Stammdaten

Register
Amtsgericht Ansbach HRB 1030
Eingetragen
14.3.1985
Branche
Herstellung von Besen und BürstenGroßhandel mit AnstrichmittelnHerstellung von handgeführten Werkzeugen mit Motorantrieb
Gegenstand
Die Herstellung und. der Vertrieb von Pinseln und Malerwerkzeugen aller Art.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Michael Schuller
seit 8.1.2020
Geschäftsführer
Christian Schuller
seit 19.11.2015
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

3.00% identifiziert94.00% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
C******** S*******
3.00%

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Schuller Tools GmbHAUT
94.00%

Gesellschafter

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Schuller Tools GmbH
Austria
94.000 €
94.00%
C******** S*******
3.000 €
3.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Mesko-Pinsel GmbH

Wieseth

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht gem. § 289 HGB für das Geschäftsjahr 01.01. - 31.12.2023

1) Grundlagen des Unternehmens

Die Mesko-Pinsel GmbH ist im Handelsregister unter HRB 1030, Amtsgericht Ansbach, eingetragen.

Der Gegenstand des Unternehmens ist die Produktion von Malerpinsel und -bürsten sowie Künstlerpinsel für den Farbengroß- und -einzelhandel aber auch die Produktion von Kunststoffteilen für den Eigenbedarf bzw. Industriekunden.

Das Unternehmen beliefert ausschließlich Firmenkunden in Deutschland und in der Europäischen Union sowie Drittländer.

Die GmbH wurde 1913 gegründet und beschäftigte in 2023 im Durchschnitt 92 Arbeitnehmer an ihrem Standort in der Gemeinde Wieseth. Die Integration der Marke Kolibri von Feurer & Sohn GmbH wurde gänzlich im Jahre 2023 abgeschlossen.

In enger Zusammenarbeit mir spezialisierten Zulieferern, Künstlern und Kreativschaffenden sowie mit eigenen Ideen baut die Gesellschaft ihr Sortiment beständig aus und ergänzt es um innovative Produkte.

2) Wirtschaftsbericht (§ 289Abs.1 HGB)

- Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Das Bruttoinlandsprodukt (preisbereinigt) ist im Jahr 2023 um 0,3% geringer ausgefallen, als im Vorjahr. Die preisbereinigte gesamtwirtschaftliche Bruttowertschöpfung ging im Jahr 2024 um 0,4 % zurück. Dabei zeigten sich deutliche Unterschiede zwischen den einzelnen Wirtschaftsbereichen.

Im Verarbeitenden Gewerbe wurde weniger erwirtschaftet, die Bruttowertschöpfung nahm gegenüber dem Vorjahr deutlich ab (-3,0 %).

Die Inflationsrate lag bei 5,9 %, was auf anhaltende Preissteigerungen insbesondere im Energiesektor zurückzuführen war. Um der hohen Inflation entgegenzuwirken, erhöhte die Europäische Zentralbank (EZB) den Leitzins im Jahresdurchschnitt auf 3,81 %"

- Entwicklung der Mesko-Pinsel GmbH im abgelaufenen Geschäftsjahr

Infolge von Preisanpassungen und gestiegenen Auftragseingängen konnte in 2023 wiederum ein Umsatzwachstum realisiert werden. Zuwächse wurden nahezu über das gesamte Sortiment hinweg erzielt und betrafen sowohl den inländischen Absatz als auch die Exporte.

Die Produktion aus einer regionalen Pinselmanufaktur mit Schwerpunkt zur Herstellung von Malerpinsel zum international gefragten Hersteller von Profipinsel und Bürsten basiert auf dem Anspruch, jederzeit für Kunden maßgefertigte und innovative Lösungen zu fertigen, die ihrerseits dem Kunden helfen, deren Produktivität zu steigern und andererseits Ressourcen zu schonen. Unser strategischer Ansatz basiert auf einer in den letzten Jahren forcierten Realisierung einer hohen eigenen Fertigungstiefe.

Diese Spezialisierung, hohe Qualität und stetige Verbesserung der Produkte erschweren es der Konkurrenz aus Billigländern die hohe Marktdurchdringung im Profi-Bereich von Mesko-Pinsel GmbH in Frage zu stellen. Auch der fortlaufend aktualisierte Maschinenproduktionspark spielt hier eine große Rolle. In 2023 wurden sämtliche Integrationen der Marken lineo, Kolibri sowie das Kunststoffgewerk komplett abgeschlossen. Somit wurde mit den Optimierungsmaßnahmen wie Automatisierung sowie Analyse und Strukturierung der Arbeitsprozesse begonnen welche sich in den kommenden 2-3 Jahren eingespielt haben werden.

Eigene Ansprüche der Firma an Nachhaltigkeit, Energieersparnis, Präzision, Innovation und Qualität werden im eigenen Haus und in den Produkten für die Kunden erfüllt.

3) Geschäftsverlauf und Lage

a) Ertragslage

Der Umsatz gegenüber dem Vorjahr ist um 3,9% gestiegen. Der Konflikt zwischen der Ukraine sowie Russlands waren auch 2023 noch spürbar und wird auch für 2024 erwartet. Die Inflation in 2023 mit 5,9% hat den Ertrag etwas geschmälert. Die Finanzierung der laufenden Investitionen im Berichtsjahr erfolgte aus liquiden Mitteln. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit in 2023 sowie der Jahresüberschuss fallen positiv aus. Der Vergleich unserer Gewinn- und Verlustrechnung des Berichtsjahres mit der des Vorjahres zeigt einen stabilen Umsatz. Aus diesem Grund konnten wir die Ergebnisprognose im Lagebericht des Vorjahres für das Geschäftsjahr 2023 nicht umfänglich erreichen.

Wir sind - angesichts der hohen Inflation und den laufenden Optimierungsmaßnahmen - dennoch mit dem erreichten Ergebnis 2023 zufrieden. Im Jahr 2023 ist in der Aufwandsposition Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen die Erweiterung vom Werksgelände sowie die Ersatzbeschaffung von Maschinen und fertiggestellte Eigenentwicklungen im vollen Umfang enthalten, wodurch diese GuV-Position um 28 TEUR gegenüber dem Vorjahr gestiegen ist.

b) Finanzlage

Die kurzfristige Inanspruchnahme von Kontokorrentlinien war notwendig um den begonnen Lageraufbau von 2021/2022 auszugleichen. Finanzielle Verpflichtungen wurden stets durch schnelle Zahlung unter Erwirtschaftung von Skontoerträgen erfüllt. Zahlungsfähigkeit war jederzeit gegeben. Es bestanden keine Gewährleistungsbürgschaften zum Bilanzstichtag. Die Finanzierung der laufenden Investitionen im Berichtsjahr erfolgte aus liquiden Mitteln. Die Gesellschaft verfügt über freie Kreditlinien

c) Vermögenslage

Anlagevermögen und Vorräte betragen zusammen rund 97% der Bilanzsumme. Alle erkennbaren Risiken sind über Abwertungen und Rückstellungen berücksichtigt. Wegen unserer Investitionsverpflichtungen verweisen wir auf unsere im Anhang gemachten Angaben. Die Eigenkapitalquote lag im Berichtsjahr bei 36,7% und damit um 3,7%-Punkte höher als in 2022.

d) Finanzielle Leistungsindikatoren

Zur internen Unternehmenssteuerung ziehen wir regelmäßig die Umsatzerlöse und das Jahresergebnis zu Steuerungszwecken heran. Im Vorjahr wurden für 2023 ein gleichbleibender Umsatz prognostiziert. Tatsächlich konnte ein moderates Umsatzwachstum von 3,9% erreicht werden.

e) Gesamtaussage

Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage schätzen wir trotz der Herausforderungen des Ukraine-Krieges weiterhin als zukunftsträchtig ein. Verbindlichkeiten werden weiterhin innerhalb der Zahlungsfrist beglichen. Die Begleichung von Forderungen innerhalb der Zahlungsziele wird durch ein Kontrollsystem unterstützt. Bei Kunden mit hohem Risiko werden Vorauszahlungen eingefordert. Kurzfristige Verbindlichkeiten sowie kurzfristige Rückstellungen sind durch liquide Mittel gedeckt. Erhöhte Preise bzw. Steigerungen der Preise von Rohmaterialien unterjährig haben die Ertragslage etwas geschmälert. Ein Engpass an Besteckungsmaterialien und Kunststoff-Pinselstielen ist im Moment nicht gegeben.

4) Voraussichtliche Entwicklung mit Chancen und Risiken

Die weltweite Nachfrage nach Künstlerpinsel bleibt auf einem hohen Niveau, wodurch sowohl die Beschäftigung als auch der Absatz im bisherigen Jahresverlauf zufriedenstellend ausfallen. Dennoch sieht sich das Unternehmen künftig mit zunehmenden Herausforderungen konfrontiert, insbesondere durch die Verknappung von Energie und Rohstoffen, inflationsbedingten Kostendruck sowie eine spürbare Konsumzurückhaltung der Verbraucher. Zudem erwarten wir eine verstärkte Wettbewerbsintensität, bedingt durch die fortschreitende Handelskonzentration und den Markteintritt leistungsstarker Wettbewerber, insbesondere aus Fernost.

Vor dem Hintergrund unserer finanziellen Stabilität sehen wir keine Risiken, die unsere Entwicklung auf lange Sicht beeinträchtigen oder unseren Bestand gefährden könnten. Durch den Einmarsch russischer Truppen in die Ukraine ist die Situation noch immer unbeständig: die unklare Lage im Energiebereich und die dadurch instabilen Preise belasten uns weiterhin. Die Rohstoffverfügbarkeit aus ukrainischer Produktion, betrifft vorwiegend Holz-Stiele, war dadurch vorübergehend eingeschränkt welche nach wie vor angespannt ist. Unsere Chancen sehen wir v.a. in der vorstehend im Wirtschaftsbericht genannten und in den Vorjahren kontinuierlich erweiterten hohen eigenen Fertigungstiefe - diese macht uns unabhängiger und lässt uns flexibler auf Marktanforderungen reagieren.

Insgesamt erwarten wir für das Jahr 2024 ein leichtes Umsatzwachstum und eine weiterhin hohe Belastung durch steigende Beschaffungskosten. Mit einem positiven auf gleichbleibenden Niveau des Jahresergebnis wird gerechnet. Ihren Zahlungsverpflichtungen wird die Gesellschaft auch künftig unter Ausnutzung des Skontos nachkommen. Die Gesellschaft erwartet insgesamt ein positives Jahresergebnis für das Geschäftsjahr 2024. Für das Geschäftsjahr 2025 wird aufgrund der konjunkturellen Schwäche ein leichter Rückgang im Umsatz und Ertrag erwartet

5) Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

Neben den aus der operativen Geschäftstätigkeit resultierenden Forderungen und Verbindlichkeiten sowie den finanziellen Positionen gegenüber Kreditinstituten und verbundenen Unternehmen nutzt die Gesellschaft Devisentermingeschäfte zur Absicherung von Währungsrisiken im Zusammenhang mit dem Rohstoffeinkauf.

Das Unternehmen verfolgt eine konservative Risikopolitik sowohl im Management der Finanzpositionen als auch bei der Anlage liquider Mittel. Ziel des Finanz- und Risikomanagements ist es, den nachhaltigen Unternehmenserfolg durch die Absicherung gegen finanzielle Risiken jeglicher Art zu gewährleisten.

Die Liquiditätsentwicklung wird kontinuierlich auf Basis betriebswirtschaftlicher Auswertungen überwacht. Zur Steuerung potenzieller Liquiditätsrisiken werden für finanziell bedeutende oder außergewöhnliche Transaktionen Liquiditätspläne erstellt, die eine transparente Übersicht über die Höhe und den Zeitpunkt erwarteter Zahlungsströme bieten.

Zur Minimierung von Bonitätsrisiken werden das Zahlungsverhalten bestehender Kunden - mit denen überwiegend langjährige Geschäftsbeziehungen bestehen - fortlaufend analysiert und Bonitätsauskünfte über Neukunden eingeholt. Ergänzend wurde ein Debitorenmanagement implementiert, das eine systematische Überwachung der Kreditrisiken sicherstellt.

 

Wieseth, den 25.02.2025

Mesko-Pinsel GmbH

Christian Schuller, Geschäftsführer

Michael Schuller, Geschäftsführer

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 14.938.902,08 15.391.359,74
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 278.175,50 317.275,50
1. Geschäfts- oder Firmenwert 258.175,00 294.775,00
2. sonstige immaterielle Vermögensgegenstände 20.000,50 22.500,50
II. Sachanlagen 14.660.726,58 15.074.084,24
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 11.161.919,80 11.333.354,38
2. technische Anlagen und Maschinen 2.785.980,28 2.870.649,28
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 540.194,39 578.570,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 172.632,11 291.510,58
B. Umlaufvermögen 5.566.881,23 5.682.751,11
I. Vorräte 4.991.687,30 5.255.561,07
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 253.075,27 394.272,22
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 322.118,66 32.917,82
C. Rechnungsabgrenzungsposten 16.355,54 14.049,21
Bilanzsumme, Summe Aktiva 20.522.138,85 21.088.160,06

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 7.521.616,07 6.966.809,20
I. gezeichnetes Kapital 100.000,00 100.000,00
II. Gewinnvortrag 6.866.809,20 6.465.028,93
III. Jahresüberschuss 554.806,87 401.780,27
B. Sonderposten für Zuschüsse und Zulagen 728.047,00 0,00
C. Rückstellungen 297.911,88 480.796,17
D. Verbindlichkeiten 11.934.070,98 13.587.686,77
davon Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 4.461.427,00 5.215.862,14
E. Rechnungsabgrenzungsposten 40.492,92 52.867,92
Bilanzsumme, Summe Passiva 20.522.138,85 21.088.160,06

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 7.384.238,16 7.131.310,88
2. Personalaufwand 4.501.802,47 4.544.149,35
a) Löhne und Gehälter 3.593.519,81 3.674.263,47
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 908.282,66 869.885,88
davon für Altersversorgung 69.087,59 59.510,53
3. Abschreibungen 848.476,20 820.440,37
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 848.476,20 820.440,37
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 1.117.752,03 1.074.671,20
davon Aufwendungen aus Währungsumrechnung 328,66 -1.785,90
5. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 104.211,68 98.297,67
6. Steuern vom Einkommen und Ertrag 226.181,96 157.118,01
7. Ergebnis nach Steuern 585.813,82 436.634,28
8. sonstige Steuern 31.006,95 34.854,01
Jahresüberschuss 554.806,87 401.780,27

Anhang zum Geschäftsjahr 2023

Mesko-Pinsel GmbH, Wieseth

1. Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss der Mesko - Pinsel GmbH, Sport- und Gewerbestr. 1, 91632 Wieseth (Registergericht Ansbach HRB 1030), wurde unter Anwendung der Vorschriften des Handelsgesetzbuches (§§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB) und des GmbH-Gesetzes unter der Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften aufgestellt.

2. Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: Mesko-Pinsel GmbH
Firmensitz laut Registergericht: Wieseth
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Ansbach
Register-Nr.: HRB 1030

3. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bewertungs- und Bilanzierungsvorschriften wurden gegenüber dem Vorjahr unverändert angewandt.

Die Vermögensgegenstände der Gesellschaft wurden grundsätzlich mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt und planmäßig über die Nutzungsdauer abgeschrieben. Soweit erforderlich, wurde ein am Bilanzstichtag niedrigerer beizulegender Wert angesetzt.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen.

Für bewegliche Anlagegüter i.S.d. § 6 Abs. 2a EStG (so genannte geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten zwischen 150,00 € und 1.000,00 €) wurde in den Berichtsjahren bis 2018 in Übereinstimmung mit den steuerlichen Vorschriften ein Sammelposten gebildet, der im Jahr der Bildung und den folgenden vier Geschäftsjahren mit jeweils einem Fünftel gewinnmindernd aufgelöst wird. Bewegliche Anlagegüter mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis 150,00 € wurden sofort abgeschrieben.

Im Berichtsjahr wurden bewegliche Anlagegüter mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis 250,00 € sofort abgeschrieben, bewegliche Anlagegüter bis zu einem Wert von 800,00 € wurden mit den Anschaffungskosten aktiviert und wurden in vollem Umfang abgeschrieben.

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern die der Abnutzung unterliegen, um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert.

Die Bewertung der Vorräte erfolgte zu Anschaffungskosten einschließlich der Anschaffungsnebenkosten bzw. Herstellungskosten. Die angesetzten Herstellungskosten enthalten die Fertigungs- und Materialeinzelkosten, angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten, die Kosten des Wertverzehrs des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst ist, sowie angemessene Teile von Verwaltungskosten. Die Bewertung der Vorräte erfolgt verlustfrei. Dabei wurden Bestandsrisiken aufgrund langer Lagerdauer oder geminderter Verwertbarkeit angemessen durch entsprechende Wertabschläge berücksichtigt.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nominalwert aktiviert. Zweifelhafte und uneinbringliche Posten wurden wertberichtigt bzw. abgeschrieben. Das allgemeine Kreditrisiko wurde durch eine Pauschalwertberichtigung berücksichtigt.

Die flüssigen Mittel sind mit dem Nennwert angesetzt.

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet.

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen diverse abzugrenzende Aufwendungen.

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtung werden gemäß § 253 HGB nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) unter der Verwendung der "Heubeck-Richttafeln 2018G" ermittelt. Für die Abzinsung wurde pauschal eine durchschnittliche Restlaufzeit von 15 Jahren unterstellt. Der Berechnung lag der von der Deutschen Bundesbank auf den Bilanzstichtag ermittelte durchschnittliche Marktzinssatz der letzten zehn Jahre von 1,82% p.a. zugrunde. Erwartete Gehaltssteigerungen wurden mit 0,00% berücksichtigt. Die Fluktuation wurde mit einer Rate von 0,00% berücksichtigt.

Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle im Zeitpunkt der Bilanzerstellung erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten mit dem Erfüllungsbetrag, welcher nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz abgezinst.

Die Rückstellung für latente Steuern wurde im Berichtsjahr mit null Euro angesetzt.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihren jeweiligen Erfüllungsbeträgen angesetzt.

Das gezeichnete Kapital beträgt 100.00,00 € und ist voll einbezahlt.

Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Personalverpflichtungen (nicht genommener Urlaub), die Jahresabschluss- und Jahreabschlussprüfungskosten und die Archivierung.

Die Sonderposten mit Rücklageanteil enthalten einen Zuschuss der Regierung von Mittelfranken in Höhe von 748.000,00 € für die getätigten Investitionen am neuen Standort Wieseth, Sport- und Gewerbestr. 1. Dieser Zuschuss wird in gleichmäßigen Beträgen in Höhe 19.953,00 € p.a. aufgelöst.

Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen einen Zuschuss für das regionale Förderprogramm für die gewerbliche Wirtschaft der Regierung von Mittelfranken. Der gesamte Zuschuss hat 99.000,00 € betragen. Dieser wird in gleichmäßigen Beträgen in Höhe 12.375,00 € p.a. aufgelöst.

4. Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Der aktivierte entgeltlich erworbene Geschäfts- oder Firmenwert wird gemäß § 253 Abs. 3 und 4 HGB planmäßig linear über eine standardisierte Nutzungsdauer von 10 Jahren abgeschrieben. Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens und der Abschreibungen im Berichtsjahr ist im Anlagengitter dargestellt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 46,1 T€ und die sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von 207,0 T€ haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Forderungsspiegel zum 31.12.2023 Gesamtbetrag
TEUR
davon mit einer RLZ kleiner 1 Jahr
TEUR
davon mit einer RLZ größer 1 Jahr
TEUR
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 46,1 46,1 0,0
sonstige Vermögensgegenstände 207,0 207,0 0,0
Summe 253,1 253,1 0,0

Pensionsrückstellungen und ähnliche Verpflichtungen

Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 Satz 1 HGB beträgt 353,00 € und ist für Ausschüttungen gesperrt.

Verbindlichkeiten

Die Laufzeiten der Verbindlichkeiten ergeben sich aus nachfolgender Tabelle, in Klammern die des Vorjahres

Verbindlichkeitenspiegel zum 31.12.2023 Gesamtbetrag
TEUR
RLZ bis 1 Jahr
TEUR
RLZ zwischen 1 und 5 Jahren
TEUR
RLZ mehr als 5 Jahre
TEUR
Verbindlichkeiten geg. Kreditinstituten 4.461,4 428,6 1.714,3 2.318,5
(5.215,9) (754,5) (1.714,3) (2.747,1)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 514,8 514,8 0,0 0,0
(1.423,2) (1.423,2) (0,0) (0,0)
Verbindlichkeiten geg. verbundenen Unternehmen 6.650,0 75,0 1.450,0 5.125,0
(6.650,0) (475,0) (1.450,0) (4.725,0)
Sonstige Verbindlichkeiten 307,8 266,8 41,0 0,0
(298,6) (239,8) (58,8) (0,0)
Summe 11.934,0 1.285,2 3.205,3 7.443,5
(13.587,7) (2.892,5) (3.223,1) (7.472,1)

Angaben zu bilanziellen Beziehungen mit den Gesellschaftern

Angaben zu Ausleihungen, Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern (§ 42 Abs. 3 GmbHG):

Es bestehen folgende Verbindlichkeiten:

- gegenüber Gesellschafter in Höhe von 65.400,00 €

- gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 6.650.000,00 €

Haftungsverhältnisse

Zum Bilanzstichtag bestehen gegenüber verbundenen Unternehmen nach Aufforderung innerhalb von 90 Tagen Eventualverbindlichkeiten in Höhe von 1.995,0 T€.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen keine sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus Mietverträgen für Gebäude.

5. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Zum 31.12.2023 Zum 31.12.2022
TEUR % TEUR % TEUR
Rohergebnis 7.384,2 100,0 7.131,3 100,0 252,9
Personalaufwand 4.501,8 61,0 4.544,2 63,7 -42,4
Abschreibungen 848,5 11,5 820,4 11,5 28,1
Sonstige betriebliche Aufwendungen 1.117,7 15,1 1.074,7 15,1 43,0
Betriebsergebnis 916,2 12,4 692,0 9,7 224,2
Zinsen und ähnliche Erträge 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 104,2 1,4 98,3 1,4 5,9
Finanzergebnis -104,2 -1,4 -98,3 -1,4 -5,9
Ergebnis vor Steuern 812,0 11,0 593,7 8,3 218,3
Steuern vom Einkommen und Ertrag 226,2 3,1 157,1 2,2 69,1
sonstige Steuern 31,0 0,4 34,8 0,5 -3,8
Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag 554,8 7,5 401,8 5,6 153,0

6. Sonstige Angaben

Durchschnittlich beschäftigte Arbeitnehmer

Im Geschäftsjahr waren durchschnittlich 92 Arbeitnehmer (davon 14 kaufmännische und 78 gewerbliche Arbeitnehmer) beschäftigt (gegenüber 98 im Vorjahr).

Namen der Geschäftsführer

Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurden die Geschäfte des Unternehmens durch Herrn Christian Schuller, Kaufmann, und Herrn Michael Schuller, Kaufmann, geführt. Gemäß § 286 Abs. 4 HGB wird auf die Angabe der Bezüge verzichtet.

Vorschlag über Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern vor, den Jahresüberschuss in Höhe von 554.806,87 € auf neue Rechnung vorzutragen.

Nachtragsbericht

Es liegen keine Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres vor.

 

Wieseth, 25.02.2025

Mesko - Pinsel GmbH

Christian Schuller

Michael Schuller

Anlagespiegel

Entwicklung des Anlagevermögens zum 31. Dezember 2023

Mesko-Pinsel GmbH, Wieseth

Anschaffungs-/Herstellungskosten
Stand am 01.01.2023
Zugänge
Abgänge
Umbuchungen Stand am 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 590.439,09 0 0 0 590.439,09
2. Geschäfts- oder Firmenwert 680.449,61 0 0 0 680.449,61
1.270.888,70 0 0 0 1.270.888,70
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 12.253.294,94 63.690,42 0 0 12.316.985,36
2. Technische Anlagen und Maschinen 5.827.964,60 190.775,13 2.759,86 174.322,14 6.190.302,01
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.265.332,74 87.186,82 77.578,06 0 1.274.941,50
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 318.977,45 70.707,17 0 -174.322,14 215.362,48
19.665.569,73 412.359,54 80.337,92 0 19.997.591,35
20.936.458,43 412.359,54 80.337,92 0 21.268.480,05
Kumulierte Abschreibungen
Stand am 01.01.2023
Zugänge
Abgänge
Umbuchungen
Stand am 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 567.938,59 2.500,00 0 0 570.438,59
2. Geschäfts- oder Firmenwert 385.674,61 36.600,00 0 0 422.274,61
953.613,20 39.100,00 0 0 992.713,20
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 919.940,56 235.125,00 0 0 1.155.065,56
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.957.315,32 447.673,27 666,86 0 3.404.321,73
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 686.762,74 111.314,43 63.330,06 0 734.747,11
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 27.466,87 15.263,50 0 0 42.730,37
4.591.485,49 809.376,20 63.996,92 0 5.336.864,77
5.545.098,69 848.476,20 63.996,92 0 6.329.577,97
Buchwerte
Stand am 31.12.2023
Stand am 31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 20.000,50 22.500,50
2. Geschäfts- oder Firmenwert 258.175,00 294.775,00
278.175,50 317.275,50
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 11.161.919,80 11.333.354,38
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.785.980,28 2.870.649,28
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 540.194,39 578.570,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 172.632,11 291.510,58
14.660.726,58 15.074.084,24
14.938.902,08 15.391.359,74

Angabe der Erträge aus der Auflösung des Sonderpostens mit Rücklageanteil innerhalb der "Sonstigen betrieblichen Erträge"

1.1.2023 - 31.12.2023

Die Erträge aus der Auflösung des Sonderpostens mit Rücklageanteil innerhalb des Postens "sonstige betriebliche Erträge" betragen 19.953,00 EUR.

1.1.2022 - 31.12.2022

Die Erträge aus der Auflösung des Sonderpostens mit Rücklageanteil innerhalb des Postens "sonstige betriebliche Erträge" betragen 0,00 EUR.

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 01.04.2025 festgestellt.

Der Bestätigungsvermerk

An die Mesko-Pinsel GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Mesko-Pinsel GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Mesko-Pinsel GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung sowie unter ergänzender Beachtung der International Standards on Auditing (ISA) durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften, Grundsätzen und Standards ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben.

Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung sowie unter ergänzender Beachtung der ISA durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Fürth, den 28. Februar 2025

DÜNKEL & KOLLEGEN GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Dr. Karl-Heinz Schrenker, Wirtschaftsprüfer

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