Praxen von Wirtschaftsprüferinnen und -prüfern, vereidigten Buchprüferinnen und -prüfern, Wirtschaftsprüfungsgesellschaften und Buchprüfungsgesellschaften
Clean Energy Direkt GmbHLiquidiert
04109 Leipzig, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Fabio Javier Leoncini seit 4.9.2017 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
innovatio S.p.A. | 100.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Clean Energy Direkt GmbHLeipzigJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2014 bis zum 31.12.2014Lagebericht für das Geschäftsjahr zum 31. Dezember 2014Clean Energy Direkt GmbH, LeipzigInhaltsverzeichnis A. Geschäfts- und Rahmenbedingungen 1. Allgemeine Markt- und Rahmenbedingungen 2. Allgemeine Entwicklung der Gesellschaft 3. Bericht der Geschäftsbereiche 4. Rechtliche und Organisatorische Gliederung B. Darstellung der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage 1. Ertragslage 2. Vermögens- und Kapitalstruktur 3. Finanzlage C. Prognosebericht D. Risikobericht E. Nachtragsbericht A. Geschäfts- und Rahmenbedingungen 1. Allgemeine Markt- und Rahmenbedingungen Der Strommarkt befindet sich nach wie vor in einem fundamentalen Wandel. Die zunehmende Stromerzeugung aus Wind und Sonne prägt das Stromversorgungssystem in zunehmendem Maße. Der weitere Strompreisverfall an den Großmärkten ist dafür nur das deutlichste Anzeichen. So ist beispielsweise der Preis für die Grundlastlieferung an der EEX (Phelix Base Future) für das Folgejahr von 2013 auf 2014 (jeweils am 15.10.) um 0,34 ct/kWh auf 3,41 ct/kWh gefallen. Unter dieser Entwicklung leiden insbesondere die konventionellen Kraftwerke. Angesichts dieser Lage wurden neue Kraftwerksplanungen nahezu vollständig aufgegeben. Dennoch erfolgten weitere Neuinbetriebnahmen konventioneller Kraftwerke (z.B. Großkraftwerk Mannheim, Hamburg-Moorburg) und weitere Anlagen befinden sich im Bau. Kraftwerksstilllegungen werden dagegen trotz gegenteiliger Ankündigungen nur sehr zögerlich vorgenommen. Im Herbst 2014 hat die Bundesregierung mit der Veröffentlichung des Grünbuchs "Ein Strommarkt für die Energiewende" den Konsultationsprozess das zukünftige Strommarktdesign begonnen. Im Mittelpunkt steht dabei die Entscheidung, ob ein Kapazitätsmarkt zur Absicherung der Versorgungssicherheit eingeführt oder ob der bestehende Strommarkt so weiterentwickelt werden soll. In einem Kapazitätsmarkt, der vor allem von den notleidenden Kraftwerksbetreibern gefordert wird, sollen diese für die reine Vorhaltung von Leistung vergütet werden. Das Konzept des weiterentwickelten Strommarktes setzt dagegen darauf, dass zunehmende Preisspitzen am Spotmarkt ausreichende Anreize setzen, Kapazitäten bereitzustellen. Mit der Vorlage des Weißbuchs im Juli 2015 hat sich die Bundesregierung schließlich gegen einen Kapazitätsmarkt und für die Weiterentwicklung des bestehenden Strommarktes zu einem Strommarkt 2.0 entschieden. Dabei soll die Versorgungssicherheit für eine Übergangszeit durch eine Kapazitätsreserve, die aus Kraftwerken besteht, die stillgelegt werden sollen und die nicht am Strommarkt teilnehmen dürfen, zusätzlich abgesichert werden. Besonderer Wert wird im Weißbuch auf die freie Preisbildung am Strommarkt, die zunehmende Bedeutung von Flexibilitäten sowie die Weiterentwicklung der Regelenergiemärkte gelegt. Dazu werden 20 konkrete Maßnahmen vorgeschlagen. Im Bereich der Direktvermarktung setzt sich das Wachstum des Marktes fort. Seit dem Inkrafttreten des EEG 2014 zum 1. August 2014 ist die Direktvermarktung für neue EEG-Anlagen obligatorisch. Diese Pflicht betrifft zunächst die neu in Betrieb genommenen Anlagen ab 500 kW installierter Leistung und ab dem 1.1.2016 die neuen Anlagen ab 100 kW. Insgesamt ist die Leistung der direktvermarkteten EEG-Anlagen im Jahr 2014 um 9.056 MW auf 45.524 MW im Januar 2015 gestiegen, wobei Wind onshore mit 4.808 MW den Großteil des Wachstums ausgemacht hat. Dieser Zuwachs wurde wiederum von der Neuinstallation von Windenergieanlagen, die im Jahr 2014 etwa 4.750 MW betrug, getragen. Langfristig soll der Ausbau der Windenergie an Land 2.500 MW (netto) im Jahr betragen, so dass in diesem Bereich ein weiteres Wachstum des Marktes - wenn auch nicht auf dem hohen Niveau von 2014 - gesichert ist. Im Bereich Bioenergie war im Jahr 2014 ebenfalls ein signifikantes Marktwachstum um 1.804 MW auf 4.702 MW zu verzeichnen. Da der Neubau von Bioenergieanlagen jedoch seit Inkrafttreten des EEG 2014 fast komplett zusammengebrochen ist, ist hier nur noch ein sehr moderates Marktwachstum durch die Erschließung von noch nicht in der Direktvermarktung befindlichen Anlagen und vor allem durch die Flexibilisierung von Bestandsanlagen zu erwarten. Bei der Photovoltaik ist ein moderates Marktwachstum durch den Zubaukorridor von 2.500 MW im Jahr sowie die Erschließung des noch nicht vermarkteten Anlagenbestands zu verzeichnen. 2. Allgemeine Entwicklung der Gesellschaft Die 2013 begonnene Neustrukturierung der CLENS-Gruppe wurde 2014 abgeschlossen. Die Geschäftsaktivitäten sind nunmehr in einzelnen Tochtergesellschaften angesiedelt und durch eine gemeinsame Holding miteinander verbunden, unter deren zentraler Leitung und Steuerung die operativen Gesellschaften nebeneinander stehen. Die Leitungsgesellschaft in Form einer Aktiengesellschaft (AG) übernimmt dabei die Beistellung der Finanzierung, der IT-Infrastruktur und die Beschäftigung der gruppenübergreifend tätigen Mitarbeiter. Der Geschäftsbereich Direktvermarktung ist innerhalb der CLENS-Gruppe über mehrere Gesellschaften verteilt. Dabei erfolgt die Aufteilung der Betreiberkunden auf die einzelnen Gesellschaften entsprechend der Technologie (Wind, PV, steuerbare EE), der Art des Vertrages (Marktprämie, Regelenergie, strompreisgeführter Betrieb) sowie des in der Gesellschaft verfügbaren Avalrahmens. In der Clean Energy Direkt GmbH sind Windenergie an Land sowie Bioenergieanlagen mit standardisierten Vermarktungsverträgen konzentriert. Die Anlagen werden ausschließlich nach dem Marktprämienmodell vermarktet. Die Bioenergieanlagen werden teilweise auch zur Regelenergievermarktung genutzt. Die eigentliche Vermarktung einschließlich aller damit verbundenen Risiken wird im Rahmen eines Dienstleistungsvertrags von der Schwestergesellschaft Clean Energy Markets Access GmbH übernommen. Die Akquisition von Betreiberkunden wird durch Mitarbeiter der Muttergesellschaft Clean Energy Sourcing AG gegen Auslagenersatz übernommen. 3. Bericht der Geschäftsbereiche Die Clean Energy Direkt ist eine der Direktvermarktungsgesellschaften der CLENS- Gruppe und konzentriert sich plangemäß seit 2014 auf Windenergie- und Bioenergieanlagen mit standardisierten Direktvermarktungsverträgen zur Vermarktung im Marktprämienmodell und - im Falle von Bioenergieanlagen - teilweise auch in den Regelenergiemärkten. Die Gesellschaft konnte im Jahr 2014 ihr Vermarktungsportfolio insbesondere bei Wind onshore und Biogas deutlich ausbauen. Ein erheblicher Anteil des Wachstums im Bereich Wind onshore kam dabei aus Neuinstallationen von Anlagen durch Bestandskunden. Über 90 Prozent der Verträge, die zum Ende des Jahres 2014 ausgelaufen sind, konnten verlängert werden. Dieser Erfolg ist in einem Markt, der durch einen sehr hohen Anteil an Jahresverträgen gekennzeichnet ist, besonders wichtig. 4. Rechtliche und Organisatorische Gliederung Die Clean Energy Direkt GmbH ist im Anteilsbesitz folgender Gesellschafter:
Die Clean Energy Direkt ist innerhalb der Clean Energy Sourcing Gruppe eine der Bezugsgesellschaften. B. Darstellung der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage Die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der Gesellschaft hat sich im Geschäftsjahr 2014 erwartungsgemäß ertragreicher entwickelt als im Vorjahr. 1. Ertragslage Die Ergebnisstruktur stellt sich in 2014 wie folgt dar:
Die Umsatzerlöse enthalten überwiegend Erlöse gegenüber Handelspartnern aus dem Weiterverkauf von Strom aus EEG-förderfähigen Erzeugungsanlagen im Rahmen der Direktvermarktung, die diesen Strom wiederum am Spotmarkt der Strombörse vermarkten. Die Steigerung der Umsatzerlöse resultiert aus einem starken Volumenzuwachs im Bezugsportfolio im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Korrespondierend haben sich die Materialaufwendungen im Betrachtungszeitraum erhöht. Die gestiegenen Volumina entsprechend weitgehend den Erwartungen des Vorjahres. Die zeitraumbereinigten Veränderungen der Sonstigen betrieblichen Aufwendungen und des Finanzergebnisses ist die Folge von Abrechnungen mit anderen Schwestergesellschaften der CLENS-Gruppe (insbesondere Verrechnung von Personalaufwendungen und Konzerndienstleistungen) sowie die erhöhten Ausgaben für Avalprovisionen aufgrund des gestiegenen Volumens an EEG-Anlagen im Bezugsportfolio. Für das Geschäftsjahr 2015 werden Umsätze in etwa auf dem Niveau des Vorjahres erwartet. Das Ergebnis wird jedoch voraussichtlich aufgrund des erhöhten Margendrucks in der Direktvermarktung unterhalb des Ergebnisses 2014 liegen. 2. Vermögens- und Kapitalstruktur Die Vermögens- und Kapitalstruktur in 2014 stellt sich wie folgt dar:
Die Erhöhung der Bilanzsumme resultiert primär aus dem erhöhten Direktvermarktungsvolumen und den daraus resultierenden Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Die Übrigen Forderungen resultieren in erster Linie aus hinterlegten Sicherheitsleistungen für Bankbürgschaften sowie Abgrenzungen von Ausgleichsenergie sowie Vorsteuern. Die Kassenposition beinhaltet auch die in Höhe von 7,7 Mio. Euro zweckgebundenen Kassenbestände für die Bezahlung der Lieferverbindlichkeiten aus Bezugsverträgen gegenüber Kraftwerksbetreibern. Die Verbindlichkeiten im Verbund beinhalten einerseits ein Gesellschafterdarlehen der Clean Energy Sourcing AG für die Barunterlegung der Bankbürgschaften in Höhe von 2,0 Mio. Euro sowie Verbindlichkeiten aus Konzerndienstleistungen. 3. Finanzlage Am Bilanzstichtag bestanden keine Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Die Clean Energy Direkt ist in eine strukturierte Finanzierung mit der Commerzbank eingebunden. Diese sieht vor, dass der Gesellschaft ein Avalrahmenkredit von 40 Mio. Euro zur Verfügung steht. Dieser ist auf zwei Arten besichert. Einerseits durch eine 5%-ige Barunterlegung, die durch ein Gesellschafterdarlehen der Muttergesellschaft gedeckt ist, andererseits durch die zweckgebundene Verfügung über ein sogenanntes Kraftwerkskonto, das vorrangig zur Bezahlung der Lieferverbindlichkeiten aus dem Strombezug von Kraftwerksbetreibern genutzt wird und hierfür die Zahlungsein- und -ausgänge mit der finanzierenden Bank monatlich zu den vertraglich festgelegten Zahlterminen abgestimmt werden. Das Unternehmen wird auch künftig seine finanziellen Verpflichtungen erfüllen können. Zusammengefasst zeigt die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage, dass sich die Clean Energy Direkt zum Zeitpunkt der Erstellung des Lageberichts in einer soliden wirtschaftlichen Lage befindet. C. Prognosebericht Voraussichtliche Entwicklung mit ihren Chancen und Risiken Seit Einführung der Direktvermarktung im Wege des Marktprämienmodells mit der EEG-Novelle 2012 hat sich der Wettbewerb zwischen den Direktvermarktern von Jahr zu Jahr intensiviert. Jeweils im Herbst konnte ein Preiswettbewerb um den Neu-Abschluss beziehungsweise die Verlängerung bestehender Direktvermarktungsverträge für das Folgejahr beobachtet werden. Vor allem Verträge mit Betreibern von Windkraftanlagen/Windparks und anderer größerer Anlagenportfolien mit einer Laufzeit von oftmals nur einem Kalenderjahr verlangten eine kontinuierliche Steigerung der Kosteneffizienz auf Seite der Direktvermarkter, um weiterhin attraktive Konditionen anbieten zu können. Die Clean Energy Direkt war durch die Inanspruchnahme der Vermarktungskompetenz der Clean Energy Sourcing Gruppe bisher stets in der Lage, wettbewerbsfähige Vertragskonditionen anzubieten und somit ein starkes Wachstum trotz steigendem Wettbewerbsdruck zu realisieren. Die inzwischen erreichte Portfoliogröße bietet dem Unternehmen im Rahmen der CLENS-Gruppe die zusätzliche Chance, Größenvorteile zu heben und sich zukünftig noch besser insbesondere gegen kleinere Wettbewerber am Markt zu behaupten. Eine weitere Chance liegt in der inzwischen gesetzlich vorgeschriebenen Ausrüstung der Kundenanlagen mit Fernsteuerungstechnik, welche der Clean Energy Direkt erlaubt, die Erzeugungsleistung in Echtzeit zu überwachen und zu steuern. Durch diese oftmals für den Anlagenbetreiber aufwändige technische Integration wird die vormals rein kaufmännische Beziehung zwischen Direktvermarkter und Anlagenbetreiber gestärkt. Dieser Kundenbindungseffekt konnte bereits in der Vergangenheit im Bereich der stetigen Erzeugungsanlagen (vor allem Biogas und feste Biomasse) beobachtet werden, da diese Anlagen für die zusätzliche Teilnahme am Regelenergiemarkt zum Teil seit mehreren Jahren durch die Clean Energy Direkt fernsteuerbar sind. Auf der Grundlage der Ende des Kalenderjahres 2014 für das Folgejahr 2015 vertraglich vereinbarten Verträgen mit EEG-Kraftwerksbetreibern und den vorgenannten Lieferantenbindungsfaktoren gehen wir von einem gegenüber dem Geschäftsjahr 2014 leicht gesteigerten Vermarktungsvolumen aus. Den bestehenden Strukturierungsrisiken aus der Vermarktung der vertraglich vereinbarten Abnahmemengen wurde durch ebenfalls für das Kalenderjahr 2015 abgeschlossene Vereinbarungen mit den Handelspartnern der Gesellschaft entgegengewirkt. Durch die Ende 2014 abgeschlossenen Beschaffungsverträge und deren risikominimierten Vermarktung sind sowohl zukünftige Finanzmittelzuflüsse als auch erforderliche Finanzmittelabflüsse für das Kalenderjahr 2015 gesichert. Die benötigten Zwischenfinanzierungen bzw. Sicherheitszusagen sind durch einen Avalrahmenkredit der Commerzbank von 40 Mio. für das Kalenderjahr 2015 sicher gestellt. Für das Geschäftsjahr 2015 gehen wir von einem Umsatz in Höhe von ca. 100 Mio. Euro und einer Ergebnisentwicklung unter dem Vorjahresniveau aus. D. Risikobericht Risikomanagementziele und -methoden Das Risikomanagement erfolgt auf Gruppenebene. Zur Erfassung und Steuerung von Risiken existieren entsprechende Instrumente, die permanent weiterentwickelt werden. Dieses Risikomanagementsystem soll dazu beitragen, Entwicklungen, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten, frühzeitig aufzudecken. Das Unternehmen verfügt über umfangreiche Planungs- und Kontrollinstrumente, um Geschäftsrisiken frühzeitig zu erkennen und um wirksame Gegenmaßnahmen zu ergreifen. Die Elemente des Risikomanagementsystems sind die Risikosteuerung und Risiko-controlling. Zu einer internen Überwachung gehören neben dem Managementsystem:
Diese Elemente wurden zu einem Risikomanagement zusammengefasst. Dadurch ist sichergestellt, dass die Unternehmensleitung wesentliche Risiken frühzeitig erkennen und entsprechende Maßnahmen ergreifen kann. Das Risikomanagement ist ein Bestandteil der Entscheidungen und Geschäftsprozesse und wird im ständigen Austausch mit dem wesentlichen Finanzierungspartner stetig evaluiert und weiterentwickelt. Preisänderungsrisiken Es bestehen keine Preisänderungsrisiken, da die Gesellschaft für die Vermarktung der von den Anlagenbetreibern gelieferten Strommengen ein konstantes Dienstleistungsentgelt je Megawattstunde erhält. Das Strukturierungsrisiko und der Verkauf der Energiemengen an der Börse wird zu ebenfalls konstanten Entgelten an Marktzugangspartner wie beispielsweise die zur Clean Energy Sourcing Gruppe gehörende Clean Energy Markets Access ausgelagert. Durch diese back-to-back-Strategie ist die Clean Energy Direkt unabhängig von Preisschwankungen an der Strombörse. Mengenrisiken Die Clean Energy Direkt ist lediglich zur Vergütung von tatsächlich von den Anlagenbetreibern gelieferten Mengen verpflichtet. Da das Risiko für Abweichungen zwischen prognostizierten und tatsächlich gelieferten Mengen an Dritte ausgelagert wird, sind für die Gesellschaft keine Mengenrisiken bekannt. Ausfallrisiken Potenzielle Zahlungsausfallrisiken von Marktzugangspartnern und Dienstleistern sind durch die Auswahl von Marktpartnern mit hervorragender Bonität und sehr kurzen Zahlungsfristen weitestgehend reduziert worden. Die pünktliche und korrekte Zahlung von Forderungen der Gesellschaft wird aktiv überwacht. Ausfallrisiken von Kunden sind nicht bekannt, da die Anlagenbetreiber regelmäßig Zahlungsempfänger der Gesellschaft sind. Liquiditäts- und Finanzierungsrisiken Der Absatzmarkt für den Weiterverkauf der beschafften Energiemengen ist liquide. Die Clean Energy Direkt verfügt hierfür über Rahmenvereinbarungen mit Vertragspartnern mit guter bis sehr guter Bonität. Im Rahmen des Liquiditätsmanagements sind regelmäßige Zahlungszeitpunkte und kurze Zahlungsfristen mit den Vertragspartnern, die Energiemengen von der Clean Energy Direkt kaufen, vereinbart. Hierdurch wird eine für den Barmittelbestand vorteilhafte Zahlungsfristigkeit von Einkauf und Verkauf erreicht und die jederzeit ausreichende Liquidität gesichert. Zusätzlich stehen der Gruppe ausreichend Betriebsmittellinien zur Verfügung um vor allem kurzfristige Liquiditätsschwankungen auszugleichen. Des Weiteren findet eine kontinuierliche Cash-Flow-Planung und regelmäßiges Monitoring der Zahlungsflüsse sowie ausstehenden Forderungen und Verbindlichkeiten statt. Zinsänderungsrisiken Zinsänderungsrisiken haben eine ungeordnete Bedeutung und bestehen im Wesentlichen nicht. Personalrisiken Personalrisiken bestehen nicht, da die Gesellschaft über den Konzerndienstleistungsvertrag alle notwendigen Leistungen bezieht. Bestandsgefährdende Risiken Bestandsgefährdende wirtschaftliche und rechtliche Risiken sowie Risiken mit besonderem Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sind nicht erkennbar. E. Nachtragsbericht Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres Vorgänge von besonderer Bedeutung, die sich außerordentlich positiv oder negativ auf die Situation der Gesellschaft auswirken würden, haben sich nach dem Bilanzstichtag nicht ergeben.
Leipzig, 13. Juli 2015 Geschäftsführung gez. Matthias Karger BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang für das Geschäftsjahr zum 31. Dezember 2014Clean Energy Direkt GmbH, Leipzig1. Allgemeine Erläuterungen Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2014 ist nach den für Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und des Gesetzes betreffend der Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt worden. Dabei wurde für die Gewinn- und Verlustrechnung das Gesamtkostenverfahren angewendet. Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr. Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 1 i. V. m. Abs. 4 HGB. 2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen die nachfolgenden und gegenüber dem Vorjahr unveränderten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. 2.1 Anlagevermögen Erworbene und selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen vermindert. 2.2 Umlaufvermögen Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zu Nominalwerten erfasst. Liquide Mittel sind zu ihrem Nennwert angesetzt. 2.3 Eigenkapital Das Eigenkapital wird zum Nennwert bilanziert. 2.4 Rückstellungen Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten und wurden gemäß § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB in Höhe des notwendigen Erfüllungsbetrages gebildet. Langfristige Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem von der Deutschen Bundesbank bekannt gegebenen, der Restlaufzeit entsprechenden Zinssatz abgezinst. 2.5 Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten wurden mit dem Erfüllungsbetrag ausgewiesen. 3. Erläuterungen zur Bilanz 3.1 Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel (6/6) dargestellt. 3.2 Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie die Forderungen gegen verbundene Unternehmen haben analog zum Vorjahr grundsätzlich eine Laufzeit von weniger als einem Jahr. Bei den Forderungen gegen verbundene Unternehmen handelt sich um Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Forderungen gegenüber der Gesellschafterin bestehen nicht. In den Sonstigen Vermögensgegenständen sind Forderungen enthalten, die erst nach dem Abschlussstichtag rechtlich entstehen. Hierbei handelt es sich um zukünftige Ausgleichsenergiezahlungen in Höhe von TEUR 1.373 und um noch nicht abzugsfähige Vorsteuern für das Folgejahr in Höhe von TEUR 2.215. 3.3 Eigenkapital Gezeichnetes Kapital Das gezeichnete Kapital weist zum Bilanzstichtag unverändert einen Betrag in Höhe von TEUR 25 aus. 3.4 Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen wurden zum Bilanzstichtag für folgende Verpflichtungen gebildet:
3.5 Verbindlichkeiten Die zum Bilanzstichtag ausgewiesenen Verbindlichkeiten haben analog zum Vorjahr grundsätzlich eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Bei den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 4.659 sind Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin in Höhe von TEUR 2.812 enthalten. Diese resultieren aus einem Darlehen inklusive aufgelaufener Zinsen in Höhe von TEUR 1.929 sowie aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 883. Bei den übrigen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen handelt es sich weiterhin um Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung in Höhe von TEUR 506 sowie aus Weiterverrechnungen von Ausgleichsenergie in Höhe von TEUR 1.339. 4. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung 4.1 Periodenfremde Erträge Wesentliche periodenfremde Erträge sind nicht entstanden. 4.2 Periodenfremde Aufwendungen Periodenfremde Aufwendungen sind nicht entstanden. 4.3 Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Die Steuern entfallen in Höhe von TEUR 334 auf das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit. 5. Sonstige Angaben 5.1 Mitarbeiter Bei der Gesellschaft war seit Dezember 2014 ein Mitarbeiter (ohne Geschäftsführung) beschäftigt. 5.2 Geschäftsführung Als Geschäftsführer ist bestellt: bis 2.6.2014
ab 2.6.2014 bis 15.8.2014
ab 15.8.2014
Die Geschäftsführung hat im Geschäftsjahr keine Bezüge von der Gesellschaft erhalten. 5.3 Konzernbeziehungen Die Gesellschaft ist verbundenes Unternehmen i. S. d. § 271 Abs. 2 HGB zur Clean Energy Sourcing AG, Leipzig, und deren unmittelbaren und mittelbaren Tochterunternehmen. Die Clean Energy Sourcing AG, Leipzig, erstellt zum 31. Dezember 2014 einen Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen, in den die Gesellschaft einbezogen wird. Der Konzernabschluss ist am Sitz der Gesellschaft erhältlich. 6. Prüfungs- und Beratungsgebühren Zu den Angaben gemäß § 285 Nr.17 HGB wird auf die Angaben im Konzernanhang der Muttergesellschaft Clean Energy Sourcing AG verwiesen.
Leipzig, den 13. Juli 2015 Geschäftsführung gez. Matthias Karger BestätigungsvermerkWir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Clean Energy Direkt GmbH, Leipzig, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2014 bis 31. Dezember 2014 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens , Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung und Jahresabschluss überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Leipzig, 24. August 2015 Ernst
& Young GmbH
Pester, Wirtschaftsprüfer Zätzsch-Loos, Wirtschaftsprüfer |
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