NOFFZ Verwaltungs GmbH
Selbe AdresseVerwaltung von Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden für Dritte
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Danielle Benecke seit 13.9.2024 | Prokura |
Tobias Fabian Noffz seit 7.9.2020 | Geschäftsführer |
Markus Solbach seit 29.11.2011 | Geschäftsführer |
Dirk Schüller-Möller seit 30.7.2004 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 51.00% | |
| 39.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
3 Gesellschafter
GmbH-Struktur
2 von 3 angezeigt
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
NOFFZ Technologies GmbHTönisvorstJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Inhaltsverzeichnis 1. Bilanz zum 31. Dezember 2023 2. Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01. Januar bis 31. Dezember 2023 3. Anhang für das Geschäftsjahr 2023 4. Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023 5. Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023 6. Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers Bilanz zum 31. Dezember 2023NOFFZ Technologies GmbH, TönisvorstAktiva
Passiva
Gewinn- und VerlustrechnungNOFFZ Technologies GmbH, Tönisvorst
Anhang zum 31. Dezember 2023A. Allgemeine AngabenDer Jahresabschluss der NOFFZ Technologies GmbH wurde auf der Grundlage der geltenden Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. Nach den in § 267 (2) HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft. Von den größenabhängigen Erleichterungen gemäß § 288 HGB wurde teilweise Gebrauch gemacht. Der Sitz der im Handelsregister des Amtsgerichts Krefeld unter der HRB 9473 eingetragenen Gesellschaft ist in Tönisvorst. B. Bilanzierungs- und BewertungsgrundsätzeAnlagevermögen Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände und die Gegenstände des Sachanlagevermögens sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Abzug erhaltener Preisnachlässe und planmäßiger Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen wurden linear entsprechend der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung ermittelten betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer vorgenommen. Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte (Entwicklungskosten) werden mit den direkt zurechenbaren Herstellungskosten aktiviert, soweit sowohl die technische Realisierbarkeit als auch die Vermarktung oder die interne Nutzung sichergestellt ist. Mangels verlässlicher Schätzung werden diese in Analogie zur Geschäfts- oder Firmenwertabschreibung über eine Laufzeit von 10 Jahren abgeschrieben. Geringwertige Wirtschaftsgüter im Sinne des § 6 Abs. 2 EStG werden im Wirtschaftsjahr voll abgeschrieben. Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten bewertet. Vorräte Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden zu Anschaffungskosten bzw. den niedrigeren Wiederbeschaffungskosten zum Bilanzstichtag bewertet. Die Bewertung der unfertigen und fertigen Leistungen erfolgt zu Herstellungskosten oder den niedrigeren Marktwerten. Die Herstellungskosten enthalten die aktivierungspflichtigen Bestandteile des § 255 Abs. 2 HGB. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen werden gemäß § 268 Abs. 5 Satz 2 HGB von dem Posten Vorräte offen abgesetzt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind zu Nennbeträgen, abzüglich notwendiger Einzelwertberichtigungen, angesetzt. Auf die nicht einzelwertberichtigten Netto-Kundenforderungen wird zur Abdeckung des allgemeinen Ausfallrisikos und der durch verspätete Zahlungseingänge von Kunden entstehenden Zinsverluste eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1,0 % gebildet. Die Bewertung der übrigen Vermögensgegenstände erfolgte zum Nominalwert. Rückstellungen Die Pensionsrückstellungen berücksichtigen die Verpflichtungen der Gesellschaft aus den bis zum Bilanzstichtag erteilten Versorgungszusagen auf Basis versicherungsmathematischer Berechnungen in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages nach Verrechnung eines vorliegenden Deckungsvermögens. Im Berichtsjahr erfolgte die vollständige Auslagerung auf eine Versorgungskasse. Die Steuerrückstellungen berücksichtigen die nach dem derzeitigen Erkenntnisstand voraussichtlich zu leistenden Zahlungen. Die sonstigen Rückstellungen sind mit ihrem Erfüllungsbetrag so bemessen, dass sie nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung allen erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen angemessen Rechnung tragen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden grundsätzlich mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der letzten 7 Jahre abgezinst. Eine Abzinsung bei Archivierungskosten ist aus Geringfügigkeitsgründen unterblieben. Verbindlichkeiten Der Ansatz erfolgt jeweils mit dem Erfüllungsbetrag. Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten ergeben sich aus dem Verbindlichkeitenspiegel. Latente Steuern Latente Steuern werden ohne Ausnutzung des Wahlrechts gemäß § 274 Abs. 1 Satz 3 HGB saldiert ausgewiesen. Fremdwährungen Beträge in Fremdwährungen sind zu den Kursen zum Entstehungszeitpunkt eingebucht und, da die Laufzeit aller umzurechnenden Posten nicht mehr als ein Jahr beträgt, laufzeitbedingt ohne Beachtung des Imparitätsprinzips mit dem Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag umgerechnet worden. C. Erläuterung zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung1. Anlagevermögen - § 268 Abs. 8, § 284 Abs. 3, § 285 Nr. 28 HGB Zur Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023 einschließlich der kumulierten Anschaffungs- und Herstellungskosten und der kumulierten Abschreibungen wird auf den als Anlage beigefügten Anlagenspiegel verwiesen. Die selbstgeschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände i.H.v. insgesamt T€ 591 wurden gemäß § 248 Abs. 2 i.V.m. § 285 Nr. 22 HGB aktiviert. Es handelt sich ausschließlich um Entwicklungskosten. Dieser Betrag unterliegt gemäß § 285 Nr. 28 i.V.m. § 268 Abs. 8 HGB einer Ausschüttungssperre. 2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände - § 268 Abs. 4 HGB Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr bestanden zum Bilanzstichtag in Höhe von T€ 605 (Vorjahr: T€ 329). Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten in Höhe von T€ 108 (Vorjahr: T€ 0) Steuererstattungsansprüche. Im Interesse eines besseren Forderungsmanagements hat die Gesellschaft einen Teil der Kundenforderungen (zum Bilanzstichtag: € 2,1 Mio.) auf eine Factoring-Gesellschaft ausgelagert. Alle Forderungsausfallrisiken gehen auf die Factoring-Gesellschaft über. Das Factoring dient der Verbesserung der Liquiditätssituation und der Kapitalstruktur. 3. Sonstige Rückstellungen - § 285 Nr. 12 HGB Bei der Bemessung der sonstigen Rückstellungen ist allen erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten Rechnung getragen worden.
4. Angaben zu Verbindlichkeiten - § 285 Nr. 1+2, § 251, § 268 Abs. 5 + 7 HGB
Die Verbindlichkeiten wurden mit ihrem Erfüllungsbetrag gemäß § 253 Abs. 1 HGB angesetzt. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind durch Bürgschaften über € 6,2 Mio. gesichert. Weiterhin bestehen Grundschuldabtretungen über insgesamt 8,5 Mio. € zum Grundeigentum nahestehender Unternehmen. Zusätzlich besteht eine Raumsicherungsübertragung für Waren mit Abtretung aus den Verkaufsforderungen aus den Räumlichkeiten Vorster Straße 238, Tönisvorst, eine Globalabtretung der Forderungen. Abweichungen von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gemäß § 284 Abs. 2 Nr. 2 HGB, die Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben, liegen nicht vor. 5. Aktive / Passive latente Steuern - § 274 (1) + (2), § 285 Nr. 29 + 30 HGB Latente Steuern werden ohne Ausnutzung des Wahlrechts gemäß § 274 (1) Satz 3 HGB saldiert ausgewiesen. Die aktiven latenten Steuern wurden seit dem Berichtsjahr für steuerliche Verlustvorträge (GewSt i.H.v. T€ 1.251 und KöSt i.H.v. T€ 631) angesetzt, die sich in Folgejahren voraussichtlich umkehren. Die passiven latenten Steuern betreffen die steuerlich nicht aktivierungsfähigen selbsterstellten immateriellen Vermögenswerte. Der Berechnung liegen eine Steuermesszahl von 3,5 % und ein Gewerbesteuer-Hebesatz von 485 % sowie ein Körperschaftsteuersatz von 15,825 % (Körperschaftsteuer inkl. Solidaritätszuschlag) zugrunde. Der Ertrag/Aufwand aus der Veränderung (Auflösung/Zuführung) der im Berichtsjahr bilanzierten latenten Steuern wurde i.H.v. T€ +237 (Vorjahr: T€ +1) ergebniswirksam unter dem Posten "Steuern vom Einkommen und vom Ertrag" ausgewiesen. D. Sonstige Pflichtangaben - § 285 HGB1. Zahl der beschäftigten Arbeitnehmer - § 285 Nr. 7 HGB - Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer betrug 142 (Vorjahr: 131). 2. Bezüge von Mitgliedern der Geschäftsführung - § 285 Nr. 9a HGB - Von dem Wahlrecht des § 286 HGB wurde Gebrauch gemacht. 3. Forderungen / Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern und Geschäftsführern - § 285 Nr. 9c HGB, § 42 Abs. 3 GmbHG - Gegenüber den Gesellschaftern und Geschäftsführern bestanden am 31.12.2023 Forderungen in Höhe von T€ 230 (Vorjahr: T€ 0). 4. Sonstige finanzielle Verpflichtungen - § 285 Nr. 3 a HGB Haftungsverhältnisse im Sinne des § 251 HGB bestehen in einer Mithaftverpflichtung der Gesellschaft als Gesamtschuldner zusammen mit einem weiteren Unternehmen für die neuen Immobilien-Darlehen nahestehender Unternehmen in Höhe von ursprünglich rd. 8,8 Mio. €, zum Bilanzstichtag in Höhe von T€ 8.790. Das Risiko der Inanspruchnahme aus den oben genannten Haftungsverhältnissen wird aufgrund weiterer vom Schuldner und Dritten gewährter Sicherheiten, der Art der Haftungsverhältnisse sowie die Erfahrungen der Vergangenheit als gering eingeschätzt. Die Gesellschaft hat aus diversen Leasingverträgen für Betriebs- und Geschäftsausstattung zum Bilanzstichtag monatlich Verpflichtungen von T€ 15. Die kumulierten Leasingverpflichtungen bis zum Ende der Vertragslaufzeit belaufen sich insgesamt auf T€ 355. Zweck dieser Geschäfte war - wie analog unter Pkt. C.2. beschrieben - den neuen günstigen Finanzierungsangeboten Rechnung zu tragen. Des Weiteren wurde ein Mietvertrag für neue gewerbliche Räumlichkeiten i.H.v. monatlich T€ 56 über eine Laufzeit bis August 2043 abgeschlossen. 5. Alle Mitglieder des Geschäftsführungsorgans - § 285 Nr. 10 HGB - Die Geschäfte des Unternehmens wurden durch folgende Personen geführt: Herr Dipl.-Ing. Wilfried Noffz, Tönisvorst (bis 30.06.2022) Herr Tobias Noffz, BBA, Kempen Herr Dipl.-Ing. Markus Solbach, Olpe Herr Dipl.-Ing. Manuel von Helden, Kempen 6. Beteiligungsverhältnisse - § 285 Nr. 11 HGB - Die Gesellschaft ist an den folgend aufgeführten Unternehmen unmittelbar oder mittelbar beteiligt.
7. Honorar des Abschlussprüfers - § 285 Nr. 17 HGB - Die Gesellschaft hat für das Berichtsjahr ein Honorarvolumen i.H.v. insgesamt T€ 12 für die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft als Aufwand erfasst. Es handelt sich hierbei ausschließlich um die Kosten für Abschlussprüfung. 8. Ereignisse nach dem Abschlussstichtag - § 285 Nr. 33 HGB - Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres, die einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft haben, sind - auch unter Berücksichtigung der Spätfolgen des Corona-Virus und der unsicheren geopolitischen Lage in Osteuropa entsprechend den Ausführungen im Lagebericht - nicht eingetreten. 9. Vorschlag über die Ergebnisverwendung - § 285 Nr. 34 HGB - Der Jahresabschluss wurde unter Berücksichtigung der Ergebnisverwendung aufgestellt. Der Vorschlag zur Ergebnisverwendung: Der Jahresfehlbetrag beträgt € -738.077,34. Einschließlich des zu berücksichtigenden Gewinnvortrages zum 1.1.2023 i.H.v. € 3.142.694,42 ergibt sich ein Bilanzgewinn in Höhe von € 2.404.617,08 der auf neue Rechnung des Geschäftsjahres 2024 vorgetragen werden soll.
Tönisvorst, den 10. April 2024 Geschäftsführung Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023I. Grundlagen des Unternehmens1. Geschäftsmodell Die NOFFZ Technologies GmbH ist ein weltweit agierendes und global operierendes Technologieunternehmen für automatisierte Testsysteme. Seit mehr als 30 Jahren bieten wir als Systemintegrator ganzheitliche Lösungen im Bereich der Mess- und Prüftechnik. Unsere Kunden kennen und schätzen uns als zuverlässigen und innovativen System- bzw. Entwicklungspartner mit einer hohen Fertigungstiefe. Mit unseren Tochtergesellschaften in China, Serbien, Ungarn, Mexiko und den USA können wir unserem Kunden weltweite Entwicklungs-, Fertigungs-, und Servicekapazitäten anbieten. Zum Leistungsportfolio gehören Hard- und Softwareentwicklung, mechanische Konstruktion, Automatisierung sowie Engineering Services / Consulting im Bereich "Test". Dabei können wir auf eine umfangreiche Wertschöpfungskette, beginnend bei der Beratung und Konzeption über Konstruktion und Entwicklung bis hin zur eigentlichen Fertigung von automatisierten Testsystemen zurückgreifen. Das Fundament für unseren ganzheitlichen und innovativen Lösungsansatz ist unsere über Jahre weiterentwickelte Universelle Tester Plattform (UTP). Neben der Systemintegration haben wir in den letzten Jahren mit der Entwicklung und Vermarktung von Produkten und Produktplattformen ein zusätzliches Standbein aufgebaut. Im Gegensatz zur kundenspezifischen Systemintegration, verfolgen wir bei der Produktentwicklung einen deutlich höheren Standardisierungsgrad. Die Produktentwicklung nahm in den letzten Jahren den wesentlichen Anteil unserer Investitionen ein. Mit einer eigenständigen und globalen R&D- (Research & Development) Abteilung konnten wir sowohl Hardware- als auch Softwareprodukte sowie Produktplattformen mit technischen Alleinstellungsmerkmalen entwickeln, mit welchen wir uns erfolgreich vom Wettbewerb abgrenzen. Damit wir Kompetenzen besser bündeln können und auf die Marktbedürfnisse besser eingehen können, wurde im Vorjahr eine Product Business Unit mit eigenem Vertrieb gegründet. Auch für die kommenden Jahre sind in diesem Bereich erhebliche Investitionen vorgesehen, um den immer komplexeren technologischen Anforderungen Schritt halten zu können. Im Laufe der Firmengeschichte konnten wir uns mit innovativen Entwicklungen und strategisch richtigen Entscheidungen eine gute Position am Markt verschaffen. Durch langjährige Erfahrung und gezielt aufgebautes Know-how insbesondere im Bereich der Radar- und Hochfrequenztechnologie (HF, engl. RF - radio frequency), konnten wir uns Wettbewerbsvorteile verschaffen und gleichzeitig den komplexen Testanforderungen gerecht werden. Diese Technologien finden neben Internet of Things, Smart Home und dem elektronischen Konsumbereich vor allem Einsatz im sich rasch verändernden Automobilmarkt. Für uns liegt dabei der Fokus auf der Entwicklung von Testsystemen und Produkten zur Prüfung elektronischer Module in den Applikationsbereichen "ADAS / Autonomes Fahren" und "Connected Car" sowie nun auch zusätzlich im Bereich der Elektromobilität. Weiterhin werden neue Marktchancen permanent evaluiert, verfolgt und konsequent genutzt sowie strategisch weiterentwickelt. So zeichnet sich aktuell eine stärkere Nachfrage gerade im Bereich Elektromobilität und im Semiconductor Markt für unser Unternehmen ab. Wir nutzen Synergieeffekte und das umfangreiche Know-How für neue System- und Produktentwicklungen. Unsere Produkte und Lösungen werden von großen und namenhaften Unternehmen aus den unterschiedlichsten Branchen weltweit eingesetzt. Zu den Kernindustrien zählen vor allem Automotive, Semiconductor (Halbleiterindustrie), Household (Smart Home), Industrieelektronik und Medizin. 2. Steuerungssystem Als wichtigste Steuerungsgrößen verwenden wir den Umsatz sowie das operative Ergebnis. Mit operativem Ergebnis ist das Ergebnis gemeint, das in der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit vor Zinsen und Steuern (EBIT) dargestellt wird. Diese zentralen Kenngrößen werden regelmäßig und voll umfänglich monatlich erstellt und mit Planzahlen abgeglichen. Die Auswertung der erfassten Kennzahlen führt zu zeitnahen Korrekturmaßnahmen (Steuerung). Die gesamte Erfassung und Verarbeitung der entscheidungsrelevanten Daten erfolgt über ein ERP-System, welches alle notwendigen Daten zur Erstellung betriebswirtschaftlicher Auswertungen bzw. Bilanz/GuV ermöglicht. Alle relevanten Daten stehen den jeweiligen Abteilungen jederzeit zur Verfügung. II. Wirtschaftsbericht1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Das Geschäftsjahr 2023 war für unsere Branche angehörende Marktteilnehmer geprägt von den Folgen des anhaltenden Ukrainekriegs, der steigenden Inflation sowie der steigenden Zinsentwicklung. Folglich schrumpfte das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) um 0,3% im Vergleich zum Vorjahr. Die deutsche Elektroindustrie verzeichnete laut dem Zentralverband der Elektrotechnik- und Elektroindustrie e.V. (ZVEI) im Vergleich zum Vorjahr dennoch einen Produktionsanstieg von 8,1% und erweist sich damit als robuste Branche in einem schwierigen Marktumfeld. 2. Darstellung des Geschäftsverlaufs 2022 Das Geschäftsjahr 2023 war nicht zufriedenstellend und geprägt von diversen Herausforderungen in einem hochkomplexen, technologischen Umfeld. Zwar verzeichnete die Berichtsgesellschaft mit einem Umsatz i.H.v. T€ 29.765 (Vj. T€ 23.863) ein Wachstum von über T€ 5.902 / +25%. Die Gesamtleistung hingegen reduzierte sich um T€ 3.306 auf nunmehr T€ 27.597. Die im Berichtsjahr umgesetzten Aufträge waren geprägt von entwicklungsintensiven Prototypen, welche im Ergebnis defizitär abgeschlossen wurden. Hervorzuheben ist ein Auftrag für einen Automobilzulieferer, bei dem sowohl wir als auch der Kunde technologisches Neuland betraten. Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und Risiken wurden hinsichtlich ihrer Machbarkeit und Vertretbarkeit durch die Geschäftsführung vor Auftragsvergabe eingehend geprüft. Dennoch ergaben sich besondere technologische Herausforderungen, welche sich im Finanzergebnis widerspiegeln. Dieser Auftrag hat maßgeblichen Anteil an dem Jahresergebnis (T€ -738, Vj. T€ 516) und stellt aufgrund seiner besonderen Herausforderungen einen einmaligen Sondereffekt im negativen Sinne dar. Die Geschäftsführung ist dennoch fester Überzeugung, dass die Erkenntnisse und das zugewonnene Fachwissen im Rahmen dieses Auftrages für die Zukunft gewinnbringend eingesetzt werden können. Vor diesem Hintergrund ist der im Berichtsjahr defizitär abgeschlossene Auftrag als Investition für die Zukunft der Gesellschaft einzuordnen. Der Auftragseingang der NOFFZ Group (Berichtsgesellschaft mit Tochtergesellschaften) betrug T€ 34.115, wovon T€ 27.551 auf die NOFFZ Technologies GmbH entfielen. 3. Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage 3.1. Ertragslage Diverse technologische Herausforderungen im Projektgeschäft bei gleichzeitig rasant angestiegenen Zinsen führten im Berichtsjahr mit T€ -701 (Vj. T€ 916) zu einem negativen Betriebsergebnis (EBiT). 3.2. Finanzlage Die Finanzlage hat sich durch das negative Ergebnis entsprechend verschlechtert. Das Eigenkapital hat sich aufgrund des Jahresfehlbetrages (T€ 738) insgesamt auf T€ 2.604 vermindert und entspricht damit 13,8% (Vj. 17,5 %) der Bilanzsumme. Die Liquiditätslage kann als gesichert bezeichnet werden. Im abgelaufenen Geschäftsjahr standen den kurzfristig fälligen Verbindlichkeiten jederzeit ausreichende liquide Mittel zur Verfügung. Weiterhin wurde wieder ein erheblicher Anteil der eigenen liquiden Mittel für größere Investitionen sowie zur planmäßigen Tilgung von Darlehen genutzt. Von dem im April 2020 in Anspruch genommenen Corona KFW-Darlehen i.H.v. T€ 5.000 wurden im Berichtsjahr T€ 600 getilgt. Das Darlehen valutierte zum Stichtag 31.12.2023 noch T€ 1.500. Der geringe dynamische Verschuldungsgrad ermöglicht weiterhin planmäßige Tilgungen aus dem Cash-Flow nach Steuern. 3.3. Vermögenslage Die Bilanzsumme hat sich im Vergleich zum Vorjahr nur marginal um T€ 161 auf nunmehr 18,9 Mio. € verringert. Das Anlagevermögen erhöhte sich deutlich um T€ 1.807 auf T€ 2.774. Die Zugänge betreffen im Wesentlichen die Errichtung diverser Mietereinbauten im Rahmen des Umzugs in das neue Geschäftsgebäude. Weiterhin wurden selbstgeschaffene Vermögenswerte (Entwicklungskosten "UTP") i.H.v. T€ 350 aktiviert. Die Gesamtkosten im Bereich Forschung und Entwicklung betrugen T€ 2.214 (Vj. T€ 1.845) und sind hauptsächlich im Personalaufwand bereits enthalten. Als innovatives Technologieunternehmen haben wir das Bestreben den höchsten Ansprüchen und Anforderungen bei immer kürzer werdenden Entwicklungszeiten gerecht zu werden. Wir möchten die Marktführerschaft im Bereich Prüfsysteme für Automotive-Radarsensoren nicht nur halten, sondern noch weiter ausbauen. Im Geschäftsjahr standen zum Bilanzstichtag offene Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen i.H.v. € 2,9 Mio. offenen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen i.H.v. € 4,2 Mio. gegenüber. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betragen 54% der Bilanzsumme. Insgesamt verringerten sich die Verbindlichkeiten um T€ 631 € auf € 13,9 Mio. Die Entwicklung der Rückstellungen ist aus dem Rückstellungsspiegel nebst weiteren Angaben im Anhang detailliert beschrieben. Die Finanzanlagen ergeben sich aus den bisher eingezahlten Stammkapitaleinlagen der Tochtergesellschaften in den USA, Mexiko, Ungarn, Serbien und China. Vor über zehn Jahren begannen wir Niederlassungen außerhalb von Europa zu gründen und auszubauen. Heute sind wir nicht nur in der Lage an allen Standorten Vor-Ort-Service anzubieten, sondern können auch komplexe Testsysteme konzipieren, entwickeln und fertigen. Mit diesem Alleinstellungsmerkmal können wir uns vom Wettbewerb erfolgreich abgrenzen. Die Vorräte konnten im Berichtsjahr um T€ 956, durch die Fertigstellung verschiedener Aufträge, reduziert werden. Dennoch liegt die Reduktion unter unseren Erwartungen. Die Projektdurchlaufzeiten sind aufgrund der hohen Prototypenintensität überdurchschnittlich lang. Wir gehen davon aus, dass sich die Vorräte im Geschäftsjahr 2024 reduzieren werden. Der im Wesentlichen von Nachbauprojekten geprägte Auftragseingang und -Abschluss im Berichtsjahr ist für diese Annahme ein wesentlicher Faktor. 4. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren 4.1. Finanzielle Leistungsindikatoren Bei den finanziellen Leistungsindikatoren liegt unser Fokus auf:
Die Gesamtleistung verringerte sich um T€ 3.306 auf nunmehr T€ 27.597 und liegt damit unter unseren Erwartungen. Die Verringerung der Gesamtleistung resultierte aus den beschriebenen technologischen Herausforderungen im Prototypenbau unserer Anlagen. Diese Aufträge sind zumeist sehr entwicklungsintensiv sowie geprägt von kundenseitigen Änderungsanforderungen. Diese Aspekte haben wesentlichen Einfluss auf die Produktivität, Gesamtleistung und letztlich das Betriebsergebnis. Die Gesamtleistung hätte bei einem ausgewogeneren Auftragsbestand aus Prototypen und Nachbauten wesentlich höher ausfallen können. Die Umsatzrendite ergibt sich aus dem Betriebsergebnis (EBIT) im Verhältnis zu den getätigten Umsatzerlösen. Im Berichtsjahr lag die Umsatzrendite bei -2,4%. Der Cashflow unter Einbezug des Jahresergebnisses und Erhöhung bzw. Verminderung von Abschreibungen und Rückstellungen beträgt T€ 1.213 und liegt damit T€ 499 über dem Vorjahreswert. 4.2. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Als nichtfinanzielle Leistungsindikatoren bewerten wir die Kundenzufriedenheit, Mitarbeiterbelange und Nachhaltigkeit. Die Kundenzufriedenheit können wir anhand von Liefertreue und Reklamationen und letztlich direkte Kundenrückmeldungen bewerten. Auch im Berichtsjahr konnten wir unsere Kunden mit unseren Lösungen, der Auftragsabwicklung und der transparenten Kommunikation zufriedenstellen. Unsere agile Arbeitsweise erlaubt es uns auf wechselnde technologische Anforderungen dynamisch zu reagieren. Dies findet in der heutigen Zeit besondere Anerkennung bei unseren Kunden. Im Bereich der Mitarbeiterbelange freuen wir uns erneut über eine sehr geringe Fluktuation (<2,5%) im abgelaufenen Geschäftsjahr. Spannende und zugleich herausfordernde Aufgaben, gezielte Personalentwicklungsmaßnahmen, unser "NOFFZ Benefit Program" mit zahlreichen Annehmlichkeiten sowie regelmäßige Team-Events sorgen bei uns für eine ausgesprochen hohe Leistungsbereitschaft und sehr geringe Fluktuation. Im August 2023 konnten nach nur elf Monaten Bauzeit die neuen Geschäftsräume, bestehend aus einem dreigeschossigen Bürogebäude sowie einer geräumigen Montagehalle, bezogen werden. Die hochmodernen und ergonomischen Arbeitsplatzbedingungen sowie große Pausen- und Sozialräume wirken sich zusätzlich positiv auf die Mitarbeiterzufriedenheit aus. Mit unserem Nachhaltigkeitsprogramm verfolgen wir ökologische, soziale und ökonomische Ziele. Zu unseren ökologischen Zielen gehören neben der CO 2 -Neutralität auch die sortenreine Abfallentsorgung, vorrangige Nutzung von Recycling-Materialien sowie die Digitalisierung inkl. der Einführung von papierlosen Prozessen. Das neue Firmengebäude ist ausgezeichnet mit der höchsten Energieeffizienzklasse und wird dank einer 330 kWp Photovoltaikanlage bei guter Witterung klimaneutral betrieben. Weiterhin schaffen wir mit Bonusprogrammen, z.B. für Arbeitswege mit dem Fahrrad, Anreize in der Belegschaft, um uns in unserem Vorhaben der Klimaneutralität zu unterstützen. Für das Geschäftsjahr 2024 planen wir die Zertifizierung nach ISO 14001 (Umweltmanagementsystemnorm). Zu unseren sozialen Zielen in der Rubrik Sustainable Development Goals (SDGs) zählen: Keine Armut, kein Hunger, Gesundheit und Wohlergehen, hochwertige Bildung, menschenwürdige Arbeit und Wirtschaftswachstum sowie Industrie, Innovation und Infrastruktur. Wir engagieren uns bei sozialen Hilfsprogrammen, pflegen eine Unternehmenspartnerschaft im Bereich der weltweiten Medikamentenversorgung und vergeben Stipendien an unsere Partner-Hochschule. Weiterhin bilden wir junge Fachkräfte im technischen und kaufmännischen Bereich aus und bieten duale Studiengänge an. Bereits in den letzten Jahren haben wir Flüchtlingen mit Arbeitsplätzen geholfen, den Weg in die fair bezahlte Berufstätigkeit zu finden. Bei unseren ökonomischen Zielen setzen wir auf langfristige Geschäftsbeziehungen mit Kunden, Partnern, Lieferanten und Mitarbeitern. Die gesamte Unternehmensführung handelt mit dem Bestreben, das Unternehmen langfristig und finanziell stabil zu erhalten und schließlich auszubauen. Unser Risikomanagement sieht es vor, existenzgefährdende Risiken vom Unternehmen abzuwenden. III. Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung1. Angaben zum Risikomanagementsystem Das bei der NOFFZ Technologies bestehende Risikomanagement ist so ausgelegt, dass Risiken möglichst früh erkannt und identifiziert werden können. Ein über Jahre entwickeltes Steuerungs- und Controllingsystem ist integraler Bestandteil des gesamten Planungs-, Steuerungs- und Berichterstattungsprozesses. Es bildet gleichzeitig die Basis für grundlegende strategische Geschäftsentscheidungen. Unsere Organisation und das Controlling haben wir so aufgestellt, dass wir laufend über alle wesentlichen geschäftlichen Kennzahlen des Unternehmens informiert sind. Dies ermöglicht es uns, zeitnah alle operativen Zahlen und den geplanten Umsatz jederzeit mit dem Finanzbedarf abzugleichen. Sollte es zu möglichen Abweichungen oder Veränderungen der Markt- und Wettbewerbslage bzw. der vorgegebenen Werte kommen, werden diese durch das Kontrollsystem erfasst, analysiert und im Rahmen unseres Führungskreises als zentrales Lenkungsorgan Gegenmaßnahmen entwickelt. Diese Vorgehensweise erlaubt es, negative Entwicklungen zeitnah zu erkennen und sofortige Gegenmaßnahmen zu ergreifen. 2. Angaben zu einzelnen Risiken und Chancen 2.1. Risikobericht Als NOFFZ Technologies GmbH sind wir den gegenwärtigen allgemeinen konjunkturellen, wirtschaftlichen und politischen Risiken sowie den branchenspezifischen Entwicklungen insbesondere im Maschinenbau, der Elektro- und der Automobilindustrie ausgesetzt. Im Jahr 2023 stiegen in den großen internationalen Automobilmärkten die Neuzulassungen von Pkw deutlich an. Die Verfügbarkeit vieler Pkw-Modelle verbesserte sich gegenüber dem schwachen Vorjahr. Geopolitische und gesamtwirtschaftliche Unsicherheiten sowie hohe Verbraucherpreise führten zu einer weiterhin gedämpften Nachfrage. Gleichermaßen befindet sich die Automobilindustrie in einer anhaltenden Transformationsphase hin zum elektrischen, vernetzten und autonom fahrenden PKW. Folglich steigt der Kostendruck bei zugleich steigender Anforderung, flexible und schnelle Kundenlösungen zu entwickeln. Diesen Herausforderungen entgegnen wir mit schnellen, innovativen Prozessen sowie agilem Projektmanagement. Zum Ende des Berichtsjahres wurde eine Beratungsgesellschaft hinzugezogen, um die operativen Prozesse entlang der gesamten Wertschöpfungskette zu analysieren und zu optimieren. Die Umsetzung der resultierenden Handlungsempfehlung der Beratungsgesellschaft ist für das Geschäftsjahr 2024 geplant. Trotz der bisherigen Maßnahmen können nicht alle Risiken vollständig ausgeschlossen werden. Diese Risiken sind wie folgt gegliedert: 2.1.1. Ertragsorientierte Risiken Der marktseitig gestiegene Kostendruck gepaart mit rasant steigenden Zinsen sowie gleichermaßen anhaltend hohen Einkaufspreisen stellt für unsere Gesellschaft das größte Ertragsrisiko dar. Die Vorfinanzierung der Vorräte, insbesondere die unfertigen Erzeugnisse, führt zu einer hohen Zinsbelastung. Zwar können wir der Zinsentwicklung in neuen Angebotskalkulationen entgegenwirken, jedoch für die in der Vergangenheit erhaltenen und immer noch andauernden Aufträge bestehen ertragsorientierte Risiken aufgrund nicht gedeckter Zinsaufwendungen. Aufgrund des marktseitigen Kostendrucks sind wir gefordert, unsere Prozesse kontinuierlich zu optimieren. Die damit verbundenen Aufwände haben im ersten Schritt einen Investitionscharakter. Die Erträge folgen zu einem späteren Zeitpunkt. Das Bestreben von Technologieführerschaft in einem von Wettbewerb geprägten und die anhaltende Markttransformation im Automobilsektor sowie die Preissteigerungen im Materialeinsatz stellen die größten Ertragsrisiken dar. 2.1.2. Finanzwirtschaftliche Risiken Unsere Branche erfordert es, eine Vielzahl an Projekten parallel in erheblichem Maße vorzufinanzieren. Um diesen Ansprüchen gerecht zu werden, wurde im Laufe der letzten Jahre mit drei Banken eine ausreichend große Betriebsmittellinie eingerichtet, um somit eine Durchfinanzierung der Gesellschaft sicherzustellen. Für das Berichtsjahr und auch das kommende Jahr sehen wir keine bestandsgefährdenden Risiken. Dennoch ist eine kontinuierliche Liquiditätsplanung das elementare Element, um die Zahlungsfähigkeit sicherzustellen. 2.1.3. Rechtliche Risiken Rechtliche Risiken ergeben sich im Wesentlichen aus Reklamations- und Garantieansprüchen, Schadensersatzforderungen sowie Rechtsstreitigkeiten. Erkennbare rechtliche Risiken werden entweder durch Versicherungen oder - soweit bereits erkennbare Verpflichtungen bestehen - in ausreichendem Maße durch Rückstellungen abgedeckt. Es können jedoch trotzdem Schäden entstehen, die nicht oder nicht ausreichend versichert sind bzw. die gebildeten Rückstellungen deutlich übersteigen. Diesem Risiko wirken wir durch stringente Projektabwicklung bei gleichzeitiger Kontrolle der Qualität und Vertragskonformität aller zu erbringenden Leistungen frühzeitig entgegen. 2.1.4. Gesamtwirtschaftliche Risiken Das negative Jahresergebnis im Berichtsjahr belastet zwar die Eigenkapitalausstattung der Gesellschaft, jedoch sind zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Lageberichts keine Risiken im Zusammenhang mit der künftigen Entwicklung erkennbar, die den Fortbestand der NOFFZ Technologies GmbH gefährden könnten. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich die Einschätzung der Eintrittswahrscheinlichkeit und/oder der möglichen finanziellen Auswirkung einzelner Risikofelder geändert. Nichtsdestotrotz ergibt sich im Gesamtbild keine grundlegende Änderung der Risikolage. 2.2. Chancenbericht Unser Geschäftsmodell, die ganzheitliche und schlüsselfertige Entwicklung und Produktion von Testsystemen bietet uns branchenübergreifend die Chance auf ein stabiles und nachhaltiges Wachstum. Wir beobachten einen stetig wachsenden Bedarf für unsere Produkte und Lösungen, insbesondere in der Automobilindustrie. Mit hohen Investitionen im Bereich ADAS und E-Mobility ist es uns gelungen, einen nachhaltigen Wettbewerbsvorteil zu erarbeiten. Unsere Strategie ist es, diese Wettbewerbsvorteile weiter auszubauen, um so eine nachhaltige Marktführerschaft zu entwickeln. So konnten auch im Berichtsjahr in einem von intensivem Wettbewerb geprägten Markt zahlreiche neue Prototypenprojekte gewonnen werden, welche in den Folgejahren zu einem hohen lukrativen Nachbauvolumen führen werden. Die Vergabe von derartigen Großprojekten und die damit getroffene Entscheidung unserer Neu- und Bestandskunden für eine langfristige Zusammenarbeit ist ein wichtiger und zugleich zukunftsweisender Indikator für unsere Gesellschaft. Wie in den Vorjahren auch, werden wir im kommenden Jahr die Forschung und Entwicklung völlig neuartiger Prüfverfahren für "Automotive Radarsensoren" und die neuesten zentralen Steuergeräte (high-performance computing platforms - HPCs) im erheblichen Maße weiter betrieben. Der Wandel der Automobilindustrie, weg vom konventionellen Verbrenner-PKW hin zum vernetzten, elektrisch-autonom fahrenden Auto bietet uns große Chancen für weiteres Wachstum in den kommenden Jahren. Seit mehreren Jahren forschen und entwickeln wir an Prüfverfahren für die fortschrittlichsten Technologien in der Automobilindustrie. Die von uns entwickelte adaptive und universelle Testerplattform (UTP) mit eigener Softwareintegration bildet das Fundament und ist gleichermaßen ein Alleinstellungsmerkmal für unseren langfristigen Erfolg. Weiterhin sehen wir große Chancen für unsere neu gegründete Produkt Business Unit, welche vorrangig standardisierte Soft- und Hardwareprodukte entwickelt und vermarktet. Auch in diesem Bereich forschen und entwickeln wir seit einigen Jahren und konnten zuletzt immer wieder neue und zugleich innovative Produkte zu wettbewerbsfähigen Preisen in den Markt einführen. Neben den marktorientierten Chancen sehen wir operativ die größten Chancen mit dem erfolgten Einzug in die neuen Geschäftsräume. Mit einer Bruttogeschossfläche von über 5.500 qm vergrößert sich die Betriebsfläche nicht nur signifikant, sondern bietet das dreigeschossige Bürogebäude mit angeschlossene Montagehalle, durch die technische Ausstattung und individuell auf die Bedürfnisse und Prozesse abgestimmte Raumaufteilung, ein großes Potential entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Besondere Ausstattungsmerkmale des Gebäudes betreffen die große und technologisch auf dem neuesten Stand gebaute Fertigungshalle mit Hochvoltprüffeld für den Bereich "E-Mobility", spezielle Labore für Forschungs- und Entwicklungszwecke sowie moderneste Büroarbeitsplätze. Das Gebäude wurde nachhaltig geplant, so dass es den höchsten Energieeffizienzstandards entspricht und auch für die kommenden Jahre allen Ansprüchen genügen wird. Die zukunftsweisende und vorausschauende Gebäudeplanung zeigt sich auch bei den vorhandenen Reserveflächen. In der Endausbaustufe finden bis zu 300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ihren Arbeitsplatz. Weiterhin wird auch der Ausbau der Tochtergesellschaften im Ausland vorangetrieben. Die Möglichkeit weltweit Testsysteme konzipieren, entwickeln und schließlich fertigen zu können, bietet nicht nur unseren Kunden einen großen Mehrwert, sondern ist auch für uns eine große Chance weitere Marktanteile in unseren Kernsegmenten zu gewinnen. IV. Prognosebericht Nach Einschätzungen des Ifo-Instituts wird die deutsche Wirtschaft im Jahr 2024 nur um 0,2% wachsen. Die Inflationsrate wird im Jahr 2024 mit ca. 2,3% deutlich niedriger sein als im Vorjahr. Für das Jahr 2024 sehen wir nur noch vereinzelt Lieferengpässe, jedoch vor allem steigenden Kostendruck sowie branchenbedingte Nachfrageschwankungen. Dennoch erwarten wir einen vergleichbar hohen Auftragseingang wie im Jahr 2023. Die starke Nachfrage in den Bereichen autonomes Fahren (ADAS / AD), Elektromobilität (e-Mobility) sowie das vernetzte Auto (Connected Car) ist für unsere Gesellschaft weiterhin die größte Chance. Aufgrund der erheblichen Vorfinanzierung, bedingt durch branchenübliche Zahlungsbedingungen, rechnen wir erneut mit einem hohen Zinsaufwand. Für das Geschäftsjahr 2024 erwarten wir einen von Nachbau geprägten Auftragsbestand, welcher aufgrund Personalmangels in der Fertigung bei anhaltender Unterkapazität für eine erhebliche Überlastung sorgen wird. Folglich könnten die Durchlaufzeiten von diesem Umstand betroffen sein. Unserem Ziel und der Vision folgend, werden wir weiterhin im erheblichen Maße in unsere Produkte, Plattformen und Lösungen investieren. Insgesamt gehen wir davon aus, das Jahr mit einem wirtschaftlich positiven Ergebnis abzuschließen.
Tönisvorst, im April 2024 NOFFZ Technologies GmbH Geschäftsführung Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr vom 01.01. - 31.12.2023Anschaffungs -und Herstellungskosten
Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers"An die NOFFZ Technologies GmbH, Tönisvorst Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der NOFFZ Technologies GmbH, Tönisvorst, - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der NOFFZ Technologies GmbH, Tönisvorst, für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen, d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögenschädigung oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen."
Neuss, den 26. April 2024 WISBERT-TREUHAND
GmbH
Andreas Hahn, Wirtschaftsprüfer |
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