Raiffeisen Lübbecker Land AGLiquidiert

49448 Stemshorn, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Bad Oeynhausen HRB 13361
Eingetragen
14.12.2010
Branche
Großhandel mit Getreide, Rohtabak, Saatgut und FuttermittelnGroßhandel mit landwirtschaftlichen Maschinen und GerätenTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von landwirtschaftlichen Maschinen und Geräten
Gegenstand
Der Ein- und Verkauf landwirtschaftlicher und sonstiger Bedarfsgüter, der Ein- und Verkauf landwirtschaftlicher und sonstiger Erzeugnisse, die Herstellung, Be- und Verarbeitung der vorgenannten Bedarfsgüter und Erzeugnisse im eigenen oder fremden Betrieb, die Benutzung landwirtschaftlicher Maschinen und Betriebseinrichtungen, der Handel mit Treib-, Brenn- und Baustoffen und sonstigen Waren, insbesondere des Hausund Gartenbedarfs, einschließlich Lebensmittel, die Lagerung und der Umschlag von Massengütern, Schwergütern und Gütern aller Art sowie des Hafenbetrieb.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Timo Buschendorf
seit 22.11.2016
Prokura
Uwe Halve
seit 6.5.2013
Prokura
Karl Hennekes
seit 11.1.2013
Prokura

Beteiligungen

NameAnteil
33.33%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Raiffeisen Lübbecker Land AG

Lübbecke

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021

Lagebericht

1. Geschäftsmodell des Unternehmens

Die Raiffeisen Lübbecker Land AG ist ein Spezialist, wenn es um landwirtschaftliche Produktionsmittel und die Vermarktung von Agrarprodukten und Dienstleistungen rund um die Landwirtschaft geht.

Das Produktsortiment beinhaltet unter anderem Düngemittel, Pflanzenschutzmittel, Saatgut und Getreide, Brenn-, Kraft- und Schmierstoffe und betriebsspezifische Futtermittel. Als Partner unserer landwirtschaftlichen Kunden legen wir Wert auf eine langfristige Zusammenarbeit mit einer qualifizierten Beratung. Unsere Raiffeisenmärkte bieten an ihren Standorten ein umfangreiches Sortiment aus den Bereichen Haus, Tier und Garten an.

2. Geschäftsbereiche, Produkte und Dienstleistungen

Das Waren- und Dienstleistungsangebot der Raiffeisen Lübbecker Land AG wird in die folgende Geschäftsbereiche unterteilt:

Landwirtschaftliches Geschäft

In diesem Geschäftsbereich wird insbesondere der Handel und die Herstellung von Futtermitteln, Düngemitteln, Saatgut und Pflanzenschutz sowie die Bereiche Getreideannahme, Getreideaufbereitung und Getreidehandel zusammengefasst.

Einzelhandel

Dieser Bereich umfasst den Betrieb von Raiffeisenmärkten mit einem Sortiment für Haus, Tier, Garten und Freizeit und einem Tankstellenshop.

Brenn- und Treibstoffe

Hier wird der Betrieb von SB-Tankstellen sowie der Handel und das Abfüllen von festen und flüssigen Brenn- und Treibstoffen zusammengefasst.

Sonstige Umsatzerlöse

Hierzu zählen der Handel mit Baustoffen, der Betrieb von Lagerarbeiten sowie diverse andere Dienstleistungen.

3. Standorte

Die Gesellschaft unterhält in ihrem Vertriebsgebiet die folgenden Standorte:

Getmold

Hunteburg

Levern

Stemwede-Oppendorf

Preußisch Ströhen

Rahden

Stemshorn

Lübbecke

4. Absatzmärkte

Die Absatzmärkte der Raiffeisen Lübbecker Land AG liegen primär im Kreis Minden-Lübbecke und den angrenzenden Kreisen. Darüber hinaus wird Getreide in den Großhandel vermarktet.

B. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Das wirtschaftliche und gesellschaftliche Leben stand auch im Geschäftsjahr 2021 im Zeichen der Corona-Pandemie. Nach einem erneuten Lockdown im Winter 2020, der sich bis in das Frühjahr 2021 zog, kam es in der Jahresmitte 2021 zu einer Entspannung der Pandemielage. Diese ist vor allem auf die zahlreichen Impfkampagnen zurückzuführen, die in Deutschland, aber auch in anderen Ländern, immer mehr voranschreiten. Um eine höhere Schutzwirkung zu erhalten, haben sich bereits viele Menschen weltweit ihre Impfungen auffrischen lassen. Das Auftauchen der hochansteckenden Omikron-Variante, die in vielen Ländern bereits den Großteil der Neuinfektionen ausmacht, stellt die Gesellschaft auf eine erneute Probe. Welche Auswirkungen diese und eventuell weitere auftauchende Virusvarianten auf das wirtschaftliche und gesellschaftliche Leben haben werden, ist derzeit noch ungewiss.

Das globale Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist nach ersten Schätzungen im Jahr 2021 um 5,9 % angestiegen. Für das Jahr 2022 wird nach aktuellem Stand (Januar 2022) eine Gesamtwachstumsrate von 4,9 % erwartet. Nachdem sich das Bruttoinlandsprodukt in Deutschland im Jahr 2020 um 5,0 % verringert hat, weist es nach ersten Berechnungen für das Jahr 2021 eine Steigerung von 2,7 % auf.

Einer deutlichen Steigerung unterliegen auch die Verbraucherpreise in Deutschland. So nahm der Verbraucherpreisindex im Jahresdurchschnitt um 3,1 % zu. Verantwortlich hierfür sind verschiedene Sondereffekte wie die Senkung der Mehrwertsteuer im Jahr 2020 sowie die globalen Lieferengpässe. Aber auch die Einführung der Co 2- Steuer lässt die Verbraucherpreise rasant ansteigen.

Die Auswirkungen der Corona-Pandemie waren auch im Jahr 2021 auf dem Arbeitsmarkt deutlich spürbar. Aufgrund eines anhaltenden Lockdowns zum Jahresbeginn und weiteren Maßnahmen zur Bekämpfung der Pandemie zeigte sich erstmals in der Jahresmitte 2021 eine Erholung auf dem Arbeitsmarkt. Im Jahresdurchschnitt konnte sich die Zahl der als arbeitslos gemeldeten Menschen um 82.000 auf 2.613.000 Menschen verringern. Dies entspricht einem Rückgang der Arbeitslosenquote von 5,9 % auf 5,7 %.

Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft veröffentlichte in seinem endgültigen Erntebericht für das Jahr 2021 eine Getreideernte in Höhe von rd. 42,1 Mio. t. Dies sind 2,7 % weniger als im Jahr 2020. Diese Verringerung ist im Wesentlichen auf die extremen Witterungsverhältnisse zurückzuführen. Der sechsjährige Durchschnitt wurde um 4,8 % verfehlt. In Westfalen belief sich die Getreideernte auf 3,7 Mio. t., dies entspricht im Durchschnitt der letzten Jahre einem Rückgang von 4,2 %.

Die Situation der viehhaltenden Betriebe ist weiterhin äußerst angespannt. Neben den anhaltenden Auswirkungen der Corona-Pandemie und der weiteren Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest (ASP) sorgt vor allem der erneute Einbruch des Schweinehandels in China für globale Einbußen. Im Dezember 2021 hielten sich die Schweinepreise bei rd. 1,23 €/kg. Der niedrigste Preis seit fast 15 Jahren im Dezember 2020 mit 1,19 €/kg konnte somit leicht gesteigert werden.

Durch den Einmarsch russischer Truppen am 24. Februar 2022 in die Ukraine ist im Bereich der Agrarerzeugnisse mit deutlichen Marktveränderungen zu rechnen, da es sich bei Russland und der Ukraine um bedeutende Getreideproduzenten handelt. Nach Angaben des Deutschen Raiffeisenverbandes beträgt beispielsweise der Weltmarktanteil der Weizenexporte Russlands rund 17 % bzw. der Ukraine rund 11 %. Aufgrund der eingeleiteten Handelsbeschränkungen gegen Russland sowie der erschwerten Anbaubedingungen in der Ukraine ist mit einer deutlichen Verknappung der Agrarerzeugnisse auf dem Weltmarkt zu rechnen. Der Vorstand der Genossenschaft geht folglich davon aus, dass nicht nur die Preise für Agrarerzeugnisse, sondern auch für Futtermittel steigen werden.

Da Russland zudem ein bedeutender Gasexporteur ist, wird auch hier mit einer Marktverknappung zu rechnen sein. Da die Herstellung synthetischer Mineraldünger deutlich durch den Preis für Energieträger beeinflusst wird, wird auch im Bereich der Düngermittel insoweit mit steigenden Preisen gerechnet.

Weiterhin geht der Vorstand der Gesellschaft aufgrund steigender Verbraucherpreise von einem schwächeren Konsumverhalten im Bereich der Raiffeisenmärkte aus.

2. Geschäftsverlauf der Gesellschaft

Das Geschäftsjahr 2021 schließt mit einem Umsatz von 52,5 Mio. €. Hierbei sind unterschiedliche Entwicklungen in den einzelnen Geschäftsbereichen zu verzeichnen.

Die Umsatzentwicklung der Raiffeisen Lübbecker Land AG stellt sich wie folgt dar.

Geschäftsbereich 2021
T€
2020
T€
Landwirtschaftliches Geschäft 35.174,2 31.829,8
Einzelhandel 6.103,6 5.202,4
Brenn- und Treibstoffe 10.577,8 8.250,7
Sonstige Umsätze 591,0 543,7
  52.446,6 45.826,6

2.1 Landwirtschaftliches Geschäft

Der Umsatz im landwirtschaftlichen Geschäft hat sich von 31.829,8 T€ auf 35.174,2 T€ erhöht. Die Veränderung ergibt sich insbesondere aus der Sparte landwirtschaftliche Erzeugnisse. Im Futtermittelgeschäft hat sich der Absatz leicht verringert bei preisbedingten Steigerungen.

2.2 Einzelhandel

Die Belebung des Einzelhandels steht einerseits im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie, da die Haus- und Gartenmärkte ihre Geschäfte auch während des Lockdowns im Frühjahr 2021 nicht schließen mussten und andererseits mit dem neuen Raiffeisenmarkt in Stemshorn. Insgesamt verlief das Geschäft gut. Der Umsatz lag in der Summe bei 6.103,6 T€.

2.3 Brenn- und Treibstoffe

Die Absatzmengen im Brenn- und Treibstoffgeschäft sowie bei den Ölen und festen Brennstoffen belaufen sich im Geschäftsjahr 2021 auf 10.459 tsd. Liter, was einen wertmäßigen Umsatz von 10.577,8 T€ entspricht. Der starke Rohölpreisrückgang aufgrund der Corona-Pandemie sowie die geplante Einführung der Co2 Steuer in 2021 hat zu einer spürbaren Belebung unseres Brennstoffabsatzes im Vorjahr geführt. Während sich die Absatzmenge im Berichtsjahr aufgrund der Vorverkäufe im Vorjahr und durch den Lockdown im Frühjahr leicht verringert hat, ist der Umsatz im Geschäftsjahr preisbedingt um 2.371,1 T€ bzw. 28,2 % gegenüber dem Vorjahr gestiegen.

2.4 Sonstige Umsatzerlöse

Die sonstigen Umsatzerlöse entwickelten sich preisbedingt positiv.

3. Leistungsindikatoren der Gesellschaft

3.1 Finanzielle Leistungsindikatoren

Die Raiffeisen Lübbecker Land AG verwendet die nachfolgend beschriebenen Kennzahlen intern zur Steuerung der Gesellschaft.

• Umsatz

• Rohertrag

• Jahresüberschuss

Die Leistungskennzahlen unterliegen einer kontinuierlichen Überwachung und Optimierung durch die Geschäftsführung.

3.2 Nicht finanzielle Leistungsindikatoren

Personal- und Sozialbereich

Im Geschäftsjahr 2021 beschäftigte die Gesellschaft durchschnittlich 29 kaufmännische und 32 gewerbliche Mitarbeiter. Sie sind in einer Vielzahl unterschiedlicher Berufsfelder beschäftigt.

Die Raiffeisen Lübbecker Land AG benötigt zur langfristigen Sicherstellung des geschäftlichen Erfolgs qualifizierte Mitarbeiter.

Traditionell setzt die Gesellschaft auf Nachwuchs aus den eigenen Reihen. Im Unternehmen waren am 31. Dezember 2021 sechs Auszubildende beschäftigt.

Qualitätsmanagement

Als regionaler Anbieter von Futtermittel fühlen wir uns verpflichtet, den Anforderungen an Menge, Qualität und Individualität gerecht zu werden. Regelmäßige Qualitätsprüfungen und -kontrollen durch unabhängige Institute und Ämter garantieren die Einhaltung aller gesetzlicher Vorgaben und Richtlinien. Wir sind zertifiziert nach Bio GFRS in Lübbecke, GMP+B1, nach REDcert, GMO VLOG und dem QSS Zertifikat für Saatgut.

4. Lage der Gesellschaft

4.1 Ertragslage

Die aus dem Jahresabschluss abgeleiteten Kennziffern zur Ertragslage der Raiffeisen Lübbecker Land AG haben sich wie folgt entwickelt:

01.01. - 31.12.2021 01.01. - 31.12.2020 Änderung ggü. dem Vorjahr
in
T€ % T€ % T€ %
Umsatzerlöse 52.446,6 100,0 45.826,6 100,0 6.620,0 14,4
Materialaufwand 45.821,3 87,4 39.985,6 87,3 5.835,7 14,6
Rohertrag 6.625,3 12,6 5.841,0 12,7 784,3 13,4
Sonstige betriebliche Erträge 133,8 0,3 368,8 0,8 -235,0 -63,7
Rohgewinn 6.759,1 12,9 6.209,8 13,6 549,3 8,8
Personalaufwand 2.923,8 5,6 2.813,2 6,1 110,6 3,9
Abschreibungen 784,9 1,5 706,3 1,5 78,6 11,1
Sonstige betriebliche Aufwendungen 2.614,1 5,0 2.427,1 5,3 187,0 7,7
Betriebssteuern 46,8 0,1 41,5 0,1 5,3 12,9
Ordentliche Aufwendungen 6.369,6 12,1 5.988,1 13,1 381,5 6,4
Betriebsergebnis 389,5 0,7 221,7 0,5 167,8 75,7
Finanzergebnis 246,2 0,5 140,9 0,3 105,3 74,7
Ordentliches Ergebnis 635,7 1,2 362,6 0,8 273,1 75,3
EE-Steuern 167,0 0,3 85,7 0,2 81,2 94,7
Jahresergebnis 468,6 0,9 276,9 0,6 191,7 69,2

Der Gesamtumsatz der Gesellschaft stieg um 6.620,0 T€ bzw. 14,4 %. Im Zuge dieser Entwicklung in Verbindung mit einem unterproportional gestiegenen Materialaufwand verbesserte sich der Rohertrag um 784,3 T€ auf 6.625,3 T€. Die Aufwendungen haben sich um 381,5 T€ erhöht. Grund hierfür ist einerseits der gestiegene Personalaufwand und andererseits die gestiegenen betrieblichen Aufwendungen, hier insbesondere die Gebäudeaufwendungen. Das positive Finanzergebnis hat sich aufgrund höherer Zins- und Beteiligungserträge erhöht. Die Ertragsteuern haben sich um 81,2 T€ auf 167,0 T€ erhöht.

Es verbleibt für das Geschäftsjahr 2021 ein Jahresüberschuss von 468,6 T€ (Vorjahr: 276,9 T€).

4.2 Vermögens- und Finanzlage

Die Bilanzsumme ist zum 31. Dezember 2021 um 4.044,5 T€ bzw. 14,1 % auf 32.809,2 T€ gestiegen. Das Eigenkapital hat sich im Berichtsjahr um 642,9 T€ auf 11.028,0 T€ erhöht. Die Eigenkapitalquote beträgt zum 31. Dezember 2021 33,6 % gegenüber 36,1 % zum 31. Dezember 2020. Die Forderungen sind zum Bilanzstichtag um 1.441,2 T€ auf 7.145,0 T€ aufgrund des Umsatzanstiegs gestiegen.

Im Geschäftsjahr 2021 wurden Investitionen in das Sachanlagevermögen in Höhe von 1.022,2 T€ getätigt. Demgegenüber betrug das Abschreibungsvolumen 784,4 T€. Die Raiffeisen Lübbecker Land AG investiert langfristig in ihre Standorte, um Werte zu erhalten, Qualität zu sichern und anhaltende Wertschöpfung zu betreiben.

Die Finanzlage der Gesellschaft ist als geordnet anzusehen. Die Gesellschaft war in der Lage, ihren Zahlungsverpflichtungen nach Art, Höhe und Fristigkeit nachzukommen. Die Beachtung der Fristenkongruenz ist ein wichtiger zu beachtender Grundsatz. Investitionen in Sach- und Finanzanlagen werden aus mittel- und langfristigem Kapital gedeckt. Die langfristigen Darlehen unterliegen keinem Zinsänderungsrisiko und sind vollständig als Tilgungsdarlehen ausgestattet.

2021 2020
Anlagenintensität (1) 48,7 53,8
Eigenkapital / (Quote in % (2)) 33,6 36,1
Liquidität 3. Grades (3) 107,8 105,9

(1) Anlagevermögen/Bilanzsumme

(2) Eigenkapital/Bilanzsumme

(3) Verhältnis liquide Mittel, kurzfristige Forderungen und Vorräte zu kurzfristigen Verbindlichkeiten und Rückstellungen

4.3 Gesamtaussage des Vorstandes zum Geschäftsverlauf und Lage

Auch im Geschäftsjahr 2021 war das Wetter ein großer Faktor. Nach drei Dürrejahren in Folge sorgten unterschiedliche Wetterextreme für eine Verlangsamung des Wachstumsprozesses vieler Getreidearten. Durch den erheblichen Regenfall zu Jahresbeginn wurden zudem Felder unbrauchbar und viele Getreidearten konnten nicht zeitgerecht geerntet werden.

Die Gesellschaft ist mit den im Geschäftsjahr 2021 gegebenen und genutzten Marktchancen zufrieden. Die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft ist stabil, die Vermögens- und Finanzlage ist geordnet; die Ertragslage gemessen am Betriebsergebnis hat sich verbessert. Die getätigten Investitionen sichern die Leistungsfähigkeit der Gesellschaft. Die stabile Ertragslage der Gesellschaft konnte dazu genutzt werden, den Aktionären eine Dividende in Höhe von 2,25 % zu gewähren.

Die Entwicklung der Gesellschaft im Geschäftsjahr 2021 entsprach den betrieblichen Planungen. Die zur Steuerung und Erfolgsmessung herangezogenen Indikatoren haben sich allesamt gegenüber dem Vorjahr positiver als geplant entwickelt. Die im Vorjahr geplanten Umsatzerlöse von 44,0 Mio. € konnten deutlich übertroffen werden. Dabei konnten Umsatzsteigerungen im landwirtschaftlichen Geschäft um 3,3 Mio. € bzw. 10,5 % erzielt werden. In der folgenden Übersicht sind die Plan-/Ist-Abweichungen in komprimierter Form in Bezug auf die finanziellen Leistungsindikatoren dargestellt:

Leistungsindikator Plan Wert 2021
T€
Ist Wert 2021
T€
Abweichung
T€
Umsatz 44.000 52.447 8.447
Rohertrag 5.400 6.625 1.225
Jahresüberschuss 210 469 259

C. Chancen- und Risikobericht

1. Grundsätze des Risikomanagement

Das Risikomanagement erfolgt insbesondere über das Rechnungswesen und das Warenwirtschaftssystem. Das Warenwirtschaftssystem wird zur Informationsgewinnung und der Auswertungen der betrieblichen Daten genutzt.

Zur Erkennung und Steuerung von Unternehmensrisiken hat die Gesellschaft ein System eingerichtet, welches im Wesentlichen auf folgenden Instrumenten aufbaut:

• Absicherung von Handelsgeschäften durch Kontrakte,

• Einrichtung einer aussagefähigen Warenbuchführung getrennt nach Betriebsstätten,

• Errichtung einer geschäftsstellenbezogenen Kostenrechnung,

• Erstellung aussagefähiger monatlicher Zwischenabschlüsse,

• Errichtung einer kurz- und mittelfristigen Planungsrechnung,

• Zeitnahes Debitorenmanagement,

• Dokumentation der Aufbauorganisation,

• Implementation von Funktionstrennungen für die wesentlichen Geschäftsprozesse

• Gesetzliche Prüfung durch eine Wirtschaftsprüfungsgesellschaft.

Darüber hinaus finden regelmäßige Sitzungen von Vorstand und Aufsichtsrat statt. Der Vorstand berichtet dem Aufsichtsrat regelmäßig über die Risikolage der Gesellschaft. Die Berichterstattung wird dokumentiert.

2. Unternehmensspezifische Chancen und Risiken

Aufgrund der Ausrichtung des Kerngeschäftes der Gesellschaft auf elementare Bedürfnisse wie tierische und pflanzliche Grundnahrungsmittel und Energieversorgung wirken sich zyklische Schwankungen weniger stark aus als in anderen Wirtschaftszweigen.

Das Risiko, insbesondere in den Diversifikationssparten wie dem Baustoffhandel und dem Einzelhandel in unseren Raiffeisenmärkten, liegt vor allem in einem sich verstärkenden allgemeinen konjunkturellen Abschwung, bedingt durch die auftretenden Variantenbildungen des Corona-Virus und den damit verbundenen Einschränkungen des wirtschaftlichen und öffentlichen Lebens in 2022 und darüber hinaus.

Der Energiebereich wird sich in den kommenden Jahren noch sehr wandeln. Bis 2030 wird eine Steigerung des globalen Bedarfes auf 160.500 Mrd. kw/h erwartet, bis 2060 wird ein weiterer Anstieg auf 310.000 Mrd. kw/h prognostiziert. Als Grund hierfür ist neben der Zunahme der Bevölkerung der Anstieg der Lebensstandards vieler Menschen weltweit zu nennen. Als stärkster Zulieferer weltweit hat sich China herausgestellt.

Welche Auswirkungen die am 31. August 2021 verabschiedete Gesetzesnovelle des Klimaschutzgesetzes auf unsere Gesellschaft haben wird, ist derzeit noch nicht konkret abschätzbar. Das Gesetz sieht bis zum Jahr 2030 eine Minderung der Treibhausgasemmissionen von rd. 65 % vor, bis 2045 wird gar eine generelle Treibhausneutralität angestrebt. Zur Erreichung dieser Ziele wurde in 2021 eine Co 2- Steuer eingeführt, die zum 1. Januar 2022 erneut erhöht worden ist. So sind bereits in der Silvesternacht die Preise für Kraftstoffe um rund 7 Cent pro Liter angestiegen, eine weitere Steigerung von 2 Cent pro Liter wird erwartet. Einen weiteren deutlichen Preisanstieg hat es seit Beginn der Ukraine-Krise gegeben.

Auch ist zu erwarten, dass die erhöhte Förderung des Absatzes von Elektroautos und anderer alternativer Antriebskonzepte langfristig negative Auswirkungen auf den Absatz von Treibstoffen haben wird. Aufgrund dieser erwarteten Marktstrukturänderungen ist es für die Zukunft der Gesellschaft wichtig, an alternativen Methoden mitzuarbeiten bzw. diesen gegenüber offen zu sein, da sich hier auch neue Marktchancen ergeben können.

Die Preise für Erdgas sind im Jahr 2021 ebenfalls rasant angestiegen. Der Bereich weist eine Preissteigerung von rund 18 % auf. Gründe hierfür liegen vor allem an der angestiegenen Co 2- Steuer und an den stark gestiegenen Einkaufspreisen für Erdgas im Ausland. Aufgrund des geringen Vorkommens von Erdgas in Deutschland muss rund 90 % des Bedarfes im Ausland dazugekauft werden. Innerhalb der letzten zwei Jahre sind die Einkaufspreise dort um rund 40 % angestiegen, weitere Steigerungen sind zu erwarten.

Ein weiterer wichtiger Kostenfaktor stellt der Verbrauch von Heizöl dar. Durch die Entwicklung des Rohöl-Weltmarktes lag der Preis für 100 Liter Heizöl im Dezember 2021 bei rund 90,36 €, zum Jahresbeginn ist eine leichte Senkung auf 88,00 €/ 100 Liter zu verzeichnen. Derzeit wird in Deutschland noch jeder vierte Haushalt mit Heizöl beliefert. Ab 2026 sollen keine neuen Ölheizungen mehr verbaut werden. Aus diesem Grund ist zu erwarten, dass sich der Bedarf an Heizöl zukünftig verringern wird. Der Erdgasverbrauch hingegen steigt in Deutschland rasant an.

Auftretende witterungsbedingte Extreme nehmen in immer stärkerem Maße Einfluss auf das Angebot, die Preisbildung und den Handel mit Agrarerzeugnissen und damit auch auf das Geschäft mit landwirtschaftlichen Betriebsmitteln.

Ein weiteres Risiko ist der Auftritt der Afrikanischen Schweinepest (ASP) in Deutschland. Am 9. September 2020 wurde das erste mit ASP infizierte Wildschwein im Landkreis Spree-Neiße im Südosten Brandenburgs aufgefunden. Zum Jahresende 2021 wurden in Deutschland mehr als 3.000 Fälle infizierter Schweine gemeldet. Besonders betroffen von der ASP sind die Bundesländer Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen. Die geringeren Exportmöglichkeiten durch den Ausbruch der ASP und die Auswirkungen durch die Maßnahmen zur Eindämmung des Sars-COV-2 Virus führen insgesamt zu einem deutlichen Rückgang der Schlachtschweine und Ferkel-Notierungen. Die weiteren Folgen und langfristigen wirtschaftlichen Auswirkungen für die Landwirte in unserer Region und damit auch für unser gesamtes landwirtschaftliches Geschäft sind zur Zeit nur schwer zu fassen und noch nicht kalkulierbar. Insgesamt ist aber zu erwarten, dass das zeitgleiche Auftreten der Corona-Pandemie und der Afrikanischen Schweinepest die Einkommenssituation unserer landwirtschaftlichen Kunden verschlechtert haben dürfte. Die Rahmenbedingungen bedürfen unserer weiteren intensiven Beobachtung und bei einer deutlichen Verschlechterung unserer Absatzmärkte für Futtermittel und Getreide eines besonderen Risikomanagementsystems.

Für die Gesellschaft birgt die Verschärfung der Düngeverordnung Risiken insbesondere für den Futtermittelabsatz durch sinkende Tierbestände und im Bereich des Düngemittelabsatzes durch eine Verringerung der Intensitäten im Pflanzen- und Futterbau. Im Bereich Dünger können Lagerkapazitäten ggf. nicht mehr vollständig genutzt werden, Umschlagshäufigkeiten gerade beim Dünger können geringer werden, obwohl die Gesellschaft weiterhin die erforderliche Infrastruktur an den jeweiligen Lagerstellen vorhalten muss.

Durch die neue Düngerverordnung können sich aber auch Chancen insbesondere durch eine verstärkte Beratungsnachfrage durch unsere Kunden ergeben.

3. Preisänderungsrisiken

Vielfach bewegt sich die Gesellschaft auf Märkten, die vom volatilen Weltmarkt abhängen, insbesondere bei Gütern wie Düngemitteln, Getreide, Einzelkomponenten für Futtermittel oder Mineralöl. Durch die Einlagerung entsprechender Waren bzw. durch Abschluss von Lieferverträgen über den Bezug von Waren in der Zukunft unterliegt die Gesellschaft dem Risiko von Preisschwankungen. Eine vollständige Absicherung ist hier weder möglich noch sinnvoll. Sofern nicht bereits bei Vertragsabschluss entsprechende Deckungsgeschäfte vorliegen, werden die hieraus resultierenden Risiken fortlaufend durch zuständige Mitarbeiter überwacht.

4. Liquiditätsrisiken

Aufgrund einer soliden Finanzierungsstruktur und den eingeräumten Kreditlinien bei Banken und Lieferanten ist die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft sichergestellt.

5. Ausfallrisiken

Die Gefahr, dass Vertragspartner ihren Verpflichtungen gegenüber der Gesellschaft nicht oder nicht fristgerecht nachkommen und dadurch finanzielle Verluste für die Gesellschaft entstehen, wird durch ein zeitnahes Debitorenmanagement begrenzt.

6. Risiken aus Zahlungsstromschwankungen

Aufgrund des implementierten Überwachungssystems werden derartige Risiken nicht gesehen.

7. Gesamtrisiko

Der Jahresabschluss wurde unter der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufgestellt. Im Berichtsjahr war die Risikosituation bei der Raiffeisen Lübbecker Land AG beherrschbar und die mit unserer unternehmerischen Tätigkeit verbundenen Risiken waren als nicht bestandsgefährdend einzustufen. Auch für die absehbare Zukunft sind keine Risiken erkennbar, welche den Fortbestand der Gesellschaft gefährden.

D. Prognosebericht

Aufgrund der weltweiten Impfkampagnen gegen das Corona-Virus Sars-COV-2 sowie der Verabschiedung von Konjunkturpaketen und sonstigen politischen Maßnahmen in zahlreichen Ländern prognostiziert die OECD für 2022 einen deutlichen Wiederanstieg und eine globale Steigerung des Bruttoinlandsproduktes von 5,9 %.

Auf der anderen Seite haben sich durch den Ukraine-Krieg Risiken in der Prognose insbesondere in Bezug auf die beiden bedeutsamen Getreideproduzenten Russland und Ukraine sowie in Bezug auf die Gasimportmengen aus Russland nach Deutschland ergeben. Eine Beurteilung der Auswirkungen auf unsere Geschäftsfelder ist derzeit noch nicht möglich und wird daher in unserer Prognose nicht berücksichtigt.

Das wirtschaftliche Umfeld der Gesellschaft befindet sich weiterhin in einer umfangreichen Veränderungsphase. Im Folgenden haben wir unsere Erwartungen beschrieben, unter der Voraussetzung, dass normale Witterungsbedingungen vorherrschen, keine wesentlichen atypischen Schwankungen auf den Beschaffungsmärkten sowie Lebensmittelskandale von gravierendem Ausmaß auftreten und die Konjunktur sich wieder positiv entwickelt. Eine exakte Prognose bleibt allerdings gleichwohl schwierig, da sich die Preise auf den Weltmärkten für Agrarrohstoffe und Agrarprodukte auch zukünftig durch externe nicht prognostizierbare Ereignisse sehr volatil entwickeln können.

In unserer Prognose haben wir unterstellt, dass auftretende Variantenbildungen des Sars-COV-2 Virus keine wesentlichen negativen Auswirkungen auf unsere unterschiedlichen Geschäftsbereiche haben werden. Wir erwarten, dass sich mithilfe der BOOSTER-Impfkampagne in Deutschland das öffentliche Leben auch in der ersten Jahreshälfte 2022 weiter normalisiert und dass keine weiteren Lockdowns notwendig werden. Zur Zeit lassen sich die mittel- und langfristigen Auswirkungen aus dem Auftreten der ASP in Deutschland auf unsere Geschäftsbereiche noch nicht prognostizieren.

Die Gesellschaft startet verhalten in das Geschäftsjahr 2022. Nachdem sich der Umsatz im abgelaufenen Geschäftsjahr auf 52,4 Mio. € erhöht hat, dürfte sich das Geschäftsvolumen für das kommende Geschäftsjahr aus heutiger Sicht auf einen Umsatz von ca. 55,0 Mio. € belaufen.

Die Gesellschaft strebt einen Rohertrag von rd. 6.300 T€ an. Für das Geschäftsjahr 2022 soll unter Berücksichtigung der geplanten Investitionen und bei solider Finanzierung ein Jahresüberschuss in Höhe von 250 T€ erreicht werden.

Der Vorstand blickt insgesamt aufgrund der unverändert schwierigen Rahmenbedingungen mit verhaltenem Optimismus in die Zukunft. Sollte sich das Umfeld ändern oder sollten Risiken - wie beispielsweise im Risikobericht erläutert - eintreten, kann die tatsächliche Entwicklung von den angenommenen Prognosen abweichen.

Bilanz

Aktiva

31.12.2021
EUR
31.12.2020
EUR
A. Anlagevermögen 15.990.468,46 15.487.239,03
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 269,08 804,71
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 269,08 804,71
II. Sachanlagen 10.355.657,76 10.504.831,94
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 7.685.829,38 7.774.762,14
2. technische Anlagen und Maschinen 1.630.639,27 1.487.736,75
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.039.189,11 966.052,66
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 276.280,39
III. Finanzanlagen 5.634.541,62 4.981.602,38
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 500.000,00 500.000,00
2. Beteiligungen 5.108.789,63 4.456.252,38
3. Sonstige Finanzanlagen 25.751,99 25.350,00
a. Genossenschaftsanteile 25.751,99 25.350,00
B. Umlaufvermögen 16.818.694,84 13.277.385,15
I. Vorräte 9.375.996,48 7.214.849,25
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 13.925,00 13.925,00
2. fertige Erzeugnisse und Waren 9.362.071,48 7.200.924,25
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 7.145.045,05 5.703.819,17
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 6.942.193,75 5.642.675,70
2. sonstige Vermögensgegenstände 202.851,30 61.143,47
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 297.653,31 358.716,73
Aktiva 32.809.163,30 28.764.624,18

Passiva

   
31.12.2021
EUR
31.12.2020
EUR
A. Eigenkapital 11.028.045,40 10.385.113,15
I. ausgegebenes Kapital   5.211.440,00
1. Gezeichnetes Kapital 5.476.500,00 5.476.500,00
2. eigene Anteile   -265.060,00
II. Kapitalrücklage 100.302,00 73.796,00
III. Gewinnrücklagen 4.982.619,75 4.822.981,48
1. andere Gewinnrücklagen 4.982.619,75 4.822.981,48
IV. Jahresüberschuss 468.623,65 276.895,67
B. Rückstellungen 813.051,25 683.510,25
1. Steuerrückstellungen 72.312,00 0,00
2. sonstige Rückstellungen 740.739,25 683.510,25
C. Verbindlichkeiten 20.968.066,65 17.696.000,78
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 10.034.270,30 8.627.968,77
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.820.994,48 1.274.782,19
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 18.442,22 21.923,96
4. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 1.770.731,68 601.771,14
5. sonstige Verbindlichkeiten 7.323.627,97 7.169.554,72
davon aus Steuern 21.563,27 19.959,31
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 1.651,40 1.511,40
Passiva 32.809.163,30 28.764.624,18

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2021 - 31.12.2021
EUR
1.1.2020 - 31.12.2020
EUR
1. Umsatzerlöse 52.446.560,27 45.826.626,47
2. sonstige betriebliche Erträge 133.794,87 368.830,68
3. Materialaufwand 45.821.287,81 39.985.558,49
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 45.821.287,81 39.985.558,49
4. Personalaufwand 2.923.807,97 2.813.234,22
a) Löhne und Gehälter 2.409.878,46 2.323.383,02
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 513.929,51 489.851,20
davon für Altersversorgung 13.170,60 13.170,56
5. Abschreibungen 784.931,54 706.337,18
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 784.931,54 706.337,18
6. sonstige betriebliche Aufwendungen 2.614.135,00 2.427.116,44
7. Erträge aus Beteiligungen 79.610,26 15.453,22
8. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 308.516,28 277.257,84
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 141.894,11 151.788,24
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 166.952,03 85.737,58
11. Ergebnis nach Steuern 515.473,22 318.396,06
12. sonstige Steuern 46.849,57 41.500,39
13. Jahresüberschuss 468.623,65 276.895,67

Anhang

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: Raiffeisen Lübbecker Land AG

Firmensitz laut Registergericht: Lübbecke

Registereintrag: Handelsregister

Registergericht: Bad Oeynhausen

Register-Nr.: HRB 13361

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und des Aktiengesetzes (AktG) unter der Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für große Kapitalgesellschaften aufgestellt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die Bilanzierung und Bewertung erfolgte unter der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit gemäß § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB.

Bei Aufstellung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung werden folgende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewandt:

Entgeltlich erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Bestimmung der betriebsgewöhnlichen voraussichtlichen Nutzungsdauer für die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens erfolgt regelmäßig in Anlehnung an die durch die Finanzverwaltung veröffentlichten branchenbezogenen Abschreibungstabellen. Geringwertige Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens (Anschaffungskosten bis zu einem Betrag von 800 €) werden im Zugangsjahr vollständig abgeschrieben und als Abgang behandelt.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen.

Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bewertet. Soweit der Anschaffungswert von Finanzanlagevermögen durch Sacheinlagen erhöht werden, wird entsprechend den handelsrechtlichen Tauschgrundsätzen der Verkehrswert der hingegebenen Vermögensgegenstände angesetzt. Bei voraussichtlich dauerhafter Wertminderung werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Zuschreibungen werden vorgenommen, soweit die Gründe für eine vormalige Abschreibung nicht mehr bestehen.

Die Vorräte wurden zu Anschaffungskosten oder zu niedrigeren Wiederbeschaffungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips bewertet. Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer oder der geminderten Verwertbarkeit der Bestände ergeben, wird ebenso wie Risiken aus der Preisentwicklung bis zur Bilanzerstellung durch ausreichende Wertabschläge Rechnung getragen.

Daneben gibt es Einkaufs- und Verkaufskontrakte, die mit dem bewerteten Lagerbeständen zu Bewertungseinheiten zusammengefasst worden sind. Abwertungen wurden vorgenommen, wenn für bestehende Überhänge ("Long-Positionen") am Bilanzstichtag ein niedrigerer Marktpreis als der rückgerechnete Einkaufspreis ("FiFo-Bewertung") festgestellt wird. Die Bildung der Bewertungseinheiten verfolgt den Zweck, Marktpreisrisiken aus einer Stichtagsbewertung auszuschließen, soweit sich Gewinne und Verluste aus den Kontrakten unabhängig von den Marktpreisen am Bilanzstichtag ausgleichen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert angesetzt. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden erkennbare Einzelrisiken durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch Pauschalwertberichtigungen Rechnung getragen.

Flüssige Mittel werden zu Nennwerten bilanziert.

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt.

Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden auf Basis laufzeitkongruenter Marktzinsen abgezinst.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Latente Steuern beruhen auf nachfolgend aufgeführten Differenzen zwischen handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Bilanzansätzen:

• Aktive latente Steuern aus der Jubiläumsrückstellung.

Die latenten Steuern werden mit einem unternehmensindividuellen Steuersatz von 31 % bewertet. Die Bilanzierung der latenten Steuern erfolgt aufgrund der Gesamtdifferenzbetrachtung in saldierter Form. Ein Ausweis der verbleibenden aktiven latenten Steuern bei der Gesamtdifferenzbetrachtung ist gemäß § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB unterblieben.

Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden übernommen werden.

Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt.

Angaben zur Bilanz

Anlagespiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens

Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen.

Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.01.2021
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
Anschaffungs-, Herstellungskosten 31.12.2021
EUR
A. Anlagevermögen          
I. Immaterielle Vermögensgegenstände          
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 111.613,31       111.613,31
Summe immaterieller Vermögensgegenstände 111.613,31 0,00 0,00 0,00 111.613,31
II. Sachanlagen          
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 12.135.813,36 22.076,07 14.206,99 276.280,39 12.419.962,83
2. technische Anlagen und Maschinen 6.116.327,81 337.789,50     6.454.117,31
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.017.483,25 386.024,15 239.224,86   3.164.282,54
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 276.280,39     -276.280,39 0,00
Summe Sachanlagen 21.545.904,81 745.889,72 253.431,85 0,00 22.038.362,68
III. Finanzanlagen          
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 500.000,00       500.000,00
2. Beteiligungen 4.456.252,38 1.545.440,00 892.902,75   5.108.789,63
3. Genossenschaftsanteile 25.350,00 401,99     25.751,99
Summe Finanzanlagen 4.981.602,38 1.545.841,99 892.902,75   5.634.541,62
Summe Anlagevermögen 26.639.120,50 2.291.731,71 1.146.334,60 0,00 27.784.517,61
kumulierte Abschreibungen 01.01.2021
EUR
Abschreibungen Geschäftsjahr
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen kumulierte Abschreibungen 31.12.2021
EUR
A. Anlagevermögen            
I. Immaterielle Vermögensgegenstände            
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 110.808,60 535,63       111.344,23
Summe immaterieller Vermögensgegenstände 110.808,60 535,63       111.344,23
II. Sachanlagen            
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 4.361.051,22 373.082,23 0,00 0,00 0,00 4.734.133,45
2. technische Anlagen und Maschinen 4.628.591,06 194.886,98 0,00     4.823.478,04
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.051.430,59 216.426,70 0,00 142.763,86   2.125.093,43
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00       0,00  
Summe Sachanlagen 11.041.072,87 784.395,91 0,00 142.763,86 0,00 11.682.704,92
III. Finanzanlagen            
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00          
2. Beteiligungen 0,00   0,00 0,00    
3. Genossenschaftsanteile 0,00   0,00      
Summe Finanzanlagen 0,00   0,00 0,00    
Summe Anlagevermögen 11.151.881,47 784.931,54 0,00 142.763,86 0,00 11.794.049,15
Zuschreibungen Geschäftsjahr Buchwert 31.12.2021
EUR
A. Anlagevermögen  
I. Immaterielle Vermögensgegenstände  
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 269,08
Summe immaterieller Vermögensgegenstände 269,08
II. Sachanlagen  
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 7.685.829,38
2. technische Anlagen und Maschinen 1.630.639,27
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.039.189,11
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00
Summe Sachanlagen 10.355.657,76
III. Finanzanlagen  
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 500.000,00
2. Beteiligungen 5.108.789,63
3. Genossenschaftsanteile 25.751,99
Summe Finanzanlagen 5.634.541,62
Summe Anlagevermögen 15.990.468,46

Angabe zu Forderungen mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr

Alle Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

Angaben über den Bestand, den Erwerb und die Veräußerung eigener Aktien

Zum 31. Dezember 2020 waren 25.506 eigene Aktien im Bestand. Diese wurden im Geschäftsjahr 2021 zu einem Preis von 11,00 € je Aktie veräußert. Zum 31. Dezember 2021 waren keine eigenen Aktien mehr im Bestand.

Angaben über die Gattung der Aktien

Das eingetragene Grundkapital von 5.476.500,00 € (Vorjahr: 5.476.500,00 €) ist aufgeteilt in 547.650 vinkulierte Namensstückaktien.

Angaben über das genehmigte Kapital

Der Vorstand ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 25. Juni 2018 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital in der Zeit bis zum 30. Juni 2023 einmalig oder mehrmals um insgesamt 1.000.000,00 € durch Ausgabe neuer vinkulierter Namensaktien gegen Geld- oder Sacheinlagen zu erhöhen. Das Bezugsrecht der Aktionäre für Aktien, die durch Ausübung dieser Ermächtigung entstehen, ist ausgeschlossen.

Im Geschäftsjahr 2020 wurde eine Kapitalerhöhung um 545.000,00 € auf nun 5.476.500,00 € vorgenommen. Die Erhöhung ist am 10.01.2020 im Handelsregister eingetragen worden. Damit ist die von der Hauptversammlung am 25. Juni 2018 beschlossene Kapitalerhöhung in Höhe von insgesamt 1.000.000,00 € abgeschlossen.

Entwicklung der Kapitalrücklagen

Das aus der Kapitalerhöhung sowie aus der Veräußerung eigener Aktien erzielte Agio von 26.506,00 € wurde in die Kapitalrücklage eingestellt.

Zusätzliche Angaben zu den Gewinnrücklagen

Entwicklung des Postens Gewinnrücklagen:

31.12.2021
T€
Stand 01.01.2021 4.823,0
Einstellung aus Jahresüberschuss Vorjahr 159,6
Stand 31.12.2021 4.982,6

Angaben und Erläuterungen zu Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:

31.12.2021
T€
Personalbezogene Rückstellungen 458,2
Verkaufsbezogene Rückstellungen 42,0
Andere Rückstellungen 240,5
Summe 740,7

Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit > 5 Jahre und der Sicherungsrechte

Art der Verbindlichkeit bis ein Jahr über ein Jahr davon über fünf Jahre
2021
T€
2020
T€
2021
T€
2020
T€
2021
T€
2020
T€
ggü. Kreditinstituten 3.898,5 2.816,3 6.135,7 5.811,6 3.875,9 3.779,7
aus Lieferungen und Leistungen 1.821,0 1.274,8 0,0 0,0 0,0 0,0
ggü. verbundenen Unternehmen 18,4 21,9 0,0 0,0 0,0 0,0
ggü. Beteiligungsunternehmen 1.770,7 601,8 0,0 0,0 0,0 0,0
sonstige Verbindlichkeiten 7.323,6 7.169,6 0,0 0,0 0,0 0,0
Summe 14.832,3 11.884,4 6.135,7 5.811,6 3.875,9 3.779,7

Von den Verbindlichkeiten sind durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert:

T€ Art der Sicherheiten
Verbindlichkeiten    
- gegenüber Kreditinstituten 10.034,30 Grundpfandrechte, Sicherungsübereignung,
    Teilwarenbestand, Forderungen, Aktien

Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen die üblichen Eigentumsvorbehalte.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundene Unternehmen sind in Höhe von 18,4 T€ (Vorjahr: 21,9 T€) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Beteiligungsunternehmen sind in Höhe von 1.770,7 T€ (Vorjahr: 601,8 T€) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten Verpflichtungen aus Orderschuldverschreibungen in Höhe von 2.740,6 T€ sowie Nachrangdarlehen in Höhe von 4.434,1 T€. Die Nachrangdarlehen sind mit einem qualifizierten Rangrücktritt versehen, nach dem eine Rückzahlung im Insolvenzfall nur nach den übrigen Gläubigern i. S. d. § 39 Abs. 1 Nr. 1 - 5 InsO erfolgen kann.

Haftungsverhältnisse

Zum Abschlussstichtag bestehen folgende Haftungsverhältnisse:

• Der Volksbank Lübbecker Land eG wurde eine selbstschuldnerische Bürgschaft bis zu einem Höchstbetrag von 250,0 T€ gewährt. Durch die Bürgschaft werden Kredite der Volksbank an die Lübbecker Hafen GmbH abgesichert. Der Saldo der Konten beträgt zum 31. Dezember 2021 0,0 €.

Von den oben genannten Haftungsverhältnissen wurden 250,0 T€ (Vorjahr: 250,0 T€) zugunsten von verbundenen Unternehmen übernommen. Aufgrund der positiven Geschäftsentwicklung bei der Lübbecker Hafen GmbH rechnet die Gesellschaft nicht mit einer Inanspruchnahme aus dem o.g. Haftungsverhältnis.

Nicht in der Bilanz erscheinende Geschäfte

Am Bilanzstichtag bestanden sowohl Einkaufs- als auch Verkaufskontrakte insbesondere für die Bereiche Futtermittel, Düngemittel und landwirtschaftliche Erzeugnisse. Insgesamt ergab sich aus diesen schwebenden Geschäften ein positiver Marktwert, so dass keine Drohverlustrückstellung gebildet wurde.

Nicht bilanzierte sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum Stichtag betragen die Risiken aus sonstigen finanziellen Verpflichtungen:

31.12.2021
T€
Verpflichtungen aus mehrjährigen Mietverträgen 13
Verpflichtungen aus mehrjährigen Leasingverträgen 35
  48

15,0 T€ (Vorjahr: 29,0 T€) der Risiken aus außerbilanziellen Geschäften und den sonstigen finanziellen Verpflichtungen haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr und 0 T€ (Vorjahr 3,0 T€) eine Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren.

Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Aufgliederung der Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse werden gemäß § 285 Nr. 4 HGB wie folgt aufgegliedert:

Umsatzerlöse 2021
T€
2020
T€
Landwirtschaftliches Geschäft 35.174,2 31.829,8
Einzelhandel 6.103,6 5.202,4
Brenn- und Treibstoffe 10.577,8 8.250,7
Sonstige Umsätze 325,4 319,6
Übrige Umsatzerlöse 265,6 224,1
  52.446,6 45.826,6

Die Umsätze wurden ausschließlich im Inland erzielt.

Sonstige Angaben

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:

Anzahl Arbeitnehmer davon in Teilzeit
Kaufmännische Mitarbeiter 29 7,5
Gewerbliche Mitarbeiter 32 8,75
  61 16,25

Außerdem wurden durchschnittlich 6 Auszubildende beschäftigt.

Namen der Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats

Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs gehörte die folgende Person dem Vorstand an:

Karl Heinz Eikenhorst ausgeübter Beruf: Kaufmann

Dem Aufsichtsrat gehörten folgende Personen an:

Jürgen Lange (Vorsitzender)   ausgeübter Beruf: Landwirt
Carsten Ostsieker -stellv. Vorsitzender-   ausgeübter Beruf: Landwirt
Marko Kelz bis 13.09.2021 ausgeübter Beruf Landwirt
Reinhard Schlechte   ausgeübter Beruf: Landwirt
Heinrich Scholle bis 13.09.2021 ausgeübter Beruf: Landwirt
Alfons Kerlfeld   ausgeübter Beruf: Landwirt
Jörg Lehde   ausgeübter Beruf: Landwirt
Christian Ostermeier   ausgeübter Beruf: Landwirt
Tobias Langer   ausgeübter Beruf: Landwirt
Joachim Hehmann   ausgeübter Beruf: Landwirt
Siegbert Jäger   ausgeübter Beruf: hauptamtl. Vorstand der RLW AG
Heinrich-Wilhelm Tölle   ausgeübter Beruf: Landwirt
Erik Peper ab 13.09.2021 ausgeübter Beruf: Landwirt
Frank Große-Dunker ab 13.09.2021 ausgeübter Beruf: Landwirt

Vergütungen der Mitglieder der Unternehmensorgane

Gemäß § 286 Abs. 4 HGB wird auf die Angabe der Gesamtbezüge des Vorstands verzichtet.

Die im Berichtsjahr gewährten Aufsichtsratsvergütungen belaufen sich auf 6,8 T€ (Vorjahr 6,9 T€).

Angaben über den Anteilsbesitz an anderen Unternehmen von mind. 20 Prozent der Anteile

Gemäß § 285 Nr. 11 HGB wird über nachstehende Unternehmen berichtet:

Firmenname / Sitz Anteilshöhe Jahresergebnis 2021
T€
Eigenkapital 2021
T€
Lübbecker Hafen GmbH 100% 95,3 751,2
AGRAVIS Raiffeisen AG < 1 % 11.578,0 523.182,0
Raiffeisen Lippe-Weser AG (JA 31.12.2020) 2,5% 1.550,1 23.443,2
1. Raiffeisen West AG 16,55% 273,0 19.094,8
3. Raiffeisen West AG 18,46% 112,0 7.755,7

Die Raiffeisen Lippe-Weser AG hält an der Unternehmung mehr als 25 % des Aktienkapitals. Diese Mitteilung wurde am 20. September 2015 im Bundesanzeiger bekannt gemacht.

Honorar des Abschlussprüfers

Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar für die Durchführung der Abschlussprüfung beträgt 20,0 T€.

Vorgänge von besonderer Bedeutung

Vorgänge von besonderer Bedeutung

Durch den Einmarsch russicher Truppen am 24. Februar 2022 in die Ukraine ist in den Bereichen der Agrar- und Gaserzeugnisse mit deutlichen Marktveränderungen zu rechnen, da es sich bei Russland und der Ukraine um bedeutende Produzenten handelt. Aufgrund der eingeleiteten Handelsbeschränkungen gegen Russland sowie der erschwerten Bedingungen in der Ukraine ist mit einer deutlichen Verknappung der Agrarerzeugnisse und Gasmengen auf dem Weltmarkt zu rechnen.

Vorschlag zur Ergebnisverwendung

Der Vorstand schlägt die folgende Verwendung des Jahresüberschusses in Höhe von 468.623,65 € vor:

31.12.2021
Einstellung in Gewinnrücklagen 345.402,40
Dividende (2,25 %) 123.221,25
  468.623,65

Bericht des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss, den Lagebericht und den Vorschlag für die Verwendung des Bilanzgewinns geprüft, in Ordnung befunden und befürwortet den Vorschlag des Vorstandes. Der Vorschlag entspricht den Vorschriften der Satzung.

 

Lübbecke, 25. März 2022

gez. Jürgen Lange

sonstige Berichtsbestandteile

Unterschrift des Vorstands

 

Lübbecke, 25. März 2022

gez. Karl Heinz Eikenhorst

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 20.06.2022 festgestellt.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Raiffeisen Lübbecker Land AG

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Raiffeisen Lübbecker Land AG - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2021 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Raiffeisen Lübbecker Land AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2021 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Münster, 25. März 2022

asm - Audit Service Münster GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. Steffi Große Breuing, Wirtschaftsprüferin

gez. Frank Niemer, Wirtschaftsprüfer

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