Hummingbird Converting Solutions GmbH
Selbe AdresseManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Patrick Scheerer seit 9.1.2026 | Prokura |
Jens Peter Neidhardt seit 28.8.2025 | Geschäftsführer |
Konstantin Baer seit 12.10.2023 | Prokura |
Heinrich Buhler seit 21.7.2023 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 6.05% | |
P***** L*** | 3.69% |
| 1.01% |
Eigentümerstruktur und Kapitalverteilung des Unternehmens
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Rotodecor GmbHLageJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021LAGEBERICHTGrundlagen des Unternehmens Rotodecor ist ein weltweit agierender Hersteller von Tiefdruck-, Lackier- und Sondermaschinen, Imprägnieranlagen, Wicklern und Umrollern sowie Rotationsstanzen mit Ablage- und Paketierungssystemen. Die Gesellschaft entwickelt und montiert Spezialmaschinen nach Kundenspezifikationen für ein internationales Kundenportfolio, insbesondere für die Dekordruck- und Verpackungsbranche. Rotodecor ist präsent mit Standorten in Ostwestfalen sowie Shanghai und Taicang, Volksrepublik China, und weltweit mit Serviceeinsätzen bei den Kunden vor Ort. Gesamtwirtschaftliche Entwicklung und Branchenentwicklung Der Maschinenbau in der Europäischen Union erholte sich nach dem Einbruch, hervorgerufen durch die Corona-Pandemie, schneller als in früheren Krisen 1. So stieg der Auslastungsgrad der technischen Kapazitäten im EU-Durchschnitt von durchschnittlich 75,8 % in 2020 auf 86,6 % im vierten Quartal 2021. Deutschland wies nach Österreich den zweithöchsten Auslastungsgrad auf 2 und zeigte, dass der negative Trend in 2020 mit einer kurzen Vorlaufzeit wieder gedreht werden konnte. Aufgrund von Lieferengpässen insbesondere für Elektroteile kam es im zweiten Halbjahr 2021 jedoch zu einer Verzögerung des Aufholprozesses und der Produktionszuwachs fiel mit lediglich 8 % geringer aus als in den ersten sechs Monaten des Jahres. In Summe wurde die EU-Maschinenproduktion in 2021 um gut 12 % gegenüber dem schwachen Vorjahreswert gesteigert 3. Da Deutschland geringere Auswirkungen durch die Corona-Pandemie in 2020 erlebte als die meisten anderen Länder in der EU und weltweit, fiel auch der Aufholeffekt geringer aus als beispielsweise in europäischen Vergleich. Der Umsatz stieg in dem Sektor Maschinenbau um 8,7 %, während der Anstieg in der EU bei 13 % lag. Ein ähnliches Bild ergibt sich bei dem Blick auf die Parameter Produktionswert, Importe und Exporte 4. Der Auftragseingang in Deutschland zeigte gegenüber dem Vorjahr ebenfalls eine positive Entwicklung und erreichte einen um nominal 32 % höheren Wert als in 2020, wobei der höchste Zuwachs, aus dem nicht EU-Ausland verzeichnet wurde (+ 42 %). In Verbindung mit den Engpässen bei spezifischen Materialien und Vorprodukten wuchsen die Auftragsbestände in Deutschland im Durchschnitt auf zuletzt über 11 Monate an 5. In den für Rotodecor relevanten Segmenten Druck- und Papiertechnik sowie Verpackungsmaschinen betrugen die Zuwächse in den Auftragseingängen in Summe 34 % sowie 19%. Diese Branchen bewegen sich somit im Mittelfeld der Erholungswelle im Maschinenbau 6.
1 VDMA Maschinenbau in Zahl und Bild 2022, S.
16.
In dem für Rotodecor relevanten Bereich Dekordruck wurden von mehreren Marktteilnehmern auch in 2021 wieder langfristige Investitionsentscheidungen getroffen und Kapazitätserweiterungen vorgenommen bzw. vorgesehen. Der Bereich des Verpackungsdrucks profitiert weiterhin von der hohen Nachfrage nach Convenience-Artikeln. Dies liegt insbesondere an der nach wie vor hohen Homeoffice-Tätigkeit weltweit. In der Folge besteht weiterhin ein gutes Nachfragevolumen für entsprechende Anlagentypen. Die Rotodecor GmbH verzeichnete analog der Entwicklung des deutschen und europäischen Anlagenbaus insbesondere im ersten Halbjahr einen Rekordwert bei den Auftragseingängen. Allein in den ersten sechs Monaten des Jahres wurde ein nahezu dreimal so hohes Auftragsvolumen akquiriert wie im gesamten Jahr 2020. Die Geschäftsentwicklung im zweiten Halbjahr zeigte sich wesentlich verhaltener und blieb hinter den Erwartungen zurück. Geschäftsentwicklung Das Geschäftsjahr 2021 weist für die Rotodecor eine Ambivalenz zwischen einem überdurchschnittlichen Auftragseingang und dem erzielten negativen Jahresergebnis auf. Der Auftragseingang wurde gegenüber dem Jahr 2020 mehr als verdoppelt und die Gesellschaft wies in der Folge einen hohen Auslastungsgrad in so gut wie allen operativen Bereichen auf, der sich aufgrund der noch andauernden Abarbeitung auch in das Jahr 2022 fortsetzt. Aufgrund der Anzahl und Größe der gewonnenen Aufträge weisen diese jeweils eine lange Durchlaufzeit auf und die Realisation der Deckungsbeiträge erfolgt erst im Geschäftsjahr 2022. Dieser Bestätigung des Geschäftskonzepts steht im Geschäftsjahr 2021 eine Reihe von Einmaleffekten gegenüber, die das Jahresergebnis stark belasten und die im Wesentlichen aus alten Projekten resultieren, welche im Berichtsjahr zum Teil beendet wurden. Im Geschäftsjahr 2022 fortlaufende Projekte, aus denen eine Belastung der Bilanz erfolgen könnte, wurden mit entsprechenden Rückstellungen versehen. Insbesondere zwei Projekte belasten das Ergebnis. Bei einem Kundenauftrag handelt es sich um eine neue Anlagentechnik, die die Kundenspezifikationen gemäß Liefertermin nicht erfüllen konnte. Beim zweiten Kundenauftrag führten insbesondere technische Schwierigkeiten zu Verzögerungen und Reklamationen durch den Kunden. Bereinigt um diese Einmaleffekte mit einem Umfang von TEUR -7.251 ergibt sich für die Gesellschaft ein Jahresfehlbetrag in Höhe von TEUR -3.462 bzw. von TEUR -10.713 inkl. dieser Effekte. Die Umsatzerlöse weisen mit einer Höhe von TEUR 13.787 (VJ: TEUR 22.879) einen Rückgang gegenüber dem Vorjahr von 40 % auf. In Verbindung mit einem Anstieg der Bestandsveränderung um TEUR 5.686 und um TEUR 1.117 höheren Material kosten ergibt sich ein Rohertrag von TEUR 5.546 (VJ: TEUR 10.070). Dieses Ergebnis ist stark geprägt durch den Bestandsaufbau bei den in Abarbeitung befindlichen Projekten, deren Deckungsbeiträge erst im Geschäftsjahr 2022 realisiert werden. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Ertragslage Die Gesellschaft erzielte im Zeitraum 01.01. bis 31.12.2021 einen Umsatz von TEUR 13.787 (VJ: TEUR 22.879), eine Gesamtleistung von TEUR 20.536 (VJ: TEUR 23.943), einen Rohertrag (Gesamtleistung minus Aufwendungen für Roh-, Hilfs und Betriebsstoffe und bezogene Leistungen) von TEUR 5.546 (VJ: TEUR 10.070) und ein Betriebsergebnis von TEUR -10.709 (VJ: TEUR 1.539) sowie ein Ergebnis nach Steuern von TEUR -9.439 (VJ:TEUR 1.424). Entgegen der Vorjahresprognose fielen damit die wesentlichen Leistungsindikatoren im Geschäftsjahr 2021 unterhalb der Erwartungen aus. Der Auftragseingang der Gesellschaft betrug im Geschäftsjahr 2021 TEUR 31.873 (VJ:TEUR 14.522). Vermögenslage Die Bilanzsumme hat sich von TEUR 12.583 per 31. Dezember 2020 um TEUR 7.716 auf TEUR 20.304 per 31. Dezember 2021 erhöht. Diese Veränderung ist auf der Aktivseite in zwei wesentlichen Sachverhalten begründet. Zum einen wurde das Umlaufvermögen durch den Abbau von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie von Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen um in Summe TEUR 2.330 auf TEUR 9.668 reduziert. Zum anderen reichte das Eigenkapital der Gesellschaft nicht aus, um den Jahresfehlbetrag in 2021 in Höhe von TEUR -9.439 auszugleichen. In der Folge wurde ein Saldowechsel des Eigenkapitals in Höhe von TEUR 8.570 auf die Aktivseite vorgenommen. Auf der Passivseite resultiert die Erhöhung der Verbindlichkeiten von TEUR 9.962 auf TEUR 17.737 im Wesentlichen aus den erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen, welche sich (nach Saldierung mit den vollständigen Vorräten auf der Aktivseite) um TEUR 7.328 auf TEUR 8.343 erhöht haben. Dies liegt in den sehr hohen Auftragseingängen im ersten Halbjahr des abgelaufenen Geschäftsjahres begründet. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben sich ebenfalls aufgrund des hohen Auftragsvolumens und der einhergehend erforderlichen Materialbeschaffung um TEUR 960 auf TEUR 3.266 erhöht. Zudem wurden die Rückstellungen um TEUR 816 auf TEUR 2.567 erhöht. Im Wesentlichen erfolgte diese Erhöhung zur Abbildung zum Jahresende noch ausstehender Aufwendungen aus Projekten, deren Umsatzrealisation bereits vorgenommen wurde und bei denen die Montagearbeiten noch zu erbringen sind. Das Eigenkapital auf der Passivseite verminderte sich aufgrund des Jahresfehlertrages um TEUR 870 auf Null. Die Gesellschaft weist per 31.12.21 ein nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag in Höhe von TEUR 8.570 aus. Finanzlage Die Gesellschaft weist im abgelaufenen Geschäftsjahr einen negativen Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit auf und hat sich hierin im Vergleich zum Vorjahr um TEUR -1.994 verschlechtert. Der Bedarf an Finanzmitteln wird gegenwärtig sowohl durch Kontokorrent als auch durch Anzahlungen seitens der Kunden unter Inanspruchnahme von Avallinien bei zwischenzeitlich drei Versicherungspartnern sowie letztlich auch durch Gesellschafterdarlehen bedient. Mittelherkunft Die Gesellschaft ist unverändert maßgeblich über den Cash-Flow aus Anlagenprojekten und Servicegeschäft finanziert. Hinzu treten die Betriebsmittellinie sowie Gesellschafterdarlehen. Im Rahmen der Erstellung des IDW S6 Gutachtens erfolgte auch eine Zusage der verbliebenen Finanzierer zur Aufrechterhaltung der bestehenden Linien. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben sich im Berichtsjahr von TEUR 3.264 um TEUR 505 auf TEUR 2.759 reduziert. Zugleich haben sich die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen von TEUR 1.016 im Vorjahr um TEUR 7.328 auf TEUR 8.343 per 31.12.2021 erhöht, was aus den sehr guten Auftragseingängen im ersten Halbjahr 2021 resultiert. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben sich von TEUR 2.307 um TEUR 959 auf TEUR 3.266 erhöht. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen haben sich von TEUR 3.050 um TEUR 186 auf TEUR 3.236 erhöht. Mittelverwendung Das Umlaufvermögen hat sich um TEUR 2.330 reduziert und beläuft sich zum 31.12.2021 auf TEUR 9.668. Zurückzuführen ist diese Veränderung insbesondere auf niedrigere Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (TEUR -1.512) und verminderte Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen (TEUR -889). Der nicht durch Eigenkapital gedeckte Fehlbetrag beträgt TEUR 8.570 und stellt die wesentliche Mittelverwendung im abgelaufenen Geschäftsjahr dar. Ertragslage Das Wirtschaftsjahr 2021 ist geprägt durch wesentliche Einmaleffekte, die sich negativ auf das Betriebsergebnis auswirken. Darin enthalten ist insbesondere die Abwertung für Kundenaufträge, die Abwertung von Forderungen sowie die Rückstellung für Restrukturierungsmaßnahmen. Zudem hat das Unternehmen im Geschäftsjahr 2021 mit der Umsetzung zweier Großaufträge begonnen, deren Umsatz- und Ergebnisrealisation erst im Geschäftsjahr 2022 erfolgt. Gleichzeitig hat sich die Umsetzung geplanter Kundenprojekte zeitlich verschoben oder wurden anderweitig vergeben. In der Folge beträgt das Betriebsergebnis im Wirtschaftsjahr 2021 TEUR -10.713 und um die Einmaleffekte bereinigt TEUR - 3.462. Die Unternehmensgruppe hat im dritten Quartal 2021 umfassende Maßnahmen eingeleitet, um die Gesellschaft und die Hummingbird Gruppe wieder profitabel aufzustellen. Im Vergleich zum guten Wirtschaftsjahr 2020 hat sich das Betriebsergebnis von TEUR 1.539 um TEUR - 12.260 auf TEUR -10.708 per 31.12.2021 verschlechtert. Die Materialkostenquote 7 lag im Geschäftsjahr 2021 mit 73,0 Prozent um 15,1 Prozentpunkte höher als im Vorjahr. Dies beruht unter anderem auf den genannten Einmaleffekten sowie an der erst in 2022 anstehenden Umsatz- und Ergebnisrealisation der genannten Großprojekte. Die Personalkosten haben gegenüber dem Vorjahr eine Erhöhung um 4,5 Prozent beziehungsweise TEUR 72 erfahren; die Personalkostenquote 8 ist damit - auch wegen der niedrigeren Gesamtleistung im Vergleich zum Vorjahr - von 25,1 Prozent um 4,5 Prozentpunkte auf 29,6 Prozent gestiegen. Neben der niedrigeren Gesamtleistung liegt dies auch darin begründet, dass im abgelaufenen Geschäftsjahr notwendige personelle Ergänzungen bzw. Ersetzungen vorgenommen wurden. Die durchschnittliche FTE-Anzahl hat sich von 79,1 in 2020 auf 74,9 in 2021 verringert, wobei zu beachten ist, dass per 31.12.21 bereits 81,5 FTE wieder beschäftigt waren.
7 Materialkostenquote = Materialkosten /
Gesamtleistung
Der sonstige betriebliche Aufwand ist im Wesentlichen im Zuge der Realisation der genannten Einmaleffekte von TEUR 3.375 um TEUR 2.749 auf TEUR 6.124 angestiegen. Darin enthalten sind insbesondere die Abwertung von Forderungen und die Rückstellungen für noch zu erbringende Leistungen von verumsatzten Projekten. Weiterhin erhöhten sich die Raumkosten vornehmlich durch Instandhaltungsmaßnahmen, leicht höhere Mietzahlungen und gestiegene Betriebskosten um in Summe TEUR 106. Die Ausstattung der relevanten Bereiche mit neuer Hardware resultierte in TEUR 86 höheren EDV-Kosten. Zudem stiegen die Intercompany-Aufwendungen um TEUR 553, hauptsächlich begründet durch eine Anpassung der Verrechnung von Leistungen zwischen der Holding und der Gesellschaft. Diese werden durch die Konsolidierung im Konzern wieder eliminiert. Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf und zur wirtschaftlichen Lage Das Geschäftsjahr 2021 der Rotodecor GmbH stellt sich ambivalent dar. Zum einen sorgte ein sehr hoher Auftragseingang im ersten Halbjahr für eine durchgängig hohe Auslastung und zeigte maßgebliche Verbesserungen in der operativen Auslastung der Gesellschaft. Die gezielten personellen Verstärkungen im Geschäftsjahr 2021 führten zu einer wesentlichen Verbesserung der betrieblichen Abläufe. Zum anderen führten der Abschluss von Projekten mit einer langen Laufzeit und die Risikovorsorge für einzelne laufende Projekte zu Zusatzaufwendungen sowie Sonderabschreibungen, die das Jahresergebnis maßgeblich belasten. In Kombination mit dem verminderten Auftragseingang in der zweiten Jahreshälfte 2021 resultierten diese Effekte in einer Unterausstattung liquider Mittel, welche durch den Shareholder ausgeglichen wurden. In Summe wurden diese Einflussfaktoren zum Anlass genommen, die Unternehmensgruppe mit einer gezielten Restrukturierung wieder auf den Erfolgspfad zu führen. Hierzu wurde ein umfangreiches IDW S6-Gutachten in 2022 erstellt und entsprechende Maßnahmen definiert sowie eingeleitet. In diesem Zusammenhang steht auch die Anpassung der Managementstruktur im Hinblick auf eine Reduktion der bestehenden Kosten. Die (mittelbaren) Gesellschafter und die Hausbank stehen unverändert hinter der Gesellschaft und der Unternehmensgruppe. Gleichwohl befindet sich die Gesellschaft erneut in einer Restrukturierungsphase, welche durch die Erstellung eines IDW S6-Gutachtens für die Unternehmensgruppe begleitet wird. Das Gutachten weist eine positive Fortführungsprognose aus, welche die Basis für die Fortsetzung des Engagements der Commerzbank und der Kautionsversicherer darstellt. Im Rahmen des Gutachtens wurden zudem Maßnahmen zur Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit der Gesellschaft definiert. Diese Maßnahmen zielen auf die Verbesserung der Organisation, der Prozessstrukturen sowie auch der Optimierung der Kostenstruktur ab. Im Einzelnen zählen dazu u.a. die Weiterentwicklung der kaufmännischen Steuerung insgesamt, die stärkere Diversifikation der Kundenstruktur und Flexibilisierung der Fertigungsstrukturen. Hinsichtlich der operativen Projektabwicklung hat sich die Gesellschaft personell im technischen und operativen Bereich verstärkt. Beispielsweise wurden die Kapazitäten im Projektmanagement und der Konstruktion sinnvoll ergänzt. Zudem wurde innerhalb der Unternehmensgruppe die Konsolidierung-, Reporting- und Planungssoftware Lucanet implementiert und die entsprechenden Prozesse vereinfacht und verbessert. Weiterhin wurde das Projektcontrolling professionalisiert und so umgesetzt, dass zu jedem Zeitpunkt Aussagen über den finanziellen und terminlichen Status zur Verfügung stehen. Das Projektcontrolling wurde mit Lucanet verknüpft, so dass eine integrierte Betrachtung möglich ist. Hinsichtlich der Kapitalausstattung weist die Gesellschaft zum Bilanzstichtag Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin HCS in Höhe von TEUR 3.182 aus. Diese werden in der Bilanz unter Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen ausgewiesen. Letztlich ist auch das Bekenntnis des Gesellschafterkreises zu der Unternehmensgruppe unverändert gegeben und es werden der Konzernmutter liquide Mittel im notwendigen Umfang zur Verfügung gestellt. Rotodecor ist hierbei ein strategisch wichtiger Baustein, insbesondere für die Konstruktion und Fertigung der Anlagen. Zusammenfassend bringt das Geschäftsjahr 2022 wesentliche wirtschaftliche und liquiditätsseitige Herausforderungen mit sich, deren Ursachen maßgeblich auf Zeiträume vor dem Geschäftsjahr 2021 zurückzuführen sind. Die Bereinigung dieser Belastungen hat zu einer Verfehlung der gesetzten Ziele und zu einer Verschlechterung des Jahresergebnisses 2021 geführt, die im Gegenzug der Gesellschaft und der Unternehmensgruppe in den folgenden Geschäftsjahren eine Rückkehr zu soliden Jahresüberschüssen ermöglicht. Dies wird unterstützt durch die bereits umgesetzten operativen Verbesserungen und die sich in der Umsetzung befindlichen Maßnahmen, die durch die Belegschaft aktiv mitgetragen werden. Personal Die Zahl der FTEs per Jahresende hat sich von 2020 zu 2021 um 9 FTE auf 81,5 FTE erhöht. Gleichzeitig liegt der Jahresdurchschnitt im Geschäftsjahr 2021 mit 74,9 FTE um 4,2 FTE unter dem Vergleichswert für 2020. Hintergrund hierfür ist ein überproportionaler Abgang von Mitarbeitern im vierten Quartal 2020, der im Jahresverlauf 2021 gezielt ausgeglichen wurde. Hierbei wurde die Qualität der Belegschaft nach Einschätzung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft im Zuge von Nachbesetzungen deutlich gesteigert und die Altersstruktur im positiven Sinne gesenkt. Forschung und Entwicklung Im abgelaufenen Geschäftsjahr entwickelte sich die Gesellschaft insbesondere in der Auslegung und Standardisierung ihrer Anlagen für den Dekordruck weiter. Diese verbessern sowohl den operativen Betrieb der Anlagen für den Kunden als auch die Durchlaufzeit in der internen Konstruktion und der Vor- und Außenmontage. Projekt- und abteilungsübergreifende Abstimmungen erhöhen zudem die interne Prozesse und die Rückmeldungen zu sinnvollen Verbesserungen des Produktportfolios. Die Projektteams werden stärker in die betriebswirtschaftliche Betrachtung der Projekte eingebunden und es wird ein intensiverer sowie abteilungsübergreifender Informationsaustausch zum Stand der laufenden Projekte gepflegt. Risikoberichterstattung Als wesentliche geopolitische und makroökonomischen Risiken beeinflussen die Auswirkungen aus der globalen Coronapandemie und des Ukraine Krieges die Geschäftsentwicklung. Aus der globalen Coronapandemie und weiter verschärft durch den Ukraine Krieg ergeben sich negative Auswirkungen auf die Lieferketten, die sich in teilweise deutlich verlängerten Beschaffungszeiten sowie der reduzierten Verfügbarkeit insbesondere von Elektrokomponenten zeigen. Trotz dieser Verzögerungen konnten die Auswirkungen auf die Projektbearbeitung geringgehalten werden. Durch eine konsequente Multi-Sourcing-Strategie und der Zusammenarbeit mit den Kunden konnte auf alternative Beschaffungsmöglichkeiten zurückgegriffen werden. Die im Zuge des Ukraine Krieges definierten Sanktionen gegenüber Russland hatten ebenfalls nur geringe Auswirkungen auf vorhandene Kundenprojekte. Alle Umfänge, die von dem Ukraine Krieg bzw. den Russlandsanktionen betroffen waren, konnten vollständig abgewickelt werden. Im Zusammenhang mit dem Krieg in der Ukraine stiegen weiterhin die Stahl- und Energiepreise maßgeblich. Für die laufenden Großprojekte, die im Jahresverlauf 2022 ausgeliefert wurden, ergibt sich nur eine geringe Erhöhung der Materialkosten, da die Bestellungen bereits weit im Vorfeld ausgelöst wurden und mithin diese Aufwendungen bereits vor den Steigerungen angefallen sind. Die anziehende Inflation wird zu einer Steigerung der Einkaufs- und Personalkosten führen, die sich voraussichtlich durch höhere Verkaufspreise neuer Anlagenprojekte ausgleichen werden. Das im Rahmen der Coronapandemie implementierte Schutzkonzept der Gesellschaft wurde auch im abgelaufenen Geschäftsjahr aufrechterhalten und erweitert. Neben den öffentlich verfügbaren Impf- und Testangeboten gelten innerbetrieblich die aufgrund der arbeitgeberseitigen Fürsorgepflicht gegenüber unseren Arbeitnehmern und Geschäftskontakten gebotenen Hygiene- und Vorsichtsmaßnahmen weiterhin fort. Lieferantenseitig und kundenseitig gab es bislang nur geringe Einschränkung aufgrund der Corona-Situation. Neben diesen geopolitischen und makroökonomischen Risiken bestehen die zudem die klassischen Risiken im Rahmen der im Rahmen der Projektabwicklung im Sondermaschinenbau. Dazu zählen die stärkeren Schwankungen in der Auslastung, des punktuell hohen Materialzukaufs und der zeitweisen Vorfinanzierung. Die Gesellschaft begegnet diesen Risiken mit einem weiter verbesserten Risikomanagement. Im Abgelaufenen Geschäftsjahr wurde das Projektcontrolling grundsätzlich überarbeitet und so die finanzielle, terminliche und qualitative Sicht auf die laufenden Projekte maßgeblich erhöht. Es besteht hierdurch zu jedem Zeitpunkt eine Vorausschau auf das Projektergebnis. Zudem wurde in 2021 gruppenweit die Konsolidierungs-, Planungs- und Reporting-Software Lucanet eingeführt. Die gruppenweite Transparenz und Vergleichbarkeit haben sich hierdurch wesentlich verbessert. Chancen Absatzseitig hat sich die Nachfrage im Bereich der Holzwerkstoffbranche wieder normalisiert und die Zurückhaltung der Anfangszeit der Pandemie abgelegt. Die Verpackungsbranche zeigt sich grundsätzlich stark. Die Holzwerkstoffbranche wird wieder durch gezielte und umfangreiche Investitionen geprägt, an deren Umsetzung die Rotodecor GmbH voraussichtlich einen maßgeblichen Anteil haben wird. Die Verpackungsindustrie profitiert von der unverändert hohen Nachfrage von Convenience-Artikeln. Im Hinblick auf den Digitaldruck sind die wieder im engeren Takt und mit steigender Konkretisierung geführten Gespräche mit bestehenden und potentiellen Kunden ein deutliches Zeichen, dass die "Schockstarre" der Coronapandemie überwunden ist. Der Fokus liegt demnach wieder stärker auf Zukunftsinvestitionen wie dem Digitaldruck. Die Gesellschaft erwartet ein zeitnahes Wiedererstarken der Anlagennachfrage und entsprechend auch zeitnahe Auftragseingänge. Zudem weist die Gesellschaft und die Unternehmensgruppe ein maßgebliches Potential im Ausbau von Serviceleistungen auf. Sowohl die Wartung und Instandhaltung als auch die technische Weiterentwicklung bestehender Anlagen stellen Geschäftsfelder dar, welche einen erhöhten Fokus in der Ausrichtung der Unternehmung erfahren. Auf Basis der vorhandenen Kompetenzen und Geschäftskontakte sowie der bestehenden Kundennachfrage sehen die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft ein wesentliches Wachstumspotential in diesem Bereich. Prognose Das IDW S6-Gutachten, welches mit Unterstützung eines externen Consulting-Unternehmens für die Unternehmensgruppe erstellt wurde, kommt zum Schluss einer positiven Fortführungsprognose für die Rotodecor GmbH und die Unternehmensgruppe insgesamt. Die Basis für diese Einschätzung stellt unter anderem eine detaillierte Analyse der Wettbewerbssituation, der Prozesslandschaft und der Kompetenzbereiche dar. Im Zuge des Gutachtens wurden weitere Maßnahmen definiert, die die Wettbewerbs- und Ertragsfähigkeit der Gesellschaft verbessern sollen. Diese Maßnahmen zielen auf die Optimierung der Organisation, der Prozessstrukturen sowie auch der Kostenstruktur ab. Im Einzelnen zählen dazu u.a. die Weiterentwicklung der kaufmännischen Steuerung insgesamt, die stärkere Diversifikation der Kundenstruktur und die Flexibilisierung der Fertigungsstrukturen. Die eingeleiteten Optimierungsmaßnahmen zeigen im Geschäftsjahr 2022 bereits erste Verbesserungen der operativen und finanziellen Performance. Die Gesellschaft konnte im Geschäftsjahr 2022 den Umsatz, die Gesamtleistung sowie den Rohertrag deutlich verbessern und ein positives Betriebsergebnis erzielen. Der Auftragseingang in 2022 fällt gegenüber dem starken Jahr 2021 geringer aus. Für das Geschäftsjahr 2023 wird ebenfalls mit einer weiteren Verbesserung gerechnet. Im Weiteren gilt es die definierten und eingeleiteten Maßnahmen fokussiert umzusetzen und die geplanten Effekte zu erzielen.
Lage, den 31.07.2023 Thomas Schmid Geschäftsführung Bilanz zum 31. Dezember 2021Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021
Anhang zum 31. Dezember 2021HRB 7868 Amtsgericht LemgoI. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Der Jahresabschluss wurde unter Beachtung der für Kapitalgesellschaften geltenden Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften der §§ 242 ff. HGB und §§ 264 ff. HGB sowie der einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Die Gesellschaft hat die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften nach § 267 Abs. 2 i.V.m. Abs. 4 Satz 1 HGB zu beachten. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Die Gesellschaft weist zum Bilanzstichtag 31.12.2021 einen Jahresfehlbetrag i.H.v. TEUR -9.439 und ein negatives Eigenkapital i.H.v. TEUR -8.570 auf, somit beläuft sich die Eigenkapitalquote auf -42,2%, während die Eigenkapitalquote per 31.12.2020 bei 6,9% lag. Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind der Überzeugung, dass unter anderem die vorhandenen Großaufträge, welche im Geschäftsjahr 2022 abgeschlossen und verumsatzt werden, zu einem ausgeglichenen Ergebnis im Geschäftsjahr 2022 führen. Der Jahresabschluss der Gesellschaft zum 31. Dezember 2021 wurde unter der Prämisse der Unternehmensfortführung aufgestellt. Diese Einschätzung wird durch die Erstellung eines IDW S6-Gutachtens mit dem Ergebnis einer positiven Fortführungsprognose durch das externe Beratungsunternehmen Quest Consulting AG gestützt. Die Gesellschaft ist in das konzernweite Cash-Pooling einbezogen, über das die Finanzlage gesichert ist. II. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze 1. Aktiva Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens betreffen Software und Lizenzen. Sie wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und um planmäßige Abschreibungen vermindert. Als selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände werden Konstruktionspläne bzw. das Know-how zur Herstellung von Imprägnieranlagen sowie von sog. "Combisealern" ausgewiesen. Der Ansatz erfolgt mit den Herstellungskosten vermindert um planmäßige Abschreibungen. Die Sachanlagen sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern bewertet. Diese betragen i. d. R. zwischen drei und vierzehn Jahren. Von der Möglichkeit der Vollabsetzung geringwertiger Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis EUR 800 wurde Gebrauch gemacht. Die Vorräte umfassen Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, unfertige Erzeugnisse und geleistete Anzahlungen. Die erhaltenen Anzahlungen werden, wie im Vorjahr, von den Vorräten offen abgesetzt und insbesondere zur Vorfinanzierung der unfertigen Erzeugnisse verwendet und stehen insofern in einem direkten Zusammenhang mit den Vorräten. Der die Vorräte übersteigende Betrag wird auf der Passivseite der Bilanz offen ausgewiesen. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind unter Berücksichtigung des strengen Niederstwertprinzips mit den Anschaffungskosten bzw. dem jeweils niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Die Bewertung der unfertigen Erzeugnisse erfolgt zu Herstellungskosten, die auch angemessene Teile der Materialgemeinkosten, der Fertigungsgemeinkosten und des Werteverzehrs des Anlagevermögens enthalten, soweit diese durch die Fertigung veranlasst sind. Sofern erforderlich, werden Abschreibungen auf den niedrigeren Marktpreis oder beizulegenden Wert vorgenommen. Fremdkapitalzinsen werden nicht mit einbezogen. Die geleisteten und erhaltenen Anzahlungen werden zum Nennwert angesetzt. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden mit dem Nennwert ausgewiesen. Die übrigen Forderungen und die sonstigen Vermögensgegenstände sind mit dem Nominalwert angesetzt. Forderungen in Fremdwährung, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, werden am Bilanzstichtag grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs, alle übrigen Fremdwährungsforderungen werden grundsätzlich mit ihrem Umrechnungskurs bei Rechnungsstellung oder dem niedrigeren Devisenkassamittelkurs bewertet. Bei den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen werden erkennbare Einzelrisiken durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Der Ansatz der flüssigen Mittel erfolgte zum Nennwert. Unter den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten wurden Ausgaben vor dem Bilanzstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Zeitpunkt darstellen. III. Passiva Der Ausweis des Eigenkapitals erfolgt mit dem Nominalwert. Aufgrund des negativen Eigenkapitals wird der Bestand auf der Aktivseite ausgewiesen. Die Rückstellungen werden nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung zum Erfüllungsbetrag angesetzt und decken alle erkennbaren bilanzierungspflichtigen Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten in angemessener Höhe. Die sonstigen Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden mit fristadäquaten Zinssätzen abgezinst, wie sie von der Deutschen Bundesbank nach RückAbzinsV ermittelt und bekannt gegeben werden. Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Verbindlichkeiten in Form von erhaltenen Anzahlungen aus Bestellungen in fremder Währung haben am Abschlussstichtag nicht bestanden. Es wurde von dem Wahlrecht Gebrauch gemacht, aktive und passive latente Steuern zu saldieren. Ein sich ergebender Überhang aktiv latenter Steuern wird in Höhe von TEUR 3.495 angesetzt. IV. Gewinn- und Verlustrechnung Die Umsatzerlöse werden grundsätzlich mit Auslieferung der Anlage und Gefahrenübergang gemäß den vereinbarten Vertragsbedingungen realisiert. Teilweise werden Erlösrealisierungen vorgenommen, die nicht auf einer formellen Abnahme des Werkgegenstandes beruhen. Sobald die Gesellschaft ihre werkvertragliche Hauptpflicht als erfüllt erachtet, erfasst die Gesellschaft einen Umsatz und dotiert gleichzeitig eine Rückstellung für noch zu erbringende Arbeiten. In der Regel erachtet die Gesellschaft ihre vertragliche Hauptpflicht dann als erbracht, wenn der sogenannte factory-acceptance-test durchgeführt wurde. Als Ergebnis des Tests bestätigt der Kunde die Vertragskonformität der Anlage hinsichtlich der verschiedenen Leistungsparameter. Für die dann im Regelfall noch durchzuführende Montage und Inbetriebnahme beim Kunden bildet die Gesellschaft die genannte Rückstellung. Die Rückstellung basiert auf der Kalkulation der zu erbringenden Leistungen; wesentlicher Parameter der Rückstellung sind Verrechnungssätze für die Mitarbeiter sowie die geplanten Stunden; der Materialanteil in der Rückstellung ist eher untergeordnet. Insbesondere der Einschätzung der notwendigen Stunden liegen verschiedenen Annahmen zugrunde, die ermessensbehaftet sind; die tatsächliche Entwicklung kann davon abweichen. Zur Vereinheitlichung der Bilanzierungsmethodik im Konzern Hummingbird Converting Solutions wurde in 2021 begonnen, die Verkaufsverträge umzustellen. Als Ergebnis können in Zukunft einzelne Auftragsbestandteile abgerechnet werden. Dies kommt zum einen dem wirtschaftlichen Gehalt der Maschinenprojekte näher und bildet die Wertschöpfung exakter ab, als die wesentliche Wertschöpfung mit Konstruktion und Vormontage der Maschinen erbracht ist und der Aufbau vor Ort branchenüblich und auch bei Rotodecor den bedeutend kleinsten Teil in der Wertschöpfungskette darstellt. Sonstige betriebliche Erträge, sonstige betriebliche Aufwendungen und Zinsen werden zeitanteilig mit dem Betrag, der auf das Geschäftsjahr entfällt, als Aufwand bzw. Ertrag erfasst. V. Erläuterungen zur Bilanz 1. Anlagevermögen Die Aufgliederung und die Entwicklung des Anlagevermögens sind dem Anlagengitter (Anlage zu diesem Anhang) zu entnehmen. Die Gesellschaft ist alleinige Anteilseignerin der HCS (Shanghai) Co., Ltd., (vormals Rotodecor (Shanghai) Co., Ltd.), Eigenkapital 31.12.2021: CNY-5.983.426,86, Jahresergebnis 2021: CNY 1.703.386,64 mit Sitz in Shanghai, Volksrepublik China, sowie der HCS HCS (Suzhou) Co., Ltd., Eigenkapital 31.12.2021: CNY 3.042.163,23; Jahresergebnis 2021: CNY 2.546.643,42 mit Sitz in Taicang, Volksrepublik China. 2. Umlaufvermögen Erhaltene Anzahlungen in Höhe von TEUR 14.080 (VJ: TEUR 9.184) werden offen von den Vorräten abgesetzt. Der übersteigende Betrag i.H.v. TEUR 8.343 (Vj.: TEUR 1.016) wird auf der Passivseite ausgewiesen. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die Forderungen gegen verbundene Unternehmen und sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Bei den Forderungen gegen verbundene Unternehmen handelt es sich im Wesentlichen um Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Die Forderungen gegen die Gesellschafterin belaufen sich auf TEUR 571 (VJ: TEUR 294). 3. Eigenkapital Das Stammkapital der Rotodecor GmbH beträgt EUR 500.000,00. Die freie Kapitalrücklage gem. § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB beträgt EUR 3.095.000,00. 4. Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen wurden für Gewährleistungen und Reklamationsabwicklung in Höhe von TEUR 640 (VJ: TEUR 328), noch zu erwartende Montageaufwendungen für in 2021 ausgelieferte Maschinen von TEUR 0 (VJ: TEUR 1.085), ausstehende Rechnungen von TEUR 365 (Vj: TEUR 100), Personalkosten von TEUR 781 (VJ: TEUR 200) und Abschluss- und Prüfungskosten von TEUR 18 (VJ: TEUR 18) gebildet. Die Rückstellung für Personalkosten berücksichtigt hierbei Einmalaufwendungen für die Trennung von Mitarbeitern. 5. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten von insgesamt TEUR 2.759 (VJ: TEUR 3.264) haben folgende Restlaufzeiten: TEUR 2.743 (VJ: TEUR 3.246) bis zu einem Jahr, TEUR 16 (VJ: TEUR 18) eins bis fünf Jahre und TEUR 0 (VJ: TEUR 0) größer fünf Jahre. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen i.H.v. TEUR 3.266 (VJ: TEUR 2.307) und die sonstigen Verbindlichkeiten TEUR 133 (VJ: TEUR 326) haben alle eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Die erhaltenen Anzahlungen werden teilweise unter den Vorräten ausgewiesen (siehe Pkt. II 1.). Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen i.H.v. TEUR 3.236 (VJ.TEUR 3.050) haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Hiervon bestehen TEUR 3.184 (VJ: TEUR 3.029) gegenüber der Gesellschafterin. Die sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 133 (VJ: TEUR 333) enthalten Verbindlichkeiten aus Steuern i.H.v. TEUR 68 (VJ: TEUR 75), Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit i.H.v. TEUR 18 (VJ: TEUR 20) und übrige sonstige Verbindlichkeiten i.H.v. TEUR 48 (VJ: TEUR 65). 6. Latente Steuern Zu Bilanzstichtag wurden keine passiven latenten Steuern berücksichtigt (VJ: TEUR 0). Aktive latente Steuern resultieren aus dem körperschaft- und gewerbesteuerlichen Verlustvortrag des Veranlagungszeitraums 2018 und 2020, sie werden berechnet unter Zugrundelegung von unternehmensindividuellen Steuersätzen. Vor Saldierung mit passiven latenten Steuern betragen die aktiven latenten Steuern der Gesellschaft zum Ende des Geschäftsjahres TEUR 3.539 (VJ: TEUR 2.111). Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft rechnen damit, dass die steuerlichen Verlustvorträge binnen der kommenden 5 Jahre vollständig verbraucht werden. VI. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung 1. Erträge und Aufwendungen aus der Währungsumrechnung Im Geschäftsjahr wurden Erträge aus Kursdifferenzen TEUR 1 (VJ: TEUR 1) und Aufwendungen aus Kursdifferenzen TEUR 2 (VJ: TEUR 3) in jeweils unwesentlicher Höhe realisiert. 2. Zinsen Im Berichtszeitraum erzielte die Gesellschaft Zinserträge in Höhe von TEUR 16 (Vj.: TEUR 35). Davon entfielen TEUR 8 (Vj.: TEUR 28) auf Zinsenerträge von verbundenen Unternehmen. Gegenläufig wirkten sich Aufwendungen von TEUR 215 (Vj.: TEUR 221) aus. Davon entfielen TEUR 67 (Vj.: TEUR 107) auf Zinsaufwendungen an verbundene Unternehmen. 3. Erträge und Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind aus einem Kundenvertrag ein einmaliger Aufwand von TEUR 1.787 berücksichtigt. In den Abschreibungen ist darüber hinaus die Abwertung für ein weiteres Projekt in Höhe von TEUR 4.160 enthalten. Im Rahmen einer Anpassung der Forderungsbestände mit der Tochtergesellschaft HCS (Shanghai) Co., Ltd. wurden Forderungen in Höhe von TEUR 701 abgeschrieben. VII. Sonstige Angaben 1. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen Aus dem Mietvertrag für Büro- bzw. Produktionsgebäude (feste Laufzeit bis 2030) bestehen nach 2021 bis zum Laufzeitende jährliche finanzielle Verpflichtungen in Höhe von TEUR 473 aus Mietverhältnissen. Der Mietzins erhöht sich alle drei Jahr um fünf Prozent, beginnend ab dem 1. Januar 2022. Im Übrigen bestehen Leasingverhältnisse, beispielsweise für PKW; im branchenüblichen Umfang. Diese Angaben sind nicht in der Bilanz enthalten. Für die Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung bestehen im üblichen Umfang branchenübliche bzw. kraft Gesetzes entstehende Sicherheiten. 2. Mitarbeiter Im Geschäftsjahr 2021 wurden im Jahresdurchschnitt (§ 267 Abs. 5 HGB), exkl. der Geschäftsführer und der Auszubildenden, 78 Mitarbeiter (VJ: 80) beschäftigt, davon 30 gewerbliche Mitarbeiter (VJ: 27) und 48 Angestellte (VJ: 53). 3. Ausschüttungsgesperrte Beträge Die ausschüttungsgesperrten Beträge gem. § 268 Abs 8 HGB ergeben sich zum 31. Dezember 2021 wie folgt:
4. Konzernabschluss Alleinige Anteilseignerin der Rotodecor GmbH ist die Hummingbird Converting Solutions GmbH mit Sitz in Lage. Die Hummingbird Converting Solutions GmbH stellt freiwillig einen Konzernabschluss nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches auf. 5. ErgebnisverwendungsvorschlagDer Jahresfehlbetrag wird vollumfänglich auf neue Rechnung vorgetragen. 6. Geschäftsführung Die Geschäftsführung übernahmen im Geschäftsjahr 2021:
Die Angabe der Gesamtbezüge des Geschäftsführers unterbleibt in Anwendung des § 286 Abs. 4 HGB. 7. Nachtragsberichterstattung Zum Zeitpunkt der Berichterstellung sind die Folgen und Einschränkungen durch die globale Corona-Situation weitestgehend aufgehoben und beeinflussen das operative Geschäft nur noch in geringem Umfang. Rotodecor adaptiert weiterhin die erforderlichen Maßnahmen zum Schutz von Mitarbeitern und Geschäftskontakten laufend entsprechend der jeweiligen Anforderungen. Rotodecor bietet allen Beteiligten ein größtmögliches Schutzniveau und gewährleistet gleichzeitig die Aufrechterhaltung des operativen Betriebes. Die Bemühungen und die Disziplin der Belegschaft haben sich im Jahr 2021 und danach ausgezahlt, wir konnten durch die Anpassung der betrieblichen Abläufe, Hygienemaßnahmen für Personal und Besucher den Geschäftsbetrieb vollumfänglich aufrechterhalten, eventuelle Infektionsketten frühzeitig unterbrechen und Infektionen vorbeugen. Der Krieg in der Ukraine wirkt sich auf die Gesellschaft zum Zeitpunkt der Erstellung des Jahresabschlusses insoweit aus, als vorhandene Kunden in den betroffenen Gebieten nur bedingt beliefert werden können. Die Abstimmung mit den Kunden erfolgt lösungs- und sachorientiert und die Vertreter der Gesellschaft sind zuversichtlich, alle etwaigen Themen gemeinschaftlich mit den Kunden zu lösen. Die Steigerung insbesondere der Stahl- und Energiepreise hat auf die Bestandsaufträge keinen maßgeblichen Einfluss. Zukünftige Aufträge werden die Preissteigerungen und die zu erwartenden Gehaltserhöhungen berücksichtigen. Lieferantenseitig ergaben sich bei der Gesellschaft insoweit Herausforderungen, als sich die Lieferzeiten für bestimmte Elektrobauteile erheblich verlängert haben und deutlich schwerer planbar sind. Die Gesellschaft kompensiert dies mittels langfristiger Beschaffung und vorausschauender Planung. Preissteigerungen kompensiert die Gesellschaft mittels Preisgleitklauseln in den Angeboten. Es gab lieferanteseitig keine Ausfälle oder Betriebsschließungen. Die Einschränkungen beeinflussen die Abarbeitung der Projekte der Gesellschaft nur im geringen Maße und stellen nicht grundsätzlich die Profitabilität der Projekte in Frage. Absatzseitig sieht sich die Gesellschaft seit etwa Mitte 2021 einem veränderten Marktumfeld ausgesetzt. Anbietern, die ebenfalls in der Holzwerkstoffbranche Aktivitäten entfalten und augenscheinlich zu Selbstkosten kalkulieren, stellen in einzelnen Segmenten einen zusätzlichen Wettbewerb dar. Gleichwohl verfügt die Gesellschaft über eine solide Kundenbasis und geht auch zukünftig von einem großen Auftragspotentials aus. Zugleich fungiert im Verpackungsmarkt die äußerst starke Nachfrage von Convenience-Artikeln bei den Kunden von Rotodecor als Beschleuniger für Investitionsentscheidungen zum schnelleren Ausbau von Produktionskapazitäten - und einhergehend auch zur Beauftragung von Neuanlagen und Retrofits. Über den Bilanzstichtag des 31.12.2021 hinaus zeigt sich dies in einer stabileren kaufmännischen und operativen Lage der Gesellschaft.
Lage, den 23.08.2023 Thomas Schmid Geschäftsführung Entwicklung des Anlagevermögens der Rotodecor GmbH, Lage, im Geschäftsjahr 2021
Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Rotodecor GmbH, Lage Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Rotodecor GmbH, Lage,- bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2021 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Rotodecor GmbH, Lage, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Hannover, 24. August 2023 Ebner
Stolz GmbH & Co. KG
Hans-Peter Möller, Wirtschaftsprüfer Jörn Steinke, Wirtschaftsprüfer Die Feststellung erfolgte am 18. September 2023. |
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