposten aus handelsrechtlicher und steuerrechtlicher Betrachtungsweise gem. § 274 HGB. Seit dem aktuellen Geschäftsjahr werden neben passiven latenten Steuern auch aktive latente Steuern angesetzt. Es erfolgt keine Saldierung. Zur Berechnung der latenten Steuern wird der Ertragsteuersatz der jeweiligen Gesellschaften zum Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen verwendet. Latente Steuern auf Konzernabschlussebene werden gem. § 306 HGB gebildet. Diese betreffen insbesondere die Zwischenergebniseliminierung auf Vorräte. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden mit dem nach versicherungsmathematischen Grundsätzen entsprechend der "Project-Unit-Credit-Methode" ermittelten Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Sie werden pauschal mit einem einer Restlaufzeit von 15 Jahren entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren abgezinst. Es wurden folgende Annahmen für die Berechnung berücksichtigt (§ 314 Nr. 16 HGB):
Steuerrückstellungen werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Die sonstigen Rückstellungen erfassen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohende Verluste aus schwebenden Geschäften und sind mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden, von der Deutschen Bundesbank nach Maßgabe der Rückstellungsabzinsungsverordnung veröffentlichten 7-Jahres-Durchschnittszins abgezinst. Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Umsatzerlöse werden entsprechend dem Realisationsprinzip im Zeitpunkt der Warenlieferung bzw. Leistungserbringung realisiert. Bei Warenlieferungen erfolgt die Umsatzlegung im Zeitpunkt des Gefahrenübergangs der Ware auf den Kunden. Die Umsatzerlöse werden um Rabatte, Boni und direkt damit verbundene Umsatzsteuern vermindert. c) Währungsumrechnung Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr werden gemäß § 256a HGB zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet. Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten in fremder Währung mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden zu dem am Entstehungstag maßgebenden Kurs oder mit dem Stichtagskurs, soweit dieser bei Vermögensgegenständen niedriger bzw. bei Verbindlichkeiten höher war, umgerechnet. Die Gewinn- und Verlustrechnungen der ausländischen Tochtergesellschaften, soweit nicht in EUR aufgestellt, werden mit den Durchschnittskursen umgerechnet. Für die Umrechnung der Bilanzen von Tochtergesellschaften mit abweichender Währung werden die Stichtagskurse bzw. hinsichtlich der Umrechnung des Eigenkapitals die historischen Umrechnungskurse herangezogen. Etwaige Umrechnungsdifferenzen werden im Eigenkapital ausgewiesen. Bei den verwendeten Währungskursen handelt es sich mit Ausnahme des chinesischen Renminbis Yuan sowie des mexikanischen Pesos (Währungskurse der jeweiligen Zentralbank) um die veröffentlichten Kurse der Europäischen Zentralbank. Seit März 2022 wird durch die EZB kein Rubelkurs mehr veröffentlicht. Alternativ wurde der Rubelkurs veröffentlicht auf der Plattform Bloomberg FX Fixings herangezogen.
4. Erläuterungen zur Konzernbilanza) Anlagevermögen Die Entwicklung und Darstellung der einzelnen Posten des Anlagevermögens erfolgt gemäß § 284 Abs. 3 HGB i.V.m. § 313 Abs. 4 HGB und ist im Konzernanlagenspiegel ersichtlich. b) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände In den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind Forderungen mit einer Laufzeit von über einem Jahr in Höhe von 1.423 T€ enthalten. Dabei handelt es sich im Wesentlichen um Forderungen im Zusammenhang mit Leasingverträgen von Werkzeugautomaten. Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen mit 1.119 T€ Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Gegenüber der Gesellschafterin SFS Group International AG besteht eine Darlehensforderung inkl. Zinsen in Höhe von 273.643 T€. Die Forderungen haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. In den sonstigen Vermögensgegenständen ist ein Gesamtbetrag in Höhe von 325 T€ mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr enthalten. c) Rechnungsabgrenzungsposten Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von 4.021 T€ betreffen im Wesentlichen vorausbezahlte Lizenz- und Wartungsverträge. d) Latente Steuern Aktive latente Steuern auf Ebene des Organträgers Hoffmann SE und der inländischen Organgesellschaften ergeben sich im Geschäftsjahr größtenteils aus unterschiedlichen Wertansätzen für das Vorratsvermögen und Forderungen. Des Weiteren wurden aktive latente Steuern auf Verlustvorträge von Auslandsgesellschaften insoweit aktiviert, als diese in den nächsten fünf Jahren nutzbar sind. Aus § 274 HGB resultierende passive latente Steuern ergeben sich im Geschäftsjahr lediglich auf Ebene einzelner inländischer Organgesellschaften. Die passiven latenten Steuern resultieren größtenteils aus unterschiedlichen Ansatzvorschriften für selbsterstellte immaterielle Vermögensgegenstände. Die aktiven latenten Steuern belaufen sich zum Bilanzstichtag auf 10.489 T€, die passiven latenten Steuern auf 3.657 T€. Die der Bewertung zu Grunde liegenden gesellschaftsindividuellen Steuersätze liegen zwischen 9% und 32%. Eine Verrechnung von aktiven und passiven latenten Steuern auf Konzernabschlussebene wurde nicht vorgenommen. Aktive latente Steuern auf Konzernebene ergeben sich im Wesentlichen aus der Zwischenergebniseliminierung auf Vorräte in Höhe von 794 T€. Die Bewertung erfolgt mit einem kombinierten Steuersatz von 30%. e) Eigenkapital Das Grundkapital der Gesellschaft beträgt 2.550 T€ und ist in 2.550.000 nennwertlose auf den Namen lautende Stückaktien eingeteilt. Der rechnerische Wert je Aktie beträgt 1 €. Bei den Gewinnrücklagen der Hoffmann SE handelt es sich ausschließlich um andere Gewinnrücklagen. Die Gesamtentwicklung des Konzerneigenkapitals kann dem Eigenkapitalspiegel entnommen werden. f) Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Der Unterschiedsbetrag gemäß § 253 Abs. 6 HGB zwischen dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen 10 Geschäftsjahren und der vergangenen 7 Geschäftsjahren beträgt 107 T€. g) Rückstellungen für Steuern Die Rückstellungen betreffen im Wesentlichen laufende Ertragsteuern. h) Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen den Personalbereich unter anderem in Form von Bonus-, Urlaubs- und Gleitzeitrückstellungen sowie Rückstellungen für Garantien. i) Verbindlichkeiten Die Restlaufzeiten und die Zusammensetzung der Verbindlichkeiten ergeben sich aus dem nachstehenden Verbindlichkeitenspiegel. Für die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen teilweise Eigentumsvorbehalte im üblichen Rahmen.
Die Darlehensverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten belaufen sich zum Stichtag 31.12.2022 auf 149.875 T€ zzgl. Zinsen in Höhe von 198 T€. Im Geschäftsjahr 2022 wurde der bestehende Konsortialkreditvertrag refinanziert. Die Hoffmann SE trat dem Kreditvertrag der SFS Group AG mit einer Laufzeit bis 10.05.2027 und einem revolvierenden Kreditrahmen in Höhe von bis zu 600 Mio. CHF als Kreditnehmer bei. Ein Gesamtbetrag in Höhe von 49.875 T€ der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten resultiert aus drei bilateralen KfW-refinanzierten Ratendarlehen, die am 24.06.2019 abgeschlossen wurden. Zur Sicherstellung der Ansprüche der Banken aus den Ratendarlehen wurde durch die Hoffmann Group Immobilien GmbH eine erstrangige Grundschuld auf das Grundstück des neuen Logistikstandorts in Nürnberg in Höhe von 66.500 T€ bestellt. Die Tilgung des Darlehens erfolgt in gleichbleibenden Raten. 8.313 T€ weisen eine Laufzeit von über 5 Jahren auf. Die bestehenden bilateralen Kreditlinien mit der Landesbank Baden-Württemberg und der HypoVereinsbank/UniCredit über je 25.000 T€ wurden zum Stichtag 31.12.2022 für Kontokorrentkredite nicht in Anspruch genommen. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen im Wesentlichen eine Darlehensverbindlichkeit in Höhe von 20.000 T€ zzgl. Zinsen in Höhe von 20 T€ sowie Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistungen in Höhe von 202 T€. 5. Gewinn- und Verlustrechnunga) Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse von 1.106.226 T€ wurden in Höhe von 716.812 T€ bzw. 64,8% in der Region GSA (Deutschland, Österreich, Schweiz) erzielt. Umsatzerlöse in Höhe von 332.864 T€ bzw. ein Umsatzanteil von 30,1% entfiel auf die Region Europa. 35.942 T€ bzw. 3,3% sowie 20.608 T€ bzw. 1,9% der Umsatzerlöse entfielen auf die Regionen Asien und Amerika. Die Gruppe erzielt im Wesentlichen Handelsumsätze (1.079.178 T€). Die Umsatzerlöse im Zusammenhang mit Dienstleistungen (27.049 T€) spielen demgegenüber eine eher untergeordnete Rolle. b) Andere aktivierte Eigenleistungen Die Position enthält interne Aufwendungen für die Entwicklung selbsterstellter immaterieller Vermögensgegenstände. Im aktuellen Jahr wurden Personalaufwendungen in Höhe von 1.311 T€ aktiviert. c) Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten im aktuellen Geschäftsjahr außerordentliche Erträge im Zusammenhang mit der Entkonsolidierung der Contorion GmbH. Das Entkonsolidierungsergebnis beläuft sich auf 254.719 T€. Darüber hinaus enthält die Position Kursgewinne in Höhe von 2.593 T€. Das Währungsergebnis betrifft im Wesentlichen unrealisierte Gewinne und Verluste aus EUR Darlehen an Verbundene Unternehmen in Drittländern. Außerdem sind Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von 3.387 T€ enthalten. In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von 3.823 T€ enthalten. d) Materialaufwand Der Materialaufwand enthält außergewöhnliche Aufwendungen im Zusammenhang mit der neuen Bewertungsmethode des Vorratsvermögens in Höhe von 15.608 T€. e) Personalaufwand Der Personalaufwand umfasst im Wesentlichen Löhne und Gehälter in Höhe von 197.578 T€. Des Weiteren sind neben den sozialen Abgaben auch Aufwendungen für Altersversorgung enthalten. Im Personalaufwand des Geschäftsjahres sind keine periodenfremden Aufwendungen enthalten. f) Abschreibungen Im Berichtsjahr wurden keine außerplanmäßigen Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens vorgenommen. Die Abschreibungen enthalten Abschreibungen auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens von außergewöhnlicher Größenordnung in Höhe von 18.816 T€. Diese betreffen Wertberichtigungen im Zusammenhang mit Vermögensgegenständen, die erheblichen und voraussichtlich dauerhaften Einschränkungen der Verfügungsmöglichkeiten unterliegen. g) Sonstige betriebliche Aufwendungen In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Kursverluste in Höhe von 4.297 T€ enthalten. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten einen Veräußerungsverlust aus der Entkonsolidierung einer Tochtergesellschaft in Höhe von 659 T€. Aufwendungen im Zusammenhang mit der im laufenden Geschäftsjahr geänderten Methode zur Ermittlung der Pauschalwertberichtigungen auf Forderungen belaufen sich auf 1.399 T€. Im Geschäftsjahr sind keine periodenfremden Aufwendungen enthalten. h) Finanzergebnis Die sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge betrugen im Geschäftsjahr 1.956 T€, die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen 3.181 T€. Im Finanzergebnis wurden Aufwendungen aus der Abzinsung sowie der Änderung des Diskontierungszinssatzes von Rückstellungen und Verbindlichkeiten in Höhe von 134 T€ erfasst. Im Zinsergebnis des Geschäftsjahres sind keine periodenfremden Aufwendungen enthalten. i) Jahresergebnis und Steuern Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag belaufen sich auf 26.528 T€. Im Gesamtbetrag sind latente Steuererträge in Höhe von 5.618 T€ enthalten. Die aktiven latenten Steuern belaufen sich zum Bilanzstichtag auf 10.489 T€, die passiven latenten Steuern auf 3.657 T€. 6. Erläuterungen zur KapitalflussrechnungDer in der Kapitalflussrechnung betrachtete Finanzmittelfonds umfasst alle in der Bilanz ausgewiesenen Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, d.h. Kassenbestände, Schecks und Guthaben bei Kreditinstituten, soweit sie innerhalb von drei Monaten ohne nennenswerte Wertschwankungen verfügbar sind. Die zahlungsunwirksamen Aufwendungen und Erträge, welche im Rahmen der operativen Geschäftstätigkeit dargestellt werden, betreffen insbesondere den Veräußerungsgewinn in Bezug auf die Veräußerung der Geschäftsanteile an der Contorion GmbH sowie Wertberichtigungen und Abschreibungen auf Umlaufvermögen. 7. Sonstige Angabena) Organe der Gesellschaft Die Leitung der Hoffmann SE obliegt dem Vorstand. Folgende Personen waren im Geschäftsjahr 2022 zum Vorstand bestellt:
Den aktiven Mitgliedern des Vorstands wurden im Geschäftsjahr 2022 Bezüge für die Wahrnehmung ihrer Aufgaben im Mutterunternehmen und den Tochterunternehmen in Höhe von insgesamt 3.218 T€ gewährt. Der Aufsichtsrat bestand im Geschäftsjahr 2022 aus folgenden Mitgliedern:
Die Vergütung für die Mitglieder des Aufsichtsrats beträgt im Geschäftsjahr 200 T€. b) Honorar des Abschlussprüfers Das Gesamthonorar des Konzernabschlussprüfers inklusive Auslagenersatz gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 9 HGB beträgt für Prüfungsleistungen 441 T€, für andere Bestätigungsleistungen 208 T€ und für Steuerberatungsleistungen 171 T€. Die Honorare für sonstige Leistungen belaufen sich auf 104 T€. c) Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen Mit nahestehenden Unternehmen und Personen werden ausschließlich zu marktüblichen Bedingungen zustande gekommene Geschäfte abgeschlossen. d) Mitarbeiter Die Hoffmann SE und ihre Tochtergesellschaften beschäftigten im Geschäftsjahr 2022 im Jahresdurchschnitt 3.042 Mitarbeiter. Davon sind durchschnittlich 2.104 in GSA (Deutschland, Österreich, Schweiz) angestellt. Durchschnittlich 632 Mitarbeiter werden in der Region Europe beschäftigt. Auf Americas und Asia entfallen durchschnittlich 109 bzw. 197 Mitarbeiter. e) Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen sind nachfolgend aufgeführt:
f) Haftungsverhältnisse Es bestanden zum Stichtag die folgenden Haftungsverhältnisse im Sinne des § 251 HGB:
Die Wahrscheinlichkeit, dass die angegebenen Verbindlichkeiten aus Bürgschaften in Anspruch genommen werden, wird aufgrund der gegenwärtigen Bonität und des bisherigen Zahlungsverhaltens der Begünstigten als gering eingeschätzt. Erkennbare Anhaltspunkte, die eine andere Beurteilung erforderlich machen würden, liegen nicht vor. g) Angaben zu nicht in der Konzernbilanz enthaltenen Geschäften Im September 2020 schloss die Hoffmann Gruppe einen Vertrag zur Finanzierung von Forderungen mittels Verbriefung am ABCP (asset-backed commercial paper) Markt ab (im Folgenden: "ABCP Programm"). Involviert sind elf operative Tochtergesellschaften in Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien und den Niederlanden. Im Rahmen der Struktur werden Forderungen zunächst an die Hoffmann SE bzw. Hoffmann Auslands-Beteiligungs GmbH veräußert. In einem zweiten Schritt erfolgt die Abtretung an ein insolvenzfestes ABCP Conduit in Luxemburg. Die Transaktion erfolgt mittels eines "True Sale", d.h. das Bonitätsrisiko im Zusammenhang mit den veräußerten Forderungen geht auf das ABCP Conduit über. Damit kommt es zum Abgang der veräußerten Forderungen aus der Bilanz der Gruppe. Zum Bilanzstichtag 31.12.2022 wurden Forderungen in Höhe von 98.844 T€ abgetreten. Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten Kaufpreiseinbehalte in Höhe von 7,45 % bzw. 7.361 T€. Das Finanzierungsvolumen zum Bilanzstichtag nach Abzug der vorgenannten Einbehalte sowie der Verlustreserve von 1.483 T€ beläuft sich auf 90.000 T€. In den sonstigen Verbindlichkeiten werden Zahlungseingänge von Kunden seit der letzten Veräußerung in Höhe von 31.755 T€ ausgewiesen, die noch nicht an das ABCP Conduit weitergeleitet wurden. Im Rahmen des Programms wurden Bankkonten in der Art verpfändet, dass Zahlungseingänge auf abgetretene Forderungen im Fall der Insolvenz einer Tochtergesellschaft der Hoffmann SE dem ABCP Conduit zustehen. h) Forschung und Entwicklung Der Gesamtbetrag der Forschungs- und Entwicklungskosten im Berichtszeitraum beträgt 21.410 T€. Von den Entwicklungskosten wurde im Berichtsjahr ein Betrag von 5.772 T€ als selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens aktiviert. i) GewinnverwendungsvorschlagDer Vorstand empfiehlt, von einer Dividendenausschüttung für das Geschäftsjahr 2022 abzusehen. Der Bilanzgewinn des Mutterunternehmens in Höhe von 406.986 T€ soll demnach auf neue Rechnung vorgetragen werden. Die endgültige Entscheidung über die Verwendung des Bilanzgewinns trifft die Hauptversammlung der Hoffmann SE. j) Konzernverhältnisse Mit Aktienkaufvertrag vom 21.12.2021 wurde der Zusammenschluss der Hoffmann SE mit der SFS Group AG beschlossen. Die SFS Group International AG ist seit dem Vollzug der Transaktion am 11.05.2022 die alleinige Aktionärin der Hoffmann SE. Der Konzernabschluss der Hoffmann SE für das Geschäftsjahr 2022 wird aufgrund des Wegfalls der Befreiungsmöglichkeit durch den Konzernabschluss der NV Holding GmbH, Wien, Österreich, erstmals durch Einreichung beim Betreiber des elektronischen Bundesanzeigers offengelegt. Die Hoffmann SE wird als Tochterunternehmen in den Konzernabschluss der SFS Group AG, Heerbrugg, Schweiz, einbezogen. Der übergeordnete Konzernabschluss umfasst den größten Kreis an Tochterunternehmen. Der Konzernabschluss der SFS Group AG wird unter anderem auf der Homepage der SFS Group AG veröffentlicht. Der vorliegende Konzernabschluss der Hoffmann SE umfasst den kleinsten Kreis an Tochterunternehmen. k) Nachtragsbericht Ab dem 01.04.2023 wird Claudia Lenders die Vorstandsposition des Chief Sales Officers übernehmen und das Ressort "Sales und Marketing" leiten. Siegfried Neher wird zum 31.03.2023 aus dem Vorstand der Hoffmann SE ausscheiden. Darüber hinaus ergaben sich zwischen dem Bilanzstichtag und dem Tag der Aufstellung des vorliegenden Konzernabschlusses weder im Konzern der Hoffmann SE noch im näheren wirtschaftlichen Umfeld Ereignisse von besonderer Bedeutung mit maßgeblichen Auswirkungen auf das Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns.
München, den 1. März 2023 Hoffmann SE Vorstand Martin Reichenecker Alexander Eckert Siegfried Neher Borries Schüler Marc Trube Entwicklung des Konzernanlagevermögens 2022
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Hoffmann SE, München Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der Hoffmann SE, München, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Hoffmann SE, der mit dem Lagebericht der Gesellschaft zusammengefasst ist, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernla geberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
München, den 1. März 2023 PricewaterhouseCoopers
GmbH
Kerstin Krauß, Wirtschaftsprüferin ppa. Matthias Schlögel, Wirtschaftsprüfer Bericht des Aufsichtsrats an die Hauptversammlung für das abgelaufene Geschäftsjahr 2022der Hoffmann SEDer Aufsichtsrat der Hoffmann SE mit Sitz in München, eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts München unter HRB 237463 (nachstehend: die "Gesellschaft"), erstattet gemäß Art. 61 SE-VO in Verbindung mit § 171 Abs. 2 AktG den folgenden Bericht an die Hauptversammlung für das abgelaufene Geschäftsjahr 2022. Überwachung und Beratung im kontinuierlichen Dialog mit dem Vorstand Im Geschäftsjahr 2022 hat der Aufsichtsrat den Vorstand in der ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Weise überwacht und beraten. Während des Berichtszeitraumes unterrichtete der Vorstand den Aufsichtsrat schriftlich und mündlich im erforderlichen Umfang über die geschäftliche sowie über die wirtschaftliche und finanzielle Lage, die Unternehmensplanung der Gesellschaft sowie die Unternehmensplanung der Tochter- und Enkelgesellschaften der Gesellschaft (nachstehend gemeinsam: die "Hoffmann-Gruppe"). Der Aufsichtsrat hat die ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung für den Vorstand der Gesellschaft erforderlichen Beschlüsse, insbesondere im Rahmen der vorgesehenen Zustimmungsvorbehalte, gefasst. Im Geschäftsjahr 2022 fanden insgesamt acht Aufsichtsratssitzungen statt. Auch im Rahmen der Aufsichtsratssitzungen hat sich der Aufsichtsrat vom Vorstand über die Geschäftslage und Geschäftsentwicklung sowie wesentliche Geschäftsvorgänge berichten lassen. Zusätzlich haben im Rahmen von Aufsichtsratssitzungen sachzuständige Mitarbeiter von Unternehmen der Hoffmann-Gruppe zu wesentlichen Geschäftsvorgängen berichtet. Der Vorstand hat den Aufsichtsrat darüber hinaus über den Sachstand und den Fortgang wesentlicher Projekte der Gesellschaft und der Hoffmann-Gruppe (wie z. B. Projekt Trapez, Projekt Hoffmann 4.0, Projekt Logistik City) im gebotenen Umfang informiert. Auch außerhalb der Aufsichtsratssitzungen hat der Vorstand den Aufsichtsrat im gebotenen Umfang fortlaufend informiert. Darüber hinaus hat sich der Vorstand in Bezug auf die Übertragung sämtlicher Aktien der Gesellschaft an die SFS Group International AG einschließlich der damit zusammenhängenden Maßnahmen (Projekt Quantum) eng mit dem Aufsichtsrat abgestimmt. Die Entscheidungen sowie die Prüfung und Überwachung der Geschäftsführung des Vorstands basierte auf diesen Berichten und Unterrichtungen. Das seitens des Vorstands für das Geschäftsjahr 2023 vorgestellte Budget wurde in der Aufsichtsratssitzung am 1. Dezember 2022 freigegeben. Die Schwerpunkte der Beratung zwischen Vorstand und Aufsichtsrat bildeten im Geschäftsjahr 2022 sämtliche Maßnahmen im Zusammenhang mit
Ausschüsse hat der aus fünf Mitgliedern bestehende Aufsichtsrat nicht gebildet. Prüfung des Jahresabschlusses, des Konzernabschlusses und des Vorschlags auf Verwendung des Bilanzgewinns Der Vorstand hat dem Aufsichtsrat den nach den Vorschriften des HGB aufgestellten Jahres- und Konzernabschluss sowie den Lage- und Konzernlagebericht der Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2022 vorgelegt. Der Jahres- und Konzernabschluss sowie der Lage- und Konzernlagebericht der Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2022 wurden von der PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Der Aufsichtsrat hat den ihm vom Vorstand vorgelegten Jahresabschluss und den Konzernabschluss sowie den Lage- und Konzernlagebericht in seiner Sitzung am 1. März 2023 geprüft. Der Abschlussprüfer, der an dieser Sitzung teilnahm, stellte die Prüfungsergebnisse vor. Der Abschlussprüfer, Vorstand und Aufsichtsrat haben Fragestellungen im Zusammenhang mit dem Jahresabschluss diskutiert. Ferner hat der Aufsichtsrat den Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns 2022 geprüft. Nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung billigt der Aufsichtsrat einstimmig ohne Stimmenthaltung sowohl den Jahresabschluss und den Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2022 als auch den Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns 2022. Der Jahresabschluss ist somit festgestellt. Prüfung des Berichts des Vorstands über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen Dem Aufsichtsrat liegt der Bericht des Vorstands der Gesellschaft gemäß § 312 AktG über die Beziehungen der Gesellschaft zu verbundenen Unternehmen vor. In diesem Bericht sind alle Rechtsgeschäfte, welche die Gesellschaft im Berichtszeitraum 2022
oder auf Veranlassung oder im Interesse dieser Unternehmen vorgenommen hat, aufgeführt. Aufgeführt sind ferner alle Maßnahmen, die die Gesellschaft auf Veranlassung oder im Interesse dieser Unternehmen im Geschäftsjahr 2022 getroffen oder unterlassen hat. Der Aufsichtsrat hat den Bericht des Vorstands auf seine Vollständigkeit und Richtigkeit geprüft und ist aufgrund der dem Aufsichtsrat bekannten Umstände zu dem Ergebnis gekommen, dass die Gesellschaft (i) für jedes in dem Bericht aufgeführte Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten und (ii) durch keine Maßnahme, die getroffen oder unterlassen wurde, benachteiligt wurde. Nach dem abschließenden Ergebnis der Prüfung durch den Aufsichtsrat sind somit gegen die Schlusserklärung des Vorstands in seinem Bericht gemäß § 312 AktG keine Einwendungen zu erheben. Besetzung von Vorstand und Aufsichtsrat Vorstand und Aufsichtsrat der Gesellschaft sind gesetz- und satzungsmäßig besetzt. Dank Der Aufsichtsrat spricht allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie dem Vorstand der Hoffmann-Gruppe großen Dank und Anerkennung für die ausgezeichnete Arbeit im abgelaufenen Geschäftsjahr aus.
München, den 1. März 2023 Dr. Peter Bauschatz, Vorsitzender des Aufsichtsrats Der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2022 wurde am 1. März 2023 gebilligt. |
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Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie
Tätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Wein, Sekt und Spirituosen
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie
Außerunterrichtliche Betreuung für Schulkinder (ohne Jugendarbeit)
Beteiligungsgesellschaften
Tätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Werkzeugen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Echtzeit-Dokumentenabruf aus dem Handelsregister
Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen