Stammdaten

Register
Amtsgericht Wiesbaden HRB 9224
Vorher
RIGK Gesellschaft zur Rückführung industrieller und gewerblicher Kunststoffverpackungen mbH
Eingetragen
23.3.1993
Branche
Herstellung von Verpackungsmitteln aus KunststoffenHerstellung von Haushalts- oder Hauswirtschaftsartikeln aus KunststoffenHerstellung von Baubedarfsartikeln aus Kunststoffen
Gegenstand
a) Wahrnehmung der Interessen der kunststofferzeugenden sowie der Kunststoffverpackungen herstellenden und nutzenden Industrie im Zusammenhang mit der Erfassung, Sortierung und Verwertung gebrauchter industrieller und gewerblicher Kunststoffe und Verpackungen aller Art im In- und Ausland; b) Erfassung, Sortierung, Verwertung und Handel gebrauchter industrieller und gewerblicher Kunststoffe und Verpackungen sowie Beratung und sonstige Dienstleistungen in diesem Zusammenhang ; c) Durchführung der unter a) und b) genannten Tätigkeiten für Dritte aufgrund vertraglicher Beziehungen oder gegebenenfalls unter Vergabe von Lizenzen; d) Zusammenarbeit und Koordination sowie die Begründung der unter vertraglichen Beziehungen mit anderen Unternehmen zum Zwecke der flächendeckenden Wahrnehmung der unter b) genannten Tätigkeiten; e) Zusammenarbeit und Koordination sowie die Begründung von vertraglichen Beziehungen mit anderen Systemen der Erfassung, Sortierung und Verwertung von Kunststoffen und Verpackungen aller Art.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Boris Emmel
seit 24.1.2023
Prokura
Jan Bauer
seit 28.8.2020
Geschäftsführer
Markus Dambeck
seit 7.7.2010
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert99.99% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (14)

NameAnteil
RIGK GmbHEigenbeteiligung
64.52%
DOW Deutschland Inc., Zweigniederlassung Stade
6.40%
6.40%
LYB Luxembourg S.à r.l.LUX
5.75%
Schütz GmbH & Co. KGaA
3.47%

Gesellschafter
Beta

9 Gesellschafter

GmbH-Struktur

5 von 9 angezeigt

Name
Ort
Betrag
Anteil
RIGK GmbH
Germany
322.650 €
64.52%
BASF SE
Germany
32.000 €
6.40%
DOW Deutschland Inc., Zweigniederlassung Stade
Germany
32.000 €
6.40%
Basell Polyolefine GmbH
Germany
32.000 €
6.40%
Mauser-Werke GmbH
Germany
17.350 €
3.47%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

RIGK GmbH

Wiesbaden

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für 2023

Grundlagen des Unternehmens

- Geschäftsmodell des Unternehmens

RIGK arbeitet auf Basis des Kreislaufwirtschafts- und Abfallgesetzes und des Verpackungsgesetzes. Gebrauchte Verpackungen sowie Folien aus der Landwirtschaft (ERDE System) gelten als Abfall, d.h. die Tätigkeit der RIGK fällt unter das Abfallrecht.

Die Kernarbeitsgebiete sind unverändert, das Planen, Entwickeln und Operieren von Rücknahmesystemen für die Industrie und das Gewerbe, sowie den Agrarbereich, aufgeteilt in die Sparten Industrie und Agrar.

Im Industriesektor betreiben wir die Rücknahmesysteme RIGK, RIGK-G und das RIGK-PICKUP-SYSTEM.

Im Agrarsektor betreiben wir die Rücknahmesysteme PAMIRA, PAMIRA Beizmittelsystem, ERDE, ERDE-Schweiz, VerenA sowie das PRE System.

Als weiteres Standbein hat die RIGK mit Plast Cert eine Audit- und Zertifizierungsabteilung etabliert, welche wir von unserer Tochtergesellschaft plastship übernommen haben. Dies beinhaltet ebenso die Labortätigkeiten. Ein weiterer Geschäftszweig, der sich kontinuierlich weiterentwickelt ist der Bereich Consulting. Hier beraten wir weltweit Unternehmen und Organisationen in allen Fragen rund um die "circular economy" von Kunststoffen.

International verfügt die RIGK über eine hundertprozentige Tochtergesellschaft, die SC RIGK SRL in Rumänien.

Des Weiteren ist RIGK seit 2018 mit einer 75,1-prozentigen Beteiligung an der Fa. plastship GmbH, einem digitalen Marktplatz für Kunststoffe, beteiligt. Plastship hat es sich zum Ziel gemacht, die Kreislaufwirtschaft zu fördern, durch das Zusammenführen von Recyclern und Kunststoffverarbeitern, sowie das Vorantreiben der Standardisierung und der Verbesserung von Rezyklaten. Plastship konzentriert sich als Distributor auf die Vermarktung der Rezyklate zum einen über das Plattformmodell und zum anderen über den direkten Kontakt zum Verarbeiter. Ziel ist es die Qualität und Standardisierung der Rezyklate zu entwickeln, um diese nachhaltig im Verarbeitungsprozess unterzubringen. Dieser Fokus wurde 2023 nochmals verstärkt mit der Übernahme von Plast Cert zur RIGK.

In 2023 wurde mit dem Kauf der Fa. Hannawald Plastik GmbH, die sich mit der Sortierung und Veredlung von Industrieverpackungen beschäftigt, ein weiterer Schritt unternommen um sich als Vollanbieter in der Circular Economy zu etablieren. Gemeinsam mit unseren Tochterunternehmen ist die RIGK ein Full-Service Anbieter in Sachen Kreislaufwirtschaft für Kunststoffe.

Wirtschaftsbericht

- Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen

Das neue Verpackungsgesetz ist am 1. Januar 2019 in Kraft getreten. Es gilt weiterhin eine klare Trennschärfe von industriellen, gewerblichen Verpackungen gegenüber den dualen Verpackungen zu erhalten. Dies wird bei der ZSVR durch die reine Auslegung durch den Katalog nicht sichergestellt, sondern eher verwässert, um weitere Einnahmequellen für den dualen Bereich zu erschließen. Wir arbeiten intensiv daran, dass bei einer geplanten Novellierung des Verpackungsgesetz die Arbeitsgrundlage für herstellergetragene Rücknahmesysteme erhalten bleibt und gestärkt wird. Um diese Ziele zu erreichen, sind wir gemeinsam mit unseren Partnern aus dem Verband BIPV in diversen Arbeitsgruppen des UBA vertreten. Zudem wurde in 2024 die PPWR - die Europäische Verpackungsverordnung beschlossen und befindet sich nun in der juristischen Übersetzung. Diese Gesetzesinitiative wird unsere Dienstleistung in den nächsten Jahren stark beeinflussen, da die Verordnung direkte Anwendung in den Mitgliedsstaaten findet. Das dominante Thema für uns sind die dort angedachten Wiederverwendungsquoten für Industrie und Gewerbeverpackungen. Eine zukünftige Aufgabe der RIGK wird es sein auch in diesem Bereich maßgeschneiderte Kundenlösungen anzubieten.

- Geschäftsverlauf

Für die RIGK war 2023 ein eher mittleres Geschäftsjahr mit leichtem Ergebnisrückgang im Vergleich zu 2022, die Absatzmärkte blieben sehr verhalten, es gab kaum Nachfrage auf dem Sekundärrohstoffmarkt, was sich schon im letzten Quartal 2022 abgezeichnet hat. Der Agrarbereich blieb stabil. Wann der Sekundärrohstoffmarkt wieder anspringt ist momentan völlig offen, die schleppende Nachfrage hält an. Dies ist der gesamtwirtschaftlichen Lage auf dem deutschen Markt geschuldet, die weiterhin negativ durch die schlechten Rahmenbedingungen beeinflusst wird. Generell sind Produktionsrückgange und die Verlagerung von Kapazitäten in andere Länder ist bereits deutlich sichtbar. Dies spürt die RIGK auch in der Verpackungsmengenentwicklung der Industriesysteme.

Die ständige Überprüfung, Optimierung und der Ausbau unserer Dienstleistungen, die auch mit dem Engagement zusätzlicher personeller Ressourcen und der Entwicklung dieser verbunden ist, erhalten die Wettbewerbsfähigkeit unseres Unternehmens. Ein weiterer strategischer Eckpfeiler, gerade in den Zeiten sehr schwacher Nachfrage, ist die stärkere Verknüpfung mit unseren Tochterunternehmen plastship und Hannawald. Hier haben wir zum einen Veränderungen in der Geschäftsführung herbeigeführt um die Verzahnung mit RIGK und auch Hannawald Plastik voranzutreiben. Zum anderen haben wir den Fokus auf die Distribution und die Plattform gelegt und die Audit- und Zertifizierungsabteilung, die vorher noch ein Teil der plastship war, in die RIGK als eigenständige Abteilung unter dem Namen Plast Cert integriert.

Ein weiterer Fokus neben der Vermarktung liegt auf der Qualifizierung der Rezyklate. In diesem ist das Ziel die Verarbeitung von Sekundärrohstoffen, auch aus unseren Rücknahmesystemen weiter auszubauen, zu optimieren und zukünftig Stoffkreisläufe bis hin zum Einsatz in baugleiche Verpackungen oder Kunststoffprodukte, wie von unseren Kunden gewünscht, zu realisieren. Die vertrieblichen Aktivitäten wurden dahingehend verstärkt.

Diese Stoffkreisläufe werden in den nächsten Jahren immer weiter ausgebaut, da sie sowohl vom Produkthersteller als auch vom Packmittelhersteller immer stärker gefordert und nachgefragt werden. Durch die schon beschriebene schwache deutsche Wirtschaft kam es auch in den industriellen Rücknahmesystemen der RIGK bei der Anmeldung der Verpackung zu erheblichen Mengenrückgängen.

Lage

Im Berichtsjahr fielen die Umsatzerlöse von 18.551 TEUR in 2022 auf 15.378 TEUR. Den Umsatzrückgang, führen wir im Wesentlichen auf die im Vergleich zu 2022 stark gesunkenen Preise auf dem Sekundärrohstoffmarkt zurück. Trotzdem konnte ein gutes Geschäftsergebnis vor Ertragssteuern von 1.741 TEUR erzielt werden.

Finanzielle Leistungsindikatoren

Die Gesellschaft wird anhand der folgenden finanziellen Leistungsindikatoren gesteuert:

Umsatz

Ergebnis vor Steuern.

- Vermögens- und Finanzlage

Die Vermögenslage der RIGK ist im Berichtsjahr von einer Erhöhung der Bilanzsumme von 15.780 TEUR in 2022 auf 16.369 TEUR in 2023 TEUR gekennzeichnet.

Dies ist im Wesentlichen bestimmt durch die folgenden Geschäftsvorfälle:

Die Rückstellungen sind um 266 TEUR gegenüber dem Vorjahr gesunken. Dies ist hauptsächlich auf Senkung in den Steuerrückstellungen zurückzuführen. Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten immer innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind gesunken. Unser Unternehmen finanziert sich ausschließlich aus Eigenkapital und hat keine Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Es bestehen zugesagte Kreditlinien in Höhe von TEUR 300, die nicht in Anspruch genommen werden mussten.

Das Eigenkapital ist im Geschäftsjahr von 11.966 TEUR auf 13.197 TEUR gestiegen. Das aktuelle Jahresergebnis liegt bei 1.231 TEUR. Die Eigenkapitalquote liegt aktuell bei 80,6 % (Vorjahr 75,8 %). Das Anlagevermögen wird deutlich durch das Eigenkapital gedeckt. Unsere Kapitalstruktur ist solide und gegenüber dem Vorjahr kontinuierlich wieder angewachsen.

- Ertragslage

Der Personalkostenindex der RIGK bewegt sich in der Dienstleistungsbranche auf mittlerem Niveau. Hier kann es zu Prozentschwankungen kommen, da sich Einstellungen im laufenden Geschäftsjahr langfristig auf die Geschäftsentwicklungen auswirken. Die Beschäftigungslage ist als gut zu bezeichnen.

Die Ertragslage weist sinkende Umsatzerlöse (15.378 TEUR; Vorjahr 18.551 TEUR) aus. Dies ist vor allem auf die stark gesunkenen Erlöse für Sekundärrohstoffe zurück zu führen.

Dies führte zu einem Rohergebnis von 8.568 TEUR. Durch das Wachstum des Unternehmens, die service- und qualitätsverbessernden Maßnahmen in den Rücknahmesystemen sowie den Aufbau neuer Geschäftsfelder und das Insourcing von Personaldienstleistungen in den Agrarsystemen hat sich der Personalaufwand erhöht (4.611 TEUR, Vorjahr 4.188 TEUR). Auch die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind leicht angestiegen.

- Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Ende des Geschäftsjahres sind nicht zu verzeichnen.

Chancen- und Risikobericht

- Branchenspezifische Risiken

Die Märkte im Bereich Vermarktung haben sich seit dem letzten Quartal 2022 stark rückläufig entwickelt und dies hat sich auch in 2023 nicht gebessert. Die Absatzmöglichkeiten für Sekundärware werden für mäßig befunden. Generell jedoch haben die Tendenzen, die auch von den dazu notwendigen Gesetzen und Selbstverpflichtungen begleitet werden, zu mehr Aufmerksamkeit beim Rezyklateinsatz in Produkten geführt, was unseren Rücknahmesystemen und auch unserer Beteiligung plastship sehr zugute kommen wird. Die Umsetzung dazu hat sich jedoch verschoben. Wir erwarten mit der Verabschiedung des Europäischen Gesetzes der PPWR dennoch einen Schub ab dem letzten Quartal 2024, denn bisher ist die Nachfrage lediglich ein wenig besser seit dem 2. Quartal 2024.

- Ertragsorientierte Risiken

Durch den Ausbau der Position im Agrar- und Industriesektor haben unsere Marktanteile weiter zugenommen. Allerdings ist festzustellen, dass in den Industriesystemen die angemeldete Menge in 2023 teilweise erheblich bei den Abschlussmeldungen Anfang 2024 nach unten korrigiert worden ist. Dies ist das Ergebnis der überaus schwachen Wirtschaft in Deutschland und der sehr schwachen Nachfrage in nahezu allen Sektoren. Dies konnte auch bei weitem nicht durch die, schon erhöhten, Rückstellungen für Mindermengen abgedeckt werden. Diese Mengenreduzierungen werden auch das Ergebnis 2024 belasten. Dennoch bleibt festzuhalten, dass die RIGK sowohl vom Ergebnis als auch mit dem Ausbau und Zukauf Ihrer Dienstleistungen sehr gut und breit aufgestellt ist. Pilotprojekte mit geringem finanziellem Risiko und hohem Ertragspotential, sowie auch die Beteiligung an dem Startup Unternehmen plastship und der Zukauf der Fa. Hannawald Plastik passen in den vom Verwaltungsrat vorgegebenen Entwicklungsrahmen unserer Gesellschaft. Auch der Bereich Consulting/Auditing bietet in der momentanen Lage gute Möglichkeiten und ist weiter stark nachgefragt. Unter PlastCert sind nun unsere Aktivitäten in Consulting und Auditing gebündelt.

Trotz alledem ist vornehmlich die Entwicklung des Sekundärrohstoffmarktes zu beachten. Der momentan geringen Nachfrage geschuldet, gilt es zu beachten, dass zukünftig sich die Verfügbarkeit von Sekundärrohstoffen verknappen wird, bedingt durch die enorme Nachfrage, die sich aus den Gesetzesvorhaben wie beispielsweise der PPWR auf europäischer Ebene, ergeben werden. Hier gilt es weltweit neue Märkte zu erschließen, um auch die Absatzmärkte der von RIGK gesammelten Materialien zu sichern, sowie die Integration von Regranulaten in Neuprodukten auch durch Standardisierung und Innovation voranzutreiben. Dies wird eine der Hauptaufgaben der RIGK/plastship in den nächsten Jahren sein. Des Weiteren werden wir uns Aufgrund der Europäischen Gesetzgebung mit der Schaffung von industriellen Mehrwegsystemen innerhalb der RIGK beschäftigen.

- Finanzwirtschaftliche Risiken

Die Eigenkapitalstruktur unseres Unternehmens und das Ergebnis in 2023 lässt Liquiditätsrisiken derzeit nicht erkennen. Dies gilt es durch die Geschäftspolitik der Gesellschafter weiter sicher zu stellen.

- Chancenbericht

RIGK ist durch seine Expertise im Aufbau und Betreiben von Rücknahmesystemen und seine langjährige Präsenz auf dem deutschen und rumänischen Markt ein gefragter Partner im Bereich Consulting. Dies bietet für RIGK sehr gute Chancen sowohl im Bereich Beratung weiter zu wachsen als auch bei der Durchführung der vom Verwaltungsrat beschlossenen Konzentration auf Europa. Hier wird der Fokus auf den Ländern liegen, in denen es noch keine Systeme für Industrieverpackungen oder Agrarkunststoffe gibt. In Spanien haben wir als RIGK an der Gestaltung eines Rücknahmesystems für industrielle und gewerbliche Verpackungen beratend mitgewirkt. Die Erweiterung des ERDE-Systems auf die Schweiz ist abgeschlossen worden und eine Erweiterung des ERDE-Systems auf andere europäische Länder, wie Österreich und die Niederlande sind in zielführenden Gesprächen. Dies gilt im Übrigen auch für PAMIRA in Österreich.

Aber nicht nur die geographische Erweiterung und das Besetzen von Märkten in anderen Ländern steht im Mittelpunkt unserer Aktivität. Auch in Deutschland haben wir ein weiteres Rücknahmesystem für die Agrarwirtschaft aufgebaut, das Rücknahmesystem für landwirtschaftlich genutzte FIBC genannt VERENA. Dies hat im Jahr 2023 nun ein erstes komplettes Anfangsjahr der Sammlung und Verwertung hinter sich und ist sehr positiv aufgenommen worden und wird nun weiter intensiv ausgebaut

Auch weitere Rücknahmesysteme speziell für Lebensmittelgroßverpackungen stehen im Entwicklungsfokus.

RIGK/plastship ist intensiv in verschiedenen Gremien involviert, um die Akzeptanz von Regranulaten für hochwertige Produktanwendungen zu verbessern, was ein Hauptansatz der Beteiligung plastship ist. Nur wenn es gelingt, Regranulate zukünftig einem breiterem Anwendungsspektrum zuzuführen, Kreisläufe zu schließen und somit eine bessere Wirtschaftlichkeit zu erzeugen, können unsere bewährten Rücknahmesysteme auch weiterhin kostengünstig betrieben werden. Die Verbindung unserer Rücknahmesysteme mit unseren vertraglich gebundenen Recyclern zu einer breiten Zahl von Verarbeitern, um den Absatz von Rezyklaten in hochwertige Anwendungen zu garantieren, ist eine sehr wichtige strategische Ausrichtung, die über diese Beteiligung erreicht wird.

Auf europäischer Basis beteiligt sich RIGK aktiv in diversen Verbänden (Crop Life Europe, EPRO) Im Verband EPRO ist RIGK Mitglied des Vorstandes.

Gesamtaussage

Durch die geschaffenen Strukturen, den erweiterten Personalstamm und die Expertise der RIGK sieht die Geschäftsleitung gute Chancen weiter organisch zu wachsen und die Kunden in unseren Rücknahmesystemen optimal zu betreuen. Das Hauptaugenmerk neben der Europastrategie liegt in dem kontinuierlichen Ausbau unserer Rücknahmesysteme, der Schaffung neuer Rücknahmesysteme und Tochtergesellschaften sowie Beratungsprojekten.

Vor dem Hintergrund der Geschäftspolitik ist RIGK für die Bewältigung der künftigen Risiken gut gerüstet. Hier gilt es aber vor allem, sich im Vermarktungsbereich noch breiter aufzustellen und auch die Wertschöpfung sowie die Stoffströme in unseren Rücknahmesystemen weiter auszubauen, vor allem die Synergien mit dem Tochterunternehmen in Rumänien sowie der Beteiligung am Startup Unternehmen plastship weiter zu fördern und zu nutzen. PlastCert rundet dieses Angebot mit Audits und Zertifizierungen auf allen Ebenen der Circular Economy perfekt ab und wird noch weiter skalieren.

Risiken, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden können, sind derzeit nicht erkennbar.

Risikobericht über die Verwendung von Finanzinstrumenten

Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Guthaben bei Kreditinstituten, die Anlage der Risikorücklage und Forderungen gegenüber Debitoren.

Die Gesellschaft verfügt über einen solventen Kundenstamm, Forderungsausfälle sind eher die Ausnahme und treten eher in der Vermarktung auf. Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- oder Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein adäquates Debitorenmanagement. Darüber hinaus informieren wir uns vor Eingang einer neuen Geschäftsbeziehung über die Bonität unserer Kunden. Zudem besteht eine langjährige Zusammenarbeit mit einem Großteil der Kunden. Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen gezahlt.

Die Gesellschaft finanziert sich ausschließlich über Eigenkapital.

Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art.

Beim Management der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik. Zur Absicherung des Liquiditätsrisikos wird für jeden neuen Geschäftsbereich ein Businessplan erstellt, der u.a. einen Überblick über die Geldaus- und -eingänge vermittelt.

- Prognosebericht

Weiterhin, auch über 2023 hinaus bestehen Auswirkungen auf Lieferketten, Rohstoffmangel und vor allem Personalmangel. Energiepreise sind immens gestiegen und führen zu erhöhten Transportkosten in unseren Systemen. Die Nachfrage ist seit dem letzten Quartal 2022 - auch unter den starken Auswirkungen des Ukraine Krieges und einer schwachen deutschen Wirtschaft in allen Sektoren abgeebbt. Es besteht eine Unsicherheit in der gesamten Gesellschaft, die sich durch das Verharren und Wachstumsstillstand ausdrückt. Gerade in diesen Zeiten gilt es neue Vermarktungsmöglichkeiten aufzubauen und neue Geschäftsfelder voranzutreiben.

Der Agrarbereich der RIGK ist davon im Moment nicht betroffen, was die Rücknahmemengen angeht und entwickelt sich weiterhin positiv. Sicherlich ist auch hier die Vermarktung der zurückgenommenen Mengen von der schwachen Nachfrage betroffen, aber auch hier gilt es sich breiter aufzustellen und die Absatzmärkte zu erweitern.

Die besetzten Geschäftsfelder werden weiter ausgebaut und neue Stoffströme sollen integriert werden. Vor allem das ERDE-SYSTEM hat sich weiter sehr positiv entwickelt und konnte im Jahr 2023 mit einer Rücklaufquote von 68% im Bereich der Silofolien die Vorgaben aus der freiwilligen Selbstverpflichtung erfüllen.

In Rumänien hat sich die SC RIGK SRL wirtschaftlich gegenüber 2022 trotz der anhaltenden Kriegseinflüssen stabilisiert und es konnte in ein leicht positives Ergebnis bestätigt werden. Die Gesellschaft wird mit Ihren Tochterunternehmen und der Beteiligung plastship im kommenden Geschäftsjahr ihre Entwicklung weiter fortsetzen. Unsere neue Tochtergesellschaft Hannawald ist ebenfalls solide aufgestellt und profitabel.

Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sehen wir weiterhin überwiegend stabil im Rahmen der im Verwaltungsrat festgelegten Ziele.

Basis für die Weiterentwicklung des Unternehmens einschließlich sinnvoller Neuentwicklungen ist und bleibt eine gute und unabhängige Finanzlage sowie eine solide Kapitalstruktur.

Durch die getätigte Aufstockung des Personals, sehen wir uns mittelfristig gut aufgestellt, um unsere bestehenden Systeme operieren zu können, die neuen Systeme zu etablieren, die angefangenen Projekte weiterzuführen und neue Geschäftsfelder zu eruieren. Hier haben auch die getätigten Investitionen 2022/2023 in die weitere Digitalisierung unseres Unternehmens dazu beigetragen. Diesen Digitalisierungsprozess werden wir weiter fortschreiben. Die Einbindung einer neuen HR-Software in 2023 wurde vollzogen.

Mit dem aktuellen Stand von Mai 2024, unter den momentanen Bedingungen der schwachen Marktlage und der schwachen Gesamtwirtschaft ist nicht abzusehen mit welchen Umsatzzahlen und welchem Rohergebnis 2024 zu rechnen sein wird, da der weitere Geschäftsverlauf durch diese extremen, äußeren Einwirkungen, von denen zum aktuellen Zeitpunkt keiner weiß, wie lange Sie noch anhalten werden, nicht seriös prognostiziert werden kann.

Trotz des leichten Ergebnisrückgangs im Jahr 2023 erwarten wir eine leichte Erhöhung des Umsatzes im Jahr 2024. Voraussetzungen hierfür sind, dass wir unsere Rücknahmesysteme im Agrarbereich und in der Industrie weiter betreiben können, und die Projekte und Geschäftsfelderweiterungen umgesetzt werden können.

 

Wiesbaden, im Mai 2024

Markus Dambeck, Vorsitzender der Geschäftsführung

Jan Bauer, Geschäftsführer

Bilanz zum 31. Dezember 2023

AKTIVA

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Waren 79.204,00 108.903,00
2. Sonstige 254.844,76 198.495,51
334.048,76 307.398,51
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.346,00 2.897,00
2. technische Anlagen und Maschinen 204.375,00 250.336,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.066.664,18 826.369,00
1.273.385,18 1.079.602,00
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 2.358.801,95 858.801,95
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 2.866.629,17 1.094.340,00
5.225.431,12 1.953.141,95
6.832.865,06 3.340.142,46
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte 33.840,00 0,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 2.154.415,03 2.936.484,99
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 7.307.538,13 9.516.887,82
9.495.793,16 12.453.372,81
C. Rechnungsabgrenzungsposten 40.231,08 6.134,60
16.368.889,30 15.799.649,87

PASSIVA

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 500.050,00 500.050,00
eigene Anteile -322.650,00 -322.650,00
eingefordertes Kapital 177.400,00 177.400,00
II. Gewinnrücklagen
satzungsmäßige Rücklagen 5.000.000,00 5.000.000,00
III. Gewinnvortrag 6.788.814,55 5.472.494,94
IV. Jahresüberschuss 1.231.078,65 1.316.319,61
13.197.293,20 11.966.214,55
B. Rückstellungen 2.403.973,46 2.669.963,26
C. Verbindlichkeiten 767.622,64 1.163.472,06
16.368.889,30 15.799.649,87

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

2023 2022
EUR EUR EUR EUR
1. Rohgewinn 8.864.484,06 8.983.585,97
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 3.755.399,85 3.438.104,20
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 855.981,14 4.611.380,99 750.159,09 4.188.263,29
davon für Altersversorgung EUR 88.877,28 (Vorjahr: EUR 88.138,17)
3. Abschreibungen
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 385.165,53 336.678,36
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen 2.227.097,92 2.536.691,07
5. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 107.148,37 49.417,05
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 1.195,00 828,00
davon aus der Aufzinsung von Rückstellungen EUR 828,00 (Vorjahr: EUR 828,00)
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 509.557,34 648.244,32
8. Ergebnis nach Steuern 1.237.235,65 1.322.297,98
9. Sonstige Steuern 6.157,00 5.978,37
10. Jahresüberschuss 1.231.078,65 1.316.319,61

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

I. Allgemeine Angaben

1. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Die RIGK GmbH ist eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Wiesbaden unter HRB 9224. Der Sitz der Gesellschaft ist Wiesbaden.

Die RIGK GmbH ist zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 HGB.

Der Jahresabschluss wird nach den Rechnungslegungsvorschriften für Kapitalgesellschaften des Handelsgesetzbuches (HGB) unter Berücksichtigung des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) sowie der Regelungen der Satzung der Gesellschaft aufgestellt.

Die Gesellschaft nimmt die größenabhängigen Erleichterungen des § 288 Abs. 2 HGB in Anspruch.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

Die nach § 284 Abs. 3 HGB erforderliche Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist in einer gesonderten, dem Anhang beigefügten Tabelle dargestellt.

Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang anzubringen sind, weitestgehend im Anhang aufgeführt.

II. Angaben zu den Bilanzierungs-, Bewertungs- und Ausweismethoden

1. Bilanzierung und Bewertung der Aktivposten

Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte werden zu Herstellungskosten (Entwicklungskosten) aktiviert, sofern zum Abschlussstichtag zumindest eine hohe Wahrscheinlichkeit der tatsächlichen Entstehung eines Vermögensgegenstandes besteht. Zu den Herstellungskosten zählen die einzeln zurechenbaren Kosten durch den Verbrauch von Gütern und die Inanspruchnahme von Diensten sowie angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten und des durch den Entwicklungsprozess veranlassten Werteverzehrs von Vermögensgegenständen des Anlagevermögens. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte werden planmäßig nach der linearen Methode pro rata temporis über die jeweilige voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben.

Entgeltlich von Dritten erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten aktiviert und ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer entsprechend linear, im Zugangsjahr zeitanteilig, abgeschrieben. Dabei werden entgeltlich erworbene EDV- Programme über eine betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von drei Jahren abgeschrieben. Soweit die beizulegenden Werte einzelner immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen.

Sachanlagen sind mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgen grundsätzlich zeitanteilig. Soweit die beizulegenden Werte einzelner Vermögensgegenstände ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außer-planmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen.

In Bezug auf die Bilanzierung geringwertiger Wirtschaftsgüter wird handelsrechtlich die steuerrechtliche Regelung des § 6 Abs. 2 EStG angewendet. Anschaffungs- oder Herstellungskosten von abnutzbaren beweglichen Wirtschaftsgütern des Anlagevermögens, die einer selbständigen Nutzung fähig sind, werden im Wirtschaftsjahr der Anschaffung, Herstellung oder Einlage in voller Höhe als Betriebsausgaben erfasst, wenn die Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um einen darin enthaltenen Vorsteuerbetrag, für das einzelne Wirtschaftsgut € 800 nicht übersteigen.

Bei den Finanzanlagen werden die Anteile an verbundenen Unternehmen und die Beteiligungen zu Anschaffungskosten bewertet. Bei dauernder wertminderung wird mit dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet.

Ausleihungen werden grundsätzlich zum Nominalwert bilanziert.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Bei Forderungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden angemessene Wertabschläge vorgenommen; uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben. Zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos wird eine Pauschalwertberichtigung von 1 % auf die nicht einzelwertberichtigten Nettoforderungen gebildet.

Die Wertpapiere des Umlaufvermögens werden mit ihren Anschaffungskosten bzw. soweit notwendig zum niedrigeren beizulegendem Wert angesetzt.

Die flüssigen Mittel sind zum Nennwert am Bilanzstichtag angesetzt.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

2. Bilanzierung und Bewertung der Passivposten

Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnung nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) unter Berücksichtigung der Richttafeln 2018 G von Dr. Heubeck bewertet. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank im Monat Dezember 2023 veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre diskontiert, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt (§ 253 Abs. 2 S. 2 HGB). Dieser Zinssatz beträgt 1,82 % (VJ 1,78 %). Bei der Ermittlung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden jährliche Rentensteigerungen von 1,5 % (VJ 1,5 %) zugrunde gelegt.

Der Unterschiedsbetrag aufgrund Berücksichtigung des durchschnittlichen Marktzinssatzes der vergangenen 10 Geschäftsjahre zu vormals 7 Geschäftsjahren beträgt € 227 (VJ € 1.094). Dieser Betrag ist gem. § 253 Abs. 6 HGB ausschüttungsgesperrt.

Die Steuerrückstellungen wurden in der zu erwartenden Höhe für Steuern vom Einkommen und vom Ertrag gebildet.

Die sonstigen Rückstellungen sind so bemessen, dass die erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen berücksichtigt sind. Die Bewertung erfolgt jeweils in Höhe des Erfüllungsbetrags, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist, um zukünftige Zahlungsverpflichtungen abzudecken. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen.

Die Verbindlichkeiten sind zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

III. Erläuterungen zu Bilanzposten

Die unter den Finanzanlagen ausgewiesenen Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen (Anteilsbesitz) - d.h. die Unternehmen, von denen die Gesellschaft direkt oder indirekt mindestens 20 % der Anteile besitzt - setzen sich wie folgt zusammen:

Gesellschaft Anteil der RIGK Eigenkapital 31.12.2022 Ergebnis 2022
GmbH TEUR 1) TEUR 2)
S.C. RIGK S.R.L., Bukarest/Rumänien 100 % 668,4 1) 10,9 1)
Plastship GmbH, Waldems 75,1% -711 2) -213 2)
Hannawald Plastik GmbH, Bingen am Rhein 100 % 233 3) 113 3)

1) Daten aus den Einzelabschlüssen der Gesellschaften, umgerechnet mit den Mittelkursen am Jahresabschlussstichtag
2) Wert laut Jahresabschluss 2021, da der Abschluss 2022 noch nicht fertiggestellt ist.
3) Wert laut vorläufigem Abschluss 2023.

Die Sonstigen Vermögensgegenstände haben i.H.v. TEUR 18 (Vorjahr TEUR 16) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Alle anderen Forderungen sind innerhalb eines Jahres fällig.

Vom Stammkapital in Höhe von EUR 500.050 hält die RIGK GmbH zum 31. Dezember 2023 eigene Anteile in Höhe von EUR 322.650 (bzw. 64,52 %).

Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Rückstellungen für ausstehende Rechnungen TEUR 985 (Vorjahr TEUR 1.151), Rückstellungen für Mindermengen TEUR 200 (Vorjahr TEUR 140), Rückstellungen für Personalkosten in Höhe von TEUR 495 (Vorjahr TEUR 462) sowie Rückstellungen für Entsorgungskosten in Höhe von TEUR 336 (Vorjahr TEUR 362).

Die Verbindlichkeiten sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig.

IV. Sonstige Angaben

Arbeitnehmer

Während des Geschäftsjahres 2023 waren aktiv durchschnittlich 70 Mitarbeiter beschäftigt (ohne Auszubildende und Geschäftsführer).

Davon arbeiten 36 in Vollzeit während 34 als Aushilfen arbeiten.

Geschäftsführung

Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:

Herr Markus Dambeck, Waldems, Kaufmann

Herr Jan Bauer, Idstein, Kaufmann

Bezüglich der Angaben der Gesamtbezüge der Geschäftsführung wurde die Schutzklausel des § 286 IV HGB in Anspruch genommen.

Verwaltungsrat

Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurde der Verwaltungsrat durch folgende Personen besetzt:

Herr Dr. Patrick Giefers (Vorsitzender)

INEOS Manufacturing Deutschland GmbH

Herr Veit Enders (stellv. Vorsitzender)

Schütz GmbH & Co. KGaA

Herr Matthias Stechhan

Lyondell Basell Deutschland GmbH

Herr Dr. René Lochtmann

BASF SE

Herr Michael Kreymborg

NORDFOLIEN GmbH

Herr Jens Hillenbrand

Dow Deutschland Inc.

Herr Ernest van den Boogerd (bis Ende Mai 2023)

NCG Europe // Mauser Werke GmbH & Co. KG

Herr Dr. Martin Seiling (ab Februar 2024)

NCG Europe // Mauser Werke GmbH & Co. KG

Finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen gliedern sich wie folgt:

Gesamt Restlaufzeiten
Bis zu einem Jahr 2 bis 5 Jahre Mehr als 5 Jahre
TEUR TEUR TEUR TEUR
Miet-, Pacht- und Leasingverträge 1.049 278 771 n/a
1.049 278 771 n/a

Neben den dargelegten sonstigen finanziellen Verpflichtungen existieren keine außerbilanziellen Geschäfte, die für die Finanzlage der Gesellschaft von Bedeutung wären.

Haftungsverhältnisse

Die Gesellschaft hat eine Patronatserklärung für die Tochtergesellschaft plastship GmbH erteilt. Zum Zwecke der Erfüllung der Verpflichtungen aus einem Förderprojekt sichert die Patronatserklärung das Fortbestehen der plastship GmbH ab.

 

Wiesbaden, den 31. Mai 2024

gez. Markus Dambeck, Geschäftsführer

gez. Jan Bauer, Geschäftsführer

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023

Anschaffungskosten
Stand am 01.01.2023 Zugänge Abgänge Umbuchungen Stand am 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Waren 704.294,11 0,00 0,00 0,00 704.294,11
Sonstige 265.048,06 58.622,25 0,00 0,00 323.670,31
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 969.342,17 58.622,25 0,00 0,00 1.027.964,42
II. Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 36.643,86 0,00 0,00 0,00 36.643,86
Technische Anlagen und Maschinen 13.378,45 0,00 0,00 0,00 13.378,45
Andere Anlagen, Betriebs und Geschäftsausstattung 2.154.108,60 574.429,53 109.401,70 0,00 2.619.136,43
Summe Sachanlagen 2.204.130,91 574.429,53 109.401,70 0,00 2.669.158,74
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 858.801,95 1.500.000,00 0,00 0,00 2.358.801,95
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 1.394.340,00 1.772.289,17 0,00 0,00 3.166.629,17
Summe Finanzanlagen 2.253.141,95 3.272.289,17 0,00 0,00 5.525.431,12
5.426.615,03 3.905.340,95 109.401,70 0,00 9.222.554,28
kumulierte Abschreibungen
Stand am 01.01.2023 Zugänge Abgänge Stand am 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Waren 595.391,11 29.699,00 0,00 625.090,11
Sonstige 66.552,55 2.273,00 0,00 68.825,55
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 661.943,66 31.972,00 0,00 693.915,66
II. Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 33.746,86 551,00 0,00 34.297,86
Technische Anlagen und Maschinen 7.349,45 1.672,00 0,00 9.021,45
Andere Anlagen, Betriebs und Geschäftsausstattung 1.001.501,72 350.952,53 0,00 1.352.454,25
Summe Sachanlagen 1.042.598,03 353.175,53 0,00 1.395.773,56
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 300.000,00 0,00 0,00 300.000,00
Summe Finanzanlagen 300.000,00 0,00 0,00 300.000,00
2.004.541,69 385.147,53 0,00 2.389.689,22
Restbuchwerte
Stand am 31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Waren 79.204,00 108.903,00
Sonstige 254.844,76 198.495,51
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 334.048,76 307.398,51
II. Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.346,00 2.897,00
Technische Anlagen und Maschinen 4.357,00 6.029,00
Andere Anlagen, Betriebs und Geschäftsausstattung 1.266.682,18 1.070.676,00
Summe Sachanlagen 1.273.385,18 1.079.602,00
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 2.358.801,95 858.801,95
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 2.866.629,17 1.094.340,00
Summe Finanzanlagen 5.225.431,12 1.953.141,95
6.832.865,06 3.340.142,46

Der Jahresabschluss wurde wegen der Inanspruchnahme von Erleichterungen nach § 327 HGB nur teilweise offengelegt; der nachfolgende Bestätigungsvermerk bezieht sich auf den vollständigen Jahresabschluss:

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die RIGK GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der RIGK GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der RIGK GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung.

Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Wiesbaden, 31. Mai 2024

Bouffier Kaiser GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Simone Fischer, Wirtschaftsprüferin

Andreas Bausch, Wirtschaftsprüfer

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 17.6.2024 festgestellt.

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