Stammdaten

Register
Amtsgericht Freiburg HRB 717059
Eingetragen
9.10.2017
Branche
Herstellung von hydraulischen und pneumatischen Komponenten und SystemenHerstellung von PrüfmaschinenHerstellung von Lagern, Getrieben, Zahnrädern und Antriebselementen
Gegenstand
Die Herstellung und der Vertrieb von hydraulischen Geräten, Zylindern, Steuerungen, Pumpen sowie von Geräten aller Art auf dem Gebiet der Hydraulik.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Michael Hirsch
seit 7.3.2025
Geschäftsführer
Karl-Heinz Müller
seit 7.3.2025
Prokura
Roland Renzhofer
seit 2.3.2023
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Trading SR GmbH & Co. KG
Germany
1.000.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Hengstler Zylinder GmbH

Hausach

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

BILANZ zum 31. Dezember 2023

AKTIVA

Geschäftsjahr Vorjahr
Euro Euro Euro
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 5.524,80 19.762,18
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 0,00
2. technische Anlagen und Maschinen 2.220.277,74 402.892,18
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 594.104,06 2.814.381,80 662.126,93
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 3.851.456,19 5.252.553,51
2. unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 2.951.244,17 2.583.518,33
3. in Arbeit befindliche Aufträge 2.945.180,01 2.530.563,23
4. fertige Erzeugnisse und Waren 208.820,89 9.956.701,26 162.173,05
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.288.182,67 1.343.880,89
2. sonstige Vermögensgegenstände 77.693,27 1.365.875,94 130.299,44
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 2.836.805,37 400.949,59
C. Rechnungsabgrenzungsposten 57.472,11 63.339,11
D. Aktive latente Steuern 0,00 457.741,49
17.036.761,28 14.009.799,93

PASSIVA

Geschäftsjahr Vorjahr
Euro Euro Euro
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 1.000.000,00 1.000.000,00
II. Kapitalrücklage 1.800.000,00 1.800.000,00
III. Verlustvortrag 1.387.553,24- 1.157.972,55-
IV. Jahresüberschuss 1.568.583,10 229.580,69-
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 137.405,96 0,00
2. sonstige Rückstellungen 1.077.715,59 1.215.121,55 658.370,28
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.089.947,66 3.049.718,89
2. sonstige Verbindlichkeiten 11.750.662,21 12.840.609,87 8.889.264,00
- davon aus Steuern Euro 84.506,31 (Euro 98.340,03)
17.036.761,28 14.009.799,93

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG vom 01.01.2023 bis 31.12.2023

Hengstler Zylinder GmbH

Herstellung und Verkauf von hydraulischen Geräten

Hausach

Geschäftsjahr Vorjahr
Euro Euro
1. Umsatzerlöse 37.961.637,51 28.323.820,76
2. Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 145.561,97 752.442,22
3. Gesamtleistung 38.107.199,48 29.076.262,98
4. sonstige betriebliche Erträge
a) Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 0,00 936.764,00
b) übrige sonstige betriebliche Erträge 118.712,33 35.722,43
118.712,33 972.486,43
5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 18.628.340,97 14.266.903,56
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 3.186.675,08 2.603.020,42
21.815.016,05 16.869.923,98
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 8.032.259,11 7.343.479,48
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.573.948,21 1.451.276,78
9.606.207,32 8.794.756,26
7. Abschreibungen
auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 822.520,00 557.230,65
8. sonstige betriebliche Aufwendungen
a) Raumkosten 301.198,98 346.113,12
b) Grundstücksaufwendungen 26.898,30 18.444,56
c) Versicherungen, Beiträge und Abgaben 71.413,83 62.275,03
d) Reparaturen und Instandhaltungen 639.317,17 873.500,21
e) Fahrzeugkosten 109.946,18 131.117,48
f) Werbe- und Reisekosten 10.305,76 6.309,92
g) verschiedene betriebliche Kosten 1.691.015,08 2.163.964,33
h) übrige sonstige betriebliche Aufwendungen 647.670,16 262.472,84
3.497.765,46 3.864.197,49
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 318.586,43 194.383,33
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 595.147,45 4.610,41-
11. Ergebnis nach Steuern 1.570.669,10 227.131,89-
12. sonstige Steuern 2.086,00 2.448,80
13. Jahresüberschuss 1.568.583,10 229.580,69-

Anhang

A. ALLGEMEINE ANGABEN

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses werden hinsichtlich der Bewertung und des Ausweises die Vorschriften des Handelsgesetzbuches und des GmbHG beachtet. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wird das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft i. S. d. § 267 Abs. 2 HGB.

Die Gesellschaft wurde am 07.09.2017 gegründet und ist unter der Firma Hengstler Zylinder GmbH mit Sitz in 77756 Hausach in das Handelsregister des Amtsgerichts Freiburg i.Br. unter der Nummer HRB 717.059 eingetragen.

B. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSGRUNDSÄTZE UND GRUNDLAGEN DER WÄHRUNGSUMRECHNUNG

Die Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze stellen sich wie folgt dar:

Entgeltlich von Dritten erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten aktiviert und über einen Zeitraum von drei Jahren linear abgeschrieben.

Die Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt. Abschreibungen werden planmäßig nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer linear vorgenommen.

Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Netto-Einzelwert von € 800,00 sind im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben bzw. als Aufwand erfasst worden; ihr sofortiger Abgang wurde unterstellt. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden im Übrigen zeitanteilig vorgenommen.

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden zu durchschnittlichen Anschaffungskosten bzw. den jeweils niedrigeren beizulegenden Werten bewertet; die niedrigeren beizulegenden Werte werden nach den Verhältnissen am Beschaffungsmarkt ermittelt. Abwertungen für Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer und verminderter Verwertbarkeit ergeben, werden in angemessenem Umfang vorgenommen.

Unfertige und fertige Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten bewertet. Die Herstellungskosten umfassen Fertigungsmaterial und Fertigungslöhne sowie angemessene Teile der notwendigen Gemeinkosten. Fremdkapitalzinsen werden nicht in die Bewertung mit einbezogen. Für ungängige und technisch veraltete Erzeugnisse werden ausreichende Bewertungsabschläge vorgenommen. Die Erzeugnisse sind verlustfrei bewertet.

Handelswaren sind zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Marktpreisen bilanziert.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden mit dem Nennbetrag oder dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Bei Forderungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden angemessene Wertabschläge vorgenommen, uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben.

Die aktiven latenten Steuern belaufen sich auf insgesamt € 0,00. Sie betrafen die steuerlichen Verlustvorträge. Die Veränderung im Vergleich zum Vorjahr i.H. v. € 457.741,49 betrifft die Auflösung aktiver latenter Steuern auf Verluste.

Das Eigenkapital beträgt insgesamt € 2.981.029.86 Dies entspricht 298 % des Stammkapitals.

Die sonstigen Rückstellungen werden in Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist, um alle am Bilanzstichtag erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten abzudecken.

Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten werden zum Umrechnungskurs im Zeitpunkt der Transaktion erfasst und mit dem Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet. Fremdwährungspositionen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr bestehen nicht.

C. ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ UND ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist im Anlagenspiegel dargestellt.

Erworbenes Anlagevermögen wurde zu Anschaffungskosten bewertet.

2. Vorräte

Die Bestände wurden zu Anschaffungskosten bewertet und im laufenden Geschäftsjahr gem. den oben erläuterten allgemeinen Grundsätzen bewertet. Die Vorräte sind mit Einzel- und notwendigen Gemeinkosten bewertet. Das Niederstwertprinzip wurde beachtet.

3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände enthalten keine Forderungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr.

4. Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital beträgt € 1.000.000 und ist voll eingezahlt.

5. Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen mögliche Ansprüche für nicht genommenen Urlaub und Gleitzeitguthaben, Jahresabschlusskosten sowie ausstehende Rechnungen. Sie werden in Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist, um alle am Bilanzstichtag erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten abzudecken.

6. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben eine Laufzeit bis zu einem Jahr.

Die sonstigen Verbindlichkeiten betragen € 11.750.662,21:

davon bestehen € 9.482.000,00 gegenüber einem Gesellschafter mit einer Laufzeit von mehr als fünf Jahren; Hierfür sind das Anlagevermögen und die Vorräte in gleicher Höhe sicherungsübereignet.

davon bestehen € 1.775.000,00 gegenüber einem Gesellschafter; davon haben € 600.000,00 eine Laufzeit bis zu einem Jahr; Hierfür sind das Anlagevermögen in gleicher Höhe sicherungsübereignet.

davon bestehen € 183.014,81 Mietkaufverbindlichkeiten mit einer Laufzeit von bis zu einem Jahr in Höhe von € 28.116,96.

davon bestehen übrige Verbindlichkeiten in Höhe von € 310.647,40 mit einer Laufzeit bis zu einem Jahr.

Sie werden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten werden zum Umrechnungskurs im Zeitpunkt der Transaktion erfasst und mit dem Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet. Fremdwährungspositionen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr bestehen nicht.

7. Aufgliederung der Umsatzerlöse

Auf die Aufgliederung der Umsatzerlöse gem. § 285 Nr. 4 HGB wird gem. § 288 Abs. 2 HGB verzichtet.

8. Währungsumrechnungen

Die Erträge aus Währungsumrechnungen betrugen € 0,00, die Aufwendungen beliefen sich auf € 2.692,18.

9. Steuern vom Einkommen und Ertrag

Im Geschäftsjahr 2023 betrugen die Steuern vom Einkommen und Ertrag für 2023 € 595.147,45, davon sind aus der Auflösung aktiver latenter Steuern Aufwendungen i.H. v. € 457.741,49 entstanden.

D. SONSTIGE ANGABEN

1. Sonstige finanzielle Verpflichtungen/Haftungsverhältnisse

Mit der Sennebogengruppe wurden Mietverträge über mehrere Maschinen auf unbestimmte Dauer geschlossen. Mit den Mietverträgen wird das Ziel einer geringeren Kapitalbindung verfolgt. Folgende Zahlungen ergeben sich:

Mieten: T€ 103 (T€ 99)

Leasing: T€ 710 (T€ 1.069)

Ein außerbilanzielles Haftungsverhältnis ist nicht gegeben.

2. Mitarbeiteranzahl

Die Gesellschaft beschäftigt im Jahresdurchschnitt 124 Mitarbeiter, davon 93 Arbeiter und 31 Angestellte.

3. Angaben zur Geschäftsführung

Geschäftsführer waren in 2023 Herr Andreas Riem, Dipl.-Ing. (FH) und Herr Roland Renzhofer (ab 02.03.2023), MBA, Dipl.-Ing. (FH). Auf die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung wird unter Inanspruchnahme von § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

4. Gesellschafterverhältnisse

Die Trading SR GmbH & CO. KG hält 100 % der Anteile an der Hengstler Zylinder GmbH. Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Trading SR GmbH & Co. KG einbezogen. Der Abschluss ist am Firmensitz Straubing einzusehen.

5. Verwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss in Höhe von € 1.568.583,10 auf neue Rechnung vorzutragen.

6. Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Abschlussstichtag ergaben sich nicht.

 

Hausach, den 11.11.2024

Hengstler Zylinder GmbH

Andreas Riem, Geschäftsführer

Roland Renzhofer, Geschäftsführer

Anschaffungs-/Herstellungskosten
01.01.2023 Zugänge Umbuchungen Abgänge 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software 851.922,05 4.856,00 0,00 0,00 856.778,05
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 5.236.253,85 2.375.000,00 0,00 4.439,55 7.606.814,30
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.087.198,89 177.789,31 0,00 26.207,05 5.238.781,15
10.323.452,74 2.552.789,31 0,00 30.646,60 12.845.595,45
11.175.374,79 2.557.645,31 0,00 30.646,60 13.702.373,50
Kumulierte Abschreibungen
01.01.2023 Zugänge Umbuchungen Abgänge 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software 832.159,87 19.093,38 0,00 0,00 851.253,25
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 4.833.361,67 557.614,44 0,00 4.439,55 5.386.536,56
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.425.071,96 245.812,18 0,00 26.207,05 4.644.677,09
9.258.433,63 803.426,62 0,00 30.646,60 10.031.213,65
10.090.593,50 822.520,00 0,00 30.646,60 10.882.466,90
Nettobuchwerte
31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software 5.524,80 19.762,18
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 2.220.277,74 402.892,18
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 594.104,06 662.126,93
2.814.381,80 1.065.019,11
2.819.906,60 1.084.781,29

Lagebericht

Allgemeine Angaben

Die Hengstler Zylinder GmbH wurde am 09.07.2017 gegründet. Gesellschafter zum 31.12.2023 ist zu 100% die Trading SR GmbH & Co KG, Straubing.

Geschäftsmodell und Strategie

Geschäftsmodell ist die Herstellung und der Vertrieb von hydraulischen Geräten, Zylindern, Steuerungen, Pumpen sowie von Geräten aller Art auf dem Gebiet der Hydraulik. Es wird ausschließlich in Deutschland, am Standort in Hausach im Schwarzwald, gefertigt. Kernaufgaben sind dabei die Sicherstellung eines wettbewerbsfähigen Produkt- und Leistungsangebots sowie effizienter Organisationsstrukturen und Geschäftsprozesse mit dem Siegel "Made in Germany". Unser Ziel ist es, die Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit der Hengstler Zylinder GmbH kontinuierlich zu verbessern. Damit wollen wir das Produkt- und Leistungsangebot sowie effiziente Organisationsstrukturen und Geschäftsprozesse sicherstellen. Als mittelständisches Unternehmen betrachten wir dabei stets die gesamte Prozesskette, vom Vertrieb über die Entwicklung und Produktion bis hin zum Service. Mit unserem innovativen und breiten Produkt- und Serviceangebot, mit dem wir unseren Kunden einfache und effiziente Leistungen bieten können, wollen wir unser weltweites Wachstum vorantreiben.

Geschäfts- und Rahmenbedingungen

Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die Weltwirtschaft war im Jahr 2023 durch eine Vielzahl von Unsicherheiten geprägt. Einerseits führte die anhaltende russische Invasion in die Ukraine mit der weiter einhergehenden Unterbrechung bzw. dem Abbrechen der Lieferketten aus der Region zu steigenden Rohstoffpreisen, eine hohe nationale als auch internationale Inflation sowie die restriktive Geldpolitik der Zentralbanken wirkten sich weiter belastend auf das globale Wachstum aus.

Gleichzeitig belastete ein erheblicher Inflationsdruck die Weltwirtschaft. Die Ursachen sind, je nach Region, unterschiedlich. Die Maßnahmen gegen die hohe Inflation ist in den westlich geprägten Industrienationen ähnlich. Die großen Notenbanken leiteten zum Jahresbeginn sehr straffe geldpolitische Maßnahmen ein. Die US-Notenbank Fed hat die Leitzinsen bis Ende 2023 auf ein Band von 4,75 % bis 5,0 % erhöht (Statista), die Europäische Zentralbank (EZB) hat den Zinssatz für die Hauptrefinanzierungsgeschäfte auf 4,5 % (finanzen.net) angepasst. Die Inflationsraten begannen weltweit bereits im Jahr 2021 anzuziehen, als konjunkturbedingt die Energierohstoffpreise stiegen und die überhitzte Güternachfrage mit Lieferengpässen und hohen Transportkosten zusammenkam (finanzen.net).

Im Jahr 2023 stiegen die Verbraucherpreise in Deutschland im Vergleich zum Vorjahr um 5,9 Prozent. Es kam für das Jahr 2023, nach Angaben des Bundesministeriums der Wirtschaft, somit insgesamt zu einer Verringerung des deutschen preisbereinigtem Bruttoinlandsprodukts von -0,3% gegenüber dem Vorjahr (2022: 1,8%) (destatis.de). Das weltweite Bruttoinlandsprodukt stieg im Jahr 2023 um 3,3%, hingegen war im Jahr zuvor das weltweite Bruttoinlandsprodukt noch um 3,5% gestiegen (Statista).

Die Inflation (harmonisierter Verbraucherpreisindex HVPI) erreicht in der Eurozone mit 6,4% im Jahr 2023 weiterhin einen hohen Wert (destatis.de). Haupttreiber dieser Entwicklung sind hauptsächlich Nahrungsmittel und Dienstleistungen. Ziel der europäischen Zentralbank ist es, die Preissteigerungsrate mittelfristig bei 2% zu halten (auswaertiges-amt.de).

Laut statistischem Bundesamt sanken Bauinvestitionen im Jahr 2023 preisbereinigt um 2,1 % (destatis.de). Der gesamter Jahresverlauf 2023 war von einer wirtschaftlichen Stagnation bei gleichzeitig hohen Inflationsraten geprägt. In Ausrüstungsinvestitionen wie Maschinen, Geräte und Fahrzeuge wurde preisbereinigt 3,0 % mehr investiert als im Jahr 2022 (destatis.de).

Auch dämpfende Effekte der geopolitischen Spannungen und Krisen, wie dem weiterhin andauernden Ukrainekonflikt, führten zu einer geringeren Wachstumsdynamik (BMWK). Dabei sanken die Importe (preisbereinigt -3,0 %) kräftiger als die Exporte (preisbereinigt -1,8 %), es kam im Saldo zu einem positiven Außenbeitrag, der das Bruttoinlandsprodukt stützte (destatis.de).

Auch 2023 war das Wirtschaftsgeschehen bei uns im Unternehmen, wie weltweit, maßgeblich von Fachkräftemangel und steigender Materialknappheit auf den internationalen Gütermärkten bestimmt. Gleichwohl konnten wir einen erheblichen Auftragseingang verzeichnen, hierbei haben wir maßgeblich von Nachholeffekten bei unseren Kunden profitiert. Diese Investitionsbereitschaft fand vor allem in der ersten Jahreshälfte 2023 statt.

Ertragslage

Die Umsatzerlöse der Gesellschaft betrugen im Geschäftsjahr 2023 ca. 38,0 Mio. EUR, die Gesamtleistung, definiert als Umsatz zuzüglich der Bestandsveränderung betrug ca. 38,1 Mio. EUR. Die sonstigen betrieblichen Erträge lagen bei ca. 0,1 Mio. EUR.

Die Auftragsbestandsvorschau betrug am Jahresende 2023 ca. 33,8 Mio. EUR (Vorjahr 44,6 Mio. EUR) und erfüllte damit mehr als unsere Erwartungen.

Eine wesentliche Einflussgröße in Bezug auf die Ertragslage sind die Einkaufspreise, insbesondere für Zylinderrohmaterial, Stabstahl und Schmiedeteile. Der Materialaufwand betrug ca. 21,8 Mio. EUR, darin enthalten sind der Aufwand für bezogene Leistungen von ca. 3,2 Mio. EUR. Die Materialaufwandsquote in Bezug auf die Gesamtleistung lag entsprechend 2023 bei ca. 57%.

Der Personalaufwand beträgt ca. 9,6 Mio. EUR, die Personalaufwandsquote bezogen auf die Gesamtleistung ca. 25%.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betrugen 3,5 Mio. EUR und beinhalten im Wesentlichen Verwaltungs- und Vertriebskosten sowie Kosten des Betriebs.

Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit vor Steuern (Geschäftsergebnis) fiel mit rund 2.166 TEUR positiv aus.

Finanzlage

Die Gesellschaft erhielt zur Finanzierung des Kaufpreises und des Working Capitals nach der Neugründung ein langfristiges Darlehen über 4,150 Mio. EUR von der IHS Industrieprodukte Handels- und Service GmbH, Straubing. Das Darlehen stand mit einem Wert zum 31.12.2018 mit 4,150 Mio. EUR in der Bilanz zu Buche und hat eine Laufzeit bis 31.12.2027. Das Darlehen wurde im Jahr 2019 um 0,540 Mio. EUR aufgestockt und valutierte entsprechend am 31.12.2019 mit 4,690 Mio. EUR. Im Jahr 2020 wurden die bisherigen Darlehensverträge durch einen neuen Vertrag ersetzt. Das neue Darlehen hat einen Wert von 6,2 Mio. EUR und endet spätestens am 31.12.2029. Überdies wurde im Jahr 2021 ein weiteres Darlehen zur Finanzierung der 2021 durchgeführten Personalmaßnahme von 1,282 Mio. EUR bereitgestellt. Im Jahr 2022 wurde ebenfalls zur Liquiditätssicherung ein weiterer Darlehensvertrag mit Laufzeit bis 31.12.2029 geschlossen. Die Gesamtsumme der abgerufenen Darlehen belief sich somit im Jahr 2022 auf 8,482 Mio. EUR. Im Jahr 2023 wurden aus dem Darlehensvertrag aus 2022 noch 1,0 Mio. EUR abgerufen. Der Darlehensstand zum 31.12.2023 beläuft sich nun auf 9,482 Mio. EUR. Tilgungen sind nicht vorgesehen, können aber von der Gesellschaft vorgenommen werden. Als Sicherheiten wurde das Anlage- und Vorratsvermögen der Gesellschaft sicherungsübereignet. Durch die langfristige Finanzierung war die Gesellschaft jederzeit in der Lage, die fälligen Verbindlichkeiten im Rahmen der Zahlungsziele auszugleichen.

Weiterhin wurde ein weiteres Darlehen für Investitionen ins Sachanlagevermögen i.H.v. 2.375 Mio. EUR aufgenommen, dass zum Ende des Jahres 2023 bereits mit 0,6 Mio. EUR getilgt wurde, sodass das Darlehen mit 1.775 Mio. EUR valutierte.

Der gesamte Darlehensbestand gegenüber der IHS Industrieprodukte Handels- und Service GmbH, Straubing belief sich zum 31.12.2023 auf insgesamt 11.257 Mio. EUR.

Insgesamt wurden im Jahr 2023 Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen i. H. v. ca. 2,6 Mio. EUR (Vorjahr: 0,4 Mio. EUR) getätigt.

Der operative Cashflow des Jahres 2023 war positiv und belief sich auf 2,537 Mio. EUR, der Cashflow aus Investitionstätigkeit fiel mit 2,558 Mio. EUR negativ aus (Vorjahr - 0,430 Mio EUR). Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit war positiv mit einem Wert in Höhe von 2,456 Mio. EUR.

Vermögenslage

Die Bilanzsumme der Gesellschaft beträgt 17.036.761,28 EUR. Auf der Aktivseite sind im Wesentlichen die im Gründungsjahr übernommenen Maschinen, Anlagen und immateriellen Vermögensgegenstände enthalten sowie das Vorratsvermögen. Das Vorratsvermögen i.H.v. ca. 10,0 Mio. EUR besteht überwiegend aus Roh- Hilfs- und Betriebsstoffen (ca. 3,9 Mio. EUR) und unfertigen Erzeugnissen und Waren (ca. 5,9 Mio. EUR) sowie fertigen Erzeugnissen (ca. 0,2 Mio. EUR).

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betrugen ca. 1,3 Mio. EUR und die flüssigen Mittel zum Jahresende ca. 2,8 Mio. EUR.

Das gezeichnete Kapital der Gesellschaft beträgt 1,0 Mio. EUR, das vollständig eingezahlt wurde. Die Kapitalrücklage der Gesellschaft beträgt 1,8 Mio. EUR.

Die sonstigen Rückstellungen i. H. v. ca. 1,1 Mio. EUR beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für Personal, Aufbewahrung Geschäftsunterlagen, Rückstellung für Gewährleistungen sowie Rückstellungen für Beratung und Jahresabschlusskosten.

Die Verbindlichkeiten betragen ca. 12,8 Mio. EUR und bestehen aus dem oben bereits erwähnten Darlehen über 11,257 Mio. EUR sowie aus Lieferungen und Leistungen, ca. 1,090 Mio. EUR und sonstigen Verbindlichkeiten von i.H.v. ca. 0,494 Mio. EUR.

Die Gesellschaft ist aufgrund ihrer grundsätzlich soliden Vermögens-, Finanz- und Ertragslage in einer guten Position, um sich gut zu entwickeln.

Finanzielle Leistungsindikatoren

Im Berichtsjahr wird die Eigenkapitalquote als bedeutender finanzieller Leistungsindikator definiert. Diese beträgt am Bilanzstichtag 17,5 % (Vorjahr 10,1 %) der Bilanzsumme. Die Bilanzsumme verlängerte sich von ca. 14,0 Mio. EUR in 2022 auf 17,0 Mio. EUR in 2023. Das Working Capital, bestehend aus Vorräten, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen abzüglich Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen beträgt am Jahresende 10,2 Mio. EUR oder ca. 27% des Nettoumsatzes. Das mittelfristige Ziel der Gesellschaft, ein Working Capital von unter 30% des Umsatzes zu erzielen, wurde damit erreicht. Als weitere wichtige Kennzahl sehen wir das EBITDA an (Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen). Dieses beträgt im Geschäftsjahr 3,305 Mio, EUR oder ca. 8,7% vom Umsatz.

Der Cash-Flow aus laufender Geschäftstätigkeit beläuft sich auf 2,537 Mio. EUR und ist damit gegenüber dem Vorjahr um 3,788 Mio. EUR besser.

Die Investitionen betragen ca. 2,6 Mio. EUR und umfassen Betriebs- und Geschäftsausstattung (178 TEUR), technische Anlagen und Maschinen (2,4 Mio. EUR) sowie entgeltlich erworbene Software (5 TEUR). Daneben hat die Gesellschaft noch Maschinen von der Sennebogen Gruppe gemietet, die im laufenden Produktionsprozess eingesetzt werden.

Wesentliche Risiken der künftigen Entwicklung

Um eventuelle Risiken mit Einfluss auf die Geschäftstätigkeit frühzeitig zu erkennen, analysieren und gegebenenfalls angemessen darauf agieren bzw. reagieren zu können, gibt es ein monatliches internes Berichtssystem. Maßgebliche Kennzahl ist hierbei das jeweilige Betriebsergebnis als Haupteinflussfaktor für andere Kennzahlen (z. B. Kapitalrenditen, Liquidität).

Als Zulieferer von Hydraulikzylindern in der Mobilhydraulik, mit Konzentration auf wenige Großkunden in den jeweiligen Marktsektoren, ist die Gesellschaft grundsätzlich von der Gesamtentwicklung der Branche abhängig. Des Weiteren unterliegt die Branche einem starken Wettbewerbsdruck. Das allgemeine konjunkturelle Risiko der Branche versuchen wir durch Diversifikation der Märkte auszugleichen. Ein transparenter Marktvergleich ist infolge des breit aufgestellten Produktportfolios der Hengstler Zylinder GmbH sowie deren von Art und Beschaffenheit unterschiedlichsten Marktbegleitern nicht möglich.

Es besteht eine Exportabhängigkeit. Die Exportquote lag im Geschäftsjahr bei ca. 14,1 % (Vorjahr 14,0 %). Das Wechselkursrisiko wird hierbei von unseren Kunden getragen, da wir ausschließlich in Euro fakturieren.

Aufgrund des hohen Anteils an Facharbeitern in unserer Belegschaft sehen wir gewisse personelle Risiken. Bei notwendigen Neueinstellungen machte sich im Jahr 2023 zunehmend der Fachkräftemangel bemerkbar. Durch den Standort mitten im Schwarzwald wird qualifiziertes Personal längerfristig im Wesentlichen nur über die eigene betriebliche Ausbildung zu gewinnen sein. Aus diesem Grund wollen wir in den nächsten Jahren verstärkt in die Ausbildung investieren.

Konstruktions- und Fertigungsrisiken werden durch das bestehende Qualitätsmanagement konsequent reduziert, die Qualität unserer Produkte wird permanent überwacht. Das Qualitätsmanagement wird regelmäßig nach DIN EN ISO 9001 und das Energiemanagementsystem nach DIN EN ISO 15001 jeweils durch ein externes Unternehmen zertifiziert. Interne und externe Audits werden jährlich geplant und in gleichmäßigen Abständen durchgeführt.

Termingeschäfte und derivative Finanzierungsinstrumente werden nicht getätigt bzw. genutzt.

Entwicklungsbeeinträchtigende oder bestandsgefährdende Risiken sind aufgrund der derzeitigen Entwicklung der Zielmärkte und den damit zusammenhängenden Auswirkungen wie Lieferkettenproblemen, Kostendruck als auch Inflationsrisiken nicht eindeutig vorhersehbar. Eine in die Zukunft gerichtete Aussage zu den Auswirkungen der auf die zu erwartende Vermögens-, Finanz- und Ertragslage ist unter den aktuellen Rahmenbedingungen ebenso vage. Die Gesellschaft war in der Vergangenheit gut aufgestellt, gleichwohl sind zukünftige Risiken nicht auszuschließen.

Sonstige Risiken sind durch entsprechende Versicherungen abgedeckt. Unser Versicherungsschutz wird laufend überprüft und bei Bedarf an die laufende Entwicklung angepasst.

Wesentliche Chancen der künftigen Entwicklung

Die zunehmende Bedeutung von Wachstumsregionen sowie die steigende Bedeutung der Urbanisierung wird in den aufstrebenden Volkswirtschaften zu einer erhöhten Nachfrage nach Wohnraum und Bauelementen führen. Auch der zunehmende Trend zu Recycling jedweder Art oder der Trend zu erneuerbaren Energien wird weiter anhalten. Da für die Erschaffung dieser Anlagen oder Wohnraum Bau- und Schwerlastmaschinen, wie Bagger und Krane, in jeder Form benötigt werden, sehen wir hier weiterhin ein erhebliches Wachstumspotenzial.

Der Trend zu stetigen Neuentwicklungen bei unseren Kunden wird weiter anhalten, da aus energetischen Gründen die Leichtbauweise zur Ressourcenschonung und Energieeinsparung weiter voranschreitet.

Als individueller Anbieter von Lösungen mit einer schnellen Anpassungsfähigkeit und einer langen Reputation im Mark sehen wir uns hier im Vorteil gegenüber gleich aufgestellten Wettbewerbern.

Weitere Chancen bestehen auch im Servicebereich, denn unsere Kunden legen auf die schnelle Verfügbarkeit von Ersatzteilen einen hohen Wert.

Zusammenfassende Darstellung der Chancen und Risiken

Alle beschriebenen Chancen und Risiken, welchen das Unternehmen ausgesetzt ist, werden hinsichtlich ihrer Einflüsse auf die Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage permanent kontrolliert. Das Risikomanagement umfasst die Definition von Risiken und deren Ausprägung, Steuerungsmaßnahmen und Zuständigkeiten. Ziel des Risikomanagements ist die Vermeidung, Beschränkung und Absicherung gegen Risiken.

Weltweit ist ein Anstieg von Bedrohungen der Informationssicherheit durch Cyber-Kriminalität zu verzeichnen, was zu einer Verzögerung in den Geschäftsprozessen oder zu einer Einschränkung der Produktionsleistung führen kann.

Beschaffungs- und Einkaufsrisiken bestehen in einer mangelhaften Qualität wichtiger Rohmaterialien und Zulieferteile.

Um die Lieferfähigkeit zu sichern, besteht das Risiko eines Anstiegs der Lagerbestände, was zu Liquiditäts- und Finanzierungsrisiken führen kann. Zudem besteht ein Inflationsrisiko, wenn bei längeren Lieferzeiten die Preise für Material steigen, die Verkaufspreise aber nicht angepasst werden können. Umgekehrt können bei fallender Inflation die Einkaufspreise eventuell nicht schnell genug angepasst werden.

Personelle Risiken bestehen in der Fluktuation und in der nicht bedarfsgerechten Besetzung offener Stellen von Schlüsselqualifikationen.

Durch die kundenseitige Geltendmachung von Verzugsschäden und Gewährleistungsansprüchen und damit verbundenen Kompensationsforderungen können rechtliche Risiken entstehen.

Inwieweit sich aus den einzelnen oder aus der Gesamtheit aller zurzeit bekannten Risiken unter Substanz- und Liquiditätsaspekten eine Bestandsgefährdung des Unternehmens entwickeln kann, ist derzeit schwer absehbar.

Prognose und Chancen der künftigen Entwicklung

Die Abnehmer unserer Produkte sind im Wesentlichen Hersteller von Bau- und Spezialmaschinen. Das konjunkturelle Klima in den vom Unternehmen bedienten Märkten und der Ausblick auf 2024 werden von der Mehrzahl unserer Kunden hierbei als verhalten eingeschätzt. Der überwiegende Teil unserer Hauptkunden plant im Vergleich zu 2023 auf einem erheblich niedrigeren Niveau.

Die Geschäftsentwicklung wird auch 2024 aus heutiger Sicht noch von der schwierigen Situation bei der Materialversorgung infolge des Preisanstiegs durch Inflation geprägt sein. Infolge eines niedrigeren Auftragseingangs im Jahr 2024 und sinkenden Verkaufspreisen rechnen wir aus heutiger Sicht mit einem erheblich niedrigeren Umsatz als 2023.

Für das Geschäftsjahr 2024 erwarten wir auf Basis der Geschäftsentwicklung einen Umsatz zwischen 28 und 30 Mio. EUR für das Gesamtjahr. Unter der Voraussetzung, dass sich das Umsatzniveau im Jahr 2024 weiterhin konstant entwickelt, rechnet die Gesellschaft mit einem deutlich positiven Ergebnis.

Durch die bestehenden Unsicherheiten im Zusammenhang mit der akutellen Inflationsthematik und der weiteren geopolitischen Entwicklung kann es zu negativen Prognoseabweichungen kommen.

Forschung und Entwicklung

Der Schwerpunkt der Konstruktions- und Entwicklungsarbeit lag 2023 auf der Stabilisierung des Produktprogramms. Durch intensive Kundenbeziehungen und umfangreiche Marktbeobachtungen erhält Hengstler frühzeitig, seitens der Kunden, Rückmeldungen zu Neuentwicklungen und dem aktuellen Marktbedarf. Jede Neuentwicklung durchläuft während der Produktentstehung einen standardisierten Produktentwicklungsprozess, der eng mit den Anforderungen des Kunden verzahnt ist, sodass es sich bei dem Produktprogramm zumeist um Einzelfertigung und kundespezifische Konstruktionen handelt. Die Kosten für auftragsbezogene Entwicklungen und Konstruktionen beliefen sich 2023 auf ca. 0,2 Mio. EUR. Im Jahr 2023 wurde hier hauptsächlich an Zylindern für Automobilkrane gearbeitet und Zylinder für industrielle Anwendungen fortentwickelt.

Zusammenfassende Prognose

Für den Fall einer weiteren Konjunktureintrübung infolge der aktuell anhaltenden Inflationsrisiken als auch geopolitischen Risiken sehen wir uns aufgrund unserer Liquidität gut vorbereitet.

 

Hausach, den 11. November 2024

Hengstler Zylinder GmbH

Andreas Riem, Geschäftsführer

Roland Renzhofer, Geschäftsführer

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Hengstler Zylinder GmbH, Hausach

Prüfungsurteile

Ich habe den Jahresabschluss der Hengstler Zylinder GmbH, Hausach, - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus habe ich den Lagebericht der Hengstler Zylinder GmbH, Hausach, für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 geprüft.

Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erkläre ich, dass meine Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Ich habe meine Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Meine Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" meines Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Ich bin von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und habe meine sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Ich bin der Auffassung, dass die von mir erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Meine Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung übe ich pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahre eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifiziere und beurteile ich die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, plane und führe Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlange Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinne ich ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteile ich die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehe ich Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls ich zu dem Schluss komme, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, bin ich verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, mein jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Ich ziehe meine Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum meines Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteile ich Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteile ich den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führe ich Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehe ich dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteile die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen gebe ich nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Ich erörtere mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die ich während meiner Prüfung feststelle.

 

Straubing, 11.11.2024

Prof. Dr. Hanns R. Skopp, Wirtschaftsprüfer

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