Stammdaten

Register
Amtsgericht Münster HRB 5245
Vorher
saracus consulting GmbH
Eingetragen
12.8.1998
Branche
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieUnternehmensberatungManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Gegenstand
Die Gesellschaft ist ein Dienstleister für Unternehmen und Institutionen. Sie berät das Management bei der strategischen Ausrichtung, der Gestaltung der Organisation und der Gestaltung der Informationssysteme sowie bei betriebswirtschaftlichen und technischen Problemstellungen; ein Schwerpunkt ist die entscheidungsorientierte Analyse und Verarbeitung von Informationen. Sie erarbeitet entsprechende Lösungsvorschläge und übernimmt die Realisierung und Implementierung dieser Lösungen. Die Gesellschaft kann gleichartige oder ähnliche Unternehmen erwerben, sich an solchen beteiligen und Zweigniederlassungen errichten, im übrigen alle Geschäfte betreiben, die dem Gesellschaftszweck unmittelbar oder mittelbar zu dienen geeignet sind.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Rodrigo Andreas Cofino
seit 23.12.2025
Geschäftsführer
Sascha Janke
seit 23.12.2025
Geschäftsführer
Geschäftsführer
Rene Paul
seit 7.5.2012
Geschäftsführer
Daniela Moß
seit 27.11.2008
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Bonus Technology, Inc.USA
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
synvert GmbH
Germany
26.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

saracus consulting GmbH

Münster

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021

LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2021

SARACUS CONSULTING GMBH, MÜNSTER

1. Grundlagen des Unternehmens

1.1. Geschäftsmodell des Unternehmens

Die saracus consulting GmbH (im folgenden auch "saracus") ist ein leistungsstarkes Unternehmen mit Sitz in Münster.

Die zentrale Geschäftsausrichtung der saracus beruht auf der Entwicklung, Vermarktung, Konzeptionierung, Implementierung und dem Betrieb von marktführenden Consulting-Produkten im Bereich Data Management und Data Analytics auf Cloud-basierter Infrastruktur.

1.2. Ziele und Strategien

Die saracus strebt eine marktführende Position im Consulting und IT-Service Bereich im Segment Data & Analytics in Deutschland und der Schweiz an.

1.3. Private Equity Investment

Zu Beginn des Jahres 2020 hat sich die Gesellschafterstruktur des Unternehmens verändert. Ein von Maxburg Capital Partners AG beratener Fonds ist nun indirekter Mehrheitsgesellschafter und bietet dem Unternehmen die Möglichkeit, eine sog. Buy-and-Build- Strategie zu entwickeln und umzusetzen. Die saracus fungiert hierbei als Ankerunternehmen. Ziel ist der Aufbau einer Unternehmensgruppe aus erfolgreich arbeitenden IT Service-Unternehmen mit besonderer Exzellenz im Bereich Data & Analytics. Die Unternehmen der Gruppe sollen sich technologisch ergänzen, regional an vielen Standorten vertreten sein und unterschiedliche Branchen adressieren.

2. Wirtschaftsbericht

2.1. Rahmenbedingungen

2.1.1. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Das Bruttosozialprodukt (BIP) ist in Deutschland im Jahr 2021 um 2,9% gegenüber dem Vorjahr gewachsen. Für das Jahr 2022 wird ein BIP-Wachstum von zwischen 2% und 3% prognostiziert. Im Januar 2022 wurden noch ca. 5% Wirtschaftswachstum prognostiziert, die aber aufgrund des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine und der nach wie vor bestehenden Lieferkettenprobleme im Mai 2022 entsprechend reduziert wurde.

2.1.2. Branchenbezogene Rahmenbedingungen

Während im Jahr 2020 der Markt für IT-Consulting und IT-Systemintegration in Deutschland gegenüber dem Vorjahr noch um 2,4% geschrumpft ist, haben in 2021 die Unternehmen 3,7% mehr ausgegeben und für das Jahr 2022 wird mit einem Wachstum von 3,9% gegenüber dem Vorjahr gerechnet gemäß einer Schätzung von bitkom.

2.2. Geschäftsverlauf

Das Geschäftsjahr 2021 war geprägt durch eine hohe Auslastung, ein vergleichsweise starkes personelles Wachstum sowie den erfolgreichen Ausbau des Geschäfts rund um den Geschäftsbereich Data Management & Data Analytics.

Mit Blick auf das Auftragswachstum wurde eine erhebliche Zahl an Neueinstellungen realisiert und zielgerichtet Maßnahmen zur Personalgewinnung eingesetzt.

Als finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren und zur Steuerung der Unternehmensaktivität nutzt saracus verschiedene Kennzahlen. Zentral sind die Entwicklung des EBITDA und der Personalkostenquote sowie die Zufriedenheit der Kunden auf Basis externer Befragungen und das Commitment der Mitarbeiter zu ihrem Arbeitgeber.

Das Entlohnungsmodell der Mitarbeiter orientiert sich am Gehaltsniveau des Marktes. Die für die IT-Consulting-Branche niedrige Fluktuationsquote spricht für die Attraktivität von saracus.

Vor diesem Hintergrund konnte saracus die durchschnittliche Branchenentwicklung mit einer Steigerung der Gesamtleistung um TEUR 1.947 auf TEUR 10.800 (+ 22,0%) übertreffen.

Insgesamt ist der Geschäftsverlauf für die Gesellschaft angesichts der vorgenannten Rahmenbedingungen als sehr gut zu bezeichnen.

3. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

3.1. Vermögenslage

Unsere Gesellschaft weist eine solide Vermögenslage auf.

Die Bilanzsumme verringerte sich um TEUR 205 und beträgt zum Bilanzstichtag TEUR 14.869.

Der Buchwert des Sachanlagevermögens einschließlich der Immateriellen Vermögensgegenstände hat sich infolge des Überhangs der Zugänge (165 TEUR) über die Abschreibungen (TEUR 67) um TEUR 98 erhöht.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich um TEUR 69 auf TEUR 844 vermindert. Die liquiden Mittel verringerten sich zum Vorjahr um TEUR 1.181 auf TEUR 1.252.

Im Gegensatz dazu erhöhten sich die sonstigen Rückstellungen um TEUR 12, was insbesondere auf Rückstellungen im Bereich Personal und Rechts- und Beratungsaufwand zurückzuführen ist.

Die Eigenkapitalquote liegt mit 86,2 % der Bilanzsumme auf einem höheren Niveau als im Vorjahr (85,0 %). Im Berichtsjahr wurde ein Ergebnisabführungsvertrag mit der Gesellschafterin abgeschlossen und erstmalig durchgeführt. Vor diesem Hintergrund ist das Eigenkapital gegenüber dem Vorjahr der Höhe nach unverändert.

3.2. Finanzlage

Die Liquiditätslage der Gesellschaft ist als solide zu bewerten. Die Gesellschaft hat keine längerfristigen Verbindlichkeiten.

Die Gesellschaft hat im Berichtsjahr einen positiven Cash-Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit i.H.v. TEUR 3.100 (Vorjahr: TEUR 2.001) erzielt, dem ein positiver Cash-Flow aus der Investitionstätigkeit (TEUR 89) und ein negativer Cash-Flow aus der Finanzierungstätigkeit (TEUR -4.370) gegenübersteht. Zum Bilanzstichtag weist die Gesellschaft einen Bestand an liquiden Mitteln in Höhe von TEUR 1.252 aus.

Die bestehenden und zukünftigen finanziellen Verpflichtungen können nach der aktuellen Einschätzung erfüllt werden. Die Finanzlage ist solide. Verbindlichkeiten werden innerhalb der Zahlungsfrist beglichen und Forderungen gewöhnlich innerhalb der Zahlungsziele vereinnahmt. Bislang sind keine kritischen Veränderungen in der Liquiditätslage aufgrund der Corona Pandemie zu konstatieren. Die weitere Entwicklung beobachtet die Geschäftsführung aufgrund der Verwerfungen durch den Ukraine-Krieg und die durch COVID entstandenen Lieferkettenprobleme mit größter Sorgfalt.

3.3. Ertragslage

Die Umsatzerlöse erhöhten sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 1.875 (21,6%). Gründe liegen hier u.a. in der gestiegenen Kundennachfrage. Dieses zeigt sich einerseits im gestiegenen Umsatz im Inland, aber auch andererseits durch das starke Wachstum der von der saracus für die Kunden des Schweizer Tochterunternehmens saracus consulting AG erbrachten Dienstleistungen.

Die Personalaufwendungen sind gegenüber dem Vorjahr (TEUR 4.707) um TEUR 783 auf TEUR 5.490 gestiegen. In Relation zum Beratungsergebnis (Betriebsleistung) ist der Personalaufwand um 2,4%-Punkte auf 50,8% gesunken. Insgesamt erhöhte sich der durchschnittliche Personalbestand von 76 Mitarbeiter (inkl. Geschäftsführer (2), Teilzeitkräfte (21) und Auszubildenden (3)) zum 31.12.2020 auf 85 Mitarbeiter (inkl. Geschäftsführer (3), Teilzeitkräfte (25) und Auszubildenden (1)) zum 31.12.2021.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich um TEUR 40 erhöht und betragen für das Geschäftsjahr 2021 TEUR 633. Der Hauptgrund liegt in der Reduzierung der Reisekosten bedingt durch COVID19 um ca. TEUR 42. Dem stehen gestiegene Telefon- und Beratungskosten und erhöhte Kosten für Personalbeschaffung gegenüber.

Das Jahresergebnis liegt aus vorgenannten Gründen mit TEUR 4.370 über dem Vorjahr (TEUR 2.578) und damit deutlich höher als im Vorjahr mit einem Anstieg von 15 % prognostiziert.

4. Finanzielle Leistungsindikatoren

Wir ziehen für unsere interne Unternehmenssteuerung die Kennzahlen Personalkostenquote und EBITDA heran.

Das EBITDA (bereinigt um Beteiligungserträge) beträgt im Geschäftsjahr 2021 TEUR 3.416 (im Vorjahr: TEUR 2.726).

Die Personalaufwendungen sind gegenüber dem Vorjahr (TEUR 4.707) um TEUR 783 auf TEUR 5.490 gestiegen. In Relation zum Beratungsergebnis (Betriebsleistung) ist der Personalaufwand jedoch um 2,4 %-Punkte auf 50,8 % gesunken.

Unsere wirtschaftliche Lage kann insgesamt als sehr gut bezeichnet werden.

5. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

5.1. Prognosebericht

Wesentliche Änderungen der Geschäftspolitik sind von uns aus nicht geplant.

Wesentliche Herausforderungen sind in den Folgen der COVID19-Pandemie begründeten Auswirkungen für unsere Kunden zu sehen. Gleiches gilt für mögliche Auswirkungen unmittelbar oder mittelbar bedingt durch den Ukraine-Krieg und die in diesem Zusammenhang entstandenen gesamtwirtschaftlichen Auswirkungen. Dies kann zur Verzögerung von Data & Analytics-Projekten oder gar deren Streichung führen.

Für 2022 erwarten wir ein um 15% gesteigertes Jahresergebnis durch höhere Umsätze im Vergleich zum Vorjahr, allerdings basiert diese Prämisse darauf, dass die negativen Auswirkungen von COVID19, Inflation, reduzierten russischen Erdgaslieferungen und Ukraine-Krieg sich im Verlauf von 2022 reduzieren.

Die Position unserer Gesellschaft im Bereich Data & Analytics kann für das Geschäftsjahr 2022 weiterhin als gesichert dargestellt werden.

5.2. Chancenbericht

Chancen für die Gesellschaft sieht die Geschäftsführung insbesondere im Bereich von Data & Analytics Projekten in der Cloud wie z.B. Migration von Data Warehouses in die Public Cloud.

Hervorragende Chancen und damit gute Entwicklungsmöglichkeiten für die saracus bieten sich im Bereich Cloud Computing, da saracus aktuell Consulting-Projekte auf den drei führenden Cloud-Plattformen (AWS, Microsoft Azure und Google Cloud Plattform) durchführt.

Ebenso können sich aus den weiteren Wachstumsschritten im Rahmen der Buy-and-Build-Strategie beträchtliche Chancen für die saracus ergeben, zum Beispiel durch den Zugang zu neuen Kunden.

5.2. Risikobericht

Die saracus erfasst, bewertet, steuert und überwacht die Risiken in wirtschaftlicher und organisatorisch-prozessualer Hinsicht. Die Risiken werden anhand der voraussichtlichen Bedeutung für die Entwicklung der Gesellschaft bemessen und in geeigneter Weise kommuniziert. Bei entsprechender Relevanz der festgestellten Risiken werden die Gesellschafter informiert.

Branchenspezifische Risiken

Für das Geschäftsjahr 2022 ist weiterhin mit wirtschaftlichen Auswirkungen der COVID19-Pandemie zu rechnen. Die saracus kann die operative Tätigkeit nahezu ohne Einschränkung aufgrund ihrer modernen technischen Infrastruktur und dem agilen Arbeitsethos weiterführen. Die Verlängerung und Neuvergabe von Budgets durch Kunden, die ihrerseits durch die Krise beeinflusst sind, ist weniger transparent als gewohnt. saracus ist bislang moderat von den disruptiven Wirkungen der Pandemie betroffen.

Daneben ist mit der Eskalation des Ukraine-Konflikts und den damit verbundenen Auswirkungen ein weiterer externer Schock für die europäische und globale Wirtschaft zu verzeichnen. So sind neben den unmittelbaren politisch vereinbarten Sanktionen, Produktionsstillstände produzierender Unternehmen aufgrund unterbrochener Lieferketten, konjunkturelle Konsequenzen durch Energiepreis- und Zinsentwicklungen sowie eine hohe Inflation als negative Effekte zu nennen.

Die Gesellschaft besitzt keine unmittelbaren Liefer- und Leistungsbeziehungen mit russischen oder ukrainischen Unternehmen. Mögliche nachteilige Effekte treffen die Gesellschaft daher nur mittelbar, sind allerdings zum jetzigen Zeitpunkt nicht zu quantifizieren.

Operative Risiken

Ein Risiko für das weitere Wachstum war bislang der immer größer werdende Konkurrenzkampf um qualifizierte Mitarbeiter in der IT-Branche. Zwar profitiert die saracus von der sehr guten Arbeitgebermarke und hat gleichwohl in 2021 das Talent Recruiting weiter optimiert, um die für das geplante Wachstum erforderlichen qualifizierten Mitarbeiter zu gewinnen. Insoweit hatten die kontinuierlichen Maßnahmen für das sog. Employer Branding eine hohe Priorität. Künftig könnte die gegenwärtige Krise die Möglichkeiten für die Gewinnung kompetenter Mitarbeiter sogar verbessern, da das Unternehmen für den Fall einer baldigen wirtschaftlichen Erholung gut gerüstet ist.

Die Banking-Branche ist - neben Versicherung - ein Schwerpunkt der saracus und mit einer Vielzahl an Herausforderungen konfrontiert. Inwieweit dies Einfluss auf die Geschäftsentwicklung von saracus haben wird, bleibt abzuwarten.

Finanzwirtschaftliche Risiken

Da die Gesellschaft ca. 46% des Umsatzes in Schweizer Franken fakturiert, besteht ein Währungsrisiko.

Die saracus ist keinerlei Kreditfinanzierungen eingegangen. Die Liquiditätslage ist sehr gut und es sind keine Engpässe durch das eigene Geschäft zu erwarten.

6. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten.

Die Gesellschaft verfügt über einen solventen und bonitätsstarken Kundenstamm. Forderungsausfälle gibt es nicht. Zudem besteht eine langjährige Zusammenarbeit mit einem Großteil der Kunden.

Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen gezahlt.

Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik.

Zur Absicherung gegen das Liquiditätsrisiko wird regelmäßig ein Liquiditätsplan erstellt, der einen Überblick über die Geldaus- und -eingänge vermittelt.

Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein adäquates Debitorenmanagement.

7. Fazit der Geschäftsleitung

Trotz der nach wie vor anhaltenden COVID19-Pandemie ist die Geschäftsleitung zuversichtlich, auch im Jahr 2022 den in den letzten Jahren begonnenen erfolgreichen Wachstumskurs fortsetzen zu können.

 

Münster, den 22. Juni 2022

Thomas Schräer, Geschäftsführer

Rene Paul, Geschäftsführer

Daniela Moß, Geschäftsführerin

BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2021

SARACUS CONSULTING GMBH, MÜNSTER

AKTIVA

31.12.2021
EUR
31.12.2020
EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN 11.000.041,68 10.901.833,68
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 3,50 12,00
II. Sachanlagen 113.294,50 15.078,00
III. Finanzanlagen 10.886.743,68 10.886.743,68
B. UMLAUFVERMÖGEN 3.810.355,68 4.142.731,66
I. Vorräte 66.100,00 0,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 2.492.357,95 1.710.072,45
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 843.407,17 912.863,86
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.595.199,81 789.197,32
- davon gegen Gesellschafter: EUR 1.222.251,05 (Vorjahr: EUR 576.364,47)    
3. Sonstige Vermögensgegenstände 53.750,97 8.011,27
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 1.251.897,73 2.432.659,21
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 58.105,21 29.530,40
  14.868.502,57 15.074.095,74

PASSIVA

   
31.12.2021
EUR
31.12.2020
EUR
A. EIGENKAPITAL 12.813.591,80 12.813.591,80
I. Gezeichnetes Kapital 26.000,00 26.000,00
II. Kapitalrücklage 8.399.268,02 8.399.268,02
III. Gewinnvortrag 4.388.323,78 1.809.966,58
IV. Jahresüberschuss 0,00 2.578.357,20
B. RÜCKSTELLUNGEN 1.220.486,00 1.637.516,00
C. VERBINDLICHKEITEN 828.864,44 622.987,94
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 113,47 0,00
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 459.000,00 0,00
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 234.281,57 26.923,64
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 50.036,58 317.692,07
- davon gegenüber Gesellschaftern: EUR 37.089,38 (Vorjahr: EUR 317.692,07)    
5. Sonstige Verbindlichkeiten 85.432,82 278.372,23
- davon aus Steuern: EUR 75.842,58 (Vorjahr: EUR 71.142,53)    
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 1.823,74 (Vorjahr: EUR 17.184,27)    
D. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 5.560,33 0,00
  14.868.502,57 15.074.095,74

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2021

2021
EUR
2020
EUR
1. Rohergebnis 9.539.821,16 8.025.733,78
2. Personalaufwand -5.490.355,64 -4.707.349,86
a) Löhne und Gehälter -4.581.930,98 -3.910.458,06
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -908.424,66 -796.891,80
- davon für Altersversorgung: EUR 72.366,32 (Vorjahr: EUR 81.363,00)    
3. Abschreibungen -67.037,13 -22.343,17
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen -633.037,76 -592.547,98
- davon aus der Währungsumrechnung: EUR 11.963,03 (Vorjahr: EUR 18.605,80)    
5. Erträge aus Beteiligungen 900.070,01 707.091,38
- : EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 0,00)    
6. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 121.637,06 6.310,55
- davon aus dem Deckungsvermögen abzüglich Aufwendungen aus Aufzinsung von Altersversorgungsverpflichtungen: EUR 12.059,00 (Vorjahr: EUR 5.218,00)    
- davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 900.070,01 (Vorjahr: EUR 707.091,38)    
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -16,99 -15,66
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -26,04 -836.938,93
9. Ergebnis nach Steuern 4.371.054,67 2.579.940,11
10. Sonstige Steuern -1.305,48 -1.582,91
11. Aufgrund eines Ergebnisabführungsvertrages abgeführter Gewinn -4.369.749,19 0,00
12. Jahresüberschuss 0,00 2.578.357,20

ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2021

SARACUS CONSULTING GMBH, MÜNSTER

1. Allgemeine Angaben

Die saracus consulting GmbH, mit Sitz in Münster, ist beim Handelsregister des Amtsgerichts Münster unter der Nummer HRB 5245 eingetragen.

Der Jahresabschluss der saracus consulting GmbH wurde auf der Grundlage der deutschen handelsrechtlichen Rechnungslegungsvorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften aufgestellt.

Die Gliederung der Bilanz erfolgte in Anwendung der Vorschriften des § 266 HGB. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde entsprechend § 275 Abs. 2 HGB in Staffelform nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Ergänzend zu diesen Vorschriften wurden die Regelungen des GmbH-Gesetzes beachtet.

Angaben, die wahlweise in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden können, sind insgesamt im Anhang aufgeführt.

Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden gegenüber dem Vorjahr unverändert beibehalten.

Die immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten aktiviert und, sofern sie der Abnutzung unterliegen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Die planmäßigen Abschreibungen werden nach der linearen Methode unter Zugrundelegung der voraussichtlichen Nutzungsdauern ermittelt.

Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens mit einem Wert von EUR 250,01 bis EUR 800,00 werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben.

Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten oder dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt.

Die Forderungen und die sonstigen Vermögensgegenstände sind zu Nennwerten oder mit dem zum Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden erkennbare Risiken durch aktivisch abgesetzte Wertberichtigungen berücksichtigt.

Der Ansatz des Kassenbestandes sowie der Guthaben bei Kreditinstituten erfolgt zum Nominalwert.

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwendungen für eine bestimmte Zeit nach dem Abschlussstichtag darstellen.

Für ungewisse Verbindlichkeiten aus Pensionsverpflichtungen werden Rückstellungen gebildet. Die Rückstellungen werden nach § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages gebildet.

Die Pensionsverpflichtungen wurden zum Barwert nach der Projected-Unit-Credit-Methode (PUC-Methode) unter Zugrundelegung eines Zinsfußes von 1,87 % und einem Rententrend von 1,5 % ermittelt. Es wurden die Richttafeln 2018 G von Dr. Klaus Heubeck zugrundegelegt. Den Pensionsrückstellungen liegt ein versicherungsmathematisches Gutachten der Kölner Spezial Beratungs-GmbH für betriebliche Altersvorsorge, Köln, zugrunde.

Gemäß der Regelung des § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB wurden Rückdeckungsversicherungen für Pensionsverpflichtungen in Höhe von TEUR 624 mit der Pensionsrückstellung verrechnet.

Der ausschüttungsgesperrte Unterschiedsbetrag gemäß § 253 Abs. 6 HGB beträgt EUR 117.654,00.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Sie sind in Höhe des Erfüllungsbetrags angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist.

Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Der Jahresabschluss enthält auf fremde Währung lautende Sachverhalte, die in Euro umgerechnet wurden. Für Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten wurde der Devisenkassamittelkurs der Deutschen Bundesbank zum Bilanzstichtag verwendet (§ 256a HGB). Gemäß § 256a HGB sind bei einer Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger § 253 Abs. 1 Satz 1 und § 252 Abs. 2 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB nicht anzuwenden.

3. Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Aufgliederung und Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2021 wird im beigefügten Anlagenspiegel dargestellt.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen/Gesellschafter sind innerhalb eines Jahres fällig.

Die Forderungen gegenüber Gesellschaftern betragen TEUR 1.222 (Vorjahr: TEUR 576).

Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen (in TEUR):

2021
1. Personal 346
2. Gewährleistungen / Nacharbeiten 138
3. Sonstige 29
  513

Sämtliche Verbindlichkeiten sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind durch übliche Eigentumsvorbehalte besichert.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern betragen TEUR 37 (Vorjahr: TEUR 318).

4. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Umsatzerlöse resultieren aus abgerechneten Beratungsleistungen. Sie entfallen zu 4,8 Mio. EUR auf das Ausland und zu 5,7 Mio. EUR auf das Inland.

5. Sonstige Angaben

a) Finanzielle Verpflichtungen

Sonstige finanzielle Verpflichtungen im Sinne von § 285 Nr. 3 a HGB bestehen in Form von Mietverträgen für Büroräume sowie Miet- und Leasingverträgen für Büroausstattung, Software und PKW mit einem voraussichtlichen Jahresaufwand von rd. TEUR 338.

b) Beteiligungsbesitz

Name Sitz Beteiligung Nominalkapital Ergebnis 2021 Eigenkapital 31.12.2021
saracus consulting AG Baden, Schweiz 100,0 % 100.000,00 CHF 1.750.330,54 CHF 2.188.399,21 CHF

c) Personal

Das Unternehmen beschäftigte im Berichtszeitraum durchschnittlich 85 Arbeitnehmer (davon 25 Teilzeitkräfte).

d) Geschäftsführung

Geschäftsführer der Gesellschaft waren in 2021:

Herr Thomas Schräer, Münster,

Frau Daniela Moß, Münster,

Herr Rene Paul, Telgte.

Die Geschäftsführer Herr Schräer und Herr Paul sind einzelvertretungsberechtigt mit der Befugnis, im Namen der Gesellschaft mit sich in eigenem Namen oder als Vertreter eines Dritten Rechtsgeschäfte abzuschließen. Die Geschäftsführerin Frau Moß ist einzelvertretungsberechtigt mit der Befugnis, im Namen der Gesellschaft mit sich als Vertreter eines Dritten Rechtsgeschäfte abzuschließen.

Die Angabe der Bezüge der Geschäftsführung unterbleibt gemäß §§ 286 Abs. 4 i. V. m. 285 Nr. 9a HGB.

e) Konzernzugehörigkeit

Die saracus consulting GmbH wird in den Konzernabschluss der saracus consulting Verwaltungs GmbH, Münster, einbezogen.

f) Haftungsverhältnisse

Die Haftungsverhältnisse stellen sich wie folgt dar (in TEUR):

2021
Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten 20.900
- davon zugunsten verbundener Unternehmen 20.900

6. Nachtragsbericht

Im Februar 2022 ist der Ukraine-Konflikt zu einem Krieg auf europäischem Boden eskaliert. Die Auswirkungen dieses Krieges in Form von Unterbrechungen von Produktions- und Lieferketten sowie steigenden Energie- und Rohstoffpreisen werden auch in der deutschen Volkswirtschaft spürbar sein. Es bestehen keine unmittelbaren Geschäftsbeziehungen zu russischen oder ukrainischen Geschäftspartnern. Die Auswirkungen auf die Gesellschaft sind zum jetzigen Zeitpunkt jedoch schwer einzuschätzen.

7. Ergebnisverwendungsvorschlag

Der Jahresüberschuss 2021 in Höhe von 4.369.749,19 EUR wurde an die Organträgerin saracus consulting Verwaltungs GmbH, Münster, abgeführt.

 

Münster, 22. Juni 2022

Thomas Schräer, Geschäftsführer

Rene Paul, Geschäftsführer

Daniela Moß, Geschäftsführerin

ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN
1. Jan. 2021
EUR
Zugänge
EUR
Umbuchungen
EUR
Abgänge
EUR
31. Dez. 2021
EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE          
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 61.326,93 0,00 0,00 15.799,95 45.526,98
II. SACHANLAGEN          
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 298.511,79 165.484,13 0,00 191.943,49 272.052,43
III. FINANZANLAGEN          
Anteile an verbundenen Unternehmen 10.886.743,68 0,00 0,00 0,00 10.886.743,68
  10.886.743,68 0,00 0,00 0,00 10.886.743,68
  11.246.582,40 165.484,13 0,00 207.743,44 11.204.323,09
AUFGELAUFENE ABSCHREIBUNGEN
1. Jan. 2021
EUR
Abschreibungen des Geschäftsjahres
EUR
Abgänge
EUR
31. Dez. 2021
EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE        
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 61.314,93 0,00 15.791,45 45.523,48
II. SACHANLAGEN        
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 283.433,79 67.037,13 191.712,99 158.757,93
III. FINANZANLAGEN        
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
  0,00 0,00 0,00 0,00
  344.748,72 67.037,13 207.504,44 204.281,41
NETTOBUCHWERTE
31. Dez. 2021
EUR
31. Dez. 2020
EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE    
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 3,50 12,00
II. SACHANLAGEN    
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 113.294,50 15.078,00
III. FINANZANLAGEN    
Anteile an verbundenen Unternehmen 10.886.743,68 10.886.743,68
  10.886.743,68 10.886.743,68
  11.000.041,68 10.901.833,68

Der Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers bezieht sich auf den Jahresabschluss in der aufgestellten Form. Die Offenlegung erfolgt in verkürzter Form gemäß §§ 325 ff. HGB.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die saracus consulting GmbH, Münster

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der saracus consulting GmbH, Münster, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2021 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der saracus consulting GmbH, Münster, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2021 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen der saracus consulting GmbH, Münster, unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Bonn, den 23. Juni 2022

Flick Gocke Schaumburg GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Dr. Ternes, Wirtschaftsprüfer

Dr. Rottke, Wirtschaftsprüfer

Der Jahresabschluss wurde am 4. Juli 2022 festgestellt.

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