Stammdaten

Register
Amtsgericht Moenchengladbach HRB 4950
Eingetragen
14.11.1994
Branche
Großhandel mit AnstrichmittelnTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Baustoffen und AnstrichmittelnTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Möbeln
Gegenstand
der - genehmigungsfreie - Handel mit Waren aller Art, insbesondere auf dem Gebiet von Farben und Lacken und der Betrieb einer Handelsagentur.

Historie

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Management

NameRolle
Karin Rückwardt
seit 4.5.2012
Prokura
Heike Fischer
seit 4.5.2012
Prokura
Rainer Schäfer
seit 4.5.2012
Prokura
Joachim Ruf
seit 17.1.2011
Prokura
Jürgen Reinhard David
seit 23.12.2005
Geschäftsführer
Josef-Theo Dr. Hein
seit 10.4.2003
Prokura

Konzern- und Jahresabschlüsse

Dyrup GmbH

Mönchengladbach

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2010 bis zum 31.12.2010

Lagebericht für 2010

A. Darstellung des Geschäftsverlaufes 2010

Im Jahr 2010 war der Umsatz mit TEUR 30.103 um 1,8 % niedriger als im Jahr 2009 mit TEUR 30.636.

Durch den Verkauf des Industriegeschäftes an die Firma Teknos zum 1. April 2009 fehlten uns hier im Jahr 2010 im Vorjahresvergleich drei Umsatzmonate. Eine weitere Änderung ergab sich durch die Übernahme des österreichischen DIY- und PRO- Marktes durch die deutsche GmbH zum 1. Juli 2010. Dafür entfiel im 2. Halbjahr der bisherige Intercompany Umsatz mit der österreichischen Schwestergesellschaft. Diese ist jetzt für die deutsche Gesellschaft als Handelsvertreterorganisation in Österreich tätig.

Wie im Lagebericht 2009 angekündigt, konnten wir als Neukunden für 2010 die Toom-Baumärkte gewinnen, mit denen wir im Jahr 2010 EUR 2,3 Mio. Umsatz erzielen konnten.

Für den Umsatzrückgang gegenüber dem Vorjahr ist jedoch ausschließlich das extrem schlechte Wetter von April bis September mit sehr viel Regen verantwortlich. Unser Produktsortiment besteht mit über 90 % aus Produkten für den Außenbereich, so dass der Absatz stark abhängig von den Wetterverhältnissen ist. Bei den klimatischen Umständen kann man davon sprechen, dass unsere Hauptsaison von April bis Oktober im wahrsten Sinne des Wortes "ins Wasser gefallen ist".

Unter diesen Umständen hatte natürlich der gesamte Markt für Holzanstriche zu leiden. Im DIY-Bereich (Bau- und Heimwerker-Märkte) ergab sich ein negatives Wachstum von 5,6 %. Unsere Marke BONDEX hatte in diesem schrumpfenden Markt ein Wachstum von 2,1 %. In 2010 konnten wir unsere Marke BONDEX als marktführende Marke auf einen Marktanteil von 22,0 % (Vj. 20,3 %) ausbauen. Unser Hauptkonkurrent AKZO verlor dagegen an Marktanteil von bisher ebenfalls 20,3 % im Vorjahr auf 18,5 % im Jahr 2010. Hier zeigt sich in erster Linie der Wechsel des Lieferanten Toom-Baumarkt von AKZO zu uns.

Als großer Renner erwiesen sich auch im Jahr 2010 unsere Holzöle, bei denen wir den Umsatz im DIY-Markt nochmals um fast 25 % steigern konnten und unsere Marktführerschaft in dieser Produktgruppe weiter ausbauen konnten. Unser Marktanteil hier stieg von 24,2 % auf 28,4 %.

Im PRO-Bereich mussten wir im Jahr 2010 einen moderaten Rückgang der Umsätze von EUR 10,8 Mio. im Jahr 2009 auf EUR 10,5 Mio. hinnehmen. Erfreulicherweise war der negative Einfluss der widrigen Wetterbedingungen im PRO-Bereich nicht so stark wie im DIY-Bereich.

Direkte konjunkturelle Einflüsse auf unser Geschäft konnten wir im Jahr 2010 nicht feststellen.

Im Bereich Marketing führten wir, wie im letzten Jahr, im März und April wieder eine bundesweite Radiowerbekampagne für unsere Marke BONDEX durch. Bedauerlicherweise wurden die positiven Verkaufsimpulse dieser Maßnahme durch das schlechte Wetter stark eingebremst.

Unsere professionelle Marke GORI konnten wir auf der bundesweiten Fachmesse 'Farbe 2010' in München einem breiten Fachpublikum präsentieren. Diese Messe findet alle drei Jahre im Wechsel zwischen Köln und München statt. Auf einer Messe werden persönliche Kundenkontakte hergestellt bzw. weitergepflegt, sodass die Wirkung auf eine Geschäftsbeziehung hier eher langfristig zu sehen ist. Die Anzahl der Besucher und Gespräche war sehr zufriedenstellend.

B. Darstellung der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Erfreulicherweise konnten wir auch das Jahr 2010 mit einem Gewinn abschließen. Wir erzielten ein Ergebnis vor Steuern von TEUR 301 und einen Nettogewinn von TEUR 70.

Aus dem normalen Geschäft heraus (ohne Transfer-Preis-Angleichung für Vorjahre) hatte die Gesellschaft in 2009 einen Gewinn von TEUR 159 vor und nach Steuern erreicht.

In 2010 konnten die Anschaffungskosten für verkaufte Waren von EUR 16,3 Mio. in 2009 auf EUR 14,0 Mio. um 14 % gesenkt werden. Dieses gelang in erster Linie durch verbesserte Einkaufspreise, aber auch durch den Wegfall des deckungsbeitragsschwachen Industriegeschäfts und den Intercompany-Umsatz mit Österreich.

Die Kosteneinsparungen hieraus waren höher als der Anstieg der Vertriebs- und Verwaltungskosten von EUR 14,7 Mio. im Jahr 2009 auf EUR 16,4 Mio. im Jahr 2010.

Wesentliche Kostensteigerungen um TEUR 367 ergaben sich im Bereich der Abschreibungen. Hier investierten wir im Jahr 2010 in ein Lieferrecht bei einer sehr großen Kundengruppe. Um TEUR 586 höher als im Vorjahr lagen im Jahr 2010 die allgemeinen Verwaltungskosten, die in erster Linie durch einmalige Kosten für Personalentscheidungen (Abfindungszahlungen) hervorgerufen wurden.

Die Liquidität der Firma ist im Wesentlichen ausreichend. Ein im Januar 2010 ausgelaufenes Bankdarlehen wurde getilgt und eine Anschlussfinanzierung in gleicher Höhe für 2 Jahre vorgenommen.

Durch die Wiedererreichung eines gewinnbringenden Geschäftsverlaufs in den Jahren 2008, 2009 und jetzt 2010 konnten wir auf kapitalstärkende Maßnahmen durch die Gesellschafter schon seit längerem verzichten. In 2010 erfolgte eine Dividendenausschüttung in Höhe von TEUR 12.500, die zu einem Eigenkapitalrückgang auf EUR 2,5 Mio. geführt hat.

C. Nachtragsbericht

Nach dem Schluss des Geschäftsjahres 2010 sind bis zur Erstellung dieses Lageberichts keine Vorfälle eingetreten, die einen Einfluss auf die Wirtschaftlichkeit der Firma Dyrup hätten oder das gemeldete Zahlenwerk verändern könnten.

D. Risikobericht

Die Gesellschaft ist mit ihrem operativen Cash-Flow nicht immer in der Lage, ihre laufenden Verpflichtungen ganzjährig zu bedienen. Die Finanzierung und die Sicherstellung einer ausreichenden Liquidität werden durch eine Kreditlinie in Höhe von TEUR 7.500 erreicht. Diese Kreditlinie ist durch eine Patronatserklärung der Muttergesellschaft besichert. Die Aufrechterhaltung der Kreditlinie sowie die Unterstützung der Muttergesellschaft sind daher von großer Bedeutung für die Gesellschaft. Dies gilt für die Zeit von April bis September, in der wir die Lagerbestände und die Valuten für unsere Kunden vorfinanzieren müssen. Hier schaffen aber kurzfristige Intercompany-Darlehen der Muttergesellschaft, die in ausreichender Größenordnung zur Verfügung stehen, schnelle und unkomplizierte Abhilfe.

Bestandsgefährdende Risiken oder Risiken, die geeignet sind, die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens wesentlich zu beeinträchtigen, sind derzeit nicht zu erkennen. Dieses gilt, solange die Muttergesellschaft Ihre Unterstützung aufrechterhält.

Wie jedes Unternehmen haben wir ein allgemeines Unternehmensrisiko, ein konjunkturelles Risiko und ein ganz spezielles Witterungsrisiko. Wir gehen davon aus, dass unsere Branche, wie auch in der Vergangenheit, ein geringeres Konjunkturrisiko hat, weil die Verbraucher eher bei den großen Ausgaben zurückhaltend sind und nicht beim Renovieren im Garten sparen. Wir sehen in einem solchen Verhalten sogar eher eine Chance für unser Unternehmen: Renovieren statt Reisen.

Die Gesellschaft ist in das Risikomanagement des Dyrup-Teilkonzerns eingebunden. Risiken werden zentral identifiziert und Maßnahmen zu Ihrer Bewältigung gesteuert.

Lokal sind alle wesentlichen Forderungen über eine Kreditversicherung bzw. diverse Delkredere-Vereinbarungen abgesichert.

E. Prognosebericht

Wir rechnen im Jahr 2011 mit einer nach Überwindung der Finanzkrise eher entspannten Marktentwicklung. Dieses gilt sowohl für den Bereich der privaten wie auch für den Bereich der gewerblichen Endverwender.

Wir rechnen für das Jahr 2011 mit einem Umsatz von rund EUR 34 Mio. Die Steigerung um rund EUR 4 Mio. resultiert zur Hälfte aus unserem Österreich-Direktgeschäft, das in 2011 ganzjährig durch die deutschen Bücher laufen wird.

Die weiteren EUR 2 Mio. wollen wir auf dem deutschen Binnenmarkt erzielen. Hier würde es im Vergleich zum Jahr 2010 fast schon ausreichen, dass wir im Jahr 2011 gute Witterungsverhältnisse in unserer Hauptsaison hätten.

Als Jahresergebnis rechnen wir im Jahr 2011 wieder, wie in 2010, mit einem Gewinn in sechsstelliger Größenordnung vor Steuern.

Für die Jahre 2012 und 2013 wird mit weiteren moderaten Umsatzsteigerungen und überproportional steigenden Geschäftsergebnissen gerechnet.

 

Mönchengladbach, 31. März 2011

Die Geschäftsführung

Bilanz zum 31. Dezember 2010

Aktiva

EUR EUR 31.12.2009
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Software 32.082,06 23.620,65
2. Lieferrechte 1.064.282,80 0,00
1.096.364,86 23.620,65
II. Sachanlagen
1. Farborgeln 366.252,17 146.177,30
2. Kraftfahrzeuge 0,00 0,00
3. Betriebs- und Geschäftsausstattung 490.278,56 301.765,72
856.530,73 447.943,02
1.952.895,59 471.563,67
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
Waren 7.208.135,26 6.641.422,89
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.005.670,01 1.774.864,20
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 550.000,00 14.133.207,72
3. Sonstige Vermögensgegenstände 860.248,60 806.359,73
3.415.918,61 16.714.431,65
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 15.586,74 11.035,99
10.639.640,61 23.366.890,53
C. Rechnungsabgrenzungsposten 573.204,05 272.343,63
D. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung 18.068,22 0,00
13.183.808,47 24.110.797,83

Passiva

EUR EUR 31.12.2009
EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 510.000,00 510.000,00
II. Kapitalrücklage 0,00 12.322.000,00
III. Bilanzgewinn 1.972.534,76 2.080.106,89
2.482.534,76 14.912.106,89
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen 0,00 55.692,00
2. Steuerrückstellungen 217.172,00 0,00
3. Sonstige Rückstellungen 1.071.977,77 743.181,68
1.289.149,77 798.873,68
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 6.014.096,96 3.891.770,58
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 261.908,88 232.844,13
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 2.849.761,46 3.678.914,28
4. Sonstige Verbindlichkeiten 286.356,64 596.288,27
9.412.123,94 8.399.817,26
13.183.808,47 24.110.797,83

Gewinn- und Verlustrechnung für 2010

EUR EUR 2009
EUR
1. Umsatzerlöse 30.103.337,07 30.635.938,98
2. Anschaffungskosten für verkaufte Waren 14.031.853,78 16.316.444,79
3. Bruttoergebnis vom Umsatz 16.071.483,29 14.319.494,19
4. Vertriebskosten 14.204.133,33 13.066.506,40
5. Allgemeine Verwaltungskosten 2.208.487,53 1.617.435,76
6. Sonstige betriebliche Erträge 539.546,29 739.145,77
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 21.607,31 66.024,79
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 365.090,40 32.912,51
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 264.267,16 182.796,99
10. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 277.624,65 158.788,53
11. Außerordentliche Erträge 46.383,22 14.057.263,00
12. Außerordentliche Aufwendungen 22.580,00 0,00
13. Außerordentliches Ergebnis 23.803,22 14.057.263,00
14. Steuern vom Einkommen und Ertrag 231.000,00 0,00
15. Jahresüberschuss 70.427,87 14.216.051,53
16. Gewinnvortrag/Verlustvortrag 2.080.106,89 -12.135.944,64
17. Entnahmen aus der Kapitalrücklage 12.322.000,00 0,00
18. Ausschüttung an Gesellschafter 12.500.000,00 0,00
19. Bilanzgewinn 1.972.534,76 2.080.106,89

Entwicklung des Anlagevermögens 2010

Anschaffungs- und Herstellungskosten
1.1.2010
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2010
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Software 436.190,68 34.535,31 0,00 470.725,99
2. Lieferrechte 0,00 1.419.043,73 0,00 1.419.043,73
436.190,68 1.453.579,04 0,00 1.889.769,72
II. Sachanlagen
1. Farborgeln 4.726.350,05 318.966,66 217.538,98 4.827.777,73
2. Kraftfahrzeuge 23.946,31 0,00 0,00 23.946,31
3. Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.191.845,55 351.492,31 3.101,03 2.540.236,83
6.942.141,91 670.458,97 220.640,01 7.391.960,87
7.378.332,59 2.124.038,01 220.640,01 9.281.730,59
Kumulierte Abschreibungen
1.1.2010
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2010
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Software 412.570,03 26.073,90 0,00 438.643,93
2. Lieferrechte 0,00 354.760,93 0,00 354.760,93
412.570,03 380.834,83 0,00 793.404,86
II. Sachanlagen
1. Farborgeln 4.580.172,75 97.292,44 215.939,63 4.461.525,56
2. Kraftfahrzeuge 23.946,31 0,00 0,00 23.946,31
3. Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.890.079,83 162.980,44 3.101,03 2.049.958,27
6.494.198,89 260.272,88 219.040,66 6.535.430,14
6.906.768,92 641.107,71 219.040,66 7.328.835,00
Buchwerte
31.12.2010
EUR
31.12.2009
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Software 32.082,06 23.620,65
2. Lieferrechte 1.064.282,80 0,00
1.096.364,86 23.620,65
II. Sachanlagen
1. Farborgeln 366.252,17 146.177,30
2. Kraftfahrzeuge 0,00 0,00
3. Betriebs- und Geschäftsausstattung 490.278,56 301.765,72
856.530,73 447.943,02
1.952.895,59 471.563,67

Anhang für das Geschäftsjahr 2010

Allgemeine Angaben

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Umsatzkostenverfahren aufgestellt.

Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, haben wir einzelne Posten der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst und daher in diesem Anhang gesondert aufgegliedert und erläutert. Aus dem gleichen Grunde wurden die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten der Bilanz ebenfalls an dieser Stelle gemacht.

Die nach § 266 Abs. 2 HGB vorgeschriebene Bezeichnung des Posten "Technische Anlagen und Maschinen" wurde gemäß § 265 Abs. 6 HGB durch die branchenüblichere Bezeichnung "Farborgeln" ersetzt.

In Erweiterung des gesetzlichen Gliederungsschemas der Bilanz gemäß § 266 Abs. 2 HGB wurde zur Verbesserung der Klarheit der Darstellung der Posten "Kraftfahrzeuge" aufgenommen.

Die nach § 275 Abs. 3 HGB vorgeschriebene Bezeichnung des Posten "Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen" wurde zur Verbesserung der Klarheit der Darstellung gemäß § 265 Abs. 6 HGB in "Anschaffungskosten für verkaufte Waren" umbenannt.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend:

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen (lineare Methode) vermindert.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Bei der Bemessung der Abschreibungen wird auf die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer abgestellt. Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer auf der Grundlage steuerlich anerkannter Höchstsätze abgeschrieben. Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten von bis zu EUR 150,00 (bis zum 31. Dezember 2007: EUR 410,00) sind im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben bzw. als Aufwand erfasst worden; ihr sofortiger Abgang wird unterstellt. Für geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten von mehr als EUR 150,00 bis zu EUR 1.000, die nach dem 31. Dezember 2007 angeschafft worden sind, wurde der jährlich steuerlich zu bildende Sammelposten aus Vereinfachungsgründen in die Handelsbilanz übernommen. Von dem erstmals für das Jahr 2008 gebildeten Sammelposten, dessen Höhe insgesamt von untergeordneter Bedeutung ist, werden entsprechend den steuerlichen Vorschriften pauschalierend jeweils 20 Prozent p.a. im Jahr, für dessen Zugänge er gebildet wurde, und den vier darauf folgenden Jahren abgeschrieben. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden im Übrigen zeitanteilig vorgenommen.

Die Position Vorräte umfasst den Bestand an bezogener Handelsware. Die Bewertung erfolgt zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Marktpreisen. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt.

Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen; das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt.

Rechnungsabgrenzungsposten werden gebildet für Aufwendungen, die das folgende Jahr betreffen.

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden nach dem Teilwertverfahren unter Verwendung der "Richttafeln 2005 G" ermittelt. Für die Abzinsung wurde pauschal der durchschnittliche Marktzinssatz bei einer restlichen Laufzeit von 15 Jahren von 5,25 % (Vj.: 6,00 %) gemäß der Rückstellungsabzinsungsverordnung vom 18. November 2009 verwendet. Erwartete Rentensteigerungen wurden mit 2,0 % berücksichtigt. Künftige Gehaltsanpassungen und Fluktuationsraten wurden nicht berücksichtigt, da die Pensionsrückstellung lediglich für einen bereits im Ruhestand befindlichen Pensionsberechtigten gebildet wurde.

Der sich aus der Änderung der Rückstellungsbilanzierung nach §§ 249 Abs. 1 Satz 1, 253 Abs. 1 Satz 2, Abs. 2 HGB n.F. ergebende Zuführungsbetrag wurde in voller Höhe zugeführt.

Die ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungsverpflichtungen dienenden, dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogenen Vermögensgegenstände (Deckungsvermögen i.S.d. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB n.F.) wurden mit ihrem beizulegenden Zeitwert mit den Rückstellungen verrechnet.

Die Steuer- und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in der Höhe angesetzt, die nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist.

Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Die Aktivierung latenter Steuern unterbleibt in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts.

Als verbundene Unternehmen werden alle Unternehmen bezeichnet, die in den Konzernabschluss der Monberg & Thorsen A/S, Søborg/Dänemark, im Wege der Vollkonsolidierung einbezogen werden.

Vergleichbarkeit mit Vorjahreszahlen auf Grund der erstmaligen Anwendung des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG)

Im Berichtsjahr wurde das Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz erstmalig vollumfänglich angewendet (gemäß Art. 66 EGHGB). Eine Anpassung der Vorjahreszahlen erfolgte entsprechend Art. 67 Abs. 8 Satz 2 EGHGB nicht.

Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel in der Anlage zum Anhang dargestellt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten keine Beträge, die erst nach dem Abschlussstichtag rechtlich entstehen.

In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind Forderungen in Höhe von TEUR 550 (Vj.: TEUR 14.057) gegen den Gesellschafter enthalten.

Aktiver Unterschiedsbetrag aus Vermögensverrechnung

Der aktive Unterschiedsbetrag in Höhe von TEUR 18 resultiert aus der Saldierung nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB von Altersversorgungsverpflichtungen mit Vermögensgegenständen, die ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungsverpflichtungen dienen und dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind (Deckungsvermögen i.S.d. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB).

Angaben zur Verrechnung nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB:

TEUR
Erfüllungsbetrag der verrechneten Schulden 84
Anschaffungskosten der Vermögensgegenstände 56
Beizulegender Zeitwert der Vermögensgegenstände 102
Verrechnete Aufwendungen 28
Verrechnete Erträge 46

Eigenkapital

Die Kapitalrücklage von EUR 12.322.000,00 wurde unterjährig in voller Höhe aufgelöst und dem Bilanzgewinn von EUR 2.080.106,89 zugeführt. Aus dem daraus resultierenden Bilanzgewinn von EUR 14.402.106,89 erfolgte eine Dividendenausschüttung von EUR 12.500.000,00.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen gebildet für Abfindungen (TEUR 500; Vj.: TEUR 10), Prämien und Tantiemen (TEUR 155; Vj.: TEUR 279), ausstehende Boni und Werbekostenzuschüsse (TEUR 85; Vj.: TEUR 82), Urlaubsansprüche (TEUR 76; Vj.: TEUR 63) sowie ausstehende Rechnungen (TEUR 73; Vj.: TEUR 133).

Verbindlichkeiten

Das der Gesellschaft von der Danske Bank A/S, Hamburg, gewährte Darlehen in Höhe von EUR 2.500.000,00 hat eine Laufzeit bis zum 31. Januar 2012. Der jährliche Zinssatz beträgt 4,2 % p.a. und ist für die gesamte Laufzeit fest vereinbart. Zinszahlungen erfolgen halbjährlich.

Am Bilanzstichtag bestanden Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 1.137 (Vj.: TEUR 3.530) gegenüber dem Gesellschafter. Davon entfallen TEUR 1.137 (Vj.: TEUR 3.530) auf Verbindlichkeiten aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr.

Alle Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Von den sonstigen Verbindlichkeiten entfallen EUR 73.575,85 (Vj.: EUR 89.990,12) auf Steuern. Weitere sonstige Verbindlichkeiten in Höhe von EUR 40,02 (Vj.: EUR 6.361,46) bestehen im Rahmen der sozialen Sicherheit.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum Bilanzstichtag bestanden sonstige finanzielle Verpflichtungen aus diversen Leasingverträgen für Pkw. Die Leasingverträge enden zwischen 2011 und 2013.

Unter der Annahme gleich bleibender Kilometerlaufleistung der geleasten Fahrzeuge beträgt der Gesamtbetrag der finanziellen Verpflichtungen:

TEUR
2011 271
2012 157
2013 34
462

Darüber hinaus bestehen aus dem über den 31. Dezember 2010 hinaus gültigen Mietvertrag über die Lager- und Verwaltungsgebäude jährliche Verpflichtungen gegenüber Dyrup A/S, Søborg/Dänemark, in Höhe von TEUR 331.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Anschaffungskosten für verkaufte Waren beinhalten ausschließlich Aufwendungen für verkaufte Waren. Der Aufwand hierfür beträgt im Geschäftsjahr 2010 TEUR 14.032 (Vj.: TEUR 16.316). In diesem Betrag sind Wertabschläge in Höhe von TEUR 675 (Vj.: TEUR 712) berücksichtigt.

Der Personalaufwand beträgt im Geschäftsjahr:

2010
EUR
2009
EUR
Löhne und Gehälter 5.192.895,40 4.861.049,92
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung 0 835.335,58 763.482,43
davon für Altersversorgung EUR 53.297,06 (Vj.: EUR 15.971,93) 0
6.028.229,98 5.624.532,35

Sonstige betriebliche Erträge

Bei den sonstigen betrieblichen Erträgen in Höhe von TEUR 540 handelt es sich im Wesentlichen um Erträge aus der PKW-Nutzung durch Mitarbeiter sowie aus sonstigen Sachbezügen (TEUR 295), Erträge aus Anlagenabgängen (TEUR 19), Erlöse aus weiterbelasteten Personalkosten (TEUR 63) sowie Erträge aus der Weiterberechnung von Transportschäden und Frachtkosten (TEUR 139).

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen/Rückstellungen (TEUR 25) enthalten, die periodenfremde Erträge darstellen.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Wechselkursverluste in Höhe von TEUR 1.

Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen enthalten Aufwendungen aus der Abzinsung der Pensionsrückstellungen in Höhe von TEUR 4.

Außerordentliche Erträge

Aus der Anwendung von Art. 66 und Art. 67 Abs. 1 bis 5 EGHGB (Übergangsvorschriften zum BilMoG) resultieren außerordentliche Erträge in Höhe von TEUR 46, die aus der Bewertung des Deckungsvermögen zum Zeitwert resultieren. Die im Vorjahr ausgewiesenen Erträge in Höhe von TEUR 14.057 resultieren aus einer Zahlung seitens der Dyrup A/S und betrafen die Korrektur der Konzernverrechnungspreise für Vorjahre aufgrund der Ergebnisse einer steuerlichen Außenprüfung. Sie waren somit in voller Höhe periodenfremd.

Außerordentliche Aufwendungen

Aus der Anwendung von Art. 66 und Art. 67 Abs. 1 bis 5 EGHGB (Übergangsvorschriften zum BilMoG) resultieren außerordentliche Aufwendungen in Höhe von TEUR 23.

Sonstige Angaben

Aufsichtsrat

Mitglieder des Aufsichtsrats waren in 2010:

 

Herr Erik Holm, Kaufmann, Søborg/Dänemark, und

 

Herr Jörgen Nicolajsen, Kaufmann, Søborg/Dänemark.

Geschäftsführung

Geschäftsführer der Gesellschaft in 2010 war:

Herr Jürgen David, Geschäftsführer, Viersen.

Gesamtbezüge der Geschäftsführung

Die Angabe über die Bezüge des Geschäftsführers wird unter Bezugnahme auf § 286 Abs. 4 HGB unterlassen.

Bezüge des Aufsichtsrats

In 2010 wurden TEUR 40 (Vj.: TEUR 40) Aufsichtsratsvergütungen gezahlt.

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Steuern entfallen in voller Höhe auf das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit.

Mitarbeiter

Während des Geschäftsjahres betrug die Anzahl der durchschnittlich beschäftigten Mitarbeiter 93 (Vj. 97).

Anzahl Mitarbeiter
2010
Vertrieb 66
Verwaltung 14
Lager 13
93

Konzernverhältnisse

Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss folgender Muttergesellschaft, die einen Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt, einbezogen:

 

Dyrup A/S,

Gladsaxevej 300,

2860 Søborg/Dänemark

Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss folgender Muttergesellschaft, die den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen aufstellt, einbezogen:

 

Monberg & Thorsen A/S,

Gladsaxevej 300,

2860 Søborg/Dänemark

Die Konzernabschlüsse sind am Sitz des jeweiligen Unternehmens erhältlich.

 

Mönchengladbach, 31. März 2011

Dyrup GmbH

Die Geschäftsführung

Bestätigungsvermerk

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Dyrup GmbH, Mönchengladbach, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2010 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht im Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Düsseldorf, 19. April 2011

Ernst & Young GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Schlüter, Wirtschaftsprüfer

Huppertz, Wirtschaftsprüfer

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